Ausritt

Gestüt Sommertraum
Verfügbare Informationen zu "Ausritt"

  • Qualität des Beitrags: 0 Sterne
  • Beteiligte Poster: Leni
  • Forum: Gestüt Sommertraum
  • Forenbeschreibung: Beschreibung Ihres Forums
  • aus dem Unterforum: Leni/Benni
  • Antworten: 1
  • Forum gestartet am: Freitag 09.06.2006
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: Ausritt
  • Letzte Antwort: vor 16 Jahren, 8 Monaten, 25 Tagen, 3 Stunden, 6 Minuten
  • Alle Beiträge und Antworten zu "Ausritt"

    Re: Ausritt

    Leni - 03.07.2006, 08:56

    Ausritt
    Und wieder ein neuer Tag zusammen mit Benni. Ich freute mich schon riesig auf den Kleinen, als ich zum Reiterhof radelte. Heute war ein wunderschöner Tag. Die Sonne schien, es war aber nicht zu heiß. Das Wetter lud zu einem schönen, langen Ausritt ein. Das hatte ich auch vor.
    Als ich zum Stall kam, begrüßte ich zuerst die anderen Reiter, die das schöne Wetter ebenfalls für einen Ausritt oder eine Dressurstunde auf dem Außenplatz nutzen wollten, und bereits ihre Pferde putzten und sattelten. Ich schnappte mir einen Strick und ging zur Weide. „Benni!“, rief ich, als ich zum Tor kam. Ich sah Benni ganz hinten auf der Weide zufrieden grasen. Als ich ihn rief, hob er kurz den Kopf, sah zu mir hin und wandte sich wieder den duftenden Gräsern zu. Mich ignorierte er dabei völlig. Ich seufzte und betrat die Weide. Ich musste ein ganzes Stück laufen, bis ich endlich zu der Stelle kam, wo er stand. Kurz bevor ich vor ihm stand, war er sich noch schnell auf die Erde und wälzte sich lange, genüsslich. Als er wieder auf den Beinen war, lief er zu mir und begrüßte mich schnaubend. Dass er ein hübscher Falbe war, sah man nach seiner Wälzorgie nicht mehr. Er hatte nun eine braun-grünliche Tarnfarbe angenommen. „Das hast du jetzt noch mal extra machen müssen.“, sagt ich kopfschüttelnd zu ihm. Dann streifte ich ihm sein Halfter über, und ging los. Ein paar andere Pferde folgten uns beiden, so hatte ich beim Tor einige Mühe, Benni als einzigen hinaus zu bekommen. Nachdem ich das Tor wieder geschlossen hatte, führte ich Benni auf den Putzplatz. Seufzend machte ich mich an die Arbeit, ihm seine ursprüngliche Farbe wieder zu geben. Es ging jedoch dann schneller, als ich erwartet hatte. Ich holte Sattel und Zaumzeug aus der Sattelkammer. Benni hielt jetzt ganz still und ließ alles brav mit sich machen. Was mich wunderte war, dass er sich noch nicht aufregte, weil er noch kein Leckerchen bekommen hatte. Mir sollte es aber nur recht sein.
    Schließlich führt eich ihn vor das Hoftor, wo ich noch gründlich nachgurtete. Ich setzte meine Reitkappe auf und schwang mich in den Sattel. Benni dachte, es würde jetzt gleich losgehen, und schlug gleich freudig einen schnellen Trab an. Ich setzte mich tief in den Sattel und nahm die Zügel leicht an. „Benni, jetzt noch nicht.“, schimpfte ich ihn. Benni blieb wieder stehen, wandte seinen Kopf zu mir und blickte mich entschuldigend an. Ich lachte, weil ich ihm einfach nie wirklich böse sein konnte. Auf meinen Schenkeldruck hin, durfte er schließlich losgehen, aber nur im Schritt, da wir anfangs ein paar Minuten lang an der Straße entlang ritten. Außerdem wollte ich selbstverständlich nicht von Anfang an traben und galoppieren. Benni sollte erst etwas warm werden. Benni war sehr brav und ließ nicht auch nicht von den Autos aus der Ruhe bringen, die von Zeit zu Zeit an uns vorbei fuhren. Er ging fröhlich und mit Schwung vorwärts. Ich hatte den Eindruck, dass er es gar nicht mehr erwarten konnte, richtig loszulaufen.
    Nach 5 Minuten bog ich in einen Waldweg ein. Der Boden war weich und federnd, aber nicht zu tief. Ich nahm die Zügel etwas an und trabte Benni an. Benni trabte fröhlich los und lief eifrig den Weg entlang. Ich hatte eigentlich gedacht, er würde sofort losfetzten und war doch positiv überrascht von seinem braven Verhalten. Es war kühl und schattig im Wald. Benni übertrug seine Freunde richtig auf mich. Bald ließ ich ihn auch angaloppieren. Bennis Galopp war schwungvoll und ich trieb ihn noch ein wenig an. Benni tobte sich aus und raste den Weg entlang. Als wir zu einen Kreuzung kamen, parierte ich ihn in den Schritt durch.
    Ich nahm die linke Abzweigung, die noch tiefer in den Wald hinein führte. In der nächsten halben Stunde blieben wir immer im Wald. Benni konnte sich nun wirklich austoben, da ich ihn oft galoppieren und traben ließ. Dann führte der Weg aus dem Wald heraus, ins helle Sonnenlicht und wurde zu einem grasigen Wiesenweg durch die Felder und Weiden. Ich ritt jetzt in einem flotten Trab, bis wir wieder zu einen Kreuzung kamen. Wo ging es da bloß wieder zurück zum Hof? Ich hatte keine Ahnung mehr. Leider hatte ich nicht den besten Orientierungssinn. Ich nahm in der Regel in solchen Situationen grundsätzlich die falsche Abzweigung. Aber diesmal half mir der gute Benni aus der Patsche. Er war in Gedanken wohl schon bei seiner gemütlichen Box und einer gefüllten Futterraufe. Als ich stehen blieb passte es ihm gar nicht und er lief nach links. Ausnahmsweise ließ ich ihn machen. Ich ritt zum linken Weg. Nach einer Viertelstunde sah ich schon die Weiden des Hofes. Ich klopfte Benni auf den Hals. „Danke, mein Hübscher.“, sagte ich zu ihm. Ich kam auf einen Weg, der hinten an den Weiden entlang führte. Die Pferde kamen an den Zaun und Benni begrüßte seine Freunde wiehernd.
    Schließlich bog ich nach rechts ein und kam so wieder auf den Hof. Ich brachte ihn auf den Putzplatz und sattelte ihn ab. Benni hatte zwar ein wenig geschwitzt, war aber bei der langen Schrittstrecke am Schluss wieder vollkommen trocken geworden. Ich spritzte ihm trotzdem die Beine ab. Benni gefiel es. Es er blieb artig stehen und genoss das kühle Wasser. Die Sonne stand nämlich schon hoch am Himmel und es begann jetzt heiß zu werden. Ich drehte das Wasser ab und rollte den Schlauch zusammen. Dann holte ich aus der Sattelkammer, wo ich meinen Rucksack abgestellt hatte, ein paar Sachen, die ich extra für Benni mitgenommen hatte. Er bekam einen Apfel, einen Banane und ein paar Möhren. Mich erstaunte es immer wieder, wie schnell Benni im Futtervernichten war.
    Als ich ihn durch die Stallgasse führte, wollte er sofort in seine Box und zog ordentlich am Führstrick. „Nein Benni!“, rief ich. Als er nicht gehorchte, benutzte ich das Ende des Strickes wie eine Gerte und schlug es leicht gegen seine Flanke. Benni folgte mir wieder. Ich führte ihn auf der anderen Seite des Stalles hinaus und brachte ihn zu Weide. Ich öffnete das Tor und nahm Benni das Halfter am. „Hau ab, Kleiner.“, sagte ich liebevoll und gab ihm einen leichten Klaps auf die Kruppe. Benni gehorchte nicht sofort, sondern blieb noch kurz bei mir, fast so, als ob er sich noch verabschieden wollte. Ich streichelte ihn noch an seinen Lieblingsstellen und verließ dann die Koppel. Benni ließ sich auf der Stelle falle und wälzten sich noch einmal. Dann trabte er wiehernd zu seinen Freunde, die ihn freundlich begrüßten.
    Ich räumte im Stall noch schnell auf. Ich brachte Bennis Halfter und den Führstrick in den Sprint im Aufenthaltsraum der Probemitglieder. Auch meine Putzsachen holte ich vom Putzplatz herein.
    Schließlich nahm ich mein Fahrrad und fuhr nach Hause.



    Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken



    Weitere Beiträge aus dem Forum Gestüt Sommertraum

    Neues Forum - gepostet von hanna12 am Samstag 10.06.2006



    Ähnliche Beiträge wie "Ausritt"

    Ausritt mit Diva und Missi - Vani (Freitag 09.11.2007)
    ..::Langer Ausritt::.. - Sarah (Dienstag 31.07.2007)
    Ninis und mein erster Ausritt - Svenja (Sonntag 25.03.2007)
    Erster Ausritt - Kim (Mittwoch 04.07.2007)
    Ausritt?? Im Chatt? - lenchen (Sonntag 09.10.2005)
    Ausritt&Co! - coooky (Samstag 29.04.2006)
    morgendlicher Ausritt mit Aalou - Anna (Samstag 31.03.2007)
    Vancho's ABBA Top100 - Vancho (Samstag 26.05.2012)
    erster ausritt!!! - tina (Sonntag 16.09.2007)
    Ausritt Leila,Maggy,Jill und Windy - vickyy (Dienstag 13.06.2006)