Coruscant

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    Re: Coruscant

    Aaliyah nhe'Shagaa - 27.06.2006, 15:47

    Coruscant
    Coruscant ist die Hauptstadt der Menschheit. Man vermutet das hier der Ursprung der menschlichen Rasse liegt. Der ganze Planet ist eine riesige Stadt, die nur durch die Wassermassen unterbrochen wird.
    Es ist das absolute Machtzentrum und wer Coruscant beherrscht, beherrscht den inneren Kern.

    Die obere Stadt, die aus Hochhäusern und Orbitalstationen besteht, ist Territorium der Oberschicht, während unter den Stützbauten der hohen Gebäude der Abschaum der Stadt verborgen liegt.

    Über die Jahre kamen Gebäude verschiedenster Kultur und Architektur zusammen und das Bild der Stadt ist noch heute ein atemberaubender Anblick.


    "Die Sonnenaufgänge in Coruscant sind die besten die es gibt." - Senator Pralios



    Danke an Hazuki :)



    Re: Coruscant

    Aaliyah nhe'Shagaa - 27.06.2006, 15:59


    Amelia hat folgendes geschrieben:
    Tempel des Ordens der Jedi

    Das dumpfe Brummen des Gleiters drang in das System ein und näherte sich den bedrohlich schwarzen im roten Licht tretenden Planeten. „Coruscant Flugkontrolle, wir erbitten Einflugerlaubnis. Identifizierung gesendet.“ haschte Selene, nachdem sie einige Knöpfe auf der Schaltanlage betätigt hatte. Eine Antwort ließ kaum auf sich waren: „Coruscant Flugkontrolle an Gleiter PJ-45, willkommen.“
    Der Gleiter rauschte weiter, brummend, als wolle er sein Missfallen geltend machen. Dann setzte er ruhig auf einer der schwebenden Plattformen Kilometer über dem Boden des Planeten auf. Das Schott öffnete sich langsam, doch selbst während es sich noch öffnete, schritten Meisterin Glass und Amelia die Rampe bereits herab. Mit dem Punkt, als die Rampe auf den metallenen Boden ditschte, setzte Selene ihren Fuß auf denselben Boden.
    „Meisterin Glass.“ deutete ihr ein junger Padawan an. Sie kannte ihn, unterrichtete ihn wohl auch in einem Gebiet und folgte seiner Handbewegung. Amelia hingegen war der junge Mann, knapp ein dutzend Jahre jünger als sie selbst, kein Begriff. Beide stiegen in ein offenes und schwebendes Gefährt, welches unter der Steuerung des Padawans zum Tempel aufbrach.
    „Meisterin“ wandte sich der junge Mann an Selene „Ihr kehrt allein zurück. Was ist passiert? Seit Ihr nicht mit einer Gruppe von Soldaten gestartet.“
    Selene und Amelia starrten aus den halbhohen Fenstern, die im nichts des offenen Daches endeten. Ohne nach vorne zu schauen antwortete Selene in einem zurückweisenden aber freundlichen Tonfall: „Das besprechen wir mit dem Rat junger Padawan und noch bist du kein Mitgliedes des selbigen.“
    Seine Augen, kurz über die Schulter gerichtet, widmeten sich nach der Antwort ohne jegliche Demonstration wieder rein dem Verkehr der einzigen großen Stadt. Amelia erinnerte sich daran, wie Neugierde ist. Was sie verursacht und welche Wirkungen damit gefördert wurden. Sie schaute nicht mehr aus dem Fenster, sondern auf den Piloten. Er saß vor den beiden und gab sich mit der einfachen Zurückweisung der Meisterin zufrieden. Der Meinung Amelias nach sollten belanglose Informationen keinen Grund für Zurückhaltung finden und diese Information mochte die Gedanken des Padawans in dieser Stufe der Ausbildung kaum noch ablenken.
    „Sie sind tot.“ antwortete Amelia kühl. Das Gesicht von Selene fuhr herum, starrte sie kurz an und Amelia hielt ihrem Blick stand, schaute nicht zur Seite sondern wartete auf die Reaktion des Padawan. Sie blieb erwartet aus. „Dann dürfte es von noch größerem Belang sein, darüber mit dem Rat zu sprechen.“ antwortete er schließlich und die Geschwindigkeit des Gefährtes wurde merkbar schneller. Amelia drehte den Kopf schließlich wieder ab, schaute wieder in die Schluchten der Häuser. Selene aber, ließ ihren Blick auf ihre ehemalige Schülerin ruhen, noch eine ganze Weile, ehe sie ihn in die entgegensetzte Richtung drehte. Schweigen.

    „Warum hast du ihm diese Information gegeben.“ fragte Selene, während die beiden in Roben gehüllten Gestalten den großen Saal am Eingang durchschritten und ihr gedämpftes Auftreten den Hall zwischen zig meterhohen Säulen und Bögen verlor. Das Gesicht der Meisterin zeigte ein deutliches Anzeichen an Besorgnis, wie bei einer Mutter, die bemerkt, dass ihre Tochter sich beginnt, zu schminken und damit noch nicht einverstanden ist, besonders wenn es sich um ihre Tusche handelt.
    „Seine Neugierde sollte nicht unterdrückt sondern gefördert werden, Meisterin.“ Die Antwort war mit einem gewissen Nachdruck ausgesprochen worden, die Anrede zeigte jedoch deutlich eine diplomatische Richtung. „Die Tatsache des Todes der Soldaten ist eine Information, dass wohlmöglich ein Sith die Ursache dafür ist, eine andere. Neugierde wird nicht befriedigt, wie wird gestillt und wächst. Wenn die wachsende Neugierde nicht gestillt wird, wird die Kreativität dies übernehmen.“
    Amelia blieb stehen und musterte ihre ehemalige Meisterin. Diese blieb ebenso stehen und folgte dem Blick Amelias. „Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will, Deine Worte Meisterin.“
    Selene trat an Amelia heran und legte ihren rechten Arm auf die linke Schulter von Amelia.
    „Amelia, aber vergiss nicht, dass es zwei Arten der Neugier gibt, eine aus Eigennutz, die uns antreibt, zu erfahren, was uns nützen könnte und eine andere aus Stolz, die dem Trieb entspringt, zu wissen, was andere nicht wissen. Welche davon hast du gestillt?“
    Ohne auf eine Reaktion zu warten setzte Selene ihren Weg fort, ließ Amelia hinter sich zurück in dem Wissen, sie würde lernen und lernen. Bei Amelia war es nicht die Frage, auf dem richtigen Weg zu sein, vielmehr wie schnell man sich darauf bewegte.
    Der Blick von Amelia schweifte durch die Halle. Der junge Padawan stand noch immer am Eingang der Halle, beide hatten ihn zurück gelassen, um neue Anweisungen durch seinen Lehrer zu erhalten, welcher seine Ankunft auf wenige Minuten später angekündigt hatte.
    Sie drehte auf der Ferse, machte kehrt und lief in einem schnellen Schritttempo zurück.
    „Was hast du dir von deiner Frage erhofft Padawan?“ fragte sie ihn mit einem durchdringenden Blick. Ihre dunklen und unterlaufenen Augen wirkten beängstigend auf den gleichgroßen Jungen, welcher wie erschrocken zurück wich.
    „Herrin Tzun, ich verstehe Ihre Frage nicht.“
    „Warum fragtest du danach, was mit den Soldaten passiert sei?“ blieb sie unnachlässig.
    „Es verwunderte mich… ich war neugierig und es schien …wichtig zu sein. ….Sie beide waren so schweigsam.“
    „Nützt dir die Antwort etwas, die ich dir gab?“ fragte sie weiter, er wurde unsicherer.
    „Herrin ich..“
    „Antworte mir lediglich auf meine Fragen Padawan.“
    „Ich beabsichtigte die Ruhe zu durchbrechen.“
    „Ich untersage dir, das Gespräch im Gleiter an jemand anderen weiterzugeben.“
    Er nickte, sie wandte sich ab. Das Collier war an diesem Tag besonders schwer. Die dunkle Seite hatte sich in diesem Gespräch gezeigt. Er war nicht nur unsicher, als er mit Amelia sprach, der Padawan hatte gelogen. Seine Absicht war es, eine Information zu erhalten, mit der er vor anderen Padawans eine mögliche Höherstellung erhalten hätte können. Sein Trieb war durchdrungen mit Eigennutz und Egoismus. Der Glaube, damit etwas zu bewirken baute auf reiner Arroganz. Sie würde es seinem Lehrer mitteilen. Aber nicht nur deswegen war das Collier von Al’Har an diesem Tag so schwer, auch nicht wegen der Begegnung auf Sump. Etwas brodelte im Tiefen und die Unsicherheit zerstreute ihre Gedanken förmlich. Sie musste Meister Curdan aufsuchen, Träger des Collier von Bo’mar.

    In den oberen Etagen des Tempels wurde es kleiner. Die Säulen schrumpften zu kleinen, noch überschaubar hohen Bögen und die Räume wurden klein genug, dass es weder einen Hall vom Hall gab, noch einen normalen Hall. Sie waren mit prächtigen Farben und unterschiedlichsten Symbolen geziert und die Türen waren aus den schönsten Materialien kunstvoll in jahrhunderten gearbeitet. Der gesamte Tempel war ein Kunstwerk, Amelia schätze jede Minute, welche sie in den Räumen des Gebäudes aufhalten konnte. Das Bauwerk war einst ein großer Platz, in dessen Bitte sich der Rat in einem Kreis zusammensetzte. Dieser Platz bekam ein Dach und dehnte sich aus. Er wuchs in die Höhe und in die Breite. Schließlich durch den engen Raum von Coruscant nur noch in die Höhe. Nach oben wurde er nur noch wenig schlanker, an den vier Ecken waren jedoch hohe Türme angebracht und in der Mitte, in der auf dem ehemaligen Platz der Rat tagte, befand sich schließlich ein noch viel höher in den Himmel der Stadt ragender Turm, in dem noch immer der Rat in einem Kreis zusammentraf. Es war ein Gebäude mit Geschichte und so unterschieden sich auch die einzelnen Ebenen groß voneinander, besonders im Inneren. Die eine war schöner als die andere, äußerlich konnte kein Blick, welcher nicht durch umfangreiches Wissen in Architektur und Kunst geschult war, erahnen, dass dieses Gebäude immer wieder verändert und vergrößert wurde. Amelia verglich es schon seit ihrer Kindheit mit einem Bild, man begann etwas zu malen, selbst wenn es nur die Hintergrundfarbe war, auf welcher später etwas anderes gemalt wurde, so war es dennoch eine Stufe des gesamten Kunstwerkes, welches am Ende zum ganzen verschmolz.
    Die hölzerne und verzierte Flügeltür schwang zu zwei Seiten auf und Amelia trat in den selten von ihr heimgesuchten Vorraum des Konzilsaals. Die breite Robe von Meisterin Glass wandte sich um und musterte sie mit einem ernsten Blick.
    „Zscholt und Tira Ku sind von Parstek VI zurückgekehrt und sprechen gerade vor dem Rat.“
    Amelia bedachte die Meisterin mit einem fragenden Blick.
    „Ich habe mit Tira Ku gesprochen, bevor sie vor den Rat getreten sind. Sie haben keine Spuren finden können, es ergaben sich jedoch andere kleinere Probleme.“ Meisterin Glass schien Anstalten zu machen, über das angesprochene Problem näher zu berichten, doch die aufgehende große Tür zum Konzilsaal unterbrach sie dabei. „Später mehr. Komm.“
    Sie wandten sich daran, nun nur noch auf ihre Berichte konzentriert, in den Saal zu schreiten.

    „Meisterin Glass.“ nickte ihr der Vorsitzende zu.
    Die unterschiedlichen Sessel waren im Kreis angeordnet. Die Mitte war eine freie Fläche, in die sich beide hinein stellten, um von allen Mitgliedern gut betrachtet zu werden. Die Sessel waren in ihrer Form und Polster den dort sitzenden Mitgliedern des Rates der Jedi angepasst. Von der Statur breitere Mitglieder hatten flachere und breitere Sessel, kleine und dünne hatten schmale und höhere Sessel. Selbst die Form änderte sich extrem kantig bis absolut rund.
    „Ihr kommt von Sump, tick, berichtet uns davon, tick.“ fragte ein Meister, dessen Abbild lediglich eine Projektion war, weil er sich derzeit außerhalb von Coruscant befand und so nicht physisch an der Versammlung teilnehmen konnte. Ein Sessel war gar gänzlich leer.
    Dann begann Selene detailliert mit den Ausführungen über die Verfolgung, den Einbruch in die Höhlen von Sump und das Treffen mit dem Waffenschmuggler. Schließlich legte sie die Informationen vor und zeigte auf, dass die mit dem Projektil, welches gesucht wurde, zwar Ähnlichkeiten aufweisen, schließlich aber keine Übereinstimmung vorliegen würde. Sie ging weiter in ihren Ausführungen und kam schließlich auf den Tod der Soldaten und den dunkelhäutigen Gegner zu sprechen.
    „Sind Sie sich seines Todes sicher?“ fragte einer der Ratsmitglieder.
    „Ja.“ antwortete sie gewissenhaft. Amelia stand reglos und kommentarlos an der Seite ihrer Partnerin. Sie war als eine schweigsame Jedi bekannt, man ging auf die auch nur ein, wenn es nötig war, Meister waren stets die Ansprechpartner nach solchen Missionen.
    „Wir danken Ihnen.“ Fügte die Person neben dem Vorsitzenden an.
    „Was ist aus dem Team von Mori-Daram geworden?“ fragte Selene schließlich noch.
    „Meisterin Cinn und ihr Padawan Xan haben sich noch nicht gemeldet.“
    Selene und Amelia zogen die Roben bereits zurück um mit einer knappen Verbeugung den Raum verlassen zu können, doch der Rat befugte weitere Aufgaben.
    „Meisterin Glass, bleiben Sie einen Moment. Lady Tzun, Sie dürfen sich entfernen.“
    Amelia zog ihre Robe wie geplant nach hinten und verbeugte sich etwas, dann schaute sie keiner Person mehr direkt in das Gesicht und verließ den Saal.

    Es dauerte eine gewisse Zeit, bis die große Tür zur Seite glitt und den Weg für Meisterin Selene Glass freimachte. Sie kam direkt auf Amelia zu und nahm sie förmlich mit, auch ohne sie ziehen zu müssen, schritt Amelia ihr wie geräuschlos hinterher. Weiter hinten im Gang blieben sie stehen.
    „Ich werde mit einigen anderen nach Parstek VI fliegen. Die Angelegenheit, welche Zscholt und Tira Ku entdeckt haben, bedarf einer größeren Gruppe. Der Rat hält es für besser, wenn ein Meister die Führung der Operation in die Hand nimmt. Meister Jru vom Rat wird mich dabei begleiten. Ich schätze, dass ich in einer Woche wieder zurück sein werde.“
    „Warum wurde ich nicht ausgewählt?“ fragte Amelia still.
    „Nach dem Vorfall auf Sump hält es der Rat für sicherer, die Trägerin des Collier von Al’Har im Tempel zu behalten. Meister Curdan und das Collier von Bo’mar wurden ebenfalls hergerufen.“
    „Gut.“ nickte Amelia ab. Es war ihr nur Recht. Selene fuhr ihr noch einmal fast sorgevoll über die Schulter den Arm entlang und ging dann. Amelia blieb hingehen reglos und bewegte sich dann ebenso auf eines der Lifte zu, in die Bibliothek fahren wollend. Es galt noch ein paar Dinge zu klären, bevor sie mit Jez Curdin sprach. Er war der zweite Hüter über die Vorgänge der dunklen Macht. Sie beide unterrichteten den Rat davon, wie sich die dunkle Macht in den bekannten Systemen bewegte, welche Jedi betroffen waren. Die Colliers von Al’Har und Bo’mar waren eine Art Kontrollorgan innerhalb des Ordens, nur wenigen war es vergönnt, diese Ehre zu haben, Träger zu werden, wenn auch nur befristet.


    Hazuki hat folgendes geschrieben:
    „Coruscant Flycontrol. Willkommen auf Coruscant,klick, sie werden auf eine Landeplattform geleitet, klick, danke für ihre Geduld.“ Das automatische Signal der Sonde rauschte laut. Auf seinem HUD erschien eine Leitlinie und er aktivierte die Eintrittssequenz. Sein Frachter brachte sich in eine horizontale Lage und stürtzte sich in die Athmosphäre des Planeten. Flammen züngelten am Rand seines Cockpits. Dann erloschen sie und vor ihm tauchten die ersten riesigen Gebäude aus.
    Einige Lifte führten in den Orbit, wo sich Orbitalstationen befanden. Er folgte der grünen Führungslinie mit hoher Geschwindigkeit. Zwar wies ihn die Anzeige darauf hin, das er ein zu hohes Tempo hatte, doch kümmerte ihn das kaum. Er sah schon die Landeplattform und zählte die Sekunden bis zum Erreichen. Kurz bevor er auf die Plattform stürzte, zündete er den Umkehrschub, zog die Nase der Maschine nach oben und landete sanft wie eine Feder auf dem festen Boden.

    Ein Hafenarbeiter stürmte entrüstet auf den YT-10 zu, der gerade so waghalsig gelandet war.
    Ryo ging langsam nach hinten, nahm die 4 Stufen in einem kurzen Sprung und erreichte die Ladeluke. Mit einigen Handgriffen an der Konsole, öffnete er die Laderampe. Aufgeregtes Gebrabbel kam auf ihn zu. „Eine Unverschämtheit, unfassbar, nicht zu Glauben, zum Kern mit ihm...“
    Für seine Postur war der Arbeiter ziemlich schnell und kam fast rasend auf Ryo zu. Seine fetten Backen wren puterot und seine schweinsähnliche Nase erinnerte mehr an einen Gammoreaner als an einen Menschen. Der Name Peter McCrosby, sagte nichts über den Arbeiter aus. Es schien eher, als passe er überhaupt nicht zu seinem Besitzer. Wenn man den Mann kennenlernte und er ein normalerweise freundliches „Hallo, Ich bin Peter McCrosby.“, dann musst man erst einmal kurz innehalten und diese Aussage auf sich wirken lassen, um sich damit ab zu finden, dass die Realität nicht in geregelten Bahnen lief. McCrosby war wütend.

    „Ryo Hazuki, ich habe dir schon 1000-mal gesagt, dass du gefälligst normal landen sollst. Ich krieg jedes Mal ne’ Heidenangst, wenn du hier einfliegst. Diese Plattform...“ Ryo schnitt ihm in den Satz. „ist mein Ein und Alles, ich weiss Pete. Aber die normalen Anflugparameter sind langweilig. Schliesslich bin ich Pilot und kein Frachtjokey.“ Frachtjokeys war eine abfällige Bezeichnung für Piloten, die nur riesige Frachter flogen, derren Wendigkeit an ein Walross in einer Holokomm-Zelle erinnerte. (Also praktisch null)
    Er beruhigte den Menschen mit einem Tätscheln auf die Schulter. Peters Miene wechselte von wütend zu betrübt. „Du nimmst mich nicht einfach nicht ernst. Egal wieviele Male ich es dir sage, du wirst immer so landen, habe ich recht?“ Ryo nickte. „Genau, ausser sie stellen eine Werbetafel von Jocie Lillian auf, dann kann ich mich nicht ausreichend konzentrieren, um zu landen.“ Peter grinste und damit schien seine Aufregung vollkommen verschwunden zu sein. Gemeinsam gingen sie zur Landezentrale.
    „Du hast nen’ schlechten Zeitpunkt erwischt. Der Senat trifft sich morgen, dass heisst die Landegebühren sind heute doppelt so hoch. Zusätzlich muss dein Schiff wieder einmal komplett durchsucht werden. Wenn du mich fragst die Spinnen...“ Er verstummte, als sie in die Hörweite einiger Republikanischer Soldaten kamen. „Ich habe nichts zu verstecken.“ Antwortete Ryo, mit etwas lauterer Stimme, so dass die Soldaten es ganz bestimmt gehört hatten. Am Empfangsterminal wartete auch schon der Offizier, des Trupps. „Laut der Republikanischen Sicherheitsverordnung ist jedes Schiff, das ohne speziellen Grund auf Coruscant ankommt zu durchsuchen, diese Aufforderung stützt sich auf den Artikel...“ Ryo hörte schon nicht mehr zu. „Ja, ja. Ich kenn den Spruch, tun sie was sie für nötig halten und machen sie mir nichts kaputt. Letztes Mal musste ich den Achternbildschirm ersetzten lassen und das nur weil einer ihrer Soldaten „Schmuggelware“ dahinter verdächtigte.“ Der Offizier verschwand beleidigt.

    Pete wuselte hinter den Empfangstisch. „Das macht dann 230 RepCredits.“ Ryo lächelte. „Du willst sie mir doch nicht wirklich berechnen?“ Normalerweise verlangte Peter nichts von ihm, schliesslich waren sie geschäftliche Partner. „Doch, als Strafe für den Schreck den du mir eingejagt hast.“
    Ryo warf ihm einen bösen Blick zu. „Na gut. Ich erinnere dich das nächste Mal daran, wenn ich deine Lieferung mitnehmen soll. Dann berechne ich dir auch mal mehr.“ Er warf ihm einen Chip zu und Peter grinste nur.
    „Dein Schweber steht in der Garage. Ich hab dir ein Zimmer besorgt, solltest du eines gebrauchen. Aber wie ich dich kenne....“ Ryo schüttelte den Kopf. „Ich wird nicht lang hier bleiben. Ich such mir nen Job und dann wieder ab in die unendlichen Weiten.“ Mit einer Handbewegung verabschiedete er sich.

    Mit einem Knopfdruck startete er die Repulsortriebwerke. Sie heulten laut auf und zogen an der Parkklammer. Ein weiterer Knopf löste jene und der Gleiter erhob sich über dem Boden.
    Ryo schob den Schubregler nach vorne und steuerte geschickt aus der Garage. Wenige Sekunden später fädelte er in den Luftverkehr ein und folgte der Bojenstrasse, einem System aus Bojen und Signalreceivern, die einem das Steuern abnahm, während man in der Kolone flog. Es folgte einem Art Hauptstrassennetzt, das man früher in den tiefen Schluchten der City hatte. Nebenstrassen, verfügten lediglich über Naavigationsbojen, die einem den Weg wiesen. Er bog in eine der Nebenstrassen ein und folgte deren Verlauf. Nicht weit von ihm erhob sich der Jedi-Tempel. Hätte er nach hinten sehen können, hätte er ein Stück des intergalaktischen Senatsitzes erkennen können. Er liess den Gleiter tiefer fliegen und suchte einen Parkplatz auf der Promenade. Kurz darauf entdeckte er ein kleines Parkhaus, das laut Anzeige noch Plätze frei hatte. Gesehen, gelandet, fand er sich auf der Promenade tief verborgen unter den Hochhäusern verborgen, wieder. Noch war er nicht im Untergrund, das war klar, aber auch hier konnte man von Glück reden, wenn man einmal etwas Sonnenlicht abbekam. Einge Restaurants säumten die Strasse, die seit Jahrhunderten den Füssgängern gehörte. Kleine Shops ergänzten das Bild einer Einkaufspassage, in die er nun einbog.

    Dort wo der Schatten sich am meisten sammelte, fand er eine Treppe in den Untergrund. Ryo hatte sie schon oft benutzt. Doch der Gestank, der ihm entgegen wehte, war noch immer fast unerträglich.
    Wenn man erst auf den Unterirdischen Strassen angelangt war, war es kein Problem, man hatte sich daran gewöhnt. Doch bis man unten war, musste man gegen seine Übelkeit ankämpfen. Mitunter ein Grund, weshalb die Treppe von komischen Schleimarten übersäht war, die den Geruch weiter verstärkten. Der Untergrund war volle Schlitzohren und Bettler, meistens aber voller Banditen, Halsabschneider und Söldner der härtesten Sorte. Hier zog es auch Ryo hin, denn wenn man sich hier auskannte und Ryo kannte sich aus, dann fand man die besten Jobs und damit machte man das meiste Geld.

    Die „Blue Twi’lek“-Bar, war der beste Ort, um einen Job zu finden. Sie war ein, für den Untergrund gesehen, sauberes Etablissement. In den hinteren Bereichen konnte man tanzende Twi’leks sehen, die zufälligerweise grüne Haut hatten. Nur die Hauptattraktion, die Twi’Lek Josefine, hatte blaue Haut, deshalb auch der Name. Im vorderen Teil, war eine gemütliche Bar mit vielen Nieschen. An der Bar wartete man meistens, bis ein potentieller Kunde ankam und man mit ihm in eine Nische verschwand, um die Geschäftsmodalitäten zu klären. Ryo setzte sich an die Bar und bestellte einen „Flying Viper“, der einzige Drink der Bar, der nicht etwas enthielt, was einem die Essröhre verätzte.
    Er trank einen Schluck und spürte den süssen Honig ähnlichen Saft, nach unten gleiten. Der Drink hiess deshalb Flying Viper, weil wenn man ihn ausschüttete, ähnelte die Form die sich durch die dickflüssige Mischung bildete stets eine Schlange mit Flügeln. Natürlich musste man schon einige starke Getränke zu sich genommen haben, um aus jeder Form eine Schlange mit Flügeln zaubern zu können, jedoch stimmte es zumindest dann.

    Ryo machte sich nicht weiter Gedanken über den Drink und dessen Benennung, denn er suchte ja einen Job. Sein Blick schweifte durch die Bar und hin und wieder auch zu dem bedienenden Mädchen, mit grüner Haut. Er hatte sich schon lange nicht mehr mit einem weiblichen Wesen eingelassen, er suchte nicht danach, darum fand er auch nicht oft eine Dame die ihm zusagte.
    Ungeachtet seiner Blicke, erschienen Unbekannte an der Tür. Natürlich, das war ja nichts ungewöhnliches, jedoch passte ihre Kleidung so gar nicht zu dem Kunterbunt der anderen Kunden. Man erkannte sie sofort als Personen, die es nicht gewohnt waren, sich in einer anderen Umgebung, als einer 8-Zimmer Residenz mit 2 mal 5 Meter Swimming Pool und mindestens 4 Bediensteten zu bewegen. Vielleicht übertrieb er auch, aber solche Personen hier zu sehen, versprach eine Menge Geld.



    Amelia hat folgendes geschrieben:
    Die großen Glasfenster, welche sich an den Regalen in die Höhe erstreckten, fluteten den länglichen Raum mit hellem Licht. Die Augen zogen sich zusammen und die grelle Helligkeit stieß kleine Nadeln in den gedämpften Verarbeitungsmechanismus des Gehirns. Dann gewöhnten sich die Augen an das viele Licht der Bibliothek und Amelia schritt den mittleren freien Gang entlang, welcher der Freiheit lediglich durch Lesetische und Studierbänke gestört wurde.
    „Amelia.“ tönte es bereits von einem der Tische auf dessen Projektor Karten schnell wechselt plötzlich inne hielten und sich ein großer Mann erhob. Zwei lange Arme streckten sich der Frau entgegen, und braungraue Haut charakterisierte die dicke Verhornung. Ein langer Scheitelknochen zog sich über seinen kahlen Kopf in die Höhe und seine lange Nase verschloss sich wie in das Kinn übergehend erst weit unter der Kehle. Der Vurk war einer der angesehen Meister außerhalb des Rates. Schon viermal in seiner Laufbahn hatte es Jez Curdan geschafft, einen Sitz im Rat des Ordens zu erhalten, nun hatte er die letzten zwei Male abgelehnt, meinte selbst, er wäre der Aufgabe nicht gewachsen, solange er Träger des Collier von Bo’mar sei. Freude strahlte aus seinem dinosaurierartigen Gesicht, als er die menschliche Frau auf ihn zu kommen sah. Dann schenkte er ihr eine liebe Umarmung.
    „Du siehst bedrückt aus, mein Kind.“ sagte er und tippte mit seinen überdimensional groß wirkenden Händen gegen ihr zartes Kinn.
    „Spürst du es?“ fragte sie ihren besorgten Gegenüber. Er schaute noch besorgter und zog sie in eine der Regalnischen. „Lass es nicht an dich heran Amelia, hörst du mich.“ Sie schaute auf und wurde klarer, nun begriff sie, es war hier…
    "Was…“ er drückte seinen breiten Finger sanft auf ihre Lippen. Dann schüttelte er ganz langsam den Kopf und zog sie wieder zurück in den Gang, sein Blick fiel auf die blaue Sternenkarte. Ihrer ebenso. Vom Projektor wurde sie in die Mitte des Tisches gestrahlt und drehte sich unentwegt, als hätte sie den gesamten Tag nichts anderes zutun.
    „Die Aktivitäten ziehen sich zusammen wie eine Schlinge.“ bemerkte Amelia und folgte den einzelnen von Jez eingetragenen Vorkommnissen von dunkler Macht.
    „Wir müssen herausfinden, was genau passiert. Unsere Anhaltspunkte sind gering. Wir haben eine große Anzahl von einzelnen Jüngern, Fanatiker und einen geflohenen Fanatiker, jedenfalls rechnet der Rat ihn dieser Gruppe zu. Meines Erachtens könnte es sich um eine neue Bewegung der dunklen Seite handeln. Die Kristalle sind alle in Obhut von Jedi und die bis jetzt in unseren Besitz gelangten Klingen sind alle durch verunreinigte Nachzuchten betrieben.“
    „Nachzuchten?“ Amelias Blick wandte sich mit Sorge an ihren alten Freund.
    „Ich habe Recherchen angestellt, scheinbar gibt es Jemanden dem Kristalle in die Hände gefallen sind und welchem es gelungen ist, diesen einen Kristall durch eine Zucht zu vervielfältigen.“
    „Das ist ausschließlich, die Kristall wachsen nur in den Höhlen von…“
    „Ja, die reinen Kristalle, schau dir dies an.“ Sein Blick war die gesamte Zeit wie der ihre auf die Projektionen gerichtet, auch nun blieben ihre vier Augen weiterhin daran haften, die blauen Ränder von kleinen Systemen und Sektoren verschwanden und formten einen kleinen und länglichen Kristall, welcher im blauen Schimmer des digitalen Bildes der Bibliothek seine rote Farbe kaum entfalten konnte. Die Struktur wies kleine Kerben und Bläschen auf. Teils sogar Risse.
    „Dieser Kristall stammt von einem gefallenen Fanatiker. Die Bewegung scheint einem Sith-Kult zu folgen, selbst aber keine Sith zu seinen Jüngern nennen zu können. Er weist eine große Anzahl an Schäden auf, eine Gefahr für andere und seine Träger.“
    Dann wandte er sich von der Projektion ab und sah Amelia an.
    „Mich interessiert die Meinung des Rates.“
    „Der Rat hat uns angewiesen weitere Züchtungen zu verhindern.“
    Amelias Blick wanderte ganz langsam zurück auf die Projektion. Der Kristall wies Fehler auf, war aber weit genug um in eine Waffe eingebaut zu werden und bei nicht allzu großen Belastungen wunderbar zu funktionieren. Sollte es zu keinem Zweikampf mit einem mächtigen anderen Schwert kommen, würde es wahrscheinlich nicht eine Spur der Unreinheiten geben. Dann sah sie wieder Jez an. Seine faltigen Gesichtszüge waren steinern. Die Augen grau und kühl auf sie gerichtet, wie er sie noch nie angesehen hatte.
    „Hast du Anhaltspunkte?“
    Er nickte langsam und sehr zufrieden, wusste er doch, dass sie seine Aussage zu deuten verstand. Der Rat hatte nicht gesagt, er wolle weitere Züchtungen verhindern, hier ging etwas viel größeres vor sich und möglicherweise waren Leute in der Nähe, die keineswegs zuviel mitbekommen sollten.
    „Einen Händler, er war vor einigen Wochen im Besitz eines solchen Kristalls. Wir werden ihm einen Besuch abstatten, hier auf Coruscant.“

    Die große Robe verdeckte Amelia gänzlich. Auch Jez Curdan wurde unter seiner Robe vollkommen verhüllt. Weder die wahren Züge des verformten Vurk-Schädels, noch seine großen Hände waren zu sehen. Auch ihre Hände verschwanden unter den Ärmeln der Robe und ihre markanten, wenn auch sanften Gesichtszüge wandelten im dunklen Schatten der Kapuze. Der Wind zog mit tobenden Böen an einem der Seitentürme des Tempels entlang und den langen Steg zur Gleiterplattform zu schreiten, erforderte viel Kraft. Die Roben wehten wie Umhänge dunkler Reiter mit dunklen Geheimnissen. Niemand war in der Nähe, als sie beide den Gleiter bestiegen und das Verdeck sich schloss. Ehe sie abhoben und nachdem sie sich beide Lautlos für den Flug vorbereiteten, schauten sie geradeaus auf dem Tempel.
    „Weist du, wer?“ fragte Amelia.
    „Nein, so wie es aussieht sind alle Hüter noch im Besitz der Kristalle. Ich vermutete dass ein Hüter seinen Kristall nur kurzzeitig zur Kopie abgab und danach wieder an sich nahm, sonst wäre es dem Rat aufgefallen.“
    „Der Rat weiß davon?“
    „Sie vermuten es, sprechen es aber nicht aus, solange man keinen Anhaltspunkt hat, wer der Verräter ist.“
    Das Wort schnitt sich in die Grimasse des Vurk… Verräter. Als er es aussprach donnerten seine Stirnfalten voller Sorge gegeneinander. Allein die Vorstellung verbreitete eine Welle von Sorge und Angst, dies dürfe nicht zugelassen werden, die Kontrolle müsse bestehen bleiben, beide wussten dies.
    „Stellen wir ihm eine Falle?“ fragte sie ihn, als würde er es laut gedacht haben und sie hätte es zufällig aufgeschnappt.
    "Mein Kind, du bist wirklich schlau.“ lächelte er sie an, aber ihre Züge blieben kühl.
    Brummend hob der Gleiter ab.

    Die Gase der unteren Ebenen stiegen neben ihnen empor. Sicherlich war der Gleiter sicher, darüber machte sich Amelia keine Sorgen. Eher besorgte sie der ständige Druck, der in den letzten Tagen auf dem Collier lag, es war schwer und das Atmen fiel ihr nicht leicht, auch die Nächte schienen kürzer.
    „Dort.“ war das Wort, welches die Handbewegung auf eine kleine Gasse begleitete. Sie folgte Meister Curdan.
    Beide blieben stehen. Die auf dem hellen Hauptweg laufenden Massen übertönten ihre Geräusche, Schatten verschluckten ihre Körper, nur ihre Seelen blieben. Amelia hörte es röcheln. Der Händler war schnell gerannt, als sie ihn in einem kleinen Laden überrascht hatten. Beide waren schlau genug zu wissen, dass er ihnen hier nicht entfliehen konnte.
    „Nun kannst du uns unsere Frage beantworten.“ sagte Jez und der gebückte und schnaufende Mann sprang auf in die andere Richtung in der die lautlose Kapuze von Amelia auftrat und ihm jeglichen Weg abschnitt.
    „Ich habe keine Kristalle. Mein Lieferant nimmt zu mir Kontakt auf, nicht ich zu ihm.“ heulte er auf und zitterte am ganzen Leib. Die tiefe und brummige Stimme von Jez schlug in Freundlichkeit um „Wie kommst du an die Ware?“
    „Nach Absprache.“ er holte einen kleinen halbrunden Chip hervor und hielt ihn ängstlich Jez hin. Dieser nahm ihn ab.
    „Namens der Republik verhafte ich Sie und konfisziere diesen Datenträger.“ stieß Jez schließlich hervor und nahm seine Kapuze ab.

    Diesen Satz hatte eine kleine Gestalt bemerkt. Sie stand am Ende der Gasse und sah in die Gruppe hinein, sofort begann sie zu rennen. Amelia machte wortlos einen Satz in die Richtung und folgte der Person. Sie nahm enge und schlüpfrige Winkel und hatte ein schnelles Tempo. Amelia holte nur langsam auf. Dies zur Kenntnis nehmend hatte die kleine Gestalt einen Sprung auf einen kleinen Vorsatz des voran liegenden Hauses gemacht. Amelia folgte auch dort. Der Vorsatz führte weit um den Fuß des Gebäudes herum. Hinter einer Ecke verschwand die Gestalt. Wissend bei gleichem Tempo in eine aufflammende Klinge zu rennen, bremste Amelia ab und die Vorsehung geschah. Sie verfehlt trat die kleine Gestalt hervor und hielt das blaue Lichtschwert auf Amelia zu. Es folgten wenige Hiebe und Amelia wich vorerst, bis sie mit einem kurzen Griff das Lichtschwert an sich nahm und den Gegner gegen die Wand drückte. Dieser zog ein kleines Messer und warf nach ihr, sie werte es mühelos ab, dann verschwand die Gestalt, Amelia mit dem Schwert zurücklassend. Sie kehrte unverzüglich zu Jez zurück, die Verfolgung unmöglich fortsetzen könnend.


    Der Mann zuckte nicht, er stand ganz still und schien auf eine gewisse Art Reue zu zeigen. Als Amelia zurückkam, sah sie, wie Jez Curdan die Augen geschlossen hatte und meditiere, selbst im stehen. Dass dieser Schwarzmarkthändler entwischen könnte, war scheinbar kein Problem, Jez war zwar nicht schnell, er verfügte jedoch über ausreichende andere Fähigkeiten im Umgang mit Gefangenen oder gar Flüchtlingen.
    Amelia trat näher und Jez öffnete die Augen. Sie waren groß und ihre hellen Sandfarben strahlten die Frau aus der Dunkelheit der Gasse an. „Ist alles in Ordnung.“ fragte er sie. Eine geräuschlose Antwort auf die besorgt klingende Frage war das Hinhalten des Laserschwertes. Sie hielt es ihm demonstrativ entgegen und sagte nichts, aber sie nickte noch kurz.
    „Du konntest ihn entwaffnen?“
    „Ja, nur so gelang es ihm, mir zu entkommen.“ die Darstellung des Vorfalles war kühl aber präzise. Die große Handfläche des Vurk nahm die Waffe an sich. Er betrachtete sie musternd, während Amelia ihre zauberhaft dunklen Augen mit Acht auf den Gefangenen richtete.
    Es blieb einen Moment vollkommen ruhig. Der Jedimeister seufzte merklich und verstaute das Lichtschwert des unbekannten Kämpfers. Dann schaute er den Mann ebenfalls an, beide sahen, wie in einem Gedanken verschmolzen wieder weg und dafür gegenseitig in ihre Augen. Der Blick war tief und verriet dem Gegenüber jede Emotion.
    „Dieses Schwert ist von einem Meister unseres Ordens, ich kenne ihn sehr gut.“
    Verwundert blickte Amelia auf. „Was?“ das Wort war wie das giftige Zischen einer überraschten Schlange.
    „Der Rat muss darüber entscheiden.“
    Amelia dachte nach. Sicherlich müsste der Rat darüber entscheiden, sie hätte nun jedoch gerne eine Bewertung ihres alten Freundes gehört. Sie selbst hatten über einen Verräter in den eigenen Reihen...



    Re: Coruscant

    Amelia - 29.06.2006, 23:44


    Amelia dachte nach. Sicherlich müsste der Rat darüber entscheiden, sie hätte nun jedoch gerne eine Bewertung ihres alten Freundes gehört. Sie selbst hatten über einen Verräter in den eigenen Reihen spekuliert, dass es sich dabei aber um einen guten Bekannten und alten Freund von Jez handeln könnte, schlossen sie dabei aus.
    „Meinen Sie er…“
    Jez schnitt Amelia das Wort mit einer scharfen Bewegung der beiden Hände ab. Dann antwortete er mehr nachdenklich als in Rage: „Nein, er ist nicht der Verräter, den wir suchen.“
    Stille hielt weiter inne. Der Gefangene schien beide genau zu studieren und Amelia ließ es sich nicht nehmen, auch ihn genau zu mustern, von oben bis unten, unauffällig mit ihren dunklen Augen unter der dunklen Kapuze.
    „Der Transfer der Ware gegen eine bereits gezahlte Summe findet im All statt. Er berichtete, dass er lediglich einen einfachen Container unter stets verschiedenen nicht befahrenen Koordinaten abholt. Der nächste Transfer ist morgen Abend.“
    Amelia sah Jez fragend an. Diese Informationen waren sehr wertvoll, scheinbar hatte der Gefangene viel verraten, unter dem Druck, den Jez durchaus ausüben konnte. Die Imposante Gestalt eines Vurk konnte dies jedoch meistens. Sie zog arrogant die Augenbraue in die Höhe und schloss damit ab, den Fremden zu mustern, während sie wieder ihren alten Freund ansah.
    „Ich rede mit dem Rat und führe unsere neuen Informationen vor. Du kümmerst dich um die Ware.“ beschloss er und zog unter seiner Robe ein kleines halbrundes Speichergerät hervor. Die Koordinate eines Gebietes fernab von jeglichen Routen wurde angezeigt. Amelia schloss es wieder und verstaunte das kleine Teil genauso konsequent wie Jez in den Tiefen ihrer Robe. Dann nickte sie einfach, klar und zustimmend. Sie drehte sich ab und war bereit, in einer Seitengasse zu verschwinden, einen Frachter zu suchen und der Mission nachzugehen, aber Meister Curdan hielt sie noch kurz auf.
    „Amelia“ sagte er, sie drehte sich kurz um, hob ihren Kopf und ließ ein wenig Licht in der dunklen Gasse unter die Kapuze steigen „pass gut auf die auf.“ Wieder nickte sie ihm ernst zu und ging dann ihren Weg fort.

    Das Lokal, welches Amelia fand, sprach sich dafür aus, dass die klebrigen Stufen in den versifften und mit betrunkenen gefüllten Räumen einen reinen Nährboden für morallose, seriöse und effiziente Geschäftspartner darstellten. So waren es vor allem Geschäftspartner, die ihre Auftraggeber im Nachhinein nie zu kennen wussten und auch sonst unter gewisse Stummheit und Gedächtnisverlust zu leiden schien. Sie alle hatten eines gemeinsam: Jeder von ihnen war Besitzer, wenn auch nicht immer ganz rechtmäßig, eines Schiffes und hatte eine Vorliebe für eine blauhäutige Twi’lek.
    Amelia betrat, verdeckt in ihrer Robe, das Etablissement. Es roch scharf nach alkoholischen Getränken und Schweiz. Die Dunkelheit und der sich wie ein Teppich in den Raum gelegte Nebel aus exotischen Tabak bildete einen starken Kontrast zu den hell leuchtenden Leuchttafeln und Anzeigen auf den Straßen von Coruscant.
    „Wo finde ich einen Frachterkapitän?“ wandte sich Amelia bezirzend an den vierarmigen Barkeeper, welcher sogleich schnaubend reagierte. Er polierte ein abgewaschenes Glas mit zwei Händen und stützte sich mit den anderen zweien auf dem Tresen ab, der unter der Masse des Mannes zu knarren begann. Noch lauter knarrte es, als er sich hinüberschob und sein Gesicht vor jenes von Amelia hielt.
    „Ihr mit euerm Deez, so eenfach is dat nich, spann ma de Horchlappen uff, klar, hier soll och wat gesoffen werd’n. Dat is verdammt noch ma ne Kaschemme. Wenn ick dir also weiter so’n Flez tun kicke, dann wirst’e dich ne dufte Dresche abholen können. Jetze zieh Leine Fatzke!“
    Der Dialekt schien Amelia befremdlich, zugleich sie wohl auch nicht alles verstanden hatte, was ihr der Mann soeben erzählt hatte. Schließlich atmete sie einmal tief ein. Zorn stieg in seinen großen runden Augen auf.
    „Ich möchte nichts trinken, Sie sagen mir einen zuverlässigen Kapitän.“
    Er stützte sich nur noch mit einer Hand auf dem Tresen ab, mit dem anderen kratzte er sich besorgt und mit einem plötzlich nachdenklichen Gesicht am Kopf.
    „Wenn se nüscht saufen woll’n, so ne Lorke will ick dich ja och nich anbieten, wa.“ er grinste dumm und stützte sich gar nicht mehr ab, sondern zeigte mit dem vierten Arm auf einen kleinen Tisch in einer noch dunkleren Nische. Amelia bedankte sich bei dem, auf dessen Hemd groß die Bezeichnung „fetter Lulatsch“ stand.
    Umso weiter sie durch die Bar, oder wie der Barkeeper sie selbst liebevoll nannte ‚Kaschemme’ schritt, desto schwerer wurde die Luft, die im Raum lag. Sie war durchtrieben von zuviel Wissen um zuviele Informationen von zu vielen Leuten, die besonders sauberen Leuten, die einen besonderen Belang auf Mysterien legten…
    Der Mann, welcher in der dunklen Nische sah, hatte angesichts des gut besuchten Lokales das Annähern von Amelia nicht bemerkt. Er starrte bebannt auf zwei gut gekleidete Gäste an der Bar… zumindest solange, bis Amelia sich bemerkbar machte.
    „Sie sind Frachterkapitän?“
    Er sah sie sofort an, hatte sie schon beim ersten Wort sofort bemerkt und war mit dem Kopf herumgefahren. Aufmerksam schien er zu sein und geantwortet hatte er ebenso mit einem „Ja:“
    Fraglos setzte sich Amelia ihm gegenüber und musterte ihn nicht lange. Die Koordinate lag außerhalb von Routen und bis zum nächsten Abend an dem Treffpunkt zu sein, könnte eng werden, so also war sie auf ihn angewiesen.
    „Es gilt eine Ware abzuholen, frei im Raum.“
    Leicht verwirrt hob er seine Augenbrauen und starrte sie an, nicht wissend, ob er es mit einem Mann oder Frau unter der allzu dunklen Kapuze zutun hatte, wegen der Stimme jedoch schnell auf Frau hätte kommen müssen.
    „frei?“
    „Näheres erkläre ich Ihnen gerne später. Hier sind die Koordinaten, wir starten am besten sofort.“ mit diesen Worten schob sie den Datenträger, bzw. eine gute Kopie dessen zu dem Mann herüber, welcher das Gerät misstrauisch betrachte, als würde er es persönlich erst einmal einer Eichung unterziehen.
    „Wir?“
    Amelia hatte gehofft, sie würde zu diesem Schritt nicht allzu oft und noch einmal gezwungen werden, sah ihn kühl an und bat die Macht erneut, ihr beizustehen.
    „Sie werden mich mit Ihrem Frachter mitnehmen.“ spukte sie ihm in den Kopf, aber eine geplante sofortige Reaktion blieb erstaunlicherweise erst einmal aus…

    TBC



    Re: Coruscant

    Hazuki - 30.06.2006, 07:52

    Ryo + Amelia
    Ryo war ein Mann mit Prinzipien, er hatte es nicht gern, wenn seine Kunden versuchten Wünsche zu stellen. Sein Frachter war zwar auf 3 Personen ausgelegt, trotzdem wollte er einfache Aufträge lieber alleine erledigen. Er spürte, wie etwas versuchte seinen Gesit zu beeinflussen und er wehrte sich dagegen. „Hören sie auf. Sie benötigen keine Beeinflussung um mich zu überreden. Wenn sie mit wollen, okay, dann kommen sie halt mit. Aber ich sage Ihnen, wenn der Job so ist, wie sie es sagen, wird das ziemlich langweilig für sie werden..“ Er erhob sich. Er deutete eine knappe Verbeugung an und streckte einen Arm in Richtung der Tür. „Wenn sie dann so freundlich wären mir zu folgen?“

    Sein neuer Geschäftspartner erhob sich und erneut schien sie mit der Dunkelheit zu verschmelzen, so wie am Anfang ihres Gespräches, nur das es für Ryo jetzt kein Problem mehr darstellte, die Konturen der Person zu erfassen.
    Im Vorbeigehen warf Ryo dem Barkeeper einen Credichip zu.

    Kurz darauf waren sie an der frischen Luft der oberen Strasse angekommen. Ryo atmete tief durch.
    All seine Aufmerksamkeit lag auf seinem Kunden und seine rechte Hand lag ständig auf seinem Blaster. Hätte er geahnt, dass er es mit einem Jedi zu tun hatte, wäre seine Hand wohl eher zu der Vibroklinge gewandert, dessen Verkäufer ihm eine Laserschwert-Immunität versprochen hatte. Schliesslich stammte sie aus den Beständen der Sithkriege. Doch er wusste es nicht und so war sein Blaster seine Sicherheit, während sie zu seinem Gleiter gingen. Ryo erkannte schnell, dass unter der Kapuze ein Frau versteckt sein musste. Ihr Gang verriet sie. Er konnte förmlich spüren, wie ihr Blick ihn unter der Kapuze musterte. Sie versuchte genauso wie er, seinen Geschäftspartner zu analysieren und einzuschätzen.

    Er stieg in den Gleiter und nur wenige Sekunden, war auch sie, er war sich nun sicher über ihr Geschlecht, neben ihm in den Sessel gesunken. „Wo gehen wir hin?“ Die Frage hörte sich mehr nach einer Feststellung an, als nach einer Frage. Eher so, als Frage sie, ohne jegliches Interesse, die Antwort zu erfahren. Er bemühte sich nicht, ihr etwas vor zu machen, so entschied er sich einfach für die korrekte Antwort. „Zu meinem Schiff.“ Er startete die Motoren und die Repulsoren heulten auf. Der Gleiter hob vom Boden ab und bäumte sich auf. Ryo steuerte mit 100%iger Routine.
    Er nahm sich Zeit und fuhr die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten, er liess anderen den Vortritt und nahm den längeren Weg, anstatt die Abkürzung zu verwenden. Er erhoffte sich dadurch Zeit für die Reperaturn zu schinden, die noch im Gange waren. Die Frau neben ihm musterte die Umgebung und versuchte sich zu orientieren. Ryo kannte sich hier genügend aus, um nicht im Kreis fliegen zu müssen. Sie passierten den Senat und nur wenig später den grossen Raumhafen. Als sie aber nicht zur Parkzone einbogen, schien seine Geschäftspartnerin überrascht zu sein. Versuchte diesen Umstand aber zu verstecken, was ihr trotz Kapuze nicht sehr gut gelang.
    Nur wenige Kreuzungen später bog er in eine Abfahrt ein und landete in dem kleinen Hangar, aus dem er vorher gestartet war.

    Die Parksicherung hakte sich im Gleiter ein und er stieg aus. Er wartete nicht auf seine Kundin und ging auf die Tür zu, die zu Peters Laden führte. Mit unglaublicher Gewandheit, verlor seine weibliche Begleiterin keine Sekunde , um ihm zu folgen. Er hätte erwartet, das so ein Mantel eher behindernd sein musste, wenn man auf einem Gleiter aussteigen musste.

    Peter wartete wie immer am Empfangspult. „Ah, Ryo. Schon wieder hier? Die Reparaturen sind fast abgeschlossen, nur noch wenige Minuten.“ Ryo grinste breit. „Danke Pete. Ich nehm gerne noch eine kurze Mahlzeit bevor wir starten.“ Dann zu seiner Partnerin gewandt. „Möchtet Ihr auch etwas essen?“ Als sie nickte, war Ryo überrascht, er hatte ein Nein erwartet. Pete lachte los. „Na dann schliesse ich mich doch gleich an. C2, komm her, ich geh schnell eine Pause machen.“ Der silberne Protokolldroide, stellte sich hinter den Pult während Pete die beiden Ankömmlinge zur Kantine führte. „Ich kann Ihnen leider keine ausgelesenen Speisen bieten, jedoch habe ich einige Nudelfertiggerichte, die ziemlich gut schmecken.“ Wenn der pummelige Mann vom Essen redete, leuchteten seine Augen. „Das wird uns schon reichen...“ bemerkte Ryo. „Wer redete denn mit dir? Du weißt ja was es zu essen gibt. Ich meinte die werte Lady.“ Wieder schien eine Aura der Überraschung über die verhüllte Person zu gehen. Scheinbar hatte sie nicht gedacht, das man ihre Weiblichkeit erkennen konnte, ohne ihr Gesicht, oder ihre Stimme zu hören. Ryo musste unwillkürlich lächeln. Bei all der Professionalität, mit der sie vorgegangen war und auch mit dem Verständnis ihre Gefühle zu verbergen, war es ihr nicht möglich alles ein zu berechnen. Ryo hatte unbewusst erkannt, das Amelia das erste Mal ganz allein auf einem Einsatz war und deshalb mit einigen Unsicherheiten zu kämpfen hatte.

    Kurze Zeit später sassen sie vor ihren Tellern und beobachteten den aufsteigenden Dampf. Ryo und Peter warteten gespannt auf die Reaktion des Gastes. Wie würde sie auf ein karges Menü, wie diesem, reagieren. Sie jedoch schien auch auf etwas zu warten. „Stimmt etwas nicht?“ fragte sie, nach einer Minute anhaltender Stille. Peinlich berührt, lief Ryo rot an. „Nein, nein. Ehm, wir dachten es sei Anstand die Dame beginnen zu lassen...“ versuchte er sich raus zu reden und Pete setzte noch ein „Auf Corellia ist dies Etikette.“ hinzu. Noch ein peinlicher Moment der Stille und dann bewegte sich erstmals die Hand aus den weiten Ärmel des Umhangs und griff nach der Gabel. „Na dann, einen guten Appetitt.“ Ryo erwiderte dasselbe und begann die Spaghetti auf seine Gabel zu rollen.
    Lady Amelia liess ihre Kapuze nach hinten gleiten und entblöste ihr Gesicht und ihre hochgesteckten Haare.
    Ryo verschluckte sich bei dem Anblick und hustete kurz. „Entschuldigung.“
    Der Rest der Essenszeit wurde durch eine stille Atmosphäre gekennzeichnet. Niemand wagte einen weiteren Spruch, oder ein Geräusch und so waren alle sehr froh, als durch das Interkom das Signal kam, dass die Reperaturen beendet waren. Die beiden Partner gingen etwas voraus, als sie auf das Flugdeck kamen. „Ist das deine neueste Eroberung?“ Petes Blick fragte nach Bänden. „Ehm, nein, sie ist nur eine Kundin....“ antwortete Ryo verlegen. „Ach was ich hab doch deinen Blick gesehen und den ihren. Mir kannst du es doch sagen.“ Ryo lief nun rot an. „Ich sage dir noch einmal, die Beziehung zwischen mir und ihr ist vollkommen geschäftlich. Ich kenne nicht mal ihren Namen.“
    Pete kannte ihn genug lange um zu erkennen, das er die Wahrheit sagte. „Naja, was nicht ist, kann ja noch werden.“ Die Lady hinter ihnen hatte unbemerkt alles mitbekommen. Sie grinste, wissend das nach diesem Auftrag die Beziehung beendet sein würde. Oder doch nicht?

    Die „Dust Eater“ glänzte in der Sonne und ein kalter Schauer der Freude begleitete ihren Anblick.
    Die beiden Waffenphalanxen waren in der Hülle integriert. Die langgezogene Form begann mit einem Runden Bug an dessen Kopf sich die Scheiben des Cockpits wie Augen erstreckten und endete in einer runden, breiten Öffnung die sich als Ladeluke herausstellte. Sie lag auf vier Beinen, die mit Rädern und Kufen ausgerüstet waren. Einige Repulsoreinheiten konnte man deutlich erkennen, wobei der grösste Teil direkt in die Schiffsinternen Systeme eingegeliedert waren.
    Schiffskenner würden schon gleich auf den ersten Blick erkennen, das es ein CEC Schiff war. Das Corellian Engineer Corps hatte seinen ganz eigenen Stil und die YT-10 war ein Paradebeispiel für diesen Stil. Schnelligkeit und Wendigkeit vereint in einer ästhetischen Form. Die 20 Megalon starken Schutzschilde sollten dazu einen ausreichenden Schutz gegen Energiewaffen bieten. Ryo stieg über die Rampe zum Schiff. Mit einigen Handgriffen, startete der Schiffscomputer und die internen Lichtanlagen wurden ins Leben gerufen. Der nun leere Lagerraum glänzte im künstlichen Licht.
    „Willkommen auf der Dust Eater, das beste Schiff im inneren Kern.“ Die junge Jedi blieb distanziert.
    Sie betrat die Rampe und musterte den Innenraum. „Es macht alles einen tadellosen Eindruck. Sie scheinen ihr Geld wert zu sein. Hier haben sie die Koordinaten, lassen sie uns starten.“ Ryo grinste. Bei dem Gedanken an den Start, wurde Pete etwas bleich. „Du weißt was ich von deinen Schnellstarts halte....“ Ryo nickte ihm beruhigend zu, auch wenn er sich ein schelmisches Lächeln nicht verkneifen konnte.

    Er schloss die Rampe und hätte er einen Röntgenblick gehabt, hätte er sicherlich einen rennenden Peter McCrosby gesehen. „MyLady, bitte folgen sie mir.“ Er grub alle Etikette aus, die er auf Corellia gelernt hatte und schliesslich war er da fast Adlig gewesen. Sie folgte ihm durch den Lagerbereich und ging die kleine Treppe nach oben. Ryo drückte auf einen Knopf in der Wand und ein zweiter Sitz faltete sich aus der Wand. „Dies wird ihr Platz sein. Ich bitte sie, bei einem Kampf den Gurt anzulegen. Und natürlich auch beim Start.“ Er wies sie kurz, ob es nötig war oder nicht, auf den Standort der Rettungskapseln und der Waffenkontrolle hin. Dann setzte er sich in seinen Pilotensessel und aktivierte den Reaktor. Ein lautes Brummen und Pfeifen, das langsam Anstieg deutete auf den hochfahrenden Reaktor, das Schiff hob langsam an und schwebte einen halben Meter über dem Boden. Dann verebbte das Grollen uns ging in ein leises, monotones Surren über. Ryo war nun voll auf sein Schiff konzentriert. Er aktivierte die Triebwerke und liess sich die Starerlaubnis geben, das übliche Klicken und die erneute grüne Leitlinie auf dem HUD bestätigten seine Anfrage. Seine Hand schob den Schubhebel bis an den Anschlag und die Triebwerke heulten auf. Die Maschine schoss auf die neue Orbitalstation zu. Er genoss das Gefühl in den Sitz gedrückt zu werden.
    Das Schiff wich einigen Gleitern aus und verfolgte die grüne Linie. „Sie sind zu schnell, sie sind zu schnell.“ Die weibliche Stimme des Systems warnte ihn vor Kollisionen. „Wotonga ni cho lade, Gefahr, Begesch, Nakasne!“ Das 4-sprachige Warnsignale lenkte seine Aufmerksamkeit auf einen Republikanischen Kreuzer, der einen Kollisionkurs geladen hatte. „Was zum....“

    Ryo deaktivierte den halb-Autopiloten und zündete den Afterburner. Er zog die Nase steil nach oben und überflog die Brücke des Kreuzers. „Abstand zu Objekt, 2 Zentimeter“ warnte das System energisch. Schweiss rann ihm über die Stirn. „Objekt passiert.“ Die Hitze der Triebwerke, brachte die Luft zum Kochen. Ryo murmelte etwas in sich hinein, während er das angespannte Atmen hinter sich ignorierte und den Afterburner wieder deaktivierte.
    Der Wasserdampf der Wolken, die mit dem Schiff ins All gesogene wurden, kristallisierten auf den Triebwerksgondeln. „Leitsysteme sollten solche Kollisionen verhindern.“ Sagte er. Mehr zu sich als zu der Jedi hinter ihm. Sie atmete ruhig und ihre Augen waren geschlossen, nicht genug das ihr Amulett so schwer war, jetzt musste sie auch noch Angst bekämpfen. Sie hoffte, das der Rest ihrer Reise ruhiger verlaufen würde, schliesslich war es ein „einfacher“ Job.

    [NRPG: Weiter im All YT-10: The Transporter]



    Re: Coruscant

    Amelia - 30.06.2006, 14:19

    Senatorenmord I
    Die Landung war genau rasant, wie der Start. Anders hatte es Amelia auch nicht anders erwartet.
    Amelia trat als erste heraus, Ryo folgte ihr. Peter, ein Freund und Partner von Ryo wartete bereits an der Plattform und Amelia sah in der Gestik von Ryo, dass dieser fest mit einer Standpauke für diese Landung rechnete. Amelia schritt etwas zur Seite, um diesem Ereignis freien Lauf zu lassen. Nur sah der Ingenieur nicht aus, als wolle er Zorn oder Wut zum Ausdruck bringen, lief auf Ryo zu und begrüßte beide. Er hatte eher den Gesichtsaudruck einer Person, die ein Geheimnis so schnell es ging, weitergeben wollte, selbst wenn nicht einmal ein Geheimnis war.
    „Pete… Entschuldigung das…“
    „Ja, schon gut.“ wank er ab „Das kenn ich doch nicht anders. Ist alles gut gegangen?“
    „Na ja.“ antwortete Ryo und sah zu Amelia, welche Diskretion erwartete. „Ja.“
    „Gut… Habt ihr schon das neuste gehört? Heute morgen…“
    „Ein Sentor ist ermordet worden.“ beendete Amelia den Satz, wie in Trance.
    Verwundert blickte Ryo sie an. Pete ging darauf nicht ein, dachte er wohl, sie hätte es irgendwo gelesen. Doch der Pilot wusste, sie kam dort draußen an keine Informationen heran, ohne dass er es wüsste.
    „Ja, aber das ist nicht das komische… der Mörder ist gefunden worden. Es ist ein Jedi!“
    Ryo wandte sich sofort an Amelia und schaute sie fragend an, Peter tätschelte zufrieden, etwas Neues erzählt zu haben seinem Kumpel die Schulter.
    „Ich begebe mich unverzüglich zum Rat der Jedi, ein Padawan wird den Gleiter…“
    „Nichts da, ich bringe Sie hin, das geht schnell.“
    Während sie den Weg dahin bereits eingeschlagen hatte, wandte er sich noch an den nun verwirrt schauenden Pete „Was will sie denn da?“ fragte er verdattert. „Sie ist Jedi, Pete.“ Sagte er ausdrucksvoll und wies ihn dann noch an, sich um alles zu kümmern.

    Der Gleiter hielt mit wahnsinniger Geschwindigkeit auf den Tempel vor sich zu. Sie flogen höher als es eigentlich erlaubt war und außerhalb von Kontrolllinien. Schließlich befanden sie sich auch schon im Anflug auf einen der seitlichen Stege, welche über eine Verankerung für kleinere Schiffe und Gleiter verfügten. Ohne jedoch die Verankerung zu betätigen, schwebte der Gleiter einen viertel Meter vom Steg entfernt.
    „Ihre Bezahlung kann hiermit eingelöst werden.“ schrie sie durch die windige Höhe und reichte ihm einen kleinen Chip, den sie von ihrem Gürtel aus den Tiefen der Robe genommen hatte. „Und Danke.“ Sagte sie, für ihre Umstände fast sentimental gefühlsvoll.
    Ihre Hand schoss aus dem langen Ärmel hervor und griff den Rand des Fahrzeugrahmens. Dann schleuderte sie sich mit einem kräftigen Sprung in die Luft und stieß sich mit Hilfe des Armes in die Richtung des Steges ab, auf dem Sie Richtung Tempel sicher landete und sofort geradeaus weiter eilte, ohne zurück zu sehen. Jedenfalls dachte das Ryo, als er ihr hinterher und abgewartet hatte, bis sie im Turm des Gebäudes und weg vom Steg verschwunden war. Er drehte eine Rolle und flog davon. Hinter dem Zugang jedoch stand sie noch einen Moment und sah dem Piloten hinterher. Dann eilte sie weiter zum Saal des Rates. Sie ging fest davon aus, den Mann nie wieder zu sehen, was sie nicht wusste war, sicherlich aber bald herausfinden würde war, dass er noch immer die Daten über den Container hatte, welche sie angesichts der Vision unachtsam vergessen hatte.



    Re: Coruscant

    Hazuki - 30.06.2006, 15:53

    Senatorenmord I
    Mehr unbewusst als gewollt, hatte Ryo etwas wichtiges vergessen. Erst als er in Pete’s Kantine sass und den Datenchip anschaute, bemerkte er was er vergessen hatte. „Super, die Containerdaten. Muss ich denn alles selber machen?“ Pete schaute ihn an. „Die was?“ Peter und Ryo hatten eine gute Arbeitsbeziehung, aber so gut war sie nicht, das ihr Informationsaustasch über die Grenze Vertraulich ging. „Ach nichts. Ich muss wohl nochmal in die Stadt fahren.“ Irgendwie freute ihn die Erkenntnis innerlich. „Oder ich warte, bis sie wieder auftaucht....“ Beide Gedanken lösten Freude aus.
    „Warten ist besser. Hast du den XT-63 gekriegt?“ Peter nickte. „Dann lass’ ihn uns einbauen, ich hab’ im Moment eine Pause vor mir. Eventuell wird die nächste Zeit viel Action bringen.“ Er grinste bei dem Gedanken. Peter war nur verwirrt. Doch er lächelte trotzdem. Er war einer der Männer die konsequent jedes Lächeln als einen Grund der allgemeinen Heiterkeit erkannten und auch wenn sie den Grund dafür nicht begriffen, die soziale Ader besassen um mit zu lachen.

    Ryo öffnete die Abdeckklappe der Dust Eater. Sie war nun in dem kleinen Hangar, denn der Staub und die Mikropartikel der Stadt, hätten den Schaltkreisen sicherlich geschadet. Der XT-63 war ein neuer Zielcomputer. Seine künstliche Intelligenz ermöglichte Ryo nun, seinen drehbaren Waffenturm, der bisher nur manuell über die Waffenkontrollen gesteuert werden konnte, automatisch benutzen zu können. So kam ihm der Pluspunkt seines Waffenturmes zu, auf den er bisher wegen Personalmangels hatte verzichten müssen.



    Re: Coruscant

    Nefertiry - 18.07.2006, 01:41


    Die Luft roch stickig. Der Rodianer der das Taxi flog setzte zu einer Beschimpfung an. Doch Nefertiry beachtete diese gar nicht. Sie lief in die Schatten eines Gebäudes. Dann erst stoppte Sie. Die dunkle Jedi maskierte ihre Aura und hofte die Jedi hatten Sie noch nicht entdeckt. Sie würde eine falsche Identität brauchen. In den Außenwelten brauchte Sie sowas nicht. Viele Welten glaubten bis heute nicht an die Jedi. Doch hier, im Zentrum ihres Einflußes... Die Zerstörung des Rates auf Dantoine hatte den Rat vorsichtiger werden lassen. Dazu kam noch das Nefertiry zum ersten Mal auf Couruscant war.

    Wachsam streifte die dunkle Jedi die Straßen des Stadtplaneten. Sie befand sich in den untersten Ebenen. Ein Ort an dem Sie weniger auffiel als angenommen. Es waren sehr viele Menschen hier und da Mandalorianer den Menschen ähnelten, konnte Sie sich frei bewegen. Sie hoffte nur das Sie etwas fand wo Sie gefälschte Papiere herbekam.

    Ein leises Gespräch in einer Seitengasse erweckte die Aufmerksamkeit der dunklen Jedi. Zwei offensichtlich sehr Agressive Gamorreans mit Vibroäxten, bedrohten einen älteren Menschen. Nefertiry schaute sich das Schauspiel eine Weile an. Es war interessant wie dumm einige Spezien doch waren. Sie beschloß einzuschreiten, vielleicht wußten die Gamorreaner ja wo sie gefälschte Papiere herbekam. Mit einem Machtschub, drückte Sie einen der beiden Gamorreaner an die Wand. In gebrochenem Hutt, sprach Sie die Schweinsähnliche Kreatur an.
    "Hagwa boska punyoo! Moova dee boonkee ree slagwa. Jeeska do sookee koopa moe nanya."
    "Bona nai kachu." antwortete der Gamorreaner.
    "Ich glaube nicht das ich Probleme bekomme. Lass deine Hände wo sie sind!"
    "Was willst du Puppy?"
    "Der letzte der das sagte hat anschließend seine Fühler gegessen. Ich brauch Papiere."
    Der Gamorreaner lachte.
    "Andrew Carr hier ist einer der besten Fälscher von Coruscant. Aber er schuldet uns noch eine Lieferung, also stell dich hinten an, Mensch!"
    Nefertery griff mit ihrer Macht nach dem Gamorreaner. Allerdings griff sie nur nach der Kehle des schweinsähnlichen Aliens. Mit hilfe einer Kombination aus Machtschub und Machtgriff, würgte Sie das Alien, bis es starb. Dann würgte Sie auch den zweiten Gamorreaner, bis auch dieser starb.
    "Ich bin Mandalorianerin, kein Mensch. Hm interessant, jetzt weiß ich auch wie das geht."
    Sie sah zu dem Menschen.
    "Nun, da der Auftrag der beiden... verjährt ist. Ich brauche Papiere, gute Papiere."
    "Selbstverständlich." Der Alte nickte und schien zu zittern.

    Nefertiry überzeugte sich von der echtheit der Papiere. Es war alles dabei, Flugberechtigung, ID, sogar ein Bibliotheksausweis für die Jedi-Academy. Nun den würde Sie auch brauchen. Den Sie wollte alles über die Sith herausfinden was Sie konnte. Andrew Carr ließ Sie zurück, mit Credits die Sie noch von ihrem Meister hatte. Mittlerweile müßten Sie nichts mehr Wert sein. Außerdem hatte Sie eine Mine unter den Credits gelassen, der dafür sorgte das Sie nichts mehr Wert waren.
    Ihr Ehemann auf Yavin hatte ihr genügend Credits hinterlassen, dass Sie davon noch einige Zeit leben konnte. Wenn Sie zurück im Outer Rim war, konnte Sie sich mit Gaunereien neue Credits besorgen. Doch auf Couruscant unter der Nase der Jedis, war dies zu gefährlich. Sie klaute einen Gleiter und flog los. Hinter ihr ertönte die Explosion der Mine. Sie mußte aufhören alles in die Luft zu jagen. Irgendwer könnte dies noch zu einer Spur zusammenfügen und ihr nachjagen. Nefertiry lachte, als sie Kurs nahm auf den Palast der Jedi.



    Re: Coruscant

    Nefertiry - 22.07.2006, 20:33


    Das Hotelzimmer war klein, aber es hatte den Vorteil das es direkt gegenüber dem Tempel der Jedi lag. Sie hatte eine gute Sicht auf den Eingang des Tempels. Auf dem Dach befanden sich mehrere Gleiter, mit denen Sie nötigenfalls fliehen konnte. Ihre Tasche, die nun ihren gesamten Besitz darstellte, lag, ihren Inhaltes entleert, auf dem Boden vor ihr. Die Jedi Robe, die sie aufgegeben hatte lag zussamengefaltet neben ihrem Laserschwert und den restlichen 5 Minen. Der kleine Hologrammprojektor lag aktiviert auf einem Beistelltisch. Sie besaß noch einige Credits und Notrationen. Sie hatte auch noch ein Atemgerät, einen Kommunikatorund einen ansteckbaren Zopf in ihrer Haarfarbe. Als Sie auf Yavin ihr Glück gefunden hatte, hatte Sie auch ihren Zopf geopfert. Zwar waren die Haare mittlerweile größtenteils nachgewachsen, doch für den Zopf reichte es noch nicht.

    "Warum?" fragte Meister Bratak.
    "Warum was?" Nefertiry war verwirrt.
    "Warum gehst du zu ihnen zurück?" fragte das Hologramm nach. "Hast du keine Angst das Sie dich erwischen?"
    Nerfertiry lachte.
    "Mich erwischen? Nein ich habe keine Angst. Was sollte mir groß passieren? Die Jedi achten jedes Leben, selbst das eines Sith."
    "Hochmut kommt vor dem Fall junger Padawan."
    Nefertiry lachte lauthals.
    "Das ist der Grund weswegen ich dich immer noch benutze. Trotz deines Todes, bist du mein Gewissen. Nur wandle ich nicht mehr auf dem Pfad der Jedi. Also Vorsicht, ich behalte dich nur noch aus Sentimalität. Ich muss herausfinden wiso der Sith Schüler hier war. Und das meiste kann ich nunmal in der Bibliothek der Jedi herausbekommen." Die dunkle Jedi schwieg während Sie ihre ehemalige Robe zusammenpackte. "Du wolltest mir den Palast zeigen..." murmelte Sie irgendwann.
    "Auf diese Erinnerung hast du mich nicht Programmiert. Wollte ich das?"
    "Ja, bevor du weggerufen wurdest, wolltest du mit mir hierher nach Coruscant... Tja du hast es irgendwie geschafft."
    Nefertiry packte die Robe in eine kleine Tasche. Dazu legte Sie den falschen Zopf.
    "Keiner hat mir gesagt das auch verbitterung zur dunklen Seite gehört. Auf bald Meister."
    Sie schaltete den Holoprojektor aus und nahm ihn mit.

    "AtoZ-Meritamun?" fragte der Republikanische soldat am Eingang zur Bibliothek.
    Nefertiry sah auf. Das war der Name, der auf ihren gefälschten Papieren stand. Sie hatte ihn sich eingeprägt.
    "Ja?" Nefertiry fragte sich ob die Papiere in Ordnung waren.
    "Sie waren noch nie hier?"
    "Nein, noch nie." Die dunkle Jedi begann sich Sorgen zu machen.
    "Das erklärt es. Sie müssen zur Versammlung. Die anderen warten bestimmt schon."
    "Äh... Nein, ich muss einen Auftrag..."
    "Meisterin Yaazeera, ich habe hier noch eine Schülerin."
    Eine blauhäutige Twi'lek kam herüber.
    "Was gibt es, Sergeant?"
    Nefertiry wurde wütend. Sie hatte Mühe ihre Gefühle zu unterdrücken.
    "Diese Schülerin möchte zur Versammlung." sagte der Sergeant.
    "Ich kann dir gerne den Weg weisen." sagte die Twi'lek aufrichtig und freundlich.
    "Können Sie mir vielleicht den Weg zur Bibliothek zeigen? Den da muß ich hin." sagte Nefertiry mit Nachdruck.
    Die Twi'lek lachte. "Ja sicher. Ich zeig dir kurz den Weg zur Versammlung und dann zur Bibliothek. Kannst ja nachkommen."
    "Ok, das ist akzeptabel."



    Re: Coruscant

    Hazuki - 27.07.2006, 13:57

    Senatorenmord I
    Zack! Die Abdeckung rebellierte laut, als sie mit übermässiger Kraft in ihre Halterung gedrückt wurde. "So das wäre erledigt."
    Peter lehnte schwitzend an einem der Räder. "Mannoman, Erinnere mich nächstes Mal vorher daran, dass die Panzerplatten 50 Kilo wiegen." Fuchida, der ebenso schwitzte, lächelte. Ein wenig ausser Atem antwortete er dann. "Nein, nein. Sonst muss ich sie in Zukunft alleine tragen und das, will ich definitiv nicht." Der Schweiss tropfte ihm vom Haaransatz übers Gesicht. Es war zwar relativ kühl in dem klimatisierten Hangar, doch Ryo hatte ob der schweren Arbeit auf sein T-Shirt verzichtet. Sein Oberkörper war, ganz im Gegensatz zu Pete, trainiert und sogar etwas muskulös. Wenn er seine Muskulatur anspannte konnte man sogar ein Six-Pack erkennen. Müde ging er in Richtung des Hauptkomplexes. Peter folgte ihm, sein Gang war noch langsamer und stockender geworden, als er ohne hin schon war. "Jetzt eine kalte Dusche." stöhnte er.
    Ryo öffnete die Tür. "Eine wohlverdiente, kalte Dusche." Er liess seinen Blick nochmal über sein Baby schweifen und hob das T-Shiert auf, dass neben der Tür auf der Kiste lag.

    Keine 10 Minuten später sass er in seinem Arbeitszimmer und schaltete das Computerterminal ein, dass in den Tisch integriert war.
    "Konichi wa, Hazuki-san" Er aktivierte die Holotastatur. "Konichi wa" flüsterte er zurück. Seine Finger flogen über das Bedienfeld. Er öffnete den Posteingang und schaute sich die neuesten Intercom-Nachrichten an. Ein Brief von Kyleen... Er öffnete die Nachricht.
    "Hi Ryo, Ich hoffe es dauert nicht zu lange bis du diese Nachricht erhälst. Heute früh ist ein abstürzender Gleiter in meiner Wohnung explodiert. Ich weiss nicht wo ich hin soll und du weisst ich habe kaum Credits um mir was Neues zu nehmen..." Das Holobild setzte eine bittende Miene auf. "Ich bin im Moment im Laden, du weisst schon in welchem, treffen wir uns da?"
    Das Bild flackerte und erlosch. Ryo wurde nachdenklich, wieso stürzten hier Schiffe ab? Er erinnerte sich an das fehlerhafte Leitsystem. Ein Blick auf seinen Chrono wies ihn darauf hin, dass es kurz nach Mittag war.
    Kyleen kann auch noch ein wenig warten.

    Als Mitglied der freischaffenden Pilotenvereinigung auf Coruscant fühlte er sich gezwungen, auf die Missstände des Leitsystems hin zu weisen. Er schrieb eine kurze Beschwerde an das Zentrum für Luftüberwachung und sendete sie über Intercom.
    Einen kurzen Moment hielt er den Datenchip in der Hand. Kopie?

    Der Gleiter glitt langsam über das Strassenpflaster, bis er vollständig zum Stillstand gekommen war. In den kühleren Regionen der Stadt, was meist vom 15. Stockwerk abwärts der Fall war, konnte er seine Jacke anbehalten. Festen Schrittes ging er einige Schritte die Strasse entlang bis er vor einer dunklen Tür stand.
    Er klopfte zweimal. Ein Sichtschlitz öffnete sich. "Geschlossene Gesellschaft." Knurrte eine tiefe Stimme bissig hervor. "Ich bin hier, um Kyleen abzuholen. Ein kurzes Knurren und der Sichtschlitz wurde zu geschoben. Es knirschte und knackte. Dann öffnete sich die Tür mit einem leisen Sauggeräusch. Kühler Wind wehte in die ohnehin schon kühle Umgebung hinaus. "Komm' rein. Kyleen, Umkleideraum." Ein grobschlächtiger Gnoll stand vor ihm. Diese humanoiden Lebensformen waren für ihre Dummheit bekannt, aber im Gegensatz dazu stand eine unheimliche Kraft. Sie wurden gerne als Türsteher oder Aufpasser von Kleinkriminellen angestellt. Niemand legte sich mit einem Gnoll an, denn ihre Haut war hart wie Stahl und hielten viele Blasterschüsse aus.
    Ryo liess sich durch die Räume führen. Gelegentlich hörte man die Gäste kichern und schreien. Ryo wusste wirklich, um was für einen Laden es sich hier handelte und so verwirrte ihn das Stöhnen aus den Gästeräumen wenig. Der Gnoll klopfte mit seiner Pratze an eine der Türen. Die sich bei jedem Schlag gefährlich nach innen verbog. Ryo dachte, dass sie bald brechen würde und war schon zur Seite ausgewichen.

    Dann hörte der Gnoll auf und auch das Kichern, dass bis anhin aus dem Raum gekommen war. Die Tür öffnete sich einen Spalt. "Ja?" "Mann, Abholen, Kyleen." Dieser Gnoll schien ein ganz dummes Exemplar seiner Rasse zu sein, er konnte nur Einzelworte aneinander Reihen. "Er soll rein kommen." Ryo nickte und drängte sich an dem grossen Körper des Gnolls vorbei. Der fischige Geruch dessen Atems liess ihm die Haare zu Berge stehen. Er passierte die kalte Tür und tratt in ein Reich voll Wärme und Farbe. Parfüm erfüllte die Luft und überall zierten Spiegel die Wände. Etwas mehr als ein Dutzend Frauen verschiedener Rassen schminkten sich, redeten miteinander, probierten Kleider oder Taten was immer nackte Frauen so tun, wenn sie unter sich sind. Ryo erblickte Kylenn im hinteren Teil des Raumes, der mehrere Betten aufwies. Scheinbar war dies nicht nur der Umkleideraum, sondern auch die Schlafgemächer der Frauen. Er presste sich an einer grünhäutigen Twi'leck vorbei, derren Oberweite den freien Raum ausfüllten, dem ihm als Durchgang zwischen Kleiderständer und Schminktischen blieb. Leichte Erregung machte sich in ihm breit, als er sich den Schlafgemächern und einer süssen Naboo näherte. Er musterte ihren Rücken und die tiefergelegenen Regionen. Als sie sich umdrehte, musste er enttäuscht feststellen das ihre Figur das einzig Hübsche an ihr war. Er lächelte verlegen, während er merkte wie sein Gesicht vor Röte warm wurde. Endlich hatte er die ersten Betten erreicht. Kyleen sass verstört auf einem der Doppelbetten. Ein blauhäutige Twi'lek, sonderbar hübsch und wahrscheinlich um einiges Jünger wie Ryo, versuchte sie zu trösten. "Alles zerstört. Alles zerstört..." schluchzte Kyleen. "Hallo Ex-Freundin." Ihr Kopf erhob sich und das traurig verzerrte Gesicht erhellte für einen Moment. "Hallo Ex-Freund. Du hast meine Nachricht erhalten." sagte sie weniger fragend, als feststellend. "Und?" Sie schaute ihn fragend an. "Wäre ich gekommen, dürftest du nicht bei mir wohnen?" Sein Blick schweifte ab. Er war nicht sonderlich darauf aus, hier den Helden zu spielen. "Also los komm, ich habe nicht den ganzen Tag zeit..." sagte er bissig und bereute es sogleich. Kyleen liess sich nichts anmerken, ging zu einem Schrank und packte ihre Tasche. Als leichtes Mädchen war sie daran gewöhnt herum kommandiert zu werden, doch Ryo war kein solcher Mann. Wie erwähnt, er wollte nur nicht der sentimentale Held sein und hielt es für das Beste sich zu beeilen.

    Auf dem Weg zurück zur Tür, eine Odysee sondergleichen vorbei an schönen Rundungen und Augen, versuchte Kyleen ihm stockend etwas mit zu teilen. "Ryo....es...gibt..da...noch ein kleines...Problem"
    Von Kyleen war er das gewöhnt. "Sag es mir bitte frei raus." "Naja, Neego unser Zuhälter wollte mich wiederhaben und hat mich deshalb auch hier reingesperrt." Ryo nickte nur und zuckte mit den Achseln. Er öffnete die Tür.

    Der Gnoll öffnete den Beiden die Haupttür. Ein schiefes Lächeln lag auf seinen Lippen. Ryo hob eine der Augenbrauen. Er ahnte Gefahr. Seine Hand fuhr zu seinem Blaster. Als sie auf der Strasse ankamen erwartete sie schon Neego mit 2 seiner Handlanger. Einer davon war ein C3-Klasse Droide, der wie Ryo wusste, mehrere Waffen besass. Der Andere war ein Gnoll. Er schien intelligenter als der Türgnoll zu sein, denn er formulierte ganze Sätze. "Du sie nicht haben kannst." Naja, immerhin konjugierte er Verben. Neego ein Rodianer, der Seinesgleichen suchte, summte. "Ne'gi go tagalotto, Kyleen ne koto mora gehch." sagte er dann mit typisch hoher Stimme. "Ganz ruhig, Insektenkopf. Sie hat mir geschrieben ich soll sie abholen. Ich entführe sie nicht." "Gogotto lage ni, makate no logo." Ryo seuftze. Mit einer schnellen Bewegung landete, sein Blaster in seiner Hand und sein Ziel auf Neego's Kopf. "Greift an und er ist Tod." sagte er zu den beiden Leibwächtern. Der dummtreue Gnoll warf sich vor Neego. Ryo feuerte und zielte mit enormer Geschwindigkeit auf sein nächstes Ziel.
    Nach zwei Sekunden war alles vorbei. Der Gnoll lag mit einem rauchenden Loch im Kopf am Boden und der C3 stand ebenso rauchend unbewegt neben seinem Auftraggeber. "Du solltest klein bei geben, ansonsten geht es dir gleich wie deinen Kumpanen." Der verängstigte Rodianer wechselte hysterisch auf Basic. "Okay, okay. Ich schenke sie dir. Aber ich sage dir, wenn du dich noch einmal hier blicken lässt, dann töte ich dich." Ryo nickte. "Ich werde mich ganz bestimmt nicht in dein Etablisement verirren." Er steckte seinen Blaster in den Holster zurück und zog die zitternde Kyleen hinter sich her. "Hau ab du kleines Flittchen" rief der Rodianer, als er sich wieder gefasst hatte. "Und lass dich nie wieder blicken." setzte er zögernd hinzu. Ryo zog seinen Blaster und schoss.

    Als der Gleiter langsam abhob versiegte der Rauch aus dem Gnollschädel und zurück blieb ein am Boden winselnder Rodianer. "Mein Bein, Mein Bein, Mein Bein...."

    NRPG: Zur Charakterentwicklung, Amelia deine Daten warten



    Re: Coruscant

    Nefertiry - 29.07.2006, 14:29


    Nefertiry betrat die Bibliothek. Vier Statuen, der bekanntesten Jedi Meister, standen beweglos am Eingang. Ihr Blick zeigte Anerkennung für die feine Arbeit der Skulpturen. Doch dann sah Sie in den Flur und war überwältigt. Auf Korriban hatte Sie die Reste der Sith Akademie in ihren Katakomben besucht. Die größe der Katakomben war sehr beeindruckend gewesen. Doch diese Bibliothek hier war noch um ein vielfaches größer. Niemals hätte sich die dunkle Jedi dieses Ausmaß an Wissen vorstellen können. Auf zwei Ebenen, jede Ebene maß mindestens 4 Meter oder mehr, befanden sich Regale in denen Bücher eingelagert waren. Auch unglaublich alte Schriftrollen gab es hier. In der Mitte der Bibliothek war ein Mittelgang der von der Unteren Ebene bis zur Decke reichte. Die Decke war leicht gewölbt. Von hier aus hatte man Sicht auf die zweite Ebene. Dort waren noch mehr Bücher gelagert. Es gab einen kleineren Bereich in denen Wissen auf elektronische Weise gespeichert waren. Hunderte Speichersätze hatten ihren Platz neben den Büchern gefunden.
    Nefertiry schloß ihren Mund und fing an zu suchen.

    Die elektronischen Speicher hatte Sie schnell durch. In ihnen gab es keine Spur auf Überlieferungen der Sith. Also begann Sie bei den Büchern. Doch schnell bemerkte Sie das es Ewigkeiten dauern würde alles zu durchforsten.
    "Kann ich ihnen helfen?" fragte eine freundliche ältere fraulische Stimme.
    "Hmm Ja. Mein Meister beauftragte mich, das ich nach etwas über die... Sith suchen soll." den letzten Teil flüsterte Sie.
    "Das sind wahrlich keine Texte für Sie, junge Frau."
    Nefertiry zuckte mit den Schultern. "Ich soll Sie nur besorgen."
    Die alte Frau überlegte. "Da war was, da war was." Sie verließ Nefertiry und ging eilig zu einem der Terminals für Angestellte. Die dunkle Jedi folgte der Bibliothekarin. Die alte Frau murmelte mehr zu sich als zu irgendwem besonderes. Schließlich lächelte Sie und drehte sich um.
    "Das haben wir nicht hier."

    Nefertiry war verwirrt. Sie sah der älteren Frau in die Augen und konnte keine Lüge erkennen.
    "Wo ist das Buch dann?" fragte die dunkle Jedi.
    "Es wurde verliehen. An einen jungen Jedi Anwärter. Er hieß... Moment ich seh mal nach." Die Bibliothekarin suchte erneut in ihrer Datenbank.
    Auf dem Bildschirm erschien ein Name und ein Gesicht, das Nefertiry mehr als bekannt vorkam.
    "Ah hier ist er. Das Buch wurde von...." Nefertiry hörte nicht mehr zu. Sie wußte nun Sie würde das Buch nicht bekommen. Sie mußte nun also selbst auf die Suche nach den Sith gehen. Den der Junge auf dem Bildschirm war der Sith Apprentice dem Sie auf Korriban die Hände abgeschlagen hatte.
    "D-danke." stammelte Nefertiry und verließ die Bibliothek. Es war alles umsonst. Jetzt mußte Sie einen Weg finden Couruscant zu verlassen.



    Re: Coruscant

    Hazuki - 29.07.2006, 17:09


    Ryo sass mit Kyleen im Gästezimmer.
    Sie weinte bitterlich... Es tat ihm im Herzen weh, sie so zu sehen.
    "Weisst du was? Ich werde die Wache informieren." Sie hob ihr Gesicht schluchzend. "Meinst du das bringt etwas?" Ryo nickte. "Das glaube ich."

    Wenige Momente später traf eine Patrouille der Wache beim Empfang an. "Junge Lady, wir kümmern uns um ihre Angelegenheit."
    Kyleen war sichtlich erleichtert. Ryo folgte den beiden Ermittlern zum Ausgang. "Wenn wir Glück haben, finden wir so den Mörder des Senators" flüsterte der Eine. Der Andere nickte. "Oder jemanden, dem wir es in die Schuhe schieben können..." Ryo versuchte zu tun, als hätte er nichts verstanden und verabschiedete die beiden Kriminalisten.

    Kaum war die Patrouille verschwunden tauchte ein weiterer Gleiter auf.
    "Flox?" Ein lächelnder Rodianer stieg aus dem Gleiter. "Genau, mein kleiner Ryo. Ich bin es, wie ich leibe und lebe. Der grosse Flox." Ryo schüttelte den Kopf. "Der grosse Flox." wiederholte er abwertend.
    "Du hast nichts von deiner übertriebenen Arroganz verloren."
    Flox lachte laut auf. "Von wegen übertrieben... Ich bin der beste Pilot der Welt und rate mal, was für ein neues Schiff ich habe.." Ryo's Augenbraue schob sich nach oben. "Neues Schiff? Schon wieder. Was hast du mit dem Alten angestellt?" Flox machte eine wegwerfende Bewegung. "Das ist doch nebensächlich. Mein neues ist tausend mal besser als deine "Staubfresse"." Das letzte Wort spuckte er verächtlich aus. "Ich habe das neueste Produkt aus der YT-Reihe. Einen YT-12, Hyperraum in 10 Sekunden, enorm starke Panzerung, bombastische Bewaffnung und ausgerüstet mit einem Kor'nitz-Spezialantrieb." Ryo lachte laut auf. "YT12, das ist nicht neu, da bist du einem Sebulba aufgesessen..." Der Rodianer schaute beleidigt, wenn das überhaupt möglich war. "Du wirst schon sehen, ich schnapp dir deine Aufträge weg, wie nichts." Er hüpfte in seinen Gleiter und verschwand.

    Flox Naris, Logistik-Unternehmen, war keine 200 Meter von Ryos und Petes Hangar entfernt. Er war bekannt für seine Arroganz und seine Überheblichkeit, gleichzeitig aber auch für seine sonderbare Dummheit und seine Ungeschicklichkeit im Umgang mit der Steuerung. Praktisch jede Woche musste er sich ein neues Schiff besorgen und fiel meistens auf die dümmsten Werbungen herein. Trotzdem, er besass genug Geld und hatte genug Aufträge. Ryo braucht keine Aufträge, schon gar nicht so langweilige Transportaufträge. Aber als Tarnung erfüllte Pete immer wieder einige Aufträge. Hier auf Coruscant musste er schliesslich einen reinen Leummund besitzen....

    Kurz darauf sass er wieder neben Kyleen. Sie war noch immer wunderschön. Damals hatte sie Schluss gemacht. Der Grund, so konnte er sich wage erinnern, war das er viel zu wenig auf Coruscant war. Weniger als sie sich erhofft gehabt hatte. Ryo küsste sie auf die Stirn. Sie weinte nicht mehr. Es ging ihr besser, jetzt wo sie wusste, das sie für einen kurzen Moment in Sicherheit war. Sie schaute ihm tief in seine grünen Augen. Sie verspürte die Vertrautheit von damals. Sie spürte, das er noch immer der Mensch war in den sie sich verliebt hatte. Ihre Hand ging zu seinem Nacken und mit sanftem Druck zog sie ihnnäher zu sich.
    Sie küsste ihn. Wenige Sekunden nur, dauerte der Moment der Liebe und Einigkeit. Er löste sich aus ihrer Umarmung. "Kyleen, es ... es tut mir leid. Ich empfinde nicht mehr das selbe für dich, wie damals..." Er setzte zu einer Erklärung an, stockte, überlegte, suchte nach den richtigen Worten.
    Dann explodierte etwas. Er riss seinen Blaster aus dem Holster und rannte los. "Bleib hier, hier bist du sicher."

    Seine Schritte hallten durch den Gang. Peter kam, ebenfalls mit seinem Blaster bewaffnet aus einem Seitengang gerannt. "Draussen." keuchte er. Ryo rannte und folgte der Treppe nach unten. Er passierte die Küche und erreichte die Tür zum Landefeld.

    Rauch stieg aus einem Gebäude auf. Unschwer konnte man an den grossen Leuchtbuchstaben erkennen, das es sich dabei um Flox Naris Logistics handelte. Eine YT-12 hing schief in der Luft. Der Bug zielte auf den Hangar und feuerte noch immer einige Salven. Wie vom Wind getroffen verstummten die Waffen und das Heck schleuderte herum. Dann hob das Schiff ab, ohne Rücksicht auf die Gleiter zu nehmen, die bei der Transitstrasse schwebten. Eine weitere Explosion wies darauf hin, das einer der Gleiter nicht mehr hatte ausweichen können. Eine Patrouille der Senatorenwache zischte über das Landefeld der Hazuki Logistics. Blinklichter und Sirenen, wiesen auf den Notfall hin. Die YT-12 war verschwunden...

    NRPG: Nefertiris Abgang



    Re: Coruscant

    Nefertiry - 02.08.2006, 20:51


    Nefertiry verließ den Jedi Tempel. Der Mann der Sicherheit lief ihr hinterher.
    "Halt Sie müssen doch noch zur Versa...aorchrrrrrrr"
    Die dunkle Jedi hielt den Mann in ihrem neu gelernten Würgegriff.
    "Sie nerven!" Dann ließ Sie ihn los, als Sie bemerkte das Leute zu ihr sahen.
    Mit schnellen Schritten lief Sie zu einem Gleiter. Sie mußte Coruscant auf der Stelle verlassen. Ob der Mann überlebt hatte, kümmerte Sie nicht.
    Die Twi'lek kam mit unglaublicher Geschwindigkeit und stoppte Nefertiry kurz vor dem Erreichen des Gleiters.
    "Willst du uns schon so schnell verlassen?"
    "Nein ich wollte nur etwas Frischluft genießen. Natürlich möchte ich euch verlassen. Es war der größte Fehler hierher zu kommen."
    Yaazeera schüttelte ihren Kopf.
    "Vielleich möchtest du ja zur hellen Seite zurückkehren."
    Nefertiry zog ihr Laserschwert. Die Jedi Meisterin schaute traurig, zog aber ihrerseits ihr Laserschwert.
    "Möchtest du wirklich das es so endet?" fragte die Jedi.
    "Nein, ich möchte nur hier weg."
    Passanten sahen neugierig zu den zwei Jedi.
    "Lass uns hineingehen, wir..."
    "Es gibt kein WIR!" Nefertiry konzentrierte sich und nahm 5 der Passanten in den Würgegriff.
    "Lass mich gehen oder Sie sterben."
    Yaazeera senkte ihre Waffe. "Von Coruscant kannst du nicht entkommen."
    "Das werden wir sehen, wenn es soweit ist."
    Die dunkle Jedi setzte sich in den Gleiter und fuhr los. In dem Moment ließ Sie auch den Würgegriff los.

    Mit ihrem Schwert, schnitt Nefertiry ein Loch in das Fenster ihres Hotelzimmers. Schnell packte Sie ihre Tasche und hinterließ noch eine Mine zum Abschied. Dann flog Sie zum Raumhafen.

    Nefertiry sah zu der großen Neonwerbung. Das war die wahrscheinlich auffälligste Handelsgesellschaft, die Sie je gesehen hatte. Der Inhaber war ein grünhäutiger Rodianer.
    "Hallo schöne Frau, ich bin der große Flox."
    Die dunkle Jedi sah auf.
    "Haben sie ein Hyperraumschiff?"
    "Ich habe das neueste Produkt aus der YT-Reihe. Einen YT-12, Hyperraum in 10 Sekunden, enorm starke Panzerung, bombastische Bewaffnung und ausgerüstet mit einem Kor'nitz-Spezialantrieb."
    "Das muß reichen. wo ist sie?"
    Der Rodianer war plötzlich sehr entrüstet. Aber er zeigte der in seinen Augen jungen naiven Frau den Weg.
    Nefertiry sah sich das Schiff an und wußte sogleich, daß Sie dieses steuern konnte.
    Sie schenkte dem Rodianer ihr schönstes Lächeln und deutete auf den Eingang des Schiffes. Der Rodianer gab seinen Sicherheitscode in das Schiff ein. Nefertiry lächelte nun wirklich.
    "Danke ich brauche Sie nicht mehr." sagte Sie zu dem Rodianer.
    Mit Hilfe ihrer Macht zog Sie den Grünling weg vom Schiff. Die dunkle Jedi ging auf die Tür zu. Ein Blasterstrahl nur ein paar Zentimeter neben ihr ließ Sie stoppen. Noch während des umdrehens zog Sie ihr Lichtschwert. Blasterstrahlen abwehrend ging Sie auf den Rodianer zu. Mit einem Schwung trennte Sie dessen Handgelenk samt Blaster ab. Der Rodianer heulte vor Schmerz. Nefertiry betrat das Schiff und schloß die Luken.

    Innerhalb weniger Sekunden war das Schiff startbereit. Langsam erhob sich die YT-12.
    Etwas schüttelte das Schiff durch. Nefertiry wendete den Frachter und richtete die Kanonen aus. Der Rodianer saß in einer Waffenvorrichtung und feuerte auf sein Schiff.
    "Du nervst!" Damit betätigte Sie den Abzug und zerstörte den kompletten Gebäudekomplex des Rodianers. Dann wendete Sie wieder das Schiff und gab Gas. Sie flog mitten durch den Verkehr von Gleitern, doch das interessierte die dunkle Jedi nicht. Sie durchbrach die Atmosphäre und flog in den Orbit. Zwei Replubikanische Jäger warteten auf Sie.

    Der Frachter wurde hart durchgeschüttelt und die Schilde standen kurz vor dem Versagen. Es schien alles nur noch durch das Geschick der Pilotin zusammengehalten zu werden.
    "Geben Sie auf, Sie haben keine Chance." ertönte es aus dem Funk. Nefertiry ignorierte dies. Sie versuchte weiterhin leeren Raum vor sich zu bekommen. Schließlich sah Sie ein Fenster kommen. Sie aktivierte den Hyperantrieb und hoffte auf das beste. Ein weiteres Schütteln, zeigte an das die Schilde ausgefallen waren. Doch die YT-12 sprang in den Hyperraum.

    NRPG: Dieses war mein Abgang. Aber danke für die Idee.



    Re: Coruscant

    Amelia - 21.08.2006, 15:27


    „Lady Amelia.“ tönte es ihr vom Gang aus entgegen. Es war ein junger Padawan, Amelia hatte ihn schon ab und an, hier und da gesehen, kannte ihn jedoch nicht weiter. Er schien es eilig zu haben, sie schnell zu finden. Erhaben drehte sie sich im laufenden Schritt zu ihm. Trotz ihres Tempos, mit welchem sie auf die Ratskammern zuhielt, deutete ihre Gestik an, dem Padawan ganz Ohr zu sein.
    „Meister Curdan schickte gerade nach mir, Sie zu finden Lady. Sie sollen sich unverzüglich…“
    „Bestimmt.“ sagte sie kühl und abschneidend, um dann noch an Geschwindigkeit zuzulegen. Der Padawan blieb hinter ihr zurück.

    Vor der Kammer des Rates hatten sich mehrere Wachposten versammelt. Die Sicherheitsvorkehrungen waren der Ritterin bereits bei Betreten des Tempels auffällig geworden. Die Sicherheitskräfte waren verstärkt worden und das Collier lag schwer auf ihrem Décolleté. Vorsichtig taten alle, denen sie begegnet war. Jez wartete direkt vor dem Eingang, sein Blick trug Sorge und Mitleid.
    „Meister.“ begrüßte sie ihn verhalten und mit einem Funkten Demut.
    „Komm.“
    Er deutete auf eine Nische für ungestörte Unterhaltungen. Seine sonst so überschwängliche Art, seine selbsternannte Tochter zu begrüßen, sie sogar in den Arm zu nehmen und ein kurzes liebevolles Geplänkel anzustimmen, bei der er meist Wort führte und die wortkarge und kühle Dame trotz dessen amüsierte viel aus. Er war gehalten und ernst. Allein durch diesen Umstand wurde Amelia noch aufmerksamer.
    „Meisterin Selene Glass wurde verhaftet.“
    Es war, als bliebe jedes Geräusch der Umgebung aus und sogar das winzige Rauschen der Dämmung wurde für diesen Moment inne halte. Amelia erinnerte sich zurück an die Vision. Es war eine weibliche Frau… die Klinge… es war die von Selene? Das hätte nicht sein können. Dies war unmöglich. Amelia verdrängte nicht aus emotionaler Sicht die vor Augen geführte Tatsache, sie schritt mit kühler Rationalität heran. Selene war auf Parstek VI, sie würde frühestens in einer halben Woche zurückkehren.
    „Man konnte die Spuren eines Mordes, von dem du sicherlich gehört hast, auf Meisterin Glass zurückführen. Lord Zscholt wurde ebenso festgenommen. Lady Tria Ku ist untergetaucht, Meister Jru, dessen Lichtschwert zu abnehmen konntest, ist ebenfalls nicht auffindbar.“
    „Diese Gruppe sollte sich auf Parstek VI befinden.“
    „Richtig, kehrte aber komplett gestern zurück. Wir wissen weiter nichts. Zwei Jedi sind verhaftet, zwei können wir nicht finden.“
    „Warum hat man Lord Zscholt verhaftet?“
    „Die Behörden von Parstek VI beschuldigen ihn, ihren Minister ermordet zu haben. Die Beweismittel sind erdrückend.“
    „Was deutete auf Meisterin Glass?“
    Jez ließ die Schultern hängen. „Auch hier sind die Beweismittel erdrückend. Der Senator wurde durch ihre Klinge ermordet. Das ist absolut sicher.“
    Amelia nahm diese Tatsache auf. Sie wusste nun, dass Selene, nicht nur ihre Partnerin, sondern auch eine Freundin, einen Senatoren umgebracht hatte. Die Gründe waren nicht geklärt, ein Urteil konnte somit noch nicht gefällt werden.
    „Darf ich mit Meisterin Glass reden?“
    „Der Zugang zu den Gefangen ist allen außer Ratmitgliedern verboten. Ich wollte es dir nur sagen, bevor es der Rat tun würde. Du bist die Trägerin des Colliers von Al’Har, aber du bist auch die…“
    „Ich werden meinen Treuepflichten nachkommen. Seien Sie nicht um mich besorgt, sorgen Sie sich um die Stabilität im Orden.“

    Amelia wandte sich ab. Sie verließ das Dunkel der Nische und trat vor die Tür der Ratskammer. Zwei Ritter bewachten an diesem Tag den Eingang zum Saal. Jez kam Amelia nach und legte seine große Pranke beruhigend auf ihre Schulter. Aber ihr professionell emotionsloser Gesichtsausdruck blieb weiterhin unverändert. Dann schritten Sie ein.

    „Wir grüßen Sie auserwählte Träger von Bo’mar und Al’Har.“
    Die beiden verneigten sich in der Mitte des Raumes ganz tief und stellten sich dann wieder kommentarlos gerade auf.
    „Ihnen wir bewusst sein, warum wir Sie einberufen haben. Meisterin Glass und Lord Zscholt wurden inhaftiert. Sie werden des Mordes angeklagt und dem Verrat am Kodex des Ordens. Sie wurden ihren Grundsätzen treu und brachten Unehre über sich und ihren Stand.“ Der Meister beendete seine Ausführungen, weil ein anderes Ratsmitglied die Hand hob.
    „Wir wissen bis jetzt noch nichts. Beide streiten die Tat ab. Meisterin Yalosche…“
    Die amphibische Dame gluckste nachdenklich vor sich hin und murmelte dann gerade verständlich genug: „Ich sprach mit Ihnen. Sie haben weder ein Alibi noch haben sie den Beweisen etwas entgegen zu setzen. Die dunkle Seite spürte ich allerdings auch nicht, genauso wie mir mögliche Motive nicht bekannt wurden.“
    Der Rat wirkte in diesem einen kurzen Moment hilflos und verloren. Einer ihrer Meister war aus seinem Sitz verschwunden. Er war nicht komplett und sorgte sich schon mehr um seinen eigenen Orden, als um die Erfüllung der Aufgaben sämtlicher Jedi. Dieser Rat war dekadent und alt geworden, Amelia merkte es deutlich.
    „Was sagen Sie uns.“
    „Wir spüren die dunkle Seite seit kurzem sehr deutlich. Sie ist nahe und stärkt sich weiter und weiter. Vieles aber vertrübt unseren Sinn, die klare Sicht auf die Dinge, die sich auf der anderen Seite tun.“
    „Lady Amelia Tzun, Trägerin des Colliers von Al’Har. Sie waren einst die Padawan von Selene Glass und später ihre Partnerin. Wie konnte Ihr Blick so vertrübt werden?“
    „Mein Blick auf Meisterin Glass ist und war nicht vertrübt. Weder würde sie es vermögen, das Collier zu täuschen, noch würde ich mich von persönlichen Motivationen steuern lassen. Selene Glass ist nicht der dunklen Seite verfallen. Ich bitte, die Angelegenheit aufklären zu dürfen.“
    „Nicht so stürmisch.“ sprang ein Ratmitglied auf die plötzliche Frage Amelias hin ein. „Die Träger von Bo’Mar und Al’Har sollten dem Rat in dieser Zeit zur Seite stehen.“
    Es drangen verschiedene Arten der Zustimmung durch die anderen Mitglieder des Rates in den Raum hinein. „Sollte der Sith-Kult wiederauferstehen, brauchen wir Ihre Fähigkeiten.“
    „Was nicht heißen soll, dass wir der Annahme sind, dass es sich hier um Sith handelt.“ Warf ein anderes Mitglied nachträglich ein.
    „Unsere Instruktionen?“ fragte Jez.
    „Sie beziehen im Tempel Position und sind dem Rat jederzeit verfügbar. Ruhen Sie sich aus und meditieren Sie, ihre Sinne sollen die nächsten Tage konzentriert auf die dunkle Seite sehen.“
    Jez und Amelia nickte und verbeugten sich, diesmal nicht so tief wie bei der Begrüßung. Außerdem drehten sie sich diesmal wie synchron bei dem Erheben bereits in die Richtung des Ausganges und setzten sich in Bewegung.

    Die schwere Tür schloss sich hinter ihnen und ließ den Rat zurück. Es fehlten wichtige Elemente. Meister Jru war ein geschulter Vermittler, einer der Köpfe des Rates. Ebenso war er ein Mann der Tat und auch Meisterin Cinn fehlte der Runde als eine aktive Person ihres Geschlechtes. Ein weiteres Mitglied war schwer erkrankt und konnte ebenso nicht teilnehmen. Seine Rückkehr war aufgrund des hohen Alters unwahrscheinlich und gerade seine Führung fehlte ebenso dem gesamten Orden, nicht nur dem Rat. Es war eine ungünstige Zeit, in der sich solch merkwürdige Vorkommnisse ereigneten.
    „Wenn Selene der dunklen Seite verfallen wäre, hätte man sie nicht einfach gefangen genommen.“ kommentierte Amelia nüchtern. Jez zuckte mit dem Schultern.
    „Sie streitet alles ab, sagt der Rat. Wir spüren in ihrer Gegenwart keine Anzeichen und zumindest eines der Colliers hätte reagieren müssen. Ich sprach erst kürzlich mit ihr. Das passt nicht zusammen. Ich hörte Glass nie über diesen Senator schlechtes sagen. Sie sprach einmal von ihm, im Zusammenhang mit anderen Senatoren, aber nur anerkennend.“
    „Wer waren die anderen Senatoren?“
    „Soweit ich mich erinnern kann; Hu’twa und Irimel, warum?“
    „Der Pilot hat noch Informationen, die wir benötigen.“
    „Mit anderen Worten, du besuchst die Senatoren.“
    Ein fester Blick, dann aber nickte sie widerstrebend. „Ich meditiere die nächste Zeit fest und darf nicht gestört werden. Der Rat soll erst ab morgen nach mir verlangen.“
    „Die Kameras werde ich blockieren, geh!“

    Die Unterhaltung war in einem Flüsterton geführt worden, abseits jeden größeren Korridors. Niemand hätte dieser beiwohnen können, außer Jez Curdan und Amelia Tzun. Dennoch schaute sie sich sorgfältig um, als sie diese Nische verließ.

    Dann eilte sie den langen Korridor entlang und schlug sich ihre dunkle Robe fest um ihren drahtigen Körper. Ihre Schritte hatten eine dynamische Schnelligkeit und der Gleiterhangar war nicht weit entfernt, als der Kommunikationsapparat klickte und Jez ihr mitteilte, die Überwachungssysteme für diesen Bereich würden sie einen Moment nicht erkennen.

    Dann brach Amelia in absoluter Eile auf, Ryo zu finden, bevor ein anderer ihn finden würde, der eigene Orden oder der Gegner…



    Re: Coruscant

    Hazuki - 22.08.2006, 10:37

    Senatorenmord I
    Er löste sich aus ihrer Umarmung. Kaum war er zu ihr zurückgekehrt, hatte sie ihn angesprungen, hielt ihn fest. „Ich habe Angst.“ Sie zitterte am ganzen Leib. Ryo bemitleidete sie und trotzdem schoss Erregung durch seinen Körper. Er wollte es nicht und kämpfte gegen die Wärme an, die von seinen Lenden her durch seinen Körper zu strömen begann.

    „Kyleen, die Leute von der Versicherung sind da.“ Pete rettete Ryo, einen Moment länger und er hätte sich zu etwas hinreissen lassen. „Ryo, danke das du dich so für mich einsetzt.“ Er nickte stumm. Er versank in Gedanken. Während Kyleen sich nach unten aufmachte, schritt er im Zimmer auf und ab. Im Moment versuchte er einen Grund dazu zu finden, sich wieder mit seiner Ex-Freundin ein zu lassen und diese Jedi-Frau, die ihn so betört hatte zu vergessen. Doch wie sehr er es auch versuchte, es schien das mit steigender Anstrengung auch das Bild ihres schönen Gesichtes stärker wurde. Sein Blick schweifte vom Fenster zur Tür und wieder zurück. Seine Schritte trugen ihn weiter durch das Zimmer. Dann stutzte er. Ein Gleiter mit 4 Jedis folgte der Transitstrasse, die zu seinem Gebäude führte, sie schienen nicht gerade auf ein Kaffeekränzchen vorbei zu kommen, denn ihre Schwerter waren bereits in ihren Händen.

    Der Gleiter senkte seine Geschwindigkeit und dockte im Parking an. Die vier Jedis aktivierten ihre Laserschwerter und gingen auf die Tür zu. Diese öffnete sich und der C3-Droide begrüsste die neuen Kunden feierlich. Einer der Jedi warf den Droiden mit einem Machtwurf durch den Raum. Sie durchsuchten den Eingangsbereich und steuerten auf die Privatgemächer zu.
    Lautes Tosen erreichte ihre Hörorgane, ein Frachter startete. Sie warfen sich gegen die Türen und erblickten nur noch den startenden YT-10 Frachter. Langsam hob er ab, mit dem richtigen und erlaubten Tempo. „Das ist nicht Ryo.“ Stellte einer der Jedi fest. Sein Blick fiel auf Pete und Kyleen die in der Pilotenkanzel sassen. Ein Blitz löste sie aus ihrer Konzentration, ein Laserstrahl der sich in den Rahmen der Tür gebohrt hatte und den Stahlbeton zum schmelzen brachte. Sie rannten zurück auf den Gang wie sie mit ansahen, wie Hazuki durch eine Klappe stürzte und in einer der Wäscheschächte in die unteren Stockwerke rutschte. Ohne miteinander zu sprechen koordinierten sie sich, zwei rannten zur Treppe, während die anderen 2 in den Schacht sprangen.

    Ryo landete unsanft auf dem harten Boden, der Wäschecontainer stand gefüllt mit weissen Lacken bei den Waschmaschinen. Mit einem Knopfdruck stellte sich der grosse Container, der nur mit Repulsoren bewegt wurde, wieder vor den Schacht. Dann rannte er los, die Treppe war nicht weit weg. Die beiden Jedis stürzten aus dem Schacht direkt in die Laken und verfingen sich darin. Er hatte Zeit gewonnen. Die Treppen, die von Glastüren vom Rest des Gebäudes abgetrennt waren, schienen noch immer vollkommen leer. Ryo befand sich auf halbem Weg, als zwei Jedi vor der Tür landeten. Er schlug einen Haken und rannte zu seiner nächsten Möglichkeit, dem Ausgang für den Abfall, der sich auf der Wartungsebene befand. Die Jedis stürtzten durch die Tür und verfolgten ihn. Ein Machtstoss feuerte eine Dose voll Waschpulver in seine Richtung, rechtzeitig erkannte er das heransurrende Ding und zerstörte es mit einem Blitz tödlicher Hitze. Das Waschpulver zerstob in eine Wolke weissen Dampfes, die ihn zum einen vor den Attacken, zum anderen vor ihren Blicken schützte. Schnell bog er um eine Ecke. Vor ihm öffnete sich ein kleiner Hangar, der für den Abfalldroiden gedacht war. Der war, Zufall oder Glück, gerade im Abflug befindlich. Er folgte der Brüstung, an der sich ein schmales Podest entlang zog, bis er an das windige Ende des Podest und somit zur Aussenwand des Gebäudes gelangte. Der Droide war etwa 2 Meter entfernt. Ryo rannte noch einmal einige Schritte zurück, holte somit Anlauf und rannte mit aller Kraft auf das Ende des Podestes zu. Gleich würde der Droide beschleunigen. Er sprang, der Droide aktivierte seinen Antrieb. Seine Hand erwischte einen der Wartungsgriffe. Der Droide zündete den Turbo.

    Die Jedis fanden einen leeren Hangar vor sich. Ein Blinklicht leuchtete auf, dann öffnete sich eine Klappe und der Abfall des Hauses verwandelte ihre Roben in ein stinkendes Chaos. Die vier Jedis trafen sich bei der Treppe. Die endlich befreiten Jedis sagten:“Keinen Erfolg.“ Während die anderen nur finster blickten. Der Anführer der Truppe setzte eine missmutige Miene auf. „Und wie erkläre ich das Tria Ku? Das wir von einem „normalen“ Frachterpiloten besiegt wurden?“ Kurz darauf beobachtete Ryo vom nächsten Gebäude aus, wie der Gleiter verschwand, sie schienen die Suche auf zu geben. Er atmete tief durch, bevor er nach hinten griff und sein Kom-Gerät aus der Tasche nahm. Der Aufschlag auf dem Boden, nach der Rutschtour hatte das Gehäuse gespalten. Er fluchte leise. Seine Hand griff erneut in die Tasche und zog den zerstörten Datenchip hervor. Noch einmal verfluchte er die Welt und das Pech. Ein Rettungsdroide erschien vor ihm, sein Stimmenchip war mit einer angenehmen weiblichen Stimme konfiguriert. „Bitte springen sie nicht! Wir finden eine Lösung für ihre Probleme.“ Ryo grinste. „Ach wenn ich doch nur auf den Boden fliegen könnte und sanft landen könnte, dann ginge es mir besser.“ Obwohl die optischen Sensoren des Droidens, Entwarnung sendeten, hatten die versteckten Akustischen Hinweise in Ryos verstellter Stimme, die Rettungsprozedur dessen aktiviert. Ein Netz fing Ryo und zog ihn von den Beinen. Kopfüber aber vollkommen gesichtert, hing er über der Strasse. Der Droide schwebte über den nächsten Fussgängerbereich und ging in den freien Fall über. „Wahuuuuuu!“
    Ryo hatte das früher oft getan, denn das war besser, als das elendige Bungeejumping, das man auf Planeten der äusseren Randgebiete antraf. Erstens mehr Höhe, zweitens musste man sich nicht wieder mühsam hochziehen lassen und sich die Füsse irgendwo anbinden.
    Der Roboter führte das mit allen potentiellen Selbstmördern durch, so wurden sie vor einem echten Sprung gewarnt und wurden danach auf dem Boden aufgesetzt und einen Neubeginn zu starten.
    Ryo hatte es einmal ernst gemeint, doch der Flug mit dem Droiden hatte ihn daran erinnert, was ihm wirklich Spass machte. Damals hatte er seine Probleme überwunden, war aus seiner Einsamkeit ausgebrochen und hatte sich die YT-10 gekauft.

    Als er unten ankam und ihn die vielen Passanten überrascht anschauten, denn er hatte ein unverschämtes Grinsen aufgesetzt, liess er den Droiden stehen, der ihm Hilfe und ein offenes Ohr anbot. Sein Weg führte ihn zurück zu der Bar, wo er Amelia das erste Mal getroffen hatte.
    Wenn eine Fahndung auf ihn lief, würde er hier die richtigen Leute finden, um sie zu stornieren. Natürlich unter Aufwendung einer Menge Credits.

    Diesmal dauerte seine Reise länger. Zu Fuss war er nur halb so schnell. Mehrere Abstecher in Seitengänge, sollten Beobachter und Verfolger verwirren. Eine Stunde später erreichte er die Treppe, die er damals in nur 5 Minuten erreicht hatte. Aber damals hatte er auch einen Gleiter.

    Amelia fand die Hazuki Logistics in verlassenem Zustand. Ihr lautes „Hallo!“ blieb unbeantwortet. Sie hielt nun ihr Laserschwert griffbereit. Leises Zischen und säuseln kam aus einer Ecke des Raumes. Als sie über den Empfangstisch schielte erkannte sie den C3 der zerstört am Boden lag. Als sie sich sicher war, das keine Bedrohung im Gebäude vorhanden war, sie hatte auch den leeren Hangar entdeckt, wendete sie sich wieder dem Droiden zu.
    Sie löste den Erinnerungschip aus seinere Halterung im Rücken und schloss ihn an einer kleinen Apparatur an, die jeder Jedi bei sich trug. Sie erkannte die 4 Jedis, sie hatte sie kurz nach dem verlassen des Ratszimmers vor dem Büro von Tria Ku gesehen. Dort dachte sie noch, es sei eine Delegation, die das Büro durchsuchen sollte. Nun glaubte sie zu wissen, das diese Jedis Tria Ku dienten. Sie hatte sehr wohl die Spuren des Blasterschusses gesehen. Ihr Unbehagen war jedoch wieder verschwunden und ging im Moment in Erleichterung über, denn sie hatte keine Leichen gefunden. „Wo würde ich hingehen...?“ fragte sie laut in den Raum hinaus. Dann erschien eine Werbung im Teleprompter den sie bisher nicht bemerkt hatte. Das Gesicht einer grünen Dame mit Wurmfortsetzen am Kopf erschien grinsend und machte Werbung für irgendwelche Snacks.

    Ryo sass in einer der Nischen, er betrachtete das Kom-Gerät das er so kurzfristig hatte erstehen können und regte sich über die schlechte Qualität auf, für die er eine horrende Summe hatte zahlen müssen. –Nie wieder den Wäscheschacht runter...- zürnte er sich selbst. Er wollte hier einen kurzen Moment der Ruhe geniessen. Keine Fahndung war auf seinen Namen am Laufen. Soviel wusste er nun. Doch aus welchem Grund hättem ihm sonst Jedis auflauern sollen, die den Eindruck hinterliessen, das sie ihn töten wollten? Hatte vielleicht Amelia damit zu tun? War sie es die seinen Tod wollte? Er war tief in Gedanken versunken, als das Komgerät einen kurzen, leisen Pfiff von sich gab. Es war das vereinbarte Signal mit Pete, das er ihm senden sollte, wenn er mit dem Schiff im sicheren Haus im Industrieviertel gelandet war. Er erhob sich. Sein Blick viel auf eine Jedirobe die nur wenige Meter vor ihm stand, innerhalb von Sekunden hatte er den Blaster erhoben und zielte auf das Herz des Jedis. Erstaunt, jedoch ohne Angst blieb die Jedi stehen.
    Sie hob ihren Kopf leicht an, so dass das Licht auf ihr Gesicht traf und nun erkannte er Amelia.
    „Freund oder Feind?“ fragte er durch den lärmigen Raum. Niemand schenkte ihnen Beachtung. „Freund.“ Ryo hatte heute schon zu viel durchgemacht, als dass er auf Nummer sicher gehen wollte. Auch hier halfen die bebenden Herzschläge, die Amor erweckt hatte, ihm den Weg. Sie konnte ihn nicht töten wollen, er war schliesslich in sie verliebt....

    Nur wenige Augenblicke später sausten sie über alte, leerstehende Lagerhallen im Industriegebiet. Amelia hatte ihm die Geschehnisse mitgeteilt, aber nur soviel wie er wissen musste. Sie hatte noch immer kein Vertrauen zu ihm gefasst und so weiter er sie einschätze, würde sie noch einige Zeit brauchen, um ihn wenigstens als Partner zu sehen. Pete strahlte richtig, als er Ryo wieder sah. „Da bist du ja endlich... Ich hab mir schon Sorgen gemacht. Wenn die Jedis dich erwischt hätten, ohjemine...“ Pete war so offen und liess seinen Emotionen freien Lauf. So das ihm ein, zwei Freudenstränen die dicken Backen herunterkullerten. Kyleen jedoch beliess es ihren Lippen, ihre Willkommensfreude aus zu drücken. Amelia räusperte sich. Erst als Kyleen die Jedi bemerkte, die sie bis jetzt als Luft behandelt hatte, so wie jede Frau, die sie mit Ryo sah, löste sie ihren Griff um seinen Hals.

    Sein leichterzürnter Blick sollte Kyleen zeigen, dass sie so etwas nicht mehr tun sollte und gleichzeitig Amelia daraufhinweisen, das es keineswegs so war wie es aussah. „Darf ich vorstellen meine Ex, Kyleen.“ Das Ex hatte er speziell betont, so das es keinen Widerspruch zu liess. „und das ist...“
    „Lady Amelia, Jediritterin.“ Kyleen war keineswegs beeindruckt. Ob Ryos Blick, dem sie Zuneigung hatte entlocken wollen, der ihr aber nur den Abstand zurückgaben, der sie trennte, schwieg sie und verschwand zu den Quartieren. „Gut.“ Setzte Amelia an. „Ich habe ihnen alles erzählt was ich weiss, ich erhoffe mir mehr Informationen von den beiden Senatoren, vielleicht finden wir so heraus, was sie gemeinsam haben.“ Ryo nickte, während Pete versuchte mit zu halten, er hatte das blöde Gefühl das er was verpasst hatte und ausser bei den Podrenn-Übertragungen hatte er das ziemlich immer...
    Also liess er es dabei bewenden, weiter still zu zuhören. „Wir können meinen zweiten Gleiter nehmen, der fällt weniger auf, als der Jedigleiter hier.“ Ryo zeigte auf ihr bisheriges Fahrzeug, das sie aus dem Hangar gezogen hatten. Amelia nannte ihm die Namen der beiden verbleibenden Senatoren. Ryo nickte. „Ich weiss wie wir zu dem einen kommen. Der zweite Senator wohnt soweit ich weiss irgendwo im Fischviertel. Wir werden beim ersten Senator die Verzeichnisse schnell durchsehen müssen, hier hab ich keinen öffentlichen Terminal.“

    Das Fischviertel wurde nicht deshalb so genannt, weil man da Fische kaufen konnte, auch wenn das stimmte, sondern weil sehr viele Unterwasserarten in diesem Viertel, das sich auf der Oberfläche eines grossen Ozeans erstreckte, aufhielten. Über diesen Ozean flogen sie nun, auf dem Weg zum ersten Senator. Sie würden kurz darauf zurückkehren und nach dem zweiten Suchen der irgendwo unter der Wasseroberfläche wohnen musste. Ein Teil der prunkvollen Häuser, die früher einmal Bewohnern aus Bakta gehört hatten, standen nun leer. Der Bankrott Baktas, wegen der Vergiftung ihrer Heilquellen hatte sie aus Coruscant vertrieben. Kurz darauf fanden sie ein Gegengift und die Produktion konnte wieder anlaufen. Pech nur, das einige Konzerne aus dem Abstieg der Sith Kapital schlugen und ihre Formeln für künstliches Bakta fanden. So waren sie nie nach Coruscant zurück gekehrt. Oder zumindest noch nicht, denn sie fassten langsam wieder Fuss im Markt.
    Dann trafen sie beim ersten Senator ein. Da fanden sie den selben Gleiter, der zu Hazuki Logistics gekommen war, um Ryo zu finden. Nun war Eile angesagt.



    Re: Coruscant

    Amelia - 27.11.2006, 14:56

    Senatorenmord I
    Noch nicht einmal richtig angekommen, verließ Amelia bereits übereilt das Schiff. Sie sprang auf den langen metallenen Steg und eilte mit wehender Robe in die Richtung des Wohnungseinganges. Die edlen Glastüren standen offen und die leblose Hülle des Senators fiel schwerer als ein nasser Sack voller Lehm auf den Boden des Penthouses, als die vermummte Person Amelia bemerkte und die Leiche losließ.
    Amelias Schwert summte auf und mit einem Satz sprang sie vom Steg in die Wohnung hinein und packte die Gestalt, welche sich der schwarzen Robe entledigte, Amelia gekonnt darin einwickelte und mit einem kräftigem Tritt gegen die Wand schleuderte. Das Lichtschwert schnitt sich mühelos durch den Stoff und kurzzeitig ohne Orientierung sah Amelia, wie die zweifelsfrei nun als weiblich auszumachende Person überstürzt die Wohnung nach hinten verlassen wollte. Ryo eilte dem Haus entgegen, Warten hätte alles Kosten können. Amelia rannte ihr nach.
    Es blieb keine Zeit, über Einzelheiten nachzudenken. Feinheiten, die man hätte auch später beleuchten können, die Person musste geschnappt werden, darauf kam es tatsächlich an.
    Die langen Korridore der Edelwohnung verzweigten sich hier und da, was die Verfolgung erschwerte. Stets war Amelia noch in der Lage, ihr folgen zu können. Sie öffnete die Terrassentür und rannte hinauf auf das Dach der Anlage, Amelia tat es ihr gleich.
    Die Mörderin rannte weiter über das freie Feld der grün bepflanzten Dachterrasse und Amelia sah keine andere Möglichkeit, als sie mit dem Lichtschwert zu fall zu bringen. Sie schleuderte die leuchtende Klinge gegen ihre Feindin, welche mit einem spontan gezückten roten Lichtschwert parierte und die Waffe abwehrte, welche Amelia mit Hilfe der Macht zu sich zurückzog.
    Mit einem Schleier um Kopf und Gesicht sah man in einem dünnen Spalt und die schwarz anmutenden Augen durchscheinen, welche Amelia nun fest im Blick hatten. Beide Kontrahenten standen sich beobachtend gegenüber, wartend auf einen Angriff und die ehrwürdigen Waffen fest in den Händen haltend.
    Amelia hatte Geduld, ein verfrühter Angriff hätte mehr bedeuten können, als das Flüchten der Mörderin, auch ihren Tod. Schließlich war es ein plötzlicher Angriff durch die Täterin, die mit in die Knie ging, ein Bein abspreizte und dann in einem hohen Bogen über Amelia hinweg sprang, mit dem abgespreizten Bein an der Hauswand abprallte und dann eine Pirouette schlug, mit welcher sie den Hieb ihres Schwertes um ein vielfaches verstärkte.
    Amelia folgte konzentriert dem geübten Angriffsablauf und parierte mit ihrem Schwert, welches sie mit beiden Händen fest dagegen drückte. Doch die schwere Wucht des Angriffes stieß sie nach hinten und drückte sie wie ein Hammer gegen die Wand. Ihre Waffe aus den Händen verloren landete deaktiviert auf dem Boden, einige Meter neben ihr.
    Die Angreiferin erhob sich nahm eine Hiebposition ein und wollte auf Amelia einen finalen Schlag ausführen, als sich diese zur Seite drehte und mit beiden Armen hinter ihrem Rücken eine immense Druckwelle gegen die Frau schleuderte, welche ein Salto schlagend weggeschleudert wurde, sich aber fangen konnte und sicher landete. Amelia hatte diese Überraschung genutzt, um sich wieder aufzurichten und mit einem kurzen Ruck das Lichtschwert wieder in ihre Hand zu holen. Es surrte nochmals auf und mit einem energischen Angriff stieß sich die Jedi von der Wand hinter ihr ab und sprang mit vorgehaltener Klinge die Gegnerin an, welche einfach abwehrte. Eine aufeinander folgende Schläge und ein Tritt in ihren Magen brachte die Lady wieder zu fall. Der Stich der Mörderin ging daneben, hatte sich Amelia doch schon zur Seite gedreht und mit ihrem Lichtschwert in den Rücken ihrer Gegenüber geschlagen, die diesem Schlag nur haarknapp entrann.
    Amelia sprang aus dem liegenden in die Stehposition und wappnete sich für einen weiteren heftigen Schlagabtausch. In diesem Moment drückte sie eine undefinierbare Quelle gegen die Wand, die das Ende der Dachterrasse war. Es war ein dunkler Energieblitz welcher jeden ihrer Körpermuskeln zum Erschlaffen brachte. Zuerst konnte sie nicht dagegen ankämpfen, dann wurde sie bewegungsunfähiger und schließlich hingen ihre Gliedmaßen kraftlos nach unten. Der kräftigste Muskel wurde immer schwächer… bis ihr Herz aufhörte zu schlagen und die dunkle Jedi Amelia zu Boden fallen ließ. Auch sie prallte auf, wie ein nasser Sandsack.

    Bevor Amelias Mörderin die Dachterrasse verlassen konnte, durchzog ein Blitzfeuer von Ryos Blastern den Himmel. Er hatte das gesamte Schauspiel beobachtet, konnte aber nicht eingreifen, weil Amelia eine Energiebarriere erschaffen hatte. Sie wusste, Ryo würde sich sonst in Gefahr begeben und aus unerfindlichen Gründen hätte sie damit nicht leben können. Er hingegen war pfiffig, rannte zum Gleiter und flog damit um das Haus herum, um aus der Luft heraus auf die Dachterrasse zu feuern. Die Frau wich selbst diesen präzisen und kraftvollen Ladungen aus und sprang dann schließlich bereitwillig vom Dach in die Tiefe des Schlundes von Coruscant, um mit zwei kleinen am Rücken befestigten Flügeln und einem Ionenantrieb wie Pegasus das Weite zu suchen.
    Ryo landete den Gleiter rücksichtslos auf der Terrasse und sprang gehetzt heraus. Er kniete neben Amelia, zog ihren leblosen und blassen Kopf auf seinen Schoß und begann dann, über sie gebeugt mit der Reanimation des Herzmuskels. Sie war eine wild entschlossene Frau, dachte er sich und hoffte, dass es wieder zu schlagen beginnen würde. Eine Minute verging in unendlicher Hoffnung, es könnte ein Wunder geschehen, als sie dann die Augen schwach öffnete, ihn ansah und als hätte sie sich verschluckt, zaghaft nach Luft rang.
    „Ryo.“
    Er lächelte sie breit an und, trotz dessen, dass sie geschwächt war, merkte sie ihm deutliche Erleichterung an, er schien auch damit zu kämpfen nicht emotional aufzukochen. Sie hingegen fühlte sich mehr als nur schwach. Es war, als hätte man ihr tatsächlich die Energie ausgesaugt. „Hu’twa“ keuchte sie erschöpft und leise zu ihrem Retter, welcher sie mit einem enttäuschten Blick ansah „Er lebt nicht mehr. Sie hat beide Lungen mit einem gezielten Stich durchstoßen.“
    „Irimel“
    Ryo schaute sie nervös an. „Das kleine Spektakel hat einige auf uns aufmerksam gemacht. Wir haben keine Zeit mehr, in das Verzeichnis zu sehen, ich bringe dich erst einmal nach Hause, du musst sich ausruhen. Ich werde Irimel warnen!“
    Dann schlief sie völlig erschöpft noch in seinen Armen ein.

    Ryo trug Amelia zum Gleiter, legte sie auf die hinteren Sitze und sprang hinter das Steuer. Dann startete er den Gleiter und verschwand, kurz bevor die Sicherheitskräfte wegen der Schießerei und den gesichteten Gesuchten eingetroffen sind. Was sie jedoch fanden war eine verschnittene Robe, eine Leiche und Spuren, die auf einen Auftragsmord durch Amelia Tzun hinwiesen.



    Re: Coruscant

    Hazuki - 10.12.2006, 16:20

    Senatorenmord I
    Der Gleiter landete mehr als unsanft in dem alten Gebäude, des Industriesektors. Peter rannte völlig atemlos über den Flur, hinter ihm ein IG-88 Sanitätsdroide. "Ryo, gehts dir gut?"
    Vollkommen ausser Atem stützte er sich am Rand des Gleiters ab.
    Ryo's Gesichtsausdruck wiederspiegelte einen inneren Kampf. Seine Konzentration lag einzig und allein auf einer Person.

    "Ryo!" Peter schüttelte ihn. "Du musst den anderen Senator warnen, bevor ein Anschlag auf ihn verübt wird." Ryo nickte, langsam wachte er aus der Trance auf.
    -Ganz ruhig, sie ist in Sicherheit.- dachte er und versuchte das dumpfe Gefühl im Magen zu verdrängen.
    "Hast du mir die Adresse besorgt?" Peter nickte und reichte ihm einen Tauchgürtel. "Du musst wohl schwimmen, wenn du ihn finden willst... Pass auf dich auf, Junge!"

    Amelia legte er auf eine Antigravbahre, dann zündete er erneut die Triebwerke und flog zurück zum Fischviertel. Der Gleiter schwebte zu einem der Dock an der Wasseroberfläche. Es gab zwar viele Röhren und Kanäle, für die Bewohner des Fischviertels, die nicht über Kiemen verfügten, doch einige Bereiche erreichte man nur mit einem längeren Tauchgang. Irimel, der Senator irgendeines Wasserplaneten, wohnte abseits der meisten Kanäle. Sein Haus war nicht leicht zu finden, denn es war vollkommen in ein riesieges Riff eingebaut. Die Verschmutzung des Wassers trug seinen Teil dazu bei und so brauchte Ryo doch einige Zeit und die Hilfe einiger Fische, um das Anwesen zu finden.

    An der Tür angekommen, musste er erstmal die "Klingel" finden. Bis er bemerkte das die Türe schon lange offen stand, der Innenraum war überflutet und das Wasser war im Bereich des Wohnzimmers rotgefärbt.
    Ein dunkler Schatten warnte Ryo vor der Gefahr und er konnte sich rechtzeitig von der Tür abstossen. Ein Hai schwomm nun ins Innere, gefolgt von ein paar weiteren Kreaturen, die scheinbar von Blut angezogen werden. Ryo krampfte für einen kurzen Moment zusammen.

    -Das kann es nicht gewesen sein. Da muss doch ein Puzzleteil sein, das uns weiterhelfen kann. Wie sollen wir ohne Infos ermitteln?- Die 3 Wasswesen waren in der Tür verschwunden und die Blutwolke breitete sich langsam aus.

    Ryo musste seinen ganzen Mut zusammen nehmen, um dem Drang der Flcuht zu entrinnen. Hier würden die Sicherheitskräfte länger benötigen, um erst einmal einen Verdacht zu schöpfen. Er zog sich in den Innenraum und versuchte sich ein Bild über die Situation zu verschaffen. Der flüssige Mantel des Wassers, der alles konservierte, liess die Szenerie kalt und steril aussehen. Es waren mehrere Leichen, im Wohnzimmer verteilt, übereinander schwimmend. Die 3 Kreaturen freuten sich scheinbar über die einfache Beute und begannen bei den Extremitäten, als Vorspeise.

    Das Gebäude war mehr ein Wirrwarr aus Höhlen und Verstrebungen, es erinnerte im Inneren an das Riff das sich rundherum erstreckte, so als ob dieses Haus natürlich einfach aus dem Riff gewachsen sein. Dementsprechend, war es schwierig, irgendwelche Arbeitszimmer oder Schlafzimmer aus zu machen, in denen man irgendwelche Informationen hätte finden können. Dann erblickte Ryo ein Computer-Terminal.
    Es war zwar für die Bedienung mit Flossen ausgelegt, aber Ryo schaffte es, es in Gang zu setzen. Was er nun fand, war ziemlich überraschend, fast noch überraschender, als die Tatsache, das der Fischmann kein Passwort verwendete.

    -Das klärt dann schon einiges auf.- Blaue Lichter störten seine Gedanken, jetzt war es Zeit sich zu verziehen. Das Design des Gebäudes sah mehrere Öffnungen vor, bei denen man direkt ins Korallenriff tauchen konnte. Schnell verschwand er durch eines der Löcher. Nur wenige Minuten später trocknete sein Haar im Fahrtwind des Gleiters, die neuen Informationen, konnten ihnen von grossem Nutzen sein.

    Als er wieder im sicheren Versteck angekommen war, sass Amelia schon bereit und erwartete die Informationen. Ryo musste sich beherschen, nicht vor Freude Luftsprünge zu vollführen.
    "Was hast du gefunden?"



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    Koordination - Storyline Ryo/Amelia - gepostet von Aaliyah nhe'Shagaa am Montag 21.08.2006



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