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Re: warum eine eigene ParteI?
Anonymous - 22.06.2006, 00:18warum eine eigene ParteI?
ich spreche mich dafür aus nach östereichischem vorbild ( http://www.piratenpartei.at ) eine Platform in der neuen Linken zu gründen.
warum?
was spricht gegen eine eigene Partei?
1. profillosigkeit in allen anderen bereichen (was hilft es jemand musik runterladen zu dürfen, wenn er keine computer bildung hat oder sich keinen computer leisten kann, wenn er seine arztrechnungen nicht bezahlen kann usw usf)
2. mangelnde personelle wie finanzielle resourcen,
3. sie wird den einzug in parlament nicht schaffen,
4. auf kommunaler (und länder-)ebene hat sie fast nichts zu tun, sie wird dort auch nicht gewählt.
was spricht für die linkspartei (oder die neue linke ab 07)?
die linkspartei setzt sich (zugegebeneraßen noch nicht genug, aber mehr als alle anderen) für die einschränkung des patentsystems, für die legalisierung von file-sharing zu nicht komerziellen zwecken und für freie software ein.
es gehört zu den elementaren grundsätzen der partei die rechte der bürger gegenüber lobbygruppen, konzernen und medien zu stärken,
und mehr kultur mehr menschen zur verfügung zu stellen.
ich schlage also vor wir gründen innerhalb der linken eine plattform und sorgen vor der parteigründung noch dafür, dass unser anliegen in den grundsätzen der neuen partei verankert wird.
das dies in einigen punkt schon der fall ist kann man hier http://sozialisten.de/sozialisten/parteibildung/protokolle/programm/view_html?zid=31907&bs=1&n=1
nachlesen, absatz 7: bildung, kultur und medien.
was meint ihr dazu?
Re: warum eine eigene ParteI?
Anonymous - 22.06.2006, 01:21
Die Profillosigkeit in anderen Bereichen kann aber auch ein Vorteil sein. ;-)
Die Linke hat einige Aktionen im Europäischen Parlament gegen Softwarepatente auf jeden Fall kräftig mitgetragen, und aus meiner persönlichen Sicht ist sie bis jetzt die beste Wahl die da ist.
Es gibt aber anscheinend auch Leute, die eine gewisse Links-Phobie besitzen.
Und ich denke bei einigen der Nichtwähler gibt es auch das Problem, dass sie sich eventuell mit einigen Themen einer Partei anfreunden würden, die Partei ihnen dann aber in einem anderen Bereich so gegen den Strich geht, dass sie es dann lieber bleiben lassen.
Eine Partei mit EINER Zielsetzung, die eventuell auch vorher durchblicken lässt, dass sie falls die spezifischen Ziele erreicht sind nicht noch Jahrzehnte länger im Parteienspektrum herumdümpeln will bloss damit Ihre Funktionäre den "Arbeitsplatz" behalten wäre mal ein neuer Ansatz.
Re: warum eine eigene ParteI?
Anonymous - 22.06.2006, 09:42Zustimmung
ich stimme aix tom zu.
Die Partei sollte sich nur die im wiki genannten Ziele setzen.
Bei der Profillosigkeit in anderen bereichen gibt es ungeahnte Vorteile:
*Nahezu uneingeschränkte Koallitionsfähigkeit da keine Bindung anderer Themen. Nur in einem Bereich muss die andere Partei zugeständnisse machen
*Anziehung notorischer Nichtwähler welche sich einfach für andere Themen nicht interresieren und keine Lust haben ewig lange Parteiprogramme zu lesen. Ein einfaches Programm, wie es eine dedizierte Partei bieten kann ist ein unglaubliches Plus!
*Wer sagt, dass es eine kleine Partei nicht in den BT schaffen kann? Ich sage das ist möglich. Spread the Word! Es ist noch viel zeit bis zur nächsten Wahl, also sollte man zuerst sehen, eine vernünftige PR Strategie auf zu bauen. Den Leuten muss klar gemacht werden, dass wir nur ein Ziel vertreten, und sie deshalb mit ihrer 2ten Stimme die andere ausrichtung der Politik vorgeben. -> [X] Erststimme für die Piratenpartei!
*viele leute (auch ich) stimmen in einigen Punkten mit der Linkspartei nicht überein, weil deren Ziele teilweise utopisch und nicht finanzierbar sind. Große Vorschäge machen kann jeder, doch ist die Linkspartei bis jetzt ein Finanzkonzept schuldig geblieben. Hier kommt wieder der Vorteil unserer Partei: wir BRAUCHEN kein Finanzkonzept, weil unsere einzige Aufgabe in der erlassung von gesetzen steht. Einzig sollte eine Kulturflatrate zur Sprache kommen wären begrenzte Kalkulationen notwendig.
Ich schlage vor wir suchen als erstes nach einem (möglichst professionellen) website designer, welcher unsere ziele vertreitt und uns kostelos eine homepage erstellen würde.
Als nächstes sollten wir kontakte zu den organisationen wie Stop1984 knüpfen, welche ebenfalls unsere Ziele vertreten. Wir sollten anfragen, ob es, wenn es so weit ist, möglich wäre für uns bei ihren Mitgliedern zu werben.
Allerdings sollten wir darauf achten, dass wir bei unseren hauptzielen bleiben und uns nicht weitere von solchen dritten parteien unterjubeln lassen, da dies unsere vorteile wieder zu nichte machen könnte.
MfG huhn (der jetzt öfter kommt, und gerne interresiert ist auch mehr zeit in dieses Projekt zu investieren)
Re: warum eine eigene ParteI?
Anonymous - 22.06.2006, 14:56
Zitat: Eine Partei mit EINER Zielsetzung, die eventuell auch vorher durchblicken lässt, dass sie falls die spezifischen Ziele erreicht sind nicht noch Jahrzehnte länger im Parteienspektrum herumdümpeln will bloss damit Ihre Funktionäre den "Arbeitsplatz" behalten wäre mal ein neuer Ansatz. ich denke , dass das kämpfen für freiheitsrechte immer gebracuht werden wird und man nicht nach zwei gesetzen sich zufrieden zurücklehnen kann.
Zitat: *Nahezu uneingeschränkte Koallitionsfähigkeit da keine Bindung anderer Themen. Nur in einem Bereich muss die andere Partei zugeständnisse machen also trägt die piratenpartei die einschränkung des asylrechts mit, damit die menschen hier mehr rechte kriegen und die anderen weniger?
verschmutzung der umwelt und deutsche beteiligung an nato-einsaätzen? wen juckts, hauptsache ich darf mp3s runterladen!
wollt ihr dass die partei wirklich so rüberkommt?
Zitat: *Anziehung notorischer Nichtwähler welche sich einfach für andere Themen nicht interresieren und keine Lust haben ewig lange Parteiprogramme zu lesen. Ein einfaches Programm, wie es eine dedizierte Partei bieten kann ist ein unglaubliches Plus! es gibt nicht nicht-wähler die nur kurze und nicht lange programme lesen, sondern nur solche die überhaupt welche oder überhaupt keine lesen.
und die leute die wählen gehen, die haben prinzipiell auch andere sorgen. klar gibt es viele leute gern legal runterladen wollen, es gibt auch einige denen der überwachungsstaat nicht passt, aber diese menschen haben auch andere probleme. wenn man dazu nicht stellung bezieht nimmt man seine wähler nicht ernst.
Zitat: *viele leute (auch ich) stimmen in einigen Punkten mit der Linkspartei nicht überein, weil deren Ziele teilweise utopisch und nicht finanzierbar sind. Große Vorschäge machen kann jeder, doch ist die Linkspartei bis jetzt ein Finanzkonzept schuldig geblieben. wenn man alles glaubt was RTL erzählt.... gibt aber eins, da ist sehr mathematisch einnahmen gegen ausgaben aufgerechnet. ich kann es leider nicht anhängen weil dieses vBulletin das nicht erlaubt, aber ich schicks dir gerne per mail, oder lade es irgendwohin hoch wenn jemand freien webspace kennt.
Zitat: wir BRAUCHEN kein Finanzkonzept, weil unsere einzige Aufgabe in der erlassung von gesetzen steht. alle parteien brauchen ein finanzkonzept, gesetze kosten auch geld.
Zitat: *Wer sagt, dass es eine kleine Partei nicht in den BT schaffen kann? Zitat: -> [X] Erststimme für die Piratenpartei! also mit der ERSTStimme kommt die piratenpartei 100%ig NICHT in den bundestag -> informieren!
mfg
soul_rebel
Re: warum eine eigene ParteI?
Anonymous - 22.06.2006, 15:01
also das finanzkonzept der linkspartei gibts hier:
http://www.sozialisten.de/sozialisten/nachrichten/pdf/studie_steuerkonzept_050818.pdf
Re: warum eine eigene ParteI?
Anonymous - 22.06.2006, 17:08
Wie kann man eine Partei unterstützen wollen, die die Menschenrechte nicht uneingeschränkt schützen will?
Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=xSZkcKC6Phs
Re: warum eine eigene ParteI?
Anonymous - 22.06.2006, 20:16
Die LP als Plattform für die Piratenpartei zu nutzen wäre meiner Meinung nach schon alleine vom geschichtlichen Standpunkt her schlecht, hat sie doch in der jüngeren Vergangenheit unter anderem Namen nicht viel für die Ziele der PP getan ;)
Re: warum eine eigene ParteI?
Anonymous - 22.06.2006, 23:47
Applaus für sep. Netter link.
und @soule_rebel:
Klar, jeder hat haufenweise probleme UND jeder hat andere, doch wenn jeder ansatz zu deren Lösung die vermeintliche Lösung ALLER probleme beinhaltet kann das nur schief gehen. Das Ziel der Partei sollte, wie bei ihrem schwedischem vorbild die durchsetzung einiger weniger punkte sein, und bei den anderen Punkten neutralität zu bewahren. Nur so hat sie eine chance.
Du siehst das mit dem asylrecht falsch. die partei macht GAR KEINE aussage zu dem thema. sie steht ihm neutral gegenüber und überlässt die entscheidung 100% ihrem koallitionspartner. Dies ist kein FEHLER wie von dir dargestellt, sondern einer der VORZÜGE der partei, denn sie versucht nicht alle probleme zu lösen sondern konzentriert sich auf ein derzeit akkutes, grundrechte gefährdendes Problem. Wer keine Aussage vor Gericht macht ist deshalb noch lange nicht schuldig. Und es ist NICHT das alleinige Ziel der Partei, das MP3 ziehen zu legalisieren, sondern auch, die Totale Überwachung durch den Staat einzudämmen und Patente, welche die freie Bildung behindern ein zu dämmen. Die Partei hat nicht das ziel "macht MP3s legal" sondern "für informationelle selbstbestimmung und freies wissen". Natürlich kann jeder etwas in alles hinein interpretieren:
PDS/Linke -> Kommunismus um jeden Preis, auch ohne menchenrechte, siehe sepps link
CDU -> Wollen nur Macht der Konzernbosse stärken
SPD -> Wollen besserverdienende bestrafen und faulen das Geld nachwerfen
Grüne -> Umwelt hat vorrang vor sozialen Problemen
FDP -> Sozialdarwinismus, alles regelt sich von selbst, nur der starke überlebt (funzt net -> adam smith)
Ich möchte nicht, dass das die haltung der partei als ignorant aufgefasst wird sondern als zielstrebig und der sache folgend und sich nicht in labyrinthen ohne ausweg verfangend.
Was für Geld kostet dich die Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung? NIX, es kostet dich nur das geld, was zu vorbereitung jener sinnlosen maßnahme so oder so schon verpulvert wurde. Gleiches gilt für das Verbot von Softwarepatenten oder die Lockerung des Copyrights für wissenschaftliche Studien. (um nur einiges zu nennen)
(sorry wegen dem erststimme ;) war ein denkfehler. ich habe natürlich die zweitstimme gemeint. ich hätte listenstimme schreiben sollen, dann wäre das nicht passiert.)
Zum Finanzkonzept der PDS: Darauf werde ich NICHT eingehen, weil es hier irrelevant ist. Ich sehe nicht, selbst wenn die Zahlen im Dokument stimmen, so ist es totaler schwachsinn, einen mindestlohn von 1400€ ein zu führen. kaum ein (durchschnittsmensch) verdient so viel im osten. Die erhöhung würde entweder arbeitsplätze vernichten, oder würde den staat dazu zwingen unsumen an fördermitteln für diese jobs ein zu setzen. Die wollen einen zustand wie in der ddr. Vollbeschäftigung auf Kosten des Stattes. Jeder hat arbeit (schön wärs) und der staat zahlt die häfte dazu. Klar doch!
Nein. Sorry. ICH kann mich mit der PDS NICHT identifizieren und dies kann auch die mehrheit der deutschen nicht. diese partei wird bei der nächsten BT wahl wieder verlieren. da bin ich mir sicher. Orwell ist schlimm, aber Utopia ist auch nicht die lösung. Jeder, der im Osten bei verstand ist wählt NICHT die nachfolgeorganisation der SED! Das wars zum thema PDS. Dies kommt für mich nicht in frage. wenn dann ohne mich. und da hilft auch keine weitere überzeugungsarbeit.
Re: warum eine eigene ParteI?
Anonymous - 23.06.2006, 13:33
also ich sehe, dass ich hier auf taube ohren stoße aber auf ein paar argumente muss ich trotzdem eingehen:
Zitat: Wie kann man eine Partei unterstützen wollen, die die Menschenrechte nicht uneingeschränkt schützen will? zum ersten wundert es mich sehr wenn ich hier piratenforum auf eine datei verlinkt werde, die sich nur mit unfreier software (also software die die informationelle selbstbestimmung und die freiheit ihrer nutzer untergräbt) abspielen lässt.
wenn man so inkonsequent mit seinen idealen ist wird das aber nix mit der partei!
da ich solche software nicht auf meinem computer installiert habe, konnte ich mir die datei nicht ansehen, ich kann mir aber denken worum es geht. also zum thema linkspartei und kuba:
selbstverständlich ist die linkspartei für die einhaltung der menschenrechte. jedoch ging es in dem gruppenantrag im europaparlament nicht um inhalte sondern um antikommunismus. solche anträge werden ausschließlich dazu benutzt um den europäischen und amerikanischen wirtschaftsboykott gegen kuba zu rechtfertigen der seid jahren, für eine verschärfung der armut und eine verschlechterung der lebensverhältnisse gesorgt hat.
zählen die rechte dieser menschen? oder was ist mit anderen großen menschenrechtsverletzern wie den USA? verhängen wir sanktionen gegen die? über menschenrechtsverletzungen bei wichtigen handelspartnern gibt es überhaupt keine abstimmungen im EU-parlament!
Zitat: Die LP als Plattform für die Piratenpartei zu nutzen wäre meiner Meinung nach schon alleine vom geschichtlichen Standpunkt her schlecht, hat sie doch in der jüngeren Vergangenheit unter anderem Namen nicht viel für die Ziele der PP getan och schon wieder die alten kamellen? als nächstes bin ich dann ein mauermörder oder was?
die neue linkspartei != pds != sed
ich bin weder hartz4 empfänger, noch komme ich aus ost-deutschland, verdammt mich persönlich würde es am besten kommen wenn ich FDP wähle, aber es geht doch darum ein besseres deutschland für alle menschen hier zu schaffen!?
Zitat: Du siehst das mit dem asylrecht falsch. die partei macht GAR KEINE aussage zu dem thema. sie steht ihm neutral gegenüber und überlässt die entscheidung 100% ihrem koallitionspartner. auch schweigen ist eine aussage. in einer koalition der bist du für alles mitverantwortlich was der kolationspartner macht, da kann man nich sagen:
ja also mir tut das ja auch leid mit den flüchtlingen, aber meine partei setzt sich nur "für informationelle selbstbestimmung und freies wissen" ein.
wenn du macht hast, hast du verantwortung. so etwas wie neutralität gibt es in der politik nicht.
Zitat: Wer keine Aussage vor Gericht macht ist deshalb noch lange nicht schuldig. wer aber sieht wie jemand ausgeraubt und zusammengeschlagen wird und nichts tut, der begeht unrecht.
Zitat: Was für Geld kostet dich die Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung? da kommen aber ganz schnell zweitkosten zusammen! guck doch mal nach schweden, die usa drohen mit wirtschaftsboykott und schon zeiht die regierung den schwanz ein. da siehst du mal wie die sachen zusammenhängen.
was glaubst wie es deutschland, dem export weltmeister, geht wenn du usa strafzölle auf deutsche produkte erheben? oder wenn wir strafen vom iwf oder der wto auferlegt bekommen?
das wird deutschland ne menge kosten, hat deine piratenpartei dafür ein konzept oder gehört dann wirtschaftspolitik nicht zum verantwortungsbereich?
Zitat: Zum Finanzkonzept der PDS: Darauf werde ich NICHT eingehen, weil es hier irrelevant ist. DU hast es aufgebracht. bezieh keine stellung dazu wenn du nichts darüber weißt und erst recht nicht, wenn du nicht mal bereit bist es dir anzugucken!
Zitat: diese partei wird bei der nächsten BT wahl wieder verlieren wir können ja mal sehen wer mehr stimmen bekommt, ich freue mich schon ;)
Re: warum eine eigene ParteI?
Anonymous - 23.06.2006, 15:27
soul_rebel hat folgendes geschrieben: zum ersten wundert es mich sehr wenn ich hier piratenforum auf eine datei verlinkt werde, die sich nur mit unfreier software (also software die die informationelle selbstbestimmung und die freiheit ihrer nutzer untergräbt) abspielen lässt.
wenn man so inkonsequent mit seinen idealen ist wird das aber nix mit der partei! Informationen sind manchmal einfach wichtiger als das Mittel mit dem sie übermittelt werden.
btw. willst du unfreie Software verbieten lassen?
soul_rebel hat folgendes geschrieben:
zum thema linkspartei und kuba:
selbstverständlich ist die linkspartei für die einhaltung der menschenrechte. jedoch ging es in dem gruppenantrag im europaparlament nicht um inhalte sondern um antikommunismus. solche anträge werden ausschließlich dazu benutzt um den europäischen und amerikanischen wirtschaftsboykott gegen kuba zu rechtfertigen Komischer Weise hab ich das in dem Text nicht lesen könen. Wo steht das?
soul_rebel hat folgendes geschrieben:
zählen die rechte dieser menschen? oder was ist mit anderen großen menschenrechtsverletzern wie den USA? verhängen wir sanktionen gegen die? über menschenrechtsverletzungen bei wichtigen handelspartnern gibt es überhaupt keine abstimmungen im EU-parlament! Eine Resolution bzgl. Guantanamo wurde vom Europaparlament z.B. am 13. Juni verabschiedet. (nach älteren hab ich jetzt nicht gesucht)
Aber mal abgesehend davon sollte man doch gegen jegliche Menschenrechtsverletzung sein, egal ob USA oder Kuba, also warum hat die Linkspartei damit so ein Problem? Hat man dem Text nur nicht zugestimmt, weil es sowas nicht gegen die USA gab? oder warum? Ich versteh einfach nicht wie man dagegen stimmen kann, beim besten willen nicht, mir ist das unbegreiflich. Erklär es mir bitte!
Re: warum eine eigene ParteI?
Anonymous - 23.06.2006, 16:45
Zitat: Informationen sind manchmal einfach wichtiger als das Mittel mit dem sie übermittelt werden. der zweck heiligt die mittel?
Zitat: btw. willst du unfreie Software verbieten lassen? nein das nicht, aber zumindest der staat sollte gesetzlich verpflichtet werden schritt für schritt alle computer in verwaltung, staatsunternehmen und öffentlichen einrichtungen komplett auf 100% freie software umzurüsten.
desweiteren müssen alle bürger kostenlos und ohne registriert zu werden zugriff auf alle akten und unterlagen haben (die natürlich in offenen standard existieren müssen), solange dies nicht den datenschutz eines anderen bürgers oder eine laufende polizeiliche ermittlung stört.
dann sollten alle geheimdienstlichen aktivitäten dem parlament in vollen umfang offen legen. in zukunft sollten alle geheimdienste der bevölkerung rechenschaftspflichtig sein, d.h. jede geheimdienstaktivität, muss dem unmittelbaren schutz der bevölkerung dienen.
man sollte nach einiger zeit darüber nachdenken, ob geheimdienste generell und ein militär der größe überhaupt gebraucht werden.
Zitat: Komischer Weise hab ich das in dem Text nicht lesen könen. Wo steht das? welcher text?
Zitat: Aber mal abgesehend davon sollte man doch gegen jegliche Menschenrechtsverletzung sein, egal ob USA oder Kuba dem stimme ich voll und ganz zu!
Zitat: also warum hat die Linkspartei damit so ein Problem? das liegt an dem obenbeschriebenen punkt: seit jahren wird gegen kuba politik gemacht weil kuba "kommunistisch" ist. kuba (und damit will ich die menschenrechtsverletzungen nicht verteidigen) hat etwas geschafft, was kein andere latein-amerikanisches land geschafft hat: bildung und gesundheit für alle. dass das ganze land unter der wirtschaftsblockade leidet führt heutzutage, wieder zu mehr armut, aber die erungenschaften von kuba sollten auch als erfolg gesehen werden.
glaub mir ich war nikaragua für meherere monate, dieses land war auch "kommunistisch" (allerdings mit meinungsfreiheit, toleranz der religionen reisefreiheit ...), wurde aber von den USA solange militärisch und wirtschaftlich ausgeblutut bis es am boden war. heute geht es den menschen viel schlechter als in den 80er jahren, aber sie haben angst links zu wählen weil sie angst vor einer militärintervention der amerikaner haben. ist das meinungsfreiheit?
das entschuldigt nicht die menschenrechtsverletzungen in kuba, aber kuba ist isoliert und hat angst durch eine öffnung zu zerbrechen. die politik die gegen kuba betrieben wird verhindert eine öffnung, weil man agressive isolationspolitik betreibt. weil die linkspartei das weiß, haben einige abgeordnete gegen den antrag gestimmt. weil es nicht um die menshcenrechte ging sondern darum kuba "fertig zu machen".
es ist unangebracht mit dem finger auf ein so kleines land zu zeigen dem man selber so viel leid zugefügt hat und dem man eigentlich nicht helfen möchte.
Re: warum eine eigene ParteI?
Anonymous - 23.06.2006, 17:25
Zitat: in einer koalition der bist du für alles mitverantwortlich was der kolationspartner macht so wird das bis jetzt gesehn, aber warum soll sich das nicht ändern können? Warum muss jeder zu jedem scheiß von dem er eigentlich keine ahnung hat ein statement abgeben? Wenn die menschen endlich einmal begreifen würden dass nicht jeder zu zeug seinen Senf dazu geben muss, wovon er gar keine ahnung hat würde es solche sinnlosen sachen wie Softwarepatente oder die Vorratsdatenspeicherung gar nicht geben. Auch das Beispiel in Berlin, wo sich Wowereit plötzlich zum experten für PC platformen erklärt spricht hier bände.
Zitat: wer aber sieht wie jemand ausgeraubt und zusammengeschlagen wird und nichts tut, der begeht unrecht.
Dieses statement ist schlicht schwachsinn weil der vergleich hinkt. Das Beispiel zeigt einen Vorgang, der klar gesetzeswiedrig ist. Darum geht es nicht. Natürlich muss jede Partei zuerst einmal das Grundgesetz anerkennen und dazu gehört die Körperliche Unversehrtheit. Mir geht es darum, dass KEINE statements zu ändernungen von gesetzen abgegeben werden, welche unsere position nicht tangieren. Es wäre sinnlos als piratenpartei über die umweltpolitik zu sprechen, da wir davon schlicht und einfach in der mehrheit keine ahnung haben.
Zitat: da kommen aber ganz schnell zweitkosten zusammen! guck doch mal nach schweden, die usa drohen mit wirtschaftsboykott und schon zeiht die regierung den schwanz ein. da siehst du mal wie die sachen zusammenhängen.
was glaubst wie es deutschland, dem export weltmeister, geht wenn du usa strafzölle auf deutsche produkte erheben? oder wenn wir strafen vom iwf oder der wto auferlegt bekommen?
das wird deutschland ne menge kosten, hat deine piratenpartei dafür ein konzept oder gehört dann wirtschaftspolitik nicht zum verantwortungsbereich?
Apropos ... deine Linkspartei legt willkürlich summen fest die sie spaaren will. So durch die Vermögenssteuer .... schon jemals an die KOSTEN für den notwendigen verwaltungsaufwand gedacht. ICh will die diskussion darüber hier nicht abbrechen weil ich keine lust habe mich darüber zu informieren, sondern weil ich das hier als unrelevant ansehe. Sieh das doch mal so. Menschen die unsere interssen vertreten finden sich sicher in allen parteien in kleinen mengen. Ist es nun klug, zu hoffen das diese leute, die in den jeweiligen parteien eine minderheit darstellen, eine platform bekommen oder sich nur eine partei raus zu picken und damit die schnittmenge noch zu verkleinern? Oder ist es vielleicht klüger diese menschen nur unter dem thema zusammen zu bringen, was sie auch wirklich vereint?
Zur finanzierung: Solche kosten sind irrelevant, weil, wie du sagst deutschland exportweltmeister ist. die anderen länder würden sich damit nur schaden unsere produkte zu sanktionieren, denn sie werden ja nicht von ungefähr gekauft. Außerdem macht ein steigendes Zollaufkommen die Globalisierung so zu sagen in teilen "rückängig" woran die konzerne kein interresse haben dürften und dass die konzerne die meiste lobby haben zeigt deren einfluss in den USA. Nur so als hinweise: Auch deutschland kann Gelder streichen (EU) oder Zölle erheben. Solche Aktionen sind gegen ein wirtschaftlich starkes Land wie deutschland immer ein zweischneidiges Schwert
Ach ja.... und es geht nicht darum, dass die LP mehr stimmen bekommt als die PP sondern darum, dass sie ihre jetzige position nur durch propaganda und durch ausnutzung von lokalem elend erreicht hat. Was unterscheidet sie in den Mittel, wie sie versucht an die macht zu kommen von den rechten? Auch diese haben geniale finanzierungskonzepte wie die wiedereinführung der DM .... denk mal drüber nach!
(PS: muss mich langsam mal registrieren ;) )
Re: warum eine eigene ParteI?
Moroquen - 23.06.2006, 23:02Re: warum eine eigene ParteI?
Zitat: 1. profillosigkeit in allen anderen bereichen
Es ist in der Tat ein Problem der real-existierenden Demokratien, dass man nur eine Stimme hat, die man einem Machtblock hinwerfen kann, der damit mehr oder weniger im gewollten Sinne Politik macht. Das ist imho einer der zentralen Ursachen für die fortschreitende Politikverdrossenheit.
Allerdings kann ich mir vorstellen, dass ein gewisser Teil der Bevölkerung durchaus bereit ist, die einzige und damit wertvolle Stimme für einen bestimmten Zweck einzusetzen (ich rede hier von der Zweit- bzw. Listenstimme, die Erststimme ist für eine kleine Partei ohne Belang).
Dabei kann es durchaus ein Vorteil sein, wenn man sich ein klares, wenn auch begrenztes Ziel schafft. Die einzige Erfolgsgeschichte einer neuen Partei "aus dem Nichts" stellen wohlen die Grünen dar, die am Anfang auch nichts als Umwelt- und Friedenspolitik im Sinn hatten. Das hat funktioniert, weil es ein neues, wegweisendes Thema war. Falls Urheber-/Patentrecht, informationelle Selbstbestimmung und weitere Aspekte der Wissensgesellschaft wegweisend für die Politik der kommenden Jahrzehnte sein sollten (was ich annehme), hätte eine Piratenpartei also ebenfalls gute Chancen.
Mit wachsender Zustimmung, steigenden Ressourcen und evt. Regierungsverantwortung könnte man ebenso wie die Grünen das Parteiprogramm ausbauen.
Zitat: 2. mangelnde personelle wie finanzielle resourcen,
Gerade das Internet und modernes Guerilla-Marketing machen einen wirksamen und dennoch ressourcenschonenden Wahlkampf möglich. Darüberhinaus könnte man bei einem klaren Profil auch auf Unterstützung der etablierten Vereine und Lobbygruppen in diesem Bereich hoffen. Diese Unterstützung wird die Linkspartei aufgrund ihrer breiteren Ausrichtung wahrscheinlich kaum erreichen können.
Zitat: 3. sie wird den einzug in parlament nicht schaffen,
1. Es gibt nichts gutes, aus man tut es. (= der Versuch wäre es wert)
2. Dabei sein ist alles. (= man kann ein öffentliches Bewusstsein schaffen und die etablierten Parteien zur Bewegung zwingen)
3. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. (= es gibt alle vier Jahre eine neue Wahl. Weder die Grünen noch die Linkspartei sind daran zerbrochen als sie die 5%-Hürde nicht schafften)
Zitat: 4. auf kommunaler (und länder-)ebene hat sie fast nichts zu tun, sie wird dort auch nicht gewählt.
Dann sollte man da nicht antreten. Würde ohnehin nur unnötig Ressourcen binden.
Zitat: was spricht für die linkspartei (oder die neue linke ab 07)?
Ich stehe der Linkspartei durchaus nahe, aber weiß auch mit welchen strukturellen Problemen sie zu kämpfen hat. Gerade die Integration der WASG hat wiederum gezeigt, dass neue Ideen in etablierten Parteien schnell der Staatsräson weichen müssen. Ein Versuch, innerhalb der LP eine Plattform zu schaffen, wäre wahrscheinlich genauso arbeitsintensiv und mit ähnlich hohem (inhaltlichen) Erfolgsrisiko behaftet.
Darüber hinaus hat die LP mit einer ganzen Reihe (unbegründeter oder begründeter) Vorurteile zu kämpfen, die es für viele Wähler unmöglich macht, sich mit ihr zu identifizieren. Das würde das Wählerpotenzial nur unnötig auf den bisherigen Dunstkreis der Linken einschränken.[/quote]
Re: warum eine eigene ParteI?
Anonymous - 24.06.2006, 11:52
soul_rebel hat folgendes geschrieben: welcher text? Der Resolutionstext bzw. die Anträge von Grünen und FDP im Bundestag.
Ich konnt in den Anträgen nicht wirklich was von Antikommunismus lesen, aber du darfst mir gerne zeigen wo du das dadrin liest.
Re: warum eine eigene ParteI?
Lichtblind - 24.06.2006, 12:03Sinn der Diskussion...
Ich möchte mich ja nur ungerne in eure Diskussion einmischen, doch halte ich sie für... wie soll ich sagen... sinnlos. Dies hier ist das temporäre Forum der Piratenpartei. Eine Entscheidung ist also schon gefallen.
Ich halte es jetzt für kontraproduktiv den Prozess des Aufbaus zu verwässern, indem man potentielle Neuankömmlinge hiermit verschreckt (nicht alle finden die Linken toll). Außerdem wäre es sinnvoller die Zeit, die man hat, in die Organisation zu investieren als in dieses Thema.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch auf keine Grundsatzdiskussion einlassen (warum ich mit meiner Ansicht falsch liege etc.), sondern lediglich zum Nachdenken anregen. Aus diesem Projekt wird nie etwas, wenn wir nicht hier und jetzt anfangen zu organisieren, denn die Ziele wurden schon in Schweden definiert!
Re: warum eine eigene ParteI?
Anonymous - 24.06.2006, 14:34
Volle Zustimmung zu Lichtblind. Wir sollten uns um die Gründung einer Piratenpartei gründen statt über Alternativen (LP, Verein, Guerillakrieg, usw.) zu diskutieren. Wer sich in den Alternativen engagieren möchte, soll das gerne tun, aber nicht uns von unserer Strategie abhalten. Das kostet nur Energie, die wir für das gemeinsame Ziel benötigen.
Re: warum eine eigene ParteI?
Moroquen - 24.06.2006, 14:36
Anonymous hat folgendes geschrieben: Volle Zustimmung zu Lichtblind. Wir sollten uns um die Gründung einer Piratenpartei gründen statt über Alternativen (LP, Verein, Guerillakrieg, usw.) zu diskutieren. Wer sich in den Alternativen engagieren möchte, soll das gerne tun, aber nicht uns von unserer Strategie abhalten. Das kostet nur Energie, die wir für das gemeinsame Ziel benötigen.
Das wollte ich eigentlich nicht anonym posten. Ich war nur zu blöd, mich einzuloggen... :oops:
Re: warum eine eigene ParteI?
Anonymous - 25.06.2006, 11:58
100% ack
Re: warum eine eigene ParteI?
Hui-Buh - 26.06.2006, 00:15
Politisch gesehen würde ich mich selbst auch eher links einsortieren, und ich denke, dass das auf die Mehrzahl der potentiellen Wähler/Mitglieder der Piratenpartei zutreffen wird (natürlich längst nicht alle). Aber das sollte hier nicht im Vordergrund stehen. Um Probleme wie Ausländerfeindlichkeit, Umweltschutz und Friedenspolitik kümmern sich schon andere... Genau die Lücke, die die Piratenpartei füllen könnte, weil ein wirklicher politischer Mangel, aber ein großes natürliches Bedürfnis nach Themen wie zB die Sicherung der Privatkopie besteht, sollte die Piratenpartei auch füllen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Was dann die Zukunft bringt, wird sich dann zeigen.
Ich stimme Moroquen und Lichtblind zu, dass an dieser Stelle die Diskussion über einen Anschluss zur Linken müßig ist, da es ja um die Gründung einer eigenen politischen Plattform geht. Und um keinen Wurmfortsatz, aan dem die Linke entweder kein Interesse hätte oder es nur stiefkindlich behandeln würde.
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