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Re: Die Kinder der Sonne/Cherain
Lias - 18.09.2010, 20:23Die Kinder der Sonne/Cherain
Die Kinder der Sonne/Cherain:
Für andere Völker mag es unklar sein, welcher Platz ihnen auf dieser Welt bestimmt ist. Welcher Gott sie erschaffen hat und ob es überhaupt einen Gott gibt. Für einen Cherain hingegen ist alles glasklar. Sie sind die Kinder der Sonne, die Erstgeborenen, die Erleuchteten, sie sind es, denen der Gott Isiris den Befehl gab, das Licht der Sonnenfeuer in die Welt hinauszutragen. Und nur sie allein haben das Recht über diese Welt zu herrschen. Zumindest, war dies einmal der Fall. Die Cherain befinden sich derzeit am tiefsten Punkt in der Geschichte ihres Volkes. Ungeschlagen im Kampf, hat sie ein Fluch dahingerottet. Ein Fluch, den sie selbst über sich brachten.
Ein Cherain ist ein auf zwei Beinen gehender Luchs. Hände und Füße enden in Klauen, die zur Not auch für das Kämpfen geeignet sind. Männliche Cherain sind meist zwei Meter groß, tragen je nach Alter eine Mähne und sind ausgesprochen muskulös. Jeder Cherain erhält eine Art Grundausbildung, sodass er oder sie sich im Notfall verteidigen kann. Weibliche Cherain sind zumeist nur 1,90m, schlanker, als ihre männlichen Konterparts, aber auch beweglicher. Die Gesichter der Cherain sind von der relativ platten Nase geprägt, über der zwei Katzenaugen wachsam blitzen. Die Ohren der Cherain sind fast so groß wie Elfenohren und enden in einem kleinen Puschel, wie man ihn von Luchsen in der Wildbahn kennt. Die Fellfarbe eines Cherain kann von tiefem Schwarz, bis hin zu hellstem Weiß gehen. Die Flecken auf dem Pelz sind immer in einer anderen Farbe, als der Pelz selbst. Die Augen sind meist grün, grau oder golden. Selten gibt es auch Cherain mit anderen Augenfarben. Cherain werden bis zu fünfhundert Jahre alt.
Um einen Cherain zu verstehen, muss man in die Vergangenheit gehen. Fünfhundert Jahre vor der Jetztzeit, gründete Sonnenspiegel in der Wüste Ossirium das Kaiserreich. Der Cherain setzte sich selbst die Krone auf und regierte eine Zeit lang mit weiser Hand. Schnell jedoch wurde klar, dass die Geburtenrate der Cherain in astronomische Höhen ging. Seit der Organisation durch das Kaiserreich, wurden die Äcker um Isirios, den großen Fluss, der die Wüste durchbricht, deutlich effezienter genutzt. Aber auch das würde bei weitem nicht ausreichen. Der Hohepriester von Isiris riet dem Kaiser zu expandieren, wie es auch der heilige Auftrag des Gottes war. In rascher Folge wurden die Legionen aus dem Boden gestampft. Seit die Cherain das Nomadentum augegeben hatten, hatte es immer eine kleine, stehende Armee gegeben. Diese Soldaten bildeten nun weitere Soldaten aus. Die benachbarten Reiche zerbrachen schnell unter dem Ansturm der Sonnenkrieger und Sonnenpriester. Vermutlich, weil die Cherain vorher nie Willen zur Expansion gezeigt hatten. Mit den neuen Ländern und ihren Ressourcen unter ihrer Kontrolle, expandierten die Cherain weiter, bauten ihre Flotte aus und erreichten so sogar die anderen Kontinente. Alles schien gut zu laufen. Und Kaiser Sonnenspiegel lebte in seiner Stadt, die er nach sich selbst benannt hatte, ein glückliches Leben.
Im Geheimen wurde ein Nebelelf angeheuert, den Kaiser zu töten. Der Palast steht direkt auf einem Leyliniennexus, daher war das Wesen die erste Wahl. Der Assassine erfüllte zwar seine Mission, wurde aber entdeckt, gefangen und getötet. Dsen Sonnenspiegel, Sonnenspiegels Sohn, schwor daraufhin allen Nebelelfen blutige Rache, gleich, nachdem er sich selbst zu Kaiser Sonnenspiegel dem Zweiten ernannt hatte. Das erste Dorf der Nebelelfen an der Küste der Wüste wurde überrannt und abgeschlachtet. Aus dem zweiten Dorf entkam jemand durch die Leylinien und rasch verbreitete sich die Nachricht im Volk der Nebelelfen. Von nun an waren die Dörfer der Nebelelfen leer, wenn die Legionen des Kaiserreichs aufmarschierten. Die Elfen hatten allerdings nicht mit der List der Sonnenpriester gerechnet. Diese wussten, dass die Elfen durch den Ley reisten und errichteten auf den Nexus ihre Sankten, die das Gleichgewicht des Ley störten und alle Nebelelfen gewaltsam aus ihrer Reise warfen. Dem fiel ein Großteil des Volkes, dessen Kommunikation rein auf den Reisen durch den Ley beruhte, zum Opfer. Mit der Zeit wandelte sich Kaiser Sonnenspiegel II. Hass gegen die Nebelelfen zu einem Hass auf alle Geschöpfe der Dunkelheit. Die Läuterer waren geboren. Sonnenpriester, deren einzige Aufgabe es war, Geschöpfe, die der Kaiser als Feind ansah, zu finden, und mit dem Sonnenfeuer zu Asche zu verbrennen. Im ganzen Reich brannten die Scheiterhaufen eine lange Zeit, bevor der Blutdurst der Läuterer gestillt war. Die Macht der Cherain über die Welt schien gefestigt, durch Terror und militärische Überlegenheit. Aber die Läuterer machten einen schwerwiegenden Fehler. Beim Versuch Satalocas Gruft zu säubern, ein Gewölbe, in dem das Herz eines Dämons ruhte, setzten sie einen Fluch frei. Die dunkle Magie tötete fast alle Cherain, die sich nicht in der Wüste befanden. Und selbst jene in der Wüste leiden unter dem Fluch. Die Geburtenrate unter den Cherain wurde auf ein Minimum beschränkt. Jede andere Rasse wäre wohl dadurch ausgestorben, aber die Cherain haben nun eine Geburtenrate, wie die meisten anderen Rassen.
Gerüchte besagen, dass die Statue des Sonnengottes Isiris auf dem Platz des Tempels weinte, als der Fluch über das Volk kam.
Die Cherain heute:
Das Hoheitsgebiet der Cherain ist auf die Wüste Ossirium beschränkt. Mehrere Generationen nach dem Kaiserreich sind die Handelsbeziehungen mit den umliegenden Völkern wiederhergestellt, die Flotte der Cherain bringt sie in die ganze Welt. Ein weiteres Kaiserreich ist allerdings nicht zu befürchten. Die Wesen sind nicht zahlreich genug und werden es wohl auch nie mehr werden. Außerdem regiert nun ein Triumvirat, das vom Volk selbst einmal alle fünf Jahre gewählt wird. Ein Priester, ein Soldat und ein Bürger. Die meisten Cherain haben auch eingesehen, dass die Expansion ein Fehler war und es gibt sogar jene, die den Fluch für einen Segen halten.
Stadtbau:
Die größte Stadt der Cherain ist Sonnenspiegel, am Ufer des Flusses Isirios gelegen. Kreisrund, weiß und sauber, wie ein Juwel in der Wüste. Die Cherain sind geschickte Baumeister, die Stadt ist rund um den Sonnenturm angelegt, unter dem sich der Tempel des Isiris befindet. Ein ausgeklügeltes System führt die Abwässer unter der Stadt hindurch und einige Kilometer stromab in den Isirios. Insgesamt sieben Wälle teilen die Stadt in unterschiedliche Regionen auf. Nicht, dass diese Mauern jemals gebraucht wurden. Die Wüste alleine zwingt die meisten Feinde in die Knie. Alle Dörfer der Cherain sind nach dem selben Prinzip angelegt. In der Mitte der Tempel, dann die Häuser, eine Mauer und als letztes die Felder.
Gesellschaft:
Während sich die arbeitende Bürgerschaft in Gilden organisiert, steht den Priestern der Hohepriester vor und den Sonnenkriegern der General. Allerdings ist es nicht immer einer der beiden letzteren, der ins Triumvirat gewählt wird. Die Gilden machen unter sich aus, welche wieviele Neulinge aufnimmt, was sich danach richtet, welche Gilde derzeit die größte Nachfrage hat. So werden die Arbeitskräfte dorthin verteilt, wo sie gebraucht werden.
Fragen, Anregungen, was hab ich vergessen? (Da gibts bestimmt was)
Re: Die Kinder der Sonne/Cherain
Grimbor - 19.09.2010, 20:45
Was mir noch so zu den Cherain aufgefallen ist, Lias: wenn sie in einer Wüste auf dem Südwestkontinent leben und die Nebelelfen in Sümpfen auf dem Ostkontinent... wie können die Cherain dann überall um diese herum ihre Sankten haben, mit denen sie sie aus den Leylinien reissen?
Re: Die Kinder der Sonne/Cherain
Lias - 19.09.2010, 20:50
Die Nebelelfen leben in einem Sumpf auf dem Ostkontinent, weil die Cherain sie vertrieben und verfolgt haben. Ihre angestammte Heimat ist das nicht. Vorher hatten sie eine Menge kleinere Dörfer auf Nexus, überall auf der Welt.
PS: Komme heute wohl nicht mehr dazu, den Artikel hier zu schreiben. Morgen aber bestimmt.
Re: Die Kinder der Sonne/Cherain
Lias - 22.09.2010, 23:10
Post editiert.
Re: Die Kinder der Sonne/Cherain
Grimbor - 27.09.2010, 22:03
So, ich raffe mich mal wieder auf um ein wenig rumzukritisieren...
Zuallerst einmal eine rein stilistische Sache, die mir aufgefallen ist: der Hintergrund der Cherain liest sich - vor allem am Anfang - ein wenig wirr, so als wäre noch weiteres Hintergrundwissen zu ihnen vorausgesetzt. Erwähne doch ganz chronologisch, dass sie zuerst Nomaden waren. Erkläre, wer Sonnenspiegel war anstatt seinen Namen einfach so in den Raum zu werfen. Und ein Satz zur ursprünglichen Vermehrungsrate der Cherain fehlt. Das sind so Sachen, auf die du später Bezug nimmst ohne sie überhaupt eingeführt zu haben. Wahrscheinlich sind sogar noch ein paar solcher Fehlerchen drin. Aber das ist ja nicht schlimm, sowas ist ja fix bereinigt.
Dann zum Inhaltlichen: dein Hintergrund ist gut und ausführlich, das Aussehen hast du auch super beschrieben... aber der Rest ist noch ein wenig dürftig. Da muss mehr kommen. Was für Handwerk betreiben sie, wie steht es mit der Ernährung, wie betreiben sie in der Wüste Landwirtschaft? Wie kleiden sie sich? Mehr zur Gesellschaft muss her. Wie tief greift dieses Kastensystem, wie leicht kommt man da raus, wie wichtig ist das im täglichen Leben? Dann brauchst du bei einem Volk wie deinem unbedingt noch einen Abschnitt über den Glauben. Und das Heer der Cherain kannst du auch noch detaillierter beschreiben: was für Waffen, was für Rüstungen tragen sie? Haben sie Reittiere? Streitwagen? Wie wichtig ist die Marine? Wie steht es mit der Erziehung, mit der Bildung, mit Wissenschaften? Wie ist der kulturelle und technische Entwicklungsstand?
Und: in deiner Geschichte ist noch ein ziemlicher Bruch drin. Von 'Hass auf alle Feinde' schwenken sie plötzlich mit dem Machtwechsel auf 'Handelsbeziehungen aufbauen'. Da würde ich noch verdeutlichen, wie der Machtwechsel auch die Gesinnung der Cherain verändert hat.
Re: Die Kinder der Sonne/Cherain
Lias - 27.09.2010, 22:04
Werds mir zu Herzen nehmen. Dann mal ans Editieren.
Re: Die Kinder der Sonne/Cherain
Lias - 01.10.2010, 23:06
Für andere Völker mag es unklar sein, welcher Platz ihnen auf dieser Welt bestimmt ist. Welcher Gott sie erschaffen hat und ob es überhaupt einen Gott gibt. Für einen Cherain hingegen ist alles glasklar. Sie sind die Kinder der Sonne, die Erstgeborenen, die Erleuchteten, sie sind es, denen der Gott Isiris den Befehl gab, das Licht der Sonnenfeuer in die Welt hinauszutragen. Und nur sie allein haben das Recht über diese Welt zu herrschen. Zumindest, war dies einmal der Fall. Die Cherain befinden sich derzeit am tiefsten Punkt in der Geschichte ihres Volkes. Ungeschlagen im Kampf, hat sie ein Fluch dahingerottet. Ein Fluch, den sie selbst über sich brachten.
Aussehen:
Ein Cherain ist ein auf zwei Beinen gehender Luchs. Hände und Füße enden in Klauen, die zur Not auch für das Kämpfen geeignet sind. Männliche Cherain sind meist zwei Meter groß, tragen je nach Alter eine Mähne und sind ausgesprochen muskulös. Jeder Cherain erhält eine Art Grundausbildung, sodass er oder sie sich im Notfall verteidigen kann. Weibliche Cherain sind zumeist nur 1,90m, schlanker, als ihre männlichen Konterparts, aber auch beweglicher. Die Gesichter der Cherain sind von der relativ platten Nase geprägt, über der zwei Katzenaugen wachsam blitzen. Die Ohren der Cherain sind fast so groß wie Elfenohren und enden in einem kleinen Puschel, wie man ihn von Luchsen in der Wildbahn kennt. Die Fellfarbe eines Cherain kann von tiefem Schwarz, bis hin zu hellstem Weiß gehen. Die Flecken auf dem Pelz sind immer in einer anderen Farbe, als der Pelz selbst. Die Augen sind meist grün, grau oder golden. Selten gibt es auch Cherain mit anderen Augenfarben. Cherain werden bis zu fünfhundert Jahre alt, mit fünfzig hingegen sind sie bereits voll ausgewachsen. Ihre Kräfte schwinden erst bei der 420 Jahr-Marke.
Die Zeit der Wanderungen:
Um einen Cherain zu verstehen, muss man weit, weit in die Vergangenheit gehen. Vor siebenhundert Jahren waren sie ein Volk von Nomaden, das durch die Wüste Ossirium zog, sich ernährend von den seltenen Pflanzen und den wenigen Tieren der Gegend. Die Stämme schlossen sich jedoch zusammen. Der mächtigste dieser Stämme war der Stamm Sonnenspiegels, die Sonnenläufer. Bald schon waren alle Cherain unter Sonnenspiegels Flagge vereint, sein Stamm annektierte andere Stämme mit Verhandlungen oder gewaltsam. Rasch realisierten die Weisen der Stämme unter Sonnenspiegels Führung jedoch, dass sie ein Problem hatten. Die Austragezeit einer Cherain beträgt grade einmal sechs Monate. Und ein Weibchen gebar im Durchschnitt alle zwei Jahre ein Kind. Gepaart mit der Langlebigkeit der Cherain bedeutete dies ein gewaltiges Bevölkerungswachstum. Sonnenspiegel befahl, dass die Cherain sesshaft werden sollten. In einer Vision hatte der oberste Priester von Isiris und enger Vertrauter Sonnenspiegels den perfekten Platz dafür gesehen. Innerhalb weniger Jahre wurde die Stadt Sonnenspiegel aus der Wüste gestampft. Gelegen an den Bänken des großen Flusses Jas'Tarak, der das umliegende Land fruchtbar machte, blühte die Zivilisation der Cherain auf. Dies läutete das goldene Zeitalter ein.
Das Kaiserreich:
Unter der Führung Sonnenspiegels und der Sonnenpriester gedieh das Volk der Cherain. Schon bald jedoch wurde klar, dass auch die reichhaltigen Äcker des Jas'Tarak das Volk auf Dauer nicht würden ernähren können. Sonnenspiegel befahl Dörfer um die Oasen der Wüste zu errichten, um so die Hauptstadt zu entlasten. Fünfzig Jahre lang reichte diese Maßnahme, dann jedoch wurde die Nahrung wieder knapp und das Volk widersetzte sich einem Verbot von Fortpflanzung. Der Hohepriester des Isiriskultes empfahl dem Kaiser zu expandieren. Die Truppen des Reiches waren gut ausgerüstet und gut ausgebildet. Die Stämme hatten untereinander gekämpft, Krieg war also nicht unbekannt. Sonnenspiegel willigte schließlich ein die benachbarten Staaten anzugreifen und ihre Ländereien für die Cherain in Besitz zu nehmen. Nacheinander wurden die benachbarten Völker von der Masse an Cherain niedergedrückt, deren Fortpflanzungsrate bei weitem die größte war. Jedoch gab es auch einige Gruppierungen, die einsahen, dass dieser Weg den Cherain nur Zerstörung bringen konnte. Ein Nebelelf wurde angeheuert Kaiser Sonnenspiegel zu töten. Zwar schaffte der Elf es den Kaiser zu vergiften, aber bei seinem Attentat wurde er geschnappt und getötet. Der Sohn Kaiser Sonnenspiegels beschloss noch über dem blutenden Leichnam des Elfen den Krieg gegen dieses Volk, das seinen Vater so hinterhältig gemeuchelt hatte. Der Hohepriester Isiris' bekräftigte den jungen Kaiser darin. Das erste Dorf der Nebelelfen an der Küste wurde in Blitzschnelle überrannt. Jedoch entkamen einige und warnten die anderen Dörfer. Von da an fanden die Sonnenkrieger des Kaiserreichs nur noch verlassene Häuser vor, egal, wie vorsichtig sie sich näherten. Kaiser Sonnenspiegel II. war erzürnt über diese Nachrichten und befahl den Sonnenpriestern einen Weg zu finden, dies zu unterbinden. Und tatsächlich, die Sonnenpriester fanden einen Weg. Sankten wurden auf den Nexus' errichtet, die den Fluss der Leylinien störten und reisende Nebelelfen gewaltsam aus dem Strom der Magie warfen. Als die Nebelelfen Hilfe bei anderen Völkern suchten, zogen auch diese den Zorn des Kaisers auf sich. Aus dem Krieg gegen die Nebelelfen wurde ein Krieg gegen alle "Geschöpfe der Dunkelheit". Die Sonnenpriester erschufen sogar einen neuen Orden, die "Läuterer". Einzige Aufgabe dieser Priester war es Anschuldigungen der Hexerei und der Paktierung mit der Dunkelheit nachzugehen und für schuldig Befundene dem Sonnenfeuer zu überantworten. Zudem wurden alle Artefakte, die dubiosen Zwecken dienten von den Priestern zerstört.
Der Fall der Sonne:
Der Fanatismus der Priester brachte allerdings auch den Niedergang des Sternes der Cherain ein. Bei dem Versuch Satalocas Gruft zu läutern, die Grabesstätte eines uralten Dämons gewaltiger Macht, setzten die Läuterer einen Fluch frei. Die schwarze Magie peitschte durch die Reihen der Cherain. Auf einen Schlag war fast jede Geburt eine Fehlgeburt, außerdem schien die Fruchtbarkeit der Cherain um ein gewaltiges Maß zurückgegangen zu sein. Die Bewohner der Dörfer außerhalb der Wüste siechten an einer unheilbaren Krankheit dahin, die nur die Cherain betraf. Als das Volk in Stadt Sonnenspiegel dies hörte, kam es zu einer Revolte. Trotz der Gegenwehr der Sonnenkrieger wurden Kaiser Sonnenspiegel II. und sein Hofstaat vom wütenden Mob erschlagen, ebenso der alte Hohepriester Isiris' und alle Läuterer. Die Legende besagt, dass an diesem Tag die Statue des Isiris auf dem Sonnenplatz eine Träne geschmolzenen Goldes vergoss. Und tatsächlich kann man heute noch eine goldene Spur unter einem Auge des Gottes erkennen. Es kam die Zeit der Reformationen. Statt einem Kaiser wählte das dezimierte Volk der Cherain ein Triumvirat. Bestehend aus einem Sonnenkrieger, einem Sonnenpriester und einem Bürgerlichen. Ein Großteil der Sonnenkrieger und der Sonnenpriester hatte sich während der Revolte augenblicklich auf die Seite des Volkes geschlagen. Mit Schrecken stellten die Cherain fest, dass eine Frau anscheinend nur noch ein Kind alle fünfzig Jahre gebar. Damit würden die Cherain niemals wieder zahlreicher werden als irgendein anderes Volk. Das Triumvirat bemühte sich um Friedensverhandlungen mit den anderen Völkern. Vermutlich ist es nur der Lage Sonnenspiegels und der nach wie vor recht großen Flotte der Cherain zu verdanken, dass das Volk nicht von der Landkarte getilgt wurde. Derzeit stehen die Cherain mit den meisten anderen Völkern wieder auf friedlichem Fuß. Zahlreichen und hohen Reparationen und den Bemühungen des Triumvirats sei dank. Das Hoheitsgebiet dieses Volkes beschränkt sich nun auf die Wüste Ossirium.
Handwerkskunst:
Die Cherain sind geschickte Steinmetze, Alchemisten und Schreiner. Die Stadt Sonnenspiegel ist ewiger Zeuge dieser Künste. Wie ein weißes Juwel liegt sie auf beiden Seiten des Fluss Jas'Tarak, perfekt rund, mit zwölf geschwungenen Brücken und zahlreichen Straßen, Plätzen und Gässchen. Alles ist aus dem weißen Marmor errichtet, den die Cherain aus einem nahen Gebirgszug gewinnen. Als extraordinär sind auch ihre Schiffe und Bögen zu bezeichnen. Eine cherainische Galeere ist mit ihren Ballisten einem Großteil der Schiffe überlegen und ein Feuerschiff ist ein gefürchterer Feind. Die Langbögen der Cherain sind die besten, die man für Geld bekommen wird. Jedes Dorf ist eine kleinere Version der Hauptstadt, kreisrund und aus weißem Marmor.
Die größte Bewunderung gebührt jedoch den Landwirten, die es fertig bringen, den Jas'Tarak einmal im Jahr kontrolliert über die Ufer treten zu lassen, um die Äcker fruchtbar zu halten. Ihnen ist auch das ausgeklügelte Bewässerungssystem zu verdanken, was aus Wüste Äcker macht. Zudem halten die Cherain eine Art wollige Wasserbüffel, die Fell, Leder und Fleisch liefern, sowie zugleich die Felder düngen.
Gesellschaft:
Mit fünfzig wird ein Cherain als erwachsen angesehen. Bis dahin lernt er oder sie Schreiben in einer Schule, was verpflichtend ist, ebenso wie Rechnen und die Grundlagen des Kampfes. Danach schließt er sich entweder einer Gilde an, die es für jeden Handwerkszweig gibt, den Sonnenkriegern oder den Sonnenpriestern. Die beiden letzten haben ein recht strenges Auswahlverfahren, das dafür sorgt, dass nur die Geschicktesten oder Gläubigsten es in ihre Reihen schaffen. Die Ausbildung zu einem Gildenmeister dauert fast zweihundert Jahre und beinhaltet Reisen zu anderen Völkern um dort die Handwerkskunst zu verfeinern. Die angesehensten Gilden sind die Alchemisten, die Steinmetze und die Bauern. Es grenzt an ein Wunder, wie es einige Cherain schaffen den Fluss so zu lenken, dass er mehrere Kilometer um seinen eigentlichen Verlauf das Land noch fruchtbar macht. Aus der Vogelperspektive wäre der Fluss ein gewaltiges, grünes Band, das sich durch die Wüste zieht. Bezeichnend für die Cherain sind inzwischen die Handelskarawanen mit ihren Trecks aus Waranen und Kamelen, die zu den anderen Völkern reisen, um Handel zu treiben.
Religion:
Alle Cherain sind Mitglieder des Sonnenkultes. Nach der Umwälzung sind es nun die Sicherung von Frieden, die von den Priestern als Nachricht des Gottes ausgegeben wird. Demut, Höflichkeit und der Respekt gegenüber dem Leben sind ebenfalls solche Werte. Alle krassen Richtungen innerhalb des Kultes sind während es Umbruchs aufgelöst worden. Ein Cherain wird auch auf diese Werte hin erzogen, sodass sie meist recht reserviert erscheinen.
Es gibt einige Feiertage, so zum Beispiel die Sommer- und Wintersonnenwende. Eine Woche vor den Feiertagen wird gefastet und danach eine Woche lang ausgelassen gefeiert. Diese als "Sonnenfest" bezeichnete Feier geht einher mit Feuerwerk und allerlei Leckereien, die auf den Straßen herumgereicht werden. Am Sonntag versammeln sich die Bewohner der Stadt und der Dörfer auf dem Zentralplatz und singen die Sonnenhymne, ein Lied, das Hoffnung in den Herzen der Zuhörer schürt, selbst wenn sie die Worte nicht verstehen.
Armee:
Die meisten Sonnenkrieger sind durch den Fluch umgekommen, aber die Cherain stocken ihre Armee beständig wieder auf. Ein normaler Soldat ist in eine Lederrüstung gekleidet, die mit einem Kettenhemd ergänzt wird. Die Elite trägt eine Plattenrüstung. Alle haben Schild, Speer und einen Krummsäbel als Bewaffnung. Der Säbel eignet sich hervorragend für die Abwärtshiebe von einem Reittier herab. Die Bogenschützen hingegen tragen nur Leder, sowie einen oder zwei Dolche und ihre Langbögen.
Die Marine hat zwar eine ganze Menge Schiffe, von Galeeren bis hin zu Feuerschiffen, aber nicht genug Mann, um die gesamte Flotte zu besetzen. So viele Schiffe, wie unter dem Kaiserreich gebaut wurden, werden heute garnicht benötigt. Dennoch sind die Cherain eine starke Macht auf See, was vor allem den Feuerschiffen zu verdanken ist. Diese verschießen eine Flüssigkeit, die selbst auf Wasser brennt. Damit lässt sich aus sicherer Entfernung per Katapult eine ganze Flotte zerstören.
Die Reittiere der Cherain sind große Warane, die in Windeseile über Sand laufen können. Diese werden als Kavallerie eingesetzt und dienen auch als Zug- und Lasttiere.
Re: Die Kinder der Sonne/Cherain
Nemthos - 02.10.2010, 08:08
Wie sieht es eigentlich zur heutigen Zeit mit der Beziehung zwischen Nebelelfen und Cherain aus? Immer noch so feindselig oder hat es sich verbessert? Und was ist aus den Sankten auf den einzelnen Nexus geworden?
Re: Die Kinder der Sonne/Cherain
Lias - 02.10.2010, 09:41
Die Nebelelfen wurden auf zweihundert dezimiert. Die hassen die Cherain also vermutlich immer noch von ganzem Herzen. Ohne die Pflege der Priester sind die Sankten verfallen und haben ihre Macht verloren. Sind jetzt nur noch hübsche Ruinen in der Landschaft.
Re: Die Kinder der Sonne/Cherain
Grimbor - 05.10.2010, 12:51
So, die aktuelle Version der Cherain ist ja schon ziemlich gut, arg viel Kritik habe ich nicht mehr.
- da du ihnen ja schon Reitwarane geschrieben hast würde ich diese Kavallerie noch erwähnen
- Wie sieht es ansonsten mit Nutztieren aus? Werden Warane auch für andere Aufgaben (Karren ziehen, Pflügen, etc.) verwendet? Von welchen Tieren stammt das Leder der Rüstungen? Was wird alles von den Cherain gehalten?
- Ist die Landwirtschaft auch ägyptisch angehaucht? Also mit Nilschlamm, der sich auf den Feldern ablagert? Oder gibt der Boden auch so genug her und muss nur bewässert werden? Eventuell könntest du noch ein paar typische Feldfrüchte erwähnen...
Re: Die Kinder der Sonne/Cherain
Lias - 05.10.2010, 12:54
Die Warane entstanden erst nach diesem Artikel, die muss ich eben erst noch einbauen.
Re: Die Kinder der Sonne/Cherain
Vicati - 27.12.2010, 14:03
Ist das alles editiert und hat sonst noch wer Kritik anzubringen.
Re: Die Kinder der Sonne/Cherain
Lias - 27.12.2010, 14:16
Es ist nicht alles editiert. Und ich habe grade das Problem, mich daran erinnern zu müssen, was noch editiert werden musste.
Re: Die Kinder der Sonne/Cherain
Lias - 22.01.2011, 19:24
Ok, für alle Kritiken etwas reineditiert.
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
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