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Re: Saison 10/11
Hauptmann - 31.08.2010, 23:31Saison 10/11
On Tour in der Saison 2010 / 2011
Re: Saison 10/11
Hauptmann - 31.08.2010, 23:32
1.FC Union Berlin – SpVgg Kräuter Fürth 1:2
2. Spieltag. 2.Bundesliga 2010/2011
Samstag, den 21.08.2010 13:00 Uhr
„Neue“ Alte Försterei
11.800 Zuschauer
Mopeds und Taxen.
Im Bewusstsein den ersten Spieltag verpasst zu haben und auch den zweiten Spieltag der Hertha zu verpassen, freute ich mich tierisch über Minnis spontanen Forumseintrag, welcher zu einer Sinnlo- Fussi-Guck-Tour nach Oberschöneweide aufrief.
War mir auch ganz recht ein Auswärtsspiel der Fürther zu sehen, schließlich lagen mir Sommerpause und WM wie ein Kater auf meinem Gemüt. Und was macht bei nem Kater? Da weitermachen wo man aufgehört hat!
Also trafen Minni und ich uns in gefühlten frühen Morgenstunden am Ostkreuz. Mit der S-Bahn ging es Richtung Wuhle und beim Umsehen in der Bahn, machte man sich schon so seine Gedanken:
Wird Union jetzt das neue St. Pauli? Kommt dieser bestialische Gestank von den roten Schals oder den Menschen, die sie tragen? Warum zum Teufel verschlägts uns schon wieder am 2. Spieltag nach Köpenick und so weiter und so weiter…
Die Fahrt verging dank einiger Gespräche über Urlaub und Hausaufgaben recht schnell und ehe man sich versah, stieg man auch schon in die Straßenbahn Richtung Försterei.
Und da wir uns dieses Mal via Internet schlau gemacht hatten, um das Risiko sich wieder mit der Tram zu verfahren so gut wie auszuschalten, verliefen wir uns halt ne Runde im Wäldchen rund ums Stadion.
Fünf Minuten vor dem Anpfiff waren wir am Gästesektor und löhnten die 11€ für eine Stehplatzkarte.
Nina Hagen röhrte schon aus voller Kehle und aus allen Boxen, als wir uns mit einer Bratwurst und einer Cola einen lauschigen Platz in der Nähe des Fürther Stimmungskerns gesucht hatten.
Was gibt’s zum Spiel zu sagen?
Fürth schoss sich mit zwei Toren kurz vor der Halbzeit in Führung. Union konnte in der zweiten Hälfte zwar auf 1:2 verkürzen, aber selbst aus 11 Metern wollte der Ball nicht mehr ins Fürther Gehäuse und so bliebt es beim, wie ich finde, verdienten Auswärtserfolg für die Kleeblätter.
Die Stimmung:
… war im Heimsektor nach einer mittelmäßigen Choreo zum 90. Geburtstag des Stadions nur gelegentlich zu hören. Nach Fürths Pausenführung stellten die Köpenicker den Support gänzlich ein und gaben sich auch etliche Minuten keine Mühe irgendeine Fahne zu schwenken.
Nach dem Anschlusstreffer war zwar wieder vereinzelt was zu hören und zu sehen aber im Gesamtauftritt wieder mal durchgefallen!
Die Franken waren mit einem Bus und mehreren PKWs sowie einigen Zugfahrern anwesend und eine sehr junge und hoch motivierte Szene gab sich 90 Minuten in Partylaune.
Besonders die Snare Drum inklusive Techno-Gedröhne aus dem Capo-Megaphon gepaart mit der Zappelfreudigkeit der Jugend wusste zu gefallen.
Ansonsten bestanden die Highlights des Tages aus einer Stadionsprecherdurchsage, in der der Fahrer des Motorades mit dem amtlichen Kennzeichen B- Was weiß ich 08/15- aufgefordert wurde doch bitte zu einem Kraftrad kommen, es parke zwar ordnungsgemäß, aber es läuft noch und einem Aufkleber, den Minni in der Damentoilette fotografiert hatte. Er zeigte ein Bild eines Taxis, unter dem stand: Call a Cab…mit diesem Wortwitz lass ich dich, lieber Leser, einfach mal alleine…
Nachdem Spiel fuhren wir mit der Straßenbahn wieder zum Bahnhof Köpenick, wo sich unsere Wege trennten.
Der Abend klang mit guten Freunden und gutem Essen aus und meine Gedanken kreisten wieder um stinkende rote Schals und dazu passenden verheulte rote Augen, die in ein paar Wochen erkannt haben werden, wer in Berlin den längsten (Fahnenstab) hat.
Ha Ho He
Hauptmann
Re: Saison 10/11
Hauptmann - 20.09.2010, 22:06
1.FC Union Berlin – Hertha BSC 1:1
4. Spieltag. 2.Bundesliga 2010/2011
Freitag, den 17.09.2010 18:00 Uhr
„Neue“ Alte Försterei
18.500 Zuschauer
Baseballschläger oder Diskussion-Kerze?
Wer weiß denn, wer den Zuschauerrekord im Berliner Olympiastadion hält?
Oh Gott, was für eine Horrornacht, in der Paul der Krake mich in meinen Träumen verfolgte und mir immer wieder weißmachen wollte, er wüsste nicht, wer das heutige Derby für sich endscheiden würde.
Überhaupt ein Derby! Das man so etwas Mal erleben darf, hat Seltenheitswert. Das letzte Berliner Derby fand noch vor der Jahrtausendwende gegen den kleinen Lila-Weißen Nachbarn statt. Das letzte Spiel gegen Union liegt sechs Jahrzehnte zurück und damals war es auch Union Oberschöneweide…
Wie dem auch sei, ich verließ das Haus viel zu früh (ich hielt die Nervosität nicht mehr aus) und traf mich mit dem Waschbären und Maddin an der Bushalte.
Von der Fahrt zum Alex ist nicht viel zu berichten. Nur dass Maddin und Waschbär ihren Döner nicht im Bus verspeisen durften, Maddin zu dusselig war sich ein Fahrschein zu ziehen und wir am Kaiserdamm das Mäxchen alias Käpt’n Hook einsammelten.
Ach ja: Maddin hatte sich die Nacht über nicht von Paul ärgern lassen, sondern Anmachsprüche gelernt, die er uns präsentierte. Gut, dass unser Sonnscheinchen bereits liiert ist, denn mit Sprüchen wie: „Ey Baby bist du versichert? Du hast mir nämlich ne Beule in die Hose gemacht“, kommt man nicht viel weiter als ein Eunuch im Swinger Club.
Am Alex wurden wir schon von Minni, Marcus, Daniel, Mouse, Timo und noch einigen BBHlern erwartet. Nach dem obligatorischem Händeschütteln mit allen, die man so kennt, warteten wir auf das Losmarschieren.
Gerüchte über tollwütige BFCer und lauernde Union-Hooligans ließen die Zeit schnell verstreichen und ehe man sich versah, bewegte sich der Mob in Richtung S-Bahn.
Eine Entlastungs-S-Bahn brachte uns ohne Zwischenstopp nach Köpenick, wo sich die Blau Weißen vor dem Bahnhof sammelten.
Als alle beisammen waren, ging es los mit dem Derby-Marsch, wobei man immer wieder anhalten musste, da die Polizei keine größeren Lücken im Mob haben wollte.
Die Bewohner der Häuser, die diesen Marsch säumten glotzten dusselig aus ihren Fenstern beim Grölen der Masse und dem Geruch der Rauchbomben, als Kevin mir über den Weg lief. Ganz genau - Kevin aus Geggenau. Ich erzählte ihm, dass ich nicht viel von dieser feindseeligen Stimmung hielt, sondern eher dafür wäre, mit einem Fencheltee und einer Diskussionskerze über alles zu reden. Seine kurze aber präzise Antwort war, dass dieses zwar möglich sei. Aber er hätte keine Kerze, sondern nur einen Baseballschläger dabei…Auch gut, nehmen wir halt den.
Mouse und Dom waren derweil schon einen Schritt weiter und wollten eben genannten Baseballschläger als Fackel benutzen, um in der nahegelegenen NPD-Zentrale (getarnt als Dönerladen) Brandschatzen zu gehen. Weltklasse.
Als man endlich in der Nähe der Wuhle war, verabschiedeten sich die SVler und diejenigen, die ohne Karte angereist waren. Der Rest passierte die erste Kontrolle durch die Polizei und machte sich auf den Weg zum Gästeblock.
Hier wurde in zwei Schritten kontrolliert. Ein Stückchen vor dem eigentlichen Einlass des Gästeblocks gab es nochmal eine Karten-Kontrolle und etwas weiter dann das übliche Abtasten. Wobei man an dieser Stelle nochmals dem Ordnungsdienst für die laschen Kontrollen danken sollte.
Dankeschön.
Wir hatten uns irgendwie alle im Getümmel verloren, aber dank Körpergröße und Masse des ein oder anderen fanden sich Mouse, Minni, Eric, Marcus und ich uns wieder im Gästeblock zusammen.
Tja und damit kann’s eigentlich mit dem Spiel losgehen:
Zum Spiel:
Hertha ging schon nach 90 Sekunden in Führung um dann dort weiter zu machen, wo letzte Saison aufgehört wurde…
Der SC Oberschöneweide bestimmte nun das Spiel und Hertha igelte sich hinten ein und verdaddelte Kontermöglichkeiten sträflich. So war es kein Wunder, dass Union sieben Minuten vor dem Ende den ziemlich verdienten Ausglich markierte.
Danach gab es hüben wie drüben noch einige Chancen aber am Ende blieb es bei der Punkte Teilung.
Zur Stimmung:
Beide Seiten präsentierte vor dem Anpfiff jeweils eine Choreo. Die Waldseite ließ zwei S-Bahnzüge durch den Block fahren, wobei in einem Zug die Unioner und im anderen die Herthaner saßen. Mittels eines Spruchbandes wurde man dazu aufgefordert sich zu entscheiden, auf welchen Zug man aufspringen wolle. Die Idee dahinter verstand ich zwar nicht, dafür war die Durchführung ganz ok.
Über unsern Block wurde eine riesige Berlin Fahne gezogen und ein Spruchband verkündete: „Völker der Welt schaut auf diese Stadt“... Anschließend wurde die Berlinfahne durch eine Hertha Fahne ersetzt und auf dem Spruchband war nun zu lesen: „…und erkennt Berlins größten Reichtum“.
Nach Herthas früher Führung war der Block natürlich völlig am abzappeln und auskreiseln. Bierbecher flogen durch die Luft und es dampfte auch wieder etwas.
Das Spiel verflachte, was wie ich finde der Stimmung kaum einen Abbruch tat. Es war zwar noch Luft nach oben aber das ist ja eigentlich immer so.
Unions Anhänger wurde ihrem Ruf der Spaßbremsen mal wieder mal als gerecht und so war die Waldseite nur ein oder zweimal zart zu vernehmen.
Nach dem Spiel sammelte man noch den ein oder anderen Verlorengegangenen ein, bevor man von der Polizei nach Spindlersfeld gebracht wurde. Falls man diesen Bahnhof nicht kennt, macht das nichts. Offiziell liegt er zwar noch in Berlin, aber… na ja wenn Gott sich ein Zäpfen einführen müsste, würde er es über Spindlersfeld tun.
Gott sei dank gab es an dem Bahnhof eine kleine Einkaufsmöglichkeit und so konnte man die in der 45-minütigen Wartezeit wenigstens was trinken. Außerdem begeisterten Mouse und Dom die umstehenden Damen und Herren mit ihrem Mathematikwissen. Wer weiß denn bitte schon, dass y jetzt f(x) ist?!
Die S-Bahn war natürlich total überfüllt und erst als man die ersten Stationen auf dem S-Bahn-Ring erreichte hatte man wieder etwas Platz zum Atmen.
Mouse und ich stiegen Jungfernheide in die U-Bahn um, bevor ich mich alleine in den Bus setzte. Während der Fahrt hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Herrn der älteren Generation, der mir was von Herthas Zuschauerrekorden erzählte… aber nicht Hertha oder Mario Barth würden den Rekord im Olympiastadion halten. Nenene! Nur der Österreichische Suppenkasper mit dem merkwürdigen Schnauzer hält den Rekord von 140.000Menschen. Aufgestellt 1936. Mensch danke für die Info, alter Mann. Gott sei Dank musste ich dann aussteigen und hatte meine eigenen vier Wände wieder um mich.
Sodele, das war‘s dann für dieses Mal und nächsten Freitag dürfen wir schon wieder in den Osten (da geht ja bekanntlich die Sonne auf).
Ha Ho He
Hauptmann
Ach ja: Immer dran denken Kinder – Scheiße sagt man nicht, außer Scheiß Union!
Re: Saison 10/11
Hauptmann - 03.10.2010, 17:45
Futbol Klub Energie Chozebus - Hertha BSC 0:1
6. Spieltag 2.Bundesliga 2010/2011
Freitag, der 24.09.2010 18:00 Uhr
Stadion der Freundschaft
21.250 Zuschauer
Ost Wochos.
Müssen Fritten arisch sein?
Ich habe mir in den letzten Tagen einige meiner alten Auswärtsberichte durchgelesen und feststellen müssen, dass die meisten von ihnen irgendwie negativ beginnen.
Ich entschuldige mich an dieser Stelle dafür und möchte auch für diesen Bericht eine negative Warnung herausgeben!
Was für ein scheiß Tag. Berlins Straßenverkehr raubte mir am frühen Morgen schon jeden Nerv und mein ständig nörgelnder Beifahrer sorgte für den Rest.
Wieder zu Hause angekommen versuchte ich bei einem kleinen Kippchen aufm Balkon meine Vorfreude auf den Abend zu retten. Juhuu, auswärts bei den Sorben (Sorben haben übrigens schon vor Generationen die Evolution ausgelassen und stehen deshalb ungefähr 7 Entwicklungsstufen unter uns Preußen).
Ich traf mich mit Maddin am U-Bahnhof und zusammen rauschten wir mit der blauen U-Bahn Linie nach Charlottenburg.
Dort angekommen verpflegte sich Maddin erst mal mit 4 Burgern, Pommes und Cola. Ich begnügte mich mit 2 Cheeseburgern. Glaubt man mir gar nicht, was….
Am S-Bahnhof Charlottenburg wurden dann die bereits anwesenden bekannten Gesichter begrüßt, bevor man sich noch einmal ein Kippchen genehmigte. Beim Rauchen fragte uns eine junge Frau, warum denn so viele Polizisten hier wären. Wir antworteten ihr, dass Hertha nach Cottbus fahren würde und dass jedes Mal ein solches Aufgebot der Polizei am Start wäre. Nachdenklich sah sie uns an und meinte: „Hmm, na ja bei den ganzen Faschos da ist das verständlich“ und dann verschwand sie in Berlins Nachmittag Sonne. Sensationell so was.
Bevor es weiterging versuchte Maddin noch einen Chickenburger mit einem Bissen zu vernichten. Er war der Meinung, dass so seine Magenschmerzen vorrübergehen würden…Der Burger war nicht mit einem Happs weg, genauso wenig wie die Magenschmerzen. C‘est la vie.
Auf dem Gleis trafen wir uns dann mit Tobi, Thor und Minni.
Der Bahnhof war erschreckend leer, was nicht zuletzt an dieser Uhrzeit lag. Unser Glück, so hatten wir genug Platz im Zug und konnten Dom, der in Schönefeld zustieg, auch noch einen Sitz freihalten.
Die Fahrt zog sich und die Luft war sehr arm an Sauerstoff. Ein Grund mehr Alkohol in sich reinzuschütten und dem Blödsinn freien Lauf zu lassen. Im Rahmen unseres „Niveau-Limbos“ (wie tief kannst du runter) erklärten wir Maddin vom heutige Tage an zum Hochwohlgeborenen Don Martini und erkannten mit Schrecken, dass die letzten beiden Auswärtsspiele, wären sie ein McDonalds-Spezial gewesen, wohl unter dem Namen „Ost Wochos“ erschienen wären.
Noch ein paar fachbezogene Fußballgespräche mit Dom, Thor und Tobi und wir erreichten das kleine Dörfchen Chozebus am Rande von Polen.
In Polizei-Begleitung ging es zum Stadion und man erfreute sich endlich mal wieder am Wanderzirkus, der aus Versehen als Stadion angesehen wird.
Dabei fällt mir ein: Wenn noch jemand der Meinung ist, dass dieses Drecksstadion auf Rollen steht und jedes Jahr ein Stückchen weiter weg vom Bahnhof steht, dann soll er sich bitte melden!
Die Einlasskontrolle – wie immer lächerlich – wurde fix absolviert und schon konnte man sich ein gemütliches Plätzchen im Block suchen.
In der Zeit bis zum Anstoß passierte nicht mehr viel, nicht mal die Sonne ging heute im Osten auf und so begann das Spiel:
Beide Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld und veranstalteten aufgrund der Spielgeschwindigkeit ein Fehlpassfestival ohne gleichen. Chancen gab es hüben wie drüben und beide Torhüter zeigten ein glänzendes Spiel. Aber Hertha hat ja einen Kanadier und der weiß wie es geht. Rob Friend schoss in der 60. Minute das 1:0 und, weil Sorben zu doof sind um beim Umfallen den Boden zu treffen, blieb es dabei.
Zur Stimmung:
Hertha hatte die Massen mal wieder mobilisiert und so waren beide Stehplatzblöcke und der Sitzplatzblock voll in Blau-Weiß (schönes Bild). Die Stimmung war ordentlich und man konnte der Lausitz mal wieder zeigen, dass Hertha den Hammer und die Bombe hat.
Cottbus…was sage ich zu Cottbus? Nix Vattenfall bezahlt, also nix Licht im Zimmer, nix Energie.
Die Mannschaft wurde euphorisch gefeiert, den Westpolen wurde mitgeteilt, dass wir jetzt nach Hause fahren und sie hier wohnen müssen und dann waren wir auch schon wieder am Bahnhof.
Der Zug stand schon bereit und Don Martini und ich sicherten Plätze, während die anderen noch etwas zu trinken besorgten.
Mit nur 10 Minuten Verspätung fuhr der Zug ab und jeder beschäftigte sich erst mal mit sich, bevor Minni, Birgitt, Nora und Eric Don Martini versuchten davon zu überzeugen, dass er doch als Neuling den Zug-Flitzer spielen müsse.
Ich glaube nicht, dass es Neulinge so was machen müssen. Kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass ich so was früher machen musste. Oder doch? Hm…na ja egal, ich glaube eigentlich, dass die vier den Don loswerden wollten, weil er permanent versuchte Minnis Cola zu klauen.
Kurz vor Berlin war das Thema dann eigentlich durch, bis Kevin auf den Plan trat und auf Birgitts Frage sofort bejate: Ja, als neuer musste durch den Zug flitzen und so viel Alkohol wie möglich sammeln.
Nur gut, dass wir dann Berlin erreichten und unsere Weggefährten nach und nach ausstiegen. Don Martini und ich waren Charlottenburg die letzten BBHler, die den Zug verließen. Zusammen mit Carsten von Blue Thunder machten wir uns wieder mit der blauen U-Bahn auf den Heimweg.
Die letzte kuriose Geschichte dieser Tour ereignete sich dann bei Burger King, wo wir noch einen kleinen Snack einwerfen wollten und uns der Verkäufer warnte, es seien alles Lebensmittel aus dem Feindesland. Beim Nachfragen, welches Land denn genau der Feind war meinte er: Na scheiß Amerika, hätte Deutschland ja fertig gemacht… okay….gut für heute genug Faschos…geh sterben Nazi-Schwein.
Ich war selten so froh meine Haustür von innen abzuschließen und meine Ruhe zu haben.
Fazit:
Scheiß Sorben
Scheiß Faschos
Scheiß Osten
Ha Ho He
Hauptmann
Re: Saison 10/11
Minni - 18.10.2010, 01:07EM Quali Deutschland - Türkei
Deutschland – Türkei 3:0 (1:0)
EM – Qualifikation
Freitag: 08.10.2010
Olympiastadion, Berlin ( 74.500 AV )
Nun gibts auch endlich mal wieder was von mir zu lesen... :D
Das Spiel, kam natürlich gerade zum richtigen Zeitpunkt, da ja in dem Land seit Wochen in der Politik über nichts anderes mehr als Migration gesprochen wird, sei es ein gewisser Herr S. der mit nem Buch für Aufregung sorgte, oder aber die Diskussion über Deutschfeindlichkeit an Deutschen Schulen, oder den Ausländischen Verbrechern. Ich bin der Meinung, das es genau so viele Deutsche Verbrecher gibt, wie Ausländische und jeder der was anderes behauptet, sollte dafür erst mal nen Beweis aufn Tisch legen!
Nun aber Weg vom ganz Politik blabla und zurück zum Tag des Spieles.
Am späten Nachmittag, machte ich mich auf Richtung Olympiastadion, dank der Deutschen Bahn konnte ich meinen Zeitplan mal wieder nicht so einhalten, wie es sein sollte, aber dit kennt man ja nicht anders von denen. Am Stadion angekommen, ging ich Richtung Südtor, um meine Karte in Empfang zu nehmen, da ich noch nen bisschen warten musste, hatte ich genug Zeit, mir den Trubel vorm Gästeblock anzusehen, Fahnen, Trommeln, Trompeten und Halbmonde soweit das Auge sehen konnte, die Freude aufs Spiel war von Türkischer Seite definitiv gegeben und sicherlich auch berechtigt!
Als der Herr mit der Karte kam, noch kurz nen Plausch über dieses, jenes und welches gehalten, immerhin hat man sich ja auch schon seit ner Ewigkeit nicht mehr gesehen, das Treffen war allerdings wie immer viel zu kurz, und so hieß es nach 15 Minuten auch schon wieder Abschied nehmen und auf gings Richtung Ostkurve, da ich mit der Karte nicht in den Block konnte, der drauf stand, rief ich aufm Weg zum Osttor Nora an, und fragte ob es möglich wäre, dass sie mich in die Kurve holt, dies war natürlich kein Problem und so traffen wir uns am S-Bhf, da Nora erst um 20.00 Uhr mit den anderen Leuten verabredet war, verbrachten wir die Stunde mit reden und Leute begucken, schon lustig was da alles so rum gerannt is... Nachdem die Jungs und Mädels da waren, ging es 30 Minuten vor Anpfiff ins Stadion, Nora ging in die Kurve und kam mit einer Karte für mich wieder raus, somit war der Weg frei und auch ich konnte nach 2 langen Wochen wieder die Stufen der Kurve runter laufen, nen Plätzchen in Reihe 1 geschnappt, und schon wurde das Spiel angepfiffen...
Zum Spiel:
Die Deutschen, legten gut los, nur der Ball wollte, wie so oft einfach nicht über die Linie, kurz vor der Halbzeit fiel dann doch das 1. Tor für Deutschland, in Halbzeit 2 ne leichte Schwächephase der Deutschen die, die Türkische Mannschaft allerdings nicht ausnutzen konnte, und somit fielen die Tore 2 & 3 für Deutschland.
Zur Stimmung:
Die Türkischen Fans, machten gut Radau im weiten Rund des Olympiastadions allerdings konnte die Stimmung nich über 90 Minuten aufrecht erhalten werden,aber wen wunderts, wenn die Mannschaft mit 3:0 geschlagen wird, ansonsten gabs in HZ 2 von Türkischer Seite noch nen bisschen Pyro im Oberring, und das obwohl der DFB alles daran setzte dass diese gefährlichen Bengalischen Feuer nicht ins Stadion kamen... tja da hat der DFB in seinem Sichherheitswahn wohl einiges übersehen.
Auf Deutscher Seite, ging alles nen bisschen ruhiger zu, ab und an kam mal das typische „Deutschland, Deutschland „ manchmal wurde die Nationalhymne angestimmt, ich persönlich bin ja kein Fan von diesen Nationalmannschafts Gesängen, aber wer es braucht bitteschön!
Nachm Spiel machte ich mich schnellen Weges auf Richtung Ausgang, wo ich noch nen bisschen Smalltalk mit Kev hielt, ja ja die 15 Minuten inna Halbzeit haben halt nich gereicht... ;)
Dann gings aber endgültig auf Richtung U-Bahn, der Weg dahin verlief relativ normal nur vorm U-Bahn Eingang wurde es dann kritisch, weil die Mitarbeiter der BVG den Zugang dicht machen mussten, da es unten aufm Bahnsteig zu voll war, naja war och nich abzusehen das dit passieren würde, also war ne halbe Stunde warten angesagt bis ich endlich ne U-Bahn bekam, am Kaiserdamm aus der vollen Bahn gedrängelt ab Richtung S-Bahnhof wo zum Glück auch gleich ne S-Bahn Richtung Gesundbrunnen kam, am Gesundbrunnen noch 5 min gewartet Richtung Bernau gefahren, wo der Elterliche Chauffeur Service auch schon bereit stand und nischt wie nach Hause gedüst, dann gings noch rüber zu den Nachbarn was trinken, und um 3 dann endlich Richtung Bett, immerhin klingelte um 09.30 Uhr der Wecker, denn am darauf folgenden Tag war ja die Fandemo angesetzt...
Zum Schluss, möchte ich nochmal nen Dank nach Niedersachsen für die Karte schicken, naja eigentlich müsste der Dank an einen gewissen Herrn M. B. gehen da ich diesen aber nicht kenne und auch nicht weiß wo er wohnt, bedanke ich ich mich beim Überbringer der Karte!
Und zum allerletzten Schluss geht noch nen Gruß nach Karlsruhe!
Minni
Re: Saison 10/11
Hauptmann - 17.11.2010, 13:06
SC Paderborn - Hertha BSC 1:0
10. Spieltag 2.Bundesliga 2010/2011
Sonntag, der 7.11.2010 13:30 Uhr
Lagerhalle an der Kuhweide
12.261 Zuschauer
Unendliche Weiten
Ohne Martini aber mit Eiskonfekt
Sonntag noch lange vor den ersten Sonnenstrahlen saß ich völlig verrotzt und übermüdet vor dem Fernseher. Ich hatte mein Handy schon in der Hand, um eine SMS mit meiner Absage zu schreiben, als Käpt’n James Tiberius Kirk über den Bildschirm huschte, um seinen Schiffsarzt Pille McCoy zu suchen. Kurz danach schoss die Enterprise NCC 1701 durchs Universum und eine Stimme verkündete:
Die A2, unendliche Weiten, wir befinden uns im Jahr 2010. Dies sind die Abenteuer ein paar völlig bekloppter Hauptstadt-Kinder, die tausende von Lichtjahren von der Zivilisation entfernt neue Stadien suchen. Sie dringen dabei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat…
Hasst ihr das auch so, wenn Traum und Realität so verschmelzen? Gut, also wenn James T. Kirk einen Befehl gibt, dann führt man diesen aus und fährt halt nach Paderborn…oder war das wirklich ein Befehl für mich?
Egal. Waschbär wartet schon sehnsüchtig an der Bushalte auf mich und wir erwischten den Nachtbus gerade noch so.
Ich weiß, dass wir uns auf dem Weg zum Zoo unterhalten haben. Aber über was? Keine Ahnung ich war erst am nach einem Becher McD-Kaffee ansprechbar.
Durch eben erwähnten Kaffee wollte ich noch genüsslich eine rauchen und bat Marcel doch schon mal in den Bus zu gehen und Plätze zu sichern. Kein Problem meinte er, in den Bussen der Hertha Joker sitzen die Fan Clubs immer zusammen…
Tatatatataaaaa! Überraschung, als wir uns den Bus kamen mussten Waschbär und ich alleine sitzen. Lediglich Sven, Minni, Marcel und Julien konnten zusammen sitzen.
Zu allem Überfluss musste der Martini trotz Absprache draußen bleiben. Nüchtern auswärts. Klasse!
Die Zeit bis zur ersten Pause verflog trotz mehr oder weniger unbekannter Mitfahrer wie im Fluge.
Wir hofften alle auf einen recht kurzen Stopp, denn es war arschkalt draußen und rauchen konnten wir auch im Bus. Marcel und Julien demonstrierten ihre Wärmeisolierung und liefen im T-Shirt durch den Herbst und erwarben erst mal eine Packung Eiskonfekt. Innere Hitze? Wechseljahre? Es wird das Geheimnis der heimlichen Zwillinge bleiben.
Waschbär tauschte beim Weiterfahren mit mir den Platz, so dass ich weiter hinten saß. Da dort weniger Hin- und Hergelaufe praktiziert wurde, hatte ich etwas mehr Platz für meine Beine und konnte etwas vor mich hindösen. Das passte Sven nun gar nicht in den Kram und er schickte mir eine SMS um mir mitzuteilen, dass er tief gekränkt sei von meinem Desinteresse.
Um mal kurz Waschbär zu zitieren: „lalalalalalalalalala Unnötig!“
Wir machten noch zwei weitere Pausen, in denen nicht viel passierte, außer dass Marcel und Julien sich weiter mit Eiskonfekt eindeckten…
Gegen 12 Uhr erreichten wir dann das „Hermann Löns Stadion“ zu Paderborn und mussten dem Busfahrer mitteilen, dass der SC Paderborn seit ungefähr zwei Jahren nicht mehr in diesem Stadion spielen würde. Also eine kleine Weltklasse-Wendung auf der Landstraße, wieder rauf aufe Autobahn, wieder runter vone Autobahn, vorbei an einer Lagerhalle und - stopp. Mööp war nämlich gar keine Lagerhalle, sondern Paderborns einzige Sehenswürdigkeit. Die Arena des Blitzes!
Man schreibt diesen Wellblechpalast nämlich wie folgt: Energie (dann kommt ein Blitz) Team Arena. Sensationell so was.
Im Inneren angekommen wurden erst mal schnell der Banner und die Sektionsfahne an einer extra dafür bereitgestellten Schnur aufgezogen und nach einem kleinen Imbiss gesellte ich mich dann zu meinen Chaoten in den Gästeblock.
Zwei Dinge fielen einem sofort auf: Die Musik war unerträglich und unpassend (außer in der Halbzeit, da gab es einen schönen Halbzeit Song: „Halbzeit es ist soweit“) und die Konstruktion der Blöcke hatte schon was für sich. Gehalten von Stahlseilen hing das Stadion quasi in der Luft.
Zum Spiel:
Hertha schwach, der Schiri noch schwächer, Paderborn mittelmäßig. Dank eines sehr fragwürdigen Elfers und einer total lächerlichen roten Karte für Ramos gelang Paderborn ein 1:0 Erfolg.
Stimmung:
Der Berliner Anhang (immerhin ca. 2000) fand nicht so recht ins Spiel und konnte eher selten lautstark überzeugen.
Die Paderborner taten auch nicht viel und so war es ein spiel- und stimmungsschwaches Spiel.
Zu erwähnen ist vielleicht noch eine gewisse Selbstüberschätzung der Paderborner, die uns zuriefen: „Kniet nieder, ihr Bauern, ihr seid in Paderborn!“… ich lass das mal so stehen.
Schnell den Banner und die Sektionsfahne wieder abgenommen und ab in den Bus, der auch pünktlich losgefahren wäre, wenn Minni den Weg gefunden hätte. Nun gut.
Die Rückfahrt gestaltete sich eher ereignisarm. Einzig das Gruppenfoto mit ordentlicher Pyro kurz vor Berlin stellte nochmal ein kleines Highlight dar.
Ansonsten verbrachte ich die meiste Zeit im Dämmerzustand in der Krawallmucke-Welt meines iPods.
Gegen 22 Uhr liefen wir wieder in Berlin ein, verabschiedeten uns von allen und ab gings Richtung zu Hause.
Waschbär und ich hatten extremes Glück mit den Umsteigezeiten und so war ich gegen halb elf zu Hause.
Fazit: Ein Stadion mehr auf der Liste, die erste Niederlage im Gepäck und ein Zitat aus einem neuen Herthasong im Ohr: „Kühe und Dörfer ziehen an mir vorbei, ick stell mir vor, ick müsst hier wohn‘, denk au wei au wei….
Berlin, ick liebe dir. Jute Nacht.
Ha Ho He
Hauptmann
Re: Saison 10/11
Minni - 26.11.2010, 04:04
VfL Osnabrück - Hertha BSC 2:0
2. Bundesliga, 19.11.2010
15.308 Zuscher ( 1500 aussa Hauptstadt )
Da ich kein Bock hab, nen ausführlichen Bericht zu schreiben, aber nen Bericht schreiben muss, weil mir der Herr Hauptmann sonst wieder aufs Dach steigt gibts diesmal nen Kurzbericht!
Die Hinfahrt begann ganz entspannt, und schon 3 KM hinter Berlin wurde die von Sonja gebrannte CD ( Danke dafür! :) ) in den CD Player geworfen, der Martini floss und die Mitfahrer wurden mit Schlagermusik bombardiert, muss ja auch iwann mal wieder nen bisschen Partystimmung aufkommen, wir sind ja schließlich noch keene 50! Standesgemäß wurde bei Mäcces in Königslutter gehalten, bevor man sich auf den restlichen Weg Richtung Niedersachsen machte, by the Way.. is mal irgendwem aufgefallen, das man um nach Osnabrück zu kommen, Niedersachsen verlassen muss um dann über NRW wieder nach Niedersachsen rein zu fahren? Dit soll ma eener verstehen...
Dann gings an die Umfahrung Bad Oeynhausen, jaaa jenau die Geburtsstadt von A. F. womit wir beim Thema Ratten und Schiffen wären, ich habe nämlich neulich inna Zeitung gelesen, jaa sowas les ich ab und an auch mal, das Ratten, bei sinkenden Schiffen, das Schiff immer durch ihr eigens genagtes Loch verlassen, ist vielleicht ne komische Asoziation, aber wenn man das mal in Betracht mit Herrn F. sieht, dann hab ich daran definitiv keinen Zweifel mehr!
Dann wurde Osnabrück erreicht, nen bezahl Parkplatz in Stadionnähe angesteuert sage und schreibe 2€ dit sind ja mal moderate Preise dachten wir uns und verließen unser treues Gefährt und den Parkplatz.
Am Stadion angekommen, schnell den 4 übrigen vom BBH juten Tach jesacht und dit nächste Klo uffjesucht, sauber und warm sind anders!
Im Block angekommen, nen Plätzchen gesucht nach gefühlten 2 Stunden wurde das Spiel angepfiffen...
Zum Spiel:
Gibts, wie ich finde nicht so viel zu sagen, wobei ich davon auch nich mehr alles weiß, wer also was wissen will sollte bei Kicker oder sonstwo nachgucken!
Stimmung:
Ging im Gästeblock gut los, hielt sich eigtl. auch konstant über 70 minuten, danach etwas abgeflacht aufgrund des 2. Gegentores.
Heimkurve, präsentierte einige Spruchbänder zum Thema Beflaggungsverbot und das ein Spiel 90 Minuten dauert, na wär hätte dit jedacht?!
Nachm Abpfiff, schnell tschüss gesagt ab zum Auto und aufm Parkplatz noch ne kleine Open Air Disco veranstaltet, ich wechselte noch das Auto, so das Olli es nun mit 3 Weibern im Auto zu tun hatte, was auch bis zur 1. Pause gut ging, danach wechselte Sonja von vorne nach hinten und ich von hinten nach vorne, die letzte Reihe verfiel relativ schnell in andere Dimensionen und Olli und ich quatschten so über dieses, jenes und welches, bevor wir morgens kurz nach 3 wieder in Berlin einfuhren.
Vielen Dank an Sven un Olli fürs wie immer sichere durch die Nation chauffieren! :)
Tja, wat bleibt als Fazit zu sagen?
Dit janz grosse glück wurde nich jefunden, und sowieso und generell kann ich mir auch gar nich vorstellen, das überhaupt auf dem Weg nach Osnabrück jemals irgendjemand sein grosses Glück gefunden hat!
in diesem Sinne, auf nimmer, nimmer Wiedersehen Osnabrück!
Minni
p.s. Ich habe vergessen zu erwähnen, das Osnabrück mein Handy zerstört hat... HASS!
Re: Saison 10/11
Toby_der_Lange - 21.12.2010, 06:06
FC Augsburg - Hertha BSC 1:1
Impuls-Arena
Zuschauer: 24000 Bauern und 1500 Berliner!
"Busfahrer fahr uns in den Tod!"
Der Bus-Bericht.
Endlich mal wieder auswärts. Ich war den janzen Tag schon jespannt wie n kleener Flitzebogen auf die Fahrt nach Augsburg, ins verhasste Schwabenland – in Bayern.
So verbrachte ich meine letzten Stunden damit die Kunden der „schönsten Verbindung Deutschlands“ so gut es eben ging zu beraten und machte sehr pünktlich Feierabend, um zum S-Bahnhof Babelsberg zu hetzen. Die Fahrt zum Messedamm verlief ohne Probleme und so traf ich mich dort mit den anderen BBHlern Martin, Thor, Tobi, Stephan, Dom, Scorpy, Denis und einem bekannten von denen namens Herbie. Wir fuhren relativ zügig los und der Bus freute sich das erste Mal, als der Busfahrer bekannt gab, dass man die Bordtoilette bedenkenlos nutzen kann, da das was man in die Toilette gab direkt auf der Straße landen würde. Also wurden die Flaschen geöffnet, die Becher gefüllt und der Suff begann. Kaum waren wir auf der Autobahn begann der Hinterbus, und ja wir waren geiler als der Vorderbus, den Busfahrer zu bitten, uns in den Tod zu fahren. Diese nicht ernst gemeinte Bitte wurde zum besten Spruch der ganzen Fahrt, aber später dazu mehr. So verbrachten wir die Fahrt mit dummen Sprüchen, ein wenig Alkohol und dem janzen Zeug. Einem der Jungs aus Buchholz schien die Fahrt aber nicht ganz so gut zu bekommen, denn er entschied sich dafür seinen Mageninhalt im Bus zu verteilen, was uns zu einer Pause zwang, damit König Kotze seine Hinterlassenschaften saubermachen kann. Wer nicht saufen kann, sollte auch keinen Alkohol trinken, aber naja dann stank der Bus eben danach. Nach ungefähr 8,5 Stunden kamen wir dann endlich im Schwabenland an. Also raus aus dem Bus, rein ins Stadion und Minni bzw Jörn begrüßt. Die beiden fanden es angenehmer mit dem Auto zu reisen, was sie später, so glaube ich, noch bereuten :P
Aber warum zum Teufel, benutzen alle mittlerweile die scheiß Plastik-Bezahlkarten, damit man sich mal was zu essen oder zu trinken kaufen kann. Seid ihr mit Bargeld überfordert? Naja son Ding jekooft und ab in den Block.
Spiel / Stimmung
Hertha war klar die bessere Mannschaft, auch wenn der dumme Mann in neongelb keinen Plan hatte, was er da überhaupt machte. In Unterzahl schoss sich Hertha in Führung und verteidigte gut. Am Ende des Spiels zählte ich 4 Platzverweise, wovon eigentlich nur die beiden für Augsburg berechtigt waren und einen Elfmeter, der keiner war. Fußballmafia DFB.
Der Gästeblock war gut gefüllt und zeigte sich stimmungsvoll und laut. Die Heimgerade, war bis auf ein oder zwei Mal nicht zu hören. Was sollte man auch von inzestgeplagten Bauern erwarten.
Rückfahrt
Auf der Heimreise wurde gefeiert. Wir feierten uns und unsere alte Dame. Nach dem wir uns aufgewärmt hatten, verfiel der Bus aber erst mal in einen kollektiven Schlaf. Jeder musste sich kurz erholen und Kraft sammeln für den Rest der Fahrt. Nachdem das geschafft war und die erste Pause auf dem Plan stand, beschlossen wir uns Suff zu besorgen. Gesagt, getan und Goldi-Cola bzw Wodka-E wurden unsere Freunde. Eine der wenigen Damen am Board, eine Soldatin namens Melli, wurde dann zum Lieblingszielobjekt. Strippen, Titten zeigen, ausziehen und noch vieles mehr sollte sie machen, wenn es nach dem Hinterbus gegangen wäre. Als dann auch noch der Busfahrer angefangen hat, schlechte Witze zu erzählen, fing der ganze Bus dann an den Tod der Emanzipation fordern. So wurde gesoffen, gelacht, gegröhlt, gepöbelt und den Busfahrer genervt. Alles in allem eine geile Fahrt und gleichzeitig meine Aufforderung an den Rest der Truppe: FAHRT MEHR AUSWÄRTS!!! Es lohnt sich!
Re: Saison 10/11
Hauptmann - 22.12.2010, 14:25
Der Auto Bericht
FC Augsburg - Hertha BSC 1:1
17. Spieltag 2.Bundesliga 2010/2011
Samstag, der 18.12.2010 13 Uhr
Augsburger Puppenkiste
25.647 Zuschauer
Lummerland Verschwörung
Martini ist voll, aber Tee ist alle
Wir alle kennen die Geschichten der „Puppenkiste“. Besonders „Urmel aus dem Eis“ und „Jim Knopf und Lucas der Lokomotiv-Führer“ sind dabei in Erinnerung geblieben.
Leider weiß niemand welch böse rassistische Geschichte sich hinter „Jim Knopf“ verbirgt. Gefangen genommen von der „Wilden 13“ (Der Ku-Klux-Klan der Puppenkiste) wurde er an die böse Frau Mahlzahn in ein Kinder-KZ verkauft, wo er aber nie ankommen sollte. Da Rassisten nicht schreiben können, adressierte die „Wilde 13“ das Paket nicht nach Kummerland sondern nach Lummerland. In der Geschichte eigentlich eine gute Wendung für Jim Knopf. Leider entging jedem, der sich die Verfilmung des Ganzen ansah das Elend des kleinen farbigen Jungen. Da wäre natürlich zuerst die Tatsache, dass er von den Lummerländern wegen seines Aussehens Jim genannt wurde. Da hätte man ihn auch gleich Bimbo nennen können. Und was auch keiner weiß ist, wie es weiter ging, nachdem Lucas und Jim mit Hilfe des Kaisers von China „Neu-Lummerland“ eingefangen und an die Insel verpflanzt hatten. Im Kinderfilm sieht man am Ende Jim, Lucas und die Kaisers Tochter Li Si glücklich auf Neu-Lummerland tanzen. Aber sofort nachdem die Kameras aus waren, wurde der arme Jim Knopf von den Lummerländern gezwungen Baumwolle auf Neu-Lummerland anzupflanzen. Um die Verschwörung noch weiter voranzutreiben hier noch ein paar Fakten:
Seitdem Lummerland Baumwolle anpflanzte wurde Augsburg zum Export-Weltmeister auf dem Textilienmarkt und nannte das Unternehmen „Impuls“ durch den weltweiten Verkauf von Impuls-Baumwolle schaffte es die Stadt Augsburg in Zusammenarbeit mit der Puppenkiste eine neue Arena an den Augsburger Stadtrand zu pflanzen.
Dies ist nun die Geschichte von ein paar tapferen Preußen, die mit aller Macht versuchten die böse Augsburger Puppenkiste zu besiegen und Jim Knopf endlich in die Freiheit zu lassen.
Dabei übernehmen Olis Skoda und Svens Ford abwechselnd die Rolle der Lokomotive Emma ein.
Am frühen Morgen dieses bitterkalten Samstages trafen sich also Herr Ärmel gespielt von Sven, Frau Waas gespielt von Minni, König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte gespielt von meiner Wenigkeit, der Kaiser von China (diese Rolle übernimmt Bob), Herr Tur Tur gespielt von Oli und die königlichen Palastwachen gespielt von Olis Mitfahrern.
So, jeder ,der diesen Bericht jetzt noch nicht geschlossen hat, darf sich nun auf einen ereignisreichen Tag gefasst machen, an dem meine Verschwörungstheorien zur Puppenkiste nicht mehr vorkommen werden…nur noch ab und zu.
Wie eingangs erwähnt trafen sich alle Reiselustigen um kurz nach drei am Jakob-Kaiser-Platz. Alle außer Minni und mir schienen recht ausgeschlafen zu sein, was vielleicht daran lag, dass Minni gar nicht geschlafen hatte und ich nur 2 Stunden Suff-Koma nach einer Weihnachtsfeier genießen durfte.
Aber wie würde meine alles geliebte Frau jetzt sagen: Du hast es dir ja so ausgesucht.
Die Fahrt verlief ruhig, man quatschte ein bisschen mit den Chefs der HBSC Crew und frühstückte bei Mäces. Was noch zu erwähnen ist, dass der Martini die ganze Zeit geschlossen blieb, aber Svens schwarzer Tee mit Honig reißenden Absatz fand. Ja, ja das Alter. Nicht umsonst nannten wir unsere Autobesatzung den „Gammelfleisch-Container“.
Viel zu früh erreichten wir das stadionähnliche Dingsbums, welches vom Äußeren auch gut und gerne in Paderborn hätte stehen können.
Gemütlich wanderten wir also zum Gästesektor und wurden dabei Zeugen des Aufmarsches der USK…was haben die denn bitte erwartet? Uhhhh, die bösen Berliner kommen und wollen unseren schönen Freistaat kaputt machen. So was Lächerliches.
Als dann die Tore des Blockes geöffnet wurden, passierte man die doch sehr erschreckend lasche Eingangskontrolle und wärmte sich erst mal ein wenig im beheizten WC auf. Dann die Sektionsfahne gehisst und so‘ne dämliche Plastikkarte gekauft, um an Fressalien zu kommen.
Bei diesem Thema kann ich mich Toby nur anschließen: Sind denn wirklich alle mit Bargeld so überfordert?
Als ich dann wieder im Block stand wurde ich Zeuge, wie eine gewisse Gruppe bereits zum zweiten Mal in dieser Saison unseren Banner bzw. in diesem Fall die Sektionsfahne umhängen wollte, um Platz für seinen eigenen Lappen zu haben. Wutentbrannt sprintete ich nach oben, Oli saß mir die Fäuste schon geballt im Nacken. Völlig erstaunt über meinen Ärger versuchte mir die betreffende Person zu erklären, dass er nicht wissen konnte das das meine Fahne sei…
Lieber Sascha, natürlich mache ich gerne Platz für deinen Banner, denn dieser muss natürlich immer gut hängen. Aber lass doch bitte einfach deine Griffel von fremden Fahnen. Du bist nicht der König der Kurve.
Nachdem das nun also auch geklärt war, traf der Rest unserer Truppe ein, die der Busfahrer nicht in den weißen Tod geschickt hatte.
Die ganze Meute war schon gut betankt und schlug beim Glühwein ordentlich zu.
Nun wird’s aber Zeit für den Anpfiff.
Zum Spiel:
Leck mich doch, was für ein Spiel. Hertha schon nach 15 Minuten nur noch mit zehn Mann. Rot wegen Notbremse. Trotzdem spielte unsere Elf besser und ging verdient mit 1:0 in Führung. Bis zur Pause wurden leider noch einige gute Chancen liegen gelassen.
Vorhang auf zur zweiten Halbzeit: Augsburg bekam einen völlig unberechtigten Elfer und unser Jim Knopf, der hier nur Nando genannt wird verwandelte zum 1:1. Direkt nach Wiederanpfiff kassierten die Augsburger eine Rote Karten wegen einer Tätlichkeit, um ein paar Minuten später nur noch zu neunt zu sein. Dieses Mal lag Herr Gagelmann völlig daneben. Kurz vor dem Ende kassierte Hubnik dann mit einer gelb-roten Karte den zweiten Hertha-Platzverweis und ganz Fußballdeutschland wird sich fragen wie der Herr Gagelmann Schiedsrichter werden konnte. Der Kicker gab ihm sogar die Note 6.
Hilft uns wenig 1:1 der Endstand. Augsburg wegen des besseren Torverhältnisses Herbstmeister.
Zur Stimmung:
Die Gästesektor war gut gefüllt und präsentierte zum Einlaufen der Mannschaften eine Mini-Choreo mit dem Thema „Fahne pur“. Sehr hübsch geworden.
Ansonsten zeigte man den Schwaben, wie laut es in ihrem Stadion zugehen kann. Die Heimseite war nur ein- oder zweimal zu vernehmen und auch optisch wurde nicht viel geboten.
Die größte Fahne der Schwaben war immer noch wesentlich kleiner als meine Fahne nach der Weihnachtsfeier.
Nach dem Spiel wurde die Mannschaft in den Winterurlaub verabschiedet und wir machten uns auf den Rückweg zum Auto.
Als wir dann da so an unserem Gammelfleisch-Container standen, unterhielt ich mich mit Svenne darüber, dass man doch langsam anfangen sollte sich seines Alter endsprechend aufzuführen. Geld sparen, Samstag die Tagesschau gucken und danach mit einem Glas warmer Milch im Bett verschwinden.
Die folgenden 30 Minuten sollten uns jedoch davon überzeugen, dass wir noch lange nicht Erwachsen waren: Oli und Svenne hatten sich Walki-Talkis für die Fahrt besorgt, um während selbiger in Verbindung bleiben zu können, ohne die Handy-Rechnung in die Höhe zu treiben.
Genialerweise war der Parkplatzdienst der Arena auf derselben Frequenz und so schickte man einen gewissen Kai an Eingang 3 und beschimpfte die osteuropäischen Ordner mit internationalen Ausdrücken.
Ansonsten blieb der Martini auch auf der Rückfahrt geschlossen, dafür wurde der Schwarze Tee nun endgültig leer getrunken und nach einem kleinen Halt bei Burger King dösten wir die Rückfahrt so vor uns hin.
Ca. 200km vor Berlin, man konnte den Funkturm also schon fast sehen, fuhr unser Autochen über eine Bodenwelle und entschloss sich kurzerhand ein wenig verrückt zu spielen.
Das Licht ging innen an, die Warnleuchte der Feststellbremse leuchtete ebenfalls und die Heizung ging aus. Das Nachfüllen von Frostschutz brachte leider keine Besserung und so war die letzte Option ADAC. Oli fuhr schon weiter, hätte auch keinen Sinn gemacht wenn zwei Wagen gestanden hätten und wir warteten auf den Gelben Engel, der schon nach ca.30 Minuten eintraf.
Da aber immer noch ungewiss war, wie lange das Auto fahruntüchtig sein sollte, besorgte uns Minni zwei Plätze im Bus der „Blue Dolphins“, der glücklicherweise kurz nach uns auf die Tankstelle gefahren war.
Also wurden die letzten Kilometer schlafend im Bus verbracht. Svenne und Bob kamen auch noch nach Hause.
Dummerweise hielt der Bus der Dolphins am Rathaus Steglitz und so musste ich mich noch durch die halbe Stadt kämpfen, wobei ich den letzten Rest des Weges via Taxi bewältigte. Diesen Luxus gönnte ich mir einfach mal. Kann ja auch nicht angehen, dass ein alter Mann nachts alleine durch Schnee und Eis muss.
So das war das Fußball Jahr 2010. Jim Knopf blieb in Augsburg, kein einziger Bus wurde in den weißen Tod gefahren und Hertha bleibt oben dran.
Ich wünsche euch allen frohe und besinnliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins hoffentlich erfolgreiche Jahr 2011.
Ha Ho He
Hauptmann
Re: Saison 10/11
Hauptmann - 12.02.2011, 16:00
DSC Arminia Bielefeld – Hertha BSC 1:3
20. Spieltag 2.Bundesliga 2010/ 11
Sonntag, den 30.01.2011 13:30 Uhr
Bielefelder Alm
20.017 Zuschauer
Haste n Fuchs jesehen?
Oder meene Kippen?
„Fährste nach Bielefeld?!
„Nee, habs verplant mich umme Karte zu kümmern.“
„Hm schade, dürfte ja das letzte Mal für ne ganze Weile sein, dass man zur Arminia fährt.“
…mein Kollege ließ mich mit diesem Gedanken alleine und eh ich mich versah, hatte Maddin, der Gute, eine Karte für mich besorgt und einem Widersehens-Winken für Bielefeld stand nichts mehr im Wege.
Ich stand extra etwas früher auf, musste aber leider feststellen, dass heute keine Folge „Star Trek“ lief. Enttäuscht trappte ich zur Bushalte, wo der Waschbär-Vergewaltiger und Maddin auf mich warteten. Beide waren nach einer duchgezockten Nacht mit juter Adelskrone gefüllt und entsprechend Motiviert. Via Bus und U-Bahn ging es zur Wilmersdorfer, wo man noch schnell das Konto plünderte, um dann aufm S-Bahnsteig mehr oder weniger sinnvoll übers bevorstehende Derby quasselte.
Kurz vor dem Einfahren der S-Bahn stieß die HBSC Crew zu uns und gemeinsam fuhr man Richtung Lichtenberg,
Maddin bewies Svenne und mir mit seiner guten Laune und seinem jugendlichen Frohsinn, dass wir langsam in das Alter kommen wo man sich Sky kauft, um Samstag bloß nicht mehr aus dem Haus gehen zu müssen.
In Lichtenberg erwarteten uns schon unsere lustigen Reisegesellen in Form von Minni, Tobi, Denis, Dom und Markus.
Schnell ging es rüber aufs Gleis und der Zug fuhr nach kurzem Warten ein. Dank eines geschulten Drängelns hatte man recht fix bequeme Plätze gefunden.
Denis und Tobi mussten etwas separat sitzen, aber die beiden hatten nach kurzer Zeit nur noch so wenig Blut im Alkohol, dass es ihnen auch egal war.
Die Fahrt tuckerte so vor sich hin, man trank ein bisschen, quatsche über dieses und jenes, über Derbys und stinkende Köpenicker. Ab und zu verflachte man in ein kleines Schläfchen oder ließ sich in die Musikwelt seines iPods oder MP3-Players ziehen.
Die Mitreisenden dichteten derweil neue Lobeshymnen auf Spieler. So haute Lasogga uns vom Hogga…Hocker gemeint, aber sonst reimt sich‘s nicht. Und wir lernten das Mäuslewitz wie Madrid wäre und Patrick Ebert dort mitspielt. (Ebert reiste mit den Amateuren an diesem Wochenende nach Mäuslewitz um Spielpraxis zu sammeln)
Maddin war unterdessen schon lange in die Arme des Sandmannes gesunken und dass obwohl er wettete mindestens 2 Stunden der Fahrt wach zu bleiben. Ja ja, diese Jugend, die ganze Nacht durchmachen, dann dicke Hose markieren und dann wegratzen wie ein Vierjähriger, der Silvester bis null Uhr vierzig durchgehalten hat.
Als er wieder wach war, sichtete er einen Fuchs, der abseits der Bahnstrecke über eine Weide sauste. „Ein Fuchs, ein Fuchs, guckt mal ein Fuchs!“, rief er freudig erregt. „Ach Maddin das war doch bestimmt nur n Hase.“
„NEEIIIIN, man das war ‘n Fuchs!“
Eine Weile ärgerten wir ihn damit, dass es ja alles Mögliche hätte sein können und auch noch Tage später sind sich alle sicher, dass es wohl eher ein Mäusebussard war…
Noch ein kurzer Abstecher ins Raucherabteil und den Martini schnell noch leer gemacht und schon rollte man auch in einer der sinnlosesten Städte dieser Republik ein.
Selbst so etwas Banales wie einen Auswärtsbericht zu diesem Spiel zu schreiben bereitet mir unglaublich schlechte Laune. Genauso schlechte Laune hatte ich auch, als ich nach dem Aussteigen meine Taschen kontrollierte und feststellte dass meine neue, noch verpackte „Maxi Box Pall Mall“ verschwunden war. Ein prüfender Blick in meine angebrochene Schachtel bestätigte mir die Anwesenheit von drei Kippe. Prima: Müde, hungrig und ohne Kippen und das in Bielefeld.
Dafür hatte der Marsch zum Stadion etwas von Frühlingsspaziergang an sich. Sehr Romantisch…wenn man seine Frau dabei gehabt hätte und nicht eine Horde Rülpsender…
Die Einlasskontrolle wurde wieder zu einer Farce abgestempelt und als man sich durch dieses Loch im Zaun, was als Einlass diente, gezwängt hatte, musste man nur noch die gefühlten acht Stockwerke zum Block nach oben laufen (Für Leute mit Höhenangst: bloß nicht auf die Konstruktion des Ganzen achten) und schon hatten wir uns im mittleren Teil des Blocks gesammelt.
Vor dem Anpfiff wurden Bilder der Hertha Fahne verteilt für eine kleine Choreo zu Beginn des Spiels:
Hertha spielte einen lockeren und im Grunde nie gefährdeten 1:3 Sieg heraus. Im Grunde kann man zum Spiel kaum etwas sagen, da es auf dem Papier und auf dem Platz eindeutig der Erste gegen den Achtzehnten war.
Zur Stimmung:
Die Choreo ergab ein nettes Gesamtbild und die Stimmung auf unsere Seite war einem Tabellenführer würdig.
Bielefeld war nur einmal zu hören und zwar nach dem 1:3 Anschlusstreffer kurz vor Schluss und zwar mit einem „Ihr könnt nach Hause fahren!“-Gesang!
Das war’s.
Nach dem Spiel wurde die Mannschaft gefeiert und der Derbysieg am nächsten Wochenende wurde gefordert (Scheiße ist das, wenn man Berichte über ne Woche unfertig lässt. Das Derby ist vorbei. Union gewann tatsächlich dank zwei Torschüssen mit 1:2.)
Dann hieß es für uns nur noch Stufen runterklettern, Bielefeld ein letztes Mal winken und ab nach Hause.
Der Marsch zum Bahnhof kam mir ermüdend lang vor und als wir endlich den Hauptbahnhof erreichten, musste man feststellen, dass der Sonderzug erst in 40 Minuten kommen sollte. Also Maddin und Dom nochmal losgeschickt was zu essen holen.
Das Resultat dieser Versorgungsexpedition, war ein 3,50 €-Döner der an Berliner Verhältnissen gemessen bestenfalls als Hundefutter hätte dienen können.
Der Zug fuhr ein und man erdrängelte sich einigermaßen gute Plätze. Noch schnell n paar Brötchen im Versorgungswagen besorgt und dann ruckelte man gemütlich über die Schienen Richtung Berlin.
Ein bisschen quatschen hier, bisschen Musik hören dort. Es lief alles sehr ruhig ab, bis wir am niedersächsischen Dorf Haste vorbeifuhren und ich Dom völlig begeistert fragte:
„Ey, haste gesehen?“
Er fragt verdutzt: „Nee, was‘n?“
„Na Haste!“
„Na ja watt denn?“
„Na haste nicht Haste gesehen?“
Brüller….
Maddin war unterdessen wieder völlig weggepennt und auch durch hartes Schütteln nicht mehr zu wecken. Ungefähr alle 20 Minuten musste ich ihn auch noch davon abhalten mich als Kopfkissen zu missbrauchen. Nichts mehr los mit der Jugend….
Um kurz vor 21 Uhr erreichten wir Spandonisches Land und Julian, Maddin und ich stiegen aus. Während die beiden völlig übermüdeten Jungspunde Richtung Mäces in den Arcarden marschierten, ließ ich mich von meiner Frau und ihrer Schweigermutter abholen und zum Mc Drive fahren.
Danke liebe Hertha, dass du extra abgestiegen bist, damit wir Bielefeld nochmal winken konnten.
Ich für meinen Teil werde nichts vermissen was mit Arminia oder Bielefeld zu tun hat. Keine Füchse, kein Haste, keine Stufen, keine Kühe, keine Schweine und kein Muhhhh.
In diesem Sinne
Ha Ho He
Hauptmann alias „Die Kutte“
Re: Saison 10/11
Hauptmann - 18.02.2011, 10:22
Karlsruher SC – Hertha BSC Berlin 2:6
22.Spieltag 2.Bundesliga 2010/2011
Sonntag, den 13.02.2011 13:30 Uhr
Wildparkstadion
20.800 Zuschauer
Schieß and Onion
Flaschensammler fahren Mercedes
Da stehe ich nun im Karlsruher Frühling im Gästeblock des wunderschönen Wildparkstadions und weiß, ich müsste mich eigentlich freuen über einen grandiosen 2:6 Erfolg auf fremden Platze. Aber ich kann nicht, eher ringe ich mit den Tränen aufgrund dieses Ergebnisses. Hätte man nicht Oberschöneweide oder Chozebus mit so einem Spiel nach Hause schicken können? Warum ausgerechnet wieder so ein hohes Ergebnis gegen die Brüder aus der Fächerstadt?
Natürlich zählt in so einem Spiel für 90 Minuten nur der eigene Verein. Aber die Bande der Freundschaft zwischen Berlinern und Badnern sind mittlerweile so tief im Herzen eines jeden verwurzelt, dass man einfach nicht anders kann, als tiefes Mitgefühl für die Lage der Karlsruher zu entwickeln.
Kämpfen und siegen, Karlsruhe. Ich glaube an euch!
Ich weiß gar nicht mehr, wieso ich mir eine Karte für das Spiel besorgte, hatte ich doch noch gar keine Ahnung wie ich hinkommen sollte oder, ob mein Schichtplan es mir erlaubte erst Sonntagnacht wieder nach Hause zu kommen.
Letzteres Problem war schnell geklärt: Spätschicht am Montag - Hurra! Aber wie hinkommen? Marcel hatte dafür recht schnell eine Lösung parat. Er wollte sich einfach einen VW T4 Bus kaufen. Dann hat man immer ‘ne Alternative wenn‘s auswärts geht. Klasse der Kerl.
Leider lief mit der Finanzierung einiges schief und so kaufte er sich einen Opel. Gut dann halt mit‘m Opel nach Ka.
Am Abend vor der Abfahrt schmissen sich dann alle Pläne wieder über den Haufen. Bei Svenne im Auto war ein Platz frei und so besetze ich den Platz bei Svennes Gammelfleischcontainer und Colle konnte in Marcels Opel mitfahren. Doppelt gut, da ich so des Nächtens nur zur Messe und nicht bis nach Neukölln musste.
Also stand ich nach einer Nacht ohne Schlaf an der Tanke an der Messe und wartete auf meine Mitstreiter. Svenne erschien als erster. Mit an Bord seine Freundin Jassi und Bob. Kurz darauf erschien Oli mit Marco und Flo im Auto. Als Minni dann eintraf, konnte es losgehen.
Ich stieg mit zu Svenne und ehe ich mich versah hatte mir Jassi schon ein Kissen angeboten und kaum waren wir aus Berlin raus, war ich schon im Reich der Träume. Immerhin ist kurz nach drei ja auch ‘ne gute Zeit zum Schlafen.
Ich wachte erst nach guten 200 Kilometern wieder auf. Pünktlich zur ersten Pause.
Auf dem WC des Rasthofes gab es einen Automaten mit Spielzeug für Erwachsene und Svenne berichtet mal so etwas gekauft zu haben, um mal zu gucken wie das so sei…ich fragte da einfach nicht weiter nach. Weiterhin bedauerte er den Nicht-Kauf einer so genannten „TravelPussy“. Und auch jetzt konnte er diesen Kauf nicht nachholen, denn das gute Stück war ausverkauft. Sehr schade. Das hätte uns alle mal interessiert. Aber Svenne nimmt ja grundsätzlich nur das Positive mit und so beschloss er einfach seinen Jappy Namen in TravelPussy zu ändern. Viel Spaß damit mein Freund und erfreue dich an den vielen Mails die du mit so einem Nick bekommen wirst.
Ein weiteres Highlight stellte ein alter Mann, der Flaschen aus den Mülleimern sammelte, dar: Er durchwühlte einige Tonnen, zog die Flaschen heraus, zündete sich dann eine dicke Zigarre an und stieg in seinen Mercedes, um die zehn Meter zur nächsten Tonne zu fahren… Wie lange es wohl dauert einen Mercedes mit 15 Cent Flaschenpfand abzubezahlen?
Bei weiterfahren fiel ich wieder für einige Stunden ins Land der Träume, war aber dadurch extrem ausgeschlafen, als wir nach einem kleinen Tankstop bei Mäces Frühstückten.
Bob rutschte erstmal auf dem frisch gewischten Boden von MC aus und es entbrannte eine kleine Diskussion mit dem Verkaufspersonal übers Verklagen. Natürlich alles Spaß. Nachdem wir uns gestärkt hatten, begannen wir mit kleinen Kieselsteinen auf dem Parkplatz Fußball zu spielen. Hier konnten die Herren der Schöpfung ihr Können beweisen und erst als Svenne sich an einem größeren Stein den Fuß kaputt schoss, stiegen wir auf einen Korken um. Da dieser von Marco aber in feinster Pantelic-Manier weggeschossen wurde, mussten wir auf eine Chipsdose umsteigen. Svenne war sich dann ziemlich schnell sicher, dass es sich um die Geschmacksrichtung „Schieß and Onion“ handeln musste. Wir bückten uns ab vor Lachen.
Gefühlte fünf Minuten später erreichten wir auch schon das Ortsschild „Fächerstadt Karlsruhe“ und die Vorfreude auf das Spiel bzw. das Drumherum wurde gigantisch.
Wir parkten die Autos auf dem dafür vorgesehen Parkplatz und amüsierten uns erstmal eine Runde über die anwesende Polizei, die sich wie selbstverständlich gegen einen Stromkasten lehnte, auf dem in dicken Lettern „Bullen Töten“ zu lesen war.
Am Eingang für Gästefans hatte sich schon Marcels Opel-Besatzung in Form von Colle, Freddy und Julien versammelt. Timo und Nancy stießen kurze Zeit später auch dazu.
Bei der Einlasskontrolle stellte ich fest, dass ich schon das zweite Mal in dieser Saison meinen Schal hab im Auto liegen lassen (Schande über mich). Aber Gott sei Dank war ja „Baden Fan Artikel“ da und so wurde erst mal ein bisschen eingekauft. Auch ein Pro-KSC-T-Shirt wurde erworben und nachdem dann auch noch ein Zäpfle und eine Cola die Kehle befeuchtet hatten, ging es in den Block.
Kurz vor dem Anpfiff erschienen dann auch Maddin, der das Wochenende in der Fächerstadt verbrachte, und Lucas auf der Bildfläche.
Ja und dann konnte es auch schon losgehen:
Zum Spiel:
Der KSC spielte wie eine Mannschaft mit dem Rücken zur Wand und beherrschte klar die erste Hälft. Die logische Konsequenz war das 1:0 durch einen Freistoß kurz vor dem Pausentee.
Nach der Halbzeit kam Patrick Ebert ins Spiel und schmiss ordentlich den Ofen an. Hertha überrollte den KSC. Dreimal traf Raffael, zweimal Ramos und einmal Ronny. Ich möchte trotz der Schönheit dieser Tore nicht weiter auf sie eingehen.
Der KSC kam zwischenzeitlich durch einen weiteren Freistoß noch einmal auf 2:4 heran. Am Ende hieß es aber 2:6 für die Hertha.
Zur Stimmung:
Gut und gerne 1.800 Herthaner hatten sich im Gästeblock versammelt und erzeugten zusammen mit den Karlsruhern eine einmalige Choreo. Im Block des KSC wurden tausende kleine Baden Fahnen geschwenkt, auf der Geraden gab es blaue und weiße Fahne und im Gästeblock wurden Berlinfahnen geschwenkt. Untermalt wurde das ganze durch ein an den Zaun gehängtes Schachbrett, hinter dem die Vereinslogos aller Zweitligisten auf Bauern-Schachfiguren zu sehen waren.
Vom Dach der Gegengeraden hing ein Spruchband, auf dem Stand: "Genauer betrachtet sind außer uns nur Bauern auf dem Schachbrett". Darunter ein Bild des Phönix und des Berliner Bären.
Gekrönt wurde das ganze vom König und der Königin des Schachs mit jeweils dem Hertha- und dem KSC-Logo, die von den beiden Fanblöcken starteten, sich in der Mitte trafen und dabei alle anderen Bauern umschossen.
Beide Fanlager schienen vom gemeinsamen Wochenende noch etwas verkatert zu sein und so wurde es nicht sehr oft laut. Der Wechselgesang gab mal wieder eine schöne Gänsehaut, aber ansonsten wurde es auch durch den Spielverlauf immer ruhiger.
Die Karlsruher stellten nach dem zwischenzeitlichen 1:4 den Support ein und auch der Gästeblock vermochte es nicht über das Ergebnis allzu laut zu jubeln.
Die Spieler wurden lediglich beklatscht nach Spielende. Zu tief saß der Stachel der Derby-Niederlage und zu groß war das Mitgefühl mit dem KSC.
Bevor wir uns alle dran machten, den Block zu verlassen, gab es von uns noch mal ein fettes „Auf geht’s Karlsruh‘ kämpfen und siegen“ in Richtung Heimkurve.
Und nun stand ich da. Der Wildpark war fast schon leer, die Sonne erleuchtete den Rasen und die Fluchtlichtmasten ragten stolz in den Himmel. Ich wurde bis jetzt jedes Mal reumütig beim Verlassen des Stadions, aber heute war es besonders schlimm. Ich biss mir auf die Lippe, um nicht in Tränen auszubrechen. Es kam alles zusammen: Ein Stück Erleichterung, Erinnerung an unsere eigene beschissen Lage letzte Saison und ein Stich in die Stelle des Herzens, welche für den KSC schlägt.
Als sich unsere Truppe vor dem Stadion sammelte, sah man dieselben Gefühle in allen Augen.
Zurück am Auto wurde noch schnell ein Gruppenfoto mit dem vorhin erwähnten Stromkasten geschossen. Dummerweise schien das Ding Glaswolle auf dem Deckel zu haben, jedenfalls juckten Marcel und mir tierisch die Arme. (Wir hatten uns in cooler Pose draufgelehnt)
Als dann Maddin endlich da war (wir nahmen in wieder mit weil Denis und Tobi noch bis Montag bleiben) konnte die Heimfahrt starten.
Die ersten Kilometer verliefen noch recht locker. Man pöbelte zum Abschied noch gegen Marcels Opel Besatzung und lieferte sich mit Oli eine kleine „unser Auto ist das Party Auto Challenge“ aber dann gingen die Lichter auch langsam wieder aus.
Beim ersten Tankstop wurde die Tanke dank Olis Autoradio und Westerland von den Ärzten zur Disco umfunktioniert, bevor es ein Stückchen weiter zum Dinieren wieder zu Mc Donalds ging. Unsere freundlichen Kassiererinnen vom Morgen waren leider schon abgelöst worden. Machte aber nichts. Wir verdrückten schnell unser Essen und machten dann, dass wir weiter kamen. Der FKO-Bus hatte nämlich gerade gehalten und es war sowieso schon viel zu voll.
So mussten wir aber leider auch auf erneutes Fußballspielen verzichten und das obwohl Minni, Jassi und ich extra für einen kleinen Ball in Karlsruhe zusammengelegt hatten.
Ansonsten versinkt die Rückfahrt in einem unruhigem Schlaf inklusive zwei Krämpfen im Fuß.
Kurz vor Berlin stieg Maddin zu uns ins Auto, so konnte Oli gleich Richtung Hohenschönhausen gurken und wir ab nach Spandau.
Am Siemensdamm bezahlten wir noch schnell den Sprit und quälten uns mit dem U7 Pendelverkehr nach Harselhorst.
Gegen null Uhr lief ich zuhause ein und warf mich sofort ins Bett.
Dem Aufstieg ein Stückchen näher gekommen und das schönste Stadion außerhalb der Hauptstadt wiedergesehen.
Eigentlich ein wunderschöner Tag.
Auf geht’s Karlsruh‘ kämpfen und Siegen!
Danke an Sven und Oli fürs fahren.
Hauptmann
Re: Saison 10/11
Hauptmann - 12.03.2011, 15:09
SV Babelsberg 03 – Rot Weiß Erfurt 1:1
25.Spieltag 3.Bundesliga 2010/2011
Samstag, den 19.02.2011 14:00 Uhr
Karl-Liebknecht-Stadion
2.500 Zuschauer
VFI, DBS, FDJ
Samstag früh nach einer Spätschichtwoche. Du hast nächste Woche frei und musst theoretisch erst um 18Uhr in Neukölln sein zum Fan Club Treffen. Das heißt du könntest jetzt liegen bleiben, den Radiowecker wieder ausmachen und in ein paar Stündchen ausm Bett schlürfen und ein langes Frühstück genießen. Und was machst du stattdessen?
Du fährst nach Babelsberg um dir mal wieder 3.Liga vom feinsten zu geben.
Ich traf mich mit Toby am Westkreuz nachdem ich 15minuten in eisiger Kälte gewartet hatte und gemeinsam fuhren wir mit der S7 Richtung Babelsberg. Die Fahrt überbrückte man mit Gesprächen über Job, Fußball, Gott und die Welt.
Babelsberg war wie schon das letzte Mal weiträumig abgesperrt um zu verhindern dass die Kinderhorde der Antifa auf Gästefans losgeht.
Die Einlasskontrollen verliefen heute recht ruhig und nachdem man eine Karte gelöhnt und sich noch schnell ne Wurst geholt hatte stand man auch schon im Block.
Die versprochenen plus zwei Grad des Wetterdienstes galten anscheinend nicht für Babelsberg und es war arschkalt im Block.
Gott sei Dank konnten wir uns recht schnell ablenken indem wir die Babelsberger Antifa Szene beobachteten die wie Toby bemerkte, es nicht mal schafft den Platz hinter ihrem Banner zu füllen. Er regte sich furchtbar darüber auf, dass das Filmstadt Inferno so einen großen Banner benutze und meinte ganz richtig, dass ein kleiner Banner mit dem Kürzel FI reichen würden. Ich musste ihn verbessern: VFI müsste auf dem Banner stehen. Für „Vollidioten Filmstadt Inferno“
Zum Spiel:
3. Liga durch und durch es wurde mehr gebolzt und Graß gefressen als wirklich gespielt. Gefiel mir ganz gut.
Das 1:0 für die Vorort Mannschaft fiel nach einem ziemlich klaren Torwart foul und der Schiri zeigte dies auch an, endschied sich aber Sekunden später doch für Tor. Also auch der Unparteiische 3. Liga pur.
Erfurt kam in der zweiten Halbzeit noch zum Ausgleich. Danach plätscherte das Spiel so vor sich hin und eh man sich’s versah war’s auch schon vorbei.
Zur Stimmung:
Die Babelsberger probten mal wieder den Politischen Aufstand und ließen das Anfeuern ihres Teams dafür links liegen. Als sie zu Beginn der zweiten Hälfte auch noch ihren kompletten Block in Politische Spruchbänder hüllten antworteten die Erfurter mit einem: Das hat mit Fußball nichts zu tun Gesang, was Toby und mir sehr gefiel und wir uns nun endgültig sicher waren, dass kein 03er einen DBS hat… einen Daseins Berechtigung Schein für alle dies nicht wissen.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich nur noch bis zum Sommeranbruch dauert bis der ganze Babelsberg Block und Opis oder Papis FDJ Hemden aufläuft.
Auf Erfurter Seite fand wohl ein Generation Wechsel statt. Jedenfalls bestieg ein erst 15 Jähriger den Zaun. Und das auch erst Mitte der Zweiten Halbzeit und mit einem Kaputten Megaphon. Heißt Stimmung war ok aber für die Erfurter Verhältnisse die ich kenne absolut mies.
Direkt nach dem Schlusspfiff machten Toby und ich uns aus dem Staub, schließlich wartet ja noch ein Fan Club Treffen auf uns.
Schnellen Schrittes (war ja kalt) erreichten wir den Bahnhof und stiegen kurze Zeit später in eine schön beheizte S Bahn.
In diesem Sinne:
Scheiß Winter
Scheiß 03er Antifa Pack
Scheiß Politik beim Fußball.
Ha Ho He
Hauptmann
Re: Saison 10/11
Toby_der_Lange - 20.03.2011, 16:04
SpVgg Greuther Fürth – Hertha BSC 0:2
26.Spieltag 2.Bundesliga 2010/2011
Montag, den 14.03.2011 20:15 Uhr
Trolli-Arena
12.790 Zuschauer
Kuchen, Pizza und Spülwasser.
Halb zehn morgens in Berlin. Der Wecker klingelte und ich erwachte schon mit dem Gedanken, dass das heute nur ein guter Tag werden konnte. Hertha spielte heute, ick bin dabei und für alles weitere sollte gesorgt sein. Also raus dem Bett und rauf auf die Piste.
Am Rathaus Steglitz angekommen begrüßte mich auch schon die gut gelaunte Busbesatzung der Blue Dolphins. Bei einer Zigarette unterhielt man sich noch über dies und das und es sollte nicht lange dauern bis wir uns auf die lange Fahrt nach Bayern machten.
Da Sandra, ein Mitglied der Delphine, Geburtstag hatte, wurde dieser natürlich auch noch mal ausgiebig begangen. Mit Kuchen wurde der gesamte Bus versorgt, ein Ständchen gesungen und mit Komplimenten überhäuft. Die Überraschung war gelungen und Sandras Gesichtsfarbe brauchte lange, um sich wieder zu normalisieren.
Einige Klopfer-Runden später wurde dann zu guter Musik und Würstchen das ein oder andere Lied mitgesungen bzw. mitgegröhlt. Eifrig versuchte ein Fotograf der Berliner Morgenpost alles festzuhalten. Er und ein Kollege waren dabei, um über die Auswärtsfahrer Herthas zu berichten. So kam es vor, dass man uns auf einer Raststätte zu einer Polonaise zwingen wollte, worauf ich spontan starke Schmerzen bekam. Bei einer weiteren Pause sammelten wir noch einen „Oberpfälzer Herthaner“ namens Olli ein und waren kurze Zeit später in Fürth.
Ich stand also vor dem Stadion und hatte sofort Angst um mein Leben. Der gesamte Gästeblock bestand aus einem einzigen Gerüst. Auf den Schock musste ich erst mal was essen. Da eine Pizzabude nicht weit war, fiel die Entscheidung nicht schwer und ich kam in den Genuss des „Wir-geben-Pizza-nur-nach-Nummern-aus-System“. Was für ein Spaß. Nach 10 Minuten (!) war die Minipizza fertig und es sollte auch nicht mehr lange bis zur Stadionöffnung dauern. Lukas gesellte sich überraschender Weise auch zu uns. Das aber auch mittlerweile Frauen zum Fußball gehen scheinen die Bayern nicht mitbekommen zu haben. 6 Dixiklos für 1500 Menschen ist schon hart, aber wenn es dann nicht mal seperate Möglichkeiten für Frauen gibt, ist das ehrlich gesagt unter aller Sau. Sollte Fürth tatsächlich doch aufsteigen, dann muss da dringend was getan werden.
Vom Bier ganz zu schweigen. Schmeckte wie Spülwasser. Im Block fand ich dann auch eine Wagenladung Neuköllner. Tobi, Dom, Stephi und Denis hatten sich auch in die Provinz verirrt.
Spiel:
Hertha spielte eigentlich von Anfang an sehr gefällig nach vorne, so dass die Kleeblätter nicht richtig zur Entfaltung kamen. Nachdem der Schiri ein wenig „Wer will alles noch gelb?!“ gespielt h und das Spiel zerpfiffen hatte, kam Hertha durch Ramos zur verdienten Führung. Nach der Pause legte Hertha gleich nach und kam schnell dank Niemeyers harten Schädel zur 2:0 Führung.
Fürth versuchte nochmal alles, schaffte es aber nicht den Anschluss zu erzielen.
Stimmung:
Kurz was zu den Fürthern: Leise und ständig in Bewegung. Die Choreo war für deren Verhältnisse schon ganz gut, nur gab es in der Koordination einige Schwierigkeiten, weil die Mannschaften sich sehr viel Zeit ließen auf' s Spielfeld zu kommen. Wir, ca. 1500 aus der Mutterstadt, waren zu jeder Phase des Spieles gut drauf und zeigten den Fürthern, was man trotz fehlender Akustik alles machen kann, inklusive Pyroshow. Alles in allem ein sehr gelungener Auftritt in der Trolli-Gerüstbau-Arena.
Rückfahrt:
Die Rückfahrt gestaltete sich recht ruhig. Nachdem wir noch ein wenig gefeiert und auf den Sieg angestoßen hatten, wurde es relativ schnell ruhig im Bus. Einige schliefen schon einmal vor, weil der Wecker drohte, und einige unterhielten sich noch einmal über die geliebte alte Dame. So verlief die Fahrt relativ kurzweilig und wir erreichten wieder Rathaus Steglitz, wo uns ein kleines Empfangskomitee der Blue Dolphins bereits erwartete. Ich schmiss mich in die U-Bahn und alles war gut. 3 Punkte, eine gelungene Fahrt und nette Gespräche. Vielen Dank für den perfekten Ablauf an die Heike und Co.
HA HO HE
Toby
Re: Saison 10/11
Hauptmann - 29.04.2011, 22:08
Meidericher Sport Verein Duisburg - Hertha BSC 0:1
31. Spieltag 2.Bundesliga 2010/2011
Montag, der 25.04.2011 20:15 Uhr
Wedaustadion
16.800 Zuschauer
Tobys Tür
Was hat Daniel Düsentrieb mit Duisburg zu tun?
Geliebte Hertha, ich möchte mich bei dir entschuldigen. Ich habe das Gefühl, dich sehr oft alleine gelassen zu haben dieser Tage.
Doch du musst wissen, egal wo du warst, mein Herz war immer bei dir und meine Liebe zu dir erlosch auch in diesen dunklen Zweitligatagen nie. Nur war ich dank Livespielen auf Sport1 und absurden Anstoßzeiten selten in der Lage dir zu folgen.
Heute allerdings an diesem wichtigen Tag im unwichtigen Duisburg werde ich endlich wieder bei dir sein. Ein dickes Danke geht an dieser Stelle an Chef Majo, der mich noch die Schicht tauschen ließ, um nach Duisburg zu reisen.
Der Wecker klingelt. Macht nichts, bin schon wach, konnte nicht schlafen, war irgendwie nervös.
Es gibt sie also doch noch: Spiele die einem den Schlaf rauben. Nach einem hektischen Abend, an dem Autobesatzungen hin und her tauschten, fand ich mich am Morgen des Ostermontages auf dem Weg nach Neukölln. An der Berliner Straße lief mir Toby in die Arme und wir setzen unsern Weg gemeinsam fort.
Am Kaffee und ner Zigarette festhaltend schlurften wir am S-Bahnhof Hermannstraße zum vereinbarten Treffpunkt, wo Marcel und Julien schon auf uns warteten.
Zu meinem großen Ärger hatte das Burger King, welches als Treffpunkt diente, noch zu und mein Frühstück musste warten.
Wir quetschten uns in Marcels Karre und erster Kritikpunkt der Fahrt war ganz klar die Sitzhöhe auf der Rückbank. Ich konnte nicht gerade sitzen und hatte nur mehrere Stunden Kopfeinziehen vor mir.
Zweiter Kritikpunkt, der aber mehr zu einem Running Gag wurde, war die Beifahrertür, die Toby nicht zubekam. Erst beim zweiten Anlauf war sie zu.
Bei ordentlicher Krawallmucke und guter Laune ging es auf die Autobahn.
Recht schnell erreichten wir unser erstes Etappenziel: Rasthof mit Burger King. War ja Frühstückszeit. Nachdem mehr gelacht als gegessen wurde, lief uns noch der Mitarbeiter des Monats des Rasthofes über den Weg. Man, man, man… Wer so viel Arbeitsmotivation an den Tag legt, müsste eigentlich Bundeskanzler sein.
Dann ging es weiter, allerdings erst als Toby seine Tür richtig geschlossen hatte…
Der große Osterstau blieb aus und so kamen wir mehr als zugig voran und machten noch einige Frischluftpausen.
Auf einer dieser Pausen trafen wir auf eine 9er Besatzung aus Berlin, die sich die Zeit bei diesem schönen Wetter mit Grillen auf dem Parkplatz vertrieb. Absolutes Highlight stellte das mit Senf auf die Fahrbahn geschriebene „BSC“ dar.
Als die Jungs wieder in ihrem 9er waren und los wollten, wunderten sie sich über unser Gelächter und als Antwort auf ihre fragenden Blicke deuteten wir, vor Lachen schon Tränen in den Augen, auf die Windschutzscheibe ihres Fahrzeuges, wo eine rohe Bratwurst thronte.
Als diese beseitigt war und die Herren ihre Tour fortgesetzt hatten, dösten wir noch ein wenig auf den Tischen in der Sonne und amüsierten uns über Autofahrer, die sich den Unterboden mit Senf versauten, indem sie über den BSC-Schriftzug auf der Straße düsten.
Wir machten uns dann auch wieder fahrbereit und nachdem Toby die Tür zweimal zugemacht hatte, ging es weiter.
Da Marcels Auto ein Raucherauto ist, nutzen wir jeden zähflüssigen Verkehr, um alle Fenster aufzureißen, die Musik voll aufzudrehen und erst mal zu pöbeln, was das Zeug hielt. Natürlich nutzten die drei Single-Herren die Gelegenheit, auch um hier und dort etwas zu flirten.
Ein kleiner Erfolg wurde dabei in einem VW erzielt, leider nicht bei der attraktiven jungen Dame auf dem Hintersitz, sondern bei den drei rüstigen Rentnerinnen im Wagen.
Sie warfen nun bei jedem Überholen ihrer oder unsererseits Kusshändchen in unsere Richtung.
Julien kommentierte ganz trocken: „Hey Toby, endlich mal was in deiner Altersklasse!“
Gegen 17 Uhr rollten wir dann in Duisburg ein, natürlich viel zu früh, aber so hatten wir genug Parkmöglichkeiten. Als unser Gefährt geparkt war, parkten wir uns in einem Biergarten am Wasser und genossen die Sonne.
Marcel und Julien gingen dann schon mal los, um sich für Karten anzustellen.
Toby und ich folgten einige Minuten später.
Am Gästeblock wurden die bereits anwesenden Gesichter begrüßt und dann hieß es warten. Nach uns nach trafen immer mehr bekannte Hauptstadtkinder auf den Plan und endlich durften man das Stadion betreten.
Schau-ins-Land-Reisen-Arena… normalerweise versuche ich Kraftausdrücke zu vermeiden. Könnte ja sein, dass leicht beeinflussbare Minderjährige diese Zeilen lesen. Aber bei solch einer Verschandlung eines Stadion-Namens muss ich meine Prinzipien einfach über den Haufen werfen.
SCHEIß KOMMERZ!
Im Inneren wurde nach dem WC erst mal der Fressstand gecheckt. Ein kulinarischer Leckerbissen war hierbei ganz klar der Dönerstand, der mit Preisen von 4 € lockte. Knapp am Schnäppchen vorbei dieser Preis. Ein Blick in die Zutaten brachte mich zum Grübeln: Warum liegen denn da kleine schwarze Kekse neben dem Salat? Ach du jeh, das sind ja Tomatenscheiben.
Also Döner links liegen gelassen und ne Krakauer und ne Cola geordert. 7 € für den Spaß und es gab noch nicht mal ein Lächeln Seitens der Kassiererin gratis.
Das Stadioninnere war recht unspektakulär. Wolfsburg, Gladbach, Magdeburg und Duisburg scheinen ihre Bauteile alle vom selben Ukrainischem Hersteller zu bekommen.
Kurz vor dem Anpfiff gesellte sich noch Maddin zu uns, der mit irren FKO-Tour-Geschichten glänzte.
Außerdem war er sich sehr sicher herausgefunden zu haben, dass der Stadtname Duisburg sich vom Disney Ingenieur Daniel Düsentrieb ableitet. Lassen wir das einfach mal so stehen.
Dann endlich betraten die Mannschaften den Rasen.
Zum Spiel:
Ziemlich zerfahren würde ich mal sagen. Gab hüben wie drüben einige Chancen.
Ramos nutzte eine davon zum 0:1 und der Drops war gelutscht.
Zur Stimmung:
Man munkelt was von ca. 2000 Herthanern im Gästeberreich und ich glaube ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass Berlin die Bude gerockt hat.
Die Duisburger waren selten zu vernehmen, aber 90 Minuten in Bewegung.
Natürlich war in unserem Block das Feuer am Brennen nach dem Führungstor und dem Abpfiff. Auch zwischenzeitlich gab es etwas Feuer, welches einen Gelungenen Auftritt abrundete.
Nun war uns der Aufstieg nicht mehr zu nehmen und Fans und Mannschaft feierten was das Zeug hielt. Als die Spieler schon wieder in der Kabine waren ging die Party weiter. Unter anderem startete man eine Laola mit menschenleeren Rängen.
Irgendwann während der Feierlichkeiten zwischen dem 0:1 und dem Abpfiff entledigten sich zahlreiche Herren ihrer T-Shirts. So auch ich. Dank Sport1 erhielt ich nun einige SMS die mich aufforderten mich wieder zu bekleiden.
Sport1 = Stasi?
Alles in allem konnte man die Feierlaune am besten so beschreiben: Die Stimmbänder aller waren geschwollen und verursachten bei jedem Wort einen abartigen Brechreiz. Doch anstatt etwas zu trinken, wurde einfach noch lauter gesungen. Quasi Feuer mit Feuer bekämpfen.
Wir sammelten uns alle vor dem Stadion, wo Seppi und ich uns erst mal genüsslich eine Zigarre ansteckten.
Dann teilten wir uns wieder auf unsere Autos auf und verabredeten uns für den nächsten Rastplatz zwecks Gruppenfoto.
Nachdem Toby es wieder nicht beim ersten Mal geschafft hatte, seine Tür korrekt zu schließen, düsten wir wieder auf die Autobahn.
Das Treffen auf dem Rastplatz gestaltete sich etwa schwieriger als erwartet und so trafen wir uns schließlich in „Stettin“…
Ha nein, nicht in Polen – so hieß der Parkplatz, der in totaler Finsternis etwas abseits der Autobahn lag.
Wir waren als erste vor Ort und nach 15-minütigem Warten rollten die anderen auch auf den Parkplatz. Hinter ihnen kamen Flo und Chris angefahren. Die eigentlich nur kurz halten wollten, um Chris in Ruhe ne Runde kotzen zu lassen.
Als das Pyro abgebrannt, wir uns ausgefeiert und die Fotos geschossen waren, gings auch wieder weiter. Immerhin war ja morgen ein Arbeitstag.
Toby brauchte wieder zwei Versuche um die Tür zu schließen.
Den Rest der Fahrt verbrachte Julien im Land der Träume. Ihn traf es am härtesten. Seine Schicht begann Dienstag um 8 Uhr.
Toby und ich wechselten uns mit Schlafen und Marcel Wachquatschen ab.
So zwischen 6 und 6:30 Uhr rollten wir vor Tobys Haustür vor. Er stieg aus und ich setzte mich für die restliche Strecke nach vorne. Als ich die Tür schloss, fragte ich Marcel: „Isse zu?“ Er blickte Prüfenden und meinte: „Klar, die is ja auch nicht kaputt oder so. Toby hatte se auch immer beim ersten Mal zu, aber es hat Spaß gemacht ihn damit zu verarschen.“ Pengo, mein lieber Marcel, der Gag war klasse!
Marcel setzte mich freundlicher Weise direkt vor meiner Tür ab, bevor er Julien zur Arbeit fuhr. Armer Kerl.
Ich konnte noch zwei Stunden schlafen, bevor es unter die Dusche ging.
Frisch geduscht und mit frischen Klamotten ausgestattet bemerkte ich was für eine Hammerfahrt das gewesen sein musste, denn ich stank immer noch…
Wir sind wieder da!
Danke an Marcel fürs fahren und euch allen eine schöne Sommerpause.
Ha Ho He
Nie mehr 2. Liga
Hauptmann
Re: Saison 10/11
Hauptmann - 20.05.2011, 11:45
BSG Wismut Aue - Hertha BSC 0:2
33. Spieltag 2.Bundesliga 2010/2011
Sonntag, der 08.05.2011 13:30 Uhr
Erzgebirgsstadion
15.000 Zuschauer
Unverhofft kommt oft
Unterwegs mit der Blue Army und der Army of Assholes.
Als wir noch kleine Scheißer warn,
da wussten wir nicht viel,
doch wir ham schon gern Terrorist und Polizei gespielt.
Ich wollte nie ein Bulle sein, denn Bullen sind nur Dreck.
Ich war viel lieber Terrorist
Und bombte alles weg!
Wer kann schon von sich behaupten, er liebt seinen Arbeitsplatz?
Ich kann das. Das hat natürlich mehr als nur einen Grund. Zum einem steht ein mehr als akzeptabler Lohn auf meiner Gehaltsabrechnung, zum anderen macht die Arbeit Spaß. Aber am geilsten und brillantesten sind die Kollegen. Das Thema Aue war für mich im Grunde schon abgegessen, als mich Samstag vor einer Woche mein Kollege Steffen via Gesichtsbuch anschrieb um mir nahezulegen, dass ich mir für den Muttertag nichts vornehmen sollte, er hätte da nämlich noch ‘ne Auekarte plus Busplatz für mich besorgt.
Pengo!
Also war ich am Morgen des Sonntages, der laut Kalender Muttertag war, auf dem Weg zum U-Bahnhof Bismarckstraße.
Während der Fahrt mit dem Nachtbus und er U-Bahn sinnierte ich so vor mich hin, ob das denn moralisch vertretbar sei, am Muttertag der Hertha zu folgen. Allerdings wurden mir einige Dinge recht schnell klar: Meine Mutter war ja überhaupt Schuld an meiner Herthaleidenschaft, Hertha ist auch eine alte Dame und noch ging ich ja davon aus recht früh wieder in Berlin zu sein, um mit Frauchen, Bruderherz und Muttilein lecker essen zu gehen.
An der Bismarckstraße traf ich mich mit Toby und wir deckten uns mit frischem Geld ein.
Ich liebe Berlin am Morgen. Wie Peter Fox schon meinte: „Du kannst so hässlich sein, doch ich weiß, dass ich dich zum Atmen brauch.“
Kurz vor der Einfahrt der U-Bahn begegnete man noch der HBSC – Crew - schönen jutn morjen die Herren - und in der U-Bahn saßen schon mein Kollege Steffen und sein Kumpel JoJo.
Am Olympiastadion angekommen mussten erst mal die Busse von Hertha und dem FKO gefunden werden. Nach einigem hin und herlaufen hatten wir den unseren Bus gefunden. Nur Toby musste wieder umkehren. Er hatte zwar wie wir Bus Nummer 3 allerdings nicht von Hertha sondern dem FKO.
So konnten Steffen, JoJo und ich die hintere Bank des Busses für uns nutzen, was zu einer ungewohnten Beinfreiheit führte.
Einigermaßen pünktlich setzten sich die Busse in Bewegung.
Eigentlich sollte Kolonne gefahren werden, aber das wussten die Busfahrer anscheinend nicht.
Die Tour als solches verlief ungemein ruhig, man las, hörte Musik oder unterhielt sich mit den Jungs der Blue Army, die sich vor uns platziert hatten.
Eine wirklich dufte Truppe, mit der die Fahrt wie im Fluge verging. Auch meine beiden Reisebegleiter Steffen und JoJo sorgten für eine super Atmosphäre.
Wir machten eine kleine Pinkelpause und dann später bei Zwickau eine längere Pause, in der sich alle Busse sammeln mussten.
Diese von der Polizei durchgeführten Maßnahme warf einige Mängel auf, so schlüpften mindestens die Hälfte aller Busse (man munkelt etwas von 26stück insgesamt) an der Polizei vorbei.
Die Übrigen trafen sich auf dem besagten Parkplatz, wo bald Volksfeststimmung aufkam. Ich zählte 13 Busse, die sich auf engstem Raum versammelt hatten.
Als dann die Polizei auch begriffen hatte, dass diese Aktion sinnlos war und der Parkplatz langsam überquoll, gings weiter Richtung Aue.
Über malerische Landstraßen, von denen man einen fantastischen Blick auf das Erzgebirge werfen konnte, erreichten wir schließlich die Heimat der BSG Wismut.
Am Stadion, welches den herrlichen Doppelnamen „Sparkassen-Erzgebirgsstadion“ ziert, manövrierte sich unser Bus dann auf den viel zu kleinen Gästeparkplatz und wir begaben uns auf die Suche nach dem für uns passenden Eingang.
Nach einer halben Runde ums Stadion fanden wir unseren Zugang und passierten die Kontrolle recht fix.
Die Anhänger aus Aue gaben sich äußerst gastfreundlich und wirkten damit wie ein Kontrastprogramm zu dem, was sich die VoPo später noch leisten sollte.
Das Innere des Stadions wirkte auf mich erst mal eines: bedrückend. Es war voll bis zum geht nicht mehr. Das lag wohl an der recht unglücklichen Konstellation, einen Weg zwischen WC und Imbissbuden zu bauen, der auf der anderen Seite vom Rücken der Tribüne eingeengt wurde.
Endlich in unserem Block angekommen stellten sich JoJo und Steffen recht mittig und ich gesellte mich zu Toby der sich am Zaun postiert hatte. Timo, Ronny und Nancy gesellten sich kurz vor Anpfiff auch noch zu uns.
Timo brach auch gleich mal einen kleinen Streit vom Zaun, indem er sich nach fünf Minuten auf den Zaun setzte, was anderen Fans im Block und er Ordnungsdienst nicht so lustig fanden. Ihre Beschwerden wiederum fand Timo dann nicht so lustig. An dieser Stelle sei aber mal ganz klar gesagt, wer es wie Timo an diesem Tage zu seinem zweiten Auswärtsspiel in dieser Saison schaffte, hat sich ganz klar das Recht verdient auf dem Zaun zu hocken….
Zum Spiel:
Beide Teams im Schonwaschgang – Hertha mit B-Elf aber effektiver und so erzielten Ramos und Friend die beiden Treffer des Tages.
Zur Stimmung:
Schaulaufen für die Aufstiegskolonne. Ein Pufferblock trennte den eigentlichen Gästeblock und den neutralen Block, der aber in blau-weißer Hand war. Darunter litt die Stimmung natürlich etwas. Aber bei den Partykrachern konnte man schon ganz gut abrocken.
Im Block der Auer war durchgehend Bewegung plus etwas Pyro zu sehen. Zu hören war leider nur der Wechselgesang.
Der Abpfiff konnte für Blau-Weiß nur eines bedeuten: Party. Aufgestiegen, Meister geworden, janz Berlin wieder eene Wolke.
Die Mannschaft ließ sich feiern und abklatschen. Unzählige Trikots fanden ihren Weg in den Gästeblock.
Als die Feierlichkeiten abgeebbt waren, machten wir uns auf den Weg zum Parkplatz. Schließlich war ja Muttertag und viele wollten noch etwas muttertagsmäßiges machen. Nach der Theorie sollte man ja auch so gegen halb acht wieder in Berlin sein.
Pustekuchen. Die Staatsgewalt, die sich den ganzen Tag schon kleine Provokationen leistete, rastete nun völlig aus und sperrte in der Folge den Parkplatz.
Die Ungewissheit, wie lange man nun noch hier stehen würde (es wurde am ende zwei Stunden), der leere Vorrat an antialkoholischen Getränken, die Erschöpfung und die brütende Sonne machten aus den Besatzungen der 26 Busse so langsam aber sicher aggressiver Tieren, die immer wieder von der Polizei provoziert wurden.
Kleinere Reibereien waren die Folge. Dabei konnte man wieder feststellen, dass es für die Cops ungemein praktisch ist, wenn man die Dienstnummer ganz einfach via Klett von seiner Kampfausrüstung abreißen kann….
Als sich die Army of Assholes dann endlich von den Bussen zurückzog ging es Richtung Heimat.
Die meisten ratzten bald weg. An sich verlief die Rückfahrt sehr ruhig, wer nicht schlief, der las, hörte Musik oder unterhielt sich mit seinem Nebenmann.
Erst kurz vor Berlin waren alle wieder wach und die Meisterschaft konnte nochmal gebührend gefeiert werden.
Gegen 22 Uhr erreichten wir wieder das Olympiastadion und ich machte mich fix auf den Weg nach Hause, um die Frühschicht am Montag einigermaßen zu überstehen.
So, was für eine geile Saison.
Danke nochmal an Steffen, der mir so unverhofft die Karte besorgte und dies mit mächtigen Augenringen am Montag früh bezahlte.
Danke an die Mannschaft, den Manager und den Trainer.
Danke an alle Herthaner, die ihre Mannschaft so großartig unterstützt haben.
Ein dickes Danke und ein fettes Ha Ho He an meinen BBH und natürlich ein dickes fettes, riesengroßes, überdimensionales ACAB an die EGH, die Volkspolizei, die Politessen und alle Polizeipferde.
Ha Ho He
Nie mehr 2. Liga
Deutscher Meister Hertha BSC
Hauptmann
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