Stellenabbau

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  • Alle Beiträge und Antworten zu "Stellenabbau"

    Re: Stellenabbau

    pendragon - 19.06.2006, 11:12

    Stellenabbau
    Wal Mart denkt über schließungen von 85 Filialen nach und Siemens und Nokia fusionieren im Mobile Bereich was zu ca. 15% abbau aller Stellen führen kann.

    So wie ich das sehe werden Stellen nur noch abgebaut und wegrationalisiert...Fortschritt schafft mittlerweile nur noch wenig Arbietsplätze um dieses zu kompensieren.

    Wenn also in Zulunft noch mehr Firmen fusionieren, können wir uns an drei Fingern abzählen wohin uns das führen wird.

    So schnell wie monatlich solche Nachrichten nun eintreffen, so schnell kann niemand Stellen schaffen. Das bedeutet für mich, das in der Zukunft ein großer Teil der Bevölkerung keinen Job haben wird, gewollt oder nicht.

    Gerade dieses Problem bereitet mir großes Kopfzerbrechen, wenn kein umdenken stattfindet, wie man diese Menschen versorgt (Hartz IV ist für mich dann eh nicht akzeptabel), wird ein großteil der Menschen ohne Arbeit sein. Sprich die Armut in Deutschland wird zunehmen und das im großen Stil !

    Es wird immer weniger Arbeit für immer mehr Menschen geben...gerade wegen diesem Ausblick in die Zukuft müssen andere Wege beschritten werden, andere Systeme her die sowas kompensieren können.

    Es muß Möglichkeiten geben auch diesen Menschen zu vermitteln, das sie etwas wert sind. Es muß darüber nachgedacht werden, wie diese zu beschäftigen sind und ein würdiges dasein führen können.

    Einige Gedanken hatten wir ja schon in einem anderen Thread beschrieben. Nur irgendwie habe ich das Gefühl das das ganze schneller passieren wird, als uns lieb sein könnte.



    Re: Stellenabbau

    Querdenker - 19.06.2006, 17:52


    Tja das liebe Geld, der eine hats der andere nicht. So war das schon immer so. Ich glaub der einzige Ausweg ist nen neuen Mensch zu züchten der keine übertriebene Gier mehr hat. :wink:

    Nun zum Thema. Die Politiker fordern immer wir sollen kaufen kaufen kaufen (also das tun was den Kapitalismus am leben erhält) aber woher wir das Geld nehmen sollen sagen die leider nicht. Ich sehs schon kommen, Beschäftigung werden hier im Lande nur noch hochqualifizierte haben, alle anderen werden sich mit Gelegenheitsjobs (Sklaverei?) rumschlagen müssen. Wie das wird sieht man schon lange in den USA. Dort haben viele Leute mehr als 2 Jobs, weil diese unterbezahlten Jobs nicht auslangen um den Lebensunterhalt finanzieren zu können. Über kurz oder lang wird unser Sozialsystem zusammenbrechen weils einfach nicht mehr bezahlbar ist. Die Folge davon wird sein das Leute wieder an Krankheiten leiden werden die es nur in Entwicklungsländern gibt. Es gibt jetzt schon sehr viele Leute die nicht mehr Krankenversichert sind und sich vor dem Tag fürchten wo sie mal richtig krank werden. Traurig aber wahr, sowas gibts schon lange hier im Lande.

    Weis echt nicht wohin das alles noch führen soll. Auf jeden Fall in keine glänzende Zukunft.



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 19.06.2006, 19:32


    tja am ende bleiben die reichen...die zugucken wie ihre sklaven dahinschwinden^^

    einige reiche sind ja ok...es gibt auch nette und welche die sich noch für arme einsetzen. aber es könnten natürlich viel mehr sein.

    so wie es läuft werden nur noch reiche kinder sich qualifizieren könen, da diese teure schulen besuchen können wo sie ausgebildet werden.

    der normale bürger findet keine ausbildungstätte und für eine schule wird ihm das geld fehlen. dann ist auch ein studium nicht mehr durch ferien oder nebenjobs zu bezahlen und schwupps...da haben wir die kleine elite.

    ich gönne ja vielen den erfolg...aber es gibt zuviele, die diesen erfolg nicht gerade auf legalen wege erlangt haben und sich dann mit dem geld, von ins unglück gestürzten menschen, in ruhestand begeben.

    der staat ist doch oft hilflos gegen diese wirtschaftverbrecher (z.b. hausbaufirmen die häuser halb fertigstellen, insolvenz anmelden und dann unter anderen namen weitermachen. am ende gewinn einstecken und ab ins ausland). die geschädigten sehen davon nicht einen euro wieder und sind dann in privater insolvenz und danach bestimmt hartz iv empfänger.

    diese firmen laufen oft nur bis zu 6 monate als briefkastenfirmen und danach sind sie verschwunden.

    direkt nebenan sehe ich auch firmen auftauchen, nach 6 monaten wieder ausziehen, manche kommen sogar wieder und gehen dann wieder weg.
    plötzlich werden verkäufer gesucht (callcenter), immer viele und dann von einem tag auf den anderen ist die firma futsch.

    ich selbst habe mal von einem callcenter berichtet aber dagegen wird nie was gemacht ausser private klagen gesammelt, die am ende höchstens einen privaten insolventen ex-boss treffen der eh nichts zahlen kann.
    (seine partner sind mit dem geld im ausland und warten nur auf ihn...)

    solche praktiken sehe ich überall...das erstaunliche ist, daß die immer davon kommen. man sieht doch wie groß die lücken im gesetz sind, daß solche firmen ihr spiel mit naiven menschen machen können.



    Re: Stellenabbau

    Querdenker - 19.06.2006, 21:20

    N-TV
    Schaut euch mal das an:



    http://www.n-tv.de/171.html



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 20.06.2006, 00:41


    lol das ist gut^^

    sklaven gesucht der daran auch spass hat hehe.



    Re: Stellenabbau

    AbNormal - 20.06.2006, 06:31


    Der Staat hat durchaus Mittel, gg. Wirtschaftsverbrecher vorzugehen, es wird aber nichts unternommen. Die regelmäßigen Aussagen v. Bund d. Steuerzahler + den Rechnungshöfen bestätigen diese Aussage. Jedes Jahr wird über dieselben Großverbrechen berichtet, nichts wird unternommen. Ein paar gute Steuerfahnder, und Steinbrück kann die MwSt auf 14% senken.
    Diese Raubzüge sind staatlich geduldet.



    Re: Stellenabbau

    TheGreatBeste - 20.06.2006, 11:42


    Zitat: Diese Raubzüge sind staatlich geduldet.

    Ja wer will nicht auch ein Stück vom Kuchen haben, wenn er es angeboten bekommt.

    Mann bin ich froh das es dieses Forum gibt.



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 20.06.2006, 14:32


    ist wirklich seltsam wie leicht steuerverbrechen oft totgeschwiegen werden, nur wohl bei promis nicht hehe.

    man bekommt ja sogar im tv immer net einzelene geschichten gezeigt, wo der staat steuern verschwendet hat. aber fakt ist...man hat auch nie eine aufklärung gesehen, oder was nun passiert ist.

    ich für meinen teil traue der informationspolitik kein bisschen.



    Re: Stellenabbau

    tr0p1kk - 21.06.2006, 18:18


    Das denke ich auch. Die ganzen aufdeckungen von irgendwelchen Schwindelfirmen oder ungesetzlichen Machenschaften werden zwar gezeigt, aber was daraus wird seiht man nie. Und dagegen etwas zu tun, tut sowieso keiner, zumindest nicht die, die estwas ändern könnten. Denn solange das Geld fließt kann denen das Schicksal anderer egal sein.



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 22.06.2006, 12:29


    :arrow: http://de.biz.yahoo.com/22062006/336/allianz-streicht-2008-fast-7500-stellen.html

    es ist mal wieder soweit...7500 stellen weg bei der allianz und der dresner bank.

    grund: um wettbewerbsfähig zu bleiben, nachdem man die besten gewinn zahlen seit langen geschrieben hat.

    wenn ich rekordgewinne verbuchen kann...warum muß ich dann leute entlassen um wettbewerbsfähig zu bleiben???
    und warum kommt das alles immer so plötzlich und massiv?
    huch wir haben 5-10.000 mitarbeiter zuviel, die müssen mal ebend weg o.O

    die bundesregierung schafft eindeutig keine arbeitspläze...und selbst wenn...
    so schnell wie konzerne und firmen mitarbeiter in den letzten monaten und jahren massiv entlassen, so schnell kann niemand arbeitsplätze schaffen.
    finde die begründung der unternehmen immer etwas zweifelhaft.



    Re: Stellenabbau

    Angel_of_sin - 22.06.2006, 13:00

    @pendragon
    das kommt daher, da viele Firmen an der Börse gelistet werden und die Aktionäre immer höhere Dividenden haben wollen. Dazu muss man kosten sparen. Wie geht das am einfachsten ? Stellen streichen. Schwupps ist der Aktienkurs oben und die Dividende sprudelt. Kapitalismus verlangt ja auch immer höheren Gewinn, auf dem Rücken der Arbeiter, die diesen erwirtschaften. Aber unsere TOP-Manager haben anscheinend nichts gelernt und kennen nur Stellenstreichungen.



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 22.06.2006, 14:00


    wär ich bloß manager geworden^^ wenn ich mist baue, winkt immer noch eine millionen abfindung...besser kann es wohl keiner machen.



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 22.06.2006, 19:03


    wüstenrot 800-1000 stellen weg bis 2008



    Re: Stellenabbau

    AbNormal - 22.06.2006, 20:23


    Und die Meldung über den Rückgang der Arbeitslosenquote Anf.d.M. ist auch gefälscht. Stand letztens im Spiegel mit Hinweis auf Unterlagen v.d. BA. Ich war auch sehr erstaunt. Überall wird Stellenabbau angekündigt, die Baubranche liegt am Boden (betrifft mich wg. Transport), aber die Arbeitslosigkeit geht zurück??



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 22.06.2006, 22:03


    das die zahlen nicht stimmten war mir fast klar...nur mal wieder tol das davon nihcts groß in den medien auftauscht. dabei wäre sowas doch ein reißer...grade im tv.



    Re: Stellenabbau

    tr0p1kk - 22.06.2006, 23:11


    Alles wird nur noch kontrolliert. Die fäden ziehen die Leute, die einfach nicht den Hals voll bekommen können. Und denen sind jede Mittel recht.



    Re: Stellenabbau

    Querdenker - 24.06.2006, 01:47


    Entlassungen sind schon zum Volkssport unter den Vorständen geworden. Aus lauter Geldgier denken die sich neue Massnahmen aus wie sie an noch mehr rankommen können. Man kann dann beim nächsten Golfspiel schön damit prahlen das man wieder xxx Leute entlassen und wieder soviel eingespart hat.
    Das mit der Allianz fand ich jetzt ziemlich herb als ich das gehört habe. Wie war das - 4,4Mrd Gewinn und das ist noch nicht genug? Wann hören die auf - wenns nix mehr zu verteilen gibt und die Welt in Trümmern liegt? Die Typen sind schlimmer als Bin Laden und seine Kamikazetruppen. Das sind für mich die wahren Terroristen im 21Jhd!

    Wer den Link noch nicht kennt... http://www.rbi-aktuell.de/cms/front_content.php?client=1?=1&idcat=29&idart=1375



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 24.06.2006, 04:02


    hmm...die methoden erinnern mich an meinen letzten betrieb. zwar nicht frührente, aber durch sehr scharfe kontrollen, überwachung usw. wurde es doch arg ungemütlich dort.

    und wenn der büro-nachbar rauchen darf im büro, musik hören und lachen was das zeug hält...und dein 4er büro darf das nicht (rauchzeiten wurden sogar von der arbeitszeit abgezogen, was denjenigen im anderen büro dann nicht betraf) und bekommt sogar das lachen verboten...dann stimmt was nicht.

    durch solche unterschiedliche behandlung schürt man nur eins...unzufriedenheit und neid unter den mitarbeitern...ich hoffe das ganze geht in die hose. gut war die moral nicht mehr als ich dort weg ging, sowie viele der besten leute auch, die schon fast sein firmengründung dabei waren.



    Re: Stellenabbau

    tr0p1kk - 24.06.2006, 17:24


    Also ich habe jetz schon 2 fälle in meinem Bekanntenkreis mitbekommen, wo das Geld einfach nicht gezahlt wurde. Da Arbeiten die Leute und der Chef schiebt denn Lohn immerwieder auf und sagt: Immoment nicht zahlbar.
    Das eine war eine Baufirma und bei der anderen ging es um Mediengestaltung.

    Der bekannter von der Baufirma ist dann zum Arbeitsgericht gegangen und innerhalb 2 Wochen hatte er seinen kompletten Lohn bezahlt bekommen. Er hatt gekündigt und Arbeitet nun woanders.

    Unglaublich was die Firmenbosse alles machen und noch viel unglaublicher was die Wirtschaft und der Staat alles zulässt. Da wird Monatelang der Lohn nicht bezahlt und denen kümmert es einen scheissdreck was mit den Arbeitern ist und wie diese jetz über die runden kommen sollen. Zum Glück hat hier das Gericht geholfen. Ich denke aber dass es das aber nicht immer tut, bzw. nicht jeder auch vor Gericht geht. Schlimm genug das man heutzutage zu solchen Mittel greifen muss.



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 02.07.2006, 13:19


    :arrow: http://de.news.yahoo.com/01072006/286/f-a-s-viertel-arbeitsplaetze-benq-bedroht.html

    mal wieder stellenabbau um aus den roten zahlen zu kommen. das unternehmen wirt schlecht geführt und die arbieter die es einmal groß gemacht haben, werden entlassen.

    ich glaube entlassungen sind jetzt ganz normal um ein unternehmen zu sanieren, aber wenn dann plötzlich erfahrenes personal fehlt und damit das unternehmen den bach runtergeht wacht die unternehmensführung auf, aber dann ist es zu spät um noch etwas zu retten.

    lustig ist, das benq grade mit siemens fusioniert ist (das ebenfalls enorme verluste im handysektor hatte)...ob da die entlassungen etwas gerade deswegen kommen und der verlust nur vorgeschoben ist?

    ist eh seltsam das 2 firmen, die verluste im handybereich haben, sich zusammenschließen.
    klar könnte man denken zusammen packen wir das vielleicht...aber wenn ich boss wäre...würde ich keinen partner wählen dem es schlecht geht.

    es sei denn man hätte ein geniales konzept bereit um dadurch wieder gewinn zu machen.

    nun droht uch noch lieferverzögerung...frage mich wodurch...zuwenig arbeiter?^^

    wir wissen doch alle...fusionen bedeuten nur eins...weniger arbeitsplätze!



    Re: Stellenabbau

    TheGreatBeste - 03.07.2006, 11:00


    Wie sagte der eine Meinungsvertreter der "großen" Krankenkassen?
    Die kleineren müssen sich Fusionieren lassen?
    Ja, da hat wer dicke dicke Kohle gewittert.
    Die Expansion mit der Impansion (?)
    Das einzige was die übernommen hätten währen die Patienten und die Mitarbeiter der kleineren würden entlassen.
    So bläht sich dieses Gebilde auf bis es irgendwann zusammenfällt und dann gibt es einen kleinen Kreis von Menschen die dann mit einem Lächeln, quasi wie Phönix aus der Asche, das Schlachtfeld verlassen und das nächste Haus zerbomben.



    Re: Stellenabbau

    AbNormal - 03.07.2006, 11:19


    Wenn ich mich recht erinnere, ist weil: "Konkurrenz senkt die Kosten" der Wechsel zwischen den Kassen freigegeben worden. Hat auch nichts gebracht.
    Jetzt soll geschrumpft werden? Was ist los in der BRD?



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 03.07.2006, 12:12


    die BRD ist ein spielplatz und versuchslabor der politiker...und die nutznießer sind immer die mit der dicken geldbörse.

    dann lese ich 240.000 stellen frei in der industrie, als schlagzeile beim zdf.
    :arrow: http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/21/0,3672,3951893,00.html

    ...woher kommen plötzlich 240.000 offene stellen? und warum konnte die bisher keiner vermitteln?

    irgendwas stinkt das gewaltig...



    Re: Stellenabbau

    Querdenker - 05.07.2006, 20:18


    Nun das sind alles Jobs für Gut- und Hoch-qualifizierte Leute. Jobs für Leute mit geringerer Ausbildung werden immer rarer werden. Das ist ein ziemlich übles Dilemma.

    Wenn man sich mal durch die Job-Börsen wühlt fällt einem sofort auf das die meisten Jobs eben enorme Anforderungen haben. So gesehen gibts schon viele Jobs, nur eben nicht genügend Leute welche diese zum Teil übertriebenen Anforderungen erfüllen können.



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 05.07.2006, 23:19


    die letzte anzeige die ich gelesen habe war: suchen gott mit genialen einfällen der unseren betrieb weiterbringen kann. kenntnisse: soviel wie möglich, am besten alles wissen.

    stand in etwa dort so...war auch nicht vermerkt das es ein scherz sein soll...also wohl ernst.

    keiner bildet aus...kein wunder das fachkräfte aus dem ausland kommen sollen, dort wird noch ausgebildet.

    was die industrie und betriebe brauchen ist ein supermarkt wo man genarbeiter kaufen kann, die alles können ohne zu lernen.

    ausbilden ist heutzutage so unattraktiv, daß lieber 400€ kräfte dort arbeiten.
    und der rest der erfahrenen ist in frührente, die noch was beibringen könnten.

    ob so ein system nichtmal selbst in sich zusammenbricht? wenn keiner mehr da ist und das geld hat, überhaupt noch etwas zu kaufen, dann wird die industrie sehen, daß auch ihre politik und strategie nach hinten losgehen kann.



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 11.07.2006, 01:47


    :arrow: http://news.thgweb.de/2006/07/07/hp_will_belegschaft_reduzieren/

    15000 stellen weltweit und zahlreiche standorte...mal gucken wie hart es deutschland trifft.



    Re: Stellenabbau

    Querdenker - 11.07.2006, 09:11


    Bei HP versteh ich das sogar noch, die vorherige Managerin hat nur Mist gemacht und den Laden ruiniert. Wie man sieht dürfen diese Fehler wie immer die Arbeitnehmer ausbügeln.



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 11.07.2006, 13:43


    und die managerin bekommt wie immer mehrere millionen als trost?



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 11.07.2006, 15:34


    Wichtige Produkte laufen aus - 2.700 Arbeitsplätze bei Bosch in Gefahr
    Werner Neuffer, Betriebsratschef bei Bosch in Stuttgart-Feuerbach, sagte der Zeitung "Stuttgarter Nachrichten", dass die Lage beim Autozulieferer Bosch sehr kritisch sei.

    Bosch sieht sich gezwungen bis 2009 ewta 1.400 Arbeitsplätze abzubauen. Nach 2009 sollen weitere 1.200 Arbeitsplätze abgebaut werden. Grund dafür ist, dass VW seine Dieseleinspritzung von der Pumpe-Düse-Technik auf Common Rail umstellen wird.

    Ein weiterer Grund ist das Auslaufen der Produktion einer Verteilereinspritzpumpe. Die Geschäftsleitung und der Betriebsrat verhandeln über 840 Ersatzarbeitsplätze.


    von ssn news...



    Re: Stellenabbau

    mäGGus - 11.07.2006, 16:30

    Leider die üble Konsequenz
    Ich muss mal etwas einwerfen das mir seit Wochen/Monaten auf der Seele brennt. Ist es nicht so das unserer Wirtschaft früher einmal anders gedacht hat? Selbst als die Wirtschaft schon teilglobalisiert* war (ohne das sie das schamlos ausnutzte) war Deutschland doch soweit ich das nachvollziehen kann "wettbewerbsfähig" (ein ekelhaftes Wort). Sonst wäre dieses Land nicht heute noch Marktführer in Hi-Tech Industriegebieten wie Lasertechnologie oder Stahlverarbeitung. Ich kann nur aus meinem begrenzten Erfahrungsschatz interpretieren aber imho hat das etwas mit der Amerikanisierung unserer Gesellschaft zu tun. Der Wettbewerb in den USA ist viel härter und skrupelloser und macht dadurch (und aufgrund der Tatsache das da 4x soviel Menschen leben) natürlich höhere Gewinne und Umsätze. Nun übernehmen Topmanager und Investoren, die mit ihren auserbeuteten Dollars hier Firmen kaufen, die Leitung in "unserem" Wettbewerb und modeln das alles nach dem bekannten Schema um. Ist es eine Illusion oder gab es früher Firmenchefs die sich darum sorgten wie es ihren Arbeitern geht weil sie genau wussten das jemand der Probleme hat und mies gelaunt ist schlechter arbeitet?

    Heute scheint es mir als handele die Wirtschaft nur noch nach dem Gusto: "Mach deine Arbeit und wenn du schlechter wirst suchen wir uns jemanden der noch keine Probleme hat". Mit der Konsequenz das ganze Bevölkerungsschichten verheizt werden und man ein wüstes Ödland an Bevölkerung hinterlässt die von Krisen gezeichnet sind und mit ihrem Schuldenberg, psychischem Stress etc. nur sehr schwer wieder eine hochrangige Arbeitsleistung erbringen KÖNNEN. Und das auch nur mit guter Motivation und MA-Führung.

    Ich finde das große Problem sind nicht Amerikaner sondern ihre Wirtschaftsbosse die schon in den USA selbst völlig weltfremd und im wahrsten Sinne des Wortes menschenverachtend sind. Ich liebe die Amerikanische Kultur in vielen Bereichen aber bei diesen Auswirkungen krieg ich einen Hass. Nicht jedes Land ist (und KANN) so "competitive" (Wettbewerbsfreudig/-fähig) wie die USA (die ja auch bekanntlich scheinbar Spaß am Kriegeführen haben sonst würden sie es nicht alle ~20 Jahre tun). Ich glaube fest daran das man in verschiedenen Regionen den Markt und gerade auch die Firmenpolitik anders anpacken muss sonst macht man allles kaputt.

    Eine gute Metapher ist ein Acker... wenn ich da zu oft Pflanzen aus einem fremden Gebiet anbaue die dort nur künstlich gezogen werden können, ist der Boden irgendwann übersäuert und kann nie wieder richtig bewirtschaftet werden auch wenn ich eine zeitlang gute Erträge hatte. Und genauso kommt mir das mit der Wirtschaft vor. Einfallen, alles ausbeuten und steigern steigern steigern bis es nicht mehr geht und wenn dann alles zu grunde geht sich schnell mit seiner Ausbeute absetzen.

    Deutschland braucht eine soziale Marktwirtschaft, nicht im Sinne eines Karl Marx oder anderer Kommunistisch/Sozialistischer Theoretiker aber ohne eine "Substanzsicherung" geht es doch nicht. Ich kann keine Arbeiter verheizen wenn ich auf sie noch Jahrzehnte angewiesen bin. Und genau das läuft ab bei uns. (Und leider in vielen vielen anderen Ländern die sich noch weniger wehren können).

    *Für mich hat Globalisierung etwas damit zu tun das die Menschheit den Rest der Welt begreifen lernt d.h. uns werden Menschen in anderen Ländern/Kontinenten bewusst und wir erkennen politische und Wirtschaftliche Zusammenhänge. Leider stehen wir damit noch so weit am Anfang das es für die Wirtschaft (und viele Einzelpersonen) sehr lukrativ und legitim ist sich aus den Unterschieden zu bedienen und zu bereichern wo sie nur können (anders kann man Sextourismus, Outsourcing, Billiglohnproduktion und Preisdumping nicht erklären).



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 11.07.2006, 18:00


    kann ich nur zustimmen.

    z.b. ein freund der in der auslieferung arbeitet ging es präctig und er verstand sich super mit den chefs. nun wurde der betrieb von UPS übernommen und plötzlich bekommen die chefs druck von oben.

    er sagt seine bosse haben sich super gewandelt und von früheren verständnis und kollegialität ist nichts mehr vorhanden. er will nur noch eins...den betrieb wechseln.

    was amerikaner vergessen, wenn sie hier firmen kaufen ist, daß wir eine andere mentalität haben.

    z.b. der höllander...man trifft sich zum essen und redet erstmal nicht übers geschäft, dann nochmal und das geschäft wird besprochen. dann ein drittes treffen, wo das geschäft abgeschlossen wird.

    der deutsche trifft sch zum essen und versucht direkt beim ersten mal das geschäft unter dach und fach zu bringen.

    jedes land hat seine eigene kultur, denkweise und handlungsweise. wir können im ausland auch nicht alle dazu bringen, lötzlich wie deutsche zu denken, das funktioniert nicht.

    also beuten die aus wo es geht und wenn der laden kein gewinn mehr abwirft wird entlassen oder verkauft.

    das liegt nicht an den amerikanern selber, sondern nur an dem denken der firmeninhaber und investoren, die nur eins sehen wollen...gewinn, egal zu welchen preis.

    man sieht ja, was ein menschenleben in den usa zählt, deren sozialsystem ist ja ein witz. kleine betriebe können ihre arbieter nicht mal versichern, da das zu teuer ist, oft hat der geschäftsinhaber nichtmal selbst eine krankenversicherung.

    genau sowas blüht uns auch, wenn sich jeder selber versichern muß!

    in kleinen betrieben ist es wie in einer familie, da sorgt sich ein chef noch um angestellte. in großen firmen bist du nur noch eine nummer unter vielen.

    wenn ich alleine die krankenstände sehe, immer wieder heißt es so niedrig wie noch nie...aber nicht weil es den menschen gut geht, sondern weil sie angst haben den job zu verlieren.

    arbeiten gehen auf kosten der gesundheit...wohin das dann führt ist wohl klar...mehr kosten im gesundheitswesen da krankheiten nicht behandelt oder ignoriert werden.

    chefs wissen sowas genau...aber es freut sie ja, das kaum noch einer krank feiert. aber das sie zusehen und wissen was eigentlich passiert macht mich krank. eine person ruiniert seine gesundheit, nur damit der betrieb maximalen gewinn rausholt. das diese später krank sind und spätfolgen haben interessiert keinen boss.

    wer gewinn machen will geht über leichen, das ist fakt. ein leben ist heute nichts mehr wert...du bist nur noch ein werkzeug das benutzt wird bis es kaputt geht. reparieren nicht nötig, es gibt ja noch mehr werkzeuge.

    uns muß bewußt werden, das menschen nur noch benutzt werden.
    unsere würde gibt es nicht mehr...gewinnsucht hat den respekt vor leben ausgelöscht.

    das ist die welt in der wir heute leben...aber das war nicht immer so!



    Re: Stellenabbau

    Querdenker - 12.07.2006, 00:06


    Nun diese Gewinnsucht gab es schon immer. Es ist schlieslich das Ziel einer jeden Firma Gewinne zu erzielen. Die Methoden haben sich nur eben grundlegend geändert weil die Gesellschaft sich verändert hat. Früher gab es noch richtigen Familiensinn und Zusammenhalt. Da gab es noch Patriotismus, Pflichtbewusstsein... in unserer modernen Zeit verfallen diese Werte immer mehr und die Folge davon ist das die Menschen immer hemmungsloser werden und ihren Trieben ungezügelt folgen (darunter zähle ich mal die Gier, Masslosigkeit, Sexuelle Auschweifungen...). Eigentlich könnte man schon fast zur Bibel abschweifen und behaupten das die 10 Gebote nun komplett aufgehoben worden sind und Armageddon sich nähert. Was ich recht interessant finde, die jetzige Situation (verfall der Werte, Ungläubigkeit, Gier, Chaos...) steht dort alles drin beschrieben. Nicht das ihr glaubt ich bin so ein Bibelfanatiker, ne ich muss mir das ständig von nem Kumpel anhören lassen und mit der Zeit merkt man sich sowas sogar *g*

    Nun zurück zum Thema, nach Fall der Sowjetunion kann sich der Kapitalismuss nun hemmungslos austoben. Die Grenzen fallen überall auf der Welt und die Folge ist das die Unternehmen nun Zugriff auf neue Märkte haben, was früher nicht möglich war. Stellt euch mal vor, vor 20 Jahren hätte Daimler seine Verwaltung in die Tschechei auslagern wollen :lol: Inzwischen gibt es schon jede Menge amerikanische Unternehmen welche in Vietnam investieren. Vor ca 35 Jahren gabs da noch nen recht wüsten Krieg.
    Das nennt man eben Globalisierung, wird irgendwann mal auch wieder aufhören und was danach kommt steht im "Kapital" vom Marx, das wenn ich mich recht erinnere, der Zusammenbruch der Wirtschaft wäre.



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 12.07.2006, 03:21


    und ich bin ein reiter der apokalypse^^

    bald verlagern alle firmen ihre verwaltung, wo die kosten am günstigsten sind...also wüste sahara? uganda? ab in den tiefsten busch, wo noch sklaven gehalten werden können?

    diese globalisierung bringt nur eins...die armut weiter voran...leider.

    aber ist schon wahr...wir haben geld geschaffen und es wird uns vernichten. macht und reichtum sind vergänglich...aber das haben die, die macht und reichtum besitzen nicht erkannt, denn es macht wohl auch dumm, blind und taub.


    Berlin (dpa) -Handwerkspräsident Otto Kentzler sieht die Lehrstellensituation im Handwerk pessimistisch. «Wir werden in diesem Jahr 60 000 Stellen verlieren, also werden wir mit größter Anstrengung allenfalls die Lehrstellenzahlen des Vorjahres halten können», sagte Kentzler den Ruhr Nachrichten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte das Handwerk am Abend beim Handwerkertag in Osnabrück aufgefordert, mehr Lehrlinge einzustellen. Sie mahnte aber auch mehr Anstrengungen für Investitionen in Schule, Bildung und Forschung an.

    Merkel will 50000 neue ausbildungsplätze schaffen, aber wir verlieren 60000..das nenne ich mal einsatz. immer wieder höre ich merkel fordert oder mahnt.

    was macht man wohl in der chefetage? sich totlachen...

    auf die idee, firmen mit abgaben zu belegen, wenn sie nicht ausbilden, reagierte die cdu mit ablehnung...die sind wohl auch schon gekauft.

    merkel will den jugendlichen das gefühl geben das sie gebraucht werden...da kann ich nur lachen. außer heißer luft kommt doch aus der politik eh nichts.
    und die krankenkassen sagen selber das die reform ein witz ist und das die geschätze 0,5% erhöhung wohl nicht eingehalten werden kann, es mag zwar von kasse zu kasse unterschiede geben, aber wenn eine erhöhung kommt, wird diese höher ausfallen als frau merkel das uns weißmachen will.

    aber überall rufen sie von einer positiven stimmung in der wirtschaft und die konjunktur kommt ins rollen...muß wohl an uns vorbeigerollt sein, ich kann nämlich keine konjunktur sehen, wenn ich mir all diese stellenabbau meldungen angucke.



    Re: Stellenabbau

    Querdenker - 12.07.2006, 11:25


    Lehrstellen sind eigentlich eh ein Witz! Junge Leute dürfen für nen Hungerlohn die Tätigkeiten von Festangestellten Kollegen erledigen. Für mich ist das Ausbeutung. Nur H4-Jobber & Praktikanten verdienen noch weniger.
    Und sobald die Lehrzeit vorbei ist werden die jungen Leute sowieso nicht übernommen weil keine offenen Stellen vorhanden sind. Man hat zwar ne nette Ausbildung aber sitzt wieder auf der Strasse. Nach 1-2 Jahren Untätigkeit hat die Ausbildung keinen hohen Stellenwert mehr bei den Firmenchefs. Die wissen genau das man das gelernte sehr schnell wieder verlernen kann. Die Folge -> man sucht sich wieder ne neue Lehrstelle und es geht von vorne los.
    Das einzige was noch halbwegs helfen kann aus dieser Miesere zu entkommen ist studieren zu gehen, allerdings da jetzt Studiengebühren eingeführt worden sind, geht das auch nur wenn man das nötige Kleingeld dafür angespart hat.



    Re: Stellenabbau

    AbNormal - 12.07.2006, 11:49


    An der Ausbildung des Nachwuchses darf nicht gespart werden. Man erinnere sich an diese vollkommen bescheuerte "Greencard" - Aktion v. GazPromGerd. Airbus fällt mir auch noch ein. Es geht doch nicht an, daß wg. fehlender Fachkräfte Leute aus der 3. Welt abgeworben werden.
    Die nächste Lehrstellenkatastrophe ist abzusehen.
    Das elende Geschrei, wenn die Jugendlichen durchdrehen. Keinesfalls kann ich die aus der Presse sattsam bekannten Vorfälle gutheißen, A B E R : Wenn junge Menschen im Alter v. 12,13,14,15,16 J. als Zukunftsperspektive allenfalls Hoffnungslosigkeit haben, darf man sich über Durchknaller nicht wundern.
    Unser Wirtschaftssystem ist menschenverachtend.



    Re: Stellenabbau

    Querdenker - 12.07.2006, 12:33


    Also der Fachkräftemangel ist mal ne ziemlich grosse Lüge! Es gibt genügend qualifizierte Leute auf dem Arbeitsmarkt. Das Problem sind die Firmen, die wollen nicht die entsprechenden Löhne dafür bezahlen. Also sagt man das gerade ein Fachkräftemangel herrscht. Was passiert? Es werden sehr viele Leute in dieser Richtung ausgebildet. Der Arbeitsmarkt wird richtig überschwemmt (siehe Informatiker) und schon kann man die Löhne drücken ("..nimm den unterbezahlten Job oder ich nehm einen anderen, gibt ja genügend Auswahl..").
    Die Firmen sollten auch mal umdenken. Viele ältere gut qualifizierte Arbeitnehmer sitzen auf der Strasse weil die Firmenleitung meint das nur 20 Jährige den Job erledigen können. Das viele Firmen deswegen schon auf die Schnauze gefallen sind ist kein geheimnis mehr.



    Re: Stellenabbau

    AbNormal - 12.07.2006, 13:04


    Vorhin schon an anderer Stelle geschrieben. Ein Norweger holt sich einen deutschen Hilfsarbeiter? Andere Staaten scheinen das Potential in der BRD anders zu beurteilen.



    Re: Stellenabbau

    TheGreatBeste - 12.07.2006, 16:50


    Ja, es ist unsere Umwelt die uns formt.
    Diese zu schaffen und zu hüten ist Aufgabe unserer Politiker.
    Was ich aber aus dem Bundestag höre ist wie man die Politik von morgen machen will, am besten noch für die Zeit, wenn die eigene Legislaturperiode längst vorüber ist.


    Also heute im Bus haben sich zwei Frauen unterhalten, die eine davon Findet 1€ Jobs gut und hat sich über Leute beschwert die meinen 5€/std. währe zu wenig. Sie ist froh überhaupt Arbeit zu haben.

    Sprich Herr Hartz hatte erfolg auf ganzer Linie. Er hat es seinen Kollegen ermöglicht Leute für 1€/std anzustellen.
    Ein Arbeitsplatz der in die Sozialkassen mit einzahlt wird nicht geschaffen sondern es wird abseits der Sozialsymbiose ein gebilde geschaffen, welches nicht dazu genutzt wird die Langzeitarbeitslosen in Arbeit zu bekommen, sondern verhält sich parasitisch indem es dem Kreislauf von Sozialsystemen lediglich die Arbeitsplätze entzieht und somit die Sozialkasen an sich bedroht.


    pendragon hat folgendes geschrieben: z.b. ein freund der in der auslieferung arbeitet ging es präctig und er verstand sich super mit den chefs. nun wurde der betrieb von UPS übernommen und plötzlich bekommen die chefs druck von oben.
    Ja das passiert wenn die Schere zwischen arm und reich aufgeht. Der Mittelstand verschwindet und du hast nurnoch Herrscher und Sklaven, die heisen dann vielleicht nicht so, werden aber in dieser Weise behandelt und kurz gehalten.
    Die Investoren wollen nämlich nicht nur Gewinn sehen, sondern sie wollen eine Gewinnsteigerung sehen, mit anderen Worten, es wird Wachstum gefordert.
    Aber es gibt Manager die sind so klug und schaffen es Wachstum zu simulieren. Die Expansion mit der Impansion, wie gesagt.

    Darum bin ich auch der Meinung das man eine Unternehmensform schaffen muss die von vornherein ausschliesst das eine Kapitalgesellschaft oder einzelne Investoren sich Macht in einem Börsennotierten Betrieb verschaffen können und diesen so überhnehmen und auslutschen. So, das ein vernünftiger Mittelständiger Betrieb an die Börse gehen kann aber Chef, Chef bleibt und nicht aufeinmal druck von oben kommt, welcher ja nur existiert, weil es eine Minderheit so möchte.

    Um es mal auf gut deutsch zu sagen, diese Heinos sollen dann doch bitte ihr eigenes Unternehmen gründen und selbst ihre Gewinnsteigerung erwirtschaften anstatt der gesamten Bevölkerung so derbe auf den Keks zu gehen das hier sowieso schon von vornherein keiner mehr Lust hat für irgendwen den er nicht kennt sein letztes Hemd zu opfern.

    Kein Wunder das es soviele BWL studenten gibt, es scheint der einzig noch erträgliche Job zu sein der nicht unter Knechtschaft steht.
    Von Spezialisierung, Wettkampf, Forschung, Kultur, Lebensfreude und vor allem von Wachstum ist bei dieser Wirtschaftsform schon lange nichtsmehr zu erkennen.



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 12.07.2006, 17:55


    das mit den 1€ jobs sehe ich genauso...

    hinterher bekommst du doch keinen job, also werden arbeitskräfte nur ausgenutzt. und das viel betribe die regeln dafür brechen wurde ja schon im tv berichtet. sprich zuviele 1€ jobber als erlaubt oder der betrieb ist garnicht gemeinnützig.

    oft arbeiten dort spezialisten für dieses geld, mit der hoffnung auf übernahme. aber der chef wäre ja doof jemand anzustellen, der viel geld kostet, anstatt weiterhin 1€ jobber zu nehmen.

    aber die medien haben es geschafft die arbietslosen als faules und betrügendes pack darzustellen, dieses meinungsbild herrscht zur zeit ja vor in der bevölkerung.



    Re: Stellenabbau

    TheGreatBeste - 12.07.2006, 19:49


    Naja aber auch nur bei einer Minderheit die sich Brav indoktrinieren lässt, solange sich die Behauptungen der Medien mit der eigenen Wahrnehmung decken. Sobald sie selber in dieser Mühle stecken geht vielen ein Licht auf.
    Trotzdem reicht es als Vorwand um die eigene Politik durchzuboxen.

    Dabei frage ich mich auch immer was diese Ermahnungen, es würden zuwenig Ausbildungsplätze geschaffen, sollen.
    Wie hier auch schon gesagt, sollen die sich darüber Kaputt lachen?
    Die Gesetze die gemacht werden bestimmen wo es langgeht und nicht irgendwelche Ermahnungen. Wer nicht hören will, muss fühlen.
    Aber die Politiker würden die sündhaft teuren Samthandschuhe die sie vom Vorstand geschenkt bekommen haben im traum nicht beiseitelegen.
    Wozu auch? Michel wählt eh schwarz oder rot.

    Zitat: hinterher bekommst du doch keinen job, also werden arbeitskräfte nur ausgenutzt. und das viel betribe die regeln dafür brechen wurde ja schon im tv berichtet. sprich zuviele 1€ jobber als erlaubt oder der betrieb ist garnicht gemeinnützig.

    Wenn ein Betrieb gegen derartige Vorgaben verstösst, dann muss der Betrieb, bzw. der jenige der die regel gebrochen hat, dafür grade stehen und bestraft werden.
    Und zwar angemessen und nicht pauschal.

    Wenn wir soweit sind das nicht nur der Bürger bestraft wird, sondern wenn offensichtlicher Schaden, egal was es dort für eine rechtsauslegung gibt, auch bei Unternehmen geahndet wird, dann sind wir einen gehörigen Schritt weiter.

    Wie z.B. Steuerabschreibungen von eigenen Betriebsfeten
    oder die Vodafone Milliarden.

    Ich habe letzte Woche in Berlin in einer Cocktailbar eine rechnung bekommen, wo man unten drunter gleich angaben zum Nachweis von Betriebsaufwendungen angeben konnte, nach Par. 4 Abs. 5 ziff. 2 EStG welcher da lautet:

    Aufwendungen für die Bewirtung von Personen aus geschäftlichem Anlass, soweit sie 70 vom Hundert der Aufwendungen übersteigen, die nach der allgemeinen Verkehrsauffassung als angemessen anzusehen und deren Höhe und betriebliche Veranlassung nachgewiesen sind. <2>Zum Nachweis der Höhe und der betrieblichen Veranlassung der Aufwendungen hat der Steuerpflichtige schriftlich die folgenden Angaben zu machen: Ort, Tag, Teilnehmer und Anlass der Bewirtung sowie Höhe der Aufwendungen. <3>Hat die Bewirtung in einer Gaststätte stattgefunden, so genügen Angaben zu dem Anlass und den Teilnehmern der Bewirtung; die Rechnung über die Bewirtung ist beizufügen; :arrow:

    In einer Cocktailbar!!! :!:

    Was soll denn da abgesetzt werden? Der Cafe vom Chef? Das getränk welches den Geschäftspartner so besoffen gemacht hat, dass daraus ein Auftrag entstanden ist? Wozu soll dieser Paragraph gut sein und vor allem, warum existiert sowas überhaupt?

    Ich denke ein grosser Teil der Reformarbeit die die Politik heute für morgen macht müsste in die Überarbeitung der Steuergesetze fliessen damit man dort klare Verhältnisse hat und nicht jeder seine Möbelgarnitur auf kosten der Firma mit abschreiben lassen kann oder es sogar möglich ist sich selbst arm zu rechnen.
    Ehrlich sind wir ja schon lange nichtmehr zueinander also wird es Zeit, wo wir uns alle ja für intelligente Wesen halten, damit anzufangen.

    Paul Kirchhoff war nur ein Medienstrohmann um die höhere MwSt einzuführen und dann den rest seines Steuermodells auf den Müll zu werfen. Ja, wiedermal nur das finanzielle Sahnestückchen rausgepickt und den rest verworfen. Mit dem höchst dummen nebeneffekt das es nur Chaos verbreiten wird.



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 13.07.2006, 00:31


    in einer düsseldorfer cocktailbar gibts das auch...

    sobald du eine eigene firma hast kannst du vieles absetzen, dazu gehört fast jeder besuch im restaurant, wer will denn kontrollieren ob das treffen geschäftlicher oder privater natur ist? der aufwand wäre viel zu groß.

    also nutz jeder die lücke und freut sich.



    Re: Stellenabbau

    mäGGus - 13.07.2006, 18:26

    Die wirren der Wirtschaft
    :arrow: pendragon:
    Zitat: z.b. der höllander...man trifft sich zum essen und redet erstmal nicht übers geschäft, dann nochmal und das geschäft wird besprochen. dann ein drittes treffen, wo das geschäft abgeschlossen wird.

    Weil man sich eben erhofft über diese persönliche Schiene eine Verbindung zu dem gegenüber aufzubauen aus der dann mal eine lukrative Geschäftsverbindung erwachsen könnte.


    Zitat: der deutsche trifft sch zum essen und versucht direkt beim ersten mal das geschäft unter dach und fach zu bringen.

    Genau das Gegenteil also. Für den Deutschen ist das eine Investition ... die Ausgabe für das Essen ist als Anbahnung eines Vertrages gedacht und für nichts anderes an einem privaten/zwischenmenschlichen Kontakt oder wenigstens einer Sympathie sind die wenigsten interessiert weil sich bei uns schon seit Jahrzehnten andere Maßstäbe durchgesetzt haben (USA sei "Dank").


    :arrow: Querdenker:
    Zitat: Nun diese Gewinnsucht gab es schon immer. Es ist schlieslich das Ziel einer jeden Firma Gewinne zu erzielen. Die Methoden haben sich nur eben grundlegend geändert weil die Gesellschaft sich verändert hat. Früher gab es noch richtigen Familiensinn und Zusammenhalt. Da gab es noch Patriotismus, Pflichtbewusstsein... in unserer modernen Zeit verfallen diese Werte immer mehr und die Folge davon ist das die Menschen immer hemmungsloser werden und ihren Trieben ungezügelt folgen (darunter zähle ich mal die Gier, Masslosigkeit, Sexuelle Auschweifungen...).


    Ich glaub du unterliegst da einem falschen Rückschluss... dieser Werte wie Familiensinn, Pflichtbewusstsein und Zusammenhalt verfallen nur deswegen weil sie in der aufgezwungenen Kapitalismusgesellschaft keinen Vorteil mehr bringen. Jedes Familienmitglied ist ein potentieller Konkurrent auf Reichtum oder den Arbeitsplatz. Menschen die sehen wie Verantwortungslos Top-Manager ihrer Aufgabe nachgehen sehen irgendwann keinen Grund mehr für Pflichtbewusstsein denn wozu auch? Wenn man vor Augen gehalten bekommt das man nur rücksichtslos und hinterhältig sein muss um erfolgreich zu sein dann passt man sich eben dieser scheinbaren Wahrheit an. Und wenn man dann auch noch mitbekommt das jeder völlig austauschbar ist wo soll dann noch ein Zusammenhalt herkommen.

    Ich persönlich fühle mich solchen Managerheinis jedenfalls nicht zugehörig und würd die nie unterstützen weil sie das für mich ja schließlich auch nicht tun -logischer Umkehrschluss (auch wenn ich genau deswegen Versuche gegen meinen Instinkt zu handeln weil ich ja dann genauso werde wie die Leute die ich mir fern halten will). Und diese Maßlosigkeit und Gier etc. sind ja alles abgeleitete Verhaltensweisen aus dem was uns die Umwelt präsentiert... Crackdealer die sich halber Dollar nennen werden mit Gewaltrap reich und die Wirtschaft tötet, stielt, betrügt und raubt was sie kann und wird als erfolgreich und imitierenswert gefeiert... Beide Seiten fahren dicke Autos, haben riesige Häuser und einfach gestrickte wunderschöne Frauen werfen sich den "Versorgern" nur so vor die Füsse. Kein Wunder also das Menschen die diese Statussymbole ebenfalls erreichen wollen das Verhalten nachahmen.

    Zitat: Was ich recht interessant finde, die jetzige Situation (verfall der Werte, Ungläubigkeit, Gier, Chaos...) steht dort alles drin beschrieben.

    Genau deshalb ist die Bibel eines der ältesten und erfolgreichsten Märchenbücher der Welt weil sie eben so präzise und Verallgemeinert aus dem zwischenmenschlichen Leben abgeleitet wurde das man solche Ereignisse schon ohne die Umstände voraussagen kann. Ist alles völlig logisch wenn man sich das betrachtet. So wie sich die herrschenden heute verhalten manifestiert sich lediglich das vorbestimmte Verhalten (self-fulfilling destiny).

    Misstrauen ggü. der Obrikeit (wegen Verbrechen, Untreue, Ignoranz etc.) = Ungläubigkeit (in die autoritären Strukturen)

    Kapitalistisches Denken (Unsicherheit und somit wirtsch. Überlebenskampf) = Gier

    Verfall der Zugehörigkeit und Aufbrechen von festgefahrenen Grenzen = (scheinbares) Chaos*


    *Chaos btw. ist ein Bild das gerne Leute benutzen die alles ordnen wollen/müssen. Chaos ist das natürlichste überhaupt oder hast du schon mal einen gerade gewachsenen Wald gesehen der nicht künstlich angelegt wurde?


    Zitat: Und sobald die Lehrzeit vorbei ist werden die jungen Leute sowieso nicht übernommen weil keine offenen Stellen vorhanden sind. Man hat zwar ne nette Ausbildung aber sitzt wieder auf der Strasse.

    Ich kann leider nur ein Gegenbeispiel zu dieser These liefern. Ich habe selbst erst vor 1 Jahr meine Ausbildung abgeschlossen und aus meiner Klasse von etwa 30 Schülern sind nur etwa ein Drittel nicht übernommen worden. In meiner Firma waren wir drei Azubis und davon bin ich und meine Kollegin beide nach der Ausbildung angestellt worden mit "gutem" Gehalt. Daher kann ich persönlich die Ausbildungslage in Deutschland nicht so generalisieren und sagen es wäre extrem scheiße. Teilweise frage ich mich auch was Leute mit nem wirklich miesen Hauptschulabschluss für Ansprüche haben ... wer soll die denn bitte einstellen? Und für WAS? Ich brauche mich jedenfalls nicht wundern wenn ich in Mathe, Deutsch UND Fremdsprachen kacke bin und dann keinen Job bekomme... es kommt halt leider doch auf die Schule mit an und wer da lieber Scheiße gebaut hat bekommt jetzt halt später die Quittung. Gut viele können auch nichts dafür aber man muss das auch immernoch realistisch sehen wir haben keinen Wohlfahrtsstaat und Leute die wirklich unter aller Sau qualifiziert sind habens nun mal schwer.


    :arrow: AbNormal:
    Zitat: Wenn junge Menschen im Alter v. 12,13,14,15,16 J. als Zukunftsperspektive allenfalls Hoffnungslosigkeit haben, darf man sich über Durchknaller nicht wundern.

    Widerstandslose Zustimmung von mir. Eine gleichzeitig so vielfältige "Übersicht" auf die Weltgeschehnisse und gleichzeitig so miserable (Zukunfts-)Aussichten hat es in der Geschichte der Welt wohl noch nie gegeben (einfach aus dem Grund weil es noch NIE soviel einfachen Zugang zu Information für jedermann gab) und es muss sich erstmal ein Verständnis in der Erwachsenenwelt durchsetzen (indem die Problemgeneration erwachsen wird) bis dieses Problem irgendwie anzupacken ist.


    :arrow: TheGreatBeste:
    Zitat: Darum bin ich auch der Meinung das man eine Unternehmensform schaffen muss die von vornherein ausschliesst das eine Kapitalgesellschaft oder einzelne Investoren sich Macht in einem Börsennotierten Betrieb verschaffen können und diesen so überhnehmen und auslutschen. So, das ein vernünftiger Mittelständiger Betrieb an die Börse gehen kann aber Chef, Chef bleibt und nicht aufeinmal druck von oben kommt, welcher ja nur existiert, weil es eine Minderheit so möchte.

    Wenn man sich das mal genau betrachtet ist das von den Kapitalgesellschaften ja alles freiwillig. Die feindliche Übernahme ist immernoch der seltene Einzelfall (zumal ich meine sowas sollte wirklich verboten werden) und eine Kapitalgesellschaft geht ja gerade deswegen an die Börse weil sie das Geld von fremden Leuten zur Expansion braucht. Und mal ehrlich welcher Investor steckt sein Geld in etwas rein bei dem er keinen Einfluss haben darf?


    Zitat: Um es mal auf gut deutsch zu sagen, diese Heinos sollen dann doch bitte ihr eigenes Unternehmen gründen und selbst ihre Gewinnsteigerung erwirtschaften anstatt der gesamten Bevölkerung so derbe auf den Keks zu gehen das hier sowieso schon von vornherein keiner mehr Lust hat für irgendwen den er nicht kennt sein letztes Hemd zu opfern.

    Das ist ja genau das warum viele Investoren Investoren und nicht CEO sind... sie haben keine Ahnung vom Geschäft ... sie können zwar ihr Geld verwalten und eventuell auf einem anderen Gebiet ein paar Dinge umsetzen aber der Sinn einer Investition im Sinne des Investors ist ja:

    Ich gebe mein Geld jemand anderem damit der damit Wirtschaften kann und dafür das ich mein Geld zur Verfügung stelle werde ich mit einem Teil des Gewinns entlohnt und muss weder Ahnung von der Branche haben noch Verantwortung für Fehler tragen.

    Natürlich ist es für einen Arbeitnehmer schwierig sich für eine unsichtbare nicht erfassbare Instanz (wie Gott oder in diesem Fall den Kapitaleigner) aufzuopfern. Bei den div. Göttern funktioniert das noch ganz gut weil es viele Versprechen gibt deren Gegenteil niemand beweisen kann. Beim mächtigsten aller Götter "Mammon" funktioniert das nur noch so prima weil der Otto-Normalbürger und Uneingeweihte niedere Angestellte so mit Zahlen verwirrt und geblendet wird das alles nach "Heile Welt" aussieht.


    Zitat: Kein Wunder das es soviele BWL studenten gibt, es scheint der einzig noch erträgliche Job zu sein der nicht unter Knechtschaft steht.

    Leider ist es genau anders herum. Es studieren so viele Leute BWL weil ihnen das die Tore in die Knechtschaft öffnet. Einen Weg zu finden ohne die Wirtschaft, ihr Widerstand zu leisten oder an ihr vorbei zu arbeiten ist viel viel schwieriger als mit offenen Armen genau in die Höhle des Löwen zu laufen und sich von den Sklaventreibern und Tempelmönchen des Mammon aushalten zu lassen.


    Zitat: Von Spezialisierung, Wettkampf, Forschung, Kultur, Lebensfreude und vor allem von Wachstum ist bei dieser Wirtschaftsform schon lange nichtsmehr zu erkennen.


    Doch nur genau diese Entwicklungen laufen in verschlossenen Chefetagen und den umzäunten Territorien der Elite ab sonst wäre die Entwicklung von neuen Produkten, Vermarktungsstrategien und im Prinzip das gesamte Sein der Wirtschaft längst kollabiert. Die Manager können ja in ihrer heilen Welt herumlaufen und das Leben genießen denn sie sind von den Problemen und den Auswirkungen ihres ausbeuterischen Handelns ja nicht betroffen. Der "gewöhnliche" (no offense) Bürger bleibt da mit seiner Lebensfreude, der Spezialisierung, dem Wettkampf, Forschung die ihm nützt und seiner eigenen Kultur auf der Strecke weil er sich so tief in den A**** von den Ignoraten begeben muss um an was zu beißen zu kommen.


    Zitat: Die Gesetze die gemacht werden bestimmen wo es langgeht und nicht irgendwelche Ermahnungen. Wer nicht hören will, muss fühlen.


    Tja aber wer setzt das um? Das Volk ist machtlos und wird immer dazu gezwungen sich auf die Obrigkeit zur Durchsetzung von Sanktionen zu verlassen (da der 0815 Konsument seine Macht aus Bequemlichkeit garnicht ausnutzen will oder aus wirtschaftlichen Gründen garnicht ausübe n kann). Und unsere Politik ist eine große Lobby für die Wirtschaft. Man kriecht zu Kreuze weil diese Idioten Angst vor Dingen haben die so niemals passieren würden. Eine Abwanderung von 50% aller Firmen aus Deutschland ist schlicht unwahrscheinlich und völlig hirnrissig überhaupt befürchtet zu werden. Außerdem was sind denn die Sanktionsmittel? Ich krieg schon immer einen Anfall wenn ich lese das man Firmen/Manager die Gelder veruntreuen zu GELDSTRAFEN!!! verurteilt...

    Sie haben 20 Millionen Euro gestohlen ... dafür müssen sie uns jetzt 2 wiedergeben. (Häääh ???)

    Es muss erstmal eine Politik geben welche die Wirtschaft nicht als höchstes Gut und wichtigster Bestandteil eines Staates erachtet ... bevor die Menschen (die Bürger!) und ihre Rechte nicht im Vordergrund stehen wird sich rein garnichts ändern.


    Zitat: Wenn ein Betrieb gegen derartige Vorgaben verstösst, dann muss der Betrieb, bzw. der jenige der die regel gebrochen hat, dafür grade stehen und bestraft werden.

    Leider noch so ein Punkt der sich nicht ändern wird. In den Chefetagen ist die beim Fussball gut zu beobachtende Attitüde Gang und gäbe:

    1. Fussballmannschaft gewinnt = WIR haben gewonnen (ich bin der 12. Mann)

    2. Fussballmannschaft verliert = DIE IDIOTEN haben verloren (ich habe damit nichts zu tun)

    Analog kann man das für die Wirtschaft aufziehen:

    1. Manager entscheidet, Arbeiter setzen um.
    Projekt/Produkt/Marketing/Politik/Investition/Vorgehen ist erfolgreich
    = Der Manager hat gute Arbeit geleistet (und der Rest war nur dazu da es umzusetzen)

    2. Manager entscheidet, Arbeiter setzen um.
    Projekt/Produkt/Marketing/Politik/Investition/Vorgehen ist ein Fehlschlag
    = Irgendwo in der Kette ist ein Fehler aufgetreten für den der Manager (der den ganzen Kram angeordnet hat) natürlich üüüberhauptnichts kann. Die Verantwortung für den Fehler wird so lange herumgeschoben bis der Anspruchsteller sich zurückzieht oder irgend ein Sündenbock gefunden ist (und der Manager hat seine Verantwortung geschickt umdirigiert ergo "gemanagt").


    Zitat: Was soll denn da abgesetzt werden? Der Cafe vom Chef? Das getränk welches den Geschäftspartner so besoffen gemacht hat, dass daraus ein Auftrag entstanden ist? Wozu soll dieser Paragraph gut sein und vor allem, warum existiert sowas überhaupt?

    Ich kann mal kurz eine Geschichte aus meiner alten Firma erzählen. Bis vor kurzem arbeitete ich in der Buchhaltung eines Möbelvertriebs für gehobene Büroausstattungen. Wir betreuten 16 Häuser in ganz Deutschland und ich buchte Reisekostenbelege, Quittungen, Rechnungen und alles was sonst noch so an Ausgaben anfiel. So eine Absetzungsregelung existiert damit Unternehmen ihre rasant steigenden legalen "Bestechungskosten" beim Staat als Werbekosten und somit zum Steuervorteil absetzen können. Ein paar lustige Beispiele:

    A. Der Geschäftsführer einer Niederlassung fährt zu Geschäftsverhandlungen nach Russland und reicht anschließend Bewirtungsbelege in höhe mehrerer hundert Euro in kyrillischer Schrift ein (damit niemand die Buchungsposten nachvollziehen kann). Da ich ja nicht dumm bin habe ich einige Posten dennoch übersetzen können/lassen und Vodka war ein großer Teil von den Kosten (Vodka im Wert von 200-300 € für 3-4 Geschäftsleute in Moskau).

    B. Der Prokurist einer Niederlassung kauft Fussballtickets und Eintrittskarten für Karnevalsveranstaltungen um damit Kunden und Geschäftsfreunde zu "beschenken".

    C. Der Geschäftsführer einer Niederlassung lädt seine Gesamte Belegschaft inkl. Teile des Finanzmanagements für weit über 1500€ auf das Oktoberfest zum Saufen ein.

    D. Trotz mehrfacher Aufforderung zur Mäßigung tanken Außendienstmitarbeiter nur noch "V-Power" und ähnlichen Sprit.

    E. Der Chef der Finanzabteilung kauft einen Laptop mit Listenpreis ~3500€ für 100€+MwSt. aus dem Anlagevermögen aus.

    F. Der Finanzleiter geht mit seinen Assistentinnen für mehrer Hundert Euro Essen um Besprechungen abzuhalten.

    G. Leitende Mitarbeiter treffen sich mit (Geschäfts-)Freunden zum Essen, verbraten mehrere hundert Euro und geben dann Namen von Kooperationspartnern an.

    H. Weil die Mitarbeiterin die sonst den Kaffe zu Kochen pflegt noch nicht im Büro ist geht der Geschäftsführer einer Niederlassung zu einem benachbarten Kiosk und kauft ein halbes dutzend Pappbecher Kaffe à 3 Euro das Stück. Die Kosten trägt das Unternehmen als "freiwillige Sozialleistung".

    All diese Kosten liefen entweder unter Bewirtung, freiwillige Sozialleistungen oder wurden als Reisekosten verbucht.
    Zu Deutsch ... wenn man es geschickt anstellt kann man "ALLES" absetzen idR haben große Firma sogar einen Budgetposten für Spesen der nicht gerade gering ausfällt (normalerweise könnte man damit 1-2 Arbeitsplätze finanzieren). Wenn auch ein Teil der Kosten zur Kundengewinnung gerechtfertigt werden können ist vieles einfach nur sinnloses verballern von Spesen weil man es halt einfach bezahlt bekommt. Ich könnte noch weitere Beispiele aus anderen Firmen aufzählen aber das hier war schon zu viel. :evil:

    Wie Pendragon schon richtig sagte: Der Aufwand den Missbrauch von solchen Ausgaben nachzuprüfen ist viel zu groß und in den meisten Fällen ein Nachweis schlicht unmöglich deshalb wird gespest und verheizt was das Budget hergibt.
    Traurig aber war... Maßlosigkeit for what? -Ist ja nicht mein Geld...



    Re: Stellenabbau

    pendragon - 14.07.2006, 10:34


    ich sag nur soviel...wenn politiker oder firmen das volk (die angestellten) schlecht behandeln, sind sie schlecht für das volk und für das land deutschland.

    wer schlecht fürs volk ist muss gehen! es kann nicht sein das leute unser volk schlecht behandeln und trotzdem weiter genau das tun können was sie schon machen.

    jeder denkt das alle firmen gehen wenns mal problematisch wird. von wegen...wenn die gehen, übernimmt eine andere firma ihren platz. so dumm ist kein unternehmen, daß es sich komplett aus deutschland zurückziehen wird, das können die sich garnicht erlauben.

    klar müssen wir anreize für unternehmen schaffen, aber wir sollten damit aufhören denen alles zu geben, wegen diesem gedanken an abwanderung.
    das ist doch deren druckmittel! dabei dürfte das eigentlich garkeinen druck erzeugen!

    ich bin für anreize und bestimmte vergünstigungen für firmen, aber ebenso bin ich gegen eine maßlosigkeit in dem bereich wie er zur zeit vorherrscht.

    wer nicht ausbildet, aber ausbilden kann muß eine strafabgabe zahlen die mindestens doppelt so hoch ist, was ein auszubildender an kosten verursachen würde.

    natürlich sollte das auch ein wenig an die firmengröe angepasst sein...aber ich sehe nicht ein das firmen millionen und milliarden gewinne machen und mitarbeiter entlassen, um kosten zu sparen...daran hätten die mal vorher denken müssen, als sie genau diese leute eingestellt haben.

    es gibt auch in betrieben andere mittel um geld zu sparen! aber leute entlassen ist einfachger und erfordert keine denkleistung.


    ich sehe es zur zeit so...firmen fördern die armut in deutschland mit ihren massenhaften entlassungen, warum sollten wir denen dann noch entgegen kommen?
    sie tragen dazu bei, das es dem volk schlechter geht...sowas sollte nicht belohnt werden!

    egal wieviele firmen auswandern...eine andere firma wird sich den teil des kuchens, der dort freigeworden ist holen! die angstmache mit abwanderung ist vollkommender schwachsinn.
    ein unternehmen kann es sich nicht leisten, anderen unternehmen die bahn frei zzu machen und deren teil des kuchens zu hinterlassen.

    die werden schon sehen was sie davon haben...sollen doch alle gehen, jemand anderes nimmt ihren platz ein...und vor ort ist man immer näher am geschehen als irgendwo im ausland.

    viele firmen die noch vor kurzem im nahen osten investiert haben, sind eh schon verunsichert, dank dem lieben hernn bush und überhaupt den vielen kriegen die immer wieder dort ausbrechen oder ausbrechen können.

    habe letztens erst einen bericht gesehen wo plötzlich hotels leerstehen, die extra gebaut wurden von ausländischen investoren. die wurden nicht einmal benutzt. auch eine nette art geld zu verschwenden.

    tourismus ist zur zeit leider eine heikle sache wenn es in richtung vorderasien oder asien geht.

    versteht mich nicht falsch, ich will nicht alle firmen verjagen...aber die förderungen müssen gezielter werden und man darf denen nicht alles durchgehen lassen. im moment haben die fast narrenfreiheit...so kann das nicht weitergehen.

    alleine der spruch wir müssen die ausbildung überdenken und mehr praktika einführen. noch mehr? arbeiten viele nicht schon 2 jahre als praktikanten und werden immer noch nicht übernommen.

    wielange soll ein mensch von so einem hungerlohn leben?
    3 jahre ausbildung und 2 jahre praktikum? und dann bist du für den personalchef zu alt?

    den unsinn versteh ich einfach nicht.



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