Geisha/Geiko und Maiko

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    Re: Geisha/Geiko und Maiko

    Sagi - 25.01.2010, 21:09

    Geisha/Geiko und Maiko
    Zur Geschichte verlinke ich zu Wikipedia, denn die fassen das besser zusammen als ich ;) : Wiki-Artikel.

    Ich erzähle euch daher nur was zu Frisur und Make-up:
    Für die Frisur im Wareshinobu-Stil, der ersten Frisur einer Maiko (Geisha in Ausbildung) wird das Haar gewachst und gefettet, dann bauschig hochgenommen und festgesteckt. Auf dem Oberkopf wird eine Art Dutt gebildet, der vorn und hinten mit roten Seidenbändern, den kanoko, befestigt wird und mit edlen Haarnadeln, den kanoko dome, die aus Schildpatt bestehen, geschmückt. Auch anderer Schmuck wird nun angesteckt, z. B. die silbernen, flügelartigen bira kan, mit Blüten geschmückte Haarnadeln, die tachibana und mit Edelstein-Kugeln und Korallen (akadama) geschmückte Nadeln, die quer unter den Dutt gesteckt werden. Die Maiko ändert insgesamt fünfmal ihre Frisur: nach der wareshinobu- folgt die ofuku-Frisur, für die der oberste Haarknoten aufgeschnitten wird. Zum formellen Kimono trägt die Maiko die yakko-shimada, zum Gion-Festival im Juli die katsuyama-Frisur. Im letzten Monat ihrer Ausbildung trägt sie die sakko-Frisur. (Von dem ständigen Ziehen an den Haaren hatten Maikos und Geishas in früheren Jahren oft große kahle Stellen auf dem Kopf; einer der Gründe, warum heute Perücken verwendet werden.)

    Vor dem Schminken werden Hals, Nacken, der obere Teil des Rückens und das Gesicht mit einer Ölpaste (binosuke) grundiert, dann wird der gesamte Bereich, mit Ausnahme zweier w-förmiger senkrechter Zacken (drei zu hohen Anlässen) in Nacken, weiß geschminkt. Auf Wangen und um die Augen wird wenig rosa oder pfirsichfarbenes Rouge aufgetragen, welches weiß überpudert wird. Die Brauen werden mit rotem Puder geschminkt, anschließend schwarz überzeichnet. Im ersten Jahr wird nur die Unter-, im zweiten Jahr auch die Oberlippe rot oder rosa geschminkt.

    Der kimono einer Maiko unterscheidet sich von dem einer Geisha durch die langen, hängenden Ärmel (hikizuri) und den rot bestickten inneren Kragen (eri; im Bild oben gut zu sehen), der mit jedem Jahr der Ausbildung heller wird, da die Stickerei immer dichter wird. Auch ihr Kimono-Gürtel, der obi, wird anders gebunden als der einer fertig ausgebildeten Geisha. Der Haarschmuck unterscheidet sich ebenfalls: einige Teile des Schildpatt-Haarschmucks, die chirikan, werden in der gesamten Laufbahn der Maiko nur in den ersten drei Tagen getragen. Eine Besonderheit sind die okobo, die Sandalen der Maiko (siehe Bild links), die aus Holz bestehen und 18 cm hoch sind.

    Wie bei der Maiko werden auch bei der Geisha Gesicht, Hals, ein Teil des Rückens und der größte Teil des Nackens mit binosuke grundiert und mit weißem Make up geschminkt. Auch hier werden im Nacken einige Zacken beim Schminken ausgelassen, um den zarten Nacken zu betonen. Die Augen werden rosa und schwarz umrandet, die Augenbrauen sauber nachgezogen. Ein wenig Rouge wird aufgetragen und weiß überpudert. Die Lippen werden geschminkt. Es entspricht dem einer älteren Maiko in fast jeder Hinsicht. Die Frisur der Geisha ist jedoch viel schlichter; sie besteht oft aus einer das Gesicht umkränzenden Querrolle mit einer etwas höheren Tolle im Bereich der Stirn und einem großen Dutt am hinteren Oberkopf. Geschmückt wird sie, je nach Jahreszeit und Anlass, mit verschiedenen Nadeln und Kämmen. Auch ihre Kleidung ist etwas anders: der innere Kragen der Geisha ist weiß, ihr Kimono hat andere Farben und Muster, und, sehr wichtig, weniger weite Ärmel. Ihre Sandalen sind weniger hoch und haben eine andere Form als die der Maiko.



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