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Re: Januar 2010
Nachtperle - 03.01.2010, 10:30Januar 2010
1. Januar 2010
Schon bald werde ich nicht mehr auf dieser Welt sein, und niemand wird mich mehr sehen. Nur ihr, ihr werdet mich sehen. Und weil ich lebe, werdet auch ihr leben.
Johannes 14, 19 (Hoffnung für alle)
Heute ist der 1. Januar 2010. Das neue Jahr hat begonnen. Feuerwerke verzauberten noch vor wenigen Stunden den Himmel, Paare umarmten sich, Menschen wünschten einander alles Gute. Keine Frage: Der Jahreswechsel ist immer auch ein Höhepunkt der Gefühle. Wer einsam ist, spürt das in diesem Moment besonders, genauso wie derjenige, der glücklich ist. Dabei geschieht beim Jahreswechsel eigentlich nichts Besonderes. Die Erde dreht sich weiter wie immer, eine Nacht vergeht und ein neuer Tag beginnt.
Gemeinsam lassen wir das alte Jahr hinter uns und beginnen heute das Jahr 2010 nach unserer Zeitrechnung. Auch andere Religionen haben dieses Bedürfnis nach einem gemeinsamen Zeittakt. Der jüdische Kalender sieht sein Neujahrsfest Ende September vor, der islamische Kalender zählt die Jahre seit dem Auszug des Propheten Mohammed aus Mekka. Diese Vielfalt zeigt, wie willkürlich Neujahr gelegt ist. Trotzdem wird es gefeiert und offenbar gebraucht.
Viele Dinge geben unseren Jahren ein Profil: die Jahreszeiten, Geburtstage, Familienfeste, Urlaube oder Schulferien. Was wäre, wenn es das nicht gäbe? Dann wäre das Leben schwer auszuhalten. Aber so - mit diesen Fixpunkten - kommt das Leben voran und bekommt ein Ziel. Gibt es wirklich ein Ziel? Oder nur ein Ende?
Jesu Aussage: "denn ich lebe und ihr sollt auch leben" Johannes 14, 19b (Hoffnung für alle) setzt am Kernpunkt dieser Lebensfrage an: an der Angst vor dem Ende. Jesus möchte uns mit dieser Aussage zusichern: Danach kommt noch etwas, ein anderes, ein ewiges Leben bei Gott auf einer neu erschaffenen Erde. Offenbarung 21, 1-4 Jesus gibt damit unserem Dasein eine spürbar neue Qualität - ein Leben voller Interesse und Liebe und voller Erbarmen für die Menschen.
Diese neue Lebensqualität beginnt nicht irgendwann in der Zukunft, sondern schon jetzt und hier. Das Leben jetzt und die Aussicht auf das ewige Leben bei Gott - beides gehört zusammen. Es ist ein wenig wie in der Neujahrsnacht, in der das alte und das neue Jahr ineinander übergehen.
Beate Strobel
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 1-3
Abends: Matthäus 1
Re: Januar 2010
Nachtperle - 03.01.2010, 10:32
2. Januar 2010
Du, Herr, bist alles, was ich habe; du gibst mir alles, was ich brauche. In deiner Hand liegt meine Zukunft.
Psalm 16, 5 (Hoffnung für alle)
Vor genau einem Jahr wurde über die Zukunft beraten. Ein Jahr der schlechten Nachrichten war angekündigt worden. Schnell wurden milliardenschwere Hilfs- und Konjunkturprogramme auf den Weg gebracht, um der Finanz- und Wirtschaftskrise etwas entgegenzusetzen und verlorengegangenes Vertrauen wiederzugewinnen.
Aber es bleibt die Frage, wem ich noch vertrauen und zu Beginn eines neuen Jahres mein Leben und meine Zukunft bedenkenlos anvertrauen kann.
König David schien eine gute Entscheidung getroffen zu haben, wenn er dem 16. Psalm mit den Worten einleitet: „Beschütze mich, Gott, denn dir vertraue ich!“ Nachdem er seine Zukunft in guten Händen wusste, schaute David über sein eigenes Wohlergehen hinaus und wünschte seinem Volk und Land stabile Verhältnisse: „Darum freue ich mich über die, die nach deinem Willen leben. Auf sie kommt es im Land entscheidend an!“ Psalm 16,3 (Hoffnung für alle)
Nicht ohne grund hat die Wirtschaftskrise eine Wertedebatte angestoßen. Der Ruf nach Umkehr und Neuorientierung wird immer lauter. Nach Davids Überzeugung täte es einem Land gut, wenn die göttlichen Grundsätze im gesellschaftlichem und Politischen Miteinander wieder mehr Beachtung finden würden.
Wo Geld und Besitz an die Stelle Gottes treten, geschieht genau das, was David schon zu seiner Zeit beobachtet hatte: „Wer sich aber von dem lebendigen Gott abwendet und anderen Göttern nachläuft, der kommt aus dem Kummer nicht mehr heraus.“ Psalm 16, 4 (Hoffnung für alle)
Damit sind am Anfang eines neuen Jahres zwei Möglichkeiten aufgezeigt: Auf der einen Seite die Gepflogenheit des „ehrbaren Kaufmanns“, der im vergangenen Jahrhundert noch auf die erste Seite seines Haushaltsbuches schrieb: „Mit Gott!“ und sich so verhielt, dass man ihm vertrauen konnte. Wer dagegen mit der Gier und dem Jagen nach dem größtmöglichen Gewinn weitermachen will, läuft Gefahr zu scheitern.
Herr, ich danke dir, dass du mir alles gibst, was ich heute brauche. Meine Zukunft liegt in deiner Hand. Hilf mir dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Johannes Fiedler
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 4-6
Abends: Matthäus 2
Re: Januar 2010
Nachtperle - 03.01.2010, 10:34
3. Januar 2010
Schließlich habe ich gelernt, in jeder Lebenslage zurechtzukommen. Ob ich nun wenig oder viel habe, beides ist mir durchaus vertraut, und so kann ich mit beidem fertig werden: Ich kann satt sein und hungern; ich kann Mangel leiden und Überfluss haben. Alles kann ich durch Christus, der mir Kraft und Stärke gibt. Philipper 4, 11b – 13 (Hoffnung für alle)
In der Bibel finden wir erstaunliche Geschichten von Menschen, die trotz schwierigster Umstände glücklich und zufrieden waren. Paulus lobte selbst im Gefängnis noch Gott. (Apostelgeschichte 15, 25) und schrieb seinen Gemeinden positive erbauliche Briefe, wie den Philipperbrief. (Philipper 1,13)
Viele von uns denken, dass wir erst dann glücklich sind, wenn Dinge, die wir uns wünschen, in Erfüllung gegangen sind. Wenn ich nur endlich die größere Wohnung hätte, die ich mir so sehr wünsche. Wenn doch meine Ehe besser funktionieren würde. Wenn ich nur bald diese neue Anstellung bekommen würde, wo mir endlich die Arbeit wieder Spaß macht. Wenn dann alles so eingetroffen ist, wie gewünscht, sind wir glücklich – fragt sich nur: Wie lange?
Wenn unser Glück und unser Wohlbefinden nicht von innen heraus kommen, unsere Zufriedenheit von äußeren Umständen abhängig ist, wird es sein wie auf einem Schiff ohne Kompass, ohne Zielhafen und ohne Anker. Bei leichtem Wind und Sonnenschein kommen wir gut zurecht. Bei Sturm und hohem Wellengang dagegen sind wir verloren und treiben ziellos dahin.
Wahres Glück hängt nicht davon ab, was uns passiert oder nicht. Es hängt vor allem von dem ab, an den wir glauben und dem wir unser Leben anvertraut haben: Jesus Christus. Er kann uns helfen, wenn uns alles zu überfordern scheint. ER schenkt uns in Krisenzeiten das Bewusstsein seiner Nähe. Er ziegt uns, worauf es wirklich ankommt, und lässt uns Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden. Er kann auch schwierige Lebensumstände zum Guten wenden. Er wird uns einen Lebenswert zeigen, der unabhängig von den Umständen ist. Er wird durch sein Wort zu uns reden und uns dadurch ermutigen und führen.
Christus möchte, dass wir in ihm gegründet sind und in einer engen Beziehung zu ihm leben. Wenn wir das praktizieren und unseren Blick jeden Tag auf ihn richten, werden wir in zufriedenes und glückliches Leben führen können – in jeder Lebenslage, wie Paulus es tat.
Gabriele Baur
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 7-9
Abends: Matthäus 3
Re: Januar 2010
Nachtperle - 04.01.2010, 01:55
4. Januar 2010
Die Weissagung wird ja noch erfüllt werden zu ihrer Zeit und wird endlich frei an den Tag kommen und nicht trügen. Wenn sie sich auch hinzieht, so harre ihrer; sie wird gewiss kommen und nicht ausbleiben. Habakuk 2, 3
Habakuk war der Beter unter den Propheten. Sein kurzes Buch ist ein fortlaufendes Gespräch des Propheten mit Gott. Er beginnt mit einer schwerwiegenden Frage: „Herr, wie lange soll ich schreien und du willst nicht hören? Wie lange soll ich zu dir rufen: Frevel, du willst nicht helfen?“ Habakuk 1, 2
In den folgenden Versen gewährt er uns einen Einblick in die bedrückenden Missstände seiner Zeit: Rauf, Frevel, Gewalt und Unrecht. Gottes Gesetz bleibt unbeachtet. Die Gottlosen unterdrücken und übervorteilen die Gerechten. Aber Gott scheint der Bosheit und dem Jammer tatenlos zuzusehen.
Das ist im Wesentlichen ein Spiegelbild unserer Tage. Habakuk bricht die uralte Menschheitsfrage auf: Wie kann Gott das alles zulassen? In Kapitel 1, 13 schreibt er: Deine Augen sind zu rein, als dass du Böses ansehen könntest, und dem Jammer kannst du nicht zusehen! Warum siehst du dann aber den Räubern zu und schweigst, wenn der Gottlose den verschlingt, der gerechter ist als er?“ Es spricht alles dafür, dass damit das aufsteigende Babylon gemeint war, dass Gottes Gericht am Reich Juda durch die Wegführung vieler Juden in die babylonische Gefangenschaft vollzog. In den Weissagungen Jesajas und Jeremias aber hatte Gott Befreiung und Heimkehr zugesagt. Allerdings würde es keine schnelle Befreiung geben – erst nach 70 Jahren.
Es gibt ein Ereignis, auf das Gottes neutestamentlichen Gemeinde schon viel länger warten muss: die endgültige Errettung bei der Wiederkunft Jesu. Auch hier gilt Gottes Zusage: Die Verheißung wird nicht trügen. Sie wird gewiss ihre Erfüllung finden. Gerade weil sich die Wartezeit so lange hinzieht, gilt uns die Mahnung, auf Jesu Wiederkunft zu harren. Harren heißt: In festem Glauben und mit bleibender Geduld unablässig darauf zu warten. Die Heimkehr „wird gewiss kommen und nicht ausbleiben“ Habakuk 2, 3b
Herr, hilf uns, dass wir im Warten nicht ermüden, sondern ausharren und Wartende bleiben,
bis die endgültige Rettung und Welterneuerung durch Jesu Wiederkunft kommt.
Reinhold Paul
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 10-13
Abends: Matthäus 4
Re: Januar 2010
Nachtperle - 05.01.2010, 01:33
5. Januar 2010
Werft nun euer Vertrauen nicht weg! Es wird sich erfüllen, worauf ihr hofft. Hebräer 10,35 (Hoffnung für alle)
Am Beginn eines neuen Jahres fragen sich viele: „Was wird uns dieses Jahr bringen?“ Die Prognosen der Experten für 2010 sind nicht gerade rosig. Ausgelöst durch die Finanzkrise Ende 2008 bangen immer mehr Menschen um ihren Arbeitsplatz und ihre finanzielle Sicherheit. Dabei ist die materielle Seite nur der sichtbare Teil. Viel gravierender ist der Vertrauensverlust, der damit verbunden ist. Worauf können wir uns noch verlassen? Was hat wirklich noch Wert und Bestand? Welchen Versprechungen kann man noch Glauben schenken?
Der Schreiber des Hebräerbriefes sah für die Gläubigen seiner Zeit ein ähnliches Problem. Sie befanden sich in einer Bertrauenskrise Gott gegenüber. Jesus hatte versprochen wiederzukommen, doch der Tempeldienst in Jerusalem wurde weiterhin ausgeübt. Was Jesus in seiner Predigt in Matthäus 24 angekündigt hatte, war noch nicht eingetreten. Die Christen wurden in Rom verfolgt und viele verloren ihr Hab und Gut. So mancher fragte sich, ob der Glaube noch lohnenswert sei.
Da erinnerte sich der Schreiber zunächst an das, was sie bereits erlebt hatten. Weiter ermutigte er sie, ihr Vertrauen nicht aufzugeben und er lenkte ihren Blick auf das Ziel: Gottes Reich wird sichtbar kommen, auch wenn es länger dauern wird, als sie erwatet hatten. Im zweiten Brief des Petrus 3, 8+9 wird dieses Thema auch behandelt und aufgezeigt, dass Gottes Zeitmaßstäbe anders sind als unsere Vorstellungen.
Viele biblische Prophezeiungen haben sich bereits erfüllt. Doch auf die Wiederkunft Christi warten wir immer noch und benötigen daher Geduld und Ausdauer – gerade dann, wenn die Zeiten und Lebensumstände schwieriger werden und wir uns nichts mehr wünschen, als ein besseres Leben auf der neuen Erde.
Um in dieser Wartezeit stabil und Standfest zu bleiben, müssen unsere „geistlichen Muskeln“ regelmäßig trainiert werden. Das geschieht am Besten, wenn wir mit Gott in Verbindung bleiben, indem wir mit ihm sprechen, in der Bibel lesen und uns von seinen Worten ermutigen und korrigieren lassen. Dann werden wir seine Führung und seinen Beistand erleben, ganz gleich, was um uns herum geschieht. Fangen wir am besten gleich heute mit dem Training an!
Günter Schlicke
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 14; 15
Abends: Matthäus 5
Re: Januar 2010
Nachtperle - 06.01.2010, 01:03
6. Januar 2010
Begehre nicht, was deinem Mitmenschen gehört: weder sein Haus noch seine Frau, seinen Knecht oder seine Magd, Rinder oder Esel oder irgendetwas anderes, was ihm gehört. 2. Mose 20, 17 (Hoffnung für alle)
„Was hast du zu Weihnachten bekommen?“ Das war eine Frage, die wir uns als Kinder gestellt haben, wenn wir uns nach den Feiertagen unter Freunden getroffen haben. Hat der andere mehr Geschenke bekommen als ich? Waren die Geschenke besser als meine? Einmal hatte mein Freund ein neues Fahrrad bekommen. Sofort war meines nicht mehr so gut und schön und ich wollte euch ein neues haben.
Das Vergleichen mit anderen ist aber nicht nur eine Sache der Kinder. Auch die Erwachsenen stehen scheinbar im Wettbewerb miteinander. In der Zeit des Wirtschaftswunders waren es Dinge wie neue Autos oder die Entfernung zum nächsten Urlaubsziel.
Der Philosoph Peter Sloterdijk behauptet, dass die kapitalistische Gesellschaft das zehnte Gebot in sein Gegenteil verkehrt hat: „Heute heißt die Regel umgekehrt: Du sollst begehren, was andere schon haben. (Cicero, Ausgabe 1/2009, Seite 118) Die heutige Konsumgesellschaft benötige diese „Eifersuchtkonflikte, um das Betriebsklima einer ’Konsumgesellschaft’ herzustellen.“ Um die Wirtschaft in Gang zu halten, müssen wir „begehren“. Wir streben nach Dingen, die wir nicht haben, und schauen neidisch auf das, was sich andere leisten können. Uns wird eingetrichtert, dass wir immer das Modernste anschaffen müssen – das neueste Automodell, die bessere Digitalkamera mit einer höheren Auflösung oder das aktuellste Update unserer Software.
Das Gebot „Du sollst nicht begehren“ setzt einen Kontrapunkt in unserer Gesellschaft, in der wir darauf gepolt sind, zu vergleichen, zu begehren und immer mehr haben zu wollen. Für den Philosophen Sloterdijk stellt dieses Gebot „die wichtigste psychosoziale Hygieneregel in allen Zivilisationen dar“.
Wenn dieses Gebot Leitlinie in zwischenmenschlichen Beziehungen wäre, gäbe es keinen Diebstahl, keinen Raub und keine Wirtschaftskriminalität mehr. Wenn wir dieses Gebot befolgen würden, wären wir zufriedener mit dem, was wir haben. Wir würden nicht mehr mit anderen vergleichen, sondern uns dankbar mit dem begnügen, was Gott uns geschenkt hat.
Roland Nickel
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 17; 17
Abends: Matthäus 6, 1-18
Re: Januar 2010
Nachtperle - 07.01.2010, 01:54
7. Januar 2010
Ich vergesse, was dahinter ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus Philipper 3, 13+14
Die Feiertage sind vergangen, die Weihnachtbäume türmen sich inzwischen vor den Mülltonnen und einige Geschenke haben ihren anfänglichen Zauber bereits verloren. Das neue Jahr 2010 hat begonnen.
Ich blicke gespannt nach vorn und ein wenig wehmütig zurück. Manches möchte ich gern festhalten, doch das Rad der Zeit dreht sich unbarmherzig weiter und Stehen bleiben geht nicht. Es heißt Weiter gehen. Altes zurücklassen und Neues beginnen. Manchmal möchte ich zu gerne beides: Altvertrautes mitnehmen und Neugewonnenes behalten.
Paulus schrieb: „Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist“: Philipper 3, 13 Offen für Neues, ein Ziel im Blick – die Vergangenheit konnte Paulus nicht davon abhalten. Er wirkt auf mich gespannt, voller Kraft und Energie für das vor ihm Liegende. Nichts kann ihn aufhalten.
Vielleicht ist es das, was er mit „vergessen“ meinte: Die Ereignisse der Vergangenheit dürfen ihn nicht am Weitergehen hindern. Er will sie loslassen und vorwärts gehen, all seine Kraft und Energie in das investieren, wofür es sich zu leben lohnt. Es scheint fast so, als könnte Paulus es gar nicht erwarten, sich nach diesem Neuen auszustrecken. „Ich strecke mich aus..... und jage nach dem vorgesteckten Ziel“, schrie er weiter.
Wie ist es bei mir? Woran halte ich fest? Wonach jage ich? Habe ich möglicherweise Ziele, die mir in einem Jahr oder auch in zehn Jahren nicht mehr wichtig sein werden? Jage ich einem lohnenswerten Ziel nach?
Paulus jagte nach „dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus“ Philipper 3,14b Er jagte nach dem ewigen Leben, das Gott für ihn bereithält. Neben diesem Ziel wurde für ihn alles andere klein und nahezu wertlos. Leben bei Gott – das wollte Paulus. Und das will auch ich. Ich möchte mein Leben mit Gott führen und alle meine Zeit und Kraft investieren, um den Siegespreis des ewigen Lebens zu erlangen. Ich möchte mich nach diesem Ziel ausstrecken und nur noch dafür leben.
Stephanie Kelm
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 18; 19
Abends: Matthäus 6, 19-34
Re: Januar 2010
Nachtperle - 08.01.2010, 02:08
8. Januar 2010
Ihr sollt deshalb so beten: „Unser Vater im Himmel! Dein heiliger Name soll geehrt werden.“ Matthäus 6, 9 (Hoffnung für alle)
Manche Menschen fällt es schwer, im Gebet das Wort „Vater“ zu gebrauchen, weil sie keine guten Erinnerungen an den eigenen Vater haben. Andere haben ihren Vater gar nicht oder nur kurz kennen gelernt. Dennoch könnte jeder einen guten Vater beschreiben, wie er ihn sich wünscht oder vorstellt. Im tiefsten Herzen ist bei den meisten Menschen die Sehnsucht nach einem liebevollen Vater vorhanden.
Während seines ganzen irdischen Lebens war es für Jesus ein besonderes Anliegen, uns Menschen den allmächtigen, ehrfurtgebietenden Gott als liebenden, barmherzigen Vater zu zeigen. Als Jesus einmal gebeten wurde: „Herr, zeige uns den Vater“ Johannes 14, 8 antwortete er: „Wer mich sieht, der sieht den Vater!“ Johannes 14, 9
Welch eine Antwort! Jesus spürte schon als Kind die besondere Beziehung zu seinem großen himmlischen Vater, von dem er ausgegangen war. Wenn wir diesen Vater im Himmel kennen lernen möchten, müssen wir Jesus betrachten. Wie war er, wie ging er mit Menschen um? Er hatte ein Herz für Kinder und nahm sich Zeit für sie. Er schenkte einer Witwe den Sohn wieder und einem Elternpaar die Tochter – beide Kinder weckte er vom Tod wieder auf. Er kümmerte sich um die Verachteten der Gesellschaft und suchte die Gemeinschaft mit ihnen. Er hatte Erbarmen mit den Kranken und heilte sie. Er erhob die Frauen aus ihrer Erniedrigung und nahm sie ernst. ER machte uns bewusst, wie wichtig die Vergebung von Schuld ist und wie gern der Vater bereit ist, uns zu vergeben.
Dann ging Jesus durch Verachtung und Leiden für uns ans Kreuz. Uns allen gilt die Botschaft: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Johannes 3, 16
Der Apostel Paulus schrieb, dass wir sogar „Abba“ – das bedeutet so viel wie „Papa“ - zu Gott sagen dürfen. Römer 8, 15b Er ermutigt uns, im Vertrauen zu ihm zu beten und unsere Sorgen zu ihm zu bringen.
Gott, unser Vater, hat „Gedanken des Friedens“ über uns Jeremia 29, 11 und will uns zu einem wunderbaren Ziel führen. Er lässt dir sagen: Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“ Jesaja 43, 1
Marli Weigt
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 20-22
Abends: Matthäus 7
Re: Januar 2010
Nachtperle - 09.01.2010, 12:06
9. Januar 2010
Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Lukas 19, 10
Jesus ist gekommen um zu suchen: In den anderen Religionen der Welt muss sich der Mensch anstrengen, um zu Gott empor zu steigen. Durch Opfergaben, moralische Leistungen, Meditationen und Askese soll sich der Suchende Gott nähern, um von „Gottsucher“ zum „Gottschauer“ zu werden.
Durch Jesus aber erfahren wir, dass eigentlich Gott auf der Suche nach dem Menschen ist. Ob es die verlorene Münze ist, deretwegen das ganze Haus auf den Kopf gestellt wird (siehe Lukas 15, 8-10) oder das verlorene Schaf, dass mit ganzer Hingabe gesucht wird, (siehe Lukas 15, 4-7) immer vermittelte Jesus die Botschaft: Gott ist auf dem Weg zu dir, ER sucht dich!
Jesus ist gekommen, um selig zu machen: Das Wort „selig machen“ hat die Bedeutung von „retten“ und „gesund machen“. Gott ist jetzt nicht auf der Suche, um die Welt zu richten, (siehe Johannes 3, 17) sondern um die Menschen aus ihren Verirrungen herauszuführen, sie zu umsorgen und zu bewahren. Jesus will dir sagen: Für dich wird gesorgt! Nicht so, dass du jetzt meinen sollst, du müsstest nichts mehr tun, sondern damit du dich in deinem täglichen Tun als gehalten, getröstet und gestärkt erfahren kannst.
Daher ermutigt dich Jesus, dich nicht ängstlich zu sorgen, denn der Vater hat alle deine Haare gezählt und kein Sperling fällt ohne ihn auf die Erde. „Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge.“ Matthäus 10, 31 Ja, gesucht und umsorgt ist der Mensch!
Jesus ist gekommen, um zu suchen und selig zu machen, was verloren ist: Das Verlorene ist das, was zugrunde geht. Würde Gott dich nicht in Jesus Christus gesucht und gefunden haben, wie wäre es dann um dein Leben bestellt? Du würdest auf deine Religiosität bauen wie der Pharisäer, Lukas 18, 11 dich auf deine Güter verlassen wie der reiche Kornbauer Lukas 12, 19oder dich kein bisschen um Gott kümmern, wie die Menschen zur Zeit der Flut. Lukas 17, 26-30
Aber die, die sich von ihm haben finden lassen, die Zöllner, die Betrüger, die Huren, die Ausgestoßenen und Verachteten, die Hoffnungslosen – sie alle erfahren durch Jesus, dass sie nicht zu verzweifeln brauche, weil sie Gesuchte, Gefundene und Angenommene sind.
Ihr Ja zu Jesus hat sie von den Gescheiterten zu Geretteten gemacht. Überwältigt von dieser Liebe, kannst du auch sagen: Vater im Himmel!
Hans Heinz
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 23-24
Abends: Matthäus 8, 1-17
Re: Januar 2010
Nachtperle - 10.01.2010, 01:28
10. Januar 2010
Das Geheimnis, nach dem der König fragt, vermögen die Weisen, Gelehrten, Zeichendeuter und Wahrsager dem König nicht zu sagen. Aber es ist ein Gott im Himmel, der kann Geheimnisse offenbaren. Daniel 2, 27+28
Die „Spezialisten“, die Nebukadnezar dafür bezahlte, dass sie ihm die Zukunft vorhersagen, hatten versagt. Nun stand ein junger Hebräer vor dem babylonischen König und gab ihm Einblick in das politische Geschehen der folgenden Jahrhunderte. Daniel, so hieß der junge Prophet, hätte Grund gehabt, stolz auf seine Leistung zu sein, aber das Gegenteil war der Fall. Er schrieb demjenigen die Ehre zu, der allein die Zukunft offen legen kann: Dem Gott des Himmels.
Wie viele Menschen wünschten sich am Anfang eines neuen Jahres einen Daniel zur Seite! Wenn man die Entwicklungen in Wirtschaft und Politik im Voraus wüsste, ließen sich gravierende Fehlentscheidungen vermeiden. Aber auch im Privatleben wäre solch ein zuverlässiger Prophet eine große Hilfe, wenn es um wichtige Entscheidungen wie Berufs und Partnerwahl, Arbeitssuche oder die sicherste Altersversorgung geht.
Nur Gott kennt die Zukunft – sowohl global, als die Geschichte der Menschheit betreffend, als auch die persönliche Entwicklung eines jeden Menschen auf der Erde. Auch deine und meine Zukunft kenn er genau. Ich finde, dass ist ein sehr tröstlicher Gedanke. Ich fühle mich dabei keinesfalls eingeengt, da sein Vorherwissen in keiner Weise meine Freiheit einschränkt. Aber ich weiß mich in seiner Hand geborgen, was auch immer kommen mag.
Astrologen, Wahrsager und Hellseher hatten für das Jahr 2008 sehr viel vorausgesagt, darunter einen Anschlag auf US-Präsident Georg W. Bush und den Besuch von Außerirdischen auf der Erde. Die Bilanz dieser selbst ernannten Zukunftsexperten sei „katastrophal“, hieß es in einer am 16. Dezember 2008 veröffentlichten Mitteilung der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (Rossdorf bei Darmstadt). Es ging ihnen nicht anders als ihren Kollegen am babylonischen Hof.
Der Gott des Himmels beantwortet nicht alle unsere Fragen – schon gar nicht , um unsere Neugierde zu befriedigen. Aber er hat alle fragen klar und deutlich beantwortet, die nötig sind, damit wir uns seiner Nähe und Liebe an jedem Tag dieses neuen Jahre gewiss sein können.
Elí Diez-Prida
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 25; 26
Abends: Matthäus 8, 18-34
Re: Januar 2010
Nachtperle - 11.01.2010, 14:50
11. Januar 2010
Und Elisa betete und sprach: HERR, öffne ihm die Augen, dass er sehe! Da öffnete der HERR dem Diener die Augen und er sah, und siehe, da war der Berg voll feuriger Rosse und Wagen um Elisa her. 2. Könige 6, 17
Der Prophet Elisa und sein Diner befanden sich in großer Gefahr. Ein feindliches Heer hatte die Stadt umstellt und wollte Elisa gefangen nehmen. Die beiden konnten die Übermacht von der Stadtmauer aus sehen und es gab kein Entrinnen mehr. Der Diener hatte Angst und wusste keinen Rat mehr, doch Elisa beruhigte ihn und sagte: „Fürchte dich nicht, denn derer sind mehr, die bei uns sind, als derer, die bei ihnen sind.“ 2. Könige 6, 16 Deshalb konnte Elisa gelassen und zuversichtlich sein. Zwei Menschen, Elisa und sein Diener, in ein und derselben Lage – und doch zwei ganz unterschiedliche Reaktionen!
Kennen wir das auch? Da kommt etwas auf uns zu, dass wir nicht durchschauen, nicht kontrollieren können. Wir befinden uns in einer schier aussichtslosen Lage. Jemand ist arbeitslos geworden und hat keine Vorstellung, wie er wieder zu einem Job kommen soll. Da sitzt eine Studentin in einer Prüfung und die Fragen behandeln ganz andere Themen als di, auf die sie sich vorbereitet hat. Jemand ist krank, hat schon etliche Ärzte aufgesucht und immer noch keine Besserung erfahren. Wie reagieren wir in einer solchen Lage? Doch meistens mit Angst, Unsicherheit, Verzweiflung.
Warum konnte Elisa so anders reagieren als sein Diener? Weil er dieselbe Situation anders bewertete! Er sah oder wusste etwas, was sein Diener nicht wahrnahm. Auf Elisas Gebet hin öffnete Gott ihm die Augen, sodass auch er die Macht Gottes sehen konnte. Elisa sah nicht nur das Problem, sondern er sah auch – mit den Augen und mit dem Herzen – die Macht Gottes. ER konnte gelassen und zuversichtlich sein, weil er die Lage anders bewertete und einen anderen Blick hatte.
Nicht die Situation selbst bestimm mein Verhalten, sondern meine Bewertung der Situation und meine Sicht der Dinge. Gelingt es uns, in schwierigen Situationen eine andere Sicht zu bekommen? Nicht nur die Probleme zu sehen, sondern auch die Möglichkeiten? Nicht nur die Not, sondern auch die Hilfe, die uns Gott – oft durch andere Menschen – zuteil werden lässt?
Lernen wir wieder neu, Gott zu vertrauen und jeden Tag mit seinem Segen und seiner Hilfe zu rechnen.
Roland E. Fischer
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 27; 28
Abends: Matthäus 9, 1-17
Re: Januar 2010
Nachtperle - 12.01.2010, 01:25
12. Januar 2010
Aber ich, der Herr, sage: Behauptet etwa eine Axt, sie sei stärker als der Holzarbeiter? Ist die Säge mehr als der, der sie gebraucht? Das wäre ja so, also ob ein Stock den schwingt, der ihn in der Hand hält, oder als ob ein Stab den Menschen hochhebt. Jesaja 10, 15 (Hoffnung für alle)
„Die Gottlosen leben aus eigener Kraft, wir aber, die wir Gottes Kinder sind, können nur aus der Kraft des Herrn leben“. Eine Aussage, die mich immer wieder zum Nachdenken animiert, denn die Erkenntnis, dass alles Leben nur aus der Kraft dessen, der das Leben gegeben hat, existieren kann, widerspricht dieser Aussage.
Gott allein schafft Leben, er lässt regnen und die Sonne scheinen über alle Kreatur, wie Jesus betonte: Ohne zu differenzieren zwischen guten und bösen Menschen, schuf Gott Gesetzmäßigkeiten, die jedem dienen. Jeder, der meint aus eigenem Vermögen leben zu können, unterliegt deshalb einem gewaltigen Irrtum.
Selbst der Teufel kann nur existieren, weil Gott ihm seine Lebenskraft nicht entzieht. Er kann nur wirken, weil Gott ihn wirken lässt. Mit seiner einstmaligen Entscheidung, wie Gott zu sein (Jesaja 14, 14) impft er uns Menschen auch heute noch wie damals Adam und Eva im Paradies.
Wir Menschen müssen entscheiden, welche Bestimmung in unserem Leben Gestalt gewinnen soll. Ist es die Überzeugung, „Ihr werdet sein wie Gott“ (1. Mose 3, 5) dann werden wir – mit der uns von Gott geschenkten Kraft – alles für dieses irrtümliche Ziel einsetzen. Entscheiden wir uns für ein Leben unter der bewussten Führung und Leitung Gottes, indem wir ihm und seiner Erlösung vertrauen, werden wir ebenfalls alles einsetzen, um das verheißene Ziel mit seiner Kraft und durch seine Gnade zu erreichen.
Der Unterschied liegt in meiner Zielrichtung, in meiner bewussten Entscheidung für oder gegen gott. Aus seiner Kraft lebt letztlich jeder – du und ich - unser Nachbar, der anders oder gar nicht an ihn glaubt, der „Böse“ und der „Gute“!
Die Gewissheit: „Gott bewegt uns Menschen – nicht wir bewegen ihn“, erfüllt mein Herz mit großer Dankbarkeit. Nichts und niemand kann die Kraft Gottes ersetzen, die wir täglich brauchen. Seine Gnade und Barmherzigkeit sind jeden Morgen neu und auch die Kraft, die er uns für unser Leben schenkt! Nutzen wir sie heute in seinem Sinne!
Waltraud Schneider-Kalusche
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 29; 30
Abends: Matthäus 9, 18-38
Re: Januar 2010
Nachtperle - 13.01.2010, 07:41
13. Januar 2010
Abram glaubte dem HERRN und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit. 1. Mose 15, 6
Abram bedeutet „erhabener Vater“. Gott selbst veränderte seinen Namen in Abraham, „Vater vieler Völker“ 1. Mose 17, 5. Er wird auch als der „Glaubensvater“ bezeichnet. Jesus, Paulus und Jakobus stellten ihn als Vorbild des Glaubens hin.
Was war das Besondere an Abrams Glauben? Er hatte noch keine Bibel und kannte kein gläubiges Volk. Selbst seine Familie betete in seiner Heimat in Mesopotamien Götzen an. Josua 24, 2
Der wahre Gott nahm unerwartet mit Abram Verbindung auf und wies ihn an: „Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Haus in ein Lande, das ich dir zeigen will.“ Darauf folgte eine besondere Segensverheißung. Nach dem Bericht fragte Abram nicht nach, zeigte keine Zweifel und stellte auch keine Bedingungen. Er ging in eine unbekannte und ungewisse Zukunft. 1. Mose 12, 1-5
Etwa 50 Jahre später, als Gott ihn aufforderte, seinen Sohn Isaak zu opfern, war Abraham tatsächlich dazu bereit. (siehe 1. Mose 22) In der Zwischenzeit hatte er Höhen und Tiefen des Glaubens erlebt. Nach manchem Versagen (siehe 1. Mose 12, 10-19; 16, 1-3; 20, 1-3 bestand er im entscheidenden Augenblick diese Glaubensprüfung. Voraussetzung dafür war ein gewachsenes und erprobtes Gottvertrauen. (siehe Hebräer 11, 17-19) Bei Abraham kam dazu: Der lebendige Gott selbst offenbarte sich ihm und redete mit ihm.
In diesem Zusammenhang ist unser Andachtstext echtes Evangelium im doppelten Sinne. Zum einen: Abraham war nicht aufgrund seiner Taten oder seines Gehorsams vor Gott gereicht, sondern aufgrund seines Vertrauens. Zum anderen: Der Text steht nicht erst in 1. Mose 22 in Zusammenhang mit Isaaks Opferung, sondern bereits in 1. Mose 15 in Zusammenhang mit der erneuten Verheißung Gottes, unzählige Nachkommen zu haben, die über 40 Jahre zuvor gegeben wurde.
Auch heute ist es möglich, solch ein Vertrauen wie Abraham zu besitzen oder zu entwickeln! Er wird auch uns „zur Gerechtigkeit gerechnet“ (siehe Römer 4, 3-5+20-25) Wie er sollen auch wir in einem andersgläubigen Umfeld Gott verehren und bekannt machen. Jesus hat auch uns gerufen – nicht in ein fremdes Land zu ziehen, sondern ihm zu folgen! Das erfordert auch heute vertrauen.
Albrecht Höschele
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 31; 32
Abends: Matthäus 10, 1-20
Re: Januar 2010
Nachtperle - 14.01.2010, 09:04
14. Januar 2010
Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken;
denn er ist treu, der sie verheißen hat. Hebräer 10,23
Immer wieder stehen wir vor neuen Herausforderungen, einer Zukunft, die noch unbeschrieben und mit Hoffnung versehen ist. Wie wird meine Zukunft aussehen? Werde ich der Herausforderung so begegnen, dass ich Chancen sehe und nutze, die mein Leben bereichern? Nehme ich meine Persönlichkeit wahr und erlaube mir das Aussortieren von Eindrücken, Erlebnissen, Prägungen, die mich in meinem Inneren verarmen lassen?
Als Christen haben wir einen großen Vorteil: Wir stehen auf der sicheren Seite – auf Gottes Seite – und können getrost unseren Weg gehen, weil Jesus, unser Freund, an unserer Seite ist. Das gibt uns Mut, Zuversicht, Kraft und ein frohes Herz.
Auch wenn wir Leid, Nöte, Sorgen und Ungerechtigkeiten um uns herum wahrnehmen oder selbst erleben, wissen wir, dass wir in Gott geborgen sind und wir bei ihm Ruhe finden und auftanken können. In ihm und bei ihm haben wir einen Ort, wo wir der Liebe und dem Vertrauen Raum schenken können. An Gott können wir uns orientieren und uns auf das ausrichten, was uns wohl tut und was wir anderen Menschen zugute kommen lassen wollen.
Das „Bekenntnis der Hoffnung“, wie es in unserem Andachtstext heißt, hat mit unserer persönlichen Erfahrung um Gott und unserem Vertrauen zu ihm zu tun. Das Wort „hoffen“ ist aus dem Wort „hopen“, das heißt „hüpfen“, entstanden – vor Erwartung hüpfen und sich freuen. Hoffnung hat daher immer Freude zur Folge: Ich warte gespannt und voller Vorfreude auf das, was kommt.
Was laut dem Wort Gottes gewiss kommt, ist die endgültige Erlösung und Befreiung aus dieser notvollen Welt. In der Ewigkeit mit Gott auf einer neu erschaffenen Erde werden wir Harmonie, Freude, Frieden und Gemeinschaft erleben – und nichts Negatives.
Das „Bekenntnis unserer Hoffnung“ gründet sich auf das Opfer Jesu für unsere Schuld und Sünde und seinen Dienst als Mittler und Fürsprecher bei Gott. Hebräer 10, 20+21 An dem „Bekenntnis der Hoffnung“ festzuhalten heißt eigentlich, an Christus festzuhalten. Dazu haben wir noch einen guten Grund: „Er ist treu“ und hält seine Versprechen.
Hans-Joachim Scheithauer
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 33-35
Abends: Matthäus 10, 21-42
Re: Januar 2010
Nachtperle - 15.01.2010, 08:26
15. Januar 2010
Sie sollen reden von deiner hohen, herrlichen Pracht und deinen Wundern nachsinnen. Psalm 145,5
Auf der geschützten Südseite des Hauses vor dem Fenster meines Arbeitszimmers blüht es mitten im Winter, sogar bei Schnee und Eis. Die kleinen gelben Blüten des Winterjasmins lassen sich von der kalten Jahreszeit und den Temperaturen nicht beeindrucken. Während die meisten anderen Pflanzen ihre verdiente Ruhepause einlegen und auf wärmere Tage warten, zieht der Winterjasmin die Blicke auf sich. Im Sommer würde er wohl nicht groß auffallen, aber jetzt im tristen grau des Winters kann er sicher sein, dass viele ungläubige Blicke von seinen kleinen gelben Blüten festgehalten und erfreut werden.
Schon als Kind gefiel mir dieses Naturwunder und bis heute hat es für mich nichts an Faszination verloren. Im Bewusstsein solcher Wunder fällt es nicht schwer, der Aufforderung unseres Andachtstextes nachzukommen und Gottes Weisheit zu loben. Dabei kommt mir immer wieder folgender Gedanke: Der Winterjasmin scheint der landläufigen Gesetzmäßigkeit zu widersprechen, dass Blüten vom zeitigen Frühjahr bis zum Späten Herbst kommen.
Genauso sicher sind wir uns oft, dass die tristen Zeiten in unserem Leben und all die negativen Erfahrungen einfach dazugehören. Wenn aber schon in der Natur solch ein Wunder - mitten im Winter – zu erleben ist, wie viel mehr kann dann Gott, der Schöpfer unseres Lebens, freudige Farbtupfer entstehen lassen, wo wir nur den Nebel des Alltags sehen! Und neben Gottes Können, solche Farbtupfer zu schenken, dürften wir uns auch seines Wollen sicher sein. Ein Gott der Liebe weiß nicht nur, was und gut tut, er möchte uns auch damit beschenken.
Für jeden von uns hält Gott heute Farbtupfer und Lebensfreude bereit, die den Blick von unserem vielleicht schon wieder gut gefüllten Terminkalender, unseren Sorgen und Nöten ablenken und uns Hoffnung schenken, damit das Leben wieder farbenfroher wird. Wir dürfen mit Vorfreude und einem wachen Auge nach den Farbtupfern Gottes Ausschau halten, die er für uns bereithält. Wenn sie heute noch klein sein sollten, in der Zukunft werden sie bestimmt mehr werden, so wie die Blumen im Frühjahr sich vermehren. Der Winterjasmin ist die Verheißung dafür.
Johannes Harlapp
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 36-38
Abends: Matthäus 11
Re: Januar 2010
Nachtperle - 16.01.2010, 01:22
16. Januar 2010
Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr war, gürtete er sich das Obergewand um, denn er war nackt, und warf sich ins Wasser. Die andern Jünger aber kamen mit dem Boot, den sie waren nicht fern vom Land, nur etwa zweihundert Ellen, und zogen das Netz mit den Fischen. Johannes 21, 7+8
Es gibt immer mehrere Wege, den Glauben auszuleben. Das erfahren wir dort, wo zum Beispiel im Gottesdienst unterschiedliche Frömmigkeitsstile einander gegenüberstehen. Unterschiedliche geistliche Bedürfnisse werden ausgesprochen und ihre Erfüllung eingefordert – vom Musikstil bis hin zur Art der Auslegung des Wortes Gottes. Manchmal entstehen daraus Spannungen, die den Zusammenhalt einer Gemeinde gefährden können.
Verschiedene Wege, den Glauben auszuleben, gibt es nicht nur heute. In der Geschichte, der der Andachtstext entnommen ist, wird das an den Jüngern beschrieben, die dem auferstandenen Jesus begegneten. Der eine – Petrus – sprang spontan über Bord und schwamm seinem Herrn entgegen. Die anderen blieben bei ihrer Arbeit, kümmerten sich in Ruhe um den Fang und brachten ihn sicher an Land. Petrus verließ das Boot und schwamm zu Jesus. Er wartete nicht darauf, ob ihm jemand von den anderen folgte. Er forderte sie auch nicht auf mitzukommen, sondern „schwamm“ seinen eigenen Weg.
Und die anderen Jünger? Keine Spur davon, Petrus zurückhalten zu wollen, obwohl nun jede Hand gebraucht wurde. Es schien für sie völlig in Ordnung zu sein, dass Petrus seinen Weg wählte.
Hier werden zwei Verhaltensweisen einander gegenübergestellt, die gegensätzlicher kaum sein können. Doch beide haben ihre Berechtigung. Hier wird nichts bewertet oder gar verurteilt. Wahrscheinlich ist beides nötig: der stürmische Drang nach vorn und die beständige Weiterarbeit – das Spontane und das Absichernde. Und wir können ergänzen: das intellektuelle Forschen in der Bibel, aber auch das Bewahren des Traditionellen.
„Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“ 2. Korinther 17b (Gute Nachricht Bibel) Da sind auch verschiedene Wege, dien Glauben auszuleben, möglich. Aber da ist kein Raum für gegenseitige Verdächtigungen und Vorwürfe. Wir erkennen, dass wir einander in unseren Unterschiedlichkeit brauchen und aufeinander angewiesen sind.
Adelbert Genzel
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 39-40
Abends: Matthäus 12, 1-21
Re: Januar 2010
Nachtperle - 17.01.2010, 01:12
17. Januar 2010
Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit. Prediger 3, 1+2a
Was ist eigentlich Zeit? Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr erscheint sie mir als eine vielschichtige, rätselhafte Größe. Ist Zeit das, was wir mit unseren Uhren messen können? Lässt sich die Zeit beherrschen, wenn ich jeden Tag präzise Zeitangaben für mich mache?
Einerseits hat die Zeit einen quantitativen Aspekt: Eine Minute ist immer gleich lang, jeder Tag hat 24 Stunden, die gefüllt jedoch unterschiedlich lang sein können. In schlaflosen Nächten zeihen sich die Minuten in die Länge, werden zu kleinen „Ewigkeiten“; schöne Stunden dagegen gehen wie im Flug vorbei.
Im Rückblick auf die vergangenen Lebenszeit kennen wir Jahre, von denen uns nichts Bedeutendes mehr in Erinnerung ist – dann aber erlebten wir Stunden oder Tage, die von entscheidender Bedeutung für uns gewesen sind: Erlebnisse wie unsere Taufe, die Trauung oder der Tod eines nahen Angehörigen. Darin zeigt sich der viel wichtigere, qualitative Aspekt der Zeit.
Heute heißt es oft: Wir müssen mit der Zeig gehen! Fragt sich nur wohin? Die Bibel weist auf einen Dreiklang der Zeit hin: Der Glaube greift zurück auf das, was Jesus für uns getan hat, die Hoffnung greift voraus auf das, was Jesus für uns tun wird, und die Liebe greift zu, wo es heute etwas zu tun gibt. Zwischen diesen drei Pfeilern ist unser Leben mit Jesus ausgespannt und macht das Christsein spannen.
Gleichsam in der Mitte der Zeit geschah das Wunder: Der ewige Gott, Schöpfer des Himmels und der Erde, wurde in Jesus Christus Mensch und stellte sich unter das Gesetz von Raum und Zeit. Christus nahm unsere Zeit auf sich und schenkte uns die Ewigkeit. Der Gekreuzigte und Auferstandene hat den Tod überwunden. Seitdem leben wir in der letzten Zeit, in der Gott sein Heil zur Vollendung führt. Dieses Bewusstsein, in welcher Zeit wir leben, sollte unseren Umgang mit der Zeit grundlegend verändern und beeinflussen.
Wer mit dieser Grundhaltung in Gottes Zeit lebt, kann gewiss sein: „Meine Zeit steht in deinen Händen. Psalm 31, 16a oder „Was aus mir wird, liegt in deiner Hand“ Gute Nachricht Bibel
In dieser Gewissheit dürfen wir den heutigen Tag dankbar aus Gottes Hand nehmen, ganz gleich, was er bringen wird.
Manfred Böttcher
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 41-42
Abends: Matthäus 12, 22-50
Re: Januar 2010
Nachtperle - 18.01.2010, 18:53
18. Januar 2010
Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit. Die klugen aber nehmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen Matthäus 25, 1-4
Wir waren als Familie in einem Gottesdienst und während mein fünfjähriger Sohn auf meinem Schoß saß, begann die Kindergeschichte: „Zwei Männer gingen in den Wald, um Bäume zu fällen....!“ Weiter war die Geschichte noch nicht. Da drehte sich mein Sohn zu mir um und flüsterte mir ins Ohr: „Papa, das geht nicht gut!“
Ähnlich geht es uns, wenn Jesus am Anfang seines Gleichnisses bereichtet, dass von den zehn Jungfrauen fünf „töricht“ waren. Töricht ist heute kein gängiger Begriff mehr, wir würden eher von Dumm oder gedankenlos reden. Warum sind diese fünf Jungfrauen töricht? Weil sie etwas vergessen haben, und nicht genug vorbereitet waren und buchstäblich im Schlaf von einer „Ölkrise“ überrascht wurden.
Etwas Wichtiges zu vergessen haben wir alle schon erlebt. In diesem Gleichnis geht es jedoch um viel mehr, nämlich um die Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu – für einen Nachfolger Christi das Ereignis, auf das sich all seine Hoffnung und all sein Sehnen konzentrieren, und worauf wir als Gläubige doch vorbereitete sein wollen.
Wie können wir uns auf dieses Ereignis vorbereiten? Die Antwort des Gleichnisses lautet: genug Öl dabei haben. Im Alten Testament war das Öl ein Symbol für den Heiligen Geist (zum Beispiel bei der Salbung eines Hohepriesters oder Königs). Hätte man die fünf klugen Brautjungfern gefragt, ob sie genug Öl haben, hätten sie sicherlich geantwortet: „Selbstverständlich!“ Fragt man aber Christen, ob sie immer den Heiligen Geist „haben“, dann hört man häufig zögerliche Antworten: „Ich hoffe“, „Vielleicht“ oder „Manchmal habe ich schon das Gefühl!“ Es mag daran liegen, dass wir das Erleben und „Haben“ des Heiligen Geiste auf wenige ganz heilige oder außergewöhnliche Situationen begrenzen . Dabei bedeutet es nichts anderes, als die Gegenwart Gottes in mir. Wenn wir Gott um seinen Heiligen Geist bitten, dann füllt er zu jeder Zeit unsere „Ölreserven“ (Lukas 11, 13) und wir können gut gerüstet und vorbereitet der Wiederkunft Jesu entgegensehen.
Denise Meier
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 43-45
Abends: Matthäus 13, 1-30
Re: Januar 2010
Nachtperle - 19.01.2010, 13:05
19. Januar 2010
So soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende. Jesaja 55, 11
Ein 82-jähriger russisch sprechender Mann aus dem Sauerland fand im Sperrmüll seiner Stadt 15 evangelistische Predigtkassetten. Der frühere Kuhhirte wurde von den Ansprachen so bewegt, dass er sich auf die Suche nach dem Versammlungsort begeben wollte, den der Evangelist immer wieder erwähnt hatte. Da der alte Mann erst zwei Jahre zuvor aus Russland gekommen war, musste er sich mühsam durchfragen. Er besuchte dann einen Gottesdienst der Stadtmission Siegen. Danach bat er um ein Gespräch mit einem der Gemeindeleiter und übergab noch am selben Tag sein Leiben Jesus Christus.
Was berührt mich an dieser Erfahrung? Da muss ein Mensch 82 Jahre ohne die befreiende Nachricht von Christus auskommen und dann den „Schatz im Sperrmüll“ finden, um auf den Erlöser Jesus Christus hingewiesen zu werden. Fern der Heimat, in der er 80 Jahre lang lebte, verlor ihn Gott nie aus den Augen und „fand“ ihn. Wie bei Wildkräutern, die sich selbst aussähen, hatte auch hier kein „Sämann“ bewusst gewirkt, und dennoch wuchs eine Pflanze, die sogar Früchte trug. Selbst eine Evangeliumsverkündigung aus der Vergangenheit trägt immer noch den wirksamen Keim des Lebens in sich, den Gott in sein Wort hineingelegt hat.
Wir bemühen uns so manches mal im Dienst für unsere Mitmenschen, um ihnen die erlösende Botschaft von Christus nahe zu bringen, scheuen keine Kosten und Mühen, und erleben doch häufig, dass aller Einsatz nichts bringt.
Der Prophet Jesaja erinnert uns: „Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.“ Jesaja 55, 10+11 Welch eine wunderbare Zusage!
Herr, schenke mir Geduld und Demut beim Säen und Begießen! Wenn ich miterleben darf, wie dein Same in einem Menschen aufgeht, schenke mir Weisheit. Setze mich auch heute dort ein, wo du es für richtig und nötig hältst.
Gerda Polchlopek-Pelczar
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 46-48
Abends: Matthäus 13, 31-58
Re: Januar 2010
Nachtperle - 20.01.2010, 07:34
20. Januar 2010
Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Sünde willen zerschlagen. Jesaja 53, 4+5
Der 20. Januar 2009 wird als ein historischer Tag in die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika, ja, vielleicht sogar in die Geschichte der ganzen Welt eingehen. An diesem Tag wurde auf den Stufen des Kapitols in Washington der 44. Präsident der Vereinigten Staaten in sein Amt eingeführt.
Zwei Millionen zutiefst bewegte Bürger der USA füllten die Prachtstraße der Hauptstadt und wollten trotz beißender Kälte keinen Moment des Geschehens versäumen. 240 Nationen waren per Radio und Fernsehen dabei, und von Kenia bis Kentucky feierten Menschen aller Nationen, Sprachen und Rassen Barack Hussein Obama, den neuen Mann im Weißen Haus, den ersten afro-amerikanischen Präsidenten der mächtigsten Nation der Erde.
Es schien, als wäre endlich jener Traum in Erfüllung gegangen, von dem der farbige Bürgerrechtler Martin Luther King im August 1963 vor 100.000 Anhängern gesprochen hatte. „Ich habe einen Traum.....“ hatte er ihnen zugerufen, und dann einen Welt der Freiheit, Mitmenschlichkeit und Chancengleichheit beschrieben, die seine Zughörerinnen und Zuhörer damals noch nie erlebt hatten.
Wird dieser Traum jetzt in Erfüllung gehen? Wird diese Welt nun besser, sicherer und friedlicher, weil Barack Obama der Präsident der Vereinigten Staaten ist? Millionen konzentrieren alle ihre Hoffnungen auf diesen Mann. Er soll nicht nur seine Nation, sondern möglichst die ganze Welt in eine bessere Zukunft führen. Er soll ihr Erlöser sein – und eine Last auf sich nehmen, die kein Mensch zu tragen vermag.
Und doch besteht Hoffnung für diese Welt, denn einer hat diese Last getragen: Jesus Christus! Es war nicht nur die Last dieser Welt, die er trug – wie unser Andachtswort sagt – , sondern dieser Eine kümmert sich auch um dein und mein Leben. Was immer uns belastet und uns das Leben schwer macht, ist ei ihm am besten aufgehoben, vor allem natürlich unsere Schuld und unser Versagen. Das galt nicht nur vor 2000 Jahren, sondern es gilt auch heute, weil er uns zur Seite steht und für uns eintritt. 1. Johannes 2, 1
Friedhelm Klingeberg
Bibelleseprogramm:
Morgens: 1. Mose 49-50
Abends: Matthäus 14, 1-21
Re: Januar 2010
Nachtperle - 21.01.2010, 21:17
21. Januar 2010
Die Juden erwiderten {Jesus}: „Wir haben doch Recht! Du bist ein Samariter und bist von einem bösen Geist besessen.“ Johannes 8, 48 (Gute Nachricht Bibel)
Jesus diskutierte mit Pharisäern. Diese jüdische Gruppierung stand vor 2000 Jahren in hohem Ansehen. Der Name bedeutet die „Abgesonderten“. Neben anderen Richtungen des Judentums wie den Essenern oder Sadduzäern prägten sie die theologischen Diskussionen ihrer Zeit. Die Pharisäer glaubten an die Auferstehung der Toten, lehrten, dass der Mensch einen freien Willen habe und legten Wert darauf, dass der Glaube auch den persönlichen Alltag prägte. Dagegen lässt sich aus biblischer Sicht nichts einwenden.
Problematisch war allerdings, dass sie den Alltag der Menschen mit einem Geflecht von 613 Geboten und Verboten überzogen, damit sie möglichst nicht in die Gefahr gerieten, ein Gebot Gottes zu übertreten. Diese „Umzäunung“ der göttlichen Anweisungen machte die Juden jedoch nicht moralisch sensibler, sondern erfinderisch, wenn es darum ging, diese Zusatzvorschriften zu umgehen – beispielsweise, wenn die am Sabbat maximal erlaubte Wegstrecke durch das Umschnallen eines Wassersacks unter dem Sattel “verlängert“ wurde. Denn „auf dem Wasser“ durfte man unbegrenzt reisen.
Eine andere Nebenwirkung dieser Gesetzesfrömmigkeit war: „Wir haben Recht, alle anderen haben Unrecht.“ Statt die Argumente der Anderen anzuhören und darüber nachzudenken wird ihnen unterstellt, sie wären von Dämonen gesessen. Auch Jesus sah sich diesem Vorwurf ausgesetzt, wie unser Andachtstext zeigt, als er sich als Sohn Gottes bezeichnete. Zugegeben – das war ein hoher Anspruch, an dem die gläubigen der damaligen Zeit zu knabbern hatten. Doch die Haltung der Pharisäer, dem Andersdenkenden Besessenheit zu unterstellen, hinderte sie an der rettenden Einsicht, dass Jesus tatsächlich der erwartete Erlöser war.
Offenheit ist auch heute wichtig, um nicht am Wesentlichen vorbeizugehen. Vielleicht hat mein Gesprächspartner, mit dem ich debattiere, eine wichtige Erkenntnis anzubieten, die mich geistlich voranbringt, auch wenn er einen andere Meinung vertritt. Paulus fordert uns auf, alles zu prüfen und da Gute zu behalten. 1. Thessalonicher 5,21 Möge Gott uns davor bewahren, im Glauben und Denken derart eingefahren zu sein, dass Jesus uns nicht mehr erreichen kann.
Thomas Lobitz
Bibelleseprogramm:
Morgens: 2. Mose 1-3
Abends: Matthäus 14, 22-36
Re: Januar 2010
Nachtperle - 22.01.2010, 05:52
22. Januar 2010
Der Herr war mit Josef, sodass er ein Mann wurde, dem alles glückte 1. Mose 39,2
Kennst du einen Menschen, von dem man sagen kann, dass er das Glück gepachtet hat? Josef scheint so jemand gewesen zu sein. Das legt der Andachtstext nahe. Gott kümmerte sich um ihn, sodass ihm alles glücken sollte.
Sehen wir uns das Leben des Josef einmal geneuer an, muss man sich allerdings fragen: was war das eigentlich für ein Glück?
Er wird von seinen Brüdern verraten und verkauft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er da besonders glücklich war – im Gegenteil, wahrscheinlich war er ziemlich verzweifelt. Und doch: Josef machte dann in Ägypten im Hause Potifars Karriere. Er wurde schnell zum verantwortlichen „Hausverwalter“ hatte also doch Glück. Doch aufgrund der Intrige von Potifars Frau, auf deren Verführungskünste Josef nicht einging, kam er ins Gefängnis. Wieder müssen wir fragen: Wo war das Glück? Die Standhaftigkeit zu seinem Herrn und die Treue zu Gott hatten ihn letztlich in diese missliche Lage gebracht.
Gibt es in unserem Leben nicht auch ähnliche Situationen? Unglück, das uns widerfährt, obwohl wir uns nichts vorzuwerfen haben, lässt uns schier verzweifeln – und wir fragen dann: Warum? Aber gerade diese Unwegsamkeiten sind es manchmal, die unserem Lebensweg eine neue Richtung geben. Mit anderen Worten: Das vermeintliche Unglück erweist sich später als Glück.
Auch in der dunkelsten Zeit seines Lebens machte Josef die Erfahrung, dass Gott mit ihm war. Der Glaube gab ihm Zuversicht und Stärke. Auch wenn Josef zunächst in ein tiefes Tal fiel, was für ihn sicher sehr schmerzlich war, so schmiedete er doch unbewusst an seinem Glück, als er Gott die Treue hielt. Die Bibel berichtet, dass Josef schließlich ein mächtiger Mann des damaligen Reiches Ägypten wurde. Durch ihn schenkte Gott dem Volk der Ägypter viel Segen und Wohlstand.
Aus diese Bericht können wir etwas mitnehmen: Glück ist etwas, das und Gott schenkt. Er hat auf lange Sicht auf jeden fall ein „Happy End“ für jeden bereit, der ihm die Treue hält. Welch ein Glück!
Hans Wilhelm
Bibelleseprogramm:
Morgens: 2. Mose 4-6
Abends: Matthäus 15, 1-20
Re: Januar 2010
Nachtperle - 23.01.2010, 16:35
23. Januar 2010
Und der Geist des Herrn wird über dich kommen, und du wirst mit ihnen weissagen und wirst in einen anderen Menschen umgewandelt werden 1. Samuel 10,6
Das alte Testament berichtet, dass Gott den Propheten Samuel beauftragte, Saul zum König über Israel zu salben. Samuel versprach Saul: „Du wirst umgewandelt und ein anderer Mensch werden. Samuel 10, 6 (Luther Bibel), außerdem würde der Geit Gottes ihn befähigen, ein Königreich zu regieren. Saul hatte zwar eine schöne Gestalt und war einen Kopf größer als seine Mitmensche, aber sein gutes Aussehen verbarg nicht, dass er ängstlich, unbesonnen und ungeduldig war. Als Samuel Saul dem Volk vorstellte, jubelte das Volk: „Es lebe der König!“ 1. Samuel 10, 24b
Kurz darauf belagerten Feinde eine Stadt in Israel, um das Volk durch eine Niederlage zu beschämen. „Da geriet der Geist Gottes über Saul“ 1. Samuel 11, 6a und in einem nächtlichen Angriff rettet er sein Volk vor den Feinden.
Gott hat zwar dich und mich nicht zu Königen erwählt, aber Sauls Geschichte kann auch unsere sein. Denn welcher aufrichtige Christ verspürt nicht den innigen Wunsch, ein besserer Mensch zu werden? Gott kann und will unser Herz verändern, damit er uns in seinem Werk gebrauchen kann: „Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben“ Hesekiel 36, 26a. Er tut es aber nur, wenn wir dazu bereit sind und wir ihn darum bitten. Dann kann er uns mit seiner Kraft ausstatten.
Wenn Gott unser Herz verwandelt, erleben wir eine Veränderung in unserem Denken und Wollen. Wir bekommen eine neue Gesinnung. Sein Geist gibt unseren Gedanken und Zielen eine neue Richtung. Wenn wir mit Christus in Verbindung bleiben Johannes 15, 4+5, sind wir in der Lage, selbstlos unsere Aufgaben und Pflichten für Gott und unseren Mitmenschen zu erfüllen. Und wenn uns Probleme anfechten, dürfen wir uns an ihn wenden und mit seiner Hilfe rechnen.
Gott verwandelte das Herz von König Saul, damit er das Volk Israel regieren konnte. Wenn wir den festen Wunsch haben, unser Herz von Gott umwandeln zu lassen, dann wird er es auch bei uns tun. Denn unsere Gesellschaft braucht Frauen und Männer, die zur Ehre Gottes einen guten Einfluss auf ihre Umgebung ausüben.
Adam Schiller
Bibelleseprogramm:
Morgens: 2. Mose 7-8
Abends: Matthäus 15, 21-39
Re: Januar 2010
Nachtperle - 24.01.2010, 01:01
24. Januar 2010
Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Wer mich sieht, der sieht den Vater. Johannes 14, 7+9b
Gott ist vor unseren Augen verborgen und doch können wir ihn auf wunderbare Weise sehen: „Wer mich sieht, der sieht den Vater!“, versicherte Jesus. Gott hat sich bereits im Alten Testament auf vielerlei Weise offenbart, doch nun hat Jesus am deutlichsten gezeigt, wer und wie Gott ist. Er „ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens“ Hebräer 1,3. Jesu Vollmacht, seine Sündlosigkeit, seine Vollkommenheit im Reden und Handeln hatten die Jünger immer wieder erlebt. Doch andere hatten ihn ganz anders gesehen: „ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder!“ Matthäus 11, 19
Als Jesus zum Beispiel nach der Berufung eines Zöllners in seinen Jüngerkreis mit dessen Kollegen und anderen Sündern Gastfreundschaft praktizierte, wurde scharfe Kritik laut, denn die Tischgemeinschaft war damals Ausdruck einer sehr engen Beziehung. Jesus erklärte dazu, Barmherzigkeit sei wichtiger als kultische Korrektheit und: „Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen.“ Matthäus 9, 13
Die vier Evangelien berichten vom Umgang Jesu mit religiös oder moralisch Verachteten: von seinem Verhalten gegenüber Huren; gegenüber Samaritern, die den Juden als Ketzer galten; gegenüber den im Dienst der römischen Besatzungsmacht stehenden Zöllnern. Jesus hatte nie – was ihm die Pharisäer sicher unterstellten – Sünde gut geheißen oder beide Augen vor Unmoral verschlossen. Aber er sah sich als Arzt Matthäus 9, 12, der ja auch nicht Kranke abweist, auch wenn sie an ihrem Kranksein selbst schuld sind, sondern sich verpflichtet hat, in jedem Fall zu helfen und zu heilen.
Jesus vermochte, was uns immer wieder schwer fällt oder als Unrecht erscheint: an göttlichen Maßstäben festzuhalten und gleichzeitig denen mit Barmherzigkeit zu begegnen, die daran schuldig geworden sind. „Christus wird niemals einen Menschen im Stich lassen, für den er gestorben ist. Auch wenn derjenige sich von ihm abwendet und einer Versuchung unterliegt, so wendet er sich doch von keinem ab, für den er mit seinem Leben das Lösegeld bezahlt hat.“ Ellen G. White, Dass bessere Leben im Sinne der Bergpredigt, Seite 119)
Joachim Hildebrandt
Bibelleseprogramm:
Morgens: 2. Mose 9-11
Abends: Matthäus 16
Re: Januar 2010
Nachtperle - 25.01.2010, 13:51
25. Januar 2010
„Wann haben wir dir Gastfreundschaft gewährt, und wann bist du nackt gewesen und wir haben dir Kleider gebracht? Wann warst du krank oder im Gefängnis und wir haben dich besucht?“ Der König wird ihnen dann antworten: „Das will ich euch sagen. Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan!“ Matthäus 25, 38-40 (Hoffnung für alle)
Im Januar 2009 sanken die Temperaturen in vielen europäischen Ländern auf extreme Minusgrade. Darunter hatten besonders ärmere Menschen zu leiden, weil sie nicht genügend Geld für Heizmaterial aufbringen konnten. Der Hotelbesitzer Benjamin Ahmed in Brüssel hatte diese Not erkannt. In seinem Drei-Sterne-Hotel bot er den Obdachlosen ein warmes, gemütliches Zimmer mit Frühstück, in dem sie eine Woche lang bleiben dürften. Einzige Bedingung: Sie sollten sich unauffällig und höflich verhalten. Für viele der 60 Obdachlosen, die Ahmed während der kalten Tage in seinem Hotel aufnahm, war dies wie ein Blick in das Paradies.
Als er nach seinen Motiven gefragt wurde, sagte der 54-Jährige Ahmed zu einer Journalistin, es wäre für ihn selbstverständlich, Menschen in Not zu helfen. Das gebiete ihm sein Glaube. Beispielhaft, nicht wahr?
„Wir können nicht jedem helfen!“, argumentieren wir oft. „Es gibt einfach zu viel Not auf der Welt. Wir können uns nicht verzetteln.“ Und doch stoßen wir immer wieder auf Menschen, die sich durch die grenzenlose Not nicht abschrecken lassen, sondern an einer Stelle ansetzen, um wenigstens ein bisschen zu helfen.
Vielleicht hat Gott für mich an diesem Tag einen Menschen, dem ich zur Seite stehen kann? Das muss nicht unbedingt durch materielle Hilfe geschehen. Etwas Zeit, etwas Aufmerksamkeit und Zuwendung, ein Lächeln, dem anderen richtig zuhören, erkennen, wo sein „Schuh drückt“, meine eigenen Agenda für eine Zeit zurückstellen und mich einem anderen Menschen widmen, so wie ich mir selbst ja auch wünsche, dass sich andere um mich kümmern.
Damit ich mich nicht vor lauter Hilfsbereitschaft verliere, kann ich Gott um konkrete Führung bitten, so wie Jesus auch immer in engem Kontakt mit seinem himmlischen Vater geblieben ist und von ihm Aufträge empfing. Wir können nicht alle Not lindern – das kann nur Gott. Aber wir können einen kleinen Beitrag leisten, damit unsere Welt durch unseren Einsatz ein weinig heller und wärmer wird.
Sylvia Renz
Bibelleseprogramm:
Morgens: 2. Mose 12-13
Abends: Matthäus 17
Re: Januar 2010
Nachtperle - 26.01.2010, 13:36
26. Januar 2010
Wer zum Herrn aufschaut, der strahlt vor Freude, und sein Vertrauen wird nie enttäuscht Psalm 34, 6 (Hoffnung für alle)
Zwei Menschen sagen das Gleiche, zwei Politiker halten die gleiche Ansprache, zwei Professoren die gleiche Vorlesung. Der Erste hat Ausstrahlung – Charisma -, der Zweite wirkt langweilig und fad. Beim Ersten packt uns die Botschaft, beim Zweiten lässt sie uns gleichgültig.
Wenn ein Kernkraftwerk zu strahlen anfängt, wir uns wegen einer Krebserkrankung „bestrahlen“ lassen müssen oder das Gemüse radioaktiv „verstrahlt“ ist, dann hat dies negative Folgen für uns. Wenn aber ein Mensch zu strahlen beginnt, aufmerksam zuhört, Interesse an uns zeigt und die Liebe Gottes versprüht, steckt uns dieses Strahlen an.
Wenn das stimmt, was unser Andachtstext sagt, dann müssen wir ja eigentlich Menschen, die zu Gott aufschauen, sein Licht und seine Güte ausstrahlen. Wie der Mond das Licht der Sonne reflektiert, so sollen Christen die Liebe Gottes weitergeben.
Woran liegt es dann, dass Friedrich Nietzsche sagt: „Würden die Christen doch nur erlöster aussehen, dann würde ich auch an ihren Erlöser glauben“? Fehlt es uns an Ausstrahlung, an Charisma? Nicht jeder, der sich Christ nennt, ist auch automatisch ein strahlender Christ. Strahlende Freude und Liebe sind nicht etwas, was wir aus uns selbst produzieren können. Wir können sie weder kaufen noch lagern. Liebe fließt durch uns hindurch zum Nächsten. Charisma zu haben bedeutet nach der Bibel, von Gott etwas empfangen zu haben. 1. Korinther 1, 7; 12, 4
Wenn du nicht sicher bist, wie hoch dein „Strahlungsfaktor“ ist, ist das noch kein Grund zur Resignation. Schaue auf zu Gott und zu seiner Liebe und lass dich von ihr füllen. Römer 5, 5b. Strecke dich immer wieder seiner wärmenden Liebe entgegen.
Möchtest du auch noch ein paar konkrete Anregungen?
-) Wenn du anziehend für andere sein möchtest, solltest du Freude an Gott und am Leben haben.
-) Erwarte von anderen das Beste und entdecke in ihnen Stärken und Fähigkeiten.
-) Ermutige andere, indem du sie lobst und ihre Leistung anerkennst.
-) Nimm am Leben anderer teil, tue ihnen Gutes, und lass andere an deinem Leben teilhaben.
Christian Frei
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Re: Januar 2010
Nachtperle - 27.01.2010, 07:07
27. Januar 2010
Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden. Lukas 15, 32
Das Gleichnis vom verlorenen Sohn ist vielen bekannt. Der andere Sohn, der zu Hause blieb, findet meist weniger Beachtung. Warum eigentlich? Steht er nicht für die, die bei Gott geblieben sind, also für uns, die Gläubigen?
Er wollte seinen heimkommenden Bruder nicht mehr als Bruder akzeptieren. Warum nicht? Die Geborgenheit beim Vater und alles Gute, das er ihm übertragen hatte, war für ihn nicht mehr geschenkter Reichtum, nicht mehr etwas, woran er sich freuen konnte, sondern zur Pflicht und Last geworden. Als sein Bruder heimkam, hinuntergekommen und mittellos, konnte er nicht denken: Wie gut habe ich es doch! Wie kann ich ihm helfen? Wie kann auch er wieder so glücklich sein wie ich es bin? Er sah nur noch auf das, was er im Vergleich zum Bruder leistete. Zu seinem Vater sagte er: „All diese Jahre habe ich mich für dich geschunden. Alles habe ich getan, was du von mir verlangt hast. Aber nie hast du mir auch nur eine junge Ziege gegeben, damit ich mit meinen Freunden einmal richtig hätte feiern können.“ Lukas 15, 29 (Hoffnung für alle)
Was mich erschreckt, ist die Freudlosigkeit, die aus diesen Worten spricht. Der Vater reagierte: „Mein Sohn – du bist immer bei mir, und dir gehört alles, was ich habe.“ Lukas 15, 31 (Gute Nachricht Bibel) Er war noch beim Vater, aber was nützte es ihm? Er erfüllte noch dessen Gebot, aber war es noch des Vaters Wille?
Es gibt eine Traurigkeit, die aus leidvollen Erfahrungen kommt. Sie bleibt Christen nicht erspart. Für sie gilt aber die Gewissheit, dass sie in Freude verwandelt wird, die niemand mehr nehmen kann. Johannes 16, 20-23 Es gibt aber eine Freudlosigkeit, die viel gefährlicher ist. Sie entsteht, wenn die Güte Gottes zur Selbstverständlichkeit wird, wenn das, was wir zu unserer und anderer Freude geschenkt bekommen haben, als Ergebnis unserer Tüchtigkeit betrachtet wird.
Wer sein Leben nicht auf die Güte Gottes gründet, sondern auf seine religiöse Korrektheit, für den wird selbst der Bruder zum Konkurrenten. Wer sein Glück nicht ehr daraus bezieht, dass er ein geliebtes Kind des himmlischen Vaters ist, verliert es. Er wird zu einem verbissenen und rechthaberischen Menschen. Jesus will das nicht. Er möchte, dass wir „fröhlich und guten Mutes sind, Lukas 15, 32 auch heute.
Lothar Wilhelm
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Re: Januar 2010
Nachtperle - 28.01.2010, 09:21
28. Januar 2010
„Stellt euch vor, einer von euch hat hundert Schafe und eines davon verläuft sich. Lässt er dann nicht die neunundneunzig allein in der Steppe weitergrasen und sucht das verlorenen so lange, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, dann freut er sich..... Genauso ist bei Gott im Himmel mehr Freude über einen Sünder, der ein neues Leben anfängt
Lukas 15, 4+5a; 7a (Gute Nachricht Bibel)
Ein 84 Jahre alter Autofahrer aus Nordrhein. Westfalen hatte sich auf der Heimreise von Hamburg nach Dänemark verirrt. Wie die Polizei mitteilte, war der Mann bei der Kleinstadt Nibe, 800 Kilometer von Moers, seinem Heimatort, entfernt, in seinem Auto gefunden worden. Der Senior hatte auf dem Rückweg in Hamburg die falsche Autobahnausfahrt genommen und war Richtung Norden statt nach Südwesten gefahren. Als er gefunden wurde, glaubte er immer noch, in Deutschland zu sein. Der Autofahrer hatte keinen Zweifel, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben, obwohl er Hunderte von Kilometern in die falsche Richtung gefahren war.
Auch auf dem Lebensweg können sich Menschen verirren. Sie haben ein Ziel und sind fest davon überzeugt, sich richtig zu orientieren. Doch sie übersehen bestimmte Wegweiser und landen schließlich dort, wo sie gar nicht hin wollten.
Laut einer Studie geben die Deutschen als Lebensziele an: Reisen, beruflicher Erfolg, ein eigenes Haus, eine gute Partnerschaft, finanzielle Absicherung, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit. So gut sie auch sein mögen – sind sie wirklich alles? Eine Krankheit oder Arbeitslosigkeit kann für manche dieser Lebensziele schnell das Aus bedeuten. Wer sich dann in einer Sackgasse befindet, sollte sich fragen, ob er etwas Wichtiges übersehen hat. Denn er gleicht dem Mann, der in die falsche Richtung fuhr; oder wie Jesus es in dem Andachtswort ausdrückte: Er gleicht einem Schaf, dass sich verirrt hat.
Da Schafe von selbst nicht den Weg zurückfinden, brauchen sie jemand, der sie sucht und nach Hause bringt. Gott möchte das auch bei jedem Menschen tun, der die Wegweiser in seinem Leben nicht beachtet und sich deshalb verirrt hat. Allerdings muss der Verirrte das auch wollen und zur Umkehr bereit sein. Jesus verspricht: „Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Frieden geben. Matthäus 11, 28 (Hoffnung für alle) Wer dieses Angebot annimmt, erlebt nicht nur selbst den inneren Frieden, sondern auch bei Gott wird das Freude über die Heimkehr sein.
Holger Teubert
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Re: Januar 2010
Nachtperle - 29.01.2010, 15:24
29. Januar 2010
An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid Johannes 13, 35 (Gute Nachricht Bibel)
Folgende Erfahrung hat mir diese Aussage von Jesus verdeutlicht: Karin 32, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Die fröhlich wirkende Frau erzählte mir bei einem Besuch bereitwillig aus ihrem Leben. Mit 20 Jahren hatte sie sich bei einem großen Jugendgottesdienst taufen lassen. Schon immer setzte sie sich nachhaltig für ihre Überzeugung ein. Daher kam es in ihrer Gemeinde zu manchem Disput, weil sie sich von einem Regelwerk eingeengt fühlte. Richtig schwierig wurde es, als sie Hals über Kopf einen Mann heiratete, der einer anderen Konfession angehörte und in der Adventgemeinde leider wie ein Fremdkörper empfangen wurde. Mit 22 entschied sie sich deshalb dafür, Gott, Gebet und Glauben an den Nagel zu hängen, um „freier“ durchs Leben zu gehen.
Bald darauf zog das Paar in eine andere Stadt. Vier Jahre später besann sich Karin wieder auf ihre christlichen Wurzeln. Inzwischen eine junge Mutter, beschloss sie, wieder eine Gemeinde zu suchen. Zwei Monate tingelte sie von Gemeinde zu Gemeinde, um Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln und miteinander zu vergleichen. Sie fand eine Gemeinde, deren Markenzeichen Herzlichkeit und liebevolle Annahme waren. Vom ersten Gottesdienst an fühlte sie sich dort angenommen und willkommen. Wenn ihr Mann sie gelegentlich begleitete, wurde auch ihm signalisiert, wie wichtig und wertvoll er ist.
Inzwischen musste Karin erneut den Wohnort wechseln und die junge Familie zog in eine katholisch geprägte Kleinstadt. Angetrieben von der Liebe zu den Menschen und ihren guten Erfahrungen, die sie zuvor in der Gemeinde erlebe, begann sie schnell Kontakte zu knüpfen und erfolgreich für einen Mutter-Kind-Kreis zu werben.
Karins Erlebnis zeigt mir, wie zutreffend heute noch das obige Jesuswort ist. Nichts wirkt so anziehend wie gelebte Liebe, die von Kindern und Alten, Armen und Reichen, gespürt wird.
Obwohl mir diese Aussage Jesu seit langer Zeit vertraut ist, hapert es häufig an der Umsetzung. Ich muss immer wieder daran denken und darum bitten, dass mich der Heilige Geist mit göttlicher Liebe erfüllt, Römer 5, 5b und mir Jesus jeden Tag zum Vorbild nehmen.
Wilfried Krause
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Abends: Matthäus 20, 1-16
Re: Januar 2010
Nachtperle - 30.01.2010, 02:52
30. Januar 2010
Die Liebe zu deinem Haus – sie verzehrt mich wie ein Feuer. Psalm 69, 10 (Gute Nachricht Bibel)
Für die Gottesdienste am heutigen Sabbat haben sich Pastoren und Verantwortliche in den Gemeinden viele Gedanken gemacht. Das ist nichts Neues, wie unser Andachtstext zeigt, der von David stammt. Er offenbart seine Besorgnis über den vernachlässigten Gottesdienst im Tempel. David führe deshalb umfangreiche Reformen im Tempeldienst durch. 1. Chronik 23-26
Auch Jesus war über den Zustand des Tempels in Jerusalem bekümmert, aus dem die Tierhändler eine Markthalle gemacht hatten. Johannes 2, 16 Er trieb sie fort und stieß damit bei den geistlichen Leitern auf harte Kritik. Er hatte den Kaufleuten das Geschäft verdorben. Und das auch noch zum Passahfest, zu dem Tausende angereist waren. Seine Jünger erinnerten sich an das Wort in den Psalmen: „Die Liebe zu deinem Haus – sie verzehrt mich wie ein Feuer. Psalm 69, 10 (Gute Nachricht Bibel
Doch Jesus hat mit seinem Verhalten etwas Wichtiges für alle Zeiten verdeutlicht: Durch sein erstes Kommen sollte allen klar werden, dass die bisherige Gottesdienstform nicht mehr genügte. Dieser Kult war eines Gotteshauses nicht mehr würdig, denn nun war Jesus selbst die Offenbarung der Gegenwart Gottes. Johannes 1, 18
Mehr noch: Jesus ist das wahre Opferlamm und der wahre Hohepriester. Er ist die Überwindung und das Ende des Tempelkultes. Alte und starre Formen haben ausgedient. „Brecht diesen Tempel ab und in drei Tagen will ich ihn aufrichten“ Johannes 2, 19, ist eine klare Absage an den Tempeldienst, im Sinne einer Kultstätte und ein Hinweis auf seinen Tod und die Auferstehung Johannes 2, 21+22 und damit auf das Ende des alten Gottesdienstes.
Das bedeutet für uns: Wo die wesentlichen Inhalte einer Gottesdienstform verloren gehen, muss sie abgebrochen und neu gebaut werden. Das gilt bis heute. Wenn die Ehrfurcht und Anbetung Gottes verloren gehen, die Liebe Jesu nicht mehr zu spüren ist und der Geist Gottes nicht wahrgenommen wird, helfen selbst neue Formen nichts mehr.
So wie die Jünger über Christi Worte nachdachten und der Schrift und seinem Wort glaubten, so soll auch uns bewusst werden, dass wir Jesus in jedem Gottesdienst ins Zentrum stellen müssen. Er ist der Grund unserer Erlösung. Ihn zu kennen als persönlichen Heiland und Freund – kann es etwas Schöneres geben?
Wilfried Meier
Bibelleseprogramm:
Morgens: 2. Mose 23-24
Abends: Matthäus 20, 17-34
Re: Januar 2010
Nachtperle - 31.01.2010, 14:21
31. Januar 2010
Ihr seid ein Brief von Christus ... nicht mit Tinte geschrieben, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes ... und alle können ihn sehen und lesen 2. Korinther 3, 2+3 (Gute Nachricht Bibel)
Nach 28 Stunden und 45 Minuten war es so weit: Die längste je registrierte Predigt war zu Ende. Chris Sterry, ein 46-Jähriger anglikanischer Vikar aus Lancashire, England hatte 2001 einen neuen Weltrekord im Dauerpredigen aufgestellt. Als Predigttext dienten ihm die fünf Bücher Mose. Mit dieser Aktion wollte er Geld für seine Kirchengemeinde sammeln. CNN übertrug die Predigt live im Radio. Wie viele von Sterrys Gemeindegliedern ihm bis zu Ende zuhörten, ist nicht bekannt.
Man mag über diese ausgefallene Art des Predigens den Kopf schütteln oder sich lustig machen – ganz ungewöhnlich ist die Sache allerdings nicht. Denn in gewisser Weise „predigt“ ja unser Leben unaufhörlich zu anderen.
Paulus vergleicht dies mit einem Brief. Was wir sagen und tun, wie wir uns geben und verhalten, „spricht“ oftmals „Bände“. In ihnen können unsere Mitmenschen lesen wie in einem aufgeschlagenen Buch. So erfahren sie, was uns ärgert und erfreut, was uns wichtig ist oder gleichgültig, wie wir denken und fühlen, was wir wollen oder auch nicht. Dabei verraten nicht nur unsere Worte viel von uns; auch unsere Blicke und Gesten, unsere Körperhaltung und Handbewegungen offenbaren, was in uns verborgen ist. Keiner kann sich vor anderen gänzlich oder dauerhaft verstecken. Wir sind gewissermaßen ein „offener Brief“.
Menschen, in denen Jesus lebt und die von seinem Geist erfüllt sind, sind deshalb ein „Brief von Christus“; in ihrem Leben will Jesus selbst zu Wort und den Menschen nahe kommen. Unser Leben ist eine Art Predigt – und das 16 bis 18 Stunden am Tag! Was wohl von dieser „Dauerpredigt“ bei anderen hängen bleibt? Wie lange und wie gerne sie uns wohl zuhören mögen? Welche Botschaft vermitteln wir ihnen dabei?
Mahatma Gandhi verwendete dafür einmal ein einprägsames Bild: Die beste Art, das Evangelium zu predigen, ist, es zu leben. Eine Rose hat es nicht nötig, Predigten zu halten; sie verströmt ihren Duft, und das ist ihre Predigt. Lasst euer Leben zu uns ‚sprechen’ wie die Rose. Selbst der Blinde, der die Rose nicht sieht, wird von ihr angezogen.“
Welche Botschaft von Jesus Christus mein Leben heute wohl vermitteln wird?
Rolf J. Pöhler
Bibelleseprogramm:
Morgens: 2. Mose 25-26
Abends: Matthäus 21, 1-22
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