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Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 26.07.2007, 17:40Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Hier nun die Geschichte von Brutan, der dunklen Wolke.
Mein vollständiger Name ist Brutan Darkcloud, vom Stamm der Blackhorns.
Ich kam in unserem Stammeslager in den Ebenen Mulgores zur Welt. Da ich schon kurz nach meiner Geburt sehr brummig um mich schaute, erhielt ich den Zusatznamen "Darkcloud".
Mein Vater, Slodan Deerhunter, war ein großer Jäger und Krieger. Meine Mutter , Solun Sunseeker, war die Schamanin unseres Stammes.
Ich hatte eine sehr glückliche Kindheit. Mein Vater ging viel mit mir auf die Jagd. Von meiner Mutter lernte ich viel über Kräuter, Verzauberungen und Schamanentum.
Da ich als Kind schon sehr groß und kräftig war, wollte mein Vater unbedingt, daß ich den Pfad des Kriegers gehe. Er lehrte mich vor allem mit der Streitaxt und dem Schild umzugehen. Die Künste meiner Mutter interessierten mich aber immer mehr. Zu lernte ich sehr unterschiedliche Fähigkeiten und Fertigkeiten: Schamanismus und Kampf.
Als ich eines Tages als Novize in einem Schamanencamp weilte, wurde das Stammeslager von der Allianz überfallen. Sie konnten sich der großen Übermacht nicht erwehren. Alle Stammesmitglieder kamen ums Leben.
Es war schrecklich für mich, zumal ich erst unmittelbar davon erfuhr, als ich vom Schamanencamp zurückkam und vor dem niedergebrannten Lager mit all den vielen Toten stand. Ich werde diesen Anblick nie vergessen! Von da an schwor ich mir Rache an der Allianz.
Ich war allein! Ich bestattete die Toten nach dem Taurenritual, suchte mir einige erhaltene Sachen zusammen und machte mich auf den Weg nach Thunderbluff, dem heutigen Donnerfels.
Dort übernahm ich Aufträge für die Älteren und wuchs langsam zu einem großen und stattlichen Tauren heran.
Ich habe große schwarze Hörner und auf den ersten Blick wirke ich immer noch sehr brummig. Wer mir aber in die Augen schaut wird erkennen, daß ich von Herzen her gutmütig bin. Durch meine Nase ist ein Ring mit meinen Stammesinsignien gezogen.
Ich bin in erster Linie dem Pfad meiner Mutter gefolgt und wurde Schamane. Das Blut meines Vaters in mir bewirkte aber, daß ich mehr Spaß am Kämpfen als am Heilen habe. Für mich ist das eine gute Kombination.
Meine vielen Reisen und Abenteuer führten mich eines Tages auch nach Orgimmar. Dort lernte ich die stolze Orc-Kriegerin BASARU kennen. Wir bestanden gemeinsam viele Kämpfe und Abenteuer und dachten uns, daß es vielleicht Gleichgesinnte gibt, mit denen wir einen Clan gründen könnten. Er sollte für alle Rassen der Horde offen sein. In Gedenken an die Blackhorns und ihren Untergang sollte der Name des Clans auch an sie erinnern. So entstand DER SCHWARZE ZIRKEL. Das "Schwarze" steht für die Blackhorns, das "Zirkel" für die Öffnung für alle Rassen der Horde.
Und nun bin ich stolz, der Clanführer des Schwarzen Zirkels zu sein. Mit vielen treuen und guten Kämpferinnen und Kämpfern.
Ich danke Euch allen. FÜR DIE HORDE !
Brutan Darkcloud
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Sheyila - 27.12.2008, 14:02
Sehr schön.......ist immer wieder schön zu erfahren welche Wege jeder von uns hinter sich gebracht hat. :)
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 19.05.2009, 20:21
Danke für Deine Vita, Nehpa.
Könnte mir vorstellen, dass Deine Eltern und die Eltern von Brutan und Powwow sich gekannt haben.
Brutan
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 30.12.2009, 15:01Killrôy - der "Königsmörder"
Die Geschichte von Killrôy
Ursprünglich haben die Dunkelspeertrolle, nachdem sie sich vor vielen 100 Jahren mit den Orcs verbündeten, in Durotar niedergelassen. Dort müsste auch meine Heimat sein. Ich weiß es aber nicht, da ich durch die mächtigen Zauber des Lichkönigs erschaffen wurde. Ich sollte ihm und seinen Zielen mit meiner Kampfkraft dienen, um Azeroth zu zerstören.
Ein Trollhexer muss mein Vorfahr gewesen sei. Ich konnte aber nie etwas darüber in Erfahrung bringen, da ich mit Zaubern belegt wurde, welche mir die Erinnerung an meine Vergangenheit nahmen.
Der Lichkönig gab mir meinen Namen: KILLRÔY, der „Königsmörder“.
Ich gehörte zu einer Spezialeinheit des Lichkönigs. Unsere Aufgabe war es, die Hauptstädte in Azeroth zu überfallen und die dortigen Fürsten zu töten. Für diese Aufgabe wurde ich ausgebildet. Ich verbesserte meinen Umgang mit Faustwaffen, und erlernte mächtige, dunkle Zauber, um meine Gegner zu quälen und zu töten.
Unter großen Anstrengungen sagten sich viele meiner Kampfgefährten und ich vom Lichkönig los, da wir die Leibeigenschaft nicht mehr ertragen konnten.
Einige von uns schlugen sich auf die Seite der Allianz (der Teufel soll sie holen!), die anderen schlossen sich der Horde an.
Da seit ewigen Zeiten ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis zu den Tauren besteht (das konnte der Lichkönig wohl nicht aus unserer Seele bannen), fühlte ich mich in deren Nähe immer sehr wohl. So kam auch der Kontakt zum Ordo ab Chao zustande.
Powwow und ich kannten uns schon länger, und auch an der Seite seines Bruders Brutan habe ich schon gekämpft. So ergab es sich, dass ich mich ihnen anschloss, um mich für die Ziele des Ordo ab Chao aktiv einzusetzen.
Mit den Orcs komme ich gut zurecht. Sie haben meinen Vorfahren damals Asyl geboten, und deshalb verweile ich gerne in Orgrimmar. Meine Zuflucht habe ich allerdings auf der Schwarzen Festung Acherus, in den östlichen Pestländern. Leider treffe ich dort auch immer wieder ehemalige Mitkämpfer, die sich der Allianz zugewandt haben. Aber auf der Festung dürfen wir uns nicht bekämpfen, sonst würde es schon viel weniger Todesritter bei der Allianz geben.
Gegenüber Untoten und Elfen sind meine Gefühle als Troll sehr gemischt.
Untoten traue ich zu, dass sie Unglück und ein schlechtes Mojo über die Horde bringen. Die Blutelfen halte ich eher für hinterlistig, als tapfer. Aber ich versuche mit beiden Völkern zurecht zu kommen, wenn ich im Clan mit ihnen zu tun habe.
Mit Göttern habe ich nichts am Helm. Ich stehe für mich! Vielleicht haben meine Vorfahren an Götter geglaubt, aber das ist eine Zeit, an die ich mich nicht erinnern kann.
Außerdem habe ich nach meiner Zeit beim Lichkönig meine Schnauze, bis zu den Hauerspitzen, gestrichen voll, von irgendwelchen Obrigkeiten und gottähnlichen Wesen.
In Powwow und Brutan habe ich zwei Freunde gefunden, die ich fast als Brüder bezeichnen würde, wären sie nicht so "haarig" *grinst*
In diesem Sinne, FÜR DIE HORDE – FÜR DEN CLAN – FÜR ORDO AB CHAO
Taz Dingo
Killrôy
PS: Diese Zeilen hat Powwow für mich niedergeschrieben, da ihr mein Trollkauderwelsch nicht verstanden hättet. Danke Pow!
PS: Dangö für die Ernennung zum Cheffe, Pow. Ich werde den Clan rocken ähhhh.... dem Clan dienen, Maan.
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 30.12.2009, 15:02Powwow - Brutans Bruder
Dann kam Powwow!
Ich bin der jüngere Bruder von Brutan, unserem Clanführer. Ursprünglich hieß ich Fortan. Das änderte sich später. Aber da komme ich noch drauf.
Ich kam 1 Jahr nach Brutan auf die Welt.
Anfangs wuchsen wir noch zusammen auf.
Unsere Eltern, Slodan Deerhunter und Solun Sunseeker merkten sehr bald, daß ich mich sowohl für Tiere (wie mein Vater), als auch für Mystisches interessierte. Von meinem Vater erlernte ich auch das Handwerk der Kürschnerei und die Lederverarbeitung.
Mit den Totems, wie mein großer Bruder, hatte ich es nicht so.
Der Druide eines befreundeten Stammes, Rodan Wildthing, wurde auf meine Talente aufmerksam, und so gaben meine Eltern mich zu ihm, damit ich mit seiner Hilfe zu einem großen Druiden heranreife. Das war sehr anstrengend, und zuweilen hatte ich auch großes Heimweh.
Ich durfte aber meine Eltern öfter mal besuchen. Dann ging ich mit meinem Vater auf die Jagd, oder schaute meiner Mutter neugierig bei ihren schamanistischen Ritualen zu.
Dann kam der furchtbare Tag, an dem meine Eltern bei dem Überfall ums Leben kamen. Zu dem Zeitpunkt war ich bei Rodan Wildthing.
Rodan kümmerte sich weiter um mich, während Brutan nach Donnerfels ging, wo er den Ältesten seine Dienste anbot.
Lange Zeit hatten wir nur sehr wenig Kontakt miteinander, da unsere Wege unterschiedlichen Zielen folgten.
Bei der großen Druidenprüfung wurde mir von Rodan im Ritual mein neuer Name gegeben: POWWOW.
Das kam daher, dass ich ein begeisterter Ritualtänzer bei unseren
großen Stammesfeiern , dem "Powwow", war.
Dann trat ich in Orgrimmar in Thralls Dienste ein, wo ich schon bald darauf
Brutan und Basaru traf.
Gemeinsam unterstütze ich sie seither, neben vielen anderen tapferen Kämpfern, im Ordo ab Chao.
Vor einiger Zeit begegnete ich Killrôy, einem sehr kampffreudigen Troll/Todesritter. Ich musste mich erst an seine etwas ruppige Art gewöhnen, aber mittlerweile ist er mir mit seiner unkomplizierten Art sehr ans Herz gewachsen. Ich habe es sehr begrüßt, dass er sich unserem Clan anschloss.
Viele bezeichnen ihn als blutrünstig, aber er ist nur kampfbesessen, und hat schon unzählige Kämpfe gewonnen. Seine Kampferfahrung trainiert er
in Einsätzen gegen die Allianz, zu denen ich ihn immer wieder auf die
Schlachtfelder entsende. Die Zahl seiner Siege im Kampf "Mann gegen Mann", Kills-wie er sie nennt, wächst von Tag zu Tag.
Mein Bruder und ich haben in ihm einen guten Freund gefunden.
Da ich mich mehr meinen Studien der Natur widmen möchte, habe ich die Leitung unseres Clan an Killrôy übergeben.
Ich habe lange überlegt, ob es die richtige Wahl ist, da Killrôy ein Heißsporn ist, und dem Kampf dem Wort vorzieht. Aber nach Beratung
mit Brutan sind wir beide der Meinung, dass er ein weiser Clanchef sein wird.
Zumal er gute Räte, Mentoren und Magister um sich hat.
FÜR DIE HORDE!
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Basaru - 31.12.2009, 18:28Warum nuschelt Basaru eigentlich?
Hier die Geschichte von "Basaru - Die Ramme", aufgeschrieben von Frascora, nach der Erzählung von Basaru und den Mitgliedern der Krahlnader.
Wann Basaru geboren wurde, weiß sie nicht. Sie hat aufgehört die Winter zu zählen, als sie am Ende ihrer 10 Finger angekommen war - bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie sich für jeden Winter ein Muster in den Finger geschnitzt - ein wirklich hübsches Muster und dieses mit Kohle bestrichen, so daß heute auf der Haut ihre Finger ein eigenartiges Muster zu sehen ist.
Aber es sind schon viele Winter ins Land gegangen, als sie, während einer Schlacht gegen die brennende Legion in Durotar, geboren wurde. Ihre Mutter (Sladrana - Die lieblich Stinkende, stand unmittelbar nach Basarus Geburt auf und erschlug die Legionäre, die sich ihr näherten. Als man Basaru fand war sie über und über vom Blut der Legionäre bedeckt und leider auch vom Blut ihrer Mutter, die tot neben ihr lag.
Basaru wurde vom Kriegsführer des Stammes der Krahlnader aufgenommen und man versuchte ihr die wenigen Regeln des Orkstammes beizubringen, leider wohl vergeblich. Ihr Verhalten störte die Gemeinschaft der Orks (was an sich ja schon fast nicht möglich ist , aber Basaru schaffte es) und wurde, um wieder Frieden im Stamm zu schaffen, auf Wanderschaft geschickt, und seit dieser Zeit befindet Basaru sich auf der Wanderschaft.
Während dieser Zeit hat sie an der Seite von anderen Kämpfern der Horde vielen Legionären den Garaus und den Truppen von Sturmwind das Leben schwer gemacht. Auch der Allianz steht Basaru sehr kämpferisch gegenüber. Während eines Kampfes hat ein hinterhältiger Allianzler Basaru mit einem Streitkolben den Kiefer zertrümmert und damit auch ihre bis zu diesem Zeitpunkt wunderschönen langen und spitzen Hauer (die an den Enden blutrot angemalt waren)! Dem Allianzler fehlt seit dem der Kopf! Seit dieser Zeit hat Basaru einen Sprachfehler und einen unbändigen Haß und eine große Wut auf alles was zur Brut der Allianz zählt.
Sie hat unter Schmerzen und schlimmen Erfahrungen lernen müssen, daß nicht alles nach ihrem Kopf geht und das es Wesen gibt, die stärker sein können als sie. Was dazu geführt hat, das ein wenig von Basarus Dickköpfigkeit und Aggressivität, in der Zeit der Wanderschaft, auf der Strecke geblieben ist.
Eines Tages lernte sie dann auf ihrer Einkaufsreise in Orgrimar Brutan kennen und folgte seinem Ruf in den Schwarzen Zirkel. Hier hatte sie für lagne Zeit eine gute Heimat gefunden und bemühte sich redlich, nicht zu sehr aufzufallen und ihre Manieren den Gepflogenheiten des Clans anzupassen. Nur beim Rum, da fällt sie häufig in ihre alten Gewohnheiten zurück und kennt kein Halten mehr.
Nun ist sie dem Rufe Powwows in den Clan Ordo ab Chao gefolgt, allerdings scheint ihr Rumverbrauch in letzter Zeit doch erheblich gestiegen zu sein. Man sollte dieses Verhalten von Basaru gut beobachten, da sie vor einger Zeit schon einmal dem Rum zu lange und zuviel zugesprochen hatte und das zu fürchterlicher Verwahrlsung und Nichtstun führte.
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Anonymous - 30.01.2010, 10:32Gnogul der Verstoßene
Etwas überarbeitet und detailreicher:
Geboren wurde Gnogul in Dolanaar, einer kleinen Ortschaft in der Nähe von Darnassus. Seine Eltern waren hoch angesehene Krieger. Als Gnogul sieben Jahre alt war, wurden die beiden in den Teufelswald beordert, wo sie untersuchen sollten, ob neu aufgetretene Anomalien und das Auftreten von Dämonen in Zusammenhang mit der Geißel standen. Nachdem sie das bestätigen konnten, wurden sie mit einer großen Truppe ausgesandt, die Geißel im Teufelswald zu besiegen, leider kamen sie nie zurück.
Gnogul brauchte lange, den Tod seiner Eltern zu verarbeiten. Schließlich schwor er, sich an der Geißel für den Mord seinen Eltern zu rächen. Er ließ sich von Freunden seiner Eltern im Kämpfen unterrichten, machte aber nur langsam Fortschritte.
Eines Tages stand er in einer Höhle einem Dämon gegenüber. Gnogul musste feststellen, dass der Kampf mit geübten Gegnern ihm überhaupt nicht lag. Der Dämon bemerkte dies auch sehr schnell und spielte mit Gnogul. Er fügte ihm schwere Wunden zu, passte aber immer auf, dass sie nicht tödlich waren. Schließlich lag Gnogul mit vielen Schnitten, Schürfwunden und gebrochenen Knochen an der Wand und starrte den Dämon hasserfüllt an. Dieser grinste böse zurück, legte die Hand um Gnoguls Hals und drückte langsam zu.
Plötzlich blitzte es auf und der Dämon brach zusammen. Es war grotesk, dass er selbst im Tod noch sein boshaftes Lachen aufgesetzt behielt. Er kippte zur Seite und gab Gnoguls Blick auf einen Mann in weiten Gewändern frei. Die Hand, welche den heiligen Blitz gesandt hatte, war noch erhoben. Langsam nahm er sie herunter. Er stellte sich Gnogul als Priester aus Darnassus vor.
Gnogul lernte von nun an die Kunst des Heilens. Kämpfen konnte er zwar nicht, aber er suchte sich von nun an immer Gleichgesinnte, welche die Geißel bekämpften, und sorgte dafür, dass sie im Kampf nicht unterlagen.
So schlug er sich jahrelang durch. Schließlich kam er in die Scherbenwelt. Dort traf er einen Priester, welcher nicht nur heilen, sondern seinen Gegnern auch Schaden zufügen konnte. Von ihm ließ er sich in der Kunst des Schattenwirkens ausbilden. Dadurch war Gnogul nicht mehr ständig auf die Hilfe anderer angewiesen, um seine Rache auszuüben.
Mit den Führern der Allianz hatte Gnogul nie viel zu tun. Und wenn, verlangten sie von ihm, gegen die Horde zu ziehen, was er überhaupt nicht einsah. Die Horde bekämpfte seinen Erzfeind genauso wie er! Die Feinde der Geißel sah er als seine Freunde. Warum sollte man sich gegen einen gemeinsamen Feind gegenseitig schwächen?
Als er wieder einmal mit einer Gruppe alliierter Kämpfer unterwegs war, trafen sie auf eine Gruppe Krieger der Horde, welche gegen Truppen der Geißel kämpfte. Die Alliierten stürtzten sich in den Kampf. Gerade versetzten die Zombies den Kriegern der Horde den Todesstoß. Einer jedoch hielt sich noch auf den Beinen und lief Gefahr, nun von der Übermacht überrannt zu werden. Reflexartig heilte Gnogul ihn.
Der Kampf ging weiter. Die ausgeruhten Kämpfer der Allianz wendeten das Blatt. Die Zombies waren harte Gegner, doch mit Gnoguls Unterstützung konnten sie bezwungen werden. Schließlich standen sich die Alliierten und der Krieger der Horde schwer atmend gegenüber. Der Hauptmann wandte sich Gnogul zu: "Die Horde ist unser Feind. Was du hier gerade getan hast, ist Hochverrat. Doch du hast uns oft und sehr geholfen. Deswegen lassen wir dich leben. Aber lass' dich nie wieder bei uns blicken."
Dann wollten sie sich den Hordler vornehmen, aber der war verschwunden. Kopfschüttelnd gingen sie fort und ließen Gnogul einfach stehen. Der brauchte eine Weile, um das eben Gehörte zu verarbeiten. Schließlich drehte er sich noch einmal um und schreckte zusammen.
Hinter ihm stand der Hordler und grinste ihn an. "Ich bin Rugano. Danke für deine Hilfe. Komm mit mir. Du bist fähig, das habe ich gemerkt. Deine Leute hätten mich offenbar lieber tot gesehen. Das kann dir bei uns genauso ergehen. Deswegen geben wir dich lieber als Hochelf aus." Von nun an kämpfte Gnogul auf der Seite der Horde gegen die Geißel.
Die Geschichte von Rugano folgt auch noch.[/b]
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 30.01.2010, 20:32
Danke für Deine Char-Story.
Nun können wir ja von Deinen Alli-Erfahrungen in unseren Kämpfen profitieren, vor allem dann, wenn wir ihnen im PvP mal gegenüber stehen.
*Killrôy grinst schadenfroh - Powwow stößt ihn an "halte Dich zurück, Du Alli-Killer"*
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Basaru - 31.01.2010, 16:06
Hohoooooo langbeinige Langohren!!!!!! ISCH LIEBBEEE DIESCHE WESCHEN, weil schie einfach keinen Rum vertragen :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Anonymous - 31.01.2010, 16:58
bitte waaaaaaaas????? *Arathron einen kräftigen Schluck nimmt, und umfällt*
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Anonymous - 02.02.2010, 13:15Rugano, der Alptraum der Defias
Bevor Gnogul zur Horde stieß, war Rugano mein Main-Char. Für die Gilde, in der ich vorher war, habe ich mir eine etwas (d.h. sehr) lange Story für Rugano und einen anderen Char von mir (aktueller Bank-Char) ausgedacht. Diese Geschichte werde ich hier nach und nach posten.
Ruganos Kindheit
Mittägliche Ruhe lag über den Steinkreisruinen, zwischen denen die Horde einen Außenposten in der Tanaris-Wüste errichtet hatte. Es war ein heißer, sonniger Tag, wie es in einer Wüste üblich ist. Die Wüstentiere hatten sich in ihre Bauten zurückgezogen und schliefen. In regelmäßigen Abständen waren die Rufe der Wachen zu hören, welche den Normalzustand bekundeten. Auf dem schattigen Hof des provisorisch errichteten Klosters spielten die Kinder der hier Stationierten.
Nun ja, eigentlich spielten nur die Mädchen. Die Jungen hatten sich wieder einmal den kleinsten von ihnen vorgenommen, um ihn zu verprügeln. Rugano war der Sohn des angesehensten Kriegers im Lager, allerdings war er für einen Hochelfen sehr klein und dünn geraten. Sein langes dunkles Haar hing ihm meistens wirr ins Gesicht. Fast immer sah er sehr weinerlich aus, allerdings hatte er auch regelmäßig Grund dazu. Dieser optische Gegensatz zur Stellung seines Vaters forderte die Halbwüchsigen geradezu zu Hänseleien und anderen Gemeinheiten auf.
Eine weitere Merkwürdigkeit ließ die Kinder immer wieder brutal zu Rugano werden. Egal, wie stark man auf Rugano einschlug, nie schien er Verletzungen davonzutragen. Viel Zeit hatten sie allerdings nie, Ruganos Zähigkeit zu testen. Für gewöhnlich kam immer kurz nach Beginn der Prügeleien Tregmar hinzu und beendete sie sehr schnell.
Tregmar war das genaue Gegenteil von Rugano. Als einziger Troll überragte er alle anderen Jungs um mindestens einen Kopf und hatte auch mehr Kraft als sie. Niemand wagte es, sich mit ihm anzulegen. Auch heute fanden die Rangeleien ein schnelles Ende.
„Du solltest wirklich anfangen, das Kämpfen zu trainieren“, empfahl Tregmar Rugano, als sich die anderen verzogen hatten. „Auch, wenn dich niemand ernsthaft verletzen kann, solltest du in der Lage sein, diese Kindereien allein zu beenden.“
„Was soll ich denn machen, Tregmar? Die anderen sind viel größer und stärker als ich“, sagte Rugano schluchzend.
„Hör' erstmal auf zu heulen. Dann geh' zu deinem Vater und lass dir ein paar Tricks zeigen. Du bist nicht groß, aber gerade deine fehlende Größe könnte dich sehr schnell agieren lassen. Sieh zu, dass deine Schwäche zu deiner Stärke wird.“
Rugano mochte Tregmar. Nicht nur, dass dieser ihm immer half, wenn er in Schwierigkeiten steckte. Tregmar strahlte immer eine ansteckende Ruhe aus. Er war nicht phlegmatisch, ging aber alles sehr gelassen an. Ruganos Wut auf die anderen verrauchte in Tregmars Gegenwart immer sehr schnell.
Und ein wenig geheimnisvoll war er auch. Für gewöhnlich wusste man bei Trollen sehr früh, was aus ihnen wird. Ihre Veranlagungen zeigen sich normalerweise schon mit vier, fünf Jahren. Tregmar war schon zehn Jahre alt, allerdings wusste noch immer niemand, über welche Fähigkeiten er verfügte. So wartete man ab und ließ ihn so lange in einer „normalen“ Schule. Dies kam Tregmars Intellekt sehr zugute, da er hier mehr Allgemeinbildung mitbekam als andere Angehörige seiner Rasse.
„Weißt du schon, welche Fertigkeiten du hast?“, wechselte Rugano das Thema.
„Ich warte ab“, erwiderte Tregmar. Rugano war noch zu unerfahren, um zu bemerken, dass seine Frage damit überhaupt nicht beantwortet wurde.
Gor Landar, Ruganos Vater, war ein Hochelfenkrieger, welcher weit von seiner Heimat der Horde diente. Hier in Tanaris lernte er die Priesterin Fedara kennen, die er durch seine Kraft und seinen Mut in den Kämpfen gegen die Wüstenläufer sehr schnell davon überzeugte, ihn zu heiraten. Fedara gebar ihm auch bald einen Sohn.
Rugano musste bis zum Abend warten, weil sein Vater bei den strategischen Besprechungen anwesend zu sein hatte.
„Vater, würdest du mich trainieren?“
„Möchtest du wieder ein wenig raufen?“ Als Krieger war es für Gor Landar das Größte, mit seinem Sohn herumzutoben und ein wenig mit ihm zu kabbeln.
„Nein, ich meine richtig. Die anderen Jungs verhauen mich immer, und ich möchte mich wehren können.“
Gor Landar überlegte. Er bildete die jungen Krieger aus und traute sich durchaus zu, seinem Sohn einige Kniffe beizubringen. Andererseits konnte er nicht zulassen, dass sein Sohn die anderen Jungen wegen kindlicher Rachegefühle lazarettreif schlug. Schließlich fasste er einen Entschluss.
„Ich werde dir beibringen, einem Angreifer auszuweichen und dir seinen Schwung zunutze zu machen, um ihn zu Boden zu werfen. Für alles andere bist du zu jung.“
Rugano war einverstanden, und so verband Gor Landar ihre üblichen Kabbeleien mit etwas Kampftraining.
Die anderen Jungen merkten bald, dass mit Rugano eine Veränderung vorging. Seine Verteidigungsversuche waren bislang immer sehr plump und leicht zu durchschauen gewesen. Nun steckte er die Schläge nicht nur weg sondern wich ihnen immer geschickter aus und schaffte es sogar häufiger, seine verdutzten Angreifer in den Wüstensand zu schicken. Bald ließen die Gemeinheiten ihm gegenüber nach und Rugano hatte seine Ruhe.
Die Übungen mit seinem Vater machten ihm allerdings viel Spaß und so trainierten sie weiterhin. Innerhalb der nächsten drei Jahre holte Rugano die anderen Jungen auch in der Größe ein und wurde von ihnen nun voll akzeptiert. Seine Fähigkeiten jedoch überzeugten den Lagerkommandanten, ihn früher als üblich bei den jungen Kriegern aufzunehmen und ihm das Kriegshandwerk beizubringen. Im Alter von neun Jahren begann Rugano seine Ausbildung zum Krieger. Durch seine Freundschaft zu Tregmar und dessen ansteckende Ruhe wurde er allerdings nicht zu einem Heißsporn sondern kämpfte immer überlegt und systematisch. Bald jedoch sollte sich das ändern.
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 02.02.2010, 13:49
Eine sehr schöne Geschichte! Danke, Rugano!
Ich gehe mal davon aus, dass es eine Fortsetzung gibt *schaut erwartungsvoll*
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Basaru - 02.02.2010, 14:18
:big_super :big_super :big_super :big_super
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Anonymous - 03.02.2010, 17:18
Der Überfall
Drei Jahre nach dem Beginn von Ruganos Ausbildung gebar Fedara noch eine Tochter. Sie und ihr Mann beschlossen, diese ihren Eltern auf der heimatlichen Insel der Sonnenwanderer vorzustellen. Rugano war mitten in der Ausbildung und durfte diese nicht unterbrechen.
„Rugano, kommst du bitte?“, rief ihn sein Vater.
Rugano kam vom Hof herein, wo er gerade Holzpuppen das Fürchten lehrte. Er grinste stolz. Keine von ihnen würde mehr seine Kraft in Frage stellen. (Hier muss klargestellt werden, dass Rugano keine psychischen Probleme hatte. Er war noch ein Kind, und die Holzpuppen waren in seiner Phantasie gefährliche Räuber.) „Was gibt es denn?“
„Wir würden gern zur Insel der Sonnenwanderer reisen, damit wir Dernala ihren Großeltern vorstellen können. Der Kommandant hat uns Urlaub gegeben. Leider dürfen wir dich nicht mitnehmen.“
Rugano kannte es nicht anders, als dass er seinen Eltern zu gehorchen hatte. Er würde sie vermissen, hatte aber nicht das Recht, ihnen zu widersprechen. „Ich frage Tregmars Familie, ob ich so lange bei ihnen wohnen kann.“ Das war eine reine Formsache, sie hatten nie etwas dagegen, wenn er dort war. So brachen Ruganos Eltern mit seiner Schwester am nächsten Tag in Richtung Gadgetzan auf, um von dort ihren Weg über Ratchet in ihre Heimat fortzusetzen.
„Sei artig“, ermahnte Ruganos Mutter ihn nun wohl schon zum sechsten Male.
„Ja, Mutter“, erwiderte er brav.
„Und trainiere fleißig weiter“, erinnerte ihn sein Vater hingegen erst das dritte Mal.
„Ja, Vater.“
„Mach' immer deine Hausaufgaben und hilf Tregmars Familie zu Hause. Du übernachtest schließlich nicht nur einmal dort sondern wirst dort sehr lange wohnen.“ Sie ahnte nicht, wie recht sie damit hatte.
„Natürlich, Mutter.“
„Kommt ihr bald?“ beendete der Karawanenführer nun endlich den ewigen Vortrag von Gor Landar und seiner Frau. Die beiden küssten ihren Sohn noch einmal zum Abschied und schlossen sich dem Zug an. Während die Priesterin zu den anderen Familien ging, ließ es sich der Krieger nicht nehmen, in voller Kampfmontur als Wache mitzureiten.
„Gor, du hast doch Urlaub!“, erinnerte ihn ein Kamerad, der tatsächlich als Wache eingeteilt war.
„Das schon, aber deinem Kampfstil vertraue ich nicht!“, neckte ihn der Angesprochene. Dafür erhielt er einen Faustschlag an die Schulter, den er grinsend wegsteckte.
Gut gelaunt machte sich der Tross auf den Weg nach Gadgetzan.
„Wie ist es wohl auf der Insel der Sonnenwanderer?“, fragte Rugano Tregmar, als sie in ihren Betten lagen.
„Ich kenne sie auch nur von den Vorträgen unserer Lehrer“, erwiderte Tregmar. „Demnach soll es dort etwas geben, das man 'Gras' nennt. Das ist so grünes Zeug, welches den ganzen Boden überwuchert. Dadurch sieht es dort überall grün aus. Und es gibt dort Bäume. Das sind große Planzen mit graubraunen dicken Stämmen und da wächst auch etwas Grünes dran, das man 'Blätter' nennt.
Auf der Insel gibt es, wie überall bei euch in der Heimat, große Obelisken, in welchen magische Energie gespeichert wird. Manawyrm umschwirren sie und sorgen dafür, dass sie nicht überladen werden. Die Manawyrm sehen aus wie fliegende Schlangen.“
„Irgendwann möchte ich das alles mal sehen“, murmelte Rugano schon im Halbschlaf.
Am folgenden Tag kam eine Karawane aus Gadgetzan an, welche das Lager mit frischen Lebensmitteln belieferte. Diese Karawanen wurden vor allem von den Kindern immer mit großem Hallo begrüßt und die Kaufleute schenkten ihnen Naschwerk. Diesmal jedoch machten alle Händler einen geistesabwesenden und verstörten Eindruck. Der Führer ließ sich sofort beim Lagerkommandanten anmelden und verschwand in dessen Zelt. Nach kurzer Zeit kam der Kommandant herausgestürmt und befahl die Krieger zu den Waffen. Rugano zählte noch nicht zu den Soldaten und musste im Lager bleiben.
Die Kämpfer stoben auf ihren Reittieren davon und kamen einige Stunden später mit gesenkten Häuptern zurück. Einige Kinder, unter ihnen Rugano, wurden in das Zelt des Kommandanten gebeten.
„Ihr müsst sehr tapfer sein. Wir befinden uns mitten im Krieg gegen die Wüstenläufer und es gibt immer wieder Opfer. Leider wurde unsere letzte Karawane von ihnen überfallen, und wir haben keine Überlebenden gefunden.“
Nur langsam wurde den Kindern klar, was das bedeutete. Eines nach dem anderen fing an zu weinen. Allein Rugano konnte das eben Gehörte nicht verarbeiten. Sein Vater war der beste Krieger im Lager. Ihn besiegte niemand.
„Alle tot? Vater, Mutter, Dernala?“
Der Kommandant stutzte. Ruganos Eltern kannte er natürlich und hatte sie eindeutig unter den Leichen identifiziert. Doch Dernala war nicht unter ihnen gewesen. „Wenn ich es recht überdenke, könnte deine Schwester noch leben.“
Er ließ zu einem Angriff sammeln und sie machten sich auf den Weg zu demjenigen Lager der Wüstenläufer, welches der Stelle des Überfalls am nächsten war. Als eine Rauchsäule in Sicht kam, welche wohl vom Lagerfeuer der Räuber stammte, schickte der Hauptmann die Späher vor, um die Lage zu sondieren.
Vorsichtig pirschten sich zwei von ihnen an das Lager heran, immer darauf achtend, dass eine Düne zwischen diesem und ihnen war. Langsam schoben sie ihre Köpfe hinter der letzten hervor, um die Räuber zu beobachten. Für gewöhnlich gingen einige von denen immer auf Patrouille, doch es war niemand zu sehen.
„Seltsam, haben sie das Lager aufgegeben?“, fragte der eine Späher.
„Lass uns noch weiter herangehen“, schlug der andere vor.
Gesagt, getan. Schritt für Schritt schlichen sie sich an das Lager heran, doch niemand war zu sehen, der von ihnen hätte Notiz nehmen können. Schließlich standen sie im Lager, und was sie erblickten, ließ sie an ihrem Verstand zweifeln.
„Ich hole die anderen. Das hier glaubt uns keiner, der es nicht selbst gesehen hat“, sagte der erste Späher. Er gab dem Kommandanten Bescheid und dieser konnte sich selbst ein Bild machen.
Überall im Lager lagen alle Wüstenläufer tot herum. Entweder waren sie Verletzungen erlegen, welche sie sich in strategisch gut platzierten Fallen zugezogen hatten, oder sie sahen aus, als wenn sie schliefen. Später stellte man fest, dass sie offenbar vergiftet wurden. Die Rauchsäule stammte vom Schaltpult des Wasserturms. Die Jäger entdeckten fast unsichtbare Spuren eines Trolls. Außerdem wurden Reste von Säuglingsnahrung gefunden. Dernala war offenbar hier gewesen.
Der Kommandant ließ die Jäger alles herausfinden, was es zu erkunden gab. So stellte man noch fest, dass sich der unbekannte Troll in Richtung Gadgetzan zurückgezogen haben musste. Schnelle Nachforschungen ergaben jedoch nicht das Geringste.
Rugano fühlte sich leer. Seine Eltern waren tot, seine Schwester verschollen. Gor Landar war offenbar doch nicht unbesiegbar gewesen. Für Rugano war eine Welt zusammengebrochen. Der Kommandant hatte ihn sogar beurlaubt, weil bei den Übungen nichts mit ihm anzufangen war.
„Was soll ich tun“, fragte er sich und seinen Freund Tregmar.
„Du beendest deine Ausbildung. Als wütender Möchtegernkrieger hilfst du niemandem und endest mit dem Gesicht im Staub.“
Rugano musste Tregmar Recht geben. Seine Schwester musste wiedergefunden werden. Er begann, die Wüstenläufer zu hassen. Die Kampfkraft seines Vaters hatte ihn beeindruckt, aber offenbar war sie nicht gut genug im Kampf gegen die Räuber gewesen. Er musste noch besser werden als Gor Landar. Rugano meldete sich zum Dienst zurück und trainierte noch härter als je zuvor.
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Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Anonymous - 06.02.2010, 22:50
Und weiter geht es. Ruganos Geschichte ist noch lange nicht zu Ende.
Tregmars Fähigkeiten
So vergingen mehrere Jahre. Dernala blieb verschollen, und dies spornte Rugano an, seine Kampffertigkeiten immer mehr zu verbessern. Er stellte sich vor, dass sie irgendwo als Sklavin gehalten wurde und er sie retten müsse. Dazu brauchte er Kraft, Ausdauer und jede Menge Mut und Zuversicht.
In seiner Einheit wurde er inzwischen fast verehrt. Sein Ansehen stand dem seines Vaters in nichts nach. Aus jedem Gefecht ging er siegreich hervor. Die Wüstenläufer bekämpfte er, wo immer er sie sah. So kam es, dass er sich Feinde schuf, die ihn lieber tot als lebendig sahen. Ein Zwischenfall sollte zeigen, wie sehr er von den Räubern gehasst und gefürchtet wurde.
Eines Tages kam eine Patrouille zurück, die ganz offensichtlich in einen Kampf verwickelt gewesen war.
„Wir haben einen Wüstenläufer abgefangen“, berichtete der Anführer. „Er hatte eine Nachricht bei sich. Sie ist an einen Schmied in Gadgetzan adressiert. Man wünscht, sich mit ihm im Ostgebirge zu treffen, um über eine Waffenlieferung zu ver-handeln. Die Banditen würden dort auf ihn warten. Der genaue Ort ist auch verzeichnet.“
Der Kommandant ließ nach Rugano schicken, welcher inzwischen den Befehl über eine Handvoll Männer erhalten hatte.
„Das ist eine Aufgabe für dich. Die Räuber wollen den Schmied hier unten in dem Talkessel treffen. Darüber befindet sich ein Felsabsatz, welcher von unten nicht einzusehen ist. Wenn ihr euch dort postiert, könnt ihr sie belauschen und vielleicht herausfinden, was sie mit den Waffen vorhaben. Sie scheinen irgend etwas Größeres zu planen.“
Rugano machte sich mit seiner Einheit auf den Weg. Sie mieden die Hauptwege und umritten die Räuberlager in weiten Bögen, damit sie nicht entdeckt würden.
Tatsächlich schafften sie es, unbemerkt und vor dem angegebenen Zeitpunkt bis ins Gebirge zu kommen.
Doch dort angelangt, stürzten plötzlich Felsbrocken auf sie herab und zwei Dutzend Wüstenläufer stürmten hinter Felsen hervor, um die Gruppe anzugreifen.
„Einen Kreis, schnell!“, befahl Rugano. Sie stellten sich Rücken an Rücken, die Schwerter kampfbereit in der Hand und die Schilde zur Verteidigung erhoben.
Der Angriff war gut geplant gewesen. Jeder Kämpfer sah sich vier Räubern gegenüber, welche die Verteidigungsstellung schnell aufspalteten. Sie lockten Ruganos Leute nach vorn und schoben sich in die Lücken.
Doch es fehlte ihnen an Kampferfahrung. Drei Viertel fielen den Klingen der trai-nierten Krieger zum Opfer, bevor sie es schafften, alle außer Rugano zu
töten. Zum Schluss sah sich Rugano einer Übermacht von sechs Banditen gegenüber. Sie kämpften systematisch gegen ihn, weil sie feststellten, dass sie mit übermütigen Attacken nichts gegen ihn ausrichten konnten.
So beschränkten sie sich darauf, Rugano mit gezielten und gut geplanten Angriffen mürbe zu machen. Wenn einer von ihnen nicht mehr konnte, sprang ein anderer für ihn ein. Trotz seiner guten Ausbildung schaffte es Rugano nicht mehr, einen von ihnen so zu verletzen, dass er kampfunfähig wurde. Nach und nach spürte er seine Kräfte schwinden. Bald könnten seine Gegner zu tödlichen Angriffen übergehen.
Eine Stunde nach dem Aufbruch von Ruganos Einheit bekam Tregmar Nachricht von dem Brief der Wüstenläufer und die Art und Weise, wie man in seinen Besitz gelangte, und bat darum, ihn lesen zu dürfen.
„Den hier erwähnten Schmied gibt es in Gadgetzan gar nicht. Kein Bewohner von Gadgetzan würde mit den Wüstenläufern gemeinsame Sache machen, da alle wegen der Räuber immer um ihre Wasservorräte bangen müssen. Außerdem finde ich es sehr leichtsinnig, einen Boten allein mit einem Brief loszuschicken, in welchem sämtliche Details offenbart werden. Ich glaube, dass der Brief in unsere Hände gelangen sollte. Rugano wurde in eine Falle gelockt.“
Sofort sandte der Kommandant Verstärkung, welcher sich Tregmar anschloss, hinter Ruganos Trupp her. Sie kamen ein wenig später am Kampfplatz an und musste feststellen, dass Ruganos Einheit bis auf ihn niedergemetzelt war. Rugano selbst schien gerade noch auf den Beinen stehen zu können. Der nächste Schlag musste ihn töten.
Doch plötzlich wendete sich das Blatt. Rugano erweckte den Eindruck, über unbändige Energien zu verfügen. Ein Strahlen breitete sich um ihn aus und mithilfe der Verstärkung erledigte er einen Wüstenläufer nach dem anderen. Die Krieger beerdigten die Toten und kehrten zum Steinkreis zurück. Der Kommandant entschuldigte sich bei Rugano und gab ihm einige Tage frei, damit er sich wieder erholen konnte.
Rugano und Tregmar nutzten die Zeit, um sich zu unterhalten.
„Das war knapp heute. Nun weiß ich, wie sie meinen Vater überwältigen konnten. Gegen eine solche Übermacht hilft die beste Ausbildung nichts. Aber etwas verstehe ich nicht. Bislang hat mir niemand etwas anhaben können. Bei dem letzten Kampf jedoch wurden mir zahlreiche Blessuren beigebracht.“
„Du irrst dich, Rugano“, entgegnete sein Freund, Ruganos letzte Worte ignorierend. „Eine Ausbildung kann nur die beste sein, wenn sie dich auch für den Kampf gegen eine Übermacht vorbereitet.“
„Aber wie soll ich noch besser werden? Niemand hier im Lager ist besser als ich. Wer soll mir noch etwas beibringen?“
Tregmar lachte. „Nur gut, dass du nicht eingebildet bist.“ Rugano grinste. Tregmar murmelte ein paar weitere Worte.
„Was hast du gesagt?“
„Ach nichts. Weißt du was? Greif mich doch mal an.“
„Bist du verrückt? Ich könnte dich umbringen.“
„Keine Sorge. Du musst nur aufhören, wenn ich es dir sage.“
„Na gut. Wenn du meinst.“
Rugano griff zaghaft an. Tregmar hänselte ihn: „Ich frage mich, wie du es überhaupt so lange gegen die Wüstenläufer ausgehalten hast. Du schlägst wie meine gichtkranke Oma.“ Das machte Rugano dann doch sauer und er schlug härter zu. Doch seine Angriffe quittierte sein Freund nur mit einem Lächeln. Rugano jedoch musste wiederum so manchen Schlag wegstecken. Schließlich beendeten sie den Kampf.
„Und? Glaubst du immer noch, dass du der Beste bist?“
„Ich verstehe das nicht. Ich sehe dich nie auf dem Kampfplatz. Und selbst jetzt habe ich dich mehrfach mit Schlägen getroffen, die jeden anderen kampfunfähig gemacht hätten. Und ich musste wieder einstecken. Das ist doch nicht normal!“
Sein Freund grinste: „Nein, ist es nicht. Es ist Magie.“
„Du Hund!“, rief Rugano leicht eingeschnappt, musste dann aber auch lachen. „Du hast recht, ich war wohl etwas überheblich.“
Dann entglitten ihm die Gesichtszüge. „DU warst das! Du warst es schon immer und heute hast du mir sogar das Leben gerettet!“
Tregmar wurde sichtlich verlegen. „Ja, das stimmt. Seit ich denken kann, bin ich in der Lage, andere Leute vor physischem Schaden zu bewahren. Du hast mir immer Leid getan, deswegen habe ich dich beschützt.
Heute warst du so gut wie tot. Ich habe viel Energie gebraucht, dich wieder fit zu machen. Das kann den Priestern hier nicht entgangen sein. Ich werde
nachher zu ihnen gehen und auch ihnen von meinen Fähigkeiten berichten müssen.
Aber ich wollte eigentlich auf etwas anderes hinaus. Du bist wirklich der beste Kämpfer hier. Früher oder später wirst du dich auf die Suche nach deiner
Schwester machen, und dann bist du auf dich allein gestellt. Mit ein paar weiteren Tricks, die dir kein Kampfausbilder beibringen kann, kannst du deine
Überlebenschancen erheblich steigern. Ich werde dir beibringen, dich und andere im Kampf mit Magie zu schützen, um wenigstens so lange kämpfen zu können, bis Unterstützung eintrifft.“
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Anonymous - 20.05.2010, 11:00In die Heimat
In die Heimat
Tregmar brachte Rugano im Laufe der Zeit einige Gebete bei, welche ihn im Kampf schützen sollten. Es waren zunächst Heilfertigkeiten, die Rugano nicht nur einsetzen konnte, um in brenzligen Situationen nicht zu unterliegen sondern den Gegner irritieren und demoralisieren sollten. Aber das reichte Tregmar nicht.
„Hm, irgendwie reicht mir das noch nicht. Du kämpfst zwar ziemlich gut und kannst dich im Notfall auch mal heilen, aber wenn du in einer Gruppe unterwegs bist, solltest du auch die beschützen können. Immerhin verfügen nicht alle über deine Fähigkeiten. Kannst du eigentlich jemanden so richtig schön beschimpfen?“
Rugano war vielen Defias begegnet und kannte deren Umgangston. Er suchte sich ein paar Leckerbissen zusammen und warf sie Tregmar an den Kopf, der daraufhin leuchtete wie das Rücklicht einiger merkwürdiger Gobblin-Geräte, die er mal in Gadgetzan gesehen hatte. Mit lautem Gebrüll wollte sich Tregmar auf Rugano stürzen. Der fing ihn lachend ab und entschuldigte sich.
„Ok, das war in Ordnung. Mach' das nie wieder bei mir, verstanden?!“ Tregmar war wirklich wütend. „Ich glaube, wenn du es schaffst, das im Kampf jemandem zuzurufen, wird der von seinem aktuellen Gegner ablassen und sich dir widmen.“
„Hey, du denkst ja richtig strategisch!“ Rugano verstand sofort. „Wenn ich die Gegner auf mich ziehe, können die anderen von hinten angreifen.“
Rugano wendete seine neuen Fertigkeiten sofort an. Die Gelegenheit dazu bot sich einen Tag später. Es wurde gemeldet, dass die Defias wieder ein Wasserreservoir besetzt hatten und heftig verteidigten. Ruganos Abteilung wurde losgeschickt, um dem ein Ende zu machen. Auf speziellen Wunsch Ruganos hin durfte Tregmar sie begleiten.
Von weitem sah die Wasserstelle verlassen aus. Keiner der Räuber war auszumachen. Das war nicht ungewöhnlich, normalerweise versteckten sie sich nämlich, um Angreifer aus dem Hinterhalt zu attackieren. Die Abteilung hielt hinter einer großen Ansammlung von Felsen und beobachtete. Dann erkannte Rugano eine Bewegung.
„Tregmar, wie gut bist du?“, fragte er seinen Freund und erntete dafür einen vorwurfsvollen Blick. Rugano grinste. „So gut also. Dann legen wir mal los. Leute, ich werde da jetzt erstmal dafür sorgen, dass unsere Anwesenheit bekannt wird. Sobald sich die Brüder um mich versammelt haben, greift ihr von hinten an. Die Armbrustschützen bleiben hier und geben uns Rückendeckung. Tregmar passt auf, dass mir nichts passiert. Seid ihr bereit?“ Die Männer nickten.
Rugano bedeutete ihnen, sich zwischen den Felsen zu verbergen und ging allein ein Stück voraus. Dann wandte er sich in die Richtung, in der er die Bewegung ausgemacht hatte:
„Hey, du Möchtegern-Räuber! Du spielst lausig Verstecken!“ Alles blieb ruhig. Doch Rugano hatte gute Augen und erkannte endlich die Konturen des Halunken. Plötzlich musste er fast laut loslachen. Das war ja fast zu einfach!
„Ich weiß, wo du bist, weil deine lange Nase rausguckt! Mann, bei dem Zinken brauchst du ja keine Lanze mehr! Was ist, bist du auch noch feige?“
Das saß. Wutschnaubend kam ein Defia, der tatsächlich eine beachtlich lange Nase hatte, auf ihn zu. Hinter ihm, die Umgebung sichernd, folgte ein Kumpan.
„Oh, du bist tatsächlich feige“, rief ihm Rugano entgegen. „Brauchst auch noch Begleitschutz. Moment mal, der ist ja noch ein Kind“, hänselte er nun den anderen Räuber, der daraufhin weniger auf die Umgebung achtete.
„Wer ist ein Kind? Dir werd' ich es zeigen, du Großmaul!“
Zu zweit gingen sie nun auf Rugano los, der sich noch ein wenig unterfordert fühlte. Aber das änderte sich schnell. Eine Stimme aus dem Hintergrund rief:
„Zum Angriff! Macht diesen Aufschneider fertig, damit wir wieder unsere Ruhe haben!“
Nun ging der Kampf richtig los. Aus dem Hintergrund flogen Rugano Pfeile und Bolzen um die Ohren und die anderen Räuber stürmten auf ihn ein.
Ruganos Begleiter griffen nun ein. Die Schützen beseitigten die Fernkämpfer der Defias, welche unvorsichtig aus ihrer Deckung herauskamen. Einige Räuber bekamen mit, dass Rugano doch nicht allein war, und wollten sich auf die anderen Krieger stürzen, doch die Beleidigungen, welche sie dafür von Rugano kassierten, ließen sie, alle Taktik vergessend, wieder ihn angreifen.
Tregmars Strategie ging auf. Während sich die Räuber auf Rugano konzentrierten, konnten die anderen Krieger sie von hinten erledigen. Nur wenige Wasserträger überlebten und stürmten davon, nicht ohne Hänseleien von Rugano und seinem Trupp in den Ohren.
In den kommenden Monaten beleidigte Rugano so viele Defias, dass sie unvorsichtig wurden und immer öfter offen den Stützpunkt angriffen. Innerhalb von etwas mehr als einem Jahr wurden die bekannten Lager der Wüstenläufer ausgehoben. Die Patrouillen entdeckten immer weniger Banditen auf ihren Streifzügen, bis eines Tages ...
„Melde, wieder keinem Räuber begegnet“, erstattete der Soldat Bericht.
„Danke, wegtreten.“ Der Kommandant sah seinen Offiziersstab eine Weile nachdenklich an. „Ich denke, wir können Thrall die Meldung überbringen, dass Tanaris sicher zu sein scheint. Seit Monaten haben wir keinen Wüstenläufer mehr gesehen, geschweige denn ein Lager von ihnen entdeckt.“ Zu seinem Adjudanten gewandt, fuhr er fort: „Ketaris, verfasse bitte eine Nachricht an Thrall, in welcher er darüber informiert wird, wie lange wir keinen Wüstenläufer mehr gesehen haben. Bitte um einen Befehl, wie wir nun weiter vorgehen sollen.“
Eine Woche später kam die Antwort aus Orgrimmar:
„Verehrter Teres, Ihr habt Eure Sache gut gemacht. Gadgetzan erscheint mir nun in der Lage, mit den gängigen Bedrohungen aus der Wüste selbst fertig zu werden. Löst den Posten auf. Wir haben Meldung bekommen, dass der Lichkönig wieder auf allen Fronten vorrückt. Alle Streitkräfte werden in ihrer jeweiligen Heimat dringend benötigt.“
Diese Nachricht löste bei allen gemischte Gefühle aus. Zum Einen freute man sich natürlich, in die Heimat zu kommen, aber andererseits wusste man, dass auch dort wieder Kämpfe warteten. Rugano war besonders niedergeschlagen.
„Schau mal, Rugano“, hatte Tregmar ihn einige Male zu trösten versucht, „wir haben hier nun fast zehn Jahre kein Lebenszeichen von Dernala gefunden, obwohl wir ständig auf Streife waren. Vermutlich ist der Troll mit ihr woanders hingegangen. Die Chance, in einer der größeren Städte der Horde von ihr zu hören, ist ungleich größer als in Tanaris.“
„Du hast ja Recht, Tregmar. Aber es geht mir ja nicht nur um sie. Dich werde ich doch auch nicht mehr sehen.“
„Ich werde zusehen, dass ich meine Ausbildung in Durotar zum Priester so schnell wie möglich beende. Viel können mir die Lehrer nicht mehr beibringen, da ich mir fast alles schon abgeguckt habe“, sagte Tregmar grinsend. „Und dann ziehen wir gemeinsam durch die Lande und suchen deine Schwester.“
Diese Aussicht stimmte Rugano wieder etwas fröhlicher und sie beteiligten sich an den Vorbereitungen zum Aufbruch.
In den nächsten Tagen herrschte zwischen den Steinkreisruinen emsiges Treiben. Zelte mussten abgebaut, Feuerstellen beseitigt werden. Das Werkzeug der Handwerker wurde, wie die aktuell nicht benötigten Waffen auch, auf Planwagen gestapelt, welche schon bereitstanden.
Die Tiere wurden zusammengetrieben und die kleineren von ihnen auf die Planwagen verfrachtet. Die meisten von ihnen würde man in Gadgetzan verkaufen.
Die Gruppe Trolle, welche aus dem Südwesten kam und in deren Begleitung sich ein kleines Mädchen mit dem klingenden Namen Al Gurra Na El Ema befand, fand nur noch die verlassenen Steinkreisruinen vor.
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 20.05.2010, 14:16
TOP! Eine gute Fortsetzung.
Ich bin darauf gespannt, wie es weiter geht.
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Laurelia - 21.05.2010, 14:29
Hey Rugano,
das ist wirklich eine tolle Geschichte - du hast dir wirklich SEHR VIEL MÜHE geben! Das finde ich super! ... Ich bin für sowas leider nicht kreativ genug...
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!
Liebe Grüße
Laurelia
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Anonymous - 10.06.2010, 13:21
Ruganos Geschichte hätte ich ja fast vergessen ...
Eine erste Spur
Wie befohlen meldete sich Tregmar im Tal der Prüfungen, wo er erkennen musste, dass er sich doch noch nicht alle Kniffe von den Priestern abgeschaut hatte. Nachdem er seine Prüfungen dort nach zwei Jahren abgeschlossen hatte, kam er nach Orgrimmar. Beim dortigen Priesterlehrer, einem älteren und etwas arroganten Hochelfen, erfuhr er, dass in der Zwischenzeit eine Blutelfe, welche auf den Namen Gurrana hört, durch Orgrimmar gekommen war.
„Das sind troll'sche Begriffe. Sie ergeben aber noch keinen Sinn. Seid Ihr sicher, dass dies ihr vollständiger Name war?“
„Ihr vollständiger Name war etwas länger. Arl Gurrana Ellema oder so ähnlich. Ich habe ihn mir nicht merken können, deswegen bat ich sie darum, für den Umgang mit ihresgleichen den Namen etwas zu kürzen.“
„Aber Gurrana – Taube aus – ergibt überhaupt keinen Sinn!“, erboste sich Tregmar. „Ellema, ellema, ...“, murmelte er nachdenklich.
„Schweig, Troll!“, fuhr ihn der Lehrer an. „Du bist Schüler und hast als solcher nicht das Recht, in diesem Ton mit mir zu reden! Sofort ...“
„Al Gurra na el ema!“, unterbrach ihn Tregmar, welcher seinen Meister völlig ignoriert hatte. „Die Taube aus der Wüste! Wie alt war das Mädchen?“
„Etwa neun oder zehn Jahre...“, erwiderte der Lehrer völlig perplex. Er war verwirrt. Er – ein studierter, würdevoller, weiser und gutaussehender Hochelf – Blutelf mochte er sich nicht nennen – wurde von einem Jungspund von Troll, einem langen, schlaksigen Ungetüm mit gelben Zähnen und Mundgeruch, unterbrochen und kritisiert. Das war einfach nicht zu fassen.
„Das muss sie sein!“, rief Tregmar freudig aus. „Wir haben eine Spur!“ Dann fing er sich wieder. Verlegen grinste er den Meister an. „Verzeiht mir. Seit fast zehn Jahren suchen ein Freund von mir und ich nach seiner Schwester. Sie wurde bei einem Überfall noch als Baby entführt. Seitdem fehlt jede Spur. Wie es scheint, haben wir nun einen Anhaltspunkt.
Bitte fahrt nun fort. Ihr wolltet mir den Unterschied zwischen Blutelfen und Hochelfen erklären ...“
Noch am selben Abend schickte Tregmar eine Nachricht an Rugano:
„Lieber Rugano! Inzwischen bin ich von meinen Lehrern nach Orgrimmar geschickt worden, weil sie, wie sie behaupten, mir nichts mehr beibringen können. Ich glaube ja eher, dass sie nun nach zwei Jahren endlich so etwas behaupten können, um mich loszuwerden. Aber mir war es im Tal der Prüfungen sowieso zu langweilig. Obwohl es mir Spaß gemacht hat, die Holzfäller zu vermöbeln. Du siehst daran jedoch, dass es keine große Herausforderung für mich gab.
Hier in Orgrimmar habe ich nun einen neuen Lehrer. Er ist ein Hochelf wie du, und ziemlich stolz darauf, dass er sich noch so nennen kann. Inzwischen wirst du ähnliche Erfahrungen bezüglich des neuen Namens für dein Volk gemacht haben.
Wir haben eine erste Spur. Deine Schwester nennt sich Gurrana. Sie ist vor zwei Jahren durch Orgrimmar gekommen und wurde dann zur Insel der Sonnenwanderer gebracht. Dort sollte sie zur Priesterin ausgebildet werden. Frage also bei Magistrix Erona nach ihr. Nach allem, was ich über ihren Aufenthalt hier in Orgrimmar gehört habe, benimmt sich Gurrana nicht gerade unauffällig.“
Erona hatte tatsächlich Informationen über Gurrana:
„Vor etwa einem Jahr nahmen unsere Priester in Orgrimmar eine zehnjährige Novizin auf. Sie nannte sich Gurrana und verfügte über außerordentliche Fähigkeiten, deswegen wollte man sie unbedingt zur Priesterin ausbilden. Allerdings wurde sie nicht, wie eigentlich üblich, von ihren Eltern vorgestellt. Ein Ordensbruder hat sie in der Nähe von Gadgetzan aufgelesen, wo sie einige Defias in die Hölle befördert hat. Sie war in Begleitung einer Trollrotte. Auf die Fragen, wo sie das gelernt oder wer ihr das beigebracht hat, konnte sie nicht antworten. ‚Ich kann es einfach’, soll sie erwidert haben.
Man bot ihr an, sie gezielt auszubilden, damit sie ihre Fähigkeiten weiter trainieren könne. Sie sagte zu, allerdings unter der anmaßenden Bedingung, dass der Troll bei ihr bleiben könne. Die Hohepriester überlegten wohl lange, ob man sie ob dieser Frechheit nicht gleich wieder in die Wüste schicken müsste, schließlich aber siegte die Vernunft. Man brauchte gute Priester, um gegen die Untoten und die Allianz bestehen zu können. Allerdings machten es sich die Hohepriester in Orgrimmar einfach: Sie sandten Gurrana hierher.“
Erona machte eine Pause. Sie war während des Berichts spürbar ernster geworden.
„Ist ihr etwas zugestoßen?“ fragte Rugano besorgt. Erona lachte bitter auf.
„Zugestoßen? Sie hat uns auf Trab gehalten wie sonst niemand. Fertigkeiten, für deren Erlernen unsere besten Schülerinnen Jahre brauchen, musste man ihr nur einmal zeigen und schon beherrschte sie sie. Aber ihre Weltanschauung war fragwürdig.“
„Inwiefern?“
„Nun, neben der praktischen Ausbildung in Riten und Beschwörungen lehren wir natürlich auch theoretische Inhalte.“
Ein paar Tage später saß Rugano bei einem Glas Wein im Wirtshaus in Silbermond. Vor sich hatte er Tregmars Brief, den er nun schon zum fünften Male las. Sein Glas war noch unberührt. Ruganos Verhalten zog die Aufmerksamkeit eines älteren Blutelfen am Nebentisch auf ihn.
„Na, Bruder, warum so verstört?“
Rugano schluckte. Durch Tregmars Worte keimte eine Idee in ihm auf.
„Wie lange lebst du schon hier?“, fragte er seinen Nachbarn.
„Ach, schon eine ganze Weile. Warum fragst du?“
„Bist du öfter hier in der Stadt?“
„Ja. Ich kann durch eine Augenverletzung nicht mehr so gut lesen. Hier im Wirtshaus hört man Neuigkeiten auch so, und ich halte mich gern auf dem Laufenden.“
Rugano schloss die Augen. Hoffnung keimte in ihm auf, er hatte das Gefühl, genau die richtige Person getroffen zu haben. Er zwang sich zur Ruhe und fragte weiter:
„Hast du in den letzten zwei Jahren etwas von einem Mädchen namens Gurrana gehört?“
Der Blutelf musste schallend lachen. „GEHÖRT? Ich habe sie ERLEBT! Dieses Mädchen ist köstlich. Sie kam mit einem Troll hier herein und setzte sich auf den Platz, auf dem du auch gerade sitzt. Da das nicht allzu weit weg von mir ist, konnte ich sie halbwegs gut sehen. Sie sah gut aus.“
Rugano musste seine Tränen mit Gewalt unterdrücken. Seine Schwester lebte! Und er war auf ihrer Spur!
„Offenbar war ich nicht der Einzige, der sie interessant fand. Es kommt nicht oft vor, dass ein Mädchen mit trotzigem Blick neben einem doppelt so großen Troll in ein Wirtshaus kommt. Bald hatte sich eine große Traube um den Tisch gebildet. Sie sprachen auf sie ein, den Troll völlig ignorierend. Das Mädchen blieb völlig unbeeindruckt, flüsterte dem Troll etwas zu und lehnte sich dann zurück.
Der Troll bahnte sich einen Weg durch die Menge und war nicht gerade zärtlich zu den jungen Kriegern, die ihm nicht schnell genug aus dem Wege gingen. Sich Schultern und Oberarme reibend, trollten sie sich.“ Der alte Mann lachte ob dieses seiner Ansicht nach offenbar sehr gelungenen Wortspiels: „Trollten sich, verstehst du? Ha, ha, ha! Weil der Troll sie gerempelt hatte! Ho, ho, ho!“ Er bekam sich fast gar nicht mehr ein.
Rugano konnte nicht anders, er musste auch grinsen. Nicht, weil der Mann so ungeheuer lustig wäre, sondern weil dessen Lachanfall ihn ansteckte. Nach ein paar Minuten beruhigte sich sein Gegenüber wieder. Der Blutelf wischte sich die Tränen aus den Augenwinkeln und erzählte weiter:
„Nachdem der Troll weg war, glaubten die Jungspunde, ungeniert mit der Kleinen reden zu können. Einer von ihnen beugte sich in seinem Übermut zu ihr herunter und flüsterte ihr etwas zu. Ich habe nicht gehört, was sie erwiderte, aber er sah zunächst etwas verwirrt aus. Augenscheinlich hat er sie aber nicht sehr ernst genommen. Der Jüngling fing wieder an zu grinsen und rief: 'Ach komm, das ist das Beste für ein kleines Mädchen wie dich!' Der arme Kerl. Er stand ziemlich unglücklich. Sie bewegte nur ihren Arm einmal kurz nach unten und wieder hoch und er brach wie vom Blitz getroffen zusammen.“
Der Alte blickte schwärmerisch. „Was für eine Kämpferin! Die anderen Burschen lachten den ersten nur aus, zogen aber keine Lehre aus dem Vorfall. Inzwischen kam der Troll mit zwei Getränken zurück. Er setzte sich wieder zu ihr und sie fingen an zu trinken. Nun schienen sie die Krieger aber doch zu stören. Ihr Gesicht nahm einen konzentrierten Ausdruck an. Die Burschen waren plötzlich still und blickten stumpfsinnig. Offenbar hat sie deren Gedanken ausgeschaltet. Mit wohlklingender Stimme und ganz ruhig sagte sie: 'Wer mich jetzt nicht in Ruhe lässt, wird diese Kneipe liegend verlassen!' Einige waren so schlau, diese Worte ernst zu nehmen. Die anderen hatten anscheinend keine Ahnung, mit wem sie es zu tun hatten. Nachdem sie die Kontrolle über sich wiederhatten, stürzten sie sich mit neuem Eifer auf die Kleine. Alle sackten wie auf Kommando in sich zusammen. Der Wirt ließ sie dann tatsächlich liegend abtransportieren.“
Der Blutelf grinste zufrieden. „Ich muss sie dann wohl etwas zu lange angesehen haben, den sie fragte unwirsch:
'Was wollt Ihr? Fandet Ihr es etwa lustig, wie ich hier bedrängt wurde?'
'Nein', erwiderte ich, 'aber wie du damit fertig wurdest.'
'Lasst mich raten: Die jungen Männer haben Euch armen alten Mann geärgert und Ihr seid nun froh, dass sie eine Abreibung erhalten haben.' Diese Vorstellung brachte mich zum Lachen. 'Nein, mit der Bande würde ich es schon aufnehmen können.'
'Ihr übertreibt!'
'Nicht im Geringsten.' Dann spürte ich, wie sie auch mich kontrollieren wollte.
'Das kannst du vergessen, Kleine', machte ich ihr klar. 'Ich würde es auch mit dir und deinem ehrenwerten Begleiter gleichzeitig aufnehmen. Hab keine Sorge. Das Kämpfen liegt lange hinter mir.'
Wir unterhielten uns noch eine Weile. Dabei erfuhr ich, dass sie Gurrana hieß und gerade von der Insel der Sonnenwanderer kam. Was willst du eigentlich von ihr, Bruder?“
Rugano erzählte ihm seine Geschichte.
„Wow, das ist ja mal eine Story. Die verschollene Schwester taucht nach Jahren wieder auf. Nun, ich will dir weiterhelfen. Lass mich dir aber vorher eine Frage stellen: Wie stehst du zur Allianz?“
Rugano zögerte. Er war mit seinen Vorstellungen schon mehrfach angeeckt. Aber bevor er antworten konnte, sprach der Alte schon im Flüsterton weiter.
„Ah, ich verstehe. Du kannst ruhig offen sprechen. Wie gesagt, das Kämpfen liegt hinter mir. Ich beobachte nur noch.“
„Ich finde, dass wir uns eher auf die Geisel konzentrierten sollten. Die Allianz kämpft auch gegen sie. Wir mögen unsere Streitigkeiten haben, aber gegen diesen übermächtigen Gegner und die Allianz können wir nicht gleichzeitig kämpfen!“
„Gurrana denkt genauso wie du. Ich habe ihr empfohlen, ins Schlingendorntal nach Beutebucht zu gehen. Das ist ein neutraler Ort, an welchem sich Mitglieder der Allianz und der Horde außerhalb eines Schlachtfeldes treffen können. Der Weg dorthin führt allerdings durch das Gebiet der Allianz. Seid also vorsichtig!“
Rugano war entsetzt: „Du schickst ein kleines Mädchen durch das Gebiet der Allianz?“
„Nein, ich schicke die talentierteste Priesterin, die ich je gesehen habe zusammen mit einem Trollkrieger auf geheimen Pfaden nach Beutebucht.
Bis in das Sumpfland kommt man noch relativ unbehelligt. Ein Pfad führt hier nach Süden in einen Tunnel, welcher in das Gebiet der Allianz mündet. Der Tunnel ist schwer bewacht. Allerdings kann man, wenn man etwas klettern kann, auch über den Berg und dadurch die Wachen umgehen. Dann durchschwimmt man Loch Modan und kommt so an den Stationen der Allianz vorbei weiter nach Süden. Dort grenzt die Brennende Steppe an.“
Irgendwoher hatte der Alte eine Karte der östlichen Königreiche geholt und erklärte Rugano den Weg nach Beutebucht. Der musste dem Blutelfen Recht geben: Der Weg war für eine talentierte Priesterin und einen Krieger durchaus gangbar. Er dankte dem Alten, packte seine Sachen, um sich ebenfalls auf den Weg in den Süden zu machen. Ein langer und gefahrvoller Weg lag vor ihm und er war nicht sicher, ob er ihn allein bewältigen konnte. Deswegen sandte er einen Brief an Tregmar, in der Hoffnung, ihn als Reisegefährten gewinnen zu können.
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Anonymous - 13.06.2010, 13:03
Nun gut, dann wird sich Anjuach mal als erster versuchen zu erklären. Auch wenn es nach Ruganos-Geschichte wohl eher wie ein kleiner Fliegenschiss aussehen wird. :oops:
Der kleine Anjuach wuchs nach den Schlachten gegen die Murlocs in einem Weisenhaus in Orgrimmar auf.
Eines Tages, bei einem Besuch von Un'Thuwa in OG, fiel ihm der 6 Jährige Anjuach ins Auge. Er bemerkte, dass sein Verständnis für das Arkane sehr gut war. Nach einem längeren Gespräch mit der Heimleitung durfte er den kleinen Anjuach mit nach Sen'jin nehmen.
Dort angekommen begann er sofort mit dessen unterweisung in der Magie. Doch das Arkane war nicht alles was Anjuach interessierte. Er liebte es Pfanzen zu sammeln und alles in einem Topf zu kochen. (was sehr sehr häufig zu schweren Magenproblemen führte) Als Un'Thuwa dies bemerkte schickte er ihn zu Mishiki und Miao'zan diese beiden sollten ihn in der Kunst des Kräutersammelns und der Alchemie unterweisen.
Nach Jahren der Ausbildung traf Anjuch auf einen frommen Priester namens Rêndis. Durch Rêndis lernte Anjuach eine Kriegerin Namens Basaru kennen. Nach vielen Gesprächen wurde er in den Clan Orde ab Chao aufgenommen und fand in ihm eine neue große Familie.
Hm!? Zwar nicht schön aber selten. Bin halt nicht gerade so der Schreiberling. :roll:
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Basaru - 13.06.2010, 13:44
Huhuu Rendis,
danke für Deine Geschichte!! Ich finde, jede Geschichte ist gut, wenn sie uns etwas mehr Hintergrund über den Char gibt!! Und ich lese gerne Geschichten über die Chars!! Und ich wußte gar nicht, dass der arme Anjuach ein Waisenkind ist, ab sofort werde ich ihn bemuttern!! *g* hihiiiii..... der Arme, er tut mir jetzt schon leid... ohoooooooo DAS gibt soooooviel Potenzial für Rollenspiel *lustig grinst*
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 13.06.2010, 15:07
Danke an euch ! Für die Fortsetzung Deiner Geschichte, Gnogul und Dir Rendis für Deine Story.
Ich sehe es wie Basaru: Wichtig ist, dass wir etwas über die Hintergründe erfahren. Das macht die Chars "trolliger, orkiger, tauriger usw."
Und jeder so, wie es ihm liegt. Der Beitrag zählt!
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Anonymous - 13.06.2010, 16:59
Ich finde es toll, dass es eine weitere Char-Story hier gibt. Anjuach schien etwas betrübt, dass sie nicht so lang wie meine wurde. Deswegen möchte ich anhand seiner Geschichte einmal zeigen, wie man noch mehr herausholen kann.
Ich hoffe, Anjuach ist mir nicht böse. Ich möchte hier keinesfalls klugscheißen oder jemanden runtermachen. Wenn Anjuach mein Beitrag hier missfällt, kann dieser gerne gelöscht werden (also mein Beitrag, nicht Anjuach :lol: ).
Rêndis hat folgendes geschrieben: Der kleine Anjuach wuchs nach den Schlachten gegen die Murlocs in einem Weisenhaus in Orgrimmar auf.
Wie kam her hierher?
Rêndis hat folgendes geschrieben: Eines Tages, bei einem Besuch von Un'Thuwa in OG, fiel ihm der 6 Jährige Anjuach ins Auge.
Warum? Was hat Anjuach gerade getan?
Rêndis hat folgendes geschrieben: Er bemerkte, dass sein Verständnis für das Arkane sehr gut war.
Woran hat Un'Thuwa das erkannt?
Rêndis hat folgendes geschrieben: Nach einem längeren Gespräch mit der Heimleitung durfte er den kleinen Anjuach mit nach Sen'jin nehmen.
Worum ging es in diesem Gespräch? Hat die Heimleitung zunächst abgelehnt? Unterhaltungen bitte wiedergeben!
Rêndis hat folgendes geschrieben: Dort angekommen begann er sofort mit dessen unterweisung in der Magie.
Beispiele! Was hat er Anjuach zuerst beigebracht? Hat Anjuach in OG jemanden verletzt und muss jetzt lernen, seine Energien zu beherrschen?
Rêndis hat folgendes geschrieben:
Doch das Arkane war nicht alles was Anjuach interessierte. Er liebte es Pfanzen zu sammeln und alles in einem Topf zu kochen. (was sehr sehr häufig zu schweren Magenproblemen führte) Als Un'Thuwa dies bemerkte schickte er ihn zu Mishiki und Miao'zan diese beiden sollten ihn in der Kunst des Kräutersammelns und der Alchemie unterweisen.
Hier ließe sich eine schöne Anekdote einbringen.
Rêndis hat folgendes geschrieben: Nach Jahren der Ausbildung traf Anjuch auf einen frommen Priester namens Rêndis.
Wo? Wann? Bei welcher Gelegenheit?
Rêndis hat folgendes geschrieben: Durch Rêndis lernte Anjuach eine Kriegerin Namens Basaru kennen.
Siehe vorheriger Punkt.
Rêndis hat folgendes geschrieben: Nach vielen Gesprächen wurde er in den Clan Orde ab Chao aufgenommen und fand in ihm eine neue große Familie.
Warum waren es so viele Gespräche? Wie liefen diese ab?
Rêndis hat folgendes geschrieben: Hm!? Zwar nicht schön aber selten. Bin halt nicht gerade so der Schreiberling. :roll:
Keine Schreiberlinge gibt es nicht. Ich lese mir meine Geschichten immer mehrfach durch und überlege mir, ob noch Fragen offen sind, die ich entweder im Detail oder zumindest andeutungsweise beantworten müsste. Ich fange mit genauso kurzen Geschichten an wie Anjuach hier und stelle mir dann immer mehr Fragen dazu. Wenn man dann noch etwas die Aktionsorte und die Reaktionen der Beteiligten beschreibt und wörtliche Rede verwendet, wächst so eine Story praktisch von ganz allein.
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 14.06.2010, 00:37
Ein wahrer Legenden-Meister. :bravo:
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Basaru - 14.06.2010, 14:17
Ähmmmmm, *guckt auf das Geschreibsel von Frascora für Basaru* hmmmm na dann werde isch mal Fraschcora schagen, dasch schie noch viiiieeehhlll mehr schreiben mussch.... aber hat noch Scheit, isch musch erscht noch 100 Fässcher Rum schaufen *lacht dröhnend*
Tolle Fragen und Anregungen, werde mir Basarus Geschichte mit Deinen Tipss und Hinweisen auch noch mal durchlesen udn erweitern, aber wie gesagt.... das dauert ein bißchen.
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Torgar - 15.06.2010, 12:16
Tage der Lügen
Seltsame Stille beherrscht das Brachland, während das Zwielicht der nahen Dämmerung ein mattes Tuch über das Land ausbreitet.
Hoch aufragende Felsen verfärben sich zusehends dunkelrot, nachdem sie zuvor in den Farben geschmolzenen Goldes prachtvoll schimmerten.
Kratzende, schlürfende Geräusche durchbrechen die gar ehrfürchtige aber auch beängstigende Stille…von gehetzten, schweren Hufen herrührend suchen sie sich ihren Weg über verlassene Straßen und Wege.
Groß und kräftig von Gestalt, bedeckt von dichtem, pechschwarzem Fell erfüllt mich der Anblick des Tauren mit Freude.
Stattlich ist sein Auftreten...kraftvoll ist er herangewachsen und doch recht kühl von seinem Auftreten...ganz im Gegenteil zu diesem Jungtier das ich vor zwanzig Wintern aus den toten Pranken seiner Mutter riss die sich schützend über ihn warf...
Es war kein Mitleid das mich dazu trieb...
Auch hätte er mir zu dieser Zeit wenig als Versuchsobjekt genutzt...
Interesse, Neugierde war es vielleicht...
Ich weiß es nicht mehr genau.
Dieses schwächelnde Gedächtnis kann manchmal eine ganz schöne Behinderung sein.
Mein Seufzen erklingt wie das röcheln eines kranken Tieres als ich mich wieder humpelnd in Bewegung setze, dem Gehörnten folgend.
Felsen und reichlich Gestrüpp bieten mir Schutz vor seinen Blicken die er immer wieder unruhig umherwandern lässt...
Ob er meine Anwesenheit spüren kann?
Sie wittert?
Das Siegel das seine Gaben im Zaum hällt ist noch aktiv, das spüre ich.
Der Groll den er gegen die Druiden seiner Art hegt, die von mir eingepflanzte Erinnerung das er ausgesetzt worden wäre...all dies erheitert mich.
Nur kurz halte ich inne und lass das Schaudern der boshaften Freude und Erregung verklingen als derartige Gedanken mich überkommen.
Ein Glück haben sich auch seine Schritte verlangsamt und ihn zur Hütte dieses elendigen Weibchens geführt.
Auch sie wird ihm wieder das Herz brechen und mich diesen süßlichen Schmerz schmecken lassen, dafür werde ich schon Sorge tragen.
Vorfreudig blecke ich mir über die faltigen Lippen und zucke zusammen als ich hinter mir lautlose Schritte , bosartiges Kichern, dieses Whispern wieder wahrnehme die aus den greifbaren, formlosen Schatten einer Felsspalte an mein Ohr dringen.
"Ja ich weiß es ist an der Zeit sich um wichtigere Dinge zu kümmern..."
Und obwohl ich weiß das die folgenden Worte sie verärgern würge ich sie gepresst hervor:
"Du wirst ihn nicht anrühren!"
....
To be Continue
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 15.06.2010, 12:57
Hey Torgar, du bist ja auch ein Talent.
Danke für die Story, und ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Basaru - 16.06.2010, 09:45
Hee, ich will weiterlesen... das ist spannend!!
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Torgar - 16.06.2010, 12:14
Wahre Erlebnisse
Nebel umklammerte die Spitzen des nahen Steinkrallengebirges, klammerte sich krampfhaft an ihnen fest als versuche er zu verbergen was sich dort verbirgt.
Ungewöhnlich kühle, fast kalte Morgenluft strich zärtlich wie eine Geliebte durch das behaarte Gesicht Torgars.
Sanfte Gerüche nach saftigem Gras und frischem Tau trug sie an seine Nase, umgarnte verspielt zupfend sein dichtes, rabenschwarzes Fell.
Doch hielt er diesen Annährungsversuchen der imaginären Geliebten stand, so ruhte doch sein Weibchen auf der Matte hinter ihm in der Hütte.
Eine stolze, wilde Kriegerin, eine Heldin Donnerfels`in den Augen mancher.
Doch für ihn war sie nur sein starkes, eigensinniges Weibchen.
Die Taurin an die er sein Herz verlor...
Das er ihr in jenem Augenblick schenkte als sie sich heimlich trauen liesen, nur unter den Augen des beiwohnenden Priesters.
Es war spontan...hatte etwas verbotenes, verruchtes an sich bei klarem Mondenschein diese Bundschließung zu vollziehen.
Eine Feier zu diesem Anlass konnte man schließlich immer noch abhalten, doch dieser Augenblick...dieser Moment gehörte ganz alleine ihnen...
Kurz wurde er aus den gedanken geschreckt als sie sich räkelte und nur wieder zu einem Fellberg zusammenrollte.
Unzählige Flaschen lagen verstreut auf dem Boden der Hütte, waren Zeugen einer recht ausschweifenden Nacht von welcher immer noch das Gelächter und andere Laute stumm im Raum schwebten...am verklingen waren.
Könnte doch alles so einfach...so unbeschwert sein wie in den Augenblicken in denen er bei ihr liegt.
Ihm graute es schon wieder davor sich mit der alten Runetotem auseinandersetzen zu müssen.
Es passte ihr nicht das er sich mit diesem verruchten Weibchen herumtreibt.
Wenn sie wüsste...
Fast kommt es ihm so vor als würde sie ihn verfolgen, hat er doch gestern erst geglaubt einen Schatten gesehen zu haben, auch wenn er kaum einer Taurin angedichtet werden könnte.
Vielleicht wollte sie ihm nur wieder die Erdenmutter nahebringen...
Kurz schnaubte er mürrisch...
Wo war diese Erdenmutter bitte gewesen als er nahe dem Dorf der Bluthufe ausgesetzt wurde!?
Wo war sie als ihn viele als Aussätzigen behandelten...er seine Artgenossen bald schon mit Gleichgültigkeit strafte?
Warum zeigte sie sich erst jetzt..zeigte erst jetzt Interesse an ihm!?
Sogleich kam ihm wieder das Erlebnis mit dieser durchgeknallten Trollin in den Sinn welche er beobachte wie sie regelrecht durch ein Lager der fettwanstigen
Oger stürmte...
Eine Schneiße der Verwüstung hinterließ...
Sich ihren Weg teilte wie ein bekannter Prophet durch ein rotes Meer.
Er hörte schon früher von jenem mit Vorsicht zu genießenden Blutrausch...Berserkerrausch der diese Rasse befiel wenn sie wütend wurden...
Doch niemals hätte er sich es dermaßen schrecklich vorgestellt...
Man munkelte das Trolle in solchen Situationen nicht einmal zwischen Freund oder Feind unterscheiden würden sondern alles anspringen...und auch "bespringen"?...was ihnen vor die Augen kommt.
Es sollte sich als Wahr herausstellen...
Mit hoch erhobener, gut mannshoher Axt stürmte sie im nächsten Moment auf ihn zu!
An sehr viel erinnerte er sich dann nicht mehr...alles zu verschwommen...
Erst das Bild wie sie über eine aus dem Boden emporragende...Wurzel...stolperte und der Länge nach "KLAAATSCH" hinschlug frischte seine Erinnerungen wieder auf.
Er sträubte sich innerlich zu glauben es könnte sich hierbei um die Erdenmutter handeln die ihm zur Hilfe geeilt war.
Und auch die Freundschaft, die sich später mit dieser wirr plappernden (in einer eigenen Mischung aus orkisch und trollisch) Verrückten herausbilden sollte schien ihm purer Zufall zu sein.
Noch lange Augenblicke hing er so, an den Türrahmen der Hütte gelehnt, seinen Gedanken nach ehe zwei Arme sich von hinten um seinen Hals schlungen und ihn wieder...sanft...ins Innere der Hütte zogen.
...
To be Continue
ooc: Entschuldigt die Fehler...alles von jetzt auf gleich aufgeschrieben wie es meine Erinnerung noch hergab.
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Basaru - 16.06.2010, 13:12
:bravo: :bravo: :bravo: :bravo: :bravo: :bravo: :bravo: :bravo: :bravo: :bravo: weiter weiter weiter
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Anonymous - 16.06.2010, 16:55
Sehr faszinierend, wie unterschiedlich unsere Erzählungsstile sind. Torgar beschreibt wunderbar bildhaft. Trotz meiner Bemühungen, meine Geschichten mit Leben zu füllen, habe ich diesen Aspekt bislang ausgeblendet, bzw. war mir seiner nicht bewusst.
Daran erkennt man den Pragmatiker in mir: Die Handlungsbeschreibungen sind immer zielgerichtet, selten reine Beschreibungen.
Gute Arbeit, Torgar. :n122:
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Torgar - 17.06.2010, 11:41
Danke :)
Ist nur leider schwierig bei Zeitmangel das ganze fortzuführen :(
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Torgar - 17.06.2010, 15:55
Die Drei
Schemenhafte Gestalten, formlose, angsteinflösende Kreaturen warf das flackernde Feuer an die kleine Felsformation in welcher sie Schutz vor dem beißend kalten Wind der Nacht gefunden hatten.
Eine endlos wirkende Steppe lag hinter ihnen, gebettet unter Millionen funkelnder und blinkender Sterne des Nachthimmels.
Dem Betrachter wär sicher der Vergleich zu Synapsen der Nervenstränge in den Sinn gekommen die immer wieder aufglühten wenn Reize übermittelt wurden.
Funken stoben zum Himmel empor und erhellten die Gesichter einer Trollin sowie einer Orkin.
Die Rüstungen wie auch die Waffen die sie bei sich trugen zeichnen sie beide als Kriegerinnen aus.
"Sie wird uns noch irgendwann umbringen wenn sie weiter so kopflos sich in den Kampf stürzt, sich so verdrischen lässt!"
Murrte die krächtzende Stimme der dünnen, gar knochig wirkenden Orkin. Ihre Stirn zog sie in tiefe Falten was sie nur noch älter und grießgrämiger wirken lies.
"Kein wunder das die Männchen Angst vor ihr haben und wir nie einen abbekommen werden!"
"Waz dänn!? Makkän dok alläz Spaz!"
Säußelte die kräftige, schwarzhaarige Trollin bevor sie wieder dermaßen fest an ihrer rauchenden Pfeife zog, das man meinen könnte sie wolle das Stück Holz gleich mit aufrauchen.
Verrücktes Gekicher entweicht ihr und untermalte das unreife, fast kindliche Antlitz.
"Och eazt gestaan wia habän dok de Maan dah gekloppt och in de Höhlää gsläppt!"
In Gedanken an dieses Erlebnis bleckten sich beide gleichzeitig grinsend über die Lippen.
"Jaaa...dennoch! Wenn wir sie nicht aufhalten wird sie noch in Stücke gerissen! Wie das letzte mal bei den Ogern...!"
"Ologhi!"
"Sag ich doch!"
Kurzzeitig legte sich Stille über die Steppe die nur vom Knistern des Feuers durchbrochen wurde.
"Ihr könntet mich auch rauslassen...!"
Beide zuckten gleichermaßen erschrocken zusammen als die zischende, heißere Stimme erklang.
Sie wandten sich dem hinteren Teil ihres Unterschlupfes um, wo aus der Dunkelheit der Schatten sie die zwei feuerrote Augen einer hünenhaften Gestalt anstierten.
...
Von all dem bekam Shinraka nichts mit als sie berauscht vom Adrenalin sich einer Vielzahl von "Knokkänsäkkän", so nannte sie meistens Untote, gegenübersah.
Sie liebte diese Augenblicke kurz bevor sie sich kopflos in einen Kampf stürzte.
So schmeckte sie deutlich das obligatorische Blut als sie über ihre spitzen Hauer sowie ihre Lippen leckte.
Kampflüstern funkelte das unterschiedliche Augenpaar, eines in wildem bernsteinfarben, das andere in eisigem Hellblau ans Weiß grenzend, ihre Gegner an.
Ihre Atmung beschleunigte sich und auch ihre Muskulatur spannte sich sichtbar an als das donnernde Herz unter ihrer massigen Brust immer mehr frisches Blut in ihre Arterien presste...
Genau wie damals als sie in einem Anfall der lüsternen, berauschenden, fast schon erregenden Kampfeslust beinahe das Männchen ihrer liebsten "Muhfraau" angegriffen hätte.
Jeder weitere Gedanke der Vernunft war schon bald erloschen als sie sich in den Kampf stürzte..
Mit einer Hingabe austeilte und einsteckte, die alles an Kühnheit, Wildheit aber auch Dummheit und Verrücktheit gleichermaßen übertraf.
Geifer troff an ihren Mundwinkeln herab und schon bald entflammte ein rötlicher Schimmer in ihren Augen als sie sich gänzlich im Rausch verlor.
Sie lebte für den Kampf...
War dafür geboren...
und wird mit Sicherheit auch in einem unterliegen.
Doch bis dahin...
Weinet um die die gegen uns sind!
...
To be Continue
P.S. Ich hoff doch das der Zusammenhang verständlich wird? :)
Beim nochmaligen durchlesen war ich mir da nicht mehr so sicher.
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Basaru - 18.06.2010, 14:40
bis jetzt ist mir alles klar.... habe eine Linie in Deiner Geschichte und warte auf die Fortsetzung... Proscht ..... hmmm isch musch die Trollin mal kennenlernen hohooo, dasch wird beschtimmt luschtig!!!
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Anonymous - 18.06.2010, 16:21
Na ja, bei den ersten beiden ist alles klar, wie die mit der dritten zusammenpassen, muss ich aber noch herausfinden ...
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 19.06.2010, 15:52
Bei mir ist eine kleine Verwirrung aufgetreten. Aber nicht schlimm, da es vllt. typisch für Trolle ist.
Der spannendste Teil ist für mich die Trollfrau.
Von Trollfrauen höre ich gerne. *grinst, und leckt sich die Hauer*
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Torgar - 25.06.2010, 10:34
Träume
Warum nur quält diese Hexe sie nur so!?
Jede Nacht führte sie Shinraka erneut die Bilder längst vergangener Zeiten vor Augen...
Nicht etwa der Tod ihrer Familie, das verschwinden ihres Stammes.
Vielmehr wie sie lebten, lachten, ihrer alltäglichen Arbeit nachgingen, wie sie liebten...(ja auch Trolle können lieben, wenn auch auf eine etwas wilde, animalische Art)...
Doch diese Träume enden immer wieder abrupt.
Die Gesichter, die Stimmen, diese unbeschwerte Art...alles verblasste als hätten sie nie existiert.
Erneut erwachte die Trollkriegerin schweißgebadet mitten in der Nacht.
Unruhig ihr Geist wie auch das pochende Herz...erfüllt von einem Gefühl der quälenden Leere die danach gierte gefüllt zu werden.
Hass stieg in ihr auf..unbändigender Groll...
Auf diese Trollhexe...
Sich selbst, das sie sich von solchen Gefühlen immer wieder leiten lies...
Die eigene Hilflosigkeit die sie erneut befiel.
Erneut versuchte diese Wut von ihr Besitz zu ergreifen, flüsterte wie eine zischelnde, angsteinflösende Stimme zerstörerische Gedanken in ihr Ohr, die sie einerseits beflügelten aber auch erschreckten.
Lith saß neben ihrem Lager und redete wie so oft beruhigend auf sie ein.
Sie...war...eine recht junge Trollin mit zerzausten Haaren...fast noch ein Kind, ein Welpe.
Und so wie sie es ihr nahegebracht hat wohl Shinrakas Schwester.
Seit diesem Unfall als das Augenlicht ihres rechten Auges erlosch und durch etwas...anderes...ersetzt wurde konnte die Trollkriegerin die Kleine sehen...mit ihr sprechen.
Auch andere längst totgeglaubte Gestalten traten an sie heran, was manchmal etwas unheimlich und verwirrend erschien so konnte doch nur sie zumeist ihre Anwesenheit wahrnehmen.
Lith hatte es gut..
Sie musste nicht mehr schlafen..
Musste sich nicht mehr mit irgend welchen Problemen rumschlagen.
Sie war einfach nur da.
Stand ihrer kleinen Schwester bei...tröstete sie...
Doch konnte sie ebenso recht anstrengend sein wenn es danach ging ihren Dickkopf durchzusetzen oder gar Shinraka zu ärgern.
Trotz allem beruhigte ihre Anwesenheit immer wieder das erhitzte Gemüht der Trollin, die in ihrem Rausch wieder drauf und dran war jemand anderes zu werden.
So geschah es auch diese Nacht wieder, das sie wenn auch traumlos erneut dahindämmerte.
...
Andererorts, in den weiten Steppen des Brachlands erwachte auch Torgar aus unruhigem Schlaf.
Ein Alp hatte ihm unruhige Träume geschenkt, die ihn selbst nach dem Erwachen nicht losließen.
Der kurze prüfende Blick über seine Schnappsbestände verriet ihm jedoch das Bassaru sich nicht heimlich in das Zelt gestohlen hat versuchend ihn um sein teures Drachenfeuer zu erleichtern.
Jenes Zeug was sich selbst durch dicke Holztische ätzen konnte...
Den Schnee in einem guten 10 Schrittradius schmelzen lassen konnte wenn man es denn getrunken hat...so munkelt man jedenfalls.
Jene Brühe die er, einem Drachen aus Legenden gleich, wie seinen Schatz behütete und bis aufs Blut verteidigte.
Fakt ist das zwei Langohren durch den Genuss des Drachenfeuers reichlich an Sehfähigkeit eingebüßt haben und andere ganze drei Tage später erst wieder zu sich kamen.
Bei derartigen Gedanken musste er nur wieder leise lachen.
Schwächlinge.
Lediglich die Orkin hatte es ausgehalten sein Gebräu zu schlucken...beachtlich das musste er mit einer Spur an Bewunderung zugeben.
Was hatte er nur bei dieser Gemeinschaft zu suchen die sich auf die Fahne geschrieben hatte Phantomen nachzujagen?
Er war kein Krieger...
Sicher er konnte sich verteidigen wenn es denn sein musste, doch wünschte er sich nichts sehnlicher als ein friedliches, ruhiges Leben...und sei es als Gerber.
Letztlich war es wohl der Wunsch nach Zugehörigkeit...wieder, und sei es nur ein geringer, Teil eines Stammes zu sein...einer so bunt gemischten Gemeinschaft wie den Ordos.
Als er anschließend wieder in friedlichem Schlummer dahindämmerte erinnerte er sich wieder an jene Wette die sein Weibchen mit einem Langohr ausgehandelt hatte.
Seine Lippen formten ein breites Grinsen.
Nun galt es wohl oder übel...wobei sicher das Übel unterliegen wird...seine Männlichkeit verteidigen müssen.
...
Wird es Basaru gelingen den lang gehüteten Taurenschatz zu bergen?
Schafft esTorgar sich gegen zwei Weibchen zu behaupten...seiner Rasse alle Ehre zu erweisen?
Und wird sich Shinraka ihrer gespaltenen Persönlichkeit endlich bewusst?
Dies alles erfahrt ihr...vielleicht...in der Fortsetzung.
Fortsetzung folgt...
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 25.06.2010, 18:12
Ich brenne darauf!!!!!!!!!
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Torgar - 30.06.2010, 12:06
Die Säuberung
Unter dumpfen Schlägen prasselte der Regen auf die Erde hernieder, welcher das Schlachtfeld von der Erinnerung an vergangene Kämpfe versuchte zu reinigen...die Spuren der Verwüstung einfach davon zu waschen.
Gierig sog der trockene Boden, der über Monde hinweg keinen Regen mehr gesehen hatte, das erfrischende Nass auf.
Donnern schwoll an und fegte über die Ebene hinweg als würde ein monströses, wütendes Untier sich seinen Weg durch diese bahnen.
Selbst einzelne verfaulte und teils ausgewurzelt Gebilde die im entferntesten noch an Bäume erinnern vielen mancherorts unter der Wucht der Schläge um, die den Boden förmlich erbeben ließen.
Mit Mut und Kraft erfüllte die Kriegerherzen das durchdringende Hämmern der Kriegstrommeln, was selbst bis ins Mark zu spüren war.
Unzählige riesige Trommeln waren aufgestellt oder wurden auf dem Rücken getragen von massigen Kodos wie auch vereinzelten Ogern.
Begleitet von ihrem durchdringenden Gebrüll hämmerten Orks kraftvoll den lärmenden Grundton auf die mit dickem Fell übertogenen Trommeln.
Andererorts glänzten Trolle weniger durch ihre Kraft, als durch ihre Wildheit indem sie sich beim trommeln in einen regelrechten Rausch versetzten.
Wie von Sinnen schleuderten sie ihre Schlagstöcke hernieder, wodurch der ein oder andere doch auch mal zu Bruch ging, und fügten ihren hitzigen Takt dem der Orks hinzu.
Mitgerissen von jener Kriegshymne fühlte sich auch Shinraka beschwingt...
Ihre Kampfeslust stieg ins unermessliche, das bald schon Geifer an ihren Mundwinkeln hinabronn und sie sich in einer dummen Angewohnheit immer wieder über die Hauer bleckte.
Leider hatte sie diesmal nur einen Platz in der zweiten Reihe ergattert, wenn man von Reih und Glied bei einer ständig schubbsenden und um sich schlagenden Meute an Hordekriegern reden kann.
Selbst Lith beschwerte sich das sie von ihrem Platz aus nicht ins Tal hinabblicken konnte auf verschreckt umherrennende Diener der Geisel, größtenteils humanoide Überläufer, während Andere unbeeindruckt ihre Stellungen einnahmen oder sich erst gar nicht rührten.
Ihre Schwester hatte sich ebenso wie Shinraka ihre volle Rüstung übergeworfen.
Ebenso trug sie nur eine, für ihre Maße viel zu große und sicherlich zu schwere Axt, der von Shin nicht unähnlich.
Die Trollkriegerin hielt dazu noch ein mit spitzen Stacheln und einer angsteinflösenden Fratze versehenes Schild bei sich.
Lith murrte missmutig als sie ergebnislos versuchte ihrem Vordermann, einem breitschultrigen Tauren, in die Kniekehle zu treten damit dieser ihr die Sicht frei machte, doch witzelte sie im nächsten Moment wieder über die "Pixies", die Langohren, welche in den hintersten Reihe Aufstellung genommen hatten.
So fürchteten sie doch schon vor dem Kampf von ihren Mitstreitern zertrampelt zu werden.
Schlagartig verstummten die Trommeln...einmal abgesehen von einigen Trollen, die in ihrem angefachten Berserkerrausch alles um sich herum vergaßen und ihre Instrumente kurz und klein schlugen.
Die je aufkommende Stille wurde jedoch von Schlachtenrufer unterbrochen welche grollend die Stimmen erhoben und verlangten das die unruhigen Krieger auf ihr Zeichen warteten.
Doch vergebens...
So stürmte die erste Reihe der Schlachtformation kopflos die Anhöhe hinab um sich endlich ins Kampfgetümmel stürzen zu können.
Letztlich bließ man nun doch schon in die Hörner um den Beginn der Säuberung herbeizuführen.
Ein Pfeilregen verdunkelte kurzzeitig den Himmel welcher im Zwielicht der herannahnenden Nacht in blutiges Rot getaucht wurde.
Vereinzelt sackten Reihen von Untoten, gespickt mit diesen tödlichen Geschossen, zu Boden während andere ihre Treffer hinnahmen als wäre nichts gewesen, was wohl an ihrem fehlenden Schmerzempfinden lag.
Die Erde erbebte nur wieder unter den schwer gepanzerten Hordlern die nun in der ersten Welle über gefallene Feinde hinwegtrampelten und sich auf die ihnen im Wege stehenden Ghule und Monstrositäten stürzten die vergeblich einen provisorischen Verteidigungswall gebildet hatten.
Wie ein Heuschreckenschwarm der über einem Getreidefeld sich ausbreitet verteilten sich auch die Krieger weitläufig.
Bis zum Einbruch der Nacht war der Großteil der Geißel aufgerieben oder verjagt.
Anfänglich schien es als wären die Streitkräfte der Horde in der Überzahl, doch als der vom Regen getränkte Boden unter ihnen aufbrach und rießenhafte Pestwürmer aus unterirdischen Gängen hervorgekrochen kamen wurde schnell klar das man nicht genug Streiter gegen diese Wesen aufbringen konnte.
Auch Shinraka kam in den Genuss sich mit diesen giftigen Schleim versprühenden Wesen herum zu schlagen.
Immer wieder musste sie sich hinter den gut mannshohen Schild verschanzen um dem säurehaltigen Gift zu entgehen.
Es war ein mühevoller Kampf, da nur wenige Schläge der Krieger die dicke ledrige Haut der Würmer durchdrang und nur selten schwere Verletzungen zufügten.
Der Trollin jedoch war es egal wieviele Hiebe ihre tödliche WIrkung verfehlten.
Wieder einmal zeigte sich mehr als deutlich das eine andere Persönlichkeit in ihr die Oberhand gewann...eine dunklere, verherende und gar dominante.
Selbst Lith bekam es wieder mit der Angst zu tun als sie sah wie kampfeslüstern ihre Schwester die Kontrolle verlor.
Mit solcher Leidenschaft wirbelte sie umher das man meinen könnte sie wäre für den Kampf geboren.
Ihre Schläge trafen, das stand außer Frage, doch hackte sie noch auf die Leiber ihrer Feinde ein obwohl sie längst geschlagen waren.
Bis tief in die Nacht hinein ging Morriga ihrer Lieblingsbeschäftigung nach...dem unerbittlichen Kampf.
Sie hatte sich so lange danach gesehnt wieder losgelassen zu werden...ihre Waffen zu schwingen...sich im Rausch des Kampfes wieder zu verlieren.
Es war ihr Element...
Ihre Schlacht...
Sie war ihr geweiht...
Und niemand würde sie ihr streitig machen, sie aufhalten...
Niemand...
Weine um die, die gegen uns sind...Schwester!
...
ooc: Ihr könnt auch gern was beifügen bzw eure Chars irgendwie einfügen. :)
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Basaru - 30.06.2010, 20:14
Schöne Geschichte, aber es schwer in Deinen Schreibstil seine eigenen Chars einzubauen. Lies sich echt spannend :) :bravo:
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Torgar - 01.07.2010, 12:01
Naja man muss sich ja nicht meinem unübersichtlichen, verqueren Schreibstil aneignen...doch kann man ja aus der Sicht des eigenen Charakters die Geschichte niederschreiben. :)
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 01.07.2010, 21:33
Jo, es ist wirklich schwer, da was einzufügen.
Aber dafür liest es sich super! Danke!
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 27.08.2010, 13:05
Die Geschichte von Eisenhêrz (1)
Steinkrallengebirge. Die Sonne ist vor langer Zeit unter gegangen. Es muss gegen Mitternacht sein. Ein schweres Unwetter hat die Schleusen des Himmels geöffnet. Es schüttet seit geraumer Zeit. Blitze erleuchten die Minen der Venture Co. gespenstisch.
Ich habe in einer großen, geräumigen Höhle oberhalb der Minen Zuflucht gefunden, um das Unwetter abzuwarten. Dank meiner Fähigkeit als Paladin habe ich ein Lagerfeuer gemacht, das mich nicht nur erwärmt, sondern auch der Zubereitung von knusprigem Spinnenfleisch dient.
Meine Lederflasche beinhaltet noch etwas Portwein. Hmmm, der tut gut. Wenn schon unter solchen Umständen speisen, dann wenigstens mit etwas Stil. Wie es sich für einen Paladin-Blutelfen gehört. Ich hatte es schon stilvoller und gemütlicher, aber ich mache das Beste aus der Situation.
Mir geht es schlecht. Ich fühle mich miserabel. Ich habe einen Freund verloren. Getötet durch die Bastarde der Venture Co. Morgen werde ich mich um diese Bastarde „kümmern“. Sie werden dafür bezahlen.
Mein Kampfgefährte Sarason und ich waren auf dem Weg zum Hordenlager Sonnenfels, als wir von den Bastarden der Venture Co. überfallen wurden. Sie waren in so großer Überzahl, dass wir flüchten mussten. Wir konnten zwar einige von ihnen töten, aber leider fiel Sarason ihren wütenden Attacken zum Opfer. Diesem Gemisch aus Kobolden, Zwergen, Goblins und Menschen. Den fraktionslosen Bastarden! Nur auf Profit aus. Gierig und hinterhältig, ohne würdige Werte.
Ich war nicht feige, NEIN! Ich hätte keine Chance gegen die Übermacht gehabt. Und ich wollte mir die Chance bewahren, mich an ihnen zu rächen. Sarason war schon tot, und ich würde auch nicht mehr leben, wenn ich mich unkontrolliert den Bastarden alleine entgegen gestellt hätte. Nun werde ich sie mir morgen einzeln, oder in kleine Gruppen vornehmen.
Ich werde die feigen Mörder zur Rechenschaft ziehen.
Hie oben in der Höhle bin ich erstmal sicher. Für Sarason habe ich unserer Tradition gemäß ebenfalls ein Mahl bereitet. Sein Tod schmerzt mich sehr. Wir waren von Kind an befreundet und haben viel Abenteuer gemeinsam überstanden.
Nachdem die Venture-Bastarde mich aus den Augen verloren hatten, habe ich mich um Sarason’s Leichnam gekümmert. Ich bereitete ihm ein Steingrab, damit kein Getier seinen toten Körber entehrt.
Er fehlt mir! Immer wieder frage ich mich, ob ich ihn in Stich gelassen habe. Aber ich versuche mich selbst zu beruhigen, in dem ich mir einrede, „wären wir beide tot, könnte ich die Mörder nicht stellen“. Das mag lächerlich anmuten, aber es beruhigt mich ein wenig.
Ich habe sein Amulett neben sein Mahl gelegt. Er ist für mich anwesend. In meinen Gedanken, in meinem Herzen.
(Fortsetzung folgt)
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 27.08.2010, 14:19
Eisenhêrz (2)
Meine Gedanken schweifen nach Silbermond. Dort sind Sarason und ich aufgewachsen. Seine Mutter, Alania, fand mich als Findelkind in einem zerstörten Blutelfen-Lager, wo sie mit einem Trupp Blutelfen zu spät als Hilfe eintraf. Sie war eine begnadete Priesterin und Heilerin. Sarasons Vater, Parkonen, war ein Barde, der in Silbermond sein Gold verdiente. Er hat den Bewohnern dieser wundervollen Stadt viele schöne Stunden bereitet.
Anfangs wusste meine neue Familie nicht, wie sie mich rufen sollte. Der Tradition nach sollten sich die Namen der Kinder auf wichtige Ereignisse in Clan oder Familie beziehen, oder auf Ahnen. So wurde lange herum experimentiert. Als ich mit 14 Lenzen endlich die Weihen bekam, um als Kämpfer ausgebildet zu werden, gaben sie mir den Namen „Eisenhêrz“. Weil ich ihrer Meinung nach sehr hart und schonungslos mit mir selber umging.
„Ich könne mir selber nicht vergeben, eigene Fehler nicht verzeihen. Ich würde mit mir umgehen, als hätte ich ein Herz aus Eisen.“
Kurz nachdem Sarason und ich unseren 18. Sommer erlebt hatten, kamen seine Eltern bei einem Unwetter ums Leben. Sie waren auf der Such nach Heilkräutern und fanden nicht rechtzeitig Schutz. Eine Schlammlawine begrub sie unter sich.
Seither habe ich immer ein „schlechtes“ Gefühl bei Unwettern. Ich versuche sie zu meiden, so gut es geht. Heute war es nichts. Der Überfall durch die Venture-Bastarde, Sarasons Tod, meine Flucht, all das ließ mich nicht auf den Himmel, und was sich dort zusammen braute, achten. Zu Glück fand ich diese Höhle.
Sie ist trocken, das Feuer wärmt mich, und ich fühle mich im Moment sicher. Vor dem Unwetter und vor den Venture-Bastarden.
„Sarason mein Freund, ich vermisse Dich. Morgen werde ich Dich rächen. Dann ist die Überraschung auf meiner Seite.“
Ich starre ins Feuer, auf das Mahl von Sarason … ich hänge gemeinsamen Erlebnissen nach.
Ich muss eingenickt sein. Ich werde wach. Ein Geräusch? Ich schaue angestrengt ins Dunkel, nehme aber nichts wahr. Ich muss vorsichtiger, wachsamer sein, wenn ich meine Pläne morgen verwirklichen will.
Mein Hengst „Barco“ schnaubt. Er wirkt unruhig. Wittert er was? Ich nehme nichts wahr, aber er hat die besseren Instinkte. Sollten die Venture-Bastarde auf der Suche nach mir sein? Haben sie mich gar gefunden? Tausend Gedanken und Befürchtungen schwirren mir durch den Kopf.
Ich starre über das Feuer hinweg zu dem Knick, hinter dem der Höhlengang zum Ausgang der Höhle liegt. Hier wo ich bin, ist mein Feuer von außen nicht zu sehen. Vielleicht zu riechen?
Ich ziehe mich etwas mehr vom Feuer zurück. Starre auf den Knick, den ich nur wage erkennen kann.
Barco wird unruhiger. An meinem jetzigen Platz dürfte ich nur schwer zu erkennen sein.
Ich greife zu meiner Axt. Vorsicht ist besser als….
Plötzlich werde ich durch die Luft geschleudert. Nein, eher gerissen. Mir wird schwindelig, meine Kräfte schwinden. Ich will einen Abwehrzauber sprechen, aber meine magischen Fähigkeiten werden blockiert. Ein mächtigerer Zauber wirkt. Gedanken schießen durch meine Kopf…Todesgriff Todesritter…Venture Co. und Todesritter?....Es muss ein Allianzler sein.
(Fortsetzung folgt)
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 30.08.2010, 00:44
Eisenhêrz (3)
Ich liege auf dem felsigen Boden und spüre ein Gewicht auf meiner Brust. Es ist ein Stiefel, der zu dem Todesritter gehört. An meinem Hals fühle ich die Klinge einer Axt. Da der Hintergrund dunkel ist, und aufgrund des Höhlenwinkels nur schwacher Lichtschein schimmert, kann ich den Todesritter nicht gut erkennen. Ein Draenei?
Blau leuchtende Augen schauen auf mich herab. Ein Ghul beugt sich zu mir hinab, starrt mir in die Augen. Er stinkt. Hinter dem Ghul taucht ein hundeähnliches Wesen auf. Mit zwei Köpfen. Es ist von Feuer umgeben. So was habe ich noch nie gesehen. Sein Feuer erleuchtet die Umgebung schwach. Ich erkenne die Konturen eines großen Trolls. Elune sei Dank!
Mächtige Hauer ragen aus seinen Unterkiefern hervor. Der Troll schweigt. Er schaut mich nur an. Sagt nichts. Ich versuche seine Mimik zu ergründen, so gut es geht. Wütend? Aggressiv?
Oder,…..bilde ich es mir ein, schaut er spöttisch und amüsiert?
Ich bewege mich vorsichtig. Sofort erhöht sich der Druck auf meiner Brust und an meinem Hals. Ich schaue ihn an. Keine Regung. Das Licht, das der „Feuerhund“ wirft, lässt den Troll gespenstisch erscheinen. Ich mustere seine Ausrüstung. Gleichzeitig denke ich über einen Ausweg nach. Seiner Rüstung nach, was ich erkennen kann, ist es die Rüstung eines mächtigen Kämpfers. Seine Arme, sein Gesicht scheinen mit Narben aus wohl unzähligen Kämpfen gezeichnet. Am meisten fallen seine merkwürdigen langen Zöpfe auf, die unter seinem Helm heraus über Schulter und Rücken fallen.
Täusche ich mich? Lächelt er? Ich weiß nicht wie es aussieht, wenn ein Troll lächelt. Bei den Hauern…
Ich schaue auf seine Brust. Über der Rüstung trägt er einen Wappenrock, rot, mit einem doppelköpfigen, goldenen Phönix. Der Druck auf meiner Brust lässt nach, die Axt wird angehoben. Er schaut mich mit seinen unheimlichen Augen an.
„Was macht denn das Elflein hier so ganz alleine, in dieser bösen Gegend?“ fragt er spöttisch mit knarrender Stimme.
„Steh’ langsam auf Maan. Und Finger von der Waffe, und keine Tricks oder Magie, dass würde Dir nicht bekommen.“
Ich stehe vorsichtig auf. Lasse meine Axt liegen. Selbst wenn ich stehe, muss ich zu ihm aufschauen. Der „Feuerhund“ schnuppert an mir. Glut tropft wie Speichel aus seinem Mäulern. In einem Maul hält er einen großen Knochen. Der andere Kopf versucht danach zu schnappen. Ich bücke mich nach meiner Axt.
„Bleib cool, Maan,“ knurrt der Troll.
„Hey Fyre, schau mal was wir hier haben.“
Der Hund schaut mich mit seinen vier Augen interessiert an. Und sabbert, sabbert….Glut.
Der Troll richtet seine Augen auf mich.
„Ich bin Killrôy, vom Clan des ORDO AB CHAO“, schnarrt er. „Was bist Du denn für eienr, dass Du Dich in einer Höhle ohne Fluchtmöglichkeiten verkriechst?“
Ohne meine Antwort abzuwarten schaut er zu dem „Feuerhund“.
„Geh’, hol Dämono.
Der Hund verlässt die Höhle.
„Ich bin Eisenhêrz von der Falkenwacht“, stelle ich mich vor.
„Was treibst Du hier, Maan? Dein Feuer blieb mir zwar verborgen, aber nicht der Duft von gebratenem Spinnenfleisch. Typisch Elfe, so leichtsinnig wäre kein Troll“, Sagt er von oben herab.
Ich ärger mich über die Äußerung und will schon wütend etwas erwidern, als hinter dem Troll der „Feuerhund“ wieder auftaucht. Er führt am Zügel ein prächtiges Todesroß in die Höhle. Um seine Hufe wabern blaue Flammen. So blau, wie die Augen des Trolls.
Der Troll geht an mir vorbei in den hinteren Teil der Höhle zum Feuer. Ich folge ihm. Er zeigt auf das Mahl für Sarason.
„Hey Maan, super. Du hast für mich Essen zubereitet.“
Er will danach greifen. Alle Vorsicht außer Acht lassend, stoße ich ihn weg. Seine Hand legt sich auf den Griff seiner mächtigen Axt.
„Erwartest Du noch jemanden?“, knurrt er scharf.
„Gebt mir etwas Zeit, ich kann es Euch erklären. Es ist noch Fleisch genug da, um Euch zu sättigen, Killrôy. Bitte setzt Euch zu mir ans Feuer.
Ich biete ihm Fleisch an, und meine Portwein. Er nimmt das Fleisch, lehnt den Portwein aber ab.
„Danke Maan, aber ich bevorzuge Mojo“, und löst eine Lederflasche von seinem Gürtel.
„Nun erzähl’ mal Maan“, fordert er mich auf.
(Fortsetzung folgt)
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 31.08.2010, 16:48
Eisenhêrz (4 und Ende)
Ich berichte ihm wer ich bin, wo ich herkomme und weshalb ich in dieser Höhle bin.
Mit einem Anflug von Respekt verneigt er sich kurz mit erhobenem Mojo zum Mahl von Sarason, und trinkt einen großen Schluck.
Ich teile ihm mit, daß ich morgen die verantwortlichen Bastarde der Venture Co. töten will.
Seine Augen scheinen kurz aufzublitzen. Ist es das Mojo, oder kam es vom flackern des Feuers, oder hat mein Hinweis auf meinen morgigen Plan das Aufblitzen verursacht?
Ich kann es nicht deuten, aber es wirkte unheimlich. Ich glaube, dass er jemand ist, der eher den Kampf sucht, als ihm auszuweichen.
„Ich bin dabei, Maan“ sagt er.
„Das müsst Ihr nicht“, erwidere ich, „das ist allein meine Angelegenheit.“
„Oh nein“ widerspricht der Troll, „mein Clan hat mit allen von der Venture Co. eine Rechnung offen, wo immer sie auch sind. Wir säubern morgen die Mine“ grinst er. Dabei leckt er sich über die Hauer. „Damit erwischen wir auch die, die Dich überfallen haben Maan.“
Ich bin so wütend auf die Bastarde, dass ich ihm nicht widerspreche.
Er beginnt mit einem Wetzstein seine Axt zu bearbeiten.
Dabei berichtet er mir, dass er in Sonnenfels etwas zu erledigen hatte. Auf dem Rückweg nach Orgrimmar hatte Fyre Witterung aufgenommen. Mein Spinnenbraten.
Das hätte auch böse enden können, wenn die Falschen mich entdeckt hätten. Wahrlich ein Anfängerfehler.
„Wir sollten noch etwas schlafen, Maan. Morgen wird es ein blutig-feuchter Tag“, sagt Killrôy , und legt sich hin.
Es war eine ruhige Nacht, ohne weitere Vorfälle. Bei Sonnenaufgang aßen wir den Rest Spinnenfleisch. Dann machten wir uns für den Kampf bereit.
Es wurde wirklich einen „Säuberung“, wie Killrôy es genannt hatte. Noch nie hatte ich einen so wilden und besessenen Kämpfer wie ihn gesehen. Der Troll wirkte wie im Blutrausch. Und nicht nur er, auch seine Begleiter, die er herbeigezaubert hatte, ein Gargoyl und mehrere Ghule. Wir fielen über die Venture Co. her, wie eine Horde Berserker.
Auch wenn diese Art des Vorgehens nicht meinen elfischen Werten entsprach, ich fühlte Genugtuung.
Am Ende des Kampfes lebte von den Bastarden keiner mehr. Selbst ihre Maschinen und Roboter hatten wir zerstört. Die Venture Co. wird viel zu tun haben, um wieder Nutzen aus der Mine zu ziehen.
Während wir unsere Waffen und Rüstung säuberten, schaut Killrôy mich an.
„Ich muss nach Orgimmar, Maan. Willst Du mich begleiten, oder hast du was anderes vor?“
„Der Tod von Sarason hat all meine Pläne über den Haufen geworfen“, erwidere ich.
„Dann komm mit, Maan, und schmiede neue Pläne. Du bist ein mutiger Kämpfer. Du bist zwar noch nicht sehr erfahren, aber Du hast ein Kämpferherz. Leute wie Dich, die kann ich an meiner Seite brauchen.
Mich überkommt ein wohlig, stolzes Gefühl. Ich schaue ihn fragend an.
„Na ja, Maan. Unser Clan kann mutige Kämpfer brauchen. Und Deine Unerfahrenheit, daran werden wir arbeiten. Bis Du ein voll ausgebildeter Paladin bist, mache ich Dich zu meinem Assistenten. Du wirst alleine, und mit anderen Mitgliedern des Clans, Aufgaben für den Clan erfüllen. Aufgaben, bei denen ich nicht zugegen sein kann.
Du wirst von unseren erfahrenen Kämpfern lernen, und Dich mit ebenbürtigen Mitgliedern messen.
Er hält mir die rechte Hand hin: “Schlag ein, Maan!“
Ich fühle mich in seiner Schuld. Er ist ein merkwürdiger Typ, und ein bestialischer Kämpfer. Und dennoch geht etwas Positives von ihm aus. Ich schlage ein!
„Willkommen im ORDO AB CHAO, Maan. Nun werde ich Dir in Orgrimmar noch unseren Wappenrock besorgen. Dann stelle ich Dich dem Clan vor. Das sind alles tolle Typen, Maan.
Aber sieh Dich vor Basaru vor. Was Du an Wasser verträgst, verträgt sie an Rum.“
Er lacht schallend, und schlägt sich dabei auf die Schenkel.
Der Ritt nach Orgrimmar verläuft ohne Zwischenfälle. Killrôy holt im Gildenhaus einen Wappenrock für mich. Stolz ziehe ich ihn über meinen Brustharnisch. Den Goldenen, zweiköpfigen Phönix.
„Lass uns mal in der Taverne schauen, ob welche vom Clan da sind.“
Er zeigt auf meinen Wappenrock: „das müssen wir begießen.“
An der Tür winkt er mehreren zu, die den gleichen Wappenrock tragen wie ich.
Elfen, Tauren, Untote, Orcs Trolle. Sie begrüßen Killrôy laut und temperamentvoll.
Eine kräftige, muskulöse Orcin fällt mir besonders auf, weil sie in jeder Hand einen Krug hält, und aus beiden abwechseln trinkt. Das muss Basaru sein. Ich nehme mir vor, Killrôy’s
Rat zu beachten.
Ich werde von allen freundlich aufgenommen und habe sehr schnell das Gefühl, schon lange zu diesem Clan zu gehören. Killrôy berichtet, unter welchen Umständen wir uns getroffen haben. Als er auf meine Unachtsamkeit in der Höhle zu sprechen kommt, lachen alle so sehr, dass ich mich schäme. Aber Basaru schlägt mir auf den Rücken, dass ich fast vorne über falle und meint:
„Muscht Disch nisch schämen, Langohr. Dasch paschiert Dir nur einmal. Und beim Scheffe warscht Du ja in guten Händen“, sie lacht dröhnend und hält mir einen ihrer Krüge hin.
„Proscht!“ Ich stoße mit ihr an. Bei Elune, es brennt wie Feuer, mir kommen die Tränen, ich huste, und schon wieder habe ich die Lacher auf meiner Seite. Allen voran Basaru.
„Dasch muscht Du auch noch lernen,“ lacht sie laut, und schlägt mir schon wieder auf den Rücken, dass mir fast der Rum wieder hoch kommt.
In meinem Kopf wirbelt es. Tausende Gedanken, und ein nebelig-flauschiges Gefühl. Dass muss vom Rum kommen.
Cheffe? Killrôy? Er mein Mentor? Und Basaru? Wieso spricht sie so komisch? Ist das der Rum? Nun, auch da werde ich noch hinter kommen.
Ich fühle Stolz in mir aufkommen, darüber, wie ich von den erfahrenen Kämpfern in ihren Clan aufgenommen werde. Ich glaube, ich habe wieder eine Familie. Ich fühle mich gut, und der Rum tut sein Übriges dazu.
Bis spät in den Morgen floss „Alles“, nur kein Blut und kein Wasser.
ORDO AB CHAO! Für die Horde!
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Basaru - 02.09.2010, 11:16
Schöne Geschichte, gefällt mir und gut geschrieben, Scheffe :) und die arme Basaru... wieso meinen alle, dass sie immer nur schäuft *g*, na dann Proscht :sauf:
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 02.09.2010, 23:49
Danke...*schaut ganz stolz aus der Wäsche*
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Reem - 03.10.2010, 01:03
*widerwillig losreißen aus den vielen wunderbaren geschriebenen Geschichten* Also... Ich finde... *über sich selbst etwas ärgen* Mir fehlen schlicht und einfach die passenden Wörte, um zu beschreiben wie super fantastisch genial eure Geschichten sind und damit meine ich alle. Ich neige respektvoll mein Haupt vor euch und muss gestehen, etwas bammel habe ich jetzt schon meine kleine Geschichte hier nieder zuschreiben... *schluck*
Der Fremde
Ein Windhauch spielt mit den Blättern der Bäume von Immersangwald, so dass sie eine eigene Melodie singen und Geschichten erzählen, wenn man ihnen zuhören würde. Ein einzelnes Blatt löst sich und verabschiedet sich von seinen Geschwistern in dem es sich zu Boden gleiten lässt. Doch es kommt nie dort unten an, denn der Windhauch sieht ein Spielgefährten in ihm und das zu Boden gleiten Blatt wird in die Höhe gerissen, wirbelt unaufhaltsam um seine eigene Achse, nur um erneut Richtung Boden zu gleiten. Das Spiel wiederholt sich immer und immer wieder, bis das Blatt schwindlig von dem vielen Drehungen, weit ab seiner Geburtsstätte, endlich den Boden erreicht, direkt vor schwarzen plattenbesetzten Stiefeln. Eine dunkle Aura geht von dem Träger jener Stiefel aus, der mit nachdenklichen wachsam Blick seine silberfarbenen fast bläulich schimmernden Augen über das Land schweifen lässt. Reglos steht er dort auf einer kleinen Anhöhe, neben sich ein Streitross in Kampfrüstung, welches der Unterwelt entsprungen zu sein scheint, verstärkt durch den Kopfschutz des Tieres, der mit Hörnern besetzt ist. Seine schwarze Plattenrüstung verschluckt die Sonnenstrahlen, welche sich durch die aufreißenden Wolken stehlen und törichterweise verirren auf jener Rüstung. Davon sich nicht beeindrucken lassen, spielt der Wind mit den langen rötlichen Haar, sodass einige Strähnen über das gefühlskalte Gesicht streichen, welches eine breite Narbe ziert, die von der linken Stirnseite quer nach rechts hinunter zum Kinn und weiter hinab den Hals verläuft. Lange spitzzulaufende Ohren lauschen auf jedes noch so kleines Geräusch welches der Wind unfreiwillig weiterträgt. Dann zerreißt plötzlich das Klirren des Zaunzeuges die Stille, als das Ross seinen Kopf sachte schüttelt. Doch noch immer verharrt der Fremde regungslos, nur seine sachten Atembewegungen lassen erkennen, dass er lebendig ist und keine Statur.
Seine Augen wandern weiter übers Land, folgen einen keinen Pfad, der zu einer Straße führt. Die Straße zur Blutelfen-Hauptstadt Silbermond, deren hohen Mauern und Türme direkt in einiger Ferne von seinen Standpunkt aus hochragen. Doch verweilt sein Blick nicht lange auf den Mauern, sondern schweift ab zu den Blutelfen, die durch das große Eingangstor ein und aus gehen.
Langsam und erst kaum wahrnehmbar schleicht sich ein nachdenklicher und leicht wehmütiger Ausdruck über das Gesicht des Fremden. Lange ist es her, dass er einer von ihnen war, viel zu lange her. Doch vor der Vergangenheit kann man sich nicht verstecken, sie holt ein irgendwann ein.
Für einen kurzen Moment schließt der Fremde die Augen und Bilder aus längst vergangen Tagen erscheinen vor seinem geistigen Auge, die ihm seid er erlöst wurde aus der Knechtschaft seines einstigen Herren verfolgen.
Auf tiefe Dunkelheit folgt Schatten dann das helle Licht. Anfangs schemenhaft erscheint eine junge Blutelfen, die ihn voller Wärme und Liebe anlächelt. Auf den Arm trägt sie einen kleinen rothaarigen, dem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten, Jungen, der mit einer Locke ihres schwarzen Haares spielt. Neben ihr steht ein weiteres Blutelfenkind. Blondes langes Haar rahmen ein Unschuld blickendes Gesicht eines freudig lächelndes Mädchen ein, deren Augen so blau wie der Himmel sind. Die Junge Blutelfin streckt die Hand strahlend nach ihm aus und scheint etwas zu sagen, doch ihre Worte erreichen ihn nicht. Er greift nach ihrer Hand, doch sein Griff geht ins Leere.
Mit einem Mal wird die Szene durch Flammen und Rauch zerstört. Umschauend erkennt er, dass er sich auf einen Schlachtfeld befindet, dessen Boden von Blut seiner Kampfgefährten getränkt ist. Tote pflastern den Boden, Tote unterschiedlicher Volkszugehörigkeit, Tote von Hordlern. Mit einem Kampfschrei stürzt er sich ins Schlachtgetümmel und rammt den ersten untoten Wesen, das seinen Weg kreuzt, sein Zweihänder in Jenes, was noch vorhanden zu sein scheint vom Leib. In einer fließenden Bewegung zieht er es wieder heraus und schlägt dem Wesen den Kopf vom Rumpf. Ohne inne zuhalten stürzt er sich auf den Nächsten Gegner, doch die Szene verschwimmt bevor er ihn erreicht und wird durch einen Ort ersetzt, der einst von Lachen und Glück geprägt war. Nun herrscht eine erdrückende Stille, die mehr in den Ohren dröhnt als jedes Geräusch.
Der Fremde reißt die Augen auf und sein Atem rast. Sein Gesicht, was kaum eine Regung seiner Gefühle preiszugeben gewillt ist, ist schmerzverzerrt. Mit einem Ruck wendet er Silbermond und den Blutelfen vor dem Tore den Rücken zu und starrt auf das Land von Immersangwald. Seine Augen wirken, als wenn sie etwas Bestimmtes suchen, etwas was einfach da sein müsste, doch längst wie er selbst der Vergangenheit angehört.
Ein zaghaftes Stupsen an seinen linken Arm reißt ihn aus seinen Gedanken. Er schaut zur Seite direkt in die Augen seines treuen Streitrosses, welches genauso wie er selbst einst aus seinem Leben gerissen wurde. Sanft streichelt er über die Nüstern des Hengstes, der entspannt schnaubt und seine Ohren aufmerksam aufrichtet.
Tief durchatmend schaut der Fremde gen Richtung Silbermond, eine innere Macht bannt seinen Blick darauf. Erneut schließt er die Augen und sofort überfluten ihn die Geschehnisse, wenn auch Lückenhaft, aus seiner Vergangenheit.
Die Stille kehrte schlagartig zurück und er schaut auf den Ort, den er einst Zuhause nannte. Wo Ordnung und Leben einst Mal herrschten, regiert nun Chaos, Zerstörung und Tod. Kein Stein liegt mehr auf den anderen. Nichts lässt mehr an das Haus, welches er mit eigenen Händen erbaut hatte für seine Familie, erinnern. Doch all jenes scheint unwichtig für ihn zu sein. Sein Blick gilt den drei leblosen Körpern, die vor ihm auf den verbrannten Boden liegen, wie Puppen die man achtlos weggeschmissen hatte. Verzweifelt und voller Unglauben fällt er auf die Knie und hebt mit zittrigen Händen den Körper seiner geliebten Frau hoch und schließt sie fest in die Arme. Er schmiegt sein Gesicht an ihres und lässt seinen ganzen schmerzhaften Verlust und Kummer freien Lauf. Mehrere Stunden verharrt er dort, bis der Tag den Abend Platz macht. Die Umgebung völlig ausgeblendet durch seinen Schmerz, der in auffrisst, hört er nicht die Schritte, die sich ihm nähern. Auch die Hand, die sich auf seine Schulter legt spürt er nicht.
„Sir!“, erreicht ihn von weiter Ferne die Stimme einer seiner Ritter.
Er schaut stumpf und mit leerem Blick auf und der Ritter senkt betrübt und voller Mitleid den Blick.
„Sir! Überlasst sie hier nicht den Assfressern.“, bittet der Ritter ihm mit trauriger Stimme.
Nach einer kurzen Zeit, die er brauchte zu begreifen, zu erfassen, was gemeint ist, nickt er. Behutsam legt er den leblosen Körper seiner Frau auf den Boden, deckt sie mit seinem Umhang zu und erhebt sich leicht schwankend. Der Ritter reicht ihm mit schwerem Herzen eine Schaufel, die er entgegen nimmt.
„Kehrt zu den anderen zurück, Jeggred!“, gibt er mit leicht gebrochener Stimme den Befehl. Der Angesprochene schaut ihn an und wirkt als wenn er etwas erwidern will, doch wird er durch eine Handbewegung zum Schweigen gebracht.
„Das ist meine Aufgabe. Das ist das letzte, was ich für meine Frau und meine Kinder noch machen kann. Ich will mit ihnen alleine sein. Geht!“
Jeggred nickt, legt ihm die rechte Hand auf die Schulter und drückt sie kurz, ein Zeichen des stillen Verstehens, dann lässt der Ritter ihn alleine.
Ohne zu zögern geht er zu einem Baum, der als einziges Lebendige auf den Anwesend überlebt hat und hebt drei Gräber neben den Wurzeln des Baumes aus. Mit leerem Blick trägt er seinen kleinen Sohn, seine Tochter und seine geliebte Frau zu den frischen Gräbern und bettet sie hinein. Jeden von ihnen gibt er einen Kuss auf die Stirn, jeden wünscht er Frieden in einem stillen Gebet. Dann deckt er sie zu mit Erde. Nach dem er fertig ist, verharrt er stillschweigen kniend vor den drei Gräbern, die nun sein einstigen Lebenssinn beherbergten. Und in seinem Geist formt sich ein Schwur, der Schwur nicht eher zu Ruhen bis sie gerächt waren. Bis die Geißel im Dreck lag und für all die unschuldigen Opfer gebüßt hat.
Ein ironisch gezwungenes Schmunzeln huscht über die Lippen, des Fremden. Ein Schwur, der mich zu dem werden ließ was ich bekämpfte. Und nun ernte ich was ich gesät habe.
Wütend zischt er durch die Zähne und schwingt sich in den Sattel. Der Hengst tänzelt leicht, bereit los zu galoppieren und scharrt immer wieder mit der Hufe auf den Boden, da sein Reiter ihn durch ein kurzes Zügeln an Ort und Stelle befiehlt. Der Blick des Fremden schweift hasserfüllt noch einmal über das Land. Seine Augen verengen sich zu schmalen Schlitzen, als er zwei Blutelfen in der Ferne entdeckt, die ihn beobachten.
Im Geiste ruft er ihnen spöttisch zu, doch bleiben es nur Gedanken, nie ausgesprochene Wörter:
Für eure Sicherheit und euer Wohlergehen kämpfte ich einst. Schlachten schlug ich, um euren Kindern eine Zukunft zugeben, aber meiner Familie kostete es das Leben. Nein, nichts hält mich hier, denn nie wieder werde ich einer von euch sein. Der Knechtschaft Arthas bin ich entkommen, aber das zählt in euren Augen nicht.
Der Hengst bäumt sich wiehernd auf und tritt mit den Vorderhufen in die Luft, als er den starken Schenkeldruck seines Reiters spürt. Donnernd stürmt er die Anhöhe hinunter und lässt Silbermond und die zwei Beobachter weit hinter sich, als er übers Land dahin galoppiert. Erde wird dabei aufgewühlt und das Blatt, welches die ganze Zeit bei dem Fremden ruhig lag, wird mit der Erde in die Luft gewirbelt. Der Wind entdeckt es, fängt es ein und lässt es wild durch die Luft tanzen, so dass sich das Blatt nichts sehnlicher wünscht, nie seine Geschwister verlassen zu haben.
„Wer war das, Großvater?“, fragt der Jüngste, von den beiden Blutelfen die den Fremden beobachte hatten.
Traurig schüttelt der ältere Blutelf den Kopf und schaut voller Mitleid, dem Fremden hinter her.
„Einst war er ein Paladin von Silbermond. Rechtschaffend und zum Wohle des Volkes diente er ohne etwas dafür zu verlangen. In vielen Schlachten kämpfte er, und kehrte stets siegreich zurück.“, erzählt der Alte, die Spur von Stolz schwingt in seiner Stimme.
„Paladin?“, voller Unglauben schaut der junge Blutelf zu dem Hügel, wo der Fremde gestanden hatte.
„Ja, mein Junge er war einst ein Paladin. Doch dann verseuchte Hass, Rache und Zorn sein Herz und seinen Geist. Ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben war er der erste auf dem Schlachtfeld und der letzte der es verlies. Bis zu jener Schlacht, die seine Letzte war. Doch den Tod fand er nicht… Nein, das wurde ihn vergönnt. Arthas holte sich ihn, und machte ihn zu einen seiner willenlosen Todesrittern.“
Geschockt wendet sich der Jüngere zu dem Alten, der wieder bedauernd den Kopf schüttelt.
„Ihr habt mit ihm Mitleid, Großvater. Warum, er ist ein Todesritter und kein Paladin wie ihr mir gerade erzähltet.“
„Mein Junge“, der Alte seufzt und schaut seinem Enkel tief in die Augen, „Er hat gemordet, er hat zerstört, wohl war. Doch nun sind die Todesritter nicht mehr willenlos, sondern von ihrer Knechtschaft befreit und ich kann mir vorstellen… Nein ich weiß es, dass er alles dafür geben würde Wiedergutmachung auszuüben. Denn ob Paladin oder Todesritter, es ist die Seele, die einen zu dem macht was man ist. Und seine Seele war einst Rechtschaffend und voller Ehre, und so wird sie wieder sein, wenn er endlich Frieden schließt und seinen Verlust...“
„Verlust, was für ein Verlust kann ein Todesritter denn haben!“, unterbricht der Jüngere spöttisch den Älteren und Zorn keimt in ihm auf, „Er wird ein verfluchter Todesritter bleiben. Und nichts kann er wieder gut machen. Nichts!“
Mit diesen Worten dreht sich der junge Blutelf um und geht zornerfüllt Richtung Silbermond. Der Alte verweilt einen Moment am Orte und schaut in die Ferne, wo der Todesritter verschwunden ist.
„Ja, der Hass auf euch Todesritter wird wohl euch begleiten, wo ihr auch hingeht, mein Freund. Blind sind wir alle geworden, durch das Blutvergießen, welches Arthas über uns brachte. Aber lasst euch nicht unterkriegen, gebt nicht wieder auf. Es wird der Tag kommen, an dem ihr auf Jene trefft, die euch an ihrer Seite willkommen heißen.“, spricht der alte Blutelf leise vor sich hin, dann neigt er wie zum Abschiedsgruß sein Haupt.
„Al diel shala, Ranaghar Zaphresz. Möget ihr endlich Frieden finden.“
Der alte Blutelf wendet sich um und folgt seinem Enkel nach Silbermond…
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Jin - 03.10.2010, 01:45Wie du hast Angst :)
Na die is doch toll geworden, ich find die geschichte toll.
Irgendwie schaffen es deine geschichten das man egal in welcher weise doch etwas ergriffen ist.
:bravo:
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Basaru - 03.10.2010, 15:25
Basaru blickt Frascora an: isch schu Ende, die Geschischte? Frascora nickt und legt das Pergament zur Seite.
Traurisch die Geschischte, da musch isch aber einen groschen Schluck drauf trinken, setzt einen großen Krug an und nimmt zwei tiefe Schluck des wohl duftenden Rums, der ihr, wie immer, am Kinn herunterläuft.
Hm, schehr schehr traurisch, da musch isch ihm wohl mal einen kleinen Schluck von meinem guten Rum trinken lasschen, dann vergisscht er dasch alles, steht auf, wisch sich den Mund mit dem dreckigen Ärmel ab und stolziert zum Wirt : hol mir wasch von Deinem beschten Rum, isch musch schu Ragnahaar oder wie er heischt, er musch vergesschen lernen
Der Wirt holt ein schwarzes kleines Fäßchen aus dem Keller, stellt es vor Basaru hin und grinst sie an: Du weißt Grünhaut, seit vorsichtig, außer Euch gibt es nicht viele, die das Gesöff vertragen!
Basaru grinst zurück, klemmt sich das Fäßchen unter den Arm und geht zruück zu Frascora Danke fürsch vorleschen, isch geh dann mal dieschen Raganahar oder wie auch immer schuchen!! Gibscht Du mir ein bißschen Gold ausch meinem Vorrat mit?
Frascora blick Basaru entnervt an und keift Gold, Gold, immer willst Du Gold haben, zum Saufen, zum Fressen , ach zum was weiß ich sie kramt widerwillig ihn einer recht großen und gut gefüllten Goldbörse und wirft Basaru zornig 30 Goldstücke auf den Tisch DAs muss erst einmal für Dich reichen, sonst verjubelst Du alles wieder in Rum und jetzt verschwinde
Basaru grinst Frascora an, steckt die Goldstücke ein und stellt Frascora einen kleinen Krug mit Rum auf den Tisch Für Disch Du Madenheimschen, ertränk Deine Maden da drin sagt es, duckt sich und rennt aus der Kneipe.
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Killrôy - 03.10.2010, 15:38
Hey, Ranaghar, Bruder des Todes, Deine Geschichte gefällt mir ausserordentlich gut.
Es wird nicht lange dauern, dann werden wir zwei Seite an Seite Rache nehmen.
Taz Dingo Ranaghar
Killrôy
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Anonymous - 16.10.2010, 19:23
Ein großes Kompliment! :bravo:
Sehr bildhaft und eindrucksvoll geschrieben. Ich hoffe, deine Schreibblockade löst sich bald und wir lesen einen Roman von dir!
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Reem - 23.10.2010, 02:45
Dank euch! Finde es schön und motivierend, dass euch meine Geschichte gefällt, auch wenn sie irgendwie unvollständigt wirkt. *nachdenklich grübeln*
Re: Kommt und hört, unsere Clanfreunde erzählen ihre Geschichte
Anonymous - 24.10.2010, 19:35
Ja, selbstverständlich wirkt sie unvollständig! Sie ist es ja auch. Denn: Wo ist denn der Ex-Pala hingeritten? Irgendwann muss er ja auf den Clan stoßen.
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