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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Ginger Fish 666 Forum: Das MM-Slasharchiv Forenbeschreibung: Das Archiv von Mansonslashfic, wo unsere Werke zu finden sind! aus dem Unterforum: Anime und Manga Antworten: 1 Forum gestartet am: Mittwoch 15.11.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Oh my fuckin´ school years Letzte Antwort: vor 12 Jahren, 9 Monaten, 21 Tagen, 15 Stunden, 52 Minuten
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Re: Oh my fuckin´ school years
Ginger Fish 666 - 06.06.2010, 14:47Oh my fuckin´ school years
Kapitel 1
Montag
Vegetas Sicht
Zahlreiche Scheinwerfer knallen mir ihr grelles Licht ins Gesicht. Die kreischenden Fans unter mir lassen mein Trommelfell beben und mein Herz scheint still zu stehen. Ich habe meine Arme ausgebreitet und meine Augen geschlossen, um diesen Moment noch intensiver mitzuerleben. Kein Lüftchen weht und man kann den Geruch von Bier und Schweiß riechen. Die Gitarrensaiten klingen noch vom letzten Song nach und die Fans stimmen schon den nächsten an. Der Drummer setzt mit den ersten Beats ein, als mich ein schrilles lautes Geräusch zwingt mir die Ohren zu zu halten und mich nicht auf den nächsten Song zu konzentrieren. Ich kneife meine Augen fest zu, um sie im nächsten Moment wieder zu öffnen. Das grelle Licht der Scheinwerfer wurde durch die morgendlichen Sonnenstrahlen ersetzt und anstatt kreischender Fans begrüßte mich mein Wecker. Erst jetzt realisiere ich ihn, doch klingeln tut er schon seit zehn Minuten. Meine Mum steht im Türrahmen und starrt mich an. „Los jetzt! Sonst kommst du noch zu spät!“, meint sie, als sie bereits mein Zimmer verlässt. Zu spät? Scheiße!! Heute ist Montag! Der beschissenste Tag der ganzen Woche. Jetzt ist das Wochenende endgültig vorbei und ich muss mir das Gesülze meiner Lehrer wieder anhören. Ich stehe nur mühsam aus meinem warmen Bett auf und schleiche ins Bad. Erstmal pinkeln und waschen. Als ich so auf dem Klo sitze gehe ich den Stundenplan für heute durch: Doppelstunde Kunst, Deutsch, Physik, Philosophie, Mathe und dann noch Pädagogik. Jeden Tag habe ich gottverdammte sieben Stunden Schule. Und da heute Montag ist habe ich schon um 16Uhr Gesangsunterricht. Ich stehe vorm Spiegel und singe mein Lieblingslied von Marilyn Manson „The Fight Song“ lautstark, während ich mein Gesicht wasche. Kurz putze ich noch meine Zähne und laufe zurück in mein Zimmer, um mir was anzuziehen. Schwarze Hose, schwarzes Manson Shirt, Nietengürtel und -armbänder. Meine Tasche ist schon fertig gepackt, sodass ich sie nur schnappen und nach unten gehen muss. In der Küche steht schon mein Frühstück bereit. Ich packe es in eine der braunen Papiertüten und verabschiede mich von meinen Eltern. Zum Glück ist die Bushaltestelle nicht weit von unserem Haus entfernt und so komme ich noch rechtzeitig an, bevor der Bus in unsere Straße biegt. Kurz grüße ich meinen besten Freund Freezer und wir steigen in den noch leeren Schulbus. Wir setzen uns in die hinterste Reihe und ich packe meinen Make-Up Kram raus. Da ich zu Hause nie Zeit dafür habe mache ich das immer im Bus. Puder, Kajal und Eyeshadow; alles in schwarz – außer das weiße Puder. Seit drei Jahren bekenne ich mich als Goth und ich fühl mich richtig wohl damit. Meine Freunde akzeptieren das alle, da auch sie total freakig sind. Freezer z.B. ist dem Goth-Punk verfallen. Er ist im Gesicht total zugepierct, trägt eigentlich immer eine Sonnenbrille und ausgefallene dunkle Punkklamotten. Ich finds okay. Kann doch jeder so rumlaufen wie er will. Langsam füllt sich der Bus mit den ganzen 5. und 6.Klässlern, die irgendwie alle einen der dicken 4You Ranzen dabei haben. Nach gut einer halben Stunde kommen wir am Gymnasium an. Unsere Schule ist eine Privatschule, die recht viel auf Fremdsprachen setzt. Wir sind im zweiten Halbjahr des 11. Schuljahres und demnächst müssen wir unsere Grund- und Leistungskurse für die 12. und 13. Klasse wählen. Ich werde auf jeden Fall Englisch und Sport als Leistungskurse nehmen.
Freezer kramt in seiner Tasche nach einer Wasserflasche und ich halte nach den anderen Ausschau. Cell wohnt in der Nähe unserer Schule, Kakarott und Tales kommen mit einem anderen Busse und Boo und Bebi fahren jeden Tag mit dem Fahrrad zur Schule. Ich könnte auch mit dem Fahrrad fahren, aber dann müsste ich früher aufstehen und darauf habe ich nun wirklich keine Lust. Gerade kommen Bebi und Boo mit ihren Bikes aufs Schulgelände gedüst und halten kurz vor Freezer. Dieser erschreckt sich natürlich und verschluckt sich am kühlen Nass seines Wassers. Bebi lacht herzhaft und klopft ihm auf den Rücken. Boo lässt sich davon aber nicht beeindrucken und bringt sein Fahrrad lieber zu den Stellplätzen. Die beiden stellen ihre Bikes immer so ziemlich ans Ende, damit sie schneller nach Schulschluss nach Hause kommen. Meiner Meinung nach ziemlicher Quatsch. Denn trotz Fahrrad muss man erstmal durch die Massen von kleinen Kindern. Ich chill mich da lieber gemütlich in den Bus und fahr ne halbe Stunde. Freezer und ich gehen den beiden nach. Kakarott und Tales werden wahrscheinlich wieder zu spät kommen. Ihr Schulbus hat immer Verspätung. Das liegt hauptsächlich an dem völlig inkompetenten Busfahrer. Wie der zu seinem Führerschein gekommen ist will ich gar nicht wissen.
Wir betreten das Schulgebäude und schlendern noch kurz zur Schulcafeteria, damit ich mir noch ne Cola holen kann. Ohne die kann ich morgens einfach nicht. Ohne Cola bin ich antriebslos und man kann mich für den Rest des Tages eigentlich nur in die Ecke stellen. Süchtig bin ich wahrscheinlich noch nicht, jedenfalls nicht so wie Freezer nach seinem Tee, aber dennoch komm ich mir wie ein Cola-Junkie vor. Ich weiß nicht wie vielen Jugendlichen das noch so geht, aber ich werde bestimmt nicht der einzige sein. Ich bezahle die 1,20 und nehme meine kühle Cola entgegen. Wir gehen zu den Klassenräumen in der ersten Etage und während wir die Treppen hoch laufen genehmige ich mir einen großen Schluck des Zuckerwassers mit Koffeinbeilage. Die ersten beiden Stunden sind Montags immer ganz okay. In Kunst können wir eigentlich machen was wir wollen, Hauptsache ist nur, dass wir am Ende eines Themenbereiches ein Werk unserer Schöpfung abgeben können. Da wir gerade Designzeichnungen machen ist das relativ leicht zu Hause zu fertigen. Ich habe mir natürlich die Gothic-Mode ausgesucht. Wir müssen jeweils Frauenklamotten und Männerklamotten zeichnen. Wenn genug Zeit am Ende des Halbjahres übrig bleibt dürfen wir diese sogar nähen. Im Nähen bin ich eigentlich recht gut. Meine Mum hat es mir mal beigebracht. Freezer kann das zwar viel besser als ich, da er wesentlich geschicktere Finger hat, aber dafür sehen meine Zeichnungen professioneller aus.
Cell sitzt bereits in der Klasse und hat seine Zeichnungen aus seiner Tasche geholt. Bei ihm sehen die Sachen irgendwie wie Müllsäcke aus. Aber jeder kann ja das zeichnen, was er will. Freezer stellt seine Tasche neben seinen Tisch und geht erstmal aufs Klo. Das ist bei ihm seltsamerweise immer so, wenn wir Montags in den ersten beiden Stunden Kunst haben. Liegt vielleicht auch daran, dass er morgens bei such zu Hause immer eine Kanne Tee trinkt und dort nicht pissen geht. Ich mag Tee nicht sonderlich, außer den den Freezer immer mit zur Schule bringt – Himbeer-Vanille. Schmeckt besser, als es sich anhört.
Cell lehnt sich in seinem Stuhl zurück und schaut an die Decke. „Kommen unsere Trouble Twins wieder zu spät?“ Bebi chillt sich auf seinen Platz und legt die Füße auf den Tisch. „Wahrscheinlich. Das der Direktor da nichts macht.“ Ich schüttle nur leicht den Kopf und stelle meine Tasche auf meinen Tisch direkt neben Freezers. Ich weiß nicht wie lange wir schon Freunde sind, aber mir kommt es manchmal so vor als wären wir Brüder. Unsere Väter arbeiten recht oft zusammen. Meiner leitet eine Firma, die hochwertige Stoffe herstellt und die Firma seines Vaters verarbeitet diese weiter. Cells Vater ist Kfz-Mechatroniker und hat seine eigene Werkstatt, Boos Familie hat einen kleinen Obstladen. Bebi wurde adoptiert und kennt seine leiblichen Eltern nicht. Sein Adoptivvater ist Arzt und seine Adoptivmutter Lehrerin an einer Grundschule hier in der Nähe. Der Vater von Tales und Kakarott ist Berufssoldat und ihre Mum normale Hausfrau. Ich habe den Vater der beiden noch nie persönlich gesehen, da er im Krieg ist und nur selten nach Hause kann. Ich glaube die beiden vermissen ihren Vater sehr und ihr älterer Bruder Radditz wohl noch mehr. Auch wenn ich Radditz nie wirklich mochte tut es mir Leid, dass sie ihren Vater nie sehen. Ich könnte mir das nicht vorstellen. Meine Mutter ist zwar auch immer zu Hause, aber wenn mein Vater eines Tages eingezogen werden würde wäre ich wohl verzweifelt. Gut, dass er für die Armee mittlerweile zu alt ist. Und wegen seiner Gesundheit darf er ohnehin nicht in den Krieg. Er hat einen angeborenen Herzfehler. Meine Mum war heilfroh, als die Ärzte ihn nicht bei mir gefunden haben.
Freezer kommt wieder in die Klasse und stürmt sofort zu mir. „Kunst fällt aus“, meint er und Cell schaut ihn ungläubig an. „Es fällt aus? Kunst ist noch nie ausgefallen!“ Das stimmt. In all den Jahren, die wir Herr Trosmann in diesem Fach hatten war er nie krank oder sonst abwesend. Ich mag ihn. Er ist ein wirklich netter und leicht flippiger Lehrer. Ich glaube er ist Mitte 40 oder etwas älter. In unserer ersten Kunststunde mit ihm hat er sich halb nackig ausgezogen, da wir uns Dias über die alte ägyptische und griechische Kunst angesehen haben und die Frauen und Männer auf den Bildern ja gerne bauchfrei trugen. Er ist wirklich ein lustiger Typ.
Ich hole meine Brottüte aus meiner Tasche und frühstücke erstmal. Natürlich ist Freezer der Erste, der an meiner Backe klebt. Der Junge nimmt nie irgendetwas in die Schule mit und erbettelt sich daher jedesmal etwas bei mir. Und da ich ja ein freezerfreundliches Wesen bin gebe ich ihm meistens die Hälfte ab. Es sei denn ich habe etwas wirklich verdammt ekelhaftes dabei, dann kriegt er alles und ich hole mir in der Pause etwas vom Bäcker.
Ich werfe einen kurzen Blick in die braune Papiertüte und weiß schon, dass Freezer die ganze behalten kann. Ich hasse Wurst. Und vor allem Wurst auf Brötchen.
Ich entwickle mich langsam aber sicher zu einem Vegetarier und nein, dass hat nichts mit meinem Namen zu tun. Ich lehne mich in meinem Stuhl zurück und seufze leise. „Und was machen wir jetzt?“, fragt Cell und kritzelt ein paar Smileys an die Tafel. Die meisten nutzen die beiden Freistunden und fahren wieder nach Hause. „Hat jemand Karten dabei?“, frage ich in die Runde. Mein absolutes Lieblingskartenspiel ist Arschloch. Boo nickt kurz und zückt das Kartenspiel aus seiner Jackentasche. Auf den rosa Dämon kann man sich eben immer verlassen.
Den Gong zur dritten Stunde habe ich gar nicht wirklich mitgekriegt. Wir haben die Pause wohl auch noch durchgespielt. Zusammen mit den anderen Jungs machen wir uns auf zu unserem Klassenraum im zweiten Stock.
Unsere Schule ist im wesentlichen in vier Häuser aufgeteilt. In Haus eins befindet sich die Mensa, der Tonraum und das Sekretariat, in Haus zwei sind die 5. und 6.Klässler untergebracht, Haus drei wird von den 7. und 8. Klässlern beansprucht und hier in Haus vier sind die Klassen 9 bis 13.
Im Erdgeschoss sind unsere naturwissenschaftlichen Räume und die Klassenräume für die 9. und 10. Klasse. Im ersten Stock befinden sich die Kunsträume, das Lehrerzimmer und weitere Klassenräume für die 9. und 10. Klasse. Und hier im zweiten Stock sind die Klassen der Oberstufen, allerdings nutzen wir auch die naturwissenschaftlichen und die künstlerichen Räume, da wir die im zweiten Stock nicht haben.
Gerade klingelt es zum zweiten Mal, was bedeutet, dass die fünf Minutenpause zu Ende ist un der Unterricht beginnt. Gerade als unsere Deutschlehrerin Frau Storm in unsere Klasse kommt setze ich mich auf meinen Platz in der hintersten Reihe, Freezer gleich rechts neben mir und Kakarott links neben mir. Ich hole meinen Block und mein Nightmare before christmas Mäppchen raus, welches ich vor ungefähr drei Jahren von Freezer zum Geburtstag bekommen habe aus und lehne mich in meinem Stuhl zurück. Der Deutschunterricht ist immer recht interessant und ich bin einer der wenigen, der mitmacht. Ich habe viele in der Klasse, die noch nicht mal die rethorischen Figuren in einem Text erkennen.
Kakarott legt den Kopf auf den Tisch und schaut mich wehleidig an. „Lass mich raten.“, flüstere ich zu ihm, „Du hast deine Hausaufgaben wieder nicht gemacht?“ Als dieser den Kopf schüttelt weiß ich was zu tun ist. Ich blättere in meinem Block rum, auf der Suche nach den Deutschhausaufgaben und reiche sie ihm rüber. Wir hatten nicht viel aufbekommen. Lediglich den Roman, den wir gerade lesen, in unterschiedliche Genres einzuordnen und begründen. Wir lesen gerade Patrick Süskinds ´Das Parfum´ und ich muss sagen, dass mir die Hauptperson Grenouille nicht unähnlich ist. Trotzdem finde ich, dass der Roman etwas zu sehr einer einzelnen Superlative gleicht. Kakarott schreibt freudig die Hausaufgaben ab, während Frau Storm die Anwesenheitsliste durchgeht. Hakan, Tim und Tobias sind mal wieder nicht da. Hakan kann auch ruhig zu Hause bleiben. Ich habe nichts gegen Türken, wirklich nicht. Aber dieser Junge bringt mich wirklich zum Kotzen! Wenn er mal da ist macht er nur Ärger und stört den Unterricht. Er strengt sich sowieso nicht an. Die 11. Klasse hat er bereits wiederholt und noch eine Ehrenrunde kann er sich nicht erlauben. Aber um den tut es mir auch nicht wirklich Leid. Tim und Tobias sind da anders. Okay, die beiden schwänzen auch wo sie nur können, aber sie sind wenigstens nett und wenn sie mal da sind machen sie auch was im Unterricht.
Kakarott schiebt mir die Hausaufgaben wieder rüber und ich melde mich kurz, als Frau Storm meinen Namen aufruft und meine Anwesenheit überprüft. Ich nehme noch einen kurzen Schluck aus der Wasserflasche und widme mich ganz dem Deutschunterricht. Zunächst schaut sich Frau Storm unsere Hausaufgaben an. Ich hoffe für Kakarott, dass er nicht Wort für Wort bei mir abgeschrieben hat. Das würde für uns beide nicht gut ausgehen.
Auch der Deutschunterricht verfliegt recht schnell und die Physikstunde beginnt. In unserem Physikraum haben wir vierer Tische. Ich sitze, wie erwartet, neben Freezer. Gegenüber von uns Boo und Cell. Wir sitzen ganz hinten im Raum und bekommen doch alles super mit. Heute bekommen wir unsere Physikarbeit wieder. Ich habe eigentlich ein recht gutes Gefühl, aber wie jeder Schüler wahrscheinlich weiß ist das nicht unbedingt ein zeichen dafür, dass die Arbeit auch gut war. Herr Kaske, unser Lehrer, schreibt den Notenspiegel an die Tafel. Drei Einsen, neun Zweien, vier Dreien, keine Vieren, keine Fünfen und zwei Sechsen. Ich kann mir schon denken, wer eine sechs hat. Kakarott in jedem Fall. Der strengt sich in Physik eigentlich selten an und versteht auch nicht wirklich alles. So wie in den anderen naturwissenschaftlichen Fächern auch. Der kleine etwas dickliche Mann teilt die Doppelbögen aus. Wenn ich eine der Einsen habe bin ich schon mal zufrieden. Vielleicht bekommen wir heute auch noch unsere Mathearbeit wieder, obwohl ich auf die wirklich gern verzichten würde. In Mathe war ich noch nie wirklich gut. Schon in der Grundschule habe ich vieles nicht nachvollziehen können. Ich bin eher ein kreativer als ein logischer Mensch.
Herr Kaske kommt an unseren Tisch und legt die vier Doppelbögen in die Mitte. Wir suchen nach unseren. Als ich meinen in den Händen halte schaue ich kurz zu Freezer. „Und? Was hast du?“ Aufgeregt blättert der Ice-Jin auf die letzte Seite. Er ist sehr naturwissenschaftlich begabt hat aber auch eine ausgesprochen stark ausgeprägte musikalische Ader. Seit seinem fünften Lebensjahr spielt er Gitarre und zusammen mit ihm habe ich vor einem Monat eine Band gegründet. Wir haben noch keinen Namen und noch nicht wirklich Songs, aber wir sind schon fleißig daran am arbeiten.
„Ich hab ne 1!“, verkündet Freezer fröhlich und fällt mir fast um den Hals. Ich lächle und blättere selbst im Doppelbogen rum. Die Klausur an sich war recht einfach, nur bei der letzten Aufgabe war ich mir nicht sicher. Ich lese mir kurz den Bewertungsbogen durch und betrachte meine Punktzahl. „100 Punkte von 100. Glatte Eins!“ Ich grinse stolz und lehne mich in meinem Stuhl zurück. Cell sagt mir mit seinem Gesichtsausdruck, dass er eine zwei hat. Er hatte noch nie etwas anderes in Physik. Boo schlägt seinen Bogen zu und verschränkt trotzig die Arme. „Warum hab ich immer ne 3. Das ist doch echt nicht mehr normal.“ Ich schüttle nur lächelnd den Kopf. Boo meint immer, dass jeder Lehrer es auf ihn abgesehen hat.
Die restliche Physikstunde wird korrigiert. Da ich aber alles richtig habe muss ich nicht zuhören. Leise berate ich mich mit Freezer über einen geeigneten Bandnamen.
Auch die vierte Stunde geht recht schnell vorbei. Als nächstes steht Philosophie an. Ich hasse dieses Fach. Warum habe ich nicht doch Religion gewählt. Frau Drabiniok ist nicht gerade der Typ Lehrer bei dem man gerne mitmacht. Sie ist sowas wie eine Schlaftablette und wir machen auch immer nur das Gleiche. Wir kriegen einen Text von einem Philosophen, sollen den Lesen und verstehen, danach sprechen wir in der Klasse darüber und am Ende der Unterrichtsreihe setzen wir uns in Gruppen zusammen nur um herauszufinden, dass jeder das Thema anders sieht und sich eine eigene Meinung bilden muss. Frau Drabiniok widerspricht sich auch irgendwie in ihren Fächern selbst. Sie unterrichtet Philosophie, Biologie und kathloische Religion. Ironischer geht’s doch wirklich nicht mehr. Ein Gutes hat sie aber. Egal was man zum Thema sagt, sie dreht es so rum, dass es richtig ist auch wenn man den größten Scheiß gelabert hat.
Ich setze mich mit Freezer zusammen in die hinterste Reihe. Hausaufgaben hatten wir glaube ich nicht aufbekommen. Aber in der Hinischt kann man sich bei der Frau auch nie sicher sein. Sie gibt immer so Hausaufgaben auf, dass niemand das wirklich mitkriegt. Und dann ist natürlich die Aufregung groß, wenn jemand sagt, dass wir welche auf hatten. Heute bin ich mir aber ganz sicher, dass wir nichts auf hatten. Frau Drabiniok kommt in die Klasse und stellt ihre Tasche auf dem Pult ab. „So. Ich begrüße Sie. Wir besprechen jetzt kurz mal die Hausaufgaben und dann gebe ich Ihnen Ihre Klausuren wieder.“ Ein leises, aber doch hörbares Homer-Simpson-Nein kommt aus meiner Ecke und Freezer schaut mich kurz grinsend an. „Ich wusste es!“ Und schon ist meine Ruhe weg. Was hatten wir denn bitte wieder auf? Ich setze mich richtig hin und tue einfach so, als ob ich Ahnung von unserem Thema hätte. Schicksal. Das Schicksal kann mich mal! Und zwar kreuzweise. Ich war mir so sicher, dass wir nichts auf hatten.
Als sich die Stunde dem Ende neigt verteilt Frau Drabiniok die Klausuren. Ich will gar nicht wissen, was für eine schreckliche Note ich habe. Aber Freezer drängt mich mit seinem Blick dazu. „Ich hab ne 3.“, meint er und packt seine Mathesachen schon mal raus. Als ich auf die letzte Seite meines Klausurbogens sehe seufze ich kurz und nicke. Ich habe auch eine Drei. Irgendwie wusste ich das schon, bevor ich rein geguckt habe. Stillschweigend gehe ich raus auf den Flur zu meinem Spind und hole meine Mathesachen raus.
Kurz nach dem ersten Klingeln ist Frau Schulz schon in unserer Klasse. Ich bin in Mathe eigentlich nie gut. Meine Hausaufgaben kriege ich zwar größtenteils ohne Hilfe hin, aber in den Klausuren habe ich dann regelmäßig einen Blackout. Ich weiß einfach nichts mehr. Auf den Blättern sehe ich nur noch Zahlen rum tanzen und dann werde ich nervös. Ich hab keine Ahnung warum das so ist. Als ich in der fünften Klasse war hat mich mein Vater deshalb mal auf Dyskalkulie testen lassen, das ist die Matheschwäche. Aber dabei kam eine solche Einschränkung nicht raus. Ich kann Mathe nun mal einfach nicht nachvollziehen. Ich muss das meiste immer hinterfragen. Mein größtes Problem in dem Fach liegt wohl darin, dass ich nicht weiß wann ich was rechnen muss.
Frau Schulz hat dazu noch eine nervige Stimme und auch Freezer, der sonst immer richtig gut in Mathe war findet diese Frau einfach nur ätzend. Ihre Stimme hört sich an, als würde man eine Katze massakrieren. Sie hat eine große Stofftasche dabei, was schließen lässt, dass wir wirklich unsere Klausuren wieder kriegen. Wenn ich wieder nur eine Vier habe bringt mich mein Vater um. Er war immer ein Ass in Mathe und kann einfach nicht verstehen, warum ich dieses Fach so hasse.
„Freezer!“ Frau Schulz ruft uns immer einzeln auf und wir müssen dann nach vorne gehen, unsere Klausur abholen und uns einen Kommentar von ihr anhören. „Hast du gut gemacht.“, sagt sie, als Freezer seine Klausur in den Händen hält. Er blättert sofort auf die letzte Seite. „Yes! Ich hab ne 2!“ Mn sieht richtig, wie er sich freut. In der Sekundarstufe eins hat er nur Einsen geschrieben.
„Vegeta!“ Ihre Stimme lässt mir das Blut in den Adern gefrieren. Widerwillig stehe ich auf und trotte nach vorne. Sie schaut mich aus ihrer dicken Brille aus an und sagt nur: „Hätte ich nicht von dir erwartet.“ Ich weiß nicht, ob das jetzt positiv oder negativ sein soll. Ich weiß nur, dass ich so schnell wie möglich von dieser Frau weg will. Ich nehme mir also meine Klausur und gehe zurück auf meinen Platz. Als ich mich setze reißt mir Freezer den Bogen aus der Hand und blättert drin rum. „Hey, du hast ja auch ne 2.“, meint er und ich sehe ihn ungläubig an. „Unmöglich.“ Ist mein Kommentar dazu und ich überzeuge mich selber, als ich in den Bogen schaue. Der Wahnsinn. Wie habe ich eine Zwei geschafft? Ich habe weder einen Spickzettel benutzt noch habe ich abgeschrieben. Egal. Hauptsache ich habe keine Vier und mein Vater reißt mir nicht den Kopf ab.
Als die Mathestunde zu Ende ist seufze ich glücklich auf. Endlich. Jetzt nur noch eine Stunde Pädagogik und dann kann ich nach Hause, meine Klausuren abgeben, was essen und dann zur Gesangsstunde. Freezer beißt gerade genüsslich in das von mir vererbte Wurstbrötchen und Kakarott und Tales haben sich auf den Gang verpisst. Ich weiß seit ungefähr drei Tagen, dass Tales scharf auf meine Exfreundin ist. Ich habe ihm aber gleich gesagt, dass sie nichts für ihn ist. Aber er hört so gut wie nie auf mich und macht sie daher immer an. Schon zweimal hat er von ihr eine geklatscht bekommen und ich musste mich jedesmal aufs Neue darüber totlachen. Er ist wirklich nicht auf ihrem Niveau.
Cell kommt aufgeregt in die Klasse und wedelt mit seinen Armen herum so, als ob er vorhabe wegzufliegen. „Päda fällt aus!“ „Ja wie jetzt?“ Das verstehe wer will. Die Einzelstunden bei Herr Bergemeier fallen immer aus oder er muss ganz dringend zu einer Konferenz und wir haben nur 25 Minuten Unterricht. Die Doppelstunde Donnerstags fällt aber nie aus. Der Typ hat ganz eindeutig einen an der Waffel. Aber egal. Früher nach Hause.
Fröhlich packen wir unsere Taschen zusammen und laufen aus dem Gebäude in der Hoffnung den Schulbus noch zu bekommen. Natürlich fährt dieser genau vor unserer Nase davon. „Scheiße!“, ruft Freezer empört und verschränkt die Arme. Boo und Bebi fahren mit ihren Bikes an uns vorbei und winken kurz zum Abschied. Kakarott und Tales haben ihren Bus natürlich noch gekriegt. Nur Cell, Freezer und ich stehen noch auf dem Schulhof. „Soll ich euch n Stück begleiten?“, fragt der große grüne Herr. „Du wohnst doch genau in der anderen Richtung Cell.“, erinnert ihn Freezer und schaut zu ihm hoch. Cell kratzt sich leicht verlegen hinterm Kopf und zuckt mit den Schultern. „Stimmt auch wieder. Na dann sehen wir uns morgen oder wir schreiben heute Abend noch im Chat.“ Er winkt kurz und verschwindet dann auch.
„Also. Warten wir auf den Stadtbus oder gehen wir zu Fuß?“ Ich schaue Freezer fragend an. „Wir gehen. Ich hab keine Lust mich mit den komischen kleinen Kindern an die Bushaltestelle zu stellen. Hinterher glaubt man noch die gehören zu uns.“ Ich lache kurz und gehe mit ihm dann vom Schulgelände runter. Irgendwie hat er ja Recht. Die Kinder die da manchmal stehen sind schon ganz schön strange.
Wir haben es bis nach Hause sowieso nicht weit. Die Straßen sind relativ leer und Freezer besorgt sich noch ein Eis in nem Supermarkt. Als Ice-Jin braucht er bei solchen Temperaturen oft was Kaltes. Ich hebe mir das lieber auf. Ich will zuerst was Richtiges essen, danach noch etwas Süßes.
Nach einem recht mühsamen Weg, es geht stetig bergauf, kommen wir zuerst an meinem Haus vorbei. „Wir schreiben dann im Chat heute Abend.“, sage ich zu meinem besten Freund. Er drückt mir ein Küsschen auf die Wange. Das macht er häufiger, aber nur, wenn wir auch allein sind. Ich weiß nicht, ob das irgendeine tiefere Bedeutung hat, aber mir ist das auch so ziemlich egal. Ich bin sonderbare Sachen von ihm durchaus gewohnt. Ich lächle leicht und klopfe ihm kurz auf die Schulter. Dann drehe ich mich um und mache mich auf zur Haustür.
Meine Mum hat mich bereits aus dem Küchenfenster aus gesehen und macht mir auf. „Du bist aber früh zu Hause. Ist der Bergmeier wieder nicht da?“ Ich nicke kurz. Sie weiß, dass mein Lehrer öfters ausfällt und macht daher reflexartig montags immer früher Essen. „Was essen wir denn heute?“ Ich spitze kurz in die Küche hinein und sehe, dass wir irgendwas mit Würstchen essen. „Ich hab dir Tofuwürstchen geholt und dazu gibt’s Kartoffelsalat. Du hast heute ja noch Gesangsunterricht.“ Ich stelle meine Tasche neben dem Tisch ab und krame meine drei Klausuren raus. „Okay.“ Ich finde es echt riesig, dass meine Mum Rücksicht darauf nimmt, dass ich weniger Fleich essen will. Ich habe einfach nicht mehr das Bedürfnis nach toten Tieren. Mein Vater meinte das sei bloß eine Phase. Er hätte das auch schon hinter sich. Na ja. Ich werde es ja sehen.
Die drei Klausuren lege ich auf die Arbeitsplatte und meine Mutter wirft einen kurzen Blick darauf. „Ich schau sie mir heute Abend an. Ich muss nachher noch weg. Einkaufen. Willst du irgendwas bestimmtes?“ Ich überlege kurz. „Du könntest mal wieder diese Schokohörnchen mitbringen. Die sind super lecker.“ Meine Mum nickt kurz und stellt mir den Teller auf den Tisch. Ich setze mich sofort und verputze mein Essen in weniger als drei Minuten. Schnell zu essen liegt in der Natur der Saiyajins. Mein Vater meinte, dass das ein Schutzreflex sei. Ich habe mich für meine Rasse noch nie wirklich interessiert.
Den leeren Teller stelle ich in die Spüle. Ich schnappe meine Tasche und gehe hoch in mein Zimmer. Meine Mutter scheint gesaugt zu haben, denn auf meinem Boden neben dem Schreibtisch liegen die Papierschnipsel nicht mehr rum. Meine Tasche lege ich auf genau diese Stelle und ich setze mich an meinen Schreibtisch. Ich muss die Englischhausaufgaben für morgen noch machen. Einen Inneren Monolog schreiben. Das ist in weniger als zehn Minuten geschafft. In Englisch bin ich wirklich verdammt gut. Meine Mum kommt eigentlich aus Amerika und mit ihr spreche ich oft auf Englisch.
Ich lege meinen Block nach getaner Arbeit beiseite und schaue auf die Uhr. Ich habe jetzt noch gut eine halbe Stunde bis ich los muss. In der Zeit kann ich schon mal meine Tasche packen. Morgen habe ich Englisch, Spanisch, Sport, Biologie, Geschichte, Mathe und Deutsch. Meine Sporttasche liegt noch im Schrank. Ich hole sie raus, lege sie aufs Bett und packe neue Sportsachen rein. Mein schwarzes Black Sabbath T-Shirt das ich mal von meinem Dad bekommen habe. Dazu noch die dunkel graue 3/4-Hose und die neuen Sportschuhe. Die Sporttasche lege ich neben meine Schultasche. Ich strecke mich kurz und ziehe mir meine Boots wieder an. Meine Mum steht schon wieder im Türrahmen. „Hast du deine Hausaufgaben fertig?“ Ich nicke kurz. „Alles fertig.“ Sie lächelt und lässt mich vorbei. Ich laufe raus und schnappe mir mein Bike aus der Garage. Mein Gesangslehrer wohnt nicht weit von hier und extra für mich nimmt er sich jeden Montag ein paar Stunden frei. Ich habe genau eine Stunde Unterricht. Er sagt zu mir immer, dass aus mir mal ein großer Sänger wird und als ich ihm erzählte, dass ich mit Freezer eine Band gründen wolle hätte er mich fast umarmt. Ich glaube ich bin mit einer seiner besten Schüler. Zumindest lässt er das immer ein wenig durchblicken. Ich radle durch den schwülen Abend bergab und halte Ausschau nach kleinen Kindern mit Fußbällen. Die spielen Abends hier immer gerne, leider auch nicht gut und daher kriegt man des öfteren einen an die Birne. Aber heute scheinen sie alle zu Hause zu sein und mein Weg ist frei. Weit habe ich es nicht. Herr Teßmann wohnt nur ein paar Blocks weiter.
Nach weniger als zehn Minuten bin ich bei ihm. Ich stelle mein Bike wie jeden Montag an dem Gartenzaun ab, schließe noch das Schloss und gehen zur Haustür. Ich klingel kurz und warte. Sein Haus ist wesentlich kleiner als unseres, aber sehr gemütlich, und, wie ich finde, recht modern eingerichtet. Ich weiß nicht genau wie alt er ist. Er wird so Mitte vierzig sein. Er hat eine Tochter namens Bulma. Die geht auch auf meine Schule, allerdings eine Klasse über mir. Vor zwei Jahren hatte sie mir mal Nachhilfe in Mathe gegeben und seitdem haben wir eigentlich ein recht lockeres Verhältnis zueinander. Viele in unserer Stufe stehen auf sie und haben mich immer beneidet, wenn ich nach der Schule zu ihr gefahren bin. Sie ist wirklich ein verdammt hübsches Mädchen, aber nicht wirklich mein Typ.
Nach noch nicht einmal einer Minute macht sie mir die Tür auf. „Hey.“, ich lächle sie kurz an, aber ihr Gesichtsausdruck wirkt eher versteinert. Nicht gemein oder so, aber irgendwie bedrückt und wohl von leichtem Kummer bewegt. „Heute muss dein Gesangsunterricht wohl ausfallen. Meine Mum ist hier. Die reden gerade über die Formalitäten.“ Vor ein paar Wochen hatte ich von Bulma erfahren, dass sich ihre Eltern scheiden lassen wollten. Ich seufze kurz. Sie tut mir wirklich Leid. Freezers Eltern standen auch mal kurz vor einer Scheidung und ich, als sein bester Freund habe mitgekriegt wie schlecht es ihm zu der Zeit ging. Seine Eltern stritten sich fast jeden Tag nur noch und die Kinder ließen sie dabei eher links liegen. Freezers Noten hatten zum Glück keinen Schaden davon getragen. „Weißt du denn zu wem du nun ziehst?“, frage ich sie und schaue ihr ins Gesicht. Ich hasse es, wenn man Leuten mit denen man spricht nicht ins Gesicht sieht oder wenn, wenn sie mit mir reden, mich nicht angucken. „Ich werde wohl bei meinem Vater bleiben. Mit ihm verstehe ich mich einfach am besten. Aber ganz so sicher bin ich mir noch nicht.“ Bulma ist ein Einzelkind und fast volljährig. Ihr Vater ist wirklich ein besserer Umgang für sie. Ihre Mutter ist wirklich nicht schlecht, aber viel zu sehr auf sich selbst fixiert. „Ich würde an deiner Stelle auch bei deinem Vater bleiben. Er ist der bessere Umgang.“ Sie lächelt mich leicht an und gibt mir ein Küsschen auf die Wange. „Danke, Vegeta.“ Ich lächle zurück und verabschiede mich von ihr. Jetzt habe ich also doch noch etwas mehr Zeit und weiß nicht so recht, was ich tun soll. Hausaufgaben mache ich grundsätzlich erst in der Schule am nächsten Tag, also habe ich den restlichen Tag nun frei. Ich schwinge mich auf mein Fahrrad und seufze kurz. Auf dem Weg nach Hause fällt mir ein, dass ich heute Abend auch noch Eishockey gucken wollte. Ich bin ein riesen Fan der New Jersey Devils und diese haben heute ihr Spiel gegen die New York Rangers. Eigentlich müssten die Jungs das packen. Philadelphia ist da wieder was anderes. Aber das Spiel steht noch an. Erstmal müssen die Rangers geschlagen werden. Auf dem Weg nach Hause fahre ich also am Supermarkt vorbei. Ein paar Chipstüten, Colaflaschen und natürlich auch ein Six-Pack Veltins sind nach nur 10 Minuten mein. Mit den frisch eingekauften Lebenshilfen mache ich mich auf den Weg nach Hause.
Meine Mutter wundert sich, warum ich so früh schon zu Hause bin. Ich erläutere ihr kurz die Sachlage und verkrümel mich mit den Einkäufen in mein Zimmer. Der Laptop ist schnell hochgefahren und meinen Fernseher bringe ich auch in die richtige Position, damit ich vom Bett aus das Spiel verfolgen kann. Mit dem Laptop mache ich es mir auf eben diesem bequem. Schnell checke ich meine E-Mails und schaue mir kurz die Ergebnisse der letzten Spieltage an. Danach klicke ich auf das Chatsymbol. Freezer hat für unsere Clique einen Chat eingerichtet, bzw. das Programm dazu geschrieben. Er ist ein wirklich intelligentes Kerlchen. Das Fenster öffnet sich und ich werde auch direkt von Freezer angeschrieben. ´Schon da? Kein Gesangsunterricht?´, schreibt er. Ich lächle kurz und erkläre ihm, weshalb der Unterricht ausgefallen ist. Er kennt Bulma auch. Er ist mit der einzige Junge, der nicht auf sie steht. Ich weiß zwar nicht warum, aber er solls lieber für sich behalten. Cell und Boo sind ebenso schon online. Kakarott und Tales sind wahrscheinlich gerade am Essen und Bebi kommt eh immer später on. Freezer hat in den Chat noch kleine Feautures eingebaut, die da wären kleine Spiele, Webcam sowie Dateien verschicken. Demnächst versucht er sich am online telefonieren. Ich schalte den Fernseher ein und schaue noch die restlichen Minuten von den Simpsons. Die Serie ist echt der Hammer. Schon von der ersten Folge die ich gesehen habe an wollte ich Otto als Busfahrer haben. Vielleicht wird das eines Tages ja wahr werden. Freezer schickt mir ein lustiges Foto, welches eine etwas dickere Frau in einem sehr kleinen Auto zeigt. Ich lache mich halbtot. Dicke Menschen sind zwar meistens auch die nettesten, aber das Bild ist einfach zum Schießen! Jetzt bemerkt auch Cell, dass ich on gekommen bin und fragt mich, weshalb ich schon da bin. Ich verweise ihn auf meine Antwort an Freezer und damit ist gut. Ich schalte auf den Sportsender und verfolge gespannt den Anfang des Spieles. Auch Freezer guckt sich Eishockey an, auch wenn er kein Fan ist.
Nach wenigen Minuten kommen Tales und Kakarott on. Die beiden fragen wenigstens nicht, warum ich schon da bin und so kann ich das Spiel weiter verfolgen.
Irgendwann kommt auch Bebi on und dieser hat mal wieder nichts besseres vor, als über seine Adoptiveltern zu reden. Ich weiß, dass es toll sein muss einen Arzt als Vater zu haben. Aber warum muss man mit sowas angeben? Ich wollte auch mal Arzt werden. Am liebsten Neurologe. Aber das bedeutete auch, dass ich meine Rockstarkarriere aufgeben musste und das wollte ich nun wirklich nicht.
Bisher ist noch kein Tor gefallen und langsam aber sicher werde ich müde. Das Sixpack Bier schlummert schon seit einer Stunde in meinem Bauch und auch die Chipstüten liegen leer auf dem Boden verteilt herum. Nun ist es an der Zeit eine Colaflasche zu öffnen, damit ich nicht doch nohc vor Spielende einschlafe. Gerade, als ich die Flasche öffnen will passiert es. Ein Tor!! New Jersey führt, endlich! Natürlich schreibe ich das Spielgeschehen sofort in den Chat und bei Freezer find eich dann Zustimmung. Ich glaube nicht, dass er die Eishockeyregeln kennt und was ein Powerplay ist, aber wenigstens guckt er es sich an. Seitdem ich ihm mal erzählt habe, dass ich Fan bin guckt er auch Eishockey. Irgendwie ja schon süß. Cell erkundigt sich, worum es geht und ich schreibe ihm, dass ich Eishockey gucke. Er ist eher der Fußballfan.
Das letzte Drittel erfolgt nicht weniger langweilig. Ein Tor noch und das Spiel geht 2:0 für Jersey aus. Ich schalte den Fernseher aus und bringe den Müll von meinem Boden in den dafür vorgesehenen Eimer neben meinem Schreibtisch. Ich poste kurz, dass ich jetzt wohl ins Bett gehen würde und ich werde verabschiedet. Ich verlasse den Chat und schalte den Laptop aus. Diese stelle ich zurück auf meinen Schreibtisch und wandere ins Badezimmer. Kurz noch die Zähne putzen und pissen. Ich gähne kräftig und muss mich wirklich dazu zwingen nicht auf der Stelle einzuschlafen. Als ich in mein Zimmer zurückgehe höre ich noch, wie mein Vater nach Hause kommt. Hat wohl wieder Überstunden geschoben, oder einer seiner Angestellten hatte wieder mal was melden. Ich ziehe mir meine alte Boxershorts und ein sehr weites Shirt an, lege mich ins Bett nd stelle noch den Wecker für den nächsten Tag. Hoffentlich träume ich wieder von meiner Rockstarkarriere.
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