1. Kapitel

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    Re: 1. Kapitel

    Dieudonne - 25.05.2010, 18:40

    1. Kapitel
    Die Dorfbewohner gingen mir aus dem Weg, was wohl daran lag, dass ich eine Hexe war, eine Winterhexe, das sagten sie zumindest. Die Wahrheit war, dass ich zwar über Magie verfügte, aber als Hexe hätte ich mich nie bezeichnet. Obwohl ich ihnen nichts getan habe, hatten sie angst vor mir. In den 17 Jahren in denen ich schon hier lebte hatte sich das auch nicht verändert.
    Vorsichtig strich ich eine einzelne Locke hinter mein Ohr, damit sie mir nicht die Sicht auf dem Vollmond versperrte und setzte mich dann in den Schnee, der die gleiche Farbe hatte wie mein Kleid.
    Ich weiß nicht warum gerade der Mond mich so fasziniert, aber ich bin froh, dass ich an diesem Abend dort war und ihn beobachtet habe, andernfalls wäre ich ihm nicht begegnet. Die Nacht brachte eine angenehme Stille mit sich die ich sehr willkommen hieß. Die Schneeflocken die so winzig waren fielen in mein schwarzes Haar und färbten es ebenfalls weiß. Ich hätte ewig so sitzen bleiben können, wenn mich nicht ein Geräusch aufgeschreckt hätte. Das Geräusch kam aus dem Wald der hinter mir lag. Dort am Waldrand schimmerte etwas rotes, langsam krabbelte ich durch den Schnee auf mein Ziel zu. Es war flüssig und warm. Blut. Ein Mann lag neben der Pfütze, er war Blut verschmiert. Als ich ihn berühren wollte sprang er auf und knurrte mich gereizt an. Ich stand ebenfalls auf und sah ihm in die Augen, sie waren wie mein geliebtes Mondlicht. Silbern. „Ich werde dir helfen, wenn du mich lässt...“ irgendetwas, vielleicht meine Stimme oder das was ich sagte schien ihn zu beruhigen, denn er ließ sich nach hinten fallen und lehnte nun an einem Baumstamm. „...allerdings musst du mir auch etwas helfen...“ Ich näherte mich ihm und legte meine Arme um seiner Hüfte um ihn zu stützen. Obwohl er mir so gut er konnte half war es für mich schwierig ihn in meine Hütte zu schaffen, schließlich hatte ich einen schwächlichen Körper. Nachdem ich endlich angekommen war und seine Wunde gereinigt und anschließend verbunden hatte, legte ich ihm in mein Bett. Er würde viel Ruhe brauchen, um wieder ganz Gesund zu werden. Ich setzte mich auf die Bettkante und beobachtete ihn. Nun da ich ausreichend Licht hatte, sah ich, dass sein Haar ebenfalls schwarz war, er hatte für einen Jungen ziemlich lange Haare. „Zum Glück hat dich keiner gesehen... die Dorfbewohner mögen keine Fremden.“ Ich stand nach einigen Minuten wieder auf und setzte mich diesmal in einen Sessel, der neben dem Bett stand. Nach einigen Minuten schlief ich schließlich ein.

    Als ich aufwachte spürte ich etwas kaltes an meiner Kehle. Ich öffnete langsam meine Augen, die aufgehende Sonne lies das Metall aufblitzen, das mir der Fremde an meinen Hals drückte. „Dir geht es also besser?“ Er verstärkte den druck.
    „Wer bist du? Was hast du mit mir gemacht? Antworte!“ Seine Augen schimmerten aufgeregt. Ich strich mit meiner Hand sacht über seinen Brustkorb, seine Wunden waren verheilt. Gut. Eine unsichtbare Kraft schleuderte ihn in die hinterste Ecke des Raumes. „Ich habe mich um deine Wunden gekümmert, und wenn du mich noch einmal anlangst dann muss ich dir neue zufügen, verstanden?“ Ich lief auf ihm zu, während er versuchte wieder auf die Beine zu kommen. „Du bist wirklich unhöflich! Deiner Retterin gleich an die Kehle zu gehen gehört sich nicht, hat dir das noch keiner gesagt?“
    „Du hast mir meine Kraft genommen..“ brachte er keuchend hervor. Vielleicht hatte ich das tatsächlich, manchmal geschahen seltsame Sachen wenn ich traurig war oder angst hatte. Aber ich machte nichts ohne Grund, also war es notwendig. „Und? Ist das so schlimm? Du kannst dich ohne ihnen ja kaum beherrschen, ich will nicht wissen was du mit mir anstellst wenn du sie wieder hast“
    „Gib sie mir zurück!“
    „Selbst wenn ich es könnte würde ich es nicht tun...“ sagte ich ruhig.



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