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Re: Uwe Stemberg angegriffen
Max1 - 03.05.2010, 19:43Uwe Stemberg angegriffen
Dormagen gegen Minden: Uwe Stemberg angegriffen - TSV legt Einspruch ein
Uwe Stemberg (links), hier im Gespräch mit Schiedsrichter Holger Fleisch, wurde angegriffen.
Foto: Jennifer Seidel
Es war ein wichtiges Spiel für beide Mannschaften: 59 Minuten lang hatten sich Dormagen und Minden am Freitag Abend duelliert, dann ging es in die letzte Spielminute, die noch einmal alles an Dramatik bereit hielt, was im Handball denkbar ist. Die Dramatik sollte allerdings nicht mit der Schlusspfiff enden, das Spiel in Dormagen hatte noch einen mehr als unrühmlichen Schlussakkord, als HBL-Spielleiter Uwe Stemberg, der bei der Partie als Spialaufsicht fungierte, von einem Zuschauer attackiert wurde. Bereits vorher hatte es einige Unruhe und Handgreiflichkeiten zwischen Fans gegeben.
Als Kentin Mahe für den TSV Dormagen eine Minute vor dem Abpfiff das 31:29 erzielt hatte, schien der Sieger in diesem Abstiegsduell festzustehen. Aber es sollte anders kommen. Moritz Schäpsmeier traf 29 Sekunden vor Ultimo zum 31:30. Danach verlor Dormagen den Ball, Minden wollte mit dem siebten Feldspieler für Überzahl sorgen und so den Ausgleich erzielen. Aber Dormagen fing das Spielgerät ab, Florian Wisotzki versuchte es mit einem langen Ball ins leere Mindener Tor. GWD-Keeper Svenn Erik Medhus war allerdings schnell genug zurückgeeilt und konnte den Distanzwurf parieren. Medhus sorgte mit seiner Parade, die den wohl endgültig sicheren Sieg für Dormagen verhindert hatte, allerdings für große Aufregung, denn Dormagen sah bei der Rettungstat des Norwegers eine Regelwidrigkeit: "Wir gehen davon aus, dass in diesem Augenblick acht Mindener Spieler auf dem Feld waren", sagte Dormagens Team-Manager Thomas Dröge auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.
Statt der in diesem Fall fälligen Zeitstrafe gegen Minden und dem daraus resultierenden Ballbesitz für Dormagen lief das Spiel weiter, weder Schiedsrichter noch die Spielaufsicht sowie das Kampfgericht hatten den vermeintlichen Wechselfehler gesehen. "Ich schwöre Stein auf Bein, dass der Mindener Torwart richtig gewechselt hat", erklärte Stemberg gegenüber der dpa. Minden konnte mit dem eroberten Ball noch einmal angreifen. Maciej Dmytruszynski unterband den Versuch der Mindener, erhielt für seine Aktion eine Zeitstrafe und GWD bekam drei Sekunden vor dem Ende einen Freiwurf. GWD-Rückraumschütze Barna Putics traf nur den Pfosten, was bei den Dormagenern auf dem Feld und der Bank schon für Jubel sorgte. Aber die Partie war noch nicht zu Ende. Der gerade erst heruntergestellte Dmytruszynski erhielt auf Veranlassung von Spielaufsicht Uwe Stemberg eine Zeitstrafe, weil er unerlaubterweise das Spielfeld betreten habe.
Vielleicht dachte der Pole auch, die sechzig Minuten seien abgelaufen – dem war aber nicht so, denn die Schiedsrichter Methe/Methe hatten eine Regelwidrigkeit in der Dormagener Abwehrmauer gesehen, ein Spieler habe den Ball mit dem Fuß berührt. So bekam GWD noch einen direkten Freiwurf in der Schlusssekunde. Gegen die nur noch vier Mann starke TSV-Abwehrmauer, Max Holst verließ das Parkett für die zweite Zeitstrafe von Dmytruszynski, traf dann Putics im zweiten Versuch in den rechten oberen Torwinkel und sicherte GWD das Unentschieden. "Da haben wir sicher Glück gehabt, denn da hätte man nicht pfeifen brauchen", sagte nach der Partie Mindens Co-Trainer Frank von Behren zu der Freiwurfsituation, die GWD eine zweite Chance eröffnet hatte.
Eine Chronologie eines besonderen Spiels, welches gerade in den Schlusssekunden die Nerven aller Beteiligten bis zum Zerreißen anspannte. Nach dem letzten Wurf gab es dann unschöne Szenen: Es gab Rangeleien rund um die Unparteiischen sowie Spielleiter Uwe Stemberg, der im Getümmel mit einem auf das Spielfeld gerannten Fan zu Boden ging. "Mir geht es soweit gut. Es war wohl mehr der Schock. Ich kann zu der ganzen Szene eigentlich nichts sagen. Ich bin hinter den Schiedsrichtern hergegangen und habe dann einen Schlag am Kopf gespürt. Und als ich dann wieder zu mir kam, hatte sich der Mannschaftsarzt von Dormagen über mich gebeugt und gefragt, ob ich ihn sehen kann. Ich war weggetreten", sagte Stemberg unterdessen am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa.
Anzeige erstattete er jedoch nicht: "Das habe ich abgelehnt, als die Polizei mich gefragt hat, aber die Polizei hat von Amts wegen Anzeige erstattet." Der Aufruhr konnte erst mittels eines Polizeieinsatzes aufgelöst werden, die Schiedsrichter Methe/Methe waren bereits zuvor unter Polizeischutz aus der Halle eskortiert worden. Aufgrund des schwebenden Verfahrens wollte sich das Gespann nicht zu den Vorwürfen äußern, als es zu dem Vorfall um Uwe Stemberg kam hatten die Brüder die Halle bereits verlassen. Es war allerdings nicht der erste Polizeieinsatz an diesem Abend: "So war es bereits nach der ersten Halbzeit zu Auseinandersetzungen zwischen Mindener und Dormagener Fans gekommen - erst die Polizei sorgte für Ordnung", teilte die HBL in einer Presseaussendung mit.
Die Szenen sorgten nach dem Ende der Partie für Bestürzung bei den Beteiligten. "Wir entschuldigen uns bei Uwe Stemberg, distanzieren uns von diesem Geschehen und werden alles unternehmen, um den Sachverhalt aufzuklären", sagte Thomas Dröge, der sich wie sein Trainer Kai Wandschneider aufgrund der Tumulte betroffen zeigte: "Für Ausschreitungen der Fans beider Mannschaften kann man überhaupt kein Verständnis haben", so Wandschneider. "Ich weiß nicht, ob er eine Tätlichkeit vorhatte. Aber klar ist, dass der Fan da nichts zu suchen hat", sagte Mindens Manager Horst Bredemeier zum Vorfall mit Uwe Stemberg.
"Für uns war es ein glücklicher Punkt. So haben wir wieder Chancen, in der Bundesliga zu bleiben. 59 Minuten und 58 Sekunden war alles in Ordnung. Das hatte auch nichts mit einer schlechten Schiedsrichterleistung zu tun", ergänzte Bredemeier. Der TSV Dormagen hat vorsorglich Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt und begründet diesen in der vermeintlichen Regelwidrigkeit beim abgefangenen Ball von Florian Wisotzki, bei dem nach Dormagener Sicht acht GWD-Spieler auf der Platte gewesen sein sollen. Über den Einspruch wird das Sportgericht entscheiden, der Vorfall um Uwe Stemberg wird hingegen HBL-Justiziar Andreas Thiel beschäftigen, Stemberg wollte sich als Beteiligter dazu nicht weiter äußern. Bis hin zu einer Hallensperre wären Sanktionen möglich, dies bestätigte Andreas Thiel auf Anfrage.
Quelle: Handball-world
Re: Uwe Stemberg angegriffen
Max1 - 03.05.2010, 19:45
Nach Eklat: Nur Geldstrafe für Dormagen
Uwe Stemberg wurde beim Spiel in Dormagen tätlich angegriffen
Foto: Jennifer Seidel
Der TSV Dormagen ist nach dem Eklat-Spiel in der Bundesliga am Samstag gegen GWD Minden mit einem blauen Auge davongekommen. Statt der befürchteten Hallensperre wurde gegen den Tabellensechzehnten nach dem Angriff eines Fans auf Spielaufseher Uwe Stemberg lediglich eine Geldstrafe von 10.000 Euro ausgesprochen. "Das ist die höchste Geldstrafe, die wir bisher verhängt haben. Dormagen ist insofern mit einem blauen Auge davongekommen, als sie um eine Hallensperre herumgekommen sind", sagte Frank Bohmann, Geschäftsführer des Ligaverbandes HBL, am Montag der dpa.
Dormagen hat die Strafe bereits akzeptiert. Auch werde der angekündigte Protest gegen die Spielwertung nicht weiter verfolgt, teilte der Club auf seiner Internetseite mit. Dormagen hatte Protest angekündigt, weil Minden in der Schlussphase einen Spieler zu viel auf dem Parkett gehabt haben soll. Stemberg hatte bereits am Sonntag erklärt: "Ich schwöre Stein auf Bein, dass der Mindener Torwart richtig gewechselt hat." Dormagen erklärte dazu in einer Pressemeldung: "Den vorläufig eingelegten Einspruch gegen die Spielwertung verfolgt der TSV Dormagen nach der Auswertung des Spielgeschehens nicht weiter"
Die Hausherren hatten in der Schlußminute noch mit 31:29 geführt, dann den Anschlußtreffer kassiert und mussten am Ende in der Wiederholung eines direkten Freiwurfs noch den Ausgleich hinnehmen. Ein Dormagener Sieg hätte Gegner Minden im Kampf um den Klassenverbleib vermutlich die letzten Hoffnungen geraubt und Dormagen Punktgleichheit mit dem rettenden Ufer beschert.
Bei dem Urteil zu den Zuschauervorfällen, das HBL-Justiziar Andreas Thiel nach Beratungen gefällt hat, wurden das bislang unauffällige Verhalten der Dormagener und die Reue berücksichtigt. "Wir haben die tadellose Vergangenheit berücksichtigt", erklärte Bohmann. Zusätzliche Auflagen seien dem TSV Dormagen nicht gemacht worden. Allerdings würde bei einem erneuten Vorfall die Strafe höher ausfallen. "Wir haben jetzt die Vergangenheit bedacht und würde es dann natürlich auch machen", sagte der HBL-Geschäftsführer. Dormagen hatte sich bereits am Abend in Person von Thomas Dröge und Trainer Kai Wandschneider vom Geschehen distanziert, Bedauern ausgedrückt und erklärt, dass man für diese Ausschreitungen überhaupt kein Verständnis habe.
"Der TSV Dormagen bedauert Vorfälle, die in der Halbzeitpause und nach Abpfiff des Bundesligaspiels gegen GWD Minden einen Polizeieinsatz notwendig machten", so der Verein in seiner Stellungnahme weiter und führt aus: "Auf die noch näher zu untersuchenden Auseinandersetzungen mehrerer Besucher des Spiels in der Halbzeitpause reagierte das Ordnerteam des TSV angemessen. Die eingeschalteten Polizeikräfte trugen zur Beilegung und zur ersten Aufklärung bei. Der TSV duldet keinerlei Gewaltanwendungen, wird das Verhalten von Zuschauern restlos aufklären und notwendige Maßnahmen einleiten. Hierzu werden weitere Zeugen gesucht, die detaillierte Auskünfte zum Geschehen geben können. Die Polizisten waren auch in der zweiten Halbzeit des Spiels präsent."
Weiter heißt es: "Der TSV distanziert sich vom Verhalten einzelner Zuschauer aus Minden und Dormagen und entschuldigt sich insbesondere bei Uwe Stemberg für den erlittenen Schaden. Teammanager Thomas Dröge hat am Sonntag nochmals Kontakt mit Uwe Stemberg aufgenommen und ihm gegenüber das Bedauern des Vereins für die Einzelaktion eines namentlich bekannten Zuschauers ausgedrückt, durch die der HBL-Offizielle in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der TSV wird die notwendigen Konsequenzen zeitnah ziehen und öffentlich machen." Spielleiter Uwe Stemberg hatte die Szene gegenüber der dpa wie folgt beschrieben: "Ich kann zu der ganzen Szene eigentlich nichts sagen. Ich bin hinter den Schiedsrichtern hergegangen und habe dann einen Schlag am Kopf gespürt. Und als ich dann wieder zu mir kam, hatte sich der Mannschaftsarzt von Dormagen über mich gebeugt und gefragt, ob ich ihn sehen kann. Ich war weggetreten." Stemberg gab bereits am Sonntag aber Entwarnung: "Mir geht es soweit gut. Es war wohl mehr der Schock."
Quelle: Handball-world
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