Wie sollten Angehörige/Freunde mit dem Betroffenen umgehen?

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    Re: Wie sollten Angehörige/Freunde mit dem Betroffenen umgehen?

    Hubert - 10.06.2006, 11:25

    Wie sollten Angehörige/Freunde mit dem Betroffenen umgehen?
    Zitat aus meiner Homepage:

    Zitat:
    Zitat: ...Ich merkte schon dass es nicht mehr normal sein kann erst mal morgens zwei Bier zu trinken bevor dass Zittern nachließ und das es nicht angenehm war jeden, oder jeden 2. Tag in den Getränkemarkt zu fahren um einen neuen Kasten Bier zu holen, die leeren Flaschen zu entsorgen oder mir ständig Sorgen zu machen ob jemand etwas „riecht“, aber es hatte nie jemand etwas zu mir gesagt!!!

    Das meine lieben Leute ist der größte Fehler den unsere Mitmenschen einem Alkoholiker gegenüber machen können, denn es bestätigt den Betroffenen nur noch das alles nicht so schlimm ist!!...
    :arrow:
    Ich meine, - nur wer offen mit dem Thema umgeht der hilft letzendlich dem Betroffenen dadurch, dass er ihm seine Fehler zeigt. Das ist zwar (meist) für beide Seiten nicht angenehm, aber es beschäftigt den Betroffenen (wenn auch meist nur "im stillen Kämmerlein") und zwingt ihn dazu sich damit auseinanderzusetzen. Auch wenn offensichtlich erst eine negative Gegenreaktion des Alkoholikers zu erwarten ist, wird sich doch im laufe der Zeit herausstellen, das durch diese Offenheit eine Vertrauensbasis und nicht eine durch Vorwürfen geprägte Beziehung daraus entsteht. So sollte es jedenfalls im "günstigsten Falle" sein meiner Meinung nach.

    Denn wer dem anderen nur vorwirft dass er sich mit seinem Trinkverhalten "daneben benimmt" der hat den Betroffenen weder verstanden (was auch verständlich wäre) noch hilft er im dadurch. Es sollte offen und ehrlich zu einem Gespräch heranwachsen und das Verständnis für die Situation des Alkoholikers sollte auch vorhanden sein. Denn es ist doch so, dass gleichermaßen der Angehörige/oder Freund,...noch der Betroffene selbst die genaue Ursache für das Trinkverhalten des Betroffenen genau kennt! Dazu bedarf es erst einmal der Selbsterkenntnis des Alkoholikers und die Bereitschaft sein "Leben" im Allgemeinen und seinen "Schmerz" im besonderen "kennenzulernen".

    Letzendlich ist es meiner Meinung ziemlich egal ob nun jemand etwas sagt, oder nicht sagt. Wichtig ist nur WIE er damit umgeht. Nur es ist natürlich so, dass, wenn nie jemand etwas sagt, der Zeitraum, bis der Betroffene so mit sich selbst und der Umwelt in Bedrängnis gerät natürlich unendlich lange sein kann.

    Meist ist es doch so, dass wenn der Betroffene sich aufgrund der Offenheit dann immer mehr zurückzieht und heimlich, versteckt trinkt, nicht mehr aus dem Haus möchte, oder sich sonst irgendwie mit "offenen Personen" treffen möchte, - dass er dann eben viel schneller "abrutscht" (durch sein Bedauern und seine Schuldgefühle,...) und letztendlich seinen eigenen Nullpunkt schneller erreicht.

    Diesen Punkt nenne ich mal Nullpunkt, denn es ist der Punkt an dem es kein Zurück mehr gibt. Der Betroffenen kann nicht mehr. Es gibt keinen weiteren Ausweg außer dem Suizid (was man nicht hoffen will!) und dem Weg in die Abstinenz. Dort wird er sich dann sicher die Hilfe bei den Personen holen oder zumindest annehmen, die immer offen mit seinem Problem umgegangen sind, denn dort muss er sich ja nicht erst outen!

    So, das ist aber nun länger geworden als ich eigentlich wollte,...Es ist aber meine Eigene Erfahrung (sozusagen am eigenen Leibe...) und ich denke ich weiß wovon ich da geschrieben habe.

    Na ja, manchmal geht es halt mit mir durch. Aber ich hoffe das ich dieses Thema aus meiner Sicht verständlich herübergebracht habe.

    Wer dazu nähere Fragen hat, der darf sie gerne hier stellen. Wer sich nicht traut (keine Angst!), der kann anonym an der Umfrage teilnehmen. :?: :?: :!: :!: :?: :?:

    Lieben Gruß
    Hubert :D :D
    _________________
    *....gib mir die Kraft und die Gelassenheit.....*



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