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Re: Nichteinmischung in fremde Angelegenheiten
admina - 11.06.2006, 11:07Nichteinmischung in fremde Angelegenheiten
Bismillahi ar rahmani ar rahim
8.06.2006:
Islamische Lebenspraxis
Nichteinmischung in fremde Angelegenheiten
Zu einer der wichtigsten Eigenschaften im zwischenmenschlichen Austausch gehört es, sich nicht unnötig in die Angelegenheiten anderer einzumischen. In der muslimischen Lebensweise nimmt diese Haltung einen nicht unerheblichen Raum ein, wobei sie noch spirituell verfeinert wird. Vom Prophetengefährten Abu Huraira wird folgende Aussage des Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden, übermittelt: „Eine der exzellenten Teile des Islam einer Person liegt darin, sich nicht mit Dingen zu beschäftigen, die sie nichts angehen.“ (Überliefert von den Hadith-Gelehrten Tirmidhi, Imam Ahmad und Ibn Madschah) Nach Aussicht von manchen gehört dies zu den wichtigsten Ahadith in der islamischen Überlieferung. Man kann dessen Bedeutung aus der Aussage von Al-Qailubi ableiten: „Wenn sich jemand auf die Notwendigkeiten des Lebens beschränkt, seinen Lebensunterhalt in dieser Welt betreibt und Sicherheit auf der Reise zurück (zu seinem Schöpfer) anstrebt - und dies sind nur wenige Dinge im Vergleich zu jenen Angelegenheiten, die ihn nichts angehen -, dann wird er vor großem Schaden bewahrt. Sicherheit vor Schaden ist in sich selbst gut.“ Dann fügt der Imam noch hinzu: „Wer erkennt, dass sein Worte Teil seiner Handlungen sind, würde wenig reden, es sei denn über Dinge, die ihn betreffen.“ Dieses Hadith ist auch mit dem Prinzip verbunden, dass Muslime wie „ein Körper“ sind. Diejenigen, die „Exzellenz in ihrem Islam“ praktizieren, helfen sich gegenseitig in ihrer spirituellen Entwicklung. Das Sprechen über fremde Angelegenheiten kann im schlimmsten Fall die Menschen im eigenen Umfeld zu schlechten Gewohnheiten und Eigenschaften verführen. Im besten Fall verschwendet es die eigene Zeit und die der Umgebung. In diesem Zusammenhang wurde Ahnaf ibn Qais gefragt, wie er zu seiner noblen Herkunft gelangt sei und er antwortete: „Aus mir selbst“. Darüber befragt, wie dies sein könne, antwortete er: „Wenn ich etwas in jemand anderem sah, was mir nicht gefiel, bemühte ich mich darum, diese Eigenschaft nicht in mir erscheinen zu lassen.“
Die Gelehrten und die Rechtgeleiteten unternahmen große Mühen, damit sie sich nicht mit Dingen befassten, die sie nichts angingen. Es wird von Hasan ibn Sinan berichtet, dass er einst an einem Haus mit einer neuen Mauer vorbei ging. Er soll zu sich selbst gesagt haben: „Wann wurde diese Mauer gebaut?“ Als Hasan erkannte, was er gerade gesagt hatte, wies er seine eigene Nafs [das niedere Selbst] mit den folgenden Worten zurecht: „O trügerisches Selbst, wie kannst du nach etwas fragen, was dich nichts angeht?“ Danach behandelte er diesen Fehler, indem er für ein Jahr fastete.
Schaitan möchte, dass die Leute ihre Zeit verschwenden, denn er weiß, dass die eigene Lebensspanne ein „Juwel“ ist. Wenn dieses verschleudert wird, ist er zufrieden. Aus diesem Grund wird derjenige, der andere zu etwas aufruft, was sie nichts angeht, als „Schaitana“ (weibliche Form von Schaitan) bezeichnet und dass derjenige, der ihm folgt, ein Schaitan ist. Er, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Der männliche Schaitan folgt dem weiblichen Schaitan.“ (Überliefert von Ibn Madschah, Abu Dawud und Ibn Hibban) Al-Munawi ist der Ansicht, dass er oder sie wegen seiner oder ihrer „Distanz von der Wahrheit, Abwendung von der Anbetung und Einladung zu etwas, was einen nichts angeht, Schaitana genannt wird. Schaitan entfernt uns von Allah. Al-Hassan war der Ansicht, dass es „zu den Anzeichen von Allahs Zurückweisung eines Sklaven gehört, dass dieser sich mit Dingen beschäftigt, die ihm nicht zustehen.“
Aus diesem Grund warnte uns der Gesandte Allahs: „Die Leute mit den meisten Fehlern am Tag der Auferstehung sind jene, die am meisten über das reden, was nicht zu ihren Angelegenheiten zählt.“ (Imam As-Sujuti überlieferte es und hat es für gesund befunden) Dieser Fehler kann dazu führen, dass Allahs Segen auf die betreffende Person beschränkt wird. Malik ibn Dinar sagte: „Wenn ihr Hartherzigkeit in eurem Herzen, Schwäche in eurem Körper und einen Mangel an Versorgung vorfindet, dann wisst ihr, dass ihr über Dinge gesprochen habt, die euch nichts angehen.“ Der Gesandte Allahs lehrte ’Ali ein Bittgebet. Dazu zählen auch die Worte: „Und erweise mir Gnade, indem Du mich nicht mit dem belastest, was mich nicht betrifft.“ Möge Allah uns barmherzig sein und uns fernhalten von dem, was uns nichts angeht. (Von Abdal Aziz Ahmed)
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