Februar 2010

Nachtperle's Plauderecke
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  • Forum: Nachtperle's Plauderecke
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    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 01.02.2010, 22:03

    Februar 2010
    1. Februar 2010

    Wir alle sehen in Christus mit unverhülltem Gesicht die Herrlichkeit Gottes wie in einem Spiegel. Dabei werden wir selbst in das Spiegelbild verwandelt und bekommen mehr und mehr Anteil an der göttlichen Herrlichkeit. Das bewirkt der Herr durch seinen Geist. 2. Korinther 3, 18 (Gute Nachricht Bibel)

    Hast du schon einmal darüber nachgedacht, wie ein Porträt von dir aussehen könnte und was es über dich aussagen würde? Fotografien sind ja immer nur Momentaufnahmen. Doch wenn ein Maler über mehrere Stunden mit seinem Pinsel festhält, was er sieht, kann man sich nicht wirklich verstellen. Was würden andere Menschen bei dir sehen? Innere Stärke, Mut, Liebe, Vertrauen, Freundlichkeit, oder Angst, Unsicherheit, Zweifel und Verbitterung?

    Viele Menschen wissen nicht, wer sie wirklich sind. Sie wurden immer wieder verletzt, mussten Rückschläge einstecken oder Schweres ertragen. All das hat sie geprägt hat ihnen vielleicht das Selbstwertgefühl und die Lebensfreude genommen. Manchmal erkennen sie das selbst, doch meistens sehen es nur ihre Mitmenschen.

    Was sieht Gott, wenn er uns anschaut? Keine Frage: Wenn Gott uns betrachtet, sieht er nicht nur, wie wir jetzt sind, sondern was wir sein könnten und einmal sein werden. Ersieht eine wertvolle Person, die Liebe geben, sich von Herzen freuen kann und eine großartige Zukunft hat.

    Wir dagegen sehen das oft nicht. Wir sind an unser altes Ich gebunden - unfrei und unfähig, zu Neuem aufzubrechen. Wir sehen uns meistens, wie wir vorher waren, als wir noch ohne Jesus lebten. Uns beherrschen noch die alten Gedanken und Gefühlsreaktionen, die schon lange nicht mehr passend sind. So leben wir oft weit unter dem Niveau, das Gott für uns vorgesehen hat.

    Jesus möchte uns davon frei machen. Wir sollen uns mit seinen Augen sehen und verstehen, was er für uns vorgesehen hat. Und er möchte, dass wir entsprechend leben! Kein normales, graues Dasein, sondern ein außergewöhnliches, glückliches und zufriedenes Leben!

    Was wir selbst von uns sehen, ist das unvollendete Porträt, vielleicht nur die grobe Skizze dessen, was wir nach Gottes Vorstellungen einmal sein werden. Gott arbeitet lebenslang an diesem Porträte und möchte daraus ein Meisterstück machen. Das sollt uns bei jedem Blick in den Spiegel bewusst sein!

    Siegfried Wittwer

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 2. Mose 27-28

    Abends: Matthäus 21, 23-46



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 02.02.2010, 16:23


    2. Februar 2010


    Denk schon als junger Mensch an deinen Schöpfer, bevor die beschwerlichen tage kommen und die Jahre näher rücken, in denen du keine Freude mehr am Leben hast. Prediger 12, 1 (Hoffnung für alle)

    Studien belegen es: Die Lebenserwartung ist in den letzten Jahrzehnten in Deutschland erheblich gestiegen. Die Menschen werden zunehmend älter. Auch in Zukunft setzt sich dieser Trend fort. Im Jahre 2050 wird eine Frau im Durchschnitt 86 Jahre alt, ein Mann 80.

    Doch was bedeutet es für uns, so alt zu werden? Ist das Altwerden ein Glück, eine Chance, mehr Lebensjahre genießen zu können? Oder ist es geprägt von Krankheiten, vom Alleinsein und von Niedergeschlagenheit? Vor allem eine schwere Bürde, die es zu tragen gilt, oder eine Zeit ohne Freude, wie Salomo in dem Andachtstext meint?

    Das häng von den Umständen und der Sicht des Einzelnen ab. Das Alter ist die dritte Stufe des Lebens und hat wie alle anderen Daseinsstufen ein eigenes Gesicht, eine eigenen Atmosphäre, eigene Freuden und Nöte. Wir Alten mit den grauen oder weißen Haaren haben gleich den Jüngeren bestimmte Aufgaben, die unserem Leben Sinn geben. Altsein ist ebenso wichtig wie Jungsein. Das scheint angesichts des modernen Jugendlichkeitswahns mehr und mehr in Vergessenheit geraten zu sein.

    Ein alter Mensch, der das Altsein und die „Todesnähe“ nur fürchtet oder gar hasst, ist kein würdiger Vertreter seiner Lebensphase. Um das Altwerden und Altsein als Chance begreifen zu können, muss man aufhören, es als prinzipielle Abbauphase und unabänderliche Sackgasse aufzufassen. Jeder Lebensabschnitt hat seinen eigenen Sinn und seine eigene Wertigkeit. Sie ist nicht nur an Jahre, sondern auch an Einstellungen gebunden. „Wahre Jugend zu bewahren heißt vor allem, Freude an der eigenen Körperlichkeit, Freude an der eigenen Geistigkeit, Liebe als enge persönliche sowie soziale Verbundenheit, frohes Bejahen von Natur, Welt und Gott und überall Hoffnung und Zuversicht finden.“ (Gerhard Hauptmann)

    Aus christlicher Sicht ist das Alter nicht der fünfte Akt einer Tragödie, nach dem der Vorhang fällt und alles zu Ende ist. Es gleicht vielmehr den letzten Takten einer Ouvertüre: In wenigen Augenblicken wird der Vorhang aufgehen, es wird hell auf der Bühne - das Eigentliche beginnt!

    Günther Hampel

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 2. Mose 29-30

    Abends: Matthäus 22, 1-22



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 03.02.2010, 15:22


    3. Februar 2010

    Dann wird der König antworten: Ich versichere euch: Was ihr fur einen meiner geringsten Brüder oder für einen meiner geringsten Schwestern getan habe, das habt ihr für mich getan. Matthäus 25,40 (Gute Nachricht Bibel)

    Als Personalsachbearbeiter habe ich mit vielen unterschiedlichen Menschen zu tun. Manchen begegne ich mit Herzlichkeit, Offenheit und Freundlichkeit, anderen wiederum mit Misstrauen, übertriebener Distanz oder gar latenter Unfreundlichkeit. Nicht selten übernehme ich sogar die Meinung anderer Personen über bestimmte Menschen. Und manchmal versuche ich Menschen sogar zu meiden oder ihnen nonverbal zu signalisieren, dass ich nichts mit ihnen zu tun haben möchte.

    Als ich den heutigen Andachtstext las und auf mich wirken ließ, wurde mir bewusst, dass sich an meiner Einstellung und meinem Verhaltensweisen etwas grundlegend ändern muss. So wie ich bestimmten Menschen begegne, begegne ich letztlich auch Jesus Christus, der schon so viel für mich getan hat – und dafür schäme ich mich.

    Um Jesu Leben und Handeln richtig zu begreifen und zu verstehen, möchte ich auch den Menschen respektvoll und unvoreingenommen begegnen, die ich nicht kenne oder die mir nicht liegen. Jeder Mensch hat seine Geschichte, seine Herkunft und ist geprägt von seinen Erfahrungen. Niemand ist absolut perfekt oder durch und durch böse.

    Wenn ich in Düsseldorf in der Fußgängerzone an einem Bettler vorübergehe, tut er mir leid. Ich weiß nicht, warum und wie er in diese missliche Lage geraten ist, und es ist sogar möglich, dass er sie selbst verschuldet hat. Trotz allem hat er meinen Respekt verdient und wenn ich ihm ein wenig Geld gebe, wünsche ich mir ein Gefühl der Selbstverständlichkeit und kein arrogantes „von oben herab“ – Gefühl.

    Was wäre, wenn Jesus uns auch so von oben herab anschauen oder so distanziert und ablehnend behandeln würde, wie wir es manchmal bei anderen Menschen tun, ob bewusst oder unbewusst, ob bei dem Bettler auf der Straße, dem Nachbarn, Arbeitskollegen oder Vorgesetzten? Wo würden wir früher oder später landen? Im schlimmsten Fall womöglich in der gleichen Situation wie der Bettler in der Fußgängerzone.

    René Seiffert

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 2. Mose 31-33

    Abends: Matthäus 22, 23-46



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 04.02.2010, 07:01


    4. Februar 2010


    Vertraue Gott deine Pläne an, er wird dir Gelingen schenken Sprüche 16,3 (Hoffnung für alle)

    Als Gott Mose beauftragte, das Volk Israel in das versprochene Land zu führen, war das kein Vorhaben, das an zwei Tagen oder in zwei Monaten ausgeführt werden konnte. Gott gab Mose und dem Volk Israel die Zeit, die sie benötigten und vor allem die, die er dafür vorgesehen hatte. (siehe 2. Mose 12, 40-41). Und er gab Mose und Aaron nur so viel Verantwortung, wie sie im Augenblick tragen konnten.

    Wie sieht es mit unserer Verantwortung und den damit verbundenen Aufgaben aus? Wir würden oft alles am liebsten gleich sofort und komplett erledigen. Doch auch wir erfahren, dass Gottes Tempo häufig ein anderes ist. Alle Aufgaben, die wir von ihm erhalten, richtet er fürsorglich und liebevoll nach unseren Voraussetzungen, Begabungen und unseren Kräften aus.

    Das gilt auch fir den geistlichen bereich und in der Beziehung zu ihm. Wie sehr haben wir uns gewünscht, dass, nachdem wir ihm unser Leben anvertraut hatten, alles und vor allem sofort besser wird. Doch auch dabei führt uns Gott in einen allmählichen Prozess hinein und nimmt sich einen Lebensbereich nach dem anderen vor. Er macht es so, wie wir des verkraften können und zu einem Fortschritt mit einem guten Ergebnis kommen.

    Gott sieht unser Leben und unser charakterliches Wachstum immer aus dem Blickwinkel der Ewigkeit. Er hat viel Geduld mit uns, so wie er es mit Mose und seinem Volk Israel hatte. Wir sind es, die ungeduldig werden, uns zu viel auf einmal vornehmen und am Ende eines Tages oder einer Wochen erschöpft sind.

    Es ist eine tägliche Herausforderung, unsere Ziele realistisch und in Abstimmung mit Gottes Zeitplan zu stecken. Das funktioniert nur in einer engen Verbindung mit ihm. Im täglichen Gebet und dem Hören auf das, was er uns sagen möchte. Wenn wir uns dafür nicht genügend Zeit und Ruhe nehmen, weil wieder alles schnell gehen muss, werden wir am Ende des Tages mehr verloren als gewonnen haben – sowohl bei der Zeit als auch bei den Ergebnissen der erledigten Aufgaben. Daher der Rat Salomos: : „Vertraue Gott deine Pläne an“ – und ihre Erfüllung oder Nichterfüllung.

    Gott möchte, dass wir fröhlich, gelassen und ruhig unseren Tag mit ihm beginnen und ihm vertrauen, dass er uns für alles die Zeit lässt, die wir brauchen. Packen wir die Aufgaben an, die er uns heute klar vor Augen gestellt hat.

    Gabriele Baur

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 2. Mose 34-35

    Abends: Matthäus 23, 1-22



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 05.02.2010, 15:12


    5. Februar 2010

    Mein Sohn, vergiss nie, was ich dir beigebracht habe! Nimm dir meine Ratschläge zu Herzen, und bewahre sie! Dann wird es dir gut gehen, ein langes und erfülltes Leben liegt vor dir. Sei gütig und treu, und werde nicht nachlässig, sondern sporne dich immer wieder an! Sprüche 3, 1-3 (Hoffnung für alle)

    In einer Studie an einer Universität in den USA wollte man herausfinden, ob Studenten in Klausuren betrügen würden oder nicht. Aufgabe war es, 20 leichte Mathematikaufgaben innerhalb von fünf Minuten zu lösen. Wer in dieser Zeit die meisten Aufgaben gelöst hatte, würde einen Preis bekommen. Jeder Student sollte die Anzahl der richtig gelösten Aufgaben auf ein separates Blatt schreiben und dem Versuchsleiter abgeben. Die Möglichkeit zu betrügen war also gegeben, weil jeder auf sein Blatt schreiben konnte, was er wollte.

    Wichtig war, was vor diesem Test passierte. Es wurden zwei Gruppen gebildet. Die eine sollte zehn Bücher notieren, die sie in ihrer Schulzeit gelesen hatte, danach sollte sie die Aufgaben lösen. Die andere Gruppe sollte so viele der Zehn Gebote aufschreiben, wie sie wussten.

    Was war das Ergebnis? Die Gruppe, die vorher die Bücher notieren sollte, löste durchschnittlich 33 Prozent mehr Aufgaben als die Personen der anderen Gruppe. Damit war klar, dass die Mitglieder dieser Gruppe häufiger betrogen hatten. „Die Studenten, die wir gebeten hatten, sich die Zehn Gebote ins Gedächtnis zu rufen, betrogen überhaupt nicht!“ (Dan Ariely, Denken hilft zwar, nützt aber nichts, S. 249ff.) Die Forscher schlossen daraus, dass Studenten nicht betrügen würden, wenn sie sich auf den Wert der Ehrlichkeit besinnen würden, zum Beispiel dadurch, dass sie sich die Zehn Gebote ins Gedächtnis rufen.

    Diese Studie bestätigt, wozu uns Salomo in unserem heutigen Andachtstext auffordert. Wir sollen die Gebote Gottes nicht vergessen, sie bewahren und sie in unser Herz gewissenhaft einprägen. Das geschieht beispielsweise durch das Studium der Bibel, im Gebet oder wenn wir diese Andacht lesen. All das trägt dazu bei, dass Gottes Wort sich in unser Herze einpflanzen kann. Dann werden uns die Gebote Gottes mehr und mehr in Fleisch und Blut übergehen und uns Richtschnur und Wegweisung im Leben sein. Der heilige Geist wird das bewirken- Hesekiel 36, 27


    Roland Nickel

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 2. Mose 36-37

    Abends: Matthäus 23, 23-39



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 06.02.2010, 19:00


    6. Februar 2010

    Aber der siebte Tag ist ein Ruhetag, der mir, dem Herrn, deinem Gott, gehört. An diesem Tag sollst du nicht arbeiten, weder du noch deine Kinder, weder dein Knecht noch deine Magd, auch nicht deine Tiere oder der Fremde, der bei dir lebt. 2, Mose 20, 10 (Hoffnung für alle)

    Samuele Bacchiocchi schreibt in dem Buch Deine Zeit ist meine Zeit, Der biblische Ruhetag als Chance für den modernen Menschen, auf Seite 189: „Es besteht gegenwärtig eine deutliche Tendenz, das Wesen des Sabbats als ‚Anbetung’ von seiner Bedeutung als ‚Ruhe’ zu trennen.“

    Natürlich ist das Sabbatgebot dem Menschen als Ruhezeit gegeben, aber nicht nur für seinen Leib, sondern auch für die seelischen Bedürfnisse. Eine Sabbatpause ohne Begegnung mit Gott ist eine profane Angelegenheit. Zum Entspannen könnte man sich genauso gut einen anderen Tag nehmen.

    Manche freuen sich, am Sabbat gleichgesinnte zu treffen. Aber das Hauptanliegen sollte es auch nicht sein. Der Sabbat ist der „Tag des Herrn“ Jesaja 58, 13 ein heiliger, für ihn geweihter Tag. In erster Linie muss er auf Christus unseren Erlöser und „Herrn des Sabbats“ Markus 2, 28 ausgerichtet sein. „Wäre er der Menschheit lediglich gegeben, um physische, soziale und wirtschaftliche Bedürfnisse zu stillen, dann wäre er ein menschlicher Feiertag.“ Ebenda, S.190

    Am Sabbat soll die Anbetung und Verherrlichung Gottes und Christi im Mittelpunkt stehen. Deshalb darf er nicht mit einem anderen Tag, wie dem Sonntag, vertauscht werden.

    Bibeltreue Christen wollen mit der Beobachtung des heiligen Tages Gottes nicht nur eine uralte Tradition erhalten. Ihr Handeln hat damit zu tun, Jesus Christus als den einzigen Herrn anzuerkennen. Gottes Verheißung ist es, jeden, der den Sabbat heilig hält, zu heiligen, das heißt, zu verändern Hesekiel 20, 12. Welch eine erhabene Aufgabe, welch eine großartige Chance, dies den Menschen wieder bewusst zu machen!

    Gott sagte zu den Israeliten: „Ich bin doch der Herr, euer Gott! Richtet euch nach meinen Geboten, achtet auf meine Ordnungen und befolgt sie. Sorgt dafür, dass der Sabbat ein heiliger Ruhetag bleibt als Zeichen für den Bund zwischen mir und euch. Dieser Tag soll euch daran erinnern, dass ich der Herr, euer Gott, bin.“ Hesekiel 20, 19-20 (Hoffnung für alle) Das gilt auch heute noch für jeden Gläubigen.

    Josef Butscher


    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 2. Mose 39-40

    Abends: Matthäus 24, 1-28



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 08.02.2010, 08:22


    7. Februar 2010

    Gott, dein Weg ist heilig. Wo is ein so mächtiger Gott, wie du, Gott, bist? Du bist der Gott, der Wunder tut, du hast deine Macht bewiesen unter den Völkern. Psalm 77, 14-15

    Welch eine Glaubensgewissheit spricht aus diesen Worten! Man müsste meinen, dass ein Mensch, der mit solch froher Zuversicht die Macht Gottes rühmen kann, das Eingreifen Gottes gerade auf wunderbare Weise erlebt hat. Wir vermuten nicht, dass diese Worte in einer Qualvoll durchwachten Nacht gebetet wurden.

    Der Psalmdichter Asaph befindet sich in großer Not. Er liegt auf seinem Bett, wälzt sich und kann keinen Schlaf finden. Die Nacht ist schier endlos. Seine Gedanken drehen sich im Kreis. Er denkt an Gott, aber seine Gedanken finden nicht zu Gott hin. Sie führen nur zur Zwiesprache mit dem eigenen Herzen. Es melden sich die Gedanken aus seinem Innersten zu Wort: „Hat der Herr uns für immer verstoßen? Will er sich nicht mehr erbarmen? Ist er nie wieder gut zu uns? Gilt sein Versprechen in Zukunft nicht mehr? Hat Gott vergessen, sich zu erbarmen? Verschließt er im Zorn sein Herz? Psalm 77, 8-10 8( Die Gute Nachricht Bibel) Die Gedanken kreisen immer um dieselben Fragen. Wie kann ein Gottesmann so zweifeln?

    Wir kennen die Gründe für die Not Asaphs nicht. Das ist auch nicht wichtig, denn wir kennen ja unsere Not. In einer unheilen Welt bleiben auch die Kinder Gottes nicht vor Nöten und Zweifel verschont. Was hilft, wenn die Zwiesprache mit dem eigenen Herzen auch das Gottvertrauen erschüttert?

    Der Psalmdichter erlebt etwas Großartiges. Beinahe plötzlich schwinden Verzagtheit und Zweifel. Noch ist die Nacht nicht vorüber und doch wird Asaph von neuem Mut erfüllt. Kein Wunder ist geschehen, dass die Gründe für die Not plötzlich beseitigte. Die Umstände sind noch die gleichen, aber doch ist alles anders! Seine Gedanken lösen sich vom Kreisen um sich selbst und con den Zweifel. Psalm 77, 12-13a Die Gedanken richten sich nun darauf, was Gott durch all die Jahrtausende für die Seinen getan hat. Asaph denkt daran, wie Gott sein Volk aus auswegloser Not befreite, und kommt so zu der Aussage unseres Andachtstextes.

    Gott ist treu. So wie er in der Vergangenheit geführt hat, so hilft er bis ans Ende. „Du hast dein Volk erlöst mit Macht!“ Wer darauf schaut, kann Gott auch wieder loben. Daraus erwächst neue Kraft für den Tag.

    Lothar Wilhelm


    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 3. Mose 1-3

    Abends: Matthäus 24 , 29-51



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 08.02.2010, 08:23


    8. Februar 2010

    Siehe, ich will dich versammeln zu deinen Vätern, dass du mit Frieden in dein Grab kommst und deine Augen nicht sehen all das Unheil, dass ich über diesen Ort und seine Einwohner bringen will. 2. Chronik 34, 28a

    Gott wollte dem gläubigen Josia etwas Gutes tun und kündigte ihm seinen Tod an. ER sollte vor den Wirren der Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar und vor der anschließenden Deportation nach Babylon bewahrt werden. Der Tod war in diesem Zusammenhang Ausdruck des gnädigen Handelns Gottes.

    Nach menschlichen Vorstellungen hätte Josia eigentlich ein langes gesegnetes Leben verdient. 18 Jahre hatte er bereits in Jerusalem regiert und sich mit Eifer bemüht, die äußeren Zeichen des Götzendienstes, die Altäre und Statuen, zu zerstören. Den vernachlässigten Tempel lies er dagegen reinigen und renovieren.

    Bei diesen Arbeiten fand der Priester Hilkija eine Abschrift der fünf Bücher Mose wieder. Josia war bestürzt über die Strafandrohungen für den Fall des Götzendienstes. Er schickte seine Vertrauten zur Prophetin Hulda, um zu erfahren, wie es ihm selbst und dann auch seinem Volk ergehen würde. Unser Andachtstext ist die Antwort Gottes durch Hulda.

    Josia reagierte auf diese Ankündigung seines Todes ganz anders als sein Urgroßvater Hiskia, der verzweifelt um Lebensverlängerung gebeten hatte – Gott gewährte ihm noch 15 Lebensjahre. Drei Jahre nach seiner Genesung wurde sein Sohn Manasse geboren, der das Volk in den verwerflichsten Götzendienst führte.

    Josia dagegen rief seine Würdenträger und das Volk zusammen und erneuerte den Bund mit Gott: alle gelobten, von jetzt an Gott treu zu bleiben. Im Kampf gegen Pharao Necho wurde Josia verwundet und starb nach 31 Regierungsjahren in Jerusalem 2. Chronik 35, 20-24. Von außen gesehen war die Verwundung die Todesursache, in Wirklichkeit war es Gottes gnädiges Handeln au seinem Diener.

    Der Tod hat bei Gott einen ganz anderen Stellenwert als bei uns Menschen. Er bezieht das ewige Leben auf der neuen Erde immer mit ein, wenn er seine Kinder durch dieses irdische Leben führt. Jesus bezeichnete den Tod als „Schlaf“ aus dem es ein Erwachen gibt. Ob wir eine kurze oder lange Zeit leben, ist nicht entscheidend. Das Wichtigste ist, dass wir uns während unseres Lebens im Glauben für Gott entscheiden und uns täglich seiner Führung anvertrauen.

    Harald Weigt

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 3. Mose 4-5

    Abends: Matthäus 25 , 1-30



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 09.02.2010, 20:55


    9. Februar 2010

    Sie haben mit mir {Paulus} für das Evangelium gekämpft, zusammen mit Klemens und meinen anderen Mitarbeitern, deren Namen im Buch des Lebens stehen. Philipper 4, 3b

    Dreimal im Jahr fährt eine kleine Autokolonne zu einem Dorf im Schwarzwald. Bei einem alten Bergwerksschacht halten sie an und bringen einige Metallbehälter in den stillgelegten Stollen. Was ist das für ein geheimnisvoller Ort? In den Behältern befinden sich Mikrofilmrollen, auf denen wichtige Urkunden aus Politik und Gesellschaft aufgezeichnet sind. In dem Schacht lagern bereits 20 000 Kilometer Film mit Dokumenten, die bis in die Zeit Kaiser Ottos des Großen (936-976) zurückgehen, und jedes Jahr kommen weitere 2000 Meter Film dazu. Weil Papier mit der Zeit vergilbt und selbst moderne Datenträger noch nicht lange genug haltbar sind, wird in diesem alten Schacht das „Kulturelle Gedächtnis Deutschlands“ eingelagert.

    Bei dem „Buch des Lebens“ das Paulus in seinem Brief an die Philipper erwähnt, handelt es sich nicht um ein irdisches Buch, sondern ein „Buch des Lebens“ das von Gott „geschrieben“ wird. Wichtig ist für uns der Inhalt: die Namen derer, die zu Jesus gehören. Paulus nannte die beiden Frauen, Evodia und Syntyche (Philipper 4, 2), die ihm bei der Evangeliumsverkündigung zur Seite standen. Er nannte auch Klemens und andere Mitarbeiter. Woher wusste Paulus, dass ihre Namen in diesem Buch standen? Weil sie Jesus als ihren Erlöser angenommen hatte und treu zu ihm und seiner Sache standen.

    Dieses „Buch des Lebens“ wird auch im letzten Gericht eine wichtige Rolle spielen Offenbarung 20, 12 denn, wessen Name darin gefunden wird, hat nichts zu befürchten, weil Jesus für ihn einsteht.

    Wie kann ich nun wissen, ob mein Name in diesem Buch steht? Habe ich Jesus als meinen Retter angenommen? Habe ich seinen Ruf „Folge mir nach!“ von Herzen mit Ja beantwortet? Nach seinem Willen zu fragen wird mir immer ein Anliegen sein, denn ich weiß, wie leicht ich irre und wie sehr ich auf seine Führung angewiesen bin.

    Christus ist die Quelle der Kraft und Freude in meinem Leben. Wenn ich ihm nachfolge und seine Weisungen treu beachte, wird auch mein Name im „Buch des Lebens“ stehen bleiben. Offenbarung 3, 5

    Konrad Edel

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 3. Mose 6-7

    Abends: Matthäus 25 , 31-46



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 10.02.2010, 21:05


    10. Februar 2010

    Ihr solltet längst andere unterrichten können, stattdessen habt ihr noch einen nötig, der euch das ABC der Botschaft Gottes erklärt. Ihr braucht noch Milch statt fester Nahrung. Wer Milch braucht ist ein Kind, das die Sprache der Erwachsenen noch nicht versteht. Feste Nahrung gibt es nur für die Gereiften.... Trotzdem wollen wir jetzt die Anfangslektionen der christlichen Botschaft hinter uns lassen und uns dem zuwenden, was für die Erwachsenen im Glauben bestimmt ist. Hebräer 5, 12- 6, 1 (Gute Nachricht Bibel)

    Wir erleben immer wieder, dass Menschen anders glauben als wir. Sie haben andere Erkenntnisse, leben sie unterschiedlich aus und auch die Glaubensinhalte sind verschieden. Ihre Erfahrungen und deren Bewertung weichen von unseren ab, auch die Ausdrucksformen des Glaubens, die Rituale und Praktiken.

    Wir erleben allerdings auch bei uns selbst eine Entwicklung im Glauben. Manche Erkenntnisse in Formen haben wir hinzugewonnen und andere abgelegt. Forscher haben Entwicklungsstufen des Glaubens ausgemacht und setzen sie parallel zu den Entwicklungsphasen eines Menschen.

    Im Kleinkindalter wird der Glaube als Urvertrauen wahrgenommen und orientiert sich vor allem an Bildern und Gefühlen. Größere Kinder nehmen den Glauben durch Geschichten und Symbole auf, und je älter sie werden, desto mehr fragen sie nach Ursache und Wirkung und wie der Glaube „funktioniert“. Jugendliche und junge Erwachsenen brauchen den Glauben als ein logisches System und die Inhalte stehen im Vordergrund.

    In der Lebensmitte wird die Beziehung zu Christus immer wichtiger. Man hat Erfahrungen mit ihm gesammelt und auch Veränderungen und Kurskorrekturen erlebt. Im Alter gelangt der Glaube schließlich zur Reife und eine zunehmende Gelassenheit ermöglicht es, auch über den eigenen „Tellerrand“ zu blicken und anderen Menschen mit mehr Toleranz zu begegnen.

    Das manche Gläubige in den „Kindheitsphasen“ des Glaubens stecken bleiben, ist das, was im Andachtstext kritisiert wird. Wir sollen ständig wachsen und reifen. Paulus benennt die verschiedenen Wachstumsbereiche: Erkenntnis der Wahrheit, Liebe Gemeinschaft und letztlich die Reife und Fülle in Jesus Christus. Epheser 4, 13.15

    Wo stehen wir in der Glaubensreife? Das regelmäßige Bibelstudium ist eines der Dinge, die uns zum geistlichen Reifen helfen kann.

    Roland E. Fischer

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 3. Mose 8-10

    Abends: Matthäus 26 , 1-19



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 11.02.2010, 17:45


    11. Februar 2010


    Da fragte Petrus: „Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er mir Unrecht tut? Ist siebenmal denn nicht genug?“ „Nein“ antwortete Jesus. „Nicht nur siebenmal, sondern siebzig mal siebenmal“: Matthäus 18, 21-22 (Hoffnung für alle)

    Es gibt im Englischen den Ausdruck „Spite House“. Spite Heißt soviel wie Verachtung, Groll, Boshaftigkeit. Gemeint ist ein Haus, das an einem bestimmten Platz auf eine bestimmte Art und Weise gebaut wurde, um anderen damit „eins auszuwischen“. Das berühmteste gab es in New York in der Lexington Avenue. Ein gewisser Joseph Richardson ließ es 1882 dort bauen. Er War Millionär und Besitzer eines kleinen Grundstücks in diesem Stadtteil. Das Grundstück war nur eineinhalb Meter breit und 32 Meter lang. Sein Nachbar wollte ihm 1000US-Dollar dafür anbieten, weil er dachte, das Grundstück sei ohnehin nicht zu verkaufen. Richradson aber wollte 5000 US-Dollar haben und war über seinen Nachbarn so verärgert, dass er einen Architekten beauftragt, der ihm ein anderthalb Meter breites und 32 Meter langes Haus entwarf und baute, vier Stockwerke hoch.

    In dieses Haus zog der Millionär ein, nur um seinen Nachbarn zu ärgern. Er zog es vor, bis zu seinem Tod lieber in ein Meter breiten Zimmern zu leben, als seinem Nachbarn entgegenzukommen und sich mit ihm zu versöhnen. Im Internet kann man noch Fotos von diesem Haus finden. Es wurde 19015 abgerissen.

    Jesus ermahnt uns dazu, einander zu vergeben. Warum spricht er nicht einfach von der Möglichkeit, sondern befiehlt es geradezu? Weil er weiß, dass ein Mensch, der nicht vergibt, dazu verdammt ist, für den Rest seines Lebens in einer Art „Spite House“ zu wohnen. Weil er weiß, dass Vergebung die Befreiung eines Menschen aus dem inneren Gefängnis ist. Vergebung ist immer möglich, weil sie ein Geschenk Gottes ist.

    Oft stoße ich schon beim einmaligen Vergeben an meine grenzen, aber Jesus möchte, dass wir unbegrenzt vergebungsbereit sind. Er wünscht sich von Herzen, dass wir immer wieder vergeben, ganz gleich, wie unser Gegenüber reagiert. Auch wenn uns das manchmal unmöglich erscheint, ist Jesus immer unser Ansprechpartner, der uns den Mut dazu schenkt und dem nichts unmöglich ist.

    Dennis Meier

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 3. Mose 11-12

    Abends: Matthäus 26 , 20-46



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 12.02.2010, 15:22


    12. Februar 2010

    Wie könnte ein Mensch hören, wenn er nur aus Augen bestünde? Wie könnte er riechen, wen er nur aus Ohren bestünde? 1. Korinther 12, 17

    Es ist ein kalter Wintertag und viel Schnee ist gefallen. Darum ist es nötig, den Weg frei zu schaufeln. Um von meiner Wohnung zu meinem Arbeitsplatz zu gelangen, benutze ich tätlich eine längere Treppe, die über eine Wiese bergaufwärts führt. Dieser Weg kann nicht maschinell geräumt werden, Handarbeit ist nötig. Und diese Arbeit ist gleichzeitig auch ein guter Sport, bei dem man im Winter so richtig warm werden kann.

    Ich habe den Weg schon oft frei geschaufelt, aber dieses Mal hatte ich ein spezielles Erlebnis. Am Rand der Stufen wachsen Gras und verschiedene Wildpflanzen, die im Winter absterben. Man denkt kaum an sie, wenn man Schnee schaufelt. Doch da war eine Pflanze, die sich plötzlich bemerkbar machte – nicht durch ihr Aussehen oder ihre Größe, sondern durch ihren Geruch. Dadurch, dass ich sie mit der Schneeschaufel etwas beschädigt hatte, begann sie ihr Aroma zu entfalten. Ich erkannte den Duft sofort. Es war der Feldthymian, an dessen sommerliche, dunkelviolette Blüten ich mich sofort erinnerte. Diese zuunterst verholzende, winterharte Pflanze hatte mir bei der Arbeit einen Gruß geschickt.

    Das war für mich eine freudige Überraschung, ja ein lieblicher Geruch. Mit Paulus frage ich daher: Was wäre, wenn wir den Geruchsinn nicht hätten? Wir würden viele schöne Dinge im Leben nicht bemerken, aber auch gewisse Gefahren übersehen. Besonders heimtückisch ist es, dass manche giftigen Gase geruchlos sind. Menschen können dadurch ihr Leben verlieren, ohne etwas zu bemerken.

    Doch bleiben wir bei den angenehmen Düften. Sie erfreuen uns und geben uns das Empfinden von Reinheit. Von einer Fachfrau erfuhr ich: Putzmittel haben nicht nur den Zweck, die Reinigung zu erleichtern, sie geben den Räumen auch eine neue Duftnote.

    Eine gute Duftnote abzugeben, das erwartet Gott auch von uns Christen. „Von mir geht der Wohlgeruch der Botschaft von Christus aus, und das zur Ehre Gottes. Er erreicht die, die gerettet werden, und die, die verloren gehen.“ 1. Korinther 2, 16 Sind wir dazu tüchtig? Der Thymian im Schnee hat mir gezeigt, dass dazu eigentlich nicht viel nötig ist.

    Günther Klenk

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 3. Mose 13-14

    Abends: Matthäus 26 , 47-75



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 13.02.2010, 01:36


    13. Februar 2010

    Es war ein Mann im Lande Zu, der hieß Hiob. Der war fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und mied das Böse Hiob 1, 1

    Auch ich möchte so leben wie Hiob. Ein wenig Wohlstand haben, ein vorbildlicher Vater sein und bekennend an Gott glauben. Leben in einer Welt, wo alles überschaubar und berechenbar ist. Ich muss kein schlechtes Gewissen haben und mich als Egoist fühlen, um so leben zu wollen. Auch Hiob wird nicht idealisiert. Er ist ein guter Mensch, dessen intakte Welt seinem Umfeld und seinen Mitmenschen zugute kommt. Hiob 29 Bei alledem ist Hiob nicht naiv. Er weiß um die inneren und äußeren Bedrohungen, die eine ordentliche Welt in Unordnung und Unfrieden stürzen können. „Und Hiob dachte: Meine Söhne könnten gesündigt und Gott abgesagt haben in ihrem Herzen“ Hiob 1, 5

    Weißt du um die Fallen und Bedrohungen in deinem Leben? Erfolgreich und ein angesehener Bürger zu sein und sich dabei immer von Gott leiten lassen – doch dabei ist keiner von uns immun gegen Versuchungen. Hiob kann sich und seine Familie Gott ganz ausliefern sich ihm in aller Freiheit anvertrauen. Auch sein Reichtum hindert ihn nicht daran und macht ihn nicht zu dem, was er sit. Er ist Hiob, weil er sich ungeteilt und so wie er ist, vor Gott stellt. Darum ist der Verlust seiner ganzen Habe auch nicht das beherrschende Thema in der Geschichte Hiobs.

    So wie Hiob möchte ich leben. Mein bescheidener, bürgerliche Wohlstand und meine kleinen und großen Statussymbole stehen nicht zwischen mir und Gott. Mein kleiner Reichtum ist auch nicht die Folge meines moralischen oder religiösen Gutseins. Oder denkst du für dein Leben da anders? Immerhin gibt Gott Segen und Gelingen, wenn sich der Mensch an seine Weisungen hält. So haben wir es gelernt und so finden wir es an vielen Stellen in der Bibel.

    Schon ahnen wir die Spannung, die Hiob ein wenig später fast zerreißt, als er von Satan auf die Probe gestellt wurde. Doch bleiben wir bei uns: Was zuallererst unverbrüchlich für unser Leben gilt, ist die feste Gewissheit, mit Gott verbunden zu sein und durch ihn zu leben. Mit dieser Einstellung wandelt Hiob seine Sorgen in Fürbitte, und was nicht in Ordnung vor Gott war, wird offen gelegt und bereinigt.

    Ja, so wie Hiob möchte ich leben: Ein gläubiger Mensch vor Gott sein, ohne Hintergedanken und ohne Berechnung, einfach weil Gott da und vertrauenswürdig ist.

    Johannes Naether

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    Morgens: 3. Mose 15-16

    Abends: Matthäus 27 , 1-26



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 14.02.2010, 01:05


    14. Februar 2010

    Lasst euch durch die Propheten, die bei euch sind, und durch die Wahrsager nicht betrügen und hört nicht auf die Träume, die sie träumen. Jeremia 29, 8b

    Jedes Jahr überprüft die „Hessische Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung der Parawissenschaften“ die von Astrologen und Wahrsagern gemachten Prophezeiungen. Die meisten Voraussagen waren falsch. So gab es 2007 keine Abschaffung des Euro, keine Ufo-Landung vor dem Weißen Haus und keinen Brand im Kreml.

    Etwas besser war die Trefferquote nur, wenn die Prognose schwammiger waren. So warnte zum Beispiel 2007 die Astrologin Elizabeth Teissier, dass wir „zwischen Mitte Januar und Mitte Oktober mit Veränderungen wie Naturkatastrophen, wirtschaftlichen Turbulenzen und politischen Anschlägen rechnen“ müssten. Aber Hochwasser in Bangladesh, Erdbeben in Japan oder Anschläge im Irak vorauszusagen, ist so sinnvoll wie die „Prophezeiungen einer drohenden Dunkelheit in den Abendstunden“ (M. Kunkel)

    Dennoch glauben Millionen von Menschen an Astrologie und Wahrsagerei. Es erscheint auch müßig, sich darüber den der Aberglaube spielt sogar in der hohen Politik eine Rolle. So berichtet die Wiener Presse vom 5. März 2008 von einem „neuen Nostradamus“, der vor dem Zweiten Weltkrieg vom britischen Geheimdienst engagiert worden war, um Hitlers Angriffspläne begegnen zu können. Es handelte sich dabei um den Deutschen L. v. Wohl, der 1935 nach England geflüchtet war und dem britischen Außenminiester Hitlers Horoskop erklärte.

    Schon sehr bald erwies sich der „neue Nostradamus“ als „Selbstdarsteller“. Seine einzig richtige Vorhersage war der Kriegseintritt Italiens an der Seite des Dritten Reiches. Aber dies erwartete jeder aufmerksame Zeitungsleser.

    Man könnte lächelnd über diese Fußnote der Geschichte hinweggehen, wenn man nicht wüsste, wie viele auch heute noch dieser Pseudowissenschaft und Ersatzreligion verfallen sind. Es ist eben ein großer Unterschied, ob man an die Lenkung durch tote Gestirne oder an die Führung eines lebendigen und zudem liebevollen Gottes glaubt. Nicht das Schicksal, sonder der gütige Vater im Himmel wacht über deinem Leben.

    Hans Heinz

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    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 15.02.2010, 05:00


    15. Februar 2010

    Du kannst ewiges Leben bekommen, wenn du Gottes Gebote befolgst. Matthäus 19, 17b (Hoffnung für alle

    Ein junger Mann sagte: „Ich will kein Christ werden“. „Und warum nicht?“ fragte ihn sein Gegenüber. „Mein Bruder ist Christ geworden und sagt mir den ganzen Tag, was ich alles nicht tun darf.“

    Haben nicht viele Menschen solch ein Bild vor Augen: Einem Christen ist viele verboten; er ist kleinkariert, weltfremd und glaubt an merkwürdige Lehren? Ein „frommer“ Christ meinte sogar zu mir: „Du musst so schnell wie möglich weg von dieser Welt und zu Gott gelangen. Das ist nur möglich, wenn du dich von der Welt abkehrst.“

    Im Kern ist diese Ansicht zwar nicht verkehrt, aber in der Umsetzung völlig anders zu verstehen. Ein Christ ist derjenige, der Jesus vertraut und auf ihn hört. Gerade dann wird er ein fröhliches, lebensbejahendes Leben führen. Einer meiner Lehrer sagte einmal: „Verwurzelt in Christus sind wir offene, uns entfaltende Lebewesen. Er schenkt uns zwei Arten von Offenheit: für Gott und für die Welt. Das meint: Gott will uns mit seinem Geist und seiner Kraft erfüllen.“

    Meiner Meinung nach ist ein christliches Leben gemäß der Bibel ein Dasein voll schöpferischer, fantasievoller Freiheit. Es entspricht dem Willen Gottes, dass Christen das Leben als Chance erleben: Als Chance, fröhlich Gottes Willen zu verwirklichen. Dabei führt die Freude der Nachfolge Jesu nicht in den Ungehorsam, sondern zu der festen Überzeugung, dass er nur das Beste für mich will und mir daher gute Ratschläge gibt.

    Christsein ist manchmal auch ein Kampf und schließt die Bereitschaft zum Leiden ein. (siehe 1. Timotheus 6, 12; 2. Timotheus 2, 3), aber niemals ist es weltfremd oder weltverneinend, sondern immer offen für Gott und die Welt.

    Wenn wir so unser Leben zur Ehre Gottes gestalten, verstehen wir seine Weisungen und die Gebote der Bibel nicht als einengende Verbote, sondern als Hinweise zu einem lebenswerten Leben.

    Verbunden mit Christus leben Christen liebevoll miteinander und denken nicht daran sich gegenseitig zu reglementieren oder das Leben einzuengen – auch wen manchmal Ermahnung nötig ist (siehe Kolosser 3, 16). Sie stehen einander als Glaubensgeschwister bei. Und sie stehen in Liebe und Toleranz mitten im Leben, um Gott und der Gesellschaft zu dienen.


    Albrecht Höschele

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    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 16.02.2010, 14:19


    16. Februar 2010

    Herr, lass mich erkennen, wie kurz mein Leben ist und wie viel Zeit ich noch habe; wie vergänglich bin ich doch! Wie begrenzt ist das Leben, das du mir gegeben hast! Ein Nichts ist es in deinen Augen! Psalm 39, 5+6a Hoffnung für alle)

    An der Rathausuhr in Leipzig stehen die Worte: „Mors certa, hora incerta.“ Das bedeutet: „Der Tod ist gewiss, die Stunde ist ungewiss.“ Ein Sprichwort in Russland sagt: „Der Tod ist ein Riese, vor dem auch der Zar die Waffen strecken muss.“ Und in der Türkei sagt man: „Der Tod ist ein schwarzes Kamel, das vor jeder Tür niederkniet.“ Warum ist unser Leben so kurz? Warum hat der Tod Macht über uns?

    Ich erinnere mich, wie wir als Kinder einen Blumengarten im Sandkasten anlegten. Wir pflückten begeistert die verschiedensten Blumen und steckten sie in den Sand. Wir freuten uns über die Farben und über die Art und Weise, wie wir sie in unserem Minigarten zueinander ordneten. Wir wässerten sie sorgfältig, aber jeden Abend lagen sie am Boden und waren am nächsten Morgen verwelkt. Doch auf den Wiesen, von denen wir sie gepflückt hatten, standen die Blumen noch immer firsch und kräftig auf ihren Halmen. Wir lernten, dass es kein Leben für Blumen und Pflanzen gibt, wenn sie von ihrem Lebenselement, von ihrer Wurzel, getrennt werden.

    Das gilt auch für uns Menschen. Weil wir uns von der Quelle des Lebens trennten 1. Mose 3 brach die Sterblichkeit über uns herein. Ohne beständige Gemeinschaft mit unserem Schöpfer sind wir nicht dauerhaft lebensfähig. Deshalb ist es wichtig, dass wir zu Gott zurückkehren und die Gemeinschaft mit ihm wieder aufnehmen. Der Apostel Paulus schrieb: „Denn die Sünde wird mit dem Tod bezahlt. Gott aber schenkt uns in der Gemeinschaft mit Jesus Christus, unserem Herrn, ewiges Leben.“ Römer 6, 23 (Hoffnung für alle)

    Jesus hat dem Tode die Macht genommen. Er möchte, dass wir das ewige Leben ergreifen. Seine Zusage lautet: „Denn nach dem Willen meines Vaters wird jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, für immer leben.... Wer an mich glaubt, der hat jetzt schon das ewige Leben!“ Johannes, 6, 40a; 47b Welch wunderbare Versprechen! Sie begleiten mich durch meine Tage und geben meinem Leben Sinn und Ziel, schenken mir Hoffnung und trösten mich. Ich wie?: Der Tod hat nicht das letzte Wort. Gott schenkt mir durch Jesus ein unvergängliches Leben, das keinen Tod mehr kennt.


    Helmut Mayer

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    Morgens: 3. Mose 21-22

    Abends: Matthäus 28



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 17.02.2010, 18:13


    17. Februar 2010

    Denn sieht, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird. Jesaja 65, 17

    Am 17. Februar 2008 wurde in München das 52 Meter hohe AGFA-Haus gesprengt, weil es einem Neubau weichen musste, der dort errichtet werden soll. Rund 15 000 Schaulustige waren Zeugen dieser spektakulärsten Sprengung in der Geschichte Münchens. Schon manches marode Bauwerk wurde auf diese Weise beseitigt, um für ein neues Gebäude Platz zu schaffen.

    Unsere Welt gleicht oft auch einem Gebäude, an dem überall die Zeichen des Verfalls deutlich zu erkennen sind. Zum Beispiel zerstören Streit und Hass die Beziehungen zwischen Menschen, Betrug und Korruption schädigen die Wirtschaft. Umweltzerstörungen durch rücksichtslose Ausbeutung der Ressourcen fördern Angst und Unsicherheit bei den Menschen.

    So mancher fragt zu Recht besorgt, wohin das noch führen soll. Andere hegen die Hoffnung, dass es mit vereinten Kräften vielleicht doch noch gelingt, unsere Welt zu retten. Seit sie besteht, wurde vieles versucht, um das verlorene Paradies wiederherzustellen. Es wurden Kriege geführt, Bündnisse geschlossen und die Menschen sollten durch Ideologien oder Religion verändert werden. Umweltprojekte haben manche Tierart vor dem Aussterben gerettet und der technische Fortschritt erleichtern das Leben vieler Menschen. Weltweit breiten sich Verfall und Zerstörung dennoch weiter aus und eine „Reparatur“ scheint nicht mehr möglich zu sein.

    Gott verspricht in seinem Word, diese Erde völlig neu zu machen Jesaja 65, 17. Immer wieder wird dieses Versprechen in der Bibel aufgegriffen. In der Offenbarung Kapitel 21, 1 wurde Johannes in einer Vision detailliert diese neue Welt gezeigt, die Realität werden wird, wenn Jesus zum zweiten Mal wiedergekommen ist. All die vielen Vorhersagen Gottes, die sich bis jetzt erfüllt haben, bieten eine zuverlässige Grundlage dafür, dass sich auch diese Weissagung eines Tages erfüllen wird.

    Was wir in unserer Zeit beobachten und selbst miterleben, sind die „Geburtswehen“ dieser neuen Welt. Markus 13, 8. Nicht die Schmerzen, sondern das neue Leben, das „Kind“ ist das Entscheidende. Wir dürfen uns deshalb schon heute auf Gottes neue Erde freuen.

    Günter Schlicke

    Bibelleseprogramm:

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    Abends: Markus 1, 1-20



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 18.02.2010, 16:50


    18. Februar 2010

    Der Ehebrecher wartet bis zum Abend und bindet sich die Maske vors Gesicht, damit kein Auge ihn erkennen kann. Hiob 24, 15 (Gute Nachricht Bibel)

    Nun sind sie wieder vorbei: die „tollen Tage“. Die Masken und Kostüme können bis zum nächsten Jahr wieder verstaut werden.

    Schade eigentlich, wird vielleicht mancher denken. Mit Maske zu leben ist doch eine tolle Sache: einmal die Welt anders erleben, einmal etwas tun können, was man sonst nicht macht, weil man die eigenen Identität verbergen kann. Unsere entfernten Vorfahren dachten übrigens wirklich, sie könnten eine fremde Gestalt annehmen und würden nicht mehr erkannt werden, wenn sie in eine Verkleidung schlüpfen. Ähnlich wie kleine Kinder, die sich hinter ein schmales Bäumchen stellen und dann rufen „Such mich mal“, weil sie denken, wir sähen sie nicht.

    Eine Kostümierung ist eigentlich schön, aber eben nur eigentlich. Was nützt es mir auf die Dauer, anders zu erscheinen, als ich in Wirklichkeit bin? Ich hätte Stress mit mir selbst. Wer bin ich nur? Der hinter der Maske oder der, der ich gern sein möchte? Hin und wieder mag es ganz reizvoll sein, aber immer so zu leben? Nein, danke! Am Ende weiß ich nämlich nicht mehr, was Wirklichkeit und was Schein ist, und lebe dann nur noch in der Scheinwelt meiner Träume und Wünsche – weit weg von der Wirklichkeit.

    Hinter jeder Maske und jedem Kostüm steckt ein Stück Sehnsucht, endlich einmal anders sein zu können. Und genau das können wir bei Gott. Vor ihm dürfen wir alle Masken fallen lassen, etwa die des Selbstbetrugs, die der geheuchelte Frömmigkeit, die der gespielten Anteilnahme, die der „selbstlosen“ Hilfsbereitschaft, die in Wirklichkeit nach Anerkennung giert – oder was wir auch sonst immer darzustellen versuchen.

    Wir dürfen bei Gott so sein, wie wir sind, ohne uns verstellen zum müssen. Was würde das auch nützen, vor dem, der nicht nur sieht, „was vor Augen ist“ sondern uns mitten ins Herz schaut? 1. Samuel 16, 7b Vor ihm dürfen wir so sein wie ein Kind, das bei seinen Eltern die Annahme und Fürsorge findet, die es zum Leben braucht. Ohne Gegenleistung. Gott sei Dank!


    Johannes Harlapp

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 3. Mose 25

    Abends: Markus 1, 21-45



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 19.02.2010, 19:31


    19. Februar 2010

    Alle haben gesündigt und.....werden umsonst gerechtfertigt durch [Gottes] Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist. Römer 3, 23+24 (Elberfelder Bibel)

    Die Olympischen Winterspiele in Vancouver in Kanada haben begonnen. Ich freue mich, allerlei Wettkämpfe im Fernsehen anzusehen – nicht nur, weil sie meist unter freiem Himmel in einer schönen Winterlandschaft stattfinden, sondern weil sie auch häufig sehr spannend sind. Das gilt besonders für die Biathlonwettbewerbe. Sie sind eine Kombination aus Skilanglauf und Schießen. Die Athleten können eine nicht so gute Laufleistung durch überdurchschnittliche Schießergebnisse zumindest teilweise wettmachen oder sich eine gute Platzierung durch eine mehrfache Zielverfehlung verderben, denn dafür gibt es Strafrunden oder -zeiten. Oftmals entscheidet ein Fehlschuss mehr oder weniger (von 10 oder 20 Schüssen) über die Verteilung der Medaillen.

    Dass Biathlonwettbewerbe etwas im Christsein veranschaulichen können, wurde mir bewusst, als ich vor Jahren bei der Bearbeitung des Buches „Echtes Christsein“ von Jon Paulien nach einem passenden Ersatz für seinen Vergleich mit Baseball suchteKapitel 2.

    Biathlon ist eine gute Analogie für das, was Paulus im Andachtstext schreibt: „Alle haben gesündigt“ – laut der Wortbedeutung im Griechischen: Das Ziel verfehlt. Biathleten machen in nur wenigen Wettbewerben keinen Schießfehler. Auch wir alle haben mehr oder weniger häufig das Ziel verfehlt, das Gott uns mit seinen Geboten gegeben hat.

    Viele Christen haben die Neigung, dann durch Leistung auf anderen Gebieten (gute Taten, Opfer oder Erfüllung von Ritualen) dies ausgleichen zu wollen. Aber anders als beim Biathlon, wo der Zeitverlust infolge einer Strafrunde durch eine sehr gute Laufleistung manchmal ausgeglichen werden kann, ist das bei Gott nicht möglich. Denn wen wir seine Gebote befolgen, tun wir das, was er von uns erwarten kann; etwas ausgleichen können wir damit nicht.

    Da ist es eine wirklich gute Botschaft, dass wir völlig aus Gnade – ohne irgendeinen eigenes Verdienst oder Dazutun – vor Gott gerechtfertigt werden, weil Jesus am Kreuz die schmerzlichen „Strafrunden“ für alle unsere Sünden abgeleistet hat! Dadurch können wir alle die Goldmedaille – den Siegeskranz des ewigen Lebens erlangen.

    Werner E. Lange

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 3. Mose 26-27

    Abends: Markus 2



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 20.02.2010, 08:25


    20. Februar 2010

    Denn du sollst daran denken, dass auch du Knecht in Ägyptenland warst und der HERR, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgerecktem Arm. Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst. 5. Mose 5, 15

    Nach fast 40 Jahren kam Mose an das Ende seiner Wüstenwanderung. Er war alt geworden, doch seine Verbindung zu Gott war ungebrochen intensiv. Josua sollte der neue Führer des Volke sein. Mose wandte sich ein letztes Mal an sein Volk und trug die Gesetze vor, die notwendig waren, um in dem neuen Land bestehen und in einer sozialen Gemeinschaft leben zu können.

    Als Mose die Zehn Gebote wiederholte, begründete er das vierte Gebot mit der Befreiung aus der Sklaverei. Der Sabbat war der Tag, an dem das Volk darüber nachdenken sollte, woher es gekommen war. Im Passahfest wurde zwar jährlich daran erinnert, doch wie schnell vergessen Menschen – deshalb das Gebot des Sabbats mit dieser Begründung. Sie sollten wöchentlich daran denken: Gott hat uns erlöst und befreit.

    Als Bundeszeichen für die, die sich erlöst wissen, gab Gott den Sabbat, um sich daran zu erinnern, dass es eine Chance gibt, ein freies Leben im Reich Gottes zu führen.

    Jesus selbst gab sein Leben ihn, um verlorene Sünder zu erretten. Der Tod, in dem die Sünde das Leben der Sünder vernichtet, trifft Jesus Christus, den Sohn Gottes, nicht den Sünder. Den Tod, den wir eigentlich verdient hätten, starb Jesus aus Liebe zu uns. Es ist der Tod Christi am Kreuz, der Heil schafft, der uns von der Versklavung durch die Sünde befreit. Jesus ist Sieger, er hat uns erlöst und befreit. Daran können wir uns am Sabbat erinnern und dafür danken. All das dürfen wir an diesem Tag feiern.

    Der Sabbat ist darum ein Zeichen, dass Jesus unser Herr ist, dem wir nachfolgen Hesekiel 20, 20 Schließlich gedenken wir am Sabbat auch der endgültigen Erlösung durch die Auferstehung und Verwandlung der Nachfolger Jesu und der Neuschöpfung der Erde. Wir heiligen den Sabbat also nicht, um erlöst zu werden, sondern weil wir die Erlösung durch Christus persönlich erfahren haben. Dafür gebührt ihm Lob, Dank und Anbetung!

    Gerhard Menn

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 4. Mose 1-2

    Abends: Markus 3, 1-19



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 21.02.2010, 18:47


    21. Februar 2010

    Häuft in dieser Welt keine Reichtümer an!..... Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, die unvergänglich sind und die kein Bieb mitnehmen kann. Wo nämlich eure Schätze sind, da wird auch euer Herz sein Matthäus 6, 19-21

    Ein amerikanischer Kasino-Besitzer aus Las Vegas besaß das teuerste Gemälde der Welt. Im Jahr 1997 hatte er ein Bild von Pablo Picasso für 48,4 Millionen Dollar erworben. Nun fand er einen Sammler, der ihm für dieses Bild 139 Millionen Dollar anbot. Zur Bildübergabe war eine „Abschiedsparty“ geplant. Bei diesem Fest trank der Kasino-Besitzer zuviel Alkohol, verlor das Gleichgewicht und fiel in das ausgestellte Gemälde. Ergebnis: Ein riesiges Loch im Bild und ein Millionen-Verlust.

    Die ganze Weltwirtschaft leidet unter den Folgen einer ungebremsten Gewinnsucht. Viele reiche Menschen verzweifeln, weil sie die Höhe ihrer Verluste nicht verkraften, obwohl ihnen immer noch mehr als genug zum Leben bleibt. Viele arme Menschen wissen nicht, wie sie ohne Job und ohne Geld weiterleben sollen. Jesus ermahnte uns: „Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht um euren Leib, was ihr anzeihen werdet. Ist nicht das Leben mehr als Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?“ Matthäus 6, 25 Solange Gott an oberster Stelle steht, müssen wir uns über unser Auskommen nicht den Kopf zerbrechen. Jesus verspricht uns: „........so wird euch das alles zufallen!“ Matthäus 6, 33b

    Aber genau das ist unser Problem: Von einem Tag zum anderen ohne Absicherung leben, das macht nervös, weil wir gern alles unter Kontrolle haben möchten. Was Jesus uns vorschlägt, ist genau das Gegenteil. Wir sollen die letzte Verantwortung für unsere Existenz in fremde Hände geben. Wenn wir gelernt haben, auch in kleinen Dingen unserem Gott zu vertrauen, fällt es uns viel leichter, auf das Anhäufen von „Schätzen“ und Sicherheiten zu verzichten.

    Die Finanzkrise zeigt uns, dass es keine wirklich sichere Geldanlage gibt. Deshalb lädt uns Jesus ein, das Geld auf der „Himmelsbank“ zu deponieren und auch für andere Menschen, die in Not sind, auszugeben oder für Projekte, durch die andere von Gott erfahren und lernen, mit ihm zu leben. Wie wäre es, auf der neuen Erde einem Menschen zu begegnen, der ausgerechnet durch unsere Unterstützung den Weg zu Jesus gefunden hat?

    Sylvia Renz

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    Morgens: 4. Mose 3-4

    Abends: Markus 3, 20-35



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 22.02.2010, 07:02


    22. Februar 2010

    Kinder sind ein Geschenk des Herrn; wer sie bekommt, wird damit reich belohnt. Psalm 127, 3 (Hoffnung für alle)

    Heute vor 200 Jahren am 22. Februar 1810, wurde Frèdèric Chopin, der polnische Komponist, Pianist und Pädagoge geboren, einer der einflussreichsten und beliebtesten Klavierkomponisten des neuzehnten Jahrhunderts. Chopins musikalisches Talent zeigte sich früh: Er galt als Wunder kind und komponierte schon im Alter von sieben Jahren. Mit acht gab er sein erstes, wichtiges Konzert, und ab da trat er in den Salons des polnischen Hochadels und der Aristokratie auf.

    In meinen Augen ist jedes unserer Kinder – und nun auch jedes unserer Enkelkinder – nicht nur ein Geschenk Gottes gewesen, sondern auch ein göttliches Wunder. Wir sind immer noch „stolz“ auf sie. Dabei spielt allerdings mehr die Art und Weise, wie sie sind, eine Rolle, als das, was sie können oder leisten.

    Ob es leicht ist, ein „Wunderkind“ angemessen zu erziehen und ausgewogen zu fördern? Als Wunderkinder werden Menschen bezeichnet, die bereits in einem Fachgebiet die Leistung Erwachsener erreichen. Nach dieser Definition habe ich manchmal den Eindruck, dass viele Eltern „nachträglich“ aus ihren ganz normalen Kindern Wunderkinder machen wollen – mit dem traurigen Ergebnis, dass sie ihnen die unbeschwerte Kindheit rauben!

    Anlässlich des Todes von Popstar Michael Jackson am 25. Juni 2009, der wie seine Geschwister vom Vater regelrecht zum Erfolg geprügelt wurde, beendete ein Mädchen ihrem Kommentar dazu in einem Internetforum mit den Worten: „Michael Jackson könnte als Warnung stehen für Eltern, die ihre Kinder mit ihrem eigenen Ehrgeiz erdrücken und dabei deren wirkliche Bedürfnisse übergehen....Helft euren Kindern, sie selber zu werden, und macht sie nicht mit eigennützigen Vorstellungen, Wünschen und Zielen und mit eurem eigenen Ehrgeiz kaputt!“

    So wichtig es ist, dass wir in die Ausbildung unserer Kinder investieren: Die beste Investition zielt nicht auf ihre Köpfe hin, sondern auf ihre Herzen. Zeit und Zuwendung können durch nichts ersetzt werden. Menschen mit Charakter und Herzensbildung werden noch dringender gebraucht als Gelehrte und Wunderkinder!

    Elì Diez-Prida

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 4. Mose 5-7

    Abends: Markus 4, 1-20



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 23.02.2010, 23:30


    23. Februar 2010

    Und alsbald trieb Jesus seine Jünger, in das Boot zu steigen und vor ihm hinüberzufahren, bis er das Volk gehen ließe Matthäus 14, 22

    Wer von uns hegt keine Lieblingswünsche für seinen Lebensweg? Wir schmieden Pläne und hoffen, dass Gott sein ja dazu geben wird, und stellen uns vor, wie es sein wird, wenn sie Wirklichkeit werden würden. Wünsche und Pläne haben wir nicht nur für unser Leen oder das unserer Familie, sondern auch für die Gemeinde, die uns am Herzen liegt.

    So erging es auch den Jüngern Jesu. Hinter ihnen lag ein großartiges Erlebnis. Jesus hatte gerade mehr als 5000 Menschen satt gemacht, obwohl anfangs nur fünf Brote und zwei Fische vorhanden waren. Begeistert waren auch all die, die an diesem Tage gesättigt wurden. In Jesus sahen sie nicht nur einen von Gott gesandten Propheten, sondern vor allem den, der alle ihre sozialen Probleme lösen konnte. Spontan wollten sie ihn zu ihrem König machen. Johannes 6, 14;15

    Die Jünger hatten sich in seine Nachfolge rufen lassen, weil sie erwarteten, dass Jesus das Reich für Israel wieder aufrichten würde. Nun sahen sie sich unmittelbar vor dem Ziel. Jetzt kam es darauf an, Nägel mit Köpfen zu machen. Die Stunde war gekommen, um gemeinsam mit ihm die Herrschaft in Palästina zu übernehmen.

    Doch Jesus wusste, dass der Weg der Erlösung allein über das Kreuz von Golgatha führt. So musste er einen radikalen Strick durch die Wunschvorstellungen der Jünger machen und sie auf der Stelle wegschicken. In dieser Situation konnte er ihnen weder eine lange Erklärung geben noch sich auf große Diskussionen einlassen. Wörtlich heißt es im biblischen bericht: „auf der Stelle“, sogleich und ohne Widerrede. Jesus musste sie geradezu treiben, „in das Boot zu steigen“, damit sie ans andere Ufer des Sees hinüberfuhren. Matthäus 14, 22 Das hier im Bericht des Matthäus gebrauchte Verb bedeutet so viel wie „zwingen“. So hart musste Jesus in dieser Situation gegenüber seinen Jüngern auftreten.

    Mitunter haben auch wir schon erlebt, dass er unsere „frommen“ Wunschträume zerbrochen hat, weil er etwas Wichtigeres mit uns oder mit unserer Gemeinde vorhatte. An Jesus glauben heißt, gerade dann, wenn es sein Wille ist, mit ihm in ganz neue Regionen aufzubrechen, auch wenn wir den Sinn nicht gleich erkennen können.

    Herr, hilf mir, dir auch dann zu vertrauen, wenn äußerlich alles anders läuft, als ich es mir wünsche!

    Manfred Böttcher

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 4. Mose 8-10

    Abends: Markus 4, 21-41



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 24.02.2010, 08:08


    24. Februar 2010

    Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das? Johannes 11, 25+26

    Vor einigen Monaten nahm ich an einer Beerdigung teil. Mitten im Winter stand ich auf dem kalten Dorffriedhof. Man trug eine gläubige Christin zu Grabe, und das ganze Dorf gab ihr das letzte Geleit. In der Tat gab es viel Anlass, Gutes zu sagen, und was gesagt wurde, kam wirklich von Herzen. Doch je länger ich zuhörte, umso mehr vermisste ich bei allem Ernst und aller Traurigkeit den Grundton der Vorfreude, der die biblische Botschaft von der Auferstehung zu einer wahrhaft „frohen Botschaft“ macht.

    An keiner anderen Stelle in der Bibel wird dies deutlicher als im ersten Brief des Apostel Paulus an die Christen in Korinth, als er in der festen Gewissheit der Auferstehung ausrief: „Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tot, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?.... Gottaber sei Danke, der uns [diesen] Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!“ 1. Korinther 15, 54b+55+57

    Das ist in der Tat eine frohe Botschaft! Warum fällt es uns oft so schwer, sie zu glauben? Schon vor 2000 Jahren war das in den Christengemeinden ein Problem, wie der Anfang des Kapitels zeigt: „Wie können dann einige von euch behaupten, dass die Toten nicht auferstehen werden? 1. Korinther 15, 2 (Gute Nachricht Bibel) Im Gespräch mit Lazarus’ Schwester Martha stellte Jesus die Frage, nachdem er die Auferstehung der toten Gläubigen verheißen hatte: „Glaubst du das?“ Johannes 11, 26b

    Genau darauf kommt es an, denn nur die Gewissheit der Auferstehung nimmt uns die Angst vor dem Tod, lindert die Trauer um liebe Menschen und schenkt uns Zukunft und Hoffnung, die auch das Grab überstrahlen.

    Längst genügt ein einziges Haar, um die genetischen Informationen eines Menschen komplett zu rekonstruieren und für alle Zeiten zu speichern. Sollte es dem allmächtigen Gott da nicht ein Leichtes sein, von allen Menschen, die im Vertrauen auf ihn gestorben sind, eine Informationsdatenbank zu besitzen und sie einst wieder zum Leben zu erwecken? Genau das wird geschehen, wenn Jesus wiederkommt. Den heutigen Tag dürfen wir uns durch die Vorfreude auf dieses größte aller Wunder „vergolden“ lassen.

    Friedhelm Klingeberg

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 4. Mose 11-13

    Abends: Markus 5, 1-20



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 24.02.2010, 08:08


    24. Februar 2010

    Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das? Johannes 11, 25+26

    Vor einigen Monaten nahm ich an einer Beerdigung teil. Mitten im Winter stand ich auf dem kalten Dorffriedhof. Man trug eine gläubige Christin zu Grabe, und das ganze Dorf gab ihr das letzte Geleit. In der Tat gab es viel Anlass, Gutes zu sagen, und was gesagt wurde, kam wirklich von Herzen. Doch je länger ich zuhörte, umso mehr vermisste ich bei allem Ernst und aller Traurigkeit den Grundton der Vorfreude, der die biblische Botschaft von der Auferstehung zu einer wahrhaft „frohen Botschaft“ macht.

    An keiner anderen Stelle in der Bibel wird dies deutlicher als im ersten Brief des Apostel Paulus an die Christen in Korinth, als er in der festen Gewissheit der Auferstehung ausrief: „Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tot, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?.... Gottaber sei Danke, der uns [diesen] Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!“ 1. Korinther 15, 54b+55+57

    Das ist in der Tat eine frohe Botschaft! Warum fällt es uns oft so schwer, sie zu glauben? Schon vor 2000 Jahren war das in den Christengemeinden ein Problem, wie der Anfang des Kapitels zeigt: „Wie können dann einige von euch behaupten, dass die Toten nicht auferstehen werden? 1. Korinther 15, 2 (Gute Nachricht Bibel) Im Gespräch mit Lazarus’ Schwester Martha stellte Jesus die Frage, nachdem er die Auferstehung der toten Gläubigen verheißen hatte: „Glaubst du das?“ Johannes 11, 26b

    Genau darauf kommt es an, denn nur die Gewissheit der Auferstehung nimmt uns die Angst vor dem Tod, lindert die Trauer um liebe Menschen und schenkt uns Zukunft und Hoffnung, die auch das Grab überstrahlen.

    Längst genügt ein einziges Haar, um die genetischen Informationen eines Menschen komplett zu rekonstruieren und für alle Zeiten zu speichern. Sollte es dem allmächtigen Gott da nicht ein Leichtes sein, von allen Menschen, die im Vertrauen auf ihn gestorben sind, eine Informationsdatenbank zu besitzen und sie einst wieder zum Leben zu erwecken? Genau das wird geschehen, wenn Jesus wiederkommt. Den heutigen Tag dürfen wir uns durch die Vorfreude auf dieses größte aller Wunder „vergolden“ lassen.

    Friedhelm Klingeberg

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 4. Mose 11-13

    Abends: Markus 5, 1-20



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 25.02.2010, 11:38


    25. Februar 2010

    Wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein ... „Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade“ ... Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen. Jakobus 4, 4.6.10; vergleiche mit Sprüche 3, 34

    Es war in meiner spanischen Schule von damals so üblich: Die „Frischlinge“ der 9. Klasse, zu denen nun auch ich gehörte, wurden von älteren Schülern samt Kleidern ins Schwimmbad geworfen. Sich zu wehren war zwecklos. Die anderen waren zu stark und zu zahlreich.

    Nun schienen ich und ein paar Kameraden an der Reihe zu sein. Als sie uns umzingelt hatten, sagte dann aber plötzlich einer der „Bullies“: „Ist das nicht Christian, der Bruder von Nicole-André? Lasst den besser in Ruhe, denn sein großer Bruder macht Bodybuilding und kennt sich in fernöstlichen Kampfsportarten aus.“ Noch nie in meinem Leben hatte es mir sogut getan einen starken älteren Bruder zu haben.

    Wäre das manchmal nicht toll, eine berühmte reiche oder einflussreiche Person zum Freund zu haben? Viele Menschen hätten gern Roger Federer, Tom Hanks oder Bill Gates zum Freund.

    Wenn die Bibel von der Freundschaft zwischen Menschen und Gott spricht, denken wir vielleicht an Abraham (Jakobus 2, 23) David oder Henoch. Unser Text sagt allerdings, dass jeder Gläubige ein Freund Gottes sein soll, und das man sich zwischen Gottes Freundschaft und der Freundschaft zur Welt entscheiden muss.

    Aber wie weiß ich, ob ich ein Freund der Welt oder ein Freund Gottes bin?

    Der Textzusammenhang gibt uns zwei wertvolle Hinweise: Um ein Freund der Welt zu sein, muss ich nicht unzüchtig, ausschweifend oder verschwenderisch leben, sondern nur einfach kein Freund Gottes sein.

    Freunde Gottes sind diejenigen Menschen, die – wie Gott – nicht mir Kampf und Macht, sondern mit Überzeugungskraft und Liebe andere zu gewinnen suchen und die sich demütigen Herzens von anderen Menschen und von Gott etwas sagen lassen.

    Wäre das nicht wunderbar, Gott zum Freund zu haben?

    Christian Frei

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 4. Mose 14-16

    Abends: Markus 5, 21-43



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 26.02.2010, 02:20


    26. Februar 2010

    Andreas findet zuerst seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: „Wir haben den Messias gefunden!“ Johannes 1, 41

    Mein Theologiestudium näherte sich dem Ende und noch immer wusste keiner der Absolventen, an welchen Ort ihn das Praktikum verschlagen würde. Die Spannung steig, als mich der Schulleiter in sein Büro bestellte. Ich hoffte, nach diesem Gespräch mehr zu wissen. Zu meinem Erstaunen eröffnete er die Unterredung mit einer unerwarteten Frage: „Wie geht es deiner Verlobten Maria?“ Und er schob gleich die zweite Frage nach: „Wie läuft eure Beziehung?“ Erst nachdem ich ihm die Sachlage positiv geschildert hatte, offenbarte er mir meinen kommenden Arbeitsort. Den Namen der Kleinstadt hatte ich schon gehört, mehr aber auch nicht.

    Nach einer kleinen Pause setzte er zum dritten Teil des Gespräches an. Er teilte mir mit, dass wegen der Wohnungssituation nur ein Ehepaar in die Predigerwohnung einziehen könne. Erst seine letzte Frage machte mir die Dimension des Gespräches bewusst: „Wärt ihr bereit, vor Beginn deines Praktikums zu heiraten?“ Eine Weltreise oder ein Lottogewinn hätten mich nicht annähernd so beglückt, wie diese Nachricht. Man muss dazu wissen: Damals erwatete unsere Freikirchenleitung, erst nach dem Praktikum in den Ehestand zu treten.

    Sofort nach dem Ende dieses Gesprächs stürmte ich eine Treppe nach oben, um einem Mitstudenten diese Meldung mitzuteilen. Von einer Minute auf die andere war ich dem Ziel meiner Träume zum Greifen nahe gekommen.

    So etwa stelle ich mir die Stimmungslage bei Andreas vor, als er Jesus kennen gelernt hatte. Seit Jahrhunderten warteten fromme Juden auf den Messias. Plötzlich war er ihm begegnet. Er konnte nicht anders, als bald zu seinem Bruder zu eilen, um ihm davon zu berichten. Der sonst eher zurückhaltende junge Mann erzählte begeistert von dem, was er kurz zuvor erlebt hatte. Vielleicht überschlug sich sogar seine Stimme. Auf jeden Fall leuchteten seine Augen, als er seinem Bruder gegenüber stand.

    Ich wünsche mir sehr, so überzeugend wie Andreas von Jesus Christus zu erzählen. Das wird mir nur gelingen, wenn ich ihm persönlich begegnet bin und meine Beziehung zu ihm stimmt. Deshalb möchte ich ihn immer wieder aufsuchen, mit ihm sprechen ihm alles anvertrauen und mich von ihm führen lassen.

    Wilfried Krause

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 4. Mose 17-18

    Abends: Markus 6, 1-31



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 27.02.2010, 17:12


    27. Februar 2010

    Es begab sich aber zu der Zeit, dass er auf einem Berg ging, um zu beten; und er blieb die Nacht über im Gebet zu Gott. Lukas 6,12

    Die alleinstehende Frau Mayer wurde krank und musst in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Ihren Hund Flocki versorgten die Nachbarn, die bald große Freude an dem verspielten kleinen Kerl hatten. Doch Flock hatte eine besondere Gewohnheit: Am frühen Abend unterbrach er immer sein Spiel, legte seine Pfoten und den Kopf andächtig auf den Sessel. Er lies sich durch nichts ablenken und spielte erst nach einer Weile weiter, als ob nicht gewesen wäre.

    Beim nächsten Krankenhausbesuch erfuhren die Nachbarn von Frau Mayer, warum Flocki sich so verhält: „Jeden Tag, wenn abends um sechs Uhr die Kirchturmuhr schlägt, nehme ich die Bibel zur Hand, lese daraus und bete mit Flocki. Das ist bei uns eine gute Gewohnheit.“ Die Nachbarsfamilie war tief beeindruckt. Zuhause nahm sie diese Gewohnheit der Andacht mit Flocki an. Das wurde allen zu einem großen Segen.

    Die Bibel berichtet uns von Daniel, der in Babylon die Gewohnheit hatte, dreimal täglich niederzuknien, zu Gott zu beten, ihn zu loben und ihm zu Danken. Daniel 6, 11 . Markus berichtet uns von Jesus wie es seine Gewohnheit war zu lehren Markus 10, 1, und Lukas, wie Jesus nach seiner Gewohnheit am Sabbat in eine Synagoge ging Lukas 4, 16. Jesus hatte die gute Gewohnheit, regelmäßig mit seinem himmlischen Vater Gemeinschaft zu pflegen Lukas 6, 12. Bei großen seelischen Belastungen betete er auch die ganze Nacht hindurch. Diese Beispiele zeigen uns, wie wichtig für Daniel und Jesus die Gewohnheit des Betens war.

    Gewohnheiten begleiten unser tägliches Leben, ohne dass wir darüber nachdenken, warum wir stets die gleiche Handlung wiederholen. Doch das regelmäßige Gebet ist mehr als eine tägliche Gewohnheit. Es ist eine tiefe und innige Beziehung zu Gott, bei der wir mit ihm in Verbindung treten. In dieser Gemeinschaft erfahren wir durch den Heiligen Geist, was er uns mitteilen will.

    Schenke uns Gott, dass wir die Gewohnheit des Betens stets pflegen, damit unsere Beziehung zu ihm immer inniger wird und er noch mehr an uns wirken kann.

    Adam Schiller

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 4. Mose 19-22

    Abends: Markus 6, 32-56



    Re: Februar 2010

    Nachtperle - 28.02.2010, 23:34


    28. Februar 2010

    Es könnte aber jemand fragen: Wie werden die Toten auferstehen, und mit was für einen Leib werden sie kommen? 1. Korinther 15, 35

    Zwei Mönche stritte sich darüber, wie das leben in der Ewigkeit sein wird. Der eine meinte, es sei taliter (so wie hier), der andere, es sei aliter (anders als hier). Sie vereinbarten, wer zuerst stirbt, solle, mit Gottes Erlaubnis, dem anderen erscheinen, um ihm zu sagen, wer Recht hatte. Der zuerst Gestorbene erschien dem anderen und erklärte: „ nec taliter, nec aliter, sed totliter aliter“ (Nicht wie hier, nicht anders als hier, sondern total anders).

    Für mich zählt 1. Korinther 15 zu den ehrmutigsten Kapiteln der Heiligen Schrift. Mann kann den Christen in Korinth dankbar sein für ihren Zweifel an der Auferstehung, denn sonst hätten wir vielleicht diese ausführlichen Darlegungen über ein wesentliches Fundament unserer Hoffnung nicht. Paulus begründet die Hoffnung auf die Auferstehung der Toten mit der Tatsache der Auferstehung Christi, die ja bereits geschehen war und für die es viele Zeugen gab. 1- Korinther 15, 5-8+ 12-18. Die Auferstehung Jesu Christi von den Toten ist entscheidend dafür, dass das Christentum zur Weltreligion geworden ist. Ohne die Auferstehung gäbe es kein Christentum“, sagte Carl Rademacher.

    Doch im Neuen Testament wird mehr die Auferstehung bei der Wiederkunft Christi betont und weniger das ewige Leben beschrieben. Paulus kennzeichnete lediglich den Unterschied zwischen dem irdischen Leib und dem Leib, der aufersteht: verweslich – unverweslich; in Niedrigkeit – in Herrlichkeit; in Armseligkeit – in Kraft. Zu der Frage, „mit was für einen Leib“ wir auferstehen werden, antwortete er lediglich: Hier haben wir einen „natürlichen Leib“ und in der Auferstehung einen „geistigen Laib“, vom Geist Gottes durchdrungenen Leib 1. Korinther 15, 35ff. Von Johannes erfahren wir noch: „Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden ... denn wir werden ihn sehen, wie er ist.“ 1. Johannes 3, 2 (Einheitsübersetzung)

    Da das Neue Testament wenig über Einzelheiten unseres zukünftigen Lebens bei Gott sagt, sollten wir darüber auch nicht spekulieren und erst recht nicht streiten, sondern uns genügen lassen mit dem, was Gott in seinem Wort deutlich offenbart hat. Dazu gehört vor allem, was nicht mehr sein wird: Tod, Leid, Geschrei und Schmerz Offenbarung 21, 4. Das allein ist Grund genug, unter allen Umständen Jesus treu zu bleiben.

    Joachim Hildebrandt

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: 4. Mose 23-24

    Abends: Markus 7, 1-37



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