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Re: Robespierre - Wer, wenn nicht die Frauen?
skold_in_suspenders - 21.01.2010, 20:37Robespierre - Wer, wenn nicht die Frauen?
Ich bin ein begeisterter Fan von Slashfictions, wie ihr sicherlich wisst, und "seit neustem" auch von Renaissance-Slashfictions :)
Nachdem ich "Die Französische Revolution" gesehen hatte, musste ich unbedingt rausfinden, wer genau Robespierre war und was er so trieb. Manche sagten, er wäre mönchisch, aber das wollte ich natürlich nicht glauben :D
Also habe ich recherchiert. Seine Blume hieß Antoine Saint-Just und war in Wahrheit eine miese Ratte (noch mieser, als sein Star)... trotzdem war ich angetan von dem Pärchen :love 2:
Bevor ich dies wusste, hatte ich unwissend rumfantasiert und Camille Desmoulins an Saint-Justs Stelle gesetzt. Wer will - viel Spaß :)
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Maximilien de Robespierre
Camille Desmoulins
in
Wer, wenn nicht die Frauen ?
Es klopfte leise an die Tür. Robespierre schaute von der Tageszeitung auf, legte sie bedächtig und noch in Gedanken versunken beiseite, um seinem Gast darauf die Tür zu öffnen.
„Camille.“
Sie begrüßten sich, danach schloss Robespierre die Tür und bot Desmoulins Platz an.
„Maximilien, es gibt Neuigkeiten!“
„Möchtest du etwas zu trinken? Wie wäre es mit Wein?“
Desmoulins sah in das knisternde Karminfeuer, welches den dunklen Raum in ein schwummeriges Licht lullte. Draußen war es bereits stockdunkel, die meisten Bürger hatten sich in ihre Behausungen begeben.
„Gern.“
Robespierre schritt zu einem Schrank und goss Wein in zwei Gläser.
„Nun, es gibt Neues? Erzähl.“
Desmoulins lächelte gewinnend und nahm dankend ein Glas Wein an. Robespierre nahm ihm gegenüber platz und überschlug seine Beine. Leise schwenkten sie den Wein in den bauchigen Gläsern. Desmoulins holte Luft.
„Danton hat sich entschlossen, uns zu unterstützen. Er hat bereits einige Flugblätter in Auftrag gegeben, die wir entwarfen.“
Robespierre hob die Brauen, seine Überraschung schien sich in Grenzen zu halten.
„Das nennst du ‚Neuigkeiten’? Georges sprach mich bereits vor einiges Tagen an... nachdem die Generalstandversammlung so erfolgreich ausfiel.“
Er lächelte kokettiert und nahm einen dezenten Schluck Wein. Desmoulins aber schien nicht entmutigt zu sein, er lächelte zurück und tat es seinem Freund gleich.
„Es ist großartig“, sagte Robespierre, „dieses Land wird frischen Wind bekommen, da bin ich mir sicher.“
„Meinst du? Niemand kann sich richtig vorstellen, Frankreich sei ohne König... Dennoch... ja, ich unterstütze das neue Kabinett.“
„Auf Frankreich“, sagte Robespierre und hob sein Glas.
„Auf Frankreich.“
Sie stießen an und nahmen einen weiteren Schluck. Das Karminfeuer verstrahlte eine angenehme, doch schwere Wärme. Knackend fiel ein Stück Holz in sich zusammen. Die Stille erfüllte die Raum wie ein unsichtbares Gas. Robespierre schwenkte ruhig sein Glas, während Desmoulins seines auf den Tisch gestellt hatte und sich ein Stück von einer Apfelsine nahm, die ebenfalls auf dem Tisch lag.
„Ich werde heiraten“, warf er in den Raum, als er das Stück Orange zwischen die Zähne geklemmt und genüsslich gekaut hatte.
„Das freut mich!“
Robespierre lächelte zurückhaltend und hob leicht sein Glas Richtung Desmoulins.
„Wann? Ich werde auf jeden Fall anwesend sein, mein teurer Freund.“
Desmoulins war die Freude anzusehen, er strahlte sein Gegenüber glücklich an und nippte wieder am Wein. Langsam verschwand sein Lächeln.
„Kommenden Monat. Sie ist eine wundervolle Frau...“
„Oh ja. Das ist sie. Ihr werdet ein glückliches Ehepaar sein...“
Desmoulins nickte und seufzte.
„Was ist mit dir, Maximilien?“
Irritiert starrte Robespierre Desmoulins an.
„Wie meinst du?“
„Ich meine... du lässt dir reichlich Zeit mit den Frauen. Jeder in deinem Alter hat eine, nur du nicht.“
Desmoulins schmunzelte und stellte das Weinglas erneut zu Seite, um seine Finger ineinander zu verschränken. Sein Gegenüber fiel in eine nachdenkliche Starre. Dann zuckte es lasch mit den Schultern und sah wieder auf.
„Ich nehme mir eben die Zeit. Zur Zeit ist mir sowieso anderes wichtiger, als eine Familie zu gründen.“
Er lächelte schwach und klammerte sich leise an dem Weinglas fest. Desmoulins lachte.
„Jaja, die liebe Politik... du bist ein sehr gründlicher Mann, Maximilien. Das ist nicht immer gut.“
„Mir geht es gut, Camille. Ich werde einer der Menschen sein, der diese uns bevorstehende, aufregende Zeit hautnah miterlebt. Vielleicht werde ich sogar der erste sein... der den König gehen sieht...“
Desmoulins runzelte die Stirn.
„Was du dir denkst, wird nie passieren... ein Land ohne König...“
„Was denn, mein lieber Camille, erscheint dir so unmöglich daran? Siehst du denn nicht, dass dieses Land unter dem Monarchen und seinem Weib leidet? Erzähl mir nicht, dass die Unruhen spurlos an dir vorbeigingen!...“
„Wer, wenn nicht die Frauen, Maximilien?“, flüsterte Desmoulins und biss in ein weiteres Stück Orange. Die Haut platzte, der süße Saft tropfte teilweise an seiner Lippe herunter.
Robespierre taxierte sein Gegenüber mit einem undefinierbaren Blick. Er räusperte sich und strich über seinen Hemdkragen.
„Was soll das?“, fragte er barsch und benetze seine Zunge mit dem dunkelroten Nass.
Desmoulins lachte.
„Du redest von großen Sachen, ohne die größte je erlebt zu haben! Du bist ein Heuchler, Maximilien. Ein unglücklicher Mann.“
Sie schwiegen sich eine ganze Zeit an, nicht ohne vielsagende Blicke auszutauschen. Das Leder des Stuhls knarrte, als Robespierre aufstand, zum Fenster ging und durch die Gardinen herausschauen wollte. Es schien, als würde ihm frösteln.
„Du nennst mich Heuchler, Camille... unterstellst mir unerhörtes“, flüsterte er erbost, dennoch war er zu scheu, um seinen Freund direkt anzusehen.
„Und du fragst dich nicht warum?“
Die flüsternde Stimme befand sich direkt hinter Robespierre, er zuckte arg zusammen. Er vermied es jedoch, sich umzudrehen. Starr wie ein Brett stand er da und starrte ins Nichts.
„Wieso?“
Hände legten sich vorsichtig auf seine Schultern, warmer Atem schlug auf seine Haut, bevor sich klebrige, süße Lippen auf seine Halsseite drückten. Robespierre presste seine Kiefer zusammen, geduldgewinnend schloss er die Augen und holte gereizt Luft.
„Zum Teufel mit dir, Camille Desmoulins“, zischte er zwischen seinen Zähnen hindurch und drehte sich abrupt um. Er stieß Desmoulins vor die Brust, sodass dieser zurücktaumelte. Funkelnde, dunkle Augen stachen in seine. Robespierre wirkte wie ein wildes Tier. Angst und Wut spiegelten sich in seinem Blick wieder. Die Unsicherheit brannte auf seinen Wangen, der Brustkorb hob und senkte sich heftig. Wie Salzsäulen standen sie dort. Kein Wort fiel. Nur das Karminfeuer knisterte wispernd, die kleine Standuhr tickte. Ihr Augenkontakt riss für keine Sekunde ab. Und dann regte sich Robespierre. Scheu wie ein Reh und zugleich mutig wie ein Löwe machte er einen Schritt, wenn auch zögernd, auf Desmoulins zu, nahm das männliche Gesicht sanft in seine Hände und schloss die Augen, bevor er sich vorbeugte, um die Lippen zu schmecken. Der Kuss war unschuldig, wie es kein anderer sein konnte. Willkommenheißend legte der Geküsste seine Arme um die zitternde Taille des hohen Mannes. Ihnen stieg die Hitze auf und sie kam nicht allein vom Karmin.
Nach einigen Minuten lösten sich ihre Lippen voneinander. Bebend strich Robespierres Hand über die erhitzte Wange Desmoulins.
„Camille... Camille... ich...“
„Ich weiß“, unterbrach er ihn sanft und fuhr mit beiden Händen über die Seiten.
„Küss mich noch einmal“, bat er dann und wurde darauf mit einem stürmischen Kuss belohnt. Eng umschlungen standen sie vor dem Karmin und wollten sich nicht trennen.
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Aus dem Film (links Desmoulins, rechts Herr Robespierre):
Re: Robespierre - Wer, wenn nicht die Frauen?
Chepre - 21.01.2010, 21:00
aawww süßig :top:
Re: Robespierre - Wer, wenn nicht die Frauen?
Omega - 21.01.2010, 21:29
Wow... gut getroffen... ich find die Stimmung irgendwie Bombe! (Da kann ich dann beim Abi dran denken xD)
Re: Robespierre - Wer, wenn nicht die Frauen?
skold_in_suspenders - 21.01.2010, 23:00
Danke *freu* :)
Nee, lieber nicht dran denken, sonst wird der Stuhl verräterisch feucht, auf dem man so sechs Stunden sitzen muss xDD
Re: Robespierre - Wer, wenn nicht die Frauen?
Omega - 22.01.2010, 18:32
:lolz:
Re: Robespierre - Wer, wenn nicht die Frauen?
James Bathory - 24.01.2010, 16:34
Ich mags übrigens auch :D
Re: Robespierre - Wer, wenn nicht die Frauen?
skold_in_suspenders - 24.01.2010, 19:24
Cool, danke :D
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