13 Twiggys

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    Re: 13 Twiggys

    Ginger Fish 666 - 21.01.2010, 21:06

    13 Twiggys
    Der Titel hört sich ja eigentlich ganz lustig an und ich hatte zu anfangs auch vor eine Horrorkomödie draus zu machen. Aber im Moment zieht es mich doch eher zu Horror hin....^^

    13 Twiggys


    Vorwort:
    Twiggy erbt von einem unbekannten Onkel ein Anwesen in England. Ohne groß nachzudenken packt er seine Sachen, um sich sein Erbe mal anzugucken. Was er noch nicht ahnt: Im Anwesen spukt es...



    Kapitel 1

    Der Nebel hatte sich über Nacht etwas verdichtet und die Sonne drang durch die dicken Regenwolken schon längst nicht mehr durch. Die Straßen waren leer und kalt, nur ab und zu fuhr ein Auto vorbei von welchem man nur die wagen Scheinwerfer sehen konnte. Alle paar Minuten ließ sich ein kleiner Nieselregen auf die Landschaft Englands nieder, um das Klischee dieser Insel noch zu verstärken. Twiggy saß in seinem Hotelzimmer auf dem Bett und überlegte sein weiteres Vorgehen. Er war nun seit einer Woche hier und seltsame Dinge schienen sich in seiner Umgebung abzuspielen.

    Vor gut einem Monat bekam er einen Brief worin stand, dass sein englischer Onkel ihm ein Haus hinterlassen hätte. Ihm war bis dahin nicht bekannt jemals einen Onkel in England gehabt zu haben. Da er aber doch neugierig war packte er nach knapp einem Monat die Koffer und flog nach England. Es war Spätherbst und die kahlen Bäume sahen hier genauso aus wie in Amerika.
    Seine Freunde vermisste er vom ersten Tag an und langsam bereute er es allein hier her geflogen zu sein. Direkt nach seiner Landung schien das Grauen zu beginnen. Seine Koffer waren auf einmal verschwunden und das Hotelzimmer, welches er reserviert hatte war belegt und niemand konnte sich an seine Reservierung erinnern. Vielleicht war dies auch nur ein Zufall. Aber als er endlich ein Zimmer gefunden hatte ging sein Pech weiter. Im Hotelzimmer war die Heizung ausgefallen. Da England sowieso nicht die wärmste Gegend ist hatte sich Twiggy noch ein paar zusätzliche Decken besorgen müssen. Direkt am nächsten Tag wollte er mit der Suche nach seinem Erbe beginnen. Doch das war auch schon das nächste Problem. Jeder, den er fragte, wo er diese Villa finden würde, reagierte mit Kopfschütteln und Angst stand ihnen in den Augen. Die Adresse hatte Twiggy aus dem Brief, jedoch kannte er sich in England überhaupt nicht aus und so war er auf die Hilfe der Anwohner angewiesen. Doch diese wollten ihm anscheinend nicht helfen.
    Eine Woche lang war er nun schon hier und dennoch keinen Schritt weiter gekommen. Also beschloss er die Villa einfach über Google Earth zu suchen. Und tatsächlich. Die Internetseite brachte ein Ergebnis hervor. Nun wusste er wenigstens, dass es die Villa wirklich gab und er wusste auch wie er dorthin kommen würde. Er druckte sich den Plan in einem Internetcafé aus und ging am nächsten Tag schon los.

    Der Nebel hatte sich auch am Mittag nicht gelegt und ihm blieb nichts anderes übrig, als so los zu ziehen. Er packte noch kurz eine Umhängetasche mit den wichtigsten Dingen zusammen und verließ sein Hotelzimmer. Das Hotel selbst war nicht allzu weit von dem Anwesen entfernt und so konnte Twiggy zu Fuß losgehen. Mit dem Bus wollte er hier ohnehin nicht fahren. Die Doppeldecker sahen zwar recht schön aus, waren aber immer überfüllt und stanken nach alten Menschen. So also zog der Bassist mit den langen schwarzen Dreads durch die kalten Herbststraßen Englands. Schon die ganze Zeit war er am Überlegen ob er den englischen Onkel nicht doch irgend woher kannte. Aber ihm fiel kein einziger Moment ein an dem seine Eltern oder sonst irgendwelche Verwandte einen Onkel auf der Insel erwähnt hatten. Langsam bekam er doch Zweifel. Vielleicht hatte man sich auch einfach geirrt und es gab noch einen zweiten Jeordie White in Florida, in der gleichen Stadt, in der gleichen Straße. Vielleicht aber war er doch Erbe einer englischen Villa. Dieser Gedanke weckte seine Neugier von vor einer Woche wieder. Von den zahlreichen Konzerten in England kannte er schon ein paar Villen und er fand sie einfach traumhaft. Sein Haus war im Vergleich dazu ein kleines Gartenhäuschen.
    Auch wenn die Straßen allesamt nahezu leer waren fühlte sich Twiggy beobachtet. Immer wieder drehte er sich nach hinten oder spitzte in Seitenstraßen. Doch nirgendwo konnte er eine verdächtige Person ausmachen. Vielleicht war es auch einfach das gruselige Flair Englands, welches in ihm diese Gefühle aufbrodeln ließ. Nachts fühlte er sich recht allein, da er Sadie nicht mitgenommen hatte. Ein Flugzeugaufenthalt wäre für die Katze auch nicht sonderlich empfehlenswert. Sie bekam leicht Flugangst und hätte die ganze Zeit nur gejault. Also brachte er sein kleines Mädchen zu Brian. Jetzt wünschte er sich er hätte sie mitgenommen. Sie hätte vielleicht im schlimmsten Fall nichts ausrichten können, aber wenigstens wäre er dann nicht allein.
    Wieder nahm er einen schwarzen Schatten im äußersten Blickwinkel wahr und wieder drehte e sich um. Doch wie auch die Male davor sah er nichts, was irgendwie verdächtig erschien.
    Kurz hielt er an einer Kreuzung an um auf die Karte zu schauen. Er vergewisserte sich, dass er sich noch nicht verlaufen hatte und folgte seinem Weg weiter. Die Gegend sah recht nobel aus und die Häuser wurden immer größer. Menschen waren jedoch immer noch nicht zu sehen. Langsam glaubte Twiggy die Engländer hätten Angst vor ihm. Sein Aussehen war wirklich etwas sonderbar, aber macht das nicht ein Individuum aus?
    Twiggy blickte auf eine Standuhr und musste feststellen, dass die Villa wohl doch ein Stückchen von seinem Hotel aus entfernt war. Schon ein einhalb Stunden lief er durch die Straßen Englands und er hatte bis jetzt noch keine einzige Pause eingelegt. Er hatte noch nicht einmal gefrühstückt, was er dringend nachholen musste, denn sein Magen machte sich seit gut einer Viertel Stunde lautstark bemerkbar. Also hielt er ab jetzt nicht nur nach dem richtigen Weg Ausschau, sondern auch nach einem geeigneten Imbiss oder Ähnlichem. Da diese Gegend wohl zu den reicheren gehörte vermutete er zwar nicht einen McDonald´s ®, aber man konnte ja hoffen. Nach gut einer zusätzlichen halben Stunde fand er ein kleines Restaurant was in einer solchen Gegend wohl einem Pizzarestaurant in seiner Heimat entsprach. Von Hunger geplagt betrat er dieses und schaute sich kurz um. Tatsächlich war dieser Laden nicht so nobel wie der Rest des Viertels und so konnte sich Twiggy beruhigt unter die Leute mischen. Auch wenn hier nicht viele Gäste saßen war er froh wenigstens mal eine Menschenseele zu sehen. Der kleine amerikanische Bassist setzte sich an einen Tisch direkt am Fenster und machte es sich kurz gemütlich. Seit seiner Kindheit hasste er langes Laufen oder Stehen und fühlte sich jedesmal wie auf Wolke sieben, wenn er sich endlich hinsetzen durfte. Ein kurzer Blick in die Speisekarte genügte und Twiggy wusste was er sich zwischen die Backen schieben wollte. Eine schöne Pizza Hawai und das größte Glas Cola was das Restaurant zu bieten hatte. Alkohol konnte er am Abend auch noch zu sich nehmen, aber bei der Besichtigung seiner neuen Villa wollte er doch möglichst nüchtern sein.
    Der Kellner, eine große recht blasse Gestalt, schlich zu ihm an den Tisch und nahm seine Bestellung auf. Er musterte Twiggy kurz und zuckt mit dem rechten Mundwinkel. Twiggy selbst wusste jetzt nicht, ob er dies als Anstand von Lachen oder Abscheu deuten sollte. Es war ihm aber auch recht egal wollte er doch nur was essen und sich dann schnell wieder auf den Weg machen. Weit konnte es ja nicht mehr sein. Er sah kurz aus dem Fenster und musste seufzend feststellen, dass es angefangen hatte zu regnen. ´Typisch England´, dachte er sich nur und musste schmunzelnd daran denken, dass er zu anfangs dachte, dass diese Klischees alle Quatsch waren. Der Nebel war zwar ganz verschwunden, aber dieser war Twiggy wesentlich lieber als Regen. Einen Regenschirm hatte er sich natürlich nicht mitgenommen. Nun musste er sich sein weiteres Vorgehen gründlich durch den Kopf gehen lassen. Sollte er hier warten bis es aufhörte zu regnen oder lieber weitergehen? Die Chancen, dass der Regen heftiger werden würde standen recht gut. Aber Twiggy wollte nicht wirklich ein paar Stunden in diesem Pizza-Restaurant verbringen und lieber zu seinem Erbstück gehen. Da er alleine war konnte er auch keinen seiner Freunde um Rat bitten. Nun bereute er es nur noch mehr niemanden mitgenommen zu haben. Ginger und Marilyn vermisste er schon sehr und sogar John fehlte ihm. Pogo hätte wohl gesagt, dass sie hier bleiben sollten. Aber dieser hätte nur das Essen im Kopf gehabt. Seufzend lehnte er sich im Stuhl zurück und beobachtete den Regen der gegen die Fensterscheibe prasselte. Nun würden wohl erst recht keine Menschen auf den Straßen rumlaufen, nur er. Twiggy sah noch mal auf den Plan, den er sich ausgedruckt hatte und betrachtete den Weg, der noch vor ihm lag. Er hätte doch besser ein Taxi nehmen sollen. Der Taxifahrer hätte wenigstens gewusst, wo er hätte lang fahren müssen. Der Bassist beschloss den Kellner zu fragen, ob dieser einen kürzeren Weg bis zu der Villa kannte. Wenn dieser sich mal blicken lassen würde. Seit er Twiggys Bestellung aufgenommen hatte war er nicht mehr zu sehen. Wahrscheinlich bildete er sich das nur ein und er achtete nur einfach nicht genau genug darauf, aber es kam ihm doch irgendwie seltsam vor. Ohne groß noch weiter darüber nachzudenken blickte Twiggy wieder aus dem Fenster und beobachtete eine einsame Taube auf der Straße. Leicht musste er schmunzeln. Irgendwie kam es ihm so vor, als wäre die Taube er selbst. Einsam und verlassen auf der Straße mitten im Regen. Doch diese Gedanken verflogen schnell wieder, denn im nächsten Augenblick rauschte auch schon ein VW herbei und schickte die Taube in ihre ewigen Jagdgründe. Angewidert wendete er seinen Blick und sah im nächsten Moment schon den Kellner an seinem Tisch mit der Pizza und dem kühlen amerikanischen Getränk. Doch so schnell wie er gekommen war verschwand er auch schon wieder und Twiggy hatte keine Möglichkeit nach einen Abkürzung zu seinem Erbstück zu fragen. Seufzend betrachtete er seine Pizza und musste sich schon überwinden sie zu essen, nachdem er sehen musste wie ein unschuldiges Tier mitten auf der Straße und auch noch genau vor seinem Fenster sterben musste.



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