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Crushed Dreams
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    Re: ... join me ...

    Jimmy Jacobs - 09.01.2010, 21:14

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    Es ist ein belebter Vormittag im Park von Karlsruhe. Die Sonne scheint helle, aber ihre Strahlen sind schwach und bedrückend. Die Kälte hält die Stadt gefangen in weißem, weichen Eis das man als Schnee bezeichnete. Kleine Familien haben sich im Park versammelt um Schneemänner zu bauen und Schneebälle zu werfen. Kleine Mauern haben sie errichtet um dahinter Schutz zu suchen. Lachende Kinder, frierende Mütter und verspielte Väter soweit das Auge reichte. Kleine Kinder stachen Förmchen in den Schnee, da der Sand durch die Kälte so hart wie Beton wurde. Teenager spielen fangen, seifen sich gegenseitig ein und die ganz mutigen trauen sich auf den gefrorenen Teich im Zentrum des Parks. Alte Senioren genießen die Schönheit der schneeweißen Natur, lassen sich aber über die Eiseskälte aus die ihnen zu schaffen macht. Ein ganz aussergewöhnlicher Winter eben, wie ihn Deutschland nur ganz selten erlebte.

    <center></center>Zwischen den bunten, vor Freude strotzenden, Menschen wandelt ein schwarzer Schatten der wie aus dem Bild geschnitten wirkte. Eine Sillouette die nicht ganz auf die Leinwand dieses Ölgemälde passte. Es waren die verteufelten Umrisse des Jimmy Jacobs, der Mann mit der roten Strähne und dem humpelnden Gang. Auch dieses Mal war er ohne seinen schwarzen Stock mit den roten Verzierungen und der gläsernen Kuppel mit der ominösen roten Flüssigkeit darin unterwegs. Es war als würde er darin mehr eine Belastung sehen oder er befürchte, dass man ihm des Stockes berauben würde, wenn er unter die Menschen ging. In gebückter Haltung trottete er den Weg entlang der zur Brücke führte, die über einen kleinen Bach langte. Jener Ort an dem er einst sein Lager aufgeschlagen hatte. Er trug einen schwarzen Stoffmantel, sowie eine schwarze Jeans mit rotem Gürtel auf dem mehrere silberne Buckles angereiht waren. Seine rechte Schulter war nach hinten verzogen, die linke hing vorne über, seine Arme nahezu ausgebreitet um das Gleichgewicht zu wahren.

    Dieses Mal war es nicht der Alkohol der ihn zu einer zerstörten Metamorphose zwang, sondern der Blutverlust und die höllischen Schmerzen die Realität geworden waren. Mit jedem Schritt spürte er ein fädernes Ziehen das an seinen Hautfetzen zog als sich das straffe schwarze Shirt darunter seinen Bewegungen anpasste. Die Leute mieden ihn, machten einen weiten Bogen und betrachteten ihn nach wie vor mit Abscheu. Sein Kajal war verlaufen und machte sein Gesicht zu einem Kunstwerk gothischer Trauer. Aber bewahrte er Ruhe und sein Blick war alles andere als in Schmerzen gehüllt. Zwar biss er die Zähne zusammen, doch hielt er sich an die Regel die ihm ein guter Freund geraten hatte.

    Schmerzen sind allgegenwertig, mein ständiger Begleiter. Mein Rückhalt. Sie leiten mich nicht fehl. Es ist das Empfinden das mich voran bringt.

    Jacobs konnte sich nichtmehr genau erinnern was im Ring geschehen war. Alles was er noch wusste war, dass er ausgepeitscht wurde um Ashley Massaro zu beschützen. Er hat sich vor sie geworfen, war ihr Schild und Schutz. Um ein Haar hätte Mordecai ihn geknackt, aber trotz des Verlustes der abgehärteten Haut seines Rückens und des enormen Blutverlustes stand Jacobs wieder auf. Ab dann trat der Filmriss ein und er wachte auf als er auf dem Weg hierher war. Er wusste nichtmal ob es Minuten, Stunden, Tage oder Wochen her gewesen ist. Nicht einmal ob es Ashley gut ging. Er hoffte es innigst. Aber da er nicht wusste was geschah und wo Ashley sich befand, konnte er auch nichts tun. Also musste er sich regenerieren, eine kurze Pause einlegen um wieder zu Kräften zu kommen. Aber kein Alkohol, keine Drogen... Keine Hilfe seiner materiellen 'Freunde'. Das alles hatte er mit seiner letzten Promo hinter sich gelassen. Für... Ashley?

    Nun war der Emgopu Krieger an seinem Lager angekommen. Noch immer war die Pfanne die als Lagerstelle dienen sollte umgestoßen und der edle Schlafsack lag immernoch da wie er ihn verlassen hatte. Es schien sich nichts verändert zu haben. Sogar die drei Zigaretten Packungen und die Whiskey Flaschen lagen noch herum. In Amerika wären solche Dinge sofort verschwunden. Umso besser, dass er sich nicht in Amerika befand sondern in einem sozialen Land wo die Welt noch in Ordnung war. Jacobs entledigte sich seines Mantels und warf ihn auf den Schlafsack. Sein Shirt war noch völlig mitgenommen, aufgerissen von der Maschendrahtpeitsche. Das Blut drang durch den Stoff und als es gerann, verklebte das Shirt mit dem teilweise verkrusteten Blut. Sich des Shirt zu entledigen wäre ein Fehler, also nahm Jacobs sich eine Flasche des Whiskeys, drehte den Deckel auf und schüttete sich ein Teil davon hinter den Kopf über den Rücken. Die Kälte machte ihm nichts aus, besonders jetzt wo der Alkohol auf seinem Rücken brannte wie eine Pechregen der auf seinem Körper hinunterfloss. Die Muskeln verkrampften und Jacobs biss die Zähne noch fester zusammen.

    »VERFLUCHTE SCHEI~! ... FUCK!«, knirschte der Mann mit der roten Strähne und ließ den Alkohol wirken. Nach einer kurzen Weile konnte er sich das Shirt ausziehen und zog einen Verbandskasten unter dem Schlafsack hervor. Ohne Desinfizierungsmittel und sonstigen Präparaten die die Wunde säubern sollten, ausser dem Alkohol, krallte er sich die Bandagenrolle. Seine Hände begannen zu zittern als er sie auf seiner Brust fixierte und langsam damit begann sie um seine Wunden zu legen. Es sollte stramm und feste sein, aber das war schwer zu bewerkstelligen, so ganz alleine ohne Hilfe bei dieser klirrenden Kälte. Diese Tatsache verwandelte Jacobs Schmerzen in einen ebenso kalten Zorn der ihn umgab wie eine Schutzhülle. Dass seine Hände zitterten machten ihn wütend, das Blut pumpte schneller frisches Blut durch seinen Körper und dadurch wärmte er sich selbst auf. Die Hände zitterten weniger, aber gelang es ihm nicht jene Wunden zu bedecken die ausserhalb seiner Reichweite waren. Speziell die Schulter Partien waren für einen durchtrainierten Mann mit starken Muskeln schwer zu erreichen. Umso mehr Muskeln man hatte, desto stärker war man, allerdings schränkte das auch die Bewegungsfreiheit ein. Auch wenn Jacobs alles andere als ein Muskelpaket war, machte ihm dieses Hindernis zu schaffen.

    »Ganz ruhig... Konzentration... Tief durchatmen...«, sprach er zu sich selbst und schloss die Augen.



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    Jimmy Jacobs - 09.01.2010, 21:15


    Ashley Massaro hat folgendes geschrieben: <center></center>Ashley Massaro war auf der Suche nach ihm. Durch den Brand geriet alles außer Kontrolle. Bis die Fans alle aus der Halle waren, bis die ganzen Arbeiter das Gebäude verlassen hatte, bis die Kollegen den Weg nach draußen fanden, es war ein heilloses durcheinander. Das durch die herein stürmenden Feuerwehrmänner nur noch bestärkt wurde bis Panik ausbrach. Ash verlor Jimmy im Getümmel aus den Augen. Sie wurden von der Menge getrennt und das gefiel ihr überhaupt nicht, so war er doch enorm schwer verletzt. Sie hingegen war heil geblieben, außer dem Schock über die Entführung von Mordecai ging es ihr gut, Körperlich war sie in ein Top Zustand, natürlich nur dank Jimmy Jacobs, der sich rettend vor sie stellte. Nicht auszudenken, welches Ausmaß es genommen hätte, wäre die Peitsche auf sie getroffen. Doch das war jetzt alles egal, sie konnte sich noch so oft ausmalen, dass sie lieber die ganzen Schmerzen entgegen genommen hätte, anstelle zu sehen, wie Jimmy darunter leiden musste. Doch nun war er aus ihrem Blickfeld, sie wurden wohl zu unterschiedlichen Ausgängen getrieben und dort behandelt. Es war Pflicht, sich von den heran eilenden Ärzten untersuchen zu lassen. Natürlich ging es sehr schnell, wenn einem nichts fehlte und so rannte Ashley um die komplette große Halle herum. Sie drängte sich zwischen den vielen Menschen durch, um ihn zu finden. Doch das war Sinnlos bei dem großen Durcheinander. Also kam ihr die Idee, die vielen Arztstationen abzulaufen, denn dort musste er ja schließlich behandelt worden sein. Ash drückte sich durch, zu jedem Krankenwagen, der ringsherum stand und sich um die Leute kümmerte. Aber von Jimmy war keine spur. Üble Gedanken stiegen in ihr auf. Was war, wenn er es nicht geschafft hatte, rechtzeitig aus dem Gebäude zu kommen? Nein das konnte nicht sein, aber dennoch verspürte sie einen heftigen Schmerz in ihrem Herzen, schon alleine die Vorstellung daran, ihrer neuen Liebe beraubt worden zu sein, lies sie solche enormen Schmerzen spüren, wie sie es sich hätte nie träumen lassen. Also waren nicht die Krankenwagen ihre Anlaufstelle, sondern die Feuerwehrmänner. Und sofort begab sie sich wieder auf den Weg, suchte die Leute auf, wurde von einem zum anderen geschickt um von dort eine Auskunft zu erhalten. Doch irgendwie bekam sie immer dieselbe Antwort, alles sind raus, das Gebäude ist leer.

    Verzweiflung stieg in ihr auf, wo war Jimmy nur? Vielleicht suchte er ebenfalls nach ihr und sie verfehlte sich immer nur knapp? So wie in einem kitschigen Liebesfilm bei dem man immer vorher schon genau weiß, dass sie sich verfehlen werden?! Also blieb sie stehen, denn sie klammerte sich an jeden rettenden Strohhalm, der ihr in den Sinn kam. Doch auch nach ein paar Minuten des harten Wartens war von Jimmy keine Spur. Sie musste nachdenken, wo würde er hingehen? Zu ihr nach Hause vielleicht? ER hatte ja bestimmt den Zweitschlüssel von ihr bei sich. Also schnappte sie sich ihren Krempel und fuhr mit dem Taxi nach Hause. An ihr Auto im Parkslot kam sie jetzt nicht dran, da war alles gesperrt. Zum Glück war der Fahrer so nett, mit ihr in ihr Appartement zu folgen, damit sie bezahlen konnte, denn ihr Geld war im Locker und auch da konnte sie ja nicht dran. Das Taxi war bezahlt, aber auch hier von Jimmy keine Spur. Schnell zog sie sich noch einen Pulli über, draußen war es eisigkalt und die Ringklamotten wohl eher spärlich. Dann schnappte sie sich ihre Jacke, ihre Mütze, ihren Schal sowie die Handschuhe und fuhr mit dem Fahrstuhl wieder runter. Darin kleidete sie sich dann wettertauglich und rannte aus dem Haus. Doch in welche Richtung? Wollte sie jetzt wirklich zu Fuß die Stadt nach ihm absuchen? Eine suche, die so zwecklos war wie die Nadel im Heuhaufen, doch sie konnte nicht einfach zu Hause sitzen und warten, sie musst etwas tun, also ging sie los, nach links.

    Die Straßen waren nicht besonders voll im neuen Jahr, wahrscheinlich war noch Urlaubszeit und alle saßen zu Hause im warmen mit der Familie oder sie gingen Schlitten fahren bei dem herrlichen Schnee. Und dann machte es PLING. Das war die Idee, vielleicht würde sie ihn im Park finden, auf der Bank, auf der sie ihn hatte schon einmal gefunden. Sie rannte los, sie wollte dort unbedingt hin, denn wo sonst hätte sie nach ihm suchen können.

    Völlig außer Atem kam sie bei der Bank an, sie war leer. Ihre Augen füllten sich mit Tränen, wo war er nur? Wo konnte sie noch nach ihm suchen? Trotz den dicken Klamotten fing sie nun an zu zittern, die Kälte fraß sie förmlich auf, obwohl ihr durch das rennen richtig heiß war. Es war ein Wechselbad der Temperatur, das sich nun um ihren Körper legte. Von innen war es kochend heiß und von außen eisigkalt. Sie hatte das Gefühl, ihre Kräfte würden schwinden, denn die Angst um ihn war größer als alles andere. So wie er im Ring ausgesehen hatte, es konnte ihm nicht gut gehen. Vielleicht ist er ja zu einem Krankenhaus gelaufen? PLING. Der nächste Einfall war da, sie würde alle Hospitale absuchen nach ihm, also ging sie weiter. Natürlich bedeutend langsamer, da sie noch immer etwas außer Puste war. Nicht weit von ihr, sah sie das kleine Brückchen, das sie überschreiten musste, um in das nächste Krankenhaus zu gelangen und dann erblickte sie ihn, Jimmy Jacobs. Sie traute ihren Augen nicht, das war Einbildung, er würde doch niemals hier im Park, halb nackt und blutend sich selbst verbinden. Und als sie sich das so durch den Kopf gehen lies, saß der Schock noch tiefer. Doch er würde. Also sauste sie geschwind zu ihm, stieg zu ihm in sein Versteck hinab, das jedoch sehr gut von allen Seiten zu bestaunen war und lies einen Freudenstoß aus.

    Jimmy, ich hab mir solche Sorgen gemacht, was machst du hier verdammt, warum bist du hier?Ashley hätte ihn am liebsten mit noch hundert weiteren Fragen bombardiert, aber erstens musste sie schwer schnaufen und zweitens war sie froh, in endlich gefundne zu haben. Nun konnte sie sich auf seinen Zustand konzentrieren, denn ER war nun gefunden, ihr Jimmy war nun da, ihr Retter, ihre Liebe.



    Re: ... join me ...

    Jimmy Jacobs - 09.01.2010, 21:15


    Gerade als Jacobs die merkwürdigsten Verrenkungen machte um den Verband über die Schultern legen zu können erklang eine Stimme die ihm wohlbekannt war. Eine andere Stimme hätte er gar nicht hören oder gar akzeptieren wollen. Sie ar es, unverkennbar! Zügig hastete Jacobs seinen Kopf zur Seite und zur anderen um zu schauen ob er es sich nicht nur eingebildet hatte. Dann rutschte er auf dem Boden umher und dann sah er sie. In ihrer vollsten Schönheit, vermummt und eingepackt wie ein zerbrechliches Ei das nicht zu kalt werden durfte und möglichst warm gehalten werden musste. Der Anblick dieser arktisch angepassten Kleidung ließ ihn schmunzeln, sie sah darin einfach zum schießen aus. Das stetige Aufwallen seines Körpers deutete an, dass er innerlich lachte, es sich aber akustisch nicht anmerken ließ um die Schmerzen in Grenzen zu halten.

    Eine unheimliche Freude ströhmte durch seinen Körper und wärmte seinen Körper auf. Sie war zu ihm gekommen und schien völlig unverletzt zu sein. Scheinbar konnte sie den Klauen MOrdecais Entkommen ohne einen Schaden davon zu tragen. Jacobs hatte seine Mission erfüllt und war mehr als nur froh darüber. Sie war zu ihm geeilt, hatte ihn vielleicht sogar gesucht. Etwas das er womöglich auch getan hätte, würde dieses leere Loch nicht in seinem Kopf existieren und die vergangenen Stunden und womöglich Tage in einen unscharfen Grauton verwandeln. Aber das war unwichtig, denn sie waren wieder zusammen und sie schien ihm nicht böse für den Blackout zu sein und für das, was danach passierte. Was auch immer es war.

    »Ashley!«, platzte es mit freudiger Stimme aus ihm heraus. Zu gerne wäre er aufgestanden und hätte sie in den Arm genommen um entgültig zu realisieren, dass sie tatsächlich vor ihm stand und zu ihm hinunter glubschte. »Du... du bist es wirklich, oder?«

    Ein mulmiges Gefühl kam auf als ihm bewusst wurde, dass seine Zigaretten und der Alkohol offen darlagen und womöglich kritisch von ihr gemustert werden konnten, also blickte er verschämt zu Boden. Das letzte Mal als sie ihn im Park antraf, war Jacobs sturzbetrunken und dabei verhielt er sich nicht dauernd wie ein Gentleman. Noch immer lastete dieser kurze Moment auf seiner Seele, dieser kleine Funken der Ashley Angst machte. Der Moment in dem Jacobs beschloss, all diese schädlichen Gifte die seinen Verstand vernebelten hinter sich zu lassen. Ausser natürlich die Zigaretten. Aber davon wusste sie nichts, wenn sie die Promo nicht so verstand wie sie gemeint war. Das Bild das sie sich ausmalen konnte, war so fern der Realität. Aber konnte Jacobs nun nicht noch einmal den Whiskey über seinen Rücken schütten, jetzt wo der Verband schon teilweise aufgelegt war.

    »Ich verarzte mich«, sagte Jacobs schließlich. Eine zweideutige Bemerkung für die er sich auf die Zunge hätte beissen können. »Und ich bin hier, weil es hier schön ist. Sieh dir die Leute an... sieh dich an«

    Ein freches Grinsen ließ seine Mundwinkel in die Höhe steigen. Es war schon irre putzig wie sie vor ihm stand, Jacobs liebte den Winter für solch unterhaltsamen Bilder. Alle rannten wie textile Sumo Ringer herum, ihre Körper waren zu sehr verwöhnt von Heizungen und Kleidung, dass sie jegliche Abhärtung verloren hatten und schon bei kleinsten Temperaturschwankungen zu frieren begannen. Jacobs wies diesen Luxus von sich, denn aus seiner Sicht, schwächte es den Körper und das Potenzial eines solch komplexen und regenerativen Organismus enorm.

    »Ich bin froh, dass es dir gut geht... ich hätte nach dir gesucht aber... ich hatte einen völligen Filmriss.« Wieder sank sein Kopf zu Boden, denn nun da er sah, dass es ihr gut ging, wäre die Suche nach ihr nicht vergeblich gewesen. Ihr ging es prächtig. Aber nein, die Verwirrung und das Ego seine Wunden zu heilen hatten gesiegt. Zu dumm, dass er die Peitsche von Mordecai nicht dabei hatte. »Ich weiß, dass ich im Ring lag und aufstand um Mordecai... nun... ab da an war alles schwarz.«

    Der Mann mit der roten Strähne seufzte leise vor sich aus wobei ein dichter Nebel aus seinem Mund welkte und in die Höhe fuhr. Schließlich versuchte er weiter den Verband um seine Schultern zu legen, aber immer wieder war es ungerade oder zu locker und er musste von vorne beginnen.

    »Ich hätte es mir nie verzeihen können, wenn dir was zugestoßen wäre...«



    Re: ... join me ...

    Jimmy Jacobs - 16.01.2010, 22:37


    Ashley Massaro hat folgendes geschrieben: Diese Antworten würden zwar ausreichen, aber hörte Ashley überhaupt richtig zu? Ja in gewisser Art und weiße schon, doch sie konnte nicht glauben, was sie da sah und sie war wütend, dass es ihm gut ging und sie so in Sorge war. Aber er konnte ja nichts dafür, so hatte er ja angeblich einen Filmriss, woran sie nie zweifeln würde, aber warum war das so und warum verarztete er sich hier selbst im Park, anstelle bei einem der Ärzte oder gar in einem Krankenhaus? Sie griff nach seiner Hand und stoppte diese, bei seinen Ausführungen. Dabei bemerkte sie, wie kalt sein Körper schon war. Der Alkohol und die Zigaretten wurden in diesem Moment noch gar nicht von ihr wahrgenommen, denn sie war einfach nur froh, ihn endlich gefunden zu haben.

    Spinnst du? Das muss ein Arzt machen, wie kommst du nur auf die Idee, dich selbst verarzten zu können, das muss fachmännisch gemacht werden, sonst entzündet sich das. Bitte Jimmy, lass uns zu einem Arzt gehen, bitte. Ash flehte ihn schon fast an, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt noch nichts von seiner Abneigung gegen Ärzte wusste, aber irgendwie spürte sie es, dass er nicht hin wollte, warum wusste sie auch nicht. Die große Sorge um ihn und seine Gesundheit war nun das Gefühl, das ihren ganzen Körper, ihr ganzes Denken und ihr gesamtes Handeln übermannte. Sie wollte ihn nur noch in guten Händen und in Sicherheit sehen, und das war bestimmt nicht halb nackt in einem Park mit ein paar Binden die er sich selbst mehr schlecht als recht um den Körper wickelte. Natürlich hätte sie ihm jetzt helfen könne, doch sie wollte ihn nur noch zu einem Arzt bringen.

    Du warst am Boden Jimmy, Mordecai hatte dich gepeitscht, mehrmals und dann ging alles so schnell, ich konnte die Fesseln lösen, kam aber nicht von meinem Stuhl, ich war wie gelähmt und als die Peitsche sich gegen mich gerichtet hatte, zog mich einer der verhüllten Männer vom Stuhl, stieß mich aus dem Ring und somit in Sicherheit. Das alles war möglich, weil du dich in der Zwischenzeit auf Mordecai stürztest, du hieltst ihn davon ab, mir weh zu tun. Du warst wie in einem Rausch und dann ging ein Alarm los, die Halle wurde geräumt und alle rannten wie Panisch umher. Ich griff nach deiner Hand aber schon wurden wir in völlig unterschiedlichen Richtungen aus der Halle getrieben. Ich hatte dich aus den Augen verloren und dich danach auch nicht wieder gefunden. Ihre Augen füllte sich nun mit Tränen, sie sah das erzähle vor ihren Augen, der ganze schlimme Film lief noch einmal vor ihr ab und es war schrecklich. Zu sehen wie Jimmy leiden musste und wie sie voneinander getrennt wurden. Es war die Hölle für sie.

    Jimmy, du hast mich vor ihm gerettet und das werde ich dir nie vergessen. Sie stellte sich nun direkt vor ihn, sah ihm in seine Augen und streichelte ihm sanft über seine Wange. Ich liebe dich Jimmy. Entfuhr es ihrem Mund. Es war wohl an der Zeit, ihm das zu sagen, nachdem er sich für sie geopfert hatte und nachdem sie so eine wunderbare Nacht an Weihnachten zusammen hatten. Ihr Herz pochte und für einen Moment, war der ganze Ärger, die ganze Angst und alles um sie herum vergessen, doch der Moment war nur kurz.



    Re: ... join me ...

    Jimmy Jacobs - 16.01.2010, 22:38


    Ashley's Sorge umschmeichelte das kalte Herz des Jacobs und ließ ihn amüsiert lächeln. Zu gerne wäre er schwach geworden und hätten ihren Anweisungen folge geleistet. Allein die Sorge aus ihrem Gesicht verschwinden zu sehen, wie es durch ein glückliches Lächeln ersetzt werden würde, wäre diesen Sprung über das Ufer wert gewesen. Aber das war nicht möglich, weder Jacobs Stolz noch die Gegebenheiten ließen es zu. Mit seiner Vergangenheit würde sich kein Arzt in der Umgebung um ihn kümmern, ihn abweisen und ihm sein Schicksal überlassen. Aber sie hatte Recht, das Wrestling lehrte ihn viel über Medizin und Verletzungen, aber es reichte nicht aus um etwas so schwerwiegendes zu verarzten.

    Nach und nach kehrten die Erinnerungen zurück als Ashley die Szenerie in den Raum warf. Es war so, als wäre Jacobs diesmal ihr Schutzengel gewesen. Und es tat gut, dass sie ihm keine Vorwürfe machte sondern verstand, welches Opfer er brachte um sie zu retten. Sie war eine Frau mit Weitsicht, eine Frau die verstehen konnte, ein Unikat das in der Masse empor stieg wie ein geflügelter Engel. Und schließlich beichtete sie ihm ihre Liebe, aber es wirkte so merkwürdig. So surreal und fern ihres Typus. Jacobs war geneigt ihr zu glauben, aber irgendwie konnte er es nicht. Es war einfach merkwürdig.

    »Ashley...«, seufzte er und legte seine Hand auf die ihre die über seine Wange streichelte wie ein zarter Grashalm. Seine braunen Augen trafen ihr wundervolles Meer einer Kugel, aber zu lächeln waren seine Züge zu träge.

    »Es tut gut, dich wohl auf zu sehen. Mit deiner Bommelmütze, da«, grinste er schließlich doch und tippte gegen ihre Kopfbedeckung. »Aber ich muss mich ranhalten, kein Fachmann wird sich um mich kümmern. Also muss ich es selbst machen. Würdest du mir vielleicht dabei helfen? Lieber provisorisch verarztet als gar nicht.«

    Alte Erinnerungen kehrten hoch und vertrieben die wohltuende Wärme in seinem Körper, ließen seine Finger zittern die sich offenbar der Kälte der Umgebung ergab. Sie wanderten zurück zu der Verbandsrolle, die sich mit Ashleys Eingriff erneut gelockert hatte. Also öffnete Jacobs den Verband erneut, legte ihn kurz beiseite und nahm sich schließlich den Whiskey, welcher wieder über die Wunde der zerfetzten Fleischreste getrieft wurde. Jacobs biss die Zähne zusammen, aber es war wohl nötig gewesen. Und so legte er den Verband erneut an, umwickelte zuerst seinen Bauch bis zu seiner Brust hinauf und spätestens dort musste Ashley weitermachen, denn die Gelenke bestanden nicht aus Gummi sondern aus knacksendem Knorpel.

    »Würdest du.. bitte...? 'Schatz'?«

    Jacobs kämpfte mit der Bezeichnung, denn er wollte ihr irgendwie klar machen, dass er genauso empfand wie sie, aber der Augenblick war nicht der passende um den Zauber dieser Worte vollends auskosten zu können.



    Re: ... join me ...

    Jimmy Jacobs - 16.01.2010, 22:38


    Ashley Massaro hat folgendes geschrieben: Für Ashley war es genau der richtige Moment, ihm ihre Liebe zu gestehen und wenn er das nicht erkennen konnte, dann war er blind. Sie hatten sich in einander verliebt und das wussten sie, beide. Doch diese Worte waren bis jetzt noch nicht über ihre Lippen gekommen. Doch heute, an diesem Grauenvollen Tag, an dem so viel Passiert war, ihre Entführung am Tag zuvor, das auftauchen gefesselt im Ring durch Mordecai und die große Angst, die Angst um ihr Leben waren Gefühle, die sie so noch nie zuvor gespürt hatte. Natürlich könnte man jetzt sagen, dass ihr Jacobs nicht gut tut, denn nur wegen ihm hing sie in diesem Dilemma. Aber das würde sie nie tun. Er war es nämlich, der sich schützend vor sie stellte, der sie befreien wollte, der all die Schmerzen auf sich nahm damit ihr nichts geschah und dann kam die große Sorge um ihn auf, wo er war, wie es ihm ging und sie hatte nun die Größte Angst aller Ängste. Sie dachte, ihn verloren zu haben und ihn dann zu finden, ihn zu sehen, ihn zu spüren, das war genau der richtige Zeitpunkt, um ihm zu sagen, wie sie fühlte, denn sie hatte Angst, es ihm vielleicht nie sagen zu können. Wer weiß schon, was noch alles passieren wird, denn eines ist sicher, Mordecai hat sein Ziel noch nicht erreicht, er wird noch nicht ruhen ehe er bekommt was er will.

    Doch der Blick von Jimmy reichte aus, ein Blick in seine Augen reichte aus, damit sie ihre Bedenken über Board warf und ihm lieber half, als ihn seinem Schicksal zu überlassen. Das hätte sie nicht übers Herz gebracht. Also nahm sie den Verband und führte diesen weiter. Für sie ging das relativ einfach, denn sie konnte sich frei um ihn herum bewegen. Nun roch er noch mehr nach Whiskey als ohnehin schon. Aber nun wusste sie, woher der Duft kam, obwohl er ihr vor lauter Sorge noch gar nicht aufgefallen war. Aber nun, da er vor ihr über seinen Körper floss, schoss er ihr in die Nase und sofort kam ihr die Erinnerung an ihre Nacht hoch. Wie er den Whiskey mit seiner Zunge von ihrem Körper leckte und ihn aus ihrem Bauchnabel schlürfte. Es waren wunderbare Erinnerungen die ihr sofort Schmetterlinge in den Bauch zauberten und ihr ein verliebtes Lächeln ins Gesicht zauberte.

    Ist das so in Ordnung, oder zu fest, zu locker? Jimmy, du musst mir Anweisungen geben, ich habe das in solch einem schweren Ausmaß vorher noch nie gemacht. Ihre Unsicherheit war für ihn deutlich zu hören und zu sehen. Sie hatte Angst ihm Schmerzen zu bereiten und doch war sie froh, dass die Wunden wenigstens mit Whiskey gespült waren. Dennoch konnte das doch nicht auf Dauer so bleiben und sie konnten auch nicht in der Kälte verweilen.

    Sollen wir nicht lieber zu mir, da kannst du dich aufwärmen und wir kümmern uns in Ruhe um deine Wunden? Ich meine, hier ist es doch so kalt und schmutzig. Ja, in den Augen von Ashley war es hier schmutzig und sie wollte ihn einfach nur noch von dort fort haben. In Sicherheit, bei ihr zu Hause oder gar einem Krankenhaus, was er ja bis jetzt eisern ablehnte.

    Ash blickte ihn nun an, es lag jetzt an ihm. Aber wenn er sie schon als Schatz bezeichnete, dann konnte er ihr diesen Vorschlag, diesen Wunsch doch nicht abschlagen? Er musste sich doch nun um sich sorgen oder zumindest sie um ihn sorgen lassen, denn sie waren jetzt ein Paar und das war wohl für beide eine ganz neue Erfahrung, die sie aber mit Sicherheit gut und leicht meistern würden.



    Re: ... join me ...

    Jimmy Jacobs - 16.01.2010, 22:38


    Als Ashley sich um seine Wunde kümmerte war der reizende Schmerz nichtmehr ganz so intensiv wie zuvor. Denn durch die Verrenkungen und Abwinkelungen seiner Arme verzog sich die Haut des Rückens, legte sich in Falten oder dehnte sich wo es unweigerlich zu Rissen an den bereits verheilten Stellen die zur Kruste geworden war kam. Aber nicht nur das besänftigte das Gefühl, sondern auch, dass Ashley es war die ihm dabei half. Sie versuchte ihm so wenig wie möglich weh zu tun und legte ihre Hände zur Stütze an die Stelle an der sie arbeitete. Ihre Berührungen waren wie Balsam und es fühlte sich an, als ob der Heilungsprozess dadurch beschleunigt werden würde. Was es natürlich nicht tat, aber ein gutes Gefühl und der Glauben daran wirkte oftmals Wunder.

    »Es muss feste anliegen. Zwei Schichten sollten ausreichen, aber drei wären besser. Du machst das gut.«

    Jacobs betastete seinen Oberkörper und überprüfte die Spanne des Verbands den seine Freundin schon gelegt hatte. Sie machte es tatsächlich gut, weitaus besser als es ihm gelungen wäre. Die Wunden fühlten sich bereits besser an, sie kitzelten und begannen sich zu regenerieren. Plötzlich zuckte Jacobs zusammen und ließ einen kurzen, schmerzhaften Aufschrei los

    »ARGH!«, bellte er mit gepeinigter zusammengezogener Miene. Ein Strahl dünnstem Laser zog sich über deinen Körper als Ashley den Verband einmal nachzog oder den Spann testete. Als Jacobs bemerkte, wie sie aufschreckte begann er in sich hinein zu grinsen und wartete eine kurze Zeit bis sich die nächste Gelegenheit bot. Wenige Sekunden später kam sie. Ein kleiner Stich, kaum der Rede wert

    »ARGH!«, schoss es erneut aus Jacobs heraus, diesmal mit einem breiten Grinsen auf den Lippen. Aus Schreck ließ Ashley den Verband los, rechtzeitig gefangen von Jacobs der sich daraufhin umdrehte und ihr frech entgegen grinste. »Nichts passiert!«

    Schließlich stand Jacobs auf und marschierte zu seinem Schlafsack rüber. Darunter holte er eine Zigarettenpackung hervor in der sich Büroklammern befanden. Immer praktisch welche zu haben, besonders wenn Türe durch die man gehen wollte verschlossen waren. Mit Zähnen und Fingern bog er sie grob auseinander, fädelte sie in den Verband ein und tat das gleiche an einer geeigneten Stelle um das Ende zu fixieren. Noch ein wenig Spucke und es hielt blendend. Die Packung fiel wieder unter den Schlafsack als die drei Packungen ihm entgegen lächelten. Nachdenklich biss er sich auf die Lippe während er sie anstarrte. Naja, Schaden kann es ja nicht. Also nahm er eine entgegen, pulte die Plastiklasche hervor und riss die Packung auf. In Windeseile befand sich eine Zigarette in seinem Mund sowie ein Feuerzeug das es anzündete. Ein tiefer und genüsslicher Zug folgte und ein warmer ausatmender Dampf der ihn zu einem menschlichen Drache mutieren ließ. Danach kehrte er zu Ashley zurück, überprüft die Windrichtung und setzt sich schließlich im Schneidersitz neben sie.

    »Du bist ein merkwürdiger Punk. Müsste dich Schmutz und Kälte nicht normalerweise anziehen?«, entfuhr Jacobs und blickte fragend zu ihr rüber, »Die Kälte ist gut für den Blutkreislauf. Wenn der Körper sich daran gewöhnt, stets von Wärme und Luxus, wie zum Beispiel Wärmflaschen, Medizin oder sowas, umgeben zu sein, verliert er an potenzielle Leistung. Er schläft sozusagen stetig ein. Aber hier denkt er sich: 'Hey es ist zwar kalt aber ich liebe es Blut durch die Drüsen zu pumpen damit mir warm wird und sieh mal. Da ist Schmutz! Bewegt euch ihr faulen Blutkörperchen und schließt die Wunde bevor sie schmutzig wird!'«

    »Naja... so etwas ähnliches würde er wohl sagen...«, grinste Jacobs verlegen vor sich hinab und zog ein weiteres Mal an der Zigarette.



    Re: ... join me ...

    Jimmy Jacobs - 02.02.2010, 17:13


    Ashley Massaro hat folgendes geschrieben: Ashley blieb jedes mal fast das Herz stehen, als er zuckte und eine Art Aufschrei bei ihm ertönte als sie ihm den Verband anlegte. Sie war wirklich kurz am überlegen, zu der Pfanne zu greifen, sie ihm über den Kopf zu ziehen um ihn dann anschließen bewusstlos ins Krankenhaus einliefern zu lassen. Aber das würde er ihr wohl nie im Leben verziehen und so biss sie sich auf ihre Unterlippe und ging mit ihm durch diese Hölle. Er hatte ja schließlich die Schmerzen, aber sie bekam etliches davon ab, als er seine Show abzog. Mit einer frechen Schnute saß sie dann also neben ihm und seufzte.

    Natürlich bin ich ein merkwürdiger Punk. Das ist mein Gimmick. So präsentiere ich mich den Fans und so manches Lebe ich auch wirklich zu Hause aus, aber ich mag die Kälte nicht, ich hab es lieber warm und sauber auch. Liegt vielleicht auch an meinem Job als Model, aber dort muss man sehr diszipliniert sein um etwas zu erreichen und da kann man sich keinen Schmutz und dergleichen leisten. Man muss immer Top aussehen, richtig Makellos sein und es auch rüber bringen. Sie legte eine ihrer Hände auf sein Knie und sah sich nun das erste mal so richtig den Ausblick an. Es war eigentlich wirklich wunderschön, wäre sie hier mit ihm unter normalen Umständen. Einem schönen Spaziergang oder dergleichen. Aber nicht, nachdem sie halb Tod vor Sorge um ihn war und sie ihn hier an Ort und Stelle verbinden musste, nachdem er seinen Körper mit Whiskey getränkt hatte und nun sich auch noch eine Zigarette ansteckte. Aber sie liebte ihn nun mal und da lies sie ihm wohl so ziemlich alles durchgehen. Am liebsten hätte sie nun ihren Köpf auf seine Schulter gelegt, um ihm so nah wie möglich zu sein, doch das traute sie sich angesichts seiner Wunden nicht.

    Lebst du gerne im Dreck? Was ist gegen eine Wohnung einzuwenden? Dort ist es sauber, trocken und man hat seine eigenen vier Wände. Ich finde das ist ein Grundbedürfnis jedes Menschen. Nun war sie gespannt, wie er darauf antworten würde. Auch wenn sie ihm schon ihr Herz geschenkt hatte, er war für sie immer noch ein Fremder, sie kannte ihn nicht. Eine Nacht zusammen macht zwei Menschen nicht bekannt. Obwohl sie bei ihm das Gefühl hatte, ihren Seelenverwandten getroffen zu haben, vom allerersten Moment an.



    Re: ... join me ...

    Jimmy Jacobs - 02.02.2010, 17:13


    Ein Moment der Ruhe kehrte ein den Jacobs nutzte um sich seine Worte zu überlegen. Er konnte ihre Ansicht nachvollziehen, wie sie schon sagte - sie war ein Model. Als ein solches eignete man sich eine gewisse Oberflächlichkeit an, sah die Dinge so wie sie aussehen, nicht wie sie tatsächlich waren. Die Folgen dieses Berufs merkte man ihr bereits an dem ersten Aufeinandertreffen der beiden an, aber Jacobs sah etwas in ihr. Etwas das sie besonders machte, dass sie sich nicht gänzlich in ihrem Nebenberuf verloren hatte. Ein Beweis dafür war ihre Anwesenheit, ihre Loyalität und ihre offensichtliche Sorge um ihn. Anderen wäre es völlig egal gewesen, aber Ashley nicht. Dementsprechend dauerte es bis Jacobs etwas fand womit er ihr nicht völlig gegen den Kopf stoßen würde

    »Schmutz kommt und geht, Ashley. Er tut niemanden weh. Ihn ständig zu beseitigen kostet Kraft und Zeit, die man auch anders hätte investieren könnte. In Dinge die einen Fortschritt bringen. Kälte ist nur ein Gefühl, wenn er Körper nicht daran gewöhnt ist friert er schnell. Ist er aber öfters der Kälte ausgesetzt, gewöhnt er sich daran. Der menschliche Körper ist eine unglaubliche Maschine der zu Dinge fähig ist, die wir uns nichtmal vorstellen können. Sieh dir die Mönche aus Asien an die Steine zerschlagen und Pfeile fangen können, sie erklettern Berge wo das Eis beheimatet ist und frieren nicht. Submissionisten die ihre Muskelspannung konstant eine ganze stunde halten können und dabei kaum Milchsäure produzieren. Es ist faszinierend wozu wir alles im Stande wären, wenn wir uns nur darum kümmern würden.«

    Verträumt in weiteren Möglichkeiten zieht der Mann mit der roten Strähne an der Zigarette, inhaliert den Rauch und entlässt ihn durch die Nase. Zu gerne würde er ebenfalls die Reflexe eines Mönches besitzen oder die Körperkontrolle eines Submissionisten, aber fehlt ihm die richtige Anleitung. Also besann er sich auf das, wovon er etwas verstand. Die Beseitigung und Kontrolle von Schmerzen und das funktionierte nur, wenn er sich und sein Körper regelmäßig Extremsituationen aussetzte. Diese Kälte stimulierte die Regeneration, er konnte sich nicht mal mehr daran erinnern, wann er zuletzt krank gewesen war. Aber versuchte er nicht Ashley zu überzeugen, sondern sich ihr zu erklären.

    »Ich stelle mir das Leben als MOdel grauenhaft vor. Sich immer zu verstellen, ständig fummelt jemand einem im Gesicht herum, gibt Anweisungen. Andererseits fördert es das Schauspiel, das plötzliche Erwachen unterschiedlicher Emotionen. Aber es verlockt einen auch zu einer gewissen Oberflächlichkeit, gerade weil bestimmte Leute an einem rumfummeln. Man betrachtet andere als minderwertig weil sie nicht im Rampenlicht stehen, aber ebenso hart arbeiten wie man selbst.«

    Unweigerlich schoss ihm Ashley's allererste Reaktion in den Kopf als sie ihn für einen Penner gehalten hatte. Es war eine traurige Begrüßung, denn er hatte sie ebenso leicht abgetan wie all die anderen Frauen in der Liga, bis auf Katie Lea. Wohl hätte Jacobs den blonden Engel passieren lassen, hätte er nicht den Drang gehabt gegen Lacey in seinem Kopf zu kämpfen um das maximale Ausmaß an Leid zu provozieren. Der Kuss war ein Akt der Rebellion, nicht weil er an Ashley interessiert war, sondern weil er sich trotzig gegen sich selbst stellte. Dass dieser Kuss und besonders dieser zweite unglaubliche Akt der Verinnerlichung eine derart extreme Wendung nahm, hatte er nicht ahnen können. Doch im Nachhinein war es eine gute Idee, denn der Stock war, wie es schien, verschwunden und mit ihm auch Lacey.

    »Es ist gut, wenn man weiß was man will. Aber es ist schlecht, wenn man ausser Finanzen keinen anderen Gewinn daraus ziehen kann.«

    Erneut zog Jacobs an der Zigarette und pustete den Qualm aus. Während der Litanei hatte er kein einziges Mal zu Ashley geschaut. Womöglich fürchtete er auf eine Reaktion die ihm nicht gefiel, vielleicht sagte er all dies auch für sich selbst. Mit Ashley hatte ein neues Zeitalter von Jimmy Jacobs begonnen und er hatte noch so manche Überraschungen für sie auf Lager. Dinge die er bislang lediglich andeutete, aber er sie ihr schon zeigen sollte war fraglich. Der Mann hatte nie seinen Locker Room betreten, verdiente so gut wie nichts mit dem Job den er liebte und kam wissendlich mit einem Model zusammen. Selbst jetzt saßen sie im Park unter einer Brücke mit einem Schlafsack der so aussah, als ob er lediglich bestimmte Gegenstände versteckte. Das waren Dinge die einfach nicht zusammen passten. Er trank, er rauchte und trug Kleidung die durchaus edler aussahen als sie sein dürften. Also musste es da noch etwas geben. Aber noch war nicht die Zeit dafür. Zuerst wollte er lernen wie Ashley funktionierte, was sie glücklich und unglücklich machte, wie sie zu welchen Situationen wie reagierte und ob sie das Potenzial in sich auch abrufen konnte, ehe er sie in die Geheimnisse des Jacobs einweihte.



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    Jimmy Jacobs - 02.02.2010, 17:13


    Ashley Massaro hat folgendes geschrieben: Ashley sah die ganze Zeit, als er sprach, auf ihre hand, sie noch immer auf seinem Knie ruhte. Es war das momentane Band, das die beiden zu diesem Zeitpunkt miteinander verband. Sie spürte ihn, wenn auch an einer wohl unbedeutenden Stelle, aber für sie war es der Himmel auf Erden, denn sie war bei ihm und sie durfte ihn berühren, ihn spüren. Für einen kurzen Moment kamen ihr wieder Gedanken an den Ring in den Kopf. Wie sie gefesselt auf dem Stuhl saß und er vor ihn auf dem Boden lag. Diese Qual, diese fürchterliche Qual ihm nicht helfen zu können, ihn nicht berühren zu können. Aber nun waren beide in Sicherheit, zumindest sah es im Moment danach aus und sie lauschte seinen Worten, ehe sie darauf einging.

    Ich kenne mich mit Kälte gut aus Jimmy, ich stand zu oft schon in Unterwäsche in der freien Natur bei einer Kälte, die ich meinem Körper nie im Leben antun wollte. Glaube mir, ich weiß, wie Kälte sich anfühlt und ich kann nur sagen, ich mag sie nicht. Sie lässt mich zittern und schwach werden. Ich bin jedes mal wie gelähmt und muss auch noch lächeln und gut aussehen. Die Kälte ist ganz und gar nicht mein Ding, aber ich respektiere und bewundere es, wenn du sie für dich benutzt um dich zu stärken. Mein Körper steht mit ihr auf Kriegsfuss. Nun war sogar ein kleines lächeln auf ihren Lippen zu sehen. Denn die Kälte war zu oft ein Hindernis in ihrer Arbeit. Mit genügend Kleidung am Körper konnte sie die Kälte genießen, aber nicht auf der nackten Haut.

    Man gewöhnt sich sehr schnell daran, bis man eines Tages erwacht und sieht, welch schmutziges Geschäft es eigentlich ist. Am Anfang ist es toll, die Aufmerksamkeit die man bekommt, die vielen Stars die einen beachten, die tollen Partys zu denen man eingeladen wird und die Fotos machen auch total Spaß, bis der Stress beginnt, die Konkurrenz einsetzt und man kämpfen muss. Glaube mir, in der Modelwelt findest du keine Freunde, alles denken nur an sich selbst und du musst lernen, deine Ellenbogen einzusetzen. Das Rumgefummel und zupfen hier sowie da ist das kleinste Problem, das man hat. Wobei es oft ziemlich nerven kann und wenn du den Geschmack des Fotografen nicht genau triffst mit irgendeiner Emotion, dann wird das Bild so lange gemacht, bis er es im Kasten hat. Das kann unter umständen sehr lange dauern und ist verdammt anstrengend. Aber wenn man es mal nach oben geschafft hat, haufenweise Aufträge bekommt, ist man bereits abgestumpft und macht diesen Job wie jeden anderen auch. Nun schließt sie für einen Moment ihre Augen. Wie schön es doch war, als sie mit dem Modeln begann. Sie fühlte sich so toll, so begehrt, so hübsch. Doch nun war der Job lästig, nervenaufreibend und wirklich anstrengend wegen der vielen Konkurrenz aus jüngeren Mädels. Doch so leicht lies sie sich nicht vertreiben, denn das Geld stimmte. Natürlich leidet der Charakter darunter, Oberflächlichkeit wird zur Tagesordnung und so war es auch bei Ashley. Sie wollte es sich zwar nie eingestehen, aber sie wurde von ihr beherrscht, schon sehr lange und sie wehrte sich auch nicht dagegen, denn es war bequem oberflächlich zu denken. Warum hinter die Fassade schauen? Das würde nur Zeit und Kraft kosten.

    Ich weiß was ich will und ich nehme es mir auch Jimmy. Das ist mein Lebensmotto. Wenn ich einen Kampf will, dann scheue ich ihn nicht und wenn ich einen Kerl wollte, dann nahm ich ihn mir. Hatte Spaß mit ihm bis er mich langweilte. Nun hob sie ihren Blick und sah ihn an, sein Profil war genauso atemberaubend wie sein gesamtes Gesicht. Erst als ich dir begegnet bin, habe ich davor zurück geschreckt, mir zu nehmen was ich will. Ich habe es mir gewünscht, aber nicht genommen. Jimmy, du hast mich verändert. Noch immer lagen ihre Augen auf ihm, würde er sie nun ansehen, oder wollte er es im Moment lieber nicht? Denn ihre Worte waren offen und ehrlich, aber auch sehr direkt.



    Re: ... join me ...

    Jimmy Jacobs - 02.02.2010, 17:14


    Jacobs lauschte der schönen Blondine aufmerksam und zog gelegentlich an seinem Glimmstengel. Diverse Fragen schossen ihm in den Kopf die er sie fragen wollte, aber als sie ihr Lebensmotto und den Teil ihrer Vergangenheit offenbarte zerschoss es seine Gedanken. Er musste tief schlucken, denn diese Worte waren unbeabsichtigt verletzend. Nicht weil Jacobs so naiv war und sich fragte, was das wohl für Kerle gewesen sind, welches Ausmaß dieser Spaß ging und wie er im Gegensatz zu ihnen abschnitt. Nicht weil er befürchtete irgendwann ebenfalls von ihr weggeworfen zu werden, wenn er sie langweilte. Es war mehr eine Erinnerung die ihn ihm aufwachte und ihn umschlang wie ein von Pest beladener Pelzkarren.

    Als er schwach und anfällig gegenüber allem war, was negativ oder positiv sein konnte. Als ihm die Zukunft seines Lebens egal war und in die Fänge einer Frau geriet die eben jenes Motto ebenfalls inne hatte und dies bis zur Unkenntlichkeit des Opfers ausführte. Sie tötete Chris Scobille, zerstörte sein Leben, kettete ihn an sich, erwürgte seine Selbstachtung, strangulierte seinen Egoismus und zermürbte seinen Verstand bis nichts weiter übrig blieb als ein Haufen kleinster Papierschnippsel. Dieses Loch war tief, saß nach wie vor tief in seinen Erinnerungen und irgendwie kam er darüber nie hinweg. Sie war wie die Drogen die ihn vergessen lassen sollten. Aber dann kam Ashley wie ein Engel herbeigeflogen, reichte ihm lächelnd die Hand und schob diese Erinnerungen beiseite. Bis jetzt.

    »Hm... ja, möglich...«, seufzte Jacobs und blickte starr vor sich, blinzelte nicht einmal mit den Augen als er an der Zigarette zog und der Qualm über seine Augen wanderte, der sie reizte bis sie fast erröteten. »So ist das wohl wenn man verliebt ist... man... verändert sich...«

    Nachdenklich schwelgte er in Erinnerungen an seine Ex Frau, die wohl ebenfalls erheblichen Einfluss auf ihn hatte. Während und vorallem nach der Ehe. Menschen änderten sich und je nach Bewegungsgrund zum Guten oder zum Schlechten. Aber darüber wollte er nicht nachdenken und trat die Gedanken beiseite. Er verfrachtete sie in seine Zigarette, nahm einen letzten Zug und warf sie dann vor sich auf dem Boden um sie auszutreten. Sein Blick sank für einen Moment um nachzusehen, ob die Zigarette wirklich aus war, dann blickte er wieder auf und sah die spielenden Kinder. Keine schöne Aussicht. Also drehte er sich zu Ashley rüber, positionierte ein Bein hinter ihr und das andere... irgendwo anders hin. Zögernd schaute der Jacobs sie an und bemerkte, dass sie ihn wohl die ganze Zeit über beobachtet hatte, denn ihre meeresblauen Augen die mit ihren blonden Haaren so wunderbar zur weißen Landschaft passen, waren stets auf ihm gerichtet. Und diese Lippen wirkten immer als würden sie lächeln, sie passt perfekt in das Bildnis eines Engels. Aber er wusste nicht genau wo er nun ansetzen sollte. Sie erzählte ihm viel, gab einiges von sich preis das ihr womöglich nicht einfach viel. Wohl wäre nun Jacobs an der Reihe, aber irgendwie konnte er diese Hürde nicht überwinden. Was gäbe es schließlich auch in dem Zusammenhang zu erzählen? Sein Leben war von Leid und Pein gezeichnet und brachten keine wirklich guten Storys hervor.

    »Wenn dir dein Nebenjob nicht gefällt, warum tust du es dann? Überwiegen die positiven Dinge die negativen Dinge so sehr? So überzeugt klang es nämlich nicht«, immernoch klebte die Trauer der Erinnerungen an diesen Worten, obwohl sie völlig anders thematisiert waren. Vielleicht war es auch die Sorge, dass er befürchtete, ihr nicht gerecht zu werden. Schließlich konnte man tatsächlich meinen, er wäre obdachlos und besäße kaum finanzielle Mittel. Immerhin war Ashley ein Model. Ein gutaussehendest, wunderbares und charakteristisches dazu, das immer genau diesen bestimmten Wortlaut seines Vornamens traf der seine Knochen bis ins Mark pulsieren ließ.



    Re: ... join me ...

    Jimmy Jacobs - 02.02.2010, 17:14


    Ashley Massaro hat folgendes geschrieben: Hmm, irgendwie hatte er Recht, sie sprach sehr negativ von ihren Job, dabei hatte sie oft sehr viel Spaß damit. Es war ja nicht so, dass sie es nur wegen dem Geld tat, es hatte ihr mal große Freude gemacht sich ablichten zu lassen. War der Glimmer etwa verflogen? War es für sie nur noch eine Pflicht? Sie wirkte nun sehr nachdenklich, es schien so, als müsse sie grundlegend darüber nachdenken. Doch das hier war nicht der richtige Ort dazu, zumindest nicht für sie. Alle Vorkommnisse des heutigen Tages saßen ihr noch zu tief in den Knochen und so wollte sie eigentlich nur noch dass der Tag an ihr vorbei eilen würde, denn morgen sähe die Welt bestimmt schon besser aus.

    Ich mag meinen Job, doch ganz bestimmt....glaube ich....ich weiß auch nicht. Heute ist einfach nicht unser Tag, wenn man bedenkt, was heute alles passiert ist.

    Immer noch hat sie ihren Blick auf Jacobs gerichtet, sie kann ihre Augen einfach nicht von ihm lassen. Bei ihrer ersten Begegnung war es Mitleid, die sie auf ihn aufmerksam machte und nun war es die Faszination die sie an ihn band, fast schon in seinen Sog zog. Er war so Karismatisch, das war etwas, das nicht viele Männer hatte und genau das gefiel ihr an ihm so sehr dass sie kaum ihre Augen von ihm lassen konnte.

    Jimmy, ich weiß dass wir uns noch nicht lange kennen aber ich habe bei dir so ein Gefühl der Sicherheit. Ich mag es einfach, wenn du in meiner Nähe bist und heute hätte ich dich verdammt gerne in meiner Nähe. Würdest du mir zuliebe, heute bei mir übernachten, bei mir sein und mich in den Arm nehmen, wenn ich eine starke Schulter brauche? War das der alleinige Grund warum sie ihn bei sich haben wollte? Vielleicht war da noch die Sorge um seine Wunden dabei, aber auf jeden Fall wollte sie heute Nacht nach diesem Tag mit Mordecai, nach der Entführung und nach dem brand nicht alleine sein und so schüttete sie ihm ihr Herz aus, in dem sie um seine Anwesenheit bat. Jetzt musste ihm klar sein, wie sehr sie ihn brauchte. Auch wenn er trank oder rauchte, mit all dem würde sie zu Recht kommen, das wichtigste für sie war seine Anwesenheit, seine Nähe, seine Stärke, die sie ihn ihm sah.



    Re: ... join me ...

    Jimmy Jacobs - 02.02.2010, 17:14


    Es tat richtig gut diese Worte zu hören, denn ein dünner Adrenalinstoß wanderte in seinen Magen und wurde mit einem Lächeln gezügelt. Jacobs hob seine Hand und streich Ashley sanft durchs Haar und rutschte etwas näher zu ihr um ihr einen Kuss auf die Schläfe zu geben. Er erinnerte sich an diesen säuerlichen Gesichtsausdruck den sie an Weihnachten gemacht hatte, als Jacobs am Fenster geraucht hatte. Es gab so viele Dinge die er für sie geopfert hatte, so vieles von dem sie nichtmal wusste, dass es diese Dinge in seinem Leben gab. Dementsprechend wollte er sie nicht mit seinem nikotinhaften Atem belasten. Auch wenn das wohl eines der wenigen, wenn nicht sogar das einzige in seinem Leben war, das er niemals aufgeben würde. Besonders jetzt, wo man sich in Amerika befand und die Zigaretten günstiger, aber schwächer waren.

    Ihre Sorge war verständlich und es gab keinen Grund dieser Bitte nicht nachzugehen. Er verbrachte selbst sehr gerne Zeit mit Ashley, nur fiel es ihm schwer das deutlich zu machen. Die Belastung seiner Anwesenheit war ihm wohlbekannt und so tötete er die Gedanken die ihn dazu führen sollten, sich aufzudrängen bis es gänzlich verschwand und die Dinge stattdessen lieber kontemplativ geschehen ließ.

    »Ich bin auch gerne in deiner Nähe, Ashley. Aus... vielerlei Gründen«, sprach Jacobs leise um nicht allzusehr auf seine Worte aufmerksam zu machen. Sie waren nicht die Besten und er war unsicher, sie zu sagen. Es wäre ihm am liebsten überall mit ihr hinzugehen, sie mit seinem Flügel zu bedecken wenn schlechtes Wetter aufzog, sich wie ein wanderndes Zelt vor sie zu spannen wenn ein Sandsturm aufzog und die Waffe sein, die in ihrer Hand versteckt war, für den Fall dass Mordecai oder andere Gestalten ihr ein Haar krümmen wollte. Aber diverse Dinge ließen das nicht zu. »Es wäre mir eine Ehre mit dir zu gehen. Und wenn du willst, gebe ich dir einen Schlüssel für meine Schulter, dann kannst du sie immer benutzen wann immer du willst.«

    Seine Mundwinkel zogen sich grinsend in die Breite und schoben seinen borstigen Drei Tages Bart zur Seite. Symbolisch rieb Jacobs sich den imaginären Staub von den Schultern und stellte sich schließlich auf um seinen Mantel zu holen den er sich elegant um den Körper warf.

    »Vielleicht haben wir mal Gelegenheit und du zeigst mir ein paar deiner Portofolios. Ich kann mir nichts erotischeres vorstellen als dich, leichtbekleidet, im Kalten stehen zu sehen mit diesem unglaublichen wolllüstigen Blick den du... Oops! «, platzte der Gedanke plötzlich aus ihm heraus. Erschrocken über sich selbst hob Jacobs die Augenbrauen. Hatte er das gerade wirklich gesagt? Ein Bild von ihr baute sich vor seinem Auge aus, wie sie inmitten von Schnee stand mit weißen High Heels, weißen Netzstrümpfen und einem weiß-schwarzen Top mit kleinen Flügeln auf dem Rücken. Und als Schmankerl war das Bild gewohnt hochauflösend, damit man jede einzelnde Gänsehaut sehen konnte die sich auf Arm und Beine breit machte. Dazu noch dieser gierige Blick von ihr als sie ihn befehligend an den Haaren zurückriss um... Diese Vorstellung war so anbeissend, dass er sie völlig unkontrolliert aussprach.

    »Uhm... das habe ich nicht wirklich gesagt, oder? Das muss der Wind gewesen sein...«, eine Sekunde schwieg er und ließ seinen Finger in der Luft rotieren bis Ashley ihre Lippen bewegen wollte. Da nahm er sie am Arm und half ihr auf die Beine. Dann nahm er sie an die Hand und zog sie zügig hinter sich her um die Situation zu überspielen. Das Lager blieb so wie es war, womöglich kehrte er ohnehin nichtmehr hierher zurück. Die Zigaretten hatte er eingesteckt und den Rest brauchte er nichtmehr. »Komm komm, es ist eiskalt hier. Nicht, dass du dich erkältest«



    Re: ... join me ...

    Jimmy Jacobs - 02.02.2010, 17:14


    Ashley Massaro hat folgendes geschrieben: "Aus vielerlei Gründe"??? Ihr Herz pochte, als er dies Aussprach. Was waren das für Gründe? Eine Frau will immer genau über alles bescheid wissen, aber sie entschied sich dafür, dass das nicht heute sein musste. Zuviel war an diesem Tag passiert, da wollte sie es jetzt ganz sanft angehen. Den Tag ganz ruhig ausklingen zu lassen. Und dann schaffte er es auch noch, ihr ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Einen Schlüssel für seine Schulter, er war schon witzig, das gefiel ihr. Auch einem grauen und traurigen Tag schaffte er es, sie aufzumuntern und ihr ein tolles und wärmendes Gefühl zu vermitteln. Er war wie ein großer Aufpasser und das liebte sie so sehr an ihm. Er war eine große uns starke Schulter zum anlehnen. Ich werde darauf zurück kommen, versprochen. Gab sie ihm noch frech hinter her, denn das hatte sie wirklich vor.

    Und dann musste Ash grinsen. Hatte er das jetzt wirklich laut ausgesprochen? Es schien so, denn sonst wüsste sie ja nicht, was er gerade denken würde und sie fühlte sich geschmeichelt, obwohl er ihren Körper ja schon kannte, war es für sie eine Bestätigung, dass er ganz gespannt auf ihre Bilder war.

    Hastig zog er sie vom Lager fort und sie folgte ihm, nicht dass sie sich noch erkälten würde. Ein grinsen huschte über ihr Gesicht, ein freches grinsen, so wie sie es immer tat, wenn sie eine geniale Idee hatte und so wog sie ihn erstmal in Sicherheit, ehe sie nach ein paar Schritten endlich ihren Mund öffnete und sprach.

    Ich habe unzählige Portfolios und einige dabei haben keine Jugendfreigabe, aber dir würde ich sie zeigen, Schatz! Der Unterton dabei, der ihn retzen sollte, war nicht zu überhören und obwohl sie es toll fand, gefiel es ihr ebenfalls, ihn jetzt einmal ein wenig ärgern zu können. Es hob ihre Laune enorm an und alles war erstmal vergessen, sie war sich sicher, dass der Abend sehr interessant ausfallen würde und sie war sich sicher, dass Jacobs die Richtige Wahl war, wenn es darum ging, wem sie ihr Herz geschenkt hatte. Diese Betätigung bekam sie jedes mal aufs Neue. Sie war so verdammt stark in ihn verliebt, in den nur wenigen Tagen die sie sich kannten. Ash war von sich selbst überrascht, aber nun war es so und so sollte es auch bleiben.



    Re: ... join me ...

    Jimmy Jacobs - 02.02.2010, 17:14


    Ein kitzelnder Schauer lief Jacobs über den verwundeten Rücken als sie anmerkte, dass sie darauf noch einmal zurück kommen würde. Aus irgendeinem Grund dachte Jacobs, das würde zum unpassensten Moment geschehen den er sich vorstellen konnte. Zumindestens aus seiner Sicht. Schon oft hatte sie ihn geärgert und meisstens war er daran selbst Schuld, was das ganze noch verschlimmerte. Ihren ersten Kuss und somit das erste Fettnäpfchen in das er kurz daraufhin trat, war immernoch nicht vergessen und wohl ein Moment den er ewig mit sich rumtragen würde. "Sind wir jetzt per du, nach nur einem Kuss?!", hatte sie gesagt und dabei so eingeschnappt geklungen wie ein beleidigtes Mädchen. Womöglich war auch genau dieser Moment eben jener, an dem es Klick gemacht hatte.

    Sie gingen die ersten Schritte aus der beklemmenden Situation die mal wieder Jacobs herbeigeführt hatte. Sie waren schon fast aus der Festung geflohen, die Zufriedenheit wuchs und dieses üble Gefühl in seinem Magen schien sich zu legen als Ashley plötzlich die Tür kurz vor seiner Nase zu knallte. Also hatte er es doch laut ausgesprochen! Verdammt! Wäre sein Gesicht nicht schon durch die Kälte leicht gerötet, wäre es das spätestens jetzt. Und das schlimmste dabei war, dass es durch die schwarzen Haare und den borstige Bart sogar äußerst auffallend gewesen wäre. Wie eine Tomate die mit einem Edding bemalt wurde. Unsicher schaute er zum Boden hinab und dachte nach wie er da wieder herauskommen könnte. Dummerweise schlich ihm da noch ein kleiner Nebengedanke durch den Kopf. Unzählige Fotos ohne Jugendfreigabe? Was waren das für Fotos? Für wen waren sie gedacht? Warum machte sie solche Fotos? Eine ölige Spur von Eifersucht drang aus seinen Hautporen. Nein es war mehr als Eifersucht, denn damit hatte er sich schon vor langer Zeit anfreunden müssen. Aber etwas mit dem er sich nicht anfreunden konnte war das Gefühl der Deprivation - Verlustängste. Nicht umsonst hatte er auf alles verzichtet um dieses Gefühl im Keim zu ersticken und aus seinem Leben zu verbannen. Nach Lacey versprach er sich, nichts zu nehmen das er nicht auch bereit war aufzugeben. Aber das war leichter gesagt als getan, zumal Ashley sich zu einem Diamanten entwickelte den Jacobs nichtmehr hergeben wollen würde. Eher würde er sich noch einmal bis zur Bewusstlosigkeit auspeitschen lassen um diese Erfahrungen noch einmal zu machen.

    Nachdenklich biss er sich auf die Unterlippe, löste dabei das behändete Gehen mit Ashley und hakte seinen Arm um ihre Taille und drückte sie leicht an sich um sich der Situation bewusster zu werden. Sie war da, sie liebte ihn, sie gehörte ihm und war meilenweit von Lacey entfernt. Dieser betörende Geruch von Vanille der von ihr ausging, bestätigte ihn in dem Gedanken.

    »Oh wie gnädig du bist«, sagte Jacobs und zwang sich ein Grinsen auf, »sie sehen sicher fabelhaft aus, aber ich frage mich, ob ich in diesem bildhaften Panorama nicht ertrinken würde?«

    Verliebt zu sein war ein ebenso schönes, wie störendes Gefühl. Es durchzuckte jeden Winkel des Körpers, pumpte Adrenalin durch den Brustkorb und sorgte für ein rebellisches Empfinden im Magenbereich. Wenn diese Liebe auch noch schön und bezaubernd wie Ashley war, konnte einem da schnell die nötige Spucke fehlen um sinnvolle Sätze zu bilden. Bereits an Weihnachten flutete Ashley mit ihrem Charme und ihrer Attraktivität die Hallen des Jacobs, paralysierte ihn und ließ einen derart mächtigen Strömung in seine Richtung fließen, dass ihm die Krafte fehlte, über Wasser zu bleiben. Ashley hatte die Oberhand, von Anfang bis Ende, sie hatte das Geschehen kontrolliert, Jay hatte lediglich die Faktoren und Eckpfeiler verändert. Aber warum machte er sich Gedanken darüber? Das einzige was er falsch machen konnte, war nicht er selbst zu sein. Und vielleicht war genau da der Knackpunkt, der Gedanke sie zu verlieren, wenn er so wäre wie er ist. Schließlich konnten sie unterschiedlicher nicht sein. Bei Lacey war es einfach, tiefer als sie konnte man nicht fallen, man konnte sich ausleben. Zurückhaltung wurde bestraft und man verspürte nicht den Drang, ihr den Himmel auf Erden bereiten zu wollen. Bei Ashley aber war es anders. Da kam sich Jacobs manchmal irgendwie wie ein Teenager vor und so äußerte sich auch sein folgender Satz

    »Naja... ich kann im Notfall ja Schwimmärmchen anziehen«, und wieder zauberte er ein Grinsen auf sein nachdenkliches Gesicht, das diesmal sogar nicht so erzwungen wirkte wie zuvor. Die Vorstellung sich mit Schwimmärmchen zu sehen war mehr als nur unterhaltsam, es war beinah deliziös



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