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Re: WER wird DISKRIMINIERT?
M.M.Hanel - 31.12.2009, 16:59WER wird DISKRIMINIERT?
Laut neuem Bericht sind Moslems in Europa alarmierender Diskriminierung ausgesetzt
Von: mario.peucker@uni-bamberg.de [mailto:mario.peucker@uni-bamberg.de]
Gesendet: Dienstag, 15. Dezember 2009 10:30
An: efms@uni-bamberg.de
Betreff: Newsgroup „Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus"
Liebe Kollegen und Kollegin, sehr geehrte Damen und Herren
Ich möchte Sie heute auf eine aktuelle Studie des Open Society Institutes (OSI) über Muslime in Europa, genauer gesagt in elf europäischen Städten (einschließlich Hamburg und Berlin) hinweisen. Darin wird auch das Thema der (religiösen) Diskriminierung von Muslimen behandelt:
Ein kurzes Zitat dazu:
“The OSI research suggests that religious discrimination against Muslims remains a critical barrier to full and equal participation in society.
The findings of this report are consistent with other research and suggest that levels of religious discrimination directed towards Muslims are widespread and have increased in the past five years. European-born Muslims, particularly women, were more likely to perceive higher levels of religious discrimination than Muslims born abroad. European-born Muslim men identify the police as a key source of unfair treatment and discrimination. For Muslims, the persistence of discrimination and prejudice affects their sense of national belonging.”
Der gesamte Bericht "Muslims in Europe: A Report on 11 EU Cities" ist online verfügbar unter www.soros.org/initiatives/home . Am Ende dieser E-Mail finden Sie noch die deutsche OSI-Pressemitteilung.
Herzliche Grüße aus Bamberg
Mario Peucker
RAXEN NFP Deutschland
Laut neuem Bericht sind Moslems in Europa alarmierender Diskriminierung ausgesetzt
Die Behandlung muslimischer Mitbürger in Europa wird zum Prüfstein für das Bekenntnis der Europäer zur Gleichberechtigung aller Bürger
Kontaktperson (OSI):
Luis Montero, +44 77 9873 7516, luis.montero@osf-eu.org
LONDON, 15 Dezember 2009— Laut einem heute veröffentlichten Bericht des Projekts "At Home in Europe" (Zuhause in Europa) des Open Society Institute sind dringend wirkungsvolle und langfristige Maßnahmen erforderlich um die religiöse Diskriminierung in den Städten sowie auf nationaler und europäischer Ebene zu bekämpfen.
"Europa muss sein Versprechen eine integrierende, offene Gesellschaft zu sein erfüllen", sagt Nazia Hussain, die Leiterin des Projekts "At Home in Europe". "Das kürzlich erfolgte Verbot von Minaretten in der Schweiz ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass anti-muslimische Einstellungen ein echtes Problem in Europa darstellen. Zu viele Europäer glauben, dass die religiöse Identität in gewisser Weise eine Barriere für die Integration darstellt, obwohl die Mehrheit der befragten Moslems sich stark mit der Stadt und dem Land, in dem sie leben, identifizieren. Die Rolle der Stadt ist sowohl bei der Bekämpfung von Diskriminierung als auch bei der Wegbereitung für die Integration anderer Völker wesentlich".
"Muslims in Europe: A Report on 11 EU Cities" (Moslems in Europa: Ein Bericht über 11 europäische Städte) entstand auf der Grundlage von mehr als 2000 gründlichen Einzelgesprächen und mehr als 60 Fokusgruppen mit Mitgliedern der Regierungen der entsprechenden Länder, muslimischen Mitbürgern und Führern, Nichtregierungsorganisationen, Akademikern, Journalisten und Aktivisten in ausgewählten Vierteln in sieben Ländern: Amsterdam und Rotterdam, Antwerpen, Berlin und Hamburg, Kopenhagen, Leicester und London, Marseille und Paris, sowie Stockholm. Die 11 städtespezifischen Berichte, die Anfang 2010 veröffentlicht werden sollen, heben positive Beispiele für Veränderungen auf lokaler Ebene hervor und analysieren wie die Behörden mit den Herausforderungen, die im Zusammenhang mit der Integration entstehen, in Bereichen wie Bildung, Arbeit, Gesundheit und den Medien umgehen.
Ungefähr 20 Millionen Moslems leben in der Europäischen Union, hauptsächlich in den Hauptstädten und großen Industriestädten. Sie bilden eine diverse und wachsende Population, die sich sowohl aus bereits etablierten Bürgern als auch aus neu ankommenden Einwanderern zusammensetzt. Obwohl die Mehrheit der Moslems schon seit langem einen festen Bestandteil ihrer jeweiligen Heimatstädte darstellt, erfahren viele Moslems noch immer Diskriminierung und Misstrauen. Diese komplexe Situation stellt Europa vor eine seiner größten Herausforderungen: Wie können Gleichberechtigung und sozialer Zusammenhalt in einem Klima politischer und sozialer Spannung, weltweiter wirtschaftlicher Rezession und schnell wachsender Diversität wirksam gewährleistet werden?
“Es sind nur sehr wenige offizielle Daten zur muslimischen Bevölkerung und den Minderheiten in Europa verfügbar. Die Daten, die es gibt, haben entweder anekdotischen Charakter oder sind extrapoliert und tragen so zu einem falschen Bild der muslimischen Gemeinschaften und Minderheiten in Europa sowie einem fehlenden Verständnis der Erfahrungen und Sorgen dieser Bevölkerungsgruppen bei", erklärt Hussain. Diese Studie liefert neue Daten zur alltäglichen Situation in muslimischen Gemeinschaften sowie konkrete Empfehlungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen. Außerdem wird dargestellt, dass Gemeinschaften, unabhängig von ihrem Glauben, größtenteils die gleichen Sorgen und Nöte haben. Sie unterscheiden sich nur darin, wie sie behandelt und von anderen wahrgenommen werden".
____________________________________
Mario Peucker
european forum for migration studies
Institute at the University of Bamberg
Katharinenstr. 1
96052 Bamberg
Tel.: +49-(0)951-932020-17
Fax: +49-(0)951-932020-20
www.efms.de
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Re: WER wird DISKRIMINIERT?
Haimax - 01.04.2010, 14:14
Leben Muslime so schlecht in der Schweiz?
Also von meinen Kollegen die moslemisch sind höre ich keine Klagen, sie haben in etwa die gleichen Probleme wie ich und andere. Kein Leben ist ohne die geringsten Probleme. Ich respektiere meine Mitmenschen und erwarte, dass auch ich von ihnen respektiert werde, was bisher eigentlich gut klappt.
Man sollte sich nicht separieren, sondern miteinander Leben, dann wird mit dem verstehen des Mitmenschen auch nebensächlich was für eine Religion jeder hat. Für mich spielt dies keine Rolle und ich hoffe, dass es auch für andere keine Rolle spielt was ich glaube oder nicht glaube.
Hauptsache man geht respektvoll mit allen um und spielt das Spiel der Terroristen nicht mit, da gibt es solche die sich Christen nennen (wie jetzt eine Mördersekte in den USA) und solche die sich Islamisten nennen.
Mit meinen muslimischen Freunden ist es Lustig, im einten Jahr macht er Ramadan im Folgejahr lädt er mich zu meinem Erstaunen in der Ramadanzeit zur Pizza ein. Manchmal drinkt er Alkohol manchmal nicht, manchmal isst er Schweinefleisch manchmal nicht, das gleiche bei meiner Kollegin aus Marokko. Im Restaurant sagt sie: "Du ich habe Hunger" ich: "Dann bestell dir was." Dann frage ich: "Was isst du hier für Fleisch, dass ist doch Schweinefleisch!" Sie: "Ja". Ich wieder erstaunt.
Na ja ich hoffe sie kommen trotzdem ins Paradies.
Re: WER wird DISKRIMINIERT?
M.M.Hanel - 05.01.2011, 10:10
TAZ, 5. 1. 11
DAS SCHLAGWORT DER "CHRISTENVERFOLGUNG"
Falscher Zungenschlag
KOMMENTAR VON DANIEL BAX
http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/falscher-zungenschlag/
Das Attentat auf eine Kirche in Alexandria hat in Deutschland große
Empörung ausgelöst. Mancherorts mischt sich in die Anteilnahme mit den
Opfern aber auch ein falscher Zungenschlag. Etwa, wenn der EKD-Vorsitzende
Nikolaus Schneider davor warnt, 2011 dürfe "kein Jahr der
Christenverfolgung" werden. Oder, wenn dieser Begriff nun in der
Berichterstattung von Bild bis Süddeutscher Zeitung seinen Eingang findet.
Sicher ist die Lage für christliche Minderheiten in Ländern wie Ägypten
schwierig, im Irak sogar dramatisch. Das Wort von der Christenverfolgung
setzt ihr Schicksal aber mit dem der frühen Christen gleich, die im
Römischen Reich einst verfolgt, gekreuzigt oder den Löwen zum Fraß
vorgeworfen wurden. Diese Gleichsetzung ist zumindest fragwürdig. Heute
bilden Christen schließlich keine kleine Sekte mehr, die um ihr Überleben
ringen muss, sondern die größte Religionsgemeinschaft der Welt.
Trotzdem verstieg sich Papst Benedikt erst jüngst zu der Behauptung,
Christen seien die weltweit derzeit "die am meisten wegen ihres Glaubens
verfolgte Gruppe". Dabei werden die Christen in Ländern wie China,
Nordkorea, Pakistan oder Ägypten ja nicht exklusiv diskriminiert.
Drangsaliert werden dort alle, die anders als die Mehrheit oder die
herrschende Partei denken und glauben. Deshalb greift es etwas kurz, sich
in solchen Ländern nur für die Rechte der Christen einzusetzen, wie es
manche Unionspolitiker tun, statt für die Menschenrechte insgesamt.
Evangelikalen Gruppen wie konservativen Katholiken dient das Schlagwort von
der "Christenverfolgung" zu propagandistischen Zwecken. Dass sie zugleich
weltweit aktiv für den eigenen Glauben missionieren, macht sie dabei nicht
nur unglaubwürdig. Es heizt auch die Rivalität zwischen den Religionen
weiter an.
Re: WER wird DISKRIMINIERT?
M.M.Hanel - 03.02.2011, 16:58
Die direkte Demokratie erschwert die Gleichstellung religiöser Minderheiten
Der Schutz religiöser Minderheiten in der direkten Demokratie
Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft
Die Instrumente der direkten Demokratie – die Volksinitiative und das Referendum – wirken sich tendenziell egativ auf die religiösen Minderheiten in der Schweiz aus. Dies zeigen Untersuchungen der Volksabstimmungen über religiöse Minderheiten der letzten hundertzwanzig Jahre, die Forschende des Nationalen Forschungsprogramms 58 (NFP 58) durchgeführt haben (siehe Kasten).
Mit wenigen Ausnahmen führten die einundzwanzig untersuchten Abstimmungen alle zu Beschlüssen, die die Gleichstellung der religiösen Minderheiten verzögerten oder verhinderten oder zu strengeren Gesetzen führten. Es ist jedoch nicht alleine das System der direkten Demokratie, das sich auf den Status der Minderheiten auswirkt.
Gesamtrevisionen sind für Minderheiten günstiger
Eine entscheidende Rolle kommt der Strategie der Behörden im politischen Entscheidungsprozess zu.
Obwohl in der Vergangenheit die politische Elite die Rechte der Minderheiten in vielen Fällen anerkannte, kam ein Entscheid im parlamentarischen Prozess nur selten zustande, weil die Politik das Referendum und den damit verbundenen Abstimmungskampf fürchtete. Um einen einseitigen Abstimmungskampf zu umgehen, empfehlen die Forschenden den Behörden, dem Volk Vorlagen über Minderheiten
im Rahmen ganzheitlicher Verfassungsrevisionen und nicht in Form eines einzelnen Verfassungsartikels oder Gesetzes vorzulegen. Dadurch sinkt die Gefahr, dass die öffentliche Diskussion emotional aufgeladen
wird. Das Mittel der Gesamtrevisionsteht allerdings bei Volksinitiativen nicht zur Verfügung.
Individuelle Werthaltung entscheidet
Neben der Taktik der Behörden ist bei Volksabstimmungen über religiöse Minderheiten die individuelle Werthaltung der Stimmbürger bedeutend: Wer generell für eine offene und liberale Schweiz eintritt, stimmt in der Regel zugunsten der religiösen Minderheit. Hingegen sprechen sich traditionell orientierte Wählerinnen und Wähler häufig gegen sie aus.
Einer ablehnenden Haltung liegt oft die Angstvor dem Fremden und dem Verlust der schweizerischen Kultur zugrunde.
HIER die ganze Studie nachlesen:
http://www.nfp58.ch/files/downloads/NFP58_SS12_Vatter_de.pdf
Re: WER wird DISKRIMINIERT?
Haimax - 22.02.2011, 13:32Staatskirchen
Ds ganze Problem liegt meines erachtens daran, dass wir immer noch Staatskirchen haben. Wir müssten das ganze System ändern, dass sich alle Religionsgemeinschaften im Vereinsrecht organisieren müssten. Dann gäbe es auch nicht Religionen bzw. Konfessionen 1. und 2. Klasse. Dann müssten sich die Religionsgemeinschaften über Mitgliederbeiträge finanzieren und es müssten Firmen nicht an die Staatskirchen, die es dann nicht mehr gäbe, zahlen obwohl sie nicht zu diesen gehören!
Aber die ganze Ablösung braucht noch Zeit, da sich die Staatskirchen nie freiwillig vom Napf der Fütterung trennen. Trotz Glaube steht den Kirchen das Geld näher als die Unabhängigkeit.
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