Versuchskaninchen

Maya und Domenico
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    Re: Versuchskaninchen

    Ticktackgirl - 29.12.2009, 00:34

    Versuchskaninchen
    hey, jetzt wo ich mit der Divaheart fertig bin hab ich ne neue geschichte angefangen, dass heißt, die hab ich eig schon als 12jährige angefangen und jetzt wiedergefunden und eingetippt.
    wollt mal was fantasy-mäßiges schreiben....mal schaun was ihr davon haltet:

    Alles abgekartet

    „The next cars please. Come on. Number 112 to 150. Drive carefully. Good luck.”, die Lautsprecher knisterten. Papa trat auf´s Pedal und fuhr los. Und dann waren wir drin. Jetzt gab es kein zurück mehr. Nichts würde mehr so sein wie vorher. So eine verdammte Sch…
    Ok, lasst mich von vorne das erzählen anfangen. Ich bin Luise, ein stinknormales Mädchen, vor einem Vierteljahr 13 geworden. Und ich habe bis jetzt in einer stinknormalen Stadt gewohnt. Genau genommen in Hamburg. Ok, vielleicht waren wir etwas ärmer als die Meisten, aber das bedeutete noch lange nicht, dass man mit uns anstellen konnte, was man wollte.
    Das dachte ich zumindest immer. Bis vor einem halben Jahr. Denn da bekamen meine Eltern einen ziemlich wichtig aussehenden Brief. Ich wünschte, es wäre nicht passiert. Denn dieser Brief war der Auslöser einer Kette von Ereignissen, die nie hätten passieren sollen.
    Denn in dem Brief stand, dass wir eine von zwei ausgewählten Familien aus Deutschland waren, die an einem einzigartigem Testversuch teilnehmen durften.
    Uns wurde ein besseres Leben versprochen. Und ewiger Ruhm.
    Um was es ging, hatte uns anfangs keiner verraten. In dem Brief befanden sich außerdem vier Flugtickets. Nach Amerika. In dem Land, wo Träume wahr werden.
    So etwas hätten wir uns nie leisten können.
    Vielleicht solltet ihr wissen, dass wir definitiv kein Geld besaßen. Wir wohnten dummerweise in einer Sozialwohnung, die vom Staat finanziert wurde. Und an diesem Tag wurden wir aus der Wohnung geschmissen. Man hatte uns die Genehmigung entzogen. Wir hatten keine Ahnung warum.
    Und dann standen wir eben da. Meine Stiefmama Heike, mein Papa, meine kleine Schwester und ich. Jeder hatte einen Koffer in der Hand, in dem sich alles befand, was wir noch besaßen. Und dann kam der Brief. Wir hatten keine andere Möglichkeit. Papa sagt immer, dass das doch alles schon vorher abgekartet war.
    Deshalb stiegen wir am nächsten Tag in den Flieger und flogen nach Amerika.
    Dort wurden wir bereits erwartet. Man brachte uns in einer Limo in unser „Hotel“. Das erzählte man uns zumindest so.
    Die Gänge dort waren so verwinkelt, dass wir bereits nach wenigen Minuten die Orientierung verloren hatten. Uns war unheimlich zumute. Alles war weiß gestrichen. Irgendwann kamen wir dann in eine Art zweites Haus innerhalb des Hotels. Dort befanden sich unsere Zimmer, der Speisesaal, der Lehrsaal und alles Wichtige. Unser Zimmer hatte zwar ein Fenster doch dadurch konnte man lediglich einen Innenhof erkennen. Irgendwann erklärte man uns auch worum es ging. Doch da war es schon zu spät. Da waren wir schon mittendrin.


    is noch ein wenig chaotisch un sin bestimmt auch einige tippfehler drin, werd ich i-wann demnächst nochmal ausbessern.
    Freu mich über kommis jeglicher art. xDD



    Re: Versuchskaninchen

    Lala - 29.12.2009, 17:32


    puhhh...da sind ganz schön viele infos drin :) Aber es ist cool geschrieben und ich würde die geschichte auf jeden fall lesen :)



    Re: Versuchskaninchen

    Ticktackgirl - 31.12.2009, 00:16


    naja, das mit den infos sin eigentlich nur die basics....ohne gehts nich un mit kommts auch blöd...is mir auch schon aufgefalln...
    ich stell halt mal den nächsten teil rein aba der is auch nich viel anders xDDD:

    Mit uns zusammen befanden sich noch rund 200 andere Familien mit im Geschehen. Alle aus unterschiedlichen Ländern. Zwangsläufig lernten wir Englisch um uns zu verständigen. Wir waren gefangen. In einer Weltraumbehörde. Denn der einzigartige Testversuch an dem wir teilnehmen sollten, bedeutete, dass wir ab heute auf dem Mond leben sollten.
    Als wir das erfuhren waren wir geschockt. Doch wie gesagt, es war zu spät. Es gab keinen Weg aus dem Gebäude. Wir waren Tag und Nacht überwacht. Lernten alles, was wichtig werden konnte. Dieses halbe Jahr war der Horror.
    Und heute war der große Tag gekommen. Wir mussten unsere Sachen packen und Abschied nehmen. Abschied von der Welt. Für immer.
    Jetzt saßen wir in unserem Mondauto, dass auf einem großen Raumschiff verladen worden war. Dann kommt das Zeichen, dass wir nun aussteigen und unsere Kabinen betreten konnten. Es war Ironie.
    Alles hier war wir ein großes Schiff, doch jeder wusste, dass es nicht so war. Meine kleine Schwester Anne begann zu weinen. In was waren wir hier bloß hineingeraten.


    is nich lang aba danach kommt schon ein neues kapitel....um ehrliche meinung wird gebeten xDD



    Re: Versuchskaninchen

    mari - 06.03.2010, 17:59


    willst du nicht weiterschreiben?



    Re: Versuchskaninchen

    purple_angel<3 - 06.03.2010, 18:46


    Is eine coole Geschichte, aba alles einwenig unlogisch. Irgendwie. Aber trotzdem cool. Ich werde bestimmt weiterlesen. Supi! :wink:



    Re: Versuchskaninchen

    KleeneSunny - 07.03.2010, 13:43


    jetzt gibts auch ein lob von mir =)

    toll...

    emmm ihr pc is kaputt und darum wird sie nicht so schnell weiterschreiben =)

    schade drum ihre letzte geschichte war wirklich toll



    Re: Versuchskaninchen

    Ticktackgirl - 19.04.2010, 20:15


    also leute, nachdem ich wieder da bin weiter gehts!!!!

    Ganz normal und doch ganz anders

    10-9-8-7-6, unsere letzten Sekunden auf dem Planeten Erde verstrichen,5-4, definitiv viel zu schnell,3-2-1-statt der Null hörten wir nur einen Ohrenbetäubenden Lärm. Wir saßen in unserer Kabine, mit vier Gurten festgeschnallt, die hoffentlich halten würden. Die Kabine war von einer spärlichen Lampe beleuchtet. Es war kalt. Langsam ließ der Druck auf den Ohren nach und wich einem seltsamen Gefühl. Da wir in der letzten Zeit gut vorbereitet worden waren, wusste ich, dass es die Schwerelosigkeit war. Die Gurte hielten.
    Anne fing wieder an zu weinen. Sie hatte Angst. Ich auch. So richtige Angst. Nicht wie vor einer Spinne, sondern viel schlimmer. Am liebsten hätte ich auch anfangen zu weinen. Aber ich konnte nicht.
    Auch Papa und Heike wirkten anders als sonst. Ich glaube, dass sie auch Angst hatten. Meine Gedanken überschlugen sich. Ich konnte nicht mehr klar denken, die Schwerelosigkeit vernebelte meine Gedanken.
    Wir flogen weiter. Wir entfernten uns mit einer verd*** hohen Geschwindigkeit von unserem Heimatplaneten. Jetzt war es also richtig endgültig. In mir breitete sich Hass aus. Hass auf all diese dummen Reichen, die auf diese schwachsinnige Idee gekommen sind und sich zu schade waren, es selber zu probieren. Hass auf alle, die nichts getan hatten, als sie noch konnten.
    Wieso immer die Armen? Wenn es schief läuft waren wir schuld. Wenn es funktionierte, ernteten die Anderen den Ruhm. Wie unfair es doch auf dieser Welt zuging. Halt! Welche Welt denn? Wir gehörten nicht mehr zu dieser Welt.
    Ich hatte immer noch Angst. Wie lange dauerte denn dieser Flug noch? Ich schaute die anderen an. Anne und Heike waren eingeschlafen. Paps lächelte mich beruhigend an. Und irgendwo zwischen der ganzen Angst und Ungewissheit tauchte ein Hoffnungsschimmer in mir auf. Denn wenn er bei mir war, dann konnte mir gar nichts passieren. Er würde mich beschützen. Langsam wurde auch ich müde und erschöpft von der ganzen Aufregung schlief auch ich irgendwann ein.

    Als ich ein paar Stunden später wieder aufwachte war alles noch wie vorher, Nichts hatte sich verändert. Also war das Alles hier nicht nur ein schlechter Traum. Ich befand mich wirklich auf dem Weg zum Mond um von heute an dort zu wohnen. Schon wieder kochte ich innerlich vor Wut. Hätte Paps doch seinen Job nicht verloren. Dann wäre es nie so weit gekommen. Dann wären wir der Welt nicht egal gewesen.
    Ständig wurde ich wütender, ständig fielen mir neue Sachen ein, wie dieses Unglück hätte verhindert werden können. Die Wut in mir wurde immer größer und die Gründe immer sinnloser. Es machte keinen Sinn. Irgendwann wurde mir klar, dass ich einfach nur versuchte eine einzige Sache zu begreifen: WARUM ICH???
    Doch es gab keine Erklärung dafür. Und damit musste ich lernen klarzukommen. Mir wurde keine Wahl gelassen. Und so versuchte ich die Sache zumindest fürs erste auf sich beruhen zu lassen.
    „Landing in a few minutes“. Eine Durchsage. Keiner freute sich so wirklich. Die Anspannung war nahezu spürbar. In wenigen Minuten also würden wir aus diesem Raumschiff hier rauskommen. In ein paar Stunden würde es seinen Rückflug zur Erde antreten. Ohne uns.
    Als wir unsere Kabine verließen ging alles drunter und drüber. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn trotz der extra schweren Spezialschuhe, die wir trugen, fiel es uns schwer auf dem Boden zu gehen. Sobald mich jemand anrempelte schwebte ich über dem Boden. Zu jedem anderen Zeitpunkt hätte ich das vermutlich lustig gefunden. Aber nicht heute. Heute kostete mich das meinen letzten Nerv.
    Eine leichte Erschütterung sagte uns, dass wir nun gelandet waren. Paps zog mich an seiner Hand hinter sich her. So schnell, dass ich den Boden unter den Füßen gar vollkommen verlor. Vor uns bahnte sich Heike, mit Anne auf dem Arm, einen Weg durch die Menge. Alle Sprachen waren zu hören. Keiner verstand den anderen. Dabei hatte doch alle das gleiche Schicksal getroffen.
    Schließlich befanden wir uns in einem völlig überfüllten Raum, in dem lauter Anzüge hingen. Zum Glück hatte jeder schon vorher gesagt bekommen, wo sich seiner befand.
    Deshalb hatten wir auch unsere Anzüge schnell gefunden. Ich zog meinen an. Er war tonnenschwer. So war er mir zumindest auf der Erde vorgekommen. Jetzt war ich froh, dass ich ihn hatte. Außerdem enthielt er eine Art Klimaanlage, so dass wir immer genug Luft zum Atmen hatten. Man hatte uns eingeschärft dass wir ersticken würden, sobald wir außerhalb von geschlossenen Räumen mit Klimaanlage ohne diesen Anzug herumlaufen würden.
    Meiner war Schwarz-Rot-Gold. Die Farben der Deutschen Flagge. Jeder trug den Anzug in den Farben des Staates, aus dem er stammte. Als ob das hier noch eine Rolle spielen würde. Wir waren eins, ob wir wollten oder nicht.
    Sobald wir unsere Anzüge trugen machten wir uns wieder auf ins Gedränge. Wir stiegen unzählige Treppen hinunter. Was mir auf der Erde noch so schwer gefallen war gelang mir jetzt ohne Probleme. Mein Anzug störte mich nicht mehr. Ich hatte Boden unter den Füßen und konnte atmen. Das war die Hauptsache.
    Irgendwann kamen wir dann zu unserm Auto. Auch dieses war in den Farben der deutschen Flagge lackiert. Von außen wirkte es fast wie ein normaler Jeep, doch im Inneren befand sich eine Technik, die Sauerstoff erzeugte. Außerdem war es mit einer modernen Technologie ausgestattet, die dafür sorgen sollte, dass das Auto nicht abhob und überhaupt auf dem Mond fahrbar war.
    Ich wusste nicht viel über diese Autos. Aber Paps und Heike hatten extra Fahrstunden absolvieren müssen und kannten sich daher ziemlich gut aus. Als irgendwann jeder in seinem Auto saß war es soweit. Das große Tor öffnete sich und gab den Blick auf unser zukünftiges Zuhause frei. Uns erwartete keine große Überraschung. Es sah aus wie eine riesige Wüste. Nur Staub, ab und zu mal ein kleinerer Krater. Im Staub zeichneten sich viele Fußspuren ab.
    In letzter Zeit hatte auf dem Mond Hochbetrieb geherrscht. Um alles für den heutigen Tag vorzubereiten. Nicht weit von hier konnte man die Umrisse einer Stadt erkennen. Lauter kleine Häuser, alle in etwa gleich groß. Für jede Familie eines. Dann begannen die Sicherheitsbeamten nach und nach die Autos aus dem Raumschiff zu winken. Irgendwann durften auch wir losfahren. Die Rampe hinunter. Kein Blick zurück. Es gab kein Zurück. Punkt.
    Paps fuhr den anderen Autos hinterher, die sich langsam in Richtung Stadt bewegten. Heike saß auf dem Beifahrersitz. Anne und ich hatten hinten Platz genommen. Meine kleine Schwester schaute aufgeregt aus dem Fenster.
    Dann kamen wir zu den ersten Häusern. An jedem Haus stand der Name der Familie, die darin wohnte. Straßennamen gab es nicht. 200 Häuser waren nicht viele. Und Besucher würden schließlich keine kommen. Heike hatte den Plan in der Hand. Darauf war unser Haus rot eingezeichnet. In die zweite Seitenstraße bog Paps rechts ab. Hier wohnten alle, die Deutsch, Französisch oder Italienisch sprachen. Also auch wir. Auf den ersten Blick kam ich mir vor wie in einem normalen Dorf. Aber leider wusste ich es besser.
    Schließlich hielt Paps an. Ich schaute auf das Haus vor uns. An der Haustür stand groß und breit: „Rosenberger“. Unser Haus auf dem Mond.

    hoffe euch gefällts, aba des wird noch unlogischer xDDD



    Re: Versuchskaninchen

    **zimtstern** - 20.04.2010, 18:21


    also ich find du beschreibst ihre gefühle echt gut...

    ich glaub ich würd durchdrehen wenn ich so was machen müsste xD^^

    schreib weiter!!!



    Re: Versuchskaninchen

    Ticktackgirl - 21.04.2010, 19:45


    danke!!!

    nächster teil:

    Tag oder Nacht
    Draußen war es dunkel. Ich stieg aus dem Auto. Ein Hochgefühl erfasste mich. Ich war leicht, konnte fast fliegen. Doch dieses Mal war es nicht nur Training, dieses Mal war es ernst. Ich lief, oder besser schwebte bis zur Hautür. Heike kam hinter mir. In der Hand hielt sie eine Magnetkarte, die wir vor die Tür hielten. Wie von Geisterhand schwang diese auf.
    Anne rannte als erstes hinein. Dann kam ich. Hinter mir Heike. Und als letztes kam Paps. Er schloss die Tür hinter sich. Ich nahm meinen Helm ab und legte ihn auf das extra dafür vorgesehene Regal. Dann zog ich meine Stiefel aus. Alles war ziemlich schwierig mit dem großen sperrigen Anzug. Als ich die Stiefel auf den Boden gestellt hatte klebte ich zunächst einmal an der Decke. Denn die Gewichte steckten in den Stiefelsohlen. Ich kicherte. Vielleicht wurde das Leben hier ja doch lustiger als ich es mir vorgestellt hatte. Neben mir schwebte Heike. Sie machte mir den Anzug auf und erleichtert stieg ich aus ihm heraus. Dann nahm ich meine Stiefel, steckte sie hinein und ließ den Anzug mitten im Raum schweben. Auch die andern hatten sich fertig ausgezogen. Ich öffnete die Tür, die aus der Schleuse führte und wir vier huschten in unser Haus. Ich schlug die Tür hinter mir zu. Wir standen im Dunkeln. Es war beeindruckend. Durch die großen Fenster konnten wir den Himmel sehen. Und die anderen Häuser. Nach und nach wurde es überall hell. Auch Paps hatte inzwischen den Lichtschalter entdeckt und drückte darauf. An der Decke gingen die Lichter an. Ich schaute mich um. Nicht schlecht, diese Hütte.
    Es wirkte wie ein stinknormales Zimmer. Dank einer speziellen Technik konnten wir einfach auf dem Boden gehen, im ganzen Haus herrschte das Gesetz der Schwerkraft. An der Decke waren zwei große Ventilatoren, die frische Luft im ganzen Zimmer verteilten. Woher diese Luft kam wusste keiner von uns so genau.
    In der Ecke befand sich die Küchenzeile. Kühlschrank, Geschirrspüler, Herd, Mikrowelle, alles war vorhanden. Gegenüber der Küche stand en großer Tisch mit fünf Stühlen. Hier würden wir also ab jetzt essen.
    Neben dem Kücheneck stand ein Sofa, groß genug, dass wir alle darauf Platz fanden. Davor stand ein kleiner Tisch mit einer Schale voll Schokoladenbonbons darauf. Anne rannte sofort zu dem kleinen Puppenhaus, das neben dem Sofa stand.
    Sie schien glücklich zu sein. Der Boden war beheiztes Laminat, unter dem Sofa lag ein hellblauer Teppich. Die Wände waren in einem hellen gelb gestrichen. Vom Wohnzimmer aus führte eine Tür in den Flur, die andere zurück in die Schleuse, aus der wir gerade gekommen waren. Ich ging Richtung Flur. Ich hatte ein eigenes Zimmer, so viel hatte ich im Voraus schon erfahren.
    Auch der Flur war schön hell gestaltet, am Ende befand sich ein großes Fenster. Ich schaute mich um. Von hier aus führten 5 Türen weg. Ich ging gleich in die erste rechts. Dort befand sich offensichtlich das Schafzimmer von Heike und Paps. In der Mitte stand ein großes Doppelbett. Gegenüber an der Wand befand sich ein Schreibtisch und darauf stand ein Computer. Unsere einzige Verbindung zur Erde.
    Von hier aus konnten wir ins Internet. Wir sollten jeden Tag über unsere Erlebnisse berichten. Darauf freute ich mich schon.
    Ich ging weiter. Hinter der nächsten Tür befand sich das Bad. Hier gab es fließend Wasser. Hinter dem Dorf befanden sich mehrere riesige Wassertanks. Von hier kam unser Wasser. Die Tanks reichten insgesamt für ein halbes Jahr, angeblich sollten immer ein par Wochen bevor der vorletzte leer war neue von der Erde geliefert werden. Im Bad hatten wir sogar eine Badewanne. Nicht übel eigentlich. Hinter der nächsten Tür befand sich Annes Zimmer. Es war richtig schön kinderfreundlich gestaltet mit viel Spielzeug darin.
    Ich konnte es kaum erwarten. Das letzte Zimmer musste meines sein. Ich öffnete die Tür. Es war schön. Ziemlich groß. Das Bett stand direkt unterm Fenster. Die Wände waren lila gestrichen, meine Lieblingsfarbe. Es gab einen großen Schreibtisch mit vielen Heften, Stiften und Büchern. Auch ein Kleiderschrank war da. Darin hingen die Klamotten, die wir vor ein paar Wochen schon hierher geschickt hatten. In einem Regal befanden sich Spiele, Kuscheltiere und Playmobilsachen.
    Es gab nichts, dass ich vermisste. So ein Zimmer hatte ich mir schon immer gewünscht. Ich nahm das Foto von meiner Mutter aus der Hosentasche und legte es auf den Nachttisch. Ich hatte keine Chance gehabt mich von ihr zu verabschieden. Ich fragte mich, ob ihr wohl schon aufgefallen war, dass ich mich nicht mehr zu Hause befand.
    Paps trat hinter mich und legte mir den Arm auf die Schulter. „Du wirst sie wieder sehen. Irgendwann. Versprochen.“ Es wirkte nicht so als glaubte er das, was er sagte. Wir beide hatten da ja noch keine Ahnung, wie wichtig dieses Versprechen noch werden würde.
    Über der Tür hing eine Uhr. In jedem Zimmer befand sich eine. Denn hier gab es kein Tag und Nacht, kein hell und dunkel. Es war 5Uhr. Ich fragte mich, ob Tag der Nacht. Ich ging wieder hinüber ins Wohnzimmer. Paps saß schon auf dem Sofa. Und Heike kochte. Jetzt erst fiel mir auf wie hungrig ich war. Heike lächelte: „Gleich gibt´s was zu essen. Spagetti.“ Ich mochte Spagetti. Ich mochte alles mit Nudeln. Paps sah mich an: „Ist doch gar nicht so übel, oder? Vielleicht sogar besser als vorher.“ Er sah müde aus. Aber erleichtert. Ich nickte.
    Dann ging ich in Annes Zimmer um meine Schwester zum Essen zu holen. Und dann saßen wir da alle vier an unserem Esstisch und aßen Spagetti als wäre nichts Besonderes passiert. Vielleicht war es ja auch so. Möglicherweise war das Leben auf dem Mond gar nicht so viel anders als das auf der Erde. Konnte doch sein? Oder?
    „Du, Paps? Ist jetzt Tag oder Nacht? Abend oder früh?“ Paps schaute auf die Uhr. Auf seiner Armbanduhr stand nämlich welche Tageszeit. „PM“ bedeutete Nachmittag und „AM“ stand für Vormittag. „Nachmittag, also Abend halt“
    Ich nickte. Das war gut so. Dann hatten wir gerade zu Abend gegessen. Und gleich würde ich mich an den Pc setzen um den ersten Blogeintrag zu schreiben. Und dann würde ich schlafen gehen. Um die Normalität zu wahren.


    die ersten teile hab ich übrigens mal mit 12 geschrieben und eingetippt nur ....ab diesem teil ist alles neu

    und wer luises blog lesen will: www.lebenaufdemmond.blogspot.com



    Re: Versuchskaninchen

    Loveforgod - 22.04.2010, 16:46


    Ich find die Geschichte echt ziemlich gut, auch das mit dem Blog. Dass man den angucken kann.,
    Die Geschichte ist auch vom Stil gut geschrieben, schnell weiterschcreiben!
    Nir manchmal ist sie ein bisschen unrealistisch.

    LG Loveforgod



    Re: Versuchskaninchen

    Ticktackgirl - 23.04.2010, 15:57


    wie gesagt, die story is allgemein unrealistisch und ich versprech, des geht noch richtig übel in richung fantasy xDD
    nächster teil:

    Deutschkinder

    Als ich am nächsten Morgen aufwachte konnte ich es kaum erwarten mein neues Zuhause besser kennen zu lernen. Ich sprang aus meinem Bett, machte das Licht an und schaute aus dem Fenster. Draußen war es Dunkel. Logisch, hier wurde es ja nicht hell. Ich zog mich an und ging ins Wohnzimmer. Dort saßen schon Paps und Heike beim Frühstück.
    Die beiden hatten heute irgendeine Besprechung im großen Mondsaal. Dort würden alle erwachsenen Mondbewohner über Skype eine Lagebesprechung mit den Verantwortlichen abhalten. Danach war eine kleine Mondführung vorgesehen. Ich setzte mich an den Tisch und aß eine Schüssel voll Müsli.
    „Hey Luise, könntest du heute bitte auf deine kleine Schwester aufpassen solange wir im Mondsaal sind?“ Ich zuckte mit den Schultern. Ich konnte ja schlecht nein sagen. „Wir sind spätestens um eins wieder zurück, ok? Ihr könnt ja ein bisschen die Gegend erkunden mit den Nachbarskindern. Bis dann, viel Spaß“
    Paps stand auf, winkte mir kurz zu und verschwand in die Schleuse, wo Heike schon auf ihn wartete. Ich löffelte weiter mein Müsli. Anne kam herein und spielte mit ihren Puppen. Im Moment sah sie richtig friedlich aus, aber manchmal konnte sie einem so richtig auf die Nerven gehen. Ich räumte meine Schüssel in den Geschirrspüler und machte mich im Bad fertig. Dann nahm ich Anne in die Hand und ging hinaus in die Schleuse. Dort zog ich erst meine Schwester an und dann mich selbst. Als wir beide startklar waren öffnete ich die Tür nach draußen. Es war gespenstisch. Aber daran würde ich mich wohl gewöhnen müssen. Auf der Straße stand schon jemand, allerdings konnte ich nicht genau erkennen wer es war. Anne zog mich hinter sich er auf die unbekannten Personen zu. Je näher wir kamen, desto sicherer war ich mir, dass diese beiden dort Mike und sein kleiner Bruder Anton sein mussten.
    In den letzten Monaten waren zwischen uns Kindern viele gute Freundschaften entstanden. So hatten sich Anne und Anton echt gut angefreundet, was man von mir und Mike eher weniger behaupten konnte. Ich konnte diesen Typen einfach nicht leiden. Erhielt sich ständig für was Besseres und überhaupt.
    Als ich die den beiden ankam hatte Anne Anton schon überredet, mit ihr fangen zu spielen. Die beiden tobten ausgelassen über die Straße. Mike sah mich an. Dieser Blick allein regte mich schon auf. Er war zwei Jahre älter als ich und anscheinend der coolste Typ überhaupt. „Was?“, genervt schaute ich ihn an.
    „Pass auf dass du nicht wegfliegst so klein wie du bist.“ Mike war riesig, bestimmt fast zwei Meter groß, im Gegensatz zu mir. Und da er aus der Schweiz kam sprach er deutsch, was ich nicht sonderlich fand, denn auf seine blöden Lästerattacken konnte ich echt verzichten. „Pass du lieber auf, dass du nicht einfrierst, so cool wie du immer tust.“
    Ich ging an ihm vorbei zu dem österreicherischem Haus, in dem meine beste Freundin hier, Leslie, wohnte. Ich klingelte an der Tür. Leslie winkte mir vom Fenster aus zu, was ich damit deutete, dass sie gleich kommen würde. Ich ging weiter zu nächsten Haus. Darin wohnten Noemi und ihr Zwillingsbruder Jean, die nur gebrochen Deutsch sprachen, da sie eigentlich aus Frankreich kamen.
    Damit war unsere Clique komplett. Leslie kam auf mich zugerannt und fiel mir in die Arme. Sie war die beste Freundin, die ich je hatte. Wir beiden verstanden uns einfach super, auch wenn sie gerade mal elf Jahre alt war. Sie würde die erste von uns sein, die einen Geburtstag auf dem Mond feierte.
    Als alle da waren berieten wir uns kurz, was wir nun tun wollten. Mike und Jean waren dafür, den Mond etwas genauer zu erkunden, während Noemi, Leslie und ich lieber in der Stadt bleiben wollten. Anne und Anton wollten am liebsten weiter fangen spielen.
    Zum Schluss einigten wir uns darauf, erst einmal durch die Stadt zu gehen und morgen dann den Rest des Mondes unter die Lupe zu nehmen. Anne und Anton sprangen gut gelaunt voraus, danach liefen in einer Dreierreihe wir Mädles und hinter uns murrten die Jungs widerwillig vor sich hin.

    würd mich über kommis freuen....:D
    auch über kritik :D



    Re: Versuchskaninchen

    KleeneSunny - 26.04.2010, 17:28


    toll =)

    also ich finds echt gut und der blog ist auch cool...

    ich les mir gleich mal alles durch ^^
    pass nur auf wenn bald solche fanatischen leute dich anschreiben weil sie denken luise lebt wirklich auf den mond XD

    =)

    schreib weiter!



    Re: Versuchskaninchen

    Ticktackgirl - 26.04.2010, 21:13


    danke

    ich bezweifle aba das des passiert xDDD


    nächster teil:

    Die Stadt war größer als ich erwartet hatte. Wir wohnten ziemlich am Rand. Leslie und ich dachten und für jede Straße einen Namen aus. Es gab die „Blaufahnenstraße“ oder den „Wm-Gewinnerweg“. Wir selbst wohnten in der „Deutschkinderallee“. Wir nannten uns selbst die Deutschkinder, da wir hier auf dem Mond die einzigen waren, die Deutsch konnten. Bald kamen wir ins Zentrum der Stadt. Hier auf dem Mond ging das Laufen viel leichter, mit einem Schritt kam man fast doppelt so weit wie auf der Erde.
    Vor uns befand sich nun ein großer Platz. Außenrum befanden sich einige Geschäfte und ähnliches. Da war zunächst einmal das Lebensmittelgeschäft, in dem wir die Lebensmittel bekamen, die von der Erde geliefert wurden. Daneben war ein Laden, in dem man von Schuhen bis zu Waschmaschinen alles kaufen konnte. Außerdem gab es noch eine Apotheke, einen Arzt, einen Frisör, ein Baufachgeschäft und alles andere, was einem wichtig erschien. Sogar eine Eisdiele gab es hier.
    Ein paar Straßen weiter waren die öffentlichen Einrichtungen: Das Rathaus, die Schule, die wir bald besuchen würden, der Mondsaal, die Bücherei, eine Turnhalle und –das absolute Highlight- ein Schwimmbad. Hier ließ es sich aushalten. Wir zogen weiter durch die Straßen. Irgendwann kamen wir auch wieder in unsere Straße. Da die Versammlung der Erwachsenen bald zu Ende sein würde, verschwand jeder fürs erste in seinem Haus.
    Ich war müde von dem langen Spaziergang bei diesen ungewöhnlichen Verhältnissen. Deshalb legte ich mich aufs Sofa und las ein Buch.
    Als Heike und Paps nach Hause kamen machte sich Heike gleich daran, das Mittagessen zu kochen Natürlich wollte ich wissen, was sie auf dieser Versammlung alles beschlossen hatten, doch ich wurde auf Essen vertröstet.
    Deshalb ging ich ins Schafzimmer an den Computer und chattete eine Weile mit Noemi über unser neues Leben und dass alles vielleicht gar nicht so übel war.
    Als Heike uns zum Essen rief konnte ich kaum abwarten, was es zu sagen gab. Heute war vermutlich über unsere Zukunft entschieden worden. Und wirklich, es gab sehr wichtige Neuigkeiten. Jeder, der älter als 16 war sollte sich einen Job suchen, für jedes Geschäft war ein Hauptverantwortlicher gewählt worden, der sich um alles kümmern sollte. Außerdem war es erlaubt, sich selbstständig zu machen. Es gab eine mondinterne Bank, die sich um das Geld der Bewohner kümmern sollte. Löhne mussten ausgehandelt werden.
    Wenn jemand keine Arbeit hatte wurde vom Stadtrat beschlossen, was weiter zu tun sei. Der Stadtrat war heute gewählt worden. Paps war mit dabei und mächtig stolz darauf. In zwei Wochen würde die erste Sitzung sein, auf der dann auch der Bürgereister gewählt wurde. Ab nächsten Montag mussten alle Kinder zwischen sechs und 15 Jahren die Schule besuchen. Da hatten wir noch drei Tage Zeit.
    Heike hatte schon einen Job, sie war als gelernte Köchin die Verantwortliche für das Restaurant. Paps würde sich in der nächsten Woche nach Arbeit umsehen. Alles klang sehr durchdacht und ich zweifelte keinen Moment daran, dass etwas nicht funktionieren könnte.
    Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zum Rathaus, von dem aus die Mondführung stattfinden sollte.



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