FRIEDHÖFE stiften UNFRIEDEN?

Gesellschaft Schweiz - GSIW - Islamische Welt
Verfügbare Informationen zu "FRIEDHÖFE stiften UNFRIEDEN?"

  • Qualität des Beitrags: 0 Sterne
  • Beteiligte Poster: M.M.Hanel
  • Forum: Gesellschaft Schweiz - GSIW - Islamische Welt
  • Forenbeschreibung: Öffentliches Kommunikations- und Informationsforum von GSIW
  • aus dem Unterforum: WAS SONST NOCH ANLIEGT - VERSCHIEDENSTES
  • Antworten: 5
  • Forum gestartet am: Samstag 24.09.2005
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: FRIEDHÖFE stiften UNFRIEDEN?
  • Letzte Antwort: vor 12 Jahren, 4 Monaten, 31 Tagen, 11 Stunden, 45 Minuten
  • Alle Beiträge und Antworten zu "FRIEDHÖFE stiften UNFRIEDEN?"

    Re: FRIEDHÖFE stiften UNFRIEDEN?

    M.M.Hanel - 03.12.2009, 19:17

    FRIEDHÖFE stiften UNFRIEDEN?
    Plattform der Liberalen Juden der Schweiz
    Plateforme des Juifs Libéraux de Suisse

    MEDIENMITTEILUNG n COMMUNIQUE AUX MEDIAS n MEDIA RELEASE

    Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund, Gotthardstr. 65, Postfach 2105, 8027 Zürich, info@swissjews.ch, www.swissjews.ch

    Plattform der Liberalen Juden der Schweiz, Postfach, 8036 Zürich, www.liberaljews.ch, office@liberaljews.ch

    3. Dezember 2009

    Stellungnahme zu den Aussagen von CVP Präsident Christophe Darbellay

    Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund SIG und die Plattform der Liberalen Juden der
    Schweiz PLJS nehmen die Äusserungen von CVP-Präsident Christophe Darbellay gegen
    Friedhöfe religiöser Minderheiten mit grossem Unverständnis und Befremden zur Kenntnis.

    Mit seiner Aussage stellt der Präsident der Bundesratspartei CVP die Religionsfreiheit und die
    Rechte der religiösen Minderheiten in Frage.

    Wir bedauern sehr, feststellen zu müssen, dass sich der Präsident einer Partei, die sich für
    Toleranz und Nächstenliebe einsetzt, zu solchen Äusserungen verleiten lässt.
    Religiöse Friedhöfe, die es teilweise seit Jahrhunderten in der Schweiz gibt, gefährden die
    Integration nicht und tangieren auch die schweizerischen Werte nicht.

    Die Jüdischen Dachverbände erwarten von der CVP Schweiz eine Stellungnahme zu den
    Aussagen ihres Präsidenten und ein klares Bekenntnis der Partei zur Religionsfreiheit in der
    Schweiz.

    Der zum gegenwärtigen Zeitpunkt vorherrschende Aktivismus löst keine Probleme, sondern
    gefährdet das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Kulturen und Religionen in unserem
    Land.

    Für weitere Informationen:
    Dr. Herbert Winter, Präsident SIG (044 251 81 00)
    Nicole Poëll, Co-Präsidentin PLJS (079 404 22 10)

    M.M.Hanel Vizepräsident von GSIW hat folgendes geschrieben: GSIW schließt sich vollinhaltlich an



    Re: FRIEDHÖFE stiften UNFRIEDEN?

    M.M.Hanel - 03.12.2009, 19:48


    Die BAZ hat folgendes geschrieben: Nach dem Minarett-Verbot: Darbellay auf Kreuzzug

    CVP-Parteipräsident Christophe Darbellay möchte muslimische und jüdische Friedhöfe sowie Burkas verbieten. Will der Parteichef so verlorenes Terrain in seinen Stammlanden zurückgewinnen?

    Noch während die SVP am Sonntag ihren Sieg feierte, brachte CVP-Parteipräsident Christophe Darbellay das von ihm seit Jahren geforderte Burkaverbot wieder auf den Tisch. Zwei Tage später sprach er sich gegenüber dem Aargauer Privatfernsehen Tele M1 für ein Verbot separater muslimischer und jüdischer Friedhöfe aus. Wo es schon solche gebe, könne man diese zwar belassen. In Zukunft sollen aber keine Ausnahmen mehr gemacht werden.

    Hat Darbellay einen Kreuzzug gestartet, weil die Minarett-Initiative in den CVP-Stammlanden grosse Zustimmung fand - und zwar entgegen den Wahlempfehlungen der Parteispitze? «Ich antworte bloss auf Journalistenfragen», sagt der Walliser. Alles was er sage, stehe in einem Grundsatzpapier der CVP aus dem Jahr 2006. In den Jahren danach habe er dies wiederholt zum Thema gemacht.

    Das Thema aus der Hand gegeben

    Das Papier zu Musliminnen und Muslimen in der Schweiz gab damals viel zu reden. Es war noch von der damaligen Parteipräsidentin Doris Leuthard initiiert worden. Die Partei hatte darin Regeln für Muslime in der Schweiz aufgestellt. Doch dann erschrak die Partei offenbar über den eigenen Mut. «Das Muslim-Papier wurde beim Gang durch die Parteigremien verwässert», erinnert sich der Zuger CVP-Nationalrat Gerhard Pfister. «Wir haben so dieses Thema aus der Hand gegeben.»

    Es muss für die CVP-Spitze eine bittere Erfahrung gewesen sein, dass in der Zentral-, der Ostschweiz oder im Wallis zwischen 58 und 66 Prozent Ja sagten zur Initiative der SVP. Für SVP-Politiker wie Christian von Rotz aus dem Kanton Obwalden wurde die CVP-Parteispitze damit einmal mehr von der Basis in der Zentralschweiz desavouiert. «Wir sollten die Situation nicht dramatisieren», findet Pfister, der aus dem Kanton Zug stammt.

    Auswirkungen für die CVP bei Wahlen

    Der Oberwalliser CVP-Ständerat René Imoberdorf ist der Meinung, dass das Resultat der Initiative Auswirkungen haben könnte. «Gesamthaft gesehen wird sich dieses, für die meisten überraschende Resultat für die CVP bei Wahlen, die unmittelbar bevorstehen, eher negativ auswirken», erklärt er bazonline.ch/Newsnetz. Der CVP müsse es jetzt gelingen, glaubhafte Antworten auf das Unbehagen und die Verunsicherung weiter Bevölkerungsschichten zu liefern.

    Wohl auch mit diesem Hintergedanken hat Darbellay das Muslim-Papier wieder aus der Versenkung geholt und offenbar weiter verschärft. Denn im Papier von 2006 steht zum Beispiel nichts vom einem Verbot separater Friedhöfe. Vielmehr wurde darin empfohlen, für «muslimische Friedhöfe das Gespräch mit Muslimen zu suchen.»

    (bazonline.ch/Newsnetz)

    Quelle: http://bazonline.ch/schweiz/standard/Nach-dem-MinarettVerbot-Darbellay-auf-Kreuzzug/story/28122419



    Re: FRIEDHÖFE stiften UNFRIEDEN?

    M.M.Hanel - 06.12.2009, 14:16


    LESERBRIEF an den TAGESANZEIGER

    MGD hat folgendes geschrieben: Datum: Sun, 6 Dec 2009 08:16:28 +0000 (GMT)
    Von: M. <m>
    An: leserbriefe@tages-anzeiger.ch
    Betreff: TA v. 4.12.2009, S. 4, Darbellay stösst auf Widerstand

    Ich habe die Debatte zur Minarett-Initiative vor und nach der Abstimmung verfolgt. Was da alles an Hanebüchernem, Dummem und Menschenverachtenden gesagt wurde ist schon sehr schlimm. Noch schlimmer und erschreckender erscheint mir, wie sich die Leute - auch gebildete - instrumentalisieren lassen.

    Nun wurde aber durch Darbelley gemäss der am Freitag zitierten Aussage noch eins draufgesetzt (natürlich unter der Voraussetzung, dass das richtig wiedergegeben wurde):

    Wobmann "also ich könnte gut neben einem Muslim liegen. Das ist mir eigentlich egal." Darbellay: "Das merkt man nicht mehr". Beide lachten.

    Es ist klar was das impliziert, nämlich dass - wenn man es merken würde - ganz sicher nicht neben einem Muslim liegen möchte. Und das Lachen danach ist ganz besonders abscheulich und krank. Es ist richtig, dass wir Gegner der Initiative die Abstimmung verloren haben, was sicher schmerzt. Wenn aber alle noch einen gewissen Funken Vernunft und Verstand hätten, würde man sagen, ok, das Volk hat gesprochen, schauen wir gemeinsam weiter, wie man jetzt verfahren will, ohne noch mehr Scherben anzurichten. Aber in der zitierten Aussage macht man sich damit nochmals über einen hier abwesenden Andersgläubigen, der irrigerweise als Gegner und Feind empfunden wird, lustig. So quasi, der liegt ja schon am Boden, geben wir nochmals eins drauf. Das hatten wir doch alles schon mal zu Beginn des schlimmsten Kapitels des letzten Jahrhunderts. Oder in Videoaufzeichnungen von Überwachungskameras von Bahnhöfen etc., wo unschuldigen Passanten, die bereits am Boden
    lagen, nochmals lachend eins verpasst wurde.

    Dass diese Passage aus seiner Aussage - jedenfalls nach meinem Wissen - noch niemandem aufgestossen ist und sogar zu einer Anzeige wegen Verstoss gegen das Rassismusgesetz geführt hat, wundert mich ebenfalls. Wehret den Anfängen!

    Ganz schlimm auch, dass das ausgerechnet von einem Exponenten einer christlichen Partei kommt, die doch Nächstenliebe predigt; sollte doch jeder Exponent eines Glaubens mit dem guten Beispiel voran gehen. Verständlich, warum die Christen in Scharen zur Kirche austreten und ihre Werte in einer anderen Religion wie z.B. dem Islam besser vertreten finden. Dass dies bei einigen Leuten zu einer weiteren Islamophobie führt, kann ich sogar nachvollziehen. Nur würde ich diesen Leuten raten, zuerst man ihr eigenes Verhalten zu überdenken.

    M. G. D.



    Re: FRIEDHÖFE stiften UNFRIEDEN?

    M.M.Hanel - 13.12.2009, 23:22


    Erklärung von Christophe Darbellay, Parteipräsident der CVP Schweiz

    http://www.cvp.ch/de/documents/doc_docdetail---0--0--0--0--6215.html

    Auch wenn sich Darbellay mündlich im Fernsehen NUR bei der jüdischen Gemeinschaft für seine unschicklichen Friedhofsansichten entschuldigt hat … tat er dies nun doch auch bei den Muslimen. War das SO schwer?



    Re: FRIEDHÖFE stiften UNFRIEDEN?

    M.M.Hanel - 27.10.2010, 17:42


    Sieben Argumente für das Schaffen von Grabfeldern für Muslime auf den öffentlichen kommunalen Friedhöfen

    Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz http://www.vioz.ch/2010/20101010_GMS_Grabfelder_fuer_Muslime.pdf


    ---------------------------------------------------------------------------
    Weitere Artikel und Stellungnahmen unter:
    http://www.iphpbb.com/board/ftopic-43715060nx17898-234.html

    Winterthur DANKE
    http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/winterthur/Winterthurer-Stadtparlament-stimmt-klar-fuer-MuslimGrabfeld/story/25953435
    http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/muslimgraeber_1.8320937.html


    Friedhof Rosenberg-Winterthur:
    http://www.stadtgaertnerei.winterthur.ch/default.asp?Sprache=D&Thema=0&Rubrik=0&Gruppe=19&Seite=65



    Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken



    Weitere Beiträge aus dem Forum Gesellschaft Schweiz - GSIW - Islamische Welt

    Christbäume 'raus aus den Schulen? - gepostet von Anonymous am Montag 11.12.2006
    EIDGENÖSSISCHE KOMMISSION in der Schweiz - gepostet von Muhammad am Samstag 02.09.2006
    Kerzen im Islam - gepostet von Anonymous am Mittwoch 05.12.2007
    FEDPOL - MUSLIME und die SICHERHEIT in der SCHWEIZ - gepostet von M.M.Hanel am Dienstag 20.05.2008
    WIE funktioniert der POSTKASTEN - gepostet von Muhammad am Donnerstag 06.10.2005
    Hermeneutik im Zentrum für islamische Frauenförderung - gepostet von Anonymous am Samstag 16.06.2007
    MUSLIME beten in SYNAGOGE - gepostet von M.M.Hanel am Freitag 18.09.2009
    MEDIENCAMPAGNE gegen Farhad AFSHAR - gepostet von M.M.Hanel am Freitag 25.05.2007



    Ähnliche Beiträge wie "FRIEDHÖFE stiften UNFRIEDEN?"

    Jutta...........lebst Du noch? - gepostet von wally am Montag 03.07.2006
    soldier90 - gepostet von Soldier am Mittwoch 09.08.2006