... memoirs of the fall ...

Crushed Dreams
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    Re: ... memoirs of the fall ...

    Jimmy Jacobs - 02.11.2009, 22:51

    ... memoirs of the fall ...
    .Jacobs Cam
    Nov 2nd, 2009

    BATTERY: █████▬

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    ... i remember the time...</center>»Ich erinnere mich als wäre es der gestrige Tag gewesen. Es war ein Tag wie jeder andere auch, nichtsahnend kehrte ich eines Morgens zurück in das spektakuläre Gemäuer das ich mit Stolz als Heim betitelt habe. Träge von zäher Müdigkeit und einer anstrengenden Fahrt quälte ich mich durch die Gänge, zu erschöpft um meine geliebten Freunde und Familie zu begrüßen die mir beiläufig viel Glück für mein späteres Match wünschten. Ich pendelte lediglich in meine trostlose Kabine, warf mich auf mein unbequemes drahtiges Bett und schmiegte mich in den Mantel meiner Träume. Nach einer skurrilen verträumten Wahrnehmung von grazilen Gestalten die mich mit ihren krallenartigen Fingern am Fußgelenk packten und hinab in den Schlund ihres Verderbens zogen wollten, wachte ich auf, Schweiß gebadet und atmete schwer wie nach einer harten Nacht mit meinem damaligen Weib und der Mutter meines Sohnes, Kirsty Jacobs

    Sie war so wundervoll und süß, trug ihre schwarzen Haare gerne kurz damit sie ihren Kopf zur Seite neigen konnte wobei ihr eine ihrer stechend roten Strähne ins Gesicht fielen und ihre meeresblauen Augen überdeckten. Ihr Gesicht und Figur war makellos, ein Geschenk ihres Glaubens als Religiöse Fanatikerin, so wie ich einer war. Wir waren so unschuldig und rein, getränkt im Glauben an eine höhere Macht. Wir wurden belohnt durch unsere Güte, unseren Stolz und unsere Aufopferung füreinander mit vielen streitlosen Jahren, verbracht in reinster Harmonie des Friedens und der Einigung. Aber wir waren alles andere als prüde, nur moderne Gläubiger die im 20. Jahrhundert lebten. Wir genossen unsere Jugend, ließen uns Zeit und waren gern gesehene Gäste auf jeder Party und jeder sonstigen Veranstaltung. Sie war ein Engel und ich liebte sie dafür.

    Ich wachte auf! Meine Augen brannten als ich sie öffnen wollte und bemerkte dabei eine gelatineartige Flüssigkeit die sich halb vertrocknet über meine Lider legte während ich schlief, wie in einem schlechten Alienmovie. Ein Kollege brach die Tür ein um mir Bescheid zu geben, dass ich bald an der Reihe war. Zügig drückte ich mir die Motzen aus den Augen, verknotete meine Tights, setzte meine Pads an die richtigen Stellen und machte noch ein paar Übungen um Verletzungen vorzubeugen. Ich wusste irgendwie, dass dieser Abend mein Leben komplett auf den Kopf stellen würde... und im nachhinein, verstand ich die Ironie der Symbolik nach diesem Traum.

    Kirsty rief mich an und erinnerte mich an ihre erbarmungslose Liebe die sie tag für tag pflegte für mich wie für ein neugeborenes Baby. Anschließend machte ich mich auf den Weg zum Ring, meine Theme ertönte, ich betrat die Halle, gewann mein Match nach einem Small Package und kehrte zurück. Alles was das Match mir schenkte war nur ein weiterer, belangloser Punkt in der ewigen Statistik des oberflächlichen Gesindels und der gebrochenen Egos... aber der Rückweg überzog mein Leben mit etwas Neuem, einem süßen Zuckerguss aus modrigem Teer und gründlichem Staub. Als ich den Ring verließ und mich auf dem Weg zurück machte, die kreischenden Idioten der Halle hinter mich ließ, den schwarzen Vorhang hinter mich warf stockten meine Knie. Mein Magen drehte sich um, rebellierte mehr als nach dem Bump auf die Stuhllehne während des Matches. Meine Kehle war geneigt meine Zunge zu verschlucken, ich musste gegen sämtliche meine Reflexe kämpfen um es nicht zu tun, mir wurde kalt obwohl ich schwitzte und in der Halle gesunde 28° warm war. Meine Knie schlotterten, mein Magen implodierte und das Herz pumpte Adrenalin durch meine Venen, schlug so feste, dass es fast meinen Brustkorb aufsprengte. Es fiel mir schwer zu atmen, obwohl ich noch ausser Puste war, aber die Furcht meine Zunge zu verschlucken hinderte mich daran mich ordnungsgemäß zu regenerieren. Ich konnte nicht glauben was ich da sah, denn dort stand sie... die Tochter des einzig wahren Morgensterns - Lucifer«

    <center>... fortsetzung folgt...</center>



    Re: ... memoirs of the fall ...

    Jimmy Jacobs - 03.12.2009, 15:44


    .Jacobs Cam
    Nov 22nd, 2009

    BATTERY: ████▬▬

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    ... i remember the time...
    ... a perfect time...</center>
    »Meine Zeiten bei Ring of Honor fanden ein Ende, wie jede Geschichte die geschrieben wurde. Es war eine unglaublich interessante Zeit mit all diesen Talenten neben mir aufzuwachsen und zu gedeihen wie eine violette Tulpe. Jede Geschichte endet, aber eine Geschichte ist nur eine Anreihung von Worten und Kurzgeschichten wenn man nichts davon mit sich weiter trägt. Ich behandelte es mit stolz und vergaß keinen Moment davon. An diesem Abend kehrte ich Heim, zurück zu meiner Familie. Kirstie fiel mir um den Hals, froh darüber mich endlich wieder der Familie widmen zu können und auch mein Sohn hakte sich an mein Bein um seine Freude auszudrücken."Schön, dass du wieder da bist, Papi", sagte er und grinste wie ein Honigkuchenpferd. Kirstie war nie ein großer Freund des Kampfsports, jedes Mal beäugte sie mich kritisch wenn ich meinen Körper auf Vordermann brachte. "Es freut mich, dass du all das hinter dich lässt", sprach sie mit Tränen in den Augen die hervorglitzerten wie Sterne. Ich lächelte, antwortete jedoch nicht, denn ich liebte meinen Beruf. Die Schmerzen erinnerten mich daran, dass ich nicht in einer traumhaften Seifenblase lebte, dass nicht alles perfekt war wie es geliebten Zuhause den Anschein machte.

    Ich verbrachte viel Zeit mit meiner Frau und meinem Sohn. Wir gingen auf den Flohmarkt, denn nun, da ich nichtmehr arbeitete mussten wir ein Stück kürzer treten damit die Ersparnisse möglichst lange halten konnten, sagte sie. Kirsty kaufte sich ein rosenverziertes Amulett das gold glitzerte und angeblich einem Piraten gehört habe, der die kanadischen Küsten vor vielen Jahren tyrannisierte. Mein Sohn kaufte sich ein paar Videospiele, aber Kirstie hatte sie sofort versteckt als wir zuhause ankamen. "Das ist Gift für deinen Geist" hatte sie zu ihm gesagt als er weinend um die Kassetten bettelte. Sie entschuldigte sich am gleichen Sonntag noch in der Kirche dafür und übergab sie dem Pfarrer. Gemeinsam verbrannten sie es während ich mit meinem Sohn zu den Lions ging damit er es nicht mitbekam. Sie hatten wiedermal gewonnen, 20-6, was ihn zum Glück ein wenig ablenkte. Danach trafen wir uns auf einer Kirmes, aßen Zuckerwatte und fuhren mit der Geisterbahn. Kirsty hasste es sich zu erschrecken, sie wollte lieber zum Schießstand um ihre Fähigkeiten auszubauen. Sie war äußerst schreckhaft und verteufelte solche Dinge. Also fuhren wir alleine. Mein Sohn hatte tierischen Spaß, er erschreckte sich häufig aber danach begann er sofort über den Schreck zu lachen. Besonders diese rothaarige Puppe mit den schwarzunterlaufenen Augen und dem pinkem Kleid hatte es ihm angetan. Sie drehte sich um 180° und versuchte Staubflocken zu fangen die allerdings mehr an Krähenfüße erinnerten wie sie die Polizei im Fernsehen benutzten. Und irgendwie... gefiel sie mir auch...

    Am Abendessen waren wir wie einst immer gemeinsam am Tisch und beteten. Anschließend aßen wir reiches Fleisch mit Kartoffelbrei und Erbsen. Kirsty wusste ganz genau was uns schmeckte und war eine richtige Meisterköchin. Nicht umsonst hatte sie diesen Beruf ausgeübt bis unser Sohn geboren war. Danach veränderte sie sich und wurde träge. Aber es war andererseits auch praktisch, es blieb mehr Zeit unserer körperlichen Liebe nachzugehen auf die wir verzichten mussten als wir arbeiten mussten. Sie erzählte an diesem Abend wie viele Tauben sie mit welcher Kanone geschossen hatte, klärte wiederholt über die Unterschiede der Kaliber auf und wie man die Waffe zu halten hatte. Mein Sohn und ich lauschten ruhig ihren Worten. Wir waren uns stets einig, das Essen war köstlich, doch umso schneller wir es in uns reinschlangen, desto schneller konnten wir uns vom Tisch entfernen und ihrer Waffennarrheit entgehen. Ich stocherte gelangweilt im Essen herum und blickte aus dem Fenster. Es regnete und stürmte. Plötzlich füllte ein heller, weißer Blitz das Zimmer und blendete uns für wenige Sekunden. Doch als ich meine Augen öffnete und wieder zu dem Fenster blickte, stand sie da und blickte hinein...«

    <center>

    ...fortsetzung folgt...</center>



    Re: ... memoirs of the fall ...

    Jimmy Jacobs - 03.12.2009, 15:45


    .Jacobs Cam
    Dec 03rd, 2009

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    ... i remember the time...
    ... a perfect time...
    ... another time...</center>
    »Lieber Gott, willst du, dass ich meine Gelenke herunterschraube und inne halte? Lieber Gott, willst du, dass ich diesen Baum erklimme den du wie ein L geformt hast? Lieber Gott, die Zeitungen sagen, sie wären die Könige in einem grünen Jeep. Lieber Gott, der Himmel ist blau wie sein Oberkörper manchmal. Lieber Gott, verzeiht, denn wäre er am Leben, würde ich ihn töten. Bevor die Kugeln, bevor die Lügen, bevor die Authoritäten meine Augen ausreissen. Das einzige das mich Lächeln lässt ist die Puppe die ich mit ihm geschaffen habe. Aber es ist alles aus Plastik, genau wie sein Kopf.

    Er hat seine Augen weit offen, aber er hat Dreck in seinem Mund und spuckt auf die Welt. Ein Mund aus Metall und das Lächeln eines verängstigten Jungen. Mit einem Engel in Bereitschaft, wartet sie bis er sie einzusetzen weiß. Ich bitte nicht um Vergebung, mein Heer, mein Schicksal beginnt schon festvermeißelt zu vertrocknen. Der Tod liegt in meinem Ohr wie diese Musik aus den Aufzügen in der Mall. Musik, die ich nicht hören sollte...

    Wir haben keine Zukunft, mein Lord. Der Himmel wurde nicht für ihn gemacht. Er verbrennt sich selbst in der Hölle so schnell er kann. Er schreit ständig ihren Namen im Schlaf... Und ich wünschte, ich wäre wieder seine Königin, dann wäre ich nicht wieder alleine. Virenzerfressene Würmer kleben ihm am Shirt, verkauft Lügen an andere. Manchmal fühle ich mich so wertlos, manchmal so ausgeschlossen. Ich wünschte ich wäre einfach nur gut genug, dann wäre ich womöglich nicht mehr alleine. Er hat seinen Samen in mir gepflanzt, mein Lord, der zu einem sterbenden Baum heranwuchs. Er ist ein brennender Strang und ich? Ich bin nur die abfallende Asche...

    Sein Mund wurde zu einer Krippe, mein Lord, aus der Lügen geboren wurden. Ich weiß nicht, wo seine Liebe sich an diesen Wochen befand. Mein Herz war wie eine Blutlache durch die er watete. Sie wird niemals heilen, sie wieder niemals weggehen Lord. Darum habe ich alle guten Dinge aus dem Gedächtnis verbrannt. Ich war zu dumm rechtzeitig zu rennen und werde zu dumm sein, rechtzeitig stehen bleiben. Ich habe ihm gesagt, mein Lord, dass er das einzige ist, das ich in dieser toten Welt lieben könnte. Aber für ihn war das Wort "Liebe" wahrscheinlich schon zu sehr mit Pestiziten und Gräueltaten versehen. Sein Herz ist nun auch eine Blutlaache, mein Herr. Wir waren bemüht es zu pflegen, aber waren zu unbekümmert. Nun ist es gebrochen und blutet, es kann niemals repariert werden. Es tut mir nicht Leid, mein Herr, das ist was er verdient. Das war niemals meine Welt, du hast mich meines Engels beraubt. Ich werde mich selbst töten um ihn dafür bezahlen zu lassen... ja, ich werde es tun.«

    <center>...fortsetzung folgt... </center>



    Re: ... memoirs of the fall ...

    Jimmy Jacobs - 26.12.2009, 12:43


    .Jacobs Cam
    Dec 20th, 2009

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    ... i remember the time...
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    ... another time...
    ... where it all ended...</center>
    »Es war vier Tage vor Weihnachten. Ich bekam einen Anruf von Scott Nolton. Ring of Honor benötige noch jemanden für den Opener gegen Trent Acid für die Tapings. Ich willigte ein und erklärte meiner Familie, dass ich rechtzeitig zu Weihnachten wieder zuhause sein würde. Kirsty war natürlich nicht begeistert und kommentierte es mit einem säuerlichen Gesichtsausdruck, ließ mich aber gewähren.«

    »Als ich zu meinem wirklichen Zuhause zurückkehrte und von Freunden empfangen wurde, kam diese venusiale Verkörperung einer Frau von Lacey auf mich zu gelaufen. Sie wünschte mir viel Glück und bot mir an, nach dem Match zu Abend zu essen um über eine mögliche Storylinefortsetzung zu reden. Ich willigte ein, denn irgendwie liebte ich es mit ihr zu arbeiten. Sie betonte meinen Vornamen immer so speziell und diese kratzige Tonlage in ihrer Stimme ließ meine Knie erweichen. ...'Jimmy'...«

    »Ich besiegte Acid und bereitete meine Heimreise vor. Aber bevor ich ginge, stand das Essen mit Lacey an.«

    »Unsere Geschichte war... kompliziert. Jeder Verfolger der RoH Shows weiß darüber Bescheid, darum muss ich es nicht noch einmal aufrollen. Wir aßen Sushi und scherzten, spannen herum und lachten über Geschichten die wir austauschten. Ihr Lachen klang wie das kichern eines Engels in meinem Ohr, ihre strahlenden grünen Augen zogen mich in ihren Bann und fesselten mich. Es war amüsant sie zu beobachten wie sie aß und versuchte ihr Lachen zu unterdrücken. Sie verschluckte sich ein paar Mal und blickte verschämt zur Seite als ihr kleine Reisreste wie Schneeflocken aus dem Mund hüpften. Aber ich fand es irgendwie süß.«

    »Nach dem Essen gingen wir noch im Park spazieren und sprachen über die Storyline. Wir waren uns einig und hatten ähnliche Ansichten über die Age Of The Fall und die Ausrichtung des Jimmy Jacobs Gimmicks. Er sollte leiden, seine Psyche zu Boden geschmettert werden sodass er sich zu einem mentalen Wrack entwickeln sollte. Aber was sollte der Auslöser für einen solch tiefen Fall sein? Richtig, Lacey. Sie würde mit ihm spielen, ihn um den Finger wickeln und alles tun um ihn zu verletzen. Sie würde seine Femme Fatale werden, ein Sukkubus der ihm die Lebenslust bis zur völligen Vernichtung aushauchen sollte.«

    »Wir waren uns über die Symbolik des ganzen einig. Es sollte darstellen, wie leicht selbst ein gestandener Mann abstürzen konnte. Es sollte religiös angehaucht sein, ein Mann der im Glauben an Etwas viel zu zuversichtlich an die Sache ran ging und dann anschließend von ihm verlassen werden würde. Der Plan war perfekt. Irgendwie fühlte ich mich mit ihr verbunden, denn ihre Ideen hätten auch die meine sein können. Wir wussten nicht, dass wir damit eine legendäre Storyline schaffen würden«

    »Lacey und ich arbeiteten schon lange zusammen, wir hatten schon den ein oder anderen Angle ausgearbeitet. Sie war jung und naiv als sie zu uns kam, aber überaus talentiert. Sie hatte großes Potenzial und darum wollte ich unbedingt mit ihr arbeiten. Dies hätte aber bedeutet, dass ich wieder vollstens zurückkehren müsste. Wie hätte ich das Kirsty erklären sollen? Wohl mit dem einzigen und wahrhaftigsten Grund den ein Mensch nachvollziehen konnte - wir brauchten Geld. Lacey hätte mir etwas zugesteckt, sie kam aus einem reichen Elternhaus, aber sie hielt nicht viel von grünem Papier. Ich konnte es nicht annehmen, ich wollte es mir verdienen. Das brachte sie auf die Idee gemeinsam mit mir in der Halle zu trainieren und ein Comeback vorzubereiten«

    »Drei Tage später wurde es Zeit, dass ich zu meiner Familie zurückkehren sollte. Morgen war Weihnachten. Lacey bot an mich nachhause zu fahren und irgendwie konnte ich es ihr nicht ausschlagen, auch wenn es fast einen Tag dauerte bis wir ankommen würden. Wir hörten uns auf der Fahrt eine CD an die uns Phil Brooks mitgab während wir weiter tuschelten und quatschten, spannen und Gedanken austauschten. Sie schien mich zu mögen... Vor meinem Haus machten wir halt. Sie gab mir einen Kuss auf die Wange und wünschte mir frohe Weihnachten. Ich bedauerte, dass sie es nach eigenen Aussagen wohl alleine feiern würde. Sie mochte ihre Eltern nicht. Ich bot ihr an mit uns zu feiern, wohlwissend, dass es Kirsty nicht gefallen würde. Aber ich konnte sie doch nicht einfach gehen lassen..«

    »Dennoch tat ich es nach ausdrücklicher Bitte von Lacey. Ich stieg aus dem Auto und steckte den Schlüssel ins Schloss der Haustür. Sie wartete im Auto und schaute mir hinterher, denn ich spürte ihre Blicke die den Schleier eines merkwürdigen Gefühls hinter sich her zog. Ich wusste nicht, dass sich in wenigen Sekunden mein Leben komplett verändern würde...«

    <center>...fortsetzung folgt... </center>



    Re: ... memoirs of the fall ...

    Jimmy Jacobs - 26.12.2009, 12:43


    .Jacobs Cam
    Dec 24th, 2009

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    ... i remember the time...
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    ... where it all ended...
    ... for the first time...</center>
    »"Mama, was machst du da?" ,hörte ich noch von draußen. "Nichts mein wunderbarer Engel, geh in dein Zimmer, ja?"«

    »Ich malte mir bereits aus, welch ein wunderschöner Abend heute werden würde. Sicherlich hatte Kirsty schon den Weihnachtsbaum dekoriert, mit reichlich bunten Geschenken darunter und dem Stillleben von Christi's Geburt, den wir aus Holz schnitzten. Tja, was soll ich sagen? Wir waren nunmal eine süße, kleine Künstlerfamilie.«

    »Ich schloss die Tür auf, sie klemmte etwas, seit wir mit der Couch beim Transport vor einigen Monaten, mal gegen die Türkante gestoßen waren, daher benötigte sie etwas Nachdruck. "Liebling? Ich bin zuhause.", rief ich während ich die Tür aufstemmte. "Ich habe $800 mitgebracht, Larissa brauchte noch etwas Nachhilfe." Ich erwartete eine herzhafte Begrüßung wie jedes Mal. Unser Sohn würde mir in die Arme springen und Kirsty würde wieder bekünden, wie froh sie wäre, dass ich wieder zuhause bin«

    »Dann drehte ich mich zum Flur und sah unseren verunsicherten Sohn im Türrahmen stehen, ebenso wie Kirsty. Sie saß auf einem Stuhl in der Mitte des Hausflurs mit dem Rücken zur Haustür gewandt. Sie schien zu schluchzen, ich dachte aus Freude mich zu sehen. Aber niemand kam zur Tür gerannt und umarmte mich. Unser Sohn stand an der Türschwelle zum Wohnzimmer, hinter ihm stach der bunte Weihnachtsbaum hervor. Er freute sich, aber ein bedrückendes Gefühl lag in der Luft. Irgendwie traute er sich nicht zu mir zu kommen«

    »Kirsty fragte mich wie es war und schien nach jedem Wort immer tiefer Luft holen zu müssen um sie zitternd wieder auszuatmen. Ich nahm an, ihr Vater hätte angerufen und wieder gemeint, was für eine schlechte Familie wir wären und welches Unglück ich brächte. Ich sagte, es sei äußerst unterhaltsam gewesen und würde darüber nachdenken wieder anzufangen und verwendete den selben Grund, der mich schlussendlich zu diesem Schritt überzeugt hatte«

    »Plötzlich platzte Kirsty mit etwas heraus, das zu verstehen mir eindeutig zu hoch war in diesem Moment. "Hast du... sie gefickt? ... habt ihr... es endlich getan, ja?" What the fuck!? Ich verstand die Welt nichtmehr. Dann warf ich einen Blick auf den Boden und bemerkte, dass überall Notizblätter verteilt lagen mit Memos über mögliche Storyline Ideen, Passagen von Liebesbriefen die ich schrieb die man irgendwann hätte benutzen könnte.«

    »Ich begann ihren skurrilen Gedankengang langsam zu verstehen, dachte aber wir hätten uns bedingungslose Treue geschworen und dass sie mir glauben würde. "Kirsty, ist alles ok mit dir?", fragte ich zögernd und ging einen Schritt auf sie zu. Die Situation war unheimlich und irgendwie schnürrte mir ein unwillkommenes Gefühl den Hals zu.«

    »"Chris... bist du... in sie eingedrungen?" , keuchte sie als hätte sie sich bereits so in den Gedanken verbohrt, dass sie nur noch eine Bestätigung hören wollte. Ich sagte, dass nichts passiert sei und die Beziehung zwischen Lacey und mir rein geschäftlich sei. "LÜGNER!", brüllte sie und stand mit solch einer Wucht auf, dass der Stuhl zur Seite flog und ich zusammen zuckte durch den Schreck. Es kam so unerwartet und plötzlich. Sie fuhr rasch zu mir um und ich erkannte einen Waffe in ihrer Hand, dessen Lauf genau in meine Richtung zeigte. Ich wollte die Situation klären, doch kaum kam der erste Ton aus meinem Mund ging schon ein Schuss los. Ich duckte mich reflexartig und sah die erste Kugel förmlich an mir vorbei fliegen, welche das Fenster des Hauses auf der anderen Straßenseite zerschoss.«

    »"Lass es mich dir doch erklären! Du siehst Schatten wo keine sind!"
    Ich versuchte sie zu beruhigen aber in ihren Augen tobte der blanke von Hass zerfressene Wahnsinn. Sie schien völlig durchgedreht zu sein. Ihr fiel diese rote Strähne ins Gesicht und verhinderte, dass ihre roten, von Tränen geschwollene Augen beleuchtet werden konnten. Aber sie hörte mir nicht zu. Sie fragte mich erneut ob etwas zwischen Lacey und mir gewesen sei und mit jedem Satz wurde sie vulgärer in ihrer Ausdrucksweise und wich nicht davon ab ins Detail zu gehen. Es war als wolle sie ihr eigenes Herz mit einer Küchenreibe in kleine Stücke raspeln. Sich daran quälen und es sich bildlich vor Auge führen um noch weiter in dieser Fantasie zu ersticken. Sie tat mir so Leid und dass sie mir nicht glaubte, rieb Tränen in meine Augen. Ich wiederholte, dass nichts zwischen uns geschehen sei als sie plötzlich wieder "LÜGNER!" schrie und eine zweite Kugel auf mich abfeuerte.«

    »Diesmal trief sie mich in der Schulter, ein glatter Durchschuss. Erschrocken sackte ich mit verbissenem Aufschrei zu Boden als wolle ich die Scherben meines Lebens aufsammeln. Kirsty trat näher an mich heran. Ich konnte ihr verdrängtes Schluchzen durch das knirschen meiner Zähne hören als ich die eiskalte Mündung der Pistole erbarmungslos auf meiner Stirn spürte. Das Leben zog an mir vorbei und ich hörte ihre Worte, die sich in diesem Moment in meinen Kopf einbrannten wie das Logo einer Viehzucht«

    »Ich erinnere mich als sei es gestern gewesen, Chris. Wir waren 15 und gingen in die gleiche Klasse, wir gingen uns immer aus dem Weg, aber ich wusste du warst anders als die andren Jungs, dabei hatte ich dich zuerst für einen Penner gehalten... Eines Tages wollte ich ins Kino, konnte mich aber nicht für einen Film entscheiden. Es war kalt, es begann zu regnen und ich hatte meinen Schirm vergessen. Dann kamst du wie ein Engel aus dem feuchten Nebel auf mich zugelaufen, hast mir in die Augen gesehen und mir deinen Schirm hingehalten. "Benötigt das Fräulein einen Regenschirm?", hast du gesagt und hattest dabei dieses zauberhafte Lächeln aufgelegt... Wir kamen ins Gespräch und schauten uns schließlich gemeinsam den Film 'Matrix' an. Danach ludtst du mich in ein Restaurant ein, man wollte uns zuerst nicht reinlassen weil wir minderjährig waren, aber du warst trotzig und hast solange diskutiert bis sie es uns erlaubten. Seitdem verbrachten wir jeden Tag miteinander bis du mir deine ewige Liebe geschworen hast. Ich dachte so etwas passiert nur in den Filmen, das Herzflattern und Flugzeuge im Bauch... Ehe wir uns versahen waren wir verheiratet und Adam wurde geboren. Es lief alles so perfekt. Du hast gesagt, du würdest wrestlen und eines Tages großes Geld verdienen, hast deswegen die Schule abgebrochen und nebenbei gejobbt um uns über Wasser zu halten... wir vertrauten auf diesen Traum. Aber manchmal war ein Traum nunmal nur ein Traum.«

    »Ihre Worte schmerzten und ich spürte, dass sie damit kämpfte sie von sich zu geben. Großer Trauer lag in ihrer zittrigen Stimme obwohl sie zu lächeln versuchte als sie sich erinnerte. Ich wusste nicht, warum Kirsty es sagte aber ein mulmiges Gefühl schoss mir in den Magen«

    »Ich realisierte, dass ich in einem durchnittlichen Haus lebte in einer durchnittlichen Familie mit einem durchnittlichen Kühlschrank. Es konnte nicht alles perfekt sein, aber vielleicht wäre es anders gelaufen wenn du dir etwas anständiges gesucht hättest. Du hast mir von Lacey erzählt, Freunde haben mir von Lacey und dir erzählt. Ich dachte zuerst "nein, sowas würde er niemals tun" bis ich diese Briefe und ein paar Tapes deiner 'Arbeit' entdeckte. Ein Beweis dafür, dass du mir immernoch dreckig ins Gesicht lügst! Zuerst dachte ich, wenn das alles ist was das Leben zu bieten hat, dann will ich es nicht und hielt mir die Glock 39 an den Kopf. Ihr Magazin fasst normalerweise 6 Schuss, mit meinem Aufsatz aber 8 Kugeln. .45er Kaliber... selbstladend natürlich. Ich musste sicher gehen... Aber dann dachte ich "Hey, warum richtest du die Knarre nicht gegen die Schuldigen? Ich habe niemanden betrogen." Und nun stehe ich vor dir, halte dir die Glock an den Kopf... sehe wie die Angst in dir wächst und die Schuldgefühle brodeln... ich kann es schon fast spüren, als seien es die meine. Diese Kugeln rennen 350 Meter die Sekunde, wie schnell bist du Jimmy?«

    »Sie drückte die Mündung der Knarre fester gegen meinen Kopf als wolle sie mich damit wegstoßen. Sie stand vor mir, beugte sich über mich als wolle sie meine Angst riechen, der wie Adrenalin durch meine Adern schoss. Es war, als koste sie den Moment in vollsten Zügen aus. Aber zugleich weinte sie, Tränen perlten unaufhörlich über ihre Wangen, tropften auf meine Stirn und auf den Holzbogen... Oh Kirsty, wie gerne hätte ich dir geholfen...«

    »Verstehst du jetzt was ich durchmachte? Mhm... ich will dich erlösen, Darling, weil du aus meinem Leben eine verschissene Seifenoper gemacht! Mich belogen und betrogen hast...! Leb Wohl, Jimmy...«

    »Ich konnte es einfach nicht fassen. Der Zweifel und die Furcht übermannten mich, ließen mich meine Schmerzen in der Schulter vergessen und dann geschah es wie in Zeitlupe. Ich fühlte ihren Finger auf dem Abzug, wie er nach und nach den Druck verstärkte. Ich musste handeln ehe sie einen bösen Fehler machte.«

    »Ich griff ihr Handgelenk und zog sie zu mir, drückte die Pistole zum Boden als plötzlich der dritte Schuss losging. Adam erschrak und begann zu weinen, er hatte alles mitbekommen und stand wie angewurzelt da. Was sollte er auch schon tun? Seine Eltern rangen gerade aus einem völlig absurden Grund um Leben und Tod. Von Verzweiflung übermannt folgte er seinem kindlichen Instinkt und wollte aus dem Haus rennen um Hilfe zu holen. In dem Moment konnte ich Kirsty die Knarre entreissen als plötzlich der vierte Schuss losging, dicht gefolgt von dem schmerzhaften Aufschrei eines kleinen Kindes und dem krachenden Aufprall auf einen Holzboden. Als ich mich umdrehte war es so, als hätte man mich ausgeweidet«

    »Adam lag regungslos am Boden, Blut klebte an der Wand und sein Genick war grotesk zur Seite verbogen, sein Gesicht ausdruckslos mit offenem Mund vor sich her starrend. Ich ließ die Waffe fallen und warf mich über seinen leblosen, kleinen Körper, drückte meine Finger gegen seine Schlagader um seinen stillen Puls zu messen. Ohne nachzudenken nahm ich seinen Kopf, drückte ihn gegen meine Brust, umklammerte ihn in der Hoffnung, dass mein wimmerndes Trauern ihn wiederbeleben würde.«

    »Ich merkte nicht, wie Kirsty völlig in Trance zur Pistole schlürfte und sie aufhob. Sie war kurze Zeit wie erstarrt als sie sah wie Adam niederfiel. Das Geräusch von Schritte die die Veranda hinaufstürmten drangen in mein Ohr, aber ich konnte und wollte die Aufmerksamkeit nicht von meinem toten Sohn lenken. Binnen weniger Sekunden schossen mir all die Erlebnisse durch den Kopf, seine ersten Worte, seine ersten Schritte und das herzhafte Lachen wenn ich eine Fratze machte wenn er traurig war. Es war wie ein furchtbarer Alptraum.«

    »DU SCHLAMPE!« , rief Kirsty und kurz darauf folgte ein fünfter Schuss der wie eine weitere Explosion durch das gesamte Haus schallte. Als ich mich umdrehte um zu sehen was geschah sah ich Lacey am Boden. Sie hatte wohl die Schüsse gehört und war herbei geeilt um zu sehen was los war. Das hätte sie nicht tun sollen... Kirsty hatte ihr in den linken Oberschenkel geschossen. Lacey stöhnte schmerzvoll vor sich hin und presste ihre Hände verzweifelt gegen das Bein aus dem eine unaufhörliche Fontäne von Blut spritzte. Wie der fleischgewordene Teufel stand Kirstie über ihr, die Waffe auf ihr wehrloses Opfer wie ein gewissensgeplagter Killer mit dem Lauf zwischen ihre Augen gerichtet. Ich dachte nun würde sie das zweite Leben in diesem Haus beenden, aber irgendetwas schien sie aufzuhalten, denn ihr Blick wechselte wie vernarrt zwischen Lacey und der Pistole hin und her«

    »Dann zuckte die Knarre von Lacey fort und ich dachte für einen Augenblick, der Alpträum könnte ein Ende finden. Aber dann setzte Kirsty die Waffe unter ihrem Kiefer an bevor der sechste Schluss losging und ihren Kopf explodieren ließ. Ihr Blut schoss zur Decke und regnete dann in kleinen Tropfen hinab. Ihr Körper fiel steif zu Boden und zuckte noch einmal kurz auf als er schließlich entgültig erstarrte.«

    »Ich konnte immernoch nicht fassen was passiert war. Wie konnte das alles nur so dramatisch enden? Ich musste wieder klar denken, es war hoffnungslos. Für Kirsty und Adam gab es keine Rettung mehr, nur der Herr selbst kann sie jetzt noch beschützen, aber Lacey war noch am Leben und zog sich durch die Tür um sich am Türrahmen in eine sitzende Position zu bringen. Wieder Willens ließ ich von meinem Sohn ab und eilte zu Lacey rüber. Ich weiß nicht wie oft ich es wiederholte, ihr zu sagen, wie Leid mir das alles tut. "Ist schon gut", sagte sie, "ist schon gut"...«

    »Ich zückte mein Handy und rief den Notarzt. Bis dieser ankam brachte ich Lacey ein paar Tücher, riss mein Shirt inzwei und band es um ihren Oberschenkel um die Blutung zu stoppen. Ihr Kopf pendelte desillusioniert von einer Seite zur anderen, ich betete zu Gott, dass er mir sie nicht auch noch nehmen sollte. Ich stand inmitten der drei und blickte um das Massaker um mich herum. Die Schmerzen in meiner Schulter waren völlig unbedeutend, auch wenn sich die Schusswunde zu einem Blutgeysir entwickelt hatte, am liebsten wäre ich ebenfalls verblutet und dahin geschieden. Wenigstens Lacey sollte diesen Tag überstehen. Jegliche Hoffnung starb in diesem Moment, so wie der lebensfrohe Christ der ich mal war...«

    »Ich folgte meinem Instinkt der mir dazu riet, die Knarre zu nehmen. Ich trancierte zu Lacey, zwang mir ein Lächeln auf und wiederholte, dass es mir Leid täte. Dann torkelte ich durch den Flur, mit dem Finger am Abzug und ging ins Bad. Ich blickte in den Spiegel und starrte in mein blutbetropftes Gesicht. Mein Hemd war voller Lebenssaft meines Sohnes, das Gesicht von meiner großen Jugendliebe übersäht. Kirsty hatte Recht, wenn das alles ist was das Leben zu bieten hatte, dann will ich es nicht. Also hielt ich mir die Glock an die Schläfe und beobachtete mich im Spiegel. Es sah wiederwärtig aus und ich hasste mich in diesem Moment so sehr, wie ich es noch nie getan hatte. Es war alles meine Schuld... Ich ging innerlich noch ein Gebet durch, wohl wissend, dass wenn es einen Gott gäbe, er mich heute verlassen hatte. Irgendwie bat ich auch um ein Zeichen, aber diese lächerliche Hoffnung machte mich nur noch wütender, da er mir aufzeigte wie erbärmlich ich war selbst vor dem Tode mich an Illusionen zu klammern, und so ich drückte ab.«

    »*Klick* machte es. *Klick* *Klick* *Klick* ... diese gottverdammte Knarre hatte keine Munition mehr! Völlig unbeherrscht warf ich die Glock gegen die Kacheln an der Wand. Als es zu Boden fiel schoss die Waffe aber dann doch zwei weitere Schüsse ab... Das konnte doch nicht wahr sein! Womit hatte ich dieses Leid verdient?«

    »Ich hörte die Sirenen des Krankenwagens und stolperte zurück zum Flur. Lacey lächelte schmerzverzerrt zu mir hinauf und fragte, ob ich zu blöd gewesen sei mich selbst zu treffen. Irgendwie musste ich über dieses Kommentar grinsen. Einen Moment der mein Leid bald vergrößern sollte«

    »Die Sanitäter eilten herbei, der Notarzt überprüfte Laceys Gesundheitszustand, seine Helfer schauten nach Kirstie und Adam. Wie ich mir dachte, waren sie unmittelbar nach den Treffern gestorben. Dennoch wollte ein Teil in mir diesen Tag nicht wahrhaben.«

    »Einer der Sanitäter kam zu mir, doch ich sagte ihm, dass es nicht so schlimm sei, sie sollten sich lieber um Lacey kümmern. Ich wollte nur noch auf meinen Tod warten... "Lasst den Kerl in Ruhe, der verdient seine Schmerzen!", keifte ein Mann dessen Stimme mir allzu bekannt vorkam. Es war Kirsty's Vater, ein Hohes Tier in der Ärztegemeinschaft und gleichzeitig Klinikleiter des Grand Rapids Hospitals, der sich um Lacey gekümmert hatte. »Wenn der Mann behandelt werden will, soll er nach Mexiko flüchten.« Kurz daraufhin zückte er sein Telefon, warf mir einen eiskalten, berechnenden Blick zu. "Sheriff Skoldfield? Kommen sie schleunigst zum Haus der Jacobs, hier hat ein Massaker stattgefunden. Der Täter ist hilflos und wird nicht flüchten, dafür sorge ich. Er scheint keinerlei Reue zu empfinden... Ja, ich passe auf, bis gleich"«

    »Er klappte sein Telefon zusammen und steckte es in die Brusttasche. Der Trauer um den Tod seiner Tochter war kaum zu bemerken, es schien ihn völlig kalt zu lassen. Oder sein Hass auf mich war stärker und er dachte, er müsse sich zurückhalten damit er mir sein Leid nicht gönnte. Wie kann ein Mensch nur so grausam sein?«

    »Sie transportierten Lacey ab und bedeckten meine Familie mit einem weißen Tuch. Das Blut fraß sich durch die Laken und breitete sich in einer weiten, kreisförmigen Lache aus. Ich ging ins Wohnzimmer, setzte mich auf die Couch und dachte nach. Mein Kopf war gesunken, denn nach oben zu blicken wäre fürchterlich gewesen. Überall hangen Bilder von uns. Fröhliche Bilder in den Momenten des Glücks gefangen. Nicht eine Sekunde ließ mich Kirsty's Vater aus den Augen. Das waren wahrlich nicht die Weihnachten die ich mir gewünscht hatte...«

    »Selbst als die Polizei eintraf hatte ich mich nicht gerührt. Es war mir völlig egal was mit mir passierte, ich war innerlich bereits gestorben. Sie führten mich ab und stießen mich regelmäßig an der verletzten Schulter. Unter den Adlersaugen der Nachbarn brachten sie mich zum Polizeiwagen und stießen mich hinein wie ein Schwerverbrecher. Ich hoffte so sehr, dass ich auf der Fahrt zum Gefängnis verbluten würde... leider war dem nicht so und ich konnte mich auf eine peinige Verhandlung gefasst machen und auf einen Sumpf, aus dem ich alleine niemals hätte entfliehen können«

    <center>...¿fortsetzung folgt?...</center>
    *und somit, frohe Weihnachten*



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