Habe da mal ein paar Fragen an die Fachleute unter Euch

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    Re: Habe da mal ein paar Fragen an die Fachleute unter Euch

    Jarrestadt - 16.10.2009, 22:27

    Habe da mal ein paar Fragen an die Fachleute unter Euch
    Erst einmal möchte ich moin, moin an Euch alle sagen, da ich ich heute zum ersten mal hier ein paar Zeilen schreibe.

    Leider gehöre ich auch zu denen, die es seit 2,5 Jahren heftig erwischt hat und ich habe so unendlich viele Frage und natürlich verdammt viel Angst.

    Bin 58 Jahre alt und im Herbst 2006 bekam ich heftige Schmerzen im Lendenwirbelbereich und auch die gesamte Wirbelsäule war davon betroffen. Es halfen keine Schmerzmittel und auch keine Spritzen. Eine Röntgenuntesuchung zeigte ein deutliches Kalziumdefizit und das bedeutet ja in der Regel ein Knochensubtanzverlust von mindestens 30 Prozent. Bei mir waren es knapp 40 Prozent.
    Eine Knochendichtemessung DAX ermittelte einen T-Wert von -3.47 und einen Z-Scoure von 2,97.
    Meine damalige Hausärztin veranlasste Untersuchungen ohne Ende, unter anderem auch eine endokrinoligische Untersuchung, als auch die Untersuchung der Schilddrüsenfunktion. Alle Untersuchungen ergaben keine krankhaften Befunde. Lediglich die Blutwerte waren zum Teil nicht in Ordnung:
    Der Parathormonspiegel lag bei 115 / maximal darf der nur bei 76 sein, der Kalziumgehalt war leicht erhöht und das Vitamin D deutlich zu niedrig. Meine Ärztin verordnete mir Calzium D3 forte CT (1000 mg Calzium und 1000 I.E. Vitamin D3) sowie bonviva 150 mg.
    Nach 3 Monaten lies sie erneut Blut abnehmen und sie da, die Werte waren alle wieder normal. Auch eine Kontrolldichtemessung ergab leicht verbesserte Werte. Der Radiologe mahnte jedoch zur Vorsicht, da dieser Wert noch eindeutig im Messfehlerbereich liegt. Klar 3 Monate sind dafür viel zu kurz, weil ja der Knochen sich so schnell nicht aufbauen kann.

    Nach 2 Jahren habe ich das bonviva aus Angst vor Nebenwirkungen abgesetzt und das auch noch ohne Absprache mit meiner damaligen Hausärztin, die mir wegen Familiengründung jetzt nicht mehr zur Verfügung steht.

    Nun nach 2,5 Jahren ergab eine erneute Kontrollmessung die große Ernüchterung: Der T-Wert erniedrigte sich auf -3.7 und der Z-Scoure auf -3.1 Und jeder von Euch wird sich garantiert vorstellen können, wie einem da zu Mute ist. Da die Werte ja für mein Alter schon erheblich sind, wäre ein Stillstand unbedingt wichtig gewesen und eine Verbesserung erst recht.

    Nun habe ich gelesen, dass gerade bei Männern Bewegungsmangel und Vitamin D3- Mangel eine sehr häufige Ursache für die Entstehung von Osteoporose sein kann. Genau dass war bei mir der Fall vor der Feststellung der Osteoprose. Ich hatte mich knapp 1 Jahr vollkommen zurück gezogen und nur noch vor dem PC gesessen. Daher dürften auch meine Schmerzen im Lendenwirbelbereich kommen. Seit dem ich meine Lebensweise komplett umgestellt habe, sind die Rückenschmerzen deutlich zurück gegangen.

    Deshalb auch meine Frage dazu: "Könnt Ihr Euch das als Ursache meiner Osteoporose vorstellen. Bestehen noch Chancen da wieder heraus zu kommen oder muss ich mit dem Schlimmsten rechnen. Knochenbrüche habe ich noch keine gehabt.

    Und natürlich bewege ich mich jetzt deutlich mehr. Mache mit einem Theraband Krafttraining, zusätzlich Krankengynastik speziell gegen Osteoporose Dauer insgesamt täglich etwa 1,5 Stunden. Statt öffentlichen Nahverkehr verwende ich ein Fahrrad oder gehe ich zu Fuß. Benutze keinen Aufzug mehr und auch keine Rolltreppe. Erfolgt alles zu Fuß. Und im 4. Stock wohne ich auch, natürlich ohne Aufzug.

    Am 3. November 2009 habe ich einen Termin in der Osteoporosesprechstunde im UKE - Hamburg, um hier noch mal meine Situation abzuklären.

    Vielleicht könnt Ihr ja was damit anfangen und schreibt mir ein paar Zeilen dazu.
    Würde mich sehr darüber freuen und sage gleich mal recht herzlichen Dank.

    Liebe Grüße an Euch Alle

    Jarrestadt/Hamburg



    Re: Habe da mal ein paar Fragen an die Fachleute unter Euch

    celli - 19.10.2009, 16:42

    Re: Habe da mal ein paar Fragen an die Fachleute unter Euch
    Hallo Jarrestadt,

    mal als nachfolgendes meine Gedanken zu der Sache.

    Jarrestadt hat folgendes geschrieben: ...Nach 2 Jahren habe ich das bonviva aus Angst vor Nebenwirkungen abgesetzt und das auch noch ohne Absprache mit meiner damaligen Hausärztin, die mir wegen Familiengründung jetzt nicht mehr zur Verfügung steht.

    Nun nach 2,5 Jahren ergab eine erneute Kontrollmessung die große Ernüchterung: Der T-Wert erniedrigte sich auf -3.7 und der Z-Scoure auf -3.1 Und jeder von Euch wird sich garantiert vorstellen können, wie einem da zu Mute ist. Da die Werte ja für mein Alter schon erheblich sind, wäre ein Stillstand unbedingt wichtig gewesen und eine Verbesserung erst recht...
    Das war nicht gut. Man hätte zumindest vor Absetzung des Bonviva´s die Knochendichtemessung machen sollen. Nach drei Monaten bringt es noch keinen Aufschluss, ein halbes Jahr nach Absetzen den Bisphosphonates auch nicht so richtig. Man weis im Grunde nicht, ob das Bonviva geholfen hat. Und gute Blutwerte sagen noch nicht aus, ob das Kalzium auch im Knochen eingelagert wird.

    Jarrestadt hat folgendes geschrieben: ...Nun habe ich gelesen, dass gerade bei Männern Bewegungsmangel und Vitamin D3- Mangel eine sehr häufige Ursache für die Entstehung von Osteoporose sein kann. Genau dass war bei mir der Fall vor der Feststellung der Osteoprose. Ich hatte mich knapp 1 Jahr vollkommen zurück gezogen und nur noch vor dem PC gesessen....

    ...Deshalb auch meine Frage dazu: "Könnt Ihr Euch das als Ursache meiner Osteoporose vorstellen. ....
    Ich glaube nicht, dass das eine Jahr die alleinige Ursache war. Eine erniedrigte Knochendichte wird schon vorher vorgelegen haben, denn soo schnell baut sich die Knochendichte dann auch nicht ab, wenn man nicht gerade Bettlägerig ist.

    Jarrestadt hat folgendes geschrieben: ...Bestehen noch Chancen da wieder heraus zu kommen ....
    Ja. Ganz wichtig das :arrow:
    Jarrestadt hat folgendes geschrieben: ...Und natürlich bewege ich mich jetzt deutlich mehr. Mache mit einem Theraband Krafttraining, zusätzlich Krankengynastik speziell gegen Osteoporose Dauer insgesamt täglich etwa 1,5 Stunden. Statt öffentlichen Nahverkehr verwende ich ein Fahrrad oder gehe ich zu Fuß. Benutze keinen Aufzug mehr und auch keine Rolltreppe. Erfolgt alles zu Fuß. Und im 4. Stock wohne ich auch, natürlich ohne Aufzug...
    Hast du dieses "Programm" schon während der letzten 2,5 Jahre gemacht oder erst seit kürzerer Zeit? Wobei ich bei dieser Knochendichte aber auf jeden Fall wieder ein Bisphosphonat nehmen würde, Nebenwirkungen hin oder her. Knochenbrüche sind allemal schlimmer. Die 1000mg Kalzium sind in einer Brausetablette? Falls ja, nach Möglichkeit teilen und über den Tag verteilt trinken.

    Jarrestadt hat folgendes geschrieben: ...Am 3. November 2009 habe ich einen Termin in der Osteoporosesprechstunde im UKE - Hamburg, um hier noch mal meine Situation abzuklären. ...
    Ja, gute "Osteoporoseärzte" sind leider rar. Da ist es schon gut, wenigstens einmal im Jahr zu einer richtigen Fachstelle zu gehen, damit der vor Ort behandelnde Arzt sozusagen einen Leitfaden hat. Meistens tun sie sich dann auch mit dem Verschreiben von Medikamenten etwas leichter.

    Knochen- und speziell Wirbeleinbrüche können natürlich auftreten, aber da hilft es jetzt auch nicht, wenn man übervorsichtig wird und jede unnötige Bewegung vermeidet. Klar sollte man z.B. (sehr) schweres Heben, ruckartige Bewegungen und vor allem Stürze vermeiden. Aber wer stürzt denn schon freiwillig. :wink: Und ein vernünftiger Muskelaufbau ist auch ein guter Schutz für den Knochen. :D

    So, für den ersten Augenblick fällt mir jetzt erst einmal nichts mehr ein. Falls noch weitere Fragen sind, immer heraus damit.

    Schönen Gruß
    Celli



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