C-Girl

Maya und Domenico
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    Re: C-Girl

    jana - 11.10.2009, 13:19

    C-Girl
    Ich hatte die Idee zu dieser Geschichte schon ziemlich lange. Irgendwie fand ich sie witzig, deswegen hab ich sie aufgeschrieben.

    C-Girl
    1.Kapitel

    Ich umklammerte das lederne Lenkrad und blickte auf die spärlich beleuchtete Straße vor mir. Das war vermutlich die dümmste Idee die ich in meinen ganzen Leben je gehabt hatte.
    Vermutlich noch dümmer als meine Idee damals als Sechsjährige, meinen Zweijährigen Bruder eine Wachskreide ins Ohr zu stecken. Das war auch nicht gut ausgegangen. Meine Mutter war mit meinem heulenden Bruder und mir ins Krankenhaus gefahren. Mein Bruder konnte nicht richtig sprechen und war deswegen auch nicht in der Lage zu erzählen was passiert war. Aber natürlich hatte meine Mutter geahnt, dass ich etwas damit zu tun hatte.
    „Catherine, du weißt nicht zufällig wie diese Wachskreide in das Ohr deines Bruders gekommen ist?“ hatte sie mich gefragt.
    Ich hatte meine perfekt eingeübte Engelsmiene aufgesetzt und geantwortet: „Nö, keine Ahnung. Ich bin nicht dabei gewesen, als er das gemacht hat.“
    Als wir beim Arzt waren, hat dieser ziemlich gefährlich aussehende Geräte rausgeholt. Mein Bruder hat panisch angefangen zu schreien und meine Mutter musste ihn festhalten.
    Der Onkel Doktor war völlig cool geblieben und hatte lächelnd gesagt: „Mal sehen was für eine Farbe kriegen.“ Er meinte damit, welche Farbe die Wachskreide haben würde. Und ich, glücklich, dass ich auch einmal etwas wusste, hatte voller Aufregung meine Hand in die Höhe gestreckt, wie in der Schule und laut ausgerufen: „Grün!“
    Meine Mutter hatte mich wütend angeschaut und gesagt: „Ach ja? Und woher weißt du das? Ich dachte, du wärst nicht dabei gewesen?“
    Ich weiß noch genau, was ich damals dachte „Scheiße!“
    Und genau das ging mir auch heute durch den Kopf. „Scheiße, Scheiße und nochmals Scheiße.“
    Ich weiß auch nicht warum mir die Geschichte mit der Wachskreide plötzlich einfiel. Vermutlich weil ich damals einen ziemlichen Anschiss von meinen Eltern bekommen hatte. Und ich wollte nicht wissen, was mich diesmal erwarten würde.
    Eigentlich hatte ja alles so gut angefangen. Meine Mutter war mit meiner kleinen Schwester, zu meiner Tante gefahren, weil diese geheiratet hatte. Sie hatte mich nichtmitgenommen, aus verschiedenen Gründen. Erstens konnte weder ich meine Tante noch meine Tante mich ausstehen. Zweitens wollte sie sich die Kosten sparen, eine Fahrkarte für mich zu kaufen und drittens, war sie so von mir genervt, dass sie froh war, eine Weile von mir weg zu kommen. Mein Stiefvater war auch nicht da gewesen, denn er verbrachte sein Wochenende wie immer bei seiner anderen Tussi.
    Also war ich ganz allein gewesen. Und so was ist nun mal schrecklich einsam. Also hatte ich meine beste Freundin Jaqueline eingeladen.
    Meine Mutter hatte mir zwar verboten eine Party in ihrer Abwesenheit zu machen, aber zwei Leute macht ja noch lange keine Party.
    Jaqueline hatte Hasch mitgenommen. Ein ganz geiler Stoff, hatte sie gesagt. So was hast du noch nie erlebt, hatte sie gesagt. Und ich hatte nur gesagt, wie geil.
    Dann lagen wir am Boden und haben das Zeug geraucht. Aber ich stellte wirklich keinen Unterschied fest, verglichen mit dem Zeug das ich normalerweise rauche.
    Irgendwann haben wir dann den Autoschlüssel für den Dienstwagen meines Stiefvaters gefunden. Er hatte ihn am Küchentisch liegen lassen.
    Dann hab ich vorgeschlagen, dass wir ein paar Runden mit dem Auto meines Stiefvaters um den Block drehen könnten. Jaqueline war sofort dabei gewesen.
    Und jetzt saß ich hier, im Auto meines Stiefvaters und startete mit meiner zitternden Hand den Motor.
    Mindestens jetzt war ich nicht mehr so überzeugt von meiner Idee. Vielleicht könnte man das ganze Problem mit Hilfe einer mathematischen Gleichung lösen?
    Also...2 Sechzehnjährige + unter Einfluss von Drogen – ohne Führerschein = Sehr schlechtes Ergebnis.
    Das eigentliche Problem war, dass mein Gehirn so benebelt war, dass ich nicht mehr klar denken konnte.
    Eigentlich hätte ich auch sagen können, dass mir das Ganze zu gefährlich war und dass ich es nicht machen möchte. Denn eigentlich hatte ich auch gar keinen Grund so was zu machen. Niemand zwang mich dazu. Ich meine, wenn es darum ging Jaqueline zu beeindrucken hätte ich auch Cola durch die Nase trinken können.
    Aber wie gesagt, konnte ich nicht richtig denken, deswegen dachte ich gar nicht an diese Option.
    „Fahr endlich los!“ kicherte Jaqueline neben mir.
    „Ich weiß nicht wie das geht!“ jammerte ich. Was wäre wenn ich heute Nacht drauf gehen würde? Würde meine Mutter um mich trauern oder würde sie nur wütend auf mich sein, wegen dem Auto?
    Ich weiß nicht mehr wie ich es angestellt hatte, aber plötzlich fuhr ich mit Schneckentempo die Straße entlang. Es war eine zweispurige Straße, die von einer Baumallee umrahmt war.
    Ich fuhr höchstens 10 km/h oder so, aber trotzdem kam es mir vor als würde ich mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit dahin rasen. Auch Jaqueline neben mir kreischte herum als würde sie in irgendeinen Sportwagen sitzen, anstatt in einen alten klapprigen Ford.
    Und dann passierte, dass schlimmste, dass hätte passieren können. Ein anderes Auto bog in die Straße ein und kam in der Gegengesetzen Richtung auf mich zu.
    Eigentlich wär das alles kein Problem gewesen. Wir wären beide einfach aneinander vorbeigefahren, aber plötzlich geriet ich ihn Panik.
    Mein Herz begann zu rasen, was vermutlich an dem zu vielen Hasch lag, und ich begann am ganzen Körper an zu schwitzen.
    Die Straße verschwamm vor meinen Augen. Die Lichter des Scheinwerfers des heraneilenden Autos fingen an im Kreis zu tanzen. Aus den zwei Spuren der Straße wurde auf einmal nur eine und ich bildete mir ein, dass andere Auto würde direkt auf uns zu eilen.
    Irgendwie fühlte es sich so, als würde eine plötzliche Zuckung durch meinen Körper fahren. Ich riss das Lenkrad um.
    Es gab einen Knall. Ich wurde nach vorne geworfen. Mein Gurt schnitt sich in mein Schulterblatt. Ich hörte wie Glas zersplitterte und sah wie ein grüner Blätterregen auf die Windschutzscheibe herabfiel. Wir waren gegen einen Baum gefahren.
    Im Rückspiegel sah ich wie das andere Auto ein paar Meter weiter weg kurz stehen blieb, dann weiter fuhr.
    Mein Herz pochte immer noch wild gegen meine Brust und mir fiel es schwer zu atmen. Dann fiel mein Blick zu Jaqueline. Das Fenster an ihrer Seite war komplett zersplittert. Sie lag nach vorne gebeugt und ihr ganzer Körper war von feinen Glasscherben überhäuft. Sie regte sich nicht.
    „Jaqueline?“ fragte ich mich zitternder Stimme.
    Sie gab mir keine Antwort. Meine Augen füllten sich mit Tränen.
    „Jaqueline?“
    Plötzlich begann ihr ganzer Körper an zu beben. Ich schnallte mich los.
    Sie gab ein quiekendes Geräusch von sich, das sich allmählich in ein Kichern verwandelt.
    Sie setzte sich schlagartig auf. Ich wich erschrocken zurück.
    „Das war...sooo GEIL!“ rief sich kichernd.
    Ich bekam fast einen Herzstillstand.
    „Ich dachte, du wärst tot!“ keuchte ich. In dem Moment hatte ich große Lust sie freudig zu umarmen, während ich ihr gleichzeitig eine reinhaute. „Bist du verletzt?“
    „Nö,“ sagte sie grinsend und putzte sich die Glassplitter von den Schultern. Sie hatte keinen einzigen Kratzer.
    „Weißt du,“ sagte sie. „Ich glaub für einen Moment war ich voll halbtot, ey. Echt jetzt. Die Leute reden ja immer, dass sie dann so ein Licht sehen, am Ende eines Tunnels oder so. Genau so was hab ich auch gesehen. Ich schwöre.“
    „Ja, dass waren die Scheinwerfer des anderen Autos, du Trottel,“ sagte ich verärgert und stieg aus. Ich betrachtete das demolierte Auto.
    Jaqueline stellte sich zu mir. „Sieht nach Totalschaden aus,“ sagte sie.
    Ich wollte mir gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn meine Mutter morgen nach Hause kam und dann das hier sah. In dem Moment wünschte ich mir eine Fernbedienung mit der ich einfach alles zurückspulen konnte.
    „Ich bin so was von tot!“ sagte ich entsetzt.
    Jaqueline kicherte, „Ey, Schick mir dann ’ne Karte ob du das Licht am anderen Ende des Tunnels auch gesehen hast.“

    - Fortsetzung folgt -



    Re: C-Girl

    Angi90 - 11.10.2009, 13:47


    die story klingt schon mal nicht schlehct für den anfang! =)

    auch dein schreibstil gefällt mir! =)

    bin gespannt wie das weiter geht mit ihr!
    klingt aber so als wäre sie nicht immer die brävste! ;-)

    lg



    Re: C-Girl

    noname - 11.10.2009, 14:30


    Hört sich richtitg gut an, bin gespannt wies weiter geht! ;)



    Re: C-Girl

    m&dlove - 11.10.2009, 14:35


    ich auch :lol:



    Re: C-Girl

    berry_milkshake - 11.10.2009, 20:30


    ja ich auch :)
    dein schreibstil ist echt gut *.*



    Re: C-Girl

    jana - 11.10.2009, 22:25


    Teil 2

    Am nächsten Tag wurde ich davon geweckt, dass mich jemand an den Haaren riss.
    „Catherine!“ dröhnte die schrille Stimme meiner kleinen Schwester, Lena in meinen Ohren. „Aufwachen!“
    Ich stieß sie unsanft weg. „Verschwinde, Zwerg. Das tut doch weh!“
    Ich richtete mich langsam auf und erkannte dass ich auf dem Wohnzimmerboden lag.
    Jaqueline lag ein paar Meter weiter weg. Ihre Füße waren am Sofa, ihr Oberkörper lag am Teppich.
    „Was ist das?“ fragte Lena und hob die Plastiktüte in dem das übrig gebliebene Hasch drinnen war, hoch.
    „Gib das her!“ sagte ich und schnappte es ihr weg.
    Plötzlich kam mir der Gedanke, dass wenn meine kleine Schwester hier war, meine Mutter auch nicht weit sein könnte.
    „Wo ist Mama?“ fragte ich krächzend.
    „Sie ist unten und spricht mit zwei Polizisten,“ sagte Lena.
    Ich spürte wie meinem Gesicht die ganze Farbe entwich. Also wusste sie es schon.
    „Hey!“ rief ich Jaqueline zu. „Meine Mutter ist da! Wach auf!“
    Jaqueline schnarchte seelenruhig weiter.
    Ich schnappte mir schnell die Bong und stellte sie in meinem Zimmer unters Bett.
    Plötzlich hörte ich wie die Haustür zugeknallt wurde.
    „Mama!“ schrie Lena fröhlich.
    Mein Herz blieb stehen. Ich überlegte mir, ob ich mich einfach in meinem Zimmer einsperren und nie wieder rauskommen sollte.
    Beim Gedanken meiner Mutter vors Gesicht zu treten wurde mir speiübel. Schließlich erkannte ich, dass es einfach keinen Zweck hatte. Ich seufzte und trat ins Wohnzimmer.
    Meiner Mutter war gerade damit beschäftigt ihren Mantel auszuziehen. Sie würdigte mich zunächst keines Blickes. Ich sah beschämt zu Boden.
    „Jaqueline!“ sagte sie schließlich streng.
    Endlich hob Jaqueline den Kopf und rieb sich die Augen.
    „Oh, Guten Morgen Frau Schüller. Wie geht’s?“
    „Jaqueline, Geh nach Hause.“
    „Ok.“ Sie setzte sich stöhnend auf. Als sie ging, warf sie mir noch einen bemitleidenden Blick zu und formte wortlos mit ihren Lippen: „Du bist am Arsch!“
    Als sie gegangen war, wartete ich stillschweigend darauf, dass meine Mutter mich anschreien würde.
    Doch sie tat es nicht.
    „Ich gehe davon aus, dass du das Auto gegen den Baum gefahren hast?“ sagte sie mit beherrschter Stimme.
    Ich nickte.
    Sie seufzte. „Wie oft hab ich dir gesagt, dass du in der Wohnung nicht kiffen sollst. Man riecht das Zeug schon vom Vorhaus aus. Lüfte mal.“
    Dann ging sie ohne ein weiteres Wort zu verlieren in die Küche.
    Ich blieb perplex stehen und wusste zuerst nicht, was ich tun sollte.
    Schließlich öffnete ich ein Fenster und beschloss dann in mein Zimmer zu gehen. Doch meine Mutter rief mich zurück: “Catherine, kommst du bitte kurz zu mir.“
    Ich ging zu ihr.
    „Setzt dich.“
    Ich tat was mir befohlen wurde, während ich krampfhaft darüber nachdachte wie ich mich da wieder rausreden könnte.
    Doch das Einzige das mir einfiel war: „Es ist alles Jaquelines Schuld!“
    Meine Mutter ging nicht einmal darauf ein. Sie packte weiterhin schweigend die Lebensmittel aus, die sie gekauft hatte. Meine Familie war nicht besonders reich, wir mussten uns immer genau überlegen, was wir einkauften. Mein Stiefvater arbeitete bei einem Schlüsseldienst, aber auch dort verdiente er nicht soviel. Er würde mehr Geld verdienen, wenn er seine Fähigkeiten dazu nützte irgendwo einzubrechen.
    Meine Mutter war seit Jahren arbeitslos. Sie hatte früher immer gesagt, sie würde wieder anfangen zu arbeiten, wenn meine kleine Schwester in die Grundschule kam. Jetzt war Lena schon seit einem Jahr in der Schule und meine Mutter hatte noch immer keinen Job.
    Vielleicht lag es auch damit zusammen, dass sie übergewichtig war. Sie hatte sich seit Lenas Geburt ziemlich gehen lassen. Ich überlegte mir ob ich auch einmal so aussehen würde wie sie. Ich hoffte es nicht. Früher war sie ganz hübsch gewesen.
    Schließlich brach sie doch das Schweigen. „Ich muss dir wohl nicht sagen wie schockiert und enttäuscht ich von dir bin.“
    Sie durchbohrte mich mit ihren Blick. Na toll, dachte ich mir, jetzt kommt die Schlechtes-Gewissen-Masche.
    „Du hättest sterben oder dich zumindest schwer verletzen können. Oder du hättest andere Menschen umbringen können.“ Ihre Stimme begann zu zittern. „Und gerade du hättest es besser wissen müssen.“
    Ich wusste worauf sie sich bezog. Mein Bruder war vor ein paar Jahren von einem Betrunkenen überfahren worden. Die Schlechtes-Gewissen-Masche zog doch.
    Für kurze Zeit schien es so, als würde sie anfangen zu weinen, doch sie fasste sich wieder.
    „Weißt du Catherine, eigentlich hab ich keine Lust dir jetzt eine Standpauke zu halten. Ich habe es nämlich satt. Andauernd baust du nur Scheiße. Du weißt wie schwer wir es zu Zeit haben, aber du kümmerst dich nicht darum. Du kümmerst dich um nichts. Die Schule ist dir egal. Obwohl wir doch beide wissen, dass du das Zeug dazu hast etwas aus deiner Zukunft zu machen. Aber nein, die Madame bleibt lieber den ganzen Tag zu Haus dröhnt sich mit irgendwelchen Drogen voll. Darf ich dich mal was fragen? Hast du eigentlich nur den Funken einer Ahnung was du später mal machen möchtest?“
    Ich wusste nicht ob das eine rhetorische Frage war, also war ich unsicher ob ich überhaupt antworten sollte. Doch meine Mutter blickte mich weiter fragend an, sodass ich einfach nur mit den Schultern zuckte.
    „Das hab ich mir gedacht.“
    Sie setzte sich zu mir.
    „Du weißt, dass ich mich nicht ewige um dich kümmern werden. Wenn du glaubst, dass du dein ganzes Leben nur Zuhause sitzen und nichts tun kannst, hast du dich gewaltig geschnitten. In deinem Alter war ich hochschwanger mit dir und habe trotzdem meinen Lebensunterhalt alleine verdient.“
    Ich konnte den Verlauf des Gesprächs gar nicht leiden. Wollte sie mich etwas rausschmeißen?
    „Du bist ja angeblich so klug, nicht wahr? Ich frag mich nur warum ich noch nie was davon bemerkt habe?“
    Langsam dämmerte es mir worauf sie in Wirklichkeit hinauswollte und das gefiel mir noch viel weniger.
    Ich versuchte das Gespräch in eine andere Richtung zu bringen. „Mama, es tut mir echt Leid und ich verspreche dir...“
    „Versprechen helfen jetzt gar nichts, Catherine. Wir können das Auto noch nicht einmal reparieren lassen, höchstens an einen Schrotthändler verkaufen. Und wenn ich schon dabei bin, was denkst du dir eigentlich dabei, dass Auto einfach an Ort und Stelle stehen zu lassen und dich aus den Staub zu machen. Ich meine, geht’s noch?“
    Wenn ich ehrlich, konnte ich mich nach dem Unfall an kaum noch was erinnern.
    „Weißt du was dass uns kosten wird? Um ehrlich zu sein, denk ich schon seit längerem darüber nach...“
    „Mama, bitte!“ schnitt ich ihr das Wort ab, „Ich geh arbeiten, Ich mach was du willst, aber bitte...“
    Meine Mutter deutete mir mit einer Handbewegung, dass ich ruhig sein sollte.
    „Ich denke es wäre für alle Beteiligten dass beste wenn du für eine Weile weg wärst. Ich mein am Anfang wollte ich dich nicht dazu zwingen, weil ich es früher auch immer gehasst habe, wenn meine Eltern mich irgendwo hinein zwingen wollten, wo ich einfach nicht hinwollte. Aber ich denke langsam wird es Zeit, dass du Verantwortung für deine Taten übernimmst. Es ist ja nicht nur so, dass es einfach Geld sparen würde sich um ein Kind weniger zu kümmern, es wäre ja auch eine riesen Chance für dich. Es würde dir einiges verbauen so eine Chance einfach nicht zu ergreifen.“
    „Mama, bitte,“ bettelte ich. „Ich will da wirklich nicht hin...!“
    „Tut mir Leid,“ sagte sie resigniert. „Du wirst auf dieses Internat gehen...“

    - Fortsetzung folgt



    Re: C-Girl

    jana - 11.10.2009, 22:26


    Teil 3

    (Rückblende)
    Ein paar Wochen nachdem, dass neue Schuljahr begonnen hatte, waren meine Mutter und ich zur Direktorin gerufen worden. Ich ahnte schon Schlimmes und war schon darauf vorbereitet meinen Rausschmiss angekündigt zu bekommen.
    Doch die Direktorin war aus irgendeinem Grund total freundlich gewesen. Das hatte meine Mutter und mich gleichermaßen verwirrt.
    „Es freut mich, dass sie gekommen sind Frau Schüller.“
    Eigentlich wollte ich gar nicht mitkommen. Aber meine Mutter hatte mich dazu gezwungen.
    „Was hat sie diesmal angestellt?“ hatte meine Mutter nur knapp erwidert.
    „Gar nichts. Wie kommen sie denn darauf?“
    Meine Mutter und ich tauschten ungläubige Blicke.
    „Ich habe sie heute hergebeten um ihnen eine gute Nachricht zu berichten. Ihre Tochter...“ Die Direktorin hatte angefangen zu lächeln, „...ist hochbegabt.“
    Für einen kurzen Moment herrschte Stille.
    Schließlich fragte meine Mutter vorsichtig. „Hochbegabt...in was?“
    „Na ja, also ihr IQ ist überdurchschnittlich hoch.“
    Sie erntete weiter unverständliche Blicke von uns.
    „Sie wissen was ein IQ ist?“
    „Ja,“ sagte meine Mutter beleidigt. „Aber wie meinen sie das. Ihr IQ ist überdurchschnittlich hoch? Überdurchschnittlich hoch für Leute die so wenig Verstand haben wie sie, oder was?“
    „Nein,“ sagte die Direktorin etwas verwirrt, “Der IQ ihrer Tochter liegt bei 130. Der Normalwert liegt generell bei 100 Punkten.“
    Meine Mutter schwieg wieder eine Weile. „Sie meinen also...Catherine ist...klug?“ Sie sprach so davon, als wäre es die unwahrscheinlichste Sache auf dieser Welt.
    „Sehr klug,“ bestätigte die Direktorin.
    Meine Mutter fing erst an zu kichern, dann brach sie in ein lautes Lachen aus.
    „Ehrlich...haha...das ist da Beste. Haha...Catherine kann noch nicht mal Weißwäsche von Buntwäsche trennen und sie ist...haha...hochbegabt.“
    Sie schien sich gar nicht mehr einzukriegen. Langsam kam ich mir ziemlich verarscht vor.
    Die Direktorin schien auch nicht genau zu wissen, wie sie darauf reagieren sollte.
    Langsam beruhigte sich meine Mutter wieder. Sie wischte sich die Tränen aus den Augen. „Wie kommen sie denn auf diese abstruse Idee?“
    „Na ja vor zwei Wochen, machten wir einen Test, der in ganz Deutschland zu selben Zeit stattfand. Es ging bei diesem Test vor allem um logisches Verständnis. Es war einer der wenigen Tage, an dem Catherine überhaupt in die Schule kam. Und bei der Auswertung der Tests stellte es sich unerwartet heraus, dass Catherine als Beste ihres Jahrgangs abschnitt.“
    „Ja, aber das ist doch leicht. Catherine ist zweimal sitzen geblieben. Ist doch logisch, dass sie als Älteste in ihrem Jahrgang als Beste abschneidet.“
    „Das haben wir uns am Anfang auch gedacht. Aber für jemanden der 90% des Unterrichts nicht anwesend ist, ist so was schon eine beachtliche Leistung. Außerdem schnitt sie mit ihrem Ergebnis als Beste im ganzen Bundesland ab. Anfangs dachten wir sie hätte geschummelt. Deswegen wollten wir sicher gehen. Wir machten noch einen unangekündigten Test. Diesmal bekam Catherine einen Test der auf ihr Alter angepasst war. Auch dieses Mal hatte Catherine ein überdurchschnittliches hohes Ergebnis. Deswegen schickten wir Catherine zu unserer Schulpsychologin. Diese stellte fest, dass Catherine ein außergewöhnliches Verständnis für mathematische Logik besitzt.“
    Meine Mutter wandte sich zu mir. „Und du hast natürlich nicht bemerkt, dass du dauernd getestet wurdest?“
    „Nö,“ sagte ich wahrheitsgemäß, „Ich dachte Tests in der Schule sind normal. Und dass ich zum Psychologen musste fand ich auch nicht besonders ungewöhnlich. Es glaubt sowieso jeder, dass ich nicht ganz dicht bin.“
    „Sei ehrlich Catherine, hast du geschummelt?“
    „Nein,“ sagte ich und es stimmte, ich hatte wirklich nicht geschummelt. Es war einer der wenigen Tage gewesen an denen ich zur Schule gegangen war, weil mein Stiefvater mich bis direkt zur Klassentür begleitet hatte. Und weil ich eh nichts Besseres zu tun gehabt hatte, dachte ich mir, ich könnte wenigstens versuchen ein halbwegs Gutes Ergebnis beim Test zu erzielen. Aber dass ich so gut abgeschnitten hatte, hörte ich auch zum ersten Mal. Mir waren alle Fragen recht leicht vorgekommen.
    „Also...Catherine ist hochbegabt. Wie kommt es dann, dass sie so schlechte Noten hat?“
    „Das liegt vor allem an der Vorliebe ihrer Tochter zu schwänzen. Wie schon gesagt, sie ist so gut wie 90% ihrer Schulzeit nicht anwesend.“
    Ich ging wirklich nicht gern zu Schule. Der Grund warum ich überhaupt 10% der Zeit dahin ging, lag daran, dass meine Mutter gesagt hatte, ich müsste mir sonst eine Arbeit suchen.
    „Sie war früher eine sehr gute Schülerin,“ erinnerte sich jetzt auch meine Mutter. „Aber nachdem Tod ihres Bruders, ging irgendwie alles bergab und dann kamen noch die falschen Freunde hinzu.“
    „So ist das eben,“ sagte die Direktorin. „Auf jeden Fall hab ich mit den anderen Lehrer gesprochen und wir waren uns einig, dass Catherine gefördert werden müsste. Soviel Potenzial geht bei ihr verloren.
    Deswegen hab ich mit einen Bekannten von mir gesprochen. Er ist Direktor eines Internates das dafür bekannt ist Hochbegabten Schülern eine ideale Ausbildungsmöglichkeit zu bieten. Die Schule heißt Grafenstein. Sie gehört zu den besten Privatschulen dieses Landes.“
    „So was können wir uns nicht leisten,“ sagte meine Mutter knapp.
    „Catherine könnte erstmal als Probe dorthin gehen und wenn man sich von ihren Potenzial überzeugt hat, lässt sich auch von einem vollem Stipendium, dass auch Studiengebühren und Aufenthalt mit einschließt, sprechen.“
    Sie gab meiner Mutter einer Visitenkarte. „Sie können den Direktor der Schule jeder Zeit anrufen und ein Abkommen mit ihm treffen. Verstehen sie mich nicht falsch. Ich denke es wäre einfach besser, wenn Catherine einmal aus ihrer Umgebung herauskäme.“
    „Wir denken darüber nach,“ sagte meine Mutter und ließ die Karte in ihrer Seitentasche verschwinden.
    Als wir beide später in der U-Bahn saßen, sprach keiner von uns ein Wort. Das Ganze klang einfach zu absurd um wahr zu sein.
    Schließlich brach ich das Schweigen. „Ich will nicht auf dieses Internat gehen.“
    Meine Mutter seufzte. „Ich werde dich nicht dazu zwingen. Du weißt, dass ich selber aus recht guten Verhältnissen komme. Als ich jünger war, wurde auch festgestellt, dass ich hochbegabt war.“
    Das überraschte mich. Lag das in der Familie oder so was?
    „Meine Eltern waren total entzückt und steckten mich in einen Förderkurs nach dem anderen. Sie erwarteten nur das Beste von mir. Ich war unter ständigen Druck und ich wusste nicht wie ich damit umgehen sollte. Ich wollte rebelliere und mein einziger Ausweg schien zu sein,... na ja... ich wurde mit dir schwanger. Meine Eltern waren total enttäuscht von mir und wollten mit mir nichts mehr zu tun haben. Ich heiratete deinen Vater und musste mir mein ganzes Leben noch einmal von neuem Aufbauen. Obwohl meine finanzielle Situation alles andere als rosig ist, bereue ich es nicht. Deswegen will ich dir so was nicht auch noch zumuten. Intelligenz bringt einen nämlich gar nichts, wenn man nicht glücklich ist.“
    Den Rest der Fahrt schwiegen wir.

    - Fortsetzung folgt –



    Re: C-Girl

    jana - 11.10.2009, 22:27


    Teil 4

    Nachdem mir meine Mutter verkündigt hatte, dass sie mich in dieses Internat schicken würde war ich wütend aus der Wohnung gestürmt und in den Park gerannt.
    Ich saß auf einen Backstein und streckte meine Füße aus. Ein paar Meter weiter weg, stand eine Gruppe von Jugendlichen, die gerade damit beschäftigt waren sich am Helligen Tage anzutrinken. Ich hatte Große Lust mitzumachen, aber ich kannte so gut wie alle von der Gruppe und konnte keinen von ihnen leiden, deswegen tat ich es nicht.
    Ich war so wütend. Ich wäre am Liebsten noch einmal mit einem Auto gegen einen Baum gefahren oder so was.
    Ansonsten war ich keine besonders gewalttätige Person, wie zum Beispiel Jaqueline. Sie prügelte sich andauernd mit irgendwelchen anderen Mädchen. So was tat ich nicht, aber auf einmal hatte ich auch große Lust jemanden zu schlagen.
    „Hey Junge,“ weckte mich plötzlich eine Stimme aus meinen Gedanken.
    Ich blickte hoch und sah in Freds Gesicht. Fred war der ältere Bruder von Jaqueline. Er setzte sich zu mir.
    „Was ist los, Junge?“ Junge, so nannten mich all meine Freunde. Weil ich mich angeblich wie ein Junge benahm und mich auch nie besonders feminin anzog.
    „Nichts,“ sagte ich und sah seufzend zu meinen gefakten Chucks.
    „Jaqueline hat mir erzählt was gestern passiert ist. Ich bin überrascht dich nicht mit lauter blauen Flecken vorzufinden.“ Er grinste.
    Beim Anblick seines Lächelns wurde ich rot und sah schnell wieder zu meinen Schuhen. Okay, ich gab es zu...Ich stand voll auf Fred. Er sah nicht gerade umwerfend aus, sein Lächelnd aber dafür umso mehr. Aber ich hatte sowieso keine Chance. Denn na ja...mein Spitzname war Junge. Musste ich noch mehr sagen? Ich wurde nie wirklich als Mädchen wahrgenommen. Obwohl ich Jungs schon irgendwie als Jungs wahrnahm.
    Aber ehrlich, ich hatte noch nicht mal einen geküsst und ich war schon Sechzehn. Das wurde doch langsam peinlich.
    Obwohl, Jaqueline hatte mir erzählt, dass ich mal total besoffen mit irgendeinen Typen auf einer Party rumgeknutscht hätte. Aber daran konnte ich mich gar nicht mal erinnern und unabhängig von diesem Zwischenfall, ob er nun wahr war oder nicht, hatte kein Junge mehr für mich Interesse gezeigt. Was man ihnen auch nicht verübeln konnte.
    „Mir wäre es lieber, wenn meine Mutter mich verprügelt hätte,“ sagte ich.
    „Wieso?“
    „Na ja, sie hat beschlossen mich auf ein Internat zu schicken.“
    „Ach du Scheiße,“ sagte Fred fassungslos. „Kann sie sich das überhaupt leisten?“
    „Es ist ein Internat für Schwererziehbare,“ log ich. Mir war es irgendwie zu peinlich ihm zu sagen, dass ich angeblich ein Genie war- mehr oder weniger.
    „Das ist ganz schön hart,“ sagte er. Er streckte mir eine Flasche hin. „Bier?“
    Ich nahm dankend entgegen.
    Ein kühler Wind wehte. Der Geruch von Hundescheiße lag in der Luft. Ich beobachtete die besoffenen Jugendlichen, sah auf die Betonklötze in denen auch ich wohnte. Ein Obdachloser war gerade dabei in einer Mülltonne zu wühlen.
    „Ich werde das hier voll vermissen,“ sagte ich und nahm einen großen Schluck.
    „Du kommst ja wieder,“ sagte Fred.

    -Kapitel 1 Ende-



    Re: C-Girl

    Angi90 - 13.10.2009, 19:30


    das wird ja richtig interessant! =)

    klingt wirklich so, als wäre sie nicht gerade das traumkind!

    naja, aber zieht sie sich nur als junge an, weil es einfach ihr stil ist oder fühlt sie sich den auch eher als junge?
    obwohl, wenn sie ja in fred verliebt ist, wahrscheinlich eher nicht!

    naja, cih finde es cool! =)

    bin gespannt wie es weiter geht! =)

    lg



    Re: C-Girl

    jana - 13.10.2009, 19:38


    Angi90 hat folgendes geschrieben:

    klingt wirklich so, als wäre sie nicht gerade das traumkind!

    naja, aber zieht sie sich nur als junge an, weil es einfach ihr stil ist oder fühlt sie sich den auch eher als junge?
    obwohl, wenn sie ja in fred verliebt ist, wahrscheinlich eher nicht!

    lg

    Danke für den Kommi :)
    Sie fühlt sich schon als Mädchen, nur nicht als ein sehr mädchenhaftes Mädchen, würd ich sagen. :wink:



    Re: C-Girl

    Angi90 - 13.10.2009, 20:06


    jana hat folgendes geschrieben: Angi90 hat folgendes geschrieben:

    klingt wirklich so, als wäre sie nicht gerade das traumkind!

    naja, aber zieht sie sich nur als junge an, weil es einfach ihr stil ist oder fühlt sie sich den auch eher als junge?
    obwohl, wenn sie ja in fred verliebt ist, wahrscheinlich eher nicht!

    lg

    Danke für den Kommi :)
    Sie fühlt sich schon als Mädchen, nur nicht als ein sehr mädchenhaftes Mädchen, würd ich sagen. :wink:

    okee! =)
    dann hat sie etwas ähnlichkeit mir mir! ;-)
    nur dass ich wahrscheinlich nie so extrem war und jetzt auch weiblicher geworden bin!
    obwohl ich in vielen dingen denke wie ein junge! xD

    hoffe es geht bald weiter! =)

    lg



    Re: C-Girl

    Ticktackgirl - 13.10.2009, 20:34


    hey, die geschichte klingt cool...
    bin scho gespannt wie´s weitergeht!!!



    Re: C-Girl

    noname - 14.10.2009, 18:13


    Interessante geschichte, super schreibstil! ;)



    Re: C-Girl

    jana - 14.10.2009, 20:07


    Danke für die Kommis.
    Hier noch ein kleiner Teil. Hab noch nicht viel weitergeschrieben.

    2.Kapitel

    Drei Wochen später saß ich am frühesten Morgen am Frühstücktisch und hatte das Gefühl, gleich auf meine Cornflakes kotzen zu müssen. So nervös war ich.
    Noch nie war ich in meinen Leben so früh auf gewesen. Normaler Weise schlief ich immer bis mindestens Mittag. Doch diese Nacht hatte ich überhaupt keinen Schlaf gefunden. Letzte Nacht hatten meine Freunde eine Abschiedsparty für mich geschmissen. Doch ich war nicht lange geblieben, weil es mir so miserabel ging.
    So ging es mir schon seit einer Woche. Ich hatte die ganze Zeit vor dem heutigen Tag Schiss gehabt und nun war er eingetroffen.
    Heute würde ich auf diese Internat gehen.
    Ich hatte keine Ahnung was mich dort erwarten würde und ich vermisste mein Zuhause jetzt schon. Ich hatte die letzten drei Wochen darüber nachgedacht, wie ich mich davor drücken könnte, doch mir war nichts Richtiges eingefallen.
    Meine Mutter kam in die Küche, in einem löchrigen Morgenmantel und warf mir einen abschätzigen Blick zu. Sie goss sich Instantkaffee auf.
    Ich hatte die letzten Wochen kein Wort mit ihr gewechselt, was ihr scheinbar ziemlich egal gewesen war.
    „Hast du überhaupt schon gepackt?“ fragte sie mich.
    Ich gab ihr trotzig keine Antwort, aber mir fiel ein, dass ich wirklich noch nicht gepackt hatte. Aber das würde ich mir nicht anmerken lassen. Sonst würde ich ja wie der letzte Trottel rüberkommen.
    „Du weißt, dass du in einer halben Stunde los musst.“
    Ich sprang auf und rannte in mein Zimmer.
    „Vergiss nicht genug Unterhosen einzupacken,“ rief sie mir belustigt nach.
    Hastig haute ich meine ganzen Klamotten in meinen Koffer. Ich überlegte mir ob ich meine Bong und mein restliches Hasch mitnehmen sollte. Ich wusste ja nicht ob ich dort etwas bekommen würde.
    Vorsichtshalber packte ich es ein.
    „Das würde ich nicht machen.“
    Ich drehte mich um und sah meine Mutter angelehnt bei der Tür stehen.
    „Die machen dort Drogentests,“ sagte sie.
    „Was?!“ rief ich fassungslos und brach damit mein wochenlanges Schweigen.
    „Ein Grund mehr, warum du dahin gehen solltest,“ sagte sie und verschwand aus der Tür.
    Ich blieb sprachlos sitzen. Wie sollte ich das nur überleben?
    Schließlich fuhr unser Nachbar mich zum Bahnhof. Das Auto meines Stiefvaters war ja kaputt.
    Mein Stiefvater war schon in der Arbeit und meine kleine Schwester in der Schule. Nur meine Mutter verabschiedete sich von mir.
    Ich wollte kein Wort mit ihr reden doch so kurz vorm Abschied kamen mir die Tränen.
    „Ach, Schätzchen,“ sagte sie und nahm mich in den Arm, „Du weißt, dass es wichtig ist für dich.“
    Dann stieg ich ins Auto und winkte meiner Mutter zu, die langsam als kleiner Punkt in der Ferne verschwand.



    Re: C-Girl

    Ticktackgirl - 14.10.2009, 20:16


    wow, du machsts aba spannend xDDDD
    weiter!!!!! gefällt mir voll gut



    Re: C-Girl

    jana - 15.10.2009, 13:14


    Nach einer Fünfstündigen Zugfahrt war ich endlich angekommen. Ich hatte versucht während der Fahrt zu schlafen, doch es hatte mir einfach nicht gelingen wollen.
    Total übermüdet stieg ich aus dem Zug und fühlte mich Scheiße, sah vermutlich auch so aus.
    Ich war die Einzige die ausstieg. Ich kam mir vor als wär ich mitten im Nirgendwo. Außer dem Bahnhofsgebäude sah ich nur laute Hügel und jede Menge Bäume.
    Ein übergewichtiger Mann saß auf einer auf einer Bank und war grad dabei ein Sandwich zu verdrücken.
    Als er mich sah, stand er hastig auf und fragte mich mit vollem Mund: „Mufft du nach Gwaffenstein?“
    Ich nickte und er brachte mich zu einem kleinen Minivan.
    Wir stiegen ein.
    Als wir fuhren, sah ich aus dem Fenster und beobachtete die an mir vorbeirauschende Gegend. In was für einen Kaff war ich denn hier gelandet?
    „Und wo ist hier die Innenstadt? Gibt’s überhaupt eine?“ fragte ich.
    „Ne,“ antwortete der Mann, „Die nächste Stadt ist weit entfernt. Kommst du nur mit dem Auto oder dem Zug hin.“
    Ich seufzte. Na toll.
    Nach Zehn Minuten kamen wir an. Das Internat sah ein bisschen so aus wie eine Burg. Auf jeden Fall sah es so aus, als wäre es schon einige Hundert Jahre alt.
    Der Mann holte meinen Koffer aus dem Auto und stellte ihn vor mir auf den Boden.
    „Dann wünsch ich dir noch ein schönes Schuljahr,“ sagte er und fuhr weiter.
    Ich blieb etwas unbeholfen zurück. Ich sah mich weiter um.
    Die Schule war von einem Efeu überwachsene Mauer umgeben. Ich stand vor einem zierlich geformten Eisentor. Ich zog an daran, doch es war zugesperrt. Dann sah ich, dass sich an der Seite eine Sprechanlage befand. Ich drückte auf einen Knopf.
    Wenig später ertönte eine Stimme: „Ja bitte, wie kann ich Ihnen behilflich sein?“
    „Ähm,“ ich wusste nicht ganz was ich sagen sollte. „...Ich bin...die Neue.“
    „Wie heißen Sie?“
    „Catherine Schüller.“
    Ein surrender Ton erklang und das Tor öffnete sich von alleine.
    „Herzlich willkommen auf der Lehranstalt Grafenstein. Bitte melden sie sich als aller erstes beim Direktor.“
    Ich durchschritt etwas perplex das Tor und fand mich in einer wunderschönen Gartenlage wieder. Ich war sprachlos.
    Der weiße Kies knirschte unter meinen Füßen als ich mich dem Schulgebäude näherte. Außer mir war niemand anderes zu sehen. Na ja, es war gerade ein Uhr. Wahrscheinlich war noch Unterricht.
    Ich betrat das Gebäude und fand mich in einem riesigen und ziemlich langen Gang wieder. Der Boden schien aus Marmor zu sein und die Decke bestand aus einem schön verzierten Deckengewölbe. Was war da hier? Eine Schule oder ein Palast?
    Auf den Wänden hangen lauter Bilder von Schülern, die gerade mit irgendetwas ausgezeichnet wurden. Es gab meterlange Schaukästen, voll von irgendwelchen Pokalen.
    Wo war ich hier nur gelandet? Alles war so noble und edel. Ich kam mir sofort fehl am Platz vor.
    Plötzlich öffnete sich eine Tür und zwei Mädchen in meinem Alter kamen raus.
    Sie trugen beide einen blau-weiß karierten Rock, dazu knielange graue Strümpfe und ein graues Jackett auf dem das Schulwappen darauf gestickt war.
    Ich stoppte sie.
    „Ähm, Entschuldigung,“ sagte ich. „Könnt ihr mir sagen wie ich zum Direktor komm?“
    Sie schienen etwas überrascht und wechselten schwer zu deutende Blicke.
    „Dritter Stock,“ sagte die Eine. Sie beäugten mich vom Fuß bis Kopf, lächelten dann etwas verschmitzt und gingen kichernd weiter.
    Ich betrachtete meine Klamotten. Ich trug eine Armyhose und ein graues Sweatshirt und dazu meine herabgekommenen Chucks. Jap, ich passte hier nicht sonderlich hinein. Und der Gedanke daran, dass ich in Kürze auch diese Schuluniform mit diesen kurzen Röcken tragen musste gefiel mir noch viel weniger.
    Ich machte mich auf in den 3.Stock, was ziemlich schwer war weil ich meinen Koffer mitschleppen musste. Völlig außer Atem kam ich oben an. Es dauerte eine Weile bis ich die richtige Tür gefunden hatte. Ich klopfte an.
    „Herein!“ kam eine Stimme von innen.
    Ich öffnete die Tür.
    „Tag,“ sagte ich und trat ein.
    Ein Mann so um die Fünfzig saß hinter einem riesigen Tisch.
    „Du bist Catherine Schüller, nehme ich mal an?“
    Ich nickte.
    „Keine Antwort zu geben ist unhöflich,“ sagte er.
    Ich sah ihn etwas verwirrt an, dann antwortete ich mit „Ja, Ich bin Catherine Schüller.“
    „Bitte, setzt dich,“ sagte er und zeigte auf einen ledernen Stuhl vor seinem Schreibtisch.
    Ich nahm Platz.
    „Deine Mutter hat mir gesagt, du wärst etwas schwierig. Stimmt das?“
    Sollte ich jetzt etwa eine Antwort darauf geben?
    „Keine Ahnung,“ sagte ich.
    „Gut, dann möchte ich dir einmal etwas sagen, Catherine. Du bist hier auf einer Elite-Schule. Hier gehen nur die Besten der Besten hin. Wir erwarten das volle Engagement von unseren Schülern. Die absolute Disziplin. Wir wissen schon, dass du klug bist, aber das alleine reicht nicht. Wir wollen sehen wie du dich anstrengst, damit du hier bleibst. Ein volles Stipendium ist nicht selbstverständlich. Es gibt genug andere Schüler, die sich gegenseitig umbringen würden nur um diesen Platz zu bekommen. Hast du das verstanden?“
    Am liebsten hätte ich ihn angebrüllt: „Dieses Stipendium ist mir scheißegal!“ Aber ich war viel zu eingeschüchtert. Deswegen nickte ich nur.
    „Keine Antwort zu geben ist...“
    „Ja!“ sagte ich etwas genervt, dann fügte ich kleinlaut, „...Herr Direktor“ hinzu.
    „Oh. Ich hab mich noch gar nicht richtig vorgestellt,“ stellte er fest. „Ich bin Professor Apolin. Der Direktor dieser Schule. Willkommen auf Grafenstein.“
    Ich lächelte gequält.
    Plötzlich klopfte es wieder an der Tür.
    „Herein,“ sagte Apolin.
    Die Tür öffnete sich und ein Mädchen mit schwarzem Lockenkopf und südländischen Teint steckte ihren Kopf herein.
    „Oh Naomi. Bitte komm rein.“
    Sie trat ein und schloss die Tür hinter sich. Sie sah aus wie ein Model aus einer Modezeitschrift. Sie hatte superlange Beine und war dazu noch superdünn. Trotzdem hatte sie eine ziemlich beachtliche Oberweite. Ich fragte mich ob die Dinger echt waren.
    „Das ist Naomi Rotolo. Sie ist die Schulsprecherin. Sie wird für dich zuständig sein und dir alles erklären. Soviel ich weiß, seid ihr auch im selben Zimmer.“
    „Hallo,“ sagte sie lächelnd. „Freut mich dich kennen zu lernen.“
    Ich erzwang mir ebenfalls ein Lächeln und folgte ihr.
    „Ich bring dich erstmal in unser Zimmer. Meine bisherige Mitbewohnerin musste leider die Schule verlassen, deswegen ist jetzt ein Bett frei.“
    Ich fragte mich ob ihre freundliche Art gespielt oder echt war.
    „Und du heißt Catherine, ja?“ fragte sie und sprach meinen Namen wie im Englischen aus.
    „Man sagt ‚Katherine’. Deutsch aussprechen. Man schreibt mich nur mit ‚C’“ sagte ich.
    „Wie so das denn? Katherine ist sowieso kein besonders deutscher Name.“
    „Frag meine Mutter. Ich weiß nicht warum sie mich so genannt hat.“
    Schließlich waren wir in unserem Zimmer angekommen.
    Und es war riesig. Doppelt so groß wie mein Zimmer zu Hause. An jeder Seite des Zimmers standen ein Bett und ein Kasten. Naomis Seite war voll gepflastert mit Plakaten und sonstigen Zeugs. Meine Seite wiederum war komplett kahl.
    Naomi ließ sich auf ihr Bett fallen. Meins war noch nicht bezogen.
    „Bettbezug ist im Kasten,“ sagte sie.
    Ich öffnete meinen Kasten und holte den Bettbezug heraus. Im Kasten hang auch meine Schuluniform.
    „Oh,“ Naomi sprang auf. „Wie wär’s wenn ich dein Bett beziehe und du ziehst derweil die Uniform an. Ich will sehen wie du darin aussiehst.“
    „Ok,“ sagte ich wenig begeistert. Ich reichte ihr des Bettzeugs und holte die Uniform heraus.
    Nachdem ich sie mir angezogen hatte Naomi immer noch nicht das Bett bezogen. Sie kämpfte gerade mit den Bettlaken.
    „Wow,“ sagte sie, als sie mich sah. „Sieht gut aus. Jetzt siehst du auch aus wie ein Mädchen.“
    Ich stellte mich vor den Spiegel auf Naomis Seite und betrachtete mich.
    Ich kam mir vollkommen fremd vor. Ich glaube ich hatte bis jetzt noch nie einen Rock angehabt. Meine Beine kamen mir darin ziemlich fett vor.
    „Sieht wirklich gut aus,“ sagte Naomi. Sie stellte sich hinter mich und zog meinen Rock etwas hoch.
    „So tragen das alles hier. Eine bestimmte Länge wird zwar vorgeschrieben, aber die nutzen wir vollends aus.“
    Beschämt zog ich meinen Rock wieder nach unten. „Ich mag, dass so besser.“
    Naomi grinste. Sie setzte sich wieder auf ihr Bett und betrachtete ihren Rock.
    „Ich liebe diese Schuluniformen,“ sagte sie. „Wenn man darin mit ’nem Typen rummacht, kommt man sich irgendwie vor wie ein unartiges kleines Schulmädchen aus ’nem Pornofilm oder so. Kann man schöne Rollenspiele machen.“
    Ich wusste irgendwie nicht was ich darauf erwidern sollte. „Hab noch keine Erfahrungen damit gemacht.“
    „Oh glaub mir, dass wirst du bald,“ winkte sie ab. „Du bist süß. Die Jungs stehen bestimmt haufenweise auf dich. Ich kann dir auch sagen, bei welchen es sich lohnt und bei welchen nicht. Ich hatte schon mit den meisten Jungs auf dieser Schule was.“
    Als sie meinen Blick sah, erwiderte sie: „Hey, ich hab nie gesagt, dass ich auf mein Wissen stolz bin.“
    „Und du bist Schulsprecherin?“ rutschte es mir heraus.
    Sie grinste. „Und jetzt frag dich mal, woher ich all meine Stimmen hab. Das nennt man Promotion.“
    Ich schüttelte fassungslos den Kopf. Dieses Mädchen erinnerte mich irgendwie an Jaqueline. Jaqueline hatte auch dauernd etwas mit irgendwelchen Jungs gehabt. Ich hatte immer den Verdacht gehabt, dass sie einfach nach irgendeiner Art von Anerkennung gestrebt hatte.
    Auf einmal kam mir Naomi nicht mehr so fremd vor.
    Ich sah auf mein immer noch unbezogenes Bett.
    „Weißt du nicht wie man ein Bett bezieht?“
    „Nee, dass macht normalerweise das Zimmermädchen.“
    „Wir haben ein Zimmermädchen?“ fragte ich überrascht.
    „Klar, wer soll den sonst sauber machen?“
    „Ähm...“ Ich wusste nicht was ich sagen sollte.
    „By the way,“ sagte Naomi. „Du bist ja angeblich so klug? Stimmt das?“
    „Angeblich,“ bestätigte ich. „Aber wie der Direktor es ausgedrückt hat, sieht es so aus als wärd ihr alle ziemlich klug.“
    Naomi lachte. „Also ne, wirklich nicht. Hör nicht auf den Spinner. Dem interessiert nur das Ansehen seiner Schule. Klar, haben wir ein paar ziemlich kluge Leute, aber eigentlich braucht man nur eins um hier Reinzukommen.“
    „Und das wäre?“
    „Geld! Die nehmen hier jeden auf, solange die Eltern nur reich genug sind.“
    Na toll. Da war ich anscheinend auf einer Schule gelandet, die voll von reichen verzogenen Kiddies war. Da passte ich ja umwerfend rein.
    Naomi sprang voller Übereifer auf.
    „Komm, ich zeig dir die Schule.“



    Re: C-Girl

    mari - 15.10.2009, 17:09


    wow das verspricht ja echt spannend zu werden
    dein Schreibstil gefällt mir
    am Anfang war noch ein bisschen mehr lockerer oder so ähnlich, aber das hat sich jetzt etwas verflüchtigt, aber das finde ich nicht so schlimm, eigentlich gut sogar^^
    schreib bitte weiter ich bin schon gespannt



    Re: C-Girl

    Ticktackgirl - 15.10.2009, 19:19


    hey cool, erst alles so streng und verwirrend und dann so eine schulsprecherin....echt cool



    Re: C-Girl

    Angi90 - 16.10.2009, 18:56


    ist ja echt cool!
    scheint ja nicht wirklich so zu sein, wie es von aussen aussieht!
    ob der direktor weiss, was eigentlich in der schule so alles abgeht?

    naja, wird auf jedenfall spannend werden! =)

    lg



    Re: C-Girl

    noname - 17.10.2009, 10:36


    Suuuuper ! :top:



    Re: C-Girl

    berry_milkshake - 23.10.2009, 22:40


    schön geschrieben, du hast gute ideen
    schreib bitte bald weiter :]]



    Re: C-Girl

    mari - 24.11.2009, 18:01


    Hallo???
    Bist du noch da???
    Schreib bitte mal weiter



    Re: C-Girl

    jana - 24.11.2009, 22:38


    Ich schreib ja weiter. Aber ich weiß zurezit noch nicht ganz wie es jetzt weiter gehen soll.
    Ihr müsst noch ein bisschen Geduld haben :wink:



    Re: C-Girl

    Angi90 - 25.11.2009, 23:06


    Zitat: Jetzt siehst du auch aus wie ein Mädchen.

    i-wie kommt mir dieser satz bekannt vor, fällt mir gerade auf! xD
    das hat die chefin von meiinem chef mal zu mir gesagt! xD
    sie hat mich bis dahin nur in meinem überkleid gsehen (ich bin ja automechanikerin) und an der ausstellung war ich halt etwas weiblicher angezogen!
    naja, da hat sie diesen satz gebracht!
    ich habe gemeint ich hör nicht recht! xD
    naja, aber dieser frau mangelt es eh an taktgefühlt! naja!

    sorry, fürs spamen! xD

    aber würde mich freuen, wenn du mal wieder weiter schreiben würdest!
    verstehe es aber auch, wenn du im moment keine ideen hast! kenn ich nur zu gut! xD

    lg



    Re: C-Girl

    mari - 26.11.2009, 19:03


    aso
    versteh ich
    na dann las dir noch ein bisschen Zeit^^



    Re: C-Girl

    Ticktackgirl - 30.11.2009, 17:16


    ja, kann ich nur zu gut verstehn dass ma keine ideen mehr hat
    lass dir zeit xDDd



    Re: C-Girl

    jana - 12.01.2010, 18:54


    Sie führte mich in der ganzen Schule herum.
    Ich musste sagen, ich war ziemlich beeindruckt oder eingeschüchtert, kam drauf an wie man es sah.
    Es war wirklich alles gigantisch hier.
    Schließlich beendete Naomi ihre Führung.
    „Ich hab jetzt leider noch Nachmittagsunterricht. Der dauert bis zum Abendessen. Das fängt um 18 Uhr an. Du weißt ja jetzt wo die Cafeteria ist. Treffen wir uns dort, ja?“
    Ich nickte: „Ok.“
    Als ich alleine war schlenderte ich eine Weile durch die verlassenen Hallen der Schule.
    Dann beschloss ich meine Mutter anzurufen, bis ich bemerkte, dass ich mein Handy zu Hause vergessen hatte. Scheiße.
    Da musste ich mir noch etwas einfallen lassen.
    Schließlich packte ich erstmal meinen Koffer aus. Doch dann hatte ich noch Zwei Stunden bis zum Abendessen zu vertreiben.
    Also wanderte ich noch einmal durch die Schule. Die meisten hatte noch Unterricht also herrschte im ganzen Gebäude komplette Stille.
    Schließlich blieb ich vor einer Glastür stehen, über der „Bibliothek“ stand. Ich ging einfach mal hinein.
    Die Bibliothek war ein Saal, der freundlich durch die großen Fenster mit Sonnenlicht beschienen wurde.
    Gigantische Bücherregale reihten sich aneinander und es gab mehrere gemütliche Leseecken.
    Ich wusste nicht wieso, aber mir wurde sofort klar, dass da hier ab sofort mein Lieblingsort sein würde.
    Fasziniert strich ich mit meiner Hand über eine Reihe von sehr alt aussehenden Buchbänden.
    Ich erinnerte mich, dass ich früher sehr gerne gelesen hatte. Doch dann irgendwie als ich mich mit Jaqueline und ihren Freunden angefreundet hatte schien es irgendwie uncool zu sein.
    Ich zog ein Buch heraus und setzte mich in einen der ledernen Couchsessel.
    Ich begann zu lesen. Ich war total in das Buch vertieft bis mir auf einmal auffiel, dass es schon fast Sechs war.
    Ich klappte das Buch zu und stellte es zurück.
    Dann machte ich mich auf zur Cafeteria. Das Problem war nur: Ich hatte keine Ahnung mehr, wo die Cafeteria war.
    Naomi hatte mir zwar den Weg gezeigt, aber irgendwie hatte ich mich verlaufen.
    Nach einigen Suchen fand ich sie schließlich doch.
    Die Cafeteria war schon brechend voll. So gut wie jeder Tisch war besetzt. Das gute war, die meisten Leute schienen schon etwas zum Essen geholt zu haben. Deswegen standen nicht mehr so viele beim Büfett an.
    Es gab eine ziemlich große Auswahl, aber es schien alles gesund zu sein.
    Ich nahm mir einfach eine Portion Gemüselasagna oder so was ähnliches und einen Orangensaft. Ich hatte sowieso nicht besonders viel Hunger.
    Die ganze Zeit hielt ich Ausschau nach Naomi, doch ich konnte sie nirgendwo entdecken.
    Ich nahm mein Tablett und bannte meinen Weg durch die ganzen Vollbesetzteen Tische. Doch Naomi war immer noch nicht in Sicht.
    Schließlich kam ich zu einem Tisch, der als Einziger freistand. Ich ließ mich dort nieder.
    Ich merkte wie Leute von den Nachbartischen zu mir herüber sahen und anfingen miteinander zu tuscheln. War es weil ich die Neue war?
    „Catherine!“ hörte ich auf einmal jemanden hinter mir rufen.
    Ich drehte mich um und sah Naomi ein paar Tische weiter weg mir zu winken.
    „Komm hier her!“ rief sie, fast bettelnd.
    Ich wollte gerade aufstehen, aber plötzlich fragte mich jemand: „Wer bist du?“
    Ich blickte überrascht hoch und sah eine Gruppe von Jugendlichen die vor mir standen. Es waren zwei Jungs und zwei Mädchen um genauer zu sein. Und sie sahen alle ziemlich gut aus.
    Das Mädchen das mich angesprochen hatte, sah Naomi ein wenig ähnlich.
    Ein dunkelblonder Junge hatte seinen Arm um ihre Hüfte geschlungen. Der andere Junge, hatte dunkelbraune Haare und hielt Händchen mit einer Blauäugigen Blondine.
    Vor allem die Jungs waren beide * gut aussehend und ich kam mir immer dreckig vor in der Gegenwart von irgendwelchen gut aussehenden Typen.
    „Du sitzt auf unseren Platz,“ sagte die Brünette unhöflich. Sie spießte mich mit ihren Blick auf. Keine Ahnung was sie hatte.
    „Stand kein Name drauf,“ sagte ich achselzuckend.
    „Ist doch egal, Melissa,“ sagte der Braunhaarige Typ grinsend. „Warum sollte sie nicht bei uns sitzen?“
    Schließlich setzte sich die Gruppe dazu. Ich fühlte mich ziemlich unwohl, aber ich blieb sitzen, nur um diese blöde Tussi zu ärgern.
    Ich bemerkte, wie die meisten Nachbartische uns schweigend beobachten.
    Was war los? War ich am Mafiatisch gelandet oder was?
    „Du bist die Neue?“ fragte der Braunhaarige.
    „Ja.“
    „Ich bin übrigens Sebastian.“
    „Catherine,“ sagte ich.
    „Sehr erfreut,“ grinste Sebastian. Melissa starte mich weiterhin an als wäre ich das Grauen persönlich, die Blonde tat es ihr gleich und der andere Typ stocherte gelangweilt in seinem Essen herum.
    „Von welcher Schule kommst du?“
    „Keine besondere Schule. Du würdest sie nicht kennen,“ antwortete ich.
    „Und wieso bist du dann auf diese besondere Schule gekommen?“ fragte schließlich Melissa, mit einem feindseligen Unterton.
    „Weil sie eben so besonders ist,“ sagte ich genervt.
    „Gefällt es dir wenigsten hier?“
    „Geht so.“
    „Also nicht?“
    „Keine Ahnung. Ich bin noch nicht lange hier.“
    „Ich mag deine Haare,“ sagte sie schließlich spöttisch, „Sie sind so...wild.“
    Ja ich wusste selber wie meine Haare aussahen. Ich hatte in der Früh vergessen mich zu frisieren und hatte es im Laufe des Tages auch nicht nach geholt.
    Aber diese Tussi ging mir langsam ziemlich auf die Nerven.
    „Danke,“ sagte ich gequält und nahm einen Bissen von meinem Essen.
    Wir aßen eine Weile schweigend. Es herrschte eine ziemliche Spannung.
    Und die Leute um uns herum hörten nicht auf uns anzuglotzen. Als würden sie auf etwas warten.
    „Was arbeiten deine Eltern?“ wollte Melissa schließlich wissen.
    Ich zögerte eine Weile, dann sagte ich: „Mein Stiefvater arbeitet beim Schlüsseldienst.“
    Melissa fing fast an zu lachen. „Ihm gehört ein Schlüsseldienst?“
    „Nein, er arbeitet nur dort.“
    Melissa tauschte belustigte Blicke mit ihrer blonden Freundin.
    „Und deine Mutter?“
    „Sie arbeitet zurzeit nicht.“
    „Lass mich raten...Arbeitslos?“
    „Ja, Glückwunsch, Schätzchen,“ sagte ich höhnisch, „Wenn man nicht arbeitet, ist man meistens arbeitslos. Du hast es erraten. Du musst sehr stolz auf deine Kombinationsfähigkeiten seien.“
    Sie funkelte mich an. „Aber ist sie es freiwillig?“
    „Gehören diese Fragen wirklich zu dem normalen Einführungsverfahren, oder hab ich da was verpasst?“
    „Nein, ich versuche nur Smalltalk mit dir zu führen. Das ist nur höflich.“
    „Aso, da hab ich wohl deine Absichten missverstanden.“
    „Ich weiß ja nicht, was man dir Zuhause beigebracht hat. Aber an dieser Schule wird Höflichkeit groß geschrieben. So etwas, wie Respektlosigkeit dulden wir hier nicht. Unhöflich ist es zum Beispiel, sich an Tische von fremden Personen zu setzten und diese zu belästigen,“ zischte sie mich an.
    Ihre Augen durchbohrten mich wie 2 brennende Pfeile. Ich musste ehrlich zugeben, dass sie mir Angst machte. Doch ich lachte nur kurz auf.
    „Also, darum geht es. Du hast das mit dem Tisch noch nicht verkraftet. Dieser Tisch muss dir ja * viel bedeuten. Etwas armselig, wenn du mich fragst.“
    Melissa beugte sich zu mir vor und zischte mich mit unterdrückter Stimme an: „Hör mir zu, Schlampe. Ich lass mich bestimmt nicht von irgendeiner, asozialen Sozialempfängerin verarschen. Ich weiß, du bist neu. Aber du solltest schleunigst anfangen, hier deinen Platz zu suchen. Und der ist bestimmt nicht hier. Eher weiter unten. Vielleicht unter meiner Schuhsole.“
    Für einen Moment blieb ich nur fassungslos sitzen. Hatte mich diese Tussi gerade wirklich als „Schlampe“ betitelt?
    „Und achja,“ sagte Melissa, auf einmal ganz freundlich. Sie hob ihre Stimme, so dass sie jeder um uns herum hören konnte. „Und wo du schon dabei bist zu gehen,... Vergiss dein Essen nicht!“
    Sie nahm mein Tablett, schleuderte es herum, sodass die Gemüselasagne direkt auf meinen Schoss klatschte und der Orangensaft sich über meinen Körper ergoss.
    Melissa grinste mich voller Genugtuung an. Die Blondine lachte schrill auf und auch Sebastian schien sich das Lachen nicht verkneifen zu können. Nur der andere Typ stocherte immer noch gelangweilt in seinem Essen herum, ohne auch nur einmal hoch zu blicken.
    Fast der ganze Speisesaal fing an zu kichern. Einige standen sogar auf um besser sehen zu können, was passiert war.
    Ich saß nur da und konnte mich für einen Augenblick nicht rühren.
    Ich spürte, wie mir die Hitze ins Gesicht stieg.
    Ich stand auf und putzte mir mit einer Serviette, etwas unbeholfen, das Essen von meinem Schoss. Ich starrte in Melissas lachendes Gesicht, und in diesem Moment hatte ich wirklich Lust ihr sehr, sehr grausame Dinge an zu tun.
    Doch stattdessen nahm ich ihr Mineralwasser. Ich öffnete den Verschluss und hob die Flasche über Melissas Kopf. Sie zuckte zusammen, als ich die Flasche leicht kippe.
    Im Saal war es schlagartig still. Es schien so als würden alle den Atmen anhalten. Als wüssten sie jetzt ganz genau wissen was kommen würde.
    Doch ich tat es nicht.
    Ich ließ die Flasche wieder sinken.
    Melissa starrte mich fassungslos an.
    Ich beugte mich zu ihr hinunter. „Hör mir zu , Sch...ätzchen. Ich mag vielleicht irgendeine, asozialen Sozialempfängerin sein. Aber das heißt noch lange nicht, dass ich mich so von irgendeiner, snobistischen Tussi verarschen lassen muss. Ich weiß, du bist hier schon länger als ich. Aber ich weiß nicht was du in deinem Rich-Kid-Wonderland-Zuhause beigebracht bekommen hast. Auf jeden Fall solltest du schleunigst anfangen deine Tischmanieren etwas aufzufrischen. Vielleicht hat es dir noch niemand gesagt, aber Höflichkeit wird an dieser Schule groß geschrieben. Unhöflich ist es zum Beispiel Leute mit Essen zu beschmeißen. Es zeugt nicht nur von einen unterentwickelten Schlagfertigkeit, sondern ist auch ein Zeichen mangelnden Respekts. Und du weißt, Respektlosigkeit wird hier nicht geduldet. Also wenn du dich gerne mit mir anlegen möchtest, Schätzchen, kannst du es gerne tun!“
    Ich nahm einen Schluck von ihrem Mineralwasser. Ich bebte immer noch am ganzen Körper. Doch ich versuchte ruhig zu bleiben. Nicht meine Beherrschung zu verlieren.
    Ich sah in das verhasste Gesicht von Melissa.
    Sie sah mich kurz noch ganz verdattert an, dann öffnete sie den Mund, als ob sie etwas sagen wollte.
    „D-du...“ brachte sie noch hervor. Dann: PLATSCH!
    Ich starrte fassungslos auf meine zitternde Hand, welche die leere Mineralwasserflasche hielt. Dann wanderte mein Blick auf Melissas klatschnasse Haare.
    „Ups,“ sagte ich etwas überrascht.
    Es war wie ein Reflex gewesen und schon hatte sich meine Hand selbstständig gemacht.
    Melissa quietschte kurz auf.
    Ich weiß nicht was für eine Reaktion ich von den anderen erwartet hatte, aber auch jeden Fall IRGENDEINE war es schon gewesen.
    Doch alle glotzten mich nur sprachlos an. Sogar der dunkel-blonde Typ, der die ganze Zeit in seinem Essen rumgestochert hatte, blickte mich an.
    Unsere Blicke trafen sich kurz. Ich konnte seinen Gesichtsausdruck nicht wirklich deuten, aber es brachte mich irgendwie vollkommen durcheinander.
    Ich wandte mich schnell wieder Melissa zu.
    „Tut mir Leid,“ sagte. „Mir ist irgendwie, die Hand ausgerutscht...“
    Ich wurde immer noch von allen angestarrt.
    Schließlich hielt ich es nicht mehr aus. Ich war gerade dabei zu gehen, als mir jemand zurief: „Hey!“
    Ich drehte mich noch mal um. Meine Augen trafen sich wieder mit denen des dunkel-blonden Typen.
    „Wie ist dein Name noch einmal?“
    Ich sah, wie Melissa ihm einen schockierten Blick zuwarf.
    Als ich ihn ansah konnte ich wieder nicht richtig denken.
    „C-c-c-c-c...“ stammelte ich.
    „C-c-c-c-c...“, grinste er. „Interessanter Name.“
    Ich drehte mich, ohne ein weiteres Wort zu verlieren, um und verließ den Speisesaal. Ich konnte spüren, wie sich die Blicke der anderen in meinen Rücken bohrten.

    Ich war gerade dabei mich von meiner schmutzigen Kleidung zu trennen als Naomi in das Zimmer gestürmt kam.
    „Bist du wahnsinnig geworden?!“ schrie sie mich fassungslos an.
    „Also ehrlich,“ sagte ich und kämpfte damit, meinen Sweater über den Kopf zu ziehen. „Ihr tickt ja nicht mehr alle ganz richtig auf dieser Schule.“
    „Weißt du er das war?“ fragte mich Naomi, fast schon hysterisch.
    „Ich glaub, sie hieß Melissa,“ sagte ich.
    „Weißt du wer Melissa ist?“
    „Eine blöde Tussi?“
    „Nein, Melissa ist...,ach, Catherine. Setzt dich mal.“
    Ich ließ mich auf mein Bett plumpsen. Naomi nahm neben mir Platzt und seufzte.
    „Catherine...das hättest du nicht tun sollen.“
    „Ich weiß, das Mineralwasser war dafür zu Schade.“
    „Nein, Catherine...dieser Tisch an den du dich gesetzt hast, war ein Big No-No. Verstehst du? Verbotenes Gebiet.“
    „Wieso? Warum veranstalten alle so ein großes Tam-Tam wegen diesem Tisch. Es ist doch nur ein Tisch, * noch mal!“
    „Es geht nicht um den Tisch, sondern um die Leute die dort sitzen.“
    „Ja, genau! Wer waren diese Typen überhaupt? Spielen sich auf wie sonst wer,“ sagte ich empört.
    Naomi seufzte laut auf. „Okay, Catherine. Lass mich es dir erklären. An dieser Schule gibt es so etwas wie eine Hierarchie unter den Schülern. Es gibt welche, die ganz oben stehen und welche die ganz unten sind, das gemeine Fußvolk sozusagen. Und Melissa und die Anderen, die an diesem Tisch gesessen sind eindeutig die Jenigen die ganz oben in der Nahrungskette stehen. Verstehst du was ich damit sagen will?“
    „Dass ihr sie wirklich nicht mehr alle habt?“ Ich lachte kurz auf. „Diese ganze Schule ist doch vollkommen bekloppt!“
    „Das kann schon sein. Aber verstehst du es nicht,“ sagte Naomi ernst. „ Melissa kann dir das Leben zur Hölle machen, wenn sie will.“
    „Vor der Tussi hab ich keine Angst,“ sagte ich und winkte ab. Doch ich war mir gar nicht mehr so sicher, ob ich überhaupt die Wahrheit sagte. Ich war inzwischen schon ziemlich verunsichert.
    „Aber hey. Kannst du mich nicht in Schutz nehmen? Ich mein, du bist doch die Schulsprecherin.“
    „Keine Chance. Nicht einmal ich hab bei denen was zu sagen. Das ist eine ganz andere Liga.“
    „Und was macht Melissa so besonders, dass jeder solche Angst vor ihr hat?“
    „Also erstens, sind ihre Eltern * reich...“
    „Oh, das war ja klar...“
    „Zweitens ist sie mit Simon zusammen.“
    „Simon?“
    „Der dunkelblonde Junge. Er ist sozusagen der „König“ hier. Er hat sogar mehr Autorität als all die Lehrer.“
    „Und warum das?“
    Naomi wollte gerade antworten, doch ich unterbrach sie. „Lass mich raten, seine Eltern sind * reich...“
    Naomi nickte. „So läuft das hier nun mal.“
    Ich seufzte tief aus. Ich war erst seit ein paar Stunden hier und steckte schon ziemlich tief im Dreck. So etwas musste ja kommen.
    Plötzlich prustete Naomi los. „Ich kann nicht fassen, dass du Melissa Wasser über den Kopf geschüttet hast. Hahaha! Ich hoffe, dass hat irgendjemand mit seinem Handy aufgenommen.“
    Ich musste auch etwas grinsen.
    „Hey, gerade hast du mir noch ganz ernst gesagt, wie am Arsch ich bin.“
    Naomi hörte sofort auf zu lachen.
    „Das habe ich auch ernst gemeint. Du bist so was von tot. Aber,...“ sie fing wieder an zu schmunzeln. „Das war es Wert!“



    Re: C-Girl

    Angi90 - 13.01.2010, 20:52


    juhu, mal wieder ein teil! =) *freu*

    das erste abendessen und schon so tief in der sch***! xD
    aber sie hat echt mut bewiesen! =)
    geschieht dieser melissa nur recht, mal so was zu erleben! ;-)

    ich bin mal gespannt, wie eine gute freundin naomie wird! aus ihr werde ich nicht so schlau!

    aber ich wette, simon findet caterine viel interessanter als melissa! =)
    hoffe es geht bald weiter! =)

    lg



    Re: C-Girl

    jesusfreak - 18.01.2010, 20:18


    hey jana,

    mir gefällt deine geschichte sehr gut!! ich würde mich freuen, wenn du bald weiterschreibst. sie ist herrlich zu lesen und sehr unterhaltsam. gut gemacht!!!

    god bless

    ps: ich glaub ich würd mich beim trennen von weiß- und buntwäsche auch schwer tun ... *gg*



    Re: C-Girl

    mari - 06.03.2010, 17:33


    oh man die story is echt voll der hammer
    schreib bitte schnell weiter
    ich finde ihre reaktion echt cool (und lustig)
    finde es aber auch gut das du einen einblick in ihre Ängste gegeben hast



    Re: C-Girl

    Maiki_ - 09.02.2011, 19:02


    ich weiß, das topic ist altz.. aber kannst du bitte bitteb bitte schnell weiterschreiben? :)



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