Bonny

Neosporose-Forum
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    Re: Bonny

    JoJo - 10.10.2009, 11:29

    Bonny
    Hallo liebe Forum-Mitglieder,

    ersteinmal vielen Dank, dass es so ein tolles Forum gibt und ihr die Möglichkeit bietet, die eigene Geschichte vorzustellen. Unserer Bonny (5) geht es - im Verhältnis zu den anderen, furchtbaren Geschichten hier - recht gut. Dennoch würde ich mich freuen, wenn ihr mir einen Ratschlag gebt.

    Bonny, eine Leishmaniose Hündin aus Barcelona, ist vor eineinhalb Jahren zu uns gekommen. Sie bekommt Allopurinol und damit haben wir die LM ganz gut im Griff. Seitdem sie bei uns ist, hat sie jedoch in unreglmäßigen Abständen folgendes Problem: Sie fängt relativ plötzlich an zu zittern und ist sehr schmerzempfindlich. Sie fiept dann beim Hochnehmen und auch wenn sie aufs Sofa springt. Das Zittern ist häufig mit Durchfall verbunden und kann manchmal nur einen halben Tag, manchmal aber auch drei Tage andauern. Dabei ist sie ziemlich lethargisch, will nicht viel laufen und hat nur wenig Appetit. Dieser Zustand ist bis jetzt alle zwei bis drei Monate aufgetreten, häufig nach Stresssituationen, wie etwa längere Autofahrten. Wir haben ihr dann immer Novalgin gegeben und damit ging es dann wieder weg.

    Wegen dieser Zustände haben wir bereits mehrere Tierärzte gewechselt und sind nun bei einer Fachtierarztpraxis für innere Medizin in Köln gelandet. Diese hat nun zum einen Ammoniumuratsteine in Bonnys Niere und Blase endeckt und zum anderen, dass sie Neosporose hat - und zwar einen Titer von 1:1600! Der TA meinte, es wäre ein Wunder, dass sie nicht lahmen würde oder ähnliches. Tatsächlich geht es ihr bis auf diese Zitter-Phasen wirklich gut. Sie hat noch nie gelahmt oder Probleme beim Aufstehen oder neurologische Ausfallerscheinungen gehabt.

    Der TA will sie natürlich mit Antibiotikum behandeln. Bonny verträgt jedoch absolut kein Antibiotikum. Wir haben sie mal damit behandelt, als Giardien in ihrem Kot festgestellt wurden und wir dachten, dass die für ihren Durchfall verantwortlich sind. Danach wurde sie dann erst richtig krank.

    Jetzt zu meiner Frage: Muss diese Antibiotika-Gabe bei ihren Symptomen wirklich sein? Oder können wir erstmal darauf verzichten und einfach nur versuchen, ihr Immunsystem zu stärken. Die letzte Zitter/Schmerzphase ist nun wieder zwei Monate her. Ihr geht es ziemlich gut und sie tobt draußen wie ein Welpe.

    Ich würde mich sehr über Ratschläge oder Antworten freuen!
    Liebe Grüße
    Johanna mit Bonny



    Re: Bonny

    Gaby K. - 10.10.2009, 17:41


    Hallo Johanna,

    als erstes mal ein herzliches Willkommen hier bei uns im Forum.
    Klasse, dass deine Hündin ihre Symptome "nur" sehr selten aufweist,
    ABER ich würde dir ganz ganz dringend raten, eine Antibiotikatherapie zu machen. Sieh es als Chance, dass es noch nicht zu mehr Symptomen gekommen ist, obwohl ich sie doch schon recht heftig ansehe. Bedenke auch, dass der Titer sehr hoch ist. Oft liegt er nur bei 200 und es muss mächtig mit Antibiose reingeklotzt werden. Du kannst wirklich froh sein, dass der TA so handeln möchte. Wenn er jetzt noch die ausreichende Dosierung geben würde, ich glaube, dann bekommt er von mir einen Orden, denn das schafft kaum ein TA. Naja, unsere TÄ hat es auch hinbekommen. Aber ich habe mir hier schon die Finger rot und heiss getippt, um auf die Besitzer einzureden, dass es nix nutzt, wenn es zu niedrig dosiert ist. Allein, dass der TA die Krankheit erkannt hat, DAS ist schon wirklich Spitze. Nun noch einmal zu den Symptomen, du meinst außer der Zitterei hätte sie nichts. DOCH sie hat dann Schmerzen, denn Novalgin ist ein reines Schmerzmittel und wenn es davon besser wird, dann fiept die Maus, weil sie eben arge Schmerzen hat. Also, es ist doch schon etwas heftiger als du vielleicht vermutest.

    Die Neosporose ist eine sehr tückische Krankheit, einige sagen auch, sie ist ein Äffchen unter den Krankheiten, weil sie viele Symptome nachahmt und dadurch kommt man erst sehr spät darauf, sie zu erkennen und dann eben richtig und ausreichend zu behandeln. Bei der Neosporose hast du auch nicht viele Möglichkeiten mit den Antibiotika. Es MUSS auf jedenfall das Clindamycin gegeben werden und möglichst das Daraprim dazu in Kombination. und das in Clindamycin muss in ausreichender Dosierung und Dauer verordnet werden. Wie schwer ist deine Fellnase denn?

    Ich versuch es dir mal zu erklären WARUM das so wichtig ist. Denk mal an einen Patienten, der an HIV erkrankt ist. Er hat einen positiven Titer, jedoch ist die Krankheit noch nicht ausgebrochen. Trotzdem wird er ganz intensiv behandelt, damit man die Viren möglichst niedrig halten kann und sie nicht ihr Unwesen treiben können. Klar ist es auch da wichtig, dass das Immunsystem "bei Laune" gehalten wird. Wird er nicht behandelt, bricht die Krankheit aus und endet dann fast immer tödlich. Sicherlich sind sie da in der Forschung auch schon viel weiter, aber ohne Therapie sind die Chancen gleich NULL.

    Viele von uns geben oder haben es gegeben, das Actimel. Eine Hundebesitzerin aus dem Forum teilte uns jedoch mit, dass es Blödsinn sein, doch auch da denke ich, Schaden kann es nichts. Es wirkt sich auf jedenfall positiv auf den Darm aus. Frisst deine Hündin gut? Wie fütterst du? Barfen ist z.B. für das Immunsystem hervorragend. Genau aus diesem Grunde bin ich bei unserer Hündin auch dazu gekommen.

    Bei deiner Maus kommt ja nun noch erschwerend hinzu, dass sie Leishm. hat und somit eh eine vom Immunsystem geschwächte Hündin ist und sie aus eigener Kraft die Erreger nicht beherrschen würde. Wenn die Symptome dann irgendwann noch schlimmer werden, dann ist die Gefahr sehr groß, dass es schwere Komplikationen gibt oder eben auch zu Schlimmeren kommt. Ich will dir auf keinen Fall Angst machen, aber denke bitte nicht, sie hat nur ab und zu diese Symptome und damit ist es nicht so schlimm. Unsere Hündin hatte ab und zu epileptische Anfälle und wurde auch behandelt. Ich würde es als grosse Chance sehen, dass nun das Kind einen Namen hat und man wirklich gut therapieren kann.

    Wenn Du Fragen hast, wir haben hier alle ein offenes Ohr und zum großen Teil auch leider viel Erfahrungen gesammelt, schreib sie wild hier ins Forum. Du wirst sicherlich von einem von uns oder von mehreren Antwort bekommen. Wenn sich nicht sofort noch jemand anderes meldet, es war im Moment recht ruhig bei uns, dann aber nicht verzagen, sie sind alle sehr hilfsbereit.

    Am Günstigsten ist, wenn du dann für deine Maus einen eigenen Thread aufmachst.



    Re: Bonny

    Apollonia - 11.10.2009, 09:48


    Hallo Johanna :freude:
    Schön, daß du uns gefunden hast :ja: !
    Gabi hat schon Recht. Ich würde ebenfalls eine Antibiotikatherapie machen. Du hast einen guten Arzt gefunden - er wird wissen wie man auf evtl Probleme reagiert und handeln. Wenn du nichts tust, werden die Neospora bei einem lädiertem Immunsystem vermutlich irgendwann Probleme machen und einen Schaden anrichten, der nicht wirklich vollständig wieder behoben werden kann!
    Meine Ayla quietscht auch heute noch - zwar selten, aber doch ab und zu und bekommt dann auch ein Schmerzmittel. Ihr Aufstehschaden ist geblieben - weil Teile von Muskeln oder Nerven zerstört wurden.
    Aber sonst geht es uns gut! Ayla ist ein Schlittenhund und ist gestern 12 km mit mir mit dem Rad durch die Pampas!
    :freude: Daumendrück und LG Evi :freude:



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