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Re: who do you think you are?
Cecilia Marshall - 09.10.2009, 17:22who do you think you are?
WHO? finn sparks & cecilia marshall
WHERE?in an empty classroom
WHEN? one year ago
Re: who do you think you are?
Finn Sparks - 09.10.2009, 19:42
Die eiligen Schritte des Ravenclaws hallten durch den menschenleeren Korridor, keine Menschenseele war zu sehen. Die meisten seiner Mitschüler befanden sich an diesem Regentag in ihren Gemeinschaftsräumen, wärmten sich am Feuer oder kümmerten sich um ihre Hausaufgaben. Finn allerdings hatte was anderes vor, wie so oft. Er hielt wenig davon seine Zeit mit Hausaufgaben zu verschwenden und heute war ihm sowieso wichtigeres dazwischen gekommen. Wieder einmal hatte er versucht seine Freundin Cynthia zu trösten, was ihm allerdings weniger gelungen war, wenn man bedachte dass er eigentlich weniger gut in solchen Sachen war. Er verstand Mädchen nicht, das war ihm schon immer klar gewesen, aber warum Cynthia sich weiterhin so schlecht von ihrer Kusine behandeln ließ, war ihm ein weiteres, unlösbares Rätsel. Die Slytherin war wohl einfach ein zu herzensguter Mensch um zu erkennen was für ein falsches Spiel ihre hinterhältige Kusine Cecilia mit ihr trieb. Wie oft hatte er schon mit ihr darüber gesprochen und versucht ihr die Augen zu öffnen? Doch immer und immer wieder, verfiel sie in ihr altes Muster zurück und himmelte die falsche Schlange weiter an, konnte ein Mensch wirklich so blind sein?
„Zeit die Sache zu ändern.“ Murmelte der blonde Junge verärgert vor sich hin, er hatte es satt. Dieser Cecilia musste er endlich einmal seine Meinung sagen, sie hatte es verdient.
Normalerweise hielt sich Finn ja aus den Streitereien von anderen heraus, wenn es ihn nicht wirklich etwas anging, doch nun hatte er bereits lange genug angesehen. Die Lippen hatte er zu einem schmalen Strich zusammengepresst, die Fäuste steckten in den Hosentaschen. In seinem Kopf schwirrten bereits lauter Sätze herum, Sätze die er Cecilia bereits seit längerem sagen wollte, der Ärger in ihm wuchs bei jeder Erinnerung von einer weinenden Cynthia.
Er bog um eine Ecke, sein Ziel war nicht mehr weit der Klassensaal, in dem er sich mit ihr traf, lag genau vor ihm und die Tür stand sperrangelweit offen. Bevor er einen weiteren hastigen Schritt weiterging, warf er einen Blick auf seine Armbanduhr, die ihm sogleich verriet, dass er zu spät war. Es war üblich für ihn und doch hatte er sich heute extra beeilt, um vielleicht sogar vor der Slytherin aufzutauchen. Seine rechte Hand glitt Prüfung zu seiner unteren Hosentasche, die seinen Zauberstab enthielt, er hoffte ihn nicht benutzen zu müssen aber Vorsicht war besser.
Finn betrat das Klassenzimmer und versuchte sich noch etwas zu entspannen, auch wenn ihm die Wut wahrscheinlich im Gesicht anzusehen war. Wie erwartet fand er dort bereits die blonde Slytherin vor und instinktiv verschränkte der Ravenclaw die ärme vor seiner Brust. „Cecilia.“ Ungewollt schwang in seiner Stimme bereits ein reservierter Tonfall mit. „Ich würde ja sagen, dass mich deine Anwesenheit sehr erfreut aber wir beide wissen, das wäre gelogen. Da ich mich nicht gern mit diesen Formalitäten abgebe, kommen wir doch gleich zur Sache, das wäre sicher auch in deinem Sinne nicht?“ Eigentlich hatte er vorgehabt, ein wenig anders anzufangen aber gut, so würde es auch irgendwie gehen. Außerdem mochten sich die beiden nicht, da hatte sie sicher nichts anderes von ihm erwartet, er auch nicht von ihr. Dennoch rechnete er es ihr an, dass sie überhaupt gekommen war. „Ich will mit dir über Cynthia reden, weißt du, das Mädchen das dich anhimmelt und das du dauernd wie Dreck behandelst?“ Der Vorwurf in seiner Stimme war kaum mehr zu überhören und auch seine Haltung verriet, dass er wütend war.
Re: who do you think you are?
Cecilia Marshall - 10.10.2009, 11:26
FINN SPARKS & CECILIA MARSHALL
Ein wenig aufgewühlt war Cecilia heute aus dem Gemeinschaftsraum abgedampft, nach einem neuerlichen Streit mit ihrer Cousine.
Endlos war sie draußen herumspaziert, in der Nähe des Verbotenen Waldes. Der Wald hatte etwas an sich, dass zog einem förmlich zu ihm hin. Und genauso dachten wohl auch die meisten Schüler, sonst würden nicht so viele von dem Hausmeister dabei erwischt werden, wie sie in eben diesem hineinmarschierten.
Cee hatte kurz mit dem Gedanken gespielt in die Große Halle zu gehen und sie etwas zu essen zu holen, ihn aber schnell wieder verworfen. Dort würde nur Cynthia am Tisch sitzen und Nathan, und das waren gerade die Menschen die sie überhaupt nicht ertragen konnte zu sehen.
Traurig ließ sich Cecilia auf eine Bank nieder und zog in einer unsicheren Geste die Beine an. Unwillig strich sie sich die Tränen aus dem Gesicht, sie war es Leid zu weinen.
Die Blonde hob den Kopf und starrte blicklos auf den See, der sich in einer gewissen Entfernung vor ihr erstreckte. Sie hatte keine Ahnung was sie tun sollte und auch nicht was genau geschehen war. Die hübsche Slytherin wusste nur, dass das Geschehene ihren Selbstvertrauen einen gehörigen Knacks gegeben hatte und sie auch verletzt hatte, wie sonst noch nie etwas.
Sie hatte Nathan vertraut, genaugenommen hatte sie auch Cynthia vertraut. Ihre Cousine mochte ihr vielleicht nicht unbedingt sympathisch sein und sie hielt Cynthia in gewisser Weise auch für eine dumme Gans, aber vertraut hatte sie ihr doch. Cee war es gewöhnt, dass sie Cynthia verletzte und nicht umgekehrt. Wie also konnte es passieren, dass alles nun so war wie es war?
Leise rannen die Tränen der jungen Frau hinunter und sie war zu sehr in ihre Gedanken versunken, als dass sie sie noch bemerken würde. Doch plötzlich stahl sich ein kleines, trauriges Lächeln auf ihre Lippen. Vanity! In solchen Zeiten zeigte sich doch, wer wirklich mit einem befreundet war und auf wen man wirklich vertrauen konnte. Vanity hatte Cecilia an ihrer Schulter weinen lassen, bis sie zu erschöpft war dazu. Sie hatte ihr zugehört, ihr zugestimmt und immer das Richtige zu sagen gehabt.
Was Cecilia ihrer besten Freundin aber am allerhöchsten anrechnete war, dass sie sie trotz allem noch respektierte. Vanity und der Rest der Welt war es gewöhnt, sie als die Starke zu sehen der man nichts anhaben konnte aber selbst Cee entglitten manchmal die Zügel.
Überrascht und ein wenig erschrocken war sie an diesem Nachmittag aus ihrem Gedanken geholt worden, als eine Eule neben ihr landete. Cee hatte keine Ahnung von wem sie war, sie war ihr unbekannt. Noch überraschter sah sie allerdings aus, als sie erkannte von wem sie war.
Finn Sparks, bester Freund ihrer Cousine wollte mit reden!
Lustlos, aber dennoch neugierig was er ihr zu sagen hatte, hatte sie sich nach endlosen hin und her doch entschieden zu erscheinen. Finn hatte er ihr ein Klassenzimmer genannt was zu der Zeit anscheinend leer sein sollte und Cee machte sie auf den Weg.
Die Blonde wusste, dass es nichts gutes zu hören gab. Sie wusste, dass er sie mochte und er wusste, dass sie ihn nicht mochte. Es konnte nur ein Thema geben, worüber die beiden reden könnten und das war genau das Thema, dass die Slytherin niemals wieder hören wollte- Cynthia!
Verärgert registrierte Cecilia, dass er noch nicht hier war und sie somit die Erste war. Wenn hier einer das Recht hatte zu spät zu kommen, dann war es sie- sie war die Bessere!
Nach außen hin, aber seelenruhig holte sie einen kleinen Taschenspiegel aus ihrer Handtasche und gleich darauf einen Lippenstift. Sie hörte wie die Tür aufschlug und ahnte eher als das sie es sah, dass Finn den Raum betreten hatte. Unbekümmert fing sie an ihre Lippen nachzuziehen und legte mit ungewohnter Sorgfalt den Spiegel und den Lippenstift wieder in ihre Tasche zurück. Sie nahm sich extra Zeit, um ihn zu zeigen wie unwichtig er doch war.
Er hatte in der Zwischenzeit schon angefangen zu spechen und man hörte deutlich die gegenseitige Abneigung heraus. "Finn." begrüßte Cee den jungen Mann nun ihrerseits, legte aber Wert darauf, dass ihr Tonfall so süß war wie eh und je.
"Natürlich, schließlich habe ich bessere Sachen zu tun als mich mit dir zu treffen." entgegnete sie und behielt den Tonfall von vorhin bei mit einem charmanten Lächeln. Hätte man weniger auf ihre Worte gehört, hätte man die beleidigung nicht mitbekommen. Unauffällig versuchte sie sich ein wenig über die Wangen zu wischen um sicherzugehen, dass man keine Tränenspuren mehr sah. Das lettze was sie wollte war, dass Finn Anzeichen von Schwäche an ihr sah.
Mit bewusst großen und naiven Kinderaugen sah Cee Finn an. "Ach, die Cynthia meinst du." sagte sie so unschuldig wie möglich und sah ihn aber mit zornigen Augen an. Eigentlich wäre es wirklich ihr Zug gewesen Vorwürfe zu machen, immerhin war sie diejenige die hintergangen worden war. Ob er das wusste? Sie hoffte nicht, es wäre mehr als peinlich für sie wenn Finn Sparks wüsste, dass Cecilia Marshall von ihrem eigenem Freund mit ihrer Cousine betrogen worden war.
Anstatt ihm das zu sagen, hielt sie Fassade aufrecht und entgegnete nur gleichgültig. "Was hab ich denn nun schon wieder schreckliches getan?"
Re: who do you think you are?
Finn Sparks - 15.10.2009, 19:40
Kaum hatte Finn das Klassenzimmer betreten, wäre er auch schon lieber wieder gegangen. Er konnte damit leben, wenn jemand in Slytherin war, das war kein Problem immerhin hatte jeder seine guten Seiten. Er kam mit Menschen aus, die eingebildet waren, selbst eine seine besten Freundinnen Georgina war ab und an etwas eingebildet. Wenn eine Person eher ‚böse‘ war, war es auch kein größeres Thema für ihn, ja Finn tolerierte viele verschiedene Charaktere. Aber an einem Punkt war Schluss und zwar, wenn man einen seiner Freunde, vor allem noch einen seiner besten Freunde, fertigmachte. Diese Grenze hatte Cecilia schon lange überschritten.
Sie war gerade dabei ihr Makeup aufzufrischen, er zog verärgert eine Augenbraue hoch. Musste sie extra noch ihr kleines Spielchen abziehen um ihm zu zeigen, wie uninteressant sie das alles fand? Sie konnte von Glück reden, dass er kein aggressiver Mensch war, sonst wäre ihr dämlicher Taschenspiegel bereits auf dem Boden.
Ihr zuckersüßer Ton ließ den jungen Mann genervt die Augen verdrehen. Was hatte er sich nur dabei gedacht, sich mit ihr zu treffen? „Da du endlich fertig bist, deinen schrecklichen Charakter hinter einer hübschen Maske zu verstecken, können wir auch endlich zum Punkt kommen.“ Der Ravenclaw lächelte ebenso freundlich zurück, wie sie es tat, gut, er passte sich ihr an auch wenn ihm das Ganze bereits zu blöd war. Cecilia war das beste Beispiel dafür, warum Slytherins so einen schlechten Ruf hatten, klar sie war schön, das musste er zugeben, aber das war‘s auch schon mit den positiven Dingen an ihr, die er aufzählen konnte.
Im Geiste atmete der Halbschwede ein paar Mal durch, er nahm sich vor, so lange wie möglich seine Ruhe zu bewahren auch wenn es ihm bereits jetzt schwer fiel. „Ach ja? Zum Beispiel anderen das Leben schwer machen?“ erwiderte er grinsend und ging zu einer der Holzbänken um sich dagegenzulehnen. Gut, er hatte nicht vorgehabt sich mit ihr zu streiten, auch wenn das wahrscheinlich unvermeidlich war, aber diese arrogante Tour von ihr entlockte ihm immer wieder die ein oder andere Bemerkung. Der Ravenclaw hob die Hände und hielt sie sich vor die Brust. „Halt, ich will es lieber nicht wissen.“ Beeilte er sich zu sagen und grinste sie weiterhin abwertend an. Eine Hand umklammerte die braune Holzbank, als sie ihn unschuldig ansah. „Du hast echt Nerven.“ Brummte er und schüttelte den Kopf. „Sie ist deine Kusine verdammt, wie kann man nur so herzlos sein?“ Obwohl er sauer war und auch seine Tonlage lauter geworden war, stoppte er verwundert, als er sah, wie Cecilia ihn mit zornigen Augen während ihrer Unschuldsnummer ansah. Er hatte erwartet, dass sie ihr Spiel etwas länger weiter spielen würde, doch ihr wütender Ausdruck passte nicht zu dem Rest ihrer Maske. Für einige Sekunden war er misstrauisch und stoppte, sie langsam musternd. Ihm fiel nichts Außergewöhnliches auf, nichts was anders war als sonst. Mit viel Fantasie konnte man eventuell sagen, dass sie aussah, als ob sie einige Tränen vergossen hätte, doch diese Idee verwarf der Junge gleich wieder. Warum sollte sie auch weinen? Sie hatte alles, was sie wollte. „Das weisst du wohl besser als ich.“ Es nervte ihn, aber dieses Mal hatte Cynthia nur geweint, sie hatte ihm nicht erzählt warum. „Ich hab aus ihrem Wörterwirrwar nur Cecilia verstanden und naja, irgendwie hatte ich bereits den Verdacht, dass du sie wieder einmal bloßgestellt hast. Frag nicht wie ich darauf gekommen bin, nach den unzähligen vorigen Malen hatte ich eine leise Ahnung.“ Finn schnaubte, die Hände löste er langsam von der Holzbank. „Mal ehrlich, was geht in deinem Kopf vor? Wie kannst du ihr nur immer wieder sowas antun? Das arme Mädchen ist total fertig wegen dir und doch liebt sie dich!“ Finn schüttelte energisch den Kopf. „Frag mich nicht warum, aber leider tut sie dies immer noch auch wenn ich ihr bereits x-Mal gesagt habe, sie sollte sich am Besten von ihrer falschen Kusine fernhalten.“ Immer noch schaute er die Slytherin an, sein Blick zeigte seine Wut und Abscheu, ja er hasste es wie sie mit seiner besten Freundin umging, die er ihr gegenüber Verspürte. „Nach euer gemeinsamen Vergangenheit…“ Oder sollte er sagen nach Cynthias Schicksalsschlag? „… müsste sie eigentlich wie eine Schwester für dich sein, hast du wirklich einfach nur ein eiskaltes Herz oder gar keins, oder was geht in deinem Kopf vor?“ Er verstand es einfach nicht. Wie konnte man nur so mit Familienmitgliedern umgehen?
Re: who do you think you are?
Cecilia Marshall - 23.10.2009, 13:00
FINN SPARKS & CECILIA MARSHALL
Belustigt und mit einem kleinen, zufriedenen Lächeln regestrierte sie, dass ihre Provokation erfolgreich war. Die verärgert hochgezogenen Augenbraue Finns brachte sie zum Schmunzeln und fügte ein kleines bisschen dazu bei, dasss sich ihre Laune langsam hob.
Cecilia war gut darin Sachen zu verstecken und mehr oder weniger sich selbst zu hintergehen, was sie eben in genau diesem Moment auch tat. Sie wollte nicht an Nathan denken, sie tat es nicht. Sie wollte nicht an ihren Schmerz denken, sie unterließ es. Ihre verdammte Cousine konnte sie nicht aus ihren Gedankengängen streichen, da Finn es gerade unmöglich machte. Wenn man es genau nahm, hasste sie ihn dafür noch ein Stück mehr. Wie konnte er eigentlich nur? Woführ hielt er sich denn?
Für ihren Vater? Was gab ihm das Recht, ihr zu sagen was sie falsch machte? Eigentlich tat er nichts Anderes als zu zeigen was er nicht für ein toller Mensch und Freund war und sie das eiskalte Biest.
So sehr sie sich darüber aufregen konnte, dass er sie "maßregelte" wie ein kleines Kind, machte es ihr keine Probleme zu wissen für was er sie hielt. Gewissermaßen hatte er Recht, sie war herzlos. Meistens. Manchmal.
Selbst vor sich selbst wollte Cee nicht zugeben wie verletzlich sie war und wie verletzend sie Finns Aussagen eigentlich fand. Normalerweise interessierte sie sich schon für Gefühle anderer, sofern sie diese mochte. Aber sie mochte Cynthia nicht. Wieso also an der eigenen Perfektion zweifeln...
Vollkommen verwirrt von ihrern eigenen Gedanken, schloss sie kurz die Augen um einen Zipfel ihres flüchtenen Selbstbewusstsein wieder zu erhaschen. Als sie die schönen grauen Augen wieder öffnete, blitze nur der unverhohlene Zorn aus ihnen.
Wiederholt sagte sie sich, dass sie alles richtig machte- wie immer!
Gelassen sah sie ihn an. Wollte er sie provozieren oder verletzen? Beides funktionierte mit letzterer Bemerkung jedenfalls nicht. "Ach, du gibst also zu, dass du mich attraktiv findest. Tja, Pech ich habe absolut kein Interesse an dir." meinte sie nur boshaft und ließ abfällige Blicke über Finn wandern. Sie war es gewohnt aus jeder Bemerkung, sei sie auch noch so abwertend gegen ihre Person gerichtet, ein Kompliment herauszufiltern.
"Richtig." bestätigte sie seine Bemerkung, wieso auch nicht? Ehrlichkeit war eine Eigenschaft die man ihr zuschrieb und die würde auch durch Finns Präsenz nicht untergraben werden. "Allerdings hatte ich heute eher vor einen attraktiven jungen Mann mit meiner Anwesenheit zu beglücken." grinste sie und dachte im selben Moment daran, dass sie dieses Date wieder absagen würde. Sie hatte absolut keine Lust sich mit einem Jungen zu treffen, sie waren doch alle nur so verlogen wie Nathan.
"Herzlos?" wiederholte sie geistesabwesend und starrte blicklos aus dem Fenster während sie sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht zupfte. "Weißt du, soweit würde ich nicht gehen. Kaltherzig vielleicht, aber nicht herzlos. Es gibt durchaus Menschen die ich respektiere und gern habe, leider gehört meine Cousine nicht zu letzterer Sorte." sagte sie und entdeckte erst jetzt wie wahr diese einfach dahingeworfenen Worte doch waren. Allerdings hatte sich Cynthia auch nie darum bemüht Cee's respekt zu bekommen, immer wieder hatte sie sich als Fußabtreter behandeln lassen.
Bei seinen nächsten Worten konnte Cecilia nicht anders als ihrer Wut und ihrem Schmerz freien lauf zu lassen. "Sie liebt mich? Ach ja? Ach ja? Das bezweifle ich aber wirklich sehr, tut mir Leid, aber das kann ich dir absolut nicht mehr glauben. Sie hat keine Scheu mich zu hintergehen und alles zu tun um mich zu verletzen und egal was ich ihr jemals "angetan" habe, laut dir, zu so etwas war ich bis jetzt noch nicht im Stande! Ich bin falsch, ja? Dann sieh doch mal die liebe, süße Cynthia an und sag mir noch einmal ich wäre falsch und herzlos." platzte ihr der Kragen und sie schrie Finn unkontrolliert an. Es passte sogar nicht zu ihr, dass sie ihre kühle Distanziertheit mit so vielen Emotionen vertauschte und es war nur ein weiterer Hinweis darauf wie aufgewühlt sie war. Schwer atmend vor lauter Wut blickte sie zur Zimmerdecke hinauf und versuchte ein paar Tränen wegzublinzeln. Sie wusste nicht einmal ob es Zornestränen waren oder nicht. Tränen waren in letzter Zeit nur so oft am Fließen, aber diese Blöße wollte sie sich vor Finn nicht auch noch geben. Oh nein, schlimm genug das er nicht nur Zeuge sondern auch Objekt ihres Wutausbruches gewesen war.
Re: who do you think you are?
Finn Sparks - 03.11.2009, 20:20
FINN SPARKS && CECILIA MARSHALL
Zu seinem Missfallen, schien ihm sein ärger wirklich deutlich im Gesicht geschrieben zu sein, denn ansonsten würde die Slytherin wohl kaum so zufrieden vor sich hinlächeln. Seine Augen richteten sich auf die Mauer, die hinter Cecilia lag und er versuchte sich wieder darauf zu konzentrieren, dass er wegen Cynthia hier war, ganz allein für sie. Er glaubte nicht sonderlich daran, dass er wohl Erfolg mit seinem Vorhaben und dem Einreden auf Cecilia haben würde, aber vielleicht gab es ja irgendwo tief in der Blondine ein Stück das nicht vollkommen boshaft war. Dieses Stück wollte er versuchen herauszupicken und sie zum Besseren bewegen.
Innerlich schüttelte er den Kopf über sich selbst, was machte er sich da vor?
Während er sprach, ja ihr dauernd Vorwürfe machte die sie ohne Zweifel verdient hatte, behielt er sie wieder in den Augen und gestikulierte ab und zu wild mit den Händen, als ob er das Gesagte unterstreichen wollte. Es wurmte den Schweden, Cecilia saß ihm einfach nur gegenüber und blickte ihn dumm an. Für einen kurzen Moment dachte er, sie wäre in ihrer eigenen Welt und würde ihm gar nicht zuhören, da sie weiterhin entspannt blieb als ob er gar nicht existieren würde. Oder wusste sie einfach nichts zu sagen, weil sie wusste, dass er insgeheim Recht hatte?
Finn öffnete bereits wieder den Mund, um sich zu vergewissern, dass sie verstand was er sagte, da schloss sie kurz die Augen und genervt verdrehte er die Augen. „Anstrengend!“ murmelte er vor sich hin und lies die Hände in seine Jeanstaschen wandern. Nun gut, er würde solange warten, bis er eine Antwort kriegen würde, basta!
Als sie ihm endlich antwortete, wünschte er sich fast, sie hätte es nicht getan. Doch er grinste sie nur hämisch an, ihre Blicke ignorierend. Das war er längst von ihr gewohnt, da sollte sie sich mal was anderes einfallen lassen. „Cecilia, du solltest besser zuhören und nicht einfach nur das hören, was du hören willst. Ich habe das Wort ‚attraktiv‘ nicht benutzt, lediglich ‚hübsch‘. Aber hübsch sein ist nichts besonderes, wenn dein Charakter nicht zum aushalten ist. ‚Attraktiv‘ sind Mädchen wie deine Cousine, so jemanden wie sie wollen Jungs wirklich.“ Entgegnete der junge Mann. „Und keine Sorge, das Desinteresse beruht auf Gegenseitigkeit!“ Das bisschen, das er von ihrer Persönlichkeit reichte ihm aus um diesen Schluss zu ziehen, mit ihr könnte er sicher nie zusammen sein. Einfach unvorstellbar, mal von ihrem Verhalten gegenüber Cynthia abgesehen.
„Der arme Kerl.“ Erwiderte der Ravenclaw mit einem breiten Grinsen. „Er kennt dich nicht hab ich Recht?“ Ohne es zu bemerken verfiel Finn in sein altes Muster zurück Cecilia bissige Bemerkungen an den Kopf werfen anstatt wie er es vorgehabt hatte, nur über seine beste Freundin zu reden.
„Herzlos?“ Cecilia hatte wieder diesen ausdruckslosen Blick als sie ihn widerholte und blickte zum Fenster heraus. Wieder kam es dem Jungen vor, als ob sie ihn total ausgeblendet hätte und nickte nur kurz, wobei er sich sicher war, dass sie dies sowieso nicht bemerkte. Ja, wahrscheinlich könnte er hier nackt herumlaufen und trotzdem würde sie weiter ihren Gedanken nachhängen.
Der Blonde neigte den Kopf etwas schief, während er das Mädchen musterte. Er konnte nicht erraten, was sie gerade dachte, ob sie sich eine Bemerkung überlegte, ihn mit Absicht ignorierte oder sonstwas. Ein weiterer Punkt, indem sie sich von ihrer Cousine unterschied, diese war für ihn ein offenes Buch. Meistens jedenfalls.
Mit hochgezogener Augenbraue lauschte er den Worten des Biestes, es wunderte ihn ein wenig, dass sie jetzt so … ja fast normal mit ihm sprach. „Sie gehört nicht dazu?“ wiederholte er langsam und fuhr sich mit einer Hand durch die Haare. „Das hab ich bemerkt. Aber wieso? Sie tut doch keiner Fliege was zu Leide, sie ist einfach ein Schatz, wie kann man sie nicht gern haben?“ Der vorwurfsvolle Ton von vorhin war verschwunden, nun sprach Finn ehrlich verwundert. Cynthia war wirklich ein Herz, er konnte die Einstellung ihrer Cousine nicht nachvollziehen. Er blickte vor sich auf den Boden, das Bild seiner Freundin vor Augen und dachte über Cecilias Worte nach. Unterbrochen wurde er durch ihren plötzlichen Wutausbruch, der ihn zusammenzucken und überrascht aufschauen liess.
Er war so verblüfft über ihre Reaktion, dass ihm für eine Weile die Sprache wegblieb. SO hatte er das Mädchen noch nie gesehen, nicht einmal von ihr erwartet. Immernoch ruhig beobachtete er die Slytherin, welches zur Decke blickte. „Oh wow.“ Unterbrach er die entstandene Stille endlich. Auch wenn sie ihn angeschrien hatte, so war er dennoch ein wenig positiv überrascht. Dieser Ausbruch zeigte immerhin, dass sie nicht vollkommen ein hüllenloses Püppchen war, sondern doch Gefühle besaß. Natürlich mochte er sie jetzt plötzlich nicht, aber es war dennoch gut zu wissen, dass sie menschlich war.
Erst langsam kamen ihre Worte bei ihm an und sein erstaunter Ausdruck im Gesicht verfinsterte sich wieder. „Was hat sie dir denn bitte angetan? Deinen Lippenstift benutzt?“ spottete er, doch sofort wurde ihm klar, dass es nicht zum Lachen war. Wenn sie schon ausflippte, war dann vielleicht etwas an ihren Worten dran? Schnell schüttelte er den Kopf, das konnte nicht sein, bestimmt wollte sie nur die ganze Schuld von sich schieben. Finn stand von der Holzbank auf und ging ein paar zögerliche Schritte auf die Slytherin zu. „Was denn bitte? Erklär mir was all die Jahre voller Hänseleien, Lügen und Betrug rechtfertigt? WAS hat sie deiner Meinung nach gemacht?“
Re: who do you think you are?
Cecilia Marshall - 21.11.2009, 22:27
FINN SPARKS & CECILIA MARSHALL
Ganz nebenbei registrierte die schöne Blonde, dass der Schwede auf sie einredete, aber um ehrlich zu sein bekam sie nicht sonderlich davon mit. Es interessierte sie einfach nicht was er zu sagen hatte. Was hatte er eigentlich für ein Recht sich hierbei einzumischen? Das ging nur ihre Cousine und sie etwas an, aber mit Sicherheit nicht Finn Sparks. Aber gut, mochte er sich doch selbst zum goldenen Ritter der die geplagte Cynthia Marshall rettet schlagen. Sollte er doch meinen, er tat etwas vollkommen Gerechtfertigtes. Wen interessierte es?
Als er etwas vor sich hinmurmelte, schreckte sie wieder aus ihrer Gedankenwelt auf. Mit Sicherheit war diese gemurmelte Bemerkung etwas Beleidigendes gewesen. Aber sie erinnerte sich nochmals daran, dass es niemanden interessierte. Am allerwenigsten sie.
Wie er vorhin schon gesagt hatte, hatte sie besseres zu tun als sich mit einem Möchtegern-Retter von Seiten Cynthias abzugeben.
Sie hatte eigentlich immer noch nicht ganz begriffen, was er von ihr wollte. Sie sollte Cynthia in Ruhe lassen? Ging schlecht, schließlich hatte sich diese falsche Schlange in ihre Familie eingeschlichen. Sie besser behandeln? Das konnte er wohl auch vergessen in Anbetracht der letzten Umstände und was diese falsche Person getan hatte.
War Finn wirklich so naiv daran zu glauben, dass er sie 'bekehren' könnte? Zu einem besseren Menschen machen? Da überschätzte er sich selbst aber gründlich, genauso wie er ihre Persönlichkeit unterschätzte.
Immer wieder kam sie zu der Ausgangsfrage zurück, was ihm das Recht gab sich einzumischen. Er kannte sie nicht, er kannte nur die Maske die alle Schüler kannten. Die selbstbewusste, arrogante, kaltherzige Prinzessin, die alles bekam was sie wollte und niemand durfte er in die Quere kommen. Wieso durfte er all die Sachen an den Kopf werfen, wenn er sich nicht ein einziges Mal mehr als eine Viertelstunde im selben Raum wie sie aufgehalten hatte? Nicht, dass das bedeutete, dass sie Zeit mit ihm verbringen wollte. Um Gottes willen, nein! Alles bloß das nicht.
Betroffen sah sie ihn nach seinen letzten Worten an. Wieso nochmal hatte sie zugestimmt sich mit ihm zu treffen? Es war eine Fehlentscheidung gewesen, sie war nach den letzten Vorfällen mit Nathan und ihrer Cousine einfach noch nicht dazu bereit, sich einem hasserfülltem Gespräch auszusetzen. Ihre Mauern waren noch nicht wieder aufgerichtet worden und sie war verletzlich wie sonst nie. Und unsicher und einfach ganz und gar nicht die Cecilia die sie sonst war und auch sein sollte. Schnell versuchte sie die Verletzheit von ihrem Gesicht zu wischen und starrte stur auf dem Boden, bis sie ihre Gesichtszüge wieder im Griff hatte.
Scheinbar gelassen sah sie den Jungen vor sich an. "Ich höre immer nur das was ich hören will, lebe damit oder nicht. Mir egal." kommentierte sie nur mit seltsam leerem Tonfall, der nicht zu ihr passte. Nicht zu ihrer fröhlichen Maske passte und auch nicht zu ihrer sonst so lebensfrohen Art. Was war nur mit ihr los? Wieso konnte sie Finn nicht dasselbe Theater vorspielen wie sonst auch allen. Allen bis auf Vanity.
Ein trockenes Lachen erklang, als er meinte der Kerl würde sie nicht kennen. Unbewusst hatte Finn da wohl einen wahren Kern gefunden, aber wer kannte sie schon? Nicht einmal ihre engsten Freunde wussten was wirklich in ihr vorging. Nun ja, bis auf Vanity. Aber Cee hatte eine so besondere Bindung zu dem Mädchen, dass es wirklich nichts gab, was diese nicht über die Blonde wusste.
"Noch nicht und er wird mich auch nicht kennenlernen. Genau wie so viele andere..." sie wurde immer leiser, als ihr aufging was sie gerade gesagt hatte. Verdammt, sie musste wirklich besser aufpassen was sie sagte. Wenn sie so weitermachte, wusste Finn bald alles über sie.
Cecilia konnte nur ahnen, was sie für ein Rätsel für den Jungen sein musste. Gewissermaßen hatte er heute eine Seite an ihr entdeckt, die er niemals hätte sehen sollen, niemals hätte wissen sollen, dass sie existierte. Niemand sollte sehen, dass Cee trotz allem auch nur ein Mensch war. Sie mochte es, wenn andere nur die lebende Perfektion in ihr sahen. Ihre Schönheit und das, was sie von ihrem Charakter zeigte.
"Nein, sie gehört nicht dazu." wiederholte sie und riss ihren Blick vom Fenster los und blickte Finn direkt in die Augen. Jetzt gab es kein Zurück mehr, keine Ausweichmöglichkeiten, keine Chance mehr davonzulaufen. Sie hatte schon viel zu viel gesagt, was sie nicht hatte sagen wollen und sie begriff, dass er sie nicht in Ruhe lassen würde bis sie gesagt hatte, was er hören wollte. Alle seine Fragen beantwortet hat.
"Einer Fliege vielleicht nicht, aber ihrer eigenen Cousine." sagte Cee mit ironischen Lächeln und ließ es bei diesem einem Satz sein. Wieso sollte sie ihm auch erzählen, dass sich Cynthía in ihre Familie hineingedrängt hatte? Ihre Eltern weggenommen hatte? Und so vieles mehr, was Cee so unendlich wichtig gewesen war. Und nun auch Nathan.
Was wollte dieses habgierige Biest eigentlich noch von ihr haben? Besaß sie nicht schon alles, was jemals Wichtigkeit für Cecilia hatte?
Die Blonde sah nicht den überraschten Gesichtsausdruck des Ravenclaws, das Mädchen starrte immer noch zur Zimmerdecke hinauf und hörte nur das "Oh wow."
So sehr sie auch gegen die Tränen ankämpfte, mit sich selbst kämpfte schaffte sie es doch nicht die Fassung zu bewahren. Es war einfach so vieles passiert und sie wurde damit zurzeit einfach nicht fertig. Sollte dieser verdammte Finn doch ihre Tränen sehen, mittlerweile war es ihr fast schon egal.
Bei seinen nächsten spottenenden Worten rollte die erste Träne aus den Augenwinkeln und sie biss sich schmerzhaft auf die Lippen und wendete sich von ihm ab.
Krampfhaft versuchte sie ihre Stimme normal klingen zu lassen und den weinerlichen Ton herauszuhalten. "Willst du das wirklich wissen? Oder wirst du so verschreckt von der Wahrheit sein, dass du dir einreden wirst, dass Cynthia so etwas niemals getan hat, weil sie nun mal eben Cynthia ist und ich das nur erfinde, damit ich mit reinen Händen dastehe?" fragte sie höhnisch und wischte sie mit einer ruppigen Bewegung die Tränen von den Wangen.
Sie wusste wie hoffnungslos ihr Vorhaben war, die Tränen zu verstecken und ließ es deshalb sein und drehte sich wieder zu ihm um. Er machte ein paar Schritte auf sie zu.
"Mein Leben zerstört..." sagte sie schließlich einfach und legte all die Dramatik in diese eine Aussage, zu der eine sechzehnjährige Schülern fähig ist, die glaubt ihr Leben sei ruiniert.
Re: who do you think you are?
Finn Sparks - 13.12.2009, 20:22
FINN SPARKS && CECILIA MARSHALL
Finn verschränkte seine Hände hinterm Kopf und blickte Cecilia wieder direkt an. Es wunderte ihn nicht, dass sie sich nicht im Geringsten kooperativ zeigte und weiterhin ihre ‚ist mir alles egal‘ Nummer abzog. Immerhin ‚verschwendete‘ sie ihre und auch seine Zeit damit, sich zickig zu benehmen und ihn zu ignorieren. Wie konnte Cynthia es nur so lange mit ihrer Kusine aushalten? Nach knapp 5 Minuten mit ihr allein in einem Raum wünschte sich der Halbschwede bereits er könne ihr einen Fluch aufhalsen oder einfach gehen und Cynthia folgte ihrer Kusine freiwillig überallhin.
Jede Minute, die er weiter mit dem Mädchen verbrachte, wuchs seine Abneigung gegen sie noch mehr. Wie konnte nur irgendjemand es mit ihr aushalten? Er jedenfalls kam und würde auch nie, niemals, mit ihrer Art klarkommen, dessen war er sich sicher.
Wieso er nicht einfach verschwand war ihm selbst nicht ganz klar, denn offensichtlich brachte es nichts mit der Marshall zu reden, sie schien nicht gewillt zu sein ihr Verhalten Cynthia gegenüber zu ändern. Selbstsüchtige Kuh. Bestimmt wollte sie nur weiter einen kleinen dummen Sklaven haben.
Finn runzelte die Stirn während er seine Gegenüber beobachtete, heute benahm sich Cecilia ziemlich merkwürdig, so als ob sie doch zur menschlichen Spezies gehörte. Der Blonde öffnete kurz den Mund um nachzufragen ob es ihr gut ging, überlegte es sich die Sache dann doch anders. Sie würde ihm sowieso nichts sagen.
„Erzähl mir etwas, was ich noch nicht selbst herausgefunden habe.“ Entgegnete er und fuhr sich durch das blonde Haar, nachdenklich blickte er weiterhin zu der Gleichaltrigen. Sie benahm sich so merkwürdig, so gar nichts Ceciliamässig. Sie benahm sich wie Cynthia wenn diese mal wieder am Boden zerstört war und versuchte es zu verstecken, nur dass sie darin nicht so gut war wie Cecilia. Verdammt, wieso waren Mädchen nur so kompliziert? Der Ravenclaw räusperte sich, die Situation wurde langsam immer verrückter. „Wieso hast du überhaupt zugestimmt zu kommen, wenn du sowieso nicht hören willst, was ich dir zu sagen habe?“ Sein Tonfall war ruhig, die Feindseligkeit war vorerst verschwunden. „Du konntest dir doch denken worum es ging, wieso also?“ Er konnte nicht nachvollziehen, was sie sich dabei gedacht hatte.
Wieder folgte ein Stirnrunzeln, als sie vor sich hinmurmelte. Was meinte sie damit? Misstrauisch verschränkte er die Arme vor der Brust, hatte sie vielleicht zu wenig geschlafen oder war krank? „Wer kennt dich schon nicht?“ Spöttisch grinste er das Mädchen an, er mochte sie nicht und ein paar selbstkritische Wörter oder ein trauriger Augenaufschlag würden daran auch nichts ändern, nein! „Tu nicht so als ob es dich plötzlich stören würde, dass dich ganz Hogwarts kennt. Die einen hassen dich, andere, wieso auch immer, wollen mit dir befreundet sein. Gehörst du nicht zu diesen Prinzesschen? Oder hast du vielleicht jetzt Komplexe dass du das Rampenlicht mit den anderen Superzicken teilen musst?“ stichelte er unbeirrt weiter. Dieses ganze ‚Ach-ich-bin-so-toll-Getue‘ ging ihm gehörig auf die Nerven.
„Das hatten wir schon, jetzt will ich den Grund wissen.“ Irgendwie hatte der Ravenclaw ein ungutes Gefühl. So wie das Mädchen ihn ansah, direkt ja irgendwie zum ersten mal ‚ehrlich‘ nicht auf diese arrogante Art, zeigte ihm, dass sie ihre Maske beiseite gelegt hatte. Wieso tat sie das? Sie hassten sich doch! Er wehrte sich gegen den Drang, die wenigen Schritte, die sie noch voneinander trennten, zu gehen und sie in den Arm zu nehmen.
„Glück für die Fliege.“ Er wartete etwas, doch sie fügte ihrem eigenen Satz nichts mehr hinzu sondern lächelte vor sich hin. „Willst du mich weiter jetzt für blöd verkaufen oder kommst du endlich auf den Punkt?“ Obwohl er nicht wusste, ob ihm das gefallen würde, was das Mädchen erzählen würde, wollte er es doch endlich wissen. Erschreckt stellte er fest, dass sie anscheinend weinte, ausgerechnet sie, von der er nur die eine Seite gekannt hatte. Finn wusste im ersten Moment nicht wie er sich verhalten sollte, verdammt er hätte niemals hierher kommen sollen!
„Ich..“ fing er an, wurde dann doch von Cecilia unterbrochen und er blieb starr stehen. Sie hatte ihn voll erwischt. Es dauerte etwas, bis er sich eine passende Antwort zurechtgelegt hatte. Wahrscheinlich hatte sie Recht, er hätte so gehandelt. „Vielleicht.“ Gab er geschlagen zu und sah auf den Boden. Konnte es so schlimm sein? Langsam wusste der blonde Junge nicht mehr was er denken sollte, die letzten Minuten hatten ihn total verwirrt. „Aber ich will selbst urteilen.“ Er sah wieder zu ihr hoch. „Wir können uns nicht ausstehen, also kann es dir doch egal sein, was ich denke. Eine Version zu kennen ist besser, als überhaupt keine.“ Es ärgerte den Jungen, dass ihm Cynthia diesmal nicht verraten hatte warum sie weinte. Natürlich gab es keinen Zweifel, dass Cecilia darin verwickelt war, wie immer. „Vielleicht glaube ich dir nicht, aber lass das mal meine Sorge sein.“ Finn war hierher gekommen um dem Mädchen seine Meinung zu sagen und nun entdeckte er eine andere Seite an ihr. Komisch wie sich alles wenden konnte.
Der Ravenclaw ließ sich beinahe dazu verleiten bei dieser Aussage genervt die Augen zu verdrehen. Dieser Ton war wiedermal typisch Mädchen und sie erinnerte ihn stark an seine Schwester Hannah, die diesen Satz schon x-Mal theatralisch durch die Gegend gebrüllt hatte. Aus Erfahrung verkniff er sich das Augenverdrehen oder irgendeinen bissigen Kommentar, ansonsten würde das Mädchen ihn wohl erst anstarren, als ob er an allen Problemen Schuld wäre, und ihn dann nur unentwegt anschreien. So gern er Cecilia auch ärgern würde, das würde nur negativ für ihn enden. „Dein Leben zerstört.“ Ja sicher. Er versuchte wieder spöttisch mit ihr zu reden, denn er wollte keinen Fünkchen Sympathie für sie empfinden, egal ob sie ihn an seine Schwester erinnerte oder ob sie ihre Maske abnahm. Dennoch, diese andere Seite an ihr fand er interessant, sie war in seinen Augen nicht mehr die unausstehliche Verkörperung der Arroganz, sondern ein normales Mädchen, mit einem etwas zu großem Ego und der nervigen Angewohnheit seine beste Freundin zu hintergehen. „Also los, sag mir was passiert ist.“ Forderte er sie auf.
Re: who do you think you are?
Cecilia Marshall - 07.01.2010, 20:45
FINN SPARKS & CECILIA MARSHALL
Cee ließ einen ihrer abfällig musternden Blicke über Finn gleiten und fragte sich gleichzeitig, warum sie den Jungen eigentlich so sehr hasste. Immerhin kannte sie ihn kaum, nein- eigentlich überhaupt nicht, und eigentlich hatte sie sich immer eine relativ neutrale Sichtweise zugesagt, so neutral man eben sein konnte, als reinblütige Slytherin. Mal von seiner Freundschaft zu Cynthia abgesehen, war Finn gar nicht mal so schlecht. Gut aussehend (oh, wie sie es hasste, dass zugeben zu müssen!), reinblütig und ein Ravenclaw, was nichts Gutes aber ebenso wenig etwas Schlechtes zu bedeuten hatte.
Ihre Abneigung gegen ihn beruhte wohl einfach darauf, dass er mit Cynthia befreundet war. Deswegen alleine, musste er schon einen gehörigen Schaden im Kopf haben. Oder sonst wo, denn bitte kein normaler Mensch, würde sich freiwillig mit ihrer Cousine anfreunden. Sie war einfach so verdammt normal, the Girl-next-door und drängte sich einfach immer auf. Ernsthaft, das Mädchen hatte ernste Probleme los zu lassen- besonders Cecilia. Die Blonde konnte sich an keine einzige Situation erinnern, wo Cynthia nicht dabei gewesen war. Sogar in Cees Beziehung hatte sie sich drängen müssen, auf höchst negative Art und Weise und, das würde Cecilia ihr niemals vergeben. Oh nein, dachte sie mit einiger Bitterkeit.
Cecilia fragte sich, wie viel Finn eigentlich wirklich von ihrer Beziehung zu Cynthia wusste. Sicherlich, mehr als der Rest der Hogwarts bevölkerte, obwohl Cee aus ihrem Hass gegen ihre Cousine keinen Hehl machte, alleine deswegen, weil Cynthia, diese Kuh, anscheinend jedes Mal bei ihm petzen können, sollte etwas Gröberes zwischen den beiden Cousinen vorgefallen sein, aber wie viel wirklich? Obwohl Cee es auf gewisse Art und Weise genoss, dass jemand so sehr um sie herumscharwenzelte, aber sie hatte niemals einen Nutzen daraus gezogen. Einfach aus purem Wissen, dass es Cynthia zeigen würde, wie unerwünscht sie wirklich war. Cee wollte der anderen keinesfalls das Gefühl geben, irgendwie in ihrem Freundeskreis willkommen zu sein, nicht einmal dadurch, dass sie sie für kleine 'Sklaven-Dienste' heranzog. Seltsamerweise schien aber genau das ganz Hogwarts zu denken, dass Cynthia Mädchen für alles war. Was Cee im Gegenzug aber keinesfalls störte, es bescherte ihr nur ein paar anerkennende Worte mehr, von ihren Freunden, die sich ebenfalls gelegentlich über Cynthia lustig machten.
"Ach, du hast tatsächlich ein funktionierendes Gehirn?" fragte Cecilia betont erstaunt nach, worauf sie Wert darauf legte, dass das 'du' und 'funktionierend' besonders hervortrat. Der kleine Schlagabtausch zwischen ihr und Finn zwischendurch, gab ihr wieder ein bisschen Zeit ihre Fassung zurückzugewinnen.
Genau wie das Mädchen schien sich auch Finn langsam ein wenig unwohl in der Situation zu fühlen. Sie schnaubte genervt, immerhin war er nicht derjenige, der hier gerade in Gefahr lief, sein Gesicht vor ganz Hogwarts zu verlieren. Sie war es, die gerade ihre Maske abgelegt hatte und sich von einer etwas anderen Seite zeigte, was ihr ganz und gar nicht passte und verzweifelt versuchte sie, ihre Fassade aufrechtzuerhalten.
Ha, diese Frage hatte sie sich heute auch schon hundertmalgestellt, vielleicht ein wenig anders formuliert, aber ungefähr gleich. Seltsam, dass sie auf einmal eine Antwort parat hatte.
"Das Problem ist nicht, dass ich nicht hören will, was du zu sagen hast, sondern, dass ich weiß was du sagen willst, bevor du nur den Mund aufmachst. Ich meine ehrlich Finn, die einzigen Worte die du jemals an mich gerichtet hast, waren feindselige, hämische und welche, die Cynthia verteidigten und mich schlecht machen." stellte sie simpel fest. Es war die Wahrheit und sie fand es war endlich einmal an der Zeit, dass Finn einsah, dass er sich ebenso arrogant wie Cecilia selbst aufführte, so bald sie beide ins Gespräch kamen.
Cee versteifte sich und setzte sich kerzengerade auf, jetzt war die Chance gekommen, ihre davonschwimmenden Felle zu retten und ihre makellose Maske wieder auf das Gesicht gleiten zu lassen. Sie hob nur arrogant die Augenbraue. "Du hast Recht, jeder kennt mich. Weißt du ich bevorzuge es, nicht als Prinzesschen angesehen zu werden, wie du es ausdrücktest, wir wollen ja nicht, dass andere neidisch werden." Sie zuckte gespielt entschuldigend die Achseln.
Gott, von ihrer Falschheit wurde heute seltsamerweise sogar ihr schlecht.
Die Maske drohte wieder zu bröckeln, als sie weiter über das Thema sprachen, dass sie so gerne vermeiden würde. Nathan, Cynthia und was ihre Cousine ihr angetan hatte. Nur, dass Finn nicht wusste, dass sie über so etwas redeten.
"Ach, weißt du was, vergiss es einfach. Ist doch sowieso egal." wehrte sie schwach ab und fuhr sich wütend über die Wangen.
Was zum Teufel tat sie da?
"Vielleicht? Komm schon, zu feig um etwas zuzugeben, dass passt jetzt aber ganz und gar nicht zu dir." sagte sie spöttisch, um Zeit zu gewinnen. Sich zu fassen. Woher wollte sie eigentlich wissen, was zu ihm passte oder nicht? zuckte ein Gedanke kurz auf, verblasste aber wieder.
"Urteile über was du willst, aber wage es nicht über mich zu urteilen." fuhr sie wütend auf, hatte seine Sätze ein wenig missverstanden, realisierte das, aber die Wut blieb bestehen. Endlich einmal eine andere Emotion, als die Verzweiflung, die sie Finn bis jetzt gezeigt hatte. Mit Wut konnte sie umgehen, Wut war gut, Wut zeigte, dass sie sich einen Dreck um ihn kümmerte und dass nichts ihr etwas anhaben konnte.
Sie starrte ihn nur wütend an, zwar sah man noch Tränenspuren auf ihren Wangen, aber die Arme hatte sie bereits wieder ablehnend verschränkt.
"Vergiss es, Finn. Spinn dir deine eigene Geschichte zusammen und gib mir ruhig die böse Rolle, die passt deiner Ansicht ja sowieso so gut zu mir." antwortete sie nur sarkastisch und machte Anstalten zur Tür zu gelangen und endlich fliehen zu können.
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