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Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:13Saison 08/09
On tour 2008 / 2009
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:18
Borussia Mönchengladbach vs. Hertha BSC 0:1
5.Spieltag. 1.Bundesliga 2008/2009
Samstag, den 20.08.2008 15:30 Uhr
Borussia – Park
43.193 Zuschauer
Warum man drei Punkte aus Gladbach mit der Wuppertaler Magnetschwebebahn nach Berlin transportiert, woher Wuppertal überhaupt seinen Namen hat und warum Pöbel-Köter Momo nur, obwohl er nur weibliche Mitbürger anbaggerte, anal penetriert wurde.
Das und vieles mehr erzähl ich euch gleich, nach der Werbung…
… schön das ihr drangeblieben seit. So und nun mal Butter bei die Fische:
Um 6:30 Uhr schleppte ich meinen geschundenen Körper zur Tanke am ZOB. Toby stand schon da und begrüßte mich müde aber wie immer herzlich.
Ich besorgte mir noch ein kleines Frühstück, lecker Brötchen mit Mett und Zwiebeln, und stolperte dabei über Nora.
War ja schon mal die Hälfte anwesend. Marian, Minni und Momo kamen dann auch mit unserem Transportmittel an.
Nachdem das übliche Tach-Sagen erledigt war, besorgte sich Momo auch noch schnell ein Mettbrötchen und schmiss… ja man glaubt es kaum, die Zwiebeln runter.
Aber das nur so am Rand.
Um kurz vor sieben fuhren wir endlich los und mussten erst mal, zum allgemeinen Bedauern, feststellen, dass die extra von Minni gebrannte CD nicht lesbar war.
So begnügten wir uns mit dem Radio-Gedudel, als es auf die Autobahn ging.
Wir verbrachten die Zeit mit den üblichen Gesprächen. Im Mittelpunkt unserer hochtrabenden Gespräche standen natürlich die Akteure der GZSZ Version der Ostkurve.
Ach ja ist das nicht toll, wenn man sein Alter wieder auf 14 Jahre senkt?!
Wir erreichten Braunschweig und machten die erste Raucherpause plus kleines Frühstückchen bei Mäces.
Tja, was war denn noch so nennenswert auf der Hintour?
Wir machten einige unspektakuläre Pause, quatschten uns die alltäglichen Sorgen und Probleme von der Seele und tranken einige Martini-Cola-Mischen und n paar Tequilla.
Zwischenzeitlich verfielen einige noch in ein kleines Schläfchen, aber ansonsten nichts Besonderes.
Wir erreichten Gladbach und parkten unser Wägelchen – wie clever, genau vor der Nordkurve.
Natürlich durfte man sich vom Gladbacher Pöbel auf dem Weg zum Gästeblock so einige unqualifizierte Bemerkungen anhören, aber das sind wir gewohnt und man kümmerte sich einfach nicht drum.
Momo war inzwischen auf Betriebstemperatur und begann alles was weiblich erschien anzubaggern. Na ja was heißt baggern, er testete mal aus, welches Mädel auf „Hey Mäuschen“ reagieren würde. Magere Ausbeute.
Der Block, welcher wohl für uns vorgesehen war, war bald erreicht und man begrüßte die bereits anwesenden. Aus Karlsruhe konnte man Kevin und die KSC-Sabine begrüßen.
Momo und Nora gingen mit den Fahnen schon mal rein, Minni, Toby und ich mussten jeweils noch draußen warten. Toby hatte Probleme damit, seine neue Flamme zu erreichen, Minni wartete auf einen Bekannten aus Düsseldorf und ich auf Lucas.
Minnis Bekannter war der Erste, der auf der Bildfläche erschien.
Leider hatte ich ausgerechnet heute meine Kinderblase eingepackt und so musste ich schon mal ins Stadion.
Als ich „erleichtert“ war, erspähte ich bereits Lucas vor den Stadiontoren. Ich reichte ihm seine Karten durch das Gitter. Ein kurzes Abtasten und schon konnte man sich endlich mal wieder in den Armen liegen.
Noch schnell was zu essen und zu trinken besorgt und ab in den Block. Auf dem Weg dorthin schnell Bob und Gina zugewinkt, die anscheinend gerade eine weitere Episode produzierten… ach du herrlicher Sarkasmus.
Im Block musste man natürlich auch erst mal wieder brav Hände schütteln und shake Hands geben.
Lucas wurde noch schnell in die wichtigsten Details der GZSZ-Ostkurven-Version eingeweiht und dann konnte es im Grunde schon mit dem Spiel losgehen.
Die Mannschaften wurden vorgestellt und die Elf vom Niederrhein gespielt und dann rollte der Ball.
Zum Spiel:
Anfänglich beide Teams auf gleichem Niveau. Auf beiden Seiten gab es erste zaghafte Torschüsse.
Herthas erste gefährliche Situation führte dann prompt zum Führungstreffer. Cicero passt auf Kacar, der legt den Ball sauber von der Strafraumkante ins lange Eck.
Die Gladbacher taten viel um den Ausgleich zu erzielen, allerdings scheiterten sie mehr als einmal kläglich. Fehlpässe ohne Ende. Und kam doch einmal ein Ball an, war Herthas defensive zur stelle. Die beiden größten Chancen der Borussia vergeigten Neuville und Friend, jeweils frei vorm Tor stehend.
Mit großem Kampf und vielleicht ein wenig Glück rettete Hertha das Ergebnis über die 90. Minuten.
Zur Stimmung:
Die Gladbacher erschreckend ruhig. Die neu formierte Ultras-Gruppierung der Borussia hatte sich unters Dach verzogen und konnte so absolut keinen Einfluss auf die Nordkurve ausüben, was zum akustischen Totalausfall führte.
Der Gästeblock war gespickt mit großen und kleinen Fahnen, welche durchweg für ein optisch einwandfreies Bild sorgten. Auch die Gesänge konnten ein ums andere mal überzeugen.
Nach dem Führungstor wurde dann, sehr zum Ärger der Harlekins, ein Bengalo gezündet, welcher wohl dafür sorgen wird, dass wir wieder richtig Spaß haben werden in nächster Zeit auswärts.
Unterm Strich gehen die drei Punkte verdient nach Berlin und auch die Stimmung im Nord Park war in Blau-Weißer Hand. Sieg auf ganzer Linie.
Die Mannschaft kam zum gemeinsamen Hüpfen und feiern und dann wurde der Gästeblock auch schon wieder leer.
Momo sammelte den Banner ein, den Bob mitgebracht hatte, ich sammelte die Fahnen ein und nebenbei verabschiedeten wir uns schon mal von einigen.
Vor dem Block dann noch Tschüssi gesagt zu Lucas, Martin und Stefan (extra aus Karlsruhe angereist) und Kevin.
Und weil es immer so schön ist: Er ist so voll, er ist so zu, er ist der Kevin aus Karlsruh…
Wieder am Auto angekommen (man mag es nicht glauben, dass wir ohne große Zwischenfälle den Parkplatz erreicht haben) hieß es erst mal warten.
Bis so ein Stadionparkplatz leer ist, biste mitm Fahrrad ja dreimal zu Hause.
Wir verkürzten die Wartezeit mit einem kleinen Foto-Shooting und mit Pöbeleien in Richtung Ex-BBH-on-Tour-9er-Bus. Daraufhin kam es zu unschönen Kampfszenen à la Jackie Chan zwischen Svenne und Toby.
Schwachsinn lass dich preisen.
Dann war es auch für uns Zeit aufzubrechen. Noch mal schnell tanken, beinahe ohne zu bezahlen und schon waren wir auf dem Weg nach Wuppertal. Warum denn nach Wuppertal mag sich der Leser jetzt fragen. Nun ja, Tobys neue Flamme (Wie peinlich ist das denn? Ich hab den Namen vergessen!) schaffte es nicht mehr nach Gladbach und weil Toby uns allem am Herzen liegt und weil Momo und Minni eh Magnetschwebebahn fahren wollten, hatten wir nichts dagegen noch mal ne Stunde Pause an der Wupper zu machen.
In Düsseldorf machten wir noch mal Pause um dem Ruf der Natur zu folgen und an einer Tanke noch mal das Nötigste einzukaufen.
Leider verfügte diese Tanke über kein WC und so mussten wir zum Nahgelegen KFC Shop gehen, wobei die Euphorie über den Auswärtssieg sich plötzlich bemerkbar machten und wir so die ungeteilte Aufmerksamkeit der Hünchenfresser hatten.
Nach dem WC-Gang und nachdem Momo auf dem KFC eigenen Spielplatz rutschen war, machten wir uns wieder auf den Weg zum Auto und man mag mich verfluchen, weil jedes Detail diesen Bericht unnötig in die Länge zieht, aber wir fanden einen Tennisball, der ohne Kompromisse zum Fußball befördert wurde. Was natürlich zur Folge hatte, dass sich unsere Abfahrt etwas verzögerte.
Dann ging es aber recht fix zum Hauptbahnhof von Wuppertal und Toby verschwand mit seiner Süßen zu einem kleinen Spaziergang.
Wir versuchten einen Parkplatz zu finden, was, wie Minni schon angedeutet hatte, so gut wie unmöglich war. Ich persönlich war von der Bauweise dieser Stadt extrem angepisst und als ich meinen Unmut äußerte, dass diese Stadt ja anscheinend auf einem Berg gebaut war, klärte Minni mich auf: Es heißt ja auch Wuppertal, weil es an der Wupper in einem Tal liegt. Wahnsinn was man so alles lernt beim Fußball.
Nach einer Weile des Sinnlosparkplatzsuchens, lösten wir doch lieber einen Parkschein am Hauptbahnhof und machten uns mit der Magnetschwebebahn (ui bisschen wie Achterbahn für Arme) auf den Weg, um Wuppertal zu erkunden.
Momo suchte immer noch sein Mäuschen (nicht dass er es nicht schon die ganze Zeit versucht hätte) und wir überlegten, ob man eigentlich in der Wupper ertrinken würde, wenn denn die Bahn abstürzen würde.
Minni kannte sich gut in der Stadt aus und wusste ziemlich genau wo wir aussteigen mussten, um bei Mäces eine Kleinigkeit zu essen.
Momo hatte wieder einen seiner Auftritte und verlangte von der Verkäuferin einen Cheeseburger für einen Euro, eine Cola für einen Euro und als würde das jetzt keiner ahnen, ihre Handynummer für einen Euro. Also ganz ehrlich, die Nummer hätte ich auch für umsonst nicht genommen. Aber sie ignorierte ihn einfach und Momo musste mit Burger und Cola vorlieb nehmen.
Als wir die Herzinfarkte im Brötchen vertilgt hatten, schlenderten wir noch eine Runde durch Wuppertal, bevor es zurück zum Hauptbahnhof ging.
Dort angekommen war Toby noch nicht in Sicht, dachte jedenfalls Momo und rief ihn an. Toby stand vielleicht zehn Meter entfernt und konnte es nicht glauben, dass er tatsächlich übersehen wurde.
Wir kamen dann alle noch mit Tobys Flamme ins Gespräch und für den Fall, dass doch Langweile aufkommen könnte, holte Momo den Tennisball aus Düsseldorf raus.
Irgendwann, nachdem der Ball einige Male gegen Autos und Scheiben geschossen wurde, warf ich ihn weg. Momo wollte ihn nicht holen, obwohl Nora ihm klar machte, dass er dann nichts mehr zu spielen hätte.
Irgendwann verabschiedeten wir uns und machten uns auf den Heimweg. Natürlich hingen wir alle an Tobys Lippen, aber der Gentleman genießt und schweigt.
Bis zum nächsten Stopp vertrieben wir uns die Zeit mit Gesprächen über scheiß Berufsschulen und leckeren Champignon-Rahmsoßen.
Ich kann nicht genau sagen, auf welcher Höhe wir die nächste Pause einlegten, aber es war eine Pause, die ich so schnell nicht vergessen werde.
Momo und ich suchten eine Sanifair Toilette auf, was eigentlich eine tolle Sache ist, denn diese WCs sind hochmodern und können sich auch selber reinigen. Und genau das, sollte Momo zum Verhängnis werden…
Während ich so, nichts Böses ahnend, am Pissoir stand schloss sich der Pöbel-Köter in einer Kabine ein. Kurze Zeit später hörte man ein surren und knarren und zwischendurch immer wieder ein Fluchen.
Momo hatte sich gerade jene Toilette ausgesucht, die einen kleinen Kurzschluss hatte und permanent versuchte, sich zu reinigen, leider saß Momo halt noch drauf…
So und nun macht euch bei der nächsten Autobahnfahrt den Spaß und haltetet an einer Raststätte mit Sanifair Toiletten und schaut euch an, wie sich so ein Ding reinigt. Den Rest überlass ich eurer Phantasie.
Ich wäre vor lachen jedenfalls fast erstickt.
Es folgte noch eine Pinkel- / Raucherpause und kurz vor Braunschweig gab es dann leckeres Abendbrot bei Burger King, wobei man sich echt wundern muss, was für verpeilte Menschen nachts bei den Fresstempeln arbeiten. Neben der Fragen: „Was zum Teufel mache ich hier eigentlich?“ gab es noch rohe Burger… wie lecker.
Als es dann weiterging, fielen alle in einen tiefen Schlaf (außer Marian am Steuer natürlich).
Als hätte mich jemand geweckt, wurde ich wach und wusste auch sofort warum:
Der Funkturm leuchtete direkt vor mir in der dunklen Nacht und ich musste mal wieder feststellen, dass nach Hause kommen doch das Beste an einer Auswärtsfahrt ist.
Am ZOB stiegen Toby und Nora aus und machten sich auf den Weg nach Hause.
Marian war so nett, mich noch bis zur Paulsternstraße zu fahren, da ich den Banner und die Fahnen zu transportieren hatte.
Ich verpasste (und das war so klar) den Nachtbus. Im Halbschlaf schleppte ich mich nach Hause, unter die Dusche und dann ins Bett.
Seid froh, dass ich einige Passagen kurz gehalten habe. Sonst hätte der Bericht überhaupt kein Ende gefunden.
Ich hoffe ihr hatte Spaß am Lesen dieser „Sternstunde der deutschen Lyrik“.
An dieser Stelle auch noch mal der Dank an alle Karlsruher und Straßburger die uns unterstützt haben und natürlich noch ein extra großes Dankeschön an Marian führ das Fahren.
Ha Ho He
Hauptmann
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:19
Betriebssportgemeinschaft der Bayer Schering AG - Hertha BSC 0:1
7.Spieltag. 1.Bundesliga 2008/2009
Samstag, den 04.09.2008 15:30 Uhr
Ulrich – Haberland – Stadion
22.500 Zuschauer
Oh mein Gott, wie soll ich nur anfangen?!
Am besten mit einem kleinen Zusammenschnitt, um was es in den folgenden Zeilen geht…
Im Großen und Ganzen beschäftigten wir uns an diesem schönen Samstag im Herbst mit alten Fernsehshows und jeder Menge Erotik:
Wir reanimierten die TV Show „Tiere suchen ein Zuhause“ und stellten uns die Frage, ob auch weibliche Hunde mit dem Schwanz wedeln können, wir spielten Glücksrat, kauften ein T, R, A, S und wollten lösen.
Wir bekamen die Sinnlichkeit der Ordner der Bay Arena zu spüren und fertigten Dialoge für Schweizer Pornos an.
Des Weiteren konnte man mal wieder feststellen, dass man die geilsten Orgasmen doch nur mit der alten Dame aus Berlin haben kann.
Wenn man mich nach einer Liste fragen würde, auf der ich aufschreiben müsste, was vor einer Auswärtstour nicht schief gehen darf, dann würde ich einfach die Woche vor dem Spiel in Leverkusen dokumentieren:
Als erstes darfst du keine Mitglieder im Fan Club haben, die anstatt zu Hertha zu fahren, lieber bavarischem Schwachsinn frönen (an alle die das betrifft: Ätschi Bätsch Auswärtssieg), dann brauchst du eine Fanbetreuung, die nicht weiß wozu ein Handy gut ist, und zu guter letzt eine Fan-Szene der das Wort Kommunikation fremd ist.
Um das mal aufzuklären: Unser geplanter eigener Bus musste abgesagt werden, da einige lieber aufs Oktoberfest gingen um da, Gott weiß wie viele Euros auszugeben.
Das erschien auf den ersten Blick nicht weiter tragisch, gab es ja noch den Fan-Konvoi, wo man auch sofort Plätze zugesagt bekam.
Leider fährt ja keine Sau mehr zu Hertha, deswegen plante der Fan-Konvoi mit der Fanbetreuung zu fahren, da der eigene Bus kaum in Anspruch genommen wurde.
Da die Herren der Fanbetreuung aber über drei Tage ihre Handys nicht hörten und auch die Mail Box nicht weiter beachteten, gab es gar keinen Bus. Die Fanbetreuung hatte ihren Bus nämlich auch abgesagt. Also mussten wir mit einem Raucherbus des Hertha Fan Clubs vorlieb nehmen, der auch noch 45€ für die Fahrt kostete anstatt der geplanten 30€.
Leider war das Toby zu teuer, immerhin war in den 45€ die Eintrittskarte nicht mit inbegriffen.
Und so begab es sich, dass Minni und ich um zwanzig vor fünf das goldene M am Zoo erblickten und feststellen mussten, dass wir die letzten aus unsrer Truppe waren. Mucki und Andre (mit ` überm e) waren schon anwesend und auch Chancentot, Daniel, Gloria und OIsi waren bereits da.
Die beiden zuletzt genannten Damen und ich machten uns erst einmal auf um bei Mäces ein ordentliches Frühstück zu bekommen.
Es ist immer und immer wieder erstaunlich, was man für Menschen trifft, wenn man um diese Uhrzeit zu MC Donalds geht. Natürlich waren die ganzen betrunkenen 16-jährigen Kuhdorf-Opfer da und natürlich auch ein paar junge Damen, die, ihrem Aussehen nach, das Rotlicht-Milieu von Berlin bedienten. Aber den Vogel schoss klar der Typ ab, der hinter mir in der Schlange stand.
Mit seinem Kopf (der ca. 30cm unter meinem Anzusiedeln war) kam er meinem Rücken immer näher und seine Gesichtsfarbe und sein Blick verrieten mir, dass er das Essen, welches er wohl bald verspeisen würde, sich nicht lange in seinem Magen halten könnte.
Natürlich belustigte der Typ OIsi aufs extremste und ich war heilfroh mein Essen zu haben, bevor der Kerl seinen Mageninhalt verteilen konnte.
Unser Bus kam pünktlich am Zoo an und, nachdem wir unsere Tour bezahlt hatten und noch schnell eine rauchten (was an sich total bescheuert war, es war ja ein Raucherbus. Na ja macht der Gewohnheit), konnte es auch schon losgehen.
Die erste Zeit der Fahrt verbrachte ich damit, mich mit OIsi über diverse OI Bands zu unterhalten (inklusive Hörproben vom I Pod).
Danach beschäftigte sich jeder weitgehend mit sich selbst, unterhielt sich oder hörte Musik und döste dabei ne Runde.
Absolutes Debüt feiert das Thema Sterbehilfe, was von uns lang und breit diskutiert wurde um dann festzustellen, dass es wohl der falsche Ort und die falsche Zeit sei um ein solches Thema zu sezieren.
Wir machten zwei Pausen auf der Hintour, die genutzt wurden um auch mal wieder an der frischen Luft eine zu rauchen, den Bus durchzulüften und sich etwas zu essen zu besorgen.
Bei einer dieser Pausen, ich glaube es war die zweite, wurde OIsi von Gloria zu ihrem Schoßhündchen degradiert, was Daniel und mich grinsend dazu brachte, darüber nachzudenken wie das jetzt mit Schwanzwackeln gehen würde… muss ja nicht immer der eigene sein…
An dieser Stelle wurde das Gespräch Gott sei dank vom Busfahrer unterbrochen und wir fuhren weiter.
Minni war unterdessen immer noch untröstlich, dass weder Sascha noch Gina mit dabei waren.
Kurz vor Leverkusen kamen wir in einen kleinen Stau und meine Nervosität stieg. Immerhin hatten wir noch keine Karten. Von Hertha waren zwar genug zurück geschickt worden, aber man weiß ja nie.
Trotz des Staus waren wir recht zeitig in Leverkusen und nachdem wir das Stadion mehrmals umkreist hatten, fanden wir auch den Gästeparkplatz.
Kaum hatte der Bus seine endgültige Parkposition erreicht, reif Lucas an. Er war soeben am Stadion angekommen und wir verabredeten uns vor dem Gästeblock.
Auf dem Weg dorthin schauten wir noch ein paar Minuten bei dem Spiel auf dem Platz des VFL Leverkusen vorbei. Leiter konnte ich im Nachhinein nicht rausfinden, welche Mannschaften dort gespielt haben. Dann wird das wohl leider nichts mit dem Ground.
Nach einem kleinen Spaziergang durch einen sonnigen Herbsttag war der Gästeblock in Sicht. Und auch Lucas wurde erspäht und sofort von Daniel und mir in die Mangel genommen.
Immer wieder schön ihn zu sehen.
Jetzt war es an der Zeit, sich um die Eintrittskarten zu kümmern und wir bemerkten sofort, dass Logistik in Leverkusen groß geschrieben wurde: Erst wurden wir zu einer Kasse für Auswärtskarten für Leverkusener geschickt, die hatten natürlich keine Karten für uns. Von da schickte man uns an eine Kasse, an der uns gesagt wurde, dass es keine Gästekarten mehr geben würde – Panik – aber wir fanden dann doch die entsprechende Kasse, die auch noch Karten für uns hatte.
15€ kostete der Spaß und man sprengte langsam einen finanziellen Rahmen, den man noch nicht einmal ankratzen wollte.
Als wir dann unsere Karten hatten, konnte man sich wieder schöneren Dingen zuwenden:
Wir begrüßten die Leute vom EX BBH-on-Tour-Bus und auch Torben war aus Niedersachsen angereist (kam aber wegen hohem Alkohol Wert nicht ins Stadion)
Daniel, Lucas, Gloria und OIsi machten sich auf den Weg um noch eine Kneipe zu finden, um dann herauszufinden, dass Kneipen rund ums Stadion wohl doch eher für Heimfans reserviert waren…
Minni, Mucki, Andre, Chancentot und ich gingen derweil schon mal rein.
Nach einer halben Vergewaltigung durch die Ordner gelangten wir in unseren Block.
Das Stadion wirkte ohne Dach richtig herrlich im Old School Style und erinnerte ein wenig an der Hans-Zoschke-Stadion in Berlin-Lichtenberg.
Die Zeit bis zum Anpfiff verging recht schnell, da Daniel und Lucas von ihrem Treffen mit einigen Leverkusenern berichteten und Momo zum Rumblödeln aufgelegt war.
Einzig Chancentot ging einem so langsam auf die Nerven. Blöde besoffene Fußball Fans!
Im Block der Leverkusener lagen zwei Fahnen nebeneinander, die ein U und ein L zeigten.
Was für jeden klar als Ultras Leverkusen zu deuten war. Nur Daniel wusste es mal wieder besser. Er durchsuchte mit seinen Augen krampfhaft die umliegenden Blöcke. Als wir ihn fragten was er denn suchen würde, meinte er nur:
„Das U und das L hab ich schon gefunden, ich suche noch das TRAS…“
Zum Spiel:
Bayer 04 Leverkusen hätte bereits nach 17 Sekunden in Führung gehen können und so ging das dann auch weiter. Hertha in den ersten 45 Minuten nur in der Igel-Stellung.
Nur dank Drobny (wohl auf Höhenfliegern), Simunic und dem Unvermögen der Leverkusener hielt man das 0:0 zur Pause.
In der zweiten Hälfte wurde Hertha etwas mutiger und hielt die Werkself etwas weiter weg vom eigenen Strafraum. Trotzdem hätte Bayer nach 70 Minuten mit 4:0 oder höher führen müssen. Doch wenn du die Dinger vorne nicht machst, bekommst du hinten einen. Und so war es dann auch. In der 87. Minute schickt Friedrich Voronin, der umkreiste zwei Verteidiger und schiebt den Ball (mit Hertha drittem Torschuss – Leverkusen hatte 17) zum 0:1 in die Maschen.
Leverkusen mühte sich zwar noch zum Ausgleich, aber die hätten noch Stunden spielen können, ohne das Tor zu treffen. Kommt davon, wenn man so einen scheiß Kölner stürmen lässt.
Zur Stimmung:
Eine lächerliche Zahl Berliner hatte sich nach Leverkusen aufgemacht um Hertha BSC zu unterstützen.
Dennoch konnte man die akustischen Höhepunkte ganz klar dem Gästeblock zuschreiben. Die Leverkusener brachten nichts auf die Reihe (was mir persönlich von einem Bayer VIP-Logensitzer bestätigt wurde) Die Ultras Leverkusen sorgten für eine Stimmung die man in der Landesliga auf der Kreissportanlage Esbelkamp erwarten würde, aber nicht in der Bundesliga.
Absoluter Knüller waren sechs Bayerfans neben dem Gästeblock die unser „Auf geht’s Hertha“ stören wollten. Nachdem die Stimmungskanonen abgespeist worden waren („lalalalalalala... SCHWUL“) konnten wir aber ohne Störungen weiter machen
Nach dem Führungstor war natürlich die Hölle los. Szene wir vor 19 Jahren und einem Tag bei der Wiedervereinigung. Die Stimmbänder, die ohnehin schon völlig angekratzt waren, rissen nun endgültig, man fiel sich in die Arme und von irgendwoher hörte man jemanden rufen: „Die geilsten Orgasmen bekommste nur bei Hertha!“ Amen Bruder.
Nach dem Abpfiff feierte der Berliner Mob sich selbst und die Spieler.
Ich sammelte schnell die Fahnen ein, schließlich wollte ich mich noch kurz mit dem Alten Mann und dem Zwerg der Bayer AG treffen.
Beide warteten auch schon auf mich und wir quatschten noch kurz und berieten darüber wie man wohl am Montag die Bayer Mitarbeiter Ärger könne.
Wir einigten uns auf folgen Witz:
„Was macht ein Bayer 04 Fan nachdem Leverkusen deutscher Meister geworden ist? Er macht die Play Station aus und geht schlafen.“
Bin mal gespannt wie die Mitarbeiter darauf reagiert haben.
Auf dem Rückweg zum Bus verwechselte uns ein Radfahrer mit Anhängern der Königsblauen Penner aus NRW, was zur Folge hatte, dass Daniel ihn nicht mehr in Ruhe ließ und ihn nicht vorbeifahren lassen wollte.
Dann war es leider auch schon wieder Zeit sich von Lucas zu verabschieden und nach Hause zu fahren.
Der Bus setzte sich in Bewegung und, nachdem noch ein wenig gesungen und getrunken wurde, versuchte man sich ein wenig zu entspannen.
Leider legte der Busfahrer eine „Best of Ballermannhits CD“ ein.
Und Textstellen, wie „du hast nie im Leben 75D, du bist Flach wie der Bodensee“ gehörten zum allgemeinen Leidwesen noch zu den niveauvollsten.
Gloria offenbarte noch ihre Schwäche für Herthas Schweizer Lustenberger und wir stellten uns mal so vor, wie das wohl klingen mag, wenn in einem Schweizer Porno die Vulgärsprache ausgepackt wird.
Nachdem wir auch hinter dieses Thema einen Haken gesetzt hatten, wurde endlich die Musik gewechselt und Minnis Befürchtungen, dass die nächste CD auch nicht besser würde, trat auch ein.
Florian Silbereisen präsentierte das Best of der deutschen Volksmusik.
Endgültig Zeit sich in die heile (Musik-) Welt des I Pods zu flüchten.
Wir machten nur eine Pause, die auch nur schnell fürs Abendbrot genutzt wurde.
Danach waren bei mir bis Berlin definitiv die Lichter aus. Und erst am Zoo kam ich wieder richtig zu mir.
Schnell den Banner und die Fahnen geschnappt, allen Tschüss gesagt und ab ging’s mit der U-Bahn nach Hause.
Den Nachtbus erwischte ich gerade noch so und war so schon vor halb zwei zu Hause.
Ich glaub’, so früh war ich noch nie aus dem Ruhrpott zurück.
Eigentlich wieder eine klasse Fahrt. Nur leider waren es wieder mal viel zu wenig Berlin, die Hertha in der Fremde unterstützen wollten und leider leider war es wohl auch eine der letzten Touren unter dem Motto „BBH on tour“ wenn das so weiter geht.
Ha Ho He
Hauptmann
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:21
SV Werder Bremen vs. Hertha BSC 5:1
11. Spieltag. 1.Bundesliga 2008/2009
Samstag, den 1.11.2008 15:30 Uhr
Weserstadion
38.000 Zuschauer
The Show must go on
Warum Frau Muckis Haushaltsgeld nicht reicht.
Die beiden ersten klaren Körperfunktionen an diesem Samstagmorgen gehörten den Augen und den Ohren. Die Augen visualisierten auf dem Thermometer ganze fünf (in zahlen 5) Grad und die Ohren lauschten dem Wetterbericht, der sich festlegte, dass es heute kühl und regnerisch sein sollte.
Na ja gut was soll’s, zieht man sich halt warm an.
Mit dem Auswärtsbanner und den Fahnen unterm Arm machte ich mich auf zum Zoo, um mich mit Daniel und Toby zu treffen.
Nach einigen netten Gesprächen in der U-Bahn (verdammte Kutte, erregt mehr Aufmerksamkeit als ne laufende Litfaßsäule) erreichte ich mein Ziel und stolperte auf dem Weg zur S-Bahn über Max.
Toby und Daniel waren schon da und so setzten wir unsere Tour zu viert fort.
Daniel berichtete über seine Reise nach Athen und über seine Eindrücke vom Griechischen Fußball.
Man konnte schon neidisch werden, wenn man ihm so zuhörte, als er von brennenden Fan Kurven und 95-minütigem Gepöbel erzählte.
Am Alex stiegen wir aus, um OIsi einzusammeln, die leider noch nirgends zu sehen war. Laut Daniels Aussage wäre es wohl auch nicht verwunderlich gewesen wenn sie noch zu Hause im Bett gelegen hätte.
Aber ein Anruf später hatten wir die Bestätigung, dass sie auch am Alex war. Allerdings an der U-Bahn. Was aber nicht ihre Schuld war, sondern auf Daniels Alkoholkonsum zurückzuführen ist. Denn er soll ihr des nächtens via Handy den Weg zur U-Bahn befohlen haben, woran er sich aber so überhaupt nicht erinnern konnte. Klasse.
Letztendlich waren wir dann aber doch alle da und bekamen sogar die S-Bahn, um pünktlich in Lichtenberg zu sein.
In Lichtenberg angekommen konnte man schon einige bekannte Gesichter begrüßen und auch unsere Truppe aus Neukölln kam pünktlich.
Nachdem man sich mit fettiger und im Grunde viel zu teurer Pizza von Ditsch gestärkt hatte, ging’s auch schon aufs Gleis, wo der Zug nicht lange auf sich warten ließ.
Wie beim Öffnen des Grenzübergangs zum Golden Westen stürmte man die Zugtüren, um noch einigermaßen gut sitzen zu können.
Wir hatten Glück mit den Plätzen und saßen nicht weit auseinander.
Lini stieg Spandau noch zu und wir waren komplett.
Der Zug hatte Berlin kaum verlassen, da erfüllte der köstliche, süße Geruch des Martinis schon meine Nase und zauberte ein Lächeln aufs Gesicht.
Minni hatte alles dabei (Becher, Cola, Martini), um eine Auswärtsfahrt standesgemäß einzuläuten.
Daniel zeigte sein Talent, sich wie ein Kleinkind zu verhalten und schlief recht schnell beim Schaukeln des Zuges ein.
Toby und ich gründeten noch schnell eine Luft Band (zusammengesetzt aus Luft-Drums und Luft-Bass) und dann passierten wir auch schon Wolfsburg.
Es wurde langsam Zeit mal aufzustehen, bevor noch was Wichtiges einschlief und so wanderte ich ein Stück weiter, um Gina und Sascha Spekulatius und Brötchen abzunehmen…
Meine Schnorrer-Tour ging munter weiter und ich ließ mich von Toby auf ein Bier einladen.
Der FKO hatte in der Mitte vom Zug einen Verkauf eingerichtet und nach einem Marsch über einige Alkoholleichen und undefinierbare Flüssigkeiten aufm Boden, hatten wir unsern Becher Bier.
Die ganze Fahrt hatte ein bisschen was von Klassenfahrt. Selbst der Schaffner war erstaunt, wie ruhig sich die Passagiere verhielten und vermutete schon, dass es sich um eine Kaffeefahrt in den Spreewald handeln könnte.
Also kurz gesagt: Wir erreichten Bremen ohne großen Stress und ohne besondere Ereignisse.
In der Hansestadt angekommen gab es erst mal ne glatte eins für die Organisation… von möglichen zehn wohlgemerkt.
Sonderstraßenbahn? Laufen mit Polizeischutz? Alleine Laufen? Ganz normal die Straßenbahn? Ja was denn nun, zum Teufel.
Die Bremer Polizei ließ uns anscheinend die Wahl. Blöderweise verlor man in diesem Chaos die Übersicht. Wer war nun wo und warum überhaupt? Was zum Geier macht man nun?
Im allgemeinen Durcheinander fanden wir aber alle wieder und auch Lucas, Möri, Kiki und Tiffi fanden zu uns.
Wir entschlossen uns zu laufen, sonst sagt wieder jemand, dass wir ja die Städte, in denen wir uns des Öfteren aufhalten, nur die Stadien kennen und keine Ahnung von der Stadt an sich hätten.
In nur 45.Minuten hatten wir, nach einem schönen Herbstspaziergang an der Weser, endlich das Stadion erreicht und trotz dieser dreiviertel Std. durch Bremen laufen, hat sich das Bild der Stadt nicht verbessert.
Nichts da von wegen in Bremen lässt sichs gut leben.
Ein Gutes hat eine Fahrt nach Bremen ja, man muss beim Stadion nicht das Wort Arena benutzen.
Die Ordner erwiesen sich dieses Jahr als recht angenehm und sowohl Fahnen als auch der Banner fanden ihren Weg ohne Probleme ins Stadion.
Beim Befestigen des Banners vor dem Gästeblock konnte man auch wieder beweisen, dass wir Berliner die Freundlichkeit im Grunde erfunden haben, indem man dem Ordner für jedes Stück Tapeband akribisch dankte.
Nachdem das gute Stück befestigt war, ging’s wieder zu den anderen. Andre (mit ´ über dem e) und Mucki standen gerade am Imbissstand und mussten meinen hungrigen Blick bemerkt haben, jedenfalls lud Mucki mich auf eine Bratwurst ein und bemerkte beim Bezahlen, dass das Geld eh aus der Haushaltskasse seiner Frau kam, die sich wohl wunderte, warum sie mit dem Geld nie hinkam.
Nachdem man herrlich darüber gelacht hatte, ging’s in den Block und verbrachte dort die Zeit zum Anpfiff, wie immer mit fachmännischen Diskussionen. Kurz nach dem Anpfiff bemerkten wir, dass wir definitiv scheiß Plätze erwischt hatten, aber erst mal…
…zum Spiel:
Ja was soll man sagen 5:1 spricht einen deutliche Sprache. Besonders zu bemitleiden war der junge Torhüter Gäng, der für Hertha überraschend sein Debüt gab und nicht gerade eine gute Figur machte. Aber auch so war Bremen klar besser und gewann verdient.
Zur Stimmung:
Wie gesagt, wir hatten scheiß Plätze erwischt. Die Stimmung ging auf der linken Seite vom Block besser als bei uns auf der rechten Seite. Allerdings war das nach dem 3:0 auch hinfällig. Da war der gesamte Gästeblock kollektiv im Eimer.
Erst nach dem 4:0 und dem Gepöbel von den Bremern, die ihre Plätze über den Gästeblock hatten, ging die Party wieder ab. Durchsingen bis zum Abpfiff.
Absolute Highlights für mich waren ganz klar die Dauerkiffer vor und hinter uns, die beiden Typen die nach jedem Werder-Tor den Block wie folgt animierten: „War doch klar, dass wir hier verlieren, aber jetzt zeigt den Bremern, wer hier lauter ist.“ Und ums den Bremern dann auch so richtig zu zeigen, drehten sich beide wieder um und unterhielten sich, bis zum nächsten Gegentor. Der Beste war aber der besoffene Aushilfs-Capo, der versuchte alle um ihn herum zum Klatschen zu animieren und dabei vor allem die Sicht aufs Spielfeld blockierte.
Also kann man wohl sagen, dank vieler Kiffer und Stadion Touristen war der Gästeblock nur die letzten 20 Minuten gut zu hören.
Die Bremer konnten kaum auf sich aufmerksam machen, wie immer eigentlich.
Sofort nach Abpfiff legten wir die Fahnen zusammen und holten den Banner aus dem Bremer dauerregen. NSK Toby war so nett seinen Rucksack zur Verfügung zu stellen, sodass keiner den durchweichten Banner tragen musste.
Ach wie schön doch Bremen bei Nacht und Herbstregen sein kann. Leider hat man keine Zeit die Schönheit zu genießen, wenn man im Stechschritt zum Hauptbahnhof muss. Klar hätte man auch wieder Tram fahren können, aber die Stand hinter uns Fußgängern im Stau.
Dank des Hetzens verloren wir leider Lucas, Möri und Kiki. Ich hoffe ihr seid gut nach Hause gekommen.
Unser Zug war noch nicht da und so konnten wir uns ein Stück abseits vom Pöbel platzieren und hoffen eine Tür zu bekommen.
Selbst NSK Toby schaffte es trotz Kontrolle und keiner Fahrkarte aufs Gleis.
Auch Tiffi durfte noch mit aufs Gleis um Tschüss zu sagen.
Der Zug fuhr ein und mal wieder wurde geschubst und geschoben, um Sitzplätze zu bekommen. Dank unseres genialen Plans, uns etwas abseits zu stellen, hatten wir ähnlich gute Plätze wie auf der Hintour.
Kurz nachdem der Zug sich in Bewegung gesetzt hatte, versuchten die meisten erst mal ne runde Schlaf abzubekommen.
Unnötig zu erwähnen, dass es kaum einer schaffte.
Stattdessen verbrachten wir die Fahrt mit Gesprächen, beispielsweise darüber, dass der Name OIsi sich unbedingt durchsetzen müsse und über vergangene Peinlichkeiten auf Auswärtstouren.
Kurz vor Spandau wurde unser Zug noch fix zum Dark-Room umfunktioniert. Das Licht fiel ganze zweimal aus, wurde aber (einige mögen sagen leider) wieder angeschaltet.
Pünktlich erreichten wir den schönen Bezirk gleich hinter Ikea.
NSK Toby überreichte mir wieder den Banner (wääää nass) dann verabschiedeten wir uns von allen, die weiterfuhren, und stiegen aus.
Toby, Lini, Svenne, Bob, Princesschen und ich verschlug es noch zu Mäces in den Arcarden, bevor sich auch unsere Wege trennten.
Zu Hause angekommen hängte ich den Banner noch zum Trocknen auf und legte mich schlafen.
Am nächsten Morgen gehörte dann die erste Körperfunktion wieder dem Ohr. Im Radio war Queen zu hören und Freddie Mercurys Stimme verriet einem:
The Show must go on….
Ha Ho He
Hauptmann
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:22
1.FC Union Berlin – SV Wacker Burghausen 4:0
4.Spieltag 3. Liga 2008/2009
Freitag, den 22.08.08, 19:30Uhr
Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
5.612 Zuschauer
So was ist immer toll. Da nimmt sich einmal was Schönes für ’n Freitagabend vor und dann regnet’s. Natürlich hat man die Jacke, die man die ganze Woche immer vorsichtshalber mitgenommen hat, zu Hause gelassen.
Tja da standen wa nun, Toby, Daniel, Matze, Minni und ich in der Unterführung an der Schönhauser Allee und überlegten was zu tun wäre.
Okay, man hat genügend Fußballerfahrungen im Regen und man ist ja auch nicht aus Zucker, also erst mal rein in die U2 und ab zum Stadion.
Und siehe da: Kaum hatte man den Jahn-Sportpark erreicht, wurde es wieder trocken.
Also marschierten wir zum Gästeblock um dort festzustellen: Wir ham ja noch gar keine Karten.
Auch kein Problem für alte Fußballhaudegen. Die entsprechende Kasse war schnell gefunden und gegen einen kleinen Obolus von 10ois bekam man eine Eintrittskarte. Eine solche Karte gehört zu jenen Gegenständen, deren Besitz man später bestimmt seinen Kindern erklären muss.
Die Eintrittskontrollen waren schnell passiert und was zu futtern und zu trinken war auch schnell organisierst.
Die Hymne von Scheiß Union taten wir uns noch in der Nähe des Fressalienverkaufs an, nicht ohne mit einem Auge nach den Burghausener Ultras zu schielen, die pünktlich zum Anpfiff blank gezogen hatten und ’ne Mordssause starteten.
Ein netter Ordner forderte uns dann auf unsere Plätze aufzusuchen und so fanden wir uns kurze Zeit später im Gästeblock unweit der Ultras Burghausen wieder.
Natürlich wurden wir immer mal wieder kritisch beäugt, aber wohl für harmlos eingestuft, fehlten uns doch die Kabel am Ohr…
Das Spiel plätscherte so vor sich hin und die Burghausener gaben alles, um mit ihren 30 Leutchen gegen die guten 5000 Unioner anzuschreien.
Vom Wuhlesyndikat kam herzlich wenig, dafür wussten die Jungs und Mädels der Black Side zu gefallen, die 90 Minuten lang munter ihr Liedgut zum Besten gaben.
In der Halbzeit wurden dann die eigens aus Bayern mitgebrachten Läberkäs-Semmeln vertilgt.
Hatte was sehr Familiäres, das Ganze.
Ja das Spiel endete 4:0 - vielleicht ein bisschen zu hoch, aber wohl verdient.
Die lächerlichen rot-weißen Hampelmänner feierten ihren Sieg und wir machten uns vom Acker.
Was bleibt zu sagen?
Nächstes Mal suchen wa uns ’n Stadion mit Dach, liebe Herren Daniel und Toby, und liebe Burghausener hier ein Aufruf an euch: Geht ins Stadion, supportet euer Team. Mit ein paar Leuten mehr würde Wacker ein genialer Support gelingen.
Burghausen, ja so heißt meine Stadt, der SV Wacker mein Verein. So ist es und so wird es immer sein …
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:25
VFL Bochum - Hertha BSC 2:3
14. Spieltag 1.Bundesliga 2008/ 09
Samstag, den 22.11.2008 15:30 Uhr
Ruhrstadion
18.200 Zuschauer
Der kleinste, mobile Friseursalon.
Ein 9er, ein Handy, ein Momo GANG BANG BERLIN.
Nach einer ganzen Woche Drecksmaloche freute ich mich wie ein Irrer endlich mal wieder über Deutschlands Straßen zu gurken, um Hertha in der Fremde zu sehen.
Aber gerade wegen einer Woche der Arbeit (auch noch unbezahlt. Vielen dank, liebes Arbeitsamt) verschlief ich eine gute halbe Std.
Völlig im Delirium torkelte ich durch die Wohnung, in der Hoffnung meine Klamotten zu finden. Nebenbei rief ich Svenne an, um ihm meine Situation zu schildern und zu sagen, dass ich später käme.
Als ich endlich halbwegs vernünftig im meinen Klamotten war, flitzte ich los, um (natürlich) den Bus zu verpassen. Das hieß über die völlig vereisten Straßen Haselhorts sausen, um wenigstens die U-Bahn noch rechtzeitig zu bekommen. Auch dieses Vorhaben scheiterte und passte damit irgendwie zu diesem recht verkorksten Morgen.
Aber die 10 Minuten Wartezeit auf dem U-Bahnhof konnte ich mir wenigstens gut vertreiben. Ich traf nämlich einen Teil meiner Ex-Verwandtschaft, der gerade auf’m Weg zur Arbeit war, und man tauschte sich ein wenig über Fußball aus.
Eine halbe Stunde nach geplanter Abfahrtzeit traf ich dann endlich am Adenauerplatz ein und hüpfte in den Bus. Unnötig zu erwähnen, dass ich der Letzte war. Svenne, Gloria, Bob, Oli, Sonja, Prinzesschen, Momo und (was wäre Hertha auswärts ohne sie?) Minni waren schon an Bord.
Ohne große Umschweife ging es dann auch sofort auf die Autobahn Richtung Ruhrpott.
Die ersten Kilometer verliefen ruhig, Sonja hatte Butterkekse dabei. Eigentlich sollten das gar keine Butterkekse sein, aber beim Backen kam wohl etwas zu viel Butter in den Teig. Das war aber halb so schlimm. Ich fand es lecker.
Bis Hannover kamen wir super durch und konnten ganz entspannt die erste kleine Raucher-/ Pinkelpause angehen.
Und es ist schon herrlich mit anzusehen, wie Leute mit Anfang bis Mitte Zwanzig immer wieder acht Jahre alt werden, wenn Schnee liegt. Einige Schneebälle flogen durch die Luft und die Kinderchen hatten offensichtlich ihren Spaß.
Wieder im Auto schlief Momo recht schnell ein. War dann wohl doch zu viel Stress für den Kleinen. Aber wer so fein spielen kann, der darf auch ein Schläfchen machen.
Sonja fing unterdessen an, Prinzesschens Haar zu stylen. Haarspray hatte sie dabei und so brachte sie seine Haare gekonnt in Form.
Und da noch so viel Spray in der Flasche war und man ja nicht einfach aufhören kann (ist wie beim Sport. Man soll ja auch immer Auslaufen) und Momo gerade so schön schlief, frisierte sie auch gleich noch seine Haare.
Fand er später beim Aufwachen nicht ganz so witzig.
Es folgte noch eine kurze Pinkel- und Raucherpause, bei der man auf den Bus des FKO stieß, die aber gerade wieder im Aufbruch waren.
Prinzesschen stellte sich auf die Höhe der Ausfahrt, um sich zu erleichtern und meinte noch: Hoffentlich kommt der FKO nicht gerade jetzt hier lang. Doch genau das tat er, was bei mir natürlich für eine recht gute Laune sorgte.
Prinzesschen dagegen schloss schnell wieder seine Hose und winkte Anne zu, die im Oberen Bereich des Busses saß. Dieses Winken sorgte aber für Verwirrung beim FKO, die dann auch extra anhielten um zu gucken, ob das Winken nicht ein „Hilfe-ihr-habt-mich-vergessen“-Signal darstellen sollte.
Nach dieser eigentlich völlig absurden Szene ging es weiter.
Prinzesschen, Minni und ich waren derzeit von Martini-Cola auf Feigling-Cola-Gemische umgestiegen und der Pegel stieg beständig, zumal wir noch keine Frühstückspause gemacht hatten.
Im Raum Bielefeld sollte die Rast stattfinden. Doch kaum näherten wir uns Arminias Zuhause, kam der Schock.
Das Horror Szenario, welches wir alle die ganze Zeit im Hinterkopf hatten:
Schneetreiben, völlig verschneite und vereiste Straßen und einige Warnblinker vor uns.
Ein Stück weiter vorne hatten sich mehrere Autos zusammen geschoben, welche nun am Standstreifen auf den Abschleppdienst warteten.
Kurz vor uns stellte sich dann ein Kleintransporter quer und der folgende PKW hatte keine Chance und rutschte in die Seite des Transporters. Beide Fahrer kamen aber mit einem Schreck davon. Leider hatte dieser Zusammenstoß auch für uns Folgen. Wir mussten stoppen und das an einer Steigung. So etwas ist natürlich tödlich, wenn man Heckantrieb und Allwetterbereifung hat.
Unser Gefährt steckte also fest. Beim Versuch Gas zu geben brach immer wieder das Heck aus, aber vorwärts ging es keinen Zentimeter mehr.
Es half nur eins: aussteigen und schieben. Wir weckten Momo, der erst der Meinung war, wir würden uns einen Scherz mit ihm erlauben, und begannen den Bus die Steigung empor zu schieben. Nach nicht einmal zehn Metern hatten wir es geschafft und sprangen in den langsam anfahrenden Bus zurück. Leider war das ganze Manöver etwas unorganisiert und so hatte ich plötzlich Momo auf dem Schoß.
Sonja und Prinzesschen kletterten eine Runde durchs Auto und dadurch hatte dann jeder wieder einen Platz für sich.
Hinter uns wurde dann die Autobahn gesperrt und somit hatten wir Glück im Unglück.
Sobald die Straße etwas freier von Schnee und Eis war, machten wir noch eine Raucherpause, um den Schock von eben etwas zu verdauen. Mit uns auf dem Parkplatz stand noch ein Bus voller Gesindel, die wir aber weitestgehend ignorierten.
Wieder auf der Autobahn beschlossen wir direkt nach Bochum durchzufahren und keine Pause mehr zu machen, für den Fall dass es wieder Probleme mit Schnee geben könnte.
Gott sei dank blieb uns weiterer Stress erspart und um 13 Uhr passierten wir das Ruhrstadion.
Wir nutzten den Parkplatz vom letzten Mal und auch heute versuchte Svenne wieder das Hertha Logo in den Boden zu fahren. Wieder ohne Erfolg.
Wir zogen uns winterfest an und marschierten zum Eingang des Gästeblocks.
Lucas war schon da, bekam seine Karte von Bob und dann warteten wir auf den Einlass.
Nur gut, dass es nicht kalt oder windig war oder wir riesen Hunger gehabt hätten.
Nach einer gefühlten Ewigkeit wurden dann die Tore geöffnet und wir stürmten erst mal den Fressalienstand, um uns mit Würstchen in sämtlichen Variationen, Bouletten, Kaffee und Glühwein zu stärken.
Vor dem Block unterhielten wir uns noch mit einigen Bochumern Ordnern, die sich als Schalker und Dortmunder erwiesen, was uns natürlich ein wenig zum Stutzen brachte. Aber egal.
Im Block pfiff uns der Wind um die Ohren und trieb die Kälte ganz schön unter die Haut. Was uns dazu veranlasste noch mal das WC aufzusuchen (das war geheizt) und noch den einen oder anderen Kaffee bzw. Glühwein zu vernichten.
Erst kurz vor Anpfiff gingen wir wieder in unseren Block und fabrizierten den schwulsten Moment des Tages, indem Lucas und Momo sich an mir rieben. So von wegen Reibung erzeugt Wärme. Ja nee is kla…
Kurz vor Beginn des Spiels rief mein Vater noch mal durch um mir mitzuteilen, dass er auch wieder im Stadion sei. Na dann mussten wir ja gewinnen…
Zum Spiel:
Hertha in der ersten Halbzeit um Welten besser als offensichtlich überforderte Bochumer. Locker und flockig wurde ein 0:3 Halbzeitstand herausgeschossen.
In der zweiten Halbzeit kam der VFL wie verwandelt aus der Kabine und drückte Hertha an den eigenen 16er. Und ich hatte es noch zu Torte in der Halbzeit gesagt: „Denk an Karlsruhe gg. Leverkusen (3:3 Endstand nach 0:3 Führung für Leverkusen)!“
Wie beim Handball spielte der VFL den Ball flüssig um den Hertha-Strafraum und wartete auf eine sich bietende Lücke. Nach einer Ecke fiel das 1:3 und nach einem Abwehrfehler das 2:3 für die Bochumer.
Hertha schwamm total und auch die eingewechselten Lustenberger und Pantelic standen nur körperlich auf dem Feld.
Nur (und da leg ich mich fest) dank Simunic und Drobny rettete Hertha den Vorsprung über die Zeit.
Und man mag es Schicksal oder Zufall nennen, man kann es mit Aberglaube sehen oder damit einen Beweis für Gott gefunden haben: Immer wenn mein Vater und ich im Stadion sind, gewinnt Hertha das Spiel.
Zur Stimmung:
Gute 800 Berliner hatten sich aufgemacht ihre Hertha zu unterstützen und taten dies auch gleich richtig gut. Natürlich begünstigt vom Spiel der Mannschaft und der hohen Führung waren nur Berliner Gesänge im Ruhrstadion zu hören.
Die Bochumer (waren die überhaupt da?) waren ein Totalausfall. Kein Lebenszeichen von der Ostkurve Bochum.
Erst mit dem Anschlusstreffer und der damit verbundenen Druckphase der Bochumer kamen auch ein paar Gesänge der Ultras Bochum bei uns an.
Ist aber noch ne Menge Luft nach oben bei den Pottlern.
Durchatmen nach Abpfiff und Welle machen mit dem Team und dann ging’s auch wieder Richtung Ausgang.
Mein Vater rief noch mal durch und versicherte mir alle Spiele von Hertha in NRW künftig zu bezahlen. Na dann werden wir wohl doch Meister…
Wir sagten Lucas tschüss und winkten noch schnell Torte, Marian und Co zum Abschied, stiegen in unsern Bus und schon waren wir wieder auf der Autobahn nach Berlin.
In einem kleinen Verkehrsstau sinnierten wir darüber, dass es besser wäre, Bochum, Dortmund, Gelsenkirchen und Duisburg zu einer Stadt zusammen zu legen, um nicht dreihundert Mal in einer Saison in den Ruhrpott fahren zu müssen.
Ein Name für diese neue Stadt war schnell gefunden: „BoDoGeDu“. Und der Verein der Stadt (die TUs Bodogedu) würde in den traditionellen Vereinsfarben schwarz-gelb, blau-weiß spielen.
Momo saß zwischen Prinzesschen und mir und fing an, Ski fahren zu wollen. Was natürlich weder Prinzesschen noch mich sonderlich erfreute.
Zumal Prinzesschen auch gerade seine Freundin am Telefon hatte…
Geht das eigentlich auch? Gang Bang Telefonsex?
Dinge wie diese sollten wohl auf ewig ein Geheimnis bleiben… Gott sei dank.
Nachdem wir mit Schwachsinn dieser Art endlich durch waren, wurden die Gespräche etwas ernster und schließlich war es Zeit fürs Abendbrot. Bei Burger King trafen wir wieder auf einige Schalker. Aber bis auf einige böse Blicke und ein paar Pöbeleien („Hast du schon die missGEburten gesehen?“ „Ja neben mir steht eine…“) passierte nichts.
Ich konnte endlich den Long Chicken Chili Cheese probieren (und sollte es später sehr bereuen) dann gingen wir alle noch eine Rauchen und weiter ging’s.
Die nächste Pause ließ nicht lange auf sich warten, da einige im Bus zu viel Cola getrunken hatten (tut mir Leid!).
Bei diesem Stopp trafen wir auf einige Gladbacher des älteren Jahrgangs, mit denen wir uns noch etwas unterhielten und zusammen „Die Elf vom Niederrhein“ sangen.
Einer der Borussen, der wohl schon etwas zu viel intus hatte, leckte noch an Sonjas Fenster. Wohl um ihr zu zeigen was er mit seiner Zunge alles könnte…?!
Wieder auf der Autobahn fand Prinzesschen diese Aktion ganz nett, hatte der Gladbacher doch Dreck aus fünf Bundesländern von der Scheibe entfernt. Igitt…
Momo und ich fingen an etwas für nächsten Samstag zu üben, um fit zu sein fürs Spiel der Karlsruher in Hannover. Wäre doch peinlich, wenn man die Texte nicht mehr könnte.
„Allez Karlsruh’, allez Karlsruh’, allez Karlsruher SC…“, sehr schön, wir können es noch.
Kurz vor Hannover dann die letzte Pause, bei der Momo beim Pinkeln plötzlich hell erleuchtet wurde.
Er stand vor einer von ca. fünfzig leeren Parkbuchten, um sich zu erleichtern und genau in diesen Parkplatz fuhr nun ein Auto und erleuchtete ihn.
Selten so gelacht.
Wieder im Bus lauschte man den Texten der Onkelz und Bushido (du Hund, du bist der Grund für BUUUUHHH dadadadadam), bevor die Dance Remix CD eingeschmissen wurde und Svenne das Auto zur Disco umfunktionierte, indem er das Licht im Takt der Musik an und ausmachte.
Gute 200km vor Berlin nickten wir dann alle langsam weg (bis auf Svenne natürlich) der uns auch mit dem Lautermachen der Musik oder seinem Licht-an-Licht-aus-Spielchen nicht am Schlafen hindern konnte.
Es ist schon komisch, dass man immer kurz vorm Passieren des Berliner Bären wieder wach wird um mit einem Lächeln auf Gesicht und Seele festzustellen: Ich bin wieder zu Hause.
Am Zoo trennten sich unsere Wege. Während Minni und Oli zur S-Bahn gingen, verschlug es Momo, Sonja, Prinzesschen, Gloria und mich in die U-Bahn.
Svenne und Bob fuhren mit dem Bus nach Hause… erst viel zu spät fiel mir ein, dass sie Gloria und mich ja noch hätten mitnehmen können. Wohnen ja alle in der gleichen Ecke.
Prinzesschen fuhr mit der U9 nach Reinickendorf, Momo und Sonja Richtung Neukölln, Gloria ging auf das Gleis der U2 Richtung Ruhleben und ich auf das Gleis Richtung Pankow, um mich dort zu fragen, was ich dort verloren hatte…Auf dem Weg aufs richtige Gleis wollte mir noch jemand für 1€ was vorsingen, aber irgendwie war mir das den Euro nicht wirklich wert.
In der U-Bahn unterhielt ich mich noch ein wenig mit Gloria über Gott, die Welt und Fußball.
Ich erwischte tatsächlich den letzten Bus und war kurz nach zwölf zu Hause.
Eine lustige Tour, ein spannendes Spiel und eine tapfere 9er Crew, die weder Eis noch Schnee fürchtet.
Danke an Svenne fürs Fahren.
Ha Ho He
Hauptmann
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:26
Hannoverischer Sport Verein von 1896 vs. Karlsruher SC 3:2
15. Spieltag 1.Bundesliga 2008/09
Samstag, den 29.11.2008 15:30 Uhr
Niedersachsenstadion
32.400 Zuschauer
Na Minni erinnerst du dich an Cottbus…?
Und ich geh nur mit Mutti ins Stadion.
Statistiken und Serien sind im Fußball voll fürn Eimer. Und so trug es sich an diesem kalten Novembertag zu, dass ich meine erste KSC – Niederlage live im Stadion sehen musste.
Um kurz vor neun stand ich auf, ging duschen, frühstücken, sah entspannt auf die Uhr und Fuck: in 30 Sekunden kommt der Bus.
Unnötig zu erwähnen, dass ich nur noch das Heck des Busses sah. Macht ja nichts, in einer Großstadt wie Berlin fährt ja regelmäßig irgendwas irgendwo hin und so entschloss ich mich, den nächsten Bus zu nehmen und die Wartezeit im Getränkemarkt meines Vertrauens zu verbringen und für die Fahrt noch etwas einzukaufen.
Und trotzdem kam ich pünktlich an der Messe Nord an.
Marian und Minni waren schon da und nach 5 Minuten Wartezeit kam auch Oli in seinem neuen Skoda. Schickes Teil und voll High Tech. Fährt nämlich mit Gas.
Ohne große Umschweife fuhren wir los und die erste Martini-Cola-Mische wurde die Kehle hinuntergespült.
So lässt sich’s leben: Becher in der Hand, Onkelz aus den Boxen und auf dem Weg zu den Brüdern und Schwestern aus der Fächerstadt.
Im Raum Magdeburg machten wir die erste kleine Raucherpause. Auf dem Rastplatz wurden fachmännische „eine Wilde Horde“-Aufkleber, vermutlich von gestern Nacht, entfernt und dann wurde sinniert, wie man doch am besten nach Athen kommen würde, zwecks Uefa Cup. Einige Flugrouten wurden besprochen, Preise verglichen und auch überlegt, welchen Flughafen die Wolfsburger als Knotenpunkt für ihre internationalen Spiele wählen würden. Am Ende dieser doch sehr theoretischen Runde wurden mal wieder die alten Kamellen längst vergangener Tage hervorgeholt und Minni durfte sich mal wieder anhören, wie schlimm sie sich damals in Cottbus abgeschossen hätte.
Dann ging es aber auch schon weiter Richtung Hannover.
Ca. 100km vor der eben genannten Stadt machten wir erst mal Frühstück: Mäces wurde angefahren und Marian zählte seine unzähligen Male auf, in denen er hier gegessen hatte.
Unglaublich was der sich alles merken kann.
Nachdem wir unser Essen hatten und voll beim MC Donalds Monopoly abgeräumt hatten (ein Caffee und ein Soft Eis) besprachen wir den Umstand, dass einige Ex-BBH-Mitglieder nun doch ihre eigene Gruppe aufmachen wollen.
Tja, bleibt mir nur zu sagen: „Viel Glück. Mögen eure Kasse behütet und eure Auswärtstouren gut geplant sein.“
Kurz vorm Weiterfahren kamen wir dann wieder auf Minnis Absturz in Cottbus und langsam fing es an, sie zu nerven.
Wir waren richtig gut in der Zeit, als die erste Ausfahrt nach Hannover am Autobahnrand erschien und Oli fragte, ob jemand wüsste wo wir abfahren müssen…
Haha Jackpot würde ich sagen.
Da fährt man nu jedes Wochenende an Hannover vorbei und kann sich beim besten Willen nicht dran erinnern, ob die verdammte Arena ausgeschildert ist.
Wir fuhren einfach irgendwann von der Autobahn ab. Im Stadtkern wird schon ein Wegweiser zu finden sein. Und tatsächlich war das Stadion getarnt als Sportpark ausgeschildert.
Blöderweise standen diese Schilder auch mehr oder weniger willkürlich da und so mussten wir uns wie ein Blinder beim Gruppensex immer näher an die Sache bzw. das Stadion herantasten.
Ganz großer Sport.
Gegen 14 Uhr rollten wir dann aber doch auf den Parkplatz der „Wir optimieren ihre Nette – Einkommen-Arena“. Wie ich diese Verstümmelung der Stadionnamen zugunsten von 3,50€ hasse…
Auf dem Weg zum Gästesektor vertieften wir uns in Gespräche über Hannover Fahrten aus der Vergangenheit und was so alles passiert wäre. Gerade im Bezug auf Alkohol, als irgendjemand wieder sagte: „Ne Minni, wie damals in Cottbus.“
Die Einlasskontrollen waren wie immer sehr intensiv und hatten schon beinahe was von Vergewaltigung.
Danel aus Ka lief uns über den Weg, das heißt eigentlich torkelte er nur, denn er hatte am selbigen Morgen um ca. 6 Uhr beschlossen, den Weg nach Hannover anzutreten, und war voll wie eine Russische Trauergemeinde am Totensonntag.
Er gab erst mal mehrere Runden Bier für uns alle aus und trank dabei gut gelaunt mit und vernichtete quasi so nebenbei noch einige Becher Glühwein.
Watt diese Karlsruher saufen können ist einmalig, ehrlich.
Momo gesellte sich zu uns (er war mit den anderen knapp 80 Berlinern via Zug angereist) und bekam auch erst mal einen Bierbecher von Daniel in die Hand gedrückt.
Als Momo das Bier in Minnis Händen sah, gab er zu bedenken, dass Minni nicht so viel trinken sollte, sonst würde das enden wie damals in Cottbus…
Arme Minni.
Es wurde langsam Zeit, sich in den Block zu stellen, denn es wurde langsam Zeit für den Anpfiff.
Zum Spiel:
Der KSC in Hälfte eins in allen Bereichen zu langsam. Hannover wirkte geistig und körperlich frischer und führte nach 45. Minuten verdient mit 3:0.
Nach dem Seitenwechsel drückte der KSC und kam durch einen Elfer wieder ran. Danach erspielten sich die Badner viele gute Möglichkeiten, konnten aber erst 10 min vor Schluss auf 3:2 verkürzen. Im Anschluss gab es noch eins, zwei Möglichkeiten noch das Remis zu holen. Aber 96 hatte das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite und gewann am Ende 3:2.
Zur Stimmung:
Karlsruher und Berliner schafften es trotz des Rückstandes in der ersten Halbzeit für eine gute Stimmung im Gästeblock zu sorgen.
Beim Anpfiff zur 2.Halbzeit verließen die Aktiven mit einem lauten „Wir haben die Schnauze voll“ den Block und die Stimmung war natürlich weg.
Der Heimsektor konnte mit einigen lauten Gesängen, vielen Fahnen und Doppelhaltern sowie mit Ober- und Unterrang-Hüpfen überzeugen.
In der Halbzeitpause präsentierte ein leckerer Schokoriegel, eingepackt in zwei herzhafte Waffeln, die 96 Fan Box. Heute unter dem Motto „mein ständiger Begleiter“. Absolutes Highlight zwischen den üblichen Verdächtigen wie Schal, Trikot, Mütze, war ein kleiner Junge der Stolz verkündete, dass sein ständiger Begleiter ins Stadion seine Mutti sei… breites Grinsen im Gästeblock.
Nach dem Spiel ging’s dann aber auch geradewegs zum Auto zurück und ab nach Hause… Pustekuchen.
Um nicht in einen Stau zu kommen fuhren wir einfach einen Weg endlang, auf dem alles frei war. Wir hatten vielleicht blöde Ideen an diesem Tag.
Die Straße führte uns über einige Dörfer 13km nach Westen. Mitten in der Pampa war das Bestattungsinstitut Jürgens… wobei sich das Ganze „Jürgens Bestattungen“ nannten. Was ich nicht ganz verstand. Immerhin kann man sich ja schwer mehr als einmal Bestatten lassen… Na Witz verstanden? (alter Klugscheißer ich)
Dann endlich fanden wir die Autobahn, auf der es Richtung Berlin ging.
Kaum waren wir an Hannover vorbei, gab’s dann wieder eine kleine Raucherpause, ohne weitere Zwischenfälle.
Kaum waren wir wieder im Auto, hielten wir schon wieder an. Kurz hinterm Ortseingangsschild Peine (muss man auch mal da gewesen sein) tankten wir das Auto auf.
Minni und ich schlenderten schon mal über die Straße zu Burger King. Mensch Alkohol und dann frische Luft - geht ja mal gar nicht klar.
Angekommen beim König der Burgerketten konnte ich mich erst mal herrlich künstlich über die Werbung im Schaufenster aufregen. Speichersticks in Form eines Burgers, Pommes oder Cola konnte man für 5,99€ käuflich erwerben bzw. beim Kauf eines Maxi Menüs für nur 4,99€.
Ist euch eigentlich klar, wie gefährlich so was ist?! Man stelle sich nur folgendes Szenario vor:
Man kommt stralleblau nach hause, bekommt Hunger und beißt aus versehen in einen Haufen von Schaltkreisen… Ist doch schlimm so was.
Minni lud mich freundlicherweise zum Essen ein und als wir alle volle Tabletts hatten und es uns gemütlich gemacht hatten, wurde es albern.
Ohne Erfolg versuchten wir aufzustehen und den Sender im restauranteigenen TV zu verstellen.
Dann kamen wir von der HSV96 Anzeigetafel (jeder Mist wird präsentiert von jedem Scheiß) auf den Friedhof des HSV aus Hamburg und sinnierten darüber, ob „diese Bestattung von Snickers (wenns mal wieder länger dauert)“ präsentiert wird. Außerdem dachten wir darüber nach, welche Hymne sich wohl für eine Beerdigung am besten eignen würde. Auf den Plätzen eins und zwei landeten: „HSV forever and never“ und „Nur nach Hause (geh’n wa nich)“.
Marian wollte dann die Leichen selber zum Grab laufen lassen und der Lachanfall war perfekt. Minni hielt es vom Essen ab und mir tränten schon die Augen.
Dazu kam noch eine Diskussion darüber, ob Pommes nun wiedergeboren werden. Muss ja, sonst gäbe es ja nicht so viele davon.
Es wurde auch nicht besser, als ich mir durchlas, was Marian auf einer „10% Rabatte auf einen Big King“ -Karte zusammen kritzelte: Marian G. Ja ich weiß selbst wenn man es laut (mit Punkt) vorliest ist es nicht witzig. Aber wenn man schon einen Lachanfall hat, lacht man über jeden Scheiß (Proletarier wir).
Einige Frankfurter / Bremer (war nicht klar zu erkennen) betraten das Lokal und wir sangen zusammen das Lied von Tim Wiese, der schönsten Frau der Welt.
Bevor man dann weiterfuhr gab’s noch ein Erinnerungsfoto inkl. Burger King-Krone. Ohne Worte sag ich mal.
Wir verließen Peine (leb wohl, wir haben dich kaum gekannt) und stellten fest, dass die Flasche Martini leer war (Ruhe in Frieden Martini, auch dich haben wir kaum gekannt).
Gott sei dank war es kein Grappa wie nach Cottbus, ne Minni?
Die restliche Fahrt verlief ruhig und ohne weiteren Zwischenstopp.
Die Onkelz wichen dem Radiogedudel und wir näherten uns zügig der wunderschönen Hauptstadt.
Kurz bevor meine Beine endgültig abgestorben waren, erreichten wir den Ausgangspunkt unserer Reise und stiegen aus.
Marian ging zu seinem Auto, Oli fuhr weiter, Minni und ich liefen zur S-Bahn.
Jungfernheide trennten sich dann auch unsere Wege.
Natürlich verpasste ich den Bus und durfte 20 Minuten in der Kälte auf den nächsten warten.
Noch vor 0 Uhr war ich wieder zu hause, setzte mich an Rechner und begann zu schreiben:
„Na Minni, erinnerst du dich an Cottbus?“
Eine schöne Fahrt.
An alle Karlsruher: war schön, euch mal wieder zu sehen, und Kopf hoch.
Danke an Oli fürs Fahren, war wirklich sehr relaxt.
Ha Ho He
Hertha & Karlsruhe
Hauptmann
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:28
Ge-Buer vs. Hertha BSC 1:0
16.Spieltga. 1.Bundesliga 2008/2009
Samstag, den 06.12.2008 15:30 Uhr
Arena auf Schalke
61.000 Zuschauer
Tobi allein im Bus
Wir sind ja gleich da.
Tja wie schon am letzten Wochenende riss wieder eine Serie. Dieses Mal wurden mein alter Herr und ich zeitgleich live im Stadion Zeuge einer Niederlage und wie schon vor einer Woche gesagt:
Statistiken und Serien sind im Fußball voll fürn Eimer.
Nachdem ich gegen Bochum etwas verschlafen hatte war die Nacht ein einziger Alptraum. Alle halbe Stunde wurde ich panisch wach, um festzustellen, dass es noch mitten in der Nacht war.
Ja und was soll ich sagen? Ich musste ja mitten in der Nacht aufstehen und das tat ich diesmal auch zeitig, machte mich in Ruhe fertig und verließ das Haus.
Pünktlich den Bus bekommen, die U-Bahn auch und schon war ich am Fehrbelliner Platz, besorgte mir ein Salami-Brötchen (mit mehr Butter als Salami) und ging zum Bus… und drehte um, denn ich war zum falschen Bus gelaufen… Im Grunde ne Absolute Frechheit, dass da morgens so viele Busse rum stehen.
Diana, ihr Freund, Laura, ihr Papa (Manne), Chancentot und die Capital Supporters waren schon da.
Eine Zigarettenlänge später trafen dann auch NSK Tobi (ich werd in diesem Bericht einfach ab sofort auf das NSK verzichten, denn es war nur ein Tobi dabei…) und Denis angestiefelt, Die beiden hatten sich offensichtlich am gleichen Fressstand wie ich ein Brötchen besorgt, denn wir drei hatten alle das gleiche Problem: Butter statt Belag. Widerlich…
Im Bus waren anscheinend nur Einzelakteure anwesend, denn die meisten saßen alleine, was für uns bedeutete, wir mussten uns trennen.
Ich und Denis erwischten noch einen Doppelplatz in der vorletzten Reihe.
Der Bus setzte sich einigermaßen Pünktlich in Bewegung und das Elend nahm seinen Lauf:
Ich werde euch jetzt nämlich von sieben Menschen berichten und wenn ihr denkt ich überziehe in meiner Erzählung, dann fragt Manne oder Denis und ihr werdet sehen, dass ich nicht übertreibe, sondern dass wir wirklich Höllenqualen und Ohrenbluten erleiden mussten.
Also in der Reihe hinter uns saßen drei junge Damen im Alter von 14, 16 und 18 und zwei junge Herren im Alter von 18 und 19. Neben uns auf dem Doppelsitz saßen zwei Herren im Alter von 23 und 24. Alle sieben kamen aus Ost-Berlin und Brandenburg. Die Info über die Herkunft dieser sieben erwähne ich nur, weil sie alle Klischees erfüllen, die man so als Wessi von Ossis hat.
Wir waren noch nicht ganz aus Berlin draußen, da fing es an… Gesprächsinhalte wie „Latein wird doch in Hieroglyphen geschrieben und Kyrillische Buchstaben wären ja dasselbe“ und außerdem wäre das Lied „Blau Weiß sind unsere Farben“ ja ne viel bessere Hertha Hymne als „Nur nach Hause“ und Heidi fände das Lied ja auch ganz gut, aber eigentlich heiße er ja gar nicht wirklich Heidi, sei ja ’n Junge und überhaupt wäre Heidi auch so cool, aber eigentlich ist das „Blau und Weiß sind unsere Farben“ doch nicht so gut, weil in dem Video Ebert neben’s Tor schießt, aber Ebert sei doch auch so cool… und so ging das über sechs Stunden. Ohne Pause, ohne Luft holen. Sechs Gottverdammte Stunden konnten diese Idioten nicht ihre Klappe halten.
Denis wurde von ihnen noch zum Studenten befördert, weil er erklären konnte, was eine These ist…
Ich sehe das ganze im Rückblick positiv, konnte man doch durch diese sieben Menschen sicher sein, dass es durchaus möglich, ist jemandem das Hirn rauszuvö… gelchen flieg…
Denis überstand diesen Angriff aufs Gehör nur mit der Hoffnung gleich da zu sein. Und das brabbelte er immer und immer wieder vor sich hin… Wir sind gleich da, wir sind gleich da.
Aber erst mal wurde es Zeit für die erste Pause.
Der FKO Bus stand schon da und nachdem auch unser Bus gehalten hatte, rollte der Bus der Harlekins und der Neuner der HBSC Crew 08 (allez allez) auf dem Rasthof ein. Mit einem Kaffee (ach du Göttergetränk) und einem Kippchen in der Hand, begrüßte man einige bekannte Gesichter aus den anderen Bussen und zog noch ein wenig über andere Mitfahrer vom Leder.
Die Crew zog unterdessen einige Blicke auf sich und man konnte einige Kommentare der echten Ultras belauschen, die nicht gerade positiv ausfielen.
Aber das mal nur so nebenbei.
Der Bus setzte sich nach der kleinen Pause wieder in Bewegung und wir bekamen einen Film zu sehen.
Nun mal ganz ehrlich, ja es ist Nikolaus und bald ist auch Weihnachten… aber muss man wirklich in einem Bus voller Fußball Fans so ein Klischee-Weihnachtsfilm zeigen?
Schlimm echt. Ich konnte gar nichts machen, mein Kopf wurde automatisch von der Scheibe angezogen… Pong Pong Pong… lieber Kopfschmerzen als diesen Film zu verfolgen bzw. die sieben Gehirnamputierten hinter mir zu hören.
Denis war unterdessen schon in die Fötus-Haltung geflüchtet und murmelte vor sich hin: „Wir sind gleich da, wir sind gleich da.“
Bevor wir nun endgültig einen Heulkrampf bekamen, machten wir die zweite Pause bei Burger King.
Beim Essen besprachen wir noch mal die Probleme von Timo und seinem Auto und gerieten dabei herrlich ins Lachen. Ansonsten passierte nicht mehr viel, außer dem Tattoo-Posen, was Chancentot gegen mich natürlich sang- und klanglos verlor.
Wieder im Bus flimmerte Mr. Bean über den TV Bildschirm, was, Gott sei dank, die Hautverschwender hinter uns erst mal ruhig stellte.
Endlich erreichten wir dann die Stadt der Liebe (Zwischen Vater und Sohn), rollten auf den Busparkplatz und flohen im Eiltempo vor dem Gesocks aus der letzten Reihe.
Am Gästeeingang waren schon ein paar Berliner zu sehen. Lucas gesellte sich zu uns und im laufe der Zeit sammelten sich immer mehr Herthaner am Gästeeingang.
Bevor es zu voll wurde, beschlossen wir reinzugehen. Und bleiben wir gleich mal beim Thema voll. Ja, Lucas jetzt kommt’s:
In Gelsenkirchen darf man das Stadion nur mit einem Alkoholpegel unter 1,7 Promille betreten.
Lucas, der die Nacht durchgezecht hatte, hatte dementsprechend ein wenig Panik vor einer eventuellen Alkoholkontrolle. Aber genau Lucas durfte Pusten und sein Ergebnis war…. 1,67 Promille. Schwein gehabt…
Tobi musste auch noch Pusten, schaffte aber Gerademahl 0,1. Ganz schön schwache Leistung…
Im Gästebereich wurden noch schnell einige Euros in Knappen umgetauscht und ausgegeben. Ein paar Freunde und Bekannte wurden begrüßt, dann wurde das Dach der Arena geöffnet (Gott sei dank, die Luft stand in dem Ding) , Minni gesellte sich dann auch noch zu uns, sie hatte die Nacht in Essen verbracht, und nachdem Gina Dani mit den Augen verstümmelt und umgebracht hatte, war es eigentlich schon Zeit für das Spiel:
Hertha mit defensiver Taktik und nur einer Spitze. Das wirkte sich natürlich aufs Spiel nach vorne aus. Mit anderen Worten, es war keins da. Schalke entwickelte auch ziemlich wenig Torgefahr. Und wenn, dann klärten Drobny oder die Abwehr. Kacar erzielte dann ein wenig überraschend das 0:1, welches aber wegen einem Foulspiel nicht gegeben wurde.
Danach verflachte das Spiel total. Kaum nennenswerte Aktionen, bis Drobny eine Flanke unterlief, Marc Stein, seinen Gegenspieler, laufen ließ und Asomoah das 1:0 für Gelsenkirchen erzielte.
Hertha bemühte sich zwar um den Ausgleich, schaffte es aber nicht mal den Ball in Richtung Schalker Tor zu bringen. So blieb es beim recht schmeichelhaften 1:0 für die Königsblauen.
Zur Stimmung:
Es hatten sich schon einige Berliner im Gästeblock der „Plärre Bier Arena“ eingefunden und sorgten für recht gute Stimmung in der Turnhalle. Nach der Führung der Hausherren beschränkten sich die Gesänge primär auf Anfeuerungsrufe und ein lautes Hertha & der KSC, als die Karlsruher Führung gegen Bremen bekannt wurde.
In der Nordkurve war von Blau Weißer Farbenpracht wenig zu sehen. Der Schwarze Block um die UGE versuchte zwar für Stimmung zu sorgen, aber recht gelingen wollte das nur nach dem 1:0 für ihr Team.
Nachdem das Spiel beendet und die Mannschaft zum obligatorischen Danke-Klatschen da war, flitzten wir wieder zu unserem Bus, den um 17.45Uhr (spätestens) sollte Abfahrt sein.
Im Bus tauschte ich mit Tobi den Platz, damit er auch mal bei Denis sitzen konnte. Nun hätte es eigentlich zurück nach Hause gehen können, aber mein Sitznachbar, quasi Tobis Ex-Sitznachbar, fehlte noch. Nach einem kurzen Handytelefonat unseres Reiseleiters hieß es: Ok, in 20 Minuten ist dann Abfahrt.
Also gingen wir noch mal raus, um ein wenig frische Luft zu schnappen. Dabei fiel mir der 9er Bus der HBSC Crew 08 (allez allez) auf, der recht einsam aber mit geöffneten Türen auf dem Parkplatz stand. Nur Tobei stand bei dem Fahrzeug und berichtete mir, dass die anderen Prinzesschen suchen seien, der eine kleine Hauerei angezettelt haben soll.
Na Gott sei dank gehört der Schwachkopf nicht zu uns…
So standen wir da nun und warteten. Mein Sitznachbar war auch nach 20 Minuten noch nicht zu sehen und auch die Crew 08 ließ auf sich warten. In der Zwischenzeit trudelten immer mal wieder neue Infos ein:
Der Typ aus unserem Bus kommt in ner halben Stunde, Bob wurde von einem Schalker in den Finger gebissen (ja ganz recht gebissen).
Das Ende vom Lied sah dann so aus, dass wir ohne den Typen abfuhren wodurch ich 2 Plätze für mich hatte… und die HBSC Crew 08 (allez allez) noch ein paar Stunden im Krankenhaus auf Bob warten durfte.
Die Rückfahrt verlief entspannt, man hörte ein wenig Musik, quatschte ein bisschen und machte noch mal Pause bei Mäces kurz vor Hannover.
Wir zogen selbstverständlich die Aufmerksamkeit der gesamten anwesenden Dorfjugend (fragt mich jetzt nicht welches Dorf da in der Nähe liegt) auf uns und genossen das natürlich in vollen Zügen. Asoziale Hauptstädter halt…
Chancentot und einer der Jungs von den Capital Supportern versuchten dann noch jungen Damen, die Handynummern zu entlocken, aber das schlug mal ordentlich fehl.
Wir hatten eine ganze Menge zu lachen, bis es wieder in den Bus und ab Richtung Heimat ging.
Den Rest der Fahrt unterhielt ich mich ein wenig mit den Jungs der Caps Supporters und Denis, der mir des Öfteren zurief: „Gleich sind wir da“.
Dann passierten wir auch schon den Berliner Bären. Yuhuu zu hause.
Unser Reisebegleiter sagte durch, dass der Bus erst am Fehrbelliner Platz und dann am Zoo halten würde. Wir entschlossen uns kurzerhand für den ersten genannten Stopp wegen der Direktverbindung zur U7.
Wir sammelten unsere Sachen ein und machten uns fertig zum Aussteigen.
Als wir draußen standen, zündeten wir uns noch eine Zigarette an und prüften nach, ob wir nicht vergessen haben: Handy, Kippen, Feuerzeug, Geldbörse. Ja schien alles da zu sein.
Als wir gerade zur U Bahn laufen wollten fiel Denis auf, was fehlt… Tobi. Er war mit uns aufgestanden, hatte sich fertig gemacht zum Aussteigen und muss dann aber wieder eingeschlafen sein. Auf jeden Fall fuhr er weiter bis zum Zoo und von da nach Hause.
Wir anderen teilten uns in die U-Bahn nach Spandau oder Rudow.
Jonny von den Caps und ich teilten uns dann noch den Nachtbus ab Paulsternstraße und er erzählte mir noch von seinem Wildschwein-Problem in Hakenfelde bis ich aussteigen musste.
Um halb zwei war ich im Bett. Denis hatte recht… wir sind wirklich gleich da.
An alle die ich nicht mehr sehen:
Frohes Fest und ein guten Rutsch ins neue Jahr.
Hertha & der KSC
Hauptmann
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:29
Olympiakos Piräus – Alte Dame aus Berlin 4:0 (0:0)
Spieltag: UEFA – Cup Gruppenphase 2008/2009
Donnerstag, den 18.12.2008 21.45 Uhr (Ortszeit)
Georgios Karaiskakis Stadium - Athen - Griechenland
33.000 Zuschauer davon ca. 200 aus Berlin.
Nach langem hin und her überlegen, ob ich euch nun nen Bericht über die kompletten 4 Tage Athen oder nur über den Tag des Spiels schreibe, habe ich mich dazu entschlossen, euch lediglich den Tag des Spiels näher zu bringen, schließlich war das der eigentliche Höhepunkt der Reise nach Griechenland... soooooo denn fang ick ma an wa?!
Wenn der Herr Platini wüsste oder Blocktrennung auf Griechisch...
Eingeläutet wurde der Tag, wie nicht anders als zu Hause vom Handy Wecker, von den sanften Tönen der Onkelz ausm Schlaf gerissen, ging es unter die Dusche um danach das Hotelfrühstück zu testen. Eigentlich, bin ich ja nicht so der Fan von diesem Südländischen Frühstück, aber das war echt in Ordnung, beim Frühstück noch mal die Tagesplanung durchgegangen ohne zu wissen, das die komplette Planung nur 1 Stunde später komplett auf der Kippe stehen würde, wieder oben im Zimmer angekommen, schmiss Olli noch mal das Internet an, ein Hoch auf das Internet zum mitnehmen, noch mal eben den Wetterbericht gecheckt, was man sich hätte beim Blick aus dem Balkon auch sparen können, auf einmal schüttete es wie aus Gießkannen also blieb uns erst mal nichts anderes übrig, als abzuwarten ob es noch schlimmer oder eher besser werden sollte, Olli verbrachte die Zeit damit, das Internet unsicher zu machen, und ich vergnügte mich mit den 46 Griechischen TV Sendern, wirklich, ganz grosses Kino was da läuft. Nach ca. 1 Stunde hatte der Wettergott ein einsehen und der Regen ließ nach, also schnell angezogen, Karte fürs Spiel eingepackt und ab ging es zur Straßenbahn. Als wir auch die Fahrkarten Automaten irgendwie begriffen hatten, und die Fahrscheine in der Hand hatten, hieß es also warten auf die Bahn, nach gefühlten 10 Minuten (laut Anzeige waren es 5) kam also die Tram, und brachte uns heile zur nächstgelegenen Metro Station, diese lag zufälligerweise direkt am Stadion von Olympiakos, warum also nicht gleich die Chance nutzen, und sich das Ding mal bei Tageslicht ansehen?! Da wir nur über eine Brücke mussten, die wenn man nicht so viele Fotos von der tollen Aussicht gemacht hätte wahrscheinlich in 2 Minuten überquert worden wäre, also verbrachte man letzendlich fast 15 Minuten auf der Brücke muss ja schließlich allet auf Speicherkarten festgehalten werden. Nachdem der Weg über die Brücke gemeistert war, standen wir also vorm Georgios Karaiskakis Stadium, sieht von aussen aus, wie der Nordpark in Gladbach, also keine wirklich neue Bauweise für nen Deutschen Fußball Touri. Wobei ich sagen muss, so mit dem Gedanken an die sogenannte „Hölle von Piräus“ im Hinterkopf wurde mir schon ein wenig mulmig beim Anblick des Stadions. Nun sollte es aber endlich mit der Metro in Richtung Piräus gehen, nach 2 Stationen U-Bahn fahren, war man auch schon am Bahnhof Piräus angekommen, natürlich wurde erst mal das obligatorische neben dem Stationsnamen Foto gemacht, bevor man das Bahnhofsgebäude verließ und gleich vorm Hafen stand.
Nach kurzem Check der Lage, haben wir uns dafür entschlossen, am Hafen lang zu Laufen, bisschen Meeresluft schnuppern, da der Hafen aber nicht wirklich spannend war, wurde das Hafen Gelände ziemlich schnell wieder verlassen, und auf die große Hauptverkehrsstrasse ausgewichen. Auf der Suche nach irgendwas Essbarem, hatte es auch die Sonne endlich geschafft, sich durch die dichten Wolken zu kämpfen. Die Sonne kam und die Wolken verschwanden, bei strahlendem Sonnenschein und Blauem Himmel, wurde eine Kneipe angesteuert, und erst mal richtig lecker Griechisch gegessen als der Hunger gestillt war, und wir mit unserer Zeit in Piräus nichts mehr anzufangen wussten, entschieden wir uns dafür, vorm Spiel noch mal ins Hotel zurück zu fahren, mit der Metro wieder am Stadion angekommen, wurde sich kurzerhand dazu entschieden, das Stadion nun mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Wusstet ihr, das es möglich ist, in einem Fussballstadion nen komplettes Shoppingcenter unterzubringen? In Deutschland wundert man sich schon, was nen MC´Donalds in der BayArena in Leverkusen zu suchen hat, aber das ist gar nichts im Gegensatz zu dem Stadion, wer braucht schon ein Sportgeschäft oder ein Fitnesscenter in nem Fussballstadion? Der Supermarkt oder das Café können sich dagegen natürlich schon eher als Praktisch erweisen. Nachdem, wir uns vorsichtshalber auch schon mal nach Fluchtwegen umgesehen hatten, wurde noch dem Fanshop ein Besuch abgestattet, so konnte ich schon mal Ausschau nach nem Schal halten, nachdem ich mich aber „Typisch Weib“ mal wieder nicht für einen entscheiden konnte, wurde der Schal kauf auf später verlegt. Angekommen im Hotel, wurden die letzten 5 Stunden vor Spielbeginn in der Sonne mit Ouzo, Kippen und guter Musik auf dem Balkon verbracht, es wurde über dieses und jenes gesprochen. Als man noch Bekanntschaft mit den Zimmernachbarn machen durfte, Olympiakos Fans aus Israel, und sich ein wenig unterhalten hat, ging es auf zum Spiel, in völliger Vorfreude und Nervosität auf die Hölle von Piräus!
Als, alles Blau Weisse unter der Jacke versteckt wurde, ging es nun wieder zur Strassenbahn, obwohl weit und breit nichts, von Olympicos Fans zu sehen war, waren wir doch die ganze Zeit sehr drauf bedacht, uns nicht grossartig zu unterhalten, man will ja nicht unbedingt auffallen, am Stadion agekommen, noch schnell ne Packung Kippen organisiert, und ab Richtung Gästeblock, beim Blick auf die Uhr warens noch knappe 3 Stunden bis zum Anpfiff. Olli begrüßte ein paar Bekannte, und man kam schnell ins Gespräche, die 3 hattens wohl nicht geschafft, ihre Fanutensilien gut zu verstecken bzw. Es wohl auch gar nicht erst versucht möglichst unauffällig zum Stadion zu kommen, ihnen wurde, ein Schal und ein Trikot abgezogen. Die Gespräche verlagerten sich auf das, was sie sich in Athen schon angesehen hatten, und was man sich unbedingt ansehen sollte, so ganz nebenbei bekam man dann mit, das die Polizisten den Security Mitarbeitern gesagt haben, das wenn Hertha dieses Spiel gewinnen sollte, sie für nichts garantieren könnten. Ganz grosses Kino! Langsam, wurden es immer mehr Griechen vorm Stadion und so bearbeiteten wir die Ordner ein bisschen, das wir doch bitte so schnell wie möglich ins Stadion wollten, nachdem die Security Futzis mit ihrem Chef gesprochen hatten, war auch Er der Meinung, das es wohl das sicherste wäre, wenn der Gästeanhang nicht allzulange draussen vorm Stadion stehen würde, also schnell durch die doch sehr lasche Kontrolle gehuscht betrat man das Stadion 2.5 Stunden vor Anpfiff, noch nen paar Fotos vom leeren Stadion gemacht, und darüber nachgedacht, was wirklich wäre wenn Hertha hier, heute dieses Spiel gewinnt, nach dem Piräus seit 2 Jahren wohl kein Spiel mehr im eigenen Stadion verloren hat. Die Ordner waren sich auch mal wieder nicht ganz einig, ob sie uns nun gleich ganz nach oben oder doch erstmal in den mittleren Teil des Blocks schicken sollten, und so wurden einfach erst mal irgendwelche Plätze unter Aufsicht des Security Obermackers eingenommen. Auf dem Weg zum Getränkestand, mussten wir feststellen, das wohl auch in Griechenland, die Stadien erst 2 Stunden vor Anpfiff öffnen, also noch 10 Minuten warten, in der Zwischenzeit schon mal die Preisliste gecheckt, und festgestellt, das die Getränke, genau so teuer sind wie in Deutschland aber nützt ja alles nix, die Minuten vergingen, und endlich hatte man nen Cola Becher in der Hand, Bier gabs im Stadion nicht, und so hielt man sich halt mit Koffein über Wasser. Der Gästeblock füllte sich, es wurden die üblichen Verdächtigen begrüßt, und die Ordner wurden immer nervöser, wussten nicht wohin mit sich und dem Gästeanhang, schrien sich gegenseitig an, und keiner Verstand was. Vorm Stadion hörte man auf einmal, ein nettes kleines “ Hurra Hurra die Berliner sind da “ welches von den Griechen mit fliegenden Glasflaschen beantwortet wurde, also raus ausm Block und ma kiecken wat da los ist, fliegende Flaschen und Stühle, zum Glück, standen neben dem Eingangstor, Werbebanden, die wohl für das Spiel nicht gebraucht wurden, damit wurde der Eingang blockiert, übern Zaun gekommen ist keiner, und so blieb es bei fliegenden Gegenständen, nachdem sich die Situation beruhigt hatte, gings wieder in den Block. Das Stadion füllte sich langsam, und man begann über die Pyro Show der Griechen zu philosophieren. Die Torwart Crew von Hertha betrat den Rasen, und hatte die undankbare Aufgabe, sich vor der Heimkurve warm machen zu dürfen, dementsprechend wurde es ziemlich laut im Stadion, keine Ahnung was die von sich gegeben haben , klang aber irgendwie nicht nett. Als dann die Mannschaft von Olympicaos kam, gabs schon mal ne nette Gesangseinlage, klang schon recht ordentlich. Die Ordner wussten nun immer nocht nicht, wo man uns im Block platzieren sollte, und so wurde man alle 2 Minuten weiter nach oben geschickt, so ganz nebenbei, wurde dann auch registriert, das die Karten, fürn Gästeblock an Piräus Fans verkauft hatten, ganz toll, mit den bekloppten in einem Block, die Trennung wurde dann ganz sportlich mit Baustellenabsperrband gemacht, kommt man auch nicht durch, aber was solls, musste man durch. Irgendwann, kam noch einer und verteilte Stadionmagazine für umme, wurde natürlich dankend angenommen, bis man die Seite über den Gegner aufgeschlagen hatte, da stand bei Hertha doch tatsächlich als Gründungsjahr 1904, hallo?? falscher Film, falscher Verein oder einfach nur schlecht recherchiert? Nun sei es drum, die 12 Jahre unterschied fallen doch eh keinem auf...
Nach den Mannschaftsaufstellungen, wobei man von der Hertha Aufstellung nicht wirklich was mitbekam da jeder Name in nem Pfeiffkonzert unterging, wurde kurz vorm Anpfiff von den Harlekins ein Banner mit der Aufschrift “ R.I.P Alexandros “ zu ehren des durch eine Polizeikugel ums Leben gekommenen 15. Jährigen Jungen, präsentiert, welches vom kompletten Stadion mit Applaus bejubelt wurde vom Gästeblock gab es einen “ Alle Bullen sind Schweine “ Gesang, gefolgt von einem A.C.A.B welches von den kompletten 33.000 mitgebrüllt wurde, klang schon sehr sehr geil. Nach Anpfiff der Partie, legte die Heimkurve ordentlich los, und die Pyro Show ließ auch nicht lange auf sich warten an jeder Ecke des Blocks gingen Bengaolos in Flammen auf, inklusive einiger Rauchtöpfe, welche durch den Rauch der Bengolos ein wenig untergegangen sind aber trotzdem sehr schön anzusehen, für eine bunte Kurve!
Zum Spiel:
Hertha in Halbzeit 1 die klar überlegenere Mannschaft, allein in den ersten 10 Minuten 3 100% Chancen verballert, sehr gut nach vorne gespielt, viel Druck auf den Gegner gebracht, nur leider wollte der Ball nicht ins Tor! In der 2. Halbzeit, das komplette Gegenteil der 1. Hertha ließ sich völlig an die Wand spielen, kein Druck mehr, keine grossartigen Chancen, kein nach vorne kommen. Olympiacos ballerte nur so auf den Kasten vom Drobny, machte aus einem 0:0 zur Halbzeit ganz schnell ein 4:0
Zur Stimmung:
In der 1. Halbzeit, ein wenig entäuschend, hört man doch immer so viel vom Südländischen Stimmungsfeuer in den Stadien, Bewegung war lediglich um das Gate 7 zu sehen, aber zum Ende der Halbzeit selten zu vernehmen, vereinzelt wurden immer mal wieder Bengalos gezündet. In Halbzeit 2. nach dem Olympiacos ordentlich an Spieltempo zugelgt hatte, stand das komplette Stadion hinter der Mannschaft, und war brachial laut, das war Stimmung, wie man sie sich vorstellt!
Der Gästeblock konnte sich in Halbzeit 1 immer mal wieder Gehör verschaffen, wurde aber meistens mit Pfiffen beantwortet.
Nachdem das Spiel abgepfiffen war, kamen noch einige Spieler Richtung Gästeblock gelaufen, und verschwanden dann ziemlich schnell in der Kabine, uns stand nun eine Stunde Blocksperre bevor. Das Stadion leerte sich, jeder war irgendwie mit sich und der Niederlage beschäftigt, ich lauschte den Herrschaften hinter mir, die eigentlich nich viel sinnvolles zu berichten hatten, das sinnvollste war wohl, wenn der Herr Platini wüsste, wie die hier die Blockaufteilung machen, müsste man diesen Verein für Internationale Spiele sperren, dem kann ich nur zustimmen. Einige unverbesserliche mussten auf die Pöbelein der Griechen eingehen, daraufhin, waren einige der Meinung, die Sitzschalen raus reissen zu müssen, und zu warten bis der Gästeblock endlich ausm Stadion durfte, fand ich irgendwie nicht ganz so lustig, aber die Aktion wurde von den Ordndern ziemlich schnell entschärft. Nachdem das Stadion komplett leer war, durften zuerst die raus, die mit Bus zum Stadion gefahren wurden, der Rest musste noch 15 Minuten warten, und wurde dann zum U-Bahnhof begleitet, wo eine Sonderbahn zum Athener Hauptbahnhof bereit stand, da uns das aber nicht viel nützte mussten wir uns überlegen, wie wir aus dem Kessel raus kamen, was im nachhinein ganz einfach war, da immer wieder grössere Lücken zwischendrin waren, also eine Lücke genutzt und rausgeschlüpft, ist aber auch nicht so als ob das irgendwen von den Ordnern interessiert hätte. An der Strassenbahn angekommen, hieß es mal wieder warten, 10 Minuten später fuhr die Bahn los, wir stiegen aus, und gingen ins Hotel, setzten uns auf den Balkon, und ließen uns den Tag noch mal durch den Kopf gehen.
Fazit: Hertha raus ausm UEFA – Cup, wobei man ganz klar sagen muss, das die nötigen Punkte schon in den Spielen vorher verspielt wurden. Fussball in Griechenland, gute Stimmung, viel Pyro völlig Fanatische Fans. Alles in allem, ne schöne Erfahrung.
Nächste Saison gehts für Hertha International weiter, hoffe ich doch zumindest mal, mal schauen, wo uns die UEFA dann hinschickt, Italien, Frankreich, England, Türkei oder vielleicht doch nur die Schweiz oder Österreich? Wir werden sehen...
in diesem Sinne: A.C.A.B around the World!
Minni
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:31
DSC Arminia Bielefeld – Hertha BSC 1:1
19. Spieltag 1.Bundesliga 2008/ 09
Freitag, den 06.02.2009 20:30 Uhr
Bielefelder Alm
20.700 Zuschauer
Wir fahren mit Stil… ich dachte mit der Bahn… Ha Ha
Warum Claudia der OIsi 20€ spart
Gibt man das Wort Bielefeld bei der Internet-Suchmaschine Wikipedia ein, so erfährt man unter anderem, dass Bielefeld eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Detmold ist, dass sie 324.912 Einwohner hat und zum ersten Mal 1214 urkundlich erwähnt wurde…
Natürlich ist sowas nur gut zu wissen wenn man beim Jauch, Günther auf dem Stuhl sitzt und für 32.000€ die Frage gestellt bekommt:
Ist Bielefeld A) eine rechteckenlose Stadt B) eine zylinderledige Stadt C) eine kreisfreie Stadt oder aber D) eine quadratarme Stadt.
Das aber nur so am Rande.
Was Wikipedia natürlich nicht weiß (und das bewerte ich als positiv, von wegen Bürger Überwachung und so), dass ich es tatsächlich noch nie ins Reich der Arminen geschafft hatte und dies nun die erste Reise für mich ins Ostwestfälische Land der Kühe und Schweine werden sollte.
Da es ein Freitagsspiel war, schlief ich in aller Ruhe aus, ging nochmal einkaufen, machte mich fertig und marschierte mit guter Laune zum Bus. Unnötig zu erwähnen (aber ich tu es trotzdem) war, dass man die ganze Fahrt nach Lichtenberg von wochenendhungrigen BVG-Reisenden sehr kritisch gemustert wurde.
Der einzige Mensch, der es wohl nicht eilig hatte ins Wochenende zu kommen, war der Busfahrer, der mit gefühlten 6km/h durch Haselhorsts Straßen schlich und sogar bei einer gelben Ampel stehen blieb, obwohl ca. ein Viertel des Busses schon auf der Kreuzung stand. Lange Rede, kurzer bis gar kein Sinn... ich verpasste wegen dieses Anti-Formel-1-Fans die U-Bahn und geriet unter Zeitdruck. Mein allgemeines Wohlempfinden verbesserte sich auch nicht, nachdem ich vergessen hatte, welche Ring-Bahn ich zum Ostkreuz nehmen musste. PANIK.
Aber was soll ich euch erzählen? Ich nahm instinktiv die richtige Bahn (Wem mach ich hier was vor? Ich nahm die erste die kam...) und erreichte mein vorläufiges Ziel (Lichtenberg) pünktlich.
Toby, Minni und Daniel waren schon anwesend und in mir keimte, noch vor der Begrüßung, der Gedanke, dass es nichts schlimmeres im Leben geben konnte als mit sonen Leuten seine Freizeit in irgendwelchen verdammten Zügen, Bussen oder Autos zu verbringen, um zum Fußball zu fahren. Aber auch nichts Besseres! Ihr bekloppten Atzen.
Beim Thema bekloppt: Chancentot traf kurz nach mir ein. Nachdem jeder noch eine geraucht hatte (Süchtige, wir) und Toby brüderlich wie immer seinen letzten Burger mit mir geteilt hatte, machten wir uns auf den Weg zu unserem Gleis, wo auch schon Marcel aka Donkikong, sein Bruder und Sven auf uns warteten.
Wir spazierten auf der Suche nach einem guten Platz über den Bahnsteig und stolperten dabei über Daniel und OIsi (dieser Name muss und wird sich durchsetzen verdammt.)
Während wir so auf unseren Zug warteten gaben wir einige dumme „deine Mama-Witze“ zum Besten und bückten uns richtig schlapp vor Lachen als Sven erzählte, mit welchen liebevollen Worten Franzi ihren Freund abgeschossen hatte, der wegen Datenschutz hier nur als Alex L. aufgeführt wird.
Unser Sonderzug fuhr ein und mal wieder drängten alle wie bekloppt in Richtung der Türen, um einen guten Platz zu ergattern. Da wir ziemlich weit hinten standen, erwischten wir die letzte Tür am letzten Wagen und konnten uns so ohne große Probleme zu guten Plätzen vordrängen.
Zu spät allerdings bemerkten wir, dass genau hinter uns die erste Klasse lag. Was an und für sich kein Problem ist. Doch diese erste Klasse war für die netten Damen und Herren Ordnungshüter reserviert.
What should it… wir hatten ja eh vor uns zu benehmen (für die Leute die uns kennen: Wenn ich sage „wir“, meine ich damit natürlich alle außer Daniel).
Außerdem sollte die Polizei uns fürs Erste gar nicht kümmern. Das erste Problem, das wir hatten, war, dass Toby mit stolzen 1,98m Körpergröße, Sven mit guten 2m und ich mit einer Gesamtlänge von 1,94m (ich komme mir zwischen den beiden immer so klein vor) uns zusammen mit Minni einen Vierer (perverser Wortwitz, der) teilten und erst mal unsere Beine zwecks Thrombosevorsorge sortierten.
Über Gesundbrunnen und Spandau verließen wir die Mutterstadt auf der Suche nach drei Punkten Richtung Ostwestfalen.
Kaum waren wir aus unserer geliebten Stadt raus, nahm das zweite Problem Gestalt an:
OIsi verteilte wie versprochen Schnitzel und jeder nahm sich eins, denn wer auswärts fährt, muss sich ja stärken. Leider viel zu spät, nämlich als der erste Bissen schon fast im Magen war, wurde uns bewusst, dass OIsi Veganerin ist und uns garantiert kein richtiges Schnitzel gegeben hatte. Das dritte Problem war: die Vermutung war richtig. Wir hatten alle ein Stück marinierten Sonnenblumen-Soja-Pamps in der Hand und leider auch im Mund. Dieser bedauerliche Zwischenfall beschwor eine rege Diskosion über Vegetarier, Veganer und Gen-Technik hervor. Denn zum einem sollte sich jeder Veganer bewusst sein, dass Soja fast nur noch gentechnisch verändert gezüchtet wird und es über Genfood noch keine Langzeitstudien gibt (wer hätte gedacht, dass Monis Studium sich tatsächlich auch in meine Gehirnzellen frisst) und zum anderen steht selbst in der Bibel (1. Buch Mose, Psalm 28), dass Fleisch und andere tierische Produkte völlig ok sind. Wenn ich dazu mal kurz die eben genannte Bibelstelle zitieren darf:
„Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.“
Aufgrund dieses grandiosen Gedankenaustauschs bemerkte Minni anerkennend, dass wir ja mal wieder richtig mit Stil fahren würden. Leider musste irgendein Komiker dazu seinen Senf geben, indem er meinte: „Echt? Ich dachte wir würden mit der Bahn fahren“. (Komiker, ich.)
Die Bahn ruckelte also durch dieses schöne Land und der Martini floss in Strömen, der Tequilla wurde auch hartnäckig bekämpft und immer kurz bevor Langeweile drohte aufzukeimen, setzte man halt wieder zu einem hochtrabendem Gespräch an.
Daniel und OIsi gingen in den vorderen Teil des Zuges, um eine zu rauchen (der liebe Hauptsponsor hatte nämlich den ersten Waggon zum Raucherabteil gemacht) nur nochmal zur Erinnerung: Wir saßen im letzten…
Nach einer halben Ewigkeit kamen beide zurück, mit zwei schlechten Nachrichten.
Das Tagebuch der alten Dame wurde nun doch nicht heute verkauft, obwohl es so angekündigt wurde, und OIsi wurde beim Rauchen vor dem Raucherabteil erwischt und bekam ein nettes Zettelchen mit einer Forderung von 20€.
Warum sie vor dem Raucherabteil und nicht im Selbigen geraucht hat, wird für immer ein Geheimnis bleiben… oder ihr fragt sie einfach, wenn ihr sie das nächste Mal seht.
Während Daniel für OIsi nun die 20€ zusammensammelte, sah ich mir den Zettel mal genauer an und wurde ein wenig stutzig, war doch als Nachname Claudia vermerkt und dank „meinvz“ wusste ich, dass OIsi so garantiert nicht heißt. Also fragte ich nochmal bei OIsi nach und als sie sich den Zettel dann ebenfalls genauer ansah, brach sie in Gelächter aus und erklärte, dass der Bulle, der die Anzeige wegen Rauchens aufgenommen hatte, anscheinend ihren zweiten Vornamen als Nachnamen vom Perso aufgeschrieben hätte und auch einen Fehler in der Adresse gemacht hätte, wodurch Daniels Sammelaktion umsonst war und wir eine Menge zu feiern hatte. Zudem der betreffende Polizist auch noch genau hinter uns in der reservierten ersten Klasse stand.
Nachdem wir uns wieder beruhigt hatten, (über 4Mio Menschen in Deutschland können nicht lesen und schreiben – schreibt dich nicht ab, geh doch einfach zur Polizei-ein hoch auf unsere Ordnungshüter), kramte Minni einen Block raus und wir spielten eine runde Stadt-Land-Fluss.
Mal was Neues.
Relativ pünktlich erreichten wir Bielefeld und der Berliner Höllen-Mopp enterte den Bahnhof.
Mit Blaulicht-Disco ging es durch die kreisfreie Stadt zum Stadion.
Daniel und OIsi seilten sich noch in eine Kneipe ab, um später nachzukommen.
Der Rest von uns 900 völlig überraschend eintreffenden Fußballfans zwängte sich am Gästeeingang durch ein extra dafür geöffnetes Nadelöhr im Zaun.
Nach kurzer Kartenkontrolle ging es über einen Schotterplatz zur nächsten Einlassschleuse.
Endlich im Stadioninneren, kauften wir uns erst mal eine leckere oder sagen wir lieber, einigermaßen wohlschmeckende Bratwurst. Und man mag es nicht glauben, aber dieses fettige Stück, was da neben einer Lache Senf und einem tiefgekühlten Mini Brötchen auf der Pappe lag, war das erste Schwein was wir in Bielefeld zu Gesicht bekamen…
Laura und Manne tauchten auf um freundlich begrüßt zu werden und auch Gina ließ sich zum Hallo-Sagen blicken.
Den Gästeblock zu erreichen gestaltete sich dann als äußerst schwierig, lag er doch im gefühlten zehnten Stock der Alm und man musste über eine nicht gerade vertrauenserweckende Konstruktion aus Stahl und Betontreppen nach oben klettern.
Oben angekommen musste man erst einmal inne halten, um wieder zu Atem zu kommen, um dann wieder treppab zu laufen, um einen guten Platz zu bekommen.
Als wir uns einigermaßen gut im Block postiert hatten, gesellte sich Lucas zu uns, in Begleitung der glorreichen HBSC Crew 08 (vertreten durch die Hälfte aller aktiven Mitglieder: Bob)
Zum Spiel:
Hertha mit viel Druck zu Beginn und dem verdienten 0:1 durch Voronin, der auch die große Chance zum 0:2 hatte, aber an der Latte scheiterte.
Bielefeld kam kaum gefährlich vor Drobnys Kasten. Im Grunde gab es nur eine gefährliche Situation und die nutze Wichnearek (wer denn auch sonst, Lucas und ich hatten vor dem Spiel nicht umsonst geunkt) zum Ausgleich für die Arminia.
In der 2. Hälfte dann ein offener Schlagabtausch indem beide Mannschaften hätten in Führung gehen können.
Nach 75 Minuten waren die Bielefelder dann nur noch auf Punktesicherung aus, und ließen sich permanent theatralisch fallen, was die Nachspielzeit von nur einer Minute absolut in Frage stellte.
Die letzte Chance des Spiels vergab Chermiti knapp. Und so war es nichts mit einer nächtlichen Tabellenführung.
Zur Stimmung:
Voller Gästeblock auf‘n Freitagabend. Sowas gibt’s bei Hertha selten.
Vorm Anpfiff präsentierten die Bielefelder ein Gewirr aus buntem Plastik in Vereinsfarben und ein paar Fähnchen und ich vermute mal, dass es eine Art Choreo darstellen sollte.
Der Gästeblock leuchtete hell im Lichte einiger hundert Wunderkerzen und gab ein nettes Gesamtbild ab. Leider hatten irgendwelche Arschlöcher Böller mit ins Stadion geschmuggelt und warfen diese Richtung Spielfeld, wobei ein Bielefelder Fan, der auf der Gegentribüne saß, ein Knalltrauma erlitt, als einer der Böller neben seinem Kopf explodierte. Ich weiß nicht was ich noch so sowas sagen soll, aber Böller werfen beim Fußball hat nichts mehr mit Leidenschaft oder Pyromanie zu tun. Das ist einfach sinnlos, gefährlich und im höchsten Maße dumm!
Von den Arminen selten was zu hören. Optisch präsentierten sie sich besser als erwartet, aber zu selten konnten sie mit lauten Gesängen überzeugen. Der Berliner Anhang zeigte sich im höchsten Maße euphorisch und laut. Gerade nach der Führung feierten viele schon die Meisterschaft. Trotz des Ausgleichs und der verpassten Tabellenführung kann man unseren Auftritt mit einem OK abstempeln.
Der Abpfiff war kaum verhallt, da mussten wir auch schon die Beine in die Hand nehmen, da unser Zug schon eine knappe Viertelstunde nach Ende der Partie bereitstehen sollte und wir bequem sitzen wollten.
Wir verabschiedeten uns von Minni, die gemeinsam mit Bob via Auto weiter nach Karlsruhe reiste, um mit den Brüdern und Schwestern aus der Fächerstadt gemeinsam einen Sieg gegen den HSV zu feiern.
Der Rest von uns hastete durch die Weltmetropole und verloren sich dabei ein wenig. Chancentot, Donkikong und sein Bruder waren vor uns soviel war klar, Toby, Lucas und ich hetzten zu dritt durch Bielefeld. Wo der Rest war? Keine Ahnung.
Es ist übrigens ganz schön anstrengend sich zu unterhalten und dabei im Stechschritt betrunkene Fußballfans auf dem Weg zum Bahnhof zu überholen.
Noch schnelle am Pornokino vorbei und schon waren wir wieder am Bahnhof, wo der Zug zwar schon stand, aber noch ziemlich leer und verlassen wirkte. Chancentot, Marcel und sein Brüderchen hatten uns Plätze reserviert und wir ließen uns völlig erschöpft auf die Sitze fallen. Nachdem dann auch Sven, Daniel und OIsi da waren verabschiedete sich Lucas obwohl er bestimmt gerne in dem Zug nach Berlin geblieben wäre und machte sich auf um seine Mitfahrgelegenheit nach Coesfeld zu suchen.
Der Zug setzte sich mit ein wenig Verspätung in Bewegung und wir sinnierte bei einer Kippe (ja ganz recht jetzt saßen wir im Raucherwagon) über das Spiel.
Die beiden Herrschaften die sich mit uns das bequeme Abteil teilten, nahmen wortgewand an der Diskussion teil.
Nachdem wir Hannover zum zweiten Mal an diesem Tag passierten, dazu ein O-Ton von Chancentot:“Hey, hier war ich heute schon mal“, wurden viele schmutzige Witze, Anekdoten von längst vergangenen Fahrten und einige witzige Begebenheiten des Alltags erzählt.
Daniel und OIsi hatten sich zusammengekuschelt und wurden vor Berlin auch nur noch mal wach bzw. wurden geweckt um ihre Fahrkarten entwerten zu lassen. Daniel sah das natürlich überhaupt nicht ein, warum man ihn wegen dieser verdammten Fahrkarte weckt und belegte den Zugbegleiter, den Ordner und die beiden Polizisten, welche den netten Deutsche Bahn-Mann begleiteten mit bösen Flüchen.
Der Rest von uns schlaffte nach Wolfsburg kurz ab. Dauerte aber nicht lange und Sven und Donkikong hatten wieder volle Fahrt aufgenommen.
So verbrachten wir die Zeit bis Spandau mit viel, viel Lachen und noch mehr Blödsinn.
Da es schon kurz vor drei war und wir alle noch nichts gefrühstückt hatten, beschlossen wir noch schnell das M, das goldene, zu besuchen.
Chancentot fuhr schon nach Hause, genau so wie OIsi und Daniel. Toby und ich machten uns fix auf den Weg noch einmal Geld vom Automaten zu holen, denn wie wir ja wissen kann man Geld gegen Waren und Dienstleistungen eintauschen. Z.B. für einen leckeren Chicken Burger.
Kaum hatten wir das Geld liefen wir zu den Spandauer Arcarden um festzustellen, dass die Türen zu waren. Colin stand direkt neben uns und war auch nicht sonderlich erfreut über diese Tatsache. Ich rief Donkikong an und fragte wo sie den seien, naja bei Mäces halt, aber die lassen keinen mehr rein, weil se Feierabend machen wollen… faule Schweine.
Colin gelang es sich am Nachtwächter vorbei zu drängeln, als dieser zwei Besuchern die Tür aufschloss, um sie hinaus zu lassen.
Donkikong, sein Bruder und Sven kamen dann auch bald wieder raus.
Nachdem wir auch bei Burger King vor verschlossenen Türen standen, wurde Toby und mir klar, dass wir hungrig ins Bett gehen würden, obwohl Toby bestimmt noch an der Wilmersdorfer Str. das Mäces besuchte.
Na ja, ich werde schon nicht vom Fleisch fallen.
Am U-Bahnhof Haselhorst stieg ich aus und ließ die drei anderen allein. Völlig übermüdet schlug ich erstmal die falsche Richtung ein, bemerkte meinen Fehler sofort, drehte mich a‘la Schwanensee um mich selbst um den richtigen Ausgang zu erwischen. Das ganze blieb natürlich nicht unbemerkt, da die U-Bahn aus der ich ausgestiegen war, immer noch im U Bahnhof stand.
Die drei Atzen lachten sich n Ast…
Ich lief eilig nach Hause, ging mir den Geruch des Raucherwagons abwaschen und verschwand tot müde und mit schmerzenden Beinen (scheiß Treppen auf der Alm) im Bett.
Was bleibt unterm Strich von dieser Fahrt? Was nehmen wir mit? Welche neuen Erkenntnisse haben wir erlangt?
Beim Stadt-Land-Fluss-Spielen zählt es nicht, wenn man bei Gewässer das Meer einträgt.
Eine gewisse Frau Claudia wird demnächst ein Schreiben von der Polizei bekommen, welches sie auffordert 20€ Bußgeld wegen Rauchens im Zug zu bezahlen.
Tofu und Soja werden Fleisch niemals ersetzen können.
Und natürlich, dass das einzige Schwein was man gesehen hat 2,30€ kostete und bei dem Geschmack wohl leider umsonst gestorben ist.
Ha Ho He
Hauptmann
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:32
VfL Wolfsburg – Hertha BSC Berlin 2:1
21 Spieltag der 1. Bundesliga 08/09
Samstag, den 21.02.2009 15.30 Uhr
VW Arena Wolfsburg
29.300 Zuschauer ( davon gemunkelte 1500 aus Berlin )
Vom warten...
Nun also, stand sie an, die Auswärtsfahrt als Spitzenreiter der Liga, genau 363 Tage nach dem letzten Spiel in Wolfsburg, schickte uns die DFL mal wieder in die Autostadt, manchmal stell ich mir die Frage, ob die bei der DFL einfach nur Jahreszahlen ändern? Es ist langsam schon ziemlich auffällig geworden, immer wieder am fast gleichen Datum in die verschiedensten Städte zu fahren.
Sei es drum... mal wieder viel zu spät von zu Hause los gegangen, durch den Schnee gekämpft und den Zug Richtung Berlin gerade noch so bekommen, fand ich mich um kurz nach 10.00 Uhr morgens in Lichtenberg wieder, um auf den Rest des Pöbels zu warten, der die Tour mitmachen würde, nach 5 Minuten trafen bereits Mucki und André ein, man beobachtete, die Blau Weisse Masse, die aus den S-Bahnen kam, schaute sich bei eingen nur verwundert an und sparte sich jeglichen Kommentar, was wohl auch das beste war, schließlich soll man ja nicht über andere Leute reden, ließ sich bei einigen allerdings nicht vermeiden.
Nachdem auch der Rest der mitfahrenden vom BBH eingetroffen war, musste man noch auf Nora und Erik warten, die beiden kamen doch tatsächlich ganze 10 Minuten zu spät. Skandal!!!
Also auf zum Bahnsteig, von dem der Sonderzug fahren würde, und mal wieder gewartet, hat eigentlich mal irgendwer ausgerechnet, wie lange man in seiner Fan Zeit schon auf irgendwelchen Bahnhöfen auf irgendwas oder irgendwen gewartet hat? Immer muss man auf irgendwas warten, glaubt dieses warten eigentlich, das man nichts anderes zu tun hat? Fragen über Fragen... aber zurück zum Thema, die Zeit aufm Bahnsteig, wurde damit verbracht den Hagebuttentee Vorrat der Crew zu überprüfen, wir wollen ja nicht, das irgendjemand verdurstet, der Zug wurde erstaunlicherweise schon 15 Minuten vor Abfahrt bereitgestellt, somit hatte man also genug Zeit, sich im hinteren Teil des Zuges auszubreiten, nach dem sich die Gruppe aus welchen Gründen auch immer, auf oben und unten aufgeteilt hatte, hieß es also erst mal alle wieder zusammen zu bringen, kurz zum Teil nach unten gelatscht und denen beigebracht das man oben 2 Vier Sitzer inklusive einiger leerer 2 Sitzer freigehalten hatte, als oben wieder alle vereint waren, gingen Toby, Mirko und ich noch eine rauchen, schließlich gabs auf der Fahrt keinen Zwischenstopp in Hannover, was natürlich nur an der geografischen Lage liegt. Also, sich beim Suchten in Gespräche vertieft, und den beiden Jungs erst mal erzählt, das die Schalker beim Derby am Vortag, das „Südtribüne Dortmund“ Banner präsentiert hatten, was nach 2 Jahren ziemliches kopfschütteln bei uns 3 hervorrief, nebenbei noch auf die Mottofahrt der Frankfurter nach Karlsruhe angespielt, und schon fand man sich auf den Sitzplätzen im Zug wieder. Der Zug rollte pünktlich los, was für mich selbstverständlich der Startschuss war um den Martini und die Cola rauszuholen inklusive Becher natürlich, also nen Becher voll gemacht, und schon war man am Bahnhof Gesundbrunnen von da gings weiter zum letzten halt vor Wolfsburg nach Spandau, als man es auch da erfolgreich schaffte, die 4 Sitzer mit den Worten „die kommen noch“ zu verteidigen, merkten wir eigentlich erst im nachhinein das der Zug gar nicht mehr halten würde, zum Glück merkten es die anderen auch nicht ... *hehe* und so hatten 2 Leute nen 4´er für sich alleine, was schon mal ne ziemlich komfortable Ausgangssituation war. Nachdem der Zug sich endgültig in Richtung Autostadt aufmachte, erreichte ein komischer Geruch unsere Nasen, nach genauem hinsehen, mussten wir feststellen, das da jemand, Mettbrötchen bei hatte, und die Zwiebeln schön extra in einem Plastikschälchen mit Plastiklöffel, einige Leute fahren echt mit merkwürdigen dingen Auswärts, sowas ist mir in all den Jahren noch nicht untergekommen, als man dann sah, dass die Zwiebeln Löffelweise auf dem Bröttchen landeten, veranlasste Toby das zu der Frage „ ne Freundin haste nich wa?! „ der Typ schüttelte den Kopf und Toby sagte, „war mir klar“ das Lachen war garantiert, als ich mich wieder meinem Martini – Cola hingab, holte Mirko Fertigbouletten aus seinem Rucksack, da man ja von diversen Fahrten weiss, wie die Dinger riechen, keimte ein wenig Hoffnung auf, das der Zwiebelgestank nun endlich verschwinden würde, Pustekuchen... den Kampf im Geruchsnerven strapazieren, konnten die Zwiebeln eindeutig für sich entscheiden.
Die Fahrt, plätscherte so vor sich hin, Toby und Mirko gingen irgendwann im Cateringwaggon eine Rauchen, ich vergnügte mich mit Martini – Cola und Eriks leckerem Orangensaft – Vodka Gemisch, irgendwann kamen die Jungs der Crew vorbei und versorgten mich mit leckerem Tee, das nenn ich mal Service, kurz vor Stendal, kamen 2 HB Jungs vorbei um das neue Tagebuch der Alten Dame unter die Menschheit zu bringen, wurde natürlich Dankend angenommen, und sich sogleich in den Athen Bericht vertieft,immer mal wieder zu einem der 3 Becher gegriffen, und fleissig gelesen. Irgendwann kam der Zug in Wolfsburg an, alle raus ausm Zug und erst mal in die Halle, die Toiletten aufgesucht, wurde höchste Zeit natürlich musste man mal wieder... warten... nachdem das warten erledigt und die Blase entleert war, ging es raus ausm Bahnhof den Rest begrüßt und auf zum Stadion. An einen Besuch bei Mäcces war aufgrund der späten Ankunft des Zuges nicht mehr zu denken, zumal man auch gar nicht über die Strasse gekommen wäre, war alles mal wieder ganz toll abgesperrt.
Aufm Weg zum Stadion habe ich mit entsetzen festgestellt, das der von den Jungs so „geliebte“ Sexshop in Wolfsburg nicht mehr existiert und sich darin jetzt Jaque´s Weindepot befindet, naja, warum auch nicht, mal was neues in einer Stadt in der sich seit gefühlten 10 Jahren anscheinend nichts geändert hat. Den Weg zum Stadion, kennt man mittlerweile im Schlaf, und so wurde die Zeit mit sinnlosen Gesprächen überbrückt.
Am Stadion angekommen, noch mit nem Freund aus der Wolfsburger Fanszene getroffen, immer wieder schön, diese Wiedersehen, noch 2 Aufkleber für die heimische Sammlung eingesteckt (Danke nochmal!) und schon war es wieder an der Zeit sich zu verabschieden, also auf zum Eingang, und was soll ich sagen... Menschen über Menschen, Aus dem Gästeblock drang immer mal wieder ein Spitzenreiter Spitzenreiter Gesang nach draussen zur wartenden Masse, nach 30 Minuten war dann auch endlich der Eingang erreicht, Kontrolle war dieses Jahr irgendwie sehr angenehm, nur kurzes abtasten, keine Taschenkontrolle, nun also die Treppe rauf, und was musste ich feststellen?! Der Stehplatzbereich war Hoffnungslos überfüllt, was mir persönlich irgendwie ziemlich egal war, also alles was im Weg stand ganz sportlich bei Seite geschoben, und runter zu den bekannten Gesichtern, da angekommen, war das Geheule der hinter mir stehenden erst mal ziemlich gross, frei nach dem Motto, ich war aber zuerst da, ein böser Blick, und nach 2 Minuten war das Problem auch gelöst. Der Anpfiff rückte näher, vorher gabs allerdings natürlich noch die Hymne des VfL wie immer, zum mitlesen auf der Leinwand, das die Nordkurve auch jah alles schön brav mitsingt, zu hören war es allerdings wie immer nicht.
Zum Spiel: Hertha und Wolfsburg nahmen sich vom spielerischen her nicht viel, in Halbzeit 1 nen rumgekicke, wobei Cicero ein Tor gelang, was der Herr Schiedsrichter aufgrund eines angeblichen Fouls allerdings nicht gab, so gings mit nem 0:0 in die Halbzeit
In der 2. Halbzeit wurde das Spiel besser, Hertha ging mit 0:1 in Führung, irgendwann glich Wolfsburg aus und erzielte irgendwann auch noch den 2:1 Siegtreffer mehr gibts zum Spiel nicht zu sagen.
Zur Stimmung: Die Stimmung im Gästeblock, war eher durchwachsen, teilweise sehr laut, teilweise hat nur der Stehplatzbereich mitgezogen, zum absoluten Kracher des Spiels entwickelte sich das in Bielefeld eingeführte Trommeln mit dem Auf gehts Hertha, kam sehr geil, war nur leider zu leise und ist in der Nordkurve wohl auch nicht angekommen. Die Nordkurve hingegen hat aufgerüstet und hampelt jetzt mit 2 Vorsängern im Unterring rum, zu hören war von denen jedoch nichts.
Der Abpfiff des Spiels erklang, der Gästeblock, feierte die Mannschaft, und natürlich ließ man es sich nicht nehmen, mal die Humba der Nordkurve zu begutachten, schließlich, war die Leistung im Tunnel ganz grosses Kino, kann also im Stadion nur noch besser kommen, immherin sinds da mehr als 300 Leute, leider nur, war die ganze Aktion von vornherein zum Scheitern verurteilt. Im Block hat man trotz Ruhe und Verstärkeranlage nichts gehört, irgendwann ging die Humba im Pfeiffkonzert des Gästeblocks unter, und so gings raus ausm Stadion, sehnsüchtig, auf die Getränketüte der Crew gewartet, ne Flasche jeklaut und ab zum Bahnhof. Der Sonderzug stand schon bereit, also nen nettes Plätzchen gesucht, und einfach mal wieder gewartet, bis die Rückfahrt los ging, Nora und Erik organisierten sich am Bahnhof noch nen Döner, von dem Nora mir netterweise was abgab, janz Atzenstyle wurde natürlich mit Toby geteilt, war echt essbar das Teil.
Der Zug setzte sich in Bewgung, und los gings, eigentlich hatte ich die Rückfahrt mit Mucke hören und Tagebuch lesen geplant, aber wie das ja so ist, da plant man was und es wird doch alles übern Haufen geschmissen. Nach 30 Minuten bekam man besuch von der Crew, die Jungs verzogen sich relativ schnell wieder, war denen wohl zu langweilig bei uns, nur einer blieb standhaft, und man kam auf das Thema Beziehungen zu sprechen. Nunja... letzendlich lief das Gespräch darauf hinaus, ob Nutte oder Freundin auf Dauer billiger kommt, schließlich, gibt es Gerüchte, dass in gewissen Gegenden der Hauptstadt lediglich 30€ fürs Blasen im Park hingeblättert werde müssen, wobei man bei Fernbeziehungen auf die Dauer natürlich günstiger kommt, das war son Thema, nach dem Motto, gut das man mal drüber geredet hat, wobei einigen Jungs der Preis und die Leistung sicherlich gefallen würden. Schräg hinter uns saß eine kleine Abordnung der HB´s die, die eigentlichen Songkracher der Rücktour von sich gaben, angefangen bei “Lotusblume hab ich dich genannt” bis hin zu “Saufen, Saufen, Saufen jeden Tag nur Saufen” und der absolute Ohrwurm war “Wir sind die Fans vom Getränkeautomat und immer hart”. Die Zeit verging wie im Fluge, und schon kam die Durchsage, das der Zug in 5 Minuten Berlin – Spandau erreichen würde, Nora und Toby stiegen in Spandau aus, Mirko, Tobi, Mucki und André zog es bis Gesundbrunnen, nachdem alle ausgestiegen waren, blieben noch Erik und Ich übrig, pünktlich rollte der Zug in Lichtenberg ein, und man verabschiedete sich, auf ein Wiedersehen in Cottbus.
Mein Zug Richtung Heimat stand auch schon bereit, und so musste ich nur noch Einsteigen und mal wieder, warten... um kurz nach 21.00 Uhr hatte mich die Heimat wieder, und so wurde es auch mal nach einem Auswärtsspiel geschafft, pünktlich zum Sportstudio den Fernseher einzuschalten.
Zur Zusammenfassung des Spiels will ich jetzt hier nichts mehr schreiben, ich denke es ist ne klare Sache das, dass Spiel verpfiffen wurde! A.S.A.B
Mein Fazit zur Wolfsburg Tour: Wolfsburg, wird auch nach 7 Jahren nicht schöner, ansonsten lustige Truppe. Noch ein Satz zu Jörn, der diesmal leider nicht dabei war, nächste Saison musste wieder mitkommen, Martini – Cola trinken, ist allein nur halb so schön!
Minni
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:33
Futbol Klub Energie Chozebus - Hertha BSC 1:3
23. Spieltag 1.Bundesliga 2008/2009
Samstag, den 07.03.2009 15:30 Uhr
Stadion der Freundschaft
22.500 Zuschauer
Die Götter müssen verrückt sein
Quietsche Entchen Gang Bang
„24,25,26,27“
„Was geht‘n jetzt?“
„Warte… 28,29,30,31,32 Hurra“
Ziemlich genau mit diesem Wortwechsel begann der Tag für Lucas und mich. Ich musste mal wieder etwas für meine Eitelkeit tun und zählte die genau 32 Meter ab, die in meiner Ground-Liste die 37.000 km Marke knackten.
Lucas war bereits Freitagabend bei mir eingetrudelt und wir hatten die halbe Nacht mit mehr oder weniger sinnvollen Themen verbracht und dementsprechend nur eine kleine Mütze voll Schlaf abbekommen.
Völlig übermüdet schleppten wir uns zum Bus, der uns dann punktgenau vorm Spandauer Fernbahnhof ausspuckte.
Da uns noch einige Minuten Schonfrist blieben, bis wir uns zu dem Rest der Irren begeben mussten, steckten wir uns noch ein Zigarettchen an. Linda gesellte sich dann noch zu uns in die lustige Raucher-Runde und wir konnten, durch die verglaste Außenfassade des Bahnhofs, Torte zuwinken.
Dann wars aber Zeit. Ab aufs Gleis, wo Mucki, Andre (ich weiß nicht wie man das auf der Tastatur hinbekommt, dass ein ´auf dem e sitzt), Sven, Marcel und Justin schon sehnsüchtig auf uns warteten.
Kaum hatten sich der BBH und der HFC Gesundbrunnen gesammelt fuhr unser Zug ein und wir bekamen die Krise. Unser Reisegefährt war rappelvoll. Soviel also zum Thema nicht mit dem Sonderzug fahren, um Platz zu haben.
Nachdem der Zug dann sämtliche Bahnhöfe auf der West – Ost – Achse Berlins passiert hatte, waren auch Toby, Minni, Birgitt, Daniel, OIsi, Mirko, Thor. NSK Tobi und Denis mit von der Partie.
Die Schönheit des Brandenburgischen Landes flog an den Zugfenstern vorbei, der Geruch von Martini lag in der Luft und die Gespräche beschränkten sich auf Fußball und Fäkalienwitze.
Klasse, wie im Paradies.
Zwar mussten einige stehen aber im Grunde war es sehr bequem. Mucki hatte sich beispielsweise auf einem Kindersitz platziert und schaukelte munter mit den Beinen hin und her.
Und bevor man sich versah, schaukelte die Bahn auch schon durch die Lausitz und in den Cottbusser Hauptbahnhof.
Ja was soll auch schon groß passieren in nur 90 Minuten?!
Unsere Freunde von der deutschen Polizei waren natürlich schon da, um uns willkommen zu heißen und um zu verhindern, dass wir uns mit unseren sorbischen Kumpels auf einen netten Plausch trafen.
Der Polizei-Lautsprecherwagen begrüßte uns ca. dreimal und als dann auch der Sonderzug und der Hubschrauber da waren, ging es los Richtung Stadion.
Auf dem Weg über die gesperrte Bundesstraße machte man sich so seine Gedanken über Herthas momentane Tabellensituation, die vielen Niederlagen gegen dieses Sorben-Pack und, als man am Rohbau der neuen Stadthalle vorbei kam, auch darüber, ob dieses Spiel nun ein Derby ist, oder nicht.
Nun, dazu hat jeder seine eigene Meinung. Ich denke, dass so ziemlich alle Voraussetzungen erfüllt sind. Oder jedenfalls fast alle. Zugegeben die beiden Städte trennen über 100km und es gibt wohl auch wesentlich traditionsreichere Derbys.
Andererseits spielt hier der große Club aus der Hauptstadt und Weltmetropole Berlin gegen einen kleinen Dorfclub, aus einer armseligen Stadt mit nur einer Hand voll mega Assis als Fans. Und natürlich gewinnt dieser kleine dreckige Verein fast jedes Spiel in diesem Derby…
Wieder zurück aus diesem Gewirr von Gedanken, hatte man die erste Autobahnbrücke hinter sich (es warteten natürliche keine Cottbusser auf uns) und das Stadion kam in Sicht.
Die Idee, vielleicht doch lieber den sorbischen Tierpark zu besuchen, verflog schnell wieder, da Minni das absolut nachvollziehbare Argument brachte: „Ist doch egal, ob wir uns die Affen im Tierpark oder auf der Nordwand angucken.“
Natürlich war man gespannt, wie denn das fertig umgebaute Stadion aussehen würde.
Bei der Ankunft am Gästeblock wurde man natürlich herb enttäuscht, denn das ach so tolle neue Stadion entpuppte sich als Baucontainerkonstruktion und Lucas bemerkte später ganz richtig, dass das Ganze was von einem Wanderzirkus hatte.
Die Einlasskontrollen waren im Vergleich zum Vorjahr eher schlechter geworden. Ganze drei Ordner pro Block sollten sich um knapp 3000 Berliner Schlachtenbummler kümmern.
Fast eine Stunde stand man zusammengepfercht wie Vieh da und wartete auf den Einlass. Natürlich tat es der vollen Blase nicht unbedingt gut, dass man permanent den Ellenbogen eines Mitwartenden im Magen hatte.
Als man dann endlich mit dem Abtasten durch war, wollte man nur noch schnell die Toiletten aufsuchen. Leider wurde dieser dringende Wunsch von einem Ordner unterbrochen, der sich nochmal gerne die Schuhe von innen ansehen wollte. An dieser Stelle kann ich nur Marians Rat wiedergeben:
Sollte es nächste Saison wieder nach Cottbus gehen, liebe Herthaner, wascht euch vorher einfach nicht die Füße.
Endlich drinnen, wurde das lang ersehnte WC besucht (danke nochmal an Torte fürs vorlassen) und sich eine Bratwurst geholt, die mir ungefähr so gut schmeckte, wie mir der FCE sympathisch ist.
Im Block sammelten wir uns und verbrachten die verbleibende Zeit mit sinnlosem Gequatsche.
So liebe Leute, verehrte Leser dann war es mal wieder soweit: Im Osten geht die Sonne auf… Ha ein blick gen Himmel und man war vom Gegenteil überzeugt.
Die Mannschaften betraten den Platz und los ging’s.
Zum Spiel:
Energie mit dem besseren Start. Die Hausherren waren sich der Tatsache wohl bewusst, dass der FCE mit dem Rücken zur Wand stand, und sie suchten ihr Heil in der Flucht nach vorne.
In der 21. Minute dann die Führung für die Lausitzer. Atan trat einen Freistoß mit aller Macht, durch Drobnys Beine. Unglückliche Situation für den Hertha-Keeper. Danach hätte der FC Energie auch höher in Führung gehen müssen. Jula schaffte etwas, was man wohl sonst nur in der Kreisliga schafft. Er schoss am völlig leeren Tor vorbei.
Dieser Fehlschuss war ein echtes „Hallo! Wach!“ für die Berliner.
Nach einer Ebert Flanke Köpfte Voronin das 1:1.
Danach musste das Spiel kurz pausieren, da der Berliner Pöbel den Ausgleich mit etwas Pyro Feierte.
Kurz vor der Halbzeit markierte Voronin seinen zweiten Treffer nach einem feinen Pass von Raffael.
1:2 zur Pause.
Nachdem Seitenwechsel drückte Energie nach vorne, konnte aber kaum nennenswerte Chancen verzeichnen.
Und dann folgte die große Gala des Andrej Voronin:
25 Meter vor Gerhard Tremmels Gehäuse bekam er den Ball, ließ vier Sorben wie Slalomstangen aussehen und machte in der 88. Minuten den Auswärtssieg perfekt.
Hier nochmal Herthas Torschützen in chronologischer Reihenfolge:
Andrej Voronin
Andrej Voronin
Andrej Voronin
Kann wohl doch viel in 90 Minuten passieren.
Zur Stimmung:
Die gut 3000 Berliner verwandelten das Spiel zu einem Heimspiel und feuerten ihre Mannschaft 90 min leidenschaftlich an.
Nachdem 1:1 gab es eine herrliche Pyroschau, die den Cottbussern das sowieso schon leise Maul endgültig stopfte.
In der 2. Halbzeit konnten die Cottbusser lediglich zweimal auf sich aufmerksam machen. Zum einem mit ihrem ziemlich unkreativen Spruchband, welches mal wieder etwas auf die Freundschaft zwischen Hertha und dem KSC anspielte. Sowas wird wirklich langsam öde, Jungs. Und zum anderen mit einer Rauchbombe, bei der der Gästeblock sofort „ihr macht unseren Sport kaputt“ skandierte, Echt ey, sowas muss doch nicht sein.
Nachdem Abpfiff gab es ein geiles Uffta und der ein oder andere bekam eine kleine Gänsehaut beim Blick auf die auf der Anzeigetafel eingeblendete Tabelle.
Dem verdammten Sorbenpack bleibt nur zu wünschen, dass sie endlich wieder dahin zurück kehren, wo sie hingehören: In die Bauernliga, um mit Teams und Fanszene aus Jena, Rostock oder Dresden rumzuschwulen.
Total happy und wie in einer Mischung aus Trance und Drogenrausch ging es zurück zum Bahnhof.
Leider durften wir auch jetzt unsere sorbischen Freunde nicht besuchen, um sie etwas zu trösten.
Die Polizei hatte alles im Griff.
Doch, was ist denn das?! Die Ampel steht eindeutig auf Rot und die Polizisten, die Diener des Staates, die Recht und Ordnung repräsentieren sollen, laufen über die Kreuzung!
Schock bei allen Fußball Fans.
Haben euch eure Eltern, sofern ihr sie kennt, denn nicht beigebracht liebe Staatsmacht(?!):
Bei Rot stehen, bei Grün gehen.
Der Berliner Mob jedenfalls konnte sich an diese Regel noch sehr gut erinnern und stoppte selbstverständlich.
Doofe Blicke der Polizisten und wieherndes Gelächter bei uns waren die Folgen, dann konnte es weiter gehen.
Unser Sonderzug stand schon für uns bereit und wir ergatterten uns ziemlich gute Plätze, auch wenn sich die Gruppe dafür etwas trennen musste.
Da viel Zeit bis zur Abfahrt war, gingen wir noch eine Rauchen und beobachteten das übliche Geschubse zwischen Berlinern, die lieber mit der regulären Regionalbahn gefahren wären und Polizisten, die sich strikt weigerten Berliner und Sorben auf einen Bahnsteig zu lassen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit setzte sich der Zug dann endlich in Bewegung.
Die ersten paar Minuten war jeder mit sich selbst beschäftigt und man musste das eben Erlebte verdauen… ich meine Auswärtssieg in der Lausitz und damit die Tabellenführung verteidigt. Entweder sind die (Fußball)-Götter verrückt oder wir träumen alle.
Nach schätzungsweise 15 Minuten waren dann aber alle wieder voll da, bis auf Sven der sich auf einen Kindersitz verzogen hatte (das muss man sich mal vorstellen, der Typ ist immerhin fast 2 Meter groß) und vor sich hin döste.
Wir anderen definierten inzwischen die Herkunft des Stadtnamens unseres heutigen Opfers… und waren uns schnell einig… ein Omnibus voll beladen mit Enddarmprodukten ist daran schuld… ein Kot-Bus… haha rest in peace Restniveau.
Lucas sorgte für den nächsten Lacher, als seine Mutter anrief und das Handy einen Klingelton von sich gab, der sich ganz nach Quietsche-Entchen-Gruppensex anhörte. Zu herrlich.
Nachdem auch dieser Lachanfall einigermaßen überstanden war, sinnierte ich darüber, ob Lorielle London nun schwul, lesbisch oder hetero ist. Was die nächste völlig überflüssige Diskussion nach sich zog und Daniel uns eröffnete, dass er auch gerne ein paar Operationen an sich vornehmen lassen möchte. Daniela London klingt auch ganz prima.
Toby hatte derweil seinen Kopf aus dem Fenster gesteckt, ursprünglich um mal zu gucken, wo wir uns gerade befänden, denn er wollte mir nicht glauben, dass unser aktueller Standpunkt immer noch im Zug sei… au weia was ne gequirlte Kacke.
Doch er hatte ganz schnell ein neues Hobby gefunden und rief alten Leuten auf Bahnhöfen irgendetwas zu.
Von Sven war immer mal wieder gelegentlich ein Lachen zu hören und ab und zu gab er auch ein „stimmt doch gar nicht“ von sich, um dann in Frieden wieder zu schlummern.
Tja und wenn sie nicht gestorben sind - und das sind sie nicht, sind sie gut am Ostbahnhof in Berlin angekommen.
Die Wege teilten sich und Lucas und ich ließen den Abend mit guten Freunden bei einem leckeren Grillteller ausklingen.
Bleibt mir nur noch eins zu sagen:
Reckt die blau-weißen Fäuste in die Luft.
Derby Sieger, deutscher Meister BSC!
(träumen darf man ja noch)
Ha Ho He
Hauptmann
p.s. Minni blieb nüchtern!
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:34
Türkiyemspor Berlin – Hallescher Fussball Club Chemie
24. Spieltag Regionalliga Nord 2008/2009
Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
584 Zuschauer (300 aus Halle)
Die FIFA, bescherte uns aufgrund der WM Quali nen Spielfreies Wochenende, was macht der / die geneigte Hopping-Freund/in? Richtig, Spielplan raus holen, und mal gucken was so in den unteren Liegen geht, den einen zog es wenn auch eher aus Familiären Gründen nach Düsseldorf zur Fortuna, und die andere bevorzugte es lieber sich in heimischen Gefilden aufzuhalten. Im Spielplan stand Türkiyemspor gegen Halle, klang gut, ist gut, der Sonntag war gerettet. Also ne Mail zu nem bekannten Hallenser geschickt, nachgefragt wie es mal wieder mit nem Treffen aussehen würde, und schon war alles in trocknen Tüchern.
Wer steht nicht gerne an einem Sonntag morgen um 09.30 Uhr auf, um sich so nen sinnlos Spiel anzutun? Nunja, verabredet war verabredet, und so gings auf in Richtung Jahn – Sportpark, die Fahrt dahin, verging ungewöhnlich schnell, vom U-Bhf mal eben angerufen, und nachgefragt wo man sich denn eigentlich trifft, kurzer Fußmarsch zur Kreuzung, und schon war die Widersehensfreude da. Los gings dann Richtung Stadion, noch ne Karte für 10 Euro organisiert, und rein in den Ost – Tempel. Die Zeit bis zum Anpfiff wurde mit Reden über dieses und jenes verbracht, zwischendurch noch Leute beobachtet, teilweise ziemlich komisches Volk was sich da auf den Weg nach Berlin gemacht hatte. Dann wurde mir noch erzählt, das Halle seit irgendwas um die 900 Minuten, kein Gegentor mehr kassiert hat, und das der HFC in dieser Saison noch ungeschlagen ist, was ich natürlich aufgrund meiner Recherche schon alles wusste, man muss sich ja auch n bisschen schlau machen, mit welchem Verein man es da eigentlich zu tun hat.
Das Spiel begann, nach 5 Minuten zappelte der Ball im Tor des Halleschen Keepers, und so konnte der 1000 Minütige Rekord ohne Gegentor auch vergessen werden, in Minute 17 flog der Ball zum 2. mal ins Netz der Hallenser, und so sah alles nach der 1. Saison Niederlage für den HFC aus, aber Fussball, wäre nicht Fussball, wenn man nach 17 Minuten schon aufgeben würde, und so landete in Minute 24 der Ball im Tor von Türkiyemspor und es ging mit dem Stand von 2:1 in die Kabinen.
Der Pfiff zur 2. Halbzeit ertönte. Halle versuchte von Anfang an Druck aufzubauen, was ihnen allerdings sehr selten gelang, das Spiel plätscherte so vor sich hin, jeder hatte schon mit der Niederlage gerechnet, bis der Torwart aus Halle in der 92. Minute praktisch mit dem Abpfiff, den Ball per Kopf ins Tor jagte. Das Spiel wurde Abgepfiffen, großer Jubel auf Hallenser Seite, die Mannschaft kam noch vor den Block um sich feiern zu lassen, und dann hieß es auch schon, das Stadion zu verlassen, noch verabschiedet, und schon ging es wieder in Richtung Heimat.
Ihr werdet euch sicherlich wundern, warum ich nichts zum Thema Support geschrieben habe, das liegt daran, das der Support echt unterirdisch war, 1. Halbzeit wurde noch relativ gut mitgezogen, allerdings auch nur 2 verschiedene Lieder, und in Halbzeit 2 war dann bis auf die letzten 3 Minuten komplette Ruhe im Stadion. Da hab ich irgendwie mehr erwartet aber man kann halt nicht alles haben.
Minni
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:35
Fortuna Düsseldorf vs. BSV Kickers Emden 1:1
28.Spieltag 3. Bundesliga 2008/2009
Samstag, den 28.03.2009, 14:00 Uhr
Rheinstadion
18.500 Zuschauer
Reisebericht inklusive Fußball.
Um erst mal eins klar zu stellen:
Nein, ich habe keine Flugangst. Ich habe lediglich Angst vor dem Abstürzen und da hilft es auch herzlich wenig, wenn alle Leute einem versichern, dass bis jetzt jedes Flugzeug nach unten gekommen wäre.
Am Donnerstag Morgen stiegen Moni und ich in den Flieger nach Bonn… Köln Bonn, um mal das Rheinland zu erkunden.
Der Flug verlief zu meiner Erleichterung recht angenehm, wobei ich ja das Landen und Starten am schlimmsten finde und wenn man von Berlin nach Köln fliegt, macht man ja im Grunde nichts anderes.
Wie dem auch sei: Wir wurden vom Flughafen abgeholt und in unser vorzügliches Quartier in Langenfeld gebracht, wo wir noch einen lustigen Spieleabend verbrachten.
Der Freitag gehörte ganz dem Sightseeing und wir schlenderten einkaufenderweise durch Cologne City und erklommen natürlich auch noch den vielbesungen Dom. Eine schöne Aussicht hat man ja von da oben, aber wenn man bedenkt, dass direkt unterm Dom eine Kölner U-Bahn fährt (Kölner Verkehrsbetreibe - wir bringen sie schnell unter die Erde) wird einem schon etwas mulmig.
Am Samstag fuhr ich dann mit meinem alten Herrn nach Düsseldorf. Ich hatte ihm, und das nicht ohne erheblichen Eigenutzen, Karten für das Topspiel der dritten Liga zum Geburtstag geschenkt.
Dank des Navis und der Ausschilderungen hatten wir auch bald die „Lufttransport Union Manege“ erreicht und stellten das Reisegefährt sicher ab.
Man muss schon sagen, dass das gesamte Areal rund um Fortunas Heimat wunderbar gepflegt war und bei Sonnenschein bestimmt einen herrlichen Anblick geboten hätte. Überhaupt war das der Flop schlechthin für mich. Ich hatte mir das Rheinland immer sonnig vorgestellt und musste dann erfahren, dass Köln 5000 Sonnenstunden weniger als Berlin hat.
Nachdem wir die Einlasskontrollen gemeistert hatten und ein wenig herum geirrt waren, fanden wir schließlich unsere Sitze und ließen uns nieder.
Das Spiel begann auch kaum dass wir gesessen hatten:
Zum Spiel:
Die Fortuna klar der Herr im Hause. Fest entschlossen den Abstand auf Emden zu vergrößern und damit die Chancen auf den Aufstieg zu erhalten warfen die Düsseldorfer gleich zu Beginn alles nach vorne.
Mit feinem Mix aus Pressing und Kombinationsfußball drängten sie die Emdener in die eigene Hälfte.
Leider fehlte es am Abschluss.
Die Kickers kamen in Halbzeit eins genau zweimal über die Mittelinie und schossen auch genau zweimal aufs Tor.
Pausenstand Fortuna 0, Emden 1.
Das Spiel der Kickers erinnerte leicht an das unsere Hertha.
Die Zweite Hälfte war ausgeglichener. Düsseldorf mit den besseren Chancen, die Kickers beschränkten sich auf gelegentliche Konter.
In der 63. Minute wurden die Gastgeber dann erlöst und erzielten das verdiente 1:1
Mehr passierte nicht in einer interessanten Partie. Das Unentschieden sicher ein wenig unglücklich für die Fortuna, doch Emden spielte das cool runter und verdiente sich somit den Punkt.
Zur Stimmung:
Gut 300 Emdener hatten den Weg vom Friesland ins Rheinland unternommen uns waren die vollen 90 Minuten in Bewegung. Nach dem 1:0 für ihr Team war sogar so etwas wie eine Rauchbombe zu sehen. Gehör verschaffen konnten sie sich aber nicht. Wobei ich bezweifle, dass die Fortuna Fans im Gästeblock zu hören waren. Und es mir auch ein absolutes Rätsel ist, wieso die Ultras Düsseldorf für 500 Support Willige eine Beschallungsanlage und ein Megaphon brauchen.
Ansonsten ein gelungener Auftritt des Düsseldorfer Anhangs. Und das obwohl es keinen Reim auf Fortuna oder Düsseldorf gibt.
Nach dem 0:1 flachte die Stimmung dann etwas ab und das Liedgut beschränkte sich auf zwei, drei Standards. Nach dem Ausgleich brach die Hölle los und die Rot Weißen feuerten ihr Team bis zu Schluss leidenschaftlich an.
Das Spiel war dann aus und wir machten uns auf den Weg nach Hause.
Nachdem wir eine Ewigkeit auf dem Parkplatz der Arena gewartet hatten, erwartete uns eine freie Autobahn. Aber irgendwas kam mir merkwürdig an der Tatsache vor, dass wir den Rhein zweimal überquerten und siehe da: Das Navi wollte uns doch tatsächlich wieder zu LTU Arena führen. Technik sag ich nur.
Wir kamen dann aber doch wieder in Langenfeld an, wo auf meinen Vater eine Geburtstags-Überraschungsparty wartete.
Der Abend wurde also noch sehr lang.
Am Sonntag fuhren wir nochmal nach Köln, um Vorhängeschlösser an die Hohenzollernbrücke zu hängen und die Schlüssel in den Rhein zu befördern.
Das ist so brauch in Köln, man schnitzt seinen Namen und den seiner Geliebten nicht in Bäume sondern in Vorhängeschlösser, die man dann an die Brücke hängt… tja was das nun bringen soll, weiß ich auch nicht.
Anschließend spazierten wir noch etwas am Rhein entlang, bevor es Zeit wurde wieder den Flieger Richtung Heimat zu besteigen.
Starten, landen und schon waren wir wieder in Tegel.
Tolle vier Tage im Rheinland hinterlassen auf jeden Fall einen nachhaltigen Eindruck.
Danke an unsere Gastgeber für diesen Kurzurlaub.
Ha Ho He
Hauptmann
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:36
Hannoverischer Sport Verein von 1896 vs. Hertha BSC 2:0
27. Spieltag 1.Bundesliga 2008/09
Samstag, den 11.04.2009 15:30 Uhr
Niedersachsenstadion
49.000 Zuschauer
Schnorcheln über Wasser…
Und Mirco hat noch nie in den Schnee gekotzt.
nebierhcs sträwkcür thcireB neseid hci edrew, nehcorpsrev inniM eiw dnU.
Na ja gut ok, das Rückwärtsschreiben werde ich lieber lassen, ist nämlich doch einigermaßen anstrengend.
Der Morgen begann wie immer: aufstehen, anziehen, hundertmal kontrollieren, ob die Karten da sind und ab dafür.
Ohne große Probleme brachten mich die öffentlichen Verkehrsmittel Berlins zum Ostkreuz oder wie ein bekannter Hertha Sympathisant, der auf einem merkwürdigen Kahn angeheuert hat, schreiben würde: „ich erreichte dem Ostkreuz was Ultra delüx war…“
Schön, wie man die deutsche Sprache verschandeln kann und by the way traf ich auf dem Weg zur S 5 auch gleich noch drei merkwürdig sprechende Gestalten, die unbedingt in Erfahrung bringen mussten, ob man denn wirklich eine Karte für den Sonderzug nach Hannover bräuchte.
Nachdem ich den netten jungen Gentlemen das mehrfach versichert hatte und ihnen nahgelegt hatte, dass sie lieber nicht nach Hannover fahren sollten (so‘ne Leute willste auch gar nicht im Block haben) setzte ich meinen Weg unbeirrt fort und fand mich wenig später am S-Bahnhof Lichtenberg wieder, wo der Rest in Form von Minni, Mirco, Birgitt, Chancentot, Mucki und Andre (mit ´ über dem e) schon auf mich wartete.
Ich überreichte Minni die versprochene Zäpfle Flasche und dann konnte es auch schon aufs Gleis der Abfahrt gehen.
Auf der Suche nach einem geeigneten Platz auf dem Bahnsteig begrüßte man die bekannten Gesichter. Dann rollte auch schon der Zug ein und wir ergatterten uns gemütliche Plätze im oberen Bereich.
Da wir noch einige Minuten Zeit bis zur Abfahrt hatten, beschlossen wir nochmal fix eine Zigarette zu vernichten.
Leider gefiel das dem „Ober-Bahnhofs-Aufseher“ gar nicht und da er nicht nur ein sehr wichtiger, sondern auch ein sehr witziger Mensch zu sein schien, fragte er uns, ob uns der Weg in den Raucherbereich zu weit sei oder ob wir Interesse daran hätten, 10 Märker zu verlieren…
Ganz ehrlich, so‘ne Sprüche sind in der Lage, einem die gute Laune ernsthaft zu vertreiben. Aber nöö, nicht heute. Sonne scheint, Zäpfle intus, mit den Atzen auswärts. Da heißt es gute Laune haben und lächeln.
Also spazierten wir Richtung Raucherbereich. Mister Wichtig folgte uns und sammelte alle Raucher ein, um sie in den für sie vorgesehenen Bereich zu scheuchen.
Gut, als wir dort angekommen waren, hatten wir aufgeraucht. Ein Raucherbereich auf einem Freiluftbahnhof ist in etwa so nützlich wie eine Pinkelecke in einem Schwimmbad…
Ok also Kippe in den Aschenbecher, denn soviel Ordnung muss sein, und wieder rein in den Zug, der sich dann auch alsbald in Bewegung setzen sollte.
Der Polizei-Obermacker begrüßte uns dieses mal persönlich über Lautsprecher und teilte uns mit, dass wir im Falle eines Problems doch sofort mit ihm Kontakt aufnehmen sollten… Ja nee, is klar, ne… Hilfe, Herr Waldmeister, ich habe einen Krampf in meinem Mittelfinger…
Wir waren noch nicht ganz aus Berlin raus, da wurde schon die Prollhaltung eingenommen:
Ärmel hoch, Alkohol in der Hand, Sonnenbrille auf und - ganz wichtig - ein Bein cool auf dem gegenüberliegenden Sitz postiert.
Chancentots Schwiegermama hatte ihn für die Fahrt bestens versorgt und so kam es, dass er seinen Reiseproviant mit uns teilen konnte. Ich persönlich war sofort von Schwiegermamas Stullenschmierkunst überzeugt. Noch ein Dosenbier dazu. Perfekt: Bier und Stulle…
Nochmal zum Dosenbier eine kleine Randnotiz:
Es gibt nichts Männlicheres als ein Dosenbier: Metall und Bier. Wahnsinn (copyright by „Watiss“ & „Das Mouse“)
Zurück zu Chancentots Schwiegermutter:
Bei dem, was er so erzählte, was sie alles für ihn macht, kamen uns natürlich sofort die dämlichsten Gedanken… so frei nach dem Motto: Was meine Tochter hat Kopfschmerzen? Na ja komm her, lass Mutti mal machen. Und so weiter…
Du siehst also, relativ neutraler Leser, dein Gehirn musst du am Bahnhof einschließen, bevor du mit uns in einen Zug steigst.
Wir hatten Niedersachsens Grenzen schon lange passiert, als Mirco und ich doch nochmal das nette Bahn-Angebot eines Raucherbereichs (schon wieder so‘n dämlicher Raucherbreich) wahrnehmen wollten.
Aber zuerst musste mal der Alkohol ganz schnell wieder raus… und wenn ich sage ganz schnell dann mein ich damit so schnell, wie es eben in einem Fußball Sonderzug gehen kann…
Also Mirco und ich dann endlich an der Reihe waren das WC zu benutzen, schickte ich einen geistigen Gruß nach Langenfeld zu meinem alten Herren, der mir vor 2 Wochen diese herrlichen Doc Martens kaufte und mir damit nasse, uringetränkte Socken ersparte.
Der Boden schwamm… einfach nur widerlich. Ich hoffe stark, dass Leute, die mit Absicht auf den Boden zielen oder die WC verstopfen und das auch noch witzig finden, irgendwann mal ausrutschen und in ihrer eigenen Suppe schwimmen!
Nachdem wir also auch dieses dunkle Kapitel abgeschlossen hatten, gingen wir eine Rauchen, zurück auf unseren Platz und schon hatten wir die Niedersächsische Landeshauptstadt erreicht.
Unser Polizei-Oberwaldschrat meldete sich nochmals via Lautsprecher und verkündete, dass wir die Straßenbahn zum Stadion nehmen könnten oder wir könnten auch einfach hinlaufen…
Was denn nu los? So viele Freiheiten in Hannover ist man ja gar nicht gewohnt.
Dass man sich nicht alles erlauben konnte, zeigte der Versuch eines jungen Herrn, der nach dem Aussteigen einen Bengalo direkt neben der Polizei zündete. Unnötig zu erwähnen ist hierbei natürlich die sofortige Verhaftung des Pyromanen.
Einige, die diese Szene live miterlebt haben, mögen sagen, dass die Herren vom Staatsschutz vielleicht wieder einmal etwas heftig und brutal zugegen waren. Aber Rauch direkt neben der Polizei zu zünden ist auch einfach nur total dämlich.
Wir entschlossen uns dann zu laufen, da wir die Straßenbahnstadion auf den ersten Blick nicht ausmachen konnten und der ganze Mob eh zu Fuß seinen Weg suchte.
Also ging’s durch herrlichen Sonnenschein ab in Richtung „ihr unabhängiger Finanzoptimierer Arena“
Vorbei an einigen Punks, jungen 96igern, denen der Arsch beim Anblick von knapp 1000 Berlinern auf Grundeis ging, und auch vorbei an bzw. über die Leine und schon war man am Stadion. Natürlich auf der falschen Seite aber das macht ja nichts, so hatten die Jungs noch mehr Zeit, Ausschnitt gucken zu spielen.
Nachdem wir eine halbe Runde gedreht hatten, waren wir schon am Gästeblock angekommen und ich stellte mit Erstaunen fest, dass die Ordner zum einen deutsch konnten (was in Hannover echt mal was neues ist) und dass es anscheinend mal Heteros waren, die einem nicht die Hose beim Abtasten runter reißen wollten…
Wir kletterten die 45 Grad Steigung zum Block hinauf und konnten dabei Laura und Manne begrüßen.
Dann verpflegte man sich erst mal mit Cola und Bockwurst, die - und das schwöre ich - nach 5 Std. immer noch für Aufstoßen sorgte…
Im Block war heute mal kuscheln angesagt und man stellte fest, dass Hertha auch nach zwei verlorenen Spielen immer noch neuer Liebling vieler Berliner war.
Im Gedränge fanden wir Lucas und einigermaßen gute Plätze und dann ging das Spiel auch schon los…
Zum Spiel:
Wat soll ick sajen? Oh weh, Champions League ick seh da schwinden…
Das Glück, das Hertha fast die ganze Saison begleitet hatte, ist verschwunden und so lässt sich das Spiel auch schnell und schmerzvoll zusammenfassen:
Hertha besser, trifft aber nicht. Hannover nutzt die Hälfte der sich bietenden Chancen und führt mit 2:0.
Spiel aus. Dumm gelaufen.
Zur Stimmung:
Es war einiges an Material erlaubt und so erstrahlte der Block in blauen und weißen Fahnen, die allerdings auch dafür sorgten, dass ich kaum etwas vom Spiel sah. Aber das nur so nebensächlich.
Der komplette Gästebereich war voll und so konnte man schon akustische Akzente setzen und ein ums andere Mal das ganze Stadion unterhalten.
Besonders der Wechselgesang zwischen Unter- und Oberrang wusste zu überzeugen.
Die Roten bewegten sich lautstärketechnisch im Mittelfeld und auch für die Augen gab es kein wirkliches Highlight. Zwar waren Fahnen en masse vertreten, aber das besondere Etwas fehlte wie immer. Nichts desto trotz hat sich der Auftritt der Hannoveraner einigermaßen verbessert.
Nach dem Abpfiff flogen noch einige Gegenstände aus dem Block neben uns durch die Luft und da der Berliner an sich sehr höflich ist, schmeißt er das Zeug zu seinem rechtmäßigem Besitzer zurück… plus Zinsen.
Wir beschlossen zurück mit der Straßenbahn zu fahren, denn auf laufen hatte niemand mehr Lust.
Torte hatte das Streckennetz, warum auch immer, genau im Kopf und nachdem die Meute der Fußballfans einen Auffahrunfall verursacht hatte, waren wir auch schon in der Bahn.
Steffen und seine Kumpanen waren ebenfalls mit an Bord und zeigten uns mal, dass man den Assibogen auch weit überspannen kann.
Nach zahlreichen Kurven und einigem experimentieren, wie denn die Türen zu öffnen sind, erreichten wir den Hauptbahnhof.
Mirco und Chancentot stellten sich mit einer Sammelbestellung bei Burger King an und der Rest verzog sich schon mal aufs Gleis, um Plätze im Zug zu sichern.
Nachdem der Zug eingefahren war und wir die nötige Anzahl der Plätze reserviert hatten, kamen unsere Burger und dann ging’s auch schon los Richtung Berlin.
Natürlich tut der gemeine Fußballfan nach so einem Spiel alles, um bei guter Laune zu bleiben und so fingen wir an, das Niveau nicht nur brutal zu töten, sondern wir begruben es auch mit dem Gesicht nach unten in entweihter Erde und tanzten fröhlich auf seinem Grab…
Mir fiel beim Gestikulieren der Burger runter und Mirco weihte uns in die dunklen Geheimnisse der männlichen Masturbation ein…: nicht in der Badewanne wi***en… das plätschert viel zu laut.
Außerdem legte er uns nahe, bei Darmdrang im Winter doch einfach mal in den Schnee zu… soll sehr anregend sein. Desweiteren bedauerte unser Bad Boy Mirco die Tatsache, dass er es trotz vieler Versuche noch nie geschafft hatte in den Schnee zu kotzen… Ja Mirco, was soll ich dir sagen? Immer dran bleiben, nie aufgeben!
Als ihm danach war, eine zu Rauchen, es ihm aber zu blöde war, den Raucherberreich zu suchen, steckte er einfach mehrere Strohalme ineinander und ließ sich von Chancentot eine dünne Kippe drehen, die ans Ende der Strohalme gesteckt wurde. Durch diese Patentreife Erfindung war es ihm möglich im Zug zu rauchen, ohne die Aufmerksamkeit des Ordnungspersonals auf sich zu ziehen. Das Auspusten des Rauches wurde durch eine zweite Strohhalmkonstruktion ermöglicht.
Im Anschluss berichtete er uns noch von den besten Pornos, die man auf tube8 oder youporn sehen könnte und dass Pornos mit Handlung die besten wären. Wahrscheinlich guckt er auch nur deswegen Pornos bis zum Schluss, weil der denkt, am Ende wird geheiratet…
Tränen lachend nahmen wir das alles zur Kenntnis.
Gott sei Dank waren wir dann auch alsbald im schönen Spandau angekommen und ich konnte diese Art der Gespräche hinter mir lassen.
Da der Abend noch jung war, beschloss ich mich noch mit meinem Glöckchen und Dani zu treffen, die auf dem Weg zu Mäces waren, um noch gemeinsam mit zwei Jungs der Cornflakes-Fraktion zu Abend zu essen.
Und als wir da so nett saßen und uns über dies und jenes Unterhielten fiel uns, durch die schönen großen Fenster, die Besatzung des sinkenden Dampfers auf, die am S-Bahnhof Spandau standen und recht verloren wirkten.
Dani und Svenne konnten diese traurigen Gestalten natürlich nicht so stehen lassen und machten sich auf den Weg, um Trost zu spenden.
Mit mäßigem Erfolg, wie ich finde.
Danach war der Abend aber definitiv beendet. Ab nach Hause, ab unter die Dusche, ab ins Bett.
Scheißegal wie oft wir verlieren… Hertha wir sind stolz wie Bolle uff dir!
Ha Ho He
Hauptmann
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:37
Tanz & Sing, Gemeinschaft „Onkel Diddi sein Projekt für 18,99€“ vs. Hertha BSC 0:1
29.Spieltga. 1.Bundesliga 2008/2009
Freitag, den 24.04.2009 20:30 Uhr
Hoppis 0815 Arena (bei Sinsheim)
30.200 Zuschauer
Hoppenheim Bericht !
By Denis
Auf dem Weg zu unserem Bus.
Der Tag hat super angefangen, Tobi und ich hatten uns schon morgens um 15 vor 8 getroffen.
Nachdem wir die Lage abgesprochen haben wie die Fahrt so sein wird und mit welchen Chaoten wir fahren werden waren wir schon unterwegs. Laura haben wir dann pünktlich 15 nach 8 am
S Bahnhof Rathaus Steglitz gefunden. Somit waren wir komplett, zwei Chaoten vom BBH und eine kleine Autonome. Nachdem wir uns bei Edeka reichlich zu trinken gekauft haben und auf dem weg waren zu unserem Treffpunkt mit dem Bus, haben wir andere Herthaner getroffen die genauso wie wir auf den Bus gewartet haben. Schnell war uns klar das wir nicht dazu gehören mit unserer Art, den wir sind anders. Wir hatten noch ein wenig Zeit, und Laura ist aufgefallen das sie kein Geld mitgenommen hat, was natürlich sehr unpraktisch ist wenn man Auswärts fährt, und da ist sie fix zur Bank gelaufen, um das Geld für die fahrt abzuheben. Als wir die anderen Herthaner beobachtet haben, um zu sehen wie die so drauf sind, da man sie in der Kurve oder an einem Hertha Ereignissen nie gesehen hat, verflog die Zeit wie im nichts und da kam auch schon der Bus.
Wir haben uns sofort angestellt, damit wir die besten plätze ergattern konnten und so wie es
kommen musste, haben wir uns in den hintersten reihen verkrochen. Der ganze Nährhafte
Proviant wurde verstaut und griffbereit gelagert. Neben uns waren drei weitere Chaoten, mit denen wir uns prächtig verstanden haben, aber gerade erst hingesetzt ging die reise schon los in
das "wunderschöne" Dorf Sinnsheim.
Die fahrt war sehr witzig, die Organisatoren dieser fahrt hatten einige witzige Werbegeschenke
für uns bereit gestellt (Feuerzeuge & Mützen). Unteranderem hat man sich mit einer aufblasbaren
schwarzen Gummi puppe beschäftigt und einer Kuh die den selben zweck erfüllt, die beiden
befriedigenden Puppen wurden durch den ganzen Bus hin und her geschmissen, somit hatten
wir 2 stunde der fahrt rum. die restlichen 9 stunden hat man damit verbracht sich irgendwie selbst
zu unterhalten, sei es mit bekleben der Fenster oder schilder demontieren. Die Musik Wahl im
Bus war naja wie soll man sagen nicht jedermanns Sache, von Schlagern bis zu Techno Liedern
war alles dabei. Auf der Hin- Fahrt sind wir mindestens 5-mal gehalten um eine Pause zu machen.
Das war nervig und das wie, man hatte das Gefühl das die Fahrt eine Ewigkeit dauerte und das
war dann auch dem entsprechend. In den Pausen haben Laura,Tobi und Ich viel gealbert, weil man sonst die tote Stimmung im Bus nicht ertragen konnte, ein wenig spaß muss ja sein, nachdem wir unsere18Bier und einen Martini getrunken haben, haben wir endlich nach 9 stunden fahrt auch unser Ziel erreicht Die Rhein - Neckar - Arena. 2 stunden vor der kleinen "teuren Arena mussten wir noch warten bis sie uns endlich rein ließen. Man wurde oft doppelt kontrolliert von zwei verschiedenenOrdnern. Was mir und Tobi aufgefallen ist das man dort nicht lachen darf sonst kommt man nicht
ins Stadion. Drinnen angekommen haben wir uns die Preise angeschaut und festgestellt das wir diesen Verein nicht sponsern wollen mit unserem Geld und da das essen überteuert war.
Als wir nach einem geeigneten platzt suchten für unseren Support trafen wir Minni und die Leute
von der Crew. Laura, Tobi und ich suchten uns einen schönen platz in dem man alles überblicken
konnte. Es gab viele Pöbeleien mit den Ordnern. Das Stadion sieht aus wie eine kleine Turnhalle,
wie die auf schalke. 10 min vor beginn des Spiels fing der Support an, wir standen in der Mitte vom Mob. Einige gute Freunde vom KSC begrüßten uns und haben mit uns unseren Schlachtruf gesungen.
90 min Vollgas gegeben und wir haben einen 0:1 Sieg Heim Gebracht mit drei wunderschönen Punkten.
Der Support war einzigartig, einfach ein Traum. Von den Hoffenheimern hat man kaum was gehört. Nur dann wenn unser Block wirklich mal ruhig war um zu hören was die singen.
Nachdem spiel sind wir ein wenig noch im Stadion geblieben um die Mannschaft zu bejubeln.
Als dann auch schon Schluss war mit dem jubeln und den Hoffenehiemern mit einem Lautstarken
"Auf wiedersehen" einen rein zu drücken haben wir uns auf dem weg zum Bus gemacht.
Dort haben wir dann ein Gruppen Foto gemacht mit allen die mit den Bussen gefahren sind.
Auf dem Heimweg hat man sich viel über das spiel unterhalten über den richtig geilen Support und das Hoffenheim ein scheiß kleines Stadion hat. Auf dem Rückweg haben wir zu dritt einige Biere noch getrunken und eine Flasche voddi. Mit guter Laune saßen wir 8 stunden im Bus um nach hause zu fahren und das nur weil wir 3 Pausen gemacht haben je 5 min. In Berlin Trennten sich die Wege Laura ist ausgestiegen. Tobi und ich total ermüdet sind nach hause gefahren mit der wunderschönen BvG.
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:38
Hamburger Sport Verein – Hertha BSC 1:1
30. Spieltag 1.Bundesliga 2008/2009
Sonntag, den 03.05.2009 17:00 Uhr
Volksparkstadion
57.000 Zuschauer
Sonderzug Schweinegrippe.
…Mucki wird bald 30.
Tja, lieber und treuer Leser, da hast du vor Ungeduld nächtelang wachgelegen, konntest nichts mehr essen, geschweige denn dich auf deine Arbeit konzentrieren und das nur, weil du laaange 29 Spieltage auf meinen Bericht aus Hoffenheim (ist das schlimm das mein Word dieses Dorf nicht kennt?) gewartet hast. Und nun diese herbe, bittere Enttäuschung…
Ja, was soll ich sagen? Die Arbeit rief mich am Samstag früh ins beschauliche Birkengrund und machte mir so die Fahrt ins geliebte Sinsheim zu Nichte.
Aber sei getröstet, ich bin sicher, Denis hat einige hochwertige Zeilen für dich zu Papier gebracht.
Nun aber Weg von der Trauer der verpassten Fahrt und ab an die Elbe…
Eigentlich haben Sonntagsspiele ja was für sich. Der Wecker klingelt nicht vor neun Uhr und man hat alle Zeit der Welt, muss sich nicht auf den Nachtfahrplan der BVG verlassen und trifft nur wenige Alkoholleichen, die einem die Sinnlosigkeit des Seins nahe legen wollen.
Wäre da nicht der böse Montag Morgen im Hinterkopf, der einem schon das ein oder andere Bier vermiesen kann.
Komisch war an diesem Sonntagmorgen, dass ich keinerlei Anspannung spürte. Kein Kribbeln, keine Nervosität. Ich war so lax, dass ich fast vergaß, dass überhaupt ein Spiel anstand.
Nur dank meines Glöckchens bekam ich noch rechtzeitig meinen Bus und fungierte sogleich für alle Mitreisenden als Litfaßsäule.
Trotz doch recht hoher Temperaturen besorgte ich mir am S-Bahnhof Jungfernheide noch schnell ein Kaffee um meinen total kaputten Kreislauf wieder auf Touren zu bringen.
Leider blieb der Erfolg aus und so wäre ich am Ostkreuz fast in die falsche S-Bahn gestiegen.
Nur mein Instinkt rettete mich vor einer Irrfahrt und führte mich souverän nach Lichtenberg zu meinen Atzen, die in Form von Minni, OIsi, Toby, Mucki und André schon anwesend waren.
Zu meiner großen Freude… beehrten uns auch Birgitt, Marry und ihr BFC-Macker Steve.
Na Hurra.
Unser Sonderzug war schon bereit gestellt worden und so wanderte der Trupp schon mal Richtung Abfahrtgleis um gemütliche Plätze zu reservieren.
Ich besorgte noch schnell einen Liter des Sirupwassers, welches im Volksmund als Cola bekannt sein dürfte und spazierte dann auch zum Sonderzug.
Zur meiner großen Überraschung (die anderen hatten es schon im Internet gelesen) bestand unser Reisegefährt dieses Mal nicht aus einer normalen Regio, sondern aus einem urig alten Zug.
Unsere reservierten Plätze waren erste Klasse inklusive Tisch und Beinfreiheit deluxe (das Wort kommt aus dem Französischen - nur so als kleine Information für alle Beiboot- und Tretbootfahrer)
Als der Zug schon eine Weile vor sich hin ruckelte, wurden endlich die Getränkebecher gefüllt und man genoss die sonnengetränkte Landschaft.
Wegen des hohen Relaxfaktors kamen die Gespräche etwas kurz. Was aber nicht heißen soll, dass die Diskussionen, die wir führten, nicht qualitativ hochwertig waren… so fragten wir uns beispielsweise warum die Verantwortlichen des HSV nicht mal das volle Potenzial ausnutzen, welches das Volksparkstadion bietet.
So könnte man doch eigentlich das gesamte Dach als Werbefläche nutzen und als Arbeitstitel kämen dann so grandiose Sache wie:
„Don‘t call it Schnitzel Arena“… oder „Für die einen ist es Duplo, für die anderen die wahrscheinlich längste Praline der Welt Arena“. Mein Favorit lag aber ganz klar bei:
„Morgens halb Zehn in Deutschland, das Frühstückchen Knoppers Arena…
Im Anschluss gab sich jeder so sich selbst hin. Toby ließ seine Ohren zum Klang der Band Moterhäd beben, Minni vergrub sich in wertvolle Fußball Lektüre, OIsi und ich lauschten diversen OI-Schrammel-Bands auf meinem I Pod.
Zwischenzeitlich wurde nochmal eine kleine Wanderung ins Raucherabteil unternommen. Das wars dann aber auch eigentlich schon.
Also wir schon die ersten Dörfer des Speckgürtels Hamburgs passiert hatten, stoppte unser Zug noch einmal kurz um seine Unpünktlichkeit (man mag’s kaum glauben, wir waren zu früh dran) zu reduzieren.
Das gab uns glatt die Gelegenheit zuzusehen, wie sich der Himmel verdunkelte und der erste große Regen Guss auf die Hansestadt niederprasselte.
Im Hamburger Hauptbahnhof angekommen geleitete uns die Polizei nett und freundlich zur S-Bahn. Natürlich bedankten sich einige für die Eskorte in Form einer kleinen Rauchbombe.
Mit einer extra für uns reservierten S-Bahn ging es dann nach Stellingen. Auf dem Weg dorthin sah man sich einmal im weiten Rund um, und musste feststellen, dass Herthas sportlicher Erfolg genau die Assis wieder auf den Plan ruft, die einen in Zeiten des Abstiegskampfes beschimpft hatten, warum man dann zu diesem Scheiß-Verein geht etc. Und genau diese Leute stehen heute in der S-Bahn der Hamburger Verkehrsbetreibe, hauen mit der flachen Hand gegen die Fenster und grölen und lallen: „Hertha BSC heißt unser Verein, Hertha BSC wird es immer sein…“
In Stellingen angekommen hielt ich erst mal Ausschau nach HSV-Freundin Silvie, die mir netterweise ein kleines Mittagessen besorgt hatte.
Im Gedränge der Fußballfans war das kleine Blondchen dann schnell gefunden und zusammen machte man sich im Nieselregen auf den Weg zum Stadion.
Silvie merkte an, wie nett es doch von mir sei, dass ich sie auf einen Sonntag besuchen kommen würde. Ich antwortete, dass ich lediglich meiner großen Liebe gefolgt war. Diese Aussage brachte Silvies Kinnlade dazu, herunter zu rasen, hatte sie doch glatt übersehen, dass ich mir bei diesen Worten das Herthalogo auf meiner Kutte streichelte…
An dieser Stelle nochmal sorry. Wollte hier niemandem falschen Hoffnungen machen…
Außerdem weiß doch jeder, dass ich mit meinem Glöckchen die beste Frau der Welt habe.
Dann war es auch schon an der Zeit sich fürs erste zu Verabschieden und wir setzen unsern Weg zum Gästeblock alleine fort.
Dort angekommen brachte man die halbherzigen Kontrollen hinter sich und genoss noch schnell die Happy Hour beim Snack Point.
Im Gästeblock begrüßte man dann Lucas alias „der Stuttgart Killer“ und noch einige Mitglieder der BSC Crew NRW und die Leute vom HFC Gesundbrunnen.
Die Assis von der Cornflakes-Fraktion waren auch schon da und hatten allem Anschein nach den Trip ins Eisenbahnmuseum gut überstanden.
Wir kommen gleich zum Spiel. Aber erst mal rufe ich alle Leute auf:
Spendet doch mal bitte alle etwas Geld, damit sich Cornflakes-Leader Svenne eine vernünftige kurze Hose kaufen kann. Sieht doch affig aus, immer ein Beim hochgekrempelt.
So nun aber ab zum Spiel:
Der HSV offensichtlich darauf aus, ein schnelles Tor zu erzielen um dann das Tempo selber bestimmen zu können.
Dummerweise gelang genau das mit dem ersten Torschuss der Rot-Hosen.
Im Anschluss an den Treffer wirkte der HSV optisch überlegen und setzte Hertha immer wieder mit schnellen Kontern unter Druck.
Hertha fand nur langsam wieder ins Spiel, erarbeitete sich dann aber einige gute Möglichkeiten.
Nach dem Seitenwechsel boten beide Teams ein herrliches und kampfbetontes Spiel und beide Mannschaften hätten gut und gerne als Sieger den Platz verlassen können.
Da aber nur noch Kacar, die Kampfsau, traf und unser Drobny in der Schlussminuten einen Schuss der Kategorie „geht in 99,9% der Fälle rein“ hielt, bleib es am Ende beim 1:1.
Zur Stimmung:
Die Fans des Hamburger Sport Vereins zählten für mich schon immer zu den ganz leisen Lichtern der deutschen Fanszene.
Besonders nach dem Umzug der Aktiven in den Oberrang war tote Hose im Norden.
Doch nun scheint es so, als wäre mal etwas Leben in der Bude. Vielleicht auch bedingt durch die frühe Führung kamen doch einige Gesänge sehr laut bei uns an. Der Gästeblock war zwar gut gefüllt konnte, aber denk ich mal selten auf sich aufmerksam machen, was zum Teil sicher am frühen Rückstand, aber zum Großteil wohl auf die ganzen Debütanten im Hertha-Block zurück zu führen ist.
Nach dem Ausgleich dann verstauschte Rollen, nichts mehr zu hören vom Hamburger Anhang. Dafür schallte das „Ha Ho He“ umso lauter durchs weite Rund.
Nach dem Spiel schien sich der Gästeblock doch mehr zu freuen, als die heimischen Fans.
Wir verabschiedeten uns von unseren Exil-Herthanern und machten uns auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt mit Mucki und André, die dieses herrliche Spiel vom Oberrang aus verfolgt hatten (für stolze 27.50€ pro Karte).
Nach kurzer Wartezeit erschienen die beiden dann auch. Allerdings muss Mucki einen kräftigen Euphorieschub durch das Unentschieden bekommen haben und so sang er, um uns herrumhüpfend, das Lied von der Meisterschaft.
Ja, ja diese Jugend…
Nachdem dann auch die Mädels vom WC-Besuch wiederkamen, ging es schon wieder los Richtung Stellingen.
Natürlich waren die Wege rund um das Volksparstadion voll wie nichts und so kamen wir doch recht langsam voran, was halb so schlimm gewesen wäre, hätte es nicht geregnet wie aus Eimern.
Ohne große Vorfälle bekamen wir unsere S-Bahn.
Neben dem Spielchen „wir machen uns lustig über das Tür-schließt-Signal“, kam das Gespräch auch auf Muckis Geburtstag. Ich muss gestehen, ich war ehrlich geschockt darüber, dass Mucki wirklich schon die fünfte null knackt. Ganz ehrlich, wenn ich einen Wunsch für meinen 50ten habe, dann den, dass ich dann auch noch son positiver Irrer bin…
Für mich würd Mucki dieses Jahr allerhöchstens 30.
Wieder am Hauptbahnhof angekommen, und wir hatten ja noch über ‘ne Stunde Zeit, chillten wir uns erst mal in die Burger King-Schlange um noch etwas Nahrhaftes für den kleinen Hunger zu bekommen.
Leider demonstrierten auch hier wieder einige Berliner, wie assi man sich verhalten kann und versuchten, eine Frau mittleren Alters mit HSV-Schal aus der Schlange zu drängeln… Tja, nur Pech für die Jungs, dass die junge Dame durchaus im Stande war sich zu wehren.
Als wir alle unser Essen hatten, gingen wir aufs Gleis, wo sich Silvie noch einmal zu uns gesellte. So verquatschten wir die Zeit, bis unser Zug einfuhr.
Während ich noch draußen stand und mich ein wenig Unterhielt, gingen die Anderen schon mal Plätze reservieren.
Dann war es aber leider mal wieder Zeit, Tschüss zu sagen und in den Zug zu steigen. Im eroberten Abteil kuschelten wir uns alle ein bisschen ein und genossen die Peep-Show vor dem Fenster, bis sich der Zug ‘gen Heimat in Bewegung setzte.
Wir studierten die Zeitung und unterhielten uns über einige belanglose Dinge, bis unsere Aufmerksamkeit vom Nebenabteil geweckt wurde.
Die Jungs neben uns hatten die Schweinegrippe zum Hauptthema ihrer Liederwahl gemacht und sangen alles, was es an Fangesängen gibt auf die Schweinegrippe. Sogar ein Wechselgesang mit dem nächsten Abteil kam zustande…. „Wir ham die… Schwei-ne-grippe…“
Letztes Highlight auf der Heimfahrt waren dann noch die ca. 40 Behelmten Polizisten, die an unserem Abteil vorbeischossen um, wie man später erfuhr, zwei Streithähne auseinander zu bringen… 40 für 2. Faire Sache. Vor allem, wenn man die Räumlichkeiten des Zuges vor Augen hat, wirkt das ganze dann doch etwas übertrieben und vor allem sinnlos.
Der Montagmorgen war nur wenige Minuten alt, da erreichten wir Spandau. Toby, OIsi und ich stiegen aus.
Toby fuhr mit der S-Bahn nach Hause, OIsi verschwand in der dunklen Nacht zu einer ominösen Verabredung und ich verbrachte die verbleibenden drei U-Bahn-Stationen nach Hause mit Lisa und einem Abgeordneten der FGB.
Ganze drei Stunden später klingelte der Wecker und, ich war mir aufgrund meines ausgezehrten Körpers ganz sicher: Die Schweinegrippe aus dem Nebenabteil hat mich infiziert.
Bis denne in Karlsruhe
Ha Ho He
Hauptmann……
…. Wir ham die Schweinegrippe
Wir ham die Schweinegrippe
Wir sind infiziert
Und singen dieses Lied.
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:39
Karlsruher SC – Hertha BSC 4:0
34.Spieltag 1.Bundesliga 2007/2008
Samstag, den 23.05.2009 15:30 Uhr
Wildparkstadion
30.600 Zuschauer
Auffallen durch Umfallen, denn dicht sein, muss Pflicht sein.
…die schnellste Raucherpause der Auswärtsfahrten-Geschichte.
Vorwort:
Lieber und treuer Leser,
wie lange brennt es dir nun schon unter den Nägeln, wie viele Nächte sind vergangen, in denen du schweißgebadet aufgewacht bist und feststellen musstest, dass der 34. Spieltag noch endlose Wochen weit weg ist.
Nun ist es soweit und vor dir liegt ein großes, bedeutendes Stück deutscher Lyrik.
Ich will auch gar nicht weiter vom Thema fern bleiben. Ich möchte nur schnell noch einige Grüße loswerden, dann geht’s auch schon los.
Ganz dicke Grüße an alle Jungs und Mädels der BäHren. Danke für die grandiose Saison mit euch. Macht euch eines klar, wir sind wieder da. Die Jungs vom BBH neu geboren im siebten Jahr.
Und noch schnell ein Wort des Respekts an Minni, die in dieser Saison auf 60 Spiele kommt.
Ich sag nur Respekt, Chapeau, Hut ab und hör auf damit, sonst hol ich dich ja nie ein.
So jetzt geht’s aber los:
Eine Gruppe jugendlicher Berliner stürmt, ohne daran gehindert zu werden, am heller lichten Tage unter lautem „Die Mauer muss weg“ Gejohle die selbige.
Wie kommt das?
Nun dazu kommen wir später.
Erst einmal möchte ich den Kollegen Toby und Marcel danken für die Organisation des Busses bzw. geht an Marcel ein fettes thank you für die T-Shirts.
An großes Dankeschön geht natürlich auch an die Getränkelogistik, in Form von der Spedition Schulze, wegen der ich am Freitag einen 14 Std. Arbeitstag genießen durfte.
Folglich war ich erst um halb zehn zu Hause.
Und da Minni schon um kurz nach zehn auf den Plan treten würde, lohnte es sich auch nicht nochmal fünf Minütchen die Augen von innen zu betrachten.
Als Minni angekommen war, verbrachten wir den Abend mit dem obligatorischen Zäpfle, einigen Gesprächen und Knabbereien und viel, viel Kaffee und einem Coffein-haltigem Kaltgetränk.
Um halb drei machten wir uns dann auf den Weg zum Treffpunkt, von wo wir mit Matzes Wagen los düsen wollten.
Einzig Mouse hatte was dagegen und kam ein Viertelstündchen zu spät. Und das, obwohl ich ihn mehrmals via Telefon geweckt hatte. Aber da ich meine Keule ja kenne, hatte ich die Verspätung schon eingeplant.
Mit Matzes Ka ging es zum S-Bahnhof Stresow und von da zum Zoo, wo überraschenderweise schon die janze BBH-Atzen-Belegschaft anwesend war.
Nun konnte es also los gehen zur Riesen-Halligalli-Drecksau-Party.
Der Bus kam auch pünktlich und, nachdem das wichtigste mit unserem Fahrer besprochen war, bezogen alle ihre Plätze und wir rollten Richtung Autobahn.
Wir konnten den Zoo noch schemenhaft im Rückfenster sehen, als wir schon wieder stoppen mussten… Eike hatte seine Karte vergessen und war der Verzweiflung nahe. Er riss seine Eltern durchs Handy aus dem Bett und vereinbarte einen Treffpunkt, um seine Karte entgegen zu nehmen.
Zack war er aus dem Bus gehüpft und in Berlins schöner Morgendämmerung verschwunden.
Und so standen wir da. Fünf Minuten Fahrt und schon die erste „Zwangs“ -Raucherpause… ich glaub, das gab’s bei uns noch nie.
Nach zehn Minuten tauchte Eike dann wieder auf. Total erschöpft, aber überglücklich doch noch mit Karte nach Karlsruhe zu fahren.
Nachdem ich das übliche Bla Bla über Buslautsprecher ablassen musste (nicht Rauchen im Bus etc.), ging’s ans Verteilen der Tour T-Shirts, die auch sehr gut ankamen.
Dazu muss mal vielleicht noch sagen, dass wir eigentlich gegen diese vollbesoffenen Idioten in den Fußballstadien dieser Welt sind. Aber wir nehmen uns halt nicht immer so ernst… Ne BBH Atzen ihr…
Die Fahrt verlief ruhig und entspannt. Immerhin hat uns diese Saison viel Kraft gekostet.
In null Komma nichts hatten wir schon das Frankenländle erreicht und stießen am Frankenwald auf einige Jenaer, die auf dem Weg nach Sandhausen waren. Aber außer ein paar Pöbeleien (lalalalalalalalalalala SCHWUL) passierte nichts.
Beim nächsten Stopp wurden dann die Sanifair-WC gestürmt. Das große Problem an der Sache war, dass drei Kabinen bei 15 Darmkranken einfach nicht ausreichend waren. Und so kam es zu einigen ziemlich fragwürdigen Gesprächsinhalten zwischen den Wartenden und den bereits Sitzenden.
Nun, lieber Leser, vielleicht fragst du dich ja jetzt: Warum zur Hölle schreibt der denn so dämliche Sachen in den Bericht?!
Die Antwort ist ganz leicht und schnell erklärt:
So sind wir halt…
Als dann endlich alle wieder draußen waren, wurde noch schnell das obligatorische Gruppenfoto geschossen und schon ging es weiter.
Bei praller Mittagsonne erreichten wir das Ziel unserer Reise und damit auch die Stadt unserer Träume. Die herrliche Fächerstadt Karlsruhe.
Wir kletterten aus dem Bus und machten uns auf den Weg zum Gästeblock, wo wir auch gleich von einer Horde Neugieriger umringt wurden, die sich unser Tour-Shirt mal etwas näher ansehen wollten.
Auch ein Reporter des RBB wurde aufmerksam und interviewte Mucki etwas zur Fanfreundschaft zwischen Hertha und Karlsruhe. Leider hält der RBB Mucki wohl nicht für den künftigen Stern am deutschen Filmhimmel und strahlte das Interview nicht aus.
Dann zerstreuten wir uns ein wenig, Daniel und OIsi zog es zum Bier, Mucki, André, Max, Matze, Diana, Janny und mich zog es zum KSC Fanshop.
Der Saison-Schlussverkauf verleitete natürlich ungemein zum Shoppen und zum Einkauf bekam man gratis ein Duftbäumchen in Form eines KSC-Trikots. Mein erster Gedanke war, das Bäumchen an Timos Füße zu hängen, wenn er später im Bus seine Schuhe wieder ausziehen sollte. Aber das arme Ding hätte wohl eh keine Chance gehabt.
Der Hunger, der gute überkam uns und wir gingen erst mal zur Fressbude. Mucki formulierte sein Hungergefühl dabei am schönsten, indem er meinte: „Man, ich brauch jetzt ne Kuh.“
Leider gab es keine Kuh, weder am Stück noch in Scheiben. Aber ein leckeres Schweine-Nackensteak (Schweine sind ja auch nur Kühe - bloß ohne Hörner) und eine kühle Cola um den jetzt schon überhitzten Schädel ein wenig zu drosseln. Temperaturtechnisch.
Dann ging’s aber ab in den für uns vorgesehen Block, wo der Großteil unserer Truppe schon wartete.
Während man sich bei 28 Grad die Plauze Grillen ließ, trudelte der Rest der Gruppo langsam ein. Sogar Gismo stieß noch zu uns. Er war schwarz im ICE angereist. (unterm Tisch versteckt.) Und dann war es auch schon Zeit für das Spiel.
Zum Spiel:
Ja wer genau wollte da nochmal Meister werden und wer musste um den Relegationsplatz kämpfen?
Der KSC krallte sich am letzten Strohhalm fest und lieferte das wohl beste Saison Spiel. Hertha wirkte nervös und pennte bei den ersten beiden Gegentreffern gewaltig. Das dritte und vierte Karlsruher Tor entstand dann jeweils durch einen Konter und so kann man den KSC als verdienten Sieger präsentieren.
Leider nutzte es nichts und der Karlsruher Sport Club muss den bitteren Weg in die 2. Fußball Bundesliga antreten. Hertha startet nächste Saison in der Europa Liga.
Zur Stimmung:
Recht schnell hatte sich der Hertha-Mob damit abgefunden, nächste Saison wieder durch Ost-Transsilvanien zu reisen und nicht durch Europas sonnigen Süden. Und so wurde die Freundschaft zu den Karlsruhern gefeiert und der Einzug nach Europa besungen. Ist ja immerhin auch was.
Die Gegengerade präsentierte sich lautstark, euphorisch und leidenschaftlich wie man es gewohnt ist. Super Stimmung.
Besonders die Wechselgesänge und die Gesänge, die sowohl von der Gegengerade als auch vom Gästeblock zelebriert wurden, verursachten erhöhten Erpelpelle-Alarm.
Als der Abpfiff durchs Stadion hallte, machten sich einige Jungs der Harlekins über die Laufbahn auf den Weg zu den Phönix Sons, um die Jungs aus der Fächerstadt mit einem Spruchband ihre Solidarität zu beweisen.
Eine Weile wurde noch gefeiert und dann verließ man den Wildpark. Ich will nur hoffen, dass uns dieses einzigartige Stadion noch so lange wie möglich erhalten bleibt. Eines der letzten Monumente aus einer Zeit, wo Fußball noch uns gehörte, Bullen flohen und Sponsoren nicht im Traum daran dachten, einen Fußballtempel zu entweihen.
Am Bus sammelten wir uns, schnappten uns eine kleine Priese Pyro und trafen uns mit einigen Jungs der Blue Angels Ka, um mit ihnen noch ein wenig den schönen Abend zu genießen.
Nachdem wir eine Weile durch den Schlosspark geschlendert waren und dabei so einige neue Gesänge gelernt hatten… ne Sven… ,erreichten wir eine Mauer, die wir auch einfach hätten umgehen können (fünf Minuten Umweg). Aber die Jungs aus Karlsruhe waren schon oben und grinsten schelmisch nach unten.
„Na los Jungs, über Mauern klettern kennt ihr doch.“
Sowas ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen und schon standen die ersten Räuberleitern bereit und man erklomm das Steingebilde mit einem lauten „Die Mauer muss weg!“
Gut hatten wir das auch erledigt.
Über den Schlossplatz und über den Markt ging es dann weiter zum Einkaufen. Natürlich nicht ohne das obligatorische Uffta auf dem Marktplatz.
Eigentlich hatte ich ja gar keine rechte Lust, aber wer kann schon zwanzig traurigen Blicken widerstehen? Außerdem hatte das auch was für sich, als der ganze Markplatz mitmachte.
Jetzt aber ab, Zäpfle besorgt und zurück zum Schloss, wo wir den restlichen Abend mit Trinken, Quatschen und ein bisschen Alibi Fußball spielen verbrachten.
Timo zündete noch zwei der selbstgebastelten Rauchbomben, aber ich hab schon Aschenbecherbrände erlebt, die weitaus mehr geraucht haben…
Was vielleicht zu erwähnen ist, ist unser soziales Engagement an diesem Abend. Denn alle zwanzig Minuten kam ein Flaschensammler vorbei und konnte jedes Mal eine seiner zahlreichen Plastetüten mit unseren leeren Pöllekens füllen.
Leider war es dann an der Zeit aufzubrechen. So verabschiedeten wir uns von den Brüdern aus Ka und machten uns auf den Weg zum Bus. Sven tauschte noch schnell sein Tour-Shirt gegen ein KSC-Trikot, welches in Größe S wohl ein wenig zu klein für ihn war. Er versuchte zwar, es anzuziehen doch… na ja reden wir nicht drüber. Der Mensch ist 1,98m groß.
Aber da Sven nicht nur einen großen Körper, sondern auch ein großes Herz hat, schenkte er es einfach Marcels kleinem Bruder Sascha. Der damit seine zweite Überraschung am heutigen Tage erlebte. Er hatte nämlich erst morgens erfahren, dass er mit nach Karlsruhe fahren würde.
Wieder am Busparkplatz angekommen, konnte man noch für ein Schmunzeln sorgen als man Babalus freiem Oberkörper zurief: „Ey Baba, Titten raus – Sommer is!“
Die Dämmerung brach ein und wir taten unser Bestes, um weiterhin Licht zu haben, dass wir dies mit Bengalos, guter Laune und einigen Pogoeinlagen taten, ist purer Zufall. Falls jemand was anderes behauptet.
Und schon war es time to say goodbye. Ab in den Bus und mit einer Träne der Trauer und einer Träne des Glückes im Auge verließ man die Perle Badens.
Nach zwei Stunden Fahrt nahm man ein leckeres Abendbrot bei Mäces zu sich und verkroch sich dann die restliche Zeit wieder im Bus.
Alles war friedlich am schlafen.
Erst an der Grenze zu Berlin zerriss man die Kruste aus Schlaf mit den Augenlidern und kam langsam wieder zu sich.
Fix hatte man den Zoo wieder angesteuert und den Bus vom Müll befreit. Der Fahrer bekam einen Kaffeebecher voller Kleingeld, manche sagen auch Trinkgeld… aber dieser Wortwitz war mir zu öde. So von wegen Trinkgeld in nem Kaffeebecher, und schon verstreute sich die beste Truppe der Welt in alle Windrichtungen.
Für Sven, Gismo (den wir wegen des noch reichlichen Platzes im Bus nicht nochmal schwarz fahren ließen), Matze und mich ging’s mit der S – Bahn bis Stresow und von da mit dem Auto zum Ausgangspunkt unserer Reise.
Ich schleppte mich die grausamen vier Stockwerke nach oben, unter die Dusche und ab ins Bett.
Ha Ho He
Hauptmann
Nachwort und Danksagungen.
Ja, nun ist auch diese Saison Fußballgeschichte und wir alle waren Zeugen einer sehr merkwürdigen Saison. Jeder konnte jeden Schlagen. Hoffenheim wurde Herbstmeister. Der VFL aus Wolfsburg sogar Meister und die Bayern beenden die Saison ohne einen einzigen Titel.
Lange Zeit sah es auch so aus, als könne unsere Hertha nach fast 80 Jahren mal wieder einen Titel durchs Brandenburger Tor tragen, aber dazu kam es ja bekanntlich leider nicht.
Trotzdem können wir alle stolz auf unsere Mannschaft sein, die uns viele tolle Spiele beschert hat.
Und wir können auch Stolz sein, auf das, was wir mit dem BBH erreicht haben.
Ich weiß, dass ich das sehr oft betone, aber Jungs und Mädels, ich danke euch aus tiefstem Herzen dafür, dass ihr mit eurem Engagement und eurer Leidenschaft wieder Leben in unseren BäHren gebracht habt.
Ich bin nun seit mehr als sieben Jahren Vorsitzender des Clubs und habe alle Höhen und Tiefen mitgemacht. Habe nächtelang wachgelegen, war der Verzweiflung nahe und habe auch das ein oder andere Mal daran gedacht alles hinzuschmeißen.
Dank euch macht es soviel Spaß wie nie zuvor. Und ich bin mir sicher, das wird auch so bleiben und ich kann in Zukunft beruhigt schlafen.
Noch schnell an paar Worte des Dankes an:
Die Ultras Szene bei Hertha für eine geile Stimmung bei jedem Spiel.
Natürlich besonders an die Harlekins Berlin, deren Vorsänger Heidi und Colin alles aus der Kurve herausgeholt haben.
Danke an die Brüder und Schwestern aus Karlsruhe, die ihres und unser Team immer wieder Lautstark unterstützten.
Liebe Atzen aus Karlsruhe lasst es euch gesagt sein, Freundschaft und Liebe kennt weder Schmerz noch Ligen: Hertha & der KSC für die Ewigkeit.
Ein ganz großer Dank geht natürlich an meine Mama, die sowohl mich als auch meine Keule auf den richtigen Weg des Fußballs geschickt hat.
Danke natürlich auch an Toby, der mir immer wieder zur zweiten Luft verhilft.
Danke auch an die HBSC Crew und ihre Nachtschattengewächs-Mitglieder, die mit Ihrer Gründung nicht nur zwei absolute Bremsklötze aus unseren Reihen genommen hat, sondern uns auch immer wieder formschön zeigt, wie geil wir doch eigentlich sind.
Gruß und dank auch an die Fan-Szenen in Stuttgart, Gelsenkirchen-Buer und Chozebus weil sie uns mehr als deutlich gezeigt haben, was bei jahrelanger Inzucht herauskommen kann.
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:40
Bayer 04 Leverkusen – SV Werder Bremen 0:1 (0:0)
DFB Pokalfinale 2009 – 30.05.2009
Olympiastadion Berlin
74.244 Zuschauer
Der Traum...
Das erste Wochenende, der noch sehr jungen Sommerpause stand an, die Überlegung zum Pokalendspiel Richtung Stadion zu fahren, um mal zu sehen, ob man sich aufm Schwarzmarkt günstig ne Karte organisieren kann reifte nun schon die ganze Woche in mir, irgendwann war genug überlegt und es wurde einfach gemacht, also Samstag Mittag, irgend nen Vorteil muss die Sommerpause ja haben, raus ausm Bett, Birgit bescheid gesagt das ich mit zum Stadion komme als wir uns auch über nen Treffpunkt einig waren, gings ins Bad fertig machen, und schon befand ich mich aufm Weg zum Bahnhof, die ganze Zeit Gedanken alá hoffentlich klappt das mit der Karte im Kopf gehabt, als am Bahnhof auch schon der „erlösende“ Anruf von ihr kam, in dem es hieß, Sascha hat uns 2 Karten á 35 Euro organisiert, zwar 5 Euro über dem gesetzten Limit allerdings muss man wohl, wenn man ein Pokalfinale sehen will auch ein paar Kompromisse eingehen, somit konnte ich die Zeit bis Hohenschönhausen in aller Ruhe genießen. In Hohenschönhausen am Bahnhof angekommen, ging es zum ausgmeachten Treffpunkt, um dann noch mal der Sparkasse einen Besuch abzustatten, die Fahrt Richtung Stadion verlief ruhig, und war auch innerhalb von 30 Minuten erledigt, zwischendurch noch mal mit Toby telefoniert, der sein Glück aufm Schwarzmarkt versuchen wollte. Am Stadion angekommen, versuchten wir in nähe der Geschäftstelle nen Parkplatz zu bekommen, was auch ohne größere Probleme klappte, also auf in Richtung Stadion gemacht, und mit Toby getroffen, währen Birgit auf Sascha wartete, lief ich mit Toby runter zum U-Bahnhof, leider ohne Erfolg, also machten wir uns auf Richtung S- Bahnhof als da auch nichts warh, gings rüber zum Südtor leider war auch der Weg umsonst, Toby verabschiedete sich wieder, und ich lief zurück zum Stadion, Sascha war mittlerweile auch eingetroffen, allerdings waren unsere Karten noch in der Kneipe am Stadion, also gings bei strömendem Regen wieder Richtung Südtor, um die Karten entgegen zu nehmen, um endlich ins Stadion rein zu kommen, schließlich wollte ich ja noch nen bisschen was von dem Tam Tam vorm Anpfiff mitbekommen, und ja, es war ein Event, Musik als ob man am Ballerman gewesen wäre, dazu das dumme Gequatsche der extra aus Leverkusen und Bremen eingeflogenen Stadionsprecher, also eigentlich genau das, was man im Stadion nicht unbedingt haben möchte. Als beide Vereinshymnen verklungen waren, trat das Orchester der Bundeswehr auf den Plan, gefolgt von den Worten des Stadionsprechers „ Meine Damen und Herren, bitte nehmen sie Platz und genießen Sie die Offizielle DFB Eröffnungszeremonie“ also gesagt getan, brav den kleinen Kindern dabei zugesehen, wie sie in einer seit wahrscheinlich einem Jahr einstudierten Choreo über den Rasen rannten um die beiden überdimensionalen Vereinswappen der beiden Vereine auf dem Rasen auszubreiten, für die Kinder der wohl schönste Moment in ihrem bisher noch jungen Leben, als dies erledigt war, meldete sich mal wieder der Herr Stadionsprecher zu Wort, um den Stadionbesuchern mitzuteilen, das man sich doch bitte für die Deutsche Nationalhymne erheben sollte, das Stadion stand, nur mitgesungen hat irgendwie keiner, ausser die aufm Rasen.
Zum Einlaufen der Mannschaften, wurden die üblichen Final Choreos präsentiert, auf Bremer Seite, eine Choreo mit grünen Glitzerzetteln und einem Banner im Oberring mit der Aufschrift – Die letzte Pforte Europas – hier und heute an diesem Orte – dazu im Unterring pro Block 2 Blockfahnen, auf der einen Seite Männchen mit Megaphon in der Hand, auf der anderen Seite Männchen mit Fahne in der Hand, die Treppe schmückte ein Bild, in dem sich das Werder Logo und der DFB Pokal anlächeln, niedlich gemacht, hat mir gut gefallen.
Auf Leverkusener Seite, gabs eine Fahnen Choreo aus Schwarzen und Roten Fähnchen, mit einer Blockfahne in der Mitte auf der irgend nen Comic Männchen den Pokal hoch hält, sah ziemlich trashig aus das Ding, allerdings fand ich persönlich die Bremen Choreo aufschlussreicher.
Zum Spiel: Bremen kam leichter ins Spiel, und lief mit Druck aufs Tor nach vorne, Leverkusen hingegen versuchte abzuwehren wo es nur ging, beide Mannschaften versuchten natürlich, den Ball ins Tor zu dreschen wo es nur ging, allerdings fehlte bei vielen Chancen der saubere Abschluss und so ging es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause. In der 2. Halbzeit, war Bremen die klar überlegenere Mannschaft, und dies sollte auch in der 58. Minute durch einen Schuss von Özil belohnt werden.
Zur Stimmung: Der Leverkusen Block legte recht ordentlich los, bis zur 30. Minuten konstante Stimmung und Bewegung im Block, im Laufe des Spieles flachte das alles jedoch ziemlich ab, auf jeden Fall hat man mal gemerkt, das auch die Fans der Werkself in der Lage sind, ihr Team nach vorne zu brüllen, schade nur, das man davon bei denen Heimspielen der Bayer Elf nichts mitbekommt.
Im Bremer Block, war der Anfang eher durchwachsen, ab und an kam mal ein Wechselgesang zwischen beiden Blöcken zustande, mehr war von denen in Halbzeit eins nicht zu hören, dafür ging die 2. Halbzeit Stimmungstechnisch an die Bremer, von Leverkusen war nur noch selten was zu hören. Ansonsten kamen von Bremer Seite noch viele Di di di Diego Gesänge, in der Melodie des EM 08 Hits der “ Seven Nation Army “ klang sehr Imposant!
Der Abpfiff ertönte. Die Bremer jubelten, Leverkusen dagegen am Boden zerstört, wohl mit dem Gedanken im Kopf, das es mal wieder “nur” für den 2. Platz gereicht hat.
Der Aufbau der Bühne für die Pokalübergabe, war inneralb von 5 Minuten erledigt, zuerst betraten die Leverkusener mit traurigem Blick die Bühne, um sich ihre Silber Medailien abzuholen, als die Übergabe erledigt war, folgte nun das worauf man gewartet hat, die Pokalübergabe. Der Pokal wurde Frank Baumann übergeben, der sein letztes Spiel für Werder bestritt, dann gings für die Mannschaft vor den Block, um die übliche Humba Nummer abzuziehen, hat man bei uns im Block leider nur gesehen und nicht gehört. Dann verließen auch wir das Stadion, und machten uns auf den Rückweg.
Ein ganz, ganz dickes Danke, geht nochmal an Sascha, für das Organisieren der Karten, und an Ralf vom Fanprojekt Berlin,der die Karten noch übrig gehabt hat!
kurzer Gedankengang:
Der DFB Pokal... genau das Ding, was Hertha wohl in unser aller Leben nicht mehr in die Hände bekommen wird, weil sich die Herrschaften aufm Rasen ständig in Runde 2 oder 3 von irgendwelchen Regionalligisten raus werfen lassen, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Vielleicht wird unser Traum vom Finale im eigenen Stadion ja dennoch irgendwann mal wahr, und wenn das eintreffen sollte, kann ich nur hoffen, das wir dann auch in unserer Kurve stehen dürfen, und unsere Hertha zum Sieg brüllen, sämtliche Leidenschaft und Energie in diese 90 Minuten legen, und es am Ende reicht, um den Pokal von unserem Team, in den Abendhimmel unserer Stadt strecken lassen zu können!
Abschlussworte:
Dies war der wohl letzte Bericht, der was mit der Saison 2008 / 2009 zu tun hat, es sei denn, die Sommerpause wird so langweilig, das ich mich dazu durchringe evtl. noch den einen oder anderen Bericht zu schreiben, der noch fehlt.
Zum Schluss, möchte ich mich noch den ganzen Danksagungen von Jörn anschließen, nachzulesen im Bericht vom Spiel beim KSC!
Ich wünsch euch allen ne erholsame Sommerpause!
Minni
Re: Saison 08/09
Hauptmann - 21.09.2009, 13:41
F.C Hansa Rostock Amateure – Hertha BSC Amateure 3:1
34. Spieltag Regionalliga Nord 2008/2009
Sonntag, 07.06.2009 13:30 Uhr
Ostseestadion
1088 Zuschauer
Eine Bratwurst und ‘ne Cola bitte…
… ach ja und einen Hansa Eisbecher.
Himmelherrgott nochmal was ist denn jetzt los? Gottverdammter Mist, hab ich etwa vergessen den verfluchten Wecker zu deaktivieren?
Es ist doch Sonntag früh, gestern war Benny Cup (22. Platz Allez), mir tut alles weh und der Wecker klingelt?!
Ach ja, da war ja noch was. Unsere Bubis haben ja heute die Möglichkeit dafür zu sorgen, dass wenigstens das kleine Beiboot der Hansa Kogge untergeht.
Also raus aus dem Bett, ins Bad humpeln, fertig machen und losgehen.
Irgendwie erreichte ich den Bus und wusste auf dem Weg dorthin nie so genau welches Bein ich eigentlich nachziehen sollte. Aber egal.
Vom Bus in die U-Bahn, von da in die S-Bahn… toll, was in Berlin so alles möglich ist. Nahverkehrstechnisch.
Als ich die Storkower Straße erreichte, rief ich Minni an, um mich zu erkundigen, welcher Ausgang denn der für mich bestimmte sein sollte. „Keine Ahnung, wart auf Marian, der weiß das“, war die Antwort.
Marian erschien auch wenige Sekunden später mit Nora im Schlepptau und zusammen machten wir uns auf den Weg zum Auto, wo Minni und Birgitt schon warteten. Sind wa ja alle da, also ab geht die wilde Fahrt zur Ostsee.
Im strömenden Regen verließen wir Berlin und genossen eine recht ruhige Fahrt. Mit etwas (Zitat Minni) „Krawall-Musik“ steuerten wir nach einer Stunde Fahrt die erste Pause an, damit Beine und Hintern nicht komplett einschlafen.
Nach nur 10 Minuten ging es weiter und ehe man sich versah, hatte man auch schon das Schild „Hansestadt Rostock“ passiert.
Nachdem wir das Auto geparkt hatten, machten wir uns erst mal auf den Weg zum Gästeblock, der ja laut Hertha Fanbetreuung offen sein müsste… war er natürlich nicht. Klasse Job macht ihr Jungs.
Also einmal ums Stadion rum, ist ja nicht so, als hätt ich heute Schmerzen beim Laufen, und schon waren wir wieder am Ausgangspunkt unserer Reise angekommen.
Einen Vorteil hatte dieser Marsch allerdings: Wir passierten einen Eiswagen, an dem sich Birgitt, Marian und Nora ein Eis kaufen konnten (bei zehn grad und Nieselregen). Sogar einen Hansa Eisbecher soll es dort gegeben haben. Wahnsinn. Sollte man tatsächlich nächste Saison nochmal in diese Perle Meck-Pomms fahren dürfen, sollte man sich den Becher glatt mal leisten.
So nun standen wir also vor der Nord-Tribüne und wussten nicht so recht was wir machen sollten. Die drei Mädels hatten Karten von den Veteranen des Amateur Supports bekommen. Allerdings Karten für die West. Flöther war schon im Stadion, auf der Nord. Na dann kaufen wir uns halt Karten für die Ost. Dann haben wa fast alle Himmelsrichtungen zusammen. Gesagt getan und ab dafür. Ganze 10, in Worten zehn Euro kostete das Ticket. 10 Euro, das sind 20 Mark. Für 20 Mark konnte man damals mit vier Leuten ins Kino gehen und danach noch ein Happy Meal (was damals auch noch Junior Tüte hieß) essen.
Die Mädels kamen mit ihren West-Karten trotzdem auf die Ost-Tribüne und wir suchten uns ein nettes Plätzen bei den anderen 10 Mitgereisten Herthanern.
Die ersten zwanzig Minuten plätscherte das Spiel so vor sich hin. Hansa zwar überlegen aber sehr überhastet und Fahrlässig im Abschluss.
Wir gingen dann erst mal zum Imbiss Stand, der war uns vor dem Spiel zu voll, und brachten den Verkäufer um einige Nerven.
Erst bestellte Minni eine Bratwurst mit Ketchup und eine Cola… also lief der nette junge Mann los, holte eine Bratwurst vom Grill, strich Ketchup rauf, lief zum Kühlschrank, holte eine Cola raus, füllte diese in einen Becher und kassierte 4,80€ ab.
Dann bestellte Nora eine Bratwurst mit Senf und eine Cola… also lief der junge Mann wieder los, erledigte wieder alles sehr akkurat und kassierte 4,80€ ab.
Dann war ich an der Reihe und, selbst wenn ich anfänglich was anderes bestellten wollte, bestellte ich eine Bratwurst mit Ketchup und eine Cola… ach sind wir witzig.
Wieder im Block sahen wir Hertha doch glatt mal Richtung Hansa-Tor und… mein Gott gibt’s das?! Elfmeter für unsere Bubis. Während wir noch am Klären waren, ob wir beim Tor nun jubelnd aufspringen sollten oder lieber nicht, bescherte uns Herthas Schütze die Antwort. In feinster Pantelic-Manier jagte er den Ball gegen den Handschuh des Rostocker Schimmellöckchens im Tor.
Keine fünf Minuten später markierte Hansa nach einem Konter das 1:0.
Nach dem Seitenwechsel spielte Hertha mit, lief in zwei Konter und lag plötzlich mit 3:0 zurück.
Der 3:1 Anschlusstreffer kam in der 88. Minute und damit viel zu spät um nochmal Spannung in die Sache zu bringen.
Ein Wort zur Stimmung:
Hansa Rostock hatte im Vorfeld der Partie darum gekämpft über 1000 Leute ins Ostseestadion zu bekommen und dies nach eigenen Angaben auch geschafft. 1088 zahlende Zuschauer sollen da gewesen sein. (wir waren uns allerdings einig, dass es kaum mehr als 600 hätten sein können)
Die Suptras Rostock sorgten trotzdem für annehmbare Stimmung- jedenfalls für ein Duell zweier Amateur Teams. Besonders der ACAB-Nachhall in einigen Liedern wusste zu gefallen.
Da es bei Hertha ja leider keine Amateur Szene gibt, beschränkte sich der Away Support auf zwei „Hi Ha Höre Hertha Amateure“-Rufe.
Das Spiel war vorbei und wir machten uns auf den Weg nach Hause.
Am Auto noch schnell eine rauchen und dann bloß raus aus dieser widerlichen Stadt voller Wattwanderer.
Denkste… zwanzig Meter vor dem Ortsausgangs Schild hielten wir nochmal an, um bei Burger King etwas Energie für den Heimweg zu tanken.
Und wie das so Brauch ist, wurde viel gelacht.
Auf der Rücktour hörten wir die erste Stunde so ziemlich alle Fußball Hymnen, die Minnis MP3 Player so hergab, machten eine kleine Raucherpause und fuhren dann mit der Musik von Marians MP3 Player weiter.
Kurz bevor man so richtig dösig wurde, denn das Wetter, welches uns einen grauen Tag beschert hatte, lud auch nicht gerade zum Wach sein ein, ändert plötzlich komplett das Gesicht. Die Wolken rissen auf und die Sonne tauchte die Landschaft in ein herrlich schimmerndes Gold. Es hätte kaum schöner werden können und doch tat es das:
Wir passierten die nächste Kurve und sahen den Fernsehturm in all seiner Pracht in der langsam untergehenden Sonne stehen.
Berlin du hast uns wieder. Kann es was Schöneres geben als aus Rostock raus zu sein und nach Berlin zu kommen? Wenn ja, will ich es gar nicht wissen.
Noch schnell an die Tanke, Spritrechnung teilen, ab in die S-Bahn und schon ist man wieder in den eigenen vier Wänden.
Lustige Tour, mit klasse Mitreisenden. Hat sehr viel Spaß gemacht.
Danke natürlich an Birgitt fürs Fahren.
Schöne Sommerpause euch allen.
Hi Ha Höre
Hauptmann
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