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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Merissa - Maiki_ - Angi90 - mayamausi96 - Lala Forum: Maya und Domenico aus dem Unterforum: Schreibforum Antworten: 6 Forum gestartet am: Freitag 06.10.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: weil ich dich liebe.. Letzte Antwort: vor 13 Jahren, 6 Monaten, 3 Tagen, 11 Stunden, 37 Minuten
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Re: weil ich dich liebe..
Merissa - 18.09.2009, 22:31weil ich dich liebe..
heii. leute :P
ich hab'hier angefan'n eine geschichte zu'schreiben..
und ich hab'mir gedacht, ich hol mir hier einmal eine
''professionelle'' Meinung von euch :D
ich wäre sehr sehr froh, wenn ihr erlich mit mir wärt.
auch wenn's hard für'mich wird :oops:
ach'ja und ich'wäre noch froh wenn ihr'mir sagen könntet, ob
es etwas'bringen würde wenn'ich an dem weiter'schreibe!
also das wär's:
Prolog.
Das Licht raste immer schneller auf sie zu und sie wussten dass sie sterben würden. Wieder und wieder stellte er sich die Frage was danach kommen wird. Sie rückte nun näher zu ihm und griff nach seiner Hand. Er überließ sie ihr widerstandslos. Er spürte wie sie neben ihm ihre Augen schloss. Sie musste sich dem was kommen wird stellen. Sie hatte nie eine Wahl, während er sich gegen sein Leben und gleichzeitig für seine Welt entschieden hatte. Denn seine Welt stand jetzt neben ihm und erinnerte ihn an all die schönen Momente mit ihr. Die Beiden hätten vor Angst zittern müssen. Doch sie fühlten nichts dergleichen. Im Gegenteil. Neben ihm fängt sie an zu summen. Ihr Lied. Eine Welle des Glücks durchzuckt ihn. Ein seliges Lächeln überfliegt sein Gesicht. Das Medaillon, das sich immer noch dicht an seinen Hals schmiegte, beachteten sie nicht mehr. Es hatte ihr ganzes Leben beansprucht. Doch jetzt, wo das Ende des Leidens so nahe stand, wurde es mit einem Schlag unwichtig. Das Einzige was zählte war ihre Liebe. Die Liebe die alles Andere in den Schatten stellte. Bald wird all der Schmerz nur noch böse Vergangenheit sein. Und sie werden zusammen leben und in einer anderen Welt glücklich sein. Allein dieser Glaube machte sie so stark, dass sie langsam dem Licht entgegen liefen. Auch er schloss seine Augen, drückte Kim noch einmal ganz fest an sich und gemeinsam warteten sie auf den Tod.
1.Kapitel.
ALEXANDER
Alexander frisch verliebt?
Der 17 jährige Sohn des Popstars und Multimillionärs Kilian Borns,
lies sich wieder einmal mit seiner neusten Eroberung an der Küste Gran
Canarias blicken (siehe Foto unten). Wie lange das frische Glück wohl
diesmal halten wird? Bekanntlich zeigt sich der junge Alexander Borns ja
nicht gerade treu.
„Doch das muss was Ernstes sein“, berichtet ein enger Freund des Frauenhelden,
„Alex spricht sogar von der großen Liebe!“
Tatsächlich sind Gerüchte im Umlauf, dass das Paar schon die Hochzeit planen soll.
Na, da sind wir mal gespannt. Wir halten sie auf dem Laufenden. (L.Stiller)
Lachend betrachtet Alexander das Foto. Es zeigte ihn mit seiner angeblichen Freundin, neben einander joggend. Weder kannte er dieses Mädchen noch hatte er es jemals bewusst war genommen, doch er liebte es wenn die Zeitungen und Klatschheftchen Gerüchte über ihn verbreiten. Es gab ihm das Gefühl von allen geliebt zu werden.
Genüsslich lehnte er sich in seinem Designerstuhl zurück und winkte eines seiner Dienstmädchen herbei.
„Wärst du so freundlich mir mein iPhone und mein MacBook Air aus dem Schlafzimmer zu holen!“, wie er es sagte klang es weniger nach einer Bitte, eher nach einem Befehl der keine Wiederrede duldete.
Das junge Mädchen huschte schnell davon. Kaum war es weg griff Alexander nach einer Fernbedienung. Durch nur einen Knopfdruck erschien plötzlich ein riesiger Flachbildschirm Fernseher vor ihm. Ein wenig gelangweilt zappte er durch die vielen Kanäle bis er auf eine Liveübertragung eines Openair Konzertes stieß. Gerade erklangen die letzten Töne der vertrauten Soul-Stimme seines Vaters, lautes Gejubel übertönen seine Dankesworte. Doch das machte nichts. Alexander kannte die Worte schon auswendig. Sein Vater versicherte seinen Fans bei jedem Konzert dass sie das beste Publikum waren das er je hatte. Seufzend schaltete er den Fernseher aus und trank den letzten Schluck seiner Cola.
Er vermisste seinen Vater. Schon seit zwei Monaten hatte er sich nicht mehr bei ihm blicken lassen. Das war nichts besonders für ihn. Die meiste Zeit verbrachte Alexander sowieso ganz alleine in dieser Villa an den Küsten Gran Canarias.
Sein Vater war die meiste Zeit auf Tournee und seine Mutter begleitete ihn überallhin. Wäre da nicht Leon, sein bester Freund, der ihn in allem unterstützt, wäre er schon längst komplett vereinsamt. Leons verrückten Ideen gaben ihm immer wieder aufs Neue Lebensenergie um all den Promistress durch zuhalten.
Den Gedanken an Leon erinnerte ihn daran dass er ihn ja anrufen wollte. Fragend drehte er sich um, sofort kommt ein Dienstmädchen angetrabt.
„Was darf sein Mr. Borns?“
„Oh, eine Cola gerne und ach räumen sie das doch gleich noch weg ja?“, er deutete auf die die leeren Kinderschokoladenpackungen und die meist noch halbvollen Cola-Dosen.
Das Mädchen, es hieß Kim, das sehr gut darin war, zu verbergen wie genervt sie von dem unfreundlichen Alexander war, machte sich, ohne die Miene zu verziehen, ans aufräumen.
„Tief in ihm drin ist er ein guter Kerl“, dachte sie für sich, „Er versucht es nur zu verstecken, um weniger verletzlich zu wirken“.
„Geht’s vielleicht n‘bisschen schneller!“, fuhr er sie wütend an.
Erschrocken zuckte Kim zusammen.
„Oder vielleicht ist er doch nur ein egoistisches Arschloch“, entschied sie für sich im Stillen.
Während sie den letzten Schmutz wegwischte, betrachtete sie verstohlen die muskulösen Arme des jungen Stars. Hübsch war er ja. Fast schön würden Manche sagen. Aber etwas an ihm störte sie. Sie hatte immer das Gefühl er würde sich verstellen um bei den Fans gut anzukommen. Aber was wusste sie schon, sie war nur das Dienstmädchen eines verwöhnten Bengels, wie wieder Andere behaupten würden. Diese Anderen waren hauptsächlich ihre Arbeitskolleginnen die alle täglich, wie sie selbst auch, immer wieder aufs Neue von Alexander gedemütigt worden waren. Viele hassten ihn für sein Verhalten. Doch Kim konnte niemanden hassen, den sie nicht wirklich zu kennen glaubte. Sie wusste viel über Alexander. Darunter gab es auch Schmutzige Details die sie lieber nicht wissen wollte, aber als Angestellte bekam man halt viel mit. Trotz all dem war sie sich sicher dass Alex ganz anders sein konnte. Und auch wenn sie die Einzige war, die daran glaubte, hielt sie daran fest und sie war davon überzeugt sein Geheimnis zu lüften.
Leon kam wie immer einfach ins Haus getrampt.
„Bin wieder zu Hause!“
Lässig lies er sich neben Alexander fallen, schnappte sich eine der frischgebrachten Cola-Dosen und machte es sich gemütlich.
„Und? Was gibt’s Neues?“, er sah Alex fragend an.
Doch dieser schüttelte den Kopf.
„Nur üblicher Schwachsinn über eine meiner angeblichen Liebesaffären.“
Spöttisch stupst Leon ihn an.
„Ich weiß gar nicht was die Menschen von der Presse an dir finden, so toll bist du nun auch wieder nicht!“
„Ach, nicht?“, lachend ließ Alex seine Muskeln spielen und die beiden bemerkten gar nicht wie Kim in einer dunklen Ecke stand und ihnen amüsiert zusah.
„Mr. Borns? Ihr MacBook Air und das iPhone, darf sonst noch etwas sein?“
„Na, das hat ja lange gedauert! Nein sie können sich verziehen!“, antwortete Alexander forsch.
Als das Dienstmädchen wieder abzog rempelte Leon ihn an.
„He, kannst dich auch mal dankbar deinem Personal gegenüber verhalten! Denk immer daran, sie reißen sich jeden Tag aufs Neue den Arsch für dich auf!“
Widerstrebend schüttelte Alex den Kopf. Sein Vater hatte ihn von klein auf gelernt wie er mit seinen Leuten umzugehen hatte. Aber das würde Leon nicht verstehen. Er war einer der freundlichsten und hilfsbereitesten Menschen die er kannte, deshalb antwortete er nur:
„ Ich muss meine Leute im Griff haben, sonst machen sie was sie wollen!“
Leon schnaufte angewidert ein, wechselte aber dann das Thema um Alex nicht noch weiter zu ärgern.
„Schau doch mal nach ob deine kleine Schwester wieder einmal geschrieben hat!“
Alexanders Augen leuchteten beim Namen seiner Schwester fröhlich auf. Raienne war der wichtigste Mensch in seinem Leben, doch er hatte sie vor fünf Jahren das letzte Mal gesehen, da sie in der Schweiz bei einer Pflegemutter lebte, die mit Alexanders Vater gar nichts anfangen konnte. Seit dem damaligen Treffen waren die Geschwister im ständigen E-Mailkontakt und er freute sich jeden Tag wieder auf eine neue Nachricht von ihr. Obwohl sie erst vierzehn war, war sie eine begnadete Schreiberin und ihre Geschichten waren so mitreißend dass er den Altersunterschied schnell mal vergaß.
Und als er jetzt den Laptop aufklappte erschien sofort die Meldung dass er siebenunddreißig neue Mitteilungen hatte. Viel davon war Fanpost die er, ohne es durch zu lesen, einfach löschte. Und dann öffnete er die E-Mail von Raienne, die heute völlig anders war als normalerweise.
RAIENNE
Der Wind wehte Raienne durch die Haare, als sie sich auf einem Felsvorsprung hinsetzte. Seufzend holte sie ihren Laptop aus der Tasche.
Traurig blickte sie am Bildschirm vorbei, zur alten, klapprigen Brücke die über dem tiefen Abgrund hing.
Sie strich sich eine Strähne aus dem Gesicht und fing an zu tippen.
Mein liebster Bruder, Alexander
Da ich dich nicht auch noch verlieren will, erkläre ich es dir so.
Ein Medaillon wird in ein paar Tagen bei dir vor der Haustüre liegen.
Es hat eine besondere Kraft. Du wirst dich noch wundern darüber..
Alex, mein liebster Bruder, versprich mir dass du, sobald du dieses Medaillon hast, alles daran setzt, ein Mann Namens Brill Henrix zu finden. Egal was passiert! Tu es mir zu liebe! Nur so kannst du's schaffen.
Dies ist meine letzte Mail. Es gab zu viel Leid, mehr, als ich ertragen konnte. Es tut mir so leid, dass ich dich alleine auf dieser schrecklichen Welt zurück lasse! Du warst der Sinn meines Lebens. Ich will dich nicht auch noch verlieren. Es ist nicht deine Schuld.
Ich bin eine Gefahr für die Menschen die mich lieben. Du liebst mich zu fest. Gib dich jetzt nicht selbst auf! Es würde nichts bringen.
Vertrau auf deine innere Stärke!
Weil ich dich liebe..
Deine Raienne
Immer wieder las sie das Mail durch. Löschte mal dies, mal das, bis sie wirklich zu frieden war. Dann stand sie auf und klickte auf SENDEN. Ohne lange zu überlegen warf sie den Laptop in die Schlucht. Sie brauchte ihn nun nicht mehr.
Plötzlich fing das Mädchen an zu lachen. Nur leise. Aber es hallte trotzdem an den riesigen Felswänden zurück.
Raienne kletterte langsam auf die Brücke. Mit jedem Schritt knarrte diese mehr. In der Mitte blieb sie stehen. Sie schlug den Kopf zurück und atmete tief ein. Sie liebte die frische Luft der unbegrenzten Freiheit. Plötzlich fiel die ganze Last, die sie über Jahre hin weg bei sich trug, von ihr. Zum ersten Mal seit sehr, sehr langer Zeit fühlte sie so etwas wie Glück. Irgendwo in der Ferne, machte jemand fröhliche und heitere Straßenmusik. So hatte sie es sich immer vorgestellt. Es war so vollkommen. Sie zog ihr T-Shirt aus. "Ich tu das nur für dich, Alexander, nur für dich.", war ihr letzter Gedanke. Stumm lächelnd stürzte sie sich in die Tiefe. Endlich fühlte sie sich frei. Das Einzige was auf dem Felsvorsprung zurück blieb, war ein auffällig hässliches Medaillon.
ALEXANDER
Schockiert schloss Alex den Laptop wieder und starrte resigniert vor sich hin.
Leon sah ihn an.
„Is was passiert?“, fragte er währenddessen er zwei Schokoriegel gleichzeitig in den Mund schob. Als würd er aus einem Traum erwachen, blinzelte Alex verwirrt.
„Raienne.. sie ist..“, er konnte nicht fertig sprechen.
Es gab nichts zu erklären. Er wollte es nicht erklären. Er hatte Angst es aus zusprechen. Es war vorbei. Raienne hätte ihm nicht offener sagen können was sie für Absichten hegte. Vielleicht hätte er sie aufhalten können. Aber er wusste dass es nichts bringen würde. Raienne hätte es früher oder später trotzdem durchgezogen. Er fragte sich wie sie es machen würde. Mit einer Waffe? Wohl eher nicht. Sie hatte schon von Kind auf panische Angst vor Pistolen und Gewehren. Wieso hatte sie ihm nie erzählt. So viel wusste er nicht über sie. Plötzlich hatte er das Gefühl die Zeit die er mit ihr gehabt hatte nicht richtig genutzt zu haben. Wie viele Stunden hatten sie sich einfach angeschwiegen am Telefon? Wie viel hätten sie in diesen verlorenen Stunden erzählen können?
Es war nicht so das Alexander geahnt hätte dass Raienne Selbstmordabsichten hatte, bei Gott, nein! Aber er hatte schon seit Längerem den Gedanken im Hinterkopf dass seine kleine Schwester viel zu aufgedreht und lustig war. Er hatte auch gewusst dass sie etwas belastete. Aber er hatte sie nie danach gefragt, da er gedacht hatte sie würde schon kommen, wenn sie ihn brauchte. So wie sie es immer getan hatte. Warum war sie dieses Mal nicht gekommen? Was hatte sie so belastet dass sie es ihm nicht erzählen konnte? Das Alles war zu viel für ihn und er brach urplötzlich, neben dem verdutzten Leon, in Tränen aus, in der Gewissheit zu spät zu sein.
Raiennes Beerdigung fand in der Schweiz statt. Also flog Alexander alleine mit einem Privatjet nach Zürich. Sein Vater hatte es nicht für nötig gehalten deswegen seine Tournee abzubrechen und schrieb lediglich der betroffenen Pflegemutter eine Beileidskarte. Alex hatte Leon gebeten zu Hause zu bleiben. Er wollte das alleine durchstehen.
In Zürich am Flughafen erwartete ihn bereits die weinende Mutter Bettina. Sie schloss ihn sofort in die Arme und flüsterte ihm ins Ohr:
„ Schön dass du kommen konntest! Alex, wir wussten es nicht, wir konnten es nicht wissen. Sie war doch so glücklich!“
Alexander streichelte der leidenden Mutter über die Schulter um sie zu trösten. Diese Frau hatte einen geliebten Menschen verloren. Genau wie er. Aber er konnte nicht weinen. Nicht hier wo alle ihm zusahen. Das hätte Raienne nicht gewollt, sie hatte immer dafür gesorgt dass er seinem glücklichen Image der Öffentlich gegenüber treu blieb. Also schluckte er seine aufkommende Trauer hinunter und sorgte sich um Bettina.
Es kamen viele Menschen zu Raiennes Beerdigung. Manche erkannte er von den Geschichten die seine Schwester ihm erzählt hatte. Andere kannte er noch von Früher. Sie alle wirkten unendlich traurig. Doch trotzdem glaubte er auf Anhieb dass er der Einzige war der seine kleine Schwester wirklich verstanden hatte. Anders als alle anderen war er nicht in schwarz gekommen, er wusste das Raienne schwarz gehasst hatte, deshalb hatte er sich ein Anzug in Grün anfertigen lassen. Es war ihm egal dass er darin aussah wie ein Clown. Grün war ihre Lieblingsfarbe gewesen. Grün, die Farbe der Hoffnung. Alexander senkte den Kopf. Für Hoffnung war es jetzt zu spät. Verstohlen wischte er sich die Tränen weg.
Die Zeremonie begann und der Pfarrer fing an zu sprechen.
Er erzählte von einem fröhlichen Mädchen das alle hier, in ihrem Herzen hatte. Er erzählte davon, wie lieb und hilfsbereit sie zu allen war, wie sie sich für Menschen und Tiere einsetzte. Er sprach von einem Mädchen, das trotz der Liebe die es jeden Tag aufs Neue deutlich zu spüren bekommen hatte, etwas mit sich getragen hatte, dass sie nicht länger hatte ertragen können. So dass sie keinen besseren Ausweg mehr fand und von der Klippe stürzte.
In Alexanders Kopf ging es drunter und drüber.
Sie war von der Klippe gestürzt. Das er nicht von selbst darauf gekommen war. Er wusste doch wie sehr sie die Höhe und den freien Fall geliebt hatte. An manchen Abenden hatte sie Stunden lang davon erzählt wie schön es doch sein musste, einfach so durch die Lüfte gleiten zu können. Nun hatte sie es endlich erlebt. Und wahrscheinlich war es einer der schönsten Momente ihres kurzen Lebens gewesen.
Wieder hörte er einzelne Ausschnitte der Worte des Pfarrers.
„Ihre aufgestellte und freundliche Art hatte..“
„.. dass einem warm ums Herz wurde, wenn sie..“
Er schnaufte verächtlich ein. Dieser Mann hatte Raienne wahrscheinlich nie kennen gelernt und trotzdem sprach er von ihr als wäre sie heilig gewesen. Im Gegensatz zu vielen hier, kannte er jeden einzelnen Fehler seiner kleinen Schwester. Doch dadurch liebte er sie nur noch mehr. Er wusste genau dass sie nie gewollt hätte dass man ihre Macken nicht erwähnen würde. Einen Moment überlegte er sich nach vorne zu gehen um über die richtige Raienne zu erzählen. Wie chatoisch sie gewesen war. Dass sie manchmal nach der Schule mit ein paar aus der Zehnten mit gegangen ist, um in einer versteckten Ecke zu rauchen. Dass sie manchmal den kleinen Peter aus ihrer Klasse gemobbt hatte und danach ein tierisch schlechtes Gewissen gehabt hatte. Dass sie von einer besten Freundin vor Jahren eine Dirty Dancing DVD ausgeliehen hatte, sie aber nie zurück gebracht hatte. Dass sie schon Kaugummis im Dorfladen geklaut hatte. Dass sie heimlich eifersüchtig auf ihre große Stiefschwester war weil sie einen lieben und hübschen Freund hatte. Er hätte nach vorne gehen können um die Liste noch lange fortzusetzen, doch er überlegte es sich dann doch anders und blieb auf seinem Stuhl sitzen. Sollten Raienns Verwandte und Bekannte doch denken was sie wollten. Alexander wusste, dass er der Einzige war dem seine Schwester wirklich Vertraut hatte. Der Einzige, der ihr immer und überall bei Seite stand. Das hatte sie nicht nur einmal erwähnt. Ihm hatte sie alles erzählt. Doch da schlich sich ein leiser Gedanke in seinen Hinterkopf.
„Und trotzdem hat sie dir nie gesagt was sie so sehr belastet hatte, und trotzdem warst du nicht da als sie dich am meisten brauchte, und trotzdem warst du zu spät um deiner eigenen Schwester zu helfen!“
Alexander schüttelte den Kopf, Tränen rannen ihm über das Gesicht.
„Nein!“, schrie er verzweifelt.
Die Trauergäste starrten ihn alle an, als er vor dem Grab zusammen brach. Er schlug immer wieder mit den Fäusten darauf ein. Es war ihm egal, dass er dabei die lieblich zurechtgemachten Tulpen zerstörte.
„Warum!?“, schrie er immer und immer wieder. Ihm wurde schwarz vor den Augen.
Als Alex erwachte lag er sorgfältig eingebettet auf einem weichen Sofa. Ein nasser Waschlappen kühlte seine Stirn und auf dem kleinen Wohnzimmertischchen standen eine Schale mit Keksen und ein Krug voller Pfeffermünztee breit. Alexander richtete sich auf. Wo war er? Verwirrt sah er sich um. Und das konnte er sich wieder erinnern. Er stöhnte auf und lies sich wieder aufs Kopfkissen sinken. Alle Trauergäste waren Zeugen davon geworden wie er, der berühmte Alexander Borns, einen Nervenzusammenbruch erlitten hatte. Natürlich wird die Presse davon Wind bekommen haben. Und da kam auch schon Bettina ins Zimmer spaziert.
„Geht es dir wieder besser? Du hast lange geschlafen, mein Lieber.“
Er massierte sich leicht die Stirn und sah sie entschuldigend an.
„Danke für Ihre Mühe, aber Sie hätten mich ruhig in mein Hotel bringen lassen können! Natürlich werde ich dafür sorgen, dass mein Vater für die Kosten dieser Übernachtung aufkommen wird und für..“
„Ach, parparlap!“, unterbrach Bettina ihn.
„Nichts wirst du mir bezahlen! Raienne hätte das doch nie zugelassen!“
Kaum hatte sie diese Worte ausgesprochen, bereute Bettina sie auch schon wieder. Sie sah wie Alexanders Augen schmerzvoll aufblitzten. Traurig starrte er au f seine krampfhaft zusammen gedrückten Hände, als hoffte er dort Trost zu finden.
Sie räusperte sich.
„Ich lass dich dann mal alleine..“, sagte sie zögernd und zog sich langsam zurück.
Alex nickte nur und saß eine Weile einfach nur da. Dann riss er sich zusammen und suchte den Raum nach seinem Koffer ab. Schnell wurde er fündig, hievte sich auf die Beine und holte ihn an das Sofa. Er zog seinen Laptop heraus und fing an zu tippen. Stunden lang schrieb er eine E-Mail an Raienne. Darin erzählte er ihr all die Dinge die nie gesagt worden waren. Er berichtete ihr von der Beerdigung, von den Trauernden Leuten und seiner Verzweiflung. Er beschimpfte sie dafür, dass sie ihn hier alleine lies und entschuldigte sich zwei Zeilen weiter unten wieder dafür. Er schwärmte ihr von den schönsten Dingen des Lebens vor. In der aussichtslosen Hoffnung sie würde es sich noch einmal anders überlegen. Er fragte sie warum sie es getan hatte, als bekäme er eine Antwort dafür. Er schrieb davon wie er ihr folgen würde, entschied sich aber zehn Sekunden später doch dagegen. Er erzählte ihr von ihrer Mutter, die Trotz ihrer Traurigkeit, stark blieb und fluchte über seinen Vater, der es nicht für nötig hielt sich zu melden. Er schrieb bis spät in die Nacht hinein, bis Bettina in daran erinnerte, dass er am nächsten Morgen einen langen Flug vor sich hatte. Als er endgültig fertig war sendete er das Mail an Raienne. Obwohl er wusste, dass seine kleine Schwester seine Nachricht nie bekommen würde, ging er an diesem Abend zufrieden schlafen.
ich weiss ich'hab zimliich viele fehler drin.. bitte nicht beachten:D
also ich bin gespannt auf eure meinung!!
liebe grüsse merissa*
Re: weil ich dich liebe..
Maiki_ - 19.09.2009, 11:38
toll!! das wär ja voll cool wenn der alex ne antwort kriegen würde!! die geschichte ist echt schön!! guck doch mal bei meinem forum rein: die geschichte des vergessenen volkes oder der meermann...
guckt bitte alle mal rein und macht kommis!! bb maiki
Re: weil ich dich liebe..
Angi90 - 19.09.2009, 14:01
hey, auch mal wieder hier?! =)
du hast eine ähnliche geschichte schon mal angefangen gehabt?
schon die hat mir gefallen!
aber die ist auch cool! =)
ich mag deinen schreibstil und deine ausdrucksweise! =)
auch wenn es einige fehler drin hat, aber das ist nicht schlimm! =)
bin gespannt wie es weiter geht! =)
lg
Re: weil ich dich liebe..
Merissa - 20.09.2009, 11:36
Angi90 hat folgendes geschrieben: hey, auch mal wieder hier?! =)
du hast eine ähnliche geschichte schon mal angefangen gehabt?
schon die hat mir gefallen!
aber die ist auch cool! =)
ich mag deinen schreibstil und deine ausdrucksweise! =)
auch wenn es einige fehler drin hat, aber das ist nicht schlimm! =)
bin gespannt wie es weiter geht! =)
lg
hehe.^^ ja du hast recht.. hier ist das ganze einfach viel mehr ausgearbeitet:D
schön dass es diir gefällt..
ich versuche so schnell wiie möglich den nächsten Teil fertig zumache:D
lg
Re: weil ich dich liebe..
mayamausi96 - 22.09.2009, 16:20
ja die geschichte is echt total schön-traurig... hast du nich mal schon eine geschie über alex und raienne angefange, ich glaub die hieß dreamstory? ´die fand ich auch schon so toll... freu mich schon auf den nächsten teil...
Re: weil ich dich liebe..
Lala - 24.09.2009, 17:32
:shock: boa^^ich hab gaensehaut :)
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