Dena Murray Literatur

www.TIRITOMBA.eu
Verfügbare Informationen zu "Dena Murray Literatur"

  • Qualität des Beitrags: 0 Sterne
  • Beteiligte Poster: Eponine - gioachino - Califonia - melusine - Contessa - Norina
  • Forum: www.TIRITOMBA.eu
  • Forenbeschreibung: Das Forum der klassischen Musik für Sängerinnen und Sänger
  • aus dem Unterforum: Musikliteratur
  • Antworten: 8
  • Forum gestartet am: Dienstag 05.06.2007
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: Dena Murray Literatur
  • Letzte Antwort: vor 11 Jahren, 2 Monaten, 28 Tagen, 14 Stunden, 10 Minuten
  • Alle Beiträge und Antworten zu "Dena Murray Literatur"

    Re: Dena Murray Literatur

    Eponine - 04.09.2009, 11:35

    Dena Murray Literatur
    Ich bin mir nicht sicher, ob das besser unter "Kritik" oder "Literatur" aufgehoeben ist: Falls jemand hier jemals darueber nachgedacht hat, sich die Buecher von Dena Murray ueber contemporary singing technique anzuschaffen: Avoid at all costs!

    Was da geschrieben wird, ist technisch falsch und gefaehrlich, und ich koennte manchmal echt das kalte K... kriegen. Die Dame selbst ist eine der "profiliertesten" Gesangslehrerinnen Amerikas, und manchmal fragt man sich ja wirklich, wen solche Leute bezahlen, um dahin zu kommen, wo sie jetzt sind (auf Ihrer Webseite steht, dass ihre Stunden $80 aufwaerts kosten :shock: ).

    Bildet Euch selbst ein Urteil, hoert Euch mal diese Hoerprobe von ihr an und fragt Euch, ob das wohl gesund klingt (davon mal abgesehen, dass die Haelfte der Toene nicht getroffen werden): http://www.denamurray.com/Dena_Murray-Bring_Me_to_Life.mp3
    Auch die Videounterrichtsstunde auf der Homepage ist sehr interessant: http://www.denamurray.com/

    Also, bitte bitte nicht kaufen - falls Interesse and moderner Gesangstechnik besteht, kann ich wesentlich bessere Literatur empfehlen ...



    Re: Dena Murray Literatur

    gioachino - 04.09.2009, 18:04


    This Quietschkommode brings me to rage. Incredible !

    Ciao. Gioachino :big_cry



    Re: Dena Murray Literatur

    Eponine - 04.09.2009, 18:45


    Lieber gioachino,

    vielleicht sollten wir uns einfach unter einem pfiffigen Marketingtrick zusammentun, ein Pamphlet ueber klassischen und modernen Gesang verfassen, irgendeinen (!, muss ja nicht Sinn machen wie man sieht :wink: ) roten Faden finden und dann:

    1. Das Buch fuer horrende Preise vertickern.
    2. Unsere Gesangsstunden-Preise mit ein paar Nullen versehen, da wir ja jetzt wichtige Buchautoren sind und die ganze Welt unsere einzigartige Methode lernt.

    Das waer' doch was ... :big_denken :big_atsch



    Re: Dena Murray Literatur

    Califonia - 06.09.2009, 22:09


    ich bin schockert.... :shock:
    das so jemand unterrichten darf....



    Re: Dena Murray Literatur

    melusine - 07.09.2009, 08:28


    Liebe,Epo ich sehe beim Hören vor meinem geistigen Augen wie die Frau sich den Kehlkopf abquetscht und werde allein beim Zuhören heiser.
    Noch schlimmer ist, dass jedwede Körperbindung offensichtlich fehlt und die arme Schülerin in der Probe-Stunde voll auf den Stimmbändern singt und ncihts als Druck auf die Stimmbänder ausübt, um mehr Voumen zu erzeugen(stronger...) Au secours! kan nman da nur sagen. :evil:

    Nach unseren physiologischen Vorstellungen ist das natürlich total ungesund, weil das Stimm- Material damit zerstört wird.
    Aber ich frage mich, ob es nciht manche Schulen in der nichtklassischen Musik gibt, wo gerade das Singen mit "kaputter" Stimme ein Stilmerkmal und damit ein individuelles Erkennungszeichen und Marktvorteil ist.
    Wenn man sich so manche Pop/Rockstars anhört, die damit ihre Millionen gemacht haben, liegt der Verdacht nahe.
    Solange man so jung ist wie diese Schülerin und der Stimmapparat noch geschmeidig und weich, fällt das ja ncihtmal sofort auf- das rächt sich oft erst viel später mit total ausgeleierten wobblenden Stimmen und sogar A-Phonie.
    Unwissende Gesangsschüler auszubeuten, um ihre Stimmen zu ruinieren, sehe ich auch vom ethischen Standpunkt aus als ganz grosse Schweinerei.
    Aber ist dieser Lehrerin das überhaupt bewusst?
    Ich fürchte eher, sie glaubt ernsthaft , dass ihre Methode ok ist. :roll:

    Auch klasssiche Gesangslehrer produzieren ja nciht ganz selten Stimmleichen und sind davon überzeugt, es richtig zu machen.

    Man sollte wirklich jedem der Gesangsunterricht nimmt, sagen, dass das Hauptkriterium das eigene Körpergefühl nach der Stunde sein muss. Da bin ich ganz mit dir einer Meinung, du hast das hier shcon irgendwo geschrieben.
    Wenn man heiser ist und nicht mehr weitersingen könnte oder möchte, ist was oberfaul!(Es sei denn man ist starker Raucher, das ist hatte ich nämlich mal bei einer kettenrauchenden Patientin)
    Alles, was sich unangenehm oder gar schmerzlich anfühlt, kann nciht richtig sein. Wobei unangenehm nicht mit anstrengend zu verwechseln ist!!!!!
    Und wenn man deprimiert und entmutigt aus einer Stunde kommt, kann das auch nciht stimmen.
    Am Besten scheint mir immer , nach einer Stunde das Gefühl zu haben, man müsse unbedingt sofort weitermachen und die Gewissheit, dass man das auch kann, weil der Körper richtig eingestellt ist.
    Fatal ist die Haltung, singen müsse mit Leiden zu tun haben und es sei schon ok , wenn man beim Lernen erst mal kräftig leide- ob physisch oder psychisch.
    Ich habe mal einen Workshop gemacht, wo diese Einstellung vorherrschte- das nackte Grauen!
    M



    Re: Dena Murray Literatur

    Contessa - 07.09.2009, 09:05


    Unbedingte Zustimmung zu melusines Beitrag!!!

    Liebe Grüße

    Contessa



    Re: Dena Murray Literatur

    Norina - 07.09.2009, 10:46


    Oh je.... schon die Sprechstimme der Dame klingt ja nicht mehr gesund...

    LG
    Norina



    Re: Dena Murray Literatur

    Eponine - 07.09.2009, 13:51


    melusine hat folgendes geschrieben:Aber ich frage mich, ob es nciht manche Schulen in der nichtklassischen Musik gibt, wo gerade das Singen mit "kaputter" Stimme ein Stilmerkmal und damit ein individuelles Erkennungszeichen und Marktvorteil ist.
    Wenn man sich so manche Pop/Rockstars anhört, die damit ihre Millionen gemacht haben, liegt der Verdacht nahe.

    Gibt's natuerlich immer noch, wobei man sagen muss, dass im heutigen Popbusiness diejenigen, die Touren stimmlich nicht durchstehen, ganz schnell ein Problem haben. Die Ausbildung ist im Popbereich wesentlich besser geworden, als sie es vor Jahren noch war. Alle guten Popsaenger haben heute oft jahrelanges Training hinter sich, und das hoert man auch (bei den GUTEN wohlgemerkt :wink: ).

    Was natuerlich stimmt ist, dass vieles, was in der klassischen Stimmbildung verpoent ist, im Bereich Popularmusik erwuenscht ist oder sogar gefoerdert wird. Das heisst ja aber nicht zwangslaeufig, dass es stimmschaedlich ist, sondern lediglich, dass es klanglich im klassischen Bereich nicht erwuenscht ist. Als Beispiele waeren da zum Beispiel Creaks oder stimmliche Verzerrungseffekte zu nennen, auch Twang (was in der Klassik immer gleich Nasalitaet gleichgesetzt wird), oder dass man absichtlich hauchig/mit Luft auf der Stimme singt, Noten von unten oder oben anschleift, und noch viel mehr. All dies kann man stimmschonend tun. Der Lehrer im Bereich Popularmusik muss eben hoeren, ob gewisse stimmliche "Individualitaeten" gesund oder stimmschaedigend produziert werden. Ist letzteres der Fall, heisst das nicht zwangslaeufig, dass man es wegtrainiert, sondern nur, dass man dem Schueler beibringt, es stimmschonend zu tun.

    Die Stimme hat so viele Ausdrucksmoeglichkeiten, und die klassische Schule ist ja nur eine davon.
    Amy Lee z.B. (die Saengerin von Evanescence, das ist die Band, von der Dena Murray den Song geklaut hat) ist technisch richtig gut. Als klassischer Saenger gefaellt einem sicher nicht alles, was sie macht: Der Ton ist bisweilen sehr "twangig", sie verengt auch den Vokaltrakt hier und da sehr stark (obwohl sie natuerlicherweise eher einen lyrischen, tendenziell geweiteten Ansatz hat), also alles Dinge, die man als klassischer Saenger als erstes "verlernt" (bis auf den Twang, den braucht man fuer Projektion und Brillianz naemlich auch, nur setzt man ihn anders ein). Wenn Ihr Euch ihre Version und die von Dena Murray anhoert, duerfte der Unterschied aber klar werden:
    http://www.youtube.com/watch?v=K3ORuIBjjBU
    Auch was der maennliche Saenger macht, ist nicht schaedlich, gerade im Gothic Metal-Bereich wird ga viel mit Scream, Grunt etc. gearbeitet. Man muss das nicht schoen finden - stimmschaedlich ist es allerdings nicht, wenn man es richtig macht.

    Zitat:Aber ist dieser Lehrerin das überhaupt bewusst?
    Ich fürchte eher, sie glaubt ernsthaft , dass ihre Methode ok ist. :roll:
    Das fuerchte ich leider auch. Was ich aber nicht ganz nachvollziehen kann und Du ja auch andeutest: Wenn jemand so klingt, muss es da bestimmte "Zeichen" geben: Schmerzen, stimmlicher Abbau ueber einen laengeren Zeitraum etc. Und da kann ich mir ehrlich gesagt nciht vorstellen, dass man das selbst nicht merkt. Wir reden hier ja nicht von voruebergehender stimmlicher Indisponiertheit durch Krankheit oder ein oder zwei hoerbaren Ausrutschern - um so zu klingen, muss man seine Stimme jahre- oder sogar jahrzehntelang gequaelt haben, und da kann ich mir selbst nicht vorstellen, wie man das nicht physisch merkt ...



    Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken



    Weitere Beiträge aus dem Forum www.TIRITOMBA.eu

    15. 03. 2008 - gepostet von Andreas am Samstag 15.03.2008
    Gesang und Verspannungen (nicht nur koerperliche!) - gepostet von Eponine am Dienstag 23.12.2008
    Informationen/Anmeldung - gepostet von Principe am Montag 13.10.2008
    Wagner - Tag am 01.08.2007 - gepostet von Administrator am Mittwoch 25.07.2007



    Ähnliche Beiträge wie "Dena Murray Literatur"

    mittwoche daytalk (datum ???) - gepostet von tinchen am Mittwoch 21.06.2006
    Richtig anfüttern Teil 1 - gepostet von Specimen-Carper am Freitag 14.07.2006
    Zelten am See am 04.08.06 - gepostet von pheobe1986 am Mittwoch 02.08.2006