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Re: Medikamentöse, hormonelle Behandlung
phoenix - 28.05.2006, 14:47Medikamentöse, hormonelle Behandlung
Therapie
Die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten, die in den letzten Jahren auf operativem und medikamentösem Sektor zur Rückbildung oder Heilung einer Endometriose entwickelt wurden, sind letztlich alle mit dem Problem behaftet; daß in vielen Fällen die Endometriose nach anfangs erfolgreicher Behandlung wieder auftritt. Die Endometriose ist eine chronische, rezidivierende (immer wieder aufflackernde) Erkrankung - möglicherweise eine Systemerkrankung - und nur permanenter Entzug der stimulierend wirkenden Östrogene ist in der Lage auf Dauer Beschwerdefreiheit und Rückbildung der Erkrankung zu erzielen.
Um die Endometriosebehandlung im Einzelfall zu verbessern, sind unter Berücksichtigung der Faktoren Alter, Kinderwunsch und Familienplanung in den 80er Jahren Behandlungsempfehlungen zur stadiengerechten Endometriosetherapie entwickelt worden.
Diese schweregradorientierte Behandlung hat sich in den letzten 10 Jahren durchgesetzt und sicher dazu beigetragen, unnötige Gebärmutterentfernungen und Eierstocksentfernungen zu vermeiden. Die Problematik der Rezidiverkrankung wurde jedoch nicht gelöst.
Neuere Untersuchungen zur feingeweblichen Struktur der Endometriose, zur hormonellen Abhängigkeit, zur Immunologie und zu Stoffwechselvorgängen der Endometriose haben Erkenntnisse vermittelt, die von klinischer Bedeutung sind, so dass vor einer Endometriosebehandlung eine suffiziente und umfassende Diagnostik dieser Erkrankung erforderlich ist, um dann eine individuelle Behandlung festzulegen, die nicht so sehr den Schweregrad sondern vor allem die Aktivität, das Wachstumsverhalten und die Beschwerden der Erkrankung berücksichtigt
Wer sich für eine Therapie entscheidet, wird je nach der Belastung durch die Symptome mit dem Arzt eine operative oder medikamentöse Behandlung diskutieren. Oft wird eine Kombination angewandt. Häufig können auch alternative und physikalische Methoden sinnvoll sein. Je nach Schwere der Beschwerden werden andere Substanzen eingesetzt.
Medikamentöse und hormonelle Therapie
Bei der medikamentösen Behandlung der Endometriose kommen drei Substanzgruppen zur Anwendung:
* Gestagene
* Danazol
* GnRH-Analoga
Gestagene werden meistens bei leichten bis mittleren Beschwerden eingesetzt. Bei schweren Endometriosen kommen Danazol und GnRH-Analoga zum Einsatz. Diese beiden sind zwar gleich wirksam, unterscheiden sich aber im Hinblick auf ihre Verträglichkeit und bei den Nebenwirkungen.
Ansatzpunkt für die medikamentöse Behandlung der Endometriose ist die Unterdrückung der Funktion der Eierstöcke. Die Gestagene täuschen dem Körper eine Schwangerschaft vor und schaffen so eine veränderte hormonelle Situation. Es findet kein Eisprung mehr statt und die Gebärmutterschleimhaut bildet sich zurück. Meistens lassen die Endometriosebeschwerden dann innerhalb von 6 bis 8 Wochen nach.
Danazol wirkt auf die Hirnanhangsdrüse, die für die Produktion von Hormonen verantwortlich ist, die die Eierstöcke stimulieren. Dadurch wird die Produktion von Östrogenen in den Eierstöcken eingestellt. Danazol ist eine Substanz, die ähnlich dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron zu einer Vermännlichung führen kann. GnRH ist eine Abkürzung für Gonadotropin-Releasing-Hormon. Bei diesem Medikament wird die Hirnanhangsdrüse komplett blockiert. Der Menstruationszyklus findet nicht mehr statt. Danazol und GnRH-Analoge versetzen so den Körper der Frau vorübergehend künstlich in die Wechseljahre. In beiden Fällen kann auch das Endometriosegewebe nicht mehr mitbluten. Es trocknet mit der Zeit ein.
Die Behandlung dauert bis zu sechs Monaten. Danach stellt sich innerhalb von zwei bis drei Monaten der normale Zyklus wieder ein. Bei vielen Frauen, immerhin bis zu 66 Prozent der Betroffenen, kehren dann aber leider auch die Beschwerden der Endometriose nach und nach wieder zurück. Dann muß eine zweite Behandlung erwogen werden.
Wurde bei der ersten Behandlung Danazol oder GnRH-Analoga eingesetzt, sollte vor einer zweiten Behandlung eine Untersuchung zur Osteoporose durchgeführt werden. Das ist eine Maßnahme zur Sicherheit, denn diese Medikamente verringern den Mineralgehalt der Knochen und erhöhen so das Osteoporoserisiko.
Bei sehr kleinen Endometrioseherden kann die Verordnung der Pille ausreichend sein. Sie bremst die körpereigene Produktion von Östrogenen und fördert so den Rückgang der Herde.
Quelle: www.medizinfo.de www.endometriose.de
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