Gestagen-Präparate

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    Re: Gestagen-Präparate

    phoenix - 28.05.2006, 18:24

    Gestagen-Präparate
    Die tägliche Einnahme von Medikamenten aus der Gruppe der Gelbkörperhormone (Gestagene) hat als Behandlungsprinzip bei der Endometriose weltweit breite Anwendung gefunden.
    Funktion.

    Wirkungsweise
    Gelbkörperhormone unterdrücken natürlicherweise in der zweiten Zyklushälfte nach dem Eisprung die Aktivität von Zwischenhirn und Hirnanhangsdrüse und bremsen dadurch die Östrogenbildung in den Eierstöcken. Durch tägliche Einnahme wird das Verhältnis der Östrogenhormone und Gelbkörperhormone im Blut zu Gunsten der Gelbkörperhormone verschoben.

    * Dies führt an der Gebärmutterschleimhaut zu einem Bremseffekt auf ihr Wachstum. Die Gebärmutterschleimhaut bereitet sich durch Einlagerung von Nährstoffen für die Eieinnistung vor (Dezidualisierung).
    * Diese Veränderungen sollen durch tägliche Gelbkörperhormongabe auch in Endometrioseherden erzeugt werden können.

    Behandlungserfolg
    Mehrere methodische gute Untersuchungen zeigten (Abbildung 6), dass die mittlere Versagerrate der Gelbkörperhormontherapie bei Endometriose-bedingten Schmerzen zwischen 15% und 35% schwankt > d.h. bei 2/3 der Frauen kann eine ausreichende Schmerzlinderung erzielt werden.

    Vorteil
    Diese Behandlung hat eine gute Verträglichkeit, da östrogene Nebenwirkungen fehlen. Die kontinuierliche Gelbkörperhormonmedikation unterdrückt aber die körpereigene Östrogenproduktion der Eierstöcke, so daß niedrige Östrogenspiegel im Blut und dadurch bedingte Durchbruchsblutungen in der Gebärmutter die Folge sind. Durch stufenweise Erhöhung der Tagesdosis oder durch zusätzliche Östrogengabe (kontinuierliche Einnahme eines monophasischen oralen Kontrazeptivums) lassen sich die Blutungsstörungen beherrschen.

    Nebenwirkungen
    Je höher aber die täglich gegebene Hormonmenge wird, um so häufiger kommt es zu relevanten Nebenwirkungen wie:

    * Gewichtszunahme,
    * Flüssigkeitsretention
    * Stimmungsschwankungen, Neigung zu depressiven Verstimmungen,
    * Brust- und Kopfschmerzen.
    * Risiko für venöse Thrombosen oder eine Erhöhung des Blutdruckes; dies besteht in manchen Fällen bei zusätzlicher Östrogengabe.
    * Veränderungen des Fett- und Zuckerstoffwechsels müssen außerdem bei den Norethisteronderivaten, wegen ihrer Eigenschaft in geringem Grade so wie männliche Hormone zu wirken, berücksichtigt werden.
    * Verminderung der ovariellen Östrogenproduktion
    * schlechte Verträglichkeit

    Präparate
    Cerazette
    Duphaston

    Quelle: www.endometriose.de



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