verlorene Worte

salve aulem
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    Re: verlorene Worte

    Hospes - 07.08.2009, 17:54

    verlorene Worte
    Die letzten Tage wurde der Liegestuhl gerne benutzt.
    Er stammt noch aus dem Gartenfundus meiner Großeltern.



    Im Zusammenhang mit dieser Liege, aber auch im Bezug auf andere Dinge des täglichen Lebens, wurde dabei immer wieder der Begriff

    Vorkriegsqualität

    verwendet.
    Manchmal waren auch Lebensmittel damit gemeint.

    Hospes



    Re: verlorene Worte

    Anna - 08.08.2009, 20:47


    Schön, so im Liegestuhl zu sitzen und sich seiner Ernte zu freuen. Ein wohlverdienter Genuss, auch durchaus Vorkriegsqualität. Ich erinnere mich gut an das Wort, auch auf Wohnungen bezogen.
    Lieben Gruß, Anna.



    Re: verlorene Worte

    Hospes - 30.08.2009, 15:24

    Kramsach
    In Kramsach (Tirol) befindet sich ein Museumsfriedhof mit köstlichen Grabinschriften. Es liegen keine Toten unter den Grabkreuzen.
    Ich werde in nächster Zeit hier immer wieder ein entsprechendes Bild einstellen.



    Heute wären solche Sprüche nicht prc (politisch-religiös correct), früher sah man solche Dinge gelassener.

    Hospes



    Re: verlorene Worte

    Hospes - 31.08.2009, 17:22

    Stängel oder Stengel
    Wieder aus Kramsach, uneingedenk der neuen Rechtschreibung:



    Hospes



    Re: verlorene Worte

    Anna - 01.09.2009, 16:41


    Diese alten Grabschriften sind in ihrer fast kindlichen Naivität oft einfach rührend. Eine meiner liebsten, in Wausau gefunden: "She did what she could." Das sollte doch eigentlich für uns alle reichen. Oder, im selben Friedhof, ein kleiner Schreibfehler: "Here lie his earthy ( statt earthly) remains". Also "Hier liegen seine derben (statt irdischen)Überreste".
    Ich übersetze gerade für einen Freund die Verfassung einer 1902 gegründeten Gemeinde. Das Original ist in Sütterlinschrift. Dabei kam mir die Frage: warum sagen die Deutschen: "Das ist mir spanisch", und die Amerikaner: "Für mich ist das alles griechisch"?
    Lieben Gruß,
    Anna.



    Re: verlorene Worte

    Hospes - 03.09.2009, 17:40

    spanisch - griechisch
    Liebe Anna,

    recht ausführlich (auch in anderen Sprachen) dargestellt:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Das_kommt_mir_spanisch_vor

    Eigentlich interessant, wie sich Redewendungen über Jahrhunderte behaupten können.
    Noch interessanter, wenn sie dann einen Bedeutungswandel vollziehen.

    Liebe Grüße

    Hospes



    Re: verlorene Worte

    Hospes - 16.09.2009, 21:23

    hin
    Museumsfriedhof:

    "aufigstieg'n, obagfalln, hin gwös'n"



    Übersetzung: hinaufgestiegen, hinuntergefallen, hin (= kaputt) gewesen

    Hospes



    Re: verlorene Worte

    Anna - 17.09.2009, 15:58


    Short, but to the point!
    Kurz, aber gezielt.
    Das ist wieder ganz köstlich, lieber Hospes.
    Ein Lacher am Morgen ist immer gut!
    Anna. :lol:



    Re: verlorene Worte

    Hospes - 25.09.2009, 20:29

    Jungfrau
    "Es liegt begraben die ehrsame Jungfrau Nothburg Nindl gestorben ist sie im siebzehnten Jahr just als sie zu brauchen war."



    Hospes



    Re: verlorene Worte

    Anna - 26.09.2009, 16:34


    Zutiefst ergreifend!
    Was mag wohl hinter dem Vornamen Nothburg stecken. Ohne guten Grund würde man ein Baby doch nicht so belasten.
    Wird auf dem Friedhof erklärt, woher diese Grabsteine stammen?
    Freue mich schon auf de nächsten!
    Frage: es sind ja eigentlich keine Steine. Was wäre also das passende Wort? Hier würde man sagen: grave marker. Ich dachte an Grabmal, but laut Lexikon ist das das Grab selbst.
    Schönes Wochenende!
    Anna.



    Re: verlorene Worte

    Hospes - 26.09.2009, 18:02

    Name
    Liebe Anna,

    es handelt sich hier um Grabkreuze aus Schmiedeeisen.
    Der Name Notburga, Notburg oder Nothburg geht auf diverse Heilige zurück und war im bayerisch-österreichischen Sprachraum kein unüblicher Vorname.

    Gerade vom Garten zurück - auch ein schönes Wochenende!

    Hospes



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