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Re: Hochzeit auf Zwergisch
Tullius - 19.02.2009, 16:36Hochzeit auf Zwergisch
Die schneidend kalte Luft des Gebirges um Nistgipfel liess den Atem der vielen Zwerge in dampfenden Schwaden vor ihren Gesichtern stehen. Der Himmel war klar und die ersten Sterne des Abendhimmels waren zu sehen. Die Sonne konnte man schon lange nicht mehr im Tal sehen, wurde sie doch von den umgebenden Bergen bereits seit dem Nachmittag verborgen. Einige Bergadler zogen einsam ihre Bahn, kreisten am Himmel und schienen das Geschehen unter sich nur mit mäßigem Interesse zu betrachten. Aber was interessierte einen Adler schon, wenn es sich um Angelegenheiten der Zwerge und anderer humanoider Völker drehte.
Dabei war das was sich am Boden zeigte durchaus interessant zu sehen. Der große Platz vor der Hauptfestung der Wildhammerzwerge war festlich dekoriert worden. An langen Stangen hingen Blumengirlanden aus denen blaue und weiße Bänder herab hingen, welche sich im Wind leicht flatternd verdrehten, sich lösten und im stetigen Spiel miteinander verbunden waren. In der Mitte des Platzes hatte man den Schnee geräumt und ein drei Meter hoher Menhir der über und über mit Runen beschrieben war dominierte den Platz. An seinem Fuß hatte man einen Graben gezogen und in ihm lagen Holzscheite und Kohle, feuerten den Menhir an, dass die Runen auf ihm in der Schwärze der Nacht bereits seit Tagen dunkelrot glühten. Im Halbkreis um diesen Hinkelstein, in respektvollem Abstand standen die versammelten Zwerge des Wildhammerclans. Zwerge jedweden Alters und jeder Generation waren vertreten. Sie trugen ihre traditionellen ledernen Kilts und das Plate mit dem Tartan ihrer Familie über die Schultern und um den Leib geschlungen. Ihre Gesichter aber waren mit jenen alten blauen Symbolen geschmückt, welche Ihre Herkunft darstellten. Von allen Zwergenclans waren die Wildhammer der stolzeste und wildeste, so hieß es. Viele sagten, dass sie diese Eigenschaften mit ihren bevorzugten Reittieren, den Greifen teilten.
Unter den Zwergen herrschte allgemeines Gemurmel. Bereits seit einigen Stunden befand sich Lamia Lebensquell oder auch Zvaroscha wie sie im Clan genannt wurde mit ihrem Zukünftigen in der Festung beim Thane und beim Druiden der die Weihen übernommen hat. An sich wäre Lamias Vater diese Ehre zuteil geworden, jedoch schien die Einladung dazu schlichtweg zu spät bei ihm angekommen zu sein. Der Bote hatte grinsend selber keine Erklärung dafür gehabt. Und so saß Jean-Clochard Bockbart Stückkork Lebensquell Federbart der III. etwas abseits der ganzen Baggage an einem massiven Holztisch und kippte sich schon den dritten Waltranschnaps aus Nordend in den Rachen. Nebenbei strich er sich den etwas eigenwillig anmutenden amethystfarbenen Seidenkilt glatt, rückte den schreiendbunten Turban gerade und richtete die Pfauenfeder vorne am Turban langsam wieder auf. Auftritt war schliesslich alles. Immerhin hatte er sich extra für heute die Brust rasiert. Er hatte sogar mit den blauen Farben seines Clans seine Brust geschmückt. Wenn die Symbole auch eher ausdrückten, dass er brünftig und auf der Suche nach einer Frau war. Mit etwas glasigem Blick fixierte er den Festungseingang, aus dem gerade die Ehrenwachen der Braut traten. 25 Kämpferinnen des Clans, in lederne Rüstungen angetan, in ihren Händen lange, zweihändige Kriegshämmer tragend nahmen im Rund um den Platz Aufstellung und senkten die Hämmer mit dem Kopf nach unten auf den Boden und schauten auf den Eingang. Das war der entscheidende Moment. Lebensquell hievte seinen veritablen Leib hoch und stapfte nach vorne, schubste die umstehenden Wildhammer alle etwas beiseite um sich dann einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern. Und so konnte er sehen wie nun jene kleine und zierliche Elfe, die wohl seine Enkelin Thianae war aus dem Eingang trat. In ihren Händen hielt sie jeweils ein zwergisch gerarbeitetes Torque, das Zeichen einer zwergischen Ehe. Lamia war zwar schon oft verheiratet gewesen, aber in den Augen des Clanes galt nur die Vermählung vor dem Clan als Rechtens. Zumindest, wenn der Schwiegersohn oder die Tochter den entsprechenden Vater oder die Mutter im anschließenden Gelage unter den Tisch gesoffen hat. Thianae drehte sich um und schaute ebenso zum Eingang. Mit etwas zittriger aber lauter Stimme rief sie einige einstudierte zwergische Worte:
„Brüder und Schwestern des Wildhammerclans. Es haben sich zwei Herzen gefunden um den Bund der Ehe einzugehen. Zvaroscha Lebensquell und Altaineth Ohneclan sind bereit den Schwur des Steines und der Luft zu sprechen. Wollt ihr sie anhören?“ Symbolisch schaute sich Thianae um. Wie zur Antwort hoben die Ehrenwachen die Hämmer und stampften damit auf den Boden. Als der letzte Hammerschlag die erde erschütterte, traten Lamia und Altaineth in den Eingang. Man konnte ihnen ihre Nervosität ansehen. Suchend blickte sich Lamia um und erblickte dann ihren Vater. Ein leichtes Lächeln stahl sich auf ihre Lippen, dann blickte sie zu ihrem Liebsten herunter, der den Blick lächelnd erwiederte. Seite an Seite schritten sie auf den Schwurstein in der Mitte des Platzes zu. Das allgemeine Gemurmel liess nach und man schaute gebannt auf die beiden. Hinter ihnen schritten Falstad, der Thane der Wildhammer und Aurosch Silberbraue, der Hochdruide des Clans. Ihre Rolle war an sich schon getan. Sie betrachteten die Szene nur noch wohlwollend.
Lamia und Altaineth stellten sich gegenüber auf und blickten sich in die Augen. Immer wieder schoß es Altaineth durch den Kopf, wie schön seine Lamia mit den eingeflochteten Bändern in ihr langes Haar aussah, ihr figurbetontes Lederkleid und der üppige Ausschnitt gaben ihr übriges dazu, dass sich Altaineth am liebsten jetzt sofort mit ihr zurückziehen wollte. Aber nun folgte der Schwur und der wurde von ihm begonnen. Kurz dachte er über die Worte nach, die er sich so gut eingeprägt hatte. „Zvaroscha Lebensquell. Hier im Grunde deiner Ahnen trete ich vor dich um dir meine Liebe, meine Seele und mein Herz zu schenken und dafür dasselbe von dir zu empfangen.“ Er legte seine Hand auf den heissen Schwurstein und fuhr fort „Ich schwöre bei meinen Ahnen, dass ich dich beschützen und versorgen werde. Meine Axt und mein Schild werden auf deinem Weg immer an deiner Seite sein. Vom heutigen Tage an, bis zu jenem, an dem ich keinen Bierhumpen mehr heben kann.“ Lamia lächelte ihn strahlend an und legte ebenso ihre Hand auf den heißen Stein. Etwas zittrig erwiederte sie: „Ich nehme deinen Schwur an... und schwöre dir dasselbe. Solange Leben in meinem Leib ist, gehöre ich dir.“ Der heisse Stein verband ihrer beiden Hände und als sie die Torques umgelegt bekamen, das Brautpaar hochleben gelassen wurde und die Feierlichkeiten, die immerhin drei Tage anhielten begannen, da war es nur noch ein Rausch für Altaineth und Lamia. Der letzte Schritt. Nach so langer Zeit. Es war der schönste Moment in ihrer beider Leben. Die Sterne und der Weite Himmel, gepaart mit diesen vielen Zwergen, die nun eine neue Familie für Lamia war, wie auch für ihre Tochter und ihren Mann gaben ihr die Hoffnung auf ein anderes, neues Leben. Hoffnung...
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