Beinahe Katastrophe mit AUA-Flugzeug

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    Re: Beinahe Katastrophe mit AUA-Flugzeug

    reflow - 21.07.2009, 20:12

    Beinahe Katastrophe mit AUA-Flugzeug
    Ein Airbus der Austrian Airlines (AUA) ist im Mai 2007 über der Schweiz haarscharf an einem anderen Flugzeug vorbeigeschrammt, wie erst heute bekanntwurde. Verantwortlich für die Beinahe-Katastrophe war die Schweizer Flugsicherung, die gemäß einer Untersuchung des eidgenössischen Büros für Flugunfalluntersuchungen (BFU) unter Stress falsche Entscheidungen fällte.

    Auf Kollisionskurs befanden sich ein Airbus A340-300 der chilenischen LAN Airlines auf einem Linienflug von Madrid nach Frankfurt-Main und ein Airbus A321-100 der Austrian Airlines auf dem Weg von Wien nach Paris. Die beiden Flugzeuge kreuzten sich horizontal mit einem Abstand von rund zwei Kilometern und vertikal mit einer Marge von nur gerade rund 300 Metern.

    "Schwerer Vorfall"
    Weil Sichtflugwetter herrschte, sah die Besatzung des LAN-Airbus den österreichischen Passagierjet deutlich unter sich hindurchflitzen. Das Büro für Flugunfalluntersuchungen klassierte den Beinahe-Zusammenstoß als "schweren Vorfall".

    Die starke Annäherung sei darauf zurückzuführen, dass die Flugverkehrsleitung in einer Phase von sehr hoher Arbeitsbelastung ohne vorgängige Koordination einem Flugzeug eine Sinkfreigabe auf eine Höhe außerhalb des eigenen Zuständigkeitsbereichs zugeteilt habe, heißt es im BFU-Untersuchungsbericht, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

    Zu dieser Situation beigetragen hat laut BFU eine unklare und missverständliche sektorinterne Koordination. Zudem wurde der betroffene Sektor in der Schweizer Flugleitstelle zuerst von einem Trainee betreut, ehe sein Coach wegen hohem Verkehrsaufkommen die Sache - laut BFU zu spät - selber an die Hand nahm.

    AUA: Keine Unfallgefahr
    Laut AUA-Sprecher Michael Braun hat es zu keinem Zeitpunkt eine Unfallgefahr gegeben, wie er heute Nachmittag auf APA-Anfrage sagte. Der Mindestabstand von 300 Metern sei um rund zehn Prozent auf etwa 270 Meter unterschritten worden.

    Publik sei der Vorfall geworden, weil jede Unterschreitung des Mindestabstand von der Schweizer Kommission des eidgenössischen Büros für Flugunfalluntersuchungen (BFU) automatisch untersucht werde, so Braun. Der zu geringe Abstand sei auf eine Überbelastung der Flugverkehrsleitung zurückzuführen gewesen.

    Wenn sich zwei Flugzeuge in der Luft zu nahe kommen, schalte sich automatisch zuerst ein Vorwarnsystem ein und danach komme der Advice, der einen konkreten Rat zu einem Ausweichmanöver gebe, erläuterte der AUA-Sprecher. "Keine der beiden Stufen ist angesprungen, und beide Piloten erkannten, dass keine Gefahr in Verzug ist", so Braun.

    Quelle: http://news.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fnews.orf.at%2Fticker%2F335288.html



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