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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Zanara Forum: Die Enklave des Bundes Forenbeschreibung: Der offizielle treffpunkt des Bundes der Natur aus dem Unterforum: Geschichten Antworten: 1 Forum gestartet am: Freitag 28.04.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Zanara Sorrowsong Letzte Antwort: vor 16 Jahren, 10 Monaten, 6 Tagen, 17 Stunden, 53 Minuten
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Re: Zanara Sorrowsong
Zanara - 21.05.2006, 23:34Zanara Sorrowsong
Sie oeffnete ihre Augen und spuehrte das grelle aber sanfte Licht, welches durch die Blaetter der Baeume in Teldrassil stahlte. Ein grinsender Nachtelf half ihr beim aufstehen. Ungewoehnlich zuckte sie zusammen, als wuerde sie ein wilder Daemon angreifen. Der Nachtelf setzte ein merkwuerdig verwundertes Gesicht auf und zog sie hoch. Ihr atem war rasant und sie schaute sich wild um.
"Ich frage mich zwar wie du hierher gekommen bist, aber wir haben sicher alle unsere Geheimnisse. Vorhin lag hier noch niemand..."
Er deutete ganz hoch auf einen Baum.
"Dort, such deinen Lehrer. Deine Male und Kleider sehen mir danach aus, als wuerdest du Druide sein."
Einen Moment hielt er inne.
"Du scheinst nicht sehr viel zu reden.. naja, typisch fuer euch."
Danach wandte er sich wieder anderen Dingen zu. Sie lief unsicher von ihm weg. Die Umgebung,.. sie kannte sie nicht. Sie wusste nicht wer sie war. Aber ein merkwuerdiges Stechen zog an ihrem Herz. Irgendetwas sollte nicht Stimmen. Fuer einen Moment dachte sie das waere alles eine Vision. Doch nicht. Sie bildet sich seltsame Gefuehle ein. Ihr wurde klar, dass es sicher nichts nuetz wenn sie jetzt noch weiter Wurzeln schlagen wuerde. Sie machte sich auf dem Weg.
Der Druidenlehrer meditierte gerade als sie seine Kammer betrat. Er erwachte sofort. "Ah, wie ich sehe haben wir da jemanden der nach Ausbildung sucht. Wie ist euer Name?"
Sie hatte bisher noch kein Wort gesprochen. Nur Gedanken hatte sie. Sie schaute verwirrt umher. Sie kannte ihren Namen nicht. Sie biss sich leicht auf die Lippen. Da war es wieder. Das Stechen mitten im Herz. Eine graue Stimme fluesterte ihr in ihrem Kopf. "Zanara". Welches sie auch prompt mit eigenem Munde erledigte. Der Druide legte ein freudiges grinsen auf. "Ich muss euch sicher nicht erklaeren worum es geht. Wenn ihr euch stark genug fuehlt, dann sucht mich auf. Ich werde euch sagen was ich euch beibringen kann. Ihr seid so schoen... eure Eltern sind sicher sehr stolz auf euch."" Zanara nickte ihm zu und begab sich aus seiner Kammer.
"Das muss der Anfang sein. Ja, das ist der Anfang." dachte sie sich. Ihre Zweifel waren versiegt. So beginnt das Leben des Druiden. Sie brauchte sich nicht zu wundern. Aber Moment. "Meine Eltern?" Sie dachte einen Moment nach. "Ich werde sie sicher auch bald kennenlernen..."
Es vergingen ein paar Tage. Sie kaempfte schon sehr lange und wurde staerker und staerker. Ihr gefiel das Gefuehl der Macht. Sie schien die einzige zu sein. Sympathien dafuer bekam sie kaum erwiedert. Alle starrten sie nur an oder schlossen sie aus. Sie war stark, aber allein. Die Gesellschaft wurde ihr immer mehr und mehr zu wider. Deshlab kam sie auch nur wenn es wirklich sein musste zurueck in die Stadt. "Aber es muss doch jemanden geben... Alle haben irgendjemanden. Nur ich habe niemanden." Eine stolze Stimme ertoente durch den Wald. In ihren Gedanken sprach ein junger Nachtelf vom gleichen Stamm wie sie. Druide. Sie dachte sich einen Moment lang nichts dabei aber ging auf sein Angebot ein sich seiner Gesellschaft anzuschließen. Vielleicht bekommt sie ja doch noch eine Chance.
Es vergingen wieder ein paar Tage. Sie machte sich langsam sorgen. Die Schmerzen wurden immer heftiger. Das Gefuehl des unwohlseins auch. Sie hatte gerade einige Naga zur Strecke begracht und machte sich auf den Weg nach Astranaar. Auf der Bruecke kam er ihr entgegen. Sie hatte seit Wochen kein Wort ueber ihre Lippen gebracht, außer ueber ihren Geist mit anderen zu kommunizieren. Der Druide begrueßte sie. Er schien sie gleich erkannt zu haben. Es war Keldànis Mondklaue. Er musterte sie und tat ihr gleich sein Gedanken kund. "Ihr seid wunderschoen."
Zum ersten mal seit Wochen sollte sie nun sprechen.
Nach einer kleinen Unterhaltung machten sie sich beide auf einen Orc-Hexer zu erledigen. Nach dem Erfolg machte sie sich auf nach Astranaar und legte sich schlafen. Diesmal sollte sie nichts normales Traeumen.
Sie sah alles in grau. Durch die Augen eines unbekannten Schlich sie in ein Haus. Sie beobachtete zwei Druiden wie sie sich unterhielten. Aber sie verstand kein Wort. Sie wetzte ihre Klingen und wollte sich gerade ueber sie her machen. Da stuermte ein Troll zur Tuer des Hauses rein. Sie wurde aus ihrer Tarnung gerissen und schnellte auf die beiden Druiden zu. Sie hatten keine Chance. Der Klingenwirbel war zu heftig. Ohne Gnade und Ruecksicht stach sie auf die Druidin ein. Die Messer bohrten sich in ihr Fleisch wie Nadeln durch duennen Stoff. Sie parrierte den Schlag des verzweifelten Druidenmannes und stieß ihm ihren Dolch in den Hals. Er blutete unaufhoerlich und sank sofort zu Boden. Der Troll grinste sie an. und begann eine Frage zu stellen. Sie lauschte aufmerksam. Doch dann erwachte Zanara erschrocken aus ihrem Traum. "Das.. waren das meine Eltern!?" verwirrt und geaengstigt schrieb sie Keldànis einen Brief. Sie hatte die Vision und sah durch die Augen des Moerders...
Gleich am naechsten Abend ersuchte Keldànis Zanara. Irgendwie mochte sie ihn. Zusammen begaben sie sich in die Schlafgemaecher in Astranaar. Sie erzaehlte ihm die Geschichte. Mit jedem Wort stach etwas dunkles in ihr Herz. War es die Erinnerung? War es ein Geist? Sie kannte es nicht. Es war alles so anders... Aber er schien sie zu beruhigen. Keldànis streichelte sie zaertlich im Gesicht. Wie konnte er sie nur moegen? Sie kannten sich kaum. Das dachte sich Zanara. Aber sie konnte kein Gefuehl zeigen. Sie wusste nicht wie. Sie .. kannte es nicht. Doch dann passierte es. Sie schloss ihre Augen und er kuesste sie, einmal. Ihr Herz schlug wild und rasend vor Aufregung. Da war sie wieder. Die boese Stimme in ihrem Kopf. "NEIN!" schrieh sie. Der Schmerz im Herzen kehrte wieder. "Die Pestlaender! Geh dahin!" fluesterte die Stimme. Prompt brach Zanara die Situation ab. Keldànis schien verwirrt. Warum lies sie sich von dieser Stimme leiten? Sie konnte sie nichteinmal von ihren eigenen Gedanken unterscheiden. Zanara bat ihn, mit in die Pestlaender zu ziehen. Es wuerde ein langer Weg bis dahin sein. Aber er wuerde ihr Folgen. Der erste der ihr folgen wuerde.
Am naechsten Morgen erwachte sie. Ihr Arm schmerzte. Neben dem Bett lag ein Dolch, blutig. An ihrem Arm hatte ihr jemand tiefe Narben geritzt. Aber wie war das moeglich? Das haette sie gemerkt...
Die boese Stimme kehrte wieder. "Haha... wenn ich schon verdammt bin. Dann sollst du mir gehoeren."
Wie ein Schattenblitz strahlten ihre Augen rot und dunkel. Sie schienen einen seltsamen schimmer zu haben. Ein merkwuerdiger Stoß in ihrem Kopf war alles was sie spuehrte. Da war sie. Die Erinnerung. Aufgeregt schlug ihr Herz. "Nein, das kann nicht sein." Diese Stimme offenbarte ihr alles.
"Du glaubst es war ein Moerder? Falsch." Zanara konnte die Stimme hoeren. Aber niemand anderes.
"Ich erklaere es dir. Ich bin Arja die koenigliche Truppenfuehrerin der Todespirscher von Varimathras. Du bist nicht mehr als eine haelfte von mir."
Zanara verstand es nicht.
"Du glaubst ein Moerder war es? Pass auf, Nachtelf. Es war mein Auftrag diese beiden Druiden zu ermorden. Doch in dem Moment als mich dieser Troll ablenkte.. wirkte dieser nichtsnutz von Druide einen Zauber der die haelfte meiner Seele verdammen sollte. Ich... wir.. erwachten gemeinsam in einem neuen Koerper in Teldrassil. Du bist ich, Zanara. Du bist ein Teil von mir. Der verzauberte gute Teil. Aber ich bin deine Herrin. Ich bin das groeßere Stueck von uns beiden. Du hast kein Recht auf dieses Leben. Du hast kein Recht zu existieren. Die Schuld darfst du nicht mir geben. Sondern dir. Du hast sie umgebracht. Verstehst du? Du bist ihr Moerder. Im gewissem Sinne sind es deine Eltern, sie haben dich erschaffen indem sie einen Teil von mir zu einem eigenstaendigem, guten machten."
Zanara schuettelte den Kopf. Sie konnte das nicht glauben. Aber es war die Wahrheit. All die Erinnerungen waren real. Das konnte sie Keldànis nicht sagen. Aber Arja koennte es.
Zanara zog sich wieder in sich zurueck. Sie war erschuettert und zugleich unendlich traurig. Arja hatte recht. Von nun an wuerde immer ein teil von ihr sprechen und nicht sie selbst.
Ein paar Tage spaeter lernte sie in der Taverne von Menethil einen Schurken kennen. Er schien ihr sympathisch. Oder waren das Arjas Gefuehle? Nein. Nur ein teil. Zanara war sich nicht mehr sicher. Sie war so tief traurig und erschuettert dass sich ihr Geist in ihrem eigenem Koerper verlor. Arja hatte es durch die Wahrheit geschafft. Sie war Herr des Koerpers. Sie mochte den Schurken Andor, weil er die gleichen boesen Kampfkuenste wie Arja damals benutzte. Aber selbst Arja konnte nicht sie selbst sein. Es wuerde immer ein teil von Zanara sprechen.
Arja uebernahm die Kontrolle.
Jedesmal wenn Zanara Erinnerungen aufstiegen oder sie toeten musste, uebernahm Arja die Kontrolle. Die Wut, der Tod und die Grausamkeit fehlten ihr... Was kuemmerte sie schon die Gefuehle einer anderen? Arja war untot. Gefangen in einem Fremden Koerper.
Die Lage spitzte sich zu. Arja fand einen Weg sich zu befreien. Jemand der sie mochte musste sie toeten. Andor, Keldànis. Beide waren gut geeignet dafuer. Verwirr sie, dann werden sie dich hassen und ermorden. Dann bist du frei, Zanara. Aber das konnte sie nicht. Arja war zu grausam. Zanara wollte nicht sterben. Oder doch? Sie konnte die Gefuehle nich auseinander halten. Arja.. Zanara. Es war gleich. Sie waren eins. Arja war sehr gern mit Andor zusammen. Weshalb wusste Zanara auch nicht.
Doch als er sich ihr offenbarte mit dem Tod seiner Freundin war es die perfekte Moeglichkeit ihr Ziel zu erreichen. Sie klaerte ihn auf, dass Selbstmoerder nach dem Tod das Gedaechtnis verlieren. Andors letzte Hoffnung seine Liebe wieder zu sehen war dahin. Zunichte gemacht von Arja, nein... Zanara. Er war bereit ihren Wunsch zu erfuellen. Sie zu toeten.
Der Tag kam. Arja reiste mit Andor nach Stranglethorn. Zanara war aufgeregt. Sie wusste nicht ob sie das wollte.. oder ob sie Angst hatte. Arja war voller Hoffnung auf ihre alte... neue Zukunft. Noktàsh erwachte aus der Meditation. Zanara rief nach ihr. Sie hatte Angst vor dem Tod. Sie wollte nicht zurueck. Keldànis erwachte auch. Arja betrat die Arena der Gurubashi. Nur dort koennte er sie wirklich umbringen. Andor verschwand ploetzlich in Verstohlenheit. Arja lies Zanara die Kontrolle. Sie war aufgeregt und wusste nicht was sie tun wollte. Sie versteckte sich verstohlen als Katze. Ihr Herz schlug. Das Leben war ihr wichtig. Aber Arja nicht... Andor rammte seinen Dolch in ihren Ruecken und betaeubte sie. Zanara spuehrte es. Die Schmerzen. Arja spuehrte nur Freude. Der Klingenwirbel war heftig und lange hielt Zanara nicht stand. Ein Ausweidender treffer riss ihr die letzte Wunde. Das Leben wich aus Zanaras Koerper. Andor hatte Arja den Wunsch erfuellt.
Keldànis und Noktàsh erreichten zu spaet die Arena. Alles was blieb war Zanaras Leichnahm. Verzweifelt nahm Keldànis Kontakt zu Zanaras Geist auf. Es war zu spaet. Arja war bereits wieder in ihrem Koerper. Sie erwachte zu einem neuen Leben. Zanara zog es mit. In ihrem untoten Koerper konnte sie keine Kontakt mehr halten. Sie verschmolz gaenzlich mit Arja. Sie war befreit. Zanara war wieder eins mit Arja. Keldànis Worte wurden unerkenntlich. Die Sprache immer fremder. Zanara versuchte Keldànis noch um etwas zu bitten. Eine bitte... aber ihre Worte wurden zur Gossensprache.
Arja oeffnete die Augen. Sie grinste boese und ein Lachen durchhallte ganz Undercity als sie ihre Knochen wieder spuehrte. Zum Dank schnitt sie sich Andors Namen in den Knochen. Zanara weiß noch immer nicht weshalb Arja sich mit ihm gern getroffen hat.
Nun ist Zanara wieder da wo sie hingehoert und wo Arja hin wollte...
Doch eines Tages werden sie sich wiedersehen... eines Tages....
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