Krisenintervention

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    Re: Krisenintervention

    Vanessa - 16.05.2006, 22:27

    Krisenintervention
    So, ich stelle im Folgenden mal die erste Abschrift meiner Vorlesung ins Netz. Überfliegt, oder lest das, was sich für euch interessant anhört :) Ich würde mich sehr um eine Rückmeldung freuen, um zu sehen, ob ich weiterhin die Abschriften ins Netz stellen soll. Also sagt mir ruhig ehrlich, ob euch das weiterbringt, oder mehr Beispiele benötigt werden, ob ihr das eh alles schon kennt etc.

    In der letzten Woche war die Vorlesung etwas praxisorientierter, praktische Übungen könnten also folgen!

    Lieber Gruß und viel Spaß beim Erkenntnisse sammeln...



    Re: Krisenintervention

    Vanessa - 16.05.2006, 22:27


    Krisenintervention, Teil 1:
    Was ist eine Krise? Wie kann man sie verarbeiten? Wie bewältigt man den dabei auftretenden Stress?

    Psychologie der Krise, wie eine Krise abläuft

    1) eine Situation ist ausweglos – Bewältigungsversuche scheitern
    2) Überforderung der Ressourcen – Gefühle der Hilflosigkeit (zB. Beim Tod eines Angehörigen)
    3) (neue) Lösungen und Ressourcen werden erprobt
    4) Erfolg mit neuen Strategien oder völliges Scheitern und Desorganisation

    Physische Krisenverarbeitung
    - im limbischen System (Bereich im Gehirn) ist das Gefühlszentrum
    - bei Stress: Überproduktion von Adrenalin und Cortisol à bei längerer intensiver kritischer Belastung verändert sich die Physiologie des Gehirns à der Mensch ist nicht mehr der Selbe/Persönlichkeitsveränderung
    - allerdings können Krisen durch neue Handlungsmöglichkeiten überwunden werden
    - Traumata bleiben aber immer innerlich gespeichert
    Eine Lebenskrise ist also nicht nur etwas subjektives, psychisches, sondern man kann auch physisch nachweisen, dass jemand erkrankt ist.

    Stress
    - erhöht die Krankheitsanfälligkeit
    - Menschen mit vielen kritischen Lebenserfahrungen haben einen kumulativen Anstieg von Krisen/Stress (eines setzt sich aufeinander, man sieht also nicht die verschiedenen Bereiche, in denen man gestresst ist, sondern einen riesen Berg)

    Aufgaben der Stressbewältigung (was tun?)

    - Schadensbehebung
    - Realitäten akzeptieren/ Anpassung (sich mit der Krise beschäftigen)
    - Richtung des Selbstbildes (zB. Eine Witwe muss sich als Frau ohne Partner, ein Mädchen nach dem Schluss machen ebenfalls als partnerlos, also als Single neu definieren und ihre Rolle annehmen)
    - Wiederherstellung des emotionalen Gleichgewichts
    - Aufrechterhaltung guter Beziehungen (Wichtig, da sonst der Fall in eine Depression umso schneller geht)

    Oft identifizieren sich Menschen mit den von ihnen angestammten Lebensmustern, was zur Folge hat, dass eine veränderte Lebenspraxis als Angriff aufs Selbstkonzept des Menschen verstanden wird. Ein rationaler-didaktischer Zugang ist also nicht hilfreich!

    Wie also vorgehen?
    Soziale Unterstützung:

    Als Unterstützung wird nur wahrgenommen, wenn man sich unterstützt fühlt (!!!!)
    - emotional (sich mit den eigenen Emotionen verstanden fühlen)
    - instrumentell (das, was man selbst benötigt als Unterstützung zu empfangen, also nur so viel Nähe/Abstand/Hilfe wie nötig)
    - bei der Lösung von Problemen
    - wenn man sich sicher fühlt
    - wenn man positive Erlebnisse mit anderen hat

    ( finde diesen Punkt besonders wichtig, einerseits für unsere Art der Beratung, andererseits auch als Beratungsinhalt, wie jemand seiner Freundin helfen kann...)

    Modellvorstellungen
    Jeder von uns hat Modellvorstellungen davon, wie andere Menschen sich ihm gegenüber verhalten sollen, um beispielsweise sympathisch zu sein. Eine Erfüllung dieser Vorstellungen führt zu Zufriedenheit. Diese Modellvorstellungen gilt es durch Probieren im Umgang mit anderen sensibel herauszufinden!

    Copyright by Kaiser, 2003 (und Vanessas Notizen ;) )
    [/u]



    Re: Krisenintervention

    carmencita - 01.06.2006, 10:35


    MAnn, Vani, da haste Dir aber Mühe gegeben - Respekt
    und herzlichen Dank :wink:



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