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Re: WIE WIRKEN PESTIZIDE
claudiaweidt - 04.06.2009, 00:32WIE WIRKEN PESTIZIDE
Wie wirken Pestizide?
Pestizide sind Gifte mit gesundheitliche
Langzeitfolgen
Global 2000
Die Neue Epoche
24.02.2006 17:31
Was sind Pestizide?
Pestizide ist die allgemeine Definition für
Pflanzenschutz- und
Schädlingsbekämpfungsmittel.
Man gliedert die Pestizide nach ihrer
Verwendung in verschiedene Gruppen. Die
wichtigsten sind:
* Fungizide (gegen Pilzbefall)
* Insektizide (gegen Insekten)
* Herbizide (gegen Unkräuter)
* Molluskizide (gegen Schnecken)
Gesundheitsgefährdung durch Pestizide
Pestizide sind Gifte. Neben akuten
Vergiftungen werden vermehrt gesundheitliche
Langzeitfolgen beobachtet: Unfruchtbarkeit,
Beeinträchtigungen des Immunsystems, Früh-
und Fehlgeburten, Entwicklungs- und
Verhaltensstörungen sowie chronische
Schädigungen des Nervensystems und
Krebserkrankungen werden wissenschaftlich
dokumentiert.
Gesundheitsschäden (beispielsweise Krebs,
Fortpflanzungsprobleme,
Stoffwechselprobleme), die wir heute
feststellen, sind teilweise auf
Schadstoffeinwirkungen von vor 20-40 Jahren
zurückzuführen. Noch ungeborene Babys im
Mutterleib und Kleinkinder reagieren sehr
empfindlich auf Umweltgifte. Pestizide
schaden daher immer auch der Gesundheit der
zukünftigen Generationen.
Allergieauslöser Pestizide
Allergien sind auf dem Vormarsch. Während
noch in den 50er Jahren lediglich ein bis
zwei Prozent der Bevölkerung an Allergien
litten, sind es heute zwischen zehn und
zwanzig Prozent. Ursachen für diesen Anstieg
werden gerade auch in der gestiegenen
allgemeinen Umweltbelastung gesehen. Auch
Pestizide können Allergieauslöser sein; z.B.
wenn sie an körpereigenes Einweiß gebunden
werden.
Umwelthysterie oder Frühwarnsystem?
Gerade für von Pestiziden ausgelöste
Allergien gilt, dass bereits sehr geringe
Giftmengen genügen, um Wirkung zu zeigen.
Andererseits treten diese Wirkungen nicht
grundsätzlich auf, sondern nur bei einem
bestimmten Prozentsatz von „empfindlichen“
Menschen.
Lange gab es keine gesicherten Erkenntnisse
über Krankheitsverläufe und Symptome bei
Menschen, die längere Zeit bestimmten
Umweltschadstoffen ausgesetzt waren. Außerdem
wurden die Gefahren, die von Umweltgiften
ausgehen lange Zeit unterschätzt. Jetzt gibt
es intensivere Forschungsarbeiten und
Langzeitstudien, die die bisherigen
Wissenslücken schließen.
Besonders Kinder betroffen
Das größte Allergierisiko müssen die Kinder
tragen. Bereits heute leidet knapp jedes
vierte Kind an mindestens einer allergischen
Krankheit. Man geht in den kommenden 20
Jahren von einer Verdoppelung bis
Verdreifachung der Allergiefälle aus.
Außerdem führt die weite Verbreitung immer
zahlreicherer, nicht ausreichend untersuchter
Chemikalien, zu schwerwiegenden Krankheiten.
Irreparable Störungen des Nerven- und
Immunsystems, Entwicklungsstörungen und
zunehmende Unfruchtbarkeit bei Frauen und
Männern.
Kinder nehmen Pestizide leichter auf
Kinder atmen, essen und bewegen sich dreimal
so viel wie Erwachsene. Kleinkinder haben
keine sogenannte Blut-Hirnschranke, d.h. das
Gift geht direkt ins Gehirn und wirkt auf die
Nervenzellen. Die Hautoberfläche von Kindern
ist – bezogen auf das Körpergewicht – fast
drei Mal größer als beim Erwachsenen. Die
Schadstoffaufnahme ist entsprechend höher.
Und Kinder wachsen. Werden z.B. das Gehirn
oder die Geschlechtsorgane in einer
kritischen Wachstumsphase von Pestiziden
beeinflusst, kann es zu bleibenden Schäden
kommen. Tierstudien belegen, dass
nervengiftig wirkende Pestizide bleibende
Veränderungen in der Struktur und in der
Funktionsweise des Gehirns verursachen
können, wenn das Gift nur an einem einzigen
kritischen Tag in der Entwicklung einwirkt.
Wirkungen der wichtigsten landwirtschaftlich
eingesetzten Pestizide
Endosulfan
Endosulfan ist eine besonders stabile
chemische Verbindung. Das heisst, Endosulfan
hält sich sehr lange. Im Zellversuch regte
ein Chemikaliengemisch aus Endosulfan und
anderen Pestiziden das Wachstum von
Brustkrebszellen an.
Bei Tieren wurde eine Verringerung der
Fruchtbarkeit, Verweiblichung der Männchen
und verändertes Sexualverhalten festgestellt.
Beim Menschen wird eine Abnahme der
Spermienzahl diskutiert und eine Zunahme von
Brust- und Hodenkrebs beobachtet. In
Deutschland ist Endosulfan nicht mehr
zugelassen, weil es stark fischgiftig ist und
nur sehr schwer abgebaut werden kann.
Cypermethrin
Cypermethrin aus der Gruppe der Pyrethroide,
eine besonders stabile umweltstabile
chemische Verbindung wurde von der
Weltgesundheitsbehörde als hochgiftig
klassifiziert. Cypermethrin reichert sich im
Fettgewebe an. Auch dieser Stoff ist im
Körper hormonell wirksam und beeinflusst
Fruchtbarkeit und Sexualität.
Procymidone
Procymidone ist ein Fungizid (Pilzgift). Es
steht in hohem Verdacht, Krebserkrankungen
auszulösen. Wissenschaftliche Studien geben
an, dass Procymidone in das Hormonsystem von
Tier und Mensch eingreift.
Pirimiphos-Methyl
Das akute Vergiftungsbild von
Pirimiphos-methyl ist gekennzeichnet durch
Leibschmerzen, Übelkeit, Erbrechen,
Kopfschmerzen, Erregung, Krämpfe,
Verwirrtheitszustände, Halluzinationen,
Angst, Beklemmung, Bewußtlosigkeit, Koma. Der
Tod kann durch Herz-Kreislaufversagen
und/oder Atemlähmung sowie durch Lungenödem
auftreten. Pirimiphos-methyl ist hochtoxisch
für Bienen und Wasserorganismen.
Bifenthrin
Dieser Stoff steht laut der amerikanischen
Zulassungsbehörde USEPA im Verdacht,
Krebserkrankungen auszulösen. Er reichert
sich im Fettgewebe an und ist hochgiftig für
Wasserlebewesen.
Iprodione
Iprodione steht im Verdacht, krebserregend zu
wirken. Gegenwärtig sind nur wenige
ökotoxikologische Studien zu diesem Wirkstoff
vorhanden. Es gilt vor allem als Gift für
Wildtiere.
Pyrazophos
Dieses Pestizid hat eine ähnliche Wirkung wie
das oben erwähnte Pirimiphos-Methyl.
Nuarimol
Ein Pilzbekämpfungsmittel. Es wird von der
Weltgesundheitsorganisation als „slighlty
hazardous“ eingestuft.
Chlorpyrifos
Das ist ein Insektizid
(Insektenbekämpfungsmittel). Es wirkt auf das
Nervensystem und kann bei akuter Vergiftung
Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, enge
Pupillen, starkes Schwitzen, Atembeschwerden,
Erbrechen, Bauchkrämpfe, Angstzustände,
Depression, verwaschene Sprache, Alpträume,
toxische Psychosen etc., verursachen.
Der Cocktail-Effekt
Die beschriebene Einzelwirkung der in den
Paprika gefundenen Pestizide ist schon
schlimm genug. Besonders brisant ist aber,
dass ein ganzer Giftcocktail die
Paprikapflanzen verseucht. Welche Wirkungen
die Kombination verschiedener Pestizide auf
den Menschen hat, ist zum Teil noch sehr
wenig beschrieben worden. Aber als sicher
gilt, dass das Gemisch aufgrund
verschiedenster Mechanismen eine erheblich
höhere Giftigkeit hat, als einzelne
Substanzen.
Quelle und
weitere Informationen:
www.global2000.at
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