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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: xXxTeigerxXx - Angi90 - mayamausi96 - claudi - mari - Lili Forum: Maya und Domenico aus dem Unterforum: Schreibforum Antworten: 9 Forum gestartet am: Freitag 06.10.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Wie kann das sein? [Oneshot] Letzte Antwort: vor 13 Jahren, 9 Monaten, 28 Tagen, 1 Stunde, 15 Minuten
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Re: Wie kann das sein? [Oneshot]
xXxTeigerxXx - 25.05.2009, 20:24Wie kann das sein? [Oneshot]
'Jaja... ich weiß, was ihr denkt xDD
"Schon wieder ne Geschichte? Kann die nicht erstmal eine zu Ende bringen?"
xDD
Die Geschichte gammelt aber schon Jahre auf meinem PC^^ Also hab ich mich mal beschlossen, sie hochzuladen...
Sie hat mal wieder mit meinem Lieblings-Anime Naruto zu tun Jedoch muss man diesen nicht kenne : D)
Hier mal ein kleine [Japanisch-]Nachhilfe:
Baka = Idiot, Trottel (spaßeshalber
Usuratonkachi = Vollidiot
Dobe = Vollidiot [Naruto wird von Sasuke immer so genannt]
Teme = Bastard [Sasuke wird von Naruto immer so genannt (Zitat: "Nani, Sasuke-Teme?" *ò.ó* (Was, Sasuke-Bastard?))]
Wenn ihr immernoch was wissen wollt... fragt ruhig =D
Hier findet ihr die Charakterbeschreibungen (einfach runterscrollen ;))
~~~~~~~~~~~~~~
„Sie sah ihn fallen. Tiefer und tiefer. In die Dunkelheit. Weg. Fort. Doch das Schlimmste: Sie konnte ihm weder helfen, noch konnte sie ihm hinterher. Jemand hielt sie fest. Ein eiserner Griff. Seine Worte. Seine Worte, die ihm den Tod bringen würden.
Ein letztes Mal... Bitte nur ein einziges, letztes Mal...
Ihre grünen Augen schimmerten verdächtig, als sie seinen Namen rief.
Er sah sie, er hörte sie, er nahm sie war, doch er konnte ihr nicht antworten, ihr kein Zeichen geben oder sie gar berühren.
Angst – schreckliche Angst.
Sie kroch ihnen die Beine hoch, jagte ihnen kalte Schauer über den Rücken und lies sie zittern. Er konnte ihr nicht sagen, dass er es nicht wollte. Man hatte ihn gezwungen, ihn seiner Freiheit beraubt und ihm am Schluss sein Wichtigstes genommen.
Sein Blut kochte und obwohl er versuchte, seine Gefühle in Zaum zu halten, konnte er nicht verhindern, dass ihm eine vereinzelte Träne über die Wange lief und in die unendliche Dunkelheit unter ihm tropfte. Gab es hier denn keinen Ausweg?
Verzweiflung – Verzweiflung, so bitter wie Medizin
Er schrie ein letztes Mal, bevor –“
„Ach, das ist zu schnulzig!“, unterbrach Sakura und schüttelte den Kopf. Ino hob ihren Kopf von dem Skript, welches sie gerade vorgelesen hatte und blickte ihre Freundin in die grünen Augen.
„Findest du?“, fragte sie dann ein wenig beleidigt und pustete ihre blonde Strähne aus dem Gesicht.
„Blabla... Als ob es sowas wie ‚Liebe überwindet alle Grenzen’ in Wirklichkeit gäbe...“, meinte Sakura, verschränkte ihre Arme vor der Brust, schloss bestimmt die Augen und schüttelte erneut den Kopf.
„Ja aber – “ „Du wolltest meine persönliche Meinung erfahren und hier hast du sie:
Ich mag deine Schreibstil, aber du bringst nur Schnulzen-Kram aufs Blatt!“
„Ohhh... Du bist doch bestimmt nur neidisch!“, warf Ino ihrer besten Freundin an den Kopf.
Entrüstet blies Sakura sich ein wenig auf und lies die Luft durch die Zähne zischend entweichen.
„Warum sollte ich eifersüchtig sein, Ino-Pig?“, entgegnete Sakura ihr ebenfalls ein wenig beleidigt. Ino konnte es nicht leiden, wenn man sie so nannte.
„Weil du nicht so gut schreiben kannst wie ich, Sakura-Breitstirn!“, rief nun Ino. Auch Sakura konnte es nicht leiden, wenn man sie so nannte, denn sie hasste ihre Stirn wie die Pest.
„Ach halt doch die Klappe!“ Sakura verschränkte ihre Arme noch fester – falls das überhaupt ging.
Plötzlich versuchte Ino sich ein Grinsen zu verkneifen. Doch sie musste plötzlich einfach lachen. Auch Sakura fing an zu lachen.
„Manchmal ist es doch echt kindisch!“, prustete Ino zwischen ihren Lachern.
„Stimmt... vor Allem aber... du!“
„Ich weiß.“, Ino schlug ihre Freundin auf den Arm, konnte aber nicht so fest schlagen, weil sie immer noch von Lachern geschüttelt wurde.
Sie lagen auf Sakuras Bett und hatten aufgehört zu lachen.
„Und jetzt?“, fragte Sakura und spielte mit einer Strähne ihres rosa Haares.
„Weiß nicht. Wir haben Sonntag, da kann man leider nicht shoppen gehen... Komm, wir gehen Eisessen!“, schlug die Ess-vernarrte Ino vor.
„Als hätte ichs gewusst...“, seufzte Sakura, stimmte dann aber doch zu.
~+~
Es gibt drei Gründe, warum man niemals eine Ino zum Essen einladen sollte:
1. Sie kann so viel essen wie sie will und wird nicht dicker.
2. Sie nutz dies schamlos aus und ‚isst’ geradezu dein Geld weg.
3. Sie lädt jemanden auch nie zum Essen ein.
Sakura seufzte als sie hörte, was Ino sich alles bestellte:
Einen Eiskaffee, einen extra großen Bananenshake, einen Eisbecher für zwei Personen und schließlich beschwerte sie sich bei Sakura, dass sie immer noch Hunger hätte.
Sakura hingegen hatte sich einfach nur ein Fruchtbecher ohne Sahne bestellt, weil es sonst gleich bei ihr an den Oberschenkeln angesetzt hätte. Wie Ino um ihre Figur beneidete.
Und dann besaß sie noch die Unverschämtheit, zu sagen: ‚Ach Sakura-chan, ich hab doch gar nicht so viel gegessen und trotzdem bin ich soooooo dick! Ich muss wieder abnehmen...’
Sakura rollte innerlich mit den Augen. Aber es war Ino – was wollte man da Anderes erwarten?
„Los, wir gehen jetzt, bevor du mich noch gänzlich pleite machst!“, meinte Sakura, nachdem sie aufgegessen hatte, denn Ino war schon, trotz ihre Zwei-Personen-Becher, fertig.
Sie zahlte (warum hatte sie bloß Ino eingeladen?). Danach gingen sie in der sonntäglichen Ruhe durch die kleine, gemütliche Stadt, die man eigentlich eher als Ort bezeichnen sollte.
Ein Handy vibrierte – Inos.
„Oh sorry, Saku-chan. Ich muss jetzt! Also bis dann und danke, dass du mich eingeladen hast.“, rief Ino und umarmte ihre Freundin. Diese rollte wieder innerlich mit den Augen, sagte dann jedoch: „Okay, bis dann!“
Sakura schlenderte ein wenig verlassen durch die Kleinstadt und ging dann zum Wehr, welches heute offen hatte. Es war ja auch ein wunderschönes Wetter.
Der Fluss floss ruhig dahin und niemand war sonst noch hier. Sakura setzte sich auf den Sand, der dort hingekippt wurde, damit es schöner aussieht und man sich sogar zu Hause wie im Urlaub fühlen konnte.
Plötzlich verspürte sie die Lust, ihre grünen Ballerinas auszuziehen und ins Wasser zu waten.
Das Wasser war eisig, jedoch war es eine angenehme Abkühlung, wo es doch in der Sonne allein heute Morgen schon 27,7°C gewesen waren. Bestimmt war es jetzt schon über 30°C.
Obwohl der Sommer ihre Lieblingszeit war, verspürte sie doch irgendwie Traurigkeit. Sie wusste nicht so recht warum.
Plötzlich hörte sie Stimmen – nicht ungewöhnliches, wo es doch hier so schön war und viele Leute hier herkamen, um das schönes Wetter zu genießen. Aber eine der beiden Stimme hatte einen wundersam anziehenden Klang, das Sakura sich umdrehen musste – und wie vom Blitz getroffen die beiden Jungs anstarrte, die auf dem Sand am Ufer saßen und sich die Sonne ins Gesicht scheinen ließen.
Der eine Junge hatte braungebrannte Haut, blonde Haare und einen schelmischen Gesichtsausdruck.. Als er seine azurblauen Augen öffnete, wieder schloss, geblendet von Sonne, und den Anderen anlachte, musste auch Sakura grinsen. Dieses Lachen – es war total ansteckend.
Der Andere zog Sakuras Aufmerksamkeit jedoch mehr an. Seine Haut war Blass – nicht blass wie nach einer Krankheit, also Eklig-blass sonder Schön-blass. Sakura liebte es, wenn Leute solche schöne Blässe hatten. Es erinnerte sich an einen wunderschönen Edelstein.
Sein Haar war schwarz und in der Sonne glänzte es ein wenig bläulich. Es glänzte aber nicht, weil es fettig war, sondern weil es von Natur aus so glänzte – wie ein polierter Lack. Die Frisur sah extrem gut aus. Man konnte sie einfach nicht beschreiben. Sakura hatte noch nie jemanden mit so einer Frisur gesehen.
Er trug eine große Sonnenbrille, eine Fliegerbrille (‚Pornobrille’, wie alle sie nennen), welche seine Augen verdeckte. So konnte Sakura auch keinen Blick auf sie erhaschen.
Beide trugen in etwa das Gleiche: karierte Bermudas, der Schwarzhaarige eine rotgrauschwarze und der Blonde eine orangegelbgrüne. Dazu ein T-Shirt. Das des Blassen schwarz, des Braungebrannten knallorange. Sie waren beide Barfuss.
Sie schienen Sakura nicht bemerkt zu haben, auch wenn sie in der Nähe ihrer Ballerinas saßen.
Wie kam es, dass Sakura die Beiden noch nie zuvor gesehen hatte?
Sie ging watete wieder zurück an den Strand. Der Blonde bemerkte sie, zeigte kurz mit den Finger auf die Rosahaarige und der Schwarzhaarige beobachtete sie nun auch. Sakura wurde ein bisschen rot, ging, dann aber aus dem Wasser und lief auf ihre Ballerinas zu, die ungefähr nur vier Schritte von den Jungs entfernt lagen.
Doch, Moment – Wo waren sie? Sie lagen nicht mehr dort.
Sakura blickte sich suchend um.
„Suchst du die?“, fragte der Blonde und hielt ihr ihre Ballerinas hin. Sakura wurde ein bisschen rot um die Nasenspitze – sie war es nicht gewohnt von einem Jungen angesprochen zu werden.
„Danke...“, sie nahm sie ihm ab, aber da ihre Füße immer noch ein nass waren, stand sie kurz ein bisschen ratlos in der Gegend herum, wie der Junge mit den blonden Haaren sie wieder ansprach.
„Wohnst du hier?“
„J-Ja...“, antwortete Sakura überrumpelt.
„Wie heißt du?“, fragte der Junge weiter.
„Du bist unhöflich, Naruto. Man stellt sich immer zuerst vor!“, sagte der andere Junge, bevor Sakura etwas erwidern konnte.
„Und eigentlich...“ Der Junge, der anscheinend Naruto hieß riss seinem Freund die Brille von der Nase. „... nimmt man seine Brillen auch immer ab, das gilt doch sonst auch als unhöflich.“
Der andere Junge blinzelte und hielt sich die Hand vor die Augen.
„Usuratonkachi!“
Nun sah Sakura seine Augen. Sie hatte vorher noch nie solche Augen gesehen. Sie waren noch dunkler als seine Haare. Aber auch nicht ganz schwarz. Sie schienen unendlich tief zu sein – schlagartig fiel ihr Inos Geschichte wieder ein und sie musste leicht grinsen.
Der Ausdruck in seinen Augen war gelangweilt und kalt. Sakura spürte sofort die Mauer, die er um sich herum aufgebaut hatte, die man aber nicht bemerkte, wenn man ihm nicht in die Augen sah. Und trotzdem schien sie undurchdringbar
Dem Mädchen wurde warm und kalt zur gleichen Zeit – er strahlte mehr Kälte als ein Eisschrank aus und trotzdem sah er so unglaublich gut aus.
Die Jungs stritten sich: Der Blonde schrie fast, während der Schwarzhaarige immer ruhig und gelassen antwortete, was den Anderen umso wütender machte. Bald schon ging es nicht mehr um die Sonnenbrille sondern um irgendetwas, was Sakura nicht so ganz verstand. Sie hörte zwar jedes einzelne Wort, es kam in ihren Ohren an, doch auf dem Weg von Ohr zu Gehirn schienen die Worte irgendwie den Sinn zu verlieren. Sie sah nur noch den Jungen, jede seine Bewegungen und sie spürte, wie ihr die Röte ins Gesicht stieg.
„Sasuke-teme! Das ist nicht fair!“
„Das ist nicht mein Problem, Dobe.“
Plötzlich schien ihnen wieder einzufallen, wo sie waren. Sie unterbrachen mitten in ihrem Streit und blickten Sakura wieder. Waren die beiden irgendwie telepathisch verbunden?
„Mein Name ist Naruto und das ist Sasuke.“, meinte Blonde dann und warf seinen Nachbar einen bösen Blick zu, als dieser sich wieder die Sonnenbrille aufsetzte.
„Ich bin Sakura... Ich hab euch hier noch nie gesehen.“
„Das kommt daher, dass wir –“
„Ich, Dobe.“, unterbrach Sasuke.
„...dass der da in den Sommerferien hier her umgezogen ist und ich besuch ihn.“
Sakura ging ein Licht auf. Hatte nicht irgendwer gesagt, dass nach den Ferien ein neuer auf ihre kleine Schule kommen würde?
„Welche Klasse?“, fragte Sakura neugierig und verschluckte sich fast, als Sasuke sie mit einem kalten Blick musterte. Sie wurde ein rot.
„9.“
„Dann kommst du ja in meine Klasse!“, rief Sakura begeistert. Innerlich hüpfte sie vor Freude. „Ähm...“ Jetzt wusste sie allerdings nicht mehr, was sie sagen sollte. „Wir können uns ja vielleicht noch einmal treffen oder so...“
„Von mir aus...“
„Ach komm, sei doch ein bisschen begeisterter!“, Naruto stieß seinen Freund fest zur Seite, dass dieser beinahe sein Gleichgewicht verloren hätte und umgekippt wäre.
„Baka!“ Diesmal war Sasuke energischer. Naruto streckte die Zunge raus und stand dann auf. Er klopfte den Sand von der Hose und half danach seinem Freund hoch, der seine Hand jedoch nicht annahm.
„Tja, du hast mich jetzt noch zwei Tage an der Backe.“
„Leider...“
„Willst du mich loswerden?“
Sasuke stoppte in seiner Bewegung und saß nun in der Hocke.
„Nein...“, antwortete er dann und schaute hoch. „Meine Tante nervt voll...“ Er seufzte.
„Wohnst du bei deiner Tante?“, fragte Sakura erstaunt – und schlug sich dann einen Moment zu spät die Hand auf den Mund, als sie Sasuke Blick auf sich spürte und die Luft um ihn herum immer kälter zu werden schien.
„’tschuldigung...“, stammelte die Rosahaarige verlegen und senkte betreten den Blick.
Sasuke überlegte einen Moment, was er sagen wollte. Er kannte sie noch nicht so lange und sich jetzt schon Feinde zu machen, wäre wohl auch nicht das Beste. „Schon gut.“, antwortete er und seufzte kurz darauf, als er Narutos erstaunten Blick auf sich ruhen spürte. –Die Luft wurde wieder wärmer...
„Meine Eltern sind früh gestorben und Geschwister habe ich keine, aber das konntest du nicht wissen.“
Sakura atmete erleichtert auf.
Sasuke stand auf und drehte dem Mädchen den Rücken zu. „Komm Naruto, wir gehen.“
„Warte...“, erschrocken über ihre Worte hätte Sakura beinahe wieder ihre Hand vor den Mund geschlagen. Wie peinlich... Aber Sakura wollte die Worte nicht stehen lassen.
„Was denn noch?“, fragte Sasuke. Er gab sich keine Mühe, den genervten Ton zu unterdrücken.
„Ehm... W-Wo wohnst d-du eigentlich?“, stammelte Sakura wieder verlegen.
„Weißt du, wo der Bäcker ist?“
Er erhielt ein Nicken.
„Zwei Häuser rechts davon auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Weißt du, wo ich meine?“
„Die Hausnummer 15?“ Sakura stockte der Atem. Das waren bloß 3 Häuser von dem ihren entfernt.
„Genau. Noch was?“ Sakura schreckte durch seinen Ton leicht auf.
„N-nein...“
Sasuke seufzte schon wieder. Was war bloß los mit ihm? Er versuchte Mädchen sonst immer so schnell wie möglich abzuwimmeln, aber dieses Mädchen war anders. Es war... einfach anders. Nicht nur, dass sie auf irgendeine Art und Weise süß aussah, sie war auch noch nett und hatte sich die Hand auf den Mund geschlagen, als sie seinen wunden Punkt getroffen hatte. Er hatte ihr nicht ganz die Wahrheit erzählt, aber wenn sie weiterhin zusammen sein würden und miteinander reden würden, dann – Moment! Was dachte er da eigentlich?
Innerlich schlug Sasuke mit dem Kopf an eine Wand. Mist, verdammter... Was dachte er bloß? Was war los mit ihm?
„SASKUKE-TEME!?“, schrie ihn Naruto an. Erschrocken fuhr der Angesprochene, bzw. Angeschriene, hoch.
„Was ist?“
„Du warst abwesend und hast nicht reagiert, ich hab zehn Mal deinen Namen gerufen, aber du hast einfach nich geantwortet. Stimmt was nicht?“
„Was soll nicht stimmen?“
„Ich hab zuerst gefragt!“
„Baka! Das war eine rethorische Frage.“
„Eine re-rethe-retho-retha was?”
„Vergiss es! Lass uns gehen, Dobe.“
„Nenn mich nicht immer ‚Dobe’!“
„Sei doch nicht gleich beleidigt, Baka!“
Naruto schnappte wütend nach Luft.
„Du bist ein blöd!“
„Danke für das Kompliment.“
„Teme!“
„Dobe!“
Und damit war die Sache gegessen. Sakura hatte die Situation mitverfolgt und fand sie äußerst verwirrend.
Bevor die Beiden gingen drehte Sasuke sich noch einmal um. „Und wo wohnst du jetzt eigentlich?“
„Drei Häuser weiter.“
„Nummer 18?“
„Nein, Nummer 20 A.“
„Gut. Bis dann, man sieht sich!“
~+~
Es war die 6. Ferienwoche. Am nächsten Tag würde die Schule wieder anfangen.
Sakura war wohl der glücklichste Mensch im ganzen Universum. Ino wunderte sich jeden Tag, warum ihre Freundin so gut drauf war. Eigentlich konnte es ihr ja egal sein, weil Sakura sie nun immer öfters zum Eisessen eingeladen hatte, als sie Finger an den Händen hatte.
Aber sie waren nun mal beste Freundinnen und Ino machte sich wirklich Sorgen. Nahm sie Drogen oder so?
Wenn Ino wüsste...
Sakura und Sasuke hatten sich sehr oft in den Ferien getroffen. Oft nur ganz kurz, aber Sakura hatte ihn jeden Tag mindestens einmal gesehen, außer als sie eine Woche mit ihren Eltern nach Mallorca verreist war. Sie hatte Sasuke dort sehr vermisst, am liebsten hätte sie ihn ja einfach eingepackt und mitgenommen.
Nun war der letzte Ferientag. Sie hatten sich für heute verabredet, obwohl es ziemlich schwer gewesen war.
Sakura stand schon an der Tür, als ihr noch etwas einfiel.
„Ähm, Sasuke?“
„Ja?“ Er war ihr gegenüber freundlicher geworden, nicht mehr dieser ‚Eisschrank’.
„K-Können wir... Also ich meine... wenn du willst, du musst ja nicht... also... Ich wollte fragen ob w-wir... Morgen vielleicht zusammen in die Stadt gehen? Sie haben schönes Wetter angesagt, außerdem hat die Eisdiele auch nicht mehr so lange offen...“
Sakura wurde rot. Wahrscheinlich konnte sie schon mit einer Kirsche mithalten.
„Von mir aus...“ Wie diese Begeisterung. Doch Sakura spürte, bzw. hatte sie schon vor längerer Zeit entdeckt, dass es einfach sein Charakter war und dass sie nicht daran schuld war.
Sakura lächelte erleichtert, drehte sich wieder um. Sie ging die Treppe runter, ein paar Schritte aus der Einfahrt, dann drehte sie sich noch einmal um, winkte und verschwand endgültig.
Sie hatten also sowas wie ein ‚Date’. Das rosahaarige Mädchen war ganz aufgeregt. Sie räumte ihren halben Kleiderschrank auf und um, bis sie endlich das Passende gefunden hatte.
Ein rotes Sommerkleid mit Spaghettiträgern, verziert mit schwarzen und weißen Blumen. Sie liebte dieses Kleid und hatte bis jetzt noch nie wirklich einen guten Grund gehabt, es anzuziehen.
Sie zog ihre weißen Flip-Flops an und lächelte ihrem Spiegelbild zu. Sie hatte noch am Morgen noch extra geduscht. Der einzige Nachteil war, dass ihre Haare nun sehr voluminös wirkten. Aber so schlimm war das auch nicht.
Sie griff sich im Vorbeigehen ihre Umhängetasche mit dem Geld und dem Handy und sagte ihrer Mutter bescheid, dass sie nun gehen würde.
Sie rannte schon fast zu Sasukes Hause. Als sie klingelte machte ihr erst keiner auf, dann öffnete Sasuke die Tür ein wenig und steckte den Kopf durch den Spalt.
„Hallo!“, rief Sakura und wurde wieder. Schon wieder peinlich, wie laut das aus hier herausgeplatzt kam.
Wider ihres Erwartens lächelte Sasuke und öffnete die Tür ganz. Er trug wieder Bermudas und ein dunkles Shirt.
„Du bist früh...“, stellte er fest und schlüpfte in seine Schuhe. Dann steckte er noch etwas in seine Tasche und schloss die Tür hinter sich.
Zusammen schlenderten sie in die Kleinstadt und kamen schließlich an der Eisdiele an.
Irgendwie verspürte Sakura keinen so großen Hunger. Auch Sasuke schien nicht sonderlich viel Appetit zu haben. Also aßen sie nicht so viel.
Gerade als Sakura ihren Geldbeutel rausholen wollte, zahlte Sasuke schon.
„Ich hab dich eingeladen.“ Sasuke lächelte kaum merkbar.
„Danke!“, erwiderte Sakura verblüfft.
Sie gingen ein bisschen durch die kleine Stadt spazieren, bis zum Wehr kamen.
„Hier haben wir uns kennengelernt...“, erinnerte Sakura sich zurück.
„Stimmt...“
„Sag mal, wie geht es eigentlich Naruto?“
„Der ruft mich jeden Tag an und meint immer, wie langweilig es doch ohne mich sei.“
Sie lachten.
Die Beiden gingen über den ‚Kunst-Strand’ an eine Stelle, wo man sie nicht sah und wo auch niemand auf die Idee käme um diese Zeit noch hinzugehen. Dann setzten sich in den Strand. Es war später Nachmittag und man merkte schon deutlich, dass die Tage wieder kürzer wurden. Der Himmel hatte einen leichten Rosa-Ton.
Plötzlich spürte das Mädchen eine Hand auf der ihren. Sie hätte sie beinahe weggezogen, weil sie so in Gedanken versunken gewesen war und dadurch aufgeschreckt worden war.
Vorsichtig und neugierig schielte sie zu Sasuke rüber, doch jener zeigte keine Regung und machte so, als wäre nichts. Typisch, was konnte man auch anderes erwarten?
„Ich muss dir noch etwas erzählen...“
Gespannt schaute Sakura hoch. Was hatte er wohl zu erzählen?
„Es geht um meine Familie...“
Um seine Familie? Über sie hatte er nur ganz am Anfang mal was erwähnt. Seine Eltern waren gestorben und er hatte keine Geschwister. Was gab es da noch zu erzählen?
„Dass ich keine Geschwister habe war gelogen.“
Sakura wollte etwas sagen, aber sie lies es lieber.
Seine Aura wurde wieder kalt, aber seine Hand war warm.
„Ich hab einen Bruder... Und meine Eltern sind auch nicht einfach so gestorben – sie wurden ermordet...“
Erschrocken riss Sakura die Augen auf, wollte wieder etwas sagen, aber sie spürte, dass sie gar nichts sagen durfte, sonst würde er aufhören zu erzählen.
„...von... meinem Bruder...“
In Sakuras Hirn ratterte es und ratterte es. Unmengen an Gedanken und Emotionen flossen auf sie ein. Schock – Mitleid ... Fragen über Fragen, die nur Sasuke beantworten konnte, es aber wahrscheinlich nie tun würde.
Doch Sasuke war noch nicht fertig.
„Er hat sich einen Spaß daraus gemacht, mich am Leben zu lassen und leiden zu sehen.“
„Was ist mit der Polizei? Konnte man ihn nicht finden?“
Er schaute sie mit einem undefinierbaren Blick an.
Jetzt hatte sie doch etwas gesagt – Mist!
„Die Polizei hat keine Ahnung, wo er sich aufhält. Er sieht jetzt bestimmt total anders aus!“
Stille...
Warum hatte er ihr das gesagt? Warum hatte er sie in etwas eingeweiht, was sie überhaupt nichts anging? Sakura verstand es nicht. Sie wollte antworten, aber andererseits wollte sie ihn nicht drängen.
„Und... und was willst du machen?“, fragte sie vorsichtig.
„Ich weiß es noch nicht genau, aber ich werde mich rächen!“ Als sie in sein Gesicht sah, wusste sie nicht, was er dachte, er hatte noch immer dieses Pokerface aufgesetzt. Doch seine Augen sprachen Bände. Sakura las in ihnen Trauer, Wut, Hass, aber vor Allem Enttäuschung.
„Du hast ihn sehr geliebt, nicht wahr?“, fragte Sakura wieder vorsichtig. Obwohl sie alle seine Emotionen in seinen Augen lesen konnte, wusste sie noch immer nicht, was er dachte.
„Er hat sich immer um mich gekümmert, er war immer da... Aber er hatte nie Zeit für seinen ‚dummen kleinen Bruder’.“
Sakura spürte wie seine Hand sich über ihrer verkrampfte. Langsam hob sie die andere Hand, hielt aber mitten in der Luft an.
Sollte sie?
Sie entschloss sich einfach, es zu tun.
Das Mädchen streckte die Hand aus und strich dem Jungen zärtlich eine schwarze Haarsträhne aus dem Gesicht. Er zuckte kurz zusammen, unternahm aber nichts dagegen.
Sakura entzog ihm nun die andere Hand und strich mit dieser über seine Wangen, die andere Hand hatte sie so platziert, dass sie den Kopf in ihren Händen hielt und er in ihre Augen sehen musste.
Eine einzelne Träne glitzerte in seinen Augenwinkel. Sakura strich zärtlich weg.
„Du hättest mir das nicht erzählen müssen, wenn es dich so sehr...“ Sei sprach das Wort nicht aus.
Er schüttelte leicht den Kopf. „Ist schon okay... Hättest du es später erfahren...“ Auch er brachte seinen Satz nicht zu Ende.
Er legte seine eine Hand an Sakuras Handgelenk. Diese strich mit der anderen über sein Haar. Es war weich und warm von der Sonne.
Er tat es ihr gleich und strich durch ihre Haare.
Sie kamen sich ein paar Zentimeter näher. Es prickelte in der Luft. Beide spürten den Atem des jeweils anderen über das Gesicht streichen und kitzeln.
Sakura wollte ihre Augen nicht schließen, sie musste sein Gesicht bis aufs Genauste mustern. Sie spürte seinen Blick, der nicht länger eine Eisspur auf ihrer Haut hinterließ. Es fühlte sich an, als würde ihre Haut verbrennen. Sie war bestimmt rot.
Bildete sie sich das ein, oder war auf seinen Wangen ein leichter Rotschimmer zu sehen? Nein... Oder lag es an der untergehenden Sonne? Egal...
Sakura brachte keinen zusammenhängenden Satz mehr in Gedanken zusammen... Sie war wie betäubt, aber trotzdem hellwach und voll bei Bewusstsein.
Sie kamen sich wieder näher und ob Sakura nun die Augen schließen wollte oder nicht, sie tat es und Sasuke tat es ihr gleich.
Und wieder kamen sie sich näher...
Ein minimaler Teil in Sasuke schrie Alarm, aber der größte Teil wollte sich Sakura einfach hingeben. Als schloss er die Augen, als er sah, dass sie es auch tat.
Sie kamen sich näher. Und dann spürten Beide die Lippen des Anderen auf den ihren.
Keiner von ihnen hatte den Wunsch, schon gleich mit Zunge und so loszulegen, denn immerhin war es ihr erster Kuss.
Aber die Hormone fragen ja nicht danach, ob es einem passt oder nicht, sie treiben einen wie Sklaven dazu. Und plötzlich war es ihnen egal. Sie vergaßen alles um sich herum, für die war nur noch der Andere da und das Gefühl – dieses unglaubliche, unbeschreibliche Gefühl.
Sakura krallte sich mit einer Hand in seinen Haaren fest mit anderen drückte sie gegen seine Brust und er lies sich nach sanft nach hinten fallen.
Sasuke konnte sich kaum mehr beherrschen. Ihm wurde erst jetzt bewusst, warum er sich ihr gegenüber immer anders verhalten hatte.
Er strich ihr sanft über den Rücken, rollte dann rum und saß nun auf Sakura. Er nahm ihre Handgelenke und hielt sie über ihrem Kopf fest.
Sakura war verwirrt über diese Zärtlichkeit, doch sie schob das Gefühl auf später und gab sich dem Gefühl des Glückes hin. Es fühlte sich an, als würde ihr Körper elektrisch aufgeladen und die Steckdose war Sasuke. Jedoch war es angenehm. Sie spürte wie er sich rumrollte und sein Gewicht dann auf ihr lag. Sie spürte seine Wärme über sich. Sie spürte die feinen Steinchen, die sich durch ihr Kleid in den Rücken bohrten. Sie bemerkte, dass ein paar Vögel über den Himmel zogen. Doch sie beachtete es nicht. Das Einzigste was noch zählte war Sasuke.
Er küsste sie. Noch nie hatte er jemandem Zärtlichkeiten gegeben.
Sie erwiderte. Noch nie hatte er mit jemandem Zärtlichkeiten ausgetauscht.
Sie küsste ihn. [/i]Noch nie hatte jemand ihm Zärtlichkeit gegeben.[/i]
Er spürte ihre Zunge auf seinen Lippen. War er so weit? Wieder schrie ein Teil in ihm Alarm, aber der andere Teil, der es wollte war größer. Und trotzdem löste er den Kuss.
Sie sah ihn aus ihren grünen Augen erwartungsvoll an.
Er hielt den Blick nicht aus und wusste plötzlich selbst nicht mehr, warum er sich gelöst hatte.
Es war kühl geworden und eine leichte Briese fuhr dem Jungen über ihr durch die Haare. Der Wind wehte ihm einzelne Strähnen ins Gesicht.
Dann ließ er ihre Handgelenke los und stand auf. Er half ihr hoch. Enttäuscht nahm sie seine Hand und ließ sich von ihm hochziehen.
„Jetzt mach nicht so ein enttäuschtes Gesicht.“, neckte Sasuke sie und nahm sie in seine Arme.
„Sasuke... ich...“, meinte sie plötzlich erschrocken und brachte ihren Satz nicht zu Ende.
„Was denn?“ Er knabberte an ihrem Ohr und spürte wie ihr ein Schauer den Rücken herunterfuhr.
„Mir wurde es erst jetzt bewusst... A-aber... Ich glaube, ich habe mich... verliebt... in... dich...“ Die letzten Worte waren nur noch ein leises Geflüster und wenn Sakura nicht in Sasuke Ohr gesprochen hätte, dann hätte er gar nicht verstanden.
Obwohl er es gewusst hatte – irgendwie – war er doch ein wenig erschrocken, bevor antwortete:
„Ich weiß... Und weißt du was?“
Er wartete einen kurzen Moment, bevor er weiter sprach.
„Ich dich auch...“
Und beide dachten das gleiche:
Wie kann das sein...?
~~~~~~~
Ich selbst find den jez nich so toll *ganzes M&D-Forum mit Geschichten überschwemm ♦___♦*
Aber vllt gefällts euch ja?!^^
Re: Wie kann das sein? [Oneshot]
Angi90 - 25.05.2009, 21:11
also ich finde die story echt cool! =)
ich muss zugeben, es ist die erste von dir, die ich gelesen habe, aber wahrscheinlcih werde ich die anderen jetzt auch anfangen zu lesen! =)
weil mir gefällt dein schreibstil echt gut! =)
lg
Re: Wie kann das sein? [Oneshot]
mayamausi96 - 26.05.2009, 13:21
wow hast du die bilder bei den charaktern selber gemalt?! die sind echt supergut geworden :respekt: ...
die geschichte find ich auch cool...
Re: Wie kann das sein? [Oneshot]
claudi - 26.05.2009, 14:28
ich stimm den beiden zu. du hast talend teiger
Re: Wie kann das sein? [Oneshot]
mari - 28.05.2009, 18:37
find ich auch voll toll :D
abba ich find des jetzt auch leicht verwirrend, weil ich vorher die andere story mit den selben Personen gelesen habe
Re: Wie kann das sein? [Oneshot]
xXxTeigerxXx - 29.05.2009, 23:08
is scho klar, die snd ja auch aus dem Anime "Naruto"
Neee... so gut kann ich leider nich malen >___> *nicht mit dem Talent geboren ist* -.-"
Aber das hab ich gemalt:
Link1
Link2
Haha... nee... probs sind nich so meine stärker oô xDD
Aber ich mag mein GT und Photoshop mag ich auch x3
---
Und... Ich hab nur das bild von Sasuke gemalt, aber das war au nur abgemalt^^
Re: Wie kann das sein? [Oneshot]
mayamausi96 - 30.05.2009, 18:28
aber die find ich auch voll schön! :D
Re: Wie kann das sein? [Oneshot]
Lili - 30.05.2009, 22:44
ja sind cool! alle! sakura so hiess mal mein meerschweinchen weil mein Bruder unbedingt einen japanischen namen wollt! :D
Re: Wie kann das sein? [Oneshot]
mayamausi96 - 31.05.2009, 16:46
cool :lol:
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