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Re: Handball in der Krise
daene - 16.03.2009, 22:45Handball in der Krise
Die große Krise ist woanders
NRZ, 16.03.2009, Walter Brühl, 0 Kommentare, Trackback-URL
Bei den Vereinen Tusem Essen und HSG Düsseldorf wird nicht gejammert - aber sie wünschen schnelle Aufklärung.
Essen/Düsseldorf. Die große Vertrauenskrise im deutschen Handball – für niemanden kommt sie wohl zu einem schlimmeren Zeitpunkt als für Stefan Hecker, den Manager des Noch-Bundesligisten Tusem Essen. Nach Rekordmeister THW Kiel, der zehn Champions-League-Spiele manipuliert haben soll, steht mit Ullrich/Lemme nun auch noch das international bekannteste deutsche Schiedsrichter-Gespann am Pranger. Die beiden sollen vor einem Europacupspiel in Moskau mit 50 000 US-Dollar bestochen worden sein.
Werden sich die Zuschauer abwenden? Drehen die Sponsoren die Geldhähne zu? Die Vereine müssen sich jedenfalls große Sorgen machen. Oder etwa nicht? Die NRZ hörte sich um.
Frohe Botschaft statt Klagelied
„Ich habe gerade mit einem unserer Geldgeber verlängert.” Statt zu klagen, wartete Stefan Hecker gestern Mittag mit einer frohen Botschaft auf. Dabei hatten gerade in Essen die Verantwortlichen das Schlimmste zu befürchten. Erst das Millionen-Loch in der Kasse, anschließend Insolvenz und Zwangsabstieg, nun auch noch der Manipulationsverdacht gegen die ganze Branche: Wirklich nicht die besten Voraussetzungen für die Sponsoren-Suche. Trotzdem will Hecker nicht schwarz sehen.
„Wenn Sie mich fragen, ob ich Auswirkungen der Krise spüre, dann sage ich eindeutig nein”, erklärt er und schiebt gleich hinterher: „Ich spreche schließlich nicht für den THW Kiel oder irgendwelche Schiedsrichter, sondern ich vertrete Tusem Essen.” Und da, so Hecker, sei kein Vertrauensverlust eingetreten. Bisher jedenfalls.
Ähnliche Erfahrungen hat Frank Flatten vom designierten Bundesliga-Aufsteiger HSG Düsseldorf gemacht. „Bei uns in der Stadt herrscht eine gewisse Ruhe”, erzählt der Manager des Zweitliga-Spitzenreiters, „wir sind bei diesem Thema schließlich auch außen vor.”
Trotzdem ist das Geschäft für Flatten in diesen Tagen ziemlich mühsam geworden. „Die Verhandlungen mit unseren bisherigen Geldgebern sind die eine Sache”, sagt er, „mit neuen Gesprächspartnern sieht's da schon schwieriger aus. Da spüre ich eine gewisse Zurückhaltung gegenüber der ,stärksten Liga der Welt'. Doch um da in der nächsten Saison mithalten zu können, brauche ich einen größeren Etat.”
Eine umfassende Aufarbeitung der Vorwürfe hält Flatten für unerlässlich, damit die Arbeit der Vereine nicht gerade in der laufenden Vorbereitungsphase für die kommende Saison torpediert wird.
Die Hoffnung auf ein schnelles Ergebnis
„Ich kann nicht beurteilen, was im internationalen Handball passiert ist”, betont er, „aber die Bundesliga scheint in der ganzen Affäre sauber zu bleiben.” Er hofft, dass die angelaufenen Untersuchungen diesen Eindruck bestätigen und mahnt an: „Wir brauchen das Ergebnis schnell.”
Auch Stefan Hecker glaubt nicht an Manipulationen auf der nationalen Handball-Ebene. An „Merkwürdigkeiten” kann sich der frühere Nationaltorhüter jedenfalls nur in internationalen Spielen erinnern.
„In den 80er Jahren sind wir mit Tusem im Europacup bei Proleter Zrenjanin im damaligen Jugoslawien garantiert verpfiffen worden”, erzählt er. „Erst haben die Schiedsrichter kurz vor Schluss ein reguläres Tor von uns nicht anerkannt. Dann habe ich zweimal einen Siebenmeter gehalten, und beide Male ließen sie wiederholen. Angeblich sollte ich die Vier-Meter-Marke übertreten haben. So etwas wurde sonst im ganzen Leben nicht gegen mich gepfiffen. Wir hatten keine Chance.”
In der gegenwärtigen Krise sieht Hecker im übrigen auch eine Chance. „Gut möglich”, so der Tusem-Manager, „dass wir einen Reinigungsprozess erleben. Bestimmt wagt sich jetzt niemand mehr, so krumme Dinger zu drehen.”
Re: Handball in der Krise
Anonymous - 18.04.2009, 22:45
...jippp. Dem nächsten Verein geht das Geld aus. In Großwallstatt sind die Spielergehälter drei Monate schon nicht gezahlt worden. Der WM Titel ist ein Fluch!
Re: Handball in der Krise
daene - 19.04.2009, 09:42
ja da haben sich wohl zu viele gedacht, dass nach der WM das Geld von selber fließt und Handball zur Massensportart wird. :oops:
Re: Handball in der Krise
willi1 - 19.04.2009, 12:29
Das war das Statement des TVG-Vorstandes im Interview vom 06.04.09 zu dem Thema:
Zitat:
Mit Essen und Nordhorn mussten zwei Vereine der Bundesliga während der Spielzeit Insolvenz anmelden. Auch beim Zweitligisten HR Ortenau sollen wohl die Lichter ausgehen. Die Meldungen häufen sich zurzeit - egal in welcher Sportart. Ist denn beim TVG alles im grünen Bereich?
In der letzten Zeit wird über einige Vereine sehr viel spekuliert, das ist auch eine logische Konsequenz aus solchen Vorkommnissen. Das hat auch den TVG getroffen, auch über uns wurde spekuliert und Gerüchte in den Umlauf gebracht. Spieler hätten zum Beispiel seit zwei drei Monaten keine Gehälter bekommen. Das entbehrt aber der Grundlagen. Fakt ist, dass der TVG in den letzten ein zwei Jahren sehr viel in seine langfristige Zukunft investiert hat, aber nicht nur im sportlichen Bereich, sondern gerade auch in andere Bereiche wie zum Beispiel in den VIP-Raum in Aschaffenburg. Dass solche Maßnahmen auch mal dazu führen können, dass die Liquidität enger wird, ist auch in der regulären Wirtschaft nichts Außergewöhnliches. Beim TVG hat es dazu geführt, dass auch wir in Absprache die Spielergehälter anstatt Mitte des Monats am Ende bezahlt haben. Das sind aber keine strukturellen Probleme. Man muss aber auch festhalten, dass es natürlich jedes Jahr ein Kraftakt ist, den immer weiter steigenden Ansprüchen in der Liga gerecht zu werden. Dennoch sehe ich den TVG mit den Investitionen in die Mannschaft, in den VIP-Raum und vor allem mit dem Handballleistungszentrum sehr gut für die Zukunft aufgestellt. Was jedoch nicht heißt, dass auch wir Maßnahmen getroffen haben um auf eventuelle Rückgänge bei den Einnahmen durch die allgemeine wirtschaftliche Situation vorbereitet zu sein.
Quelle: TVG-Homepage
Re: Handball in der Krise
willi1 - 08.07.2009, 23:24
Spieler retten Flensburg vor der Insolvenz
Handball, 08.07.2009, DerWesten
Die SG Flensburg-Handewitt hat dank der Mannschaft die offenbar drohende Insolvenz abgewendet. Die Spieler verpflichteten sich zu einem Gehaltsverzicht von 15 Prozent.
Handball-Bundesligist SG Flensburg-Handewitt hat nach einer Krisensitzung mit Präsidium, Geschäftsführung und Spielerrat die offenbar drohende Insolvenz des Klubs abgewendet. Durch einen Gehaltsverzicht der Mannschaft in Höhe von 15 Prozent für das Haushaltsjahr 2009/2010 konnte der Meister von 2004 seinen für die kommende Saison erwarteten finanziellen Engpass überbrücken. Das Verpassen der Champions-League-Teilnahme in der kommenden Spielzeit sowie dadurch ausbleibende Sponsorengelder hatten die Schwierigkeiten hervorgerufen.
"Präsidium, Beirat und Geschäftsführung der SG bedanken sich im Namen aller Kommanditisten, Sponsoren und Fans für dieses weitgehende Entgegenkommen der Mannschaft", sagte SG-Geschäftsführer Holger Kaiser: "Es zeigt, dass die Spieler sich mit ihrer SG und der Region identifizieren und nicht den höchstmöglichen finanziellen Vorteil, sondern die langfristige Stabilität der SG im Auge haben."
In einer offiziellen Erklärung des Vereins heißt es, dass für die kommende Saison "grundsätzlich keine vertraglich vereinbarten Gehaltssteigerungen umgesetzt" sowie "die Nettogrundgehälter und die Bonus- und Prämienvereinbarungen im Vergleich zu 2008/2009 jeweils um 15 Prozent zurückgenommen werden".
Vorangegangen waren langwierige Verhandlungen zwischen Vereinsführung und Spielern. "Die klare Ansage war, dass, wenn wir nicht im Lohn runtergehen würden, der Verein Konkurs gehen würde. Um den Verein zu retten, haben wir zugestimmt", sagte SG-Kapitän Michael Knudsen sport.zdf.de.
www.derwesten.de
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