Gilwen Le'das - Der Hintergrund

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    Re: Gilwen Le'das - Der Hintergrund

    Gilwen - 10.02.2009, 00:11

    Gilwen Le'das - Der Hintergrund
    (Das Ganze muss noch auf Fürstentum upgegradet werden.. )



    „Tardian, benimm dich!“ schnarrend, barsch durchbrach die Stimme des alten Elfen die Stille. Der weißhaarige Schönling stoppte sein Spiel mit dem Dolch und nahm wieder Platz neben seinem Vater auf den fein geschnitzten Stühlen, die einen Drachenfalken zeigten. Baron Adlan Le'das war schon alt, als seine junge 2. Frau in den Wehen lag um sein 3. Kind zur Welt zu bringen. Hin und wieder drangen Schreie des Schmerzes hinab in die geräumige Halle mit dem prasselnden Feuer, das die Kälte des schon sehr winterlichen Herbstes vertreiben sollte. Das Kind hatte sich wahrlich einen ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht um geboren zu werden. Es schien eine schiere Ewigkeit zu vergehen ehe die Hebamme mit einem leisen Knarzen der Türe das Zimmer im oberen Stockwerk verließ, in den Händen ein winzig kleines Bündel – die Hände blutig. Nur wenige Augenblicke später stand sie vor Aedlan Le'das, die Geburt, die über 20 Stunden gedauert hatte, hatte auch sie erschöpft. Abwartend blickte der Baron die Hebamme an, gönnte dem Bündel in ihren Armen keinen Blick.
    „Was ist es?“ die scharfe, starre Stimme ließ die Hebamme zusammen zucken, sie zögerte zunächst.
    „Ein Mädchen, mein Herr.“ Ein Schnaufen seitens des Adeligen ehe er seinem älteren Sohn einen Handwink gab ihm zu folgen. Ohne das Kind gesehen zu haben verließ er das Gebäude in dem seine Frau mit ihren Zofen lebte und fortan auch die kleine Baroness. Aedlan Le'das betrat das kleinere Gebäude des Anwesens immer nur dann, wenn die Lust ihn packte und er sich an seiner Gemahlin oder einer der Zofen verging.
    Schwerfällig brachte die Hebamme das winzige Mädchen zurück in das Zimmer im ersten Stock, legte es der Mutter in die Arme, die leise weinte ob ihres erstgeborenen Kindes.
    „Mein kleiner Stern.. Gilwen.“

    Die dünnen, weißblonden Haare – die sie deutlich von ihrem Vater geerbt hatte wie alle Le'das – zu einem Zopf gebunden rutschte das kleine Kind auf einem hohen Stuhl hin und her, die kleine Hand lag in der viel größeren, schmalen Hand der erschöpften Mutter, die bleich im Wochenbett lag. Heimlich bewunderte das Mädchen auch jetzt das flammend rote Haar, das den Kopf der Mutter wie ein Kranz umringte.
    Würdevoll schritt der alte Baron durch das Zimmer, die Hände hinter dem Rücken gefaltet und seiner Frau und seiner Tochter keinen Blick schenkend. Barsch fuhr er die Hebamme an, die mit einem Handtuch ein kleines Wesen rubbelte im Versuch es ins Leben zurück zu holen.
    „Du hast nicht genug Kraft, Weib! Gib her!“ unwirsch riss er ihr den totgeborenen Sohn aus den Armen und begann selbst mit großen Händen die Frühgeburt zu erwecken – ohne Erfolg. Mit bedauerlicher Miene wickelte er den Jungen, der niemals hatte Leben schmecken dürfen in das Handtuch ein und hielt ihn wie ein Geschenk an sich gepresst als er sich mit wutentbrannter Miene an seine schwache, zitternde – und noch immer blutende – Gemahlin wandte.
    „Du hast böses Blut in mein Haus gebracht, Lyvienna. Ich wusste es bringt nichts ein Mädchen aus niederem Adel in mein Haus zu holen. Du hast mir nur ein Weib geschenkt und meinen Sohn getötet. Schande über dich.“
    Damit verließ er das Zimmer um seinen Sohn zu beerdigen.
    Tränen rollten die bleichen Wangen der jungen Frau hinab, die kaum älter als 100 Jahre war, gerade volljährig geworden, als sie die zweite Baronin wurde. Und doch hatte sie den Mann, dem sie zugesprochen wurde immer geliebt. Es hatte ihr das Herz gebrochen mit zu erleben, wie er sich mit Mätressen und Zofen vergnügte, wenn sie zu schwanger war um ihn zu empfangen und nun hatte sie nicht einmal einen Blick auf ihren Sohn werfen dürfen. Fester umklammerte sie die kleine Hand ihrer Tochter, die es hinnahm ohne einen Laut von sich zu geben. Der glanzlose Blick der jungen Frau wandte sich dem Mädchen zu, das ihn aus hellblauen Augen erwiderte.
    „Mein Kind.. mein Stern.. dir soll es anders ergehen.“ Es war offensichtlich, dass es ihr schwer fiel zu sprechen, der Blutverlust war hoch.
    „Mach nicht denselben Fehler wie ich, Gilwen, hörst du?“
    Das Kind nickte stumm und versuchte mit den kleinen Händchen die Hand der Mutter zu umklammern, als diese schlapp wurde und mit den Händen der Tochter aufs Bett fiel.
    „Mami?“ ein helles, weinerliches Flüstern das nicht beantwortet wurde.



    Re: Gilwen Le'das - Der Hintergrund

    Gilwen - 10.02.2009, 00:11


    „Gilwen!“ mehr ein Brüllen, denn ein Rufen hallte durch das Anwesen in dem es Totenstill war. Kräftige Schritte und dann eine Türe die beim Aufschlagen beinahe aus den Angeln gerissen wurde und die schmale, junge Elfe nur minimal zusammen zucken ließ. Ruhig hob sich ein blaues Augenpaar von den Zeilen des Buches in den noch kindlichen Händen und legte sich auf die Gestalt des alten Elfen, der vor Zorn bebend in der Türe stand und seine Tochter, die im Schein einiger Kerzen las, mit einem bösen Blick bedachte.
    „Ich lasse dich seit Stunden suchen, Weib! Wo hast du gesteckt?“
    Die schmale Baroness erhob sich, der dünne weißblonde Zopf rutschte über ihre Schulter und baumelte am Rücken aus, bis zur Hüfte hinab reichend aus dem sich einige Strähnen gelöst hatten und in das blasse Gesicht hingen.
    „Ich war die ganze Zeit in meinem Zimmer, Vater. Wo sollte ich sonst sein? Seid ihr denn nicht auf die Idee gekommen hier zuerst zu suchen?“ Die junge Stimme war tonlos, so ausdruckslos wie der Blick aus den Augen, der noch immer die gebrochene Erscheinung des Vaters fixierte, der nun vor Zorn aufschreiend einen Schritt vor machte um seiner Tochter eine schallende Ohrfeige zu verpassen, die getroffen einen Schritt zurück wich, keinen Laut von sich gebend.
    „Hüte deine Zunge, Weib! Ich habe dir gestern aufgetragen die Pergamente nach Zonen und den Häusern zu sortieren, Gilwen.“
    Der Blick der Elfe, der sich beim Schlag gesenkt hatte, hob sich langsam wieder – weiterhin ausdruckslos während sich die bleiche Wange getroffen rötete.
    „Ich habe die Pergamente gestern bereits sortiert, Vater. Das wüsstet ihr, hättet ihr nachgesehen.“
    Es folgte ein zweiter Schlag, der das Mädchen zu Fall brachte und ihren Blick wieder gen Boden lenkte ohne dass ein Wort über ihre Lippen kam.
    „Womit habe ich eine solche Familie nur verdient? Deine Brüder flüchten und das einzige, was mir bleibt ist ein widerspenstiges Weib, das mir nur Ärger macht und Widerworte gibt. Ich dachte du hättest gelernt, Kind. Ich dachte es wirklich.“
    Der alte Baron schloss die Türe mit einem lauten Knall, der Windzug ließ die Kerzen erlöschen und das rascheln der samtenen Robe, die der Baron trug ließ das Kind im Dunkel doch noch zusammen zucken.
    Sie gab keinen Laut von sich als der lederne Gürtel immer und immer wieder auf ihren Körper hinab sauste, den Blick starr auf einen Punkt in der Dunkelheit fixiert.


    Die weißen Haare zu einer komplizierten Frisur hochgesteckt wippten einige Strähnen beim steifen Gang neben dem Vater durch die licht durchfluteten Gassen Silbermonds. Einige Strähnen hingen über das linke Auge um ein Veilchen zu verbergen, die Handschuhe verbargen die Kratzspuren an den Händen. Die älter gewordene Erscheinung glitt einer Statue aus Marmor. Bleich, stumm und steif. Der alte Baron führte seine Tochter, die bei ihm untergehakt war, wie ein Ausstellungsobjekt – oder viel mehr wie ein Haustier – durch die Gassen, ehe sie vor dem hohen, reich verzierten Tor eines Anwesens ankamen.
    „Baron Le'das. Ich werde erwartet.“ wandte der Baron sich an einen der Wachmänner vor dem Tor, der sogleich eine Verbeugung andeutete und das Tor mit einem Knarzen öffnete sodass der alte Elf mit seinem Schoßhündchen eintreten konnte.
    Das Mädchen war älter geworden, die Züge im Gesicht verloren mehr und mehr ihre kindliche Art und verhärteten. Alles in allem war sie ihrem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten, eine weibliche Version seines jungen Ichs. Und sie hasste es.
    „Ah, mein lieber Aedlan!“ die Arme ausgebreitet schritt ein Elf – etwa im Alter des Barons – auf die beiden Ankömmlinge zu als wolle er sie in die Arme schließen, auf dem Kopf eine Krone, die ihn als Fürsten auszeichnete. Vor den Beiden angekommen verharrte er jedoch und der Baron verneigte sich tief, ein Zug an ihrem Arm brachte Gilwen dazu dasselbe zu tun. Aedlan Le'das hatte immer gewusst wo sein Platz in der Hierarchie war .. und die war als Baron unter dem Fürstenstand.
    „Erhebt Euch nur, mein Lieber, erhebt Euch nur.“ Der Fürst schmunzelte und klopfte seinem alten Freund einmal kräftig auf die Schulter. Im Gegensatz zu Aedlan waren dessen Züge weich und freundlich, hatten beinahe etwas feminines. Er wandte sich auch an die Baroness, die noch immer am Arm des Vaters hing und schenkte ihr ein sanftes Lächeln.
    „Meine liebe Baroness. Reizend mit anzusehen, wie ihr immer älter werdet. Eine Augenweide wie eure Mutter. Ciela fehlt wohl in Silbermond.“
    Der Baron räusperte sich dunkel, viel mehr schien es ein Gurgeln als er mit gedämpfter Stimme sprach:
    „Gilwen ist die Tochter meiner zweiten Frau. Ihr wisst.. das junge Mädchen aus dem Hause Feuerlauf.“
    Der Fürst nickte bedächtig, machte jedoch nicht den Eindruck als hätte er auch nur den Hauch einer Ahnung von wem gesprochen wurde.
    „Nun denn.. jedenfalls ist es ganz reizend das Kind.“
    Gilwen knickste tief nachdem der Baron ihr – ungesehen des Fürstens – die Knie in die Kniekehlen gedrückt hatte.
    „Nun gut, nun gut, mein Lieber. Gehen wir zum Essen, es müsste serviert sein.“
    Wieder breitete der Fürst die Arme aus und schritt voran, die Robe verbarg größtenteils den Bauch, den er dem Reichtum und der Trägheit des Adels zu verdanken hatte.
    Gilwen folgte gemeinsam mit dem Vater und nahm am hintersten Platz der Tafel auf einem Stuhl platz. Weit genug weg um ihren Stand in dieser Gesellschaft zu demonstrieren, doch nah genug, dass sie den Gesprächen stumm folgen konnte.

    Eine ganze Weile ging es um die gesellschaftliche Struktur Silbermonds bis Baron Le'das das Thema wechselte.
    „Mein Fürst, verzeiht. Ich habe Euch noch nicht mein Beileid mitgeteilt ob des Todes eurer Gemahlin.“
    Der Fürst nickte ein weiteres Mal bedächtig und faltete die Hände vor sich, sodass er sein Doppelkinn darauf stützen konnte.
    „Ja, es ist bedauerlich. Sie war eine beeindruckende Frau. Jung, schön – und sie hat mir immerhin 6 gesunde Kinder geschenkt. Aber diese furchtbare Krankheit. Bedauerlich.“
    Nicht wirklich den Eindruck des Bedauerns erweckend schob der Fürst sich eine weitere Traube zwischen die Lippen und kaute. Gilwen ballte die Hände ungesehen unter dem Tisch zu Fäusten, ihre Atmung wurde etwas abgehackter ohne dass einer der Männer es mitbekam.
    Aedlan Le'das bekam, was er wollte..
    „Wie steht es um eure Tochter, Aedlan?“
    Mit einem unschuldig-fragenden Blick hob der Baron den Kopf um seinen Freund zu fixieren, obschon er wusste worauf er anspielte, er hatte schließlich eigens das Thema angeschnitten.
    „Was meint ihr, mein Fürst?“
    „Wie alt sie ist. Sie scheint mir langsam erwachsen.“
    Der Blick beider Elfen glitt über die Tafel zu der jungen Frau an dessen Ende, die - den Kopf gesenkt – mit der Gabel im Salat stocherte. Aedlan nickte.
    „Vor einem Sommer ist sie volljährig geworden. Mein einziges Kind.“ Er seufzte theatralisch.
    „Ja, ich habe von dem Verschwinden eurer Söhne gehört. Mein Beileid.“ er sprach es nur so nebenbei, es schien nicht von Bedeutung, dass er dem Baron sein Beileid ausrichtete und so wechselte er das Thema auch gleich wieder.
    „Und sie ist bereits jemandem versprochen?“
    Da war es. Aedlan rutschte auf seinem Stuhl hin und her, richtete sich etwas auf, plötzlich hellwach.
    „Das Haus Ivyen hat damals bei mir geklopft, doch ihr wisst bestimmt um das Schicksal ihres Sohnes.“
    „Ja, bedauerlich.“ Es klang wieder nicht ernst – es gebot nur der Anstand den Tod eines jungen Mannes bedauerlich zu finden.
    „Baron Ivyen hätte sie selbst geehelicht, aber er war zu dem Zeitpunkt bereits mit der Tochter des Hauses Lauris verbandelt.“
    „Ein hübsches Kind.“
    Der Blick des Fürsten ruhte noch immer auf der Baroness, die steif, ausdruckslos an ihrem Platz verharrte, das Stochern eingestellt lauschte sie mit bang klopfendem Herzen auf jedes Wort.
    „Nun, Aedlan. Was haltet ihr davon sie mir zu übergeben? Sie ist ein hübsches Mädchen, gescheit und wortgewandt, wenn man den Gerüchten glauben schenken darf...“ er lachte dunkel auf und wischte sich mit dem Daumen etwas Soße aus dem Mundwinkel. Aedlan nickte zustimmend, während sein Blick gierig ob des Gedankens des gesellschaftlichen Aufstiegs wurde.
    „Ich könnte sie zu einer Fürstin machen und ihr würdet belohnt dafür, dass ihr mir euer einzig verbliebenes Kind übergebt.“
    „Ach, mein Fürst. Gold.. Gold.. das ist nicht das einzige. Ich weiß sie würde hier ein gutes Leben führen und auch das ist ein Lohn.“
    Aedlan bemühte sich nicht so zu klingen als würde er auf das versprochene Gold verzichten wollen und seine Tochter schnaufte sehr leise, sodass nur sie und die Dienerin unmittelbar neben ihr es hören konnten.
    „Also ihr seid einverstanden? Wenn der Frühling anbricht werde ich sie zu meiner Frau machen.“
    Der Fürst reicht Aedlan seine Hand um das Geschäft zu besiegeln und der Baron griff nur zu gerne zu.



    Re: Gilwen Le'das - Der Hintergrund

    Gilwen - 10.02.2009, 00:12


    Das Haupt ein Stück gesenkt ruhte der Blick aus hellen Augen auf den Salatblättern, die den reich verzierten Teller nur zur Hälfte füllten. Direkt neben ihr tat sich der betagte Elf an reichlich Brot und Milch gütlich.
    „Nun mach nicht so ein Gesicht, Weib. Iss. Dein Körper muss gereinigt werden ehe du den Fürsten heiratest – willst du denn nicht eine reine Braut sein?“
    In Widerwillen zogen sich die dünnen, weißen Brauen der Elfe ein Stück zusammen, die helle Stimme war leise als sie antwortete:
    „Meint ihr denn wirklich es ist eine gute Idee, Vater? Ihr seid dann alleine hier nachdem Giliath und Tardian fort sind.“
    Aedlan schnaubte leise und legte das silberne Messer klirrend auf den Tellerrand, beugte sich etwas vor und faltet die schmalen Finger um das Kinn darauf zu betten, Gilwen an seiner Seite einen finsteren Blick schenkend der keinerlei Widerspruch zuließ.
    „Du willst also sagen, dass ich nicht weiß, was das Beste für mein Haus ist? Dass ich auf die Hilfe eines Weibes angewiesen bin? Das Haus Le'das hat Jahrhunderte überlebt. Es ist in der 26. Generation in den Händen eines Barons. Daran wirst du nie etwas ändern, Weib.“
    Er schloss mit einem Schnaufen und nahm das Messer wieder auf um sich eine erneute Scheibe des weichen Weißbrotes abzuschneiden, während seine ohnehin schon schwächlich wirkende Tochter begann die geschmacksneutralen Salatblätter mit der letzten verbliebenen Würde zwischen ihre Lippen zu schieben.


    „Also es ist wahr, ja?“ den braunen Haarschopf mit der rechten Hand gestützt beobachtete der junge Magister seine Kollegin dabei, wie diese die Magieströme in der Bibliothek miteinander verband um ein Buch aus dem Regal zu sich schweben zu lassen, in der Konzentration unterbrochen fiel der schwere Wälzer mit einem dumpfen Knall auf den Marmorboden, mit fein geschwungener linker Braue wurde dem jungen Magier die ohnehin abgelenkte Aufmerksamkeit geschenkt.
    „Wie meinen?“
    Der junge Elf hob die Mundwinkel zu einem amüsierten Grinsen und lehnte sich auf seinem Stuhl zurück, gestikulierte etwas – offenbar ohne rechten Sinn.
    „Na es wird im Arkanum erzählt, dass der Fürst Hathael um deine Hand geworben hat.“
    Begleitet von einem Schnaufen erhob sich die Elfe aus ihrem Stuhl um mit schwingendem Zopf das Buch vom Boden aufzulesen und es eigenhändig zurück zum Tisch zu tragen.
    „Von werben konnte dabei keine Rede sein..“
    „Du klingst nicht sonderlich begeistert. Naja, er ist ja auch schon ein Greis. Uralt. Vermutlich wirst du ihm das Essen klein machen müssen bevor ihr Euch zur Nacht ins Ehebett zurück zieht.“
    Der Elf wackelte verheißungsvoll mit den langen Brauen, gefolgt von einem schallenden Auflachen.
    „Ildion?“
    „Ja?“
    „... sei ruhig...“


    „Nun mal im Ernst..“
    „Ildion...“
    „Nein nein ernsthaft, es interessiert mich.“
    Ildion lehnte sich auf der Bank vor den Toren Silbermonds zurück und streckte das Gesicht gen der Sonne, schloss die blau schimmernden Augen. Gilwen vor ihm hatte es sich in einem Schneidersitz gemütlich gemacht, peinlich darauf achtend, dass die Robe nicht über ihre Knie rutschte.
    „Und was?“
    „Wann wird die Hochzeit stattfinden? Wird noch Zeit sein mit dir durchzubrennen?“
    Der braunhaarige Jüngling lachte herzlich auf und öffnete die Augen wieder um seiner alten Freundin ein Zwinkern zu schenken.
    „Ich ziehe im Winter in sein Anwesen, im Frühling wird die Hochzeit stattfinden – so ist es geplant.“
    Gilwen drehte einen Grashalm zwischen ihren Fingern und atmete tief durch um ihre Fassung zu behalten ob des Gedankens an die anstehende Hochzeit.
    „Na das ist doch noch mehr als genug Zeit.“
    „Ildion..“
    „Was? Ich meine es ernst. Stell dir doch vor: Wir schnappen uns eine Kutsche und fahren weit weg, irgendwo an einen Strand, wo immer Sommer ist. Wir bauen uns eine Hütte und leben dort bis ans Ende unserer Tage.“
    Der Elf hatte sich aufgerappelt und einen Arm um die schmalen Schultern seiner Begleitung geschlungen, schenkte ihr ein warmes Lächeln, das von einem skeptischen Blick erwidert wurde.
    „Und dann?“
    „Na dann heiraten wir und du schenkst mir so ein bis zwei Kinder. Hübsche kleine Elfen, die im Sand mit unseren Katzen spielen.. oder Hunden – der Plan ist noch nicht ganz ausgereift.“
    Gilwen hob die Brauen etwas und verschränkte die Arme vor der Brust, der Grashalm flatterte dabei von einem Herbstwind erfasst davon.
    „Und du findest den Plan gut, ja?“
    „Ich finde ihn sogar ausgezeichnet.“
    „Du bist ein Träumer.“
    „Ich liebe dich..“
    „Du bist nicht adelig.“



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