Veronika

Gestüt Sonnenschein
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    Re: Veronika

    Veronika - 09.02.2009, 20:56

    Veronika
    Hier schreib ICH meine Berichte :D



    Re: Veronika

    Veronika - 09.02.2009, 22:00

    1. Bericht
    Die kühle Wintersonne war gerade erst aufgegangen, als ich mein Fahrrad aus dem Schuppen holte. Der Himmel war klar, und kein einziges Wölkchen war zu sehen. Ein perfekter Tag, um mein Pflegepferd kennenzulernen.
    Voller Vorfreude schwang ich mich aufs Fahrrad und trat kräftig in die Pedale. Ich konnte es kaum erwarten, wieder im Sattel eines Pferdes zu Sitzen. Okay, eine Woche war es her, seit ich das letzte Mal geritten war. Aber so ein Reitschulpferd kommt eben nie an das heran, wie man sich fühlt, wenn man auf seinem eigenen Pferd oder Pflegepferd reitet.
    Ich hatte schon viel vom Gestüt Sonnenschein gehört, und freute mich schon wahnsinnig darauf, ein Teil dieser kleinen Gemeinschaft zu werden
    Da erhob sich auch schon das Gestütsgebäude von meinen Augen. Der Wind trug den Duft und das Wiehern von Pferden in meine Richtung. Vor dem Hoftor stieg ich ab und begann mein Fahrrad zu schieben. Natürlich war ich schon einmal hier gewesen, um mich anzumelden, aber das war nicht das Gleiche gewesen wie jetzt in diesem Moment. Denn jetzt war klar, dass ich hier sesshaft werden wollte.
    Ich stellte mein Fahrrad in den Fahrradständer, atmete noch einmal durch, und machte mich dann auf den Weg zu den Stallungen. Nachdem ich mich ungefähr fünf Mal verirrt hatte, fand ich dann schließlich doch zum Stall. Ich zog die Tür auf. Warme Stallluft kam mir entgegen. Von einigen Ecken konnte ich das Malen der Pferdezähne verlauten. Als ich die Boxengasse hinunterging, drehten alle Pferde neugierig die Ohren in meine Richtung.
    Ich suchte nach der Box vom „Shadow“. Das sollte mein Pflegepferd sein. Als ich die Box gefunden hatte, erblickte ich ein Pferd von atemberaubender Schönheit. Der Hengst schien mich zu ignorieren, dennoch sah ich, dass er mich beeindrucken wollte. Jede seiner Bewegungen war sorgfältig ausgesucht. Die dunklen Augen verfolgten jede meiner Bewegungen genauso genau, wie ich die Bewegungen ihres Besitzers beobachtete.
    Ich griff in meine Tasche und holte eine Karotte heraus. Vorsichtig hielt ich sie Shadow hin. Der Hengst schnupperte misstrauisch, nahm sie mir aber dann sofort aus der Hand. Ich begann sanft auf Shadow einzureden und fing an ihn zu kraulen.
    Nach einiger Zeit ums sich kennenzulernen, holte ich die Putzbox und fing an den Hengst zu putzen. Er war nicht wirklich dreckig, trotzdem putzte ich ihn gründlich. Ich sortierte seinen Schweif und seine Mähne. Dann holte ich Sattel, Satteldecke, Zaumzeug und Bandagen. Ich machte den Hengst zum Reiten fertig und führte ihn dann aus der Box. „Na, auf was hast du Lust?“ Ich überlegte kurz. „Zeig mir mal was du im Dressurreiten drauf hast!“ Ich führte ihn in die Dressurhalle.
    Dort wärmte ich ihn auf und schaute mir zuerst seine Gangarten an. Ich war total hingerissen. Der Schritt war schön locker, beim Trab glaubte man zu schweben und im Galopp spürte man die Power, die in diesem Hengst verborgen war.
    Ich gurtete nochmals nach und dann startete ich mit dem Dressurtraining. Die Übungen wählte ich quer durch den Gemüsegarten. Von Volte über Traversale bis hin zum Schlangenlinienreiten war alles dabei. Dann ritt ich ihn noch ab und brachte Shadow dann wieder in seine Box. Der Hengst war durchgeschwitzt, darum brauchte es etwas länger, bis er gründlichst von allem Schweiß entfernt war. Ich mistete noch seine Box aus und dann verabschiedete ich mich von ihm.
    Jetzt setzte ich mich noch für eine Stunde ins Reiterstübchen und versuchte ein paar Leute kennenzulernen, denn alleine Ausreiten fand ich schon ein bisschen langweilig.
    Nach diesem Aufregenden Vormittag erledigte ich noch ein paar Einkäufe und fuhr dann nach Hause.



    Re: Veronika

    Caro - 10.02.2009, 21:28


    Hey =)
    den Anfang schreibst du echt supertoll bis ins kleinste Detail. Aber ab dem Satteln geht alles ziemlich schnell. Vor allem das Reiten könntest du etwas mehr beschreiben.
    Trotzdem gefällt mir dein Bericht sehr gut :)
    Bin schon gespannt auf weitere Bericht von dir.



    Re: Veronika

    Manu - 12.02.2009, 18:22


    Also ich finds auch gut wie du geschrieben hast :)
    Ich fänds aber auch gut wenn du das Reiten noch ausführlich beschreiben würdest. Allerdings gefällt es mir wirklich sehr gut wie wirklichkeitsnah du deinen Bericht geschrieben hast und freu mich auf die nächsten ;)



    Re: Veronika

    Veronika - 13.02.2009, 16:28


    6 Uhr. RINGRING! Mein Wecker meldete sich lautstark. Murrend schaltete ich ihn aus, drehte mich um und wollte weiterschlafen. Aber da hatte ich die Rechnung ohne meine Labradorhündin Rose gemacht. Nach ungefähr 10 Minuten stellte sie sich vor mein Bett und fing lautstark an zu bellen. „Boah… lass mich schlafen… Geh weg Rose…“ Es war einfach noch zu früh um aufzustehen. Aber Rose ließ nicht locker. Sie schnappte sich das eine Ende meiner Decke und zog sie aus dem Bett. „Hey! Aufhören…“ Ich öffnete die Augen und setzte mich auf. „Du bist fies!“ Ich legte die Decke zurück ins Bett und streckte mich dann erst mal ausgiebig. Rose wedelte freudig mit dem Schwanz, als ich mich dann in die Küche bewegte. Ich füllt ihre Schüssel mit Futter und ging dann zurück ins Schlafzimmer. Dort öffnete ich die Vorhänge und kippte das Fenster. Draußen regnete es in Strömen. Also wäre doch besser gewesen, im Bett zu bleiben. Nichtsdestotrotz holte ich frische Klamotten aus dem Schrank und ging ins Bad um zu duschen. Ich band mir meine Haare zu zwei Zöpfen zusammen und dann plünderte ich erst mal meinen Kühlschrank. Meine Ausbeute war ein Jogurt und Cornflakes. Nachdem ich mein Frühstück verdrückt hatte, schnappte ich mir die Leine von Rose und einen Schirm, ich wollte mich auf den Weg zu Shadow machen. „Rose!“ rief ich einmal und meine Hündin stand in Nullkommanichts vor mir. „Na dann los!“ Ich klinkte die Leine ein und verließ das Haus.
    Auf dem Weg zum Hof war es matschig und rutschig. Eigentlich hätte ich heute Ausreiten wollen, aber bei diesem Wetter war mir die Lust vergangen. Da zog ich lieber das Springtraining vor. Als ich auf dem Hof angekommen war, hatte ich etwas entdeckt, was ich wohl vor dem Reiten noch beseitigen sollte. Eine Schlammspur zog sich von den Weiden zum Stall. Das könnte zu einer gefährlichen Rutschpartie von Pferd und Reiter werden. Ich band Rose vor den Stallungen fest und schnappte mir einen Besen, der an der Wand gelehnt war. Damit kehrte ich den Dreck zurück auf die Weiden, wo er hergekommen war. Nach einer Dreiviertelstunde war der ganze Schlamm weg und ich konnte mich endlich auf den Weg zu Shadow machen. Zielstrebig ging ich auf seine Box zu. „Guten Morgen Shadow!“ Der Hengst hob den Kopf und fing an mich zu beschnuppern. „Klar hab ich was für dich!“ Ich zog einen Apfel aus der Jackentasche und verfütterte ihn an den Hengst. „Weißt du was wir heute machen? Springreiten! Bin ja schon gespannt, wie du dich darin schlägst!“ Ich klopfte Shadow den Hals. „Bin gleich wieder da…“ Ich holte seine Putzbox und betrat seine Box. „Na dann machen wir dich mal sauber.“
    Richtig dreckig war Shadow sowieso nicht, darum begann ich gleich mit der Kardätsche zu putzen. Der Hengst stand schön brav still und darum dauerte es auch nicht zu lange. Denn Kopf putzte ich mit einer weichen Bürste und dann machte ich mich an Mähne und Schweif. Ich verlas nochmals den Schweif, das benötigte nicht viel Zeit, denn ich hatte es gestern schon gründlich gemacht. Die Mähne kämmte ich vorsichtig durch und sprühte sie mit etwas Pflegespray ein. Nun waren die Hufe an der Reihe. Ich kratzte sie aus und schmierte sie dann mit Huffett ein, da Shadow sehr schnell trockene Hufe bekommt.
    Ich holte Springgamaschen und legte sie Shadow an. Jetzt war das Satteln an der Reihe. Ich legte ihm die Satteldecke auf und achtete genau darauf, dass sie keine Falten warf. Dann kam der Sattel drauf. Ich zog den Sattelgurt zu und holte dann die Trense. Shadow nahm das Mundstück sofort an und so waren wir schnell fertig.
    Ich führte den Friesenhengst aus der Box und durch den Stall. Draußen hatte der Regen ein bisschen nachgelassen. Trotzdem beeilte ich mich um in die Halle zu kommen, denn ich hatte keine Lust nass zu werden. In der Halle angekommen, gurtete ich nochmals nach und stieg dann auf. Ich ließ den Hengst über ein paar kleinere Hindernisse springen, nur so zum Aufwärmen. Dann ließ ich ihn das in allen Gangarten wiederholen. Jetzt sollte er genug aufgewärmt sein, dann konnte ich ja mit dem Parcours beginnen.
    Ich lenkte den Hengst in die Richtung eines Gatters, dass er mühelos übersprang. Es folgte ein Steilsprung, den er ebenfalls mühelos übersprang. Beim Oxer hatten wir dann ein paar Probleme, aber die Stange blieb liegen. Es folgte eine kleine Wendung, an dessen Ende eine Kombination zu springen war. Mit zwei geschmeidigen Sprüngen schaffte er diese ohne Probleme. Es folgte einmal eine ganze Bahn, da er ein bisschen zu unruhig wurde um weiter zu springen. Dann konnten wir die Mauer in Angriff nehmen. Dort fielen zwei Steine und der Hengst erschrak, da eines davon seinen rechten Hinterhuf gestreift hatte. Ich gab dem Hengst etwas mehr Zügel und lies ihn nochmals einmal rundum den Parcours traben. Dann blieb ich stehen, und schaute, ob er verletzt war oder sich einfach nur erschrocken hatte. Es war nichts passiert, er hatte sich nur erschrocken. Ich führte ihn nochmals zu der Mauer und legte die Steine wieder hinauf. Dann ließ ich ihn an der Mauer schnuppern, so dass er sich vergewissern konnte, dass keine Gefahr von ihr Ausging. Ich sprang nochmals über die Mauer und dann ritt ich den ganzen Parcours nochmals von vorne. Aber ich hängte noch 2 Hindernisse hinten an. Eine 3er Kombi, die er nur mit einem Stangenwackler übersprang. Dann folgten noch eine Tripplebarre und ein leichter Steilsprung.
    Diesen Parcours wiederholte ich noch ein paar Mal, bis Shadow ihn ohne Problem übersprang. „Gut gemacht Dicker!“ Ich klopfte dem schwarzen Hengst den Hals. Sein Leckerli würde er nach dem Abreiten bekommen. Ich führte den Hengst noch 20 Minuten in der Halle auf und ab, sodass sein Körper sich wieder ein bisschen abkühlte, und er sich nicht erkältete. Dann führte ich ihn wieder zurück in den Stall. In der Boxengasse tauschte ich Trense gegen Halfter und Strick und band ihn dort fest. Ich nahm ihm den Sattel und die Satteldecke ab und verräumte sie ordentlich. Dann entfernte ich die Gamaschen und kontrollierte die Beine auf Schwellungen oder Verletzungen.
    Schlussendlich putzte ich ihn nochmals gründlich und er bekam einen Apfel, für die gut gemachte Arbeit. Während der Hengst noch in der Boxengasse stand, mistete ich die Box aus und streute sie neu ein. Ich füllte noch seinen Futtertrog und wechselte das Wasser. Dann konnte der Hengst in seine Box zurück.
    Ich sah ihm noch eine Weile beim Fressen zu und dann verabschiedete ich mich für heute.
    Gemeinsam mit Rose machte ich mich dann auf den Weg nach Hause.



    Re: Veronika

    Manu - 14.02.2009, 12:10


    Das war ein sehr schöner Bericht und er rechnet sich auch ;) Dein Startkapital hat sich jetzt schon auf 20.000 erhöht :)
    Ich freu mich auf weitere Berichte von dir, weil mir dein Schreibstil wirklich gefällt. Auszusetzen hab ich mal ausnahmsweise nix :D



    Re: Veronika

    Caro - 14.02.2009, 12:36


    Der Bericht ist echt besser als der erste. Du beschreibst alles sehr schön, ausführlich und interessant.
    Weiter so!

    Ach udn ich würde mal sagen, mit dem Bericht hast du auf jeden Fall bestanden! :)



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