Logopäden und Innen

Stolpermund
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    Re: Logopäden und Innen

    Müri - 07.05.2006, 17:51

    Logopäden und Innen
    Hallo,

    ich möchte mal eine kleine Umfrage starten, aus der sich eventuell
    dann weitere entwickeln können. Würde mich sehr freuen, wenn ihr
    mitmacht, eventuell auch einen kleinen Kommentar dazu schreibt.


    Vielen Dank
    Müri



    Re: Logopäden und Innen

    Tjure - 07.05.2006, 20:36


    Hallo,

    sehr heikle Angelegenheit..

    ich bin mir ziemlich sicher, dass viele Logopäden und Innen unmittelbar nach ihrer Ausbildung im Grunde Angst vor Stotternden haben. Insbesonders dann, wenn der Stotternde starke Symptomatik zeigt.

    Ich denke, der Großteil der ausgebildeten LogopädInnen ist überfordert.
    Ich kenne den Lehrplan der Logopäden in Österreich.
    Deshalb verwundert mich das auch nicht.

    Natürlich gibt es Außnahmen von der Regel *hoff*

    liebe Grüße
    Tjure



    Re: Logopäden und Innen

    Müri - 12.05.2006, 11:18


    ich möchte noch hinzufügen, dass niemand sehen kann, wer für was
    gestimmt hat. Man sieht auch nicht, wer überhaupt gestimmt hat.
    Also nur Mut und raus mit der Meinung!

    LG
    Müri



    Re: Logopäden und Innen

    pips - 12.05.2006, 14:12


    Hallo :hello2:

    In der Grundschule musste ich während die anderen kids Kunst und Musik hatten zum Einzelunterricht bei einer Logopädin.
    Ausser Bildermalen hab ich nur weitere Vermeidungstaktiken gelernt.
    Ich erinnere mich, dass sie mir beibrachte, Buchstaben zudehenen, Worte zu "hauchen" oder gar mit anderen zuersetzen.
    Ich denke auch, dass ohne "Zusatzausbildung" ein Logopäde nicht der geeignete Stotter-Therapeut ist und ich habe auch noch nie von einem Stotternden gehört, dass die Logopädie langfristig geholfen hat.

    lg, Pips



    Re: Logopäden und Innen

    mi - 15.05.2006, 16:20


    Hallo!

    Da möchte ich doch ein bisschen eine Lanze für die Logos brechen:
    Wer diese Ausbildung gemacht hat, hat eine ganze Menge über Stottertherapie gelernt. (Einschränkungen: Je nachdem, wieviel jemand gelernt hat und wieweit jemand fähig ist, das Gelernte auch eigenverantwortlich umzusetzen und dabei an die Situation zu adaptieren. Dazu dürfte es auch hier bei den Vortragenden davon abhängen, wieweit diese sich auch an neueren Erfahrungen orientieren.)

    Ein großer Vorteil der LogopädInnen gegenüber den SprachheillehrerInnen in Österreich: Sie können sich spezialisieren und tun das auch. Die SprachheilehrerInnen können das nicht und -de facto- dürfen sie das auch nicht. Sie müssen therapieren, wen sie zur Behandlung "vorgesetzt" bekommen. Das sorgt natürlich für Ärger und Frust, weil einfach niemand in allen wichtigen Gebieten top informiert und erfahren sein kann, es sind zu viele und zu schwierige.

    Ein Problem liegt, denke ich, bei manchen in der Art der Ausbildung: Es werden vielfach relativ einfache "Rezepte" angeboten, wie was zu therapieren ist. Das funktioniert bei Sigmatismen (falsch ausgesprochenes "s") sehr gut, beim Stottern meistens nicht, weil sehr viele Faktoren mitspielen. Da muss die TherapeutIn flexibel, mutig und vielseitig sein, um gut zu arbeiten. Natürlich können LogopädInnen das alles, sie haben es nur im Rahmen ihrer Ausbildung, soweit ich das weiß, nicht besonders gelernt. Wenn dann jemand weniger zum kritischen Hinterfragen neigt und eher Gelerntes einfach anwendet, steigt bei Stottertherapien natürlich das Risiko zu scheitern.
    Dieser Faktor gilt aber für alle, nicht nur für die LogopädInnen. (Wie war das bei der letzten GV der ÖSIS in Salzburg???? :roll: Dieses Selbstbewusstsein war doch ziemlich peinlich, nicht?)

    Wenn jemand von euch eine Therapie machen will, würde ich empfehlen, vor Beginn zu fragen, wie der/die TherapeutIn das Stottern sieht (simpel = schlecht, vielschichtig ist besser), ob er/sie sich darauf spezialisiert hat, usw. Wenn jemand keine vernünftigen Antworten gibt, ist das für mich ein klarer Grund, sich jemand anderen zu suchen.

    Ich konnte nicht gut abstimmen, weil ich sowohl gute LogopädInnen als auch nicht empfehlenswerte kenne. Es hängt für mich vom Menschen ab und weniger von der Ausbildung.

    lg mi



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