Erste Geschichte :)

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    Re: Erste Geschichte :)

    Pyro - 19.12.2008, 02:35

    Erste Geschichte :)
    hab das mal aus Langeweile geschrieben, hoffe es gefällt einigermaßen ^^ Feedbacks erwünscht ...

    Supernatural – Zur Hölle mit dem Bösen
    Part 1

    Die Hauptpersonen:

    Dean Winchester: Der 26-jährige Dean wurde schon früh von seinem Vater John darauf trainiert, das Böse und Unerklärliche auf der Welt zu suchen und zu vernichten. Immer mit einem coolen Spruch auf den Lippen und mit unwiderstehlichem Charme und einigen optischen Reizen liegen ihm die Frauen stets zu Füßen. Allerdings scheint Dean nicht in der Lage, eine längerfristige Beziehung einzugehen. Durch seinen „Job“ ist dies auch kaum möglich. Als vor 22 Jahren seine Mutter im eigenen Haus verbrannte, rettete er seinen jüngeren Bruder Sam aus den Flammen. Verbissen sucht er nun mit seinem Bruder nach seinem Vater, der spurlos verschwunden ist, weil er dem Mörder seiner Frau Mary hinterher jagt.

    Sam Winchester: Der vier Jahre jüngere Sam ist das komplette Gegenteil seines großen Bruders Dean. Anstatt sich von seinem Vater auf den Kampf gegen das Böse vorbereiten zu lassen, beschloss Sam, ein „normales“ Leben zu führen. Er ging aufs College und wohnt dort nun mit seiner Freundin Jessica zusammen. Als Dean auf einmal auftaucht und Sam bittet, mit ihm auf die Suche nach dem verschollenen Vater zu gehen, reagiert Sam abweisend. Erst, als Jessica auf mysteriöse und grausame Art stirbt, willigt er ein. Das Wesen, dass seine große Liebe getötet hat, ermordete wie sich herausstellt vor 22 Jahren auch Mary, seine Mutter.

    John Winchester: Einige Jahre nach dem Tod seiner Frau verschwindet John bei einem Auftrag spurlos. Er hinterlässt seinem Sohn Dean ein Buch, in dem alles steht, was er über die verschiedenen Geister und Wesen dieser Welt erfahren hat. Mit Hilfe dieses Buches erfüllen Dean und Sam ihre „Aufträge“. Als Dean in einer verzweifelten Lage einen Hilferuf auf dem Anrufbeantworter der verlassenen Wohnung seines Vaters hinterlässt, meldet sich John schließlich bei seinen Söhnen, doch er verrät ihnen nicht, wo er sich aufhält. Er befiehlt ihnen, ihre Aufträge zu erfüllen anstatt nach ihm zu suchen. Doch was Dean und Sam nicht wissen: John hat stets ein wachsames Auge auf die beiden.


    Dean und Sam saßen in einem Cafe und tranken jeder aus einer Tasse. Auf dem Tisch standen ein Laptop –Sams ganzer Stolz und Helfer in vielen Situationen- und ein großer Stapel verschiedener Zeitungen. Die Brüder waren mal wieder auf der Suche nach neuen „Jobs“, wie sie selbst es nannten. Diese Jobs waren allerdings alles andere als normal und ungefährlich –die beiden suchten stets nach unerklärlichen Vorkommnissen und Todesfällen, die scheinbar nicht so natürlich waren, wie sie auf den ersten Blick erschienen.
    „Das hier könnte doch was sein“, erklärte Sam gerade Dean, als eine langbeinige Kellnerin mit offensichtlichen Reizen vorbei stolzierte und Dean unverhohlen angrinste. Dean legte sofort sein unwiderstehlichstes und charmantestes Lächeln auf und fiel bei dem Versuch, der Schönheit hinterher zu starren, fast vom Stuhl. Sam räusperte sich geräuschvoll und verzog das Gesicht. Typisch Dean.
    „Hallo... Erde an Dean, hörst du mich? Ich dachte, wir sind hier, um zu arbeiten?“
    „Was?... Ich hab gerade nicht zugehört, sorry“, , erwiderte Dean mürrisch, weil er ertappt worden war. Außerdem hatte er in den paar Sekunden, in denen er sich Sam zuwandte, die Kellnerin aus den Augen verloren. Mist.
    „Also, hast du was gefunden, College-Boy?“
    Sam unterdrückte seufzend einen Kommentar und drehte das Display seines Laptops in Richtung seines Bruders. Dean nannte ihn immer College-Boy, wenn er ihn ärgern wollte. Oder Sammy. Das war noch schlimmer. Es klang so harmlos und unerfahren. Dabei war Sam der Meinung, das er in Erfahrung und Kampfgeist durchaus mit seinem vier Jahre älteren Bruder mithalten konnte. Was, wie sich später öfter herausstellte, ein Irrtum war.
    Dean starrte eine Weile auf den Bildschirm und las den Artikel durch, der auf dem Display leuchtete. Dann zog er die Augenbrauen hoch und starrte seinen Bruder an. Dieser formte gerade lautlos ein Wort mit den Lippen. Vampir.
    „Ist das dein Ernst? Vampire? Hier?“
    „Warum nicht“, erwiderte Sam etwas genervt. „Das würde alles passen: die Art, wie die Leute getötet wurden; die Bisswunden am Hals; kein Tropfen Blut mehr im Körper. Und die Leichen sind alle nach kurzer Zeit einfach verschwunden.“
    „Jaaaa.... aber das könnte auch einen ganz anderen Grund haben.“ Dean ließ nicht locker. „Ein Serienmörder, der seine Opfer ausbluten lässt und sie dann anschließend aus der Leichenhalle holt, um.... na ja..... irgendwas mit ihnen zu machen“, sagte er und merkte selbst, dass das äußerst idiotisch klang. Aber Vampire? Ich sollte mir noch Kaffee oder so was bestellen, dachte er, und schielte dabei nach der verschollenen Kellnerin.

    Ungefähr drei Tassen Kaffee später und Sams Befürchtung, sein Bruder könnte entgültig koffeinsüchtig geworden sein, einigten sich die beiden darauf, in der Leichenhalle vorbei zu schauen. Das letzte Opfer würde noch dort untersucht werden. Die Kellnerin war sowieso nicht mehr aufgetaucht, und in seinem Stolz gekränkt hatte Dean keine Einwände mehr, schnell zu verschwinden. Mein Lächeln war nicht nett genug, grübelte er. Auf dem Weg zur städtischen Gerichtsmedizin hielten sie an einem Kopiergeschäft an. Ungefähr eine halbe Stunde später hatte Dean zwei perfekt gefälschte Ausweise in der Hand, welche die beiden als Gerichtsmediziner ausgaben. Inzwischen war bereits die Dämmerung hereingebrochen. Mit Hilfe dieser Ausweise standen sie kurz darauf in einer großen Leichenhalle, die wegen ihrer vielen Schubladen und der sterilen, unpersönlichen Umgebung alles andere als einladend wirkte. Zusammen suchten sie auf den Kärtchen, die an den Schubladen hingen, nach dem Namen des Opfers.
    „Ich hab´s“, rief Sam kurz darauf. „Lucy Silvers, gestorben am 18.11.2007. Das war gestern, dass muss sie sein.“ Mit Deans Hilfe zog er die Lade heraus. Zusammen untersuchten sie den Hals und den Körper der jungen Frau. Tatsächlich waren an der Halsschlagader zwei große Löcher zu erkennen, die aussahen wie Bisswunden. Der Rest des Körpers war unversehrt.
    „Man, die sieht echt gut aus“, flüsterte Dean, „sogar als Leiche.“ Er bemerkte Sams Blick, nahm schnell die Akte zur Hand und tat, als hätte er gerade gar nichts gesagt.
    „In der Akte steht, dass Lucy auf Grund des hohen Blutverlustes gestorben ist. Keine inneren und äußeren Verletzungen, außer denen am Hals“, las Dean vor.
    „Also vielleicht doch ein Vampir“, rief Sam triumphierend, woraufhin er erschrocken zurückwich, da seine Stimme in der Leichenhalle laut widerhallte.
    „Sam!“, flüsterte Dean wütend. „Du weckst sogar noch die Toten mit deinem Geschrei!“
    Sam zuckte mit den Achseln und wollte gerade etwas erwidern, als plötzlich die Gestalt auf der Bare blitzschnell hochfuhr und Dean dabei umstieß. Bevor er sich vom Boden aufrappeln konnte und Sam überhaupt Zeit hatte zu reagieren, war die Gestalt aus der Tür gerannt. Die beiden sahen sich überrascht an und machten sich dann gleichzeitig an die Verfolgung. Doch als sie auf die Straße kamen, war von Lucy Silvers Leiche nichts mehr zu sehen.

    Zwei Stunden später saßen Dean und Sam auf ihrem Zimmer im Motel und diskutierten über den Vorfall. Obwohl sie sofort nach Lucy gesucht hatten, war sie spurlos verschwunden.
    „Ich hatte recht mit diesem Vampir. Auch wenn du wieder Zweifel hattest“. Sam wiederholte dies zum x-ten Mal, weil er es anscheinend kaum fassen konnte, einmal recht gehabt zu haben. Dean verzog genervt das Gesicht.
    „Ja ja, schon gut, Sammy. Überlegen wir lieber, wie wir diesen Vampir finden und vernichten. Irgendwelche Ideen? Ich meine, irgendwas?“
    „Na ja, wie war das mit dem Pflock ins Herz, Knoblauch, Feuer und so weiter?“ sagte Sam schnippisch. Ihm war nicht entgangen, das Dean ihn schon wieder bewusst Sammy genannt hatte.
    „Das ist nicht das Problem. Wie finden wir Lucy, bevor sie Schaden anrichten kann? Wir können nicht die ganze Stadt durchsuchen.“
    „Aber vielleicht können wir sie irgendwie anlocken. Wo denkst du treiben sich Vampire so rum? Komm schon, du bist doch der, der immer alles weiß! Wo bleibt denn deine schlaue Idee?“, meckerte Sam.
    „Keine Ahnung! Sehe ich aus wie jemand, der sich in seiner Freizeit mit Vampirfreunden trifft?“, fuhr Dean seinen Bruder an.
    „Nein, das geht gar nicht, du hast Recht. Du hast ja gar keine Freunde!“, erwiderte Sam nicht weniger wütend. „Was ja kein Wunder ist. Ich meine....... ach verdammt, tut mir leid. Das wollte ich nicht sagen... Ich bin nur so angespannt, weißt du. Die Sache mit Jessica...“
    „... liegt schon über sechs Monate zurück und du hast noch kein einziges Mal mit mir darüber gesprochen“, beendete Dean den Satz. „Vielleicht wäre es besser, das endlich zu tun. Du hast Albträume, bist tagsüber oft kaum ansprechbar. Das geht so nicht weiter, Sam!“
    „Hör auf! Du weißt, das ich nicht darüber sprechen möchte. Lass es endlich sein, Dean. Hör auf zu nerven.“ Oh nein. Schon wieder ein Satz, der nicht so gemeint war. „Dean, ich...“
    „Ich nerve also. Na gut. Weißt du was? Ich geh jetzt ein Bier trinken. Und wenn ich wieder komme, hast du dir am besten einen Plan überlegt, wie wir diesen Vampir kriegen, College-Boy.“ Dean schnappte sich seine Jacke und schlug geräuschvoll die Tür hinter sich zu. Das war nicht gut, dachte Sam, das war wirklich nicht gut. Er versuchte sich einen Plan zu überlegen, um sich später auf diese Art unauffällig wieder etwas bei seinem großen Bruder einzuschmeicheln.

    Zur selben Zeit saß Dean in einer dunklen, fast verlassenen Kneipe und trank aus einer Flasche Bier. Dieser Mistkerl, dachte er wütend, ich reiß mir den Arsch für ihn auf und dabei nerve ich ihn anscheinend nur.. Und doch wusste er, dass dies nicht stimmte. Ihm war klar, dass Sam es nicht so meinte. Sie beide waren eine Familie. Da kann es schon mal sein, dass man sich gegenseitig etwas nervt, wenn man ständig zusammen hockt. Ganz ehrlich, manchmal geht mir Sam auch auf die Nerven. So ein kleines bisschen... dieser Freak. Dean lächelte. Sein kleiner Bruder war manchmal schon ein bisschen anstrengend. Aber andererseits konnte sich Dean nicht vorstellen, ohne ihn auskommen zu müssen. Familienbande eben. Er trank die Flasche aus und bestellte eine zweite. Bei der dritten Flasche Bier bemerkte er die Blondine, die ihn von der Seite beobachtete. Er drehte sich ein Stück und sah ihr direkt in die Augen. Sie lächelte und kam auf ihn zu. „Darf ich mich setzen, Fremder?“, fragte sie.
    „Klar. Ich glaube, mein Date hat mich sowieso versetzt. Aber falls sie doch noch auftaucht, wirst du Ärger kriegen. Mit ihr ist nicht zu spaßen.“
    Sie sah ihn unsicher an, unschlüssig, ob sie bleiben sollte. Dean bemerkte das.
    „Das war nur ein Scherz, ich hab kein Date. Tut mir leid. Setz dich. Mein Name ist Dean, ich habe mit meinem Bruder gestritten, wahrscheinlich ein bisschen zu viel getrunken, und ich glaube, ich rede schon wieder einen Haufen Müll. Ansonsten bin ich aber ganz o.k., glaube ich.“ Er lächelte.
    Die Unbekannte entspannte sich. Sie hielt ihm die Hand hin. Dean ergriff sie.
    „Du kannst mich Brooke nennen. Nett, dich kennen zu lernen.“
    Die beiden unterhielten sich lange und tranken noch einige Bier zusammen. Brooke war 23 Jahre alt, blond, hatte grüne Augen, und sah einfach hübsch aus. Außerdem war sie sehr nett und witzig. Dean mochte sie schon nach kurzer Zeit. Inzwischen saß sie bereits recht nahe an seiner Seite und hatte eine Hand mit zierlichen, schlanken Fingern auf sein Bein gelegt. Nicht, dass Dean etwas dagegen gehabt hätte. Irgendwie kam sie ihm seltsam bekannt vor, aber er konnte sie nicht einordnen. Das kann gar nicht sein. Ich kenne hier niemanden. Das muss an dem Alkohol liegen. Ach ja, vielleicht sollte ich auch mal langsam wieder zu Sam gehen. Dieser Vampir läuft frei rum. Aber etwas Zeit hat das noch, wir können jetzt eh nichts unternehmen.... Und er legte seine Hand auf die von Brooke. Als sie ihm direkt in die Augen sah und sich lächelnd zu ihm vorbeugte, wehrte er sich nicht dagegen. Sie hatte etwas an sich, das es ihm unmöglich machte, zu widerstehen. Eine seltsame Anziehungskraft. Ihre Augen wirkten jetzt nicht mehr grün, sondern eher leicht rötlich. Bestimmt nur Einbildung. Und doch war es seltsam. Aber als sie ihn schließlich sanft auf die Lippen küsste, und dieser Kuss intensiver wurde, als er ihn erwiderte, dachte er nicht mehr daran. Was zählte, war nur dieser Moment.

    Sam ging unruhig im Zimmer auf und ab. Dean war bereits seit fast 4 Stunden verschwunden. Sein Handy war entweder ausgeschaltet oder außerhalb des Empfangsbereiches. Langsam machte Sam sich Sorgen. Das passte überhaupt nicht zu seinem Bruder. Schließlich hielt er es nicht mehr aus. Er nahm seine Jacke und verließ das Motel, um Dean zu suchen. Hier gibt es ja wohl nicht allzu viele Kneipen in der Gegend, wo er sein könnte, hoffe ich. Falls er überhaupt dort ist...

    Dean und Brooke hatten zusammen die Bar verlassen und waren durch einige schmale Gassen gelaufen. Dean hatte keine Ahnung mehr, wo er war, aber seine Begleiterin schien den Weg blind zu kennen. Sie hatte ihn an der Hand genommen, und er ließ sich widerstandslos von ihr mitziehen. Ihm war alles egal. Sam, der Vampir, sein Job... Im Moment lief er willenlos wie eine Marionette hinter dieser Frau her. Irgendetwas war hier falsch, aber er wusste nicht, was. Als hätte Brooke seine Gedanken gelesen, hielt sie an, zog Dean an sich und küsste ihn wieder leidenschaftlich. Danach war wieder alles um Dean verschleiert, und er lief hinter ihr her wie zuvor. Schließlich blieb sie vor einer kleinen Tür in einem ebenso kleinen Haus stehen und schloss auf. Mit einem leidenschaftlichen Blick in Deans Richtung verschwand sie in der Öffnung. Und Dean konnte nicht anders, als ihr zu folgen und die Tür hinter sich zu schließen.

    Sam hatte schon zwei Kneipen durchsucht und die Barkeeper gefragt, ob sie jemanden gesehen hatten, auf den Deans Beschreibung passte. Erst in der dritten Bar, einer düsteren Spelunke, hatte er Glück. Der Barkeeper konnte sich erinnern. Kein Wunder, hier ist ja auch nicht wirklich viel geboten, dachte Sam, wahrscheinlich war er der einzige Gast hier. Aber das war wohl ein Irrtum. Der Mann hinter der Theke sagte ihm, dass Dean mit einer äußerst attraktiven Frau verschwunden war. „Was? Das darf doch nicht wahr sein! Dieser verdammte....“, rief Sam wütend. O.K, ruhig bleiben und weiter fragen. Vielleicht weiß der Typ ja, wo sie hinwollten. Aber er wusste es natürlich nicht. Er habe diese Frau vorher noch nie gesehen, versicherte er, und Sam könne sich dessen sicher sein, denn so einen heißen Feger würde er sicherlich nicht vergessen. Sam bedankte sich und verließ die Bar. Und was jetzt? Scheiße. Ich werde ihn töten, wenn ich ihn erwische.

    Dean war Brooke über eine Treppe in den ersten Stock gefolgt. Es war düster im Haus, und er musste aufpassen, wo er hintrat. Er verlor sie kurz aus den Augen und erblickte sie dann ein paar Meter weiter im Gang. Sie hatte ihre kurze, dünne Jacke und ihre Schuhe abgestreift. Sie lächelte und verschwand in einem Zimmer. Dean zögerte kurz und folgte Brooke dann. Wie er schnell bemerkte, war es ein Schlafzimmer. Und wie er noch schneller bemerkte, verfolgte Brooke eindeutige Absichten. Aber er ließ sich nur zu gerne auf diese Absichten ein...

    Während sich Dean mit Brooke vergnügte, beschloss Sam frustriert, wieder zurück ins Motel zu gehen. Er würde seinen Bruder sowieso nicht finden. Er kramte im Kühlschrank nach einem Bier und setzte sich aufs Bett. Das darf doch echt nicht wahr sein. Inzwischen läuft dieser Vampir wahrscheinlich durch die Stadt und tötet unschuldige Menschen. Und mein lieber Bruder verschwindet einfach so mit einer Frau.... Er musste an Jessica denken. Er vermisste sie so sehr. Wenn sie doch nur hier bei ihm sein könnte. Und Dean? Er bekommt jede Frau, und bei keiner hält er es aus. Das hat er gar nicht verdient, er ist nicht beziehungsfähig! Und ich... ich hab die Liebe meines Lebens gefunden und wieder verloren. Tränen brannten in seinen Augen, und er versuchte, an etwas anderes zu denken. Das gelang ihm allerdings nicht. Schließlich schaltete er den Fernseher ein, um sich abzulenken.

    Dean wachte auf und merkte, das etwas nicht stimmte. Irgendetwas lief warm und feucht an seinem Hals hinunter. Als er die Hand heben wollte, um zu tasten, was es war, stellte er verdutzt fest, dass seine Hände an die Rückwand des Bettes gefesselt waren. Nanu? Vorhin war Brooke aber nicht so drauf. Was hat sie denn wohl vor?, dachte er und grinste. Aber als Brooke zurück ins Zimmer kam, verging ihm das Grinsen. Jetzt hatte sie definitiv einen roten Schimmer in den Augen, aber das war nicht das schlimmste. An ihrem Mund klebte etwas, das aussah wie Blut. Und dann verstand Dean.
    „Brooke? Von wegen. Du bist Lucy. Ich habe dich heute in der Leichenhalle gesehen. Du hast einfach dein Aussehen etwas verändert. Sehr raffiniert.“
    „Tut mir leid, Schätzchen“, flüsterte sie, „aber ich konnte einfach nicht anders. Ich musste dich wieder sehen. Ich wusste, das ich dich haben muss – und zwar auf die eine und die andere Art... Aber es hat dir doch gefallen?“
    „Tja, bevor du mich gebissen hast, war es nicht übel“, erwiderte Dean und zog die Augenbrauen nach oben, während er schief lächelte. Dann leckte er sich über die trockenen Lippen. „Und wie soll es jetzt weitergehen?“
    „Nun... in einigen Stunden hast du dich verwandelt. Dann kannst du immer bei mir sein. Du darfst mein Sklave sein.“
    Außer, ich töte dich vorher, Miststück. Wenn der Meister tot ist, werden seine Opfer wieder zu Menschen, dachte Dean wütend. Warum musste er auch immer auf Frauen herein fallen? Aber wie zum Teufel soll ich mich befreien? Und wo ist eigentlich Sam, wenn man ihn braucht? Ich hätte ihn anrufen sollen und sagen, wo ich hingehe. Er seufzte. Das war alles wieder typisch Dean Winchester. Dann fiel ihm ein, dass er sein Klappmesser in der Tasche hatte. Wenn er da ran käme, könnte er vielleicht die Fesseln durchschneiden. Das ist meine einzige Chance. Er wartete, bis Brooke das Zimmer verließ, um Gott weiß was zu tun. Wahrscheinlich geht sie ihre Zähnchen putzen, damit sie immer kräftig zubeißen kann, dachte Dean sarkastisch. Dann begann er mit dem Versuch, das Messer zu erreichen. Schließlich gelang es ihm. Er setzte sich auf und rutschte, so gut es ging, an die Rückwand heran. Dann begann er, so leise wie möglich an den Seilen zu schneiden. Als Brooke einige Zeit später zurück kam – sie hatte sich tatsächlich den Mund abgewaschen und sich umgezogen – lag Dean wie zuvor im Bett.
    „Na mein Süßer, hast du mich vermisst?“, flüsterte sie in sein Ohr. Dann begann sie, die Bisswunden an seinem Hals zu berühren. Bald wirst du mir gehören... Aber irgendetwas stimmte nicht. Es dauerte nur ein paar Sekunden, bis sie wusste, was es war: Die Fesseln hingen lose an Deans Handgelenken. Aber sie hatte keine Zeit mehr, zu reagieren. Ihr vermeintliches Opfer hatte sich aufgesetzt und rammte mit einer schnellen Bewegung das Messer in Brooks Körper. Sie schrie laut auf und sprang vom Bett, um zu flüchten, aber Dean hatte sie schnell eingeholt. Er riss sie an den Schultern herum und warf sie auf den Boden. Mit einem Fuß drückte er sie an der Brust nach unten, sodass sie nicht aufstehen konnte.
    „So, Schätzchen... hast du mir noch etwas zu sagen, bevor ich dir den Rest gebe?“, fragte er spöttisch. Doch bevor sie antworten konnte, hatte er erneut mit dem Messer zugestochen. Diesmal allerdings so fest, dass das Messer auf der Rückseite austrat und die Vampirin am Boden festnagelte. In Ruhe holte er sein Feuerzeug aus der Tasche und zündete es an. Die lauten, wütenden Schreie unter ihm ignorierte er.
    „Ruf mich an“, sagte er augenzwinkernd und ließ das Feuerzeug fallen.

    Ungefähr 15 Minuten, nachdem Dean das Haus verlassen hatte, rückte die Feuerwehr an. Er hatte in einigem Abstand gewartet und zugesehen, wie das Feuer auf das ganze Haus übergegriffen hatte. Nun begannen die Feuerwehrleute mit der schweren Aufgabe, irgendetwas zu retten, bevor alles verbrannte. Ein Fernsehteam war angerückt und filmte das Spektakel. Auf einmal kam eine Nachrichtensprecherin zu Dean und hielt ihm das Mikrofon direkt unter die Nase.
    „Hier spricht Rosie Leland von KSTV. Wir berichten live am Ort des Geschehens. Hinter mir brennt ein Haus lichterloh. Vielleicht kann uns Mister...“, sie sah Dean erwartungsvoll an.
    „Oh, äh, mein Name ist...“, stotterte er überrascht. Diese Reporterin sieht heiß aus. Der würde ich gerne mal ein ganz privates Interview geben. „Nennen Sie mich Dean, Rosie.“ Und jetzt schnell mein charmantes Lächeln. Welches natürlich sofort schüchtern erwidert wurde. Dann fiel der Reporterin wohl ein, dass sie wegen dem Haus hier war.
    „Nun, äh, Dean... Können Sie mir sagen, was passiert ist? Haben Sie irgendetwas gesehen?“
    „Leider nicht. Ich war nur zufällig hier, da hat das Haus schon in Flammen gestanden. Schreckliches Unglück, nicht wahr?“
    Einige Minuten entfernt saß Sam am Fernseher und konnte nicht glauben, was er sah. Sein Bruder gab ein live Interview vor einem brennenden Haus. Das gab es doch nicht! Ohne das er es wollte, überkam ihn das Gefühl, dass das bestimmt kein Zufall war. Was Dean wohl jetzt schon wieder angestellt hatte? Tatsächlich konnte Sam sehen, dass von rechts bereits ein paar Polizisten auf Dean und die Reporterin zusteuerten. Die wollten bestimmt auch wissen, was geschehen war.
    „Ich glaube, ich sollte vorsichtshalber schon mal packen. Ich glaube, wir müssen dann ziemlich schnell die Stadt verlassen“, sagte er laut ins leere Zimmer und begann, die Sachen zusammen zu suchen.

    Ende



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