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Re: Merkel in Moskau
PsychoDevil - 28.04.2006, 13:22Merkel in Moskau
Energiestreit hält an!
Trotz neuer Verträge und demonstrativer Lobreden auf die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen hat das Regierungstreffen im sibirischen Tomsk keine Entspannung im Energiestreit bewirkt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bescheinigte Moskau am Donnerstag zwar eine seit 40 Jahren „verlässliche Partnerschaft“ bei den Energielieferungen. Doch fügte sie hinzu: „Es ist natürlich so, dass wir in Europa Diskussionen über Rohstoffe haben.“ Der russische Präsident Wladimir Putin sicherte „verlässliche Lieferungen“ zu, drohte aber erneut damit, dass Russland für seine Rohstoffe auch andere Abnehmer suchen könne.
BASF und Gasprom arbeiten zusammen
Unterdessen besiegelten der deutsche BASF-Konzern und der russische Gasriese Gasprom die gemeinsame Nutzung des sibirischen Gasfelds Juschno Russkoje. Nach monatelangen zähen Verhandlungen unterzeichneten BASF-Chef Jürgen Hambrecht und Gasprom-Chef Alexej Miller in Anwesenheit Merkels und Putins den Vertrag, der BASF zu 35 Prozent an der Ausbeutung des riesigen Gasfeldes beteiligt.
Auch Vertreter anderer deutscher Wirtschaftsbranchen unterzeichneten am Rande der Regierungskonsultationen neue Verträge. So vereinbarten die Chefs der Deutschen Bahn und der russischen Bahn RZD, Hartmut Mehdorn und Wladimir Jakunin, die Gründung eines gemeinsamen Logistik-Tochterunternehmens. Ziel sei es, die „gesamte Logistikkette“ im Schienengüterverkehr abzudecken und Russland mit dem Netz der Deutschen Bahn zu verknüpfen, erklärte der Konzern. Damit werde auch der Schienenverkehr zwischen Russland und der EU gestärkt.
Langfristige Partnerschaft
„Die Zukunftsaussichten der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen sind exzellent", resümierte Klaus Mangold, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft. Nach Angaben des Ausschusses ist Deutschland, das für 9,7 Prozent des russischen Außenhandels stehe, der wichtigste Außenhandelspartner Russlands. Überdies sei Russland mit einem Exportzuwachs von 15,4 Prozent im vergangenen Jahr der am schnellsten wachsende Markt für deutsche Produkte gewesen. Die langfristige Partnerschaft zwischen Russland und Deutschland lasse sich nicht auf Energie reduzieren, betonte Mangold.
Auch Merkel warnte in Tomsk davor, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern nur im Zusammenhang mit Energiefragen wahrzunehmen: „Die Wirtschaftsbeziehungen reichen über Energie weit hinaus.“ Sie nannte etwa die Luftfahrt, die Medizintechnik sowie die Bereiche Verkehr, Banken und Finanzdienstleistungen.
Deutsch-russische Handelskammer
Auch Putin unterstrich nach dem rund vierstündigen Gespräch mit Merkel: „Russland ist bereit, die langfristigen Partnerschaften auszubauen.“ Er kündigte die Einrichtung einer deutsch-russischen Handelskammer in Moskau bis Jahresende an.
Zugleich gab der Präsident den Schwarzen Peter im Energiestreit an die Europäer zurück. Moskau sehe die Abwehrhaltung gegen die Aktivitäten russischer Konzerne auf dem europäischen Markt selbst als „Bedrohung“. Russland habe während des Kalten Krieges verlässlich Erdgas nach Europa geliefert, unterstrich Putin. Werde dennoch immer wieder dieselbe Anklage laut, „nehmen wir das als Bedrohung wahr und fangen an, andere Abnehmer zu suchen", fügte Putin hinzu.
Heimflug nach Berlin
Einig zeigten sich Putin und Merkel darin, dass im Atomstreit mit dem Iran eine diplomatische Lösung gefunden werden müsse. Die internationale Gemeinschaft müsse gemeinsam handeln.
Nach Abschluss der zweitägigen Konsultationen flog Merkel am Nachmittag wieder nach Berlin. Nächste Woche besucht sie die USA.
Quelle: Focus
Re: Merkel in Moskau
DünnBrettBohrer - 28.04.2006, 22:49
Die Zeit das Russland ein bauernland ist, ist jedenfalls äußerlich vorbei. Wenn man aber bedenkt, das momentan es mehr in Konzerne fliesst, kann man sich die frage auch stellen, wer davon am meisten profitiert.
Re: Merkel in Moskau
Hatecore-BZ - 19.10.2006, 22:32
in Russland liegt die zukunft da gibs soviel unerschlossenes öl......
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