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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Melly Forum: Caballo de Vapor Forenbeschreibung: Forum des Andalusiergestütes Caballo de Vapor aus dem Unterforum: Pferdepfleger Antworten: 1 Forum gestartet am: Montag 07.05.2007 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Melly // Juli 2007 Letzte Antwort: vor 15 Jahren, 8 Monaten, 13 Tagen, 15 Stunden, 44 Minuten
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Re: Melly // Juli 2007
Melly - 13.07.2007, 15:04Melly // Juli 2007
Dressurtraining mit Amigo
Nachdem ich heute den halben Tag wieder einmal an Njárdvík geschuftet hatte, gönnte ich mir mein Mittagessen und beschloss, danach auf Caballo de Vapor reiten zu gehen. Ich hatte mir vorgenommen meinem Job nachzugehen und einmal einen der Hengste zu bewegen und hatte mich nach längerem Überlegen für mein ehemaliges Probepferd Amigo entschieden. Als ich auf Caballo de Vapor ankam, ging ich also rein in die Sattelkammer des Hofes, holte mir von den Haken an der Wand sein noch nagelneues Halfter und marschierte damit zu den Hengstekoppeln der Verkaufspferde. Amigo stritt sich gerade über den Zaun mit Inco und ich unterbrach die kleine Kämpferei und begrüßte den hübschen Hengst. Amigo entdeckte die Karotte in meiner Hand und nahm sie mir vorsichtig aus der Hand. Ich klopfte ihm den Hals und halfterte ihn auf. Er schien mich von meiner Probezeit noch zu kennen und folgte mir prustend in fröhlich-flottem Schritt zum Koppeltor. Ich hielt die anderen Hengste zurück und schloss es vorsichtig. Dann führte ich Amigo zum Putzplatz, band ihn an und holte seine Putzbox aus der Sattelkammer. Ich begann den Hengst zu putzen, was er widerwillig über sich ergehen ließ, dass ihm langweilig war, merkte man ihm schnell an. Der Hengst scharrte mit den Hufen am Boden und wartete auf irgendetwas interessantes. Ich schnappte mir Gummistriegel und entfernte ihm sämtliche lose Haare, die in seinem schlammigen Fell hingen. Dabei ging noch einiges herunter (wahrscheinlich ahtte er sich gewälzt) und als ich schließlich fertig war durfte ich den ganzen Putzplatz sauber machen. Ich putzte noch Amigos Beine mit der Wurzelbürste und kratzte dann seine Hufe aus. Schließlich sattelte und trenste ich den "Kleinen" Fuchsroten und führte ihn dann auf den Platz. In diesem Moment begann es leicht zu tröpfeln und ich begann zu schimpfen. Es hatte so schön ausgesehen den ganzen Tag und ich hoffte, dass es bei ein paar wenigen Tropfen blieb. Ich führte Amigo auf die Mittellinie, gurtete vorsichtig nach und stellte mir die Steigbügel ein. Wie ich neue Sättel hasste! Dann stieg ich schwungvoll auf und setzte mich leicht in seinen Sattel. Im Halt nahm ich die Zügel auf, gab Paraden an beiden Zügeln und spielte mir so schon mal Amigos Kopf ein wenig herunter. Mit der Ausbildung des Hengstes war July schon relativ weit, und er benahm sich wirklich super. Ich lobte Amigo als er nachgab, dann ließ ich ihn voraus und trieb ihn in den Schritt. Ich ging auf den Hufschlag und beruhigte den hektischen Fuchs ein wenig. Der Hengst war viel zu flott und ich brauchte eine Weile, bis ich ihn in einem gemäßigten Tempo hatte, so dass ich arbeiten konnte. Nun spielte ich am Außenzügel immer wieder ab und verlieh Amigo eine leichte Innenstellung, bis der Hengst schließlich nachgab und nach unten abknickte. Sofort lobte ich ihn, versuchte ihn in dieser Haltung zu behalten und bog ihn etwas mehr um meinen inneren Schenkel, als ich in die Ecken ritt. Nun ging ich auf den Zirkel, achtete darauf, dass Amigo sich wirklich korrekt bog und nicht nur den Hals herumriss, dann ging ich eine schöne Runde. Als ich nun auf X kam, spielte ich an beiden Zügeln, gab feine Paraden auf beiden Seiten und trieb die Hinterhand des Hengstes direkt in meine Zügel hinein. ALs Amigo stand, lobte ich ihn kräftig und gab nach. Der Hengst prustete und streckte sich ein Stück abwärts, was ich erneut mit nachgeben belohnte und ihn schließlich wieder auf den Hufschlag lenkte. Nun ging ich in einem flotteren Schritttempo um die Bahn, ließ den Hengst immer etwas nach innen gestellt und stellte ihn dann wieder gerade. Dann lenkte ich Amigo auf den anderen Zirkel, bog ihn wieder um meinen Schenkel und spielte am äußeren Zügel ab, während ich ihn mit dem inneren ein wenig gestellt hielt. Als der Hengst abknickte, wurde er wieder gelobt und nach zwei richtig schönen, runden Zirkeln machte ich einen Handwechsel über "aus dem Zirkel wechseln". Das Umstellen klappte gut, Amigo verstand und ließ sich in die andere Richtung biegen. Wieder lobte ich ihn ausgiebig, spielte außen wieder ab und ließ ihn auf der Hand wieder ein bisschen langsamer gehen, damit ich mir seine Hinterhand so schön dazuholen konnte wie auf der anderen Hand. Als Amigo nachgab, den Rücken nach oben wölbte und regelmäßig auf seinem Gebiss kaute, begann ich wieder mit Zirkelarbeit, legte etwas an Tempo zu und stellte den Hengst nach innen. Der Außenzügel spielte immer wieder ab, während der innere die Stellung behielt und Amigo half, sich auf dem Kreisbogen zu bewegen. Mein innerer Schenkel bog das elegante und leichtfüßige Pferd ebenfalls und nach zwei erneuten Runden auf dem Zirkel ging ich wieder ganze Bahn. Nun hielt ich Amigo an jedem der Bahnpunkte an, versuchte ihn vor allem über den Sitz zum Anhalten zu bewegen und erzielte erste Erfolge nach der zweiten Runde im Schritt =) Sofort wurde Amigo wieder von mir gelobt und der Hengst prustete erfreut. Ich grinste und gab mit den Zügeln etwas nach. Nun wollte ich wieder einmal das Antraben versuchen und war schon gespannt, was daraus werden würde. Ich holte mir Amigos Hinterhand wieder gut dazu, spielte den Hengst am Außenzügel ab und wartete, bis ich einen Moment fand, in dem Amigo regelrecht nach unten abtauchen zu schien. Schnell entlastete ich den Sattel leicht, drückte dem Hengst mit verkürzten Zügeln auf die Schultern und trieb ihn mit Zungenschnalzen und Schenkeldruck in den Trab. Amigo trabte wunderschön und schwungvoll an und ich lobte ihn. Seine Vorhandaktion reichte bis fast in die Senkrechte und er streckte seine Beine weit nach vorne. Prustend trabte der Hengst vor sich hin, ich setzte mich wieder in den Sattel und spielte ihn am Außenzügel ab. Der hübsche Fuchs lief flott und locker, ich fühlte, dass sein Trab wunder wunderschön war und ließ ihn eine Runde so laufen. Dann ging ich auf den Zirkel, stellte den Hengst etwas nach innen und bog ihn um meinen inneren Schenkel. Sofort stellte sich Amigo wieder mehr und ich lobte ihn. Nach einer schönen Zirkelrunde ging ich wieder auf die ganze Bahn und beschleunigte nun sein Trabtempo. Der Hengst riss den Kopf hoch, mischte einige Galopprollen in den Trab und trabte erst wieder taktklar, nachdem ich ihm auf den Hals gedrückt und im Sattel entlastet hatte. Ich lobte den Hengst, steigerte nun etwas vorsichtiger das Trabtempo und spielte ihn außen wieder ab. Langsam senkte Amigo seinen Kopf wieder. Ich lobte ihn, ließ ihn eine Runde im Trab laufen und parierte dann zum Schritt durch. Nun ritt ich eine Volte, auf der ich ihn möglichst schön gebogen hielt, ritt noch eine Volte und schließlich eine Kehrtvolte. Amigo hatte eindeutig Dressurtalent und ich staunte nicht schlecht... Auf der anderen Hand spielte ich ihn mir im Schritt nun wieder herunter, trieb ihn an den Zügel heran, spielte ihn am Außenzügel ab und trieb Amigo dann energisch vorwärts. Als Antwort bekam ich einen flotten Trab vorgesetzt, der anfangs noch zu sehr gelaufen und viel zu hektisch war. Ich beruhigte den Hengst und nahm ihn vorsichtig zurück, dann korrigierte ich seinen Takt, indem ich an beiden Zügeln Paraden gab, einmal die Gerte einsetzte und ihn noch mehr auf die Hinterhand setzte. Als seine Schritte raumgreifend wurden und die Hinterhand schön mitschwang ließ ich den Hengst eine Runde ganze Bahn laufen, bevor ich an den langen Seiten zwei Volten ritt und danach durchparierte. Ich lobte ihn kräftig, ging noch eine Runde im Schritt und ließ dann die Zügel lang werden. Nach weiteren zwei Runden lenkte ich Amigo dann auf die Mittellinie und stieg ab. Um ihn nicht zu erschrecken, schlug ich die Steigbügel über und führte ihn zurück zum Putzplatz. Dort sattelte ich ab, brachte ihm sein Futter und putzte ihm dann nochmal übers Fell. Schließlich räumte ich alle Sachen auf und gab Amigo dann noch eine Karotte. Heimlich steckte ich mir ein Leckerli in die Jackentasche, band den Hengst los und führte ihn zur Hengstekoppel zurück. Dort nahm ich ihm das Halfter ab, klopfte ihm den Hals und gab ihm noch das Leckerli. NUn musste ich mich schon wieder auf den Weg zu meinen beiden Schätzen machen, die schon sehnsüchtig auf mich warteten =)
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