Vinda | Juli 2007

Islandpferdegestüt Njárdvík
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    Re: Vinda | Juli 2007

    Kathi - 13.07.2007, 19:04

    Vinda | Juli 2007
    Ohne Sattel Ausritt & Schwimmen im See

    Die Sonne knallte vom Himmel und es war echt unerträglich heiß als ich heute auf den Hof von Njardvik fuhr. Nachdem ich erstmal was getrunken hatte, lief ich zu meinem Spind, nahm Vindas Halfter heraus und stiefelte zu meiner Stute auf die Koppel. Sie stand natürlich ganz hinten und ich brauchte zehn Minuten, bis ich hintergelatscht war.
    Vinda wurde erstmal mit einem Apfel begrüßt, den sie genüsslich kaute und anschließend dann ihr Apfelsabbermaul an meinem Top abwischte^^. Ich beschloss, heute mal wieder faul zu sein und vorzureiten. Also schwang ich mich auf Vindas Rücken und trieb die Stute an. Die fand das gar nicht so toll, ihren Schattenplatz verlassen zu müssen und dann saß da auch noch jemand auf ihrem Rücken! Unwillig bockte die Stute los und ich konnte mich gerade noch in ihrer Mähne festhalten. Nach ein paar Metern saß ich soweit halbwegs sicher und rupfte zweimal ordentlich am Strick, da besann Vinda sich und blieb stehen. Ich ließ sie einen Augenblick warten und dann im Schritt antreten.
    Als wir am Tor angekommen waren, rutschte ich vom Rücken meiner Stute, öffnete das Tor und führte sie raus. Dann brachte ich Vinda an die Anbindestelle. Viel zu putzen gab es nicht, Vinda war nur ein wenig staubig und der Staub ging eh nicht raus. Trotzdem striegelte ich die Stute kurz, bürstete sie mit der Kardäschte, kämmte ihr Langhaar und kratzte die Hufe aus. Jetzt überlegte ich, was ich mit Vinda überhaupt machen wollte. Für Ovalbahn oder Platz war es viel zu heiß, aber auch ein normaler Ausritt würde kaum zum Spaß werden. Allerdings war ich letztens beim Ausreiten mit Melly und July an einem See vorbeigekommen, der mitten im Wald lag und ich beschloss, einfach mal zu probieren, ob Vinda da reingehen wollte. Meinen Bikini hatte ich sowieso drunter und jetzt musste nur noch Vinda ausgestattet werden^^. Ich plante, ohne Sattel zu reiten, allerdings mit Satteldecke und Deckengurt, und suchte alles zusammen. Als meine Stute dann ausgerüstet war, trenste ich sie noch auf und schwang mich auf ihren Rücken. Vinda war von einem Ausritt angetan, vor allem, da ich sie gleich zwischen den Feldern hindurch in den kühlen Wald lavierte. Dort war es nicht ganz so heiß, dafür wurden wir von Stechmücken und Bremsen umschwirrt und natürlich auch gestochen^^. Nach einer Viertelstunde Schritt, in der ich Vinda lange Zügel gelassen hatte, nahm ich die Zügel auf, trieb Vinda gegen die Hand, ließ sie abkauen und stellte sie dann vorsichtig zusammen, denn die restliche Strecke bis zum See konnten wir ruhig in flottem Tölt zurücklegen. Also trieb ich Vinda in den Tölt und die Stute trat, anfangs etwas matt, im Tölt an. Ich arbeitete heute nicht mit ihr, das würde uns nur beide quälen xD Wir bogen jetzt von einem Wiesenweg auf einen langen, geraden Waldweg ein. Ich ließ meine Stute schneller werden und genoss das Gefühl der rotierenden Hufe, der schnellen Bewegungen und der Bewegungsfreude, die durch Vindas Körper strömte. Viel zu schnell hatten wir dann den Waldsee erreicht und ich parierte durch. Wir ritten ein Stück am Ufer entlang, bis ich eine Stelle gefunden hatte, die sich zum Hineingehen eignete. Dort stieg ich ab, nahm Vinda Deckengurt und Satteldecke ab und zog Reithose, Top und Schuhe aus. Soweit bereit führte ich Vinda erstmal zum Wasser hin, ließ sie es ausgiebig beriechen und schließlich trinken. Dann stieg ich wieder auf und trieb meine Stute auf den See zu. Ohne zu zögern setzte Vinda ihre Vorderhufe ins Wasser, guckte nochmal und ging dann auf ein leichtes Anlegen der Schenkel ganz hinein. Eine Weile wanderte sie ein Stück im flachen Wasser, dann begann sie, mit dem linken Vorderhuf immer wieder ins Wasser zu hauen, ging ein Stück weiter hinein und machte damit weiter. Ich ließ sie gewähren, denn nass werden würden wir so und so und ich war ja kein Spaßverderber^^. Nach zehn Minuten plantschen reichte es mir dann doch und ich nahm die Zügel auf. Jetzt wollte ich mal probieren, wie weit meine Stute dann reingehen würde und ob sie schwimmen würde. Vorsichtig trieb ich Vinda geradeaus, erlaubte ihr, ab und zu stehen zu bleiben, machte aber dennoch klar, dass ich weiter wollte. Die Stute war immer wieder kurz unsicher, aber ich bestärkte sie in ihrem Handeln und schließlich spürte ich, wie Vinda zu schwimmen begann. Auch noch mein Gewicht zu tragen wäre für sie zu schwer gewesen, also rutschte ich von ihrem Rücken und hielt mich am Hals fest. Vinda durfte selbst bestimmen, wo sie hinschwimmen wollte oder ob sie wieder ans Ufer wollte und ich ließ mich einfach nur ziehen. Die Stute schwamm erstaunlich weit hinaus, wo es mir dann schon mulmig wurde, schließlich war ich noch nie mit der Stute geschwommen und hatte keine Ahnung, wie kräftezehrend das für sie war.
    Schließlich kehrte die Stute um und ich spürte, dass sie ziemlich ko war. Deshalb schwamm ich jetzt allein neben ihr her und lenkte sie auch direkt ans Ufer. Dort angekommen schüttelte sich Vinda erstmal ausgiebig und begann dann, das üppige Gras zu fressen, das direkt am Wasser wuchs. Ich zog mich derweil wieder an und befestigte die Satteldecke wieder mit dem Deckengurt. Vinda war schon wieder fast trocken, denn hier schien direkt die Sonne hin.
    Ich schwang mich auf ihren Rücken, zupfte ihren Kopf aus dem Gras und ließ sie antreten. Die Stute war jetzt total locker, vor allem im Rücken machte sich das bemerkbar, aber auch in der Hinterhand. Ich ließ sie zwanzig Minuten Schritt gehen, da ich Vinda auf keinen Fall überanstrengen wollte, dann beschloss ich aber, auszuprobieren, wie die Stute jetzt töltete. Sanft nahm ich die Zügel auf und bereitete Vinda aufs Antölten vor. Als sie sauber versammelt war, aber der Rücken immer noch gut schwang, ließ ich die Stute schneller werden und trieb von Anfang an gut mit, damit die Hinterhand dabei war. Vinda überraschte mich total, denn das Schwimmen hatte es voll gebracht. Sie töltete taktklar los, schob die Hinterhand richtig runter und machte für ihre Verhältnisse sehr große Schritte. Durch ein paar Paraden kam sie hinten noch tiefer und wurde vorne locker und frei, wodurch eine klasse Aufrichtung und eine richtig geile Bewegung entstand. Allerdings war dieser richtiggehend perfekte Tölt sehr anstrengend für die Stute und schon als wir den Waldrand erreichten, schnaufte sie ziemlich und ich parierte sie durch. Natürlich wurde Vinda jetzt mit Lob überschüttet, das war einfach nur geil <3
    Als wir wieder auf den Hof kamen, nahm ich der Stute gleich Trense und Satteldecke ab und gab ihr eine Extraportion Kraftfutter und Karotten zu fressen. Dann brachte ich sie auf die Koppel zurück und setzte mich zu Melly in den Schatten.



    Re: Vinda | Juli 2007

    Kathi - 28.07.2007, 12:54


    Dressur auf dem Platz

    Zum Glück war es heute nicht mehr so heiß wie die letzten Tage und ich konnte endlich wieder richtig mit Vinda arbeiten. Damit wollte ich auch gleich anfangen, schnappte mir ihr Halfter und lief auf die Koppel. Die Stute stand heute weit vorne und ich brauchte gar nicht weit zu laufen. Als ich sie erreichte, begrüßte ich Vinda mit einem Leckerli und halfterte sie auf. Dann führte ich sie an die Anbindestelle und begann, sie zu putzen. Nach dem gestrigen Schwimmen war da nicht viel zu tun, dafür nahm ich mir heute Zeit, mal wieder den Schweif zu verlesen.
    Nach dem Putzen holte ich dann Sattel und Trense und machte Vinda und mich reitfertig. Die Stute spitzte die Ohren als ich sie richtung Platz führte, da war ich sie schon länger nicht mehr geritten. Auf dem Platz gurtete ich dann nach, nahm die Zügel auf und stieg auf. Vinda blieb heute erstaunlicherweise brav stehen bis ich mich zurechtgesetzt hatte.
    Ich ließ sie auf die linke Hand gehen und erstmal eine Runde am langen Zügel entspannen, dann nahm ich die Zügel leicht auf und begann, sie gegen die Hand zu treiben. Schon bald begann die Stute, zu kauen und den Kopf zu senken. Dafür belohnte ich sie, indem ich nachgab und kurzzeitig mit der Arbeit aufhörte. Als sie konstant in Dehnungshaltung lief, ritt ich auf den Zirkel. Dabei bog ich Vinda um meinen inneren Schenkel und ließ sie über den äußeren Zügel abkauen. Sie reagierte super auf diese Arbeit und fing auch an, besser mit der Hinterhand zu arbeiten und etwas größere Schritte zu machen.
    Als ich Vinda auf beiden Händen im Schritt geformt und gebogen hatte, nahm ich die Zügel mehr auf, ließ Vinda zweimal auf den Punkt genau anhalten und dann nach einer halben Runde Schritt antraben. Durch die schöne Haltung, die sie bereits im Schritt gehabt hatte, war die Haltung im Trab von vorn herein recht gut und ich hatte Vinda mit ein paar Paraden gleich in einer sehr guten Haltung. Anfangs ritt ich im Trab ein paar Zirkel und Schlangenlinien und konzentrierte mich auf sicheren Trab und eine konstante Haltung. Zweimal fiel Vinda aus der Gangart und töltete ein paar Schritte, allerdings konnte ich sie beide Male durch kurzes Entlasten und Vorgehen mit der Hand sofort wieder zurückholen.
    Nach einer Viertelstunde Trabarbeit auf beiden Händen saß ich dann aus und trieb Vinda von hinten mehr runter. Gleichzeitig spielte ich vorne, gab immer wieder Paraden und holte sie in eine leichte Versammlung. So probierte ich dann ein paar Volten. Die erste klappte gar nicht, Vinda hörte nicht auf den inneren Schenkel und driftete nach innen ab. Bei der zweiten disziplinierte ich sie dann mit einem Gertenklaps und immerhin wurde die Volte annähernd rund. Mir gefiel das aber noch gar nicht, denn Vindas Haltung war nicht mehr so gut und außerdem setzte die Stute ihre Hinterhand gar nicht mehr richtig unter. Energisch ritt ich sie vorwärts, bog zur Volte ab, trieb gut mit, auch mit der Gerte, nahm sie richtig zwischen Schenkel, Zügel und Gewicht und bog die Stute sauber. Die Hinterhand war dieses Mal auch viel besser dabeigewesen und auch die Haltung hatte sich besser gehalten. Auf dieser Hand wollte ich jetzt noch eine machen, die aber richtig gut. Also konzentrierte ich mich, bereitete Vinda vor, wendete sie im richtigen Moment ab, trieb ausreichend und wir schafften eine ziemlich gute, fast runde Volte. Das reichte mir für diese Hand und ich ritt einen Handwechsel. Auf der anderen Hand klappten gleich die ersten beiden Volten gut, das war für heute auch genug und ich parierte Vinda durch zum Schritt. Da durfte die Stute erstmal zwei Runden am langen Zügel entspannen, was sie auch richtig genoss. Dann nahm ich die Zügel wieder auf, spielte kurz die Zügel an und ritt dann auf den Zirkel. Ich wollte die Stute an der offenen Zirkelseite mit der Hinterhand übertreten lassen und legte beide Schenkel zurück. Als es zur offenen Seite hinging, ließ ich Vinda mit der Vorderhand etwas nach innen gehen und trieb sie mit den Schenkeln zur Seite. Die Stute war etwas irritiert und wollte mit der Vorderhand stehen bleiben, was ich gleich mit einem kurzen Gertenklaps quittierte. Das ganze wurde mir zu sehr Schenkelweichen und ich trieb mit dem äußeren Schenkel gegen, damit Vinda mit der Vorderhand nicht mehr kreuzte. Die Stute war noch sehr anstrengend so zu reiten, daher machte ich das auf jeder Hand nur zwei offene Seiten, das war genug. Danach spürte ich, dass Vinda die Hinterhand im Schritt schon deutlich besser mitnahm ohne dass ich treiben musste wie blöd.
    Zum Schluss wollte ich noch auf jeder Hand ein bisschen galoppieren. Also ließ ich Vinda nochmal antraben, stellte sie leicht nach außen und ließ sie in der ersten Ecke der kurzen Seite angaloppieren. Sie schoss los, stolperte, schnitt die nächste Ecke und wetzte die lange Seite rauf. Energisch setzte ich mich hin und gab eine Parade - keine Reaktion. Ich wurde etwas deutlicher und nahm auch die Gerte zu Hilfe, Vinda ignorierte mich total. Also machte ich das Gegenteil von dem, was sie erwartete: ich nahm jeglichen Zügelkontakt weg, entlastete und trieb sie vorwärts. Verdutzt wurde die Stute langsamer, was ihr einen energischen Gertenklaos von mir einbrachte. Als ich das Gefühl hatte, dass Vinda wieder zuhörte, setzte ich mich wieder hin und gab Paraden. Tatsächlich wurde sie jetzt langsamer und ließ sich wieder auf den Hufschlag lenken. Ich trieb sie gegen den Zügel und verlangte ein Abkauen und Senken ihres Kopfes. Als wir zwei Runden halbwegs ordentlich galoppiert waren, parierte ich die Stute durch, wechselte im Trab die Hand und ließ sie gleich wieder angaloppieren. Dieses Mal hatte ich sie von vorne herein zwischen den Hilfen und wir galoppierten drei Runden, davon sogar eineinhalb in ganz guter Haltung.
    Dann parierte ich durch zum Schritt und ließ mir die Zügel aus der Hand kauen. Vinda war schon so ein Racker^^ aber es machte mir total Spaß, sie zu reiten.
    An der Anbindestelle sattelte und trenste ich die Stute ab, kratzte ihr die Hufe aus und gab ihr dann was zu futtern. Als sie aufgefressen hatte, brachte ich sie zurück auf die Koppel und sah ihr noch beim Wälzen zu.



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