Kapitel 12

Nächte mit Vampiren
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    Re: Kapitel 12

    Jamida - 13.07.2007, 13:44

    Kapitel 12
    Sie hatte einen Entschluss gefasst. Sie wollte gehen. Sie wollte die anderen nicht in Gefahr bringen.
    Am Abend ging sie ins Bett und wartete bis alle schliefen. Schnell zog sie sich wieder an und schlüpfte lautlos aus dem Zimmer. Rico stets hinter ihr. Sie schlich den Flur entlang, ins Wohnzimmer. Doch als sie nur noch wenige Schritte von der Tür entfernt war hörte sie hinter sich:
    „Was hast du vor?“
    Arion war nicht schlafen gegangen. Er saß dort in seinem Ledersessel, als hätte er bereits auf sie gewartet.
    „Ähm, Rico muss mal raus,“ log sie.
    „Aha und dafür schleichst du hier im dunkeln rum? Komm mal her,“ er bot ihr einen Platz auf seiner Sessellehne an.
    Langsam ging sie zu ihm rüber und setzte sich. In einem ruhigen Ton sagte Arion:
    „Ich weiss was du vor hattest und ich weiss auch warum. Aber mach dir keine Sorgen um uns. Du solltest dich Momentan auf etwas anderes konzentrieren.“
    Er lächelte sie sanft an.
    „Was denn?“
    „Wolltest du nicht lernen wie man Zaubert? Und hattest du nicht noch ein paar Fragen? Denn wir sind ein paar mal unterbrochen worden.“
    „Warum versteht ihr euch so schlecht mit Spike? Das Sven ihn nicht mag liegt denke ich daran das Sven ein Werwolf ist und Spike eine Vampir, aber warum bist du so abweisend ihm gegenüber?“
    Arion bekam einen traurigen Gesichtsausdruck und fing langsam an zu erzählen:
    „Es liegt nicht direkt an Spike. Aber daran das er ein Vampir ist. Ich weiss nicht was sie dir erzählt haben woran Myrea, deine Mutter, gestorben sein soll, aber es ist nicht so. Sie wurde von Vampiren angegriffen und getötet. Noch dazu war einer von ihnen ein guter Freund von mir. Seit diesem Vorfall habe ich jeglichen Kontakt zu den Vampiren abgebrochen. Bis heute habe ich keinen von den drei Mördern gefunden. Aber das wird sich noch ändern.“
    „Ach so. Dann verstehe ich jetzt einiges.“
    Ihre Mutter war also von Vampiren ermordet worden. Sie verstand nun warum sie sie nie im Krankenhaus besuchen durfte. Es war für sie zwar immer eine schmerzliche Erinnerung, doch irgendwie war es nun anders. Sie fühlte sich nicht mehr so allein. Nun hatte sie ihren Vater gefunden. Mit ihm teilte sie diese schmerzhaften Gedanken.
    „Sag mal warum bin ich nicht auch schwarz? So wie du?“
    „Das ist eine biologische Ursache. Und zwar gibt es eine fünfzig prozentige Chance, bei einem Paar mit unterschiedlichen Hautfarben, das das Kind die Hautfarbe der Mutter hat. Genau so gut kann es sein das, wenn du einen Mann bekommst der auch eine helle Haut hat, du ein Kind bekommst mit dunkeler Hautfarbe.“
    „Oje, das ist ja verwirrend,“ lachte Moira.
    „Ja, das stimmt. Was möchtest du denn noch wissen?“
    „Ich weiss nicht. Mir fällt nichts mehr ein.“
    „Dann würde ich sagen gehen wir jetzt ins Bett. Damit du Morgen fit bist für deine erste Unterrichtsstunde.“
    „Gute Nacht.“
    Sie umarmte ihren Vater noch mal glücklich und ging wieder zurück auf ihr Zimmer. Ganz aufgeregt schlief sie ein. Was er ihr wohl in der ersten Stunde beibringen würde?

    Am nächsten Morgen erwachte Moira schon früh. Nachdem sie sich angezogen hatte ging sie ins Wohnzimmer, wo Tampa gerade anfing den Tisch zu decken.
    „Guten Morgen, Moira. Gut geschlafen?“
    „Morgen. So mehr oder weniger. Ich bin ein wenig aufgeregt, weil mir Arion versprochen hatte heute mit dem Unterricht an zu fangen.“
    „Du brauchst aber nicht aufgeregt zu sein. Arion ist ein guter Lehrer. Er wird denke ich mal am ersten tag schauen was du schon kannst und dir dann einiges erklären.“
    „Kann ich dir helfen?“
    Nachdem die Zwei jungen Frauen den Tisch fertig gedeckt hatten weckten sie die anderen und es wurde gemeinsam gefrühstückt. Diesmal saßen alle zusammen friedlich am Tisch. Allein Sven und Spike funkelten sich böse an, als sich ihre Blicke kreuzten. Nach einer weile fragte Tampa:
    „Arion, woher kennst du eigentlich Moira?“
    Er schien sich einen Moment die Worte zurecht zu legen und antwortete dann ruhig:
    „Moira ist meine Tochter.“
    Einen Moment lang hielten Tampa, Oswin und Sven inne, und schauten Arion überrascht an. Was Moira wunderte war, dass Spike in ruhe weiter aß.
    „Ja, sie ist meine Tochter. Ich habe vor längerer Zeit ihr Mutter kennen gelernt, doch unsere Wege mussten sich leider trennen. Doch durch Spike habe ich Moira endlich gefunden. Deshalb dulde ich ihn auch in meinem Haushalt.“
    Die aufgekommene Stille wurde, nach kurzer Zeit, von Sven gebrochen:
    „Ähm, Glückwunsch.“
    „Danke. Moira komm, wenn du fertig bist, zu mir ins Büro. Ich bereite schon mal alles vor.“

    Schon kurze Zeit später klopfte die junge Frau an die Bürotür ihres Vaters. Als sie die Tür öffnete hatte sich der Raum geringfügig verändert. Auf der anderen Seite des Raumes war nun eine Tür, die vorher noch nicht dort gewesen war. Arion saß diesmal hinter dem Schreibtisch.
    „Komm. Ich habe uns einen kleinen Unterrichtsraum gestaltet. Da sind wir ungestört und du brauchst keine Angst zu haben, dass du etwas kaputt machst.“
    Er lachte leise, bevor er aufstand und die Tür öffnete. Dahinter kam eine schier endlose üppige Wiese zum Vorschein. Links und rechts der Tür lag ein Wald. Jedoch schien dort weit und breit kein Lebewesen zu sein. Auch als sie diesen `Raum´ betrat schien dort kein Wind zu wehen und es gab weder Wolken noch Sonne. Der Himmel war schlicht hellblau. Einige Schritte von der Tür entfernt lag eine große Decke ausgebreitet auf dem Boden. Nachdem sie sich dort niedergelassen hatten fing Arion an zu erzählen:
    „Die Zauber, die ich dir in den nächsten Wochen beibringen werde, werden ausschließlich mit dem eigenen Willen gewirkt. Wir zaubern nicht direkt, wie vieler Orts erzählt wird, mit einer begrenzten `Mana´. Wir wirken unsere Magie mit der Kraft die wir aus der Umgebung und von uns selber bekommen. Denn du musst wissen in allem was du hier siehst, in allem was es gibt, wohnt die magische Energie, die wir für unsere Magie brauchen. Das heißt wir entziehen die Kraft, die wir für einen Zauber brauchen, der Umgebung, in dem Moment in dem wir ihn wirken. Doch in den ersten Jahren entziehen wir weniger Energie der Natur, sondern mehr uns selber. Denn auch in uns ist diese Kraft. Doch leider reicht diese Kraft nur für wenige Zauber. Viele Magier brauchen jahrzehnte um die Energie genauso schnell aus der Natur nehmen zu können, wie sie sie verbrauchen. Hast du das in so weit verstanden?“
    „Ähm, nicht direkt. Das war jetzt ein wenig schnell.“
    „Na gut. Jetzt noch mal langsamer. Jeder Zauber wird anders gewirkt. Viele von ihnen mit dem eigenen Willen, andere mit einer Formel, dass heißt einem Spruch den wir aufsagen. Noch dazu gibt es einige andere Möglichkeiten unsere Magie zu wirken, doch dazu kommen wir später. Die ersten Wochen konzentrieren wir uns also auf das Wirken mit der Willenskraft. Was du vorerst noch wissen musst ist, dass in allem Natürlichen was es gibt astrale Kraft, also magische Energie, wohnt. Damit meine ich alles was die Natur geschaffen hat, wie Lebewesen, Pflanzen und sogar Luft. Diese Kraft machen wir uns zu nutze, indem wir sie benutzen um unsere Magie zu wirken. Anfänglich wirst du noch zum größten Teil die astrale Energie nutzen die in dir selber inne wohnt, doch ich werde dir beibringen wie du die Energie aus der Natur benutzt. Wenn du fleißig daran arbeitest, deine Zauber weniger mit deiner eigenen Kraft und mehr mit der Kraft der Natur zu wirken, wirst du es nach einigen Jahren schaffen dir die Energie der Natur komplett zu nutze zu machen. Solange du das noch nicht richtig beherrschst wirst du dich schon nach einigen Zauberversuchen erschöpft fühlen, doch das ist normal. Denn die astrale Kraft die du aus deinem Körper nimmst ist nicht sonderlich reichhaltig. Mit der Zeit regeneriert sich diese Kraft aber wieder. Es passiert gelegentlich sogar, dass, wenn man viele Zauber in kurzer Zeit auf dem gleichen Standpunkt gewirkt hat, die Pflanzen in der unmittelbaren Umgebung verdorren und die Luft schal riecht. Das kommt davon, dass Lebewesen und Pflanzen von dem akuten Mangel an astraler Kraft sterben können. Das heißt für dich, dass du nicht über den Punkt der Erschöpfung hinaus weiter Zaubern solltest. Also, lange Rede, kurzer Sinn. Lass uns anfangen.“



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    Kapitel 7 - gepostet von Jamida am Freitag 13.07.2007



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