Longieren allgemein

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    Re: Longieren allgemein

    Mini-Mary - 12.08.2008, 11:19

    Longieren allgemein
    Hallo zusammen!

    Ich würde gerne einmal eure Erfahrung und Meinung zum Longieren allgemein wissen!

    Ich habe schon so Einiges ausprobiert, vom einfachen Halfter bis zum Kappzaum, von ausgebunden bis zur Doppellonge usw.

    Nun bin ich kein großer Fan des Longierens, mache das nicht regelmäßig sondern eigentlich nur zum Ausbildungsbeginn und/oder mal um ein Training aufzubauen (ich arbeite lieber mit den Langzügeln oder gehe einfach spazieren).

    Ich habe aber im Laufe der Zeit festgestellt, dass ich beim Longieren am liebsten einfach nur mit Halfter arbeite.
    Die Ponys reagieren auf Stimme und Körpersprache und sie gehen bald von alleine vorwärts-abwärts!

    Und genau hier gehen ja die Meinungen auseinander. Sollte man nun ausbinden oder besser doch nicht? Wenn ja warum.....oder warum eben nicht usw.
    Selbst in der gängigen Literatur kann man alle Aspekte treffen, die Einen sagen so, die Anderen so!
    Was sagt ihr?



    Re: Longieren allgemein

    Anonymous - 12.08.2008, 12:01


    Ich mache das vom Pferd/Pony und vom Longenführer abhängig.

    Ein erfahrener Longenführer und ein gut ausgebildetes Pony brauchen eigentlich nur Halfter und Longe, oder eben Kappzaum und Longe, mehr nicht. Wobei ich die letztere Variante bevorzuge, weil die Einwirkung nicht so schwammig ist.

    bei jungen Ponys am Anfang find ich Dreiecker durchaus sinnvoll. Sie müssen den Weg nach unten erst lernen und so fällt es ihnen meist leichter.

    Generell bevorzuge ich immer die Doppellonge. Die Arbeit ist dann einfach ganz anders möglich und wird dadurch irgendwann sehr anspruchsvoll und daher für mich auch sehr reizvoll.

    Mein Großer ist mittlerweile so weit, dass ich weder Longe noch Halfter verwende. Wir arbeiten frei im Longierzirkel. Durch sorgfältige Vorbereitung geht das mittlerweile und es gibt für uns keinerlei Einschränkungen.

    Es gibt nie ein Patentrezept. Ich würde nie sagen "Du musst ausbinden!" oder eben "Ausbinder sind ein No-Go!". Manche Pferde brauchen sie, andere nicht... und auch jeder Longenführer ist anders...

    Gruß, Nina



    Re: Longieren allgemein

    Mikado1 - 12.08.2008, 12:25


    Hallo
    Ich longiere (sofern guter Boden vorhanden ist) sehr gerne, aber nicht stur im Kreis, sondern entweder am Kappzaum und dann nehme ich sehr gerne einige Handarbeitsaspekte dazu, also auch Seitengänge wie Travers, Traversale, Schulterherein, Kruppenherein usw. oder gerne auch mal ein paar Cavalettis oder Stangen oder dann arbeite ich gleich an der Doppellonge und langem Zügel....

    Da ich keinen guten Boden mehr habe, sprich keinen Reitplatz longiere ich nicht mehr. Ich gehe ins Gelände und mache da Handarbeit, also Seitengänge usw usw. das ganze mache ich vorallem am Cavecon, was der einzigste Kappzaum ist der wirklich auf alle Nasen passt.

    wichtig beim Longieren ist mir, dass ich vorallem das Pferdli geraderichten kann und somit gymnastiziere, ohne entsprechende Biegung ist das nicht möglich

    LG



    Re: Longieren allgemein

    guinerva - 14.08.2008, 14:31


    Hallo in die Runde,
    also ich habe ja die meiste Zeit in der ich mein Pony habe nur Longiert... und ich denke mein Pony ist an der Longe ganz gut ausgebildet.
    Zurzeit fahre ich zwar mehr, aber so im Schnitt ein- oder zweimal in der Woche longiere ich auch... wobei ich da auch mit der Doppellonge abwechsele. Also das nur vorweg.

    Was jetzt das Longieren mit Halfter betrifft, finde ich das reine Zeitverschwendung. Sicherlich hin und wieder, wenn ich eigentlich Laufenlassen wollte, aber die Halle plötzlich voll wird, häng ich meinen auch mal mit Halfter an die Longe, aber das ist eben sehr selten.
    Und um jetzt mal nur von meinem Pony zu reden: Longiere ich mit Halfter neigt er dazu zu ziehen. Das liegt zum einen daran, dass ich eben nie mit schleppender Longe longiere und eben für eine straffe Longe auch vom Pferd erwarte, den Kontakt zu mir aufrecht zu erhalten, also auch ein gewisses Maß an Außentendenz brauche. Was bei der Trense super klappt, wird mir beim Longieren mit Halfter einfach zu viel... also damit es keine Missverständnisse gibt, aber ich will die Longe leicht in der Hand haben ohne das sie schleift - mit Trense klappt das. Aber mit Halfter habe ich immer Gewicht drauf und wenn es nur 2kg sind, mich nervt das. Durch dieses Gewicht rutscht natürlich auch das Halfter hin und wieder, auch das ist eher Kontraproduktiv.
    Mein Pony neigt zwar dazu immer in einer gewissen Dehnungshaltung zu gehen, wenn er nicht ausgebunden ist, aber ich finde, dass es ihm dann einfach an Spannung fehlt... nur weil ich ein Pferd habe das sich schön vorwärtsabwärts streckt, hab ich noch nicht alles was ich will - denn ich will mehr. Und gerade bei Übergängen, Tempiwechseln und dergleichen merke ich, dass mein Pony sich sanft und klanglos versucht zu entziehen.
    Ganz allgemein gesprochen: Die Leute und Pferde, die ich kenne und die mit Halfter longieren, über die kann ich nur sagen, dass sie ihr Pferd besser auf der Weide lassen sollten.
    Alles was ich bisher dahingehend gesehen habe, war eher traurig... auf der Vorhand schlurfende Pferde, die dann gegebenenfalls auch noch die Nase gen Himmel richten und den Rücken wegdrücken, als wären sie Contra-Kamele. Nein, also wirklich, das sind keine schönen Bilder und würde mein Pony so laufen, würde ich die seltenen Male, die es überhaupt vorkommt, die ich mein Pony ans Halfter hänge, es lieber stehen lassen. Das ist dann effektiver als diese pseudo Bewegungstherapie, die meistens ohne vorheriges Aufwärmen nach 15 Minuten Trab und Galopp abgebrochen wird. Also soviel zu meiner Erfahrung mit dieser am Halfter Longiererei.

    Was ich allerdings eben hin und wieder mache, ist freilongieren. Also Laufenlassen auf dem Zirkel der Halle ohne Longe ohne Ausbinder oder sonst was... Mein Pony kann so laufen wie es mag, aber es geht ja sowieso meist tendenziell vorwärtsabwärts. Er kann dann aber seinen Hals frei ausbalancieren, weil eben nichts vorne stört. Und das Laufen in seiner eigenen Balance finde ich auch wichtig. Allerdings mache ich dabei dann andere Sachen, als wenn ich longiere... ich lasse ihn nur normal die Gangarten rauf- und runterschalten... kompliziertere Übergänge, wie Gallopp-Schritt oder so lass ich dann natürlich weg, denn ich würde mir so höchstens das Kommando versauen, wenn er rauskriegt, dass ich Zweifelsfall keine Einwirkung auf ihn habe. Ich mache dafür Stangenarbeit, Gassentraining... habe auch mit Slalom angefangen... also es ist dann wirklich einfach Freiarbeit und auch nicht mit dem was ich mir sonst von der Longenarbeit erwarte zu vergleichen... aber ich führe es hier auf, der Ordnung wegen :)

    Normalerweise longiere ich mein Pony 90% der Fälle mit Wienerzügeln oder meist im Anschluss mit Laufferzügeln, also natürlich ohne die Doppellonge gerechnet. Ansonsten noch hin und wieder mit Chambon bzw Gogue und Ausbinder kommen bei mir so gut wie nie rein... Höchstens wenn ich Kinder von Freunden longiere, aber das ist so selten, dass fällt nicht ins Gewicht.
    Ich lasse mein Pony immer 20 Minuten Schritt gehen zum Aufwärmen. Die lasse ich ihn entweder komplett unausgebunden gehen, wenn ich eher ein Entspannungsprogramm fahren will, also ihn einfach nur vorwärtsabwärts longiere. Oder ich lasse ihn 10 Minuten freigehen und binde dann schon für die Arbeit aus für die nächsten 10 Minuten. Dann mache ich lasse ich ihn auch Anhalten wieder Antreten, mal zulegen im Schritt oder auch im Viereck statt auf dem Zirkel gehen... also dann wird auch gearbeitet. Die nächsten 40 Minuten arbeite ich hauptsächlich im Trab und Gallopp. Wenn ich ihn aber einfach nur tief einstellen will, dann mache ich wenige Wechsel und lasse ihn einfach nur vorwärtsgehen... Wenn ich mit ihm arbeiten will, geht natürlich eine Lösungsphase voraus, in der ich auch nicht mehr verlange als Locker zu werden und übers vorwärtsabwärts den Rücken aufzumachen, Trab-Schritt wechsel... also standard eben... das ist meist eine viertel Stunde und dann ist mein Pony locker genug um die Wiener zu verkürzen... also eigentlich mehr in die Aufrichtung zu kommen... Manchmal schnalle ich jetzt auch schon höher ein oder als Lauffer um... dann mache ich eben viele Übergänge, auch Schritt-Galopp und umgekehrt, Trab-Halten.. Tritte verlängern, Galoppverstärkung an der offenen Zirkelseite, Zirkel verkleinern-vergrößern... all solche Sachen, denn ich will, dass er die Hinterhand einsetzt, sich auch an seinen Hilfszügel stellt...

    Also kurz gesagt ich erwarte vom Longieren eigentlich das gleiche wie vom Reiten. Und es gibt zwar Leute mit korrekt ausgebildeten Pferden und begnadeten Hintern, die ein Pferd auch am Halsring oder komplett ohne alles versammeln können. Aber ich kenne niemanden der das kann. Und der das auch noch über die Entfernung der Longe annähernd hinbekommt, das habe ich noch nie gehört. Da ich aber auch daran arbeite, mein Pony auf die Hinterhand zu setzen, gerade auch durch kleinere Biegungen zwischendurch in Richtung Versammlung hinzuarbeiten... sicherlich ist es an der Longe schwierig, wenn nicht unmöglich, aber ich versuche wenigstens mein Pony darauf vorzubereiten... Schritte in diese Richtung zu machen. Damit ich das eben bei anderen Gelegenheiten, wie an der Doppellonge oder am Langzügel, oder auch vor der Kutsche wieder abrufen kann und dann darauf aufbauen kann...
    Wie heißt es schließlich so schön: "Von nichts kommt nichts." Also ich versuche mein Pony so gut es geht auszubilden... ob ich jemals jemanden habe, der das Nachreiten kann, ist fraglich, aber darauf kommt es mir auch nicht an... ich will mit meinem Pony arbeiten, ich bin auch in einem gewissen Maß ehrgeizig und brauche aber auch Disziplin... wenn ich mein Pony einen Tag gammeln lasse, dann gammelt es auch schnell den zweiten, bis es dann vergammelt... Also habe ich eben meine Ziele, die mich bei der Stange halten und deshalb nehme ich auch das Longieren so ernst und erwarte mir viel davon.
    Das betrifft auch, eben wie gesagt, bei mir alle Bereiche in denen ich mit meinem Pony arbeite. Mir reicht es einfach nicht, nur im Gelände zu fahren und die Sonne zu genießen. Das ist mir zu langweilig. Ich brauche einfach meine Ziele und ob das nun ist, dass ich meine Fahrzeiten für eine bestimmte Runde optimiere, im Gelände gewisse Dressurelemente einbaue oder irgendwelches Actioncruisen mache... ganz egal. Aber ich brauche das, mein Pony braucht Bewegung, also passt es sich. Um aber all diese Anforderungen erfüllen zu können, brauche ich für mein Pony sein gezieltes Training und das fängt eben schon mit dem Longieren an...
    Wer es eben nicht so ernst sieht wie ich und sein Pferd am Halfter longiert, hat auch seinen Weg. Aber es ist eben nicht meiner. Also das ist ist jetzt zwar sehr ausführlich und lang geworden, aber ich habe keine Lust mich dann wieder im Nachhinein 1000fach zu rechtfertigen, nur weil ich mich gegen etwas ausgesprochen habe, dass die Mehrheit bevorzugt... und da das eben meistens in Foren so ist, gabs gleich die Langfassung.

    LG Guinerva



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