Psychiatrische 'Denkweise'

Zeger's Lenbach-Stüberl
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    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 02.07.2004, 15:09

    Psychiatrische 'Denkweise'
    als abwertung des menschen - gerade entdeckt:

    "Die Wahnproblematik

    Wie können wir mit solchen Situationen und Menschen umgehen? Die Zeiten
    werden nicht besser und bestimmte Erscheinungsformen werden noch
    zunehmen. Wie kann man sich schützen, wie kann man sich wehren? Gut,
    eigentlich ein Thema des Z-Forums, aber da schreibe ich ja nicht mehr.

    Schauen wir uns mal die Problematik an.

    Inhaltliche Denkstörungen (Wahn)
    Die
    Realitätsauffassung verändert, zunächst treten bei einem Übergang von
    Prodromalsymptomen (d.h Vorläufersymptomen bei einer schizophrenen
    Phase - Schizophrenie verläuft oft in sog. Schüben, die immer mal
    wieder zu einer Verschlechterung des Zustandes des Klienten führen) zur
    typisch produktiven (d.h. die Symptome stellen zusätzlich zur
    Wahrnehmung weitere Wahrnehmungsaspekte oder / und Gedankengänge her)
    Symptomatik auf:
    Wahnstimmung (unbestimmte Ahnung, daß etwas passiere),
    Personenverkennungen
    (unbek. Personen werden für bekannt gehalten und umgekehrt, oft in
    Verbindung mit dem Wahn, dass sie gegen den Pat. arbeiten),
    einzelne Wahneinfälle, -gedanken, -wahrnehmungen;
    schließlich kommt es oft nach einem dynamisch-produktiven Anfangs-
    stadium zu einem systematisierten Wahn, in dem bestimmte Themen
    beherrschend sind.

    Wahn
    wird als Störungen des Denkinhalts (in den Gedanken, Vorstellungen und
    Meinungen) definiert; nicht auf objektive Tatsachen gründende
    Vorstellungen und Ideen mit hoher subjektiver Überzeugung, die häufig
    absurd sind. Können sowohl sehr ausdifferenziert sein und einen inneren
    Zusammenhang aufweisen, als auch bruchstückhaft und kapriziös. Die
    Patienten erscheinen entweder verwirrt oder erleuchtet. Ein
    Krankheitsbewusstsein fehlt v. a. in der akuten Phase dem Klienten
    völlig, die Veränderungen werden nicht als krankhaft, sondern als real
    erlebt. Ein vorübergehendes oder dauerndes Krankheitsbewusstsein und
    eine Krankheitseinsicht können sowohl zum Beginn als auch nach
    Abklingen der produktiv psychotischen Stadien möglich sein – dies ist
    ein klinisches Kriterium der deutlichen Besserung.

    Wahnentwicklung wird in fünf Stadien angenommen:
    1. Vorstadium (Trema)
    Wahnspannung, Gefühl des Verändert- oder Unheimlichseins, oft Angst

    2. Apophänie
    Wahnwahrnehmungen
    und Bedeutungsbewusstsein (Interpretation, daß mit Pat. etwas passiert,
    er beginnt zu verstehen, was vor sich geht), stärkere Angst. Eine Wahn-
    wahrnehmung ist eine Fehlinterpretation realer Vorgänge, die
    logisch nicht nachvollziehbar ist und sich nicht auf Indizien
    zurückführen lässt - d.h. sie geht deutlich über ein "Verstehen" hinaus.

    3. Anastrophe
    zunehmende
    Ausbildung der Wahninhalte, Klient wird zum Mittelpunkt der Welt (alles
    um ihn herum/ was er wahrnimmt und bemerkt hat mit ihm etwas zu tun)

    4. Apokalyptik
    Desintegration von Affektivität und Verhalten, das Denken zerfällt, Hallu-
    zinationen und Wahn überfluten den Patienten

    5. Konsolidierung
    Systematisierter
    Wahn wird innerhalb von sog. "Wahnarbeit" gebildet oder die Psychose
    verschwindet. Die Wahnarbeit bezeichnet das nur für den Klienten
    systematische Ordnen seiner Wahrnehmungen, die er dann mit seinen
    Gedanken und Theorien in Einklang bringt.

    Eine andere Theorie geht von folgendem Verlauf aus:
    Zunächst
    leichter, dann zunehmender Zerfall der Denkprozesse, bis zum
    Unvermögen, Wesentliches von Unwesentlichen zu trennen und richtig zu
    interpretieren. Dann Übergang in Wahnwahrnehmungen, Wahneinfälle bis
    hin zum systematisierten Wahn, der durch Integration in Wahnarbeit
    möglich wird.

    Individuell können die Anzahlen der Wahnvorstellungen schwanken, es
    existieren mehrere inhaltlich abgrenzbare Wahnformen:

    o Verfolgungswahn (paranoider Wahn)
    Der Klient glaubt, er würden Ziel einer Verschwörung mit privaten und
    beruflichen Nachteilen sein

    o Beziehungswahn
    der
    Klient schreibt externen Reizen (Handlungen anderer Personen, Wetter,
    Gegenstände, Ereignisse etc.) persönliche Bedeutungen zu; sie können
    sich auf ihn beziehen, ihm ein Zeichen/eine Warnung/eine
    Handlungsvorschrift etc. geben

    o Größenwahn
    Klient glaubt, besondere Fähigkeiten zu besitzen, eine besondere Funktion
    zu haben, historisch wichtig zu sein etc.

    o Wahn, kontrolliert oder beeinflusst zu werden (Beeinflussungswahn)
    Klient
    glaubt, die eigenen Impulse, Ideen, Gedanken und Handlungen werden von
    außen manipuliert (durch Gedankeneingebung, Strahlen, Apparate, geheime
    Mächte etc.)

    o hypochondrischer Wahn, körperbezogener Wahn
    Klient
    glaubt, Organe funktionieren nicht mehr, sind verändert; Körper oder
    Körperteile sind entstellt, verfaulen, sind vergiftet, werden von außen
    oder innen durch Geräte beeinflusst

    o sexueller Wahn
    Klient
    glaubt, das eigene sex. Verhalten sei allgemein bekannt; er sei krank
    durch abnorme sex. Handlungen; habe abnorme sex. Neigungen

    o religiöser Wahn
    Klient
    glaubt, er sei auserwählt, habe eine bes. Beziehung zu Gott od.
    okkulten Mächten, habe sich versündigt, sei verdammt, erleuchtet etc.

    o politischer Wahn
    Klient glaubt, er habe eine bes. politische Mission, solle die Welt verbessern
    oder werde deswegen verfolgt

    o nihilistischer Wahn
    Klient glaubt, er selbst, die Welt etc. seien nicht vorhanden, tot, wertlos "



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 08.07.2004, 12:16


    ein noch bemerkenswerteres beispiel (und die folgen davon!):

    "Geschrieben von ... am 06. Juli 2004 16:57:26:

    Als Antwort auf: ...am 06. Juli 2004 13:25:15:

    Lieber Herr ...,

    ich stelle hier einen Beitrag hinein, der natürlich nichts mit diesem Thema zu tun haben soll.
    Wer Zusammenhänge hier einbringt, der ist natürlich auf dem falschen Donaudampfer.

    Ich möchte gleich am Anfang anmerken, dass ich keine spezielle Person oder gar Personen in meinen Gedanken beschreibe.
    Sollten sich Übereinstimmungen oder Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Erdenbürgern ergeben, so wären diese rein zufällig und unbeabsichtigt.
    Es soll ein Beitrag sein, der ernst gemeint ist und nicht dazu dienen soll, jemanden zu ärgern oder zu verletzen, denn dafür war der Zeitaufwand für die Recherche zu hoch. Nein, ich arbeite jetzt nicht für die Wikkinger, auch wenn das jetzt jemand denken mag oder gar sich wünscht. Ich möchte dieses interessante Thema rein allgemein betrachtet sehen!

    Ein Freundin von mir ist als Psychiaterin und Therapeutin in einem Landeskrankenhaus im Burgenland beschäftigt. Sie hat mich mit meinen Gedanken auf eine Fährte gesetzt. Deshalb ein Dankeschön an die Frau Wiebke, denn ich bin auf diesem Gebiet völlig unerfahren. Bis zum vorgestrigen Tage kannte ich nämlich den Namen dieser Krankheit überhaupt nicht.

    Jedes Verhalten hat irgendwo seinen Ursprung. Gewisse Lebenssituationen oder schlimme Erlebnisse können den Geist eines Menschen verwirren und ihn schlimmstens bis zur Handlungsunfähigkeit lähmen. Die vielen verschiedenen Krankheiten mit der Bezeichnung „Wahnsinn" zu pauschalisieren, solltet ihr nicht tun. Ich greife mir beispielhaft eine spezielle Erkrankungsform heraus, die immer häufiger bei den Fachleuten in Erscheinung tritt.

    Das Borderlinesyndrom
    Dazu schickte mir die Fachfrau folgendes:

    Borderline-Syndrom/ Borderline Persönlichkeitsstörung

    Die allgemeine Symptomatik ist sehr gut im DSM-IV-TR beschrieben, sowie bei Beck/Freeman , und teilweise bei Fritz Riemann.
    Hier jedoch sind noch einige weitere Symptome beschrieben die bei der BPS wesentlich sind; und vor allem ihre Auswirkungen im täglichem Leben.
    Zusätzlich entsprechend auch Gesellschaftskritik. Der Ansatz ist insofern existenzphilosophisch. Es kommt der Gedanke der humanistischen Psychologie zur Anwendung, wo das möglich ist.
    Es ist für das Verständnis der Borderline Persönlichkeitsstörung unabdingbar, zunächst folgende Fachliteratur gelesen zu haben:
    1. DSM-IV (APA), Krankheit-Nr. 301.83;
    2. Beck/Freeman, Kognitive Verhaltenstherapie bei Persönlichkeitsstörungen;
    3. Comer, Klinische Psychologie;
    4. Weshavel, Schizotypische Persönlichkeitsstörung, Borderline Persönlichkeitsstörung, Soziale Phobie
    Im ICD-10 der WHO wird die Borderline Persönlichkeitsstörung auch Emotional Instabile Störung genannt.

    Borderline-Syndrom, Borderline Persönlichkeitsstörung, ist eine Impulskontrollstörung, gehört zu den sog. Impulskontrollstörungen, und das gehört letztendlich zum Formenkreis von Zwangssyndrom/ Zwangskrankheit.

    Die Borderline Persönlichkeitsstörung darf auf keinen Fall mit Schizotypische Persönlichkeitsstörung/ Schizotype Störung verwechselt werden! Sie darf auch nicht mit Schizoide Persönlichkeitsstörung verwechselt werden! Auch nicht mit Schizophrenie! Psychologen/ Psychiater werfen aufgrund von alten und mehrfach wieder geänderten Begriffsdefinitionen diese Krankheiten kunterbunt durcheinander (Begriffsverwirrung)!

    Es gibt bezüglich Borderline Persönlichkeitsstörung eine enorme Begriffsverwirrung! Viele Borderlinekranke berufen sich auf das Buch von Fritz Riemann, Grundformen der Angst; auf das erste Kapitel, mit der Überschrift Schizoid. Riemann war ein fortschrittlicher und gesellschaftskritisch eingestellter Psychotherapeut und Fachautor. In der Zeit um 1960 konnte man noch nicht so genau zwischen einigen verschiedenen und mitunter ähnlichen psychischen Krankheiten trennen. Vielen Autoren gelingt dies ja selbst heute nicht. So ist unter dem Kapitel Schizoid in Riemanns Buch de facto die Borderline PS beschrieben, sowie die Schizotypische PS, und auch die Schizoide PS, alles drei ohne Trennung ineinander übergehend.

    Das ausführlichste Werk zum Thema Borderline Persönlichkeitsstörung ist das Buch
    Schizotypische Persönlichkeitsstörung
    Borderline Persönlichkeitsstörung
    Soziale Phobie
    - Mit vergleichender Gegenüberstellung -
    (Kurt-Heinrich Weshavel)
    ISBN: 3-8330-0382-0
    Das Buch beschönigt nicht, läßt nich das Wichtigste weg, übt sich nicht in „Political Correctness“, sondern sagt die Dinge wie sie sind.

    Es gibt in den Städten und auch im Internet jede Menge Selbsthilfgeruppen für Borderline Syndrom, Borderline Persönlichkeitsstörung. Von den Personen die sich darin einfinden sind aber die wenigsten borderlinekrank, sondern es sind meist harmlose Neurotiker, die mal irgendwas gelesen haben über Borderline, aber es nicht richtig verstanden haben. Sie reden gerne von „Grenzerfahrungen“, von Trauma, von Mißbrauch; tätigen auch gern esoterische Interpretationen; oder haben Angst psychotisch zu werden, oder sind eßsüchtig (Bulimie). Sie wissen aber nicht was eine Borderline PS wirklich ist und wissen vor allem nicht, was es für sie für Folgen hätte wenn sie wirklich die Borderline PS hätten.

    Wirklich Borderline-kranke halten sich gar nicht für borderline-krank und würden auch nie eine Selbsthilfegruppe für Betroffenen von Borderline PS aufsuchen, es sei denn, sie wissen es aus einer ärztlichen Diagnose eindeutig und haben sich damit abgefunden.

    Aber ansonsten werden Borderlinekranke äußerst unwirsch, ja beleidigend, wenn sie von jemandem gesagt bekommen, daß sie an Borderline PS leiden.

    Borderlinekranke schildern am liebsten nur jene Symptome, die nicht das Wesentliche der Borderline PS ausmachen. Sie lassen am liebsten das eigentlich Wesentliche aus. Das Wesen der BPS ist aber das paradox-unstet-sprunghafte Verhalten gegenüber anderen Menschen, was hier genau beschrieben ist.
    Das wollen Borderlinekranke jedoch meistens nicht zugeben! Man sollte Borderlinekranke aber unbedingt darauf hinweisen! Man sollte Borderlinekranken diesen Sachverhalt auch dann erläutern, wenn sie darauf hin aggressiv und persönlich werden! Denn wenn man diesen wichtigen Sachverhalt ausklammert, tut man den Borderlinekranken in Wirklichkeit keinen Gefallen. Das ist ja das eigentlich Wesentliche der Borderline PS.

    In Internetforen wo die Borderline PS diskutiert wird, geben sich Borderlinekranke auch gerne als Angehöriger oder als Freund oder Freundin eines Borderlinekranken aus, um der (Selbst)erkenntnis zu entrinnen, daß bei ihnen eben diese oben beschriebene Symptomatik vorliegt.
    Borderlinekranke tun alles, damit man dem eigentlichen Wesentlichen nicht auf die Spur kommt. Gleichwohl fühlen sie sich als Kranke und suchen auch um Hilfe nach. Dabei schildern sie hauptsächlich nur die Untersymptome. Und sie schildern darüber hinaus auch, daß sie von allen angegriffen werden, sie geben jedoch nicht zu, warum das so ist, obschon sie den Grund manchmal spüren.

    Die Hauptsymptomatik der Borderline Persönlichkeitsstörung:
    1. Paradoxverhalten. Nicht nachvollziehbar. Erscheint anderen als böswillig.

    Unterläuft sich selbst wo er Chancen hätte. Untergräbt sich selbst, wenn sich gerade eine gute Chance für ihn ergibt. Stellt sich selbst ein Bein.
    Das ist irgendwie zwanghaft oder hat mit Ängsten zu tun. Forschung noch im Fluss.
    Der Borderlinekranke bewirft gerade diejenigen mit Schmutz, die er am meisten liebt. „Stänkern“.
    Dafür hat ein Außenstehender i.d.R. kein Verständnis, da völlig unlogisch.

    Nähe-Distanz - Probleme.
    Ist aufdringlich.
    Überrollt andere.
    Kaum Objektkonstanz.
    Ständiges unbegründetes Vorwurfsverhalten.
    Heftige Angst vor dem Alleingelassenwerden.

    Die Borderline-Kranke Person schwankt zwischen vorwurfsvollen Angriffen und Klammerverhalten. BPS-Kranke schwanken zwischen Idealisierung und Entwertung der anderen Person hin und her und fürchten gleichzeitig, verlassen zu werden. Die Betroffenen sind schnell enttäuscht und erbost, wenn andere ihre Erwartungen nicht erfüllen, bleiben aber trotzdem intensiv an sie gebunden.

    Der BPS' ler demütigt die Personen die er liebt so heftig, wünscht sich aber gleichzeitig, daß die jeweilige Person bleibt! Wünscht sich gleichermaßen, daß die Person ihn fallen läßt, als auch, daß sich die Person weiterhin um ihn bemüht. Das ist nach neueren Erkenntnissen zwanghaft, aber ich-synton (Spectrum-Disorders).

    Ein Borderline-Kranker erzählt private und intime Dinge schon nach der ersten oder zweiten Begegnung.

    Quält andere durch Stänkern, nörgeln; evtl. mit Hysterie, Narzissmus, Anankasmus. Oft Analogie zur histrionischen und narzisstischen Persönlichkeitsstörung, auch maligner Narzissmus. Doch beim Borderlinekranken ist dies meistens zwanghaft, anankastisch, was der Betroffene gelegentlich - in Abhängigkeit von der Intelligenz - selbst merkt. Der Betroffene empfindet das als Drang.

    Klinisch handelt es sich um Spectrum Disorders , ich-syntone Zwänge, um etwas virulentes. Einen regelrechten Zwang kann man zur Not unterdrücken, zumindest "aufschieben", einen Drang aber nicht oder kaum.
    Letztendlich ist es selbstschädigendes Verhalten. Psychologisch interpretiert, ist das Borderline-Verhalten als eine Art von Selbstschädigung zu betrachten, wenn auch virulent.

    2. Diesem Drang, diesen ich-syntonen Zwängen, meinhaften Zwängen, dem Virulenten, geht oft ein „Thrill“ voraus, ein „psychisches Jucken“. Das ist etwas, was der Borderlinekranke zumindest merkt. Gerade wenn sich der Drang zu einer feindseligen Behandlung einer ihm nahestehenden Personen anbahnt, solche grundlosen vorwurfsvollen Angriffe, dieses stänkern, usw., geht dem oft solch ein Thrill, solch ein psychisches Jucken voraus! Das bekommen andere oftmals irgendwie nonverbal mit. Es ist naheliegend, daß ein anderer dann meint, der Borderlinekranke täte das absichtlich, aus Boshaftigkeit. Das ist ja das diabolische bei dieser ganzen Krankheit. Der Borderlinekranke ist nicht geisteskrank, nicht psychotisch, nicht schizophren, er weis also sehr wohl was er tut, aber er tut es trotzdem, und kann dennoch nichts dafür, kann es nicht einfach „lassen“, denn es ist zwanghaft, erfüllt den Tatbestand eines schweren Zwangssyndroms, schwer deshalb, weil die Zwänge ich-synton sind (Spectrum Disorders). Das Phänomen diese Thrills, dieses psychischen Juckens, beschreibt auch Otto Benkert sehr gut in seinem Buch Zwangskrankheiten.

    Bezeichnend ist, daß der BPS' ler gerade Menschen auf diese „boshafte“ Weise behandelt, die ihm nahestehen. Gleichwohl behandelt er Nahestehende oft auch so, wie man es normalerweise erwarten würde, freundlich und zuvorkommend. Das wechselt immer ab.

    Anwandlungen von Feindseligkeit.
    Ausgesprochen feindseliges Verhalten.
    Boshaftigkeit und Obstruktion.
    Oftmals aber auch plötzliche Freundlichkeit.
    Häufiger Stimmungsumschwung.
    Häufiger Meinungsumschwung.
    Ständiges unreflektiertes Gegenreden, virulent.
    Intelligenzabhängig: Logorrhöe.
    aufdringliches, andrängendes Verhalten.
    Mißachtung der Identität des anderen.
    „Stänkern“.
    ...
    Je nach Intelligenzgrad ist es möglich, daß der BPS‘ ler merkt, wie er den anderen demütigt, und dies gleichzeitig aber nicht will.
    Das deutet eigentlich auf einen Zwang hin, oder auch auf einen zwanghaften Drang, was man als virulent bezeichnen würde. D.h., der Kranke würde dieses Verhalten mal als zwanghaft, mal als dranghaft empfinden. Ist das Symptom virulent, besitzt es eine weitaus größere Tragweite als ein reiner Zwang, weil ich-synton und daher so gut wie völlig unbezwingbar. Fehlt das perzeptive registrieren als Drang ebenfalls, spricht man von Impuls.
    Der Symptomkomplex der schlechten und zynischen Behandlung eines an sich geliebten Gegenübers (stänkern usw.), ist grundsätzlich unter Spectrum-Disorders zu subsumieren und ist eins der wesentlichsten Symptome der Borderline-Persönlichkeitsstörung überhaupt. Das ist ein wesentliches Merkmal der gesamten BPS. Dieses Verhalten prägte die Bezeichnung "ich liebe Dich - ich hasse Dich", oder "ich hasse Dich - verlaß mich nicht".

    Im Gegensatz zu allgemeinüblicher nackter Gewalt und allgemeinüblichem Drogenabusus ist dieses aggressive Verhalten bei Borderline-Syndrom virulent, und oft auch impulshaft, was viele der Betroffenen - intelligenzabhängig - auch so empfinden und das jedes mal gerne wieder rückgängig machen möchten. Spectrum Disorders.

    Die Zuneigung ist meist übertrieben heftig, ja Affenliebe, totale Idealisierung. Diese schlägt sehr leicht um in totale Entwertung und Haß. Das oszilliert.
    Trotz der heftigen Projektionen bleibt der Borderlinekranke weiterhin emotional intensiv an die Person gebunden, die die Aggressionen zu spüren bekommt.

    BPS‘ler gehen intensive emotionale Beziehungen ein, auch konfliktträchtige Beziehungen, wo das Interesse vom Gegenüber nicht unbedingt erwiedert wird. Der BPS‘ler setzt sich darüber hinweg. Kann keine interpersonale Distanz wahren. Verliert die Gefühle und die Identität des anderen völlig aus den Augen und ist fixiert nur auf das eigene Bedürfnis nach Aufrechterhaltung des Kontaktes. Unfähigkeit zur Wahrung einer interpersonalen Distanz.

    3. Ein wesentliches Merkmal der Borderline Persönlichkeitsstörung ist die Unfähigkeit zu Harmonie, Entspannung, Frieden, Nähe. Kann das nicht ertragen.

    Schaukelt sich von Harmonie und Nähe weg. Begeht dabei Zerstörung (verbal wie auch tätlich) als auch Selbstzerstörung. Ist aber ständig auf der Suche. Sucht Harmonie und Nähe, spricht auch davon, kann Harmonie und Nähe aber de facto nicht ertragen, bzw. hat irgendwie Angst davor. Diese Angst ist habituell, eine ich-syntone Angst. D.h., der BPS‘ler weis nicht das er Angst vor Harmonie und Nähe hat. Er spürt in der Situation lediglich eine Art Anspannung und Unbehagen. Das aktive sich wegschaukeln von Harmonie und Frieden, ist ggf. auch mit solch ein Thrill verbunden.

    Borderline-Kranke erfahren überall Ablehnung.

    Mangelnde Objektkonstanz. Nicht fähig, den anderen als ganze Person zu sehen, die eigene Wertvorstellungen hat, ein Subjekt ist, zur Apperzeption fähig ist, willensbildungsfähig ist, einen eigenen Tagesablauf hat.

    BPS‘ ler sind schnell enttäuscht und erbost, wenn andere ihre Erwartungen nicht erfüllen. Dennoch bleiben sie intensiv an sie gebunden! Das ist das Paradoxe!

    Das alles ist insofern fatal, als das die so angebundene Person dieses Verhalten nicht verstehen kann. Selbst Nachfragen durch die so gebeutelte betroffene Person ergeben nichts, da der BPS‘ler in jeder Hinsicht uneinsichtig ist und bleibt, ja sich von der anderen Person angegriffen fühlt und die Person dann noch mehr attakiert und enerviert.
    Die betroffene Person muß sich zwangsläufig auf den Arm genommen fühlen, muß vermuten, daß der BPS'ler einen fortgesetzten Streich mit ihr spielt. Hinzu kommt, daß dem Betroffenen keiner glauben wird, weil ja jeder sagen wird, so etwas gäbe es nicht.
    Am tragischten wirkt sich das aus, wenn sich ein Kind in der Abhängigkeit einer solchen Person befindet. Ihm wird dadurch die Psyche zerstört, die Zukunft geraubt. Dem Kind wird die vorgebrachte Beschwerde keiner glauben, weil ihr diese Unlogik innewohnt. Das Kind wird auch Schwierigkeiten haben, diese Unmöglichkeit überhaupt zu formulieren. Selbst ein Erwachsener ist damit vor eine fast unlösbare Aufgabe gestellt.
    Borderlinekranke Mütter oder Väter, vor allem histrionische, können keine harmonische Beziehung zu einem Kind aufbauen, wohl zu einem Kleinkind. Sobald das Kind aber nicht mehr unmittelbar Kleinkind ist, sobald das Kind z.B. laufen kann, entwickeln sie feindselig anmutendes Verhalten gegenüber ihrem Kind. Sie können und wollen die Gefühlsbedürfnisse des Kindes nicht annehmen und erwiedern. ...
    Die borderlinekranke Mutter ironisiert die Gefühle ihres Kindes, lacht es aus. ... Das so verhöhnte Kind wird sich zu wehren versuchen, was die borderlinekranken Eltern aber abwehren mittels trietzen, quälen, „Mobbing“, Bevormundungen, Körperverletzung, Schikanen, mit dem Instrumentarium, welches Konservative als "Strafe" bezeichnen.
    Das Kind bekommt nur spöttische Ironie zu spüren, wird in seinen Gefühlen und Bedürfnissen nie ernstgenommen. ...


    4. Tagträumen. Unaufmerksamkeit. Keine Lust anderen zuzuhören. Aufmerksamkeitsstörungen.

    Hohe Suggestibilität. Leicht konditionierbar. Viel automatisiertes Handeln und reden. Logorrhoe. Idiosynkratische Wiederholungen, regelrecht perpetuelle Idiosynkrasien.

    5. Viel ich-syntone und auch ich-dystone Einzelzwänge. Meist besteht ein Putzzwang der virulent ist. Fatale Übertragung der ich-syntonen Zwänge auch auf andere Familienmitglieder, die gezwungen werden, sich diesen pathologischen Ritualen zu unterwerfen. Eine regelrechte „Horrorvision“.

    6. Oft auch Magisches Denken. Beziehungsideen. Oft Abergalube oder religiöser Fanatismus. Oft auch Hysterisches.

    7. Motorische Störungen. "Wurstige" Motorik wie "im Weg stehen"; provozieren von häuslichen Unfällen; nicht aus dem Weg gehen in Gefahrenmomenten, Verharren. ...

    8. Impulse als ich-syntone Zwänge. Z.B. provozieren von Beinahe-Unfällen, als Fußgänger und auch als Autofahrer. Drang zum rasen. Wird nicht als Zwang wahrgenommen, wohl aber als unbestimmter Drang und ist nicht leicht beherrschbar.
    ...
    9 . Die Arbeitsverteilung/ Einteilung ist bei BPS‘lern chaotisch. Sie setzen die zeitlichen Prioritäten oft falsch, vor allem wenn ein Dritter anwesend ist der zuschaut oder drängt. BPS‘ler sind in der Ausführung jeder Arbeit, auch Hausarbeit, hektisch und nervös und dennoch langsam, sodaß die Effektivität oft gering ist.
    ...
    10 . Unter kommunikativer Belastung auch Exazerbation psychotischer Symptome, die aber nur einige Stunden oder Minuten andauern.
    ...
    13. Verhalten gegenüber Fremden oft unterwürfig, oft regelrecht sklavisch, dann aber wieder impulsiv und beharrlich, insistierend.

    14. Manipulierendes Verhalten. Ganz extremer Wille, andere zu überzeugen, was gerade im Fall hysterisch/ narzisstischer Menschen fatal ist, da die Inhalte meist unsachlich sind (Belle Indifference), Rösselsprünge, tendenzielles umdeuten. Bezeichnenderweise achten narzißtische und histrionische BPS‘ler das Wertesystem des anderen nicht.

    15. Dichotomes Denken. Extremes Schwarz-Weiss - Denken. Beim BPS‘ ler ist alles extrem. Zweigeteiltes denken, konträr, ambivalent.
    Plattes Gut-Böse-Denken, pathologisch aufgrund der sehr extremen Ausprägung.

    16. Häufiger, plötzlicher Meinungsumschwung. Borderlinekranke werfen im Gespräch, im Affekt, ganz plötzlich ihre Meinung wieder um, wiedersprechen sich auch selbst („hüh und hott reden“).

    16 a. Plötzlicher Ziele- und Wertewechsel sind häufig. Borderlinekranke wechseln oft ganz plötzlich ihr gesamtes Ziele- und Wertesystem, ihre gesamte Lebensplanung, innerhalb von Minuten, in Sekunden sogar („Ziele- und Wertechaos“). Das kann verschiedene
    Wertesysteme und Planungen zum Inhalt haben, kann aber auch aus ein paar bestimmten Werten und Lebensentwürfen des Betreffenden bestehen die sich immer mal abwechseln, oder auch ganz gemischt.


    17. Vielzähliges impulsbedingtes Verhalten. Möchte dies oftmals wieder rückgängig machen.
    ...
    Auch sexuelle Impulse sind möglich, die sich in Form unüberlegter Kontakte zeigen - oft gefährlich, da Frauen in dieser Hinsicht stärker Gefahr laufen, Opfer von Tätlichkeiten zu werden als Männer.


    Die Hälfte aller Borderlinekranken sind Männer.


    Man findet häufig, daß Borderline-Kranke noch lange hinter einer Person herlaufen, mit der sie mal eine kurze Beziehung hatten, oder mit ihr eine Beziehung gesucht hatten, die sich aber nicht ergab, und der Person nachstellen, ihr bei jeder Gelegenheit die sich bietet eine Szene machen. (Einen Vorgeschmack davon erhält man, wenn man den Film gesehen hat „Eine verhängnisvolle Affäre“. Die Filmfigur Alex Forrest zeigt dieses Verhalten und zeigt auch ansonsten die auf die Zuschauer verwirrend und verstörend wirkenden Merkmale der BPS)

    Weitere Impulse sind Suizidversuche und Alkohol- und Drogenexzesse. Dies ist aber auch abhängig von der Beeinflussung durch Wertesysteme des früheren und gegenwärtigen sozialen Umfeldes. So sind bei überreligiösen BPS‘ lern solche Impulse oft nicht ganz so ausgeprägt. Bei einigen BPS‘lern kommen auch Eßstörungen vor, wie Eßattacken, Eßanfälle und Bulimie.
    ...
    19. Häufig sind Episoden mit Apathie und Gefühl der Inneren Leere, die oft in der Magengegend lokalisiert wird.
    ...
    20. Stundenweise Episoden mit erhöhtem Glücksgefühl können vorkommen, oder mit dem Gefühl, nun werde alles besser, oder heute würde alles schön, oder reisefieberähnliches Gefühl ohne bestimmten Anlaß. Das ist paranoid.
    ...
    24. Schreckhaftigkeit und Panikstarre. Die Symptome alternieren mit PTSD, der Posttraumatischen Belastungsstörung. Vielfach auch Angst, Ängste, Panik.
    ...
    27. Eigenartige „Privatlogik“. Ein BPS‘ler kann z.B. meinen, er könne bei anderen von der Haarfarbe oder Kopfform auf bestimmte Eigenschaften schließen.

    28. Borderlinekranke die im Internet vertreten sind, drängen gern auf ruppige Weise in „Mailinglisten“ und sonstige Foren ein, ohne sich zu vergewissern, ob das Forum auch für Borderline-Syndrom gedacht ist. ... Sie werden ruppig und unwirsch wenn man sie auf die Zielsetzung des Forums hinweist. „Foren- und Mailinglistenstürmer“.

    29. Ruppige, härtere Sexualitätsausübung, einhergehend mit der Absicht, erniedrigen und quälen zu wollen. Das ist ein auch bei Normalen häufiges Sexualverhaltensmuster, aber beim BPS‘ler ist das besonders charakteristisch. Zudem zynisches ironisieren und kränken des Sexualpartners, auch sogar kurz vor, während oder nach der sexuellen Vereinigung. Das ist virulent. Das zynische behandeln, ironisieren des Sexualpartners gerade während oder nach der sexuellen Vereinigung, ist als Phänomen gut beschrieben bei Fritz Riemann, „Grundformen der Angst“, im ersten Kapitel mit dem Titel „Schizoid“. Der Begriff Schizoid ist natürlich falsch, sondern Borderline PS ist gemeint, was man damals noch nicht so genau wußte. Das alles wurde und wird noch heute viel verwechselt.


    Die verschiedenen Formen der Borderline Persönlichkeitsstörung

    Die BPS kann isoliert auftreten (Reinform), oder auch kombiniert mit Narzisstische, Histrionische, oder Antisozial-Dissoziale PS.
    Eine Schizotypische Persönlichkeitsstörung, Schizotype Störung, kann zusammen mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung auftreten (in 30 - 40 % der Fälle), dann ist die Borderline-Störung aber sehr viel milder ausgeprägt. Dieser Umstand muß unbedingt beachtet werden. Denn ein Schizotypischer Mensch kann aufgrund seiner Ich-Schwäche gar nicht diese laute Plus-Symptomatik entwickeln, „sich das herausnehmen“, was sich ein normaler Borderlinekranker „herausnimmt“. Das schwächt die BPS-Symptomatik automatisch ganz erheblich ab. Ein Schizotypischer kann ja auch nicht histrionisch oder narzißtisch sein.


    Die Therapie des Borderline-Syndroms:

    Bei einsichtigen und behandlungswilligen Patienten mit reellem Leidensdruck: Kognitive Verhaltenstherapie.
    Bei uneinsichtigen und/oder minderbegabten Patienten im Falle von Gewalttätigkeit oder enervierendem drangsalieren von Familienmitgliedern und/oder Kindesmißhandlung: PsychKG und Trennung. Sporadisch, situationsabhängig Behandlung mit Neuroleptika.

    Soviel zum Thema von der Fachfrau.

    Es mag etwas viel und harter Stoff sein, doch nachdem ich diesen Text durchgearbeitet habe, war ich etwas erschrocken. Ich sollte mich deswegen zurückziehen und dadurch handeln, dass ich nicht mehr reagiere, wenn ich auf einen Borderliner stoßen würde. Auch wenn es noch so in den Fingern juckt. Die Frau Wiebke meint, dass man einem Borderliner keine Bühne schenken darf, denn das ist es, was seine Krankheit mit am Leben erhält.
    Eine Studienkollegin von ihr aus Wien hat eine vergleichbare Tätigkeit in einer Privatklinik am Stadtrand von Wien. Sie sagte, daß Internet und die Anonymität der Großstadt einiges dazu beitragen.

    Vielleicht war es ja interessant für Euch und ihr behandelt in Zukunft solche Menschen mit Liebe und Rücksicht, wenn ihr ihm begegnet. In Wirklichkeit steckt hinter einem böse scheinenden Wesen ein verletzter Mensch mit einem guten Herzen, der wirklich unsere Hilfe bräuchte. Es kann ja sei, dass es solche Menschen gibt. Noch einmal gesagt, sind meine Gedanken rein hypothetisch zu sehen.

    Denkt alle einmal darüber nach.

    Ein Servus aus der schönen Stadt an der Mur
    Ein Grazer"

    mit anderen worten:

    JEDER der gelegentlich oder chronisch zornig, ungehalten oder aufbrausend ist würde da 'hineinfallen' können in diese 'krankheitsdefinition' - wobei hier bloß eine EMOTIONSSTUFE beschrieben wird!!!

    das fiese daran ist: jeder kennt das und kann/wird sich sogar teilweise selbst oder eben andere damit assoziieren können - und sie für 'krank' halten, weil's SO schön vernünftig beschrieben ist... :twisted:



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 22.07.2004, 11:32


    interessant (aber mir schon lange bewusst):

    Zitat: Das Rosenhan-Experiment

    1968 schickte der amerikanische Psychologieprofessor David L. Rosenhan acht gesunde Menschen (drei Psychologen, einen Psychologiestudenten, einen Psychiater, einen Kinderarzt, eine Hausfrau und einen Maler) in zwölf verschiedene psychiatrische Kliniken, wo sie den Ärzten vorspiegelten, sie würden Stimmen hören, die die Worte "leer", "hohl" und "dumpf" sagten. Nach dem Aufnahmegespräch sagten sie während des durchschnittlich 3-wöchigen Kliniksaufenthalts stets, die Stimmen seien nicht wieder aufgetreten. Zu den Krankenhäusern gehörten forschungsorientierte ebenso wie alte, manche waren personell unterbesetzt, andere gut ausgestattet. Die Pseudopatienten verhielten sich so normal, wie sie es gewohnt waren und wie es ihnen möglich war. Die Pflegeberichte registrierten sie denn auch als "freundlich" und "kooperativ". Trotzdem wurden alle als klinisch behandlungsbedürftig festgehalten, 19 Tage im Durchschnitt, und alle mit der Diagnose " abklingende Schizophrenie" entlassen. Sodann kündigte Rosenhan die Gegenprobe an: es würden demnächst Gesunde versuchen, als Schizophrene in denselben Krankenhäusern aufgenommen zu werden. Tatsächlich schickte er keinen einzigen solchen Menschen. Die Psychiater hingegen fahndeten unter 193 Patienten nach solchen, die tatsächlich normal waren, und „entlarvten“ 23 Menschen definitiv als Pseudopatienten, die sie vorher selbst als Schizophrene eingestuft hatten. Bei 41 wurde mindestens der Verdacht erhoben, Simulanten zu sein.

    Rosenhan, der an dem Experiment selbst teilnahm, stellt fest: Einmal als "abnormal" abgestempelt, färbt dieses Merkmal die Wahrnehmung von der betreffenden Person völlig ein, und man übersieht die normalen Anteile oder interpretiert sie falsch. Die Lebensgeschichte wurde so umgedeutet, daß sie mit der gängigen Schizophrenietheorie übereinstimmte. An sich selber stellten die Gesunden bereits nach kurzer Zeit sogenannte "Depersonalisationserlebnisse" fest. Einer hatte sogar das Gefühl, unsichtbar zu sein. 71 % der Psychiater und 88 % der Schwestern und Pfleger sind bei ganz normalen Fragen von Patienten einfach weitergelaufen, ohne den Fragesteller zu beachten. Dies ist ein Verhalten, das in normalen Interaktionen, auch wenn die Menschen wenig Zeit haben, so nicht vorkommt, wie Rosenhan glaubhaft belegen konnte. Es konnte beobachtet werden, wie Pfleger Patienten verbal oder physisch mißhandelten, solange sie sich nicht vom übrigen Personal beobachtet fühlten, sondern „nur“ Patienten als Zeugen zugegen waren. Die "Patienten" dieses Experiments hatten die Situation insoweit unter Kontrolle, als sie ja selbst es waren, die sich in diese Lage gebracht hatten. Man kann die Verzweiflung eines Menschen ermessen, der von anderen in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen wird, oft in der Nacht, wenn ein verschlafener Notarzt die Situation verkennt.

    Im Klartext heißt das: gesunde Menschen werden im psychiatrischen System verrückt und, wenn sie Psychopharmaka erhalten, zusätzlich körperlich verstümmelt: viele werden abstoßend fett und verlieren die Sexualität, ferner die Denkfähigkeit und die Emotionalität. Dann sagt man ihnen: Sie müssen auf Ihre Mitmenschen zugehen !

    (veröffentlicht in „Science“, 1973)

    Hier muß man berücksichtigen, dass nach dem seit einigen Jahren in Deutschland geltenden Betreuungsrecht jederman – etwa ein Nachbar, der eine Person loswerden will – die gerichtliche Überprüfung der Zurechnungsfähigkeit von jedem von uns veranlassen kann und dass in Bayern neuerdings bereits übermäßiges Kaffeetrinken oder das Ausüben der Kräuterheilkunde genügt, um die Zwangseinweisung in eine psychiatrische Anstalt auszulösen.

    Referiert von:
    Dr. H.G.Vogelsang, Leydelstr. 35, D – 47802 Krefeld.



    und hier gleich eine ergänzende antwort dazu:

    Zitat: Danke, Doktor, für diesen Beitrag! Die hier beschriebenen Aspekte sind für
    den "Patienten" tatsächlich ungefähr so schrecklich, wie lebendig begraben zu
    sein. Nachfühlen kann das jedoch nur, wer es ERLEBT hat.
    Ergänzend möchte ich feststellen, daß ein wesentliches Merkmal der Diagnose
    "Schizophrenie" die sogenannte "fehlende Krankheitseinsicht" ist; für den
    Patienten heißt das: Er soll einsehen, daß Medikamente, gegen die sein ganzer
    Körper rebelliert und die Ängste erst hervorrufen,"gut" sind, um ihm bei einer "Einsicht" zu helfen, die von der Umgebung oktroyiert und eingepflanzt wird! Denn das Umfeld -nicht der Patient!- definiert, wie diese "Einsicht" auszusehen hat. Der "Patient", der sich in dieser Situation psychisch, aufgrund der Angstbelastung UND physich, aufgrund der körperlichen Belastung durch Medikamente "ergibt", hat für sein weiteres Leben die miserabelsten Prognosen.
    So viel zum Thema "Ängste".



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 23.07.2004, 09:52

    Psychoanalyse und GesellschaftsPsychose
    einen tollen text hab ich gerad gefunden!!!-->

    "Psychoanalyse und GesellschaftsPsychose


    Geschrieben von turnus am 22. Juli 2004 17:38:03:

    In unserer Gesellschaft haben sich seit Jahrzehnten die Thesen
    Siegmund Freuds durchgesetzt und behauptet, denen bei genauem
    Hinsehen ein sehr seelenfremdes, mechanistisches Weltbild zugrunde
    liegt; ein Weltbild, also, daß spätestens seit dem Beginn der Auf-
    klärung hätte aussterben sollen.
    "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten
    Unmündigkteit." Diese zu einer Art Schlagwort gewordene Definition des
    Begriffs "Aufklärung" stammt von dem deutschen Philosophen Immanuel Kant.
    Sie steht in der 1784 veröffentlichten Abhandlung "Beantwortung der Frage:
    Was ist Aufklärung". Ihr folgt der Satz: "Unmündigkeit ist das Unvermögen,
    sich seines Verstandes ohne Leitung eines andern zu bedienen." Es bedarf
    also der Entschlußkraft und des Mutes, sich seines eigenen Verstandes zu
    bedienen, ohne sich dabei durch andere einschränken zu lassen.
    Leider muß heute, am Beginn des 21. Jahrhunderts, davon ausgegangen werden,
    daß, nach etwa einem Jahrhundert der Dominanz Freud'scher Anschauungen in
    der Psychologie, vom Geist der Freiheit und Aufklärung fast nichts mehr
    übrig geblieben ist. "Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der
    täglich sie erobern muß", J.W. von Goethe, Faust II.
    Wie, aber, konnte dies geschehen?
    Schaut man sich die Freud'sche These an, daß der Mensch, der seine
    Ängste und Traumata verdrängt, gerade durch diese Verdrängung überlebens-
    fähig bleibe, so wird dem aufgeklärten Denker alsbald klar, daß dies eine
    mechanistische und nichtspirituelle Sichtweise des Menschenwesens sein muß:

    Denn wer die Vorstellung entwickelt, daß die Abtrennung und Verdrängung von Anteilen des Seelenlebens zu dessen Lebensfähigkeit nicht nur beiträgt,
    sondern geradezu diese Verdrängung voraussetzt um "überleben zu können",
    der offenbart, daß er mit dieser Form der Rettung nur das Überleben des
    menschlichen Körpers meinen kann. -Und exakt so lassen sich die vielen
    Erscheinungsformen und Spezifikationen der sogenannten "psychiatrischen
    Krankheiten" wie sie heute in Fachkreisen definiert und diskutiert werden,
    erklären:
    Als Übrigbleiben eines -in den meisten Fällen- allein nicht mehr lebens-
    fähigen, mit Medikamenten überschütteten und scheinbar fast seelenlosen menschlichen Organismus, dessen geistig-seelische Fertigkeiten abhanden gekommen sind,
    dessen organische Funktionen nach der "Behandlung" nun erst Recht darniederliegen. Das Widersinnige, das Paradoxe ist zuletzt doch eingetreten:
    Zur vorgeblichen "Rettung der kranken Seele", die eigentlich auf die
    Rettung des Körpers abzielt, ist nun auch noch dessen weitestgehende
    Zerstörung gekommen!
    War aber dieses elende Dasein das ursprünglich gewollte "Überleben",
    die Rettung oder gar Heilung, die von der Expertenschaft eifrig in
    Angriff genommen oder gar versprochen worden war? -Nein!

    Denn in Perfektion ist diese Pervertierung eines Hilfs- und Heilsbegriffes
    zur immer neuen und drastischeren Ausbeutung des menschlichen Lebens
    geworden, indem immer neue psychopharmakologische Medikamente entwickelt,
    beworben und "auf den Markt" geworfen wurden, bis der Mensch endlich
    zum bloßen Opfer dieses "Marktes" degradiert werden konnte, bis zuletzt die
    "Krankheiten" erfunden wurden, um den boomenden Pillenmarkt noch weiter
    anzuheizen.
    Dies nennen aufgeklärte Persönlichkeiten den Eintritt einer
    GesellschaftsPsychose, in deren Umfeld "krank" ist,
    wer sich vitaminreich zu ernähren trachtet,
    wer sich lieber in den Resten einer zerstörten Natur bewegt,
    als vorm TV zu hocken,
    wer kein Handy besitzt,
    wer keine Pillen "einwirft" usw.
    Was -andererseits- "gesund" ist, wird vom psychoanalytisch geprägten
    Gesellschaftssystem vorgegeben, und in der Hölle bist Du endgültig
    angekommen, wenn Dein "behandelnder" Psychiater Dir sagt:
    "Leider kann ich Sie momentan aus der geschlossenen Abteilung nicht entlassen,
    da Sie immer noch keinerlei Krankheitseinsicht zeigen!"--

    So erklären sich auch die beiden beliebtesten Sätze, die Psychiater
    ihren Patienten zu sagen pflegen:

    LEIDER HABE ICH JETZT GERADE KEINE ZEIT FÜR SIE.

    HABEN SIE IHRE MEDIKAMENTE DENN SCHON EINGENOMMEN?

    T."



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 29.07.2004, 12:03

    wieder was aufschlußreiches...
    viele fachausdrücke, aber wichtig :!: :idea: :

    gehirnwäsche (von hier zitiert):

    "Kein Arzt darf Neuroleptica verordnen, der sie nicht selbst eingenommen hat. Denn nur dann weiß er, dass es sich um Foltermittel handelt.

    Rezension einer Schrift von Prof. Dr. med. Manfred DOSE, Ärztlicher Direktor des Bezirkskrankenhauses Taufkirchen, Postfach 80, D-84413 Taufkirchen(Vils) mit dem Titel:

    Neuroleptisch bedingte Spätdyskinesien
    Neuroleptica verändern die normalen Bewegungsabläufe in oft äußerst störender Weise. Die gesellschaftliche Akzeptanz, die seelisch leidende Mitmenschen so sehr benötigen, wird dadurch erheblich behindert. Besonders fatal sind Bewegungsstörungen, die nach Absetzen der Neuroleptica nicht mehr verschwinden, sog. Tardive od. Spätdyskinesien wie: Unruhe der Zunge vom Vibrieren bis zum ständigen Lecken der Lippen, Kau-Automatismen wie Mahlbewegungen des Unterkiefers, Augenblinzeln, Grimassieren. Arme und Beine sind unruhig, die Feinsteuerung ist ungenau, es kommt zu ausfahrenden Bewegungen, die sogar schleuderartig werden können (Hampelmann-Glieder). Die Diagnose wird in der Alt-Psychiatrie nur gestellt, wenn mindestens drei Monate lang neuroleptisch behandelt wurde. DOSE hebt aber hervor, dass diese Zeitgrenze willkürlich ist und Spätdyskinesien bereits nach sechs Wochen neuroleptischer Behandlung auftreten. (Tatsächlich kann bei sensiblen Menschen schon eine Behandlung von wenigen Tagen das Leiden auslösen. Im Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. (BPE) wird vom Zombie-Effekt gesprochen. Die Symptome können auch erst nach vielen Jahren auftreten, weil das Gehirn im Alter an Kompensationskraft verliert. Anm.d.Rezens.).

    Viele Psychiater wollen diese verheerende Wirkung ihrer Eingriffe nicht wahrhaben. Nach DOSE schwanken die Zahlen in der wissenschaftlichen Literatur zwischen 1 % und 70 % (!) je nach Methodik und tendentieller Ausrichtung der Untersucher. DOSE schreibt: „Immer wieder ist versucht worden, die Verursachung durch Neuroleptica in Frage zu stellen durch Verweis auf die schon von KRAEPELIN und BLEULER beschriebenen Bewegungsstörungen seelisch Leidender („Spontane Dyskinesien“).“ Während aber lt. DOSE bei älteren Menschen Spontandyskinesien bei 1,2% vorkommen, sind es bei neuroleptisch Behandelten 66,7%. Das muß auch so sein, weil Neuroleptica die Zahl der dopaminabhängigen Rezeptoren im Gehirn steigern, was nahezu zwangsläufig unkontrollierbare Bewegungen auslöst. Der Rat, den viele Psychiater geben und auch in die Tat umsetzen, nämlich bei Dyskinesien Dosis und Zeitdauer der Neuroleptica-Gabe zu erhöhen (womöglich lebenslänglich), das System also zu überfahren, kann nur als zynisch empfunden werden. Zwar werden die Bewegungen dann oft ruhiger, aber um den Preis eines weiter reduzierten Antriebs und damit massiver weiterer Beeinträchtigung der Lebensqualität.

    Dyskinesien durch Neuroleptica nehmen, wie schon oben erwähnt, zu mit steigendem Alter, besonders oft sind Frauen nach dem Klimakterium betroffen.

    Erfreulicherweise wendet sich also DOSE eindeutig gegen die Behauptung, die Dyskinesien seien meist Folge der seelischen Erkrankung, sondern stellt fest, dass sie in aller Regel durch Psychopharmaka ausgelöst werden. Somit kommt der Autor zu der Empfehlung, Neuroleptica bei Dyskinesien zu reduzieren und dann abzusetzen. Dazu könnten Zeiträume bis zu einem halben Jahr erforderlich sein. Die Rückfallquote seelischer Krankheiten steige dabei zwar an, das sei aber im Hinblick auf die wesentlich bessere Lebensqualität ein nachrangiger Gesichtspunkt. Als Medikament gegen Dyskinesie nennt DOSE das Tiapridex und als Alternative zu Neuroleptica das Sulpirid, Nachfolgesubstanz Amisulprid (Solian).

    Abschließend verurteilt DOSE den – so wörtlich – inflationären Gebrauch insbesondere hochpotenter Neuroleptica wie Haldol, einem der ältesten, inzwischen billigsten Neuroleptica, mit dem viele Betroffene nach eigenen Angaben die Hölle auf Erden erleben.

    Zusammenfassend zählt also DOSE zu den leider noch wenigen Psychiatern , die die schweren Gefahren der Neuroleptica offen darlegen. Der amerikanische Psychiatrie-Forscher Prof. BREGGIN nennt Neuroleptica die gefährlichsten Substanzen der gesamten Medizin. Prof. FINZEN/Universität Basel, sagt, sie machen aus dem psychiatrischen einen neurologischen Patienten. An der seelischen Krankheit bewirken sie außer der Ruhigstellung wenig, sondern führen ihrerseits zu schweren Persönlichkeitsdefekten. , die meist der Krankheit angelastet werden, tatsächlich aber Neuroleptica-Schäden sind.

    Hinzu kommt, dass 2/3 aller Psychosen vollständig ausheilen (s.z.B. das Lehrbuch von HUBER, em. Professor f. Psychiatrie d. Universität Lübeck). Im Widerspruch dazu wird im Zuge des derzeitigen weltweiten, politisch ausgelösten Rechts-Rigorismus versucht, die sog. „Schizophrenie“ – die es lt. Weltgesundheitsorganisation gar nicht gibt, weil sie nicht definiert werden kann - als genetisch bedingt und damit unheilbar darzustellen. Die WHO stellt hingegen in einer 1993 erschienenen Schrift fest, dass die sog. Schizophrenie ein Phantom ist, unter dem jeder Psychiater etwas anderes versteht.

    Der Krefelder Psychiater Prof. DREES sagt, der eine Gutachter könnte eine Schizophrenie diagnostizieren und ein anderer bei demselben Menschen lediglich einen Sozialkonflikt. Beide Gutachter könnten sich aber vor Gericht nicht einmal unterhalten, weil sie in jeweils völlig verschiedenen psychiatrischen Weltbildern lebten.

    Umso bedenklicher ist, daß dieser unwissenschaftlichste aller psychiatrischen Begriffe, die sog. Schizophrenie, als einziger im ICD-10 (International Code of Diseases) unverändert beibehalten wurde, während man die Beschreibung aller anderen seelischen Krankheiten neu gefaßt hat. Damit wird die gesellschaftliche Mauer, die das Etikett "Schizophrenie" schon bisher um die Betroffenen zog, weltweit nochmals zementiert. Die Folgen für die Rehabilitation sind verheerend.

    Rehabilitationsfördernd sind hingegen Begriffe wie „Selbstfindungskrise“ oder "Gewissenreifungsstörung", die aus der allgemeinen Persönlichkeitsentwicklung verständlich sind und nicht nur den Patienten betreffen, sondern auch seine Eltern und andere Bezugspersonen, die oft kränker sind als der Patient, dies aber weit von sich weisen und sich jeder Therapie entziehen.

    Die seit einiger Zeit angebotenen "Labor-Marker für Schizophrenie" sind nach Prof. Dr.Dr. DÖRNER, ehem. Direktor der Psychiatrie Gütersloh, nicht existent und können es nach dem oben Dargelegten auch nicht sein. Im BPE (Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V., Thomas-Mann-Str. 49a, D - 53 111 Bonn) wird daher gefordert, von Sensibilitäts-Markern zu sprechen, denn unbestritten gibt es überdurchschnittlich sensible und unter günstigen Umständen kreative Menschen, die bei ungünstigen Umständen auch erkranken können."



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 12.08.2004, 08:41

    vom 'denken' zum HANDELN
    die von psychiatern rasend gerne verschriebene 'glücks'droge PROZAC (=fluctine bei uns) wirkt sich schon aus:

    PROZAC IM TRINKWASSER



    hier die gesammelten (neben)wirkungen der psychopharmaka :evil:



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 12.08.2004, 15:19


    die frage hier ist (ich hab noch viele heftige links in petto):

    ist psychiatrie in trauter lukrativster zusammenarbeit mit den pharmagiftmischern der versteckte langzeitVERURSACHER von wahnsinn, verrücktheit und brutalität auf dieser eigentlich wunderschönen welt?

    hitler - bis an sein lebensende von dr.morell mit psychodrogen gedopt,
    milosevic - expatient von karadzic, dem serbischen kriegshetzer und psychiater,
    bin laden (mit seiner familie in behandlung bei einem tiroler psychiater) und dauerbeeinflusst von al-Zawahiri , seinem engsten berater, hassgetriebenen fanatiker und psychiater..
    uswusf....*klick*

    ein thema, das niemand wirklich leicht konfrontieren (= sich in ruhe so ansehen wie es ist) kann - zu heftig - und zu versteckt! (bis anfang der 50er hat niemand auch nur geahnt, was die burschen so im hintergrund treiben)

    inzwischen wurden sie gezwungen, reformen einzuführen - aber der heftige drogenpush bleibt - und wird sogar verstärkt!

    siehe Psychopolitik



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 29.08.2004, 12:53


    zwischendurch ein paar GOOD NEWS :lol: :idea: :arrow:

    Zitat: Der Psychiatrie-Pionier Loren Mosher gestorben
    Alternative Schizophrenie-Behandlung

    Am 10. Juli ist in Berlin Professor Loren Mosher aus San Diego im Alter von
    71 Jahren gestorben. Mosher war eine der charismatischsten und zugleich
    umstrittensten Gestalten der amerikanischen und europäischen
    Psychiatrie-Szene. Als langjähriger erster Leiter des renommierten Zentrums
    zum Studium der Schizophrenie am National Institute of Mental Health in
    Bethesda, Washington DC, begründete Mosher in den frühen siebziger Jahren in
    einer kleinen offenen, «Soteria» genannten Wohngemeinschaft in der Nähe von
    San Francisco eine weitgehend medikamentenfreie Schizophrenie-Behandlung,
    die sich vor allem auf eine verständnisvolle mitmenschliche Begleitung in
    einem spannungslösenden Milieu stützte.
    Ausgedehnte Vergleichsstudien zeigten, dass akute schizophrene Psychosen auf
    diese Weise mindestens ebenso erfolgreich behandelt werden konnten wie mit
    der konventionellen Pharmakotherapie. Dies markierte den Beginn von Moshers
    jahrzehntelangem Kampf gegen die etablierte Psychiatrie und Pharmaindustrie.
    Obwohl Mosher von allen Seiten angefeindet, verunglimpft und geächtet wurde,
    breitete sich seine Methode weiter aus, zuerst in den USA und später auch in
    Europa. Nachdem ein erstes europäisches Soteria-Forschungsprojekt, das 1984
    in Bern ins Leben gerufen wurde, Moshers Erfolge bestätigt hatte, entstanden
    verwandte Einrichtungen in Deutschland, Skandinavien und anderswo. Auch in
    die gewöhnliche Klinikbehandlung fanden «Soteria-Elemente» mancherorts
    Eingang.
    Ganz ähnliche Ansätze werden heute ferner zur Vorbeugung und Frühbehandlung
    der Schizophrenie herangezogen. 1998 wurde in Bern eine internationale
    Soteria-Arbeitsgemeinschaft gegründet, und im vergangenen Mai konnte
    «Soteria Bern», noch in Moshers Anwesenheit, ihr 20-jähriges Bestehen mit
    einem internationalen Kongress feiern. In der zu einseitig hirnbiologisch
    orientierten und medikamentenzentrierten Mainstream-Psychiatrie von heute
    bleibt der Soteria- Ansatz allerdings nach wie vor ausgeklammert.

    Luc Ciompi emeritierter Psychiatrieprofessor in Bern


    und :arrow:

    Zitat: Datum: So 29, Aug 2004 3:07
    Betreff: Ein Spiel bei dem jeder gewinnt


    Hallo Leute,

    erfreulicherweise geht die Produktion des 1. verständlichen und praktisch
    anwendbaren Leitfaden um Probleme der geistigen Gesundheit mittels Ernährung
    zu lösen, sehr gut vorwärts und wird voraussichtlich ab November im gut
    sortierten Buchhandel zu beziehen sein. Da diese Arbeit von Patrick Holford
    von so unschätzbaren Wert für jedermann ist, der zu irgendeinem Zeitpunkt in
    seinen Leben direkt oder indirekt mit Problemen der geistigen Gesundheit
    konfrontiert wird sollte dieses Buch in keinen Haushalt fehlen. In Planung
    sind auch Hörbücher für Blinde und Analphabethen.

    Nachfolgend findet Ihr:

    Das Spiel
    Eine Kurzbeschreibung des Buches
    Ein Kurzvorstellung des Autors
    Expertenaussagen zum Buch

    Und hier ist das Spiel:

    Wer vor Veröffentlichung des Buches 5 Bücher bestellt und bezahlt bekommt 1
    Buch geschenkt. Bei 10 gibts 2 usw.
    Der Sinn dieses Spiels ist nicht die Bücher dann zuhause zu haben sondern in
    den Händen der Leute die sie brauchen (Eltern deren Kinder als hyperaktiv
    diagnostiziert wurden und zur Ritalineinnahme gedrängt werden usw.).

    TOP TIPP: Schreib mir eine kurze E-Mail und fordere das 1. Kapitel an.
    Drucke es aus, gib es jemanden zum lesen und frage ihn danach nach seiner
    Meinung. Ich persönlich habe auf diese Weise bis jetzt noch niemanden
    getroffen, der nachdem er es gelesen hatte nicht auf Anhieb gekauft hat.
    (Kein Schmäh!!) Die Leute brennen nur noch darauf wie es weitergeht!

    Über das Buch:

    ,Optimale Ernährung für den Verstand' ist der erste verständliche und
    praktisch anwendbare Leitfaden um Probleme der geistigen Gesundheit mittels
    Ernährung zu lösen - was sie essen beeinflusst ihren Verstand. Schritt für
    Schritt, unterstützt durch aktuelle Studien und Fallberichten demonstriert
    der TOP-Ernährungswissenschaftler Patrick Holford wie man Diäten,
    Nahrungsergänzungen und maßgeschneiderte Ernährungspläne benutzt um:

    · Den IQ zu steigern und die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern
    · Das Gedächtnis zu steigern und den Verstand zu stärken - unabhängig
    von Ihrem Alter
    · Ihre Laune zu verbessern und Depression zu besiegen
    · Stress und Angstzustände auflösen und einen großartigen Schlaf haben
    werden.
    · u.v.m.

    Über den Autor:

    Patrick Holford begann seine akademische Karriere als experimenteller
    Psychologe. Während seinen Studium in der York Universität begann er sich
    für die Biochemie der geistigen Gesundheit zu interessieren. Seine
    Untersuchungen brachten ihn zu zwei Pionieren auf diesem Gebiet (Dr. Carl
    Pfeiffer vom Princeton´s Brain Bio Center und Dr. Abraham Hoffer, dem
    ehemaligen Direktor für psychiatrische Untersuchungen von Saskatchewan in
    Kanada.) Beide forderten, dass nutriologische Therapie hervorragende
    Resultate bei Problemen der geistigen Gesundheit bringe. Er wurde ihr
    Student und studierte später auch noch bei dem zweifachen Nobelpreisträger
    Dr. Linus Pauling. 1984 gründete Patrick Holford das Institute for Optimum
    Nutrition, ein gemeinnütziges College für Ausbildung und Untersuchungen in
    der Ernährungswissenschaft. Das ION ist heute eines der akzeptiertesten
    Trainings Colleges von klinischen Ernährungsfachleuten. Im ION untersuchte
    er die Rolle von Ernährung und Intelligenz und erbrachte 1987 den Beweis,
    dass die optimale Ergänzung der Ernährung den IQ verbessern kann. Er
    untersuchte ebenso nutriologische Ansätze bei Depression, Schizophrenie und
    Essstörungen und entwickelte eine Methode um den optimalen Nährstoffbedarf
    einer Person zu bestimmen, welche an mehr als 100.000 Personen getestet
    wurde. Seit 1997 hat Patrick Holford über 20 Top-Bücher geschrieben, welche
    bereits in 17 Sprachen übersetzt wurden.
    Vom ersten: "The Optimum Nutrition Bible" wurden über 1 Million Exemplare
    weltweit verkauft. Nach mehr als 20 Jahren Untersuchungsarbeit und
    klinischer Praxis übergibt Patrick Holford diesen grundlegend neuen und
    geprüften Ansatz für jene die ihn brauchen. In England leitet er jetzt das
    Mental Health Project, welches sich zum Ziel setzt, Kliniken und Häuser zu
    etablieren um Personen mit psychiatrischen Symptomen zu helfen wieder ins
    normale Leben zurückzufinden.

    Expertenaussagen:

    Dieses Buch leistet einen enormen Unterschied für die Millionen von
    Menschen, welche unnötig an Problemen der Geistigen Gesundheit leiden.
    Nutriologische Medizin ist die Zukunft.

    Prof. Dr. Hyla Cass, klinische Professorin für Psychiatrie

    Dieses exzellente Buch gibt uns eine überaus machtvolle Waffe in unseren
    Kampf gegen Geisteskrankheiten.

    Dr. Abraham Hoffer, Psychiater

    Wenn Sie sich Sorgen darüber machen wie Sie Ihren Verstand zu
    Höchstleistungen anspornen und ihr Gedächtnis steigern ist die Botschaft
    dieses Buches, dass sie Ihr denken verändern können und sich danach fühlen
    was Sie essen.

    Gloria Hunniford, TV und Radio Moderatorin

    Wir brauchen Psychiater, welche die Ernährung als festen Bestandteil in
    ihrem Kampf gegen die Geisteskrankheit aufnehmen. Wenn sie den Anweisungen
    in diesem Buch folgen, verursachen Sie einen enormen Fortschritt für Ihre
    Patienten, damit es Ihnen um einiges besser geht als den vielen, welche
    ausschließlich medikamentös behandelt werden.

    Gwynneth Hemmings, Schizophrenie Vereinigung von Grossbritanien

    Dieses Buch macht deutlich, dass ein Psychiater, welcher die Ernährung
    ignoriert genauso wertvoll ist wie ein Klempner der Angst vor geschlossenen
    Räumen hat. Jeder andere weiß, dass die Nahrung etwas mit jemandes Laune zu
    tun hat. Warum fahren Psychiater damit fort diesen Fakt zu ignorieren? Sie
    haben die Ernährung lange genug ignoriert.

    Jerome Burne, Medicine Today

    Falls Sie sich sorgen über Ihren Verstand, Ihre Laune oder Ihre geistige
    Wachsamkeit machen wird dieses Buch Ihre Einstellung Ihren
    Ernährungsgewohnheiten gegenüber zum besseren verändern! Diese umfassende
    Arbeit liefert Ihnen Nahrung für das Denken während Sie über die Ernährung
    des Verstandes lernen. Ein exzellentes Buch.

    Dr. Chris Steel, This Morning (ITV)


    Liebe Grüsse

    Wolfgang



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 01.10.2004, 02:56


    interessanter bericht heute in arte über einen amerikanischen amokläufer, der mit einem gestohlenen panzer die halbe stadt ruiniert hat, bevor er schließlich erschossen wurde:

    so gut wie ALLE interviewten in dem bericht haben drogen (amphetamine, speed usw) genommen - und der typ selbst ebenfalls, ziemlich exzessiv - und man konnte richtig schön feststellen, wie unglaublich DUMM die alle waren/sind!!!!

    es wurde auch dokumentiert, dass die us-soldaten im koreakrieg und vietnamdisaster von der army aus(!) routinemäßig mit amphetaminen und speed vollgestopft wurden, um langedauernde einsätze 'wach' durchzustehen.




    "Donnerstag, 30. September 2004 um 22:40



    SACKGASSE
    Dokumentarfilm, USA 2001, ARTE F, Erstausstrahlung
    Von: Garrett Scott


    1995 stiehlt ein ehemaliger US-Soldat in San Diego einen Armeepanzer und hinterlässt eine Spur der Verwüstung in der Stadt, bis er von der Polizei erschossen wird. Der Filmemacher Garrett Scott macht sich auf die Suche nach den Ursachen für diese Amokfahrt. Er erzählt von dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Niedergang einer ganzen Region, die nach kurzer Blütezeit einen dramatischen Abstieg erleben musste, den viele Bewohner nicht verkraftet haben.



    ARTE F



    Im Mai 1995 versetzt ein außergewöhnlicher Zwischenfall San Diego in Aufruhr: Shawn Scott, ein circa 40-jähriger Arbeitsloser, rast mit einem gestohlenen Armeepanzer eine halbe Stunde lang durch die Stadt, löst Panik aus und hinterlässt eine Spur platt gewalzter Autos, Straßenlaternen und Ampeln. Der Polizei gelingt es schließlich den Mann aufzuhalten. Er wird mit zwei Kugeln im Innern des Panzers tödlich verletzt. War dieses Ereignis das zufällige Ausrasten eines Einzelnen oder das Symptom einer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Krise? Filmemacher Garett Scott ermittelte in Shawn Scotts Umfeld. Die Interviews mit Verwandten, Freunden und Nachbarn des Todesfahrers zeigen eine nur wenig bekannte Gesellschaftsschicht der USA: Vietnam-Veteranen, die sich nie von ihren Kriegstraumata erholt haben, ihre Armut auf LSD- und Amphetamin-Trips vergessen und in Trailerparks, einer neuen Form von Gettos, leben. Die Aussagen der Befragten werden im Wechsel mit Bildern der Panzerfahrt - vier lokale Fernsehsender hatten die Jagd sowohl am Boden als auch vom Hubschrauber aus verfolgt - sowie mit Archivmaterial über die Stadt San Diego gezeigt. Filmausschnitte aus den 50er und 60er Jahren beschreiben den wirtschaftlichen Aufschwung San Diegos mit seiner blühenden Luft-, Raumfahrt- und Militärindustrie und modernen Stadtplanung - ein Utopia, dem das Ende des Vietnam-Krieges und vor allem der Fall der Berliner Mauer ein jähes Ende setzten. Heute lebt eine ganze Bevölkerungsschicht in Armut. Sie steht stellvertretend für ein inzwischen in der westlichen Welt verbreitetes Phänomen von Werksschließungen, Arbeitslosigkeit, Depression, Drogenkonsum, maroder Schul- und Bildungssysteme. Eine Häufung dieser Missstände kann die Wahnsinnstat Einzelner auslösen - und die nicht minder wahnwitzige Repression durch die Gesellschaft.


    Das kleine Extra

    Ausgehend von einem tragischen Zwischenfall, der als zum Scheitern verurteilter Racheakt oder als tragikomische Anekdote empfunden werden kann, beschreibt der Dokumentarfilm aus einem Abstand von sieben Jahren einen soziologischen, wirtschaftlichen und politischen Prozess, dessen damalige Beteiligte keinerlei Einfluss auf den Ablauf der Ereignisse hatten. Mit seinen verschiedenen Bildquellen und seiner Dynamik liefert der Film, der bereits Kultstatus erreicht hat, eine kompromisslose Bestandsaufnahme der westlichen Gesellschaft.
    Der Dokumentarfilm von Garrett Scott war im Jahr 2003 bei den Filmtagen Augsburg zu sehen. "

    außerdam sah man hier sehr gut, wie sehr die amis auf kriege als wirtschaftszweig angewiesen waren!
    die warne richtig enttäuscht, dass es nun 'aus' damit sein sollte...

    naja - der bush hats ja wieder 'gerichtet'...
    (es wird immer klarer,wieso die dummbirnen einen solchen kriegstreiber und weltzerstörer 'wählen'

    die psychiatrie und pharmagiftküche haben ganze arbeit geleistet!
    (das offensichtlichste an der doku war die komplette normalität des amerikanischen drogenfressens!)



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 02.10.2004, 14:51


    ADHS - 'Hyperaktivität', die erfundene 'krankheit' - hier einmal ein aufklärender artikel aus wien dazu:

    "Gibt es ADHS-Kinder?

    Psychologie - Mag. Harald Schindelka informiert

    Immer häufiger ist die Rede von "ADHS"
    (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung). Doch gibt es eine einzige
    wissenschaftliche Untersuchung, die einen signifikanten kausalen Zusammenhang
    mit bestimmten Verhaltensweisen und den sog. ADHS-Kindern ursächlich
    rechtfertigt? Die Antwort ist nein. Diese Kinder leiden nicht unter einer
    Störung. Vielleicht bevorzugen sie eine andere Art zu denken, aufmerksam zu sein
    und sich zu verhalten, aber deswegen von einer Störung zu sprechen, ist zuviel.
    Es geht vielmehr darum, die Einzigartigkeit - zugegeben manchmal auch die
    EinzigUNartigkeit - des betroffenen Kindes zu erkennen, zu achten und darauf
    angemessen zu reagieren, ohne sofort zu stigmatisieren, zu schubladisieren oder
    das Kind gar als abnorm zu beurteilen. Unterschiede können ebenso Bereicherungen
    der menschlichen Vielfalt sein. Wie langweilig wäre es, wären alle Schülerinnen
    und Schüler gleich.

    Stellen sie sich vor, alle Menschen wären Blumen!
    Wie sagt es Frau Birkenbihl so treffend: In dieser Phantasie sähe ein
    "Rosen-Psychiater" alle anderen Blumen als abnorm an, die nicht der klassischen
    Rose entsprächen. Über eine Lilie könnte er diagnostizieren: "Das Fehlen sich
    entfaltender Blütenblätter im Zentrum deutet auf eine Blütenblattmangelstörung
    hin." Oder über ein Gänseblümchen: "Hier handelt es sich um strukturelle
    Abnormitäten. Man schaue nur auf den großen Klumpen in der Mitte und die
    repetitive Regelmäßigkeit der strahlenförmigen Blütenblätterstruktur." In keinem
    der Fälle würdigt er die natürliche Schönheit der jeweiligen Blume.

    Man sollte sich intensiver bemühen, das Augenmerk auf die Stärken, Talente,
    Fähigkeiten und die besondere Intelligenz sog.

    ADHS-Kinder zu verwenden, anstatt nach vermeintlichen Mängeln in der
    Beschaffenheit ihrer Gene oder ihrer Gehirnmasse zu suchen.

    Bei weiteren Fragen zu diesem Thema schreiben Sie bitte an:
    Ihr EINKAUF, KW "Psychologie", Halirschgasse 16, 1170 Wien oder Sie mailen an:
    psychologie@i..."



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 02.10.2004, 14:55


    noch ein guter artikel!!

    "Vom Glauben an die Medizinmänner

    oder was man alles vom Arzt erwartet


    "Mein Arzt hat mir geraten, mich impfen zu lassen. Hätte ich mich nicht impfen
    lassen sollen? Er ist ja der Arzt und er wird schon wissen, warum er mir das
    empfiehlt".
    "Im Spital wurde diese Diagnose gestellt. Die Ärzte erklärten mir, dass sie die
    Ursache dieser Krankheit noch nicht ganz genau kennen".
    "Sie sind jetzt meine letzte Hoffnung, Herr Doktor"!
    Solche Aussagen sind nicht selten Sie bringen zum Ausdruck, dass sich die
    Patienten doch etwas zu viel von der Kunst und dem Wissen der Ärzte erwarten.
    Weiß der Arzt wirklich so viel, haben die Wissenschaftler schon bald alle
    Geheimnisse des Lebens entdeckt, sind die Ärzte schon bald die großen Sieger
    über die Krankheiten?
    Krankheiten verursachen viel Leid. Zu allen Zeiten haben die Menschen, - früher
    gegen die Seuchen der vergangenen Jahrhunderte und heute gegen die Krankheiten
    der modernen Zeit - anzukämpfen versucht. Mit dem Wunsch die Krankheiten zu
    besiegen ist natürlich auch die Hoffnung verbunden, dass die Heilkünstler auch
    entsprechendes erreichen.
    Mit dem Beginn der Neuzeit, der Industrialisierung und der Verbesserung der
    Lebensbedingungen: genug zu essen, sauberes Trinkwasser, Kanalisation und
    günstigere Wohnverhältnisse sind die Seuchen zurückgegangen. Zugleich gab es die
    gewaltigen Fortschritte auf technischem Gebiet und in den Naturwissenschaften.
    Aber nicht alles was Mediziner und Forscher entdeckt zu haben glaubten, hat sich
    als richtig erwiesen. Es gab auch viele Irrtümer. Nicht wenige Erkenntnisse, die
    in der ersten Begeisterung bejubelt wurden, wurden oft schon nach kurzer Zeit
    als Irrtümer verworfen. Wenn man die Grausamkeit mancher Krankheiten persönlich
    erlebt ist es verständlich, dass der Mensch vom Arzt alles erwartet und ihn zum
    vielzitierten "Gott in Weiß" erhebt. -


    Gefeierte Wissenschaftler


    So wurde in Frankreich viel über die angeblichen Erfolge L. Pasteurs durch
    Impfungen gegen Milzbrand der Tiere berichtet. Ein Landarzt hatte erfahren, dass
    der Chemiker Pasteur auch an einer Impfung gegen Tollwut forsche. Dieser Arzt
    schickte nun einen Knaben, der von einem Hund schwer verletzt worden war und
    eine Tollwuterkrankung befürchtet wurde, zu Pasteur, der selbst gar kein Arzt
    gewesen ist. Pasteur war auch gar nicht in der Lage, Tollwut zu diagnostizieren.
    Pasteur führte tatsächlich die erste Tollwutimpfung an diesem Kind durch, in dem
    er eine Aufschwemmung von getrockneten Rückenmark angeblich tollwütiger Hunde in
    die Bauchdecke des Kindes injizierte. Als das Kind nach wenigen Wochen nicht an
    Tollwut erkrankte und überlebte wurde Pasteur wegen dieses einzigen Falles
    berühmt und gefeiert. Obwohl im Laufe der späteren Geschichte viele Menschen an
    der Impfung gegen Tollwut verstorben sind und viele Menschen schwere und
    dauerhafte Schäden erlitten haben, hält man noch immer an diesem Verfahren fest.
    -
    Auch E. Behring, dem Begründer der Serumtherapie, reichte ein einziges Kind, das
    die Serumtherapie bei Diphtherie überlebte, um die Richtigkeit seiner Theorie zu
    bestätigen. Über die Serumtherapie schreibt fast 30 Jahre später der Toxikologe
    L. Lewin:" Weder die angeborene, noch die durch Gewöhnung oder andere Einflüsse
    erworbene Immunität ist durch die völlig unbeweisbaren, dem philosophischen
    Kalkül entstammenden Nurwortstoffe, denen man den Namen Antitoxin gegeben hat,
    dem Verständnis nähergerückt. Es gibt kein einziges chemisch gekanntes Gift, das
    beliebig lange Zeit Tieren eingeführt, ein Gegengift im Blute entstehen lässt,
    dem die Fähigkeit zukommt, in irgendeiner Weise das Gift unschädlich, oder,
    vorbeugend, eine Giftwirkung unmöglich zu machen. Kein Alkaloid, klein Glykosid,
    keine blutverändernden oder anderswie giftigen, chemisch gekannten Substanzen
    aus der Reihe der anorganischen oder organisch-synthetischen Stoffe kann durch
    die Serologie verhindert werden, seine Giftwirkung zu entfalten, und auch nicht
    mit Eiweißstoffen, wie dem Abrin, oder dem Schlangengift ist dies zu erzielen.
    Es gibt kein " Antitoxin". Sie bestehen nur in der Einbildung."- Dennoch wird
    noch heute an der Serumtherapie, "Der Frohen Botschaft vom Antitoxin" (A.
    Czerny, 1863 - 1941) teilweise festgehalten.


    Wissenschaftler im Schatten


    Der Pathologe M. Pettenkofer hatte durch sorgfältigste Aufzeichnungen erkannt,
    dass es in der Stadt München nur in ganz bestimmten Teilen der Stadt zu
    Cholerafällen und auch an derselben Stellen erneut immer wieder zu
    Choleraerkrankungen kam. Es wurde daraufhin die Kanalisation der Abortanlagen
    geändert und die Cholera ist verschwunden. Zur gleichen Zeit feierte man R.
    Koch, den Entdecker der Tuberkelbazillen und anderer Bakterien als den großen
    Wissenschaftler und Wohltäter der Menschheit, obwohl seine Entdeckungen zum
    Rückgang der Seuchen nichts beigetragen haben. Auch sein Wundermittel
    Tuberkulin, auf das so viele Menschen ihre Hoffnung gesetzt hatten, hat sich als
    völlig erfolglos erwiesen. Der wirkliche verdienstvolle Arzt Pettenkofer hatte
    nichts Spektakuläres vorzuweisen, er hatte eben nur eine der wahren Ursachen
    der Seuchen erkannt und beseitigt. Da hatte Koch mit seinen Bakterien mehr
    Ansehen. Auch Pasteur hatte sich zusätzlich mit der Schöpfung des Begriffes
    Virus unvergessliches Ansehen verschafft. Er nannte alles das, was er nicht im
    Lichtmikroskop sehen konnte, also was nicht Bakterien waren, einfach Viren
    (Gifte). Erst gute 70 Jahre später bezeichnete die Wissenschaft im
    Elektronenmikroskop zu erkennende Zellkern-Gebilde als Viren im heutigen Sinne.
    Dass nun diese Teilchen die Ursachen der Infektionskrankheiten sein sollen, ist
    ebenso reine Spekulation. Die Propaganda der Antibiotika- und Impfindustrie
    poliert jedenfalls aus gutem Grund nach wie vor am Glanz ihrer Medizinhelden.


    Was wissen die Ärzte?


    Im Bereich der Wissenschaft gibt es weitere Fortschritte. Es entstehen immer
    mehr neue Spezialgebiete; das Wissen über kleinste Bereiche nimmt zu. Es gibt
    kaum jemand, der vielen neuen biologischen Entdeckungen zu überschauen vermag
    und die Zusammenhänge verstehen kann. So muss heute ein Wissenschaftler dem
    andern einfach glauben. In vielen Fällen ist es gar nicht möglich, die
    zahlreichen Ergebnisse der Medizinforscher zu überprüfen. Die Ärzte, sowohl im
    Spital als auch in der niedergelassenen Praxis sind nicht mehr in der Lage, das,
    was ihnen als medizinische, wissenschaftliche Neuigkeit vorgesetzt wird zu
    hinterfragen und zu bedenken. Die wenigsten Ärzte haben die Möglichkeit über die
    Herstellung von Impfstoffen, die Kultivierung der Nährböden oder über das was
    die Molekularbiologie über Antikörper entdeckt hat, eingeweiht zu werden. Von
    diesem Themenkomplex: Infektion-Antikörper-Immunität hat der durchschnittliche
    Arzt nicht mehr Ahnung als jeder andere interessierte Laie. Dazu kommt noch,
    dass die ärztliche Fortbildung zum größten Teil von wirtschaftlichen
    Interessengruppen mitbestimmt wird.


    Glauben oder doch fragen?


    Beim Thema Impfung heißt es also sich ganz aufrichtig die Frage zu stellen:
    Was wissen die meisten Ärzte tatsächlich über Impfungen?
    Haben sie Zeit, die Geschichte der Impfung zu studieren?
    Können sie sich überhaupt das nötige Wissen über die Bedeutung von Mikroben im
    Organismus erwerben?
    Was wissen sie über den Wert der Titerbestimmungen und was Antikörper wirklich
    sind?
    Bekommen sie zuverlässige epidemiologische Daten über die Krankheiten, die
    durch Impfungen entstehen?
    Beim nächsten Arztbesuch, oder beim übernächsten sollte doch einmal mit Ihrem
    Arzt ein aufrichtiges Gespräch über das Thema Impfen stattfinden. Welche
    Fragen?
    Was ist in dem Impfstoff alles drinnen?
    Können Sie sicher versprechen, dass ich durch die Impfung geschützt bin?
    Werden Sie eine Meldung machen, falls durch die Impfung ein gesundheitlicher
    Schaden entsteht?
    Muss ich vor der Impfung untersucht werden?
    Oder ist es doch einfacher wie bisher der Wissenschaft, der Medizin und der
    Gesundheitsbehörde fromm und ergeben zu glauben?


    Quellen: Stefan Winkle, Kulturgeschichte der Seuchen, 1997
    Kurt Langbein, Bert Ehgartner, Das Medizinkartell, 2002
    Louis Lewin, Gifte und Vergiftungen, 6. Auflage, 1992
    Karl Krafeld, Stefan Lanka, Impfen - Völkermord im dritten Jahrtausend?
    2001

    Dr. Johann Loibner, Ligist, Juni 2002"



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 16.10.2004, 16:19


    so, und hier die 'kollegen' und spießgesellen dieser 'denkweisen'--> :arrow: *klick*

    UND:

    :arrow: Wie die Psychiatrie "Geisteskrankheit" erzeugt

    im zitat:

    Wie die Psychiatrie “Geisteskrankheit” erzeugt

    Stufe 1
    Einer Person werden über einen nur kurzen Zeitraum starke Psychopharmaka
    wie z.B. Tranquilizer, Haldol, Gliaminon, Fluanxol, Dabotum verabreicht.
    Sobald die Psychodrogen wieder abgesetzt werden, kann eine dadurch ausgelöste Psychose auftreten.
    Dieser Zustand, der gewöhnlich nur ein paar Tage anhält,
    wird vom Psychiater als “Rückfall” diagnostiziert und dient als Begründung, um die Person wiederum unter Drogen zu setzen.
    Der Zustand war jedoch die erste Stufe einer geistigen Störung, die das Ergebnis struktureller Veränderungen des Gehirns durch Psychodrogen ist.

    Stufe 2
    Wenn die Person über längere Zeit hinweg Psychodrogen zu sich nimmt, können starke Schädigungen des Gehirns die Folge sein.
    Aufgrund der tiefgreifenden bewusstseinsveränderten Nebenwirkungen
    realisiert die Person nicht, was mit ihr geschieht.
    Nur wenn sie die Drogen absetzt, treten die neuentstandenen Psychosen in Erscheinung. Aber dann kann es schon zu spät sein.
    Die durch die Psychodrogen hervorgerufene Geisteskrankheit ist chronisch und in manchen Fällen sogar unheilbar geworden.

    Stufe 3
    Da das Opfer nicht erkennen kann, dass sein Gehirn durch die Psychodrogen zerstört wird, setzt es die Behandlung ohne Unterbrechung fort.
    Die psychotischen Symptome durchbrechen den Zwangsjackeneffekt der
    Psychopharmaka und manifestieren sich als offene Psychose.
    Oft ist das Opfer jetzt dazu verurteilt, für immer unter den psychotischen
    Symptomen zu leiden; unter einer “Geisteskrankheit“, die gänzlich von der psychiatrischen Droge verursacht ist.

    Quelle: The American Journal of Psychiatry, Vol. 137, Nr.1, (January 1980), pgs. 16-21



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 16.10.2004, 17:36


    :arrow: Kunst: Zwischen Irrsinn und Ideal



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 06.11.2004, 19:14


    siehe auch :arrow: diesen diskussionshinweis
    (zur herkunft der psychiatrischen 'denkungsart' in kurzen worten..)



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 25.11.2004, 17:00


    das gehört eigentlich thematisch sehr wohl hierher!

    :arrow:



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    marion - 25.11.2004, 20:09


    habe bis jetzt nur den allerersten beitrag vom thread gelesen,
    und stelle fest, dass ich niemand persoenlich kenne mit "ohne Wahn"


    Liebe Gruesse Marion



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 26.11.2004, 00:30


    den hast du ganz gelesen - den ersten???



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    marion - 26.11.2004, 00:35


    ja den ersten beitrag hier im thread
    mit den beschreibungen von den
    verschiedensten wahn-krankheiten
    Liebe Gruesse marion



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 26.11.2004, 01:25


    den hab ich als parodie seiner selbst hereingesetzt*gg*



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    marion - 26.11.2004, 12:47


    Wenn etwas mehr (z.B.) ueber die medien aufgeklaert wuerde wie mit der definition "krank" bzw gesund umgegangen wird, wuerden viel weniger menschen weniger schnell zu aerzten rennen.
    Es hat absolut nichts mit wissenschaft zu tun. per demokratie wird in der aerztekammer darueber abgestimmt!!!!
    Je mehr "krankheiten" es gibt um so kraenker fuehlen wir uns und sind wir dann auch.

    pupertaet, schwangerschaft, wechseljahre und zwischenzeitlich auch das verliebtheitssyndom sind zwar noch nicht als krankheit definiert, aber dessen "nebenwirkungen" --- depressionen, wahn (weiss nicht welcher der in deiner parodie) werden zu einem sehr grossen teil behandelt.

    Liebe Gruesse MArion



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 26.11.2004, 12:56


    ich hab da grad einen sehr treffenden beitrag reingesetzt, der direkt hier dazupasst!!

    :arrow: *klick*

    Eugen Roth

    Gleichgewicht
    Was bringt den Doktor um sein Brot?
    a) die Gesundheit, b) der Tod.
    Drum hält der Arzt, auf daß er lebe,
    Uns zwischen beiden in der Schwebe.



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    marion - 26.11.2004, 13:29


    ich wuerde die aerzte mal nicht gleich so dolle verurteilen.

    Es gibt einige aerzte die die patienten wieder heimschicken und die patienten werden dann sauer. Wir (damit meine ich die regelmaessigen aerztebesucher) haben den arzt auf nen hohen thron gesetzt. Irgendwie erwarten wir von ihm dass er uns repariert und instandhaelt wie ein auto. Gleichzeitig soll er goettliche Dinge tun, wie uns vorm tot und vorm altern bewahren. Dann soll er ein nettes plaetzchen finden fuer die von uns geliebten (kranken) menschen, die wir aber doch lieber nicht selber bei uns zuhause pflegen ... Nicht wir wollen sagen "der da, hat nen schuss weg" --- wir brauchen dies fuer unser ohr von einem fachmann .... damit unser Gewissen reinbleibt.

    Liebe Gruesse Marion



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 26.11.2004, 13:35


    stimmt - und es gibt ja auch viele GUTE ärzte;-)

    ist wohl eine frage der eigenen offenen oder versteckten absicht, mit der jemand diesen beruf gewählt hat:

    will er wirklich menschen helfen, im bewusstsein, dass er es mit PERSONEN, nicht nur mit fleischklöpsen zu tun hat, dann WIRD er auch helfen können!! :wink:



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    marion - 26.11.2004, 13:45


    und noch was.

    gesund sein bedeutet ja nicht sich wohl fuehlen , keine schmerzen haben und gluecklich sein. sondern gesundsein ist : der statistik nach genau den durchschnitt aller werte haben, der menschen die bei dieser statistik mitgemacht haben.

    Die Werte werden dazunoch immer enger geschnallt, sodass es keinen einzigen menschen gibt der gesund ist. Aber alle versuchen mit "allen mitteln" zu dieser "Form" zu gelangen.

    Eigentlich ist es verrueckt und schizophren. Wir werden auf der einen seite getrimmt individuell und speziell zusein und auf der anderen seite strengen wir uns an, zu einem "real unexistierenden" gesunden menschen "gemacht zu werden" (und unsere Liebsten mit!!!). Dann gibt es noch ein paar, die deswegen nicht "nur" pillen schlucken sondern auch selbst nur noch fallobst zu stochern, rauchen aufhoeren und das glaeschen wein nur noch an weihnachten zu geniessen ...
    Die ganze gesellschaft hilft bei diesem wettlauf mit, Leute die bei diesem irren wettlauf nicht mitmachen werden als irr abgestempelt.
    Es ist ein wahnsinniger teufelskreis.

    Liebe Gruesse MArion



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 26.11.2004, 14:06


    da ist was dran, marion!

    aber gottseidank sind ja nicht alle so herdentriebartig
    (siehe zb "Der medizinisch-industrielle Komplex hat kein Interesse an gesunden Menschen.
    An gesunden Menschen ist nichts zu verdienen, weder vom Arzt noch vom
    Psychologen und schon gar nicht von der Pharmaindustie.
    Gesunde Menschen schlucken keine Pillen.
    Sie wissen um die Risiken und Nebenwirkungen, fragen nicht ihren Arzt oder Apotheker, nehmen ihre Gesundheit in die eigenen Hände." von Bruno Rupkalwis :wink: )

    mit genügend aufklärung und den richtigen daten zur echten gesundheit wired sich dieses herdenverahlten sicher irgendwann einmal zu dieser definition wandeln: marion hat folgendes geschrieben:

    gesund sein bedeutet ja <s>nicht</s> sich wohl fuehlen , keine schmerzen haben und gluecklich sein.



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 29.11.2004, 10:11


    oh - Eli Lilly, der größte drogenhersteller und Prozac-erzeuger, 'erklärt' welche 'gesiteskrankheiten' es gibt, die man mit ihrem gift 'behandeln'muss:

    :arrow:
    'Schizophrenie'


    ahja, da werden sie aktiv, die giftmischer:

    :arrow:
    'Schizophrenie'


    und natürlich :arrow:

    ohgott - erst auf seite zehn der google-suche kommen halbwegs korrekte infos:

    :arrow: Unethische Psychiater verbreiten
    Fehlinformationen über die Schizophrenie
    von Al Siebert, Ph.D.

    "Zusammenfassung: Prominente Psychiater sagen, Schizophrenie sei eine Gehirnkrankheit wie Alzheimer, Parkinson oder Multiple Sklerose. Diese Behauptung widerspricht den wissenschaftlichen Fakten: kein Neurologe kann das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Schizophrenie im Labortest unabhängig nachweisen, weil die Mehrheit der Leute, bei denen die Diagnose Schizophrenie gestellt wurde, keinerlei neuropathologische oder biochemische Abweichungen hat, wogegen einige Leute ohne schizophrene Symptome solche biophysiologischen Abweichungen hat. Eine progressive Verschlechterung des Zustands tritt bei Leuten mit Schizophrenie normalerweise nicht auf: meistens zeigt sich mit der Zeit eine Verbesserung. Psychotherapie und Milieu-Therpie, ohne Medikamente, hat sogar bei den am schwersten gestörten schizophrenen Personen zu einer vollständigen Genesung und darüber hinaus geführt. Viele Leute, bei denen Schizophrenie diagnostiziert wurde, sind ganz ohne Behandlung wieder genesen, etwas, was bei Personen mit Parkinson, Alzheimer oder Multipler Sklerose noch niemals vorgekommen ist. "

    und:

    :arrow: SCHIZOPHRENIE

    Eine nicht existierende Krankheit


    von Lawrence Stevens, J.D.


    ohgottohgott - bei seite 23 hab ich aufgehört: NUR scheiße, außer den zwei einsamen links da oben!!

    ich bin dafür, dass etwas gegen die shrinks GETAN gehört!!!

    ha, wenigstens, wenn man 'Betrug' dazu eingibt, kommt auf seite eins (ganz unten) gleich ein hinweis mit korrekten angaben:

    :arrow: KAPITEL 4
    SCHIZOPHRENIE

    MIT DEM DROGENHAMMER AUF WEHRLOSE



    „Wenn sich zum Beispiel herausstellen sollte, dass es für Schizophrenie eine biochemische Ursache und Abhilfe gibt, dann wäre sie nicht länger eine der Krankheiten, bei der jemand gegen seinen Willen eingewiesen werden kann. Sie würde dann von Neurologen behandelt werden, und Psychiater hätten damit nicht mehr zu tun als mit Parkinson ...“
    — Thomas Szasz, Professor emeritus der Psychiatrie, 2002


    „Jemanden als schizophren zu diagnostizieren mag auf den ersten Blick wissenschaftlich erscheinen, besonders da die Biopsychiatrie fortwährend behauptet, dass eine genetisch bedingte Gehirnerkrankung im Spiel sei. Aber wenn man aus einigem Abstand betrachtet, was diese Forscher wirklich tun, dann fragt man sich, wie sie ihre Arbeit rechtfertigen können. ... Das ist keine Wissenschaft. Das ist einfach die mathematische Manipulation bedeutungsloser Daten.“

    — Dr. med. Ty C. Colbert,
    Blaming Our Genes, 2001



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 06.12.2004, 15:14


    hier endlich eine echte ALTERNATIVE zum bisherigen schaurigen muster:

    :arrow:
    (seite im aufbau!)



    und GOOD NEWS gegen psych-fehlverhalten:

    Datum: Sa 4, Dez 2004 16:46
    Betreff: Präsident Bush unterzeichnet das erste Antipsychiatrische Bundesgesetz das jemals beim US Congress durchgebracht wurde:


    "President Bush Signs Landmark Legislation Prohibiting Forced Psychiatric
    Drugging of Schoolchildren

    Celebrities, Parents, Legislators and Civil Rights Groups Win Victory for
    Children's Rights with Passage of the "Prohibition on Mandatory Medication
    Amendment"

    December 3rd, 2004 - Los Angeles-Celebrities Lisa Marie Presley, Kelly
    Preston, Kirstie Alley, Jenna Elfman and Juliette Lewis joined the Citizens
    Commission on Human Rights (CCHR), a mental health watchdog established by
    the Church of Scientology, in applauding Congress for passing
    precedent-setting legislation that bans school personnel forcing parents to
    drug their children for classroom or behavioral problems. In order to receive
    federal funds under the Individuals with Disabilities in Education Act
    (IDEA), the "Prohibition on Mandatory Medication Amendment," was signed into
    law by President Bush today and requires schools to implement policies that
    prohibit schoolchildren being forced onto psychiatric drugs as a requisite
    for their education.

    Hundreds of parents across America have been pressured to put their
    school-aged children onto cocaine-like stimulants or antidepressants for
    which the Food and Drug Administration (FDA) has just ordered a "black box
    label" warning of the drugs' high risk of causing suicide among children and
    adolescents. Ms. Kelly Preston, who met with members of Congress in June last
    year to enlist support of the amendment, said, "Every mother has an inherent
    right to protect her child from harm. However, many mothers have been denied
    that right because psychiatrists have inundated unwitting teachers with the
    false opinion that educational and behavioral problems are symptoms of
    'mental disorders' that require mind-altering drugs. This law gives hope for
    a new era in education, one where teachers are free to work with parents to
    find academic solutions instead of unworkable and harmful psychiatric
    treatments that benefit no one but the psychiatric industry."

    Many groups supported the amendment, including the National Association for
    the Advancement of Colored People (NAACP), the National Foundation of Women
    Legislators (NFWL), Parents for a Label and Drug Free Education, as well as
    numerous state and federal legislators.

    Bruce Wiseman, the U.S. President of CCHR says, "Psychiatrists did not want
    to let go of their stronghold of American schools and launched massive
    counter efforts to kill this legislation. However, people are waking up to
    the fact that psychiatric 'mental disorders' have absolutely no
    scientific/medical validity and that psychiatrists falsely portray them as a
    disease or physical condition to convince teachers and parents that these
    are medical issues, which is a complete fraud. Psychiatric 'disorders' are
    simply checklists of behaviors-symptoms presumed to be related-and voted by
    members of the American Psychiatric Association to be included in their
    insurance billing bible, the Diagnostic & Statistical Manual of Mental
    Disorders. This has been used to justify the administration of dangerous
    drugs to more than 8 million children. Parents and teachers were never
    informed about documented side effects of many of these drugs, including
    suicide, violence, mania and psychosis."

    CCHR says the next step in educational reform is to remove psychiatric and
    psychological testing and screening from schools which are the feeder lines
    to psychiatrists who have made turning schools into mental health clinics a
    business. Millions of students are now dependent upon psychiatric drugs or
    are taking them illegally. CCHR, joined by scores of parents and civil rights
    groups, say the New Freedom Commission on Mental Health's recommendations for
    mandatory mental health screening in school is a frightening representation
    of Aldous Huxley's Brave New World, in which Huxley describes a controlled
    "utopian" civilization achieved with the "technique of suggestion-through
    infant conditioning and, later, with the aid of drugs." While the
    "Prohibition on Mandatory Medication Amendment" will help prevent some of
    psychiatry's propensity to drug all normal childhood behavior, many charge
    that the spurious sounding "Freedom Commission on Mental Health" and its
    recommendations will open another door to dangerous conditioning leading to
    massive increases in psychotropic drugging of a new generation.

    Dr. Julian Whitaker, director of California's Whitaker Wellness Center warns
    that the motive behind mandatory mental health screening of children is
    obvious: "That means drugging them!" For psychiatry, this means, "52 million
    potential customers." He offers this advice to parents: "First of all, refuse
    to sign those consent forms when they come home from your child's school-if
    they can't test them, they can't drug them."

    CCHR will monitor the implementation of this law so that any parent who may
    still experience coercion to drug their child can contact CCHR to report this
    and for assistance.

    For more information on psychiatric screening of schoolchildren, read CCHR's
    new publication "Harming Youth: Psychiatry Destroys Young Minds"



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 13.12.2004, 12:37


    fortsetzung von hier

    marion hat folgendes geschrieben: Zitat: diffuse pseudo-'krankheit' ist
    Es kommt hier etwas drauf an, was unter Krankheit definiert wird,
    und auch was unter wissenschaft definiert wird.

    So statistiken erkenne ich persoenlich nicht mehr als irgendwas glaubhaftes an. Wenn man da naemlich gradlienig dran glaubt, so muss man auch dran glauben, dass babys von den stoerchen gebracht werden. Denn nach selbiger statistik sieht man dass es auf den doerfern mit stoerchen viel mehr babys gibt wie in den staedten ohne stoerche.

    Mit der Schizophrenie-krankheit und behandlung kenne ich persoenlich 2 faelle. Meine oma war seit kriegsende in einem krankenhaus, da sie scheins unter verfolgubgswahn litt. Leider wurde sehr wenig in der familie drueber gesprochen. Sie hat scheins meinem vater zu oft seine lieblingsspeise gemacht (??? ich hab bis heut nicht verstanden was daran schlimm oder krank ist). Kurze zeit verbrachte sie bei uns zuhause. Doch da brannte sie beim buegeln irgend ein loch in ein hemd. Schwupps war sie dann wieder in der klinik.
    wie hätte sich denn der 'verfolgungswahn' bei oma geäußert? hast du das selbst erlebt?
    ich weiß, dass leute, die im krieg viel angst und terror durchleben mussten, sich danach nie wieder ganz erholt hatten - was aber NICHTS mit 'schizophrenie' zu tun hat, sondern höchstens mit einer hilflosigkeit oder dem unwillen der nächsten verwandten, damit erfolgreich oder geduldig umzugehen - und am besten, man steckt solche leute einfach weg - zu den irrenärzten :evil:
    sehr oft haben sie auch finanzielle vorteile durch solche 'diagnosen' und entmündigungen... 8)

    Zitat: Den 2. fall hab ich im erwachsensein erlebt. Eine frau, die nun in aengsten vor rueckfaellen lebt. rückfällen in WAS?
    was hat sie denn so erschreckt oder gestört?
    ist sie freiwillig in die psychiatrie gegangen oder geschickt worden?
    von WEM?
    Zitat: vor ein paar jahren konnte sie die medizin absetzen und bekam dann wieder einen rueckfall. Wurde dann wieder fuer ein halbes jahr eingeliefert. nun weiss sie, dass sie die medizin nie wieder absetzen kann und lebt mit wahnsinnigen aengsten vor rueckfaellen. Bei allen anderen themen, die sie nicht mit dieser krankheit verknuepft ist sie voellig normal. sehr oft sind es erst die 'medikamente', die solche erscheinungen überhaupt einmal AUSLÖSEN:
    siehe meinen umseitigen beitrag :arrow: Wie die Psychiatrie "Geisteskrankheit" erzeugt ...

    Zitat: Demletzt hab ich bei einem brasiforist gelesen. "jeder 4. mensch ist verrueckt, beobachte gut deine freunde, wenn da 3 normale sind, dann bist du der gestoerte".

    Ich bin der meinung, dass alleine die existenz dieser krankheit (und noch vieler anderen krankheiten) so eine art Terror fuer die menschheit ist. Aber irgendwie verstehe ich nicht, was das fuer einen sinn machen koennte. Es kann doch irgendwie nicht sein, dass wir uns von so einer handvoll geldmacher allemachen lassen???

    Liebe Gruesse Marion natürlich 'kann das sein'!!!
    glaubst du es ist zufall, dass medien NUR schlechte nachrichten bringen??

    'chaoshändler' sind leute, die milliarden scheffeln mit angst vor krankheit, tod und kriegen!



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    marion - 13.12.2004, 13:30


    wie die oma in die klinik kam hab ich nicht erlebt. das ist alles passiert als mein vater noch ein kind war. Als mein vater dann aber fertig mit dem studium war und sie dann daraus holte um mit der familie zu leben war ich schon da. allerdings noch im kleinkindalter.
    ich habe nichts gesehen was "krank" oder "anders" war. Auch hab ich nie was gehoert. Nur, dass sie meinem vater zu oft sein lieblingsessen machte und eben als sie dann bei uns kurz war beim buegeln was verbrannte.

    Die frau hatte liebeskummer und schmiss irgendwann das telefon zum fenster raus und liess niemand in ihre wohnung. Irgendwann machten sich die eltern sorgen und kamen selbst auch nicht rein. sie riefen die polizei um nachzuschauen (bzw mit gewalt die tuer zu oeffnen) Der fehler der frau war, dass sie bei dem gewaltakt mit selbstmord drohte.
    Das war dann ein fall fuer die psychisatrie.

    angst vor rueckfaellen:
    Sie hat angst wieder in die klinik zu muessen. Sie weiss irgendwie, dass sie sehr angepasst sein muss, da jede abormalitaet gefahr ist. Sie wird ja besonders beobachtet. Sie hat auch angst vor den gedanken und traeumen die sie hatte. sie hat angst vor beziehungen, angst vor Gefuehlen die sie nicht im griff hat. Sie meint dass sie krank war und gefaehrdet ist krank zu werden ... Eine absolute unsicherheit steckt in ihr.

    Sie ruft mich manchmal an und erklaert mir ihre gefuehle und will wissen was das ist. Ob das "normal" ist.

    Sie will auch ihre arbeit perfekt machen. wenn da irgendwas schief geht, meint sie immer sie selber waere schuld, bzw ihre krankheit laesst sie nicht so gut denken. Es steckt ein sehr grosser komplex in ihr.

    In meinen augen braucht sie einfach nur nen lieben Mann und Familie. Doch leider wurde der unsrigen Generation so eine uebertriebene emanzipationsgetue eingehaemmert, dass das natuerlichste nicht mehr natuerlich funktioniert. Normale Frau sein wollen, wird ja schon etwas als verrueckt und minderwertig eingestuft.

    Liebe Gruesse Marion



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    marion - 13.12.2004, 13:41


    Zitat: glaubst du es ist zufall, dass medien NUR schlechte nachrichten bringen??

    zufall ist das keiner. Aber kommen wirklich nur schlechte nachrichten? Ist nicht in jeder Nachricht was gutes UND was schlechtes? Kommt es nicht auf den Blickwinkel an?
    Am z.B. der 8. September haben viele geweint aber auch einige gefeiert. Wenn irgendein medikament freigegeben wird, gibts viele die sich ueber das aergern und viele die sich freuen. Beim clonen von Dolly, bei dem marsdingens .... und und und.

    Liebe Gruesse Marion



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 13.12.2004, 13:43


    na da sieht man's ja wieder:

    wehe man ist unglücklich verliebt oder sonstwie unglücklich und 'angfressen' und läßt das so richtig raus - dann wird man zwangspsychiatriert....

    deine freundin ist wirklich bedauernswert, die ist ja vollkommen introvertiert und damit dauerbeschäftigt, sich selbst mit fremden, aufgezwungenen ideen zu vergleichen, was 'verrückt' oder 'normal' sei und somit fast handlungsunfähig:
    ist das das erwünschte 'produkt' psychiatrischer 'behandlung'??

    dein lösungsvorschlag ist SEHR gut!!



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 14.12.2004, 03:42


    erstmals ein vollständiger leitfaden zum sicheren absetzen von Selektiven Serotonin Wiederaufnahmehemmern in deutsch!!!

    das ist insofern lebenswichtig, weil immer mehr hausärzte schadenstiftende psychopharmaka wissentlich oder unwissentlich verschreiben - und man oft nicht so einfach wieder damit aufhören kann ohne gesundheitsschäden:

    :arrow: http://www.mentalhealth.at/Artikel/SSRI%20absetzen.pdf
    (bzw http://tinyurl.com/5p2eg )

    (hier einige textauszüge daraus)


    Ursprünglich erstellt von der Seroxat Users Group (UK)
    Erweitert und an deutsche Verhältnisse angepasst
    vom Antidepressiva Forum Deutschland
    Letzte Aktualisierung: 25. August 2004
    HAFTUNGSAUSSCHLUSS
    Dieses Dokument dient ausschließlich der Information und ist kein Ersatz für eine medizinische oder
    psychiatrische Beurteilung und Behandlung. Das Antidepressiva Forum Deutschland bietet keine
    Dienstleistungen oder medizinische Beratung an. Die Gesundheit eines jeden Einzelnen ist individuell zu
    betrachten und sollte von einer Fachperson überwacht werden. Das Antidepressiva Forum Deutschland ist
    für etwaige Schäden, die direkt oder indirekt mit den Informationen auf den nachfolgenden Seiten im
    Zusammenhang stehen, nicht haftbar. Sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt, bevor Sie ein Medikament
    absetzen oder ein anderes Medikament nehmen
    INFORMATIONEN ZUM SICHEREN ABSETZEN VON SELEKTIVEN SEROTONINWIEDERAUFNAHMEHEMMERN

    Einleitung
    In Großbritannien hat Glaxo SmithKline (GSK), der Hersteller von Seroxat® (Paroxetin), im Juni
    2003 auf Anordnung einer von der Regierung einberufenen SSRISonderuntersuchungskommission
    eine Änderung der dortigen Gebrauchsinformationen vorgenommen, die auf ein
    Abhängigkeitspotential des Medikaments hinweist und eine ca. 25 prozentige Wahrscheinlichkeit
    für das Auftreten von Absetzsymptomen einräumt.
    Paroxetin steht an erster Stelle der Tabelle der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Entzugsund
    Abhängigkeitsmeldungen. An zweiter Stelle steht Efexor® ­
    ein weiterer SSRI. Im Vergleich
    dazu stehen die Benzodiazepine Ativan® und Valium® an 11. und 13. Stelle.
    Im deutschen Beipackzettel wird bereits vor dem abruptem Absetzen des Medikamentes gewarnt.
    Eine wachsende Zahl von Betroffenen berichtet aber, dass auch ein langsames Ausschleichen
    des Medikamentes zu erheblichen Problemen führen kann. Diese Beschwerden werden oft als
    eine Rückkehr der ursprünglichen Erkrankung gedeutet.
    Weltweit wird diesem Thema zunehmende Aufmerksamkeit geschenkt, in Deutschland hingegen
    fehlt es weitgehend an einem entsprechenden Problembewußtsein.
    Am 1. August 2003 wurde das Antidepressiva Forum Deutschland (ADFD) gegründet, um die
    Informationen, die bisher nur in Großbritannien, den USA und Kanada verfügbar waren, einem
    möglichen Interessenkreis in deutschsprachigen Ländern zur Verfügung zu stellen. Seit der
    Gründung erfahren wir viel Resonanz, die auf einen großen Aufklärungsbedarf in Mitteleuropa
    hinweist. Das ADFD möchte mit dieser Sammlung von Texten eine Einführung in das Thema
    anbieten.
    Diese Arbeit ist eine Reaktion auf die Erfahrungen der Mitglieder des Antidepressiva Forums
    Deutschland. Wir sind entweder direkt Betroffene oder Mitbetroffene (Angehörige), die mit bisher
    in Deutschland öffentlich undokumentierten Nebenwirkungen und Absetzproblemen bei SSRI
    konfrontiert wurden. Das Ausgangsmaterial zu diesem Infopaket lieferte das „Doctor Pack“ der
    Seroxat Users Group (UK) ( www.seroxatusergroup.org.uk ), das in enger Zusammenarbeit mit Dr.
    David Healy (Direktor des North Wales Department of Psychological Medicine) ausgearbeitet
    wurde. Die Seroxat Users Group (UK) ist eine privat organisierte Initiative von über 6,000
    Menschen, die Probleme beim Absetzen von Paroxetin haben oder hatten. Die Übersetzung fand
    in enger Zusammenarbeit mit der Seroxat Users Group (SUG) statt. Unsere Dokumentation wurde
    Dr. Healy vorgelegt und hat seine Zustimmung gefunden.
    Falls Ihnen Fehler in diesem Dokument auffallen sollten oder Sie Fragen oder Ergänzungsvorschläge
    haben, wenden sie sich bitte an das ADFD.
    Bei ausschließlich fachbezogenen können Sie David Healy (FAX:+44 11441248371397,
    EMail
    David.Healy@nwwtr.wales.nhs.uk ), seine Sekretärin ( Bethan.Williams@nwwtr.wales.nhs.uk )
    oder Charles Medawar ( mail@socialaudit.org.uk ) direkt kontaktieren.
    Ravensburg und Freiburg im September 2003, Linda Best und Oliver Walter
    linda.best@adfd.de , oliver.walter@adfd.de


    INHALT
    Einleitung 2
    Vorwort für den behandelnden Arzt 4
    INFORMATIONEN ZUM ABHÄNGIGKEITSPOTENTIAL VON SSRI
    David Taylors Erfahrungsbericht: Entzug der Wahrheit ­
    Wahrheit des Entzugs 5
    Sachverständigenaussage von David Healy: Abhängigkeit von Paroxetin 6
    Brief von Dr. Charles Medawar an seine Kollegen 8
    Aus Pharma Kritik (Schweiz 1996): Absetzsymptome bei Paroxetin 10
    Ausgewählte Texte zum Thema SSRI und Abhängikeit 12
    INFORMATIONEN ZUM SICHEREN ABSETZEN VON SSRI
    Texte von David Healy MD FRCPsych
    (Direktor des North Wales Department of Psychological Medicine)
    SSRI absetzen 15
    SSRI Absetzsymptome 16
    Leide ich an Absetzerscheinungen? 17
    SSRI Absetzplan 18
    Paroxetin absetzen mit Seroxat Suspension (Seroxat Users Group) 20
    ANHANG
    Meldung an die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft 21
    Meldung an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte 22
    Ergänzungen in der deutschen Version:
    ­Vorwort
    für den behandelnden Arzt (09/03)
    ­Ausgewählte
    Texte zum Thema SSRI und Abhängikeit (09/03)
    ­Ergänzung
    der Absetzsymptome in Dr. Healys Aufstellung durch zusätzliche Absetzsymptome von
    quitpaxil.org (09/03)
    ­Pharma
    Kritik – Nebenwirkungen aktuell über Paroxetin (Schweiz 1996)
    ­Meldebogen
    für die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft
    ­Meldebogen
    für das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte


    Vorwort für den behandelnden Arzt
    Dieses Dokument wurde Ihnen wahrscheinlich von einem Patienten überreicht, weil er oder sie
    Nebenwirkungen oder unerwartete Probleme während der Einnahme oder beim Absetzen eines
    SSRI erfahren hat. Mit Hilfe der Informationen in diesem Dokument hoffen wir, Ihnen nützliches
    Material in die Hand zu geben, von dem ausgehend Sie ein weiteres Vorgehen mit Ihrem
    Patienten planen können.
    Dr. David Healy MD FRCPsych (Direktor des North Wales Department of Psychological Medicine)
    und Dr. Charles Medawar von Social Audit UK forschen seit Jahren im Bereich der SSRI. Ihre
    Arbeiten geben Anlass zu der Vermutung, dass die Gefahren von SSRI vor allem in bezug auf ihr
    Abhängigkeitspotential stark unterschätzt werden. Gerade die SSRI mit kurzer Halbwertszeit
    führen bei vielen Patienten zu Problemen beim Absetzen. Diese Absetzsymptome werden leider
    oft als ein Wiederauftauchen der ursprünglichen Erkrankung interpretiert. Es wird davon
    ausgegangen, dass der Patient ohne die Medikamente nicht zurechtkommt. Dies stimmt nur
    insofern, als dass der Patient an Absetzsymptomen leidet, die bei einer Wiedereinnahme der
    Substanz innerhalb kurzer Zeit verschwinden. Wird diese Absetzsymptomatik nicht als solche
    erkannt sondern als Rückfall diagnostisiert, folgen oft jahrelange Einnahmen, begleitet von
    wiederholt fehlgeschlagenen Absetzversuchen (Lesen Sie dazu bitte auch auf Seite 15 "Leide ich
    an Absetzsymptomen?“).
    Sie finden im ersten Teil dieses Dokuments eine Sammlung von Texten und Auszügen aus
    verschiedenen Publikationen zum Thema Abhängigkeitspotential von SSRI.
    Vorangestellt ist ein Bericht von David Taylor, Chefpharmakologe im Maudsley Hospital, London,
    der selbst Erfahrungen mit SSRI gemacht hat. Obwohl der Schwerpunkt in diesem
    Informationspaket auf Seroxat® (Paroxetin) als dem meistverschriebenen Antidepressivum
    weltweit liegt, lässt sich aufgrund der ähnlichen Wirkungsweise aller SSRI annehemen, dass diese
    Problematik bei allen SSRI auftreten kann.
    Die Absetzpläne im zweiten Teil des Dokuments beruhen auf Erfahrungswerten und sollten
    natürlich an die individuelle Situation und Befindlichkeit Ihres Patienten angepasst werden.
    Wir wünschen Ihnen und Ihrem Patienten, dass das Absetzen des SSRI weitgehend reibungslos
    verläuft und möchten Sie bitten, Ihre Beopbachtungen den entsprechenden Meldestellen
    zukommen zu lassen, damit statistische Erkenntnisse über deren Häufigkeit gesammelt werden
    können.
    Ravensburg und Freiburg im September 2003, Linda Best und Oliver Walter
    linda.best@adfd.de , oliver.walter@adfd.de


    Entzug der Wahrheit ­
    Wahrheit des Entzugs
    David Taylor. Aus: National Association for Mental Health
    London E14, September/October 1999, 16
    David Taylor (Chefpharmakologe im Maudsley Hospital, London) machte selbst
    Erfahrungen mit dem Entzug von SSRI – es ist nicht ganz so, wie die Standardtexte
    behaupten.
    Die letzte Ausgabe des British National Formulary behauptet, dass das Absetzen einer
    bestimmten Gruppe der Antidepressiva – der neueren Selektiven SerotoninWiederaufnahmeHemmer
    (SSRI) – unter anderem zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Parästhesie (Kribbeln oder
    Taubheit in den Extremitäten), Schwindelgefühlen und Angstzuständen führen kann. Das klingt
    doch nicht so schlecht, oder? Andere Standardtexte versichern uns, dass Absetzsymptome von
    Antidepressiva für gewöhnlich mild verlaufen und von kurzer Dauer sind. Umso besser, mögen Sie
    jetzt sagen.
    Obwohl dieser Hinweis mehr oder weniger richtig ist, gibt er uns keine Einsicht in die Realität des
    Absetzens von Antidepressiva. Ich weiß das nicht, weil ich etwas darüber gelesen habe, sondern,
    weil ich jeden Tag mit Menschen spreche, die durch diese Erfahrung gehen und, vielleicht noch
    wichtiger, weil ich selbst Erfahrungen mit dem Absetzen von Antidepressiva gemacht habe.
    Die Wahrheit ist, dass für viele Menschen die Symptome beim Absetzen von SSRI weder mild
    noch kurzlebig sind. Ich hatte über einen Zeitraum von etwa 6 Wochen Symptome die im besten
    Falle verstörend waren und im schlimmsten Falle einer Folter gleichkamen. Ich hatte diese
    Symptome, obwohl ich einem vorsichtigen Absetzplan folgte, welcher eine langsame und
    schrittweise Reduzierung der Dosis vorsah. Während ich von Kopfschmerzen und Parästhesie
    verschont blieb, glich die Schwere der restlichen Symptome das mehr als aus. Die
    Schwindelgefühle variierten von einer leichten Wackligkeit bis zu einer fürchteinflössenden
    Unfähigkeit, ohne eine Stütze stehen zu können. Meistens konnte ich meinen Kopf nicht drehen,
    ohne eine lähmende Übelkeit damit auszulösen. Das alles wurde von ständigem Herzklopfen und
    einer sehr überzeugenden Grippenachahmung begleitet.
    Als all das nachgelassen hatte, fühlte ich mich über einen weiteren Zeitraum von etwa zwei
    Wochen sehr gereizt und litt unter Stimmungsschwankungen.
    Keines meiner Gespräche mit anderen Betroffenen verleitete mich zu dem Glauben, meine
    Erfahrungen seien einzigartig oder auch nur ungewöhnlich.
    Schwere Absetzerscheinungen scheinen in der Tat bei manchen SSRI (z.B. Paroxetin und
    Venlafaxin) eher die Regel als die Ausnahme zu sein. Die älteren Trizyklika sind zwar oft toxischer
    und haben viele Nebenwirkungen, aber sie scheinen beim Absetzen nicht so starke Symptome
    hervorzurufen (damit habe ich auch Erfahrungen gemacht).
    Also warum ist dieses Problem nicht weithin anerkannt? Warum erzählen Ärzte den Menschen
    immer noch, dass die Absetzsymptome mild verlaufen und nichts sind, worüber man sich Sorgen
    machen müsste? Vielleicht liegt es daran, dass es bei Ärzten eine Tendenz zu dem Glauben gibt,
    dass neue Medikamenten problemlose Allheilmittel seien. Wir würden gut daran tun, uns zu
    erinnern, dass Valium und Benzodiazepine lange Zeit als die Lösung für so ziemlich jedes
    Problem galten. Prozac (Fluoxetin – der älteste SSRI) und ähnlich Medikamente gelten bis heute
    als die Abhilfe für so ziemlich jedes mentale Problem. Vielleicht macht all dieses Wunschdenken
    die Ärzte blind für das Offensichtliche – dass neue Therapien meist auch neue Probleme
    aufwerfen und auch Nachteile haben können.


    Abhängigkeit von Paroxetin
    Sachverständigenaussage von David Healy MD FRCPsych
    Ich wurde gebeten, die Beweise bezüglich der Absetzerscheinungen, die auf körperliche
    Abhängigkeit hinweisen, zu bestätigen und zu kommentieren. Ich beziehe mich dabei auf Studien,
    die in den 80er Jahren von Smith Kline Beecham durchgeführt wurden.
    Während des 2001 abgeschlossenen Gerichtsverfahrens (Tobin gegen SmithKline, Wyoming) war
    ich Sachverständiger für die Kläger. Als Teil der Beweisaufnahme ersuchte ich erfolgreich um
    Zugang zu SmithKline Beechams „Healthy Volunteer Archive“ (Archiv mit Studien, welche mit
    gesunden Freiwilligen durchgeführt wurden) in Harlow.
    Mein Ziel war, die Aufzeichnungen nach Hinweisen auf Agitation und Selbstmordneigung bei
    gesunden Freiwilligen unter Einfluss von Paroxetin durchzusehen, welche ich auch fand. Genauso
    offensichtlich allerdings waren Beweise in den Studien, welche auf das Abhängigkeitspotential
    von Paroxetin deuten.
    Ein detaillierter Sachverständigenbericht wurde für den Anwalt der Kläger in diesem Verfahren
    erstellt. Dieser Bericht enthält Details der Studien von Smith Kline Beecham, welche die
    Befürchtungen bestätigen, die ich der „UK Medicines Control Agency“ (britische Kontrollstelle für
    Medikamente) in meinen Briefen vom 7. & 19. Juni 2001 zukommen ließ. Eine Zusammenfassung
    davon wurde im Guardian am 11. Juni 2001 veröffentlicht.
    Ich bin bezüglich dieser Materialien leider zum Schweigen verpflichtet und kann sie daher nicht
    diesem Bericht beifügen. Ich kann sie jedoch über den Wahrheitsgehalt meiner Zeugenaussage
    (im Verfahren Tobin gegen SmithKline, Wyoming) versichern und bin bereit, die Kernpunkte des
    folgenden Ausschnitts der Befragung von mir durch Charles Preuss (Anwalt von SmithKline
    Beecham) jederzeit zu bestätigen.
    [...]
    Healy: Ja, aber es gibt ein Absetzsyndrom beim Entzug von Paroxetin, welches Agitation,
    abnormale Träume und Albträume einschließt. Das lässt sich aus den Studien mit gesunden
    Freiwilligen ersehen.
    Preuss: Sie sagen Paroxetin sei noch drei Monate im Körper aktiv?
    Healy: Ja. Bei bis zu 80% der gesunden Freiwilligen die dieses Medikament nur zwei Wochen
    eingenommen haben, führt das Absetzen zu oben genannten Symptomen. Ich kann aufgrund
    meiner klinischen Erfahrung sagen, dass ich Menschen gesehen habe, die nur für kurze Zeit
    Paroxetin genommen haben und noch drei Monate nach dem Absetzen Probleme hatten.
    [...]
    Mein Interesse an Paroxetin geht weit über die Studien mit gesunden Freiwilligen hinaus. In den
    90er Jahren, nach der Marktzulassung als Antidepressivum, hat SmithKline Beecham klinische
    Studien durchgeführt, welche ein „randomized discontinuation design“ einschlossen (z.B. die
    Studie von Montgomery & Dunbar, 1993). Die Schwierigkeiten, die Patienten hatten, wurden von
    SmithKline Beecham als Beweis für neue Krankheitsepisoden gewertet, und die Firma hat seitdem
    auf Anfragen bezüglich einer Absetzproblematik und körperlicher Abhängigkeit geantwortet, dass
    solche Probleme einfach nur ein Anzeichen für das Wiederauftauchen des eigentlichen Problems
    des Patienten seien. Grundlegende pharmakologische Prinzipien, epidemiologische Studien über
    Depressionen und auch die Fakten aus SmithKline Beechams eigenen Studien mit gesunden
    Freiwilligen führen zu der Annahme, dass eine solche Interpretation der Daten völlig unberechtigt
    war und ist.
    Vor diesem Hintergrund hat SmithKline Beecham Paroxetin in Großbritannien mit einem Hinweis
    in den Gebrauchsinformationen herausgebracht, dass bei jeder Droge, die auf das Gehirn wirkt,
    eine gewisse Sorgfalt beim Absetzen derselben angebracht ist.
    Die Daten, die SmithKline vor der Markteinführung zur Verfügung standen, wiesen auf Probleme
    hin, die in einer signifikant höheren Anzahl und in einer entschieden größeren Schwere
    auftauchten, als jeder Psychiater zu dieser Zeit aufgrund dieser Warnung den Grund anzunehmen
    gehabt hätte.
    Studien und Befragungen, die nach der Markteinführung von Paroxetin durchgeführt wurden,
    wiesen auf ein weit größeres Aufkommen von Absetzproblemen hin, als mit den vorhergehenden
    Generationen von Antidepressiva (z.B. Trizyklika und MAOHemmer).
    Eine randomisiert kontrollierte Studie, die von Elly Lilly in Auftrag gegeben wurde (Rosenbaum et
    al, 1998) ließ darauf schließen, dass 30% der Patienten Probleme beim Absetzen von Paroxetin
    haben. Viele Patienten hatten mehrere der Absetzsymptome und es traten auch völlig neue,
    verstörende Symptome auf.
    Von Dr. Wheadons und SmithKlines Seite aus weiterhin zu behaupten, dass Absetzsymptome bei
    Paroxetin sehr selten, kurzlebig, mild und/oder fast unmöglich zu entdecken oder gar kaum von
    zugrundeliegenden psychischen Erkrankungen zu unterscheiden seien, ist schlicht und ergreifend
    unverantwortlich.
    Aus diesen Gründen hege ich ernste Besorgnis über die Tatsache, dass SmithKline, auf der Basis
    von Daten, die eigentlich im Sinne von körperlicher Abhängigkeit und Absetzsymptomen
    interpretiert werden müssten, Paroxetin als Prophylaxe gegen Depressionen und andere
    psychische Erkrankungen propagiert.



    Brief von Dr. Charles Medawar an seine Kollegen
    Charles Medawar
    Social Audit Ltd.
    P O Box 111 London NW1 8XG
    Fon/Fax (UK) 44 (0) 207 586 7771
    mail@socialaudit.org.uk
    http://www.socialaudit.org.uk
    [Anmerkung des Übersetzers:
    Dieser Brief wurde ursprünglich verfasst, um englische Kollegen zu ermutigen, regeren Gebrauch
    des „Yellow Card“ Systems zu machen, um dadurch eine anstehende Untersuchung des dortigen
    Komitees für die Sicherheit von Medikamenten (Committee on Safety of Medicines ­
    CSM)
    bezüglich der Abhängigkeitsproblematik von SSRI zu unterstützen. Die „Yellow Card“ ist das
    Verfahren mit dem in Großbritannien Nebenwirkungen und andere Probleme mit Medikamenten
    gemeldet werden. Diese können nur von Ärzten – nicht von Patienten selbst ­
    an das CSM
    gesendet werden.
    Da dieses Verfahren für deutsche Ärzte nicht relevant ist, habe ich mir erlaubt, die
    entsprechenden Stellen zu kürzen und stattdessen auf das entsprechende deutsche Meldesystem
    hinzuweisen. Im Anhang befinden sich zwei Meldebögen, mit denen Sie unerwünschte
    Nebenwirkungen und unerwartete Probleme mit Medikamenten melden können.]
    20 Juli 2002
    Sehr geehrter Herr Kollege, sehr geehrte Frau Kollegin,
    über das letzte Jahrzehnt hat das Komitee für die Sicherheit von Medikamenten eine bisher nie da
    gewesene Anzahl von Berichten von Ärzten und ihren Patienten über absetz
    und
    abhängigkeitsbezogene Probleme mit Paroxetin, Venlafaxin und ähnlichen Antidepressiva
    erhalten.
    Eine Durchsicht der ADROIT Datenbank, welche im Juli 2002 von Social Audit angefordert wurde,
    zeigt dass SSRI und ähnliche Antidepressiva fünf der sechs Medikamente ausmachen, welche in
    bezug auf Absetz
    und Abhängigkeitsbezogene Probleme gemeldet werden.
    Siehe Committee on Safety of Medicines (CSM/MCA ­
    UK).
    Wirkstoff Anzahl der Berichte über Absetzsymptome
    PAROXETIN 1281
    VENLAFAXIN 272
    TRAMADOL 117
    FLUOXETIN 91
    SERTRALIN 81
    CITALOPRAM 49
    ZOPICLON 44
    LORAZEPAM 38
    […] […]
    CIMETIDIN 18
    CLOMIPRAMIN 18
    AMITRIPTYLIN 15
    BACLOFEN 15
    TRIFLUOPERAZIN 14
    CLOZAPIN 13
    FLUVOXAMIN 13
    MIRTAZAPINE 13
    Diese Berichte ähneln der WHO Datenbank über Absetz
    und Abhängigkeitsbezogene Symptome,
    welche aus Daten von über 60 Ländern (unter ihnen Großbritannien) zusammengetragen wurden.
    Siehe auch: http://www.socialaudit.org.uk/5016SKB.htm#%20DRUGS .
    Wir möchten Sie bitten, Ihre Beobachtungen, die auf ihren klinischen Erfahrungen mit diesen
    Medikamenten beruhen, den entsprechenden Stellen zu berichten.
    1. Halten Sie den Abschnitt über das Abhängigkeitspotential und die Absetzproblematik in der
    Gebrauchsinformation von Paroxetin für angemessen und ausreichend über die Problematik
    informierend?
    Wenn nicht: was für eine Warnung würden Sie vorschlagen?
    2. Würden Sie es im Moment für ratsam erachten, in den Verschreibungsrichtlinien für Ärzte eine
    Warnung einzubeziehen, welche auf die Gefahr einer Verwechslung zwischen Absetzsymptomen
    und dem „Rückfall“ oder „Wiederauftauchen einer zugrundeliegenden Erkrankung“ hinweist?
    3. Ist es in ihren Augen angemessen, dass Fluoxetin in den europäischen Regelungen von der
    Warnung ausgenommen ist, ein abruptes Absetzen zu vermeiden, und dass der Hinweis bei allen
    diesen Medikamenten lautet „... lassen die vorhandenen präklinischen und klinischen Daten nicht
    darauf schließen, dass SSRI Abhängigkeit verursachen.“
    Falls Sie sich einen Einblick in die Absetzproblematik von Paroxetin verschaffen wollen, können
    sie sich unter http://www.socialaudit.org.uk/43800045.htm eine Auswahl an mir zugesandten
    Patientenberichten ansehen.
    Bitte unterstützen Sie die medizinische Gemeinschaft und die Patienten, indem sie Ihre klinischen
    Erfahrungen mit SSRI den entsprechenden Stellen zukommen zu lassen.
    Charles Medawar
    REGISTERED No: 1042193 ENGLAND ­
    A NON PROFIT COMPANY
    REGISTERED OFFICE: 18 VICTORIA PARK SQUARE, LONDON E2
    CHAIRMAN:
    CHRISTOPHER ZEALLEY
    DIRECTORS:
    LORD PHILLIPS OF SUDBURY
    MAURICE FRANKEL
    ELAINE RASSABY
    ANTHONY SAMPSON
    SECRETARY & CEO:
    CHARLES MEDAWAR


    PharmaKritik
    ­
    Nebenwirkungen aktuell
    Jahrgang 17, Nr.18 (Schweiz, 13. Juni 1996)
    PAROXETIN
    Paroxetin ist ein selektiver SerotoninWiederaufnahmeHemmer,
    der als Antidepressivum
    eingesetzt wird. Im Vergleich mit Trizyklika weisen Serotonin
    WiederaufnahmeHemmer
    eine
    ähnliche antidepressive Wirkung, jedoch ein anderes Nebenwirkungsprofil auf. Paroxetin hat eine
    vergleichsweise kurze Halbwertszeit von durchschnittlich 24 Stunden.
    Entzugssymptome
    Eine 37jährige Frau erhielt zur Behandlung einer depressiven Erkrankung Paroxetin (20 mg/Tag).
    Initial wurde als einzige Nebenwirkung vorübergehend Schlaflosigkeit verzeichnet. Da die Patientin
    nicht ganz befriedigend auf die Therapie ansprach, wurde die Dosis nach 6 Wochen verdoppelt.
    Nach 5 Monaten wurde die Behandlung abgebrochen. Drei Tage später klagte die Frau über
    "elektrische Spannung im ganzen Körper, intensive Träume, Alpträume, Tremor und
    Schwindel". Da die Frau sehr unruhig war, wurde ihr erneut Paroxetin (10 mg/Tag)
    verabreicht. Nach der zweiten Dosis waren die Symptome wieder verschwunden.
    Einer 26jährigen Frau wurde wegen zwangsneurotischen Störungen Paroxetin in allmählich bis auf
    40 mg/Tag steigender Dosis verschrieben. Nach 10 Wochen brach man die Behandlung wegen
    ungenügender Wirkung und gastrointestinalen Nebenwirkungen ab. Zwei Tage später stellten
    sich folgende Entzugssymptome ein: Weinkrämpfe, Schwindel, intensive Träume, ein
    Gefühl der Depersonalisierung, gesteigerter Appetit und Schlaflosigkeit. Mit der erneuten
    Gabe von Paroxetin verschwanden die Symptome innerhalb von 2 Tagen.
    Eine dritte Patientin entwickelte 3 Tage nach dem Absetzen von Paroxetin, von dem sie über 6
    Monate Tagesdosen bis zu 40 mg erhalten hatte, Schwindel, Übelkeit, Erschöpfung und
    Schüttelfrost. Sie klagte auch über Durchfall, Alpträume, Weinkrämpfe und
    Konzentrationsschwäche. Sie erhielt erneut Paroxetin (20 mg/Tag) und fühlte sich nach 24
    Stunden «zu 90% besser».
    Bei allen drei Patientinnen wurde das Medikament in der Folge ausschleichend entzogen, ohne
    das sich erneut Entzugssymptome zeigten.
    Dominguez RA, Goodnick PJ. Pharmacotherapy 1995; 15: 77880
    Über «elektrische» Missempfindungen nach dem abrupten Absetzen von Paroxetin wurde
    noch in weiteren Fällen berichtet, zum Beispiel:
    Ein 32jähriger Mann, der wegen einer Zwangsneurose Paroxetin bekam (20 mg/Tag), unterbrach
    die Medikation nach 2 Monaten. Zwei Tage nach dem Absetzen von Paroxetin empfand er
    «Elektroschocks», die sich vom Oberkörper zu den Armen und Händen fortpflanzten. Die
    elektrischen Spannungen erschwerten ihm das Gehen zuweilen derart, dass er sich an einer
    Wand festhalten musste. Gab man dem Patienten erneut Paroxetin, verschwanden die Symptome
    innerhalb einiger Stunden. Nach dem langsamen Entzug von Paroxetin über 5 Monate hörten die
    Empfindungen vollständig auf. Ein 28jähriger Mann erhielt gegen Angstzustände seit 2 Monaten
    Paroxetin (bis zu 30 mg/Tag) und Clonazepam (Rivotril, 3mal 0,5 mg/Tag). Wegen
    Ejakulationsschwierigkeiten wurde die Therapie mit Paroxetin allmählich sistiert. Zwei Tage nach
    der letzten Dosis von 10 mg bemerkte der Patient «elektrische Wellen», die sich vom Kopf über
    die Brust zum Bauch hin bewegten. Die Attacken dauerten jeweils 5 Sekunden. Während andere
    Entzugssymptome ­
    Übelkeit, Benommenheit, Schlaflosigkeit und starker Schwindel ­
    binnen einer
    Woche aufhörten, hielten die elektrischen Missempfindungen für weitere 2 Wochen an.
    Frost L, Lal S. Am J Psychiatry 1995; 152: 810


    [...]
    Gemäss einer Statistik der australischen Arzneimittelbehörden liegen für Paroxetin
    wesentlich mehr Berichte über Entzugserscheinungen vor als für die anderen SerotoninWiederaufnahmeHemmer.
    Es ist möglich, dass dies damit zusammenhängt, dass
    Paroxetin eine relativ kurze Halbwertszeit und zudem keine aktiven Metaboliten hat. Neben
    den hier zusammengefassten Berichten über Entzugssymptome finden sich noch mehrere
    andere in der Fachliteratur; für Sertralin (Gladem®, Deroxat®) werden vereinzelt ähnliche
    Probleme (auch «elektrische» Phänomene) beschrieben. Eine epidermale Nekrolyse ist
    wohl eine sehr seltene Nebenwirkung, muss aber wegen ihrer Gefahr erwähnt werden. Der
    Bericht über extrapyramidale Symptome weist darauf hin, dass grundsätzlich alle
    psychotropen Medikamente mehr oder weniger häufig Probleme dieser Art verursachen
    können.


    Ausgewählte Texte zum Thema SSRI und Abhängikeit
    Oliver Walter
    Dieser Abschnitt enthält beispielhaft Auszüge aus Gebrauchsinformationen von Paroxetin aus
    verschiedenen Ländern und die Aussagen von Glaxo SmithKline und der
    Weltgesundheitsorganisation zu diesem Thema.
    Auszug aus der deutschen Gebrauchsinformation (Stand Oktober 2002)
    Obwohl nach Beendigung der Behandlung Absetzsymptome auftreten können, lassen die
    vorhandenen präklinischen und klinischen Daten nicht darauf schließen, dass SSRI eine
    Abhängigkeit verursachen. Symptome über die im Zusammenhang mit Absetzerscheinungen
    berichtet wurde sind: Benommenheit, sensorische Störungen (z.B. Parästhesie),
    Schlafstörungen, Kopfschmerz, Übelkeit, Angst und Schwitzen. Die meisten der Absetzerscheinungen
    verlaufen mild und verschwinden von selbst nach ein bis zwei Wochen. Langsame
    Dosisreduktion sollte zur Beendigung der Behandlung in Betracht gezogen werden.
    Auszug aus der amerikanischen Gebrauchsinformation
    Wann immer möglich, sollte eine schrittweise Reduzierung der Dosis einem schnellen Absetzen
    vorgezogen werden. Sollten nach der Reduktion inakzeptable Nebenwirkungen auftreten,
    muss eine Erhöhung auf die ursprüngliche Dosis in Betracht gezogen werden. Danach
    kann der Arzt die Dosis wieder reduzieren – allerdings in kleineren Schritten.
    Auszug aus der Gebrauchsinformation in Großbritannien (Stand Juni 2003)
    Studien zeigen, dass 1/4 der Patienten Symptome beim Absetzen von Paroxetin bemerken
    (im Vergleich zu 1/7 der Patienten auf Placebos). Für die Mehrheit der Menschen
    verschwinden diese Symptome innerhalb von zwei Wochen. Wenn Sie Paroxetin absetzen,
    könnte ihr Arzt Ihnen raten, die Dosis sehr langsam durch das Halbieren von Tabletten
    und, wenn nötig, zweitägige Einnahme zu reduzieren. Wenn die Dosis nicht langsam reduziert
    wird, besteht eine größere Wahrscheinlichkeit, dass Nebenwirkungen auftreten. Wenn
    nach dem Absetzen von Paroxetin schwere, unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, suchen
    Sie bitte Ihren Arzt auf. Ihr Arzt könnte Ihnen raten, die Einnahme wieder zu beginnen
    und dann langsamer abzusetzen. Er könnte Ihnen auch die flüssige Form von Paroxetin
    verschreiben, wenn er der Meinung ist, dass es Ihnen damit leichter fällt.
    [Anmerkung von Linda Best (Antidepressiva Forum): Der Wortlaut der letzten Änderung der
    englischen Gebrauchsinformation wird von den Vertretern der Interessengruppen in
    Großbritannien in Zusammenarbeit mit dem Medicines and Healthcare Products Regulatory
    Agency (MHRA) zur Zeit noch diskutiert. Nach Meinung der Betroffenen sind die Warnungen
    unzureichend und irreführend und werden dem tatsächlichen Ausmaß der Beschwerden noch
    nicht gerecht.]


    Es folgt ein Kommentar von Priv. Doz. Dr. Dieter Angersbach (Senior Medical Advisor CNS von
    SmithKline Beecham, email:
    Dieter.Angersbach@sb.com ) bezüglich des Abhängigkeitspotentials
    von Seroxat (Paroxetin) im Speziellen und Antidepressiva im Allgemeinen. Es handelt sich hierbei
    um einen Auszug aus einer an das Antidepressiva Forum weitergeleiteten eMail an einen
    Patienten, der Glaxo SmithKline angeschrieben hatte, weil er seiner Ansicht nach von Paroxetin
    abhängig geworden war:
    Macht Seroxat abhängig?
    a) Diese Frage lässt sich z.B. mit Hilfe der ICD10Kriterien
    (oder DSMIVKriterien)
    für
    Substanzabhängigkeit untersuchen.
    Von den folgenden ICD10Kriterien
    müssen mindestens 3 zutreffen:
    (1) Starkes Verlangen oder ein Zwang, die Substanz zu konsumieren
    (2) Verminderte Fähigkeit zur Kontrolle der Einnahme bezüglich Beginn, Beendigung und
    Menge
    (3) Ein körperliches Entzugssyndrom bei der Dosisreduktion oder Absetzen
    (4) Toleranzentwicklung, Verlangen nach Dosissteigerung
    (5) Einengung auf den Substanzkonsum: wichtige soziale, berufliche Aktivität und Freizeitaktivität
    werden aufgrund des Mißbrauchs aufgegeben.
    (6) Anhaltender Substanzkonsum trotz eindeutig schädlicher Folgen
    Es ist offensichtlich, daß Seroxat (die Antidepressiva) kein solches Verhalten und keine
    dieser beschriebenen Symptome auslöst. Die einzigen Merkmale über die man stolpern
    könnte, sind (1) und (3).
    Zu (1) Starkes Verlangen, die Substanz zu konsumieren
    Es gibt gelegentlich Patienten, die nicht bereit sind, das Medikament abzusetzen.
    Diese Weigerung ist jedoch nicht in einem starken Verlangen nach der Substanz (Craving)
    begründet, sondern in der Angst vor dem Rückfall in die Depression. Der Arzt hat in solchen
    Fällen dem Patienten nicht genügend Zutrauen vermitteln können, daß er auch ohne
    die „Krücke“ Medikament wieder normal leben kann.
    Zu (3) Körperliches Entzugssyndrom nach Absetzen
    Bekanntlich treten bei einem Teil der Patienten nach abruptem Absetzen des Antidepressivums
    sog. Absetzsymptome auf, wie z. B. Unruhe, Schwitzen oder Übelkeit. Diese Symptome
    erscheinen nach 3 – 4 Tagen, sind meist tolerabel und verschwinden ebenso spontan
    nach einem Tag bis zwei Wochen.
    In Dauer und Intensität sind sie mit den Entzugssymptomen nicht vergleichbar.
    Fazit: nach den allgemein anerkannten Diagnosekriterien erzeugt Seroxat /erzeugen Antidepressiva
    keine Abhängigkeit.
    Abweichend von der Darstellung der Problematik von GSK Die Weltgesundheitsbehörde definiert
    den Begriff Abhängigkeit in ihrem Kommentar zum Thema SSRI und Abhängigkeit so (aus: „WHO
    Drug Information“, 1998, 12, 3, 136138):
    Es gibt offensichtlich einige Verwirrung über das Konzept der Abhängigkeit ... die einfachste
    Definition von Drogenabhängigkeit der WHO ist, wenn sich beim Entzug der Droge, die
    über einen längeren Zeitraum gewohnheitsmäßig eingenommen wurde, Missbehagen und
    Beschwerden zeigen. Als weiteres Merkmal gilt, dass diese Erscheinungen durch die neuerliche
    Zufuhr der Droge (oder einer ähnlich wirkenden Droge) wieder zum Abklingen gebracht
    werden können.
    Die Menschen, die Probleme haben die Einnahme eines Medikamentes trotz langsamer
    Dosisreduzierung zu stoppen, sind deshalb als abhängig von diesem Medikament zu betrachten,
    es sei denn ein Rückfall in die Depression ist der Grund für ihre Unfähigkeit, die
    Medikation zu stoppen.
    Im Allgemeinen haben alle unangenehmen Absetzerscheinungen ein gewisses Potenzial
    Abhängigkeit zu erzeugen – dieses Risiko mag von Person zu Person variieren. Es wird
    keine Abhängigkeit auftreten, wenn die Absetzerscheinungen so mild sind, dass alle Patienten
    sie einfach tolerieren können. Mit wachsender Stärke wächst auch die Wahrscheinlichkeit,
    dass dies zur Abhängigkeit führt. Obwohl die Melderaten von SSRI Absetzsymptomen
    im Vergleich mit der verschriebenen Menge niedrig erscheint, ist es ratsam, das
    Beobachten der Absetzproblematik bei Patienten zu empfehlen, selbst wenn das SSRI in
    einer moderaten Dosis verschrieben wird.



    SSRI ABSETZEN
    David Healy MD FRCPsych
    North Wales Department of Psychological Medicine
    FAX: (UK) 11441248371397
    SSRI steht für „Selective SerotoninReuptakeInhibitor“
    ­
    übersetzt heißt das: selektiver SerotoninWiederaufnahmeHemmer.
    Das bedeutet allerdings nicht, dass diese Substanzen nur auf das
    SerotoninSystem
    wirken oder, dass sie in irgendeinem pharmazeutischen Sinne „sauber“ sind. Es
    bedeutet nur, dass SSRI wenig Einfluss auf das Norepinephrin/Noradrenalin System haben. Zur
    Zeit sind 6 SSRI auf dem Markt (zur schnelleren Orientierung sind zusätzlich zum Wirkstoff noch
    die Handelsnamen in Nordamerika, Großbritannien und Deutschland hinzugefügt):
    Wirkstoff Nordamerika Großbritannien Deutschland
    Fluoxetin Prozac Prozac Fluctin
    Paroxetin Paxil Seroxat Seroxat, Tagonis
    Sertralin Zoloft Lustral Zoloft, Gladem
    Citalopram Celexa Cipramil Cipramil
    Escitalopram Lexapro Cipralex Cipralex
    Fluvoxamin Luvox Faverin Fevarin
    Venlafaxin Efexor Effexor Trevilor
    Anmerkungen zur Tabelle:
    1. Escitalopram ist eine relativ neue (Anfang 2003) Weiterentwicklung von Citalopram (vom Übersetzer
    ergänzt)
    2. Venlafaxin ist bis 150mg ein SSRI und über 150mg zusätzlich ein Noradrenalin Wiederaufnahmehemmer
    3. Die deutschen Handelsnamen wurden vom Übersetzer ergänzt. Falls sie aus einem anderen Land sind,
    orientieren Sie sich bitte am enthaltenen Wirkstoff


    ABSETZSYMPTOME
    David Healy MD FRCPsych
    North Wales Department of Psychological Medicine
    FAX: (UK) 11441248371397
    SSRI Absetzsymptome lassen sich in zwei Gruppen aufteilen. In der ersten Gruppe sind
    Symptome, die bei Ihnen eventuell noch nie aufgetreten sind und schließen folgende
    Symptome ein:
    § Schwindel – die meisten beschreiben es als ein Gefühl, als ob der Kopf bei einer Drehung
    nicht schnell genug nachkommt
    § Kopfschmerz
    § Muskelkrämpfe/Muskelzittern
    § Gefühl eines elektrischen Schlages – vornehmlich vom Kopf sich ausbreitend (im englischen
    „zaps“ getauft)
    § Andere seltsame kribbelnde oder schmerzhafte Gefühle
    § Übelkeit, Durchfall, Blähungen
    § (Alb)Träume – gewaltsamer oder extrem lebhafter Natur
    § gesteigerte Erregbarkeit, Ruhelosigkeit (Agitation)
    Die zweite Gruppe von Symptomen könnten Sie oder Ihren Arzt zu der Annahme verleiten,
    dass ihre ursprünglichen Symptome wieder aufgetreten sind. Diese beinhalten:
    § Depressionen
    § Labile Stimmung – starke Stimmungsschwankungen
    § Reizbarkeit
    § Gesteigerte Erregbarkeit, Ruhelosigkeit (Agitation)
    § Verwirrung
    § Müdigkeit/Unwohlsein – grippeähnliches Gefühl
    § Schlaflosigkeit oder Benommenheit/Schläfrigkeit
    § Atypisches Schwitzen
    § „Unreales“ Gefühl – wird auch als wie in einem (Horror)Film sein beschrieben
    § Hitze
    oder Kältewallungen
    § Optische Wahrnehmungsstörungen
    § Veränderung der Persönlichkeit
    [Ergänzung des Übersetzers: Die folgenden Symptome werden zusätzlich auf www.quitpaxil.org
    als die häufigsten Absetzsymptome von Paroxetin angegeben]
    § Intensive Angst, den Verstand zu verlieren
    § Gedächtnis
    und Konzentrationsstörungen
    § Panikattacken (selbst, wenn Sie vorher noch nie eine hatten)
    § Selbstmordgedanken (in extremen Fällen)
    § Unsicherer Gang
    § Verwaschene Aussprache
    § Weinkrämpfe
    § Extreme Empfindlichkeit in bezug auf Bewegungen, Geräusche und Gerüche
    § Verringerter/Verlust des Appetit(s)
    www.adfd.de (Stand August 2004)
    INFORMATIONEN ZUM SICHEREN ABSETZEN VON SELEKTIVEN SEROTONINWIEDERAUFNAHMEHEMMERN
    (18)
    LEIDE ICH AN ABSETZERSCHEINUNGEN?
    David Healy MD FRCPsych
    North Wales Department of Psychological Medicine
    FAX: (UK) 11441248371397
    Es gibt drei Indikatoren, um zwischen Absetzerscheinungen und dem Wiederauftauchen
    der
    ursprünglichen Symptomatik zu unterscheiden:
    1. Wenn das Problem kurze Zeit nach einer Dosisreduktion oder dem Absetzen auftritt (das
    können je nach Patient Stunden, Tage oder sogar einige Wochen sein) ist die Wahrscheinlichkeit
    groß, dass es sich um ein Absetzsymptom handelt. Das erfolgreich behandelte
    ursprüngliche Problem sollte eigentlich nach dem Absetzen über Monate oder sogar Jahre
    nicht mehr auftauchen.
    2. Wenn die Symptome (siehe Absetzsymptome) nach erneuter Einnahme oder Erhöhung
    der Dosis wieder verschwinden, deutet dies ebenfalls auf ein Absetzsymptom hin und nicht
    auf ein Wiederauftauchen der ursprünglichen Symptomatik. Wenn es echte Krankheitssymptome
    wären, würde es länger dauern, bis Sie wieder auf die Behandlung ansprechen.
    Die kurzfristige Reaktion der Symptomatik auf die Behandlung weist auf ein Absetzproblem
    hin.
    3. Es ist durchaus möglich, dass sich ihre Absetzsymptome mit den Symptomen ihrer
    eigentlichen Krankheit überlappen. Beides enthält Elemente von Unruhe, Angst und Depressionen.
    Ebenso oft treten beim Absetzen aber auch völlig neue Symptome auf wie:
    kribbelnde Gefühle, elektrische Schocks, Schmerzen und ein grippeähnliches Gefühl.
    Vor dem Absetzen eines SSRI sollte man sich vergegenwärtigen, dass viele Menschen keine
    Probleme haben werden. Einige werden minimale Probleme haben, die möglicherweise nach ein
    paar Tagen ihren Höhepunkt erreichen, um dann wieder nachzulassen. Die Symptome können
    allerdings auch einige Wochen oder sogar Monate andauern. Manche Menschen werden größere
    Probleme haben, denen mit den nachfolgenden Absetzplänen geholfen werden kann.
    Schließlich wird es aber eine Gruppe von Menschen geben, die das SSRI schlicht und einfach
    nicht absetzen können. Es ist wichtig, diese letzte Möglichkeit anzuerkennen, damit Sie sich in
    diesem Falle nicht unnötig quälen. Ärztliche Hilfe mag für manche Angehörigen dieser Gruppe
    hilfreich sein, um den Nebenwirkungen der SSRI zum Beispiel dem Verlust der Libido,
    medikamentös entgegenzuwirken.
    www.adfd.de (Stand August 2004)
    INFORMATIONEN ZUM SICHEREN ABSETZEN VON SELEKTIVEN SEROTONINWIEDERAUFNAHMEHEMMERN
    (19)
    [Anmerkung des Übersetzers: Ich habe den Plan so sorgfältig wie es mir bei meinem Verständnis
    als Laien möglich war übersetzt, aber es liegt natürlich in der Verantwortung des Arztes, die
    Informationen auf ihre Korrektheit zu überprüfen und eventuelle Unterschiede in den jeweils
    landesspezifischen Versionen der Medikamente zu berücksichtigen. Da ich nicht genügend über die
    spezifischen Verhältnisse zwischen den einzelnen SSRI und ihrer jeweiligen flüssigen Form oder ihre
    Dosierungsverhältnisse zueinander informiert bin, beziehen sich alle Dosisangaben auf die entsprechenden
    Mengen der Tablettenform bzw. Kapselform des Medikamentes und sind entsprechend umzurechnen.]
    Absetzplan
    David Healy MD FRCPsych
    North Wales Department of Psychological Medicine
    FAX: (UK) 11441248371397
    Warnung: Ein überschnelles oder gar abruptes Absetzen eines SSRI kann gefährliche
    Folgen haben, speziell bei älteren Mitmenschen.
    (1A) Wechseln sie von Ihrem bisherigen SSRI zu einer entsprechenden Dosis flüssigem Fluoxetin
    [Anm. d. Übers.: Beachten sie dabei die Dosierungsumrechnung zwischen Tabletten
    und
    flüssiger Form und die Unterschiede in den Dosierungen der einzelnen SSRI zueinander]. Der
    Grund für den Wechsel ist, dass Fluoxetin von allen SSRI die längste Zeit im menschlichen
    Blutkreislauf verbleibt (also die längste Halbwertszeit hat) was die Absetzproblematik insgesamt
    vermindert. Die flüssige Form erleichtert die genaue, graduelle Dosisreduktion.
    (1B) Eine weitere Möglichkeit ist es, zu 100mg Clomipramin (Anafranil) pro Tag zu wechseln.
    [Anm. des Übers.: Dies ist zwar ein Tryzyklikum wirkt aber auch stark auf den SerotoninMechanismus
    und kann deshalb eventuell als SSRI Substitut verwendet werden]. Dieses wird in
    25mg und 10mg Kapseln angeboten und erlaubt eine graduellere Dosisreduktion als die SSRI. Die
    10mg Kapsel kann geöffnet werden und teilweise entleert werden, um eine noch graduellere
    Dosisreduktion zu erlauben.
    (bitte die Kapsel mit dem Rest des Pulvers wieder verschliessen und die Kapsel einnehmen)
    (1C) Sie können auch zu einer entsprechenden Dosis der flüssigen Form ihres SSRI wechseln.
    Viele Menschen können zum Beispiel nicht einfach von Paroxetin zu flüssigem Fluoxetin
    wechseln.
    (2) Wenn eine der Optionen (1A) – (1C) bei Ihnen funktioniert, bleiben sie eine Woche bei dieser
    Dosis.
    (3) Wenn es mit Schritt (2) keine Probleme gab, kann die Dosis auf die Hälfte reduziert werden.
    Falls es doch Probleme gab, sollte die Dosis in kleineren Schritten reduziert werden.
    (4) Ab einer Menge von 10mg flüssigem Fluoxetin (oder Ihrem SSRI) oder 10mg Anafranil,
    versuchen Sie über einen Zeitraum von ein paar Wochen hinweg die Dosis alle paar Tage um
    1mg zu reduzieren. Mit flüssigem Fluoxetin kann dies durch Verdünnung erreicht werden.
    (5) Wenn es in irgendeiner Phase Probleme geben sollte, sollte man die Dosis für einen längeren
    Zeitraum unverändert lassen, bevor man weiter reduziert.


    Variante für Patienten mit starken Absetzsymptomen.
    Manche Menschen reagieren extrem empfindlich auf das Absetzen eines SSRI. Wenn es
    inakzeptable Probleme bei obengenannten Schritten (1A) – (1C) geben sollte, kehren Sie zu ihrem
    ursprünglichen Medikament und der ursprünglichen Dosis zurück.
    Reduzieren Sie von da ab in 1mg Schritten oder wie Sie es vertragen.
    Absetzerscheinungen und Abhängigkeit sind physische Phänomene. Manche Menschen können
    verständlicherweise Opfer von extremen Angstzuständen werden, vor allem, wenn die Erfahrung
    sprichwörtlich schockierend ist. Ein Psychiater kann in diesen Fällen eventuell helfen, die
    Angstzustände zu lindern.
    Selbsthilfegruppen können auch von sehr großem Nutzen sein. Werden Sie Mitglied in einer
    Selbsthilfegruppe, oder gründen Sie selbst eine, wenn es in ihrer Nähe noch keine gibt. Sie
    werden viele Leute mit einem ähnlichen Problem treffen.
    Es gibt Hinweise darauf, welche wissenschaftlich allerdings nicht sehr gut belegt sind, dass
    Johanniskraut auch als Ersatz für ein SSRI verwendet werden kann. Wenn eine entsprechende
    Dosis Johanniskraut für sie als Ersatz der SSRI tolerierbar ist, können Sie stattdessen das
    Johanniskraut über einige Wochen langsam in der Dosis reduzieren. Manche mögen aus
    verständlichen Gründen diesen Ansatz bevorzugen. Allerdings hat Johanniskraut seine eigene
    Problematik bezüglich Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Nebenwirkungen. Tun
    sie also auch dies wiederum nur in Absprache mit ihrem Arzt.
    Abschliessende Bemerkungen
    Die Probleme des Absetzens können sich auf ein Maß abschwächen lassen, das Ihnen
    ermöglicht, weiterhin ein normales Leben zu führen. In jedem Falle sollten sie die Probleme, die
    sie beim Absetzen erfahren den zuständigen Stellen melden (für Deutschland: siehe Anhang) oder
    das Ihren Arzt für Sie tun lassen.
    Es gibt eine eindeutige Wirkung von SSRI auf das Herz. Die oben aufgeführte Liste der
    Absetzerscheinungen enthält allerdings keine Herzprobleme, welche in der Phase nach dem
    Absetzen auftreten. Sollten solche Probleme allerdings bei Ihnen auftauchen, könnten sie mit dem
    Absetzen in Zusammenhang stehen und sollten auf jeden Fall auch ihrem Arzt und
    entsprechenden Stellen gemeldet werden.
    SSRI sind bekannt dafür, dass sie die sexuellen Funktionen erheblich stören können. Die
    herkömmliche Meinung ist, dass diese sich mit dem Stoppen der Einnahme wieder normalisieren.
    Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass dies nicht auf alle Menschen zutrifft. Falls bei Ihnen nach
    dem Absetzen die sexuellen Funktionen weiterhin gestört bleiben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt,
    welcher ihnen hoffentlich weiterhelfen kann und diese Tatsache auch den entsprechenden Stellen
    meldet.
    Ähnlich dem gerade angesprochenen Problem mag es noch andere andauernde Beschwerden
    nach dem Absetzen geben. Auch dies sollten Sie in jedem Falle Ihrem Arzt melden. Die beste
    Möglichkeit Abhilfe zu schaffen, ist möglichst viele Menschen von diesen Problemen wissen zu
    lassen.
    www.adfd.de (Stand August 2004)
    INFORMATIONEN ZUM SICHEREN ABSETZEN VON SELEKTIVEN SEROTONINWIEDERAUFNAHMEHEMMERN
    (21)
    Absetzen von Paroxetin mit Seroxat Suspension
    Seroxat Users Group ( www.seroxatusergroup.org.uk )
    [Anmerkung des Übersetzers: Ich bin nicht über die korrekte Umrechnung der deutschen Version von
    flüssigem Paroxetin in bezug auf die Tablettenform unterrichtet (beim englischen Seroxat liquid entspricht 1mg
    der Tablettenform 0.5ml der flüssigen Form) deshalb sind auch hier die Dosierungsangaben in der
    Tablettenform und müssen entsprechend umgerechnet
    werden]
    Lassen Sie sich von Ihrem Arzt Paroxetin in flüssiger Form verschreiben (Seroxat Suspension).
    Besorgen Sie sich aus der Apotheke eine Spritze, mit der Sie auf 0.1 ml genau dosieren können.
    Dies ermöglicht die notwendige Genauigkeit bei der graduellen Reduktion der Dosis.
    Wechseln Sie zu der Ihrer Dosis entsprechenden Dosis Seroxat Suspension.
    Vielen Menschen fällt das Absetzen entschieden leichter, wenn sie die Dosis auf wöchentlicher
    Basis um 1mg reduzieren. Selbstverständlich sollten Sie die Dosisreduktion unter Aufsicht ihres
    Arztes an ihre individuelle Situation anpassen.
    Für viele Menschen ist der letzte Milliliter der schwerste. Falls es Ihnen auch so gehen sollte,
    senken sie die Schrittgröße ab 1ml auf 0.1ml Schritte ab und reduzieren sie weiter auf
    wöchentlicher Basis.
    Für den Erfolg dieser Methode ist es entscheidend, dass die Dosis täglich exakt abgemessen wird;
    dies ist nur mit einer entsprechenden Spritze möglich – benutzten Sie auf keinem Fall den
    mitgelieferten Dosierbecher, er ist zu ungenau. Auch durch das Zerteilen von Tabletten ist die
    erforderliche Genauigkeit nicht zu erreichen.
    Das Absetzen sollte auf keinem Fall zu schnell erfolgen, selbst wenn es problemlos verläuft. Es
    kann 4 Tage oder länger dauern, bis sich Absetzsymptome bemerkbar machen. Seien Sie nicht
    ungeduldig oder enttäuscht, wenn das Absetzen länger dauert als Sie erwartet haben. Es ist für
    viele Menschen ein sehr schwieriger Prozess.

    INFORMATIONEN ZUM SICHEREN ABSETZEN VON SELEKTIVEN SEROTONINWIEDERAUFNAHMEHEMMERN

    www.adfd.de (Stand August 2004)


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    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 23.12.2004, 00:21


    :arrow: alles zum wahnsinnigwerden*g*

    kleiner spannender auszug aus dieser wikipedia-zusammenfassung:

    "Umgang mit Wahn

    Der Umgang mit Wahn ist teilweise von beträchtlichen Ängsten geprägt, denn das Verhalten als "wahnsinnig" empfundener Menschen erscheint häufig als unkalkulierbar. Dies hat unter anderem folgende Gründe:

    Als "wahnsinnig" empfundene Menschen reagieren auf eine Realität, die von ihren Mitmenschen nicht wahrgenommen wird. Wenn man sich beispielweise einmal alle Brillen aus der Welt fortdenkt, würde das Verhalten von BrillenträgerInnen recht bizarr und vielleicht sogar unheimlich wirken.
    Als "wahnsinnig" empfundene Menschen konstruieren ihre Realitäten individuell. Dies macht ihre Realitäten sehr viel flexibler als solche, die kollektiv konstruiert werden. Die Mitmenschen wissen daher oft nicht, was im nächsten Moment möglich sein kann und was nicht.
    Wie jede Sache funktioniert eine individuell in relativ kurzer Zeit geschaffene Realität häufig nicht so gut wie eine, an der seit vielen Generationen sehr viele Menschen mitarbeiten. Es kommt zu logischen und praktischen Unstimmigkeiten, die die Mitmenschen verunsichern.

    Ebenso wenig, wie als "nicht-wahnsinnig" empfundene Menschen Beweise für ihre Realität brauchen, benötigen als "wahnsinnig" empfundene Menschen Beweise für ihre Realität. Der Versuch etwa, die Existenz des Fußbodens zu beweisen, auf den ich gerade meinen Fuß setze, bedeutet eine Infragestellung seiner Existenz und würde mehr Unsicherheit schaffen als der beste Beweis an Sicherheit bieten könnte. Manche Menschen benötigen zum Beispiel über die Existenz von Männern und Frauen eine ähnliche Sicherheit wie über den Fußboden, auf dem sie stehen, und können daher keine Beweise brauchen, die die Existenz biologischer Geschlechter belegen. Andere wiederum können gut ohne die Existenz biologischer Geschlechter leben. Die Grenzen sind fließend. Es wäre herauszufinden, weshalb eine Person gerade die Sicherheiten braucht, die sie braucht, und unter welchen Umständen oder nach welchen Veränderungen sie sie nicht mehr bräuchte.

    Als "wahnsinnig" empfunden werden nur solche Menschen, die sich von den Ermahnungen ihrer Mitmenschen in ihren Überzeugungen nicht beirren lassen. Wie in Experimenten herausgefunden wurde, lassen sich als "nicht-wahnsinnig" empfundene Menschen von den Ermahnungen ihrer Mitmenschen relativ leicht beirren. Wenn einer aus einer Testperson und mehreren scheinbaren Testpersonen bestehenden Gruppe beispielsweise geometrische Zeichen gezeigt werden und alle scheinbaren Testpersonen fälschlich behaupten, einen Kreis anstatt ein Viereck gesehen zu haben, so kann die Testperson relativ leicht davon überzeugt werden, dass sie einen Kreis gesehen hat. Diese Überzeugung geht so weit, dass die Testperson sich genau erinnert, einen Kreis gesehen zu haben. Bei "Wahnideen" funktioniert das nicht. Aus irgend einem Grund (der herauszufinden wäre) lohnt es für manche Menschen nicht oder stellt für sie eine Gefahr dar, sich in dieser Weise dominanten Realitätswahrnehmungen auszuliefern.

    Bei als "wahnsinnig" empfundenen Menschen, die sich aggressiv oder ablehnend verhalten, wird meist auf einen speziellen Krankheitsbegriff zurück gegriffen, um die Aggression oder Ablehnung nicht persönlich nehmen und um die betreffende Person nicht verurteilen zu müssen. Nach diesem Krankheitsbegriff ist das Verhalten des als "wahnsinnig" empfundenen Menschen kausal verursacht, so dass es nicht begründet ist und er oder sie nichts dafür kann. Eine andere Möglichkeit, Aggression oder Ablehnung nicht persönlich nehmen und die betreffende Person nicht verurteilen zu müssen, besteht in der Annahme, dass jedes menschliche Verhalten sinnvoll und begründet ist und also auch das eigene Bedürfnis, sich vor Aggressionen zu schützen und jemanden nicht zu verurteilen."

    sehr deutlich zu sehen, worin psychiatrische behandlung besteht ist hier:

    "Behandlung
    Die Behandlung als "wahnsinnig" empfundener Menschen unterscheidet sich je nachdem, ob eine objektive Realität vorausgesetzt wird oder nicht.


    Behandlung unter der Voraussetzung einer objektiven Realität
    Wird eine objektive Realität vorausgesetzt, so geht es bei der Behandlung des Wahns darum, die als "wahnsinnig" empfundenen Menschen zu der "Einsicht" zu "verhelfen", dass ihre Realität nicht real ist und die einzige Realität diejenige ist, die ihre Umwelt behauptet. Dieser Ansatz scheitert oft am Selbsterhaltungswillen der Betroffenen, die, wie ihre Unbeirrbarkeit ausdrückt, ihre Realität dringender zu brauchen scheinen als andere Menschen die soziale Bestätigung ihrer Gedanken und Wahrnehmungen.

    Gelegentlich kann ein Betroffener oder eine Betroffene durch Angehörige oder den Arzt dennoch zu einer psychiatrischen Behandlung motiviert werden. Teilweise behelfen sich Betroffene dann mit einer so genannten doppelten Buchführung, d.h. sie halten am Wahn fest (und meinen beispielsweise, sie würden von außerirdischen Wesen verfolgt), zeigen aber gleichzeitig eine gewisse "Krankheitseinsicht", begeben sich selbst in Behandlung und nehmen ihre Medikamente regelmäßig.

    Wenn eine Eigen- oder Fremdgefährdung besteht und keine Einwilligung zur Behandlung vorliegt, erfolgt diese zwangsweise.

    Die psychiatrische Behandlung ist je nach diagnostizierter "zugrunde liegender Erkrankung" (z.B. Schizophrenie, Depression, Manie) unterschiedlich, da einem Wahn mehr der Charakter eines "Symptoms" zugesprochen wird als der einer "Krankheit".

    Als wichtig gilt, dass die genaue Diagnose abgeklärt wird, um eine Behandlung als sinnvoll erscheinen zu lassen.

    Prinzipiell kommen in der Psychiatrie bei Wahn unterschiedlicher Art Neuroleptika aufgrund ihrer "antipsychotischen Wirkung" in Frage. Bei "Erkrankungen" wie "Depression" und "Manie" erfolgt dies dann meist zusätzlich zur "antidepressiven" bzw. "antimanischen" Medikation.

    Mit Hilfe von Neuroleptika lässt sich oft eine rasche "Besserung" der "Wahnsymptomatik" erzielen. Bestimmte "Wahnformen", wie z.B. Wahn im Rahmen einer "anhaltenden wahnhaften Störung" können aber auch weitgehend "therapieresistent" sein.


    Behandlung ohne Voraussetzung einer objektiven Realität
    Nirgends außer beim Wahn wird angenommen, Überzeugungen könnten "behandelt" werden. Überzeugungen werden gewöhnlich geändert, aber nicht "behandelt". Deshalb müsste begründet werden, weshalb beim Wahn eine Behandlung möglich erscheint.

    Eine Begründung wird nicht vermisst, insoweit "wahnhafte" Überzeugungen als personenübergreifende und -unabhängige Symptomatik versachlicht werden, ohne dass diese Versachlichung als solche wahrgenommen würde. Wahrnehmbar wird die Versachlichung erst, wenn man von der Behauptung einer objektiven Realität Abstand nimmt. Solange es eine objektive Realität gibt, müssen individuelle Realitäten auf Wahrnehmungsdefizite zurückgeführt werden. Überzeugungen, die sich aus Wahrnehmungsdefiziten ableiten, sind keine Überzeugungen, die man ernst nehmen müsste.

    Wahn ist außerdem nicht behandelbar, wenn er auf einem sozialen Verhältnis beruht. Die "Behandlung" von Wahn ist dann eher eine verhüllende Bezeichnung dafür, dass die Person, deren Überzeugungen als irreal abgelehnt werden, systematisch dazu gebracht werden soll, sich dem Anspruch der "anderen Seite" zu beugen.

    Behandlungen kommen generell dann in Betracht, wenn eine Person behandelt werden möchte, wenn Gefahren für die Person oder ihre Mitmenschen bestehen oder wenn das Zusammenleben mit der betreffenden Person Leiden erzeugt. Ohne Gewaltanwendung behandelt werden kann dabei nur das, was die als "wahnsinnig" empfundene Person als behandlungswürdig erachtet. Dies werden eher selten ihre eigenen Überzeugungen sein."

    wer sich bis hierher unbeschadet durchkämpfen konnte:

    mit anderen worten: bist du nicht willig so zu denken wie ich, brauch ich gewalt!
    und wann genau du "eine gefahr für dich oder andere darstellst", bestimme ich! (und das nenne ich dann "keine krankheitseinsicht"!!!)

    einer der darunter angegebenen links führt zu diesem persönlichen bericht, der eindrücklich belegt, wie sehr und wie rasch durch psychiatrische 'behandlung' des ignorierens und starker drogen eine person zu absoluter unfähigkeit getrieben und tatsächlich erst geisteskrankheit chemisch AUSGELÖST wird - während er zu beginn nur unsicher war, was er im leben überhaupt tun wolle und aufgrund einer fehlgeschlagenen liebe plus arbeitslosigkeit sich selbst in etwas hineingesteigert hatte, aus dem er DACHTE, nicht mehr herauskommen zu können - in vollständiger introvertiertheit.
    (das hätte man auf andere art weit einfacher und vor allem gesünder in ordnung bringen können).



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 12.01.2005, 12:30


    psychiatrische 'denk'weise äußert sich in PRODUKTEN:

    :arrow: "Schwester von John F. Kennedy zwangslobotomiert"

    "Der äußerst zurückhaltende Bericht in der Neuen Zürcher Zeitung:
    http://www.nzz.ch/2005/01/11/vm/page-articleCIFP9.html

    Zitat daraus:
    Fatale Operation

    Der genaue Ablauf dessen, was dann 1941 daheim geschah, ist unklar. Joe veranlasste, möglicherweise ohne Rücksprache mit seiner Frau und wohl kaum mit Einwilligung Rosemarys, einen gehirnchirurgischen Eingriff, eine präfrontale Lobotomie, in einem Washingtoner Spital. Die Operation, die erst wenige Jahre zuvor erstmals ausgeführt worden war, liess Rosemary mit einer schweren Behinderung zurück. Während der verbleibenden knapp 64 Jahre ihres Lebens war sie ein Pflegefall, den grössten Teil ihres Lebens verbrachte sie in einem Heim in Jefferson, Wisconsin.

    Es wird höchste Zeit, die schweren Verbrechen der Zwangspsychiatrie gegen die Menschlichkeit
    a) endgültig zu beenden
    b) die Verbrechen anzuerkennen die schuld festzustellen und die Schuldigen zu überführen
    c) die Höhe der Reparationszahlungen an die Opfer bzw. deren HInterbliebene zu beziffern und auszuzahlen

    Übrigens, 1949, acht Jahre nach der zwangsweisen Verstümmelung von Rosemary bekam der portugiesische Neurologe Egas Moniz für die Lobotomie den Nobel Preis für Medizin! Es wird also allerhöchste Zeit, dass dieser Preis aberkannt wird und stattdessen Gert Postel ein solchen Preis für den experimentellen Nachweis bekommt, dass es gar keine "psychische Krankheit" gibt.

    Werner-Fuß-Zentrum
    Scharnweberstr. 29
    10247 Berlin
    http://www.psychiatrie-erfahrene.de "

    und :arrow:

    11. Januar 2005, 02:20, Neue Zürcher Zeitung


    Eine Kennedy im Schatten
    Die Präsidentenschwester Rosemary in Heim gestorben

    rdg. Washington, 10. Januar




    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 12.01.2005, 14:07


    :arrow: "Lobotomie"

    http://www.medienaesthetik.de/fotogr/schnitte.html
    http://www.jenseits-de.com/g/forums/wwteil2/messages/7683.html
    http://www.paranormal.de/jenseitsforum/messages/7670.html
    ( http://www.paranormal.de/jenseitsforum/archiv_8000.htm )
    http://www.psychex.ch/index.html
    http://www.cchr.org/doctors/ger/page20.htm
    http://www.cchr.org/art/ger/page17d.htm
    (bei beiden cchr-links am unteren rand der seite(n) auf 'vorherige' oder 'nächste' klicken!)
    http://www.tiger-online.org/verhalten/emotionen/emo.htm ("hirnfunktionen", relativ neutral; phrenologie als rassismusgrundlage)

    antibeispiele:
    http://www.psychologie.uni-trier.de/personen/gkrampen/veranstaltungen/klinische0405/stoerschizo.pdf
    http://www.anatomie.net/Unterricht/Vorlesung/PFCx-eBook.pdf
    http://emotions.psychologie.uni-sb.de/vorlesung/gehirn_prae.html
    http://www.uni-koeln.de/phil-fak/fs-psych/serv_pro/skripte/bio/SkriptPinelFS.pdf
    http://www.irren-ist-menschlich.de/inhalt.htm
    http://www.poekl.net/psychologie/skriptenservice/neuro/kallat1/KAP4.DOC

    siehe auch :arrow: "Leukotomie"



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 12.01.2005, 16:11


    :arrow: Es gibt kein "Schizophrenie"-Gen

    "Es ist unzulässig, von einem "Schizophrenie-Gen" zu sprechen. Stattdessen muß nach einem Sensibilitäts-Gen gesucht werden. Am 29.11.99 wurde der Weltpresse die Entschlüsselung des ersten menschlichen Chromosoms verkündet, nämlich des zweitkleinsten mit der Nr. 22. Auf diesem Chromosom sollen die Erbanlagen für Spinocerebelläre Ataxie und "Schizophrenie" liegen. Dies ist ein gravierendes Beispiel für die unheilvolle psychiatrische Methode, sich selbst erfüllende Behauptungen aufzustellen. Denn die „Schizophrenie“ gibt es nicht, weil sie nicht definiert werden kann. Dies stellte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erst 1993 nochmals fest. Es handelt sich um ein Phantom, unter dem jeder Psychiater etwas anderes versteht. Der Krefelder Psychiater Prof. DREES (Bundesverdienstkreuz) sagt, der eine Gutachter könnte eine „Schizophrenie“ diagnostizieren und der andere bei demselben Menschen lediglich einen Sozialkonflikt. Beide Gutachter könnten sich aber etwa vor Gericht nicht einmal unterhalten, weil sie in völlig verschiedenen psychiatrischen Weltbildern lebten. Die wissenschaftliche Konsequenz kann daher nur sein, das Etikett "Schizophrenie" nicht mehr zu verwenden. Allein dadurch wird die Rehabilitation wesentlich erleichtert werden. Betroffene sollten also darauf dringen, die ICD-Ziffer F 99 = „psychische Störung, nicht näher bezeichnet“ zu erhalten, um den sozial schädlichen Folgen der kakophonen Phantomwörter zu entgehen, die mit den „Schizophrenie“-Ziffern (F06, F20 – F25 und F60) auf jedem Flughafen- und anderen Terminal abzurufen sind, weil zugleich mit der Einführung des ICD (International Code of Diseases) das Arztgeheimnis de facto global aufgehoben wurde. Denn es gibt keinen elektronischen Datenschutz. Es ist rechtlich nicht haltbar, menschliche Existenzen durch ein Willkürurteil zu zerstören, das auf einem Phantom beruht. Da mit diesem Phantom Millionen von Menschen weltweit aus der Gesellschaft praktisch ausgeschlossen werden, fordern die Betroffenen-Verbände die Streichung des Pseudo-Begriffs. Prof.Dr.Dr. DÖRNER, ehem. ärztl. Direktor der Psychiatrischen Klinik Gütersloh, bestätigte mir, daß es kein „Schizophrenie"-Gen gibt und auch niemals geben kann und auch keine Labormarker hierfür. Sinnvoll hingegen ist, von einem Sensibilitäts-Gen zu sprechen, also einer Erbanlage für überdurchschnittliche Empfangsbereitschaft des Nervensystems. Diese Begabung bringt bei günstigen sozialen Umständen Künstler und andere hochkreative Menschen hervor, bei feindlichem Umfeld führt sie in Krankheiten. Die systematische Zerstörung von Menschen auf der Basis von Irrtümern und Lügen durch die Alt-Psychiatrie geht auch aus folgender Welt-Statistik hervor, die bezeichnenderweise nicht in einem psychiatrischen Fachblatt veröffentlicht wurde, sondern in der wichtigsten allgemeinwissenschaftlichen Zeitschrift der Erde:
    Arthur Kleinman und Alex Cohen: Psychiatrie in den Entwicklungsländern. "Spektrum der Wissenschaft" 8/97.
    KLEINMAN ist Vorsitzender der Abtlg. f. Sozialmedizin der Harvard Medical School in Cambridge (Massachusetts) sowie Professor f. medizinische Anthropologie, Sozialanthropologie u. Psychiatrie. COHEN ist Dozent f. Sozialmedizin an der Harvard Medical School u. Koordinator des World Mental Health Program d. Harvard-Universität. Zentrale Aussage ist, daß der sprunghafte Anstieg psychischer Krankheiten, insbesondere der sog. Schizophrenie, innerhalb weniger Jahre in den Entwicklungsländern durch den erbbiologischen Ansatz nicht erklärbar ist, sondern nur durch das Überwiegen des Milieus als Krankheitsursache. Somit besteht die große Chance, die Heilungsaussichten über die Umweltbedingungen zu verbessern. Daß diese Chance von der erbbiologisch fixierten Psychiatrie beharrlich ignoriert wird, nennen die Autoren angesichts des weltweit wachsenden psychischen Elends eine immer größere Tragödie. Als Beweise werden folgende Zahlen genannt: Man rechnet mit einer Zunahme der sog. Schizophrenie in den ärmeren Ländern bis zum Jahr 2000 um 45% gegenüber 1985. Dieser Anstieg um fast die Hälfte in nur 15 Jahren ist erbbiologisch nicht erklärbar, sehr wohl aber durch die sich immer schneller ändernden Lebensbedingungen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden seelische Krankheiten zu mehr als der Hälfte von Allgemeinmedizinern falsch oder gar nicht diagnostiziert; schlimmer noch, auch bei richtiger Diagnose werden oft ungeeignete Medikamente verschrieben. Die Alt- Psychiatrie blockiert den dringend nötigen Fortschritt durch unbelehrbares Festhalten an vier Vorurteilen:1. "Alle Formen seelischer Krankheiten treten überall auf der Welt etwa gleich häufig auf." 2. "Entscheidend ist die Erbanlage, das Umfeld bestimmt lediglich die Art, wie die Krankheit erlebt wird." 3. "Abweichungen von den ersten beiden Thesen treten allenfalls in exotischen Bereichen der Erde auf, niemals in der westlichen Welt." 4. "Es ist wenig sinnvoll, seelische Krankheiten zu behandeln, weil sie kaum beeinflußbar sind." Tatsächlich ist dies alles seit einem halben Jahrhundert widerlegt u.a. durch LEIGHTON, einen früheren Generaldirektor der WHO, ORLEY und WING, Royal College of Psychiatrists in London, wonach z.B. Depressionen in Nigeria häufiger waren als in Kanada und auch häufiger und schwerer in Uganda als in London. Viele weitere Studien haben bewiesen, daß seelische Krankheiten erheblich abhängig sind von Kultur, Sozialstatus, Geschlecht und anderen Variablen. Auch die Selbstmordraten zeigen erhebliche Abhängigkeit vom Zustand der jeweiligen Gesellschaft, was der französische Soziologe DURKHEIM schon anfangs dieses Jahrhunderts nachwies. Genannt werden ferner die erheblich schwankende Selbstmordrate in Taiwan abhängig von der gesellschaftlichen Entwicklung seit Ende des II. Weltkrieges und China, wo mehr als 40% der Selbstmorde der gesamten Erde sich ereignen, ganz überwiegend bei Frauen. Sodann wird auf die stark wechselnden Formen der sog. Schizophrenie hingewiesen: die paranoide Form tritt in den Industrieländern etwa 50% häufiger auf als in Entwicklungsländern, in denen die katatone Form heute etwa sechsmal häufiger ist, während sie in den Industrieländern, wo sie früher oft vorkam, heute fast verschwunden ist. Denk- und Wahrnehmungsstörungen sind häufig in Japan, in den USA inzwischen selten. Die erbgenetische Betrachtung geht auch an der Tatsache vorbei, daß Sinnentleerung des Lebens in Industrieländern viel häufiger ist als in der Dritten Welt. Entgegen jeder Wahrscheinlichkeit betrachten diese biologistischen Psychiater die seelische Störung eines Nigerianers vom Yoruba-Stamm, eines Rechtsanwaltes in New York und eines kanadischen Fischers als Ausdruck derselben Stoffwechselstörung,
    obwohl sie diese weiterhin nicht nachweisen können.
    Auf die großen nachweisbaren Erfolge einer modernen Behandlung, vor allem in Form von sozialwirksamen Maßnahmen, wird nachdrücklich hingewiesen. Zu den Alternativen zählen auch Naturheilverfahren einschließlich der Homöopathie, die seit 200 Jahren den Geist- und Gemütsymptomen sorgfältige Beachtung widmet. Der in dieser langen Zeit von vielen ÄrztInnen gewonnene und schriftlich niedergelegte Erfahrungsschatz darf den seelisch Leidenden aus ethischen Gründen nicht vorenthalten werden.
    Referiert von:
    Dr.med.Heinz Gerhard Vogelsang, Internist u. Arzt f. Naturheilverfahren. Homöopathie. Leydelstr. 35, D-47802 Krefeld. Tf. = Fax 02151/563294. Bus 52 u. 60 ab Krefeld Hbf. bis Haltestelle Leydelstraße. http://www.homoeopathie-krefeld.de/ , email: arzt11@web.de - ALLE KASSEN - Schwerpunkt: Krankheiten, die durch anderweitige Therapie nicht hinreichend gebessert werden. Die von ÄrztInnen angewandte Homöopathie wird von den privaten wie auch gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.
    Mitglied von
    INTERDIS (Interdisziplinäre Vereinigung kritischer Zukunftsplanung), Präsident: Hans Kaegelmann, Internist, Schriftsteller und Philosoph, Pf.1168, D - 51556 Windeck/Sieg. Internet: http://www.interdis-wis.de/ - Christel.lenz@t-online.de - Ehrenmitglied der deutschen Sektion Medizin ist Herr Prof. Dr. med. Rudolf GROSS, em. Ordinarius f. Innere Medizin der Universität Köln."



    Re: Psychiatrische 'Denkweise'

    lenbach - 12.01.2005, 16:31


    WHO als Handlanger der Psychiatrie:

    :arrow:
    "Stigma, fehlende Behandlung und Unterfinanzierung in der Psychiatrie:
    Gesundheitsminister aus der Europäischen Region wollen Weg für Wandel ebnen"

    Pressemitteilung EURO/01/05
    Kopenhagen, Helsinki, 10. Januar 2005



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