Dezember 2010

Nachtperle's Plauderecke
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  • Forum: Nachtperle's Plauderecke
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    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 01.12.2010, 20:45

    Dezember 2010
    1. Dezember 2010

    Aber eine Hoffnung bleibt mir noch, an ihr halte ich fest: Die Güte des Herrn hat kein Ende, sein Erbarmen hört niemals auf, es ist jeden Morgen neu! Groß ist deine Treue, o Herr! Klagelieder 3, 21(Hoffnung für alle)

    Eine Situation, die viele von uns kennen: Auf dem Weg, den wir täglich mit dem Auto fahren, steht plötzlichein gelbes Schild mit dem Hinweis „Umleitung“. Wir müssen von der bekannten Route abweichen und den Schildern vertrauen, dass wir an eine Stelle geführt erden, wo wir wieder auf die gewohnte Route kommen. Doch immer wieder entdecke ich auf diesen „Umleitungen“ Dinge, die ich auf dem normalen Weg nicht gesehen hätte.

    In meinem Leben erfahre ich hin und wieder, dass es zuerst eine Zeitlang in eine andere Richtung geht, als ich es eigentlich gerne hätte – wie bei einer Umleitung. Diese Strecke ist in den meisten Fällen noch länger als der direkte Weg. Doch häufig mache ich dabei Erfahrungen, die ich sonst nicht gemacht hätte.

    Wir lernen dabei vielleicht Menschen kennen, die wir sonst nicht getroffen, geraten in Situationen, die wir nie erlebt hätten. Wir erkennen auf diesen Lebensumwegen leider oft erst im Rückblick die Führung Gottes. Zuerst fragen wir nur: Warum musste das jetzt so kommen? Warum führt Gott mich einen ganz anderen Weg? Häufig erkennen wir erst im Nachhinein, dass der andere, längere und häufig mühevollere Weg am Ende doch der bessere und uns zu einem guten Ziel geführt hat.

    Laut dem Andachtstext erkannte Jeremia nach der schrecklichen Erfahrungen der Zerstörung Jerusalems und des Tempels: „Die Güte des Herrn hat kein Ende und sein Erbarmen hört niemals auf.“ Das kann uns in einer schwierigen Lage oder bei unseren fragen trösten.

    Wir dürfen uns zu jeder Zeit auf Gott verlassen. Er hat für uns in jeder Lebenslage den richtigen Weg vorbereitet – hin und wieder auch mit einem beabsichtigten Umleitungsschild. Vertrauen wir auf Gott und seine Streckenplanung mit uns.

    Ich bin schon sehr gespannt, wo er mich heute auf meiner Lebensroute hinführen wird. Ich kann gelassen sein, weil ich Gott an meiner Seite wissen darf.

    Holger Hentschke

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: Hesekiel 45-46

    Abends: Hebräer 13



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 02.12.2010, 20:48


    2. Dezember 2010

    So ist auch die Zunge ein kleines Glied und richtet große Dinge an. Siehe, ein kleines Feuer, welch einen Wald zündet’s an! Die Zunge kann kein Mensch zähmen, das unruhige Übel, voll tödlichen Giftes. Mit ihr loben wir den Herrn und Vater, und mit ihr fluchen wir den Menschen, die nach dem Bilde Gottes gemacht sind. Aus einem Munde kommt Loben und Fluchen. Das soll nicht so sein. Jakobus 3, 5. 8-10

    Charles H. Spurgeon war Pastor und dein bekannter Verkündiger einer großen Baptistenkirche in London. In seiner Gemeinde gab eis eine Frau, die durch ihre Geschwätzigkeit viel Unheil anrichtete. Eines Tages kam sie zu Spurgeon und verlangte von ihm eine Schere. „Herr Pastor“ sagte sie resolut, „Ihre Krawatte ist zu lang. Es ziemt sich für einen Geistlichen nicht, einen so auffälligen Schlips zu tragen. Darf ich abschneiden, was zu lang ist?!

    „Das dürfen Sie“ antwortete Spurgeon und ließ es ruhig geschehen, dass ihm die Unverschämte keck ein Stück seiner Krawatte abschnitt. Dann aber sagte er: „Und nun, liebe Frau, da jetzt meine Halsbinde aufs richtige Maß zugeschnitten ist, darf ich nun auch bei Ihnen abschneiden, was zu lang ist?“ Die Vorwitzige konnte wohl oder übel nicht anders als zuzustimmen. „So strecken Sie Ihre Zunge heraus, denn sie ist viel zu lang.“

    Wie dumm, dass die Zunge der einzige Muskel unseres Körpers ist, der nur an einem Ende befestigt ist und dementsprechend locker im Mund liegt. Entsprechend locker wird sie oft auch benutzt. Das ist bei Scherzen meist gut zu verkraften und heitert manch angespannte Atmosphäre auf. Aber mit unserer Zunge können wir auch viel Schlimmes anrichten, wie Jakobus im Andachtswort anschaulich beschrieben hat.

    Was ist die Lösung für dieses Problem? Etwas mehr Selbstbeherrschung? Sicher, aber das reicht längst nicht aus, wie bereits Jakobus sagte: „Die Zunge kann kein Mensch zähmen.“ Jakobus 3, 8 Jesus machte auf das Grundproblem aufmerksam, als er sagte: „Wie könnt ihr Gutes reden, wo ihr doch böse seid! Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.“ Matthäus 12, 34 (Gute Nachricht Bibel) Im Reden spiegeln sich unsere Herzenseinstellungen.

    Wenn dem so ist, dann nützt es wenig, wenn ich nur den Spiegel sauber halte. Sinnvoller ist es, das eigene Herz täglich von Gott reinigen zu lassen, die zu lange, zu spitze oder zu lose Zunge ist eben nur ein Symptom des Übels.

    Christian Frei

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: Hesekiel 47. 48

    Abends: Jakobus 1



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 09.12.2010, 00:55


    3. Dezember 2010

    Es ist vielmehr das eingetreten, was schon in der Heiligen Schrift vorausgesagt ist: „Was kein Auge jemals sah, was kein Ohr jemals hörte und was sich kein Mensch vorstellen kann, das hält Gott für die bereit, die ihn lieben.“ 1. Korinther 2, 9 (Hoffnung für alle)

    In einem Bibelfernkurs werden Kinder aufgefordert, ihre Vorstellungen vom Himmel zu malen. Auf dem Bild, das ein Mädchen einsandte, waren unterschiedliche Tiere auf einer Weide zu sehen. Darunter hatte sie geschrieben: „Wie komme ich in den Himmel?“ Ich wurde nachdenklich.

    Auch wir Erwachsenen haben trotz der vielen Aussagen in der Bibel selten eine klare Vorstellung über den Himmel. Und Örtlichkeiten, Aussehen, Umstände und vieles andere haben keine Bedeutung, wenn ich nicht einmal weiß, ob ich überhaupt dort gern sein möchte.

    In den Krisen unseres Lebens sind wir sicher an einem Ort interessiert, wo es nichts Bedrückendes mehr gibt und wir keine Sorgen mehr haben werden. Das wird im Himmel der Fall sein. In der Offenbarung wird deutlich gesagt: „Leid, Klage und Schmerzen wird es nie wieder geben.“ Offenbarung 21, 4 (Hoffnung für alle) Aber nur die Abwesenheit von Negativem reicht für uns als Vorstellung nicht aus. Womit werden wir die Ewigkeit verbringen?

    Weder mein Auge noch mein Ohr kann mir hier weiterhelfen, denn Unverstellbares wird mit uns geschehen, wenn Gott uns zu sich holt. „Unser vergänglicher Körper, der dem Tod verfallen ist, muss in einen unvergänglichen Körper verwandelt werden, über den der Tod keine Macht hat.“ 1. Korinther 15, 53 (Gute Nachricht Bibel) Das übersteigt unsere Vorstellungskraft, aber Gott, der Schöpfer, wird es zustandebringen. Und unsere Vergänglichkeit ist doch unser größtes Problem.

    Wie kommen wir in den Himmel? Jesus sagte: Ich will „wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin“ Johannes 14, 3 Es hängt alles von Jesus ab. Wenn er unser Erlöser und unser bester Freund geworden ist, dem wir vertrauen, den wir lieben, auf den wir hören und dem wir dienen, dann ist das die „Garantie“, in den Himmel zu kommen, denn Jesus sagte: „Wo ich bin, da soll mein Diener auch sein.“ Johannes 12, 25

    Wenn Jesus unsere bester Freund ist, ist es nicht mehr so wichtig, wie es genau im Himmel sein wird, denn unsere größte Freude wird darin bestehen, ihn von Angesicht zu Angesicht zu sehen, mit ihm reden, bei ihm sein und bleiben zu können.

    Helmut Kraus

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: Daniel 1-2

    Abends: Jakobus 2



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 09.12.2010, 00:55


    4. Dezember 2010

    Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, di ein uns wirkt. Deshalb wollen wir ihn mit der ganzen Gemeinde durch Jesus Christus ewig und für alle Zeiten loben und preisen Epheser 3, 20-21 (Hoffnung für alle)

    Schon von „Gebetomat“ gehört? Äußerlich einem Passbildautomaten ähnlich, spricht er für 50 Cent ein fünfminütiges Gebet aus einer Auswahl von 300 Vorschlägen – in verschiedenen Sprachen und von fast allen religiösen Gruppen, von Freikirchen bis hin zum Voodoo-Kult. Erstmalig stand diese Gebetsmaschine vor zwei Jahren auf dem Weihnachtmarkt in Berlin und sollte künftig auf Bahnhöfen, Flughäfen, Raststätten und Weihnachtsmärkten aufgestellt werden. Gerade auf diesen Märkten versteht der Berliner Künstler Oliver Sturm seine Erfindung als „Sinnbild für die kommerzialisierte Besinnlichkeit zum Fest der Liebe“.

    Bei allem Respekt dem Erfinder und seinen Absichten gegenüber: Die intimste Form der Kommunikation zwischen dem Menschen und seinem Schöpfer – das Beten – kann man doch nicht an eine Maschine „delegieren“! Dieser „Gebetomat“ mag vereinzelt einem Menschen helfen, dem in großer Not die Worte fehlen, um sich direkt an Gott zu wenden. Bedauerlich wäre allerdings, wenn es Menschen dazu verführte, das Gebet als magische Handlung zu betrachten.

    Die Bibel zeigt uns einen besseren Weg: In jeder Lebenslage dürfen wir uns mit unseren Anliegen direkt an Gott wenden. Weil er unser Innerstes kenn, bedarf es dabei nicht einmal der Worte, erst recht nicht wohlklingender Formulierungen. Unser Gott versteht einen Seufzer genau so gut wie ein gestammeltes Geben. Es geht ihm in erster Linie darum, das wir aufrichtig mit ihm sprechen. Außerdem beschreibt das Neue Testament den Heiligen Geist unter anderem als „Dolmetscher“, der unsere Gebete vor den Vater bringt. Römer 8, 26

    Der „Höhepunkt“ des Entgegenkommens Gottes ist für mich die Tatsache, die unser heutiges Andachtswort anspricht. Wir wären arm dran, wenn Gott uns nur das gäbe, worum wir ihn bitten. Weil er viel besser weiß, was wir brauchen, beschenkt er uns reichlicher, als wir es erbitten oder uns vorstellen können.

    Wenn das alles kein Grund ist, ihm zu danken! Vielleicht in der sogenannten Adventszeit ein wenig intensiver als sonst! Auch ohne „Gebetomat“!

    Elì Diez-Prida

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: Daniel 3-4

    Abends: Jakobus 3



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 09.12.2010, 00:55


    5. Dezember 2010

    Der Gott der Herrlichkeit erschien unserm Vater Abraham, als er noch in Mesopotamien war, ehe er in Haran wohnte, und sprach zu ihm: „Geh aus deinem Land und von deiner Verwandtschaft und zieh in das Land, das ich dir zeigen will.“ Da ging er aus de Land der Chaldäer und wohnt ein Haran. Apostelgeschichte 7, 2b-4a

    Zurzeit sind Fernsehserien beliebt, die deutsche Auswanderer zeigen, die in fremde Länder ziehen, um dort ihr Glück zu versuchen. Manche können sich eine schöne neue Existenz aufbauen, andere scheitern und kommen nach Deutschland zurück. Auch darüber wird dann im Fernsehen berichtet.

    Von solch einer Auswanderung berichtet auch der Andachtstext. Sie geschah aber nicht aus Abenteuerlust. Gott hatte Abram (so hieß er bei seiner Berufung) gerufen, aus der blühenden Stadt Ur am Unterlauf des Euphrats mit ihrer hohen Kultur nach dem unscheinbaren Kanaan auszuwandern.

    Abram sollte seine Heimat, das gewohnte Leben mit allen Annehmlichkeiten und seine Verwandten und vertrauten Nachbarn verlassen und in eine fremde Welt aufbrechen. Wahrscheinlich mag er lange erwogen und innerlich gerungen haben, wie er sich diesem Ruf Gottes gegenüber verhalten sollte. Leicht wird ihm und seiner Frau dieser Schritt kaum gefallen sein, aber wer wurde dadurch erleichtert, dass sein Vater Terach und sein Neffe Lot mitkamen. (1. Mose 11, 31) Von den Beschwerden ihrer fast 2000 Kilometer langen Reise können wir uns heute kaum eine Vorstellung machen.

    Dann aber folgte etwas Trauriges: Nach Kanaan waren sie aufgebrochen, doch sie kamen nur bis Haran, wo sie sich wohnlich niederließen. Haran lag etwa auf der Hälfte der gesamten Wegstrecke. Die Auswanderer waren also auf halbem Wege hängen geblieben. In der Zeit starb Abrams Vater (1. Mose11, 32) Nun rief Gott ihn, weiterzuziehen (1. Mose 12, 1-3) Abraham brach noch einmal auf und zog endlich dorthin, wohin ihn Gott gewiesen hatte (1. Mose 12, 4) und wo aus ihm ein großes Volk entstehen sollte.

    Auch uns hat Gott gerufen, und zwar in das himmlische Kanaan. Vielleicht haben wir uns wie Abram auf den Weg gemacht und sind unterwegs müde geworden. Doch Gott ruft uns erneut, den ganzen Weg mit Christus zu gehen.

    Der Herr schenke uns das Vertrauen und den Gehorsam Abrahams. Wir sollen uns als seine Glaubenskinder erweisen, damit auch wir einmal im himmlischen Kanaan ankommen.

    Reinhold Paul

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: Daniel 5-7

    Abends: Jakobus 4



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 09.12.2010, 00:56


    6. Dezember 2010

    Selbst wenn er siebenmal am Tag an dir schuldig wird, sollst du ihm verzeihen, wenn er kommt und sagt: „Es tut mir leid!“ Lukas 17, 4 (Gute Nachricht Bibel)

    Fehler können jedem passieren. Das gehört zum Menschsein dazu. Ich bin gern bereit, einen Fehler des anderen zu vergeben, auch ein zweites Mal. Aber dasselbe Fehlverhalten zum dritten Mal an einem Tag – da werde ich skeptisch. Und wenn diese Person mich dann noch einmal um Verzeihung bittet, weil ihr ein viertes Mal dieser fehler unterlaufen ist, kann das doch keine echte Reue mehr sein – oder? Wird meine Vergebungsbereitschaft hier nicht schamlos ausgenutzt?

    So wie wir Zweifel an der Aufrichtigkeit des anderen haben, zweifeln wir auch an uns selbst, wenn uns derselbe Fehler immer wieder passiert, weil wir eine bestimmte Vorstellung über Fehlerbewältigung haben: Einen Fehler macht man nur einmal, denn wir sind lernfähig, können unser Verhalten korrigieren und es beim nächsten Mal besser machen.

    Allerdings scheint der Mensch doch anders zu funktionieren. Wir machen dieselben Fehler häufig wieder. Auf eine heiße Herdplatte fassen wir in der Regen nur einmal und dann nie wieder. Wenn es aber um Gewohnheiten, Süchte oder Charaktereigenschaften geht, sieht es anders aus. Wir nehmen uns vor, etwas zu verändern, und nach anfänglichen Fortschritten fallen wir wieder in dieselben Verhaltensweisen zurück. Wie oft haben wir gute Vorsätze gefasst und uns vorgenommen, schlechte Verhaltensweisen abzulegen? Und wie oft sind wir gescheitert? So glauben wir uns selbst nicht mehr und nehmen uns unsere guten Vorsätze nicht mehr ab. Und weil wir uns selbst schwer vergeben können, haben wir auch Probleme, anderen ihre Fehler zu verzeihen.

    Gott vergibt uns siebenmal denselben Fehler an einem Tag und er nimmt unsere Reue ernst. Mehr noch, selbst „siebzigmal Siebenmal“ sollen wir vergeben, erklärte Jesus Petrus, /Matthäus 18, 22) uns selbst und dem anderen. Gottes Vergebungsbereitschaft ist unendlich und seine Güte zu uns ist grenzenlos.

    Vergeben wir dem anderen, wenn er darum bittet, auch ein fünftes Mal! Vergeben wir uns, wenn wir erneut gescheitert sind – auch zum vierhundertsten Mal! Gott ist dazu bereit, denn „wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist“ 1. Johannes 2, 1

    Roland Nickel

    Bibelleseprogramm:

    Morgens:Daniel 8-10

    Abends: Jakobus 5



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 10.12.2010, 01:26


    7. Dezember 2010

    Du bist nicht der Herr deines Mitmenschen. Mit welchem Recht willst du ihn also verurteilen? Ob er im Glauben standfest bleibt oder ob er fällt, ist eine Sache zwischen ihm und Gott, seinem Herrn. Und er wird im Glauben festbleiben, denn der Herr hält ihn. Römer 14, 4 (Hoffnung für alle)

    Unweigerlich fällt mir dazu ein Satz aus einem Hörspiel für Kinder ein, das ich sehr gern gehört habe. Da sagt die weise Eule zum Esel: „Urteile nie über einen Menschen, solange du nicht eine Meile in seinen Schuhen gegangen bist.“

    Wie schnell sind in meinem Kopf (Vor-)Urteile über andere Menschen fertig. Dann kommen sie aus der Schublade, in die wir sie schnell hineingesteckt haben, nur schwer wieder heraus.

    Dieses Urteilen ist leider auch unter Christen weit verbreitet – nicht immer offen ausgesprochen, aber doch spürbar. Die Betroffenen spüren meistens schnell, ob wir ihnen wohlwollend und offen begegnen oder ob sie bereits abgestempelt sind. Wenn dann gar noch ihr Glaube in Zweifel gezogen wird, weil uns eine Verhaltensweise nicht passt, kann das verheerende Auswirkungen haben.

    Der Apostel Paulus musste sich ausgiebig mit dieser Thematik beschäftigen. In Rom gab eis augenscheinlich verschiedene Streitpunkte (siehe Römer 14, 1-5) Aber Paulus trat nicht als Schiedsrichter auf. Er entschied nicht einfach, was richtig oder falsch war, sondern nahm vielmehr den einzelnen in die Pflicht: Liebt euren Nächsten, nehmt einander an, verachtet euch nicht, verurteilt euch nicht länger und lebt in Frieden miteinander (Römer 12, 10; 15, 7; 14, 3. 4; 12, 18)

    Zuerst ist der Mensch wichtig – nicht das, was er tut oder nicht tut. Wissen wir, warum er so denkt und handelt? Und wenn wir der Meinung sind, dass jemand auf dem falschen Weg ist, macht Paulus uns im Andachtstext darauf aufmerksam, dass nicht wir der Herr desjenigen sind, sondern Gott. Er ist stark genug, ihn zu bewahren. Da steht nichts von Zurechtweisen oder Meiden, sondern: Kümmere dich um ihn, bete für ihn und hilf ihm, wenn er deine Hilfe benötigt. In einer solchen Atmosphäre fühlt sich jeder geliebt und angenommen.

    In diesem bereich gibt es noch viel für uns zu tun, doch mit Gottes Hilfe und im Gebet wird es uns gelingen, das gebot der Nächstenliebe jeden Tag zu praktizieren.

    Melanie Keyser

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: Daniel 11-12

    Abends: Judas



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 10.12.2010, 01:27


    8. Dezember 2010

    Aber [der Herr]hat zu mir gesagt: „Meine Gnade ist alles, was du brauchst! Denn gerade wenn du schwach bist, wirkt meine Kraft ganz besonders an dir.“ Darum will ich vor allem auf meine Schwachheit stolz sein. Dann nämlich erweist sich die Kraft Christi an mir 2. Korinther 12, 9 (Hoffnung für alle)

    Ich stand bei einer Tagung mit einigen Pastorenkollegen zusammen und hört zu, wie der eine und andere von seiner Arbeit erzählte. Ich überlegte, welche „Erfolgsgeschichte“ ich einbringen konnte, um wenigstens annähernd mitzuhalten. Schließlich hatte doch Jesus davon gesprochen, wir sollen unser Licht nicht unter den Scheffel stellen, Matthäus 5, 15 So erzählte ich schließlich, wie wir in meinem Bezirk mit einigen Gemeindegliedern eine Idee von mir erfolgreich umgesetzt hatten, Am Ende stand ich gut da.

    Sich selbst zu rühmen – offen oder versteckt – scheint uns in die Wiege gelegt zu sein. Es tut uns ja so gut, wenn wir Anerkennung bekommen. Da halten wir es hin und wieder für notwendig, uns gebührend ins rechte Licht zu rücken. Bei Bewerbungsgesprächen ist da sicher unerlässlich, um gegenüber den Konkurrenten bestehen zu können. Es war schon immer so, dass die Talentierten und Erfolgreichen, die Schönen und Starken mehr wahrgenommen wurden.

    Wie anders kling das Andachtswort von Paulus: „Darum will ich vor allem auf meine Schwachheit stolz sein.“ Er zeigte uns, worauf es ankommt, und wies uns aus seinem persönlichen Erleben den Weg, wie sich die Kraft Christi in uns entfalten kann. Durch ein Augenleiden war er in seinem Dienst immer wieder beeinträchtigt. (siehe Galater 4, 15) Er bat Gott dreimal konkret um Heilung, um noch besser für ihn wirken zu können: „Dreimal habe ich zum Herrn gebetet, dass der Satansengel von mir ablässt. Aber der Herr hat zu mir gesagt: „’Du brauchst nicht mehr, als meine gnade. Je schwächer du bist, desto stärker erweist sich an dir meine Kraft. Jetzt trage ich meine Schwäche gern, ja, ich bin stolz darauf, weil dann Christus seine Kraft an mir erweisen kann.“ 2. Korinther 12, 8-9 (Gute Nachricht Bibel) Paulus spüren wir ab, das er gelernt hatte, sich nicht mehr so wichtig zu nehmen. Ihn trieb fortan nur noch das Verlangen, Christus groß sein zu lassen.

    Wenn Christus in mir lebt, darf und soll ich es mir leisten, schwach zu sein, damit die Kraft Christi in mir zum Zuge kommt.

    Wilfried Krause

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: Hosea 1-4

    Abends: Offenbarung 1



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 10.12.2010, 01:27


    9. Dezember 2010

    Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet. Kolosser 2, 14,

    Im Laufe der Finanzkrise mussten wir uns an ziemlich eigenartige Ausdrücke gewöhnen. Neben dem üblichen Krisenvokabular wie schulden, Insolvenz oder Bankenrettungsplan tauchte der Begriff des „toxischen Papiers“ auf. Darunter versteht man Wertpapiere, die ein extrem hohes Verlustrisiko haben, weil sie sich aus Schuldverschreibungen zusammensetzen, die häufig nicht beglichen werden können. Es sind gebündelte Schuldbriefe. Inzwischen haben diese „giftigen“ Wertpapiere die Bilanzen der Geldinstitute ruiniert. So entstand die Weltfinanzkrise, deren Folgen wir alle zu spüren bekamen. Eie Rettungsmaßnahme bestand darin, diese Papiere an eine „Bad Bank“ auszulagern und so die Bilanzen der Banken zu bereinigen.

    Das erinnert an die alttestamentliche Vorgehensweise, bei der die moralische Schuld (die Sünden) des damaligen Volkes Israel durch den Hohenpriester symbolisch auf einen „Sündenbock“ übertragen wurden, den man in die Wüste jagte.

    Jeder von uns hat ein „toxisches Papier“, ob er nun Geld angelegt hat oder nicht. Es ist der Schuldbrief der Sünde, der dadurch entstand, dass wir an Gott und unseren Mitmenschen schuldig geworden sind. Diese Schuld, so sagt es die Bibel, können wir nicht „abzahlen“, so wichtig eine Versöhnung nach einem Streit auch ist. Oft bleiben Narben zurück, die uns daran erinnern, dass wir weder ganz geheilt noch moralisch vollkommen sind.

    Die gute Nachricht lautet, dass wir jemanden haben, der diese schuld für uns getilgt hat. Es is Gott selbst, der sich einen „Menschenrettungsplan“ ausgedacht und in die Tat umgesetzt hat. Durch den Tod Jesu Christi sind wir von unserem „toxischen Papier“ befreit, denn er hat den Schuldbrief „an das Kreuz geheftet“ und damit die Schuld beglichen, wie Paulus im Andachtstext versicherte.

    Wie geht es nun nach dieser „Entschuldigung“ weiter? Die Finanzmärkte bekommen neue Regeln, damit sich diese Krise nicht wiederholt. Und auch wir Menschen sind aufgefordert, nach den Regeln Christi zu leben. Das wichtigste Prinzip dabei ist, Gott über alles zu lieben und unseren Mitmenschen wie uns selbst. Lukas 10, 27 Wenn wir das beherzigen, zeigen wir, dass wir die richtigen Konsequenzen aus unserer „Schuldenkrise“ gezogen haben.

    Thomas Lobitz

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: Hosea 5-8

    Abends: Offenbarung 2



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 10.12.2010, 23:53


    10. Dezember 2010

    Nimm dein Geld und geh! Ich will den anderen genau so viel zahlen wie dir. Schließlich darf ich doch wohl mit meinem Geld machen, was ich will! Oder ärgerst du dich, weil ich großzügig bin? Matthäus 20, 14. 15 (Hoffnung für alle)

    So endet die Geschichte von den Arbeitern im Weinberg. Darin schilderte Jesus, dass mehrere Arbeiter zu unterschiedlichen Tageszeiten angestellt wurden, aber am Ende des Tages doch alle den gleichen Lohn erhielten. Das es für die gleiche Arbeit nicht den gleichen Lohn gab, das stört nicht nur Gewerkschaftler. Das Problem löst sich, wenn wir erkennen, dass es gar nicht um Arbeit und Lohn geht, sondern um das Himmelreich. (Matthäus 20, 1) – um Gegebenheiten Gottes, nicht die des Arbeitsmarktes.

    Ich las zu diesem Text eine Geschichte, die mir die Augen öffnete. Darin erzählte jemand von früher, als in seiner Familie noch Äpfel eingeweckt werden mussten. Er und seine sieben Geschwister wurden an den großen Esszimmertisch gebeten und jeder musste Äpfel schälen – vom Fünfjährigen bis zum Siebzehnjährigen. Und am Ende, als die Arbeit getan war, bekam jedes der Kinder den gleichen Lohn. Die Eltern fuhren mit allen zu einer Eisdiele und spendierten jedem einen Riesenbecher Eis – auch dem Fünfjährigen, der die beiden Äpfel, die er an dem Tag geschält hatte, gleich gegessen hatte. Niemand beschwerte sich. Alle Kinder fanden das Vorgehen der Eltern fair und gereicht.

    Ich habe hier zum ersten Mal begriffen, dass die Gerechtigkeit des Himmels nichts mit Tarifvereinbarungen zu tun hat, umso mehr aber mit dem tatsächlichen Leben in einer Familie oder einem Sportteam. Wenn bei Wettkämpfen ein Staffelteam gewinnt, dann bekommt nicht der die Medaille, der am schnellsten war, sondern alle, die mitgemacht haben. In einem guten Team feiern der Trainer, die Athleten, Physiotherapeuten und alle Helfer, die nur im Hintergrund tätig waren, gleichermaßen den Erfolg.

    Ich habe bei dieser Geschichte neu gelernt, was Jesus unter Gerechtigkeit versteht. Wir sind als Gemeinde Gottes wie eine Familie. Jeder packt mit an und am Ende des Tages haben wir unsere Arbeit getan. Gott sieht uns als Arbeiter für ihn und seine Sache an – ganz gleich, wann wir begonnen und wie viel wir geleistet haben – , als Team und große christliche Familie, in der jeder für jeden einsteht. Das ist schon hier ein Stück Himmelreich auf Erden.

    Dennis Meier

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: Hosea 9-11

    Abends: Offenbarung 3



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 11.12.2010, 09:00


    11. Dezember 2010

    In der Synagoge [war] ein Mensch, besessen von einem unreinen Geist; der schrie: Was willst du von uns, Jesus von Nazareth? Du bist gekommen, uns zu vernichten. Ich weiß, wer du bist: Der Heilige Gottes! Und Jesus bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Markus 1, 23-25

    Diese Begebenheit fand an einem Sabbat statt – also an Gottes Ruhetag wie heute –, als Jesus in einer Synagoge predigte. Markus 1, 21 Satan schien dies für eine gute Gelegenheit zu halten, es auf eine erneute Auseinandersetzung mit Christus ankommen zu lassen, doch er zog den Kürzeren. Er war nicht in der Lage, seine Herrschaft über einen Menschen zu behalten, wenn Jesus ihn davon befreien wollte. Das ist eine gute Nachricht, sehr passend für den Sabbat.

    Bemerkenswert ist, dass der Dämon sich über die wahre Identität Jesu völlig im Klaren war. Dieser Wanderprediger aus Nazareth war „der Heilige Gottes“, der von Gott gesandte Erlöser – kein Geringerer als der Sohn Gottes, wie andere Dämonen später bekannten. (siehe Markus 5, 7. 8) Doch Jesus wollte nicht, das seine Identität auf diese Weise bekannt gemacht wurde, denn in mindestens einem Punkt irrte der Dämon gewaltig: Der Sohn Gottes war nicht gekommen, irgendjemanden zu vernichten, sondern um Menschen zu heilen und für die Ewigkeit zu retten. (siehe Lukas 19, 10)

    Diese Rettung ist einerseits eine Erlösung von der Schuld, die wir vor Gott und den Mitmenschen haben, andererseits aber auch eine Befreiung von der Macht Satans und der Sünde. Beides ist untrennbar miteinander verbunden. Jesus kann nicht mein Erlöser von Schuld und Sünde sein, wenn er nicht auch mein Herr und Meister geworden ist.

    An diesem Punkt bekommt die obige Begebenheit auch für uns besondere Bedeutung. Auch an diesem Sabbat stellen sich uns die Fragen: Wer ist unser Herr? Haben wir uns durch Christus von der Herrschaft Satans und sündiger Gewohnheiten befreien lassen? (In Johannes 8, 36 hat er versprochen, das zu tun.) Ist Christus unser Herr geworden, dem wir folgen und gehorchen? (Lukas 6, 46)

    Dann haben wir heute einen guten Grund, uns zu freuen und fröhlich zu sein. Wir können unseren Herrn heute verehren, ihm danken und ihn anbeten – und das nicht nur allein oder mit unserer Familie, sondern gemeinsam im Gottesdienst. Mögen wir auch heute erneut Jesu befreiende Macht und seine tröstende Gegenwart erfahren.

    Werner E. Lange

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: Hosea 12-14

    Abends: Offenbarung 4



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 20.12.2010, 01:49


    12. Dezember 2010

    Und nun siehe, der HERR hat mich [Kaleb] am Leben gelassen, wie er mir zugesagt hat. Es sind nun fünfundvierzig Jahre her, dass der HERR dies zu Mose sagte, als Israel in der Wüste umherzog. Und nun siehe, ich bin heute fünfundachtzig Jahre alt und bin noch heute so stark, wie ich war an dem Tage, da mich Mose aussandte. Wie meine Kraft damals war, so ist sie noch jetzt, zu kämpfen und aus- und einzuziehen. Josua 14, 10.11

    Kaleb war ein Mann mit großem Gottvertrauen. Als er gemeinsam mit elf anderen Männern das Land Kanaan auskundschaftete, sah er nicht nur die Probleme und Hindernisse, sondern auch die Möglichkeiten Gottes: „Wenn der Herr uns gnädig ist, so wird er uns in dies Land bringen und es uns geben.“ 4. Mose 14, 8 Das Volk wollte darauf nicht hören und war drauf und dran, ihn und Josua zu steinigen. Aber Gott hielt seine Hand über die beiden. Im Rückblick sagte Kaleb: „Der Herr hat mich am Leben gelassen.“

    Inzwischen waren 45 Jahre vergangen und Kaleb war alt geworden. Sein Gottvertrauen hatte er aber in all den Jahren bewahrt. Immer noch blickte er optimistisch und voller Hoffnung nach vorn, und wollte das Gebirge im Hebron von den Amalekitern erobern. Josua 14, 12 Er war sogar davon überzeugt, dass seine Kraft nicht nachgelassen hatte. (Josua 14, 11b)

    Wirklich? Übertrieb er hier nicht ein bisschen? Einen 85-jähringen kann man doch nicht mit einem 40-jährigen vergleiche – oder? Natürlich erwartet niemand, dass jemand mit 85 noch in einer Fußballmannschaft mitspielt, nicht einmal in einer Altherrenmannschaft. Mit 85 ist man bei einer Olympiade höchstens noch Zuschauer. Aber ist der alte Mensch deswegen in allen Bereichen verbraucht und nur noch sozialer Ballast?

    Es gehört leider zu den Unterstellungen unserer zeit, dass alte Menschen nicht mehr in der Lage seien, positive Beiträge für die Gesellschaft zu erbringen. Und doch können die Erfahrungen und die Lebensweisheit älterer Menschen die körperlichen Mängel oft ein gutes Stück ausgleichen.

    Wir brauchen heute solche Männer wie Kaleb. Wir brauchen die Erfahrung der Älteren, das unerschütterliche Gottvertrauen von Männern und Frauen, die die Kraft Gottes bis ins hohe Alter vor Augen haben. Sie können den Jüngeren Mut machen. Nicht umsonst betont die Bibel die Würde und Weisheit des Alters.

    Günther Machel

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: Joel 1-4

    Abends: Offenbarung 5



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 20.12.2010, 01:50


    13. Dezember 2010

    Und der HERR wandte das Geschick Hiobs, als er für seine Freunde Fürbitte tat. Und der HERR gab Hiob doppelt so viel, wie er gehabt hatte. Und es kamen zu ihm alle seine Brüder und Schwestern und alle, die ihn früher gekannt hatten, und aßen mit ihm in seinem Haus und sprachen ihm zu und trösteten ihn über alles Unglück, dass der HERR über ihn hatte kommen lassen. Und ein jeder gab ihm ein Goldstück und einen goldenen Ring. Hiob 42, 10.11

    „Der Herr gab Hiob doppelt so viel, wie er gehabt hatte.“ Standen plötzlich auf wundersame Weise die verlorengegangenen Viehherden wieder quietschvergnügt und in doppelter Anzahl auf der Weide? Ein märchenhaftes Ende nach grauenvollen Geschehnissen? (Siehe Hiob 1, 13-19)

    Dieser Text zeigt mir, dass Gottes Segen und Macht viel größer und umfassender sind, als ich es mir vorstellen kann. Gott gab Hiob nicht nur und als erstes seinen Reichtum zurück. (Hiob 42, 12) Hiobs Verlust umfasste ja nicht nur seinen verlorengegangenen Besitz. Durch die dramatischen Ereignisse verlor er vor allem seinen Platz im sozialen Gefüge: Seine Frau wartete auf seinen Tod, seine Freunde beschuldigten ihn und das Volk verspottete ihn. Statt Trost erhielt Hiob Verurteilung, statt Hilfe erntete er Verachtung.

    Gottes Segen und Handeln gestaltete sich selten in Form von übernatürlichen Ereignissen. Gott bewirkte ein viel größeres Wunder, indem sich das Denken der Mitmenschen Hiobs veränderte. Wo vorher nur einige wenige Freunde gekommen waren und noch Kritik an Hiob geübt hatten, besuchte nun jeder Angehörige und bekannte Hiob. Sie spendeten ihm Trost, pflegten Gemeinschaft mit ihm, hörten ihm zu und brachten ihm Geschenke, die Hiob einen Neubeginn ermöglichten.

    Auch wenn ich, wie Hiob, Gottes Handlungsweise oft nicht verstehe, ermutigt es mich dennoch, das Gott Hiobs Verluste zum Anlass nahm, ihm noch größeren Reichtum zu schenken, als er zuvor gehabt hatte.

    Der größte Segen jedoch, den Hiob erhielt, war nicht die Zuwendung der Familie und Nachbarn oder der neue Reichtum. Es war die neue Nähe zu Gott, die er durch seine Auseinandersetzung mit ihm und seinem Schicksal erlangte. Hiobs freudiges Bekenntnis lautete: „Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen. Hiob 42, 5

    Sandra Wagner

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: Amos 1-3

    Abends: Offenbarung 6



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 20.12.2010, 01:50


    14. Dezember 2010

    Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Johannes 17, 3

    Diese Worte aus dem hohepriesterlichen Gebet Jesu sind sehr bemerkenswert, weil bei Johannes ewiges Leben nicht darin bestand, die Menschen auf das Jenseits zu vertrösten. Er meinte damit ein Leben in Fülle. Er zitierte Jesus: „Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben zu geben, Leben im Überfluss.“ Johannes 10, 10 Um ein irdisches Leben in Fülle erfahren zu können und das endlose Leben auf der neuen Erde zu bekommen, müssen wir Gott und Jesus Christus erkennen und ihnen unser Leben anvertrauen. „Erkennen“ hat im biblischen Sinn nicht nur mit Sehen, Wahrnehmen und Verstehen zu tun, sondern beschreibt häufig eine innige Beziehung „Adam erkannte sein Weib Eva ...“). Siehe 1. Mose 4, 1 Johannes will uns also bewusst machen, dass es die Liebesbeziehung zu Jesus ist, die das „ewige“ Leben ausmacht. Wer Gott erkennt und annimmt, taucht ein in die ewige Liebe Gottes.

    Wie sich meine Liebesbeziehung zu Gott gestaltet, hängt auch von meiner Vater- und Muttererfahrung ab. Wenn ein Vater Autorität war, wird sich dieser Wesenszug unbewusst auch auf das Gottesbild übertragen. Menschen mit negativer Vatererfahrung haben oft ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber Gott. Wer bei der Mutter Geborgenheit und Wärme erfahren hat, kann auch bei Gott Heimat finden und Geliebtsein erfahren. Er darf sich Gott auch als Mutter vorstellen. Jesaja 66, 13

    Bei mir stand Gott immer in Verbindung mit Bravsein. Im jugendlichen Alter, aber auch noch später, habe ich krampfhaft versucht, meine Fehler zu bekämpfen und meine Leidenschaften zu beherrschen. Alles nur, um Gott zu gefallen. Erst allmählich entwickelte sich das bild eines Gottes, der mir Freiheit schenkt, der mich atmen lässt, der mich lebendig macht und mir ein Leben in Fülle gibt.

    Sicher wird jeder seine eigenen Geschichte über Gottesbilder erzählen können und sich dabei fragen, welche Auswirkungen seine Erfahrungen mit Gott auf sein Leben hatten. Ich habe erkannt, dass meine Gotteserfahrungen mein Leben bereichert und mir Selbstvertrauen geschenkt haben, mich von der Sucht nach Anerkennung befreit und meinen inneren Reifeprozess gefördert haben.

    Auch heute haben wir die Gelegenheit, uns Gott durch Christus vor Augen zu führen und die Beziehung zu ihm zu intensivieren.

    Erich Lischek

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: Amos 4-6

    Abends: Offenbarung 7



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 20.12.2010, 01:51


    15. Dezember 2010

    Hat der Herr euch nicht zu einem Leib und einem Geist vereint? Und warum hat er das getan? Er wollte, dass eure Nachkommen zu seinem Volk gehören. Darum nehmt euch in Acht, und haltet euch an den Treueeid, den ihr einst euren Frauen geschworen habt. Denn der Herr, der allmächtige Gott Israels, sagt: „Ich hasse Ehescheidung. Ich verabscheue es, wenn ein Mann seiner Frau so etwas antut. Darum nehmt euch in Acht, und brecht euren Frauen nicht die Treue!“
    Maleachi 2, 15-16 (Hoffnung für alle)

    Ein chinesisches Ehepaar ist seit 95 Jahren miteinander verheiratet. Wie eine Zeitung berichtete, war Liu Zhenglan zehn Jahre alt, als sie im Jahr 1915 mit dem zweijährigen Gao Boen verheiratet wurde. Damals war die Kinderehe in China noch üblich. Das Paar bekam im Laufe ihrer Ehe 50 Kinder und Enkel.

    Wie anders sieht heute das Leben vieler Familien in unseren westlichen Ländern aus. Statistisch gesehen wird jede zweite Ehe wieder geschieden. Häufiger Anlass ist die eheliche Untreue eines Partners. Auch der mangelnde Freiraum zur persönlichen Verwirklichung spielt eine Rolle. Wenn einer den anderen mit Worten und Taten unterdrückt oder verletzt, wird dadurch ebenfalls die von Gott gewollte Einheit des Paares zerstört.

    Eine Scheidung ist meist für alle betroffenen traumatisch, schwerer zu verkraften, als wenn der Partner gestorben wäre. Vor allem die Kinder leiden unter dem Verlust des abwesenden Elternteils. Auch wenn sie den Vater oder die Mutter als unzuverlässig oder gewalttätig erlebten, hängen die Kinder doch an beiden Elternteilen.

    Gott weiß, was wir brauchen: eine stabile und harmonische Familie. Deshalb hatte er diese enge Gemeinschaft zwischen Mann und Frau bereits im Garten Eden geplant, damit sich die Kinder geborgen fühlen und die Gesellschaft ein festes Fundament bekommt. Dieses Geschenk aus dem Paradies ist auch dem modernen Menschen noch zugänglich. Ein Mann und eine Frau lernen sich kennen und beginnen, sich zu lieben. Sie verbinden sich auf Lebenszeit und bilden eine neue „Zelle“. Sie pflegen ihre Ehe durch gegenseitigen Respekt, Rücksicht und Emphatie, Freundschaft und Romantik und viel Zeit für Gespräche. Krisenzeiten und Konflikte stehen sie durch, weil sie damit nicht allein dastehen: Gott segnet ihre Ehe und hilft ihnen, Durststrecken zu überwinden. Er macht sie fähig, einander zu vergeben und immer wieder neu umeinander zu werben. Das gilt heute genauso wie früher.

    Sylvia Renz

    Bibelleseprogramm:

    Morgens:Amos 7-9

    Abends: Offenbarung 8



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 20.12.2010, 01:52


    16. Dezember 2010

    Der Mensch plant seinen Weg, aber der Herr lenkt seine Schritte. Sprüche 16, 9 (Hoffnung für alle)

    Denise mag Sven, den schüchternen und romantischen Jungen, aber sie mag auch Lars, den Draufgänger und Wirbelwind. Für wen soll sie sich entscheiden?

    Heinz steht kurz vor seiner Pensionierung und plant, den Lebensabend gemeinsam mit seiner Frau in Spanien zu verbringen. Oder sollen sie doch lieber ihr Häuschen in Deutschland behalten und in der Nähe ihrer Kinder bleiben?

    Wir alle stehen immer wieder vor Entscheidungen – vor den kleinen Entscheidungen des Alltags (Brot oder Müsli zum Frühstück?) und vor den großen Herausforderungen des Lebens: Studium oder Beruf, Partnerwahl und Kinderwunsch, Wechsel des Arbeitsplatzes oder des Wohnortes.

    Als gläubige Menschen beziehen wir Gott in unsere Planungen ein und vertrauen seiner Führung. Manche legen Gott jede kleine Entscheidung vor und arten auf sein Eingreifen. Andere wägen zuerst nach bestem Wissen und gewissen ab und treffen mutig ihre Entscheidung. Was ist richtig?

    Interessanterweise sind beide Verfahrensweisen biblisch. Der Prophet Daniel und die Königen Ester waren im Perserreich in miteinander vergleichbaren Umständen und handelten doch unterschiedlich. Sie befanden sich in einem ungläubigen Umfeld und kamen in eine lebensbedrohliche Lage. Daniel betete trotz des Verbots des Königs dreimal tätlich am offenen Fenster zu Gott. Als er deswegen angeklagt wurde, ergab er sich in sein Schicksal und wartete auf das Eingreifen Gottes. Daniel 6, 11-25 Ganz anders bei Ester: Als ihr Leben und das des ganzen jüdischen Volkes bedroht war, lesen wir nichts von Ergebenheit und Hoffen auf Gottes Hilfe. Ihr Pflegevater Mardochai wurde zuerst aktiv und wandte sich an Ester mit dem Auftrag zu handeln. Das tat sie nach anfänglichem Zögern, arbeitete einen Plan aus, betete und fastete, ging zum König und wurde mit ihrem ganzen Volk gerettet. Ester 4, 5

    Wie entscheiden wir? Im Warten auf Gottes Eingreifen oder im Handeln? Letztlich erleben wir doch, dass in unseren Entscheidungsprozessen Göttliches und Menschliches zusammenwirkt. Vier Dinge können uns dabei hilfreich sein:
    1. Informationen, die wir nach bestem Wissen und Gewissen sammeln und auswerten.
    2. Rat und Weisung aus Gottes Wort.
    3. Unsere bisherigen Erfahrungen, die wir gemacht haben,
    4. Der Rat von gläubigen und erfahrenen Mitmenschen.

    Roland E. Fischer

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: Obadja

    Abends: 1. Offenbarung 9



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 03.01.2011, 00:53


    17. Dezember 2010

    Und das allein ist ewiges Leben: dich, den einen wahren Gott, zu erkennen..... Johannes 17,2 (Hoffnung für alle)

    "Ich glaube ja auch an Gott", erklären viele, wenn man mit ihnen über Gott spricht. Aber was bedeutet dieses "Bekenntnis"? Der Mensch schuf Gott nach seinem Bild, indem er seine Vorstellung von Gott in den Himmel projiziert hat, behauptete der Philosoph Feuerbach. Damit hat er Recht, zum Beispiel bei der Götterwelt der Griechen und Römer. Schon Jesaja hat sehr anschaulich und spöttisch geschildert, wie Menschen sich ihren Gott aus Eisen oder Holz fertigen und dann davor anbetend niederknien (Jesaja 44, 9-19)

    Manche neuzeitlichen Philosophen haben dasselbe gemacht, nicht mit Eisen und Holz, sondern mit ihrem Geist. Beides liegt uns Christen fern. Doch sollten wir immer wieder prüfen, was an unserem Gottesbild menschlich und nicht biblisch ist. Wer hat es beeinflusst? Meine Eltern, eine "orthodoxe" oder "liberale" Gemeinde, der Zeitgeist? Besteht die Gefahr, dass es da oder dort von dem abweicht, was uns Gott selbst über sich in seinem Wort offenbart hat?

    Der Augustinermönch Martin Luther quälte sich mit einem falschen Gottesbild. "Christus kannte ich nicht mehr den als einen strengen Richter, vor dem ich fliehen wollte und doch nicht fliehen konnte.... Ich aber, obwohl ich als Mönch ganz untadelig lebte, merkte gleichwohl, dass ich vor Gott ein Sünder war.... und dass ich durch mein Genugtun keinen gnädigen Gott kriegte. Darum liebte ich ihn nicht, nein, ich hasste den gerechten, die Sünder strafenden Gott." Erst als Luther "die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt", nämlich die Christus für ihn erworben hat, erkannte, änderte sich sein Gottesbild radikal.

    Heute begegnen uns oft ein sehr leichtfertiges Gottesverständnis. Nicht in einer Talkshow, sondern im Trauergottesdienst in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche verkündete Thomas Gottschalk: "Harald Junke ist jetzt auf gleicher Augenhöhe mit Papst Johannes Paul II. an der Tür Gottes." Beide Extreme liegen uns völlig fern. Doch wir sollten unser Verständnis von Gott immer wieder durch sein Wort korrigieren. Es zeigt ihn als liebenden und barmherzigen Vater wie auch als heiligen Gott und Gebieter. Der Evangelische Erwachsenenkatechismus betont (S.141) Erkenntnis Gottes" ist eine grundlegende Aufgabe menschlichen Lebens. Sich forschend, vertiefend, staunend, und anbetend vor Gott zu bewegen und im Umgang mit seinem Wort zu reifen, führt zu dieser Erkenntnis.

    Joachim Hildebrandt

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: Jona 1-4

    Abends: Offenbarung 10



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 03.01.2011, 00:55


    18. Dezember 2010

    Und Jesus kam in das Haus des Petrus und sah, dass dessen Schwiegermutter zu Bett lag und hatte das Fieber. Da ergriff er ihre Hand und das Fieber verließ sie. Und sie stand auf und diente ihm. Matthäus 8, 14-15

    Fast jede Mutter wünscht sich im Bedarfsfall einen Schwiegersohn. Es klappt aber nicht immer, dass Schwiegermütter dadurch glücklich werden. Liebe Mütter, Hand aufs Herz: Wäre Petrus euer Wunschkandidat gewesen? Der Mann war impulsiv und wortgewandt. Nicht immer hielt er, was er im Überschwang der Begeisterung versprochen hatte. Er war ein Mann mit Ecken und Kanten. Seine Schwiegermutter war wohl klug genug, sich zurückzunehmen, um Dauerstress zu vermeiden. Laut biblischem Bericht wohnte sie nicht 30 Kilometer entfernt, nicht einmal drei. Sie lebte mit ihrem Schwiegersohn unter einem Dach.

    Aber das war noch nicht alles. Eines Tages wurde sie Zeugin, wie der Mann ihrer Tochter religiös "überschnappte". Er gab seine Arbeit auf und schloss sich einem Wanderprediger an. Über diesen Jesus kursierten eine Menge Gerüchte, doch Genaues konnte keiner sagen. Vielleicht dachte sie: "Das hat meine Tochter nicht verdient." Es lag nahe zu fragen: "Wer sorgt in Zukunft für den Unterhalt?" Nachbarn und Verwandte schüttelten über so viel Unvernunft eines verheirateten Mannes den Kopf.

    Manche von uns haben mit ihren erwachsenen Kindern und Schwiegerkindern schon Ähnliches erlebt. Sie verlassen die Gemeinde, um sich einer anderen Kirche anzuschließen, deren Theologie und Frömmikeitsstil wir nicht teilen. Manche verabschieden sich sogar ganz vom Glauben. Traurig fragen wir dann: "Was haben wir falsch gemacht?"

    Dann ist auf beiden Seiten Rücksichtnahme und Taktgefühl vonnöten, um mit einer solchen Situation richtig umzugehen. Unterschiedliche Standpunkte in religiösen Fragen können Spannungen erzeugen, die verwandtschaftliche Bindungen schwer belasten. Es zeugt von Reife, wenn beide Seiten alles tun, damit die Beziehungen nicht zerbrechen. Dabei wird uns die Hinwendung zu Jesus eine große Hilfe sein. Das obige Beispiel zeigt, wie seine Liebe und Zuwendung für ein Klima gegenseitiger Annahme sorgte.

    Wilfried Krause


    Bibelleseprogramm:

    Morgens:Micha 1-3

    Abends: Offenbarung 11



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 03.01.2011, 00:57


    19. Dezember 2010

    Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.
    Johannes 3,14-15

    Als die Israeliten während ihrer Wüstenwanderung wieder einmal gegen Gott murrten, zog er seinen Schutz zurück und Giftschlangen bissen sie. Auf Moses Fürbitte hin gab Gott die Anweisung, eine kupferne Schlange an einem Pfahl für alle sichtbar zu errichten. Wer auf sie blickte, sollte von der Wirkung des Giftes verschont werden (4. Mose 21, 4-9).

    Was mussten die Israeliten tun, um gerettet zu werden? Darauf vertrauen, dass Gottes Aufforderung wirklich Hilfe brachte, und seine Anweisung zu befolgen, nämlich tatsächlich auf den Pfahl blicken.

    Christus bezog sich im Gespräch mit Nikodemus auf diese Begebenheit, wie unser Andachtswort zeigt. Mit seiner „Erhöhung“ spielte Jesus auf seine Kreuzigung an (siehe Johannes 12,32-33). Er wurde „für uns zur Sünde gemacht“, wie Paulus erklärte (2. Korinther 5, 21).

    Was bewirkt das Aufsehen auf Jesus am Kreuz? Das hängt davon ab, mit welcher Brille und Intensität wir aufschauen. Ein Skeptiker wird am Kreuz nur das tragische Ende eines religiösen Eiferers sehen. Doch wenn wir mit forschenden Augen durch die Brille der Bibel hinsehen, können wir begreifen, was dort am Kreuz wirklich geschah: Der Sohn Gottes opferte sich für die verlorenen Menschen. Am Kreuz können wir erkennen, wie groß Gottes Liebe wirklich ist (Johannes 3,16). Wenn wir diese Liebe annehmen und sie auf uns wirken lassen, wird sie in uns Vertrauen, Reue und Sinnesänderung bewirken (Römer 2, 4).

    Ellen G. White beschrieb das unnachahmlich: „Das Licht, das uns vom Kreuz entgegenstrahlt, offenbart die Liebe Gottes. Seine Liebe zieht uns zu sich. Widerstreben wir dieser Zugkraft nicht, werden wir zum Fuße des Kreuzes geführt, um dort die Sünden zu bereuen, die den Heiland ans Kreuz brachten. Dann erneuert der Heilige Geist durch den Glauben den inwendigen Menschen. Die Gedanken und Wünsche werden dem Willen Christi untergeordnet. Herz und Gemüt werden neu geschaffen … Dann ist das Gesetz Gottes in Herz und Sinn geschrieben und wir können mit Christus bekennen: ,Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern '“ (Das Leben Jesu, S. 160.)

    Diese Erfahrung ist nicht nur am Anfang des Glaubenslebens entscheidend. Wir müssen immer wieder erneut auf Christus blicken. Dazu werden wir in Hebräer 12, 2 aufgefordert: „Lasst uns aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens.“

    Werner E. Lange

    Bibelleseprogramm:

    Morgens:Micha 4-5

    Abends: Offenbarung 12



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 03.01.2011, 00:58


    20. Dezember 2010

    Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, auf dass du lange lebest und dir's wohlgehe in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. 5. Mose 5,16

    Manchmal wünsche ich mir, ich könnte Wasser tanken. Das wäre billiger, einfacher und wahrscheinlich auch umweltfreundlicher. Vermutlich bin ich nicht die Einzige, die solche Wünsche hat. Nur leider hat mein Auto andere und höhere Ansprüche.

    Vielleicht sagt uns das, dass auch wir Ansprüche haben dürfen - und mit Sicherheit mehr als unser Auto. Was für Ansprüche hast du? Und was tust du, um diese Ansprüche zu erfüllen? Manchmal vernachlässigen wir das wirklich Wichtige - uns, unsere Gesundheit, unsere Familie, unsere Beziehungen. Wie viel Geld hast du im letzten Monat für dein Auto ausgegeben und wie viel für dich selbst und deine Familie? Sind wir nicht wichtiger? Ist es nicht viel wichtiger, dass wir glücklich sind und unsere Leben eine Richtung hat?

    Genau das wünscht sich Gott: "dass dir's wohlgehe". Interessanterweise sagt er das im Zusammenhang von Beziehungen - der Beziehung zwischen Eltern und Kindern. Aber schließlich kann man dieses Wohlergehen auch auf die Beziehung zwischen Ehepartnern, Arbeitskollegen, Geschwistern in der Gemeinde und die Beziehung zu Gott ausweiten.

    Wenn unsere Beziehungen stimmen, geht es uns gut. Wir fühlen uns aufgehoben, wir wissen, wo wir stehen und wir müssen uns nicht darum bemühen, Ärger oder Menschen aus dem Weg zu gehen. Gut funktionierende und geklärte Beziehungen schenken uns Freiheit.

    Aber die größte Freiheit schenkt uns die Beziehung zu Gott. Sie stellt unsere Füße auf weiten Raum (Psalm 31,9) lässt uns wachsen und gedeihen, gibt uns Platz zur Entfaltung und stellt uns in Beziehungen zu anderen. Gott will, "dass dir's wohlgehe", nicht nur hier und jetzt, sondern auch in Zukunft.

    Er schenkt uns die Hoffnung des ewigen Lebens, er gibt uns die Zusage, immer für uns da zu sein, er behütet uns, er sorgt für uns und tut alles, damit es uns wohlgehe - lassen wir es doch einfach jeden Tag zu!

    Stephanie Kelm

    Bibelleseprogramm:

    Morgens:Micha 6. 7

    Abends: Offenbarung 13



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 03.01.2011, 00:59


    21. Dezember 2010

    Alle eure Sorgen werft auf ihn; denn er sorgt für euch. 1. Petrus 5,7

    Als unser Sohn etwa ein halbes Jahr alt war, begann er, nach allen Gegenständen zu greifen, die er erreichen konnte. Nichts war vor ihm sicher. Stifte wurden entwendet, Zeitschriften vom Tisch gezerrt und Schubladen herausgezogen. Natürlich bekam er kindgerechtes Spielzeug, das er nach Herzenslust befingern konnte. Aber es gab ein Problem: Wenn er einmal etwas in der Hand hatte, konnte er es nicht mehr loslassen. So spielten sich drollige Szenen ab: Ständig bot uns unser kleiner Schatz Dinge an, die er gerade ergriffen hatte. Aber statt sie der Hand zu überlassen, die sich ihm entgegenstreckte, nahm er sie ungewollt wieder an sich.

    Erfahrene Eltern erklärten uns, dass es Kinder erst ab einem bestimmten Alter schaffen, ergriffene Dinge wieder loszulassen. Das Loslassen muss erlernt werden. Erst durch die Weiterentwicklung des Gehirns und durch häufige Übung bekommt man diese Fähigkeit.

    Das gilt auch für das Loslassen im übertragenen Sinn: Sorgen an Jesus abgeben, wie es Petrus uns in seinem Brief rät. Hier verhalten wir uns zuweilen wie kleine Kinder. Wir würden Jesus gerne unsere alltäglichen Sorgen übergeben - wir bieten sie ihm an, wie ein Kleinkind einem Erwachsenen sein Bauklötzchen -, aber wir schaffen es doch nicht, sie wirklich loszulassen. Auch hier gilt: Ohne "Übung" geht es nicht. Natürlich ist Jesus bereit, auch die Sorgen "ungeübter" Christen zu tragen. Aber diese behalten ihre Lasten leider zu oft für sich.

    Wie lässt sich das ändern? Genauso wie ein kleines Kind nach und nach lernt, etwas zu (be)greifen und wieder loszulassen, so erfahren Gläubige nur Schritt für Schritt, was es heißt, "seine Sorgen auf Jesus zu werfen". Eine enge Verbindung mit Jesus lässt uns mit der Zeit geistlich reifen und befähigt uns zu immer mehr Vertrauen in Gottes Verheißung, unsere Grundbedürfnisse zu stillen: "Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allen trachten die Heiden. Denn Eurer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen." (Matthäus 6,31-33)

    Am Besten ist es wohl, sich dieses Angebot täglich bewusst zu machen und konkret darauf zu antworten:

    "Herr, nimm mir meine Sorgen und zeige mir, was ich heute für dein Reich tun kann."

    Thomas Lobitz

    Bibelleseprogramm:

    Morgens:SNahum 1-3

    Abends: Offenbarung 14



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 03.01.2011, 00:59


    22. Dezember 2010

    Seht doch, wie sehr uns der Vater geliebt hat! Seine Liebe ist so groß, dass er uns seine Kinder nennt. Und wir sind es wirklich: Gottes Kinder!
    1.Johannes 3,1 (Gute Nachricht Bibel)

    Eine alte Fabel handelt von einem Bauern, der ein Vogelei fand. Er ließ es von einer Glucke ausbrüten. Bald darauf tummelte sich unter der munteren Kükenschar ein seltsamer Vogel. Ein Vogelkenner, der vorbeikam, meinte: „Das ist ja ein Adler!“ - „Ach was“, antwortete der Bauer, „Das ist ein Huhn, wie alle anderen auch. Siehst du nicht, wie es pickt und scharrt?“ Später sagte ihm der Vogelkenner erneut, dass es ein Adler sei, doch der Bauer glaubte es ihm noch immer nicht. Als er ein drittes Mal vorbeikam, ging er in den Käfig, nahm den Vogel auf den Arm und trug ihn auf einen Berg. Dort warf er ihn in die Luft. Da spürte der Adler den Wind unter seinen Flügeln, bewegte sie und flog der Sonne entgegen.

    Wer bin ich wirklich? Bin ich ein Huhn? Ei bisschen herumscharren und herumgackern, ab und zu ein Ei legen, laut gackern und zuletzt ab in den Suppentopf? Oder bin ich ein Adler, zu Höherem bestimmt, zum Fliegen, zum weiten Horizont, zur Ewigkeit?

    Manch einer fühlt sich eingesperrt wie in einem Hühnerhof. Und dann packt ihn die Sehnsucht nach Weite und neuem Erleben. Der eine schafft sich ein Motorrad an und fühlt sich frei. Ein anderer stürzt sich in ein sexuelles Abenteuer und fliegt in Rausch der Sinne. Und das Ergebnis? Etliche erfuhren am Ende des Fluges eine schmerzhafte Bauchlandung.
    Müssen wir deshalb den Traum vom Höheren aufgeben?

    Zuerst, denke ich, müssen wir uns klar werden, wofür wir denn bestimmt sind. Hier bekommt das Bibelwort aktuelle Bedeutung: „Aus Liebe hat uns Gott dazu bestimmt, seine Söhne und Töchter zu werden durch Jesus Christus.“ (Epheser 1,5) Durch die Beziehung zu Gott finden wir unsere wahre Bestimmung. Er nimmt uns als seine Kinder an, jedoch nicht gegen unseren Willen: Es ist ein besonderer Schritt des Glaubens, den wir gehen sollen.

    Wenn wir unser Leben Jesus Christus anvertrauen, eröffnen sich uns neue Perspektiven und Horizonte für dieses Leben und die Ewigkeit. Gott beschenkt uns mit seinen gaben: Vergebung der Schuld, Befreiung von zerstörerischen Gewohnheiten, Hoffnung auf ein ewiges Leben und vieles anderes mehr. Dann können wir uns über die Niederungen dieses Lebens erheben und fliegen wie ein Adler.

    Werner E. Lange

    Bibelleseprogramm:

    Morgens:Habakuk 1-3

    Abends: Offenbarung 15



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 03.01.2011, 01:00


    23. Dezember 2010

    Aus diesem Grund erinnere ich dich daran, dass du erweckest die Gabe Gottes, die in dir ist durch die Auferlegung meiner Hände. Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 2.Timotheus 1,6.7

    Diese Aufforderung richtete Paulus an seinen jungen Freund Timotheus. Timotheus fühlte sich mut- und kraftlos. Er sah die riesengroße Aufgabe, aber was konnte er schon ausrichten? Paulus war unterwegs gewesen. Er hatte gelehrt, getauft und Gemeinden gegründet, aber jetzt saß der Apostel in Rom im Gefängnis. Er konnte nur noch schreiben und er schrieb dem verzagten Timotheus: „In dir lebt ein Geist der Furcht, aber der ist nicht von Gott, Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft. Erwecke die Gabe, die in dir ist!“

    Auch wir kennen mut- und kraftlose Zeiten, dann erscheint uns alles Sonntag unüberwindlich groß und wir fühlen uns den Aufgeben gegenüber Sonntag hilflos klein. Die Resignation schnürt uns die Luft ab und am liebsten möchten wir alles hinwerfen und aufgeben. Aber gerade in eine solche Stimmung hinein ruft Paulus: „Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft!“

    Wenn ich bei großen christlichen Konferenzen inmitten von 1000 Gläubigen sitze, wenn ein guter Redner Gottes Wort Sonntag kraftvoll und begeisternd verkündigt, wenn Sänger und Musiker das Lob Gottes erklingen lassen, dann spüre ich etwas von der erhebenden Gotteskraft. Doch solche Höhepunkte sind selten. Die Niederungen des Alltags sind viel zahlreicher und wenn wir „unten“ sind, dann vergessen wir leicht, dass seine Kraft gerade in den Schwachen mächtig sein will.

    „Erwecke die Gabe, die in dir ist!“ Du musst nicht nur um deine zukünftige Erweckung beten, du solltest Gegebenes erwecken. Andere übersetzen: „Lass Gottes Gabe voll in dir wirksam werden.“ (Hoffnung für alle) „Das Feuer ist da lass es brennen!“ (Zink)

    Aber wie kann das geschehen? Was können wir dazu beitragen? Wie kann ich die mir gegebene Gotteskraft entfalten? Wenn wir Sonntag zu fragen beginnen, hat die Erweckung in mir bereits begonnen. Wenn die mir gegebene Gabe auch klein sollte, ich möchte sie nicht vergraben, nicht unbemerkt einschlafen lassen. Ich will und kann sie durch Hingabe, in Hören auf Gott und Reden mit ihm erwecken. Sie wird aus den „Niederungen“ wieder hinauf in noch nie erlebte Höhen führen.

    Lothar Reiche

    Bibelleseprogramm:

    Morgens:Zefanja 1-3

    Abends: Offenbarung 16



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 03.01.2011, 01:00


    24. Dezember 2010

    Aber zu der von Gott festgelegten Zeit sandte er seinen Sohn zu uns. Christus wurde wie wir als Mensch geboren und den Forderungen des Gesetzes unterstellt. Er sollte uns befreien, die wir Gefangene des Gesetzes waren, damit Gott uns als seine Kinder annehmen konnte. Galater 4, 4-5 (Hoffnung für alle)

    Weihnachten ist das Familienfest des Jahres! Das beginnt schon mit der „Heiligen Familie“: Joseph, Maria und Jesus und geht weiter bis zu den vielen heutigen Weihnachtsfeiern. Am Heiligen Abend sind die Kernfamilien, also Eltern und Kinder, zusammen. Menschen, die keine Familie mehr haben, bleiben oft außen vor. Die Telefonseelsorge bestätigt, dass viele Menschen nie so einsam sind wie an Weihnachten. Doch auch in den Familien geht es an diesen Tagen oft nicht so weihnachtlich zu, wie erhofft. Das Fest beginnt manchmal mit einem Streit um Kleinigkeiten, alle sind genervt und erschöpft von dem vielen Stress der vorangegangenen Tage und Wochen.

    Wie die einen uns die Einsamkeit zu Weihnachten bestätigen, bestätigt die Polizei, dass es zu keiner anderen Zeit im Jahr so viel Gewalt gibt, wie zu Weihnachten. Und doch wollen Menschen ein schönes Weihnachtsfest feiern. Sie investieren Zeit und viel Geld in die Vorbereitungen. Dann erleben viele, dass es sich nicht erfüllt und spüren, wie weit weg sie von Weihnachten sind.

    Was können wir tun, damit es bei uns Weihnachten wird? Sollen wir noch mehr Geschenke auffahren, noch mehr Lichter anzünden, noch süßer Glocken und Gläser klingen lassen? Nein, denn an Weihnachten sind nicht wir die Handelnden, sondern Gott. Er ist am Werk, nicht wir! Weihnachten bedeutet: Gott handelt! Gott wird Mensch. Ein neues Verhältnis, denn Menschen werden durch den Glauben an Jesus zu Kindern Gottes. Kinder sind zugleich Erben. Erbe, das ist ein Rechtstitel. Christen sind Erben von Gottes Herrlichkeit. Wenn das kein Grund zum Feiern ist!

    Das gilt, wo ein Mensch alleine ist, das gilt auch, wo viele zusammen sind. Egal, wo und wie wir auch sind, wir sind als bekennende Christen Kinder unseres himmlischen Vaters.

    An Weihnachten werden wir ganz besonders in die Familie Gottes gerufen. Wir sind Gottes Kinder! Er schickte seinen Sohn auf diese Welt, um uns endgültig von unserer Schuld zu befreien, um uns einen Bruder, Freund und Vermittler zu schenken.

    Gabriele Baur

    Bibelleseprogramm:

    Morgens:Haggai 1.2

    Abends: Offenbarung 17



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 03.01.2011, 01:01


    25. Dezember 2010

    Harre auf den Herrn! Sei mutig, und dein Herz sei stark, und harre auf den Herrn! Psalm 27,14 (Elberfelder Bibel)

    Mir fällt Warten schwer: dass die Ampel von Rot auf Grün umschaltet, der Zug einfährt, das Flugzeug startet, ich als nächster drankomme, dass das Leben weitergeht. Manchmal habe ich den Eindruck, dass Gott es darauf anlegt, mir durch Warten Geduld beizubringen. Wähle ich die kürzeste Schlange an der Kasse im Supermarkt, stimmt etwas mit der Bankkarte des Kunden vor mir nicht und ich muss warten.

    Statistisch gesehen, bringen wir von 70 Jahren unseres Lebens drei bis fünf Jahre mit Warten zu. Mir erscheint das glaubhaft. In öffentlichen Gebäuden gibt es Warteräume, in denen nichts anderes geschieht, als dass Menschen warten. Und vielleicht wartest du jetzt sogar darauf, dass dich dieser Kalenderzettel mit einem geistlichen Gedanken auf den Tag einstimmt.

    In meiner Beziehung zu Gott muss ich auch manchmal warten. Es gibt Augenblicke, in denen sich nichts zu bewegen scheint, nichts vorwärts geht und keine noch so schwache Brise die Segel meines Lebensschiffes strafft. Wenn alle Fragen und Zweifel vor Gort ausgebreitet worden sind und meine Gebete von der Zimmerdecke abzutropfen scheinen, dann bleibt mir nichts anderes übrig, als auf Gott zu warten.

    Der obige Andachtstext benutzt dafür ein aus der Mode gekommenes Wort: harren. Allerdings gefällt mir das irgendwie besser als „warten", denn es klingt aktiver als passiv dazusitzen und darauf zu warten, dass etwas geschieht. Zudem benutzt der Psalmdichter es im Zusammenhang mit Mut und einem starken Herzen. Für mich sind das positive Lebenseinstellungen, die mir helfen, das Warten mit Sinn und Zweck zu erfüllen. Letztlich warte ich ja nicht auf irgendetwas, sondern auf jemanden, ich harre auf den Herrn! Ich vertraue darauf, dass Gott Zeit und Umstände in seiner Hand hält und dass er mich im richtigen Augenblick aus einer schwierigen Situation oder einer geistlichen Flaute herausführt.

    Ums Warten komme ich wahrscheinlich auch in Zukunft nicht herum, aber jedes Mal, wenn ich auf die Wartezeiten meines Lebens zurückschaue, kann ich nur staunen, wie viel besser Gottes Zeitplan war als mein eigener.

    Martin Klingbeil

    Bibelleseprogramm:

    Morgens:Sacharja 1-4

    Abends: Offenbarung 18



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 03.01.2011, 01:01


    26. September 2010

    Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet.
    1. Korinther 8,9

    Armut war das Kennzeichen Jesu bei seinem ersten Kommen von der Krippe bis zum Kreuz. Wer den Spuren der Evangelienberichte über die Geburt Jesu folgt, erkennt, dass die Menschwerdung des Gottessohnes alles andere als ein Idyll war.

    Es ging bei weitem nicht so zu wie in den anrührenden Krippenspielen, die oft zur Weihnachtszeit in den Kirchen und Gemeinden aufgeführt werden. Obdachlose Eltern auf der Landstraße, hin- und hergeschoben, keine Bleibe, verschlossene Türen, „kein Raum in der Herberge“ – so war es in Wirklichkeit bei der Geburt Jesus. Zuletzt blieb nur noch ein Stall übrig, in dem Christus geboren wurde.

    Niedrigkeit und Armut waren bei weitem kein nebensächliches Beiwerk in der Geburtstagsgeschichte Jesu. Die notvolle Lage und die Verlassenheit hatten einen tiefen Sinn. Gottes Herrlichkeit kleidete sich in das Gewand der Armut, damit wir reich werden konnten an geistlichen Gaben. Im menschlichen Elend von Bethlehem neigte sich Gott zu uns in ungeteilter Hingabe und grenzenloser Liebe. Das kommt in dem Namen „Immanuel“ (Gott mit uns) zum Ausdruck. Das war der prophetische Titel, der dem Messias gegeben wurde, als Gott durch Jesaja dessen wundersame Zeugung ankündigte: „Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.“ (Jesaja 7, 14; vergleiche Matthäus 1, 23)

    Der arme Christus gesellte sich zu dem Heer der Armen, Einsamen und Verlassenen aller Zeiten und wurde einer von ihnen. Damit sind nicht nur materiell Arme gemeint. „Wir müssen zuerst arm werden in uns selbst, um empfänglich zu werden für den Reichtum der Gnade.“ (Luthardt)

    Jesus schuf neue Kategorien für Reichtum und Armut. Sein Herabsteigen in unser menschliche Leben ist für uns das größte Geschenk und gibt uns einmal Anteil an der himmlischen Herrlichkeit. So hat uns Gottes Sohn durch seine Menschwerdung, sein sündloses Leben und sein qualvolles Sterben in die Gemeinschaft mit dem Vater zurückgebracht. Das ist sein großartiges Erlösungswerk.

    Gerhard Vorsatz

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: Sacharja 5-8

    Abends: Offenbarung 19



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 03.01.2011, 01:02


    27. Dezember 2010

    Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. Psalm 106, 1

    Als mein Vater als Spätheimkehrer aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurückkam, gab er mir folgenden Rat: „Überlege dir jeden Abend drei Dinge, für die du heute danken kannst!“ Zuerst fiel es mir nicht leicht, weil sich meine Gebete viel zu sehr um Bitten drehten. Doch je mehr ich mir den Rat meines Vaters zu Herzen nahm, desto mehr veränderte sich mein Denken. Ich fand immer mehr Gründe zur Dankbarkeit. Auch heute noch denke ich jeden Abend darüber nach, wofür ich Gott danken kann. Ich habe viel zu danken und immer weniger zu bitten.

    Heute leben wir in Deutschland weitgehend im Bewusstein der unbegrenzten Verfügbarkeit von Lebensmitteln und Konsumartikeln jeglicher Art. Als Christen bringen wir jedoch durch unser Danken etwas zum Ausdruck, was nicht verloren gehen darf: Die Dinge gehen durch unsere Hände, kommen aber von Gott. Um Gottes Segen zu bitten und im für die Dinge des täglichen Lebens dankbar zu sein, ist heute so sinnvoll wie früher.

    Voller Dank können wir täglich über unser Leben und alles, was wir bekommen, staunen und Gott dafür danken. Er hat uns einen Boden gegeben, auf dem wir sicher stehen können, einen Raum, der groß genug ist, damit wir uns entfalten können. Er hält für alle eine gastliche Erde bereit und einen Himmel, auf den wir uns freuen.

    „Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens“ sagt der Volksmund. „Danket dem Herrn; den er ist freundlich und seine Güte währe ewiglich“ So beginnen vier Psalmen (106, 107, 118, 136) Sie zeigen uns Vieles, wofür wir Gott danken können: Die Schönheit seiner Schöpfung, die Führung seinen Volkes, die Erlösung durch den Messias, Gottes Güte und Barmherzigkeit angesichts unserer Sünden, seine Hilfe in Notlagen. Wenn wir also über den heutigen Tag hinausdenken, finden wir immer viel, wofür wir Gott von Herzen danken können.
    Für das Leben, für deine unendliche Liebe, für deine Erlösung durch Christus, für die Vergebung meiner Schuld, für die Gabe deines Geistes und deiner wunderbaren Verheißungen, himmlischer Vater, danke ich dir von ganzem Herzen.

    Sieglinde Hasselbach

    Bibelleseprogramm:

    Morgens:Sacharja 9-12

    Abends: Offenbarung 20



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 03.01.2011, 01:03


    28. Dezember 2010

    Du glaubst, dass (nur) einer Gott ist? Du tust recht; auch die Dämonen glauben und zittern. Jakobus 2, 19

    Es gibt einen glauben, der die Existenz Gottes anerkennt, aber nicht zu Gott führt. Glauben und glauben ist offenbar nicht dasselbe. Die Übersetzer stehen vor der schwierigen Aufgabe, für einen begriff im Grundtext ein inhaltlich deckungsgleiches Wort in ihrer Sprache zu finden. „Und ist uns wohl begegnet, dass wir 14 Tage, drei vier Wochen ein einziges Wort gesucht haben“, berichtete Martin Luther über die Arbeit an seiner Bibelübersetzung.

    Ähnlich wie ihm ging es einem Missionar, der die Bibel in die Sprache Ostafrikas, übersetzte. Ihm war bewusst, dass er das treffende Wort für „glauben“ noch nicht gefunden hatte. Er hatte es bisher im amini übersetzt, was „für wahr halten“ bedeutet. Eines Tages beobachtete er, wie einigen Frauen böse Geister ausgetrieben werden sollten. Als man ihn erkannte, wurde der Exorzismus abgebrochen. Der Missionar folgte der Gruppe in ihr Dorf und suchte mit dem Dorfältesten, einem Halbaraber, ein Gespräch. Er fragte ihn: „Glaubt ihr an Gott?“ Dabei benutzte der das Wort amini „Wie kannst du mich nur so fragen, wir sind doch Islamiten. Dreimal täglich bekennen wir unseren Glauben an Gott.“ Jetzt wollte der Missionar wissen: „Warum herrschen dann noch böse Geister über auch, wenn ihr an Gott glaubt?“ Die überraschende Antwort des Muslim: „Wir glauben an Gott [amini = mit dem Verstand] aber nicht von Herzen [tegemea].“

    Endlich hatte der Missionar das gesuchte Wort gefunden: Nicht nur mit dem Verstand glauben – das tun die Dämonen auch und zittern – , sondern auch mit dem Herzen. Das bedeutet: sich jemandem vertrauensvoll hinzugeben.

    Der Glaube, der uns aus der Verlorenheit rettet und zum ewigen Leben führt, ist mehr als nur ein Zustimmen zu biblischen Wahrheiten. Er beinhaltet eine vertrauensvolle Beziehung zu Gott, die das Leben verändert. Als Jakobus schrieb, „Glaube, wenn er nicht Werke hat, [ist] tot in sich „selber“. Jakobus 2, 17, redete er nicht der Werkgerechtigkeit das Wort, sondern erklärte: Glaube ohne Früchte ist kein lebendiger Glaube. Jesus beschrieb es so: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen, es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!“, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“ Matthäus 7, 20.21

    Joachim Hildebrandt

    Bibelleseprogramm:

    Morgens: Sacharja 13. 14

    Abends: Offenbarung 21



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 03.01.2011, 01:03


    29. Dezember 2010

    Nachdem die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum der Engel des Herrn uns sagte: „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägypten!“ Matthäus 2, 13 (Gute Nachricht Bibel)

    Es war noch nicht lange her, da wurde die junge Familie mit dem Kind namens Jesus von Engeln besungen, von Hirten besucht und bestaunt, von Weisen aus dem Osten geehrt und beschenkt. Deshalb musste die nächtliche Aufforderung, Hals über Kopf zu fliehen, wie ein Schock auf Maria und Josef gewirkt haben. Die Begründung für die Flucht erfuhren sie ebenfalls, nämlich, dass König Herodes Mordabsichten gegen Jesus hegte. (Matthäus 2, 13c)

    Wie konnte es sein, dass das auserwählte Ehepaar Maria und Josef mit Jesus, dem Sohn Gottes, vor der Heimtücke eines Despoten ins Ausland fliehen musste? Das einzige Transportmittel für ihre Habeseligkeiten war ein Esel. Von der Logistik her keine einfache Angelegenheit. Ob e für die von Gott erwählten Eltern des Messias keine andere Möglichkeit gegeben hätte? Für Gott – so müsste man annehmen – wäre es doch kein Problem, ohne Flucht Schutz zu ermöglichen! Vielleicht ein Versteck? Noch effektiver wäre der schnelle Tod des Herodes gewesen: „Für Gott ist nichts unmöglich“ Lukas 1, 37 (Gute Nachricht Bibel)

    Diese Fragen treiben mich immer dann um, wenn gläubige Christen schweres Leid ertragen müssen. Könnte Gott nicht für seine Kinder einen Schutzzaun vor dem Bösen erreichten? Allerdings, die Warnung vor dem Mord können wir sicher als Zeichen der Vorsorge Gottes ansehen. Und ebenso die kostbaren Geschenke der Sterndeuter.

    Wenn wir uns umschauen, bemerken wir: Kein Leben bleibt frei von leidvollen Ereignissen. Wenn Paulus im Römerbrief bekennt: „Wir gehören dem Herrn im Leben und im Tod!“ Römer 14, 8b (Gute Nachricht Bibel)dann spricht daraus ein gereifter Glaube. Er wusste: „Nichts- auch keine Leid – und niemand – auch nicht der Teufel – kann uns jemals trennen von der Liebe Gottes, die uns verbürgt ist in Jesus Christus, unserem Herrn.“ Römer 8, 39b (Gute Nachricht Bibel

    Jede Krankheit stellt aufs Neue die Sinnfrage. Meist bleibt die Antwort für den Betroffenen offen. Uns ist es nicht möglich, in die verborgene Welt Gottes zu schauen. Aber es gilt: „Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, [irgendwie] zum Guten“. Römer 8, 28a (Hoffnung für alle)

    Friedemann Mahlhus

    Bibelleseprogramm:

    Morgens:Maleachi 1

    Abends: Offenbarung 22, 1-5



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 03.01.2011, 01:04


    30. Dezember 2010

    Lasst euch in eurem Denken erneuern durch den Geist, der euch geschenkt ist. Zieht den neuen Menschen an, den Gott nach seinem Bild geschaffen hat und der gerecht und heilig lebt. Epheser 4, 23. 24a (Gute Nachricht Bibel)

    Oft graut uns vor dem „Großreinemachen“, vor einer Wohnungsrenovierung oder der längst überfälligen Entrümpelung der Schränke oder des Kellers! Wir schieben das gern vor uns her. Und doch sind das Kleinigkeiten im Vergleich zur inneren Erneuerung des Menschen!

    Wir haben berufliche Probleme und Ärger mit den Nachbarn oder dem Vermieter und hoffen, mit einem Ortswechsel davon zu kommen. Doch alles ist ähnlich wie vorher, denn häufig liegen die Probleme in uns.

    In der Wissenschaft spricht man von „sich selbst erfüllender Prophetie“: Ich habe bestimmte Haltungen und Ängste so tief in mir, dass ich alles, was mir begegnet, durch meine Brille sehe und entsprechend reagiere – und schon hat sich das Befürchtete erfüllt.

    Das Alte vergangen sein lassen und neu anfangen ist schwer. Da muss schon eine stärkere Kraft ansetzen, als wir sie besitzen: Die Macht des Heiligen Geistes. Sie schafft das Aufbrechen des Verhärteten, die Veränderung des inneren Menschen, die sich auch auf das äußere Handeln auswirkt.

    Unser Andachtstext zeigt den Weg dazu. Paulus sagte: „Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel.“ Epheser 4, 22 Nicht vor den eigenen Sünden und Fehlern flüchten, sondern bereit sein, sie aufzugeben. Das Entscheidende tut Gott. Er hat uns versprochen: „Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun.“ Hesekiel 36, 26.27

    Wir können diese innere Grunderneuerung erfahren, indem wir uns vorbehaltlos in Gottes Hand begeben. Welch eine Befreiung erleben wir dann!

    Dieter Leutert

    Bibelleseprogramm:

    Morgens:Maleachi 2

    Abends: Offenbarung 22, 6-13



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 03.01.2011, 01:06


    31. Dezember 2010

    Gottes Wort ist voller Leben und Kraft. Es ist schärfer als die Klinge eines zweischneidigen Schwertes; dringt es doch bis in unser Innerstes, trennt dort Menschliches von Göttlichem und trifft uns tief in Mark und Bein. Dieses Wort ist ein unbestechlicher Richter über die Gedanken und geheimsten Wünsche unseres Herzens. Hebräer 4, 12 (Hoffnung für alle)

    Als Kay und Jörn an Silvester mit Knallkörpern herumballerten, kamen sie auf die Idee, aus der Dorfkirche die Altarbibel zu entwenden. Respektlos schnitten sie innen ein großes Loch hinein, in das sie einen Knallkörper legten. Den Zünder verbanden sie mit dem Buchdeckel, und gut verpackt legten sie die Bibel nachts vor die Pfarrhaustüre. Voller Freude entdeckte der Pfarrer vor dem Gottesdienst die gestohlene Bibel. Als er sie jedoch öffnete, verwandelte sich seine Freude in einen großen Schreck, weil ihm mit einem lauten Knall die Fetzen um die Ohren flogen. Gut, dass er dabei nicht verletzt wurde!

    Kay und Jörn erwarteten nun in der Neujahrspredigt einen wütenden Pfarrer. Doch seine Botschaft war eine ganz andere: „Wer dieses Buch öffnet, muss mit Explosionen rechnen. Denn in diesem Buch ist das Dynamit Gottes, seine lebensverändernde Kraft, enthalten!“ (Axel Kühner)

    Er wies weiter darauf hin, dass, wenn die Menschen in der Bibel lesen und ihre Worte durch den Heiligen Geist an ihrem Herzen wirken, sie eine Veränderung erfahren. Kay und Jörn wurden von dieser Predigt so ergriffen, dass sie ihre Tat bekannten uns sich zu Jesus bekehrten.

    Das Wort Gottes in der Bibel hat eine überführende und umwandelnde Kraft, wie auch unser Andachtwort bezeugt. Wenn wir es ernsthaft studieren, werden wir auch, wie in einem Spiegel, unsere schlechten Neigungen und Gewohnheiten erkennen. Wenn wir täglich in der Bibel lesen, wird es für uns zur geistlichen Nahrung und zur Speise für unser Leben. So wie unser Körper ohne Nahrung nicht leben kann, so können auch wir ohne das biblische Wort nicht geistlich wachsen und reifen.

    Wer sich, wie Kay und Jörn, der übernatürlichen Kraft des biblischen Wortes aussetzt, erfährt seine Wirkung. Seine Sünde wird aufgedeckt, er bekommt eine neue Gesinnung und wird ein anderer Mensch.

    Adam Schiller

    Bibelleseprogramm:

    Morgens:Maleachi 3

    Abends: Offenbarung 22, 14-21



    Re: Dezember 2010

    Nachtperle - 03.01.2011, 01:09


    Ende des Jahres 2010



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